Gesundheit & Soziales

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Bayerische
Corona-Strategie
– Januar 2021 –

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Region Bayern – Die Corona-Pandemie hat auch im Januar 2021 ihre Bedrohlichkeit nicht eingebüßt. Die Intensivstationen sind aufgrund der besonders hohen Infektionszahlen der letzten Wochen nach wie vor an der Grenze des Leistbaren. Zwar beginnt sich bei der Zahl der Neuinfektionen eine leichte Entspannung abzuzeichnen. Diese kann sich in einigen Wochen auch im Gesundheitssystem auswirken. Der Freistaat Bayern hat mit einer weitreichenden FFP2-Maskenpflicht sowie der nächtlichen Ausgangssperre früher, stärker und konsequenter reagiert als andere. Gleichwohl ist die aktuelle Lage fragil. Neue Virus-Mutationen bergen die Gefahr eines jederzeit möglichen exponentiellen Anstiegs der Infektionszahlen. Zu frühe Lockerungen bei den europäischen Nachbarn haben gezeigt, dass so die Infektionszahlen rasch ansteigen und die errungenen Erfolge bei der Pandemiebekämpfung wieder zunichte gemacht werden.

Das Infektionsgeschehen in der Republik Irland belegt dies mit erschreckender Deutlichkeit. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie heißt es die 7-Tage-Inzidenz nachhaltig unter der Zielmarke von höchstens 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zu bringen. Kontakte müssen weiter beschränkt bleiben und der Eintrag von neuen Virusmutationen muss bestmöglich verhindert werden. Gleichzeitig ebnen die zunehmenden Impfungen in absehbarer Zeit den Weg zurück zu mehr Normalität. Der Bund bleibt weiter aufgefordert, schnell Impfstoff in ausreichenden Mengen zur Verfügung zu stellen. Nur so kann in den Impfzentren die Impfkampagne weiter betrieben werden. Sich impfen zu lassen, ist ein Gebot der Vernunft.

Vor diesem Hintergrund unterstützt der bayerische Ministerrat die von der Bundeskanzlerin und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder die beschlossene weitere Verlängerung der bundesweiten Lockdown-Maßnahmen bis zum 14. Februar 2021.

Verlängerung der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung
Die derzeit in Bayern geltende 11. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sowie die Einreisequarantäneverordnung werden bis zum Ablauf des 14. Februar 2021 verlängert. Darüber hinaus gelten folgende weitere Maßnahmen: In vollstationären Einrichtungen der Pflege, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und in Altenheimen und Seniorenresidenzen gilt beim Kontakt mit Bewohnern eine FFP2-Maskenpflicht auch für das Personal. Im Gottesdienst besteht für die Besucher künftig FFP2-Maskenpflicht sowie bei Gottesdiensten, die mehr als zehn Teilnehmer erwarten lassen, eine Anzeigepflicht bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde, sofern keine generellen Absprachen getroffen wurden.

Bayern hält weiterhin an einem Alkoholkonsumverbot in der Öffentlichkeit fest. Es gilt auf möglichst allen öffentlichen Plätzen, insbesondere den öffentlichen Verkehrsflächen der Innenstädte und an allen sonstigen öffentlichen Plätzen, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten. Die konkreten Örtlichkeiten werden von den Kommunen festgelegt.

Bei Bibliotheken und Archiven wird die Abholung vorbestellter Bestände unter gleichen Voraussetzungen ermöglicht, unter denen im Handel die Abholung vorbestellter Ware bereits möglich ist; insbesondere FFP2-Maskenpflicht für Abholer, Mindestabstand, Hygienekonzept, keine Ansammlungen von Wartenden.

Schulbetrieb
Für Abiturientinnen und Abiturienten, für die 2021 Abschlussprüfungen durchgeführt werden, sowie für Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen, bei denen zeitnah Abschlussprüfungen bzw. Kammerprüfungen stattfinden, kann ab dem 1. Februar 2021 Wechselunterricht vorgesehen werden, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt.

Kontaktreduktion
Die Kontaktreduktion ist neben den begonnenen Impfungen weiterhin das effektivste Mittel bei der Pandemiebekämpfung. Private Zusammenkünfte sind deswegen weiterhin nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person zulässig. Erlaubte Kontaktmöglichkeiten sollen nur in vernünftigem Ausmaß stattfinden. Die Bevölkerung ist zusätzlich dazu aufgerufen, die Anzahl der Haushalte, aus denen die Kontaktpersonen stammen, möglichst konstant und gering zu halten.

Homeoffice
Am Arbeitsort finden zahlreiche Kontakte statt. Zur Eindämmung des Infektionsgeschehens soll deshalb auch dort eine Kontaktreduktion erfolgen. Mit Beschluss vom 6. Januar 2021 richtete der bayerische Ministerrat bereits einen dringenden Appell an die Arbeitgeber, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Beschäftigten Homeoffice zu ermöglichen. Dies gilt auch für den Freistaat als Arbeitgeber und seine Beschäftigten. Zentrale Voraussetzung für die flächendeckende Nutzung von Homeoffice sind digitalisierte Arbeitsabläufe. Hierbei besteht zum Teil noch erheblicher Investitionsbedarf, der steuerlich durch verbesserte Abschreibungsbedingungen begleitet werden sollte.

Öffentlicher Personennahverkehr
Die durchgängige Nutzung von Homeoffice-Möglichkeiten trägt bereits erheblich zur Reduktion des Fahrgastaufkommens im öffentlichen Nahverkehr bei. Zusätzlich soll auch in den Hauptverkehrszeiten das Pendleraufkommen möglichst entzerrt werden. Durch die Aufrechterhaltung des regulären Vor-Corona-Fahrplanangebots sowie durch den noch stärkeren Einsatz zusätzlicher Verkehrsmittel können weitere Kontakte zwischen den Fahrgästen reduziert und das Einhalten von Abständen ermöglicht werden.

Wirtschaftshilfen
Die Akzeptanz der Maßnahmen hängt entscheidend von der Gewährung staatlicher Hilfen zur Überbrückung pandemiebedingter Umsatzeinbußen ab. Der bayerische Ministerrat begrüßt die beschlossene weitere Verbesserung der Überbrückungshilfe III, insbesondere die Vereinfachung der Zugangsvoraussetzungen sowie die Anhebung der monatlichen Förderhöchstbeträge und der Abschlagszahlungen. Der Bund bleibt aufgefordert, jeweils schnellstmöglich die Abschlagszahlungen zu leisten sowie die Antragsbearbeitung und Auszahlung durch die Länder über die Bereitstellung der entsprechenden Onlineplattform zu ermöglichen.

Europäische Nachbarstaaten
Vor dem Hintergrund der neu aufgetretenen, besorgniserregenden Virus-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika gilt es, deren Eintrag möglichst zu vermeiden sowie diesen frühzeitig zu erkennen. Der bayerische Ministerrat begrüßt die Anstrengungen des Bundes, auf europäischer Ebene, vergleichbare und synchronisierte Maßnahmen zur Erkennung und Eindämmung von Virusmutationen in den Mitgliedstaaten zu erreichen. Sollte sich hier keine kurzfristige Lösung erzielen lassen, könnten Grenzkontrollen ein probates Mittel sein, um die geltenden Regelungen zur Einreise wirksam durchzusetzen.

-bsr-

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Neuer Chefarzt
der Orthopädie und Unfallchirurgie
an der Asklepios-Stadtklinik Bad Tölz


Region Bad Tölz – Dr. med. Harald Rieger ist seit Januar 2021 neuer Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Endoprothetik der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz. Er ist bereits seit Mai 2019 in Leitender Funktion der Orthopädie der Stadtklinik tätig und wurde nun zum Chefarzt ernannt. „Der Fachbereich hat sich unter der Leitung von Dr. Rieger sehr gut entwickelt. Das gesamte Team leistet hervorragende Arbeit“, betonte Felix Rauschek, Geschäftsführer Asklepios Stadtklinik Bad Tölz. Parallel dazu führt Chefarzt Prof. Dr. med. habil. Peter C. Kreuz den Fachbereich für Sportorthopädie, Arthroskopie und regenerative Gelenkchirurgie.

Dr. med. Harald Rieger ist Facharzt für Chirurgie, Spezielle Unfallchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie und verfügt ferner über die Zusatzbezeichnungen „Fußchirurgie und Sportmedizin“. Er hat große Expertise in der konservativen und operativen Behandlung von Knochenbrüchen und Weichteilverletzungen aller Art, der Versorgung von Traumata und Unfallverletzten sowie der Behandlung der fortgeschrittenen Arthrose an Hüfte, Knie und Schulter – durch gelenkerhaltende und gelenkersetzende Eingriffe (Endoprothetik). Als von der Berufsgenossenschaft anerkannter Durchgangsarzt ist Rieger ausserdem zuständig für die Betreuung von Arbeits-, Wege- und Schulunfällen. Der 54-jährige Geretsrieder war vor seinem Engagement am Tölzer Krankenhaus unter anderem Bereichsleiter für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie an der Kreisklinik Wolfratshausen.

