Haus & Garten – Tier & Natur

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Gemeinsam „ackern“

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Region München – Immer mehr Kinder haben keinen Bezug zum Anbau von Lebensmitteln. Dem will das Projekt „GemüseAckerdemie“ entgegenwirken, welches an zehn Schulen im Landkreis München umgesetzt wird. Landrat Christoph Göbel hat bei einem Pflanztermin an der Grundschule Unterföhring den jungen Gärtnern über die Schulter geschaut. Gerade in Zeiten von Corona zeigt sich, wie wertvoll und wichtig das Thema Selbstversorgung ist.

Kinder und Jugendliche entfremden sich zunehmend von der natürlichen Nahrungsmittelproduktion und deren Zusammenhängen. So kommt es, dass nur wenige Kinder wissen, wo ihre Lebensmittel wirklich herkommen, wie sie entstehen und was sie bedeuten. Ziel der „GemüseAckerdemie“ ist es, Kindern und Jugendlichen mehr Wertschätzung von Lebensmitteln zu vermitteln. Hier lernen sie am Beispiel der Produktion und Vermarktung von Gemüse auf nachhaltige Art und Weise landwirtschaftliches Basiswissen und entwickeln ein Verständnis für natürliche Wachstumsprozesse und gesunde Ernährung.

Bei dem jüngsten Pflanztermin an der Grundschule Unterföhring handelte es sich bereits um den dritten Termin des Jahres. Viele Gemüsesorten und Kräuter waren schon hochgewachsen und teilweise erntereif. Neben Landrat Christoph Göbel überzeugten sich unter anderem auch Unterföhrings Erster Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer und die Ernährungsberaterin des Landkreises München, Anne Kösler, vor Ort vom Ergebnis. „Ein Schulgarten bietet eine ausgesprochen tolle Möglichkeit, die Themen Lebensmittel und Ernährung besonders anschaulich zu vermitteln. Wissen lässt sich am besten aneignen, wenn man Dinge nicht nur hört, sondern auch gleichzeitig sieht und – im wahrsten Sinne des Wortes – begreift. Dabei spielt hier nicht nur der Themenkomplex Ernährung eine Rolle, vielmehr lernen die Kinder bei der „GemüseAckerdemie“ spielerisch die Bedeutung von Umweltschutz und Nachhaltigkeit – und damit die Werkzeuge zur Gestaltung einer lebenswerten Zukunft kennen“, so Göbel.

Geackert wird an zehn Schulen im Landkreis
Gefördert werden in der Region München insgesamt zehn Schulen über eine Dauer von zwei bis drei Jahren. Acht Schulen haben das Projekt bereits gestartet, zwei weitere folgen im kommenden Jahr. Nach Ende des Förderzeitraums sollen die Schulen in die „Selbstständigkeit“ entlassen werden und ihre Schuläcker dann eigenständig weiterführen. Dabei ist der Landkreis München bundesweit der erste und bislang einzige Landkreis, der das Projekt „GemüseAckerdemie“ fördert. Am Projekt nehmen bereits jetzt die Grundschule Baierbrunn, die Max-Mannheimer Mittelschule Garching, die Grundschule Hohenbrunn, die Carl-Steinmeier Mittelschule Hohenbrunn, die Grund- und Mittelschule Kirchheim teil.

-lam- Bild: lam

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Amerikanische Faulbrut
erfolgreich bekämpft

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Region Traunstein – Im August 2019 wurde in einem Bienenstand in der Gemeinde Surberg die Bienenseuche „Amerikanische Faulbrut“ festgestellt. Daraufhin wurde durch das Veterinäramt ein Sperrbezirk eingerichtet, der Gebiete der Gemeinde Surberg und der Stadt Traunstein umfasste. Nach erfolgter Sanierung sowie Reinigung und Desinfektion der betroffenen Bienenstände haben abschließende Untersuchungen keine weiteren Hinweise von Amerikanischer Faulbrut ergeben. Der Sperrbezirk wurde daher nun durch das Veterinäramt aufgehoben.

Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine Erkrankung der Honigbienen. Der Erreger wird über die erwachsenen Bienen auf die im Stock vorhandene Brut übertragen und führt letztendlich zu deren Tod. Bis zum Absterben des Volkes können nach Infektion oft Jahre vergehen. In dieser Zeit verläuft die Erkrankung ohne Symptome. Die Bekämpfung der Erreger erfolgt in Deutschland ohne Medikamenteneinsatz. Wurden bis vor kurzem befallene Bienenvölker entfernt, wird mittlerweile in den allermeisten Fällen das sogenannte Kunstschwarmverfahren durchgeführt. Dabei werden die Bienen von ihren befallenen Waben getrennt und in eine neue Behausung umgesetzt, in welcher die Bienen komplett neue Waben ausbauen müssen. Durch diesen Neuanfang gelingt es, das Faulbrut-Bakterium wieder aus dem Bienenvolk zu entfernen.

Durch die frühzeitige Entdeckung und die konsequente Einhaltung der Sperrvorgaben durch die betroffenen Imker, konnte eine größere Ausbreitung verhindert werden. Der Erreger wurde bei nur vier von insgesamt 117 vorhandenen Bienenvölkern im Sperrgebiet nachgewiesen. Der Erreger konnte aber auch in einem leerstehenden Bienenhaus dokumentiert werden. Der ursprünglich ordnungsgemäße Verschluss war witterungsbedingt nicht mehr gegeben. Da die Bakterien der Amerikanischen Faulbrut als Sporen jahrelang überleben, können sie auch mit dem Honig transportiert werden. Für Menschen besteht aber keine Gefahr, da die Seuche für sie völlig ungefährlich ist. Auch Honig und Honigprodukte wurden in ihrer Qualität nicht beeinflusst. Bienen wiederrum können die Sporen über den Honig aufnehmen und dadurch ihr Volk gefährden. Untersuchungen zeigten, dass Importhonig in rund 70 Prozent der Fälle mit Sporen belastet war. Daher sollten nur gründlich gereinigte Honiggläser entsorgt werden.

-lats- Bild: am

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Wo die Holzbiene
Nektar holt

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Eine Holzbiene, die sich auf der Blüte einer Platterbse Nektar holt

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Region Lichtenfels – Viele Gartenbesitzer haben sich heuer schon verwundert die Augen gerieben, als sie dicke Brummer namens „Holzbiene“ in ihrem Garten beobachtet haben. Auch Jochen Partheymüller hat sie in seinem Garten in Marktgraitz an einer Platterbse entdeckt und damit ein Bild der Woche für die Aktion „Gartenfreuden“ des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege geliefert.

Die Holzbiene taucht in der Region in diesem Jahr so häufig auf wie nie zuvor. Das sei auf die beiden vergangenen warmen und trockenen Jahre zurückzuführen, erläuterte der Leiter der Umweltstation des Landkreises Lichtenfels in Weismain, Michael Stromer. Diese Witterungsbedingungen haben die Vermehrung und Verbreitung der Holzbienen begünstigt. Diese Insekten nagen ihre Brutröhren selbst ins Holz, was für Wildbienen selten ist, braucht es doch dazu sehr starke Mundwerkzeuge. Trotzdem ist die Holzbiene für den Menschen harmlos. Die Blüten von Hülsenfruchtgewächsen – wie der Platterbse – ziehen sie mit ihrem Nektar stark an, was momentan vielerorts zu sehen ist. Platterbsen, auch Duftwicken genannt, gibt es in vielen Farbvarianten. Sie werden üblicherweise im April ausgesät oder samen sich nach der Blüte selbst aus. Gerade an Zäunen und Beeträndern sind sie seit jeher eine Zierde.

Alle Fotobeiträge der Aktion „Gartenfreuden“ sind unter www.landespflege-lichtenfels.de ersichtlich. Wer selbst Gartenfreuden per Foto mitteilen möchte, kann sein Bild per E-Mail an gartenfreuden@landespflege-lichtenfels.de einsenden. Das Foto sollte aktuell sein und in einem Garten im Landkreis Lichtenfels aufgenommen worden sein.

-lalif- Bild: Jochen Partheymüller

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Naturpark-Kindergarten und -Schule
im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald

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Region Neustadt an der Waldnaab – Das unmittelbare Umfeld entdecken und eine natürliche Verbundenheit zur eigenen Umgebung aufzubauen steht im Mittelpunkt der Projekte „Naturpark- Kindergarten“ und „Naturpark-Schule“. Dabei sind die bewusste und altersgerechte Auseinandersetzung von Kindern mit der Natur sowie die Sensibilisierung für natürliche Kreisläufe wichtig, um die „Heimat“ bewusst zu entdecken und eine nachhaltiges Bewusstsein für regionale Lebensräume und Naturprodukte zu schaffen.

