Coronavirus Informationen

.

Impressum / AGB&Datenschutzhinweise

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website benutzen, stimmen sie unserer Verwendung von Cookies zu. Cookie-Richtlinie

.

*************************

.

.

*************************

.

Bayerische
Corona-Strategie

.
Region Bayern – Durch die zielgerichteten Maßnahmen der Bayerischen Staatsregierung ist es in den vergangenen Wochen gelungen, die Ausbreitung des Corona-Virus wirkungsvoll einzudämmen und deutlich zu verlangsamen. Belastungsspitzen und die ohne entschiedene Maßnahmen absehbare Überlastung der Gesundheitsversorgung konnten vermieden werden. Bayern ist durch sein umsichtiges und schnelles Handeln auch bei der Bekämpfung der Pandemie Wegweiser für ganz Deutschland geworden.

Die Staatsregierung hat bereits in den vergangenen Wochen wesentliche erste Schritte in eine neue Normalität eingeleitet. Dazu gehören insbesondere der Übergang von allgemeinen Ausgangs- zu Kontaktbeschränkungen, die schrittweise Wiederaufnahme des Unterrichts an den Schulen, die Ausweitung der Kinderbetreuung, die Öffnung der Gastronomie, des Handels, die Wiederaufnahme von Gottesdiensten und Versammlungen sowie der Neustart des Sportbetriebs in verschiedenen Bereichen.

Eine Bestandsaufnahme nach dem Ende der Pfingstferien zeigt, dass diese Schritte verantwortungsvoll und angemessen waren. Das Infektionsgeschehen ist nach wie vor stabil: Die Infektionszahlen sind weiter rückläufig. Die Zahl der Genesenen übersteigt seit einiger Zeit kontinuierlich die Zahl der neu Infizierten. In der Mehrzahl der Landkreise und kreisfreien Städte gab es in den vergangenen sieben Tagen keine Neuinfektionen.

Die Staatsregierung setzt deshalb ihren Kurs der erfolgreichen Krisenbewältigung fort. Es gilt weiterhin, Rückkehr zur Normalität einerseits und Umsicht und Vorsicht andererseits durch abgestimmte Einzelschritte miteinander in Einklang zu bringen. Vor diesem Hintergrund hat der Ministerrat beschlossen:

Katastrophenfall
Die Feststellung des bayernweiten Katastrophenfalls am 16. März 2020 hat ein gezieltes Vorgehen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ermöglicht und so erheblich zur Bewältigung des Pandemiegeschehens beigetragen. Der Ministerrat dankte den 104 „Führungsgruppen Katastrophenschutz“ für ihren großen und unverzichtbaren Einsatz. Angesichts sich weiterhin positiv entwickelnder Infektions- und Kennzahlen stellt der Ministerrat fest, dass die Aufhebung des bayernweiten Katastrophenfalles der nächste wichtige Schritt zurück in die Normalität ist. Er beauftragte den Staatsminister des Innern, für Sport und Integration unter Berücksichtigung gegebenenfalls noch vorhandenen Koordinierungsbedarfs zur Bewältigung des Pandemiegeschehens mit Ablauf des 16. Juni 2020 das Ende des Katastrophenfalls festzustellen.

Allgemeine Kontaktbeschränkung
Die Regelungen zur allgemeinen Kontaktbeschränkung werden ab dem 17. Juni 2020 erweitert. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist künftig in der Familie sowie mit Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstands oder in einer Gruppe von bis zu zehn Personen gestattet. Bisher durfte man sich im öffentlichen Raum nur mit den Personen des eigenen Haushalts, Familienangehörigen oder Personen eines weiteren Haushalts treffen. Bei privaten Zusammenkünften zu Hause gilt keine Beschränkung auf einen festen Personenkreis oder eine zahlenmäßige Beschränkung, stattdessen soll dort die Personenzahl unter Berücksichtigung der allgemeinen Grundsätze – mit Mindestabstand – begrenzt werden. Das Abstandsgebot von 1,5 Metern und die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen bleiben unverändert. In geschlossenen Räumen soll für ausreichend Belüftung gesorgt werden. Die Regelungen für die Gastronomie, Hotellerie und Kulturstätten werden entsprechend erweitert. Die Rahmenkonzepte der betroffenen Fachministerien werden, soweit erforderlich, entsprechend angepasst.

Einrichtungen und Bereiche, in denen bisher eine Person pro 20 Quadratmeter Fläche zugelassen war
Für alle Einrichtungen und Bereiche, in denen bisher eine Person pro 20 Quadratmeter Fläche zugelassen war, gilt ab dem 22. Juni 2020 die Regel, dass 10 Quadratmeter pro Person ausreichen. Das betrifft insbesondere den Betrieb von Geschäften mit Kundenverkehr, aber auch Freizeiteinrichtungen und Kulturstätten, wie beispielsweise Museen oder zoologische Gärten. Sofern die Mitarbeiter in Kassen- und Thekenbereichen von Ladengeschäften oder an Rezeptionen durch transparente Schutzwände aus Acrylglas o.ä. zuverlässig geschützt werden, entfällt für sie die Pflicht zum dauerhaften Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Gastronomie
Für die bisher zulässige Gastronomie wird ab 22. Juni 2020 die zulässige Öffnungszeit auf 23:00 Uhr verlängert.

