BioGut Wallenburg: BioLandwirtschaft – BioGärtnerei – BioMarkt – BioKorb-Lieferservice

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Wussten Sie schon…

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EU-Schulprogramm
„Voll in Form“:

Wohlbefinden durch
gesunde Ernährung
und Bewegung

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An den Schulen in Bayern wurden Generationen von Schülerinnen und Schülern in Ernährungslehre und der Zubereitung von frischen Lebensmitteln unterrichtet. Es wurde geschnippelt, gekocht und gebacken und sogar die Jungen erhielten einen umfassenden Einblick in die Welt der Töpfe, Pfannen und Tiegel. Heutzutage sind die Schulen vor die Aufgabe gestellt, zwei Aspekte – „Bewegung“ und „Ernährung“ – gleichermaßen verstärkt in ihre Bildungs- und Erziehungsarbeit einzubeziehen.

Unter dem Motto „Täglich bewegen – gesund essen – leichter lernen“ soll bei Kindern die Wertschätzung von Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukten gesteigert, die Entwicklung eines gesundheitsförderlichen Ernährungsverhaltens angeregt und zusammen mit der Notwendigkeit von täglicher Bewegung als voraussetzende Bausteine zum Erreichen von Gesundheit, Wohlbefinden sowie Lern- und Schulerfolg näher gebracht werden.

Bereits im Kindergarten, bei den „Zwergerln“, beginnt die Sensibilisierung auf die frischen Geschmackserlebnisse von Obst und Gemüse sowie auf die natürlichen Aromen von Milch und Milchprodukten. Hier bereiten Erzieherinnen und Erzieher gemeinsam mit ihren Schützlingen u.a. feine Apfelschnitze und Karottenstifte zu oder rühren frischen Joghurt an, um diesen die Zubereitung der frischen Genüsse zu lehren. Weitere Empfänger der Lebensmittel – bevorzugt regionales und saisonales Obst und Gemüse sowie Milch und ausgewählte Milchprodukte – sind neben Kindern ab drei Jahren in Kindergärten und Häusern für Kinder, Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen eins bis vier.

Seit nunmehr 25 Jahren unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus das EU-Schulprogramm „Voll in Form“, das von der Europäischen Union ins Leben gerufen und gemeinsam mit den Ländern finanziert wird. Dank dieser Initiative erhalten die Einrichtungen einmal in der Woche jeweils 100 Gramm Obst und Gemüse sowie 200 Milliliter Milch pro Kind kostenfrei geliefert – natürlich unter Einhaltung des Lebensmittelrechtes und der Kühlkettenpflicht.

Um die Frische und Regionalität der Produkte sicherzustellen, beliefern anerkannte und zertifizierte Schulfruchtlieferanten die Kitas und Grundschulen. Auch das BioGut Wallenburg gehört zu den offiziell zugelassenen Lieferanten. Das im Landkreis Miesbach gelegene Anwesen wirtschaftet seit 1983 nach den strengen Richtlinien des Bioland-Verbandes und kämpft für nachhaltige und gerechte Verteilung natürlicher Recoursen. Das BioGut Wallenburg bietet u.a. eine umfangreiche Auswahl an saisonalen Gemüsen, Salaten und Kräutern an, steht für ökologischen Landbau und artgerechte Tierhaltung, engagiert sich in der Landschaftspflege sowie dem Naturschutz und praktiziert angewandten Klimaschutz. So sind klimaneutrale Restholzverwertung und die Inbetriebnahme der Photovoltaik-Anlage nur einige Schritte zur Gewinnung regenerativer Energien. Ferner unterstützt das BioGut Wallenburg die „Miesbacher Tafel“ und hat die Aktion „Grüne Tüte“ eingeführt, bei der ausgesuchtes Obst und Gemüse zum halben Preis abgegeben werden.

Seit nunmehr zehn Jahren ist das BioGut Wallenburg ein Teil des Schulprogramms „Voll in Form“. In Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen von Kitas, Schulen und Sonderpädagogischen Einrichtungen werden wöchentlich die Rohkostrationen für die Kinder zusammengestellt und fachgerecht geliefert. Dadurch kommen die Kinder in den selbstverständlichen Genuß von frischem Obst, knackigem Gemüse sowie von Milch und Milchprodukten. Die erlernten Kenntnisse von Ernährung und Bewegung werden ihnen jedoch ein Leben lang von Nutzen sein.

