Themen, die Frauen bewegen

.

.

.

.

.

Professorinnen-
programm

.
Region Baden-Württemberg – Für ein »Professorinnenprogramm 2030« wollen Bund und Länder insgesamt 320 Millionen Euro über eine Laufzeit von erstmalig acht Jahren zur Verfügung stellen. Über das Programm könnten pro Hochschule bis zu drei mit Frauen besetzte Professuren mit maximal 165.000 Euro anschubfinanziert werden. Diese seien im Programm über die Fördervarianten der sogenannten Regelprofessur und der sogenannten Vorgriffprofessur förderfähig. Gegenüber den vorangegangenen Programmphasen habe Baden-Württemberg seine Unterstützung der teilnehmenden Hochschulen pro geförderter Professur auf bis zu 60.000 Euro jährlich verdoppelt. Diese Mittel seien im Falle der Fördervariante der Vorgriffprofessur für die Ausstattung der Professorin und im Falle der Regelprofessur für zusätzliche gleichstellungsfördernde Maßnahmen einzusetzen. Zehn weitere Konzepte aus dem Land Baden-Württemberg sollen im »Professorinnenprogramm« von Bund und Ländern gefördert werden. Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Petra Olschowski erklärte: »Das hervorragende Abschneiden zeigt: Unser Engagement für die Gleichstellung im Land wirkt. Wir kommen auf dem Weg zur Parität in der Hochschullandschaft voran. 2025 waren 43 Prozent der Neuberufenen an Baden-Württembergs Hochschulen weiblich – ein erfreuliches Plus von gut drei Prozentpunkten«. Mit dem Prädikat »Gleichstellungsstarke Hochschule« erhalte die Hochschule Konstanz die Möglichkeit, eine zusätzliche Stelle für eine Wissenschaftlerin auf dem Weg zur Professur zu schaffen.

Über das »Professorinnenprogramm 2030« wollen Bund, Land und Hochschulen die Gleichstellungsstrukturen in der Hochschullandschaft stärken und Erstberufungen von Wissenschaftlerinnen auf Spitzenpositionen fördern. Das Programm mache außerdem weibliche Vorbilder aus der Wissenschaft und die »Karriereoption Professorin« sichtbar. Nach drei Einreichungsrunden seien jetzt insgesamt 37 baden-württembergische Hochschulen im »Professorinnenprogramm 2030« vertreten. 80 Prozent aller staatlichen Hochschulen beteiligten sich am Programm. Bundesweit hätten 44 Hochschulen in der aktuellen Einreichungsrunde des Professorinnenprogramms mit ihren Gleichstellungskonzepten überzeugt; darunter die zehn aus Baden-Württemberg. Diese Hochschulen haben nun bis zum 30. September 2027 die Möglichkeit, Mittel für mit Frauen besetze W2- oder W3-Professuren einzuwerben. An der vierten Programmphase beteiligten sich über alle drei »Calls« bundesweit 192 Hochschulen mit Erfolg, davon 37 aus Baden-Württemberg.

-lbw-

.

*************************

.

Sexualisierte
KI-Bilder
von Frauen 
und Kindern

.
Region Deutschland – Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig hat einen Entwurf für ein »digitales Gewaltschutzgesetz« angekündigt. Ziel seien unter anderem strengere Regeln für »Deepfakes«, die Persönlichkeitsrechte von Betroffenen verletzen. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich begrüßte die Pläne ausdrücklich: »Es wird immer leichter, vor allem Frauen und Mädchen mit Deepfake-Technologie in pornografische Fotos oder Videos einzubauen. Bayern setzt sich seit langem für den Schutz der sexuellen Selbstbestimmung und der Persönlichkeitsrechte von Frauen und Mädchen
ein«.

Im Juli 2024 hatte Bayern in einer Bundesratsinitiative einen neuen Paragrafen »201b« im Strafgesetzbuch gefordert. Darin werden für die Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch digitale Fälschung Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafen vorgeschlagen. Für schwerwiegende Fälle, in denen beispielsweise »pornografische Deepfakes« im Internet verbreitet werden, soll der vorgesehene Strafrahmen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe ermöglichen. Eisenreich: »Generative künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant. Leider gehören auch Straftäter zu den Ersten, die neue technische Möglichkeiten nutzen. Das geltende Recht ist hier unklar, unübersichtlich und lückenhaft. Es gibt verschiedene Vorschriften, die das Problem aber nur in Teilaspekten erfassen«.