Kunst und Kultur
Kunst- und Kultur sind Vorreiter für die weiteren Öffnungsschritte im gesamten Veranstaltungsbereich. Seit 15. Juni sind erstmals wieder Veranstaltungen im Kunst- und Kulturbereich mit bis zu 50 Gästen in Innenräumen und mit bis zu 100 Gästen im Freien möglich. Ab 22. Juni 2020 werden diese Personenhöchstzahlen erweitert: Veranstaltungen im Kunst- und Kulturbereich werden mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen mit bis zu 100 Besuchern in Innenräumen und mit bis zu 200 Besuchern im Freien möglich sein. Die Pflicht zum Tragen einer Maske gilt unverändert. Der Chorgesang im Bereich der Laienmusik wird ab 22. Juni 2020 wieder zugelassen. Voraussetzung ist ein Mindestabstand der Beteiligten von 2 Metern, regelmäßige Lüftungsintervalle und eine Begrenzung der Probendauer. Das Wissenschaftsministerium wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein entsprechendes Hygienekonzept entwickeln und veröffentlichen.

Gottesdienste
Für öffentlich zugängliche Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie für die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften gilt ab 22. Juni 2020 ein Mindestabstand zwischen den Teilnehmern von 1,5 Metern.

Veranstaltungen
Andere, üblicherweise nicht für ein beliebiges Publikum angebotene oder aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besuchte Veranstaltungen, insbesondere Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern oder Vereinssitzungen, sind ab 22. Juni 2020 mit bis zu 50 Gästen innen und bis zu 100 Gästen im Freien möglich. Öffentliche Festivitäten oder einem größeren, allgemeinen Publikum zugängliche Feiern bleiben untersagt. Es bleibt beim Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020.

Besuchsregelungen für Krankenhäuser, Altenheime und Behinderteneinrichtungen
Das Gesundheitsministerium wird in Abstimmung mit dem Sozialministerium umgehend Vorschläge für eine Lockerung der Besuchsregelungen für Krankenhäuser, Altenheime und Behinderteneinrichtungen erarbeiten. Für die künftigen Besuchsregelungen gilt dabei der Grundsatz der Verantwortung der Träger und Einrichtungen vor Ort, jeweils im Einvernehmen mit den örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden bzw. Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: Der Schutz der Bewohner bzw. Patienten hat oberste Priorität. Ziel sind weitgehende Erleichterungen bei den Besuchsregelungen, dies stets aber nur in Abhängigkeit von den konkreten örtlichen Verhältnissen.

Hallenbäder, Thermen und Hotelschwimmbäder
Ab 22. Juni 2020 können Hallenbäder sowie Innenbereiche von Thermen und Hotelschwimmbädern einschließlich der Wellness- und Saunaangebote wieder geöffnet werden. Das Wirtschaftsministerium wird zusammen mit dem Gesundheitsministerium entsprechende Hygienekonzepte ausarbeiten und veröffentlichen.

Betrieb von Reisebusunternehmen
Für den Betrieb von Reisebusunternehmen sollen künftig Regelungen gelten, wie sie auch für den Öffentlichen Personennah- und -fernverkehr gültig sind. Das Wirtschaftsministerium sowie das Verkehrsministerium werden in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium dementsprechend das geltende Rahmenkonzept für touristische Dienstleister in Bayern anpassen.

Sport
Im Bereich des Sports kann ab dem 22. Juni 2020 die Wiederaufnahme des Lehrgangsbetriebs erfolgen. Die bislang geltenden Obergrenzen für den Outdoor- und Indoor-Sport – bisher 20 Personen – werden aufgehoben. Die künftige Teilnehmerbegrenzung ergibt sich für den Innen- und Außenbereich aus den jeweiligen konkreten räumlichen Rahmenbedingungen mit der Raumgröße und Belüftung.

Kindertagesbetreuung und Schule
Ab 1. Juli 2020 sollen alle Kinder wieder die Einrichtungen der Kindertagesbetreuung nutzen können. Insgesamt gilt für die Kindertagesbetreuung und die Schule das Ziel, ab September wieder den Regelbetrieb aufzunehmen.

-bsr-

.

*************************

.

Begrifflichkeiten

im Zusammenhang mit „Corona“

.