Weitere Informationen erteilen Peggy Schurig und Andreas Rüschoff vom BioGut Wallenburg unter Tel: 0 80 25 – 99 64 65; E-Mail: schulobst@biogut-wallenburg.de Informationen zum EU-Schulprogramm: https://gutwallenburg.abo-kiste.com/Schulobst–Milch-Gratis_20200.html

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Wussten Sie schon…

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Alles
wächst
und gedeiht

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Gärtnermeister Josef Pöhm bei den Auberginenjungpflanzen

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Endlich ist es wieder soweit: Die Zeit der erntefrischen Salate und Gemüse, Kräuter und Gewürze ist da. Auf dem BioGut Wallenburg stehen nun Arbeiten wie Säen, Pflanzen, Harken, Unkraut jäten und Versorgen der Jungpflanzen auf dem Tagesprogramm. Unter großen Planen wurden die bereits gesetzten Jungpflänzchen auf den Äckern in den vergangenen Wochen vor der Kälte und einem immer noch möglichen Bodenfrost geschützt. Die Auberginenpflanzen, diverse Tomatensorten – wie Cocktail-, Dattel-, Eier-, Fleisch- und Buschtomaten, Spitz- und Blockpaprika sowie Gurken – fanden längst im geschützten Gewächshaus in Reih und Glied ihren Platz. Hier sind deshalb schon die ersten kleinen Fruchtansätze zu sehen.

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Tomatenpflanzen im Gewächshaus

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Jedoch gewinnt draußen auf dem Feld die Wärme langsam die Oberhand und somit steht hier ebenso einem schnellen Wachstum nichts mehr im Weg. Doch die Wärme machts nicht alleine! Stete Aufmerksamkeit der Gärtner ist gefragt, denn für ein gesundes Wachstum der empfindlichen Salat- und Gemüsepflänzchen müssen verdrängende Unkräuter entfernt und der Boden, als „biologische Schneckenabwehr“ feinkrümelig gelockert werden. Dies geschieht umweltverträglich immer noch „per Hand“. Ferner verlangen die Pflänzchen, je nach Witterung, ihre feindosierten täglichen Wasserrationen.

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Feldarbeit

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Auf dem Biogut werden neben Gemüsesorten – wie Mangold, Poree, Zwiebeln, Knollensellerie, Kohlrabi, Blau-, Weiß- und Spitzkraut, Wirsing, weißer Rettich, Rosenkohl, Fenchel, Zucchini, Rote Beete und Knoblauch auch Salate wie Rucola, Batavia, Eichblatt, Romana, Eissalat, aber auch Stangensellerie sowie Küchenkräuter, insbesondere Schnittlauch, Petersilie und Koriander – in den großflächigen Feldern kultiviert.

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Salatfeld

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Für einen mediterranen Touch sorgen unter anderem Lavendel und Rosmarin. Unter der besonderen Aufsicht von Gärtnermeister Josef Pöhm residiert eine extravagante Knolle in den Gewächshäusern: Der Ingwer. Diese Gewächse sehen oberirdisch wie Palmwedel aus, Scheinstengel genannt, welche bis zu zwei Meter hoch werden können, während deren verzehrbare, unterirdisch wachsenden Teile botanisch als Rhizome bezeichnet werden.

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Ingwerzöglinge im Gewächshaus

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Ingwer zeichnet sich durch eine feine Schärfe aus und wird in der Küche zum Verfeinern von Speisen mit meist asiatischem Flair, aber auch Eintöpfen und Gemüsen sowie für Gewürzmischungen verwendet sowie zu Marinaden, Chutney und Dips verarbeitet oder als eingelegte Spezialität verzehrt. In der Patisserie ist er Zutat für Kuchen und Gebäck und verleiht Süßspeisen das gewisse Etwas. Im Zusammenspiel mit Zucker und Schokolade verfeinert Ingwer feinwürzige Pralinen. Ausserdem kann er frittiert und zu Chips, Pürree, Marmelade, Bier und Limonade, Essig und Öl verarbeitet werden und bringt seine Vorzüge auch in Mixgetränken ein.