Der Gesetzentwurf aus Bayern zum strafrechtlichen Schutz von Persönlichkeitsrechten vor »Deepfakes« sei durch das vorzeitige Aus der »Ampelregierung« nicht umgesetzt worden. Bayern habe ihn daher erneut eingebracht. Eisenreich setze sich für eine Netzpolitik ein, welche die großen Plattformen stärker zur Verantwortung ziehe. Dazu gehöre unter anderem »Digital Services Act nachschärfen«. Eisenreich: »Ich habe mich beim Digital Services Act (DSA) und Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) im Gesetzgebungsverfahren für möglichst strenge Regelungen beim Löschen und Melden von Straftaten durch die Plattformbetreiber eingesetzt«. Ferner sei ein härteres Vorgehen gegen Internetanbieter anzustreben. »Hierzu muss ein Straftatbestand geschaffen werden, der Betreiber von Internetplattformen für systemische Mängel bei der Entfernung strafbarer Nutzerinhalte auf ihren Plattformen verantwortlich macht«, so Eisenreich.

Außerdem sollte ein »Alarmbutton« für Opfer von Cybermobbing installiert werden. Justizminister Eisenreich habe sich diesbezüglich an »Facebook Germany«, »Google Germany« und »TikTok Germany« gewandt und fordere die Konzerne auf, dem Beispiel aus Frankreich zu folgen und Verantwortung zu übernehmen. Dort gebe es seit 2023 die Möglichkeit für minderjährige Betroffene, sich im Fall einer Belästigung über einen Alarmbutton auf bestimmten Plattformen unmittelbar mit einer telefonischen Beratungsstelle verbinden zu lassen.

-bstmj-

.

*************************

.

Aktionsplan
für Endometriose-Betroffene

.
Region Liechtenstein – Endometriose betreffe weltweit viele Frauen – auch in Liechtenstein. Die Erkrankung könne starke Schmerzen, zyklusabhängige Beschwerden sowie psychosoziale Belastungen verursachen und führe häufig zu langen, belastenden Diagnosewegen. In schweren Fällen könne sie Unfruchtbarkeit nach sich ziehen. Trotz ihrer Häufigkeit werde »Endometriose« nach wie vor unterschätzt, und die Diagnose erfolge gemäss internationalen Studien im Durchschnitt erst nach mehr als sieben Jahren.

Die Regierung des Fürstentums Liechtensteins hat nun einen Aktionsplans für Endometriose-Betroffene genehmigt und betrachtet »Endometriose« exemplarisch als eine Erkrankung, die bestehende Lücken in der Frauengesundheit aufzeige. Ziel eines Aktionsplanes sei es, Massnahmen zu entwickeln, welche die gesellschaftliche Sensibilisierung für pathologische Menstruationsbeschwerden förderten und das Bewusstsein für die Erkrankung steigere. Ferner sollen Fachpersonal und Betroffene sowie deren Vertrauenspersonen bzw. deren soziales Umfeld informiert, die Früherkennung verbessert, die psychosoziale Unterstützung gestärkt und die medizinische Versorgung optimiert werden. Der Aktionsplan soll fachlich strukturiert im Modul »Gesundheit« der in Ausarbeitung befindlichen »Gleichstellungsstrategie« verankert werden, um frauenspezifische Gesundheitsbedürfnisse nachhaltig zu stärken.

-RdFL-

.

*************************

.

Förderung
des Frauensports

.
Region Tirol – Das Land Tirol setze weiterhin klare Schwerpunkte in der Förderung des »Frauensports«. Unterstützt werden sollen etwa die Ausbildung von Frauen als Trainerinnen und Funktionärinnen. Die aktuellen Zahlen zeigten eine positive Entwicklung, und zwar sowohl bei den eingereichten Projekten als auch bei den bereitgestellten Fördermitteln. Im Jahr 2025 seien über die Frauensportförderung 27 Projekte mit insgesamt knapp 17.000 Euro gefördert worden. Im Jahr 2024 seien es lediglich 16 geförderte Anträge mit einer Gesamtfördersumme von knapp 7.000 Euro gewesen. »Unser Ziel ist Chancengleichheit im Sport – von der Nachwuchsarbeit bis in den Spitzensport. Die aktuellen Förderzahlen zeigen deutlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind«, erklärte Tirols Sportreferent Philip Wohlgemuth.