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Besiegelten eine Kooperationsvereinbarung v.l.:
Landrat Andreas Meier, Kindergartenleiterin Sabine Hösl, Pfarrer Arnold Pirner und Naturpark-Rangerin Simone Peuleke

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Die erste Kooperationsvereinbarung für einen „Naturpark-Kindergarten“ im „Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald“ unterzeichneten für den Kindergarten St. Martin in Luhe-Wildenau die Kindergartenleitung Sabine Hösl, Pfarrer Arnold Pirner von der Katholischen Kirchenstiftung St. Martin und Landrat Andreas Meier als Vorstand vom Naturpark Oberpfälzer Wald e.V. Das gleiche freudige Ereignis fand nur wenige Tage später in der Grundschule in Grafenwöhr statt: Schulleiterin Ruth Seitz, Bürgermeister Edgar Knobloch und Landrat Andreas Meier leisteten ihre Unterschriften für die erste Naturpark-Schule.

Ziel der Kooperationsprojekte „Naturpark-Schule“ und „Naturpark-Kindergarten“ ist es, den Kindern Themen aus den Bereichen Natur, Kultur und Heimat mit außerschulischen Partnern zu vermitteln und ihnen die Möglichkeit zu bieten, in der Natur prägende Erfahrungen zu sammeln. Naturpark-Rangerin Simone Peuleke wird die Umweltbildungsarbeit im Kindergarten und der Schule übernehmen und regionale Kooperationspartner mit einbeziehen. Wer gerne als Kooperationspartner mit Kindern aktiv werden möchte, kann sich bei unserer Naturpark-Rangerin melden. Ob Imker, Angler oder Geschichtenerzähler – gemeinsam kann man den Kindern die Heimat „begreifbar“ machen.

-lanew- Bild: lanew

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Kartierung wertvoller Lebensräume:
Felsige Gipfel, blütenreiche Wiesen und einzigartige Waldhufen

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Region Freyung-Grafenau – Im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) und in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung Freyung-Grafenau nehmen Fachleute ab August die Naturschätze in der Region unter die Lupe. Über die Aktualisierung der Biotopkartierung gab das LfU kürzlich Auskunft. Vor über 30 Jahren wurde zum ersten Mal die Biotopkartierung im Landkreis Freyung-Grafenau durchgeführt. Das Wissen über die Naturschätze wird jetzt auf den neuesten Stand gebracht. Die wertvollen Biotopflächen prägen die einzigartige Landschaft und machen den Landkreis nicht nur für Touristen attraktiv, sondern tragen auch entscheidend zur Lebensqualität der Bürger bei.

Die Biotopkartierung liefert Kommunen, Naturschutzbehörden, Planungsbüros und wissenschaftlichen Einrichtungen wichtige Informationen für ihre tägliche Arbeit, wie die Planung und Beurteilung von Bauvorhaben und Maßnahmen zum Schutz der Natur. Landrat Sebastian Gruber und  Bürgermeister begleiteten den Vortrag mit kritischen Fragen – u. a. zur Frage der Entschädigung für Grundeigentümer, wenn ein Biotop auf ihrem Grund festgestellt wird. Hierfür hat der Freistaat Bayern das Vertragsnaturschutzprogramm ins Leben gerufen. Landwirte, die bei der Naturschutzbehörde einen Antrag stellen, können für die biotoperhaltende Nutzung oder Pflege von Biotopflächen ein Entgelt erhalten. Rund eine Million Euro Fördergelder kommen so schon bisher jährlich in den Landkreis.

Auf der Basis der aktualisierten Daten können Landwirte für die naturnahe Bewirtschaftung und Pflege der Biotopflächen gezielt über den Vertragsnaturschutz honoriert werden. Die Bandbreite der Naturoasen ist in Freyung-Grafenau vielfältig: Mittelgebirgsbäche, abwechslungsreiche Waldhufenlandschaften und Rodungsinseln, Mager- und Borstgrasrasen sowie extensiv genutzte, blütenreiche Wiesen: Sie alle sind Garant für die kostbare Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Die Flussperlmuschel, das Braunkehlchen, die kürzlich wiederentdeckte Wald-Birkenmaus, die Echte Arnika und der Böhmische Enzian gehören zu den Arten, die in der Region Lebensraum finden. Für den Erhalt dieser einzigartigen Naturausstattung ist die Erfassung in der Biotopkartierung die wesentliche Wissensgrundlage.

Im Jahr 2018 wurden bereits in einem Teil des Landkreises die wertvollen Lebensräume für gefährdete Tier- und Pflanzenarten untersucht. Nach einem bayernweiten Stopp der Biotopkartierung im Frühjahr 2019 wird ab August 2020 ein beauftragtes Fachbüro die Arbeiten fortsetzen. Die Ergebnisse der Kartierung liegen voraussichtlich im Sommer 2024 vor. Über 800.000 Euro stellt der Freistaat für die Naturinventur im Landkreis Freyung-Grafenau zur Verfügung. Bei der letzten Kartierung wurden ca. 2.700 Biotope mit einer Gesamtfläche von rund 5.300 Hektar erfasst. Dies entspricht einem Biotopanteil von ca. 5,4 Prozent im Landkreis.

Gemäß Art. 46 des Bayerischen Naturschutzgesetzes (BayNatSchG) ist das „LfU“ für die landesweite Durchführung der Biotopkartierung zuständig. Die Biotopkartierung erfasst und beschreibt nach einem bayernweit einheitlichen Schema wertvolle Lebensräume, wie die nach § 30 und § 39 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) oder Art. 16 und 23 BayNatSchG gesetzlich geschützten Biotoptypen oder die Natura 2000-Lebensraumtypen. Sie liefert eine Bestandsaufnahme der wertvollen Flächen und der Pflanzenarten, die dort leben. Wiederholungskartierungen bringen die Daten auf den neuesten Stand. Das „LfU“ koordiniert die Arbeiten bayernweit und stellt die Ergebnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die Biotope werden im Gelände erhoben und im Maßstab 1:5.000 in Luftbild-Karten eingezeichnet. Dabei erfassen und beschreiben speziell ausgebildete Kartierer die für den Naturschutz wichtigen Flächen und die dort wachsenden Pflanzen. Seit 2006 werden zusätzlich die Lebensraumtypen des europäischen Biotopverbundsystems Natura 2000 erfasst. Rund vier Prozent der Landesfläche Bayerns außerhalb der Alpen sind seit Beginn der Biotopkartierung als ökologisch wertvolle Lebensräume erfasst und beschrieben worden. Weitere Informationen: www.lfu.bayern.de/natur/biotopkartierung/ und www.lfu.bayern.de/natur/fis_natur/fin_web

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Auf Zeckenschutz achten

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Individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft, gemeinsam mit der Familie oder zu zweit, sind während des bundesweiten Kontaktverbotes aufgrund des aktuellen Ausbruchs von „COVID-19“ weiterhin erlaubt. Bei frühlingshaften Temperaturen zieht es die Menschen verstärkt ins Freie. Mit ansteigenden Temperaturen steigt auch die Gefahr für Zeckenstiche, die Borreliose oder FSME übertragen können.

Menschen, die sich im Freien bewegen, sollten daher für ausreichend Schutz sorgen. Zecken sind ab einer Temperatur von zirka acht Grad aktiv. Man findet sie überall dort, wo es im Freien Pflanzen gibt. In zehn bis 50 Zentimetern über dem Boden warten sie u.a. auf Grashalmen, im Gebüsch oder auf Totholz. Bei Kontakt mit einem Menschen oder Tier beißen sie sich fest. Dabei übertragen sie Krankheiten wie die Lyme-Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). In Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch Instituts (RKI) im vergangenen Jahr 444 Menschen an FSME erkrankt. Das sind zwar 24 Prozent weniger als im Vorjahr, die Zahl der Erkrankten schwankt jährlich aber stark. Ferner könnte die niedrigere Infektionsrate auch auf eine bessere Impfquote zurückzuführen sein. Von den im Jahr 2019 gemeldeten FSME-Erkrankten waren 98 Prozent gemäß der Meldedaten gar nicht oder unzureichend geimpft.

Die ersten Anzeichen der Frühsommer-Meningoenzephalitis zeigen sich zwei bis drei Wochen nach einer Übertragung des FSME-Virus durch eine Zecke in Form grippeähnlicher Symptome. In schweren Fällen greift das Virus Gehirn, Hirnhaut und das Rückenmark an; es kann zu Lähmungen, Krampfanfällen und Bewusstseinsstörungen kommen. Gegen FSME kann man sich zuverlässig durch eine Impfung schützen. Diese wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Menschen in den FSME-Risikogebieten in Deutschland empfohlen.