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Ingwerknollen

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Ferner wirkt die scharfe Knolle gesundheitsunterstützend. Nach einer gut sechsmonatigen Wachstumphase können die Rhizome geerntet werden und landen u.a. im hofeigenen Laden des BioGut Wallenburg und sind auch per Lieferservice im „Biokorb“ erhältlich.

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Wussten Sie schon…

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Dr. Kartz von Kameke zählte in den 80-er Jahren noch zu den Bio-Pionieren, als er das Schloßgut Wallenburg übernahm und zu einem ökologisch geführten Anwesen mit artgerechter Tierhaltung sowie umweltfreundlichem Salat-, Kräuter- und Gemüseanbau, ausbaute. Heute ist das BioGut Wallenburg ein weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekanntes Unternehmen, das nach den strengen Richtlinien des Bioland-Verbandes wirtschaftet. Die Geschichte Wallenburgs ist geprägt von Macht, Kampf und Aufbau: Die Historie geht bis ins Jahr
1270 zurück, als das Gut namens Burg Waldenberg erstmals urkundlich erwähnt wird. Damals noch in Besitz der Herren von Waldeck, geht es 1516 in den Besitz der Grafen von Maxlrain über und fällt nach deren Aussterben 1741 an das Herzogtum Bayern. Im Laufe des 19. Jahrhunderts übernehmen ständig wechselnde private Eigentümer das Anwesen. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts kommt es endlich zur Ruhe, als es nämlich im Jahre 1919 von Dr. Richard Gans erworben wird und er sich mit seiner Familie dort nieder läßt.

Die beiden Weltkriege beeinflussen die Geschicke der Familie und des Gutes nachhaltig. Denn während Dr. Gans nach dem 1. Weltkrieg den Grundstein zur endlich erfolgreichen landwirtschaftlichen Nutzung des Gutes legte, indem er eine Fleckviehzucht aufbaute und weiterentwickelte, erlebte die Familie im 2. Weltkrieg die gesamten Greuel der damaligen Zeit – bis hin zum Verlust des gesamten Besitzes. Nach dem Ende des Krieges sah sich der bayerische Staat als legitimer Rechtsnachfolger von Gut Wallenburg an. Erst nach langen Rechtsstreitigkeiten erhielt die Familie ihr Eigentum zurück. Mit Beate von Kameke, der Mutter des heutigen Besitzers, konnte dann eine neue landwirtschaftliche Zukunft beginnen.

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Heute ist man von der Weitläufigkeit des Bioguts Wallenburg vor den Toren der Stadt Miesbach beeindruckt. Auf dem rund 80 Hektar großen Gebiet wird neben dem Bio-Gemüseanbau eine Bio-Landwirtschaft mit Milchviehbetrieb und Kälberaufzucht sowie ein Ladengeschäft und ein Lieferservice betrieben. Im Schloß wohnen die Besitzer – die Familie von Kameke – und führen die umfangreichen Geschäfte des Bioguts.

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Freilandanbaufläche mit verschiedenen Salatsorten

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Die Biogärtnerei umfaßt den Anbau im Freiland und unter Glas. Auf den weiten Feldern reckt sich das Kraut der unterirdisch wachsenden Gemüse – wie Gelbe-Rüben, Sellerie und Kohlrabi, daneben lange Reihen von Wirsing- und Rotkohlköpfen; weitere Flächen sind mit herrlich großen Zwiebeln, Zucchinis, Lauch, Fenchel, Mangold und Buschbohnen sowie mit in exakten Linien angeordneten, verschiedenen Salatsorten bestückt. Ein Beet gehört dem Schnittlauch, auf einem anderen stehen hohe Zuckermaispflanzen, deren gut verpackte Fruchtkolben in der Sonne am Reifen sind. Zwischendurch sieht man auch brach liegende Felder, die scheinbar mit Wildwuchs überzogen sind. Doch weit gefehlt! Damit sich der Boden natürlich regenerieren kann, wird eine genaue Fruchtfolge eingehalten und mittels Gründüngung der Bodenmüdigkeit vorgebeugt. Die Unkrautbekämpfung wird auf dem Biogut vorallem mittels Muskelkraft mit Hacken und Zupfen bewerkstelligt. „Die Biogärtnerei ist harte Arbeit und hat nichts mit lieblicher Gartenromantik zu tun“, betont der Leiter der Biogut Wallenburg-Gärtnerei, Josef Pöhm. Hohe Stangen, sogenannte Julen, dienen Greifvögeln als Ansitzplätze, u.a. für die Jagd auf Wühlmäuse.