Ausgewogene Förderung im Spitzensport
Ein wesentlicher Baustein sei auch die Unterstützung von Frauenmannschaften in der höchsten und zweithöchsten Bundesliga. Über die Basisförderung und den Reisekostenzuschuss stelle das Land Tirol im Jahr 2025 dafür insgesamt 325.000 Euro zur Verfügung. Diese Mittel dienten gezielt der Absicherung des Spielbetriebs auf höchstem nationalem Niveau und seien Teil der Spitzensportförderung des Landes, bildeten jedoch nur einen Bestandteil des gesamten Förderpakets. Die gesamte Spitzensportförderung des Landes Tirol umfasse rund 2,5 Millionen Euro jährlich. Darin enthalten seien unter anderem Kaderförderungen, Leistungszentren, strukturierte Nachwuchsarbeit sowie gezielte Unterstützungen für AthletInnen. Auf Basis der aktuellen Strukturen sollen diese Mittel annähernd zu gleichen Teilen Frauen und Männern zugute kommen.

-lt-

.

*************************

.
»Equal Care Day«

.
Region Südtirol – Sorge- und Pflegearbeit sei auch in der heutigen Gesellschaft noch ungleich verteilt: Selbst wenn Männer und Väter mittlerweile immer besser eingebunden würden, stießen sie auf gesellschaftliche und berufliche Vorbehalte, die ernst genommen werden müssten. Mit einer Konferenz zum Thema »Papa sein zwischen Job, Wickeltisch und Kontoauszug« machten »Forum Prävention«, »Allianz für Familie« und das »Land Südtirol« sowie der Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen am 26. Februar im Palais Widmann auf das »Vatersein« und den »Equal Care Day« am 1. März aufmerksam. »Wir möchten Mut machen und zeigen, dass immer mehr Väter Verantwortung übernehmen wollen. Und diese Väter verändern unsere Gesellschaft«, erklärte Christa Ladurner, die Sprecherin der »Allianz für Familie«. Immer noch bestehende Hürden müssten ernst genommen werden.

»Equal Care bedeutet, Verantwortung gemeinsam zu tragen, in der Familie, im Beruf und in unserer Gesellschaft. Wenn Väter von Anfang an Zeit für ihre Kinder bekommen, stärkt das nicht nur Familien, sondern auch unsere Arbeitswelt. Gleichstellung gelingt dort, wo Fürsorge als gemeinsame Aufgabe gesehen wird«, so Südtirols Soziallandesrätin Rosmarie Pamer.  Für Ulrike Oberhammer, die Präsidentin des Landesbeirats für Chancengleichheit für Frauen, sei klar: »Solange gute Kinderbetreuung Glückssache ist, Mütter in Teilzeit gedrängt werden, Rentenlücken nicht nur normal sind, sondern weiblich, das System auf Doppelverdiener und kostenlose Mutterarbeit ausgelegt ist und Alleinerziehende arm bleiben, ist Gleichberechtigung ein Mythos«. Ohne die unbezahlte »Carearbeit« der Frauen würde das System zusammenbrechen. »Mütter sind nicht das Problem, sondern die Gesellschaft, die Carearbeit privatisiert«, mahnte Oberhammer.

Wie sich das in Zahlen ausdrücke, erklärte Nadia Mazzardis, Landesbeiratsstellvertreterin für Chancengleichheit für Frauen: »Frauen wenden täglich im Schnitt fünf Stunden und fünf Minuten für unbezahlte Care-Arbeit auf. Bei Männern sind es durchschnittlich eine Stunde und 48 Minuten. Die Lösung, um dieses Ungleichgewicht zu beseitigen, sei die verantwortungsvolle Aufteilung der Aufgaben.