Zu den Bundesländern mit dem höchsten FSME-Übertragungsrisiko zählen Bayern und Baden-Württemberg. Aber auch Südhessen, das südöstliche Thüringen und Sachsen sind betroffen; insgesamt 164 Landkreise bundesweit. Für einen verlässlichen und langdauernden FSME-Schutz sind drei Impfstoffdosen notwendig, die im Abstand von mindestens 14 Tagen – erste und zweite Dosis – und dann nach fünf bis zwölf Monaten – zweite und dritte Dosis – verabreicht werden. Man kann auch auf einen Schnellschutz zurückgreifen: Dann werden zwei Dosen im Abstand von 14 Tagen verabreicht. Die Impfung sollte, je nach Lebensalter, alle drei bis fünf Jahre aufgefrischt werden.

Für die ebenfalls durch Zecken übertragene Lyme-Borreliose liegen nur Schätzungen der Fallzahlen vor, da es keine einheitliche Meldepflicht gibt. In Bayern ist die Lyme-Borreliose seit 2013 meldepflichtig: Das Nationale Referenzzentrum für Borrelien in Bayern schätzt, dass in Deutschland jedes Jahr zwischen 60 000 und 100 000 Menschen neu daran erkranken. Zudem ist die Lyme-Borreliose nicht einfach zu diagnostizieren, da sie sehr unterschiedliche Symptome verursachen kann. In sehr seltenen Fällen entwickelt sie sich zu einem chronischen Leiden, welches das Nervensystem, die Gelenke und das Herz schädigt. Grundsätzlich muss jedes Symptom der Lyme-Borreliose antibiotisch therapiert werden. Der Erfolg der Antibiotika-Therapie ist in frühen Infektionsstadien am besten. Eine wirksame Impfung gegen Borreliose gibt es bisher nicht. Daher sind allgemeine Schutzmaßnahmen gegen Zeckenstiche ratsam: Bei Aufenthalten im Grünen sollten lange Hosen und geschlossene Schuhe getragen werden. Auch Repellents zum Einreiben und Aufsprühen auf die Haut sind sinnvoll. Am wichtigsten ist aber die Kontrolle nach dem Ausflug. Dabei sollten vor allem die von Zecken bevorzugten Körperregionen wie Kniekehlen, Achseln, Schambereich, Bauchnabel, Bauchfalten und der Bereich hinter den Ohren gründlich abgesucht werden. Denn je schneller die Zecke entdeckt und entfernt werden kann, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit Borreliose.

Die beste Entfernungsmethode: Eine feine Pinzette so dicht wie möglich über der Haut ansetzen und die Zecke am Kopf herausziehen. Der Körper des Tieres sollte nicht gequetscht werden, sonst besteht die Gefahr, dass erregerhaltiges Sekret aus dem Zeckenleib in die Stichstelle gedrückt wird. Nach dem Entfernen sollte die Einstichstelle desinfiziert werden. Danach gilt es die Einstichstelle gut zu beobachten: Bildet sich dort eine kreisförmige Rötung, oder treten grippeartige Symptome auf, ist ein Arztbesuch unbedingt erforderlich.

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Photovoltaik-Anlagen
lohnen sich weiter
52-Gigawatt-Deckel kommt nicht

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Das befürchtete Ende der Einspeisevergütung für Solarstrom kommt nun doch nicht. Der Bundestag hat die Abschaffung des so genannten 52-Gigawatt-Deckels beschlossen. Damit kann die private Stromerzeugung durch Photovoltaik-Anlagen weiter durch die Einspeisevergütung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetztes gefördert werden.

Großes Potenzial für den Klimaschutz
Eine private Photovoltaik-Anlage kann rund 30 Prozent des eigenen Strombedarfs decken. Bei einem Haushalt mit vier Personen und einem jährlichen Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden sinken die jährlichen CO2-Emission um etwa 500 Kilogramm. Obwohl die Einspeisevergütung weiter sinkt, kann eine neue Photovoltaik-Anlage auch heute noch kostendeckend oder mit Gewinn betrieben werden. Grund sind die in den vergangenen Jahren immer preisgünstiger gewordenen Solarmodule.

Wirtschaftlichkeit von Batteriespeichern wird oft überschätzt
Ein Batteriespeicher im Haus kann den Anteil des selbst verbrauchten Solarstroms deutlich erhöhen. Allerdings verschlechtern die Batterien in der Regel die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik Anlagen. Dies liegt an den hohen Anschaffungskosten für die Batterien und deren begrenzter Lebensdauer. Wer sein Elektrofahrzeug mit eigenem Solarstrom betankt, kann den Eigenverbrauchsanteil ebenfalls erhöhen. Oft reichen Kapazität und Ladestrom eines Batteriespeichers nicht zum vollständigen Laden der Fahrzeugbatterie aus. Wenn möglich sollte man tagsüber direkt aus dem Überschuss der Photovoltaik-Anlage laden. Photovoltaik-Anlage, Speicher und intelligente Ladestation müssen aufeinander abgestimmt sein.

Vor der Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage sollte eine unabhängige Beratung stattfinden. Hierfür bietet sich unter anderem der „Eignungs-Check Solar“ der Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern an. Termine können unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 809 802 400 vereinbart werden.

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Wespen- oder Hornissennest:
Kein Grund zur Panik!

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Jetzt ist die Zeit, in der wegen „regem Flugverkehr“ erstmals auffällt, dass im Gartenhaus, auf dem Dachboden oder im Rollladenkasten ein Wespen- oder Hornissennest entstanden ist. Die jungen Königinnen haben sich nach der Platzsuche für ihre Nestgründung oft eine anschauliche Anzahl von Arbeiterinnen zur Unterstützung herangezogen. Aber noch lange kein Grund zur Panik. Denn hält man sich an einige Grundregeln, kann ein Nebeneinander gut funktionieren. Grundsätzlich sind Wespen und Hornissen friedliche Flieger und Nützlinge, die keineswegs an Ärger mit dem Menschen interessiert sind.

Die meisten heimischen Wespenarten bauen ihre Nester aus Fasern, die sie mit ihren Kiefern von totem Holz abnagen und mit Speichel zu einer Art Papierbrei vermischen. Die erwachsenen Tiere ernähren sich von Nektar und tragen so zur Bestäubung bei, während die Larven mit frisch gefangenen Insekten gefüttert werden. So vertilgt ein mittelgroßes Hornissenvolk ein halbes Kilo Stechmücken, Fliegen, Bremsen, Motten und Wespen täglich. Nur zwei Wespenarten (die Deutsche und die Gemeine Wespe) fliegen Süßspeisen an und können vor allem im Spätsommer durchaus lästig werden. Daher sollten Getränke und Marmeladengläser im Freien abgedeckt werden und Kinder süße Getränke nur mit dünnen Strohalmen trinken, um zu verhindern, dass Tiere verschluckt werden.

Wichtig im Umgang mit Wespen und Hornissen:
Sich ruhig bewegen, nicht nach den Tieren schlagen, die direkte Einflugschneise bis ca. zwei Meter vor dem Nest freihalten und Erschütterungen von Nestern vermeiden. Grundsätzlich weichen Wespen und Hornissen Störungen durch den Menschen aus und greifen nur dann an, wenn sie sich zum Beispiel durch Quetschen oder Schlagen bedroht fühlen oder ihr Volk durch Störungen des Nestes bedroht sehen.

Alle Wespen unterliegen dem allgemeinen Artenschutz des § 39 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und dürfen daher ohne vernünftigen Grund nicht getötet und ihre Nester nicht zerstört werden. Vernünftige Gründe können z. B. sein: Nest über Eingangstür, Wespengiftallergie oder gewöhnlicher Aufenthalt von Kleinkindern in unmittelbarer Nähe zum Nesteingang. Ansonsten muss das Nest geduldet werden und es darf nicht selbst entfernt, der Nesteingang verschlossen oder einfach mit einem Wespenspray besprüht werden. Dauerhaft bleiben die Gäste ohnehin nicht: Je nach Art stirbt ein Wespenvolk Ende Juli, spätestens jedoch im Herbst mit den ersten Frösten ab. Auch bei den Hornissen sind die Tage nach dem Ausfliegen der Geschlechtstiere (Jungköniginnen und Drohnen) im August bereits gezählt und finden bis Oktober ihr Ende. Die leeren Nester können daher im Winter problemlos entfernt werden. Alte Nester werden im nächsten Jahr nicht wiederbesiedelt, so dass man seine Untermieter gewiss nur für eine Saison beherbergt. Oft reicht es aber bereits auch, die Einflugschneise durch eine kleine Abschirmvorrichtung zu verändern, um so ein gefahrloses Nebeneinander für Mensch und Insekt zu ermöglichen. Die meisten Nester können erfahrungsgemäß mit geringen Nutzungseinschränkungen und umsichtigem Verhalten während der Sommermonate an ihrem Platz bleiben. Hornissen sind darüber hinaus sogar nach § 44 BNatSchG besonders geschützt. Eine Umsiedlung oder Abtötung eines solchen Nests ist ausschließlich mit Ausnahmegenehmigung der Unteren Naturschutz Behörde möglich. Bei Fragen und Problemen mit Wespen und Hornissen stehen auch die örtlichen Wespen- und Hornissenberater zur Verfügung.