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Dr. med. Harald Rieger: „Meine tägliche Arbeit an der Stadtklinik und der Kontakt
mit den Patienten machen mir große Freude. Ein besonderer Dank geht an das gesamte Team
der Unfallchirurgie für die super Unterstützung“.

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Das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz deckt ein umfangreiches Spektrum von der regenerativen Knorpel- und Gelenkchirurgie, Schulterchirurgie, Ellenbogenchirurgie, Hüftchirurgie, Kniechirurgie, Sprunggelenkchirurgie, Kinderorthopädie und -traumatologie, dem künstlichen Gelenkersatz (Endoprothetik), der Unfallchirurgie bis hin zur Handchirurgie und dem Durchgangsarzt-Verfahren ab.

-am- Bild: askbt

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Offene Tuberkulose
bei einem Kind

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Region Bad Tölz-Wolfratshausen – Bei einem Kind aus dem Nordlandkreis ist Ende Dezember Tuberkulose nachgewiesen worden. Das Kind ist symptomfrei, befindet sich aber in medizinischer Behandlung. Die Diagnose wurde gestellt, nachdem in einem Rinderbestand das Bakterium nachgewiesen worden war und das Veterinäramt dies dem Gesundheitsamt weitergegeben hatte. Alle Rinder des Bestandes wurden aufgrund einer Vielzahl positiver Fälle vorsichtshalber getötet und unschädlich beseitigt. Der Betrieb wurde nach der ersten Feststellung amtlich gesperrt, so dass weder Fleisch noch Milch als Lebensmittel abgegeben werden konnte.

Im Zuge der Untersuchung der Familie wurden weitere zwei Personen positiv getestet, sie werden ebenfalls medizinisch behandelt. Da im Fall eines Tuberkulosenachweises die Kontaktminuten jedes einzelnen Kontaktes in den drei Monaten vor der Testung addiert werden und geprüft wird, wer auf diese Weise mehr als 40 Stunden Kontakt mit dem Infizierten hatte, wurde die betroffene Realschule Geretsried darüber informiert. Es wurden alle betroffenen Eltern und Lehrer in einer Videokonferenz durch das Gesundheitsamt über die Situation in Kenntnis gesetzt. Die betroffenen Mitschüler und Lehrkräfte des Kindes werden nun sicherheitshalber getestet. Weitere Klassen sind nicht betroffen, da die Kontaktzeit deutlich unterschritten wurde.

Hintergrund Rindertuberkulose:
Die Rindertuberkulose kommt in unseren Breitengraden nur sehr selten vor. Deutschland gilt als amtlich frei von Rindertuberkulose; so ist bisher unklar, wie der Erreger in den Bestand eingeschleppt wurde. Eine Übertragung vom Rind auf dem Menschen ist außerdem sehr ungewöhnlich. Eine Übertragung von Rind zu Rind ist hingegen durchaus möglich. Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf das Bakterium, in der Mehrheit der Fälle bricht die Krankheit aber nicht aus. Falls die Tuberkulose tatsächlich ausbricht, vergeht bis dahin in der Regel längere Zeit. Ansteckend ist sie nur, wenn es sich wie in diesem Fall um eine offene Tuberkulose handelt. Der Nachweis beim Menschen erfolgt über das sogenannte den Auswurf (Sputum), der beispielsweise beim Husten entsteht. Bei dem Kind wurde das Sputum untersucht. Das Bakterium konnte dabei nur kulturell, also angezüchtet, nachgewiesen werden. Es war nicht direkt unter dem Mikroskop sichtbar. Es ist daher von einer geringen Ansteckungsfähigkeit auszugehen.

-labt-

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Medizinische
Versorgung
„smart, regional und sicher“

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Region Neustadt an der Waldnaab – Im Rahmen des digital durchgeführten Zukunftsforums für Ländliche Entwicklung übergab Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner eine Förderurkunde für das Modellvorhaben „Smarte.Land.Regionen.“ an Landrat Andreas Meier. Die Förderung beträgt auf drei Jahre verteilt bis zu eine Million Euro. Mit Hilfe dieses Modellvorhabens werden die Entwicklung und der Ausbau neuer digitaler Dienste gefördert. Das Ziel ist die Verbesserung der regionalen Daseinsvorsorge, insbesondere in zukunftsrelevanten Bereichen – wie E-Mobilität, Telemedizin und Bildung. Die Chancen der Digitalisierung sollen somit gewinnbringend für die Menschen in ländlichen Räumen verwirklicht.

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Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner
beim Zukunftsforums für Ländliche Entwicklung

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Der Landkreis Neustadt an der Waldnaab (NEW) hatte sich als einer von bundesweit nur sieben Landkreisen in einer zweistufigen Bewerbungsphase durchgesetzt. NEW plant mit den Fördermitteln in den nächsten drei Jahren ein „digital-analoges Versorgungszentrum“ auf die Beine zu stellen. In ländlichen Regionen – wie der Nordoberpfalz – werden zunehmend angepasste Strategien erforderlich, um Herausforderungen der Gesundheitsversorgung vor Ort bewältigen zu können. Zum demographischen Wandel bei Versorgern und Patienten kommen auch Fragen der Mobilität und Logistik. Im Rahmen des Modellvorhabens plant der Landkreis daher ein digital-analoges Versorgungszentrums NEW aufzubauen, das gut verfügbare und hochqualitative Behandlungen ermöglicht. Konkret bedeutet dies den Aufbau eines physischen Anlaufpunktes vergleichbar einer Arztpraxis vor Ort inklusive der Ausstattung mit professionellen medizintechnischen Geräten, in dem sich Patienten und Ärzte allerdings virtuell begegnen.

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Übergabe der Förderurkunde an Landrat Andreas Meier

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Diese Begegnung kann in zwei Formen erfolgen: Bei der ersten Variante befindet sich der Patient vor Ort im Versorgungszentrum und der Allgemein- oder Facharzt wird per Video zugeschaltet. Die Bedienung der Geräte, die physische Diagnose und Therapie vor Ort erfolgt durch qualifizierte medizinische Fachangestellte, auf welche Teile der ärztlichen Leistung übertragen werden können. Möglich ist in dieser Variante weiterhin, dass der Allgemeinarzt ebenfalls vor Ort anwesend ist, jedoch Fachärzte online zugeschaltet werden, so dass die Untersuchungsergebnisse gemeinsam betrachtet und besprochen werden können.

Bei der Variante 2 sind Haus- oder Fachärzte aus dem vor Ort im Versorgungszentrum. Der zugeschaltete Patient wird per Videosprechstunde betreut. Die Patienten können sich aus ihrem häuslichen Umfeld entweder eigenständig oder mit Unterstützung eines Versorgungsassistenten von zu Hause oder medizinischen Fachangestellten in der Hausarztpraxis zuschalten. Auch eine Zuschaltung aus einer mobilen Praxis – z. B. aus einem Seniorenheim – ist denkbar, bei der Untersuchungen vor Ort durch medizinische Fachangestellte durchgeführt und die Ergebnisse digital und in Echtzeit an den zugeschalteten Arzt übermittelt werden.

Die digitalen Vorhaben in den geförderten Landkreisen besitzen modellhaften Charakter, greifen neu Ideen auf und entwickeln übertragbare Lösungen. Die entwickelten digitalen Dienste sollen miteinander verbunden werden und auch auf andere Landkreise übertragbar sein. Dafür wird eine Plattform entwickelt – ein digitales Ökosystem für ganz Deutschland. Die Landkreise sind sogenannte Pioniere der Digitalisierung, mit ihren Projekten sollen sie anderen ländlichen Regionen als Vorbild dienen, das heißt, wenn sich das digital-analoge Versorgungszentrum bewährt, dann soll es als Vorbild für andere Regionen dienen.

