Landfrauen-Kolumne

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Landfrauen-Kolumne
von Ursula Fiechtner
Kreisbäuerin des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen

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Griaß ́d Eich!

Vielen von uns rast die Zeit nur so im Flug davon; erst recht, wenn man mal mehr macht , als gewöhnlich und Weihnachten kommt – ganz plötzlich – auch noch daher. Mit der momentanen Föhnlage muss man sich fast zu weihnachtlichen Gefühlen zwingen. Da nutzen auch die vielen blinkenden Lichter, Rentiere und Nikoläuse nichts. Ich bin selber kein Freund von solchen überdekorierten Häusern, Blinkende Beleuchtung nervt, statt auf Weihnachten einzustimmen.

Ich erinnere mich an meine Kindheit: Wenn wir bei Dämmerung oder Dunkelheit im Auto, mit den Eltern und meiner Schwester unterwegs waren, liess uns unsere Mutter immer die beleuchteten Christbäume zählen. Bei einer Strecke von 35 Kilometern brachte man es höchstens auf acht beleuchte Christbäunme in den Gärten. Heutzutage meint man mancherorts, durch Las Vegas zu fahren! Wären beleuchtete Häuser – eine Einladung an Hilfsbedürftige und Obdachlose – als Zeichen zu sehen, wären diese Häuser ganz schnell wieder ohne Dekolichter. Nur weil heutzutage vieles möglich ist, muss ich mir wirklich nicht alles kaufen, was gerade „hipp“ ist!

Ich selber halte es am liebsten mit den Düften. Diese sind günstig und nachhaltig: Frische Daxen aus dem Wald, eine Duftkerze im Hausgang und beim Backen der Platzerl, die Duftschwaden im Haus, das find ich schön! Daxen werden später wieder der Natur zurückgeben, die Kerzen „verbrennen sich selber“ und die Platzerl dienen dem leiblichen Genuß und wurden somit auch optimal verwertet.

Ein etwas neuerer Brauch, „das Friedenslicht von Bethlehem“, welches dreitausend Kilometer zurücklegt, bis es ein jeder von uns empfangen und weitergeben kann, bewegt mich zu Weihnachten am meisten. Was hätten die Menschen, um 1940, dafür gegeben? Weihnachten ohne Angst und Trauer um ihre Angehörigen zu feiern, „ein unvollstellbares Paradies!“ Die heutigen täglichen Nachrichten aus aller Welt bringen ebenfalls viele Bilder und Beweise aus Ländern, bei denen es nicht selbstverständlich ist.

Je älter man wird, umso bewußter wird es vielen von uns. Darum kann ich dieses Weihnachten trotz eines gewissem zeitlichen Engpass trotzdem genießen. Ich backe noch meine „Linzer“, diesmal nur als einfaches Rezept und genieße Heiligabend in Ruhe mit meinen Mann und mit Besuch der Christmette. Die Weihnachtsfeiertage verbringen wir mit den erwachsenen Kindern deren Partner und unseren Enkeln.

Ich wünsche den Lesern meiner Kolumne, dass ihr Heiligabend so verläuft, wie es sich jeder wünscht, aber auch schöne Feiertage und ein gesundes Neues Jahr 2020!

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… bis näxt ́s Moi
Eure Ursula Fiechtner

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