Alpenrand-Magazin Archiv 2021/10

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Erstes
Festival
für Kunst
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Region Bayern – Zum ersten Mal findet in Bayern mit dem „Hi!A – Festival für Kunst und Forschung in Bayern“ ein Festival statt, das Kunst und Forschung miteinander verbindet. „Mit unserem Hi!A-Festival will ich ganz Bayern einladen, „Zukunft made in Bavaria“ zu erleben. Werden Sie Teil eines bislang unentdeckten Zukunftskosmos. Künstlerinnen und Künstler sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen auf unterhaltsame Weise, wie kreative Ideen unseren Alltag jeden Tag ein Stück besser machen können“, erklärte Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler im Deutschen Museum in München, wo das Festival mit Einblicken in das Programm vorgestellt wurde.

Verschiedenste Veranstaltungen von Panels bis zu Podcasts, von Dauerausstellungen bis zu Vernissagen, von Führungen bis zu Performances, Workshops und Werkstattgesprächen warten von Mitte Oktober bis Ende Dezember 2021 über ganz Bayern verteilt auf die Besucherinnen und Besucher. Kunst und Forschung, High-Tech und Umwelt sowie Utopie und Zukunft stehen im Zentrum dieser Fülle an Angeboten, die von zahlreichen Kunst- und Wissenschaftseinrichtungen organisiert werden, und zwar vor Ort, online oder auch als Kombination aus beiden Arten. Rund hundert Veranstaltungen – von Aschaffenburg bis München, von Augsburg bis Regenburg – sind aktuell bereits auf der Veranstaltungswebseite gelistet und werden laufend ergänzt. Den Auftakt bilden Workshops, Stadtspaziergänge, Installationen, Mitmachausstellungen und ein Science-Slam am 16. Oktober in Erlangen bzw. München.

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Die Hi!A-Veranstalter vor dem Eingang des Deutschen Museums in München v. l.:
Bernd Redmann, Präsident der Hochschule für Musik und Theater München,
Michael John Gorman, Gründungsdirektor BIOTOPIA,
Bayerns Kunst- und Wissenschaftsminister Bernd Sibler,
Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor Deutsches Museum,
Naime Denguir, Projektleiterin Hi!A/ForInter und
Holger Felten, Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.

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Zukunftsthemen von gesellschaftlicher Relevanz erleben
In Bayern stehen die Zeichen auf Zukunft: Die große Innovations-Offensive „Hightech Agenda Bayern“ ebnet den Weg für einen umfassenden Fortschritt in wichtigen Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz, CleanTech und Nachhaltigkeit, Luft- und Raumfahrt oder Quantencomputing. Diese Themen sind von höchster gesellschaftlicher Relevanz, mit denen sich auch die Kunst auseinandersetzt. Dabei sind Kreativität und Gesellschaftsrelevanz nur zwei von vielen Aspekten, die Kunst und Forschung verbinden. Mit Hi!A wird diese Verbindung sichtbar und erlebbar. Hi!A ist eine Kooperation von neun namhaften Partnern – Akademien der Bildenden Künste München und Nürnberg, dem BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern, dem Deutschen Museum, ForInter – Bayerischer Forschungsverbund Interaktion humaner Gehirnzellen, Hochschule für Fernsehen und Film, Hochschule für Musik und Theater München, Hochschulen für Musik in Würzburg und Nürnberg. Weitere Einrichtungen in ganz Bayern steuern ebenfalls Angebote bei.

-stmwk- Bild: Deutsches Museum, Hubert Czech

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Landfrauen-
Foren

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Region Bayern – In sogenannten Landfrauen-Foren sollen Bäuerinnen in ganz Bayern Zukunftsthemen, die sie besonders bewegen, vom Spätherbst bis zum Frühjahr gemeinsam diskutieren können. Wie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber mitteilte, führt das Ernährungsministerium dazu in jedem Regierungsbezirk eine solche regionale Plattform als Präsenzveranstaltung durch. Die Ministerin hatte die Diskussions-Foren im Frühjahr bei ihrer Vorstellung der Ergebnisse der Bäuerinnen-Studie angekündigt. „Wir wollen die Bäuerinnen aktiv einbinden und ihre Erfahrungen und Ideen aufgreifen, um bei diesen wichtigen Themen weiter voranzukommen“, so Kaniber.

Die erste dieser Veranstaltungen, die bis März 2022 geplant sind, findet am 26. Oktober 2021 in Dingolshausen im Landkreis Schweinfurt statt. In einer Abschlussveranstaltung im kommenden Sommer wird die Ministerin dann die Ergebnisse aller Landfrauen-Foren gebündelt präsentieren. Neben aktiven Bäuerinnen sind bei den Foren auch Einsteigerinnen, Altenteilerinnen sowie alle Frauen im ländlichen Raum mit Bezug zur Landwirtschaft willkommen.

In jedem der Landfrauen-Foren werden die vier Themenbereiche bearbeitet, bei denen die Bäuerinnen-Studie besonderen Handlungsbedarf aufgezeigt hat: Die Balance von Arbeit und Freizeit werden ebenso erörtert wie die finanzielle Absicherung der Bäuerinnen sowie die Darstellung der Landwirtschaft und der Beruf Bäuerin in der Öffentlichkeit. Weitere Informationen und Anmeldungen unter:  stmelf.bayern.de/landfrauenforum

-stmelf- Bild: am

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Antiterrorübung
von Polizei
und Bundeswehr

Region Bayern – Ein Terroranschlag mit mehreren Todesopfern, die Terroristen sind noch in der Stadt und haben weitere Anschläge mittels Bomben angekündigt. In der Folge werden Kontrollstellen auf den Ausfallstraßen errichtet: Das war das fiktive Szenario einer Einsatzübung vom Polizeipräsidium Oberfranken und der Bundeswehr in der Oberfranken Kaserne. An der „Gemeinsamen Oberfränkischen Terrorismusabwehr Exercise“ (GEOTEX 2021) waren insgesamt rund 150 Einsatzkräfte beteiligt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann machte sich selbst ein Bild vom Übungsverlauf. „Wenn das Leben zahlreicher Menschen auf dem Spiel steht, müssen wir alle Kompetenzen in unserem Land bündeln, von der Polizei über die Rettungsorganisationen bis hin zur Bundeswehr. Damit das hochkomplexe Ineinandergreifen der Organisationen im Ernstfall klappt, muss das auch eingehend geübt werden. Die Zusammenarbeit funktioniert bereits sehr gut. Selbstverständlich werden wir diese Übung noch genau analysieren und gegebenenfalls die Abläufe optimieren“, erklärte Herrmann.