Viren: Viren sind Parasiten, sie können nicht ohne einen Wirt überleben. Sie bestehen aus Erbgut, also RNA oder DNA, und viele sind von einer Eiweißhülle umgeben. Ein typisches Virus erreicht nur rund ein Hundertstel bis Tausendstel der Größe einer normalen Körperzelle. Es gibt keinen Organismus, der nicht von Viren befallen ist. Moleküle aus der Hülle ermöglichen es den Viren, sich an eine Wirtszelle zu heften. Der neuartige Coronoavirus SARS-CoV-2 kann das besonders gut bei menschlichen Zellen. Sind die Viren in eine Zelle eingedrungen, zwingen sie diese, Tochterviren herzustellen. Sie haben selbst keinen Stoffwechsel, können sich weder bewegen noch selbstständig vermehren. Manche Viren schleusen ihre Gene in das Erbgut ihres Wirts ein.

COVID-19: Das Virus, das für die derzeitige Pandemie verantwortlich ist, heißt SARS-CoV-2. Es löst die Krankheit Covid-19 aus: Covid ist eine Abkürzung für Coronavirus Disease, englisch für „Corona-Virus-Krankheit“, und die 19 steht für das Jahr in dem die Krankheit ausgebrochen ist, also 2019. Die Weltgesundheitsorganisation WHO ist verantwortlich für den Namen.

Epidemie: Wenn in einem bestimmten Zeitraum in einem begrenzten Gebiet viele Menschen aufgrund einer Ursache erkranken, spricht man von einer Epidemie. Oft wird der Begriff bei Infektionskrankheiten gebraucht.

Pandemie: Gibt es auf der ganzen Welt oder über Grenzen von Kontinenten und Ländern hinweg den Ausbruch einer Infektionskrankheit zu vermelden, ist die Rede von einer Pandemie.

Home Office:  Der Arbeitsplatz befindet sich „Zuhause“.

Lockdown: Ausgangssperre.

Shutdown: Herunterfahren der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens; bei einem „Shutdown“ arbeiten in der Regel nur Menschen in systemrelevanten Berufen.

Immunsystem: Das menschliche Immunsystem reagiert auf Eindringlinge meist nach demselben Muster. Infizieren wir uns mit einem Erreger, rücken zunächst Zellen des angeborenen Immunsystems an, um die Angreifer zu zerstören. Zu ihm gehören Makrophagen und andere sogenannte Fresszellen, die Krankheitserreger regelrecht verspeisen. Hinzu kommen natürliche Killerzellen, die befallene Zellen abtöten können, sowie Mastzellen, die entzündungsfördernde Botenstoffe ausschütten. Reicht das nicht aus, wird die erworbene Immunabwehr aktiviert, dabei handelt es sich um T- und B-Lymphozyten, die Erreger noch ziel­sicherer vernichten. Bis sie richtig aktiv sind, dauert es allerdings einige Tage, je nachdem ob die Keime schon bekannt sind oder nicht. Bei diesem Abwehrkampf werden Stoffe ausgeschüttet, die Schwellungen und Fieber auslösen. Spezielle Immunzellen merken sich die Eigenschaften der Erreger und können so bei der nächsten Infektion den Ausbruch von Krankheitssymptomen verhindern.

Herdenimmunität: Wer eine Infektionskrankheit durchgemacht hat, bildet in der Regel Immunzellen aus, die sich an den Erreger erinnern und ihn bei der nächsten Begegnung effektiv bekämpfen. Man kann auch sagen: „Der Mensch ist immun“. Nicht für alle viralen oder bakteriellen Infektionen gilt das lebenslang, ein Schutz besteht aber immer für eine ganze Weile. Wenn viele Menschen so eine Krankheit bereits hatten, sind sie nicht nur selbst geschützt, sondern geben die Erkrankung auch nicht so leicht an andere weiter. So tritt die Infektion nicht so häufig in der Bevölkerung auf. Man spricht dann von Herdenimmunität – und diese kann auch mit einer Impfung erreicht werden. Lassen sich ausreichend viele Menschen impfen, zum Beispiel gegen Masern, so kann für einige Krankheiten sogar verhindert werden, dass sie weiterhin auftreten.

Tröpfcheninfektion: Krankheitserreger, die im Rachen oder den Atemwegen siedeln, gelangen beim Niesen, Husten und Sprechen durch winzige Tröpfchen an die Luft. Dann können sie von einem anderen Menschen eingeatmet werden oder über die Schleimhäute in Mund und Nase in den Körper gelangen. Vor allem Viren, aber auch manche Bakterien werden auf diese Weise übertragen. SARS-CoV-2 vermehrt sich besonders gut im Rachen und gelangt dadurch auch besonders leicht wieder in die Luft. Tröpfchen, die größer als fünf Mikrometer sind, sinken in der Luft rasch ab. Abstand halten ist also sinnvoll, um sich nicht anzustecken. Kleinere Tröpfchen können unter Umständen länger in der Luft bleiben und somit auch weiter getragen werden.

