Gemeinde Waakirchen im Landkreis Miesbach

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Grüß Gott, sehr geehrte Leserinnen und Leser,
ich möchte Sie als Bürgermeister der Gemeinde Waakirchen im Landkreis Miesbach recht herzlich auf unserer Präsentationsseite bei Alpenrand-Magazin.de begrüßen. Hier werden Sie unter anderem Wichtiges, Lustiges oder auch Kurioses, frisch aus dem täglichen Leben einer oberbayerischen Gemeinde sowie Neuigkeiten aus dem Rathaus erfahren.

Die Gemeinde Waakirchen zählt rund 5800 Einwohner. Das umfangreiche Angebot der ansässigen Handels- und Gewerbetreibenden bietet u.a. regionale Produkte sowie heimische Qualität. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Deshalb ist es uns in der Verwaltung ein Bedürfnis, die Infrastruktur zu verbessern, sei es im öffentlichen Verkehr, im wirtschaftlichen Bereich oder im sozialen Umfeld. Diesbezüglich ist beispielsweise die Erweiterung des Fahrradnetzes und der Wohnungsbau für Familien ein besonderes Anliegen.

Viele unserer Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in der Gemeinde ehrenamtlich, wie unter anderem bei der Feuerwehr oder in der Nachbarschaftshilfe. Diese Tätigkeiten sind für das Allgemeinwohl überaus wichtig.

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Ich möchte Sie nun einladen, unsere Präsentationsseite regelmäßig zu besuchen
und verbleibe mit herzlichen Grüßen

Ihr
Norbert Kerkel
1. Bürgermeister der Gemeinde Waakirchen im Landkreis Miesbach

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Gastro
Challenge
2021
im Landkreis Miesbach
– Anmeldung für interessierte Gastronomen noch möglich! –

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Region Miesbach – Die Gastro Challenge im Landkreis Miesbach – von Freitag, 18. bis Sonntag, 20. Juni 2021 – stellt sich sowohl den ökologischen als auch den ökonomischen Herausforderungen in der aktuellen Corona-Krise. Die gebeutelte Gastronomie soll angekurbelt werden. Gute, genüssliche, heimische Lebensmittel sollen wieder mehr in den Vordergrund rücken. Auch auf die wichtige „Gemeinwohl-Arbeit“ der Landwirte und Landwirtinnen sollen die drei Aktionstage hinweisen und ferner an umweltbewussteres Essen und Einkaufen appellieren.

Vom 18. bis 20. Juni stellen die teilnehmenden Gastronomen drei Gerichte auf ihre Tageskarte, die vorwiegend mit regionalen Zutaten – wie beispielsweise Eier, Fleisch, Milchprodukte, Gemüse oder Honig zubereitet wurden. Unter „regional“ wird bei der „Gastro Challenge“ verstanden, dass unter anderem das Tier, von dem Fleisch oder Eier etc. stammen, im Landkreis Miesbach im Stall steht/stand oder das zubereitete Gemüse hier angebaut wurde. Auf die genaue Herkunft soll ebenfalls auf der Speisekarte hingewiesen werden.

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Mit von der Partie v.l.: Projektkoordinatorin Nadia Sadeghian,
Norbert Kerkel, Bürgermeister der Gemeinde Waakirchen und
Simone Kerkel vom Kreisverband für Obst-, Gartenbau und Landschaftspflege Miesbach e.V.

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„Challenge-Partner“ für die teilnehmenden Gastronomen sind die Gemeinde Waakirchen, der Kreisverband für Obst-, Gartenbau und Landschaftspflege Miesbach e.V. und der Waakirchner Verein „Wos Guads Vor Ort“ e.v.i.Gr. Die Aktion findet im Rahmen des „MARKTPLATZ GUTE GESCHÄFTE 2021“ der Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach (SMG) mbH statt.

Rund 20 Gastronomiebetriebe aus dem Landkreis Miesbach haben ihre Teilnahme bereits bestätigt. Interessierte Gastronomen können sich gerne noch für diesjährige Gastro-Challenge anmelden. Weitere Infos zur Teilnahme erfolgen durch die Projektkoordinatorin Nadia Sadeghian, E-Mail: gastrochallenge@wosguadsvorort.de, Tel. 0171 – 198 26 56. Ein Anmeldeformular ist außerdem auf www.wosguadsvorort.de/gastro-challenge zu finden.

-am- Bilder: wgvo

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Seit einem Jahr
Bürgermeister
der Gemeinde Waakirchen

-Interview mit Norbert Kerkel-

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Norbert Kerkel ist nun seit rund einem Jahr Bürgermeister in der Gemeinde Waakirchen im Landkreis Miesbach.

Norbert Kerkel: Ja, bislang war es ein sehr schönes, wenn auch turbulentes und arbeitsintensives Bürgermeister-Jahr. Wahlversprechen wurden in die Tat umgesetzt und laufende Projekte fortgeführt. Der Bau des neuen Feuerwehrhauses beispielsweise, geht stetig voran! Das Rathaus-Verwaltungsteam ist gut eingearbeitet und die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Gremien sowie dem neuen Gemeinderat läuft auch hervorragend. Ich bin stolz auf das Rathaus-Team!

Inwiefern mußten Sie sich als Bürgermeister mit der Corona-Pandemie,
außer dem Durchsetzen der staatlichen Beschlüsse, auseinandersetzen?

