Regionalentscheid im Forstwettbewerb 2018

.

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter benutzen, stimmen sie unserer Verwendung von Cookies zu. Cookie-Richtlinie

Impressum  / AGB&Datenschutzhinweise

.

.

********************************************************************************************

.

.

Alle zwei Jahre findet der „Forstwettbewerb“ für die Auszubildenden des zweiten und dritten Lehrjahres zum Beruf des Landwirtes statt. Dieses Mal wurde der Regionalentscheid für die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, Starnberg und Weilheim-Schongau von den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen und Weilheim veranstaltet. Die drei Erstplazierten qualifizierten sich für die Teilnahme am Landesentscheid am 16. Juni 2018 an der Waldbauernschule in Goldberg.

.

.

Der Wald ist ein wesentlicher Bestandteil unserer natürlichen Lebensgrundlage und hat eine besondere Bedeutung für den Naturhaushalt. Er hat landeskulturelle, wirtschaftliche und soziale Aufgaben zu erfüllen und trägt, gerade für viele bäuerliche Betriebe, im Wesentlichen zur Existenzsicherung und Wertschöpfung bei. Der Waldanteil in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshauen und Miesbach liegt bei über 50% der Fläche! Daher ist es nicht verwunderlich, dass in der Berufsausbildung zum Landwirt die Sparte „Waldarbeit“ eine sehr große Bedeutung zukommt. So werden den Lernenden umfangreiche Kenntnisse zum Wald, wie Pflege, Nutzung und Verjüngung sowie die Fertigkeiten zur Waldarbeit samt Arbeitssicherheit vermittelt.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Am Fuße des Klosters Reutberg trafen sich 55 junge Auszubildende, darunter drei junge Damen, um sich in den Bereichen von theorethischem Wissen und praktischer Anwendung zu messen. Der Forstwettbewerb diente der Vertiefung der Ausbildungsinhalte und soll auch zu einer sachgemäßgen, sicheren und unfallfreien Forstarbeit beitragen. Auf die Einhaltung der Arbeitssicherheit wurde deshalb großen Wert gelegt, weil die Arbeit mit der Motorsäge sehr gefählich sein kann. So wurde beispielsweise bei unvollständiger Schutzausrüstung wie unter anderem Helm, Schnittschutzhose und Handschuhe, keine Teilnahmeerlaubnis gegeben.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Der theorethische Wissenstest umfasste u.a. Fragen aus dem Umfeld der Waldwirtschaft und dem Erkennen von Bäumen, Sträuchern und Fraßbildern. Bei der praktischen Aufgabenstellung „Pflanzung“ sollten auf einer Strecke von 15 Metern zehn kleine Baumpflänzlinge in Reih und Glied gesetzt werden. Hier mußte neben dem richtigen Pflanzabstand auf die Geradlinigkeit, das Graben eines größenoptimierten Pflanzloches mit dem Hohlspaten sowie auf die richtige Pflanztechnik geachtet werden, da diese über das weitere Gedeihen des Baumes entscheiden würde.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

..

Einen Baum technisch sauber und sicher fällen zu können, ist wesentliche Grundfertigkeit für eine sichere Holzernte. Beim Prüfungsteil „Fallkerbanlage und Fällschnitt“ sollten die Teilnehmer beweisen, dass sie mit Hilfe der erlernten Fälltechnik, die Schnitte mit der Motorsäge so setzen können, dass der Baum punktgenau auf einen vorher festgelegten Zielpflock fällt. An einem Stammholzstück mit gut 30 Zentimetern Durchmesser und etwa einem Meter Länge mußte ein Fallkerb herausgesägt und der Fällschnitt durchgeführt werden. Neben der Zielgenauigkeit und den richtigen Maßen der Sägeschnitte wurden die Schutzausrüstung und die Beachtung aller Vorgaben zur Unfallverhütung bewertet.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Eine weitere Prüfungsaufgabe war der sogenannte „Präzisionsschnitt“, bei der von einem Baumstamm mit einem Durchmesser von rund 30 Zentimetern eine breite Scheibe rechtwinklig mit der Kettensäge abgesägt werden sollte, ohne dass die Sägekette das darunter liegende Brett berührte. Erschwerend war, dass das Brett, auf dem der Stamm lag, mit einer zwei bis drei Zentimeter hohen Sägemehlschicht bedeckt war und der Auflagepunkt des Stammes deshalb nicht zu sehen war. Nun mußte der Prüfungsteilnehmer unterhalb dieser Markierung den Stamm mittels Stechschnitt möglichst weit einschneiden, um eine gleichmäßig breite Scheibe abzusägen, ohne besagte Holzunterlage mit der Kette zu berühren.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Die dritte Aufgabe mit der Motorsäge war der „Kombinationsschnitt“. Hier mußten von einem gut 30 Zentimeter dicken Baumstamm gleichmäßige Baumscheiben geschnitten werden, wobei der Stamm auf einem Sägebock lag und mit Farbzonen bemalt wurde. Die Schnitttechnik war diesmal zuerst das Sägen von unten nach oben, dann von oben nach unten, um sich dann in der Mitte des Holzstammes zu treffen und flächig glatte Baumscheiben zu erhalten. Dass diese Aufgabe nicht sonderlich leicht zu bewältigen war, bewies der Vorschlag des Bereichsleiters Forsten AELF Holzkirchen, Christian Webert, der einem Prüfling scherzhafter Weise das Zulegen einer Feile empfahl, was selbstverständlich für allgemeine Erheiterung sorgte.

.

.

Ziel des Prüfens der Disziplinen „Kombinations- und Präzisionsschnitt“ war, das Können von häufig in der Holzernte vorkommende Situationen abzufragen, wie beispielsweise das Abtrennen von Stämmen im Gelände. Dabei mußten sicherheitstechnisches Wissen und Fertigkeiten gezeigt werden, die für den richtigen Umgang mit dem Werkzeug ‚Motorsäge‘ wichtig sind.

.

Bei der Siegerehrung gratulierten v.l. Christian Webert, Bereichsleiter Forsten AELF Holzkirchen,
Johann Killer (zweiter von links) und Michael Lechner (rechts im Bild) von der Waldbesitzervereinigung, den Teilnehmern des Forstwettbewerbs.
Als Bestplazierter belegte Stephan Gaukler aus Bayrischzell (dritter von links) den ersten Platz,
Leonhard Burger aus Dietramszell (vierter von links) den zweiten und Tobias Anton Graf (fünfter von links) den dritten Platz.
Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde und einen Sachpreis.

.

Gruppenfoto der Teilnehmer des Forstwettbewerbs 2018 am Kloster Reutberg

-ar- Bilder: ar

 

********************************************************************************************