-ladah- Bild: am

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Sicherungsmaßnahmen
an der mehrere hundert Jahre alten Tassilo-Linde auf der Insel Frauenchiemsee

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Region Rosenheim – Die Bayerische Schlösserverwaltung führt Sicherungsmaßnahmen an einer mehrere hundert Jahre alten, mächtigen Linde auf der Fraueninsel durch. Die Tassilo-Linde ist kulturhistorisch und naturschutzfachlich von besonderer Bedeutung. Sie steht im Zentrum der Fraueninsel, auf deren höchstem Punkt. Der betagte Baum, der einige Faulstellen, Risse und einen Pilzbefall aufweist, musste bereits in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach baumpflegerisch behandelt werden.

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Tassilo-Linde auf der Insel Frauenchiemsee

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Die mehrere Tage andauernden Arbeiten dienen dazu, die Bruchsicherheit der Tassilo-Linde wiederherzustellen. Zu diesem Zweck müssen die Krone des Baumes leicht eingekürzt sowie Seilverspannungen ersetzt bzw. neu eingebaut werden. Aus Sicherheitsgründen wird in dieser Zeit der Lindenhain für den Publikumsverkehr gesperrt. „Diese Maßnahmen ermöglichen, dass die beeindruckende Tassilo-Linde hoffentlich noch viele weitere Jahrzehnte erhalten bleibt“, so Konstantin Buchner, Leiter der Schloss- und Gartenverwaltung Herrenchiemsee. Die Maßnahme wurde mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Rosenheim abgestimmt und wird zudem durch einen Biologen begleitet. Der Baum, der in einem Meter Stammhöhe einen Umfang von über zehneinhalb Metern hat, wurde nach Herzog Tassilo benannt, der im 8. Jahrhundert das Kloster Fraunchiemsee gründete.

-am- Bild: Bayerische Schlösserverwaltung

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„Ganz meine Natur!“
Natura 2000-BayernOskar

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Region Bayern – Studierende und Schüler, Grundeigentümer, Landnutzer und deren Verbände können bis zum 30.10.2020 in drei Kategorien Beiträge zu neuen Konzepten oder bereits umgesetzten Maßnahmen zu „Natura 2000“ einreichen und Preise gewinnen.

Die Bayerische Naturschutzakademie (ANL) führt seit 2018 das EU-geförderte Kommunikationsprojekt „LIFE Living Natura2000“ durch, das Inhalt und Zielsetzung von „Natura 2000″ für Bayern an unterschiedliche Zielgruppen kommuniziert und die Akteure in allen Regierungsbezirken miteinander vernetzt. Unter dem Motto „Ganz meine Natur!“ werden Aktivitäten und Veranstaltungen in Bayerns „Natura 2000“-Gebieten und allen bayerischen Regierungsbezirken durchgeführt.

Viele Menschen engagieren sich bereits seit langem für den Naturschutz in Bayern im Allgemeinen und für das europäische Schutzgebietsnetz „Natura 2000“ im Besonderen. Nun kann dieses Engagement mit einer Auszeichnung prämiert werden. Wer besonders gute, besonders originelle oder sehr erfolgreiche Maßnahmen zur Sicherung des europäischen Naturerbes mit seinen einzigartigen Lebensräumen, Tier- und Pflanzenarten durchgeführt hat, kann sich in drei Kategorien für die Auszeichnung „Natura 2000-BayernOskar“ bewerben.

Der „Natura 2000-BayernOskar“ wird in drei Kategorien ausgelob
Idee: Studierende und Schüler können innovative Konzepte oder bereits umgesetzte Projekte zum Thema „Natura 2000“ einreichen. Engagement: Grundeigentümer, Landnutzer und deren Verbände und Interessensverbände können sich in dieser Kategorie mit ihrem Engagement zur Umsetzung von „Natura 2000″ bewerben. Vermittlung: Diese Kategorie prämiert Projekte und/oder Veranstaltungen, welche Kinder und Jugendliche zielgruppengerecht an das Thema „Natura 2000“ heranführen. Interessensverbände/Grundeigentümer und Landnutzer und deren Verbände können in dieser Kategorie ebenfalls Beiträge einreichen.

Natura 2000
„Natura 2000“ ist die Bezeichnung für ein europäisches Netzwerk besonders wertvoller und schutzwürdiger Naturgebiete, die von der EU nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH- Gebiete) und nach der Vogelschutz-Richtlinie (SPA-Gebiete) geschützt sind. Das Netzwerk umfasst mehr als 27.000 Schutzgebiete in ganz Europa. Alle Gebiete zusammen nehmen etwa ein Fünftel der Fläche der EU ein. Damit ist „Natura 2000“ das weltweit größte Projekt zum Schutz der biologischen Vielfalt. Obwohl Europa nur etwa fünf Prozent der Fläche der Erde bedeckt, beherbergt Europa eine einzigartige Vielfalt an Wildtieren, -pflanzen und Landschaften.

Projekt LIFE living Natura 2000
„LIFE living Natura 2000“ ist eine durch die EU, die Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und den Bayerischen Naturschutzfonds geförderte Öffentlichkeitskampagne, die das Ziel verfolgt, die Bevölkerung über das Europäische Schutzgebietsnetz „Natura 2000“ zu informieren und die Wertschätzung für intakte Natur und artenreiche Landschaften in Bayern zu fördern. Das Projekt wird unter Federführung der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) über vier Jahre hinweg umgesetzt. Weitere Infos: ganz-meine-natur.bayern.de/natura-2000-bayern-oskar/

-am- Bild: natura2000

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Asiatischer
Moschusbockkäfer

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Region Rosenheim – Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) hat im Landkreis Rosenheim 29 Schilder zur Kennzeichnung der Quarantänezone des Asiatischen Moschusbockkäfers aufstellen lassen. Aus dieser Zone darf kein Steinobst-Schnittgut heraus transportiert werden, um eine Verbreitung des Käfers zu verhindern. In dem Bereich ist es zudem wichtig, Steinobstschnittgut über die Sammelstellen zu entsorgen und die Wirtspflanzen regelmäßig zu kontrollieren.

Der Schwerpunkt des Befalls mit dem Asiatischen Moschusbockkäfer liegt derzeit in Kolbermoor, in Rosenheim gab es bisher einen Fund. Die sogenannte Verbringung von Wirtspflanzen-Schnittgut stellt die größte Gefahr bei der Verbreitung des Käfers dar. Daher darf kein Steinobst-Schnittgut aus der Quarantänezone hinaus transportiert werden. Auch innerhalb der Quarantänezone müssen Maßnahmen ergriffen werden, um eine Verbreitung zu verhindern. So wurden vier Sammelstellen in der Quarantänezone errichtet, in der Steinobstschnittgut kostenlos abzugeben ist; der Kirschlorbeer ist dabei ausgenommen. Das Schnittgut wird gehäckselt und verbrannt, um noch im Holz vorhandene Käferstadien abzutöten.

Die Sammelstellen befinden sich am Wertstoffhof Kolbermoor, Geigelsteinstraße 8 sowie am Wertstoffhof Bad Aibling, Thürnhammerstraße 21; am Wertstoffhof Rosenheim, Innlände 25 und am Wertstoffhof Stephanskirchen, Spielnstraße 17. Neben der Entsorgung ist eine Lagerung des hauseigenen Schnittgutes auf dem Grundstück zulässig. Das Schnittgut darf allerdings das Grundstück nicht verlassen, das heißt es muss im eigenen Kamin verheizt oder das Häckselgut auf den Beeten verteilt werden. Als Gartenbesitzer ist man verpflichtet, die Wirtspflanzen des Asiatischen Moschusbockkäfers (Gehölze der Gattung Prunus – beispielsweise Kirsche, Zwetschge, Pflaume, Aprikose, Pfirsich, Mirabelle u. a. sowie alle Zierformen) alle zwei Monate auf Befallsmerkmale und geschlüpfte Käfer zu kontrollieren. Befallssymptome sind insbesondere ein bis zwei Zentimter große Ausbohrlöcher und Bohrmehlauswurf der Larven am Stammfuß oder in Astgabelungen. Die LfL unterstützt bei der Suche nach Befallsmerkmalen, deshalb findet ganzjährig ein Bodenmonitoring statt. Dabei kontrollieren LfL-Mitarbeiter auch Gehölze in Privatgärten. Neuanpflanzungen von Wirtsgehölzen innerhalb der Befallszone sind verboten, um dem Käfer die Nahrungsgrundlage zu entziehen und damit seiner weiteren Verbreitung vorzubeugen.