Schmierinfektion: Speichel-Tröpfchen, die Krankheitserreger enthalten, können auch an Gegenständen oder Flächen haften bleiben – oder an Händen. Fasst ein noch nicht infizierter Mensch diese Gegenstände an oder gibt jemanden, dem Viren an den Händen haften, die Hand, so kann er sich anstecken. Nämlich dann, wenn er mit seinen dann verunreinigten Händen seine eigenen Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen berührt. Daher ist Hände waschen so wichtig – zum eigenen Schutz und Schutz der anderen. Daraus ergibt sich auch: Nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fassen!

Infektionsschutzgesetz: Das deutsche Infektionsschutzgesetz trat zum 1. Januar 2001 in Kraft, es löste das Bundesseuchengesetz ab. Sein Zweck ist, übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern. Es regelt unter anderem, welche Krankheiten bei Verdacht, Erkrankung oder Tod und welche labordiagnostischen Nachweise von Erregern meldepflichtig sind. Seit Ende Januar gehört das Coronavirus dazu. Wird von einem Labor oder einem Arzt die Krankheit diagnostiziert, muss innerhalb von 24 Stunden das Gesundheitsamt informiert werden. Spätestens am nächsten Arbeitstag muss die Meldung an das Landesgesundheitsministerium und an das Robert Koch-Institut weitergeleitet werden. Derzeit plant die Regierung, das Gesetz für ein Jahr zu verschärfen, vor dem Hintergrund der Coronavirus-Epidemie. Der Bundesgesundheitsminister soll ermächtigt werden, viele Regeln auch ohne Zustimmung des Bundesrates zu beschließen. Das heißt, vom Bund angeordnete Maßnahmen greifen dann auch in den Ländern. Dabei soll es um die Grundversorgung mit Medikamenten, Medizinprodukten, Labordiagnostik, Hilfsmitteln und Schutzausrüstung gehen. Außerdem sollen Länder schneller Meldungen über Infizierte an den Bund weitergeben.

Attack Rate: Wie viele Menschen haben sich in einer Bevölkerung in einem bestimmten Zeitraum angesteckt während einer Epidemie? Das beschreibt die Angriffsrate.

Exponentielles Wachstum: Wenn sich eine Zahl in jeweils gleichen Zeitabschnitten immer um denselben Faktor verändert, dann spricht man von exponentiellem Wachstum. Das heißt zum Beispiel, dass sich die Zahl der Infizierten bei einem Krankheitsausbruch in einem gewissen Zeitraum verdoppelt. Und dann im gleichen Zeitraum wieder verdoppelt und so weiter. In der Darstellung ergibt sich daraus eine ansteigende Kurve. Will man gegensteuern, ist es wichtig zu wissen: Wie schnell verdoppelt sich die Anzahl der Infizierten? Schon nach einem, zwei oder drei Tagen – oder erst nach zwei Wochen? Das ist dann zum einen abhängig davon, um was für einen Erreger es sich handelt, wie neu er ist – und wie viele Menschen sich tagtäglich begegnen und sich theoretisch anstecken könnten.

Lineares Wachstum: Lineares Wachstum bedeutet, dass in gleichen Zeitabständen immer die gleiche Menge dazu kommt. Bei einem Krankheitsausbruch wären das zum Beispiel jeden Tag 500 neue Patienten, und am nächsten Tag wieder 500 neue Patienten und so weiter. In der Darstellung ergibt das eine Gerade.

Letalität: Sie bezieht sich auf den Anteil der Verstorbenen, bezogen auf alle an einer Infektion erkrankten Menschen. Da aber nicht alle Patienten gemeldet werden, ist sie schwer zu ermitteln.

Mortalität: Die Sterblichkeit bezieht sich auf den Anteil der Toten in einer Bevölkerung, die durch eine bestimmte Krankheit gestorben sind.

Manifestationsindex: Er gibt die Wahrscheinlichkeit an, mit der Infizierte auch tatsächlich erkranken und Symptome entwickeln.

RO-Wert (Basisreproduktionszahl R0): Wie viele Menschen steckt ein Infizierter im Durchschnitt an? Dafür steht der R0-Wert. Er wird zu Rate gezogen, um mögliche Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um neue Infektionen zu vermeiden.

Case Fatality Rate: Fall-Verstorbenen-Anteil. Sie gibt an, welcher Anteil der kranken, gemeldeten Patienten an einer bestimmten Krankheit stirbt; im Fall von COVID-19 also an einer Infektion.

Contact Tracing Management: Beim Kontaktmanagement werden stattgefundene Kontakte von Infizierten überprüft.

Social Distancing: Räumliche Distanzierung, auch räumliche Trennung oder physische Distanzierung.

Infection Fatality Rate:  Todesrate bei Infektionen. Sie gibt den Anteil der Todesfälle unter allen Infizierten an. Darunter sind erkrankte Menschen und jene ohne Symptome. Sie beinhaltet eine Schätzung der Dunkelziffer, also der Menschen, die mit einem Erreger infiziert sind, die aber gar nicht auffallen und auch nicht getestet werden.