Hintergrund:
Das Modellvorhaben „Smarte.Land.Regionen“ ist eine Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE). Das Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung (KomLE) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) setzt das Modellvorhaben um und ist als Geschäftsstelle des Modellvorhabens auch Ansprechpartner für die Bereitstellung und Abwicklung der Förderung. Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE setzt die technische Entwicklung, Erprobung und Erforschung der zentralen digitalen Lösungen mit den Modellregionen um und baut eine digitale Plattform „digitales Ökosystem“ auf. Weiter Infos: www.bmel.de/smartelandregionen

-lanew- Bild: bmel

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Eine Million FFP2-Schutzmasken
für pflegende Angehörige

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Region Bayern – Für die pflegenden Angehörigen in Bayern stellt das bayerische Gesundheitsministerium eine Million FFP2-Masken kostenlos zur Verfügung. Bayerns Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek betonte: „Ergänzend zu unseren Unterstützungsleistungen für Pflegebedürftige, Besucherinnen und Besucher sowie das Personal in stationären Einrichtungen werden wir verstärkt auch die pflegenden Angehörigen in den Blick nehmen. Rund 76 Prozent der Pflegebedürftigen in Bayern werden zu Hause gepflegt, etwa 47 Prozent der insgesamt rund 400.000 Pflegebedürftigen ausschließlich durch Angehörige. Auch diese Menschen und ihre pflegebedürftigen Angehörigen müssen wir vor einer Infektion mit dem lebensgefährlichen Coronavirus schützen. Deshalb werden wir ab Anfang Januar eine Million FFP2-Masken für pflegende Angehörige verteilen. Keines der bisherigen Programme zur Verteilung von Masken zielt explizit auf diese Menschen ab, welche die wichtige Aufgabe der oft aufopferungsvollen Fürsorge für ihre Familienmitglieder übernehmen. Diese Lücke werden wir schließen. Ein entsprechendes Konzept, wie die Schutzmasken bayernweit an die betroffenen Angehörigen verteilt werden können, wird aktuell erarbeitet.“

Die Schutzmasken stammen aus dem Bestand des Pandemiezentrallagers, das durch Ersatzbeschaffungen wieder entsprechend aufgefüllt wird. Holetschek unterstrich: „Die Corona-Pandemie bedroht vor allem die Gesundheit älterer und pflegebedürftiger Menschen. Sie möglichst gut zu schützen und unser Gesundheitssystem stabil zu halten, fordert derzeit unsere ganze Gesellschaft stark heraus. Zu den Menschen, die das besonders betrifft, gehören die vielen pflegenden Angehörigen in Bayern. Ohne ihren Einsatz wäre die Versorgung der etwa 300.000 pflegebedürftigen Menschen, die zuhause leben, nicht zu bewältigen„.

Das bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium hat die Beratungsstrukturen für Pflegebedürftige und deren Angehörige weiter ausgebaut. So können Pflegestützpunkte ab 2021 mit bis zu 20.000 Euro jährlich gefördert werden. Sie sind zentrale Anlaufstellen und vernetzen die regional verfügbaren pflegerischen Angebote, um Beratung und Unterstützung aus einer Hand anzubieten. Darüber hinaus fördert der Freistaat ein gut etabliertes und in dieser Form in Deutschland einzigartiges Netz von über 100 Fachstellen für pflegende Angehörige mit jährlich bis zu 1,6 Mio. Euro. Die Fachstellen für pflegende Angehörige haben die Aufgabe, pflegende Angehörige auch längerfristig bei ihrer oft kräftezehrenden Aufgabe psychosozial zu begleiten, Betreuungs- und Entlastungangebote, wie beispielsweise Helferkreise oder Betreuungsgruppen anzubieten sowie insbesondere auch Angehörige von Menschen mit einer Demenzerkrankung zu informieren und zu begleiten.

-stmgp-

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Sonderzulassung
für ersten bayerischen
PCR-Corona-Schnelltest

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Region Bayern – Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat den ersten bayerischen Corona-Schnelltest auf PCR-Basis vorgestellt. Gemeinsam mit dem CEO des Unternehmens GNA Biosolutions aus Martinsried bei München, Dr. Federico Bürsgens, präsentierte Aiwanger das Testverfahren mit dem Namen „GNA Octea“. Aiwanger: „Als Wirtschaftsminister habe ich GNA im April 2020 mit der Entwicklung und Validierung eines neuartigen PCR-Schnelltests beauftragt. Jetzt hat das Verfahren eine Sonderzulassung erhalten und kann die bayerische Teststrategie sinnvoll ergänzen. Wir haben uns ein Bezugsrecht für 1000 Testgeräte und eine Million Einzeltests gesichert. Soweit nötig, können wir weitere Tests ordern.“

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat „GNA Octea“ am 23. Dezember eine Sonderzulassung erteilt. Der auf dem PCR-Verfahren basierende Schnelltest hat eine deutlich höhere Zuverlässigkeit als die derzeit häufig genutzten Antigen-Schnelltests, weil er das Erbgut des Erregers nachweist. Mit einer Sensitivität von 96,7 Prozent und einer Spezifität von 100 Prozent erreicht er das hohe Niveau von PCR-Normaltests. „GNA Octea“ braucht vom Rachenabstrich bis zum Testergebnis nur etwa 40 Minuten, wobei 20 Minuten für die Rachenabstriche und Vorbereitungszeit angesetzt sind und weitere 20 Minuten für den eigentlichen Test im Gerät.

Jedes der tragbaren Testgeräte kann acht Proben gleichzeitig auswerten. Dadurch ist eine große Anzahl von Schnelltests innerhalb kürzester Zeit möglich. Die gesamte Apparatur benötigt als mobiles Labor nur die Fläche eines Tisches und kann an beliebigen Orten eingesetzt werden, ohne dass wie bei den üblichen PCR-Tests die Proben erst zu einem Labor transportiert werden müssen. Aiwanger sieht in dieser Entwicklung die Vorteile aller bisherigen Tests in einem Gerät vereint: Sicher, schnell, mobil und günstig. Ein Test soll unter 20 Euro kosten.

GNA-CEO Bürsgens: „Wir sind stolz, innerhalb weniger Monate ein Testsystem entwickelt zu haben, das höchsten Ansprüchen genügt. Unser Verfahren schlägt auch bei kleinen Virusmengen an. Dadurch verbinden wir Zuverlässigkeit mit Schnelligkeit zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Der bayerische Wirtschaftsminister hat uns mit der Beauftragung im April die Chance gegeben, unser Verfahren zeitnah zur Marktreife zu bringen.“

Der Schnelltest kann in einer mobilen Laborumgebung eingesetzt werden. Daher soll „GNA Octea“ an Brennpunkten – wie Krankenhäusern, Seniorenheimen und Verkehrsknoten wie Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen – genutzt werden. Ab Mitte Januar wird die Einsatzfähigkeit desTestverfahrens in mehreren Praxistests in bayerischen Kliniken und anderen Einrichtungen wie Schlachthöfen unter Beweis gestellt.

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Bei der Präsentation des ersten bayerischen PCR-Schnelltests v.l.:
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, GNA-CEO Dr. Federico Bürsgens,
GNA-Laborantin Nicole Pill und Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek

stmwi- Bild: E.Neureuther

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Bayern verstärkt Schutz
vor Infektionsrisiken durch Reiserückkehrer

Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten
– Verstärkte Kontrollen –

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Region Bayern – Bayern verstärkt im Kampf gegen die Corona-Pandemie auch den Schutz vor Infektionsrisiken durch Reiserückkehrer. Ein entsprechendes Konzept haben das Gesundheitsministerium und das Innenministerium dem Kabinett vorgestellt. Das Konzept sieht unter anderem eine Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten und mehr Kontrollen im Grenzbereich vor. Außerdem sollen die Gesundheitsämter im Zeitraum bis mindestens 6. Januar 2021 einen besonderen Schwerpunkt auf die Kontrolle der Quarantänevorschriften legen.

Ordnungswidrigkeiten werden konsequent verfolgt
Konkret ist vorgesehen, dass die Bayerische Polizei und die Bundespolizei im Zeitraum verstärkt Kontrollen im Grenzbereich sowie an Grenzübergängen sowohl auf dem Land- als auch auf dem Luftweg (Hauptreiserouten) durchführen. Dabei werden die Digitale Einreiseanmeldung (DEA) und die Ausgangssperre ab 21:00 Uhr überprüft. Außerdem wird auf die Quarantänevorschriften hingewiesen. Für Einreisende aus Risikogebieten gilt im Grundsatz bereits eine strenge Quarantänepflicht. Sie müssen sich unmittelbar nach der Einreise in die eigene Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft begeben und sich dort für einen Zeitraum von zehn Tagen nach der Einreise ständig absondern. Frühestens nach fünf Tagen kann die Quarantäne durch einen negativen Test beendet werden. Ausnahmeregeln, zum Beispiel für Berufspendler, bleiben unberührt. Unabhängig davon sind alle Pflegekräfte, also auch ausländische, verpflichtet, sich zweimal wöchentlich testen zu lassen.

Zusätzlich gilt nun zur Eindämmung des Infektionsgeschehens eine Regelung, nach der alle Einreisenden aus Risikogebieten zur Vorlage eines negativen Testergebnisses beim zuständigen Gesundheitsamt innerhalb von 72 Stunden nach Einreise verpflichtet werden. Der Test sollte bereits nach Möglichkeit im Ausland vorgenommen werden, allerdings höchstens 48 Stunden vor der Einreise nach Bayern. Ergänzend kann die Testung der Reiserückkehrer in den lokalen Testzentren sowie bei den niedergelassenen Ärzten im Rahmen des Bayerischen Testangebots durchgeführt werden. Personen, die der Testpflicht unterliegen, sollten sich frühzeitig um einen Termin bemühen.

Insgesamt gilt weiter die dringende Aufforderung an alle Bürgerinnen und Bürger, von allen nicht zwingend notwendigen Reisen im Inland und in das Ausland abzusehen. Die bestehenden Quarantäneverpflichtungen werden zum Schutz der gesamten Bevölkerung konsequent vollzogen und bußgeldpflichtig kontrolliert.