Norbert Kerkel: Durch Corona fehlt natürlich der direkte Kontakt zu den Bürgern. Die „Bürgerbeteiligung“ liegt auf Eis, die Treffen, beispielsweise mit dem Ortsplanungsausschuß, können nicht stattfinden. Hier muss man andere Wege finden, um ins Gespräch zu kommen. Besonders traurig sind die Absagen an die Vereine, da alle geplanten Feiern und Feste meist abgesagt werden mußten. Ebenso betrifft dies gemeindliche Termine – wie u.a. die Gedenkfeier an die Mordweihnacht und Gottesdienste – die entweder in winzigstem Rahmen im Freien oder gar nicht stattfinden durften. Das tut schon weh! Wir haben jedoch versucht, wenns mit dem Inzidenzwert möglich war, vereinzelt Veranstaltungen, mit großem Aufwand, in der Turnhalle stattfinden zu lassen, natürlich unter Einhaltung aller Hygieneregeln.

Wie läuft es in der Gemeinde im Allgemeinen während der Corona-Phase?
Positive / Negative Auswirkungen?

Norbert Kerkel: Zum Glück haben wir in unserem Gemeindebereich ein sehr breites Spektrum mit Gewerbetreibenden. Da läuft es meines erachtens überwiegend ganz gut. Natürlich leiden die Gastronomie sowie Dienstleistler und die Zimmervermietungen erheblich unter dem Lockdown, da sie schließen mußten. Wie es weiter geht mit den Einzelhandelsgeschäften, sonstigen Gewerbetreibenden und der Gastronomie wird die Zukunft zeigen. Ich finde, dass die Hilfsbereitschaft untereinander zugenommen hat. Das ist sehr schön und da möchte ich mich bei allen bedanken!

Als negative Auswirkungen der derzeitigen Lage sehe ich agressive und kriminelle Machenschaften, welche auch unseren Gemeindebereich betreffen. So müssen wir leider vermehrt Sachbeschädigungen, Vandalismus, Grafitischmierereien und Diebstähle feststellen. Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist ein Einbruch in die kleine Totenkapelle vom Bergwerk in Marienstein. Es ist schon sehr traurig, wenn man so gar keinen Respekt vor dem Eigentum anderer hat!

Ist es für die Gemeinde Waakirchen möglich, die kleinen ansässigen Unternehmen
und die Gastronomiebetriebe, welche keine staatlichen Hilfsgelder erhalten,
während des Lockdowns irgendwie zu unterstützen,

damit auch diese die umsatzarme Zeit überleben?

Norbert Kerkel: In einem gewissen Rahmen, ja. So verschenken wir beispielsweise, wenn Geburtstage oder Ehrungen anstehen, überwiegend Gutscheine aus der heimischen Gastronomie oder Blumensträuße von ansässigen Floristen. Besonders freut mich die Bürgerinitiative „Unsere Gemeinde hält zusammen“, welche die Gemeinde mit unterstützt hat. Da sind zuletzt über 10.000 Euro gespendet worden, mit denen einheimische notleidende Personen oder Gewerbetreibende unterstützt werden konnten. Diese Unterstützung funktioniert unbürokratisch, zeitnah und bei Bedarf! Da sieht man den sozialen Zusammenhalt in der Gemeinde.

Was hätten Sie sich gewünscht,
beispielsweise als Unterstützung oder Hilfsmaßnahmen
von Seiten des Landkreises Miesbach, von Seiten des Freistaates Bayern
und von Seiten der Bundesregierung?

Norbert Kerkel: Das ist schwierig zu beurteilen, denn im Nachhinein zu kritisieren, was man hätte besser machen können, ist einfach und bringt aber nicht viel! Für jeden war und ist die Coronapandemie absolutes Neuland, egal, ob nun im kleinen Kreis einer Gemeinde oder im nationalen Umfang. Alle haben, so denke ich, ihr Bestes und Möglichstes getan. Natürlich kann man aus vergangenen Fehlern lernen und in der Zukunft dann besser machen. Aber nichts ist gleich oder kann gleich bewertet werden. Es bleibt weiter schwierig!

Was tut sich in Sachen
„Durchgangsverkehrsbelastung“ in Waakirchen?

Norbert Kerkel: Beschlüsse wurden ja bereits gefaßt. Der neue Gemeinderat möchte sich ein neues Bild machen, wobei eine Informationsveranstaltung in Planung war. Jedoch blockiert Corona derzeit alle Aktivitäten.

Haben Sie Ziele und Projekte,
die Ihnen persönlich wichtig sind
und die Sie gerne verwirklichen möchten?

Norbert Kerkel: Auf jeden Fall! So ist mir beispielsweise die sichere Wasserversorgung für die Gemeinde ein großes Anliegen. Dafür sind weitreichende Gespräche, über den Landkreis hinaus mit unseren Nachbarn, notwendig. Ich möchte die Wasserversorgung – derzeit mit nur einen Brunnen sowie die Notversorgung – auf mehrere Füsse stellen. Ein wenig kompliziert, aber das kriegen wir schon hin. Auch das barrierefreie Bauen und das Schaffen von Wohnraum sind sehr wichtige Themen. Derzeit haben wir den Ausbau des Daches mit Gauben zur Verbesserung der Wohnqualität genehmigt! In der heutigen Zeit mit immenser Wohnungsnot ein echter Schritt in die richtige Richtung. Ein weiteres Vorhaben war die Installation eines Aufzugs in der Turnhalle. Der Einbau einer behindertengerechte Toilette folgt demnächst.

Wie ist die Zusammenarbeit
mit Ihren Kollegen im Landkreis und darüber hinaus?

Norbert Kerkel: Das ist natürlich in Coronazeiten – wenn man sich nicht persönlich treffen kann – nicht leicht! Landkreisübergreifend ist die Zusammenarbeit sehr produktiv, auch bei heiklen Themen ist die Gesprächsbereitschaft immer da. Wir finden meistens eine zufriedenstellende Lösung. Ich bin mir sicher, dass die Probleme nicht weniger werden. Aber wir kennen uns durch verschiedene Gremien und das ist das Schöne: Unter uns Bürgermeistern spielt die Parteizugehörigkeit keine Rolle, was eine gute Zusammenarbeit extrem erleichtert!