-am-

.

*************************

.

Coronavirus

Informationen

.
Das Coronavirus ist in Deutschland unterwegs. Die regionalen Gesundheitsämter sind beständig in Kontakt mit dem Gesundheitsministerium, den integrierten Leitstellen, niedergelassenen Ärzten aber auch mit den Gemeinden.

Viele machen sich Sorgen: Was sollten Reiserückkehrer beachten?
• Reiserückkehrer aus Risikogebieten rät man zu allgemeiner Wachsamkeit.
• Insbesondere Reisende, die mit einer an COVID-19 (Coronavirus) erkrankten Personen persönlichen Kontakt hatten, sollten sich umgehend an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden auch wenn sie keine Krankheitszeichen aufweisen.
• Einreisende aus den Risikogebieten sollen für 14 Tagen nach ihrer Rückkehr unnötige Kontakte zu anderen Personen meiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Die aktuellen Risikogebiete können der Homepage des RKI entnommen werden. Bei Auftreten von akuten Erkältungssymptomen jeder Schwere, sollten sie sich ebenfalls umgehend an das zuständige Gesundheitsamt oder die entsprechende Rufbereitschaft über die integrierte Leitstelle unter 112 wenden. Ferner sollten sie – und darauf wird besonders hingewiesen – telefonisch Kontakt mit einer Arztpraxis aufnehmen, ihre Symptome schildern und auf ihre Reise hinweisen. Mit der telefonischen Erstkontaktaufnahme soll vermieden werden, dass es in der Arztpraxis zu weiteren Infektionen kommt.

Was sind typische Symtome?
Typische Symptome, die sich grundlegend von anderen Erkältungskrankheiten unterscheiden, gibt es nicht. Auch das Corona Virus äußert sich in erster Linie in Husten, Schnupfen, Halskratzen, Fieber und einige Betroffenen leiden auch an Durchfall. Wer sich nicht in einem der Risikogebieten aufgehalten hat, kann sich bei Symptomen ganz normal an den Hausarzt wenden und muss sich nicht beim Gesundheitsamt melden.

Welche Maßnahmen schützen vor einer Ansteckung?
Beim Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus sollten dieselben Maßnahmen beachtet werden, wie auch bei der Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen. Man spricht dabei von der „Husten-und Nies- Etikette“. Beim Husten und Niesen sollte man die Armbeuge vor den Mund und Nase halten oder ein Taschentuch benützen, das sofort zu entsorgen ist. Ferner sollte man beim Husten und Niesen Abstand zu anderen halten und sich weg drehen.

Ein weiterer Punkt ist eine gute Händehygiene:
Damit schützt man sich und andere, d.h. die Hände sollten regelmäßig gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden, wobei vor allen Dingen nicht die Handrücken, die Fingerzwischenräume, die Außenseite der Finger und die Nägel zu vergessen sind.

Zum Eigenschutz sollte das Berühren von Augen, Mund und Nase vermieden werden und zu Erkrankten sollte man mindestens einen Abstand von ein bis zwei Metern einhalten. Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes macht nur für Erkrankte Sinn, da sie damit eine Übertragung von Viren jeder Art vermeiden. Hingegen gibt es keine hinreichenden Beweise dafür, dass das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, deutlich verringert.

Weitere Informationen zum Virus und der aktuellen Entwicklung:
Das Bayerische Gesundheitsministeriums informiert zu den aktuellen Entwicklungen in Bayern unter
www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/

Coronavirus-Hotline des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege: 0 91 31 – 68 08 51 01

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen unter: www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

Viele Details sind auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts ersichtlich: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

-am-

.

*************************

.

Coronavirus:
Antworten auf die häufigsten Fragen

.

.
Wie äußert sich die Krankheit?
Die meisten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus verlaufen mild. Anzeichen einer Erkrankung sind u.a.: Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden. Nur in schwereren Fällen kann die Infektion eine Lungenentzündung, ein schweres akutes Atemwegssyndrom, Nierenversagen und sogar den Tod verursachen.

Wie ansteckend ist das Coronavirus?
Das Virus wird von Mensch zu Mensch vorwiegend durch Tröpfcheninfektion, also durch Husten, Niesen oder Speichel übertragen.

Wie lange dauert es, bis man eine Ansteckung bemerkt?
Sowohl WHO als auch ECDC benennen weiterhin eine Inkubationszeit von 14 Tagen in der Falldefinition.

Sind Kinder im Vergleich anfälliger für eine Erkrankung und kann eine Ansteckung vermieden werden?
Es gibt keine Nachweise, dass Kinder anfälliger für eine COVID-19 Erkrankung sind – die meisten belegten Fälle von COVID-19 aus China berichten von Erwachsenen. Dennoch wurden Ansteckungsfälle von Kindern, mitunter sehr jungen Kindern, berichtet. Kinder sollten die üblichen Präventionsmaßnahmen wie Erwachsene ergreifen – wie etwa häufiges gründliches Händewaschen, und den Kontakt zu erkrankten Personen meiden.