Wie Herrmann erläuterte, war dies die vierte gemeinsame „Übung von Bayerischer Polizei und Bundeswehr im Terrorfall“, wobei es um den Betrieb einer gemeinsamen robusten Kontrollstelle von Polizei und Bundeswehr unter Führung der Polizei ging. „Robust bedeutet, dass die eingesetzten Kräfte trotz der erheblichen Gefährdungssituation Kontrollen von Personen und Fahrzeugen lückenlos durchführen und auch Angriffe schwer bewaffneter Terroristen abwehren können. Dazu verfügten unsere Einsatzkräfte über entsprechende Bewaffnung sowie Schutzausstattung und nutzten gepanzerte Bundeswehrfahrzeuge“, so der Minister. Laut Herrmann war die Unterstützung der Bundeswehr notwendig und nach dem Grundgesetz auch zulässig. Denn gemäß dem Szenario war von einer unmittelbaren und konkreten Gefahr weiterer terroristischer Anschläge und damit von einem drohenden besonders schweren Unglücksfall auszugehen. Da alle Polizeieinheiten bereits im Einsatz gebunden waren, wurde die Bundeswehr um Hilfe ersucht. „Klar ist: Für die Innere Sicherheit in Bayern bleibt zuallererst die Bayerische Polizei zuständig. Angesichts der anhaltenden terroristischen Bedrohung müssen wir auch auf Extremfälle vorbereitet sein und auf die besonderen Fähigkeiten der Bundeswehr zurückgreifen können. Schon jetzt haben wir mit mehr als 44.000 Stellen den bislang höchsten Stellenbestand aller Zeiten bei der Bayerischen Polizei erreicht. Auch für die bestmögliche Ausstattung nehmen wir viel Geld in die Hand“, betonte Joachim Herrmann.

Die Bayerische Polizei verfügt mittlerweile über 800 neue Mitteldistanzwaffen als Ergänzung zur Maschinenpistole MP5 – bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen. Dazu kommt ein neues Lasertrainingssystem, das auch bei der Übung eingesetzt wurde. Ebenfalls im Einsatz war ein hochmoderner digitaler Streifenwagen, der über die neueste Infotainment-Ausstattung verfügt.

-stmi-

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Spatenstich
am Erweiterungsbau
des Gymnasiums Holzkirchen

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Region Miesbach – Das Leben an der Schule muss wieder her“, befand Schulleiter Axel Kisters beim offiziellen Spatenstich am Erweiterungsbau des Gymnasiums Holzkirchen im Hinblick auf die langen Corona-Einschränkungen. Es entstehen gerade vier weitere Klassenzimmer für die Schule, die aus allen Nähten platzt und nach der Corona-Durststrecke wieder voll durchstarten möchte. Die vorbereitenden Arbeiten für den Erweiterungsbau haben bereits begonnen, damit die Schüler so schnell wie möglich einziehen können. Im Sommer 2022 sollen die Zimmer bezugsbereit sein.

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Beim Spatenstich v.l.:
Martin Ernst, Liegenschaftsbetreuer am Landratsamt,
Birgit Eibl, 2. Bürgermeisterin in Holzkirchen,
Rolf Stahl und Michael Watling von der Firma ALHO,
Landrat Olaf von Löwis of Menar sowie Schulleiter Axel Kisters.

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„Das ist ein wichtiger Schritt für das Gymnasium Holzkirchen und die gesamte Schulfamilie“, betonte Landrat Olaf von Löwis of Menar. Er erinnerte sich an seine Zeit als Holzkirchner Bürgermeister, in der die Schule bereits mit Platzproblemen kämpfte. Besonders betonte er, dass die neuen Klassenzimmer selbstverständlich mit einer gerade seit Corona so wichtig gewordenen Lüftungsanlage ausgestattet sind. Die 2014 eröffnete Schule war eigentlich nur für 710 Schüler im G8-Modell geplant. Inzwischen gibt es zusätzlich wieder das G9-Modell. Für die aktuelle 952 Schüler ist das neue Gebäude essentiell. In der Vergangenheit mussten sogar Schüler aus den Nachbargemeinden Absagen erteilt werden.

Der Erweiterungsbau wird in Modulbauweise errichtet, um schnellstmöglich einziehen zu können. Die Möglichkeit einer Aufstockung wurde eingeplant. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro, wovon 410.000 Euro über eine Förderung des Freistaates erstattet werden.

-lamb- Bild: lamb

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nora-App:
Barrierefreie
Hilfe
auf Knopfdruck

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Region Bayern – Die offizielle Notruf-App der Bundesländer „nora“ kann ab sofort verwendet werden. Damit sind Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im Notfall schnell und einfach zu erreichen. Besonders hilfreich ist „nora“ für Menschen, die nicht oder nicht gut telefonieren können, weil sie zum Beispiel eine Sprach- oder Hörbehinderung haben oder für Menschen, die nicht sicher Deutsch sprechen. Bislang haben vor allem schwerhörige oder gehörlose Personen wichtige Zeit bei einem Notruf verloren, da diese häufig auf einen Telefondolmetscherdienst angewiesen waren. Mit der Einführung der App wird deshalb ein wichtiger Grundstein gelegt, um zukünftig selbstständig Hilfe in Notsituationen verständigen zu können.

Mit nora werden direkt die zuständigen Einsatzleitstellen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst erreicht – genauso, als würde die Notrufnummern 110 oder 112 angerufen werden. Nora nutzt die Standort-Funktion des Mobil-Geräts, um den genauen Standort an die örtlich zuständige Einsatzleitstelle zu übermitteln. So können Einsatzkräfte Personen besser finden, auch wenn diese selbst den genauen Standort nicht beschreiben können. Die nora-App ist so aufgebaut, dass man auch mit geringen Sprachkenntnissen und ganz ohne zu sprechen einen Notruf mit den wichtigsten Informationen auf Knopfdruck absetzen kann. Dabei helfen Symbole, klare Texte und eine klare Nutzerführung. Das ermöglicht Menschen mit eingeschränkten Sprach- und Hörfähigkeiten den direkten Kontakt zu den Leitstellen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Die nora Notruf-App ist im Apple App Store für iOS und im Google Play Store für Android erhältlich.

-lasta-

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Alte Apfel-
und Birnensorten
für die Zukunft gesichert

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Region Oberbayern – Die Suche in mehr als 100 Obstgärten zwischen Berchtesgaden und Weilheim hat sich gelohnt. Fachleute entdeckten weitere rund 100 unbekannte oder besonders seltene Apfel- und Birnensorten. Um sie für die Zukunft zu sichern, wurden sie bereits vermehrt. Ab Herbst kommenden Jahres werden sie zusammen mit weiteren 150 schon im Vorjahr nachgezogenen Sorten in Sortenerhaltungsgärten in allen Landkreisen angepflanzt. Wie schon in den Jahren 2015 bis 2018 war der Pomologe Georg Loferer im Herbst vergangenen Jahres in den Voralpenlandkreisen unterwegs. Die Ergebnisse seiner Kartierung stellte er jetzt vor.

Rund 250 Bäume hatte er in mehr als 100 Obstgärten erfasst. Früchte, deren Sorten Loferer nicht vor Ort bestimmen konnte, wurden am Kompetenzzentrum Obstbau am Bodensee (KOB) von den Pomologen Hans-Thomas Bosch und Fritz Eckhart unter die Lupe genommen und konnten teils als sehr seltene Sorten wie etwa „Börtlinger Weinapfel“ oder „Langer grüner Gulderling“ erkannt werden. Bei einigen der vorgelegten Sorten waren aber auch die Spezialisten am KOB ratlos. Deshalb wurden Blattproben an ein Schweizer Labor gesandt, um mithilfe genetischer Fingerprints den Sorten auf die Spur zu kommen. Doch auch mit dieser Methode blieben viele Sorten unerkannt, weil sie nicht in den Gendatenbanken erfasst sind. Dies gilt vor allem für Birnensorten, zumeist Wirtschaftsbirnen. Diese Sorten sind zum Frischverzehr wenig geeignet, deshalb wurden sie zur Herstellung von Birnenbrand und Kletzn verwendet. Erschwerend kommt hinzu, dass Wissen verloren geht. Eva Bichler-Öttl, die Projektmanagerin des Biodiversitätsprojektes „Apfel-Birne-Berge“, bedauert dies: „Die Sortenvielfalt in den Obstgärten ist immer noch groß und noch sind längst nicht alle Schätze geborgen. Was verloren geht, ist das Wissen um die Sorten.“