-bsk-

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Weiteres Impfzentrum
im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

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Bei der Einrichtung des zweiten Impfzentrums
für den Landkreis Bad-Tölz-Wolfratshausen v.l.:
Felix Rauschek, Geschäftsführer der Asklepios Kliniken Bad Tölz;
Dr. med. Heike Kremser, Chefärztin für Allgemein-, Viszeral- und
Minimalinvasive Chirurgie an der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz
und Josef Niedermaier, Landrat des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen

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Region Bad Tölz-Wolfratshausen – An der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz wurden Computer aufgestellt, Möbel geschleppt und Blumentöpfe drapiert – das zusätzliche Impfzentrum im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist einsatzbereit. Kürzlich wurden die letzten Details zum weiteren Impfzentrum verhandelt, nun ist alles unter Dach und Fach. Die Asklepios Stadtklinik wird die Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, die Aicher Group wird das Impfzentrum betreiben und auch die mobilen Impfteams stellen. Bei letzteren wird sich auch der Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) engagieren.

„Mit der Asklepios Stadtklinik, dem Kreisverband des BRK und der Aicher Group haben wir drei Partner an Bord, die sich bewährt haben und auf die wir uns verlassen können“, betonte Landrat Josef Niedermaier und ist froh, dass die letzten Hürden zum Impfzentrum in Bad Tölz genommen werden konnten. Die Aicher Group betreibt den Standort, kümmert sich um das Personal und die Organisation des Betriebs. Asklepios überlässt dafür die Räumlichkeiten, die direkt über einen Außenzugang in der Schützenstraße 19 in Bad Tölz barrierefrei erreichbar sind und nicht über die Klinik betreten werden müssen. „Wir sind gerne bereit, vor Ort auf unserem Gelände die Räume zur Verfügung zu stellen und freuen uns das Landratsamt zu unterstützen“, betont der Geschäftsführer der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz, Felix Rauschek.

Die Idee, an der Asklepios Stadtklinik in Bad Tölz ein weiteres Impfzentrum neben dem an der Kreisklinik zu betreiben, verfolgte Landrat Josef Niedermaier schon als bekannt wurde, dass das Impfen über entsprechende Zentren in den Landkreisen organisiert werden soll. „Mir war sofort klar, wenn wir in kurzer Zeit viele Landkreisbürgerinnen und -bürger impfen wollen, dann ist das nur mit zwei Zentren zu schaffen“, so Niedermaier. Unklar ist jedoch, wann wirklich an den Impfzentren selbst geimpft werden kann. Erste Impfdosen sind seit 27. Dezember verfügbar. Zu Beginn werden im Landkreis nur wenige Impfdosen zur Verfügung stehen, die aber gezielt zum Schutz von Bewohnerinnen und Bewohner sowie des Personals von Pflegeheimen verimpft werden.

Fest steht, dass nach dem 27. Dezember erst einmal die mobilen Impfteams im Einsatz sein werden. Wann dann tatsächlich auch an den Standorten gemäß der Priorisierungsliste des Bundes geimpft werden kann, ist noch offen. Landrat Josef Niedermaier verspricht: „Alle über 80-Jährigen, die nicht in einem Heim wohnen, werden angeschrieben und informiert, sobald bekannt ist, wann sie sich zum Impfen anmelden können. Noch bitte ich aber um ein wenig Geduld, aber unsere Standorte sind für diesen Tag X bereit.“ Und vorsichtig optimistisch richtet sich dabei sein Blick nach vorne: „So können wir den nächsten Schritt in der Eindämmung der Pandemie machen. Das stimmt mich zuversichtlich für das neue Jahr“, resümierte Josef Niedermaier.

-labt- Bild: labt

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Gründung eines
Pflegestützpunkts
Garmisch-Partenkirchen

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Region Garmisch-Partenkirchen – Bezirkstagspräsident Josef Mederer, der Landrat von Garmisch-Partenkirchen, Anton Speer, und AOK-Direktor Stefan Schackmann haben die Weichen für die Gründung eines Pflegestützpunktes gestellt. Gemeinsam unterzeichneten sie in der Kreisverwaltungsbehörde den erforderlichen Stützpunktvertrag. Dieser wird nun an die weiteren Kranken- und Pflegekassen zur Unterschrift versandt. Ziel ist es, dass der Pflegestützpunkt am 1. Februar 2021 mit seiner Arbeit beginnen kann.

Der formale Beschluss im Kreisausschuss erfolgte am 8. Dezember. Zuvor hatten Landkreis, Bezirk und die Pflege- und Krankenkassen den Stützpunktvertrag verhandelt sowie das Betriebskonzept abgestimmt. Der Landkreis plant, den Pflegestützpunkt im Angestelltenmodell zu betreiben. Er tritt als alleiniger Anstellungs- und Betriebsträger auf. Organisatorisch ist der Stützpunkt der Abteilung Soziales im Landratsamt zugeordnet. Erklärtes Ziel des Pflegestützpunktes ist es, die Beratungsangebote vor Ort zu vernetzen und bestehende Ressourcen zu nutzen.

Dank für die gute Zusammenarbeit
Bezirkstagspräsident Josef Mederer dankte allen Beteiligten für die „sehr gute und reibungslose Zusammenarbeit auf Verwaltungsebene“ und betonte: „Auf das Ergebnis können wir alle stolz sein. Der Pflegestützpunkt Garmisch-Partenkirchen ist auf der Zielgeraden. Wir haben alle wichtigen Details in Rekordzeit abgestimmt. Am Pflegestützpunkt erhalten die Bürgerinnen und Bürger künftig eine wohnortnahe, neutrale und unabhängige Beratung aus einer Hand. Diese Beratung orientiert sich am Bedarf der ratsuchenden Menschen. Wir als Bezirk beteiligen uns daran finanziell und ergänzend mit einer Vor-Ort-Beratung zu unseren Leistungen in der Hilfe zur Pflege und der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen. Wir freuen uns auf die gemeinsame Beratung zum Wohl der Menschen im Landkreis.“

„Wir sind froh, dass wir mit dem Pflegestützpunkt nun für die Bevölkerung ein neutrales und unabhängiges Beratungsangebot rund um das Thema Pflege anbieten können. Gerade in unserem Landkreis mit seiner hohen Altersstruktur ist es wichtig, nun einen Anlaufpunkt zu haben, um bei Pflegebedarf kompetent beraten zu werden. Die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörige, erhalten damit erstmals wohnortnah eine unabhängige, neutrale und umfassende Beratung aus einer Hand. Ziel ist es dabei auch, die Vielzahl von Beratungsangeboten im Landkreis Garmisch-Partenkirchen zu vernetzen und die bestehenden Ressourcen zu bündeln. Die Zusammenarbeit mit dem Bezirk und den Kassen verlief reibungslos, so dass wir den Pflegestützpunkt trotz der Corona-Pandemie zügig voranbringen konnten“, so Landrat Anton Speer.

AOK-Direktor Stefan Schackmann erklärte: „Mit dem Pflegestützpunkt in Garmisch-Partenkirchen entsteht ein weiteres Beratungsangebot für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit, lassen sich jetzt doch Kompetenzen und Beratungsangebote unterschiedlicher Akteure vor Ort zum Wohle der Betroffenen zusammenführen und bündeln. Unsere über zehnjährige Erfahrung in der Pflegeberatung zeigt, dass die starke Nachfrage an qualifizierter Beratung ungebrochen ist. Der neue Pflegestützpunkt hilft dabei, weiterhin eine hohe Beratungsqualität zu den regionalen Angeboten rund um die Pflege zu sichern.“

Gemeinsame Finanzierung und zentraler Standort
Die Kosten für den Pflegestützpunkt übernehmen zu zwei Dritteln die Pflege- und Krankenkassen; das verbleibende Drittel teilen sich jeweils zur Hälfte Landkreis und Bezirk. Der Pflegestützpunkt wird zentral und gut erreichbar im Markt Garmisch-Partenkirchen eingerichtet. Mittelfristig ist geplant, ihn räumlich in das neu entstehende Seniorenzentrum der „LongLeif GaPa“ gGmbh im ehemaligen Finanzamt zu integrieren. Bis zu dessen Fertigstellung wird der Stützpunkt im Landratsamt untergebracht sein.

Weitere Stützpunktverträge in Oberbayern wurden bereits für die Landkreise Berchtesgadener Land, Ebersberg, Erding, Ingolstadt, Landsberg am Lech, Neuburg an der Donau und Traunstein unterzeichnet. Im Landkreis Dachau ist die Unterzeichnung Anfang des nächsten Jahres geplant.