Kann man sich über Lebensmittel oder Wasser mit dem Coronavirus infizieren?
Nein: Von Fleisch, Wurst, Eiern, Obst, Gemüse, Wasser usw. geht keine Gefahr durch das neuartige Coronavirus aus. Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass sich Menschen über herkömmliche Lebensmittel bzw. über Trinkwasser/Leitungswasser oder Oberflächenwasser mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben.

Sind Schwangere im Vergleich anfälliger für eine Erkrankung mit CO-VID-19?
Es gibt keine wissenschaftlichen Belege für eine erhöhte Anfälligkeit schwangerer Frauen für CO-VID-19. Frauen können aber während ihrer Schwangerschaft im Vergleich ein höheres Risiko einer Erkrankung haben, wie dies in anderen Coronavirus-Erkrankungen – wie etwa MERS oder SARS oder aber anderen viralen Atemwegsinfektionen wie etwa Grippe – nachweislich der Fall ist.

Wie kann ich mich vor Coronaviren schützen?
Wie bei der saisonalen Grippe werden folgende Maßnahmen empfohlen: Mehrmals täglich Hände mit Wasser und Seife oder einem alkoholhaltigen Desinfektionsmittel waschen. Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch -nicht mit den Händen bedecken, wenn man hustet oder niest. Das Papiertaschentuch umgehend entsorgen und anschließend die Hände waschen. Direkten Kontakt zu kranken Menschen vermeiden.

Die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Erregern respiratorischer Infektionen sind eine gute Händehygiene, korrekte Hustenetikette und das Einhalten eines Mindestabstandes -von ein bis zwei Metern- von krankheitsverdächtigen Personen. Diese Maßnahmen gelten generell auch während der Grippesaison.

Können Einmal-Munschutzmasken schützen?
Einmal-Mundschutzmasken sind kein wirksamer Schutz gegen Viren oder Bakterien, die in der Luft übertragen werden. Aber sie können dazu beitragen, das Risiko der Weiterverbreitung des Virus durch „Spritzer“ von Niesen oder Husten zu verringern. Zum jetzigen Zeitpunkt wird das Tragen von Hygiene- bzw. Atemschutzmasken für die gesunde Allgemeinbevölkerung weder von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch von der europäischen Seuchenschutzbehörde (ECDC) empfohlen.

Wenn eine leichte Erkältung bzw. ein leichter Schnupfen vorliegt, man aber in keinem Risikogebiet war und auch keinen Kontakt zu einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person hatte, ist vorerst kein Coronavirus-Test notwendig.

Müssen Kinder, die in Risikogebieten waren oder von Schulschließungen betroffen sind, z. B. vom Vereinstraining fernbleiben?
Bei den Schulschließungen handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, um eine potenzielle Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. So lange Kinder keine Symptome
vorweisen, müssen auch keine Maßnahmen ergriffen werden. Es wird allerdings angeraten, große Menschenansammlungen zu meiden.

Kann der Chef verlangen, dass man sich auf den Coronavirus testen lässt?
Einen Abstrich von Seiten des Staatlichen Gesundheitsamtes kann nur bei symptomatischen Personen und nach offizieller Anordnung erfolgen.

Können geplante Veranstaltungen jetzt noch stattfinden?
In Bayern werden alle Veranstaltungen mit über 1000 Besuchern abgesagt. Bei kleineren Veranstaltungen liegt die Absage im eigenen Ermessen. Es wird allerdings angeraten, deren Notwendigkeit zu überdenken.

-am-

.

*************************

.

Durchhalten

und durchstarten!

.

.
Region Bayern – Bayerns Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender, Dr. Markus Söder, hat in seiner Regierungserklärung eine vorsichtig optimistische Zwischenbilanz zur Corona-Krise im Freistaat gezogen. „Unsere Strategie hat geholfen, die Tendenz ist verhalten positiv. Es gibt tatsächlich Anlass zur Hoffnung.“ Markus Söder machte deutlich: „Es war wichtig, rechtzeitig, konsequent und entschlossen zu handeln. Wir haben Bayern vor dem Schlimmsten bewahrt.“ Dennoch warnte der CSU-Vorsitzende eindringlich vor überstürzten Handlungen: „Meine Bitte ist, jetzt nicht nachzulassen. Geduld hat Leben gerettet. Ungeduld kann sie wieder riskieren!“ Die Corona-Krise ist nicht vorbei: „Solange es keinen Impfstoff, kein Medikament gibt, ist das einzig wirksame Konzept: Vorsicht, Distanz, Geduld.“

Konkret kündigte Markus Söder im Umgang mit Corona Grundsätze an:
• Eine Maskenpflicht gilt in allen Geschäften sowie im ÖPNV ab 27. April 2020. Alltagsmasken, auch Schals, die Mund und Nase abdecken, sind ausreichend. Wichtig ist, diese regelmäßig zu desinfizieren und zu reinigen.