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Auf der Suche nach seltenen Obstsorten v.l.: 
Die Pomologen Hans-Thomas Bosch und Fritz Eckhart
vom Kompetenzzentrum Obstbau am Bodensee (KOB)

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Weitere Kartierungen vor Ort sind nach Angaben von Georg Loferer im Moment nicht vorgesehen. Auch er geht davon aus, dass noch viele vergessene Sorten in den Obstgärten der Region schlummern. Eine Möglichkeit, solche Raritäten zu finden, besteht am 22. November 2021. Im Boschnhaus im Bruckmühler Ortsteil Vagen (Landkreis Rosenheim) können Fruchtproben zur Bestimmung vorgelegt werden. Eine Fruchtprobe besteht aus fünf bis zehn einwandfreien Früchten aus der Oberkrone. Die Äpfel oder Birnen müssen bis zu diesem Termin kühl und luftfeucht gelagert werden. Früchte, die nicht so lange halten, können per Post an das Kompetenzzentrum Obst am Bodensee gesendet werden. Weitere Informationen unter: https://kob-bavendorf.de/sortenbestimmung.html . Ferner besteht für Interessierte die Möglichkeit, selbst ein Sortenkenner zu werden und das Handwerkszeug der Pomologen zu erlernen. Unter https://www.apfel-birne-berge.de/aktuell finden sich diverse Kursangebote sowie weitere Informationen zum Projekt.

-Eva Bichler-Öttl- Bild: laro

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178
Buchhandlungen
mit Gütesiegel
gewürdigt

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Region Bayern – Ob auf dem gemütlichen Sofa zu Hause, unterwegs im Zug oder im Schulunterricht: Lesen ist spannend und entführt in immer neue Welten der Fantasie. 178 Buchhandlungen sind in Bayern nun mit dem Gütesiegel „Partner der Schulen für Leseförderung“ gewürdigt worden. Die Auszeichnung wird seit 2003 vom Kultusministerium gemeinsam mit dem Börsenverein des deutschen Buchhandels e.V. – Landesverband Bayern jährlich an Buchhandlungen vergeben, die sich kontinuierlich und in Kooperation mit Schulen und Kindergärten im Bereich der Leseförderung engagieren. Dr. Klaus Beckschulte, Geschäftsführer des Landesverbands, betonte: „Studien belegen, dass jedes fünfte Kind, jeder fünfte Jugendliche nicht richtig lesen kann. Es ist gar nicht hoch genug zu bewerten, dass Buchhändlerinnen und Buchhändler sich unermüdlich für die Leseförderung einsetzen. Und selbst unter den erschwerten Bedingungen der vergangenen Zeit haben sie mit bewundernswerter Ausdauer und Kreativität Wege gefunden, Kinder und Jugendliche weiter fürs Lesen zu begeistern.“

Dass Lesekompetenz der Schlüssel für den Erfolg in Schule und Beruf sowie für die gesellschaftliche Teilhabe ist, macht auch die Leseförderungsinitiative „#lesen.bayern“ des Kultusministeriums deutlich, welche die Leseförderung als Daueraufgabe aller Fächer betont und die Schülerinnen und Schüler damit „fit im Fach“ macht. Auch außerschulische Partner – wie Buchhandlungen leisten einen wichtigen Beitrag zu dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Alle 2021 mit dem Gütesiegel „Partner der Schulen für Leseförderung“ ausgezeichneten Buchhandlungen werden im Internet unter www.buchhandel-bayern.de vorgestellt.

-stmuk-

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Bayern
von oben:
Multimediale Ausstellung
des Landesluftbildarchivs

Region Bayern –Luftbilder sind eines der spannendsten und eindrucksvollsten Abbilder unserer Heimat. Sie sind Zeitzeugen, ermöglichen einen Blick in die Vergangenheit und zeigen Entwicklungen von Dörfern und Städten über Jahrzehnte. So bringen sie Zusammenhänge zum Vorschein, die erst durch den Blick von oben erkennbar werden. Das Luftbildzentrum mit der neuen Dauerausstellung ist eine Attraktion. Das bayerische Landesluftbildarchiv ist mit über einer Million Luftbildern aus rund einem Jahrhundert das größte und umfassendste seiner Art in Deutschland. Und es wächst jedes Jahr weiter. Jährlich werden von rund 40.000 Quadratkilometern Luftbilder neu aufgenommen, das sind fast 60 Prozent der Fläche Bayerns“, freute sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Eröffnung der Ausstellung im Landesluftbildarchiv in Neustadt a.d. Aisch.

Das Bayerische Landesluftbildzentrum ist nun Ausstellung und Schatzkammer zugleich. Hier sind sowohl das Luftbildarchiv als zentrale Fundstelle für Luftbildaufnahmen sowie die dauerhafte Luftbildausstellung an einem Ort vereint. Die neue multimediale Dauerausstellung rund um das Thema Luftbild lädt auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Luftbildfotografie ein. Es werden alle Facetten rund um das Thema Luftbild multimedial dargestellt. Tablets als Medien-Guide führen die Besucherinnen und Besucher durch die Räume und ergänzen mit Texten, Bildern, Videos und Augmented Reality-Anwendungen. Ein Highlight der Ausstellung ist die VR-Wall, die einen virtuellen Geländeflug im dreidimensionalen Raum ermöglicht. Interaktive Stationen machen Geschichte und Entstehung sowie die vielfältigen Anwendungsbereiche des Luftbilds erlebbar. Der Hauptraum ist im Stil einer Dunkelkammer gestaltet, das Herzstück ist ein kreisförmig verlaufendes Luftbildpanorama. Moderne Recherchestationen bieten außerdem einen digitalen Blick in den Sammlungsbestand des Archivs.

Das 1975 gegründete Landesluftbildarchiv übernahm die Aufgabe der Archivierung und später Digitalisierung aller amtlichen Luftbilder Bayerns. Das Landesluftbildarchiv wurde im Zuge der Heimatstrategie von München nach Neustadt a.d.Aisch verlagert und ist dem dortigen Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung organisatorisch angegliedert. Alle aktuellen Luftbilder Bayerns gibt es auch kostenfrei im BayernAtlas zum Betrachten und Kombinieren mit verschiedenen Karten.

Luftbilder sind unentbehrliche Hilfen beim Umweltschutz, in der Land- und Forstwirtschaft, der Raum- und Bauleitplanung oder als Datenquelle für Gerichtsgutachten. Aber auch etwa bei der Aufdeckung von Blindgängern leisten sie lebensrettende Dienste. Mehr als 7.000 Anfragen werden im Jahr beim Landesluftbildarchiv gestellt. Jeder kann hier Luftbilder bestellen – in analoger, also gedruckter Form, oder als digitale Daten. Das Bayerische Landesluftbildzentrum ist gemeinsam mit dem BayernLab im sogenannten Brauhausareal in der Bamberger Str. 48 in Neustadt a.d.Aisch untergebracht. Die Dauerausstellung des Bayerischen Landesluftbildzentrums ist im Rahmen der Öffnungszeiten für jedermann kostenfrei zugänglich. Diese sind Dienstag bis Freitag 10 – 17 Uhr sowie jeden ersten Samstag im Monat von 10 – 17 Uhr und nach Vereinbarung.