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Unterzeichneten den Vertrag zur Errichtung eines gemeinsamen Pflegestützpunkts in Garmisch-Partenkirchen
und präsentierten das künftige Logo des Pflegestützpunktes v.l.:
AOK-Direktor Stefan Schackmann, Garmisch-Partenkirchens Landrat Anton Speer
und Bezirkstagspräsident Josef Mederer

-lagap- Bild: Wolfgang J. Rotzsche

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Förderung
von Kinderwunschbehandlungen

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Region Bayern – Seit 1. November 2020 werden in Bayern Kinderwunschbehandlungen gefördert. „600 Kinderwunschpaaren wurden in diesen ersten sechs Wochen Zuschüsse für Kinderwunschbehandlungen bewilligt. Es ist mir ein Herzensanliegen, Paaren zu helfen, indem wir sie bei einer Kinderwunschbehandlung finanziell unterstützen. Mit der finanziellen Unterstützung von bis zu 1.800 Euro ermöglichen wir nun diesen Paaren, sich ihren Herzenswunsch zu erfüllen“, so Bayerns Familienministerin Carolina Trautner.

Gefördert werden verheiratete und nicht verheiratete Paare – mit einem gemeinsamen Hauptwohnsitz in Bayern – bei der ersten bis vierten Behandlung der In-Vitro-Fertilisation (IVF) sowie der Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI). Der Zuschuss beträgt bei der ersten bis dritten Behandlung bis zu 800 Euro (IVF) bzw. 900 Euro (ICSI) und bei der vierten Behandlung bis zu 1.600 Euro (IVF) bzw. 1.800 Euro. Bund und Freistaat Bayern übernehmen jeweils die Hälfte. Die Kinderwunschbehandlung kann in Bayern oder einem angrenzenden deutschen Bundesland durchgeführt werden.

Förderanträge können bayerische Kinderwunschpaare beim Zentrum Bayern Familie und Soziales stellen. Der Antrag, Informationen zu den Fördervoraussetzungen sowie die Förderrichtlinien des Freistaats Bayern und des Bundes sind unter ZBFS Bayern abrufbar. Häufige Fragen zu den Kinderwunschbehandlungen, Adressen von Beratungsstellen und Kinderwunschzentren sind auf Familienland Bayern eingestellt. Ein Fördercheck sowie weitere Informationen rund um das Thema Kinderwunsch sind auf dem Informationsportal des Bundesfamilienministeriums abrufbar.

-stmas-

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Lockdown
bis zum 10. Januar 2021
Ausgangssperre in bayerischen Landkreisen und Städten

– Die bestehenden Beschlüsse –

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Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder
haben einschneidende und befristete Maßnahmen beschlossen

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Region Bayern – In derzeit über 40 bayerischen Landkreisen und Städten gilt von 21:00 bis 5:00 Uhr zusätzlich zu den landesweiten Ausgangsbeschränkungen eine Ausgangssperre. Maßgeblich für diese Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen ist, ob ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) die 7-Tages-Inzidenz von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten hat. Die Maßnahmen gelten dann bis zur Aufhebung durch die jeweilige Kreisverwaltungsbehörde. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann kündigte die strikte Kontrolle der Maßnahmen durch die Bayerische Polizei an. „Wir forcieren den Kampf gegen das Virus weiter. Das wird uns nur gelingen, wenn sich alle an die Regeln halten. Deshalb werden wir das auch konsequent kontrollieren, auch mit Unterstützung mehrerer Hundertschaften der Bereitschaftspolizei. Insbesondere in den Hotspots gilt: Bleiben Sie daheim!“

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben einschneidende und befristete Maßnahmen beschlossen bzw. verlängert, um die mit Winterbeginn erheblich angestiegenen Corona-Infektionszahlen in Deutschland einzudämmen und damit auch schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle zu verhindern. Damit soll eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindert werden, denn Krankenhäuser und vor allem zahlreiche Intensivstationen sind durch die hohen Zahlen schwer erkrankter Corona-Patienten stark belastet. Es ist durch die Maßnahmen gelungen, vorübergehend das exponentielle Wachstum zu stoppen und das Infektionsgeschehen auf hohem Niveau zu stabilisieren. Mit der zunehmenden Mobilität und den damit verbundenen zusätzlichen Kontakten in der Vorweihnachtszeit befindet sich Deutschland nun wieder im exponentiellen Wachstum der Infektionszahlen. Eine weiter zunehmende Belastung des Gesundheitssystems und eine nicht hinnehmbare hohe Zahl täglicher Todesfälle sind die Folge. Deshalb sei es erforderlich, weitere tiefgreifende Maßnahmen zur Beschränkung von Kontakten zu ergreifen. Ziel ist es die Zahl der Neuinfektionen wieder so deutlich zu reduzieren wie es im Beschluss vom 25. November definiert ist, so dass es den Gesundheitsämtern wieder möglich wird, Infektionsketten möglichst vollständig identifizieren und unterbrechen zu können und so die Zahl der Erkrankten weiter zu senken. Bund und Länder danken der weit überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung, die mit ihrem besonnenen und rücksichtsvollen Verhalten während der gesamten Zeit der Pandemie dazu beiträgt, die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen. Dieser Gemeinsinn ist das höchste Gut und zugleich der wichtigste Erfolgsfaktor in der Pandemie.

Es wird u.a. dafür gesorgt, dass ein hohes Versorgungsniveau auch unter den schwieriger werdenden Bedingungen gewährleistet bleibt. Trotz der derzeit ernsten Lage geben die Fortschritte bei der Impfstoffentwicklung und Impfstoffzulassung die Hoffnung, dass Deutschland, wenn es gut durch diesen Winter kommt, im nächsten Jahr schrittweise die Pandemie überwinden kann und sich auch wirtschaftlich erholt.

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Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder appelliert: „Bleiben Sie zuhause!“

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Vor diesem Hintergrund vereinbarten die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder:

Die bestehenden Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder bleiben weiterhin gültig. Wie bereits auf der regulären Konferenz am 2. Dezember vereinbart, werden die Länder die bis zum 20. Dezember 2020 befristeten Maßnahmen im Rahmen der Anpassungen ihrer Landesverordnungen bis zum 10. Januar 2021 verlängern, sofern dieser Beschluss keine abweichenden Festlegungen trifft.

Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind weiterhin auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal fünf Personen zu beschränken. Kinder bis 14 Jahre sind hiervon ausgenommen.

Auch in diesem besonderen Jahr sollen die Weihnachtstage gemeinsam gefeiert werden können. Angesichts des hohen Infektionsgeschehens wird dies jedoch nur in deutlich kleinerem Rahmen als sonst üblichmöglich sein. In Abhängigkeit von ihrem jeweiligen Infektionsgeschehen werden die Länder vom 24. Dezember bis zum 26. Dezember 2020 – als Ausnahme von den sonst geltenden Kontaktbeschränkungen- während dieser Zeit Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis, also Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandten in gerader Linie, Geschwistern, Geschwisterkindern und deren jeweiligen Haushaltsangehörigen zulassen, auch wenn dies mehr als zwei Hausstände oder fünf Personen über 14 Jahren bedeutet. Angesichts des anhaltend hohen Infektionsgeschehens wird noch einmal eindrücklich an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, Kontakte in den fünf bis sieben Tagen vor Familientreffen in form einer Schutzwoche auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

Am Silvestertag und Neujahrstag wird bundesweit ein An- und Versammlungsverbot umgesetzt. Darüber hinaus gilt ein Feuerwerksverbot auf durch die Kommunen zu definierenden publikumsträchtigen Plätzen. Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester wird in diesem Jahr generell verboten und vom Zünden von Silvesterfeuerwerk generell dringend abgeraten, auch vor dem Hintergrund der hohen Verletzungsgefahr und der bereits enormen Belastung des Gesundheitssystems.

Der Einzelhandel – mit Ausnahme des Einzelhandels für Lebensmittel, der Wochenmärkte für Lebensmittel, Direktvermarktern von Lebensmitteln, der Abhol- und Lieferdienste, der Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, der Apotheken, der Sanitätshäuser, der Drogerien, der Optiker, der Hörgeräteakustiker, der Tankstellen, der Kfz-Werkstätten, der Fahrradwerkstätten, der Banken und Sparkassen, der Poststellen, der Reinigungen, der Waschsalons, des Zeitungsverkaufs, der Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, des Weihnachtsbaumverkaufs und des Großhandels – wird ab dem 16.Dezember 2020 bis zum 10. Januar 2021 geschlossen. Der Verkauf von non-food Produkten im Lebensmitteleinzelhandel, die nicht dem täglichen Bedarf zuzuordnen sind, kann ebenfalls eingeschränkt werden und darf keinesfalls ausgeweitet werden. Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester wird in diesem Jahr generell verboten.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege – wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, bleiben weiter möglich.

Auch an den Schulen sollen im Zeitraum vom 16. Dezember 2020 bis 10. Januar 2021 die Kontakte deutlich eingeschränkt werden. Kinder sollen dieser Zeit wann immer möglich zu Hause betreut werden. Daher werden in diesem Zeitraum die Schulen grundsätzlich geschlossen oder die Präsenzpflicht wird ausgesetzt. Es wird eine Notfallbetreuung sichergestellt und Distanzlernen angeboten. Für Abschlussklassen können gesonderte Regelungen vorgesehen werden. In Kindertagesstätten wird analog verfahren. Für Eltern werden zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, für die Betreuung der Kinder im genannten Zeitraum bezahlten Urlaub zu nehmen.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber werden dringend gebeten zu prüfen, ob die Betriebsstätten entweder durch Betriebsferien oder großzügige Home-Office-Lösungen vom 16.Dezember 2020 bis 10. Januar 2021 geschlossen werden können, um bundesweit den Grundsatz „Wir bleiben zuhause“ umsetzen zu können.