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„Wos Guads vor Ort“

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Was im Jahre 2020 mit einer Bürgerinitiative begann, soll schon 2021 als gemeinnütziger Verein eingetragen werden! Kürzlich fand die Gründungsversammlung des „Wos Guads vor Ort“ e.V.i.Gr. virtuell per Video-Konferenz statt. Im Verein ist man froh so viele Interessierte – für die neue Vereinsidee und die Projektideen – begeistern zu haben. Die Stimmung bei der Gründungsrunde war ohnehin grandios und trotz der Distanz auch ein wenig feierlich. Rund 30 Teilnehmer und geladene Gäste bezeugten die Vereinsgründung per „Zoom-Konferenz“.

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Dank einer zünftigen Brotzeit, die in einem „Feier-Paket“ vorab an die angemeldeten Teilnehmer verteilt wurde, war die ausführliche und wichtige Diskussion von Satzung, Vereinszweck, Mitgliedsbeiträgen & Co. dann nur noch halb so trocken. Dass alles mit rechten Dingen zuging, dafür sorgte Versammlungsleiter Frank Strathmann von der „Freiwilligen Agentur HELP“ aus Holzkirchen. Die Formalien der virtuellen Gründungsversammlung wurden durch technische Werkzeuge zur Online-Abstimmung ermöglicht. Auch die Abstimmung zur Vorstandswahl verlief reibungslos.

Für die nächsten zwei Amtsjahre wurden Eva Vogel (Vorstandsvorsitzende), Nadia Sadeghian (Vorstandsvorsitzende), Balthasar Brandhofer (Kassier) sowie Daniela Skodacek, Carsten Brockmann, Uwe Egerland, Afra Schnitzenbaumer, Theresia Sonner und Rudi Reber in den Vorstand gewählt. Derzeit  werden alle notwendigen Schritte zur Eintragung in das Vereinsregister und die Erlangung der Gemeinnützigkeit veranlasst. Die Vorstandschaft wird mit einer Geschäftsordnung tätig, die derzeit erarbeitet und bei der ersten Mitgliederversammlung verabschiedet werden soll. Ein Mitgliedsantrag ist ebenfalls in Arbeit.

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Soziales Engagement

Mit
Mitmenschlichkeit
engagiert und zeitnah
für den Nächsten einsetzen

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Im Gedenken an Norbert Kerkel, Bürgermeister der Gemeinde Waakirchen von 1984 bis 1987 und Landrat des Landkreises Miesbach von 1987 bis 2008, wurde im Jahre 2010 die Norbert Kerkel Stiftung gegründet. Die Mitmenschlichkeit und das soziale Engagement von Norbert Kerkel, der heuer 80 Jahre alt geworden wäre, sollen in der Arbeit der Stiftung fortgesetzt werden.

Die Stiftung unterstützt soziale Projekte im gesamten Landkreis Miesbach. Verwirklicht werden soll dies u.a. durch die Förderung des gemeinnützigen Freundeskreises Krankenhaus Agatharied, Förderung der Bergwachtbereitschaften im Landkreis Miesbach, Förderung der Lebenshilfe sowie durch die Unterstützung von Einzelpersonen, die unverschuldet in Not geraten sind und von staatlicher Seite keine Hilfe erhalten.

Mit Hilfe von über 100 Autoren und zahlreicher Spender war es dem Sozialen Verein „Altlandrat Norbert Kerkel für den Landkreis Miesbach e.V.“ gelungen, die Norbert Kerkel Stiftung ins Leben zu rufen. Schon das gelungene Buch mit humorvollen und bisweilen nachdenklichen Geschichten, hat den Blick auf das Leben von Norbert Kerkel archiviert. Mit der Stiftung bekam die angestrebte Nachhaltigkeit den passenden Rahmen.

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Norbert Kerkel wäre heuer 80 Jahre alt geworden

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Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Prof. Dr. Ralf Huss, aktiv in der Zell- und Krebsforschung, lernte Norbert Kerkel privat kennen. Der einzigartige Umgang mit der Krankheit – die interessierte und intensive Mitarbeit von Norbert Kerkel und die mentale Stärke trotz des von der Krankheit geschwächten Körpers beeindruckten Prof. Huss. So trat er Ende 2008 an die Familie Kerkel heran, um etwas zu schaffen, das ‚Sein‘ von Norbert Kerkel für die Nachwelt zu erhalten.

2009 wurden Autoren für ein Buch gesucht, die von interessanten Geschichten um Norbert Kerkel berichten konnten. Anfang 2010 war es soweit, das Buch ging in Druck. 100 Prozent vom Erlös gingen an den 2010 gegründeten Sozialen Verein. Im Buch sind wunderschöne, meist humorvolle, aber auch traurige Episoden zur echten Zeitgeschichte geworden.

Der Verein hatte es 2013 mit Unterstützung der Aktion „Leser helfen Lesern“ geschafft: Das Stiftungskapital war beisammen. Somit wurde eine dauerhafte Institution geschaffen. Die Stiftungsurkunde wurde am 17. Januar 2014 unterzeichnet. Mit der Mitgliedschaft im Verein wird die Stiftung durch viele Schultern gestärkt. Viele Augen sehen – und viele Ohren hören auch mehr. Gerade die, die Hilfe benötigen, wissen oft nicht, wohin sie sich wenden sollen oder trauen sich nicht oder schämen sich sogar. Da sind Mitmenschen gefragt, die sich engagiert und zeitnah für den Nächsten einsetzten, und zwar ohne lange Fragen zu stellen! Die Mitgliedschaft im Verein steht für die Mitmenschlichkeit.