-stmfh-

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Wild-
lebensraumberatung
ausgeweitet

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Region Bayern – Die Artenvielfalt auf den Feldern und in den Fluren Bayerns zu fördern ist nicht erst seit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ein wichtiges Ziel der Agrarpolitik. Die Wildlebensraumberatung ist schon seit 2015 ein wertvolles Instrument dazu. Während es zunächst in jedem bayerischen Regierungsbezirk lediglich einen Ansprechpartner gab, der Landwirte, Winzer und Gärtner beraten hat, wie sie wertvolle Lebensräume für wildlebende Tiere und Pflanzen erhalten, wurde die Beratung in diesem Jahr deutlich ausgebaut. Damit ist die Wildlebensraumberatung fortan Aufgabe aller bayerischen Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF). An jedem Amt gibt es jetzt einen Ansprechpartner.

Einzelne Maßnahmen erfüllen verschiedene Funktionen: Blühende Pflanzen bieten beispielsweise Samen und Nektar als Nahrung für Vögel und Insekten. Mehrjährige Blühflächen, Hecken mit Kleinstlebensräumen, wie auch Altgrasstreifen und Zwischenfrüchte halten Strukturen für die Überwinterung bereit. Abschnittsweise gepflegte Feldsäume vernetzen die Lebensräume in der offenen Kulturlandschaft miteinander. So finden etwa Feldhase, Feldlerche und Schachbrettfalter im Jahresverlauf Nahrung, Unterschlupf und eine Kinderstube.

Die Wildlebensraumberater entwickeln gemeinsam mit den Landwirten vor Ort praktisch umsetzbare Lösungen. Sie gehen auf die örtlichen Gegebenheiten, die individuellen Bedürfnisse und Wünsche ein. Ebenso erfolgt eine Zusammenarbeit mit den anderen Akteuren vor Ort – den Jägern, Imkern, Verbänden, Kommunen oder interessierten Bürgern. Über das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) werden den Betrieben deren vielfältige Leistungen für mehr Artenvielfalt auf ihren Flächen honoriert. Weitere Informationen: www.lfl.bayern.de/wildlebensraum

-stmelf- Bild: am

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Führungs-
wechsel
beim
Polizeipräsidium
Oberbayern Süd

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Die Amtsübergabe erfolgte im Gut Kaltenbrunn am Tegernsee v.l.: Manfred Hauser, Robert Kopp und Joachim Herrmann

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Region Oberbayern – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat den Polizeipräsidenten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Kopp, mit einer feierlichen Veranstaltung im Gut Kaltenbrunn am Tegernsee, in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Anschließend führte Herrmann den Vizepräsidenten des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz Manfred Hauser offiziell als Nachfolger in das Amt ein. Mit von der Partie waren u.a. zahlreiche Persönlichkeiten aus der Politik, der Justiz und von der Polizei. „Robert Kopp hat in seinen 46 Jahren bei der Bayerischen Polizei eine Bilderbuchkarriere hingelegt. Er war ein herausragender Spitzenpolizist mit Herz und Verstand“, betonte Herrmann. Der Innenminister dankte Kopp für sein jahrzehntelanges Engagement für mehr Sicherheit in Bayern im Namen der gesamten Bayerischen Staatsregierung.

Wie Herrmann deutlich machte, ist Kopp ein Musterbeispiel für die ausgezeichneten Karrierechancen bei der Bayerischen Polizei. Kopp wurde 1975 als Polizeipraktikant im mittleren Dienst eingestellt und durchschritt alle Laufbahnen bis ins Spitzenamt. „Mit viel Fingerspitzengefühl, Verantwortungsbewusstsein und hoher Fachkenntnis meisterte Kopp alle Herausforderungen mit Bravour“, erklärte der Innenminister und lobte Kopps Weitblick und polizeiliches Gespür. Das habe er bei einer Reihe schwieriger Einsatzlagen eindrucksvoll unter Beweis gestellt – sei es beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau, den Münchner Sicherheitskonferenzen oder beim schweren Zugunglück bei Bad Aibling. „Selbst unter größtem Druck bewahrte Kopp immer die Ruhe und den Blick fürs Wesentliche. Auch seine überaus menschliche Art schätzte ich außerordentlich“, so Herrmann.

Ebenfalls voll des Lobes war der Innenminister über Kopps Nachfolger: „Mit Manfred Hauser ist das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in den besten Händen.“ Der gebürtige Bad Aiblinger bringe mit seinem beruflichen Werdegang die idealen Voraussetzungen für das herausfordernde Amt mit. „Hauser konnte dank seiner großen Fachkenntnisse und Top-Führungsqualitäten bereits viel für Polizei und Verfassungsschutz erreichen“, machte Joachim Herrmann deutlich. Hausers große Bandbreite erstreckt sich laut Herrmann von der Sachbearbeitung bis hin zu vielfältigen Führungsfunktionen mit großer Personalverantwortung. So war Hauser zunächst Jurist bei verschiedenen Polizeiverbänden und wechselte dann in den Polizeivollzugsdienst. Unter anderem leitete er die Personalabteilung beim Polizeipräsidium München sowie im Innenministerium die Sachgebiete „Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ und „Personal der Bayerischen Polizei“. Anschließend war Hauser sechs Jahre lang Vizepräsident des Landesamts für Verfassungsschutz.

-stmi- Bild: pb

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Europa
mit der
Eisenbahnschiene verbinden

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Region Bayern – Das Europäische Parlament hat auf Vorschlag der Europäischen Kommission das Jahr 2021 zum „Europäischen Jahr der Schiene“ erklärt. In der gesamten EU sind zahlreiche Maßnahmen und Aktivitäten durchgeführt worden oder noch geplant, um den Schienenverkehr zu fördern und das Image der Eisenbahn als umweltfreundlichen und Menschen-verbindenden Verkehrsträger darzustellen. Das soll Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen dazu anzuregen, verstärkt die Bahn zu nutzen und sie auch motivieren, sich für den Bahnverkehr zu engagieren, sei es gesellschaftlich oder auch direkt im Beruf.

Bayern steht in diesem Herbst ganz im Zeichen der Mobilität: Nach der IAA Mobility hat nun der „Connecting Europe Express“ (CEE) im Rahmen des Themenjahrs „Europäisches Jahr der Schiene 2021“ im Freistaat Halt gemacht. Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer hatte den Stopp genutzt, um den EU-Sonderzug offiziell zu begrüßen und ihm einen bayerischen Wimpel für die weitere Reise mitzugeben.

Der „Connecting Europe Express“ (CEE) fährt derzeit im Rahmen der Aktion „Europäisches Jahr der Schiene“ quer durch ganz Europa und will bei fast 40 Stopps in den EU-Staaten inklusive Schweiz zu Diskussionen über die Eisenbahn und Bahnpolitik anregen. „Der CEE schärft im Themenjahr das Bewusstsein für die europäische und grenzüberschreitende Dimension des Schienenverkehrs. Das ist heute wichtiger denn je, denn die Schiene gewinnt gerade durch die Klimadebatte europaweit und auch gerade in Bayern wieder die Bedeutung zurück, die sie verdient“, so Schreyer.

