Satire: So gesehen…

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Oh du schöne „digitale Welt“, in der man per „Klick“ das komplette Leben „digital managen“ kann: Überweisungen, Autoanmeldungen, Heiratsanträge, Zahlungen im Restaurant oder beim Einkaufen, ärztliche Diagnosen einholen, Buchungen von Taxis, Flügen, Hotels, Urlaub, „Impfterminen“ und so weiter – UND sogar Häuser, mit deren Haustüren, Kühlschränken, Jalousien, Heizungen, usw. – nahezu alles ist „vernetzt“! UND „ganz große Spezialisten und SpezialistINNEN“ haben sogar ein „digitales Kastl“, welches auch gerne namentlich gerufen wird, um alles mögliche „online“ zu erfragen. Bedacht wird dabei aber nicht, dass dieses „Kastl“ ein ganz schlimmer Spion ist! Ferner kann man nur hoffen, dass bei solchen Leuten niemals der Strom ausfällt, sonst geht nämlich gar nichts mehr!

Was machen jedoch diejenigen, die bei diesem „Hype“ nicht mithalten können oder wollen? Gründe gibt es viele, meistens haben die Menschen aber kein Interesse mehr daran, diese Vorgänge und Zusammenhänge der „Online-Handhabung“ zu erlernen, da sie schon in einem gewissen Alter sind – und wegen möglicher Betrügereien „im Netz“ das „Online-Geschäft“ aus Angst einfach ablehnen.

Ja, aber was machen die Senioren denn, wenn die jüngeren Generationen es nicht kapieren, dass es auch Menschen gibt, die nicht vernetzt sind UND es auch nicht sein wollen? Glück haben nur jene, die Leute an ihrer Seite haben, die beispielsweise Impftermine online für sie organisieren. Es ist schon traurig: Da hat man das ganze Leben in einem guten Beruf gearbeitet, war respektiert und geachtet, hat Kinder großgezogen und ihnen eine gute Ausbildung ermöglicht, selber auf nahezu alles verzichtet, nur damit man sich jetzt „von den Jungen“ sagen lassen muss, dass man nicht mehr wichtig ist, nur weil man nicht „online-affin“ ist! Und von wem? Eben von jenen extrem jungen Mitarbeitern in der Geschäftswelt und Institutionen, die erst unlängst ihrer „Ausbildung“ entronnen sind, UND jetzt ernsthaft meinen, ihnen gehört die ganze Welt! „Lebenserfahrung“ braucht heutzutage kein Mensch!  „Man erfährt ALLES bei Google & Co.“ – und schon is‘ gut! – meinen zumindest diejenigen, die noch keine allzulange „Lebenserfahrung“ haben! 

Das sind die zwischen 20- und 30-jährigen „ALLES Besserwisserchen“, deren gut dotierte Stellen nun ganz „pö-a-pö“ entweder ins „Home Office“ verlegt oder vollständig abgebaut werden. Denn auch die Vorstände, Manager oder Chefs überlegen sich jetzt genau, wie sie „ihr Unternehmen“ per Fixkostenminimierung noch gewinnbringender „auf Zack bringen“. Denn, was man „unten“ spart kann man ja „oben“ zweckoptimiert unterbringen! Tja, und wenns auffällt, dass die im „Home Office“ erbrachte Leistung eines Mitarbeiters oder MitarbeiterINN doch nicht mehr so toll oder gar wichtig ist, dann wird diese Stelle einfach – „UND tschüss“ – eingespart! Das ist alles möglich UND alles erlaubt!

Aber wir waren ja bei den „nicht vernetzten Senioren“. Die Schwierigkeit beginnt beispielsweise bei den Bankgeschäften. Manche Senioren füllen, wie in der guten alten serviceorientierten, persönlichkeitsbezogenen, kundenfreundlichen Zeit, ihre Überweisungen immer noch gerne von Hand – auf einem Überweisungsträger – „auf PAPIER“ aus. In der heutigen Zeit anscheinend ein „totales NO-GO“, denn, manche Geldinstutute nehmen dieses Überweisungsformular zwar ganz großzügig an und lassen sich diese Großzügigkeit auch, dank großzügig bemessenem Gebührensatz, noch großzügiger bezahlen, schicken jedoch erwähnte Überweisungsträger – auf dem Postweg (!) – an eine Bearbeitungstelle in dreihundert Kilometer Entfernung, damit von dort die Überweisung gebucht wird!

Dieses Prozedere ist aus mehreren Gründen ebenfalls ein „NO-GO“, da erstens …schon ein Schüler heutzutage eine Überweisung am Computer tätigen kann; zweitens …ein Transport von 300 Kilometern heutzutage nur durch ein umweltfreundliches Elektrofahrzeug akzeptiert werden könnte; drittens …warum wurde dieses Geldinstitut so entmündigt, dass es nicht einmal mehr Überweisungen selber buchen kann, was normalerweise an jedem neueren Bankautomaten möglich ist UND viertens …die Zeitspanne, welche dieses Geldinstitut benötigt, um Überweisungen von A nach B zu kutschieren um bei B buchen zu lassen, geht über die sonst üblichen ein bis zwei Tage hinaus – wir reden von bis zu sieben Tagen Buchungszeit! Und SOWAS geschieht in der heutigen Zeit, in der Echtzeitbuchungen möglich sind und Digitalgeräte ständig in der „Po“-Tasche oder an einer Umhängeschnur als „Wichtig-Wichtig-Accessoire“ mitgeführt werden!