Die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause durch Gastronomiebetriebe sowie der Betrieb von Kantinen bleiben weiter möglich. Der Verzehr vor Ort wird untersagt. Der Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raumwird vom 16.Dezember bis 10. Januar untersagt. Verstöße werden mit einem Bußgeld belegt.

Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind nur unter folgenden Voraussetzungen zulässig: Der Mindestabstand von 1,5 Metern wird gewahrt, es gilt Maskenpflicht auch am Platz, der Gemeindegesang ist untersagt. Bei Zusammenkünften, in der Besucherzahlen erwartet werden, die zu einer Auslastung der Kapazitäten führen könnten, ist ein Anmeldungserfordernis einzuführen. In den kommenden Tagen werden darüber hinaus Gespräche innerhalb und mit den Glaubensgemeinschaften geführt, um zu geeigneten Regelungen für religiöse Zusammenkünfte zu kommen.

Für Alten- und Pflegeheime sowie mobile Pflegedienste sind besondere Schutzmaßnahmen zu treffen. Der Bund unterstützt diese mit medizinischen Schutzmasken und durch die Übernahme der Kosten für Antigen-Schnelltests. Neben dem Tragen einer FFP2-Maske ist in der aktuellen Phase hoher Inzidenz fast im ganzen Bundesgebiet das Testen des Pflegepersonals wichtig. Die Länder werden fener eine verpflichtende Testung mehrmals pro Woche für das Personal in den Alten- und Pflegeeinrichtungen anordnen. Solche regelmäßigen Tests sind ebenso für das Personal in mobilen Pflegediensten angezeigt. In Regionen mit erhöhter Inzidenz soll der Nachweis eines aktuellen negativen Coronatests für die Besucherinnen und Besucher verbindlich werden.

Bund und Länder betonen erneut, dass über die gemeinsamen Maßnahmen hinaus gemäß der Hotspotstrategiein allen Hotspots ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche sofort ein konsequentes Beschränkungskonzept regional umgesetzt werden muss. Bei weiter steigendem Infektionsgeschehen sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Bei besonders extremen Infektionslagen mit einer Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche und diffusem Infektionsgeschehen sollen die umfassenden allgemeinen Maßnahmen nochmals erweitert werden, um kurzfristig eine deutliche Absenkung des Infektionsgeschehens zu erreichen. Insbesondere sollen in Regionen lokale Maßnahmen nach §28a Abs. 2 InfSchGspätestens erwogen werden, darunter auch weitgehende Ausgangsbeschränkungen, wenn die Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche überschritten wird.

Bund und Länder appellieren eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger in der Zeit bis zum 10. Januar von nicht zwingend notwendigen Reisen im Inland und auch ins Ausland abzusehen. Sie weisen nachdrücklich darauf hin, dass bei Einreisen aus ausländischen Risikogebieten die Pflicht zur Eintragung in die digitale Einreiseanmeldung verpflichtend ist und dass eine Quarantänepflicht für einen Zeitraum von zehn Tagen nach Rückkehr besteht. Eine Beendigung der Quarantäne ist nur durch einen negativen Test möglich, der frühestens am fünften Tag nach der Einreise abgenommen wurde.

Die Maßnahmen führen dazu, dass einige Wirtschaftsbereiche auch im kommenden Jahr weiterhin erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssen. Daher wird der Bund die betroffenen Unternehmen, Soloselbständigen und selbständigen Angehörigen der Freien Berufe auch weiterhin finanziell unterstützen. Dafür steht die verbesserte Überbrückungshilfe III bereit, die Zuschüsse zu den Fixkosten vorsieht. Mit verbesserten Konditionen, insbesondere einem höheren monatlichen Zuschuss in Höhe von maximal 500.000 Euro für die direkt und indirekt von den Schließungen betroffenen Unternehmen, leistet der Bund seinen Beitrag, Unternehmen und Beschäftigung zu sichern. Für die von der Schließungbetroffenen Unternehmen soll es Abschlagszahlungen ähnlich wie bei den außerordentlichen Wirtschaftshilfen geben. Der mit den Schließungsanordnungen verbundene Wertverlust von Waren und anderen Wirtschaftsgütern im Einzelhandel und anderen Branchen soll aufgefangen werden, indem Teilabschreibungen unbürokratisch und schnell möglich gemacht werden. Zu inventarisierende Güter können ausgebucht werden. Damit kann der Handel die insoweit entstehenden Verluste unmittelbar verrechnen und steuermindernd ansetzen. Das sichert Liquidität.

Für Gewerbemiet- und Pachtverhältnisse, die von staatlichen Covid-19 Maßnahmen betroffen sind, wird gesetzlich vermutet, dass erhebliche (Nutzungs-)Beschränkungen in Folge der Covid-19-Pandemie eine schwerwiegende Veränderung der Geschäftsgrundlage darstellen können. Damit werden Verhandlungen zwischen Gewerbemietern bzw. Pächtern und Eigentümern vereinfacht.

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder werden im Zusammenhang der weiteren Infektionsentwicklung am 5.Januar 2021 erneut beraten und über die Maßnahmen ab 11. Januar 2021 beschließen.

-stmpg- Bild: Bundesregierung/Kugler, am

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Impfmaterial-Lieferung
hat begonnen

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Region Bayern – Das bayerische Gesundheitsministerium treibt die Vorbereitungen der Corona-Impfzentren weiter voran. Gesundheitsminiterin Huml sagte nach dem Besuch eines Lagers für Impfmaterial im Landkreis Landsberg am Lech: „Nun wird im großen Stil Impfmaterial angeliefert. Derzeit sind in diesem Lager bereits mehr als 2,8 Millionen Spritzen undm 24,9 Millionen Kanülen eingegangen und es werden laufend neue Lieferungen erwartet. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt, um wie vom Bund gefordert bis Mitte Dezember die Impfzentren vorzubereiten. Das Technische Hilfswerk (THW) unterstützt uns auch in diesem Bereich sehr tatkräftig und Effizient. Die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzkräfte kümmern sich darum, die Pakete mit Material für die einzelnen Landkreise bedarfsgerecht aufzuteilen und dorthin auszuliefern. Sie sind uns damit ein weiteres Mal eine große Hilfe im Kampf gegen die Corona-Pandemie.“

Insgesamt hat das Gesundheitsministerium bereits 40 Ultratiefkühlschränke sowie 34 Millionen Spritzen und 58 Millionen Kanülen bestellt. Weitere Beschaffungsvorgänge laufen noch. Auch der Aufbau der Impfzentren kommt gut voran. Aktuell stehen bereits 93 Standorte fest. Weitere sind in Planung. Mit der aktuell vorgesehenen Kapazität der Impfzentren sind täglich mehr als 30.000 Impfungen möglich. Neben dem Impfmaterial wurde auch eine weitere Tranche von 900.000 Antigen-Schnelltests angeliefert. Auch diese Lieferung wird umgehend nach einem Verteilschlüssel durch das THW konfektioniert und zur Auslieferung vorbereitet. Zeitgleich wurden zu diesem Wareneingang knapp 500.000 Schnelltests parallel an 42 Landrreise und Städte in Bayern ausgeliefert.

-stmgp-

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System
der Patientensteuerung
in der Krankenhausversorgung
an Katastrophenfall angepasst

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Region Bayern – Bayern hat das System der Patientensteuerung in der stationären Versorgung auf die weiterhin steigenden Belegungszahlen in den Krankenhäusern ausgerichtet. Die entsprechende Anpassung der Allgemeinverfügung zur Bewältigung erheblicher Patientenzahlen wurde am Tag der Feststellung des erneuten Katastrophenfalls in Bayern am 9. Dezember veröffentlicht. Sie ist am Donnerstag, 10. Dezember, in Kraft getreten.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte: „Es ist besorgniserregend, dass die Zahl der COVID-19-Erkrankten in den bayerischen Krankenhäusern erheblich ansteigt. Es wichtig, dass wir in unseren Krankenhäusern mit dem Notfallplan Corona-Pandemie die bewährten Organisations- und Entscheidungsstrukturen stärken, die in der Hochphase des Krisengeschehens von März bis Juni 2020 einen in allen Landesteilen geordneten und stets der aktuellen Situation angepassten Krankenhausbetrieb ermöglicht haben. Denn unser Ziel ist es, die akutstationäre Versorgung der Bevölkerung weiterhin bestmöglich zu gewährleisten.“

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann unterstrich: „Kernstücke sind die Einbeziehung der ärztlichen Leiter Krankenhauskoordinierung in die Struktur des Katastrophenschutzes und damit die Herstellung einer straffen Organisationsstruktur mit klaren Weisungsketten sowie eine Erweiterung der Befugnisse der Ärztlichen Leiter. So können sie etwa den vorübergehenden Einsatz von Personal einer Einrichtung in einer anderen Einrichtung anordnen oder Krankenhäusern die Durchführung aufschiebbarer Behandlungen untersagen, damit diese mit ihren Kapazitäten vorrangig zur Versorgung von COVID-19-Patitenten herangezogen werden können.“

„Für die Zeit der Krise gilt eine weitreichende Kooperationspflicht. Krankenhäuser, die zunächst nicht vorrangig mit der Behandlung von Corona-Fällen betraut werden, müssen die anderen Krankenhäuser mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entlasten. Das bedeutet in erster Linie, dass Patienten übernommen werden. Es kann aber auch darum gehen, mit Personal oder Ausstattung zu helfen“, so Huml.