„Damit Europa wettbewerbsfähig bleibt und alle am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben können, braucht es funktionierende und nachhaltige Transportwege. Die Europäische Union hat dafür ein grenzüberschreitendes Netz aus neun Korridoren geschaffen, deren Strecken bis zu fünf Länder miteinander verbinden. Sechs dieser Magistralen führen durch Deutschland, zwei davon durch Bayern: der Skandinavien-Mittelmeer-Korridor und der Rhein-Donau-Korridor. Die Ausbauprojekte München-Mühldorf-Freilassing sowie Ulm-Augsburg liegen beide auf der transeuropäischen Verbindung. Der Ausbau der Projekte wird in den kommenden Jahren vorangetrieben, um die wichtige Verkehrsachse zu stärken und bedeutsame Tourismus- und Wirtschaftszentren in Deutschland und Europa zu verbinden. Als Deutsche Bahn haben wir mit unserer Strategie „Starke Schiene“ das elementare Anliegen, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen, und zwar für das Klima, für die Menschen, für die Wirtschaft und für Europa“, betonte Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für den Freistaat Bayern.

-stmb- Bild: am

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BayernApp
wird zum
digitalen Amt
in der Hosentasche

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Region Bayern – Die BayernApp wird zum digitalen Amt in der Hosentasche“: So fasst Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach die Entwicklung der im Frühjahr gestarteten zentralen Service-App des Freistaats für Bürgerinnen und Bürger zusammen. Inzwischen sind insgesamt mehr als 20.000 Online-Dienste über die App ansteuerbar. Dabei können rund 340 verschiedene Serviceangebote gestartet werden. Zu den von den bayerischen Kommunen am häufigsten angebotenen Leistungen gehören die Online-Beantragung von Wahlunterlagen, die Anforderung einer Meldebescheinigung und das Checken des Bearbeitungsstands beim Antrag auf einen neuen Pass oder Personalausweis.

Gerlach erklärte: „Vom Antrag auf eine Geburtsurkunde bis zur Anmeldung des neuen Waldis – all das kann man bereits in hunderten bayerischen Kommunen online erledigen und ganz bequem über die neue BayernApp starten. Die Verwaltung in Bayern macht gerade einen riesigen Sprung in die Zukunft.“ Demnächst soll die BayernApp noch um weitere Funktionen ergänzt werden. So ist beispielsweise geplant, dass über eine interaktive Bayern-Karte eine ganze Reihe lokaler Informationen abgerufen werden können.

Die BayernApp wurde im Februar 2021 gestartet. Sie ermöglicht den mobilen Zugriff auf eine Vielzahl staatlicher und kommunaler Verwaltungsleistungen. Daneben bietet die BayernApp eine Reihe weiterer Funktionen. So kann man zum Beispiel ein sicheres Kontaktformular aufrufen und mittels verschlüsselter Verbindung mit den Behörden in Kontakt treten, über ein persönliches BayernID-Postfach lassen sich Benachrichtigungen von Behörden abrufen und man erhält auf Wunsch neueste Meldungen und Informationen aus den verschiedensten Bereichen des Freistaats, von regionalen Polizeimeldungen bis zu Informationen aus dem Schulbereich.

-stmd- Bild: stmd

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Architektur-
forum
Miesbacher Kreis
diskutierte zum Thema Baukultur

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Region Miesbach – Schon bei der Begrüßung der Gäste zeigte sich der Architekturforum-Vorsitzende Werner Pawlovsky beeindruckt: Neben Landrat Olaf von Löwis of Menar waren alle Bürgermeister des Landkreises Miesbach der Einladung des „Architekturforums Miesbacher Kreis“ ins Holzkirchner Fools Theater gefolgt, um der Frage nachzuspüren, was „gutes Bauen“ im Landkreis Miesbach eigentlich bedeute – und wie zwischen Otterfing und Bayrischzell, zwischen Irschenberg und Kreuth „architektonische Identität“ bewahrt werden und gleichzeitig demographischen wie ökologischen Herausforderungen der Zeit Rechnung getragen werden könne.

Dialog mit der Kommunalpolitik
Hierzu hatte das „Architekturforum Miesbacher Kreis“ – ein ehrenamtlicher Zusammenschluss freier Architektinnen und Architekten aus der Region – im Vorfeld der Veranstaltung einige Fragen rund um die baukulturellen Werte, Chancen und Risiken formuliert und an die Rathäuser im Landkreis verschickt. Fragen zu einem Thema, das wenig überraschend den Nerv der Kommunalpolitik trifft wie beinahe kein zweites. „Identität vor Beliebigkeit, Wertschätzung des baugeschichtlichen Erbes, aber Mut zu neuen Ideen“, so führte Landrat von Löwis of Menar bereits in seinem einleitenden Grußwort an das Paradigma heran, das im Anschluss alle anwesenden Amtsträger während einer beinahe zweistündigen „Tour de force“ in all seiner Komplexität hinterleuchteten.

Komplexe Herausforderungen
Vom Umgang mit städtischem Siedlungsdruck im Nordlandkreis über Hotelprojekte an den eher touristischen Hotspots im Süden, von Fluch und Segen strenger Gestaltungssatzungen, von Zeitgeist, Energieeffizienz, Flächenverbrauch, Innenverdichtung und bezahlbarem Wohnraum für Einheimische – jeder der Bürgermeister machte, zwar auf jeweils ganz gemeindetypische, aber dennoch unmissverständlich klar, wie dick das Lastenheft derzeit ist, wie schwierig und komplex der Spagat zwischen Antragsdichte, Bauherrenansprüchen und dem Umgang mit Architektur als gestalteter Umwelt ist. Einig war man sich, dass, allen Zeichen der Zeit zum Trotz, die von der Landwirtschaft geprägte Kulturlandschaft nach wie vor von der Tradition geprägt sei – und sie für nachfolgende Generationen zu erhalten oberstes Primat sei. Welches Bauen hält unser Landkreis also aus? Wie lange hält die Infrastruktur dem Zuzug und “Overtourism” stand, ist mit Nachhaltigkeit die Fassade aus heimischen Hölzern gemeint oder doch vielleicht eher, den vorschnellen Abbruch eines Gebäudes nochmals zu überdenken? Pawlovsky führte eindrucksvoll an: „Selbst ein modernes Passivhaus muss über hundert Jahre stehen, um die „graue Energie“ zu amortisieren, die beim Abbruch des Altbestandes vernichtet wurde“.

Transparenz als Konsens
Forumsmitglied und jetziger Kreisbaumeister Christian Boiger bat explizit, trotz des hohen kommunalen Handlungsdrucks bei jedem Vorhaben hinzuschauen, und zwar frühzeitig und ganz genau – und nahm damit einen ersten Konsens des Vormittags vorweg: Jenseits der einen oder anderen Gestaltungssatzung als Rechtsgrundlage dürfe man den Landkreis, ja sogar jede einzelne Gemeinde nicht als homogenes „Trumm“ begreifen. Bayrischzell sei nicht Holzkirchen – und auch innerhalb der einzelnen Kommune sei ein gewachsener Dorfkern womöglich anders zu behandeln als verschiedene Ortsrandlagen.

So erneuerten nicht nur die Architekten des Forums und damit auch der Kreisbaumeister ihr Angebot an die Bürgermeister und Bauamtsleitungen, sich im Sinne einer Baukultur von Bestand rechtzeitig Rat und Unterstützung zu holen – auch zwischen den Bürgermeistern wurde das Versprechen erneuert, Erfahrungen zu teilen, um das Rad nicht neu erfinden zu müssen und für die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar zu handeln.

