Geothermieanlage Holzkirchen: Hotspot im Probebetrieb

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Geothermieanlage Holzkirchen:

Hotspot

in der klima- und umweltfreundlichen Wärme- und Stromerzeugung

im Probebetrieb

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Region Alpenrand / Landkreis Miesbach – In der Geothermieanlage Holzkirchen wurde erstmals Thermalwasser aus der Tiefe gefördert. Knapp drei Jahre nach dem Start der Bohrarbeiten in der Alten Au geht das Geothermieprojekt mit der Aufnahme des Probebetriebs damit in seine heiße Phase. „Nach den jahrelangen Anstrengungen war es für alle Beteiligten ein sehr erfreulicher Moment, als die Pumpe erstmals Wasser aus über 5.000 Metern Tiefe gefördert hat“, berichtete Albert Götz, Geschäftsführer der Gemeindewerke Holzkirchen, über den Tag der Premiere. Planmäßig wurde die rund 15 Meter lange Tauchkreiselpumpe, die seit Mitte November 900 Meter tief in der Förderbohrung hängt, am Montagabend nochmals außer Betrieb genommen, schon im Lauf des Mittwochs speist sie jedoch im Rahmen des Probebetriebs erstmals Fernwärme in das Holzkirchner Netz.

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Der Probebetrieb hat begonnen: v.v.l. Olaf von Löwis of Menar, Bürgermeister der Marktgemeinde Holzkirchen;
Albert Götz, Geschäftsführer der Gemeindewerke Holzkirchen; sowie Josef Höß, ehemaliger Bürgermeister der Marktgemeinde Holzkirchen

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Dem Einschalten der Pumpe vorausgegangen waren umfangreiche Tests der gesamten Mess- und Regeltechnik im Thermalwasserkreis und aller Einzelkomponenten der Anlage. Erforderlich ist eine in das Bohrloch versenkte Tauchkreiselpumpe, weil das Thermalwasser nicht von selbst bis zur Erdoberfläche ansteigt, sondern je nach Bohrstandort durch den natürlichen Druck nur bis auf wenige hundert Meter unter der Erdoberfläche. In Holzkirchen liegt der natürliche Wasserspiegel in der Förderbohrung bei 200 bis 300 Metern unter der Erdoberfläche, der Rest muss mit Hilfe der Pumpe bewältigt werden.

In den kommenden Monaten läuft nun der sogenannte Langzeit-Pumpversuch, bei dem das rund 150 Grad heiße Thermalwasser zunächst mit einer reduzierten Förderrate von ca. 30 Litern pro Sekunde an die Oberfläche gepumpt wird, ehe diese dann schrittweise bis zum maximalen Wert von über 50 Litern pro Sekunde erhöht wird. Dies wird voraussichtlich ab dem 1. Quartal 2019 der Fall sein, wenn neben dem Heizwerk auch das Kraftwerk für die Stromerzeugung den Probebetrieb aufgenommen hat.

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Der Betriebsleiter der Geothermieanlage in Holzkirchen: Sebastian Bremerich

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„Unsere Planung, noch in der aktuellen Heizperiode Fernwärme ausspeisen zu können, haben wir damit realisiert“, erläuterte Albert Götz, „in den nächsten Monaten werden wir daran arbeiten, den Betrieb der Wärmeerzeugung zu optimieren und schrittweise in den Regelbetrieb zu überführen. Mit Inbetriebnahme des Stromkraftwerks im kommenden Jahr wird Holzkirchen dann im wahrsten Sinne des Wortes ein Hotspot in der klima- und umweltfreundlichen Wärme- und Stromerzeugung aus Geothermie sein“, resümierte Götz.

-nb- Bilder: am

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