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Dr. Marion von Kameke und Gärtnermeister Josef Pöhm im Auberginen-Gewächshaus

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Es gibt vier grosse Gewächshäuser. Eines dient der Anzucht von Kräutern – wie beispielsweise dem zarten Basilikum; in einem weiteren reifen neben den Auberginen „Angela“ und „Bartok“, geschmacksintensive Tomaten sowie diverse Paprikasorten. Die beiden anderen Gewächshäuser sind jedoch einem ganz speziellen Pflänzchen vorbehalten: Dem Ingwer. Seit nunmehr drei Jahren gilt diesem exotischen Gewächs die besondere Aufmerksamkeit von Gärtnermeister Josef Pöhm. Nach der arbeitsintensiven An- und Aufzucht sind aus einem Rizom grau-grüne wedelähnliche Blätter gewachsen, die bis zu zwei Meter hoch werden können. Die licht-, wärme- und feuchtigkeitsliebenden Pflanzen stammen überwiegend aus Peru und haben in den Gewächshäusern des Bioguts Wallenburg einen wahren Ingwerwald gebildet. Nach einer mehrmonatigen Vegetationszeit werden die wertvollen Wurzeln von Hand mit der Grabegabel geerntet.

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.Gärtnermeister Josef Pöhm im Ingwerpflanzen-Gewächshaus

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Ingwer erfreut sich nicht nur als scharfes Gewürz in der asiatischen Küche und dank der therapeutischen Eigenschaften – sowie heilsamen Wirkung der Inhaltsstoffe – steigender Beliebtheit, sondern ist auch als Limonade oder extravagantes Mixgetränk, zu Bier gebraut – aber auch frisch als gesundheitsfördernder Zusatz in Wasser und auch als wärmender Tee – ein beliebtes Getränk. Ferner kann die scharfe Wurzel als Zutat in Desserts oder Kuchen, in Pralinen oder auch gezuckert als Nascherei verwendet werden. So bietet Ingwer im frischen, gemahlenen oder eingelegten Zustand in der Ernährung und im Gesundheitsbereich vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Noch dazu ist die Kalorienbilanz von frischem Ingwer unerheblich.

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Fütterungs- und Ruhebereich der Milchkühe

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Neben den Gewächshäusern stehen die geräumigen und luftigen Ställe. Hier befinden sich die Fütterungs- und Ruhebereiche der Milchkühe sowie eine geniale „Wellness-Bürste“, mit der sich die Damen nach Lust und Laune massieren lassen können. Etwas abseits gelegen können sich tragende Kühe in Ruhe auf die Kälbergeburt vorbereiten. In kleineren, dick mit Stroh aufgeschütteten Boxen, sind die Kälbchen in Spielgrupppen untergebracht. Für die Belange der Kühe und Kälber sorgt Betriebsleiter Sebastian Schmitzberger. Die Tiere dürfen den Sommer entweder auf den saftigen Wiesen rund um das Gut oder auf einer Gebirgsalm im Schlierseer Gebiet verbringen.