Auftakt für weiteren Austausch
So kam Werner Pawlovsky nach einer lebhaften Veranstaltungsdiskussion nicht nur dem Ziel näher, in Sachen Bauen den guten „multilateralen Draht“ zwischen den Rathäusern und dem „Architekturforum Miesbacher Kreis“ zu beleben. Er bekräftigte auch den Konsens, bei aller Notwendigkeit zur Veränderung nicht zu vergessen, „dass unsere schöne Landschaft eine besonders vornehme Gastgeberin ist, in der man sich baulich gut zu benehmen hat.“ Zur Freude der Mitglieder des „Architekturforums Miesbacher Kreis“ waren die Bürgermeister sich am Ende dieser Zusammenkunft einig, bei dieser Diskussion mehr in die Tiefe gehen zu wollen und das Format in einer Regelmäßigkeit zu wiederholen.

Weitere Informationen zum „Architekturforum Miesbacher Kreis“ und seiner 2018 erschienenen Monographie „Gut gebaut – Häuser im Landkreis“: www.architekturforum-mb.de

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Vollzählig erschienen – und viele Themen im Gepäck: Alle Landkreisbürgermeister und zahlreiche
Bauamtsleitungen nahmen die Einladung des „Architekturforums Miesbacher Kreis“ an.

-am- Bild: Architekturforum Miesbacher Kreis

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Härtere
Anti-Stalking-Regeln

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Seit 1. Oktober 2021 müssen Stalker in Deutschland mit härteren Strafen rechnen: Künftig sind bei besonders schweren Fällen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren und eine schnellere Sicherungshaft möglich. Zugleich wurden auch die Voraussetzungen für eine Verurteilung wegen Stalkings gesenkt. Die Justizministerkonferenz hatte sich bereits im vergangenen Herbst auf Initiative des Freistaats für eine weitere Reform des Stalking-Paragrafen 238 Strafgesetzbuch eingesetzt. Von 2016 bis 2020 ist die Zahl der Nachstellungen laut Landeskriminalamt von 1260 auf 1742 Fälle gestiegen.

-stmj-

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Arbeits-
markt

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Region Bayern – Der bayerische Arbeitsmarkt setzte seine Erholungsfahrt im September 2021 weiter fort. Die Zahl der Arbeitslosen ist gegenüber dem Vormonat um rund 11.900 Personen bzw. 4,7 Prozent zurückgegangen. Insgesamt waren im September in Bayern 241.254 Menschen arbeitslos gemeldet und damit rund 51.700 weniger als noch vor einem Jahr. Auch die Arbeitslosenquote liegt mit 3,2 Prozent um 0,7 Prozentpunkte unter der Vorjahresmarke. Im Bundesländervergleich behauptet Bayern damit seinen Spitzenplatz und liegt sehr weit unter dem Bundesdurchschnitt von 5,4 Prozent. Auch die Arbeitslosenquote der über 55-Jährigen ist im bundesweiten Vergleich in Bayern am geringsten.

Derzeit arbeitet die Bundesagentur für Arbeit mit den Sozialpartnern, den Kammern der Wirtschaft und der Regionaldirektion Bayern zusammen an der Initiative „Ältere und Arbeitswelt“. Aufgrund der deutlich anziehenden Fachkräftenachfrage der Unternehmen sollten sämtliche Arbeitskräftepotentiale, vor allem auch der große Erfahrungsschatz älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, genutzt werden. Vom Wissens- und Erfahrungsschatz der älteren Beschäftigten profitieren Unternehmen in erheblichem Maße. Gemeinsames Ziel der Initiative ist es, die Erwerbstätigkeit noch stärker in Einklang mit den Bedürfnissen einer älter werdenden Gesellschaft zu bringen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den drei zentralen Handlungsfeldern: Demografieorientierte Arbeitsorganisation, Qualifizierung sowie Gesundheitsförderung und -management.

Alle Initiativpartner bieten umfassende Angebote zu den einzelnen Schwerpunktthemen, die gezielt auch die veränderte Situation auf dem Arbeitsmarkt durch die Corona-Pandemie berücksichtigen. Die vielfältigen Unterstützungsleistungen der Partner sowie Best-Practice-Beispiele sind unter Ältere und Arbeitswelt zu finden.

-stmas-

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50 Jahre
Bahndesign
und 30 Jahre ICE

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Region Bayern – Bei der „Design&Bahn„-Ausstellung im DB Museum Nürnberg werden derzeit Exponate die zuvor der Öffentlichkeit nicht zugänglich waren präsentiert. Erstmals wird unter anderem die Design-Geschichte des ICE und seiner Vorgänger beleuchtet. Der ICE ist ein unverkennbares Markenzeichen der Deutschen Bahn und zählt zu den wichtigsten Verkehrsmitteln in ganz Deutschland.

-stmi- Bild: Uwe Niklas

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Bayerischer
Fernsehpreis
2021:
Ehrenpreis für
Schauspielerin
Michaela May

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Region Bayern – Der Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten zum 33. Bayerischen Fernsehpreis geht an die Schauspielerin Michaela May. Ministerpräsident Dr. Markus Söder würdigte damit die prägenden Leistungen von Michaela May im bayerischen und deutschen Fernsehen: „Seit den 1960er-Jahren schreibt Michaela May bayerische und deutsche Fernsehgeschichte. Mit ihrer großen Bandbreite an schauspielerischen Fähigkeiten macht sie Filme und Serien immer zu einem TV-Event. Mit ihrem Charme, Humor und menschlicher Tiefe ist sie zurecht ein absoluter Publikumsliebling.“

Michaela May wurde am 18. März 1952 in München geboren. Mit 13 Jahren hatte sie ihr Leinwand- und Fernsehdebut mit „Onkel Toms Hütte“ und „Heidi“. Weiter bekannt und beliebt wurde sie durch ihre Mitwirkung in legendären Serien wie „Münchner Geschichten“, „Monaco Franze – Der ewige Stenz“ und „Kir Royal“. May ermittelte in insgesamt 17 Fällen im Münchner „Polizeiruf 110“ und ist seit über 50 Jahren eine feste Größe der bayerischen und deutschen Fernsehwelt. Ministerpräsident Dr. Markus Söder übergab die Auszeichnung persönlich an die Preisträgerin.

Der seit 1989 verliehene Preis ist eine der renommiertesten und begehrtesten Auszeichnungen beim deutschen Fernsehen. Vergeben werden die „Blauen Panther“ in fünf Kategorien: Für Informationssendungen, Fernsehfilme, Serien und Reihen, Unterhaltungsprogramme sowie für Kultur- und Bildungsangebote.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Der ‚Blaue Panther‘ ist eine einzigartige Anerkennung und Ansporn für herausragende Leistungen vor und hinter der Kamera. Mit dem Bayerischen Fernsehpreis setzt der Freistaat ein Zeichen für Qualität, Vielfalt und Kreativität im deutschen Fernsehen. Er ist fester Bestandteil unserer Kunst- und Kulturförderung in Bayern.“

Die Verleihung der Bayerischen Fernsehpreise ist in diesem Jahr anders als sonst. Statt der feierlichen Gala im Prinzregententheater produziert der BR eine unterhaltsame TV-Sendung, die am Mittwoch, 13. Oktober, um 22:00 Uhr im BR-Fernsehen ausgestrahlt wird. Die ganze Sendung wird außerdem in der BR Mediathek zur Verfügung stehen.

