56. Miesbacher Frühjahrssingen und -musizieren in der Oberlandhalle Miesbach

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Bayerische und Tiroler Vollblutmusikanten

begeisterten beim 56. Miesbacher Frühjahrssingen und -musizieren

in der Oberlandhalle Miesbach

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Bayerische und Tiroler Vollblutmusikanten auf einer Bühne, dazu gute Laune, flotte Sprüche und traditionsgebundene Volksmusik – das waren die Zutaten des 56. Miesbacher Frühjahrssingens und -musizierens, welches der Heimat- und Volkstracht-Erhaltungsverein Miesbach in der Miesbacher Oberlandhalle veranstaltete.

 

 

Die Moderatorin des Abends, Evi Strehl, und Klaus Beer,
1. Vorstand des Trachtenvereins Miesbach,
bei der Begrüßung der Gäste

 

„Waldramer Sänger- und Tanzlmusi“

 

Alles andere als altbackene „Holdriomusik“ präsentierten vier Volksmusikgruppen und -sänger dem Publikum. Schon bei der Begrüßung durch die Moderatorin, Evi Strehl, merkte man, dass ein frischer Wind durch das Programm wehte. Spontan und ungezwungen plauderte die Moderatiorin mit den Musikanten, was das Publikum sehr erheiterte. Gut aufgelegt und immer mit einen Spruch auf den Lippen spielten die fünf Burschen der „Waldramer Tanzlmusi“ zumeist Tiroler Volksmusik. Als „Waldramer Sänger“ erfreuten sie zudem mit Liedgut wie „Is ma da Weg ned zweit…“

 

 

„Stubaier Freitagsmusig“

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Als „schmissig, feinfühlig, unkonventionell, gesellig, kreativgeladen, aushaltig, flexibel, spontan, tirolerisch, weltoffen, unzertrennlich, genusssüchtig, traditionsverhaftet, gutaussehend, anlassautonomselbstspielend, atemberaubend, durstig, sprachgewandt, freundlich, redselig, eigenbauverliebt und kompositionskreativ, fernsehtauglich und erdig beschreibt sich -ganz bescheiden- die „Stubaier Freitagsmusig“ – und, man muß es zugeben, ja, sie haben recht! Mit ihrer schwungvoll-fetzigen Musik – die Lust und Freude am Musizieren hörte man bei jedem Ton – begeisterten die drei Tiroler die Gäste des Abends. Mit Ziach, Gitarren, Maultrommel und Kontrabass spielten sie sich, wie beim „Perchtenlied“, das den Winter austreiben sollte, schwungvoll durch ihr bayrisch-tirolerisches Liederrepertoire.

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„Johannigsang“

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In der „Volksmusikzsene“ ist der „Johannigsang“ keine unbekannte Größe. Obwohl noch sehr jung, nahmen sie im Oktober 2016 beim „Alpenländischen Volksmusikwettbewerb“ in Innsbruck teil und erspielten und ersangen sich das Prädikat „Ausgezeichnet“! Das Trio -Bruder, Schwester und eine Cousine- wurden von Anderl Weiß, ebenso begnadeter Musikant, mit dem Akkordeon begleitet. Sie stellten unter anderem auch ein selbst komponiertes Freundschaftslied „Die Bleamal verblühn“ vor und bewiesen mit fröhlichen, manchmal auch leisen und melancholischen baierischen Weisen unaufdringlich ihr Talent.

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„Seehofmusi“

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Aus dem Bauch heraus und versiert spielten die sechs Musikanten der „Seehofmusi“ aus Herrsching am Ammersee zünftig auf. Mit ungetrübtem Sinn für bodenständige Musi gab die „Gang vom Ammersee“ ihre flotten Stückl aus dem bayerischen Raum zum Besten.

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Das Publikum in der Miesbacher Oberlandhalle war begeistert

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Zum Abschluß des schönen, erheiternden und abwechslungsreichen Musikabends, ließen es sich die Musikanten -die bayerischen wie auch die aus Tirol- nicht nehmen, gemeinsam mit einem stimmungsvollen Lied den Abend offiziell zu beenden. Im Hinblick auf dieses musikalische Großereignis darf man gespannt sein, was der Heimat- und Volkstracht-Erhaltungsverein Miesbach für’s Frühjahrssingen im nächsten Jahr plant. Das bisherige Konzept stimmt.

-lm- Bilder: lm

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