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Der „Wellnessbereich“ der Milchkühe

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Die Milch der Kühe wird u.a. an die Andechser Molkerei verkauft. Im hofeigenen Bioladen gibt es unter anderem Salat, Gemüse und Kräuter – direkt vom Feld, frisches Obst, Fleisch und Wurst, Brot- und Backwaren, Wein und Säfte sowie ein breites Sortiment an Naturkost und Naturkosmetik. Der BioKorb-Lieferservice bringt – u.a. in den Landkreisen Miesbach, Rosenheim und Bad Tölz-Wolfratshausen – die Spezialitäten auch gerne direkt zu den Kunden nach Hause. In einer großen Packhalle werden die Service-Boxen mit den gewünschten Produkten sorgsam zusammengestellt. Auf Müllvermeidung und Wiederverwertbarkeit wird auf dem BioGut Wallenburg sehr geachtet. Deshalb werden nur Pfandkisten und Kisteneinleger aus wiederverwertbarem Altpapier verwendet. Ausserdem ist das Vermeiden von Lebensmittelverschwendung ein großes Anliegen von Marion von Kameke. Neben der Unterstützung der „Miesbacher Tafel“ hat sie die „Grüne Tüte“ eingeführt, in der allzu reifes oder mit Schönheitsfehlern versehenes Obst und Gemüse günstiger angeboten wird.

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Auch die Energie zum Beheizen des gesamten Hofgutes wird umweltfreundlich gewonnen. Zum einen durch eine Holzhackschnitzelanlage – mit klimaneutraler Restholzverwertung aus dem eigenen Forst – zum anderem mit Photovoltaikanlagen auf den größeren Dächern des Bioguts Wallenburg. Leider musste heuer das BioGut Wallenburg-Hoffest ausfallen und soll hoffentlich nächstes Jahr in bewährter Weise erfolgen.

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Hoffest
auf BioGut Wallenburg in Miesbach

2019

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Zahlreiche Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, fanden den Weg zum Hoffest mit ‚Tag der offenen Tür‘ auf dem BioGut Wallenburg in Miesbach. Neben einer Holzkuh zum Melken und einer Strohhüpfburg zum hemmungslosen Toben gab es einige weitere Attraktionen. Erklärte Anziehungspunkte für die erwachsenen Besucher waren die verschiedenen Verkaufstände, an denen es u.a. vielerlei Kräuter-, Gemüse-, Salat- und Gartenpflanzen aus biologischem Anbau zum Erstehen gab. Nette Gespräche, fachliche Beratung und professionelle Tipps vom Gärtner gab es kostenlos dazu. Ferner informierten diverse Stände über gesunde Ernährung.

Anziehungspunkte für die Kinder waren drei Kameldamen des Kamelhofes aus Grub bei Valley. Mit einer stoischen Gelassenheit und einer sanften Ruhe trugen die braven Kamele ihre jungen Reiterinnen und Reiter, die auf speziellen Sätteln zwischen ihren Höckern saßen, über die Wiese. Selbst Erwachsene wollten sich wie Prinzen und Prinzessinen aus 1001 Nacht fühlen und ließen sich von den Kamelen umhertragen – und obwohl es ungewohnt schaukelte und die Tiere doch ziemlich hoch waren, machte es allen mächtigen Spaß, auf den Wüstenschiffen zu reiten. Dieses einzigartige Erlebnis werden wohl alle nicht so schnell vergessen!