-lpast-

.

*************************

.

»DAS FEST«
zum Internationalen 
Frauentag

.
Region Kärnten – Anlässlich des Internationalen Frauentags veranstalten das »Referat für Frauen und Gleichstellung« des Landes Kärnten und das »Frauenreferat« der Stadt Villach »DAS FEST« im »Congress Center Villach«. »DAS FEST« stehe unter dem Motto »Mut für neue Wege« – ein Abend, um Frauen zu feiern, ihre täglichen vielfältigen Leistungen in allen Lebensbereichen in den Mittelpunkt zu rücken und gleichzeitig eine Plattform zu schaffen, um Mut zu schöpfen und sich zu vernetzen.

Frauen gestalteten die Gesellschaft – in der Arbeitswelt, in der Politik, in den Familien und im öffentlichen Leben. Der »Internationale Frauentag« mache sichtbar, worum es gehe: Gleiche Chancen, faire Bezahlung, wirtschaftliche Unabhängigkeit und echte Teilhabe. Kärntens Frauen- und Gleichstellungsreferentin LHStv.in Gaby Schaunig betonte: »Gleichstellung ist kein Symbolthema, sondern eine Frage von Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Unsere Aufgabe als Politik ist es, die strukturellen Hürden abzubauen, und zwar bei Einkommen, Karrierechancen, Vereinbarkeit und sozialer Absicherung. Das Frauenfest ist eine tolle Gelegenheit, um sich auszutauschen, einander zu bestärken und gemeinsam Zukunft zu gestalten«.

Das Programm des Festes spiegele diese Aussagen wider: Mit der Keynote »Mut für neue Wege« verbinde Unternehmerin, Autorin und Coach Maren Wölfl gesellschaftliche Analyse mit einem lösungsorientierten Blick nach vorne. Sie zeige, warum Gleichstellung Frauen und Männer gleichermaßen stärke, rücke die Leistungen von Frauen in allen Lebensphasen in den Fokus und mache Mut, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen aktiv mitzugestalten.

Der »Internationale Frauentag« hole großartige Leistungen vor den Vorhang, ermögliche aber auch einen kritischen Blick auf den »Status quo«. Begleitend zum »Internationalen Frauentag« sollen auch die Frauenfilmtage vom 5. bis 10. März 2026 im »Volkskino« in Klagenfurt stattfinden. Die Filme reichten thematisch von Sexualität und Sexualisierung über Diskriminierung und Gewalt an Frauen, Emanzipation von Frauen, dramatischen Lebensabschnitten bis hin zu historischen Dramen.

-lktn-

.

*************************

.

Gesundheits-
versorgung
ist weiblich

.
Region Burgenland – Pflege, Therapie, Organisation und große Teile der medizinischen Behandlung lägen bei der »Gesundheit Burgenland« in den Händen von Frauen. Auch bei Führungspositionen gehe dieser Trend nach oben. Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil betonte: »Unsere Gesundheits- und Pflegeversorgung ist zum Großteil weiblich – und das mit großem Engagement, hoher Kompetenz und viel Verantwortung. Deshalb setzen wir gezielt Maßnahmen, die vor allem Frauen stärken. Wer täglich Verantwortung für andere übernimmt, soll sich auch selbst auf gute Bedingungen verlassen können«.

Die aktuelle Auswertung der Personalstruktur bei der »Gesundheit Burgenland« anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März zeige ein klares Bild: Die Gesundheitsversorgung werde überwiegend von Frauen getragen. Sie sicherten täglich Qualität und Kontinuität im Gesundheitssystem – wo besondere Empathie gefragt sei. Insgesamt seien 2.013 von 2.694 Beschäftigen im Unternehmen weiblich. Das entspreche 74,72 Prozent. Besonders deutlich zeige sich der Frauenanteil in den patientennahen Bereichen: Die diplomierte Krankenpflege sei zu 88,64 Prozent (796 Frauen von 898) in weiblicher Hand. Pflegeassistenzberufe würden zu 74,07 Prozent von Frauen (220 von 297) ausgeübt. Der Therapiebereich (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie) schaffe es sogar auf 88,71 Prozent Frauenanteil (55 von 62). Der medizinisch-technische Dienst sei zu 86,01 Prozent (123 Frauen von 143) in weiblicher Hand, die Verwaltung zu 73,62 Prozent (508 Frauen von 690). 100 Prozent der Hebammen seien Frauen (27 von 27). Gerade in jenen Tätigkeiten, die unmittelbare Betreuung, Pflege und persönliche Begleitung der Patientinnen und Patienten umfassten, stellten Frauen die deutliche Mehrheit.