Weitere Infos:
Altlandrat Norbert Kerkel Stiftung
Wiesseer Straße 14a
83666 Schaftlach
Telefon: 0 80 21 – 99 98
www.norbert-kerkel-stiftung.de
Spendenkonto der Stiftung:
IBAN DE25 7115 2570 0012 1898 17

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Helfen
mit Herz und Pferd:
Therapeutisches Reiten
am Straußenhof

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Therapeutisches Reiten am Straußenhof im Jahre 2018

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Pferde begleiten den Menschen seit Jahrtausenden. Lange Zeit waren sie das weitverbreiteste Fortbewegungsmittel, sie haben Kontinente erobert, Kriege gewonnen, schufteten in Bergwerken und in der Landwirtschaft, um das tägliche Überleben der Menschen zu sichern. Heutzutage sind Pferde treue Gefährten, Tröster, Retter und Helden, sind geschätzte Mitarbeiter in der Forstwirtschaft und im Tourismus sowie geliebte Freizeitgestalter – und bringen sich auch als wichtigster Partner beim „Therapeutischen Reiten“ – der „Hippotherapie“ ein. Bei dieser Therapieform werden neurologische Bewegungsstörungen, die beispielsweise von Multipler Sklerose, Querschnittslähmung oder als Unfallfolgen herrühren, da das Gehirn oder Rückenmark geschädigt wurden sowie bei Kindern mit cerebralen Bewegungsstörungen und deren Folgen, mithilfe der speziell ausgebildeten Pferde und speziell geschulten Therapeuten, behandelt.

Im Jahr 1975 erwarb Dr. Ingrid Strauß den nach ihr benannten Hof und gründete ein Jahr später die Interessengemeinschaft für Therapeutisches Reiten. Der heute gemeinnützige Verein „Therapeutisches Reiten Oberland e.V.“ bildet die organisatorische Grundlage für die Arbeit mit den Patienten. Der Verein fördert das therapeutische Reiten und führt es im Sinne der festgelegten Leitlinien des „Deutschen Kuratorium für therapeutisches Reiten e.V.“ durch. Im Jahr 1986 kaufte Bruno Six den Hof. Heute leitet Tochter Josepha Brünner den Straußenhof, die als Physiotherapeutin mit Zusatzausbildung für Hippotherapie das „Therapeutische Reiten“ samt Ausbildung der Therapiepferde weiterführt.

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Tag der offenen Tür am Straußenhof im Jahre 2018

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Die Ausbildung eines Pferdes – vom Fluchttier zum verlässlichen Therapiepferd – ist ein langer Prozess. Es werden nur ausgewählte Pferde mit ruhigen Temperament, freundlichen Charakter und „guten Nerven“ zum Therapierpferd ausgebildet. Die Hippotherapie wird im Schritt durchgeführt. Der Schritt muss deshalb von Natur aus taktrein im Vierschlag, raumgreifend und von natürlicher „Losgelassenheit“, also unverkrampft sein, damit die richtigen Bewegungsimpulse auf den Patienten übertragen werden. Daneben ist es für den Patienten genauso wichtig, dass er sicher und stabil auf dem Pferderücken sitzt. Dies erfordert einen kräftigen Rücken. Weitere Anforderungen an das Pferd sind, dass es beim ersten Anblick sympatisch wirkt, ein großes Auge besitzt – denn auch beim Pferd sind die Augen Spiegelbild der Seele – eine breite Stirn als Anzeichen von Mut, Ausdauer und Leistungsbereitschaft sowie ein ruhiges Ohrenspiel. Hat ein Pferd diese Voraussetzungen, beginnt die Ausbildung, u.a. mit gewöhnen an Saumzeug und Sattel, dann an einen Reiter und schließlich, sich mit dieser Last auszubalancieren. Tägliches Trainig stärkt die Muskulatur und festigt Sehnen und Bänder. Weiter gehts in der Ausbildung in der Reitbahn und im Gelände, dort wird der Schüler mit vielen neuen Eindrücken vertraut gemacht. Er wird an eine Doppellonge gewohnt. Auf dem Straußenhof werden die Pferde dabei gleichzeitig angespannt und lernen, einen leichten Wagen zu ziehen. Abschluß dieser „Grundausbildung“ ist das Einbinden des Pferdes in die Arbeit der routinierten Therapiepferde, zunächst noch ohne Patient. Im Herdenverband verliert der Neuling leichter seine instinktiven Fluchtreflexe.

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Tag der offenen Tür am Straußenhof im Jahre 2018

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Die nächste Phase der Ausildung ist dem Sicherheitstraining gewidmet. In der normalen Alltagsarbeit wird das Pferd mit ungewöhnlichen Reizen konfrontiert: Ball spielende Kinder, aufspringende Regenschirme und viele akustische Reize strömen auf das Pferd ein. Ziel dieser Ausbildung ist die Gewöhnung an Reize, ohne dass das Pferd in Panik gerät und die Nerven verliert. Weiterhin lernt das Pferd unbeweglich an der Rampe zu stehen und geduldig zu Warten. Sind gehorsam und Vertrauen hergestellt, ist das Pferd in der Therapie einsatzbereit.

Im Laufe der Zeit lernt es auch, sich auf den jeweiligen Patienten einzustellen und ist damit nicht nur wichtiger Helfer in der Therapie, sondern oft auch die beste Therapie. „Die Patienten freuen sich auf ihre Therapiestunde mit ihrem Pferd. Sie blühen dann regelrecht auf“, erklärte Josepha Brünner.