„Darüber hinaus erhalten die Kreisverwaltungsbehörden die Aufgabe, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Personen, die keiner akutstationären Versorgung mehr bedürfen, nicht bis zum Ablauf ihrer Quarantänepflicht im Krankenhaus bleiben müssen und dort wertvolle Kapazitäten binden. Hierzu können geeignete Einrichtungen – u.a. Reha-Einrichtungen – beauftragt werden, Personen aufzunehmen, die zwar nicht mehr akutstationär behandelt werden müssen, bei denen aber die Gefahr einer Erregerübertragung noch nicht auszuschließen ist.“

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am 9. Dezember 2020 gemeinsam mit dem Innenministerium die entsprechende Allgemeinverfügung zur Bewältigung erheblicher Patientenzahlen in Krankenhäusern erlassen. Weitere Infos: verkuendung-bayern.de

-stmi-

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Freistaat
bereitet Corona-Impfungen vor

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Region Bayern – Die Bayerische Staatsregierung bereitet sich intensiv auf den Zeitpunkt vor, ab dem Schutzimpfungen gegen das Corona-Virus möglich sein werden. Zusammen mit den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden sollen bis Mitte Dezember in den bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten flächendeckend Impfzentren eingerichtet werden. Ergänzt werden soll dies durch mobile Impfteams. Die Einrichtung der Impfzentren kommt gut voran. Größtenteils stehen Impfstandorte schon fest oder das Vergabeverfahren ist weit fortgeschritten.

In der Anfangsphase wird ein Corona-Impfstoff nicht flächendeckend für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stehen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat deshalb gemeinsam mit der Leopoldina – Nationalen Akademie der Wissenschaften – und dem Deutschen Ethikrat erste Vorschläge für eine Priorisierung getätigt. Sobald weitere Daten zu einzelnen Impfstoffen vorliegen, wird die STIKO eine konkrete Impfempfehlung abgeben.

Das Bayerische Impfkonzept baut auf den bisherigen Vorschlägen der STIKO auf. Vorgesehen ist auf freiwilliger Basis zunächst eine Impfung für besondere Gruppen – wie Menschen hohen Alters und Menschen mit chronischen Erkrankungen. Weitere Beispiele sind Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Bewohner in stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Zu den Gruppen, die mit Priorität geimpft werden sollen, zählen ferner Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko – etwa aufgrund ihres Berufs (insbesondere medizinisches und pflegerisches Personal) sowie Berufsgruppen aus sensiblen Bereichen der kritischen Infrastruktur – wie Polizei, Feuerwehr und Gesundheitswesen.

Das für die Corona-Impfungen erforderliche medizinische Personal soll gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und dem Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV) gewonnen werden. Bisher haben sich bereits über 2.500 Vertragsärztinnen und -ärzte bereit erklärt, in Impfzentren oder mobilen Impfteams Impfungen durchzuführen. Die KVB ist bereit, die Einteilung der Ärztinnen und Ärzte zu übernehmen.

Um für eine zweite Welle gut gerüstet zu sein, hatte das Kabinett im Juli dieses Jahres den Aufbau eines strategischen Grundstocks und eines Bayerischen Pandemiezentrallagers beschlossen. Damit stehen dem Freistaat jetzt wichtige Materialreserven zur Verfügung, um auf einen möglichen erhöhten Bedarf schnell reagieren zu können. So befinden sich im Bayerischen Pandemiezentrallager mehrere Millionen Einheiten an Persönlicher Schutzausrüstung, insbesondere FFP2-Masken, FFP3-Masken und OP-Masken sowie Schutzanzüge und Schutzbrillen.

Teil des strategischen Grundstocks sind auch Beatmungs- und Monitorgeräte, die teilweise dezentral bei den Krankenhäusern vorgehalten werden sollen. Im Zentrallager befinden sich derzeit 486 einsatzfähige Beatmungsgeräte. Hinzu kommen 495 Beatmungsgeräte, die zwar zerlegt, aber kurzfristig aufbaubar sind – und 130 einsatzfähige Monitorgeräte. Die im Zentrallager befindlichen Beatmungs- und Monitorgeräte sollen als Reserve für besondere Ausbruchsereignisse zur Verfügung stehen.

Durch ein kürzlich abgeschlossenes Ausschreibungsverfahren wird der Bestand an Monitorgeräten im Zentrallager um weitere Monitorgeräte erhöht werden. Daneben hat das Bundesministerium für Gesundheit die Lieferung von Beatmungsgeräten und Monitorgeräten angekündigt. Die ersten dieser Monitorgeräte wurden bereits ausgeliefert, weitere sollen in den nächsten Monaten folgen. Diese Geräte sollen bedarfsgerecht an die bayerischen Krankenhäuser ausgeliefert werden. Außerdem wurde der Bestand an dezentralen Beatmungsgeräten in den bayerischen Krankenhäusern durch Direktlieferungen massiv erhöht.

-bsk-

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92 Corona-Impfzentren
bisher bestätigt

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Region Bayern – Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml treibt den Aufbau der Corona-Impfzentren zügig voran: „Bayernweit steht bereits der Standort von 92 Impfzentren fest. Weitere befinden sich in Planung, es handelt sich also um einen Zwischenstand. Mit der aktuell vorgesehenen Kapazität der Impfzentren sind täglich mehr als 30.000 Impfungen möglich. Der Aufbau der Impfzentren kommt sehr gut voran. Ziel ist es, bis Mitte Dezember einsatzbereit zu sein. Ich sehe uns hier auf einem guten Weg. Ich danke den Kreisverwaltungsbehörden, die hier federführend aktiv sind, sowie allen beteiligten Organisationen und Ärztinnen und Ärzten für die enge und konstruktive Zusammenarbeit. Wenn der Impfstoff da ist, wollen wir so schnell es geht mit dem Impfen beginnen. In der Anfangsphase wollen wir daher sieben Tage die Woche impfen. Wann wir konkret mit dem Impfen beginnen können, hängt aber davon ab, wann ein Impfstoff zugelassen und geliefert wird. Wir tun alles dafür, dass wir organisatorisch bis dahin vorbereitet sind. Die Absprache zwischen Bund und Ländern ist klar: Der Bund beschafft den Impfstoff, die Länder kümmern sich um Logistik und Organisation.“

Die Ministerin verwies darauf, dass in der Anfangsphase nicht genügend Impfstoff für einen flächendeckenden Einsatz vorliegen wird. Nach der aktuellen Planung wird zum Beginn der Schwerpunkt auf der Arbeit der mobilen Impfteams liegen, die insbesondere in vollstationäre Pflegeeinrichtungen fahren. Auch in den Impfzentren werden in der Anfangsphase Impfungen nur von berechtigten Personen und nach verbindlicher Terminvereinbarung möglich sein.

-stmgp-

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Fünf Spieler
der „Tölzer Löwen“ positiv getestet

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Region Bad Tölz – Fünf Spieler der „Tölzer Löwen“ des Bad Tölzer-Eishockeyvereins haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das Team hatte sich testen lassen, nachdem in der Mannschaft des Gegners vom Sonntag positive Fälle aufgetreten waren. Die fünf infizierten Spieler müssen nun in Isolation, 13 weitere Spieler sowie vier Betreuer müssen als Kontaktpersonen 1 in Quarantäne. Das Gesundheitsamt hatte sich am Donnerstag, nachdem die Testergebnisse bekannt geworden waren, mit allen Spielern in Verbindung gesetzt. Die Kategorisierung des weiteren Personals läuft. Nicht in Quarantäne sind drei Spieler, die im infektiösen Zeitraum nicht anwesend waren sowie die vier Schiedsrichter. Letztere wurden als Kontaktpersonen II eingestuft. Die Quarantäne für die als Kontaktpersonen 1 kategorisierten Spieler endet am 5. Dezember.

-latöl-

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Pflegestützpunkte
können mit bis zu 20.000 Euro
gefördert werden

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Region Bayern – Das bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium baut die Beratungsstrukturen für Pflegebedürftige und deren Angehörige weiter aus. „Die Aufnahme von Pflegestützpunkten in eine Regelförderung ist ein Meilenstein für die Beratung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Pflegestützpunkte sind leicht zugängliche Beratungsangebote für alle Themen rund um die Pflege. Sie sind zentrale Anlaufstellen und vernetzen die regional verfügbaren pflegerischen Angebote, um Beratung und Unterstützung aus einer Hand anzubieten“, betonte die bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml.