-bsk- Bild: bsk

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Amts-
übergabe
am AELF Holzkirchen

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Region Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach – Ministerialdirektor Hubert Bittlmayer, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, führte Christian Webert offiziell als neuen Behördenleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Holzkirchen ein. Er überreichte ihm im Trachtenheim Irschenberg die Ernennungsurkunde im Namen von Staatsministerin Michaela Kaniber. Bittlmayer lobte Webert als strategisch denkend und zielorientiert arbeitend, der sehr menschlich mit Humor und Freude als Teamplayer arbeite. Die Übertragung der Behördenleitung an den 46-jährigen Forstdirektor sei daher nur folgerichtig. Für die Vertreter von Politik, Verbänden, Vereinen und Behörden ist Webert kein Unbekannter mehr, da er bereits seit Januar 2017 die Bereichsleitung Forsten des AELF Holzkirchen übernommen und als stellvertretender Behördenleiter zahlreiche Termine aus dem gesamten Aufgabenspektrum des Amtes wahrgenommen hat.

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Amtsübergabe am AELF Holzkirchen v.l.: Hubert Bittlmayer, Amtschef im
Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten verabschiedete
den bisherigen Behördenleiter, Rolf Oehler und führte den neuen Behördenleiter, Christian Webert, offiziell ein.
Durch den Festakt führte der neue Bereichsleiter Landwirtschaft, Dr. Peter Nawroth.

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Dem bisherigen Behördenleiter, Rolf Oehler, bescheinigte Hubert Bittlmayer eine „große Lebensleistung“. Der leitende Landwirtschaftsdirektor Oehler habe immer mit großer Erfahrung und Einsatzbereitschaft überzeugt und sich für „seine“ Landwirte und Schüler in höchstem Maße engagiert. Er sei wohlverdient in den Ruhestand gegangen. Der Amtschef dankte ihm im Namen der Bayerischen Staatsregierung, der Staatsministerin Michaela Kaniber sowie des gesamten Ministeriums und übergab ihm als Zeichen der Anerkennung einen Bayerischen Löwen. Bittlmayer stellte ferner den neuen Bereichsleiter Landwirtschaft am AELF Holzkirchen, Dr. Peter Nawroth, vor. Seit dem 1. Juli 2021 leitet Nawroth nicht nur den Bereich Landwirtschaft, sondern auch die Landwirtschaftsschule. Davor hat Dr. Nawroth rund fünf Jahre am Staatsministerium und davor an der Landesanstalt für Landwirtschaft gearbeitet.

In seinen Abschiedsworten betonte Rolf Oehler, dass er ein hervorragendes Team an Mitarbeitern führen konnte. Es sei sehr froh, dass die Landwirtschaftsschule als Zukunftsstandort gesichert sei, auch wenn derzeit weniger Studierende teilnehmen als erhofft. Die Hauswirtschaftsschule laufe sehr gut, auch dank der Ökomodellregion Miesbach sei der Ökolandbau bayernweit an der Spitze. Er bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit mit den Verbänden und Behörden sowie bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Christian Webert betonte, wie stark ihn die gesamte Themenpalette des Amtes interessiere und er die Zusammenarbeit mit dem gesamten Team schätze. Er wolle die Kooperation und den Dialog mit allen wichtigen Gruppen fortführen. 82 Prozent des Dienstgebietes sind land- und forstwirtschaftlich genutzt. Es sei die gemeinsame Aufgabe, die Land- und Forstwirtschaft zu stärken und ihre Bedeutung der Bevölkerung stärker nahezubringen. Alle wichtigen Akteure seien schon „sehr gut aufgestellt“. Er wolle unter anderem gemeinsam mit ihnen durch neue Formate und Zielgruppen den Dialog mit der Gesellschaft stärken. Denn: „Die Land- und Forstwirtschaft hat viele Herausforderungen, wir können aber auch Antworten geben und wir müssen sie gemeinsam einer breiten Öffentlichkeit vermitteln“, so der neue Amtsleiter Webert.

-am- Bild: aelf

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Pumuckl-
Kampagne
für Kinder und
Familien in der Pandemie

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Region Bayern – Das bayerische Gesundheitsministerium erweitert die Öffentlichkeitskampagne zur psychischen Gesundheit rund um die Kinderbuchfigur „Pumuckl“, die kleine Kinder und ihre Eltern bei den Herausforderungen durch die Corona-Pandemie begleiten soll. Im Mittelpunkt steht dabei der kleine Kobold „Pumuckl“, der sich in einem Heft für Kinder und Eltern – namens „MucklMAG“ – an Familien wendet. Für die Eltern sind viele Informationen über Hilfe-Angebote und Anlaufstellen bei psychischen Belastungssituationen enthalten.

„Das ‚MucklMAG‘ ist nun in fünf weiteren Sprachen als gedrucktes Heft verfügbar: Arabisch, Kroatisch, Polnisch, Rumänisch und Türkisch. Ich freue mich, dass wir mit unseren Informationen zur psychischen Gesundheit von Groß und Klein nun noch mehr Familien in ihrer Muttersprache erreichen können. Klar ist, dass die Corona-Pandemie bei vielen Menschen Kummer und anhaltende psychische Belastungen verursacht. Auch und gerade Kinder mussten mit vielen Herausforderungen zurechtkommen, wie Homeschooling, Notbetreuung in der Kita oder dass sie ihre Großeltern und Freunde nur selten oder gar nicht sehen konnten. Mit dem ‚MucklMAG‘ wollen wir daher gezielt Kinder und Familien dabei unterstützen, psychisch gesund zu bleiben! Die Figur des „Pumuckl“ soll Kindern dabei helfen, ihre eigenen Gefühle zu verstehen und damit umzugehen. Ferner wollen wir Eltern dafür sensibilisieren, gerade jetzt verstärkt auf die eigene psychische Gesundheit und die ihrer Kinder zu achten. Es ist zudem nicht nur wichtig zu wissen, wie und wo man sich bei Bedarf Hilfe holen kann. Ich bestärke alle darin, sich nicht zu scheuen, wirksame Hilfen auch tatsächlich frühzeitig in Anspruch zu nehmen. Seit dem Start der Kampagne am 6. September wurden schon 100.000 Hefte bestellt. 400.000 Exemplare wurden auch an Apotheken und Kinderärzte versandt. Auch Schulen
haben viele Exemplare für ihre Klassen bestellt. Ich freue mich, dass wir mit dem ‚MucklMAG‘ bereits so viele Familien unterstützen konnten! Die zweite Auflage in Höhe von 50.000 Heften in deutscher Sprache wird gerade nachgedruckt. So können wir bald noch mehr Kinder und Eltern stärken, um mit den psychischen Herausforderungen der Corona-Pandemie zurechtzukommen“, betonte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek.

Über das „MucklMAG“:
Das „MucklMAG“ beinhaltet ein Kinderheft mit dazugehörigem Elternheft. Im Kinderheft findet sich eine Pumuckl-Geschichte, an der auch Psychologen und Mediziner mitgearbeitet haben. Zusätzlich sind im Elternheft auch Experteninterviews zu Medienkonsum und psychischer Gesundheit von Kindern enthalten sowie Informationen zu Anlaufstellen und Kontaktmöglichkeiten von Hilfeangeboten. Das MucklMAG ist in Apotheken und bei Kinderärzten kostenlos erhältlich oder kann unter www.muckl-mag.de auch in anderen Sprachen heruntergeladen oder kostenfrei bestellt werden.