Die Hippotherapie ist Krankengymnastik auf dem Pferd. Die Pferde werden dabei im Schritt von geschulten Helfern geführt, auf dem Straußenhof sämtlich ehrenamtlich arbeitende Therapeuten, Helfer und Pferdeführinnen. Während der Hippotherapie überträgt das Pferd in der Gangart „Schritt“ bis zu 110 Bewegungsimpulse pro Minute auf den Patienten und es werden viele Bewegungsmuster übertragen. Damit werden u.a. Rumpfaufrichtung, Gleichgewicht, Geschicklichkeit, Feinabstimmung und Symmetrie von Bewegungen in gangtypischer Vorwärtsbewegung geschult. Gleichlaufend werden die Funktionen von Wirbelsäule und Gelenken geübt, die Muskelkraft trainiert und der Gang geschult. Atmung, Sinne, Herz und Kreislauf des Patienten werden positiv beeinflußt. All dies ist eine Hilfe für den Menschen mit Behinderungen – und wer schon einmal in die Gesichter der kleinen und großen Patienten nach der Therapie schaute, wurde vom Strahlen in den Augen und dem glücklichen
Lachen überwältigt!

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Tag der offenen Tür am Straußenhof im Jahre 2018

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Heilpädagogisches Reiten, Voltigieren, wirkt über das Medium „Pferd“ erfolgreich auf Bewegungsablauf, Sinneswahrnehnung, geistige Entwicklung und Verhalten von Kindern, Jugenlichen und Erwachsenen. Reitsport für Menschen mit Handicap fördert die Gesamtpersönlichkeit und trägt zur Erhaltung des Gesundheit, Vorbeugung von Krankheit, sozialer Integration und Rehabilitation bei. Alle Formen des Reitsports sind für sportfähige Menschen mit Handicap möglich, gegebenenfalls mit speziellen Hilfsmitteln.

Auf dem Straußenhof sorgen neben den Therapeuten und deren Helferinnen die Pferdeführerinnen für eine streßfreie Therapieeinheit. Diese ehrenamtlich arbeitenden möchten sich für Menschen mit Handicap engagieren und lieben die Zusammenarbeit mit dem Pferd. Nach einer fundierten „Ausbildung“ als Pferdeführerin leiten diese am langen Zügel das Pferd und unterstüzten damit die Konzentration der Therapeuten auf den Patienten. Dieses Vertrauensverhältnis, das sich zwischen Therapeuten-Pferdeführerin und Pferd aufbaut, kommt natürlich dem Patienten zugute. Gerne können sich Mädchen und Jungen sowie Erwachsene, die sich an der Tätigkeit als Pferdeführer interessieren, beim Straußenhof unter Telefon 0 80 21 – 14 19 melden.

Gundi, Willi und Leo sind nur drei der braven tierischen Mitarbeiter, welche die „Hippotherapie“ mit ihren Therapeuten und Pferdeführerinnen auf dem „Straußenhof“ in Waakirchen durchführen. Dieses Jahr soll die Reittherapie – mit einem coronakonformen Hygienekonzept – gegebenenfalls Mitte April beginnen und regelmäßig immer Dienstags und Donnerstags stattfinden. Weitere Informationen unter therapeutischesreiten-oberland.de

-am- Archivbilder: am

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Reminiszenz an die Sendlinger Mordweihnacht anno 1705:
Traditionelles Treffen
der bayerischen Gebirgsschützen in Waakirchen
-Dezember 2020-

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Region Miesbach – Vor genau 315 Jahren, zogen am Weihnachtstag anno 1705 rund 2100 Oberlandler – Bauern, Handwerker, Bürger – meist junge Männer, die überwiegend nur mit Mistgabeln, Sensen und Spiessen bewaffnet waren sowie 500 Gebirgsschützen nach München, um ihre Heimat von der österreichischen Besatzungsmacht zu befreien. Denn diese hatte das Land aufgrund des Spanischen Erbfolgekrieges besetzt und es waren Plünderungen, Brandschatzungen, Vergewaltigungen, Hunger und Unterdrückung an der Tagesordnung. Selbst Kaiser Josef I. und sein Wiener Hof konnten die fernen Truppen nicht im Zaum halten.

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Unter dem Schlachtruf „Lieber bairisch sterben als kaiserlich verderben“ wollten sich rund 16.000 Männer aus Niederbayern mit 2600 schlecht bewaffneten Oberlandlern vereinigen, um gegen ein nur 4.000 Mann starkes, aber bestens ausgebildetes und bewaffnetes kaiserlichen Heer zu kämpfen. Doch leider konnten die ober- und niederbayerischen Aufständischen ihre Kräfte nicht bündeln und so geschah es, dass es in Sendling, vor den Toren Münchens, zu einer ersten verheerenden Schlacht kam, in der die Kämpfer für Freiheit und Frieden gnadenlos von der österreichischen Militärmacht abgemetzelt wurden. Rund 3000 Kämpfer der aufständischen Bayern und gerade mal 40 österreiche Soldaten wurden getötet. Fast niemand auf bayerischer Seite konnte fliehen. Die gut 500 verwundeteten Gefangenen wurden nach München gebracht, wo ihnen jedwede medizinische Hilfe verweigert wurde, um so den revolutionären Gedanken zu ersticken. Die Anführer der Oberlandler wurden hingerichtet. Der Aufstand wurde dann am 8. Januar 1706 in Niederbayern in einer zweiten großen Schlacht, in einem ebenso grausamen Massaker, aufgerieben. So brach der Wille zum Aufstand endgültig zusammen. Innerhalb von drei Wochen gab es auf Seiten der Bayern rund 10.000 Tote.