• Bis 4. Mai 2020 werden die Ausgangsbeschränkungen verlängert. Das Distanzgebot bleibt, Gruppenbildung ist weiter untersagt. Markus Söder: „Wir erlauben den Kontakt mit einer anderen Person außerhalb der Familie.“

• Im Handel gibt es bereits erste Erleichterungen, die ab 27. April 2020 auf alle anderen Geschäfte bis 800 Quadratmeter – eine bewährte Unterscheidung aus dem Baurecht und der Rechtsprechung für „großflächige Einzelhandelsbetriebe“ – erweitert werden. Bau- und Gartenmärkte dürfen schon jetzt öffnen. Hygienekonzepte sind Bedingung für weitere Erleichterungen. Kaufhäuser, Shopping-Malls, Gastronomie und Hotellerie bleiben vorerst zu.

• Großveranstaltungen sind zunächst bis 31. August nicht erlaubt.

• Für Veranstaltungen der Religionsgemeinschaften und für Demonstrationen wird derzeit nach Lösungen gesucht. Für Markus Söder ist klar: „Grundrechte gelten auch in schweren
Zeiten.“

Folgende Maßnahmen gelten für Schule und Kinderbetreuung:
• „Das ist bislang kein normales Schuljahr und sind wir ehrlich: Es wird auch kein normales Schuljahr mehr werden. Es war aber richtig, die Schulen zu schließen.“ Dies habe man an den Ansteckungszahlen ablesen können. Hier sei „kein überstürztes Vorgehen“ geboten, es brauche zuerst Hygienekonzepte – auch zum Schutz der Lehrer.

• Grundschulen und Kitas bleiben vorerst zu, da Abstand halten bei den Kleinsten schwierig ist. Die Notfallbetreuung wird aber ausgebaut.

• „Eine staatlich angeordnete Schließung von Betreuungseinrichtungen darf nicht dauerhaft zu Lasten der Eltern gehen“, versprach Markus Söder. Bayern springt an dieser Stelle ein und übernimmt für die kommenden drei Monate die Kita-Gebühren.

• Ab dem 27. April wird die Prüfungsvorbereitung für Abi, Quali, mittlere Reife, BOS und FOS beginnen. „Niemand soll seinen Abschluss versäumen. Denn der Abschluss gilt nicht nur für dieses Jahr, sondern für das ganze Leben“, betonte der CSU-Vorsitzende. Abiturstart sei der 20. Mai. Vorher wird es keine weiteren Klausuren mehr geben.

• Ab 11. Mai ist dann Unterricht in vorbereitenden Klassen, etwa Übergangsklassen, möglich.

• Ferien sollen im Rhythmus bleiben, aber eine Sommerbetreuung wird angeboten. „Uns ist vieles erspart geblieben. Bayern und Deutschland sind besser durch die Krise gekommen als viele andere Länder der Welt. Das war aber vor einem Monat nicht sicher. Wir liegen bei den wesentlichen Kennzahlen zum Teil sogar unter dem Bundesdurchschnitt, obwohl Bayern aufgrund seiner Nähe zu Österreich ganz besonders betroffen war. Er ist wichtig, keine unkontrollierten, überstürzten Exit-Debatten zu führen. Die Staatsregierung überprüft ihr Konzept jeden Tag und passt an, wo notwendig. Auch die Verhältnismäßigkeit der notwendigen Grundrechtseingriffe wird ständig kontrolliert. Daneben wurde die Zahl der Intensivbetten um 17 Prozent erhöht und die Eigenproduktion von medizinischen Masken angekurbelt“, betonte Söder.

Neben dem bereits beschlossenen bayerischen Schutzschirm von 60 Milliarden Euro kündigte der CSU-Vorsitzende weitere Hilfen an. Bayern setzt sich mit dem Bund dafür ein, die Mehrwertsteuer in der Gastronomie auf sieben Prozent zu senken. Das bringt 250 Millionen Euro. Ein Hilfspaket von 500 Millionen Euro soll Härten für Einrichtungen abfedern, denen nicht über Soforthilfen geholfen werden kann.

Zur künftigen Entwicklung sagte der Bayerische Ministerpräsident: „Unsere Philosophie lautet: Fortsetzen mit Erleichtern, Erleichtern mit Schutz, auf Sicht fahren und die Vorsorge weiter ausbauen. Je nachdem, wie sich die Situation entwickele. Wir haben Bayern bisher gut geschützt. Wir wollen es auch weiterhin tun. Gott schütze unser Land, wie er es bislang getan hat.“

„Das ist das stärkste Wirtschafts- und Finanzprogramm seit dem zweiten Weltkrieg – eine wuchtige Antwort auf die größte Krise der Nachkriegsgeschichte: Mit dem kraftvollen Krisenmanagement und der starken Regierungserklärung des Ministerpräsidenten sind wir in Bayern auf dem richtigen Weg“, resümierte CSU-Generalsekretär Markus Blume.