-lbgld-

.

*************************

.

Frauen-
empfang

.
Region Vorarlberg – Mit Blick auf den internationalen Frauentag lud Vorarlbergs Landesrätin Barbara Schöbi-Fink kürzlich zum traditionellen »Frauenempfang« ins Landhaus in Bregenz ein. Im Zentrum der diesjährigen Veranstaltung stand ein Vortrag der Universitätsprofessorin Edeltraud Hanappi-Egger, die unter dem Titel »Fanagement im Fußball: Ein vielschichtiges Geschlechterthema« die Rolle von Frauen und Männern im Fußball aus gesellschaftlicher und historischer Perspektive beleuchtete.

Schöbi-Fink begrüßte die knapp 300 Gäste und betonte die Bedeutung des Themas: »Gleichstellung spiegelt sich nicht nur in Politik oder Arbeitswelt, sondern auch im Sport und in der Kultur. Wenn wir Ungleichheiten sichtbar machen, schaffen wir zugleich Raum für neue Vorbilder und faire Strukturen«. Mit Blick auf den im Februar beauftragten neuen Gleichstellungsbericht des Landes verwies die Landesrätin darauf, dass dieser im Herbst 2026 vorliegen werde. »Hier gilt es, genau hinzusehen, in welchen Bereichen bereits Fortschritte sichtbar sind und wo noch strukturelle Hürden bestehen«, so Schöbi-Fink. Ziel sei es, auf Basis der Ergebnisse gezielt Maßnahmen zu entwickeln.

Im Mittelpunkt des Abends stand der Vortrag von Universitätsprofessorin Hanappi-Egger, die aufzeigte, wie sich das »Fantum« im Fußball historisch entwickelt habe und welche Geschlechterkonstruktionen dabei bis heute wirksam seien. Besonders hob sie hervor, dass die Fußballspiele der Frauen eine wichtige gesellschaftliche Rolle übernähmen: »Die Begeisterung, die Vielfalt der Fans und das respektvolle Miteinander bei den Spielen der Frauen zeigen, dass Fußball ein Ort für gesellschaftliche Veränderungen sein kann. Hier entstehen neue Vorbilder und Narrative, die weit über den Sport hinauswirken«, erklärte Hanappi-Egger.

-vlk-

.

*************************

.

Von klein auf
Technik 
entdecken

.

Region Oberösterreich – Technische Neugier kenne kein Mindestalter: Bereits im Kindergarten können Mädchen erste Erfahrungen mit Technik sammeln. Genau hier setze der »Girls’ Day MINI« an. Am 10. und 13. März 2026 hatten rund 250 Schulanfängerinnen aus 25 Kindergärten in Oberösterreich im Alter von fünf bis sechs Jahren die Möglichkeit, im »Welios Science Center« Wels sowie im »RIC – Regionalen Innovations Centrum« (BRP Rotax) – spielerisch in die Welt der Technik einzutauchen.

»Diese Neugier für Technik und Naturwissenschaften der Schulanfängerinnen ist ansteckend und lässt uns in eine gute Zukunft blicken: Ein Oberösterreich voller engagierter Technikerinnen und Ingenieurinnen«, so Landeshauptmann-Stellvertreterin und Frauen-Landesrätin Mag.a Christine Haberlander. Die Initiative verfolge das Ziel, die natürliche Neugier der Kinder frühzeitig zu fördern, Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu erkennen und Neues auszuprobieren. Mit altersgerechten, einfachen Experimenten könnten sich Mädchen technische und naturwissenschaftliche Inhalte auf spielerische Weise erleben. Im Mittelpunkt stehe dabei das Entdecken, das Lernen ohne Leistungsdruck sowie der bewusste Abbau von Berührungsängsten.