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Seit 1905 treffen sich traditionell am Vormittag des 24. Dezembers – am Löwendenkmal in Waakirchen – Abordnungen der Gebirgsschützenkompanien aus dem ganzen Oberland sowie Vertreter aus der Politik, um die Helden dieser grausamen Nacht zu ehren. Dieses Jahr traf sich, pandemiebedingt, nur eine sehr kleine Abordnung der Gebirgsschützen unter der Leitung von Martin Beilhack, Hauptmann der Waakirchner Gebirgsschützen sowie Norbert Kerkel, Bürgermeister der Gemeinde Waakirchen, um im feierlichen Gedenken einen Kranz niederzulegen. Der kirchliche Segen erfolgte durch die evangelische Pfarrerin Sabine Arzberger und den katholischen Pfarrer Stephan Fischbacher. Abschließend wurde die Bayernhymne -coronabedingt- gesprochen.

-am- Bilder: am

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Neues Feuerwehrhaus
für Waakirchen
-August 2020-

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Region Miesbach – Erfreut gaben Norbert Kerkel, Bürgermeister der Gemeinde Waakirchen und Stefan Britz, Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Waakirchen, im August 2020 den Start der Bauarbeiten des neuen Feuerwehrhauses am Kreisel in Hauserdörfl bekannt. Bisher teilte sich die Feuerwehr ein Gelände mit dem Bauhof und brachte einige Fahrzeuge an anderen Standorten unter, was natürlich kein Dauerzustand sein konnte. Daher suchte die Gemeinde ein geeignetes Grundstück, fand mit Thomas Schmidt den passenden Architekten und konnte jetzt mit den Bauarbeiten beginnen.

Damit sich die Feuerwehr – mit Fuhrpark und Ausrüstung – endlich an einem Ort befindet, soll ein Gebäude mit drei Ebenen aus Ziegel, Glas und Beton entstehen, welches dann über fünf große Feuerwehrtore und einen befahrbaren Keller mit Schlauchwaschanlage verfügen wird. Im Obergeschoß soll zudem ein Saal mit Schulungsräumen eingerichtet werden. Ferner sind drei kleinere Wohnungen vorgesehen, die seitens der Gemeinde vermietet werden können. Der freie Platz vor der Feuerwache kann von den Einsatzkräften als Übungsplatz genutzt werden.

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Freuen sich auf das neue Feuerwehrgerätehaus v.l.:
Stefan Britz, Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Waakirchen und Norbert Kerkel, Bürgermeister der Gemeinde Waakirchen

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Die Gemeinde Waakirchen hat mit der Durchführung des wichtigen Projekts ihr Kommunalunternehmen, die Wohnbaugesellschaft Waakirchen KU, beauftragt. Das Ziel des Kommunalunternehmens besteht darin, den Bau des Feuerwehrhauses in diesem Jahr noch so weit wie möglich voranschreiten zu lassen und die Arbeiten im Sommer 2021 abzuschließen. Da die Ausschreibungen für die Maurer-, Spengler-, Elektro- und Zimmererarbeiten sowie für den Einbau des Aufzugs und der Garagentore zwar bereits abgeschlossen sind, jedoch die Ausschreibungen für die Heizungs- und Sanitärarbeiten noch anstehen, ist bis dato keine endgültige Kostenaufstellung vorhanden. Wenn die Feuerwehr ihr bisheriges Gelände am Rathaus verlassen hat, wird es der Bauhof mit seinen Mitarbeitern übernehmen. Zwar sind einige Umbaumaßnahmen notwendig, doch die sind, laut Bürgermeister Kerkel, bereits angedacht und werden im Jahr 2021 konkretisiert.

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Traditionelles Treffen
der bayerischen Gebirgsschützen in Waakirchen 2019:
Reminiszenz an die Sendlinger Mordweihnacht anno 1705
-Dezember 2019-

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Region Miesbach – Am Weihnachtstag anno 1705 zogen rund 2100 Oberländer – Bauern, Handwerker, Bürger – und 500 Gebirgsschützen Richtung München, um Oberbayern von der österreichischen Besatzungsmacht zu befreien, die, aufgrund der Grauen im Spanischen Erbfolgekrieg, das ganze Land in große Not gestürzt hatte. Plünderungen, Brandschatzung, Vergewaltigungen, Hunger und Unterdrückung waren die Folgen; da selbst Kaiser Josef I. und sein Wiener Hof die fernen Truppen nicht in Zaum halten konnten. Das geschundene bayerische Volk setzte sich deswegen zur Wehr und mutige, meist junge Männer, die überwiegend nur mit Mistgabeln, Sensen und Spiessen bewaffnet waren, zogen am 24. Dezember unter dem Schlachtruf „Lieber bairisch sterben als kaiserlich verderben“ los, um gegen gut bewaffnete und ausgebildete kaiserliche Soldaten für ihr Vaterland zu kämpfen – insgesamt standen rund 16.000 Männer aus Niederbayern und 2600 schlecht bewaffnete Oberländler einem rund 4.000 Mann starken, bestens ausgebildeten und bewaffneten kaiserlichen Heer gegenüber. Leider konnten die ober- und niederbayerischen Aufständischen ihre Kräfte nicht bündeln und so geschah es, dass es in Sendling, vor den Toren Münchens, zu einer ersten verheerenden Schlacht kam, in der die Kämpfer für Freiheit und Frieden gnadenlos von der österreichischen Militärmacht abgemetzelt wurden.