Mit der warmen Witterung hat die Flugzeit des Asiatischen Moschusbockkäfers begonnen. Der Käfer schlüpft und sucht einen Partner zu Paarung. Die Käfer sind träge, wärmeliebend, leicht zu fangen – zum Beispiel in einem Marmeladenglas mit Löchern im Deckel.

-lfl- Bild: lfl

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Der „intelligente” Blumenkasten
bienenfreundlich – insektenfreundlich – küchengeeignet – praktisch

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Viele Balkone und Fenster sind im Sommer mit einer bunten Blütenpracht geschmückt. Rot, blau, gelb oder weiß leuchtet oft ein üppiges Meer an Blüten und bringt heitere Natur in so manch ein tristes Wohnviertel, aber auch Bauernhäuser oder Reihenhaussiedlungen schmücken sich im Sommer gerne mit bunten Blumen. So üppig Geranien und Fuchsien im Sommer blühen – außer Blüten können sie nicht viel bieten. Noch schöner sind Blumen aber, wenn auch fleißige Bienen, dicke Hummeln, zierlich kleine Wildbienen und bunte Schmetterlinge zu Besuch kommen, weil sie hier Nektar und Pollen als Nahrung finden. Noch besser sind die Pflanzen, wenn man sie auch noch in der Küche verwerten kann. Noch praktischer und auch billiger sind sie, weil sie nicht jedes Jahr neu gepflanzt werden müssen, sondern zwei oder drei Jahre durchhalten. Was aber wächst, blüht und gedeiht in einem Blumenkasten?

Wertvoll für Insekten, Feines für die Küche
Zur Bepflanzung eignen sich viele mehrjährige Stauden vor allem aus der nektar- und pollenspendenden Familie der Lippenblütler, unter denen es aber auch viele geschätzte Küchenkräuter gibt, die nicht übermäßig groß werden und durchweg sehr hübsch blühen, wie zum Beispiel Lavendel, Thymian, Dost, Bohnenkraut, Salbei, Ysop oder Pfefferminze. Schnittlauch, wenn er blühen darf, passt ebenfalls ins Sortiment, genauso auch die gelb blühende Weinraute. Die Blüten des Lavendels kann man u.a. in die Wäsche legen.

Am „intelligenten Blumenkasten“ kann man beispielsweise zuhören, wie fleißige Bienen am Bohnenkraut summen oder eine dicke Hummel zwischen den Blüten brummt, oder zusehen, wie Schmetterlinge um den blühenden Dost schweben. Der besondere Blumenkasten macht es möglich. Sollte die Bepflanzung wirklich etwas teuerer ausfallen als bei den herkömmlichen Balkonblumen, so sollte man aber daran denken, dass die Kästen winterfest sind und einige Jahre durchhalten. Erneuerung ist in der Regel erst dann nötig, wenn einzelne Stauden zu groß werden und auch dann besteht vielfach die Möglichkeit, einzelne Stöcke zu teilen oder Ableger zu machen, die für einen neuen Kasten verwendet werden können. Übrigens: Man spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Arbeit, wenn die Kästen länger als nur einen Sommer halten!

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Ein Pfauenaugen-Schmetterling besucht blühenden Schnittlauch

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Und die Pflege?
Die genannten Pflanzen sind dankbar für einen sonnigen Standort. Die Kästen nicht zu klein wählen, da die Pflanzen längere Zeit im selben Boden bleiben. Regelmäßige, jedoch mäßige Düngung vom Frühjahr bis zum Spätsommer – bei nicht übermässiger Bewässerung – sichert gutes Wachstum und Blühen. Rückschnitt nach der Blüte bringt manche Stauden noch einmal zum Blühen. Wer sich nicht an trockenen Blütenstengeln im Herbst und Winter stört, kann sogar erleben, dass sich auch Vögel einstellen, wenn die Samen reifen.

Empfehlenswerte Pflanzen für den “intelligenten” Blumenkasten:
Alle Mauerpfefferarten, zum Beispiel: Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre), Weißer Mauerpfeffer (Sedum album), Felsen-, Fettkraut, Tripmadam (Sedum rupestre), Große Fetthenne (Sedum telephium), Unechte Fetthenne (Sedum spurium) sowie deren Zuchtformen mit rötlichen Blättern und reichlichem Blütenflor. Lippenblütler, die gleichzeitig als Gewürzkräuter verwendet werden können, beispielsweise: Thymian (Thymus vulgaris), Lavendel (Lavandula officinalis), Bohnenkraut (Satureja montana), Küchen-Salbei (Salvia officinalis), Dost (Origanum vulgare), Ysop (Hyssopus officinalis), Zitronenmelisse (Melissa officinalis), Pfefferminze (Mentha piperita). Weitere wertvolle Arten: Weinraute (Ruta graveolens) und Schnittlauch (Allium schoenoprasum).

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Fetthenne

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Wie sollte man die Auswahl treffen?
Immerhin muss man bedenken, dass diese Pflanzen nicht zum Zierpflanzensortiment gehören und deswegen im Gegensatz zu den gewohnten Geranien nur eine Blühphase hervorbringen. Eine überlegte Zusammenstellung von Pflanzen unterschiedlicher Größe, Arten mit besonderen Blättern und hängenden Formen ist wichtig, wenn die Kästen lange Zeit ansprechend aussehen sollen. Etwas größer im Wuchs und damit etwas anspruchsvoller im Platzbe- darf sind Große Fetthenne (blau-grüne Blätter, große Rosette, blüht sehr spät), Salbei (üppige Blattmasse), Origanum, Bergbohnenkraut (zierliche Wuchsform), Lavendel, Ysop und Weinraute (geteilte, blaugrüne Blätter, einzige Pflanze mit gelben Blüten). Ältere Pfefferminze kann sich manchmal gut ausbreiten, Zitronenmelisse gibt große Stöcke, aber beide lassen sich problemlos zurückschneiden, was im Hinblick auf ihre Verwendungsmöglichkeit in der Küche durchaus willkommen ist. Polsterförmig, als Bodendecker oder hängende Formen, wenn sie den Rand des Blumentopfes erreichen, sind die übrigen Fetthenne-Arten (nur der Scharfe Mauerpfefferbleibt recht klein). Bei guter Düngung wachsen sie üppig – wenn die Pflanzen zu groß werden, lassen sie sich durch Abschneiden leicht im Zaun halten. Der Schnittlauch darf alle etwas größeren Zwischenräume einnehmen. Wenn die – nicht geschnittenen – Schnittlauchstöcke im Frühsommer blühen, sind die übrigen Kastenpflanzen gerade im Aufwachsen und stören sich nicht. Größere Stöcke sollte man teilen, gelegentlich frische Erde tut ihnen ebenfalls gut.

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Pfefferminze

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Wo gibt es die Pflanzen?
Das Pflanzenangebot ist nicht so ausgefallen, dass man nicht zumindest den größten Teil in jeder gut sortierten Gärtnerei bekommt. Staudengärtnereien bieten allerdings oft auch Zuchtformen an, die in ihren Farben Besonderheiten aufweisen und damit zusätzliche Abwechslung in die Pflanzung bringen können, zum Beispiel Salbei mit gescheckten Blättern oder Fettehenne-Arten mit roten Blättern oder besonderen Blütenfarben. Das meiste wird als junge Staude angeboten und blüht noch im gleichen Jahr. Bei Schnittlauch, Ysop und Weinraute kann man auch Samen kaufen, muss dann aber selbst aussäen und bis zur Blüte mit einem Jahr Vorkultur rechnen.

Eine Empfehlung: Man sollte sich die Liste mit den lateinischen Namen zum Einkaufen mitnehmen, denn Fachgeschäfte geben nicht immer den deutschen Namen an. Geheimtipp unter Garten- und Imkerfreunden: Einen Gartenbesitzer – der auch Küchen- und Gewürzkräuter pflegt – fragen, ob er ein paar Ableger übrig hat. Gute Ratschläge zum erfolgreichen Einpflanzen gibt es oft kostenlos dazu.

-lwg- Bilder: am

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Ein Haus oder eine Wohnung
fürs ganze Leben?

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Wer sich ein Haus bauen oder eine Eigentumswohnung kaufen und möglichst lange auch im hohen Alter ein selbstbestimmtes Leben in seinem eigenen Zuhause führen möchte – das gleiche gilt auch für Menschen, die ihre Wohnung barrierefrei sanieren wollen oder aufgrund einer Behinderung, sei es durch Krankheit oder Unfall, eine weitgehend hindernis- und gefährdungsfreie Wohnung benötigen, sollte beachten, dass eine barrierefreie Wohnung ein Komfort für alle Bewohner und Besucher ist.