Ein zentraler Baustein des Programms sei auch die Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte. Am 15. Januar 2026 wurde im Frauenreferat des Landes Oberösterreich ein ganztägiger Fortbildungstag unter dem Titel »Mini Science Lab for Girls« durchgeführt. Um das Thema langfristig in den Kindergärten zu verankern, werde im Rahmen des Programms die »Girls’ Day MINI Challenge 2026« ausgeschrieben.

»Girls’ Day JUNIOR«
Neugier wecken, Talente sichtbar machen und Begeisterung für Technik entfachen – genau hier setzte auch der »Girls’ Day JUNIOR« an. Am 11. und 12. März 2026 nahmen Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen oberösterreichischer Volksschulen an diesem Format teil. Mit mehr als 2.429 angemeldeten Kindern und 1.010 verfügbaren Plätzen für 65 Volksschulklassen zeigte sich einmal mehr das große Interesse an früher technischer Bildung. »Bildung ist die Chance für junge Menschen, sich für ihre Zukunft zu rüsten. Und die Möglichkeit für jede Einzelne, ihre Talente zu entfalten. Das große Interesse an diesem Angebot zeigt, dass die Notwendigkeit der Auseinandersetzung von Schülerinnen mit Technik gesehen wird und demensprechende Angebote auch nachgefragt werden«, erklärte Haberlander.

An 26 Standorten in ganz Oberösterreich erwartete die Kinder ein vielfältiges, pädagogisch fundiertes Workshopangebot. Die Bandbreite reichte von Holz- und Kunststoffbearbeitung über physikalische und chemische Experimente bis hin zu Medientechnik und der Erkundung der Waldwildnis. Durchgeführt wurden die Workshops unter anderem an Höheren Technischen Lehranstalten, in Museen, Betrieben sowie im Nationalpark. Der »Girls’ Day JUNIOR« eröffnete jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen spielerischen Zugang zu Technik, Naturwissenschaft und Handwerk. Durch unmittelbare, sinnliche Erfahrungen – vom Anfassen über Beobachten bis hin zu Riechen und Schmecken – wurden Naturgesetze greifbar und verständlich. Ziel sei es, Freude und Interesse an technischen Themen zu fördern und gleichzeitig Eltern sowie Pädagoginnen und Pädagogen für das vorhandene Potenzial der Kinder zu sensibilisieren. Gerade im Volksschulalter seien Kinder besonders offen und begeisterungsfähig. Frühzeitige Impulse seien entscheidend, um ihnen Raum zu geben, eigene Stärken, Interessen und Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln. Weitere Informationen unter: www.girlsday-ooe.at

-loö-

.

*************************

.

Urlaub
für pflegende 
Angehörige

.
Region Kärnten – Pflegende Angehörige leisteten den größten Teil der Pflege in Kärnten – und seien damit »der größte Pflegedienst des Landes«, wie Kärntens Pflege-Landesrätin Beate Prettner betonte. Um die wichtige Leistung treffsicherer zu unterstützen, werde die Förderung »Urlaub für pflegende Angehörige« nun neu aufgestellt. Statt fixer Termine in einem bestimmten Hotel in Kärnten wie bisher gebe es künftig einen flexiblen Zuschuss für einen Urlaubsaufenthalt nach Wahl in Österreich. Gefördert werden sollen nachgewiesene Aufenthaltskosten ab mindestens drei Nächtigungen, die maximale Förderhöhe betrage 400 Euro pro Person. »Pflegende Angehörige tragen enorme Verantwortung. Für sie ist Regenration kein Luxus, sondern notwendig, damit auch sie langfristig gesund bleiben«, so Prettner.

Mit einem Budget von rund 200.000 Euro für 2026 könnten jetzt über 530 pflegende Angehörige unterstützt werden – statt bisher rund 175. »Wir haben die Förderung bedarfsorientierter und treffsicherer gemacht. So erreichen wir trotz knapper Mittel deutlich mehr Menschen«, erklärte Prettner. Die neue Regelung sorge nicht nur für mehr Flexibilität bei der Urlaubsplanung, sondern erleichtere auch die Organisation von Kurzzeitpflege für die betreuten Angehörigen, die aufgrund von fix vorgegebenen Terminen bisher oft nicht einfach zu bewerkstelligen gewesen sei.