Rund 3000 Kämpfer der aufständischen Bayern und gerade mal 40 österreiche Soldaten wurden getötet. Fast niemand auf bayerischer Seite konnte fliehen. Die gut 500 verwundeteten Gefangenen wurden nach München gebracht, wo ihnen jedwede medizinische Hilfe verweigert wurde, um so den revolutionären Gedanken zu ersticken. Die Anführer der Oberlandler wurden hingerichtet. Der Aufstand wurde dann am 8. Januar 1706 in Niederbayern in einer zweiten großen Schlacht, in einem ebenso grausamen Massaker, aufgerieben. So brach der Wille zum Aufstand endgültig zusammen. Innerhalb von drei Wochen gab es auf Seiten der Bayern rund 10.000 Tote – Bauern, Knechte, junge Männer.

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Heuer jährte sich das blutige Geschehen der „Sendlinger Mordweihnacht“ zum 314. Male und auch diesmal trafen sich in Waakirchen, traditionsgemäß seit 1905, am Vormittag des 24. Dezembers, Abordnungen der Gebirgsschützenkompanien aus dem ganzen Oberland, um den toten Helden dieser grausamen Nacht zu gedenken. Dazu fanden sich unter anderen Ilse Aigner, Präsidentin des bayerischen Landtags; Hubert Aiwanger, stellvertretender Ministerpräsident und bayerischer Wirtschaftsminister; Alexander Radwan, Mitglied des Deutschen Bundestags; Dr. Florian Herrmann, Leiter der bayerischen Staatskanzlei und Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Medien; Josef Mederer, Bezirkstagspräsident des Bezirks Oberbayern; Maria Els, Regierungspräsidentin der Regierung von Oberbayern sowie zahlreiche Landräte, Bürgermeister, Gemeinderats- und Bezirkstagsmitglieder ein, um diesem Festakt beizuwohnen.

Rund 600 Gebirgsschützen marschierten mit ihren historischen Waffen, mit ihren Marketenderinnen und den Fahnenträgern durch das Spalier der Waakirchner Schützen in die katholische Pfarrkirche St. Martin zur Festmesse ein, die von Prälat Josef Obermaier und dem evangelischen Pfarrer Martin Voss sowie von Waakirchens Pfarrer Stephan Fischbacher zelebriert wurde. Für die musikalische Umrahnumg der Andacht sorgten die Waakirchner Sänger. Nach der Messe wurden Prälat Obermaier, Pfarrer Fischbacher und Pfarrer Voss in die Gebirgsschützenkompanie als Schützenkameraden und Kompaniegeistlichkeiten aufgenommen.

Nach dem Kirchgang zog der große Tross mit Ehrengästen, Gebirgsschützen und Musikanten zum Löwendenkmal mitten in Waakirchen, um dort nochmals den mutigen Gefallenen zu gedenken. Wiederum wurde der kirchliche Segen von der Geistlichkeit gespendet. Waakirchens Bürgermeister Josef Hartl erinnerte an den grausamen Krieg und die blutige Schlacht und spannte einen Bogen in die heutige Zeit: „Vor so viel Mut und selbstlosem Einsatz können wir uns in der heutigen Zeit, nach über 300 Jahren, nur noch ganz tief verneigen! Das sollte uns zum Denken anregen. Heutzutage wird nur gefordert. Jeder legt nur noch die Hände in den Schoß, stichelt andere an, um sie ins schlechte Licht zu rücken. Neid, Mißgunst und Egoismus regieren heutzutage die Welt und man gönnt den Anderen weder Erfolg oder gar „das Schwarze unter dem Fingernagl“. Und warum? Weil man selber nicht mehr den Mumm und die Schneid hat, auch mal Sachen zu tun, die nicht so angenehm sind. Aber jeder ist seines Glückes Schmied! Man sollte zum Beispel offen und ehrlich sagen, was man denkt. Aber „im Internet“ versteckt man sich lieber hinter anonymen Namen wie „Sternchen“ oder „Ich“ und greift Menschen an, ohne die richtigen Grundlagen zu wissen, nur um sie zu denunzieren, anstatt mal selber was für die Gemeinschaft zu machen. Auch die Zeitungen berichten manchmal ohne Zusammenhang und nur gewisse Nachrichten, um die Sensationslust zu steigern, denn wer hat schon Interesse an positiven Dingen? Aber das haben wie vor 80 Jahren schon mal gehabt! Und denen, die diese Kommentare abgeben, ohne ihre Namen dazuzuschreiben – denen fehlt allen der Schneid!“, betonte Hartl.

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Er lobte den Einsatz der Gebirgsschützen und der Marketenderinnen, die bei Wind und Wetter ausrücken, um die Helden von damals zu Ehren. Die sich heute jedoch selber standhaft und selbstlos für die Werte wie Brauchtum, Tradition und Heimatliebe einsetzen und auch danach Leben würden. Er appelierte ferner an alle Neubürger, die ihr Leben im Oberland verbringen möchten, sich an die einheimischen Bräuche, Traditionen und Werte anzupassen, damit das Zusammenleben einfacher gestaltet werde! Dann verabschiedete sich Bürgermeister Josef Hartl von allen, da seine Amtszeit Ende April 2020 zu Ende geht und dies seine letzte Ansprache zu Ehren der Sendlinger Mordweihnacht war. Er dankte für die gute Zusammenarbeit zwischen der „Gemeinde Waakirchen“ und der „bayerischen Regierung“ und gab das Wort an Dr. Florian Herrmann. Dieser betonte die Wichtigkeit und Vielfältigkeit der bayerischen Tradition und hob die Notwendigkeit des Gedenkens an die Sendlinger Mordweihnacht hervor, da sich die Menschen damals gegen die Mißstände gewehrt hatten. Der Minister plädierte für die Erhaltung der Traditionen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Menschen.