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Sehr informativ waren die Betriebsführungen, bei denen Sebastian Schmitzberger, Betriebsleiter des Bioguts Wallenburg, durch den landwirtschaftlichen Bereich führte. Hier erfuhr der interessierte Teilnehmer, wie aufwendig doch eine möglichst tiergerechte Haltung der Kühe im Stall ist. So konnte sich im Bereich der Milchviehhaltung jedes Tier frei bewegen und einen Futterplatz sowie einen, mit Gummimatte und Stroh ausgelegten Liegeplatz, sein Eigen nennen. Im sogenannten „Alten Stall“ – dem Geburtstrakt mit ausgewiesenen Gebärboxen – waren die werdenen Mütter untergebracht. Diese werden acht Wochen vor der Niederkunft von der quirligen Milchkuhherde separiert, damit sie sich in Ruhe auf die Geburt und ihre Kälber vorbereiten können. Die Kälbchen waren, je nach Alter, Überwachungs- und Versorgungsbedarf – in kleinen ‚Spielgruppen‘ – in geräumigen Kojen mit reichlich Stroh untergebracht. Man merkte, dass die Kälbchenaufzucht eine besondere Herzensangelegenheit des Betriebsleiters ist, da er auf eine gute Verträglichkeit der Ernährung, auf einen einwandfreien Ernährungs- und Gesundheitszustand sowie auf die altersgerechte Entwicklung der kleinen Wiederkäuer besonders hohen Wert legt. „Das Futter, das an die Milchkühe im Winter verfüttert wird, wird ausschließlich auf dem Biohof produziert. Demnächst kommen die Damen und ihr Stier auf die Weiden, naturbelassene Wiesen in der Umgebung des Bioguts oder auf Almen bei Schliersee“, erzählte der Betriebsleiter. Stolz präsentierte er zudem seine „Rasenmäher“-Schafe, deren ausschließliche Aufgabe es ist, das Gras auf dem unwegsamen Gelände der Almen kurz zu halten. Weiter gings zur riesigen Tenne, wo sich das Futterlager für das Milchvieh befindet und, davon abgetrennt im vorderen Teil, das natürliche Brennmaterial für die Hackschnitzelanlage lagert – da das gesamte Biogut – Wohn-, Geschäfts- und Wirtschaftsräume sowie die Gewächshäuser – mit Holzschnitzel und Strom aus der Photovoltaikanlage beheizt werden. Anschließend führte Andreas Berger, der Fachmann rund um den „Wallenburger Biokorb“, u.a. durch die Packhalle und erklärte, wie das Erfassen und Zusammenstellen einer Kundenbestellung vor sich geht und zeigte auch den großen Gärtnerbetrieb mit seinen zahlreichen Gewächshäusern.

Am Stand der Initiative ‚Heimatwasser Mangfalltal‘ konnten Kinder aus einem Wasserbassin kleine blaue Entchen fischen. Die Initiative ist ein Bündnis von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis Miesbach, von Anliegern und Betrieben, von Grundbesitzern, Landwirten sowie von Bürgermeistern, Gemeinderäten und Bewohnern betroffener Gebiete sowie Politiker, die auf die Ausweisung der Wasserschutzzone Thalham – Reisach – Gotzing hinweisen wollen.

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Mit von der Partie beim Hoffest auf BioGut Wallenburg v.l.:
Alois und Alexandra Fuchs; Dr. Marion von Kameke-Stahl und Dr. Kartz von Kameke;
Ingrid Pongratz, Bürgermeisterin der Stadt Miesbach; Giesela Hölscher, Gemeinderätin der Gemeinde Waakirchen
und Marlene Hupfauer, Kreisbäuerin des Landkreises Miesbach

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„Denn es kann nicht angehen, dass eine, sich im ungebremsten Wachstum befindliche Stadt München, dem Landkreis Miesbach Einschränkungen und Auflagen diktiert, um kostenlos an das sauberste Wasser Europas zu kommen und dabei auch nicht zurückschreckt, den Landkreis Miesbach und seine Gemeinden bei der wirtschaftlichen Weiterentwicklung samt Firmeninvestitionen und die Bevölkerung seiner guten Lebensverhältnisse – samt Zukunft – zu berauben. Denn was nützt es einem wirtschaftlichen Unternehmen, ob alteingesessener Landwirtschaft, familiengeführter Gastromonie, modernem Klinikbetrieb oder Dienstleistungs- und Verarbeitungsbetrieb, wenn zwar die Nachfolge gesichert, jedoch die Zukunft des Standortes und damit die Erhaltung des Betriebs und deren Arbeitsplätze ungewiß ist – und zwar im ganzen Landkreis Miesbach! Doch hätten die Stadtwerke München als zuständiger Wasserversorger, nach modernem Wasserrecht die Pflicht – mit korrekter Bewertung aller Wasservorkommen – eine Alternativen-Prüfung durchzuführen! So liegt beispielsweise unter dem Hofoldinger Forst – in Waldunschädlicher Tiefe – ein riesiges Wasserreservoir. Gerne wären wir bereit, den Verantwortlichen der Stadtwerke München beim Aufbau eines modernen Wassermanagements beratend zur Seite zu stehen, ohne dass dabei unnötige Schutzzonen ausgewiesen, stille Enteignungen durchgeführt oder ganze Landkreise zerstört würden!“, betonten die Heimatwasser-Initiatoren, Dr. Marion von Kameke und Alois Fuchs.