-lktn-

.

*************************

.

Mehr
Verkehrssicherheit 
für die Kleinsten

.
Region Niederöstereich – Um betreute Kindergruppen auf ihren Wegen im Straßenverkehr bestmöglich zu schützen, möchte Niederösterreich auf ein äußerst effektives und bei Kindern sehr beliebtes Helferlein setzen: Die sogenannte »Spazierraupe«. Sie erleichtere das geordnete Unterwegssein, erhöhe die Sichtbarkeit und unterstütze Betreuungseinrichtungen dabei, allen Kindern eine sichere Teilnahme am gemeinsamen Alltag zu ermöglichen. »Unsere Kinder sind unsere Zukunft. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, ihre Sicherheit mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu gewährleisten – im Großen wie im Kleinen. Mit der Verteilung der Spazierraupen erhöhen wir die Verkehrssicherheit und erleichtern gleichzeitig den Betreuungsalltag für Pädagogen«, erklärte Niederösterreichs Verkehrslandesrat Landeshauptmann-Stellvertreter Udo Landbauer.

»Spazierraupen« sind mit zehn Haltegriffen ausgestattet, an denen sich die Kinder festhalten können. Ferner erhöhten reflektierende Materialien die Sichtbarkeit. »Sie helfen, dass Gruppen zusammenbleiben und sich sicher durch den Verkehr bewegen. Besonders an unübersichtlichen Stellen wie Kreuzungen erleichtern sie das Überqueren und entlasten so die aufsichtführenden Personen«, so Karl Bauderer, ÖAMTC-Stützpunktleitung für Wien, Niederösterreich und das Burgenland. Weitere Infos: https://radland.at/spazierraupe

-lnö-

.

*************************

.

Gynäkologische
Versorgung 

.
Region Burgenland – Die »Frauengesundheit Burgenland« sichere seit einem Jahr die gynäkologische Versorgung auf Kassenbasis. Der starke Zustrom zeige klar: Dort, wo Kassenstellen nicht besetzt werden können und Wahlarztkosten für viele Frauen zur Hürde geworden seien, brauche es öffentliche, verlässliche Alternativen. Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil zieht eine positive Bilanz: »Wir haben es geschafft, in einem Bereich Versorgung sicherzustellen, wo andere nur Probleme verwalten. Wir warten nicht auf Konzepte, wir setzen sie um. Dieses Projekt zeigt: Wenn Kassenplanstellen über längere Zeit nicht besetzt werden können und der niedergelassene Bereich an seine Grenzen stößt, übernimmt das Land Burgenland Verantwortung – über den Spitalsträger und im Interesse der Menschen«.

Nach über einem Jahr ohne gynäkologische Kassenversorgung sei es Ende 2024 gelungen, eine vakante Facharztstelle nachzubesetzen – über ein vom Land initiiertes Ambulatorium in Trägerschaft der Gesundheitsservice Burgenland. Mit Dr. Irisz Balint konnte im Rahmen der burgenländischen Gesundheitsoffensive die gynäkologische Versorgung in Güssing wieder aufgenommen werden. Seit Juli 2025 verstärke Dr. Dieter Pietsch das Team. Damit sei das Angebot gezielt ausgebaut worden und die Versorgungssicherheit weiter verbessert. Seit etwas mehr als einem Jahr sei die »Frauengesundheit Burgenland« am Standort Güssing nun in Betrieb und die erste Bilanz falle deutlich aus: Rund 6.200 Untersuchungen und Behandlungen wurden seit der Eröffnung am 19. Dezember 2024 durchgeführt. Die Zahlen zeigten, wie wichtig diese Praxis für die Frauen in der Region sei.

Die »Frauengesundheit Burgenland« sei kein Provisorium, sondern Teil einer langfristigen Strategie. Über die »Gesundheitsservice Burgenland« als landeseigene Gesellschaft sollen weitere Ambulatorien betrieben werden, in denen Ärztinnen und Ärzte angestellt tätig sein können und Leistungen auf Kassenbasis erbringen – eng verzahnt mit dem Spitalsträger und der öffentlichen Gesundheitsversorgung. Ein in Österreich bislang einzigartiger Weg, um unbesetzten Kassenstellen wirksam entgegenzutreten.