Betrachtet man die heutige gebaute Umwelt, gemietete Wohnungen und selbstfinanzierten Häuser, in denen man lebt, so kann man feststellen, dass diese meist nur für gesunde Menschen errichtet wurden. Früher hatte man keinen Gedanken daran verwendet, dass man einmal älter und damit auch unbeweglicher oder behindert werden könnte. Überall befinden sich Barrieren, u.a. in Form von Treppenstufen, zu engen Türen, zu hohen Schwellen zum Balkon oder zur Terrasse.

Für eine barrierefreie und zukunftweisende Hausplanung sollten Investoren, Architekten und die Bauherren einige grundlegende Planungsprinzipien berücksichtigen: Schlafzimmer, Bad und Toilette sollten grundsätzlich im Erdgeschoss untergebracht werden und die Türen nach außen aufgehen oder mit einer Schiebetür versehen werden, damit bei einer eventuellen Ohnmacht die Tür nicht blockiert und man sofort helfen kann. Neben dem Bett sollte ein Freiraum von 150 Zentimetern Breite sein, damit man bei häuslicher Pflege gut zum Patienten kommt und ihn ohne Schwierigkeiten u.a. zum Roll- oder Toilettenstuhl umsetzen kann.

Türbreiten sollten 90 Zentimeter nicht unterschreiten, damit sie mit Unterarmstützen, Gehwagen, Kinderwagen oder Rollstuhl uneingeschränkt passiert werden können und Treppen sollten in der Regel geradlinig verlaufen. Auf gewendelte Treppen ist zu verzichten, weil sie ungleiche Auftrittstiefen haben. Konstante Auftrittstiefen vermitteln gebrechlichen und ältern Menschen bessere Sicherheit beim Treppensteigen. Ebenso ist der Transport von Pflegebedürftigen auf geraden Treppen einfacher und ein Treppenlift ist später leichter zu integrieren. Vor der Treppe sollte ein Freiraum von 150 Zentimetern sein. Die beste Grifffähigkeit für Handläufe erreicht man bei einem Durchmesser von 30 – 45 Millimetern und die Handlaufenden sollten etwa 30 Zentimeter waagrecht über die letzte Stufe hinausreichen. Optimal sind zwei Treppen-Handläufe und die Treppenkanten sollten Kontrastreich gestaltet werden.

Lichtschalter, Steckdosen, Türdrücker und andere Bedienelemente sind bestmöglich auf einer Höhe von 85 bis 95 Zentimetern zu montieren. Diese Höhe unterstützt ein sicheres Zugreifen. Kontrastreiche Lichtschalter sind für sehbehinderte Personen und bei diffusem Licht eine Erleichterung. Badezimmer – ob mit Dusche oder mit Badewanne oder beidem – sind eine individuelle Entscheidung. Eine stufenlose Dusche ist bei eingeschränkter Bewegungsfähigkeit – wie z.B. bei einer Fußverletzung – von großem Vorteil. Man kann mit einem Plastikstuhl bequem duschen. Die Toilettenschüssel sollte von einer Seite -90 Zentimeter- frei zugänglich sein, damit sie eventuell später mit dem Rollstuhl anfahrbar ist. Der Badewannenablauf könnte so positioniert werden, dass man ihn später für eine ebenerdige Dusche verwenden kann. Die Oberkante des Waschbeckens sollte maximal 80 Zentimeter betragen, wobei die Kniefreiheit 30 Zentimeter in der Tiefe und 67 Zentimeter Höhe sein sollte. Eine Einhebelstandarmatur – mit einem langen, schwenkbarem Auslauf – ist vorteilhaft. Ein Spiege – kein Kippspiegel – sollte die Masse ca. 40 x 100 Zentimetern haben und mittig über dem Waschbecken angebracht werden. Die Unterkante sollte sich hier rund 90 Zentimeter über dem Fußboden befinden.

Balkon und Terrassentüren, sollten stufenlos ausgeführt werden. Bei der Garagenplanung ist darauf zu achten, dass an der Längsseite des Autos eine 150 Zentimeter tiefe Fläche zur Verfügung steht; damit schafft man einen Bewegungskomfort und man kann bequem ein- und aussteigen, egal ob man mit einem Kind auf dem Arm, mit Einkäufen bepackt, oder einem behinderten Menschen helfen muss.

Eine kontrastreiche Gestaltung der Wohnung ist gerade im höheren Lebensalter wichtig, denn es kommen typische Augenerkrankungen, wie z.B. altersabhängige Makuladegeneration, hinzu. In Deutschland gibt es rund eine Millionen Betroffene und jährlich erkranken 50.000 Personen neu an dieser Volkskrankheit. Je älter man wird desto wahrscheinlicher ist es, dass man eine derartige körperliche und sensorische Einschränkung bekommt.

-am- Bild: am

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Perlmuttfalter, Kammmolch und Co.:
Seltene Tierarten im Fokus

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Der Heidegrashüpfer liebt trockene Magerwiesen, wie sie die Schwäbische Alb im nördlichen Landkreis Dillingen bietet

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Region Dillingen – Im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) beginnt im Landkreis Dillingen an der Donau die Naturschutzfachkartierung. In den nächsten zwei Jahren werden wichtige Lebensräume seltener Tierarten aus verschiedenen Artengruppen untersucht und dokumentiert. „Die Aktualisierung vorhandener Grundlagendaten ist eine wichtige Basis für die Arbeit von Behörden, Kommunen, Planungsbüros und wissenschaftlichen Einrichtungen“, betonte LfU-Präsident Claus Kumutat zum Auftakt der Naturschutzfachkartierung. Die Ergebnisse, die voraussichtlich im Herbst 2022 vorliegen, unterstützen fachlich fundierte Aussagen im Naturschutz und tragen zu einem effektiven Einsatz von Fördermitteln bei.

Gegenstand der Kartierung sind die Artengruppen Vögel, Reptilien, Amphibien, Libellen, Schmetterlinge und Heuschrecken: In welchen Gewässern gibt es noch Kammmolch und Gelbbauchunke, wo fliegen seltene Libellen und Schmetterlinge wie Binsenjungfern und Perlmuttfalter und wo sind im Sommer Heidegrashüpfer zu finden? Im Frühjahr 2021 werden Mittelspecht und Halsbandschnäpper in den Donauauen gesucht. Die beiden Vogelarten bevorzugen Laubwälder mit hohem Anteil an Eichen- und Buchen-Altholz.

Neben dem aktuellen Nachweis von Arten und ihren Lebensräumen ermöglicht die Kartierung auch den Vergleich mit älteren Daten. So können Aussagen zur Bestandsentwicklung seltener Arten gemacht und Fördermaßnahmen für bedrohte Arten gezielt umgesetzt werden. Die Naturschutzfachkartierung liefert Informationen über bedrohte Tierarten eines Landkreises. Wiederholungskartierungen dienen dazu, die Daten auf den neuesten Stand zu bringen. Die Ergebnisse werden in der landesweiten Datenbank der Artenschutzkartierung zentral gespeichert.

-lfu- Bild: Eberhard Pfeuffer

 

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„Mit den Rangern unterwegs“

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Region Wunsiedel – Was macht die Landschaft zu dem was sie ist? Was ist besonders schützenswert? Welche historischen und kulturellen Hintergründe sollte man zum Naturpark Fichtelgebirge wissen? Welche Pflanzen und Tiere leben hier besonders gern? Und wie nimmt der Mensch auf all das Einfluss? Solche und andere Fragen beantworten die „Naturpark-Ranger“.  Geführten Touren „Mit den Rangern unterwegs“ sollen darüber informieren, was es überhaupt bedeutet „Naturpark“ zu sein – für die Tier- und Pflanzenwelt, aber auch für die Menschen. Wo die Unterschiede beispielsweise zu einem „Nationalpark“ liegen und wie sich Erholungssuchende richtig in der Natur verhalten. Die Zielgruppe ist entsprechend breit: „Mit den Rangern unterwegs“ richtet sich an Jung und Alt, Einheimische und Feriengäste, einzelne Wanderer und Familien. Die circa zweieinhalb Stunden dauernden, leichten bis mittelschweren Touren finden rund um die bekannten Naturpark-Infostellen statt und werden von den Naturpark-Rangern geführt; teilweise sind auch Geopark-Ranger an der Führung beteiligt.

Corona-bedingt war in diesem Jahr nur die Planung von drei Terminen möglich; vorgesehen ist aber, das Angebot im Jahr 2021 auszubauen. Weitere Infos: naturpark-fichtelgebirge.org

-lawun-

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Umgang
mit Wildtieren

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Oft ist zuhören, dass in Gärten überraschend Wildtiere – wie Füchse – anzutreffen sind. Manchen macht dieser Kontakt mit Wildtieren Angst; einige greifen zur Selbsthilfe und legen Giftköder aus, andere fordern den sofortigen Abschuss der Tiere. Die Jagdbehörde kann jedoch für einen gesunden Fuchs im befriedeten Bezirk, also in einem Wohngebiet, keine Abschusserlaubnis erteilen. Für den Fuchs gibt es keinen Abschussplan, die Fähen dürfen ferner von März bis Mitte August nicht gejagt werden.