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Stippvisite
auf dem BioGut Wallenburg in Miesbach

2019

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Viel Zeit brachte der Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan (CSU) mit, als er im Rahmen seiner Sommertour „Menschen – Begegnungen – Heimat – Politik im Gespräch“, das BioGut Wallenburg in Miesbach besuchte. Gutsbesitzer Dr. Kartz von Kameke hob die historische Vergangenheit seiner Familie und des Guts Wallenburg hervor und betonte die Verbundenheit mit der Region Miesbach. Viel habe das Anwesen und die Besitzerfamilie erdulden müssen: Angefangen beim Unrecht, welches seinem Großvater vom Nazi-Regime, in Form von Verfolgung, Inhaftierung und Enteignung des Gutes angetan wurde; den anschließenden Rechtsstreitigkeiten nach dem Krieg, bis hin zur Rückgabe des Besitzes an Kamekes Mutter Beate.  Dr. Kartz von Kameke spannte einen geschichtlichen Bogen in die heutige Zeit, in der sich seine Familie wieder gezwungen sieht, um den Besitz des Guts Wallenburg zu kämpfen.

In Begleitung von Olaf von Löwis of Menar, amtierender Bürgermeister der Marktgemeinde Holzkirchen und Landratskandidat der CSU sowie Alois Fuchs, Landwirt und Interessenvertreter der Initiative „Heimatwasser Mangfalltal“, führten Dr. Marion und Dr. Kartz von Kameke die Gäste über das Gut, welches seit über 30 Jahren nach den Vorgaben des Bioland Verbandes betrieben wird. Das Gesamtkonzept umfasst derzeit Landwirtschaft, Gärtnerei und einen BioMarkt nebst Lieferservice.

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Alexander Radwan MdB und Dr. Marion von Kameke bei der Kälberaufzuchtstation

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Sebastian Schmitzberger, Betriebsleiter des Bioguts, zeigte den Besuchern den landwirtschaftlichen Bereich – mit Milchviehbetrieb und Kälberaufzucht. Anschließend erklärte Andreas Berger, Leiter des Vermarktungsbereiches, wie die Bioprodukte des Bioguts Wallenburg den Verbraucher erreichen. So werden beispielsweise die Bestellungen in Pfandkisten mit wiederverwertbarem Altpapier verpackt. Ferner wird sehr reifes oder mit Schönheitsfehlern versehenens Obst und Gemüse verbilligt angeboten. Das BioGut Wallenburg ist auch offiziell zugelassener Lieferant für das sogenannte „Schulfruchtprogramm“, bei dem Milch, Obst und Gemüse an bayerische Grundschulen und Kindergärten geliefert wird.

Weiter gings zum Gemüseanbau, der teilweise im Gewächshaus und auf dem freien Feld erfolgt. Hier erläuterte Gärtnermeister Josef Pöhm, wie die Anzucht von Salat und Gemüse geschieht; die Fruchtfolge im Laufe der Jahreszeiten und der Fruchtwechsel geplant sein muss und wie von Hand geerntet wird.

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Olaf von Löwis of Menar, amtierender Bürgermeister der Marktgemeinde Holzkirchen und Landratskandidat der CSU
liess sich von Gärtnermeister Josef Pöhm die Thematik „Nützlinge“ ganz genau erklären

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Abschließend wurde mit Alexander Radwan und Olaf von Löwis of Menar ausführlich über die Problematik der geplanten Wasserschutzzonenerweiterung im Landkreis Miesbach, den daraus resultierenden Konsequenzen für das BioGut Wallenburg und dessen 43 Mitarbeitern sowie für den gesamten Landkreis Miesbach gesprochen. Auch hier zeigte sich der Bundestagsabgeordnete sehr informiert und nahm interessiert die Erläuterungen von Dr. Marion von Kameke, Dr. Kartz von Kameke und Alois Fuchs auf.

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Mit von der Partie v.l.: Alois Fuchs, Andreas Berger, Olaf von Löwis of Menar, Alexander Radwan,
Dr. Marion von Kameke, Josef Pöhm, Sebastian Schmitzberger und Dr. Kartz von Kameke

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