-stmgp-

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Herbst-
konzerte
der Holzkirchner Symphoniker

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Region Miesbach – Die Holzkirchner Symphoniker präsentieren – unter der Leitung Andreas Ruppert – am Samstag 20. November 2021 um 20:00 Uhr, im Kultur im Oberbräu in Holzkirchen und am Samstag 27. November 2021 um 19:30 Uhr, im Kurhaus in Bad Tölz W. A. Mozarts Sinfonie Nr. 36 C-Dur „Linzer Sinfonie“ KV 425 sowie L. v. Beethovens Symphonie Nr. 3 Es-Dur „Eroika“ op.55.

Die Holzkirchner Symphoniker haben sich in den über 26 Jahren ihres Bestehens von einem anfangs reinen Kammerorchester zu einem sinfonischen Klangkörper entwickelt, der auch überregional bekannt ist und in regelmäßigen Konzerten seine Zuhörer begeistert. Schwerpunkt sind die großen klassischen Symphonien, weniger bekannter Werke der Romantik und Moderne sowie die großen Instrumentalkonzerte mit bekannten Solisten. Weitere Informationen: holzkirchner-symphoniker.de

-am- Bild: hs

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Demenz:
Humor
kann
helfen!

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Region Rosenheim – Im Rahmen der „2. Bayerischen Demenz Woche“ veranstaltete das Gesundheitsamt Rosenheim eine Aktionswoche mit Vorträgen und Workshops rund um das Thema Demenz. Zielgruppe der Veranstaltungen waren insbesondere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von stationären bzw. teilstationären Einrichtungen oder Diensten, die Menschen mit demenzieller Erkrankung pflegen und betreuen. „Solche Veranstaltungen sind bedeutsam, um gegen die Stigmatisierung und Diskriminierung Betroffener vorzugehen und sie zielgerechter zu fördern und zu begleiten“, so Sabine Rentz, Ärztin vom Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim.

Im Rahmen der Aktionswoche sprach Christina Kuhn (M.A.), wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Demenz Support Stuttgart gGmbH, zum Thema „Schmetterlinge im Kopf“ – Herausforderung „Demenz bei Menschen mit Lernschwierigkeiten“. Menschen mit Lernschwierigkeiten, insbesondere Menschen mit Down-Syndrom, haben im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein vielfach höheres Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Dies stellt Wohneinrichtungen und Werkstätten vor neue Herausforderungen und erfordert konzeptionelle Weiterentwicklungen. Im Vortrag stellte Kuhn u.a. geeignete Screening-Instrumente vor, die mögliche Hinweise auf demenzielle Veränderungen geben können. Ebenso gab sie einen Überblick über mögliche Symptome und die Auswirkungen auf das direkte Umfeld bei Menschen mit Lernschwierigkeiten. Im Kontext hob sie die Beachtung und Erfassung von Schmerzen und die Abgrenzung zu anderen behandelbaren Erkrankungen hervor. Darüber hinaus informierte der Autor, Humortherapeut und Demenzexperte, Markus Proske, in seinem Fachvortrag „Demenz – Humor kann helfen“, zu einem möglichen humoristischen Zugang zu der Erkrankung. Menschen mit Demenz müssen mit vielfältigen belastenden Emotionen umgehen lernen. Zu spüren, wie die persönlichen Leistungen und das „Ich“ sich verändern, ist für die Betroffenen in den ersten Phasen der Demenz bedrohlich und bedrückend. Deshalb brauchen Betroffene ein positives Umfeld und Emotionen, die ihnen guttun. Bewusst heiter sein können und mit den eigenen Möglichkeiten des Humors Betroffene zu begleiten, bedeutet, Perspektiven zu wechseln, belastende Situationen aus heilsamer Distanz betrachten lernen und so zu neuer Lebens- und Arbeitsfreude zu gelangen.

Ziel des Vortrags war es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu stärken, um in Zukunft „bewusst heiter“ ihren Umgang mit Menschen mit Demenz zu meistern. Im Anschluss konnten die Teilnehmenden im interaktiven Weg „Hands-on Dementia“ begreifen lernen, wie sich die Symptome einer Demenz anfühlen können, und wie es ist, einfache Handlungen nicht mehr umsetzen zu können. Wenn Gewohntes nicht mehr gelingen will, kann sich schnell Verzweiflung und Schamgefühl einstellen. Durch das Erleben der eigenen intensiven Emotionen soll sich so ein besseres Verständnis für die Erkrankten entwickeln.

-laro- Bild: laro

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Ausgabe
der neuen
100 Euro
„Recht“-Goldmünze

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Region Bayern –Unser Bayerisches Hauptmünzamt prägt seit mehr als 860 Jahren Münzen, inzwischen sogar für die ganze Welt. Jetzt gibt es eine neue Sammlermünze aus der bayerischen Prägestätte. Sie besteht aus 15,55 Gramm reinem Feingold und präsentiert auf der Bildseite die Fassade des Bundesverfassungsgerichts und eine Urteilsverkündung. Symbolisiert wird damit der Grundpfeiler „Recht in der Demokratie“ und es wird gleichzeitig unsere Rechtsstaatlichkeit in Deutschland gewürdigt“, erläuterte der bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker anlässlich der Ausgabe am 1. Oktober 2021.  Die Auflage der neuen Sammlermünze mit einem Nominalwert von 100 Euro beträgt 175.000 Stück. Die limitierte Münze war bereits vorab so begehrt, dass sie im Rahmen der Vorbestellungen vergriffen ist. An alle Vorbestellerinnen und -besteller wird sie von „Münze Deutschland“ für 809,35 Euro ausgegeben.

Die neue Goldmünze ist die zweite der dreiteiligen Serie „Säulen der Demokratie“. Bereits 2020 ist die Münze „Einigkeit“ mit der Frankfurter Paulskirche erschienen, die dritte Münze „Freiheit“ soll 2022 zum ersten Mal ausgegeben werden. Wie bei allen Münzen der Serie wurde auch die Bildseite der neuen Goldmünze „Recht“ vom Künstler Bastian Prillwitz entworfen. Die Wertseite zeigt einen Adler, den Schriftzug „Bundesrepublik Deutschland“, Wertziffer und Wertbezeichnung, die Jahreszahl 2021 sowie die zwölf Europasterne und stammt vom Künstler Andre Witting. Das Prägezeichen „D“ steht für die Prägestätte „Bayerisches Hauptmünzamt“. Die Münzen werden auch in den weiteren vier Prägestätten Deutschlands hergestellt. Als Prägezeichen auf der Wertseite steht dabei „A“ für Berlin, „F“ für Stuttgart, „G“ für Karlsruhe und „J“ für Hamburg.

Seit mehr als 860 Jahren prägt das Bayerische Hauptmünzamt Münzen für den Zahlungsverkehr oder auch als Sammlerobjekt im Auftrag des Bundes. Gegründet wurde das heutige Bayerische Hauptmünzamt im Jahr 1158 mit der Verleihung des Münzrechts an München durch Heinrich den Löwen. Insbesondere die Aufgabe, Bargeld zu prägen, dürfen in Deutschland nur die fünf Münzprägestätten übernehmen. Im Bayerischen Hauptmünzamt werden 21 Prozent der deutschen Umlauf- und Sammlermünzen hergestellt.

-stmfh- Bild: stmfh

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