Während manche Menschen vor Füchsen Angst haben oder sich vor übertragbaren Krankheiten schützen wollen, gibt es auch Tierfreunde, die Füchse extra anfüttern. Oft meinen sie: Die Tiere würden in den Garten, ins Dorf oder die Stadt flüchten, da ihnen der Mensch den Lebensraum nimmt. Jedoch ist dies falsch: Die Tiere suchen die Nähe zum Menschen, da gerade für anpassungsfähige Tierarten wie Marder, Füchse oder Waschbären hier beste Lebensräume – mit höheren Bestands- und Besatzdichten – geboten werden. Es gibt also in der Stadt mehr Füchse, als auf dem Land.

Ein Anfüttern führt meist dazu, dass Füchse die Scheu vor dem Menschen komplett verlieren und nach Futter betteln oder teilweise sogar in Wohnungen eindringen. Die Nähe zum Menschen bietet oft auch Schutz vor Feinden. Neben gewollter Fütterung füttern viele Menschen die Tiere auch ungewollt oft selber an: Durch unbedachtes Verhalten ist für Füchse der Speisezettel im Dorf und in der Stadt meist bestens bestellt – unverschlossene Mülleimer, weggeworfene Essensreste, Igel- und Vogelfutter, Komposte und offene Hunde- oder Katzennäpfe sind dann wie Selbstbedienungsläden. Wer stattdessen die Tiere aktiv fern halten will, kann einige Verhaltensweisen beherzigen: Komposte sollten verschlossen sein, Gelbe Säcke hochhängen, Haustiere nicht auf der Terrasse füttern und Speisereste ordnungsgemäß entsorgen. Jedoch wird man mit diesen Maßnahmen nie ganz verhindern, dass Füchse, Marder oder Dachse nachts den Garten besuchen.

Viele haben auch vor übertragbaren Krankheiten Angst. Der Fuchsbandwurm ist hier ebenso zu nennen, wie die Räude, welche sich auch auf Hunde überträgt. Es ist nachgewiesen, dass Haustierbestände vermehrt die Räude haben, in denen die Fuchspopulation stark räude-belastet ist. Bei anderen Wildtieren – wie Kaninchen – treten Krankheiten, wie beispielsweise die Staupe oder Myxomatose, auf. Diese Krankheiten können dazu führen, dass Wildtiere verenden. Tote Tiere sollten aus Gründen der Hygiene unbedingt fachgerecht beseitigt werden. Auf keinen Fall dürfen sie in Restmülltonnen oder in Biotonnen geworfen werden – sie sollen auch nicht vergraben oder hinter einer Hecke oder im Wald „entsorgt“ werden. Die fachgerechte Entsorgung erfolgt mit dem Verbringen der toten Tiere in eine Konfiskat-Truhe, welche meist im Landkreisbezirk befindlich sind. Die gekühlten Truhen werden regelmäßig von Fachfirmen geleert und der Inhalt wird entsorgt. Die Nutzung der Truhen ist meist kostenlos, für Fallwild ist der jeweilige Straßenbaulastträger zuständig.

Was Füchse und Marder anlockt – etwa offene Näpfe mit Katzenfutter – schmeckt auch einem anderen nützlichen Gartenbewohner, dem Igel. Igel haben neben dem Straßenverkehr einen neuen Feind bekommen, den auch der Mensch verantwortet. Immer öfter übernimmt ein Mähroboter das von vielen Gartenbesitzern als lästig empfundene Mähen des Rasens. Die Mähroboter schnurren nahezu geräuschlos über den Rasen und halten ihn meist auf Golfrasen-Niveau. Sie haben aber auch einen großen Nachteil: Die Hersteller weisen in ihren Bedienungsanleitungen darauf hin, die Geräte in der Gegenwart von Kindern oder Haustieren nicht unbeaufsichtigt arbeiten zu lassen – viele Gartenbesitzer verlegen die Betriebszeiten darum auf die Abend- und Nachtstunden.

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Leider kommt es vor allem bei Dunkelheit oft zu verhängnisvollen Zusammenstößen mit der heimischen Gartenfauna! Mähroboter sind eine Gefahr für Igel, Blindschleichen und Amphibien. Da Igel bei Gefahr nicht fliehen, sondern sich zusammenrollen, sind sie durch Mähroboter besonders gefährdet. Die Zahl der verletzten Stacheltiere, die zur Behandlung bei den Igelstationen abgegeben wurden, ist in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Dies wird auf die immer stärkere Verbreitung von Mährobotern zurückgeführt. Aber auch andere Kleintiere wie Blindschleichen oder Amphibien sind durch die automatischen Rasenmäher bedroht. Am Ende hat es jeder Mähroboter-Besitzer selbst in der Hand, etwas für den Tierschutz im eigenen Garten zu tun. Es wird empfohlen, die Betriebszeiten des Mähroboters auf das notwendige Minimum zu begrenzen und darauf zu verzichten, ihn nachts laufen zu lassen. Ein guter Kompromiss ist beispielsweise der Betrieb am Vormittag, wenn die Kinder in der Schule sind, oder am frühen Abend, solange es noch hell ist.

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-lramb- Bilder: am

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Wohnen
im Alter

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Der demographische Wandel, sich ändernde Familienstrukturen und die Heterogenität der individuellen Lebenslagen älterer Menschen erfordern neue gesellschaftliche Antworten und insbesondere vielfältige alternative Wohn-, Pflege- und Betreuungsformen für ein würdevolles Altern. Alternative Lebensformen sind gefragt: Es entspricht derzeit dem überwiegenden Wunsch älterer Menschen, ihr Leben auch im Fall von Hilfebedürftigkeit möglichst unabhängig, selbständig und selbstbestimmt in der vertrauten Umgebung namens „zu Hause“ verbringen zu können. Wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass die Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2040 um etwa 60 bis 75 Prozent steigen wird.

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Vielfältige Möglichkeiten für ein Wohnen im Alter können u.a. sein:
Betreutes Wohnen zu Hause; betreutes Wohnen; Quartierskonzepte; ambulante Hausgemeinschaften; intergenerative Wohnformen; Wohngemeinschaften für Ältere; ambulant betreute Wohngemeinschaften und stationäre Einrichtungen.

-am- Bilder: am

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Ambrosia und Riesenbärenklau
sind nicht ungefährlich

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Pflanzen, die den Menschen schaden können, kommen in der Natur immer wieder vor. Dazu zählt zweifelsohne die Ambrosia, auch „Beifußblättriges Traubenkraut“ genannt. Die Ambrosia beginnt ab Anfang Juli mit der Blüte, unmittelbar danach kommt es zur Pollenausschüttung. Durch ihr hohes allergenes Potential ist diese Pflanze sowohl für Allergiker als auch gesunde Menschen problematisch bis gefährlich. Vor allem während der Blütezeit, von Juli bis Oktober, könnten Symptome -wie juckende Augen, allergischer Schnupfen, Husten, Atemlosigkeit und Asthmaanfälle auftreten.

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Ambrosia, alias „Beifußblättriges Traubenkraut“

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Am besten ist die Ambrosia durch Ausreißen der gesamten Pflanze zu bekämpfen. Blüht die Pflanze noch nicht, reichen Handschuhe zum Eigenschutz aus. Sind die Blütenstände sichtbar, ist es ratsam, vor dem Entfernen der Pflanze einen Plastiksack überzustülpen, dann mitsamt ihrem Wurzelstock auszureißen und zu entsorgen. Die Entsorgung sollte auf jeden Fall über die Restmülltonne bzw. bei größeren Mengen über die Müllverbrennung erfolgen. Bei der Entfernung während der Blüte ist das Tragen eines Mundschutzes, d.h. einer Feinstaubmaske – mindestens FFP2 oder höher – notwendig. Handschuhe, Schutzanzug und eine dicht sitzende Schutzbrille schützen zusätzlich vor Kontaktallergien. Bei Ambrosia ist zu beachten, dass die Samen noch viele Jahre im Boden keimfähig bleiben. Deshalb ist es wichtig, diese Bereiche auch in den Folgejahren rechtzeitig vor der möglichen Blüte zu kontrollieren, um einen Bestand vorher restlos beseitigen zu können.

Ein besonderes Augenmerk sollte auf Straßenrändern und Bereiche mit Erdbewegungen bzw. offenem Boden liegen, da die Samen der Pflanze häufig durch Fahrzeuge oder kontaminiertes Erdreich verteilt werden und gute Wachstumsbedingungen vorfinden.