Manche stellen sich selber und sehr oft ein Armutszeugnis aus und merken es nicht einmal – wollen aber trotzdem ernst genommen werden! Aber von den Kunden „verlangen“, dass sie beispielsweise ihre Bankgeschäfte im Internet, auf neudeutsch per „Online Banking“, erledigen und selber als Geldinstitut sehr unterprivilegiert wurschteln!

Eine weitere Merkwürdigkeit ist der Aufruf einiger Behördenmitarbeiter und -mitarbeiterINNEN an Senioren gewesen – sich „per Mail“ zu den Impfungen anzumelden. Wenns nicht so traurig wäre, könnte man glatt lachen! Mal ganz ehrlich: Wenn solche „allgemeinen Aufruf schon Digital erfolgen, wie sollen ihn die Senioren erhalten, wenn diese kein „digitales Empfangsgerät“ haben ODER haben wollen? Ja, „die jungen Leute“, tun alle soooo gescheit und haben doch kein Gehirn, um logisch zu denken – geschweige denn, für andere Menschen mitzudenken!

Zum Glück gibt es aber auch „ältere Mitdenker“. Diese haben doch glatt „die Postkarte auf Papierbasis“ wieder eingeführt, damit sich „Nichtbesitzer von Mail-fähigen-Endgeräten“ trotzdem für eine Impfung anmelden können! Ich kenne sogar 40-Jährige, die weder Handy, iPhone oder Computer besitzen – UND trotzdem glücklich durchs Leben kommen!

Eigenständiges verantwortungsvolles Selbst-Denken ist sowieso OUT, kommt mir so vor. Niemand hat mehr die Lust, Verantwortung zu übernehmen und schiebt diese immer gerne zu anderen – möglichst weit von sich. Bis man heutzutage mal einen Ansprechpartner -nur- ans Telefon bekommt, hat man gar keine Lust mehr, mit diesen zu sprechen. Rund fünf Minuten Ansageband über etwas, was niemand wissen will; bis zu sechs Optionen von „irgendwas“ zur Auswahl; Hinweise auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen – was aber grad garnicht zweckdienlich ist – vermiesen die Laune auf ein konstruktives Gespräch.

„Früher“ gabs sowas wie ein „Zentraltelefon“, welches während den Geschäftszeiten immer besetzt war und man wurde immer freundlich zu den gewünschten Ansprechpartnern weitergeleitet. „Heutzutage“ kommt erst miniutenlange „Dudelmusik“, dann eine minutenlange Bandansage und wieder „Dudelmusik“. Wenn man sehr hartnäckig ist, erbarmt sich manchmal doch jemand und fragt, „warum man denn anruft“ – schon deshalb wahrscheinlich, weils Klingeln so nervt oder die Leitung sonst blockiert ist. Tja, und dann erfährt man, dass jener gewünschte Ansprechpartner „grad nicht am Platz“ ist, „bereits telefoniert“, „in einer Besprechung“, „im Termin“ oder „aushäusig“ ist, sich „im Home Office“ befindet und nur „einmal in der Woche für eine Stunde rein kommt“ oder sogar „diese Woche gar nicht im Hause ist“ und man „frühestens übernächste Woche – nach dessen Abarbeitung des Resturlaubs – nochmal anrufen soll“! Am Besten wäre es aber „wenn man eine Mail schreibt, weil der Ansprechpartner ODER die AnsprechpartnerIN dieses „bestimmt bekommt und wahrscheinlich auch liest“ und „bei Bedarf“ zurückruft“!  Hmm – geht’s noch?

Hat man SOWAS nötig? Wo sind die guten Umgangsformen, die Freundlichkeit, die Höflichkeit, die Aufmerksamkeit geblieben? Zumindest der „kleine Knigge“ wäre bei manchen ganz dringend notwendig! Gewiss, „eine Mail“ schreiben „ist einfach“, da kann man alles reinpacken und „schön unverbindlich“ bleiben. Man hat keine „sofortige Reaktion“ zu befürchten, ausser vielleicht eine „unbedeutende Retour-Mail“. „Die tut aber eh nicht weh“, da drückt man ganz einfach und ganz schnell auf die Taste und „zack“, schon ist sie gelöscht und schon vergessen.

Ich würde für diese Mitarbeiterschaft eine mehrwöchige Schulung – bezüglich „Umgangsformen“ – empfehlen und den Rat geben, sich ganz schnell der Arroganz und Überheblichkeit zu entledigen!

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Eure Zwidawurz

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