-lbgld-

.

*************************

.

»Bavaria ruft«
Mehr Frauen 
in die Kommunalpolitik

– Edition Miesbach –

.

.
Region Bayern – Frauen so zu motivieren, dass sie sich zutrauen, bei Kommunalwahlen für den Posten der Bürgermeisterin zu kandidieren oder sich zur Wahl als Stadt-/Gemeinderätinnen aufstellen zu lassen oder gar weiterführend in die Landes- oder Bundespolitik zu gehen, ist das Ziel der überparteilichen Initiative »Bavaria ruft«. Diese Vereinigung berät Frauen mit Interesse an Politik, stellt Netzwerke her und sorgt für den Austausch von Erfahrungen, erklärte Kathrin Alte, Mitinitiatorin von »Bavaria ruft«, den interessierten Besucherinnen aus dem oberbayerischen Landkreis Miesbach, im September 2025, bei einer Veranstaltung im »Bunten Haus« der evangelischen Kirche in Miesbach.

Unter dem Motto »Frauen für Politik begeistern« veranstalteten Astrid Güldner, 2. Bürgermeisterin der Stadt Miesbach und Veronika Weese, VHS Oberland, mit der Initiative »Bavaria ruft« eine informative Gesprächsrunde, zu der neben der Bayerischen Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Schirmherrin der Initiative, auch MdL Dr. Simone Strohmayr und Susanna Tausendrund, Bürgermeisterin der Stadt Pullach, gekommen waren.

Die rund 80 Zuhörerinnen verfolgten mit Interesse die Ausführungen der prominenten Diskussionsteilnehmerinnen zum Werdegang ihrer Karrieren in der Politik. Hierbei stellte sich heraus, dass die Anfänge des Engagements in der Schulzeit lag, da sich die Politikerinnen damals bereits als Klassen- und Schülersprecherinnen für die Belange ihrer Mitschüler einsetzten. Dass sich für Frauen ein weiterführendes Engagement in der Politik immer als schwierig bis kompliziert herausstelle, darüber waren sich alle Anwesenden einig. Warum sich jedoch Frauen nicht zutrauten, für ein politisches Amt zu kandidieren, wurde in einer kurzen Befragung erläutert. Die Gründe waren vielseitig: Angst zu scheitern, Angst vor Hass, Hetzte und Sexismus, Angst den Alltag mit Amt, Beruf und Familie nicht mehr perfekt bewältigen zu können, Angst, nicht auf jede Frage, jedes Problem sofort eine Antwort parat zu haben oder auch die »weibliche Angst« vor der »männlichen Macht«.

Ilse Aigner konnte aus eigener Erfahrung erzählen, dass beispielsweise ein Scheitern bei einer Wahl nicht immer das »politische Aus« bedeute, da das Scheitern in der Natur der Sache läge, schließlich gehöre dies bei »Wahlen« dazu. Wichtiger sei es, weiter zu machen, da es auf kommunaler Ebene viele Möglichkeiten für ein politisches Engagement gebe. Ferner müsse man nicht für jeden Bereich in der Politik einen »Doktor« haben und überdimensioniertes Fachwissen aufweisen. Meist sei ein gesunder Menschenverstand besser geeignet, eine Sachlage »menschengerecht« zu lösen. Bei der Diskussionsrunde wurden weitere Fragen wie »Warum Frauen in der Wählergunst oft auch bei Frauen nicht punkten können«, »Ob Frauen eine andere Politk wie Männer machen« oder »Ob eine Quotenregelung positv oder negativ zu werten sei«, thematisiert.

-am- Bild: am

.

*************************

Der Alpenrand-Magazin.de – NEWSletter
informiert immer montags und bei besonderen Anlässen,
mehrsprachig aus den Alpenländern und darüber hinaus. Hier geht’s zur Anmeldung:

.

***********************

.

Um technisch einwandfrei funktionieren zu können, verwendet diese Website Cookies. Cookie-Richtlinie

Impressum / AGB&Datenschutzhinweise

.

.