Martin Beilhack, Kommandant der Gebirgsschützen, monierte die oft nicht nachvollziehende Politik in Punkto „Vereine“. Es folgte die Niederlegung des Kranzes durch Bürgermeister Josef Hartl und Dr. Florian Herrmann. Abschließend wurde den Toten der Kriege mit dem Singen der Bayerischen Nationalhymne nochmals alle Ehren erwiesen.

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Bei der Kranzniederlegung am Denkmal v.l.: Dr. Florian Herrmann und Josef Hartl

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Gaufest 2019
des Oberlandler Gauverbands
in Waakirchen
-Juli 2019-

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Region Oberland – Zum Oberlandler-Gaufest traf sich Jung und Alt heuer in Waakirchen im Landkreis Miesbach. Rund 5000 Trachtler kamen schließlich zum großen Stelldichein der Vereine. Gefeiert wurde insgesamt fünf Tage lang im Festzelt vor Waakirchen. Programmpunkte waren unter anderem ein Musikantentreffen zum 100-jährigen Bestehen der Knappenkapelle Marienstein-Waakirchen, mit der Schützenkapelle Reichersbeuern und den Gmunder Dorfmusikanten sowie ein Tanzlmusitreffen, eine Klappermann-Party, ein Jugendnachmittag zum Trachtenjubiläum, ein Gauheimatabend und das Oberlandler-Treffen – mit Festgottesdienst, Festzug, Trachtenschau und Ehrentänzen. Mit von der Partie waren u.a.: Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags; Alexander Radwan, Mitglied des Deutschen Bundestages; Wolfgang Rzehak, Landrat des Landkreises Miesbach; Olaf von Löwis of Menar, Bezirksrat und Bürgermeister der Marktgemeinde Holzkirchen; sowie der katholische Pfarrer Stephan Fischbacher; der evangelische Pfarrer Martin Voss; Sepp Hartl, Bürgermeister der Gemeinde Waakirchen; Gisela Hölscher, Gemeinderätin der Gemeinde Waakirchen und die amtierende bayerische Bierkönigin Veronika Ettstaller.

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-am- Bilder: am

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Feldmann-Kapelle
wurde eingeweiht
-Oktober 2018-

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Region Alpenrand / Landkreis Miesbach – Bei strahlendem Sonnenschein gab Pfarrer Stephan Fischbacher der hübschen neuen Kapelle und allen Anwesenden nach einem kurzen, von Ruhestandspfarrer Karl Hofherr zelebrierten Festgottesdienst, den kirchlichen Segen. „Heute ist ein Tag der Freude! Aus einem Schandfleck wurde ein Schmuckstück, die Feldmann-Kapelle erstrahlt in neuem Glanz. Viele haben mitgeholfen, es war eine echte Gemeinschaftsleistung, jeder hat auf seine Weise mitgeholfen“, betonte Pfarrer Hofherr voller Stolz. Auch Pfarrer Stephan Fischbacher dankte allen Mitwirkenden, die sich zusammengeschlossen hatten, um die Kapelle wieder aufzubauen.

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Nach drei Salutschüssen durch die Waakirchner Gebirgsschützen ergriff Sepp Hartl, Bürgermeister der Gemeinde Waakirchen, das Wort. Dieser dankte zuerst dem Mann, der die Möglichkeit geschaffen hatte, dass die Gemeinde Waakirchen das Grundstück mit der Kapelle erwerben konnte sowie den vielen Helfern, welche sich um den Neubau der Feldmann-Kapelle gekümmert hatten. „Es ist unsere bayerische Gesinnung, zusammenzuhelfen!“, so Hartl. „So ist etwas entstanden, das eigentlich schon fast gestorben wäre – ein Teil unserer Tradition, ein Teil unserer bayerischen Heimat, ein Teil unseres Brauchtums und ein Teil, den wir alle brauchen, ein Ort zum Zurückziehen, zum Ausgleichen und zum Innehalten. Und wenn ich da hinten das Bankerl sehe, so ist das einer der schönsten Plätze von Hauserdörfel. Nochmals einen herzlichen Dank an alle, die mitgeholfen haben; es ist wirklich wunderschön geworden. Ich wünsche allen, die Frieden und Zuflucht suchen, dass sie hier den Frieden finden“, resümierte der Bürgermeister.

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Auch der evangelische Pfarrer von Waakirchen und Bad Wiessee, Martin Voß, gratulierte anerkennend zum gelungenen Neubau. Zu guter Letzt dankte Anton Auer, Kirchenpfleger von Waakirchen und Mitglied im Förderverein „Wiederaufbau Feldmannkapelle e.V.“, den ehrenamtlich arbeitenden Helfern und ansässigen Firmen, welche den Neubau der Kapelle erst ermöglichten. „Denn viele arbeiteten unentgeltlich an der Kapelle; rührten unermüdlich Mörtel, bauten Wände, verlegten Fliesen. Viele Firmen stellten ihre Geräte kostenlos zur Verfügung, entsorgten Bauschutt und spendeten Baumaterial. Andere wiederum sorgten für den neuen Farbanstrich oder stifteten die Bänke für die Kapelle und den Aussenbereich sowie das schmiedeiserne Gitter“, betonte Auer. Weiter dankte er auch den zahlreichen Geldspendern. Stellvertretend für alle Spender nannte er u.a. die Raiffeisenbank im Oberland e.G. sowie die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee, wellche es ermöglichten, dass ein finanzielles Polster für Reparaturen und Ergänzungen entstehen konnte. „Die nun fertige Kapelle ist der beste Beweis dafür, dass etwas Schönes geschaffen werden kann, wenn nur die Leut zusammen helfen“, freute sich der Kirchenpfleger.

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