Landfrauen aus Afrika

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Landfrauen
aus Afrika

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Region Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen – Im Auftrag der BBV-Landfrauen Internationale Zusammenarbeit GmbH wurden Landfrauen und Kreisbäuerinnen sowie landwirtschaftliche Unternehmerinnen aus Kenia, Ghana, Mosambic, Erithrea und Sambia eingeladen, um in die bayerische bäuerliche Landwirtschaft einzutauchen und Erfahrungswerte und Anregungen mit nach Hause zu nehmen. Zwölf Landfrauen aus Afrika durften nun in 14 ereignissreichen Tagen die landwirtschaftliche Welt Oberbayerns hautnah erleben.

Ihre Ehemänner und Familien hätten sie nach Kräften unterstützt, damit sie an diesem Austauschprogramm teilnehmen können, erzählten die weitgereisten Landfrauen. Ihre Ehemänner seien sehr verständninvoll, passen derzeit sogar selbst auf die Kinder auf, damit sie ihren Frauen den Besuch in Deutschland ermöglichen konnten. Die Männer seien Stolz, dass ihre Frauen das in Deutschland erlernte bei ihnen Zuhause anwenden und weitergeben können, berichteten die Frauen.

Gegenstand und Zweck dieser „Landfrauen-Projekte“ ist die Entwicklungszusammenarbeit zur Förderung von Frauen im ländlichen Raum in Entwicklungs- und Schwellenländern. Ziel ist es, die Bäuerinnen und Landfrauen und deren Interessenvertretungen in den Countys Siaya, Bungoma, Kakamenga in Westkenia, im Rahmen des Globalvorhabens „Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“ zu stärken und beim Aufbau eines starken Landfrauenverbandes zu unterstützen.

Ferner werden den Frauen u.a. mit Fortbildungs- und Beratungsmaßnahmen – zum Beispiel zur Einkommensdiversifizierung im Bereich „Milch“, bezüglich Verbesserung in der Fütterung, Haltung, Milchqualität von Kühen und der Kälberaufzucht weiterreichende Informationen oder zur Verbesserung der Ernährung mit Schwerpunkt Süßkartoffel – grundlegende Kenntnisse zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung, vermittelt.

Daher erhielt auch Ursula Fiechtner, Kreisbäuerin des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen, im Rahmen des Förderprogramms des länderübergreifenden Austausches durch gegenseitige Besuche in Kenia und Bayern, nun einen ganz besonderen Arbeitsbesuch auf ihrem Hof in Wackersberg. Dort machten die Damen aus Afrika Zwischenstation, um sich grundlegend über die Arbeit und das Leben der Frauen in der bayerischen Landwirtschaft zu informieren.

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Die Kreisbäuerin des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen, Ursula Fiechtner, (stehend) bei ihrem Vortrag

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Viel Zeit nahm sich Ursula Fiechtner beim Erzählen ihres Werdegangs, erklärte ihre umfängliche Ausbildung sowie ihre politische und ehrenamtliche Arbeit. Sehr erstaunt waren die Besucherinnen aus Afrika über die respektable Vielzahl an Ausbildungen, welche die Landfrau aus Bayern absolviert hat und zeigten Interesse an den Aufgaben als Kreisbäuerin, die neben den Tätigkeiten im bäuerlichen Bereich für die Landfrauen auch das Abhalten von Vorträgen in Schulen sowie das Organisieren von Informationsveranstaltungen für Kinder und Jugendliche, beinhalten. Nicht zu vergessen sei die Arbeit auf dem Hof, ihre Rolle als Hausfrau, dreifache Mutter und Gastgeberin, die Tätigkeiten im Gemeinde- und Kreisrat, in den Ausschüssen sowie in Verbänden und Organisationen, in denen sie engagiert sei. Ursula Fiechtner betonte, wie wichtig eine fundierte Ausbildung und – vorallem – die ständige Weiterbildung sei. „Alle zehn Jahre muss gelerntes aufgefrischt und erneuert werden“, riet sie den Besucherinnen. Nach einem informativen Rundgang über den Bauernhof kamen von Seiten der Besucherinnen viele Fragen, welche die Kreisbäuerin gerne und ausführlich beantwortete. GIZ-Projektleiterin Angelika Eberl zeigte sich von der Wißbegierde der Gäste aus Afrika begeistert. Viele der Frauen hätten auf den heimatlichen Höfen schon Neuerungen „Made in Bayern“ zur Verbesserung der Landwirtschaft eingeführt und auch weitergegeben. Selbst das Anwenden von einfachen Hausmitteln bei leichten Erkrankungen von Kälbern, wurden schon mit Erfolg in Afrika durchgeführt, betonte Eberl.

-ar- Bilder: ar

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