-am- Bild: am

.

*************************

.

K-Fall Bayern

Corona-Pandemie:

Bayern ruft den Katastrophenfall aus

Veranstaltungsverbote und Betriebsuntersagungen

.

Region Bayern – Die Bayerische Staatsregierung unter Führung von Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat am Montag, 16. März 2020, aufgrund der Corona-Pandemie den Katastrophenfall für ganz Bayern ausgerufen. Damit ist zur Bekämpfung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus eine klare Steuerung mit zentralen Eingriffs- und Durchgriffsmöglichkeiten möglich.

Die Erkrankung ist sehr infektiös. Es besteht weltweit, deutschlandweit und bayernweit eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation mit starker Zunahme der Fallzahlen innerhalb weniger Tage auch in Bayern. Insbesondere ältere Menschen und solche mit vorbestehenden Grunderkrankungen sind von schweren Krankheitsverläufen betroffen und können an der Krankheit sterben. Da weder eine Impfung in den nächsten Monaten, noch derzeit eine spezifische Therapie zur Verfügung stehen, müssen alle Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung zu verlangsamen, damit die Belastung für das Gesundheitswesen reduziert und die medizinische Versorgung sichergestellt werden kann.

Um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, wurde eine Reihe von Maßnahmen beschlossen:

1. Veranstaltungen und Versammlungen werden landesweit untersagt. Hiervon ausgenommen sind private Feiern in hierfür geeigneten privat genutzten Wohnräumen, deren sämtliche Teilnehmer einen persönlichen Bezug (Familie, Beruf) zueinander haben. Ausnahmegenehmigungen können auf Antrag von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde erteilt werden, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist. Dies gilt ab 17. März bis einschließlich 19. April 2020.

2. Der Betrieb sämtlicher Einrichtungen, die nicht notwendigen Verrichtungen des täglichen Lebens dienen, sondern der Freizeitgestaltung, wird untersagt. Hierzu zählen insbesondere Sauna- und Badeanstalten, Kinos, Tagungs- und Veranstaltungsräume, Clubs, Bars und Diskotheken, Spielhallen, Theater, Vereinsräume, Bordellbetriebe, Museen, Stadtführungen, Sporthallen, Sport- und Spielplätze, Fitnessstudios, Bibliotheken, Wellnesszentren, Thermen, Tanzschulen, Tierparks, Vergnügungsstätten, Fort- und Weiterbildungsstätten, Volkshochschulen, Musikschulen und Jugendhäuser. Dies gilt ab 17. März bis einschließlich 19. April 2020.

3. Untersagt werden Gastronomiebetriebe jeder Art. Ausgenommen hiervon sind in der Zeit von 6:00 bis 15:00 Uhr Betriebskantinen sowie Speiselokale und Betriebe, in denen überwiegend Speisen zum Verzehr an Ort und Stelle abgegeben werden. Ausgenommen sind zudem die Abgabe von Speisen zum Mitnehmen bzw. die Auslieferung; dies ist jederzeit zulässig. Es muss sichergestellt sein, dass der Abstand zwischen den Gästen mindestens 1,5 Meter beträgt und dass sich in den Räumen nicht mehr als 30 Personen aufhalten. Weiter ausgenommen sind Hotels, soweit ausschließlich Übernachtungsgäste bewirtet werden. Dies gilt ab 18. März bis einschließlich 30. März 2020.

4. Untersagt wird die Öffnung von Ladengeschäften des Einzelhandels jeder Art. Hiervon ausgenommen sind der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Banken, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Filialen der Deutschen Post AG, Tierbedarf, Bau- und Gartenmärkte, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Reinigungen und der Online-Handel. Die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden können auf Antrag Ausnahmegenehmigungen für andere für die Versorgung der Bevölkerung unbedingt notwendige Geschäfte erteilen, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist. Die Öffnung von Einkaufszentren und Kaufhäusern ist nur für die in Ziffer 4 genannten Ausnahmen erlaubt. Dies gilt ab 18. März bis einschließlich 30. März 2020.

5. Ist zur Versorgung der Bevölkerung mit existenziellen Gütern eine Öffnung nach Ziffer 4 gestattet,
so sind die Öffnungszeiten abweichend von § 3 LadSchlG:
a. an Werktagen von 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr
b. an Sonn- und Feiertagen von 12:00 bis 18:00 Uhr.
Dies gilt ab 18. März bis einschließlich 30. März 2020.

Diese Maßnahmen wurden durch eine Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege sowie des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales festgelegt.

-bsr-

.

*************************

.

Impressum / AGB&Datenschutzhinweise

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website benutzen, stimmen sie unserer Verwendung von Cookies zu. Cookie-Richtlinie

.