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Riesenbärenklau

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Eine weitere invasive und sehr widerstandsfähige Pflanze ist der „Riesenbärenklau“. Der Pflanzensaft ist phytotoxisch, d.h., wenn mit dem Saft benetzte Haut mit Sonnenlicht in Berührung kommt, entstehen zum Teil Hautrötungen bis hin zu schweren Verbrennungserscheinungen. Wer diese Pflanze im Garten oder auf seinem Grundstück hat, kann sie meist nur durch Ausstechen bekämpfen. Dabei sollten Körper, Gesicht und Augen vor dem Kontakt mit dem Pflanzensaft geschützt sein. Empfehlenswert ist das Tragen eines Schutzanzuges mit Handschuhen und einer Schutzbrille. Falls möglich, sollte die Entfernung nur an bewölkten Tagen oder in den Abendstunden stattfinden. Idealerweise findet die Entfernung oder der Rückschnitt noch vor der Blüte statt. Werden die Pflanzen nur zurückgeschnitten, ist zu beachten, dass meist noch eine Nachblüte erfolgt, die ebenfalls entfernt werden sollte. Eine besonders hartnäckige Eigenschaft ist, dass die Samen sogar an den abgeschnittenen Samenständen noch ausreifen können. Die Samen behalten außerdem ihre Keimfähigkeit über mehrere Jahre hinweg, weshalb die Samen nicht in den Kompost gelangen dürfen. Auch der „Riesenbärenklau“ wird mit durch Samen oder Wurzelresten kontaminiertes Erdreich verbreitet. Wird ein kleiner Bestand, ob Ambrosia oder Riesenbärenklau, von Anfang an konsequent bekämpft, besteht auch Hoffnung, die Pflanzen zumindest an der Stelle wieder los zu werden.

-lapaf- Bilder: lapaf

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Auf der Suche
nach der Fledermaus des Jahres

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Region Neustadt an der Waldnaab – Die Fledermaus des Jahres 2020, die seltene Mopsfledermaus, macht sich im Sommer die Scheunen des Naturparks NOW zu Nutze und schläft dort tagsüber u.a. in Spalten zwischen den Holzbalken. Naturpark-Rangerin Simone Peuleke befestigt derzeit im Naturparkgebiet „Batcorder“ in der Nähe solcher Scheunen. Die „Batcorder“ nehmen die Ultraschallfrequenzen der Fledermäuse auf, so dass festgestellt werden kann, ob die Scheunen von Mopsfledermäusen bewohnt werden.

Die Tätigkeit ist Teil eines bundesweiten Naturschutzprojekts, dessen Ziel in Nordostbayern es ist, Scheunen-Lebensräume für die gefährdete Mopsfledermaus zu sichern. Naturparkbewohner mit geeigneten Scheunen können sich am Projekt beteiligen, indem sie die Naturpark-Rangerin kontaktieren, die dann vor Ort einen „Batcorder“ für einige Tage anbringt. Es bestehen Möglichkeiten der Förderung bei den von Mopsfledermäusen bewohnten Scheunen. Außerdem findet im Anschluss an das Projekt eine Ehrung mit Urkunden für alle Teilnehmer und eine Präsentation mit den Ergebnissen statt. Weitere Infos: Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald e.V., naturpark-now.de

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Naturpark-Rangerin Simone Peuleke befestigt derzeit im Naturparkgebiet „Batcorder“

-lanew- Bild: lanew

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„Wildes Wohnzimmer“

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Region Fürth – Jäger, Imker und ein Landwirt haben in Weinzierlein in den vergangenen Jahren zwei große Flächen zu Wildlebensräumen umgewandelt. Dazu haben sie entsprechende Pflanzen auf zwei Grundstücken gepflanzt. Die eine Blühfläche wurde 2018 angesät und ist rund 2500 Quadratmeter groß. Die zweite Fläche wurde Ende April 2020 angesät und umfasst knapp 5800 Quadratmeter. Dort traf sich die Regionalinitiative “Gutes aus dem Fürther Land” zusammen mit Landrat Matthias Dießl und dem örtlichen Bürgermeister Thomas Zwingel.

Die Projektpartner informierten die Gäste über die Hintergründe der Aktion: Daran beteiligt ist Helmut Stoll, Landwirt, Jäger und Jagdpächter aus Weinzierlein. Er hat die beiden Grundstücke von Eigentümer Wolfgang Meyer gepachtet, mit der Maßgabe, darauf langjährige Blühflächen anzusäen und zu pflegen. Die Imker Jürgen Wied, Gerhard Behringer und Hans-Peter Härtl aus Weinzierlein haben das Saatgut für die Blühflächen zur Verfügung gestellt. Tatkräftig unterstützt wird die Aktion durch den Jagdvorstand des Jagdbezirks Weinzierlein. „Ganz wichtig ist das Miteinander der beteiligten Jäger, Imker und Jagdgenossenschaft. Ein Gegeneinander hätte diesen neuen Naturraum nicht vorangebracht“, so Helmut Stoll, der sich hierfür auch bei seinen Mitstreitern und den Grundstückseigentümern aus Weinzierlein für den großen Einsatz bedankte. “Hier wurde ein Stück ursprünglicher Wildlebensraum geschaffen. Daran sieht man, wenn man der Natur Zeit lässt und sie wenig beeinflusst, was sich entwickeln kann. Die Verantwortung beginnt bei jedem selbst, einen Teil für die Natur beizutragen“, so Landrat Matthias Dießl. Das zeigen die Akteure, die mit viel Eigenleistung ein Stück Wildlebensraum geschaffen haben. Die Projektpartner haben dabei bewusst auf Fördergelder verzichtet und ihre jahrelange Erfahrung einfließen lassen. Letztendlich wurde die Natur größtenteils sich selbst überlassen. Sofern Arbeiten zu verrichten waren, wurden diese behutsam vorgenommen.

-lafü- Bild: lafü

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Rosenpflege
nach der Blüte

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Die Rose als „Königin der Blumen“ schmückt fast jeden Garten. Noch stehen die Rosen in voller Blüte. Doch hohe Temperaturen und starker Regen führen zu einem schnellen Verblühen. Die unterschiedlichen Wuchsformen sowie die verschiedenen Blütenfarben lassen fast keinen Wunsch offen. Ungefüllte und halb gefüllte Sorten liefern Pollen und Nektar und werden deshalb von Insekten gerne besucht.

Sanfter Rückschnitt
Einmalblühende Rosen blühen früher und anhaltender. Auch wenn der Name schon sagt, dass die Pflanzen keine weitere üppige Blüte hervorbringen werden, kann es sein, dass bei starker Blüteninduktion vereinzelte Nachblüher erscheinen. Ansonsten freut man sich über eine reiche Hagebuttenpracht. Bei mehrmals blühenden Rosen lohnt sich der Griff zu Schere. Man sollte nicht sehr tief schneiden, nur bis zum nächsten voll ausgebildetem Blatt. Dann erscheinen die Nachblüten schneller.

Manchmal haben sich, besonders an alten und historischen Rosensorten, schon kleine Seitentriebe gebildet. Damit ist der Schnitt vorgegeben. An den jungen Trieben sind bereits neue Blütenknospen angelegt. Es wäre schade, wenn man diese entfernt. Leider ist manche Rose nicht mehr ganz makellos. Gelegentlich findet man erste Schadsymptome. Sei es Echter Mehltau oder Rosenrost; hier empfiehlt es sich betroffene Pflanzenteile großzügig zurück zu schneiden, um mehr Luft und Licht in die Pflanze zu bringen sowie die Krankheiterreger zu entfernen. Welke Triebe werden durch Rosentriebbohrer verursacht, die sich in die Triebe einbohren und schließlich zum Welken und Absterben führen. Auch hier sollten Sie großzügig zurückschneiden.

Wasser und Nährstoffe
Stehen Rosen schon mehrere Jahre auf ihrem Platz, haben sie ein weit- und tiefreichendes Wurzelwerk gebildet. Das erleichtert das Bewässern.  In Trockenphasen sollte man lieber weniger oft gießen, also nur alle ein bis zwei Wochen und dafür aber durchdringend. Zu starke Trockenheit würde die neue Trieb- und Blütenbildung hemmen. Im Wurzelbereich sollte man auf den Boden und nicht über die Blätter gießen. Dies beugt Pilzkrankheiten vor.

Meist reicht eine einmalige Düngung der Rosen im Frühjahr, besonders dann, wenn es sich um einen Langzeitdünger – wie Kompost oder andere organische Dünger – handelt. Verfärben sich die Blätter während oder nach der Blüte hell und man hat das Gefühl, dass die Pflanze Hunger leidet und nicht mehr wüchsig austreibt, kann noch nachgedüngt werden. Flüssigdünger oder in Gießwasser aufgelöste mineralische Dünger wirken schnell. Bei später Düngung (nach Mitte Juli) reifen die Triebe bis zum Spätherbst und Winter nicht mehr richtig aus und sind frostempfindlich. Weitere Infos: lwg.bayern.de/gartenakademie

-lalif/lwg- Bild: Christine Scherer

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