Landkreise, kreisfreie Städte und Bezirke können gemeinsam mit den Pflege- und Krankenkassen Pflegestützpunkte einrichten. Um den weiteren Ausbau von Pflegestützpunkten zu unterstützen, können diese ab 2021 mit jährlich bis zu 20.000 Euro gefördert werden. Zuwendungsempfänger sind Kommunen, die sich an der Trägerschaft eines Pflegestützpunkts beteiligen. Bei einer räumlichen Anbindung an eine Fachstelle für pflegende Angehörige erhöht sich die Förderpauschale für insgesamt maximal drei Jahre um jährlich bis zu 3.000 Euro.

Bereits seit November 2019 können Pflegestützpunkte eine bisher einmalige Förderung beantragen. Darüber hinaus fördert der Freistaat ein gut etabliertes und in dieser Form in Deutschland einzigartiges Netz von über 100 Fachstellen für pflegende Angehörige mit jährlich bis zu 1,6 Millionen Euro. Die Fachstellen für pflegende Angehörige haben die Aufgabe, pflegende Angehörige auch längerfristig bei ihrer oft kräftezehrenden Aufgabe psychosozial zu begleiten, Betreuungs- und Entlastungangebote, wie beispielsweise Helferkreise oder Betreuungsgruppen anzubieten sowie insbesondere auch Angehörige von Menschen mit einer Demenzerkrankung zu informieren und zu begleiten.

Anträge auf Regelförderung für das Jahr 2021 können noch bis 31.12.2020 beim Bayerischen Landesamt für Pflege gestellt werden. Weitere Informationen: pflegestuetzpunkte.bayern.de

-stmgp-

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Qualitätssiegel
für die Chirurgie
der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz

Region Bad Tölz – Der Fachbereich „Chirurgie“ der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz wurde von der von der Deutschen Herniengesellschaft (DHG) mit dem Qualitätssiegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ ausgezeichnet. Unter anderem bei Leisten-, Nabel-, Zwerchfell- oder Narbenbrüchen sind Betroffene in der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz damit in den besten Händen. „Herzlichen Glückwunsch an Chefärztin Dr. med. Heike Kremser und das gesamte Team der Chirurgie. Diese Auszeichnung ist eine Anerkennung für die hervorragende Arbeit die der Fachbereich hier täglich leistet“, betonte der Geschäftsführer der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz, Felix Rauschek.

Als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Hernienchirurgie und der Europäischen Herniengesellschaft nehmen die Fachärzte der Stadtklinik am nationalen und internationalen wissenschaftlichen Austausch regelmäßig teil. „Unser Ziel ist es, jeden Patienten individuell zu beraten und ihm die bestmögliche Therapie zukommen zu lassen, so dass eine zügige, schmerzarme und dauerhafte Heilung erreicht wird“, so Dr. med. Heike Kremser, Chefärztin für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie an der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz. Gemeinsam mit dem Leitenden Oberarzt Dr. med. Marc Krumrey, den Oberärzten Hubert Chang, Martin Lang und Raimund Novak sowie dem gesamten Team deckt sie nahezu das gesamte Behandlungsspektrum der Hernienchirurgie ab. 

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Chefärztin Dr. med. Heike Kremser präsentiert das
Qualitätssiegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“
der Deutschen Herniengesellschaft

-am- Bild: ch

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Ambulante
Vorsorgemaßnahmen
in anerkannten Kurorten
sollen Pflichtleistungen werden

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Region Bayern – Der Referentenentwurf des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) aus dem Bundesgesundheitsministerium sieht eine Änderung im Sozialgesetzbuch (SGB V) vor. Danach soll die sogenannte „Ambulante Badekur“ von einer Ermessens- in eine Pflichtleistung umgewandelt werden. Damit wird klargestellt, dass Versicherte einen gesetzlichen Anspruch auf diese wertvollen Vorsorgemaßnahmen haben. Die ambulanten Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten nach § 23 Abs. 2 SGB V hatten in den vergangenen Jahren regelmäßige Rückgänge zu verzeichnen.

Gesundheitsbewusstsein, Fitness und Prävention haben in Bayern seit jeher einen besonders hohen Stellenwert. Mit 53 hochprädikatisierten Heilbädern und Kurorten bietet Bayern ein einzigartiges Gesundheitsangebot. Seiner geologischen Vielfalt verdankt Bayern zahlreiche Thermal- und Heilwasserquellen, Mineral- und Solequellen sowie Moore, die zu den unterschiedlichsten Therapiezwecken genutzt werden können.

Bayerns Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek begrüßte die Pläne aus dem Bundesgesundheitsministerium, die sogenannte „Ambulante Badekur“ in eine Pflichtleistung umzuwandeln. Der Staatssekretär betonte anlässlich einer Online-Veranstaltung zum Bayerischen Heilbädertag: „Vorsorge und Rehabilitation sind der Schlüssel dafür, dass wir in Zukunft nicht nur älter, sondern vor allem gesünder älter werden können. Bayerische Kurorte und Heilbäder als Zentren nachhaltiger Erholung spielen dabei eine entscheidende Rolle. Gesundheitsförderung und Prävention müssen noch stärker als bisher ins Blickfeld gerückt werden. In Anbetracht des demografischen Wandels und des Anstiegs der chronischen Erkrankungen ist es von besonderer Bedeutung, die medizinische Vorsorge zu stärken. Dazu muss es uns gelingen, die Lebensverhältnisse gesundheitsgerecht zu gestalten sowie die Eigenverantwortung der Menschen zu stärken. Sie sollen motiviert werden, ein gesundheitsorientiertes Leben zu führen. Bayern ist Bäderland Nummer 1: Unsere Heilbäder und Kurorte setzen mit modernen, medizinischen Kompetenzzentren für Kur, Reha und Prävention Maßstäbe in der deutschen Gesundheitslandschaft. Erfahrene Ärztinnen und Ärzte bieten Check-ups und Therapien an, die klassische Kuranwendungen mit hochmodernen Methoden kombinieren. Gleichzeitig können sich die Patienten in einer traditionsreichen und naturnahen Landschaft erholen. Gerade für Menschen, die zu Hause ihre Angehörigen pflegen, sind solche Kuren ein echter Gewinn. Die Bayerischen Heilbäder und Kurorte repräsentieren das „gesunde Bayern“ und leisten damit einen herausragenden Beitrag für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung.“

-stmgp-

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Naloxon-Nasenspray
kann bei Überdosierungen
Leben retten

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Im letzten Jahr starben 650 Menschen an einer Opioidvergiftung. Schätzungen zufolge sind bei Überdosierungen in zwei von drei Fällen jedoch andere Personen anwesend, die helfen könnten und helfen wollen. Im Rahmen des bayerischen Modellprojekts „BayTHN – Take Home – Naloxon in Bayern“ an der Universitätsklinik Regensburg wurden Opioidabhängige, deren Angehörige oder ihnen nah stehende Personen im Umgang mit dem Nasenspray Naloxon unterrichtet. Bisher kam das lebensrettende Medikament unter knapp 500 Schulungsteilnehmern bereits 69 Mal erfolgreich zum Einsatz. Die Wirkung des Nasensprays ist bei richtiger Anwendung schnell und einfach und kann die Wirkung von Opioiden ganz oder vorübergehend aufheben. Das bayerische Gesundheitsministerium fördert das Projekt bis Ende des Jahres mit 330.000 Euro.

Daniela Ludwig, Drogenbeauftragte der Bundesregierung: „Opioidabhängige sterben viel zu häufig an einem Atemstillstand. Auch wenn die Detailauswertung des Projektes der Bayerischen Staatsregierung noch aussteht, können wir jetzt schon sagen: Naloxon kann Leben retten. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es bundesweit solche Schulungen geben wird. Hier muss der Bund auch Geld ausgeben, damit zukünftig weniger Schwerstabhängige an ihrem Drogenkonsum sterben!“

Bayerns Staatssekretär für Gesundheit und Pflege, Klaus Holetschek, sieht im erfolgreichen Naloxon-Modellprojekt einen wichtigen Baustein zur Verhinderung des Drogentods. „Wir dürfen auch in Corona-Zeiten andere wichtige Aufgaben nie aus dem Blick verlieren. Das bayerische Naloxon-Projekt hat sich seit seinem Start bewährt“, so Holetschek.

Das Projekt läuft seit Oktober 2018 und wird federführend von der Universität Regensburg in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Bamberg umgesetzt. Beteiligt sind verschiedene Einrichtungen der bayerischen Suchthilfe an den fünf Standorten Regensburg, München, Nürnberg, Ingolstadt und Augsburg. Staatssekretär Holetschek betonte: „Mit dem Naloxon-Projekt können wir Opioidabhängige zielgerichtet unterstützen und so einen entscheidenden Schutzfaktor gegen den Drogentod schaffen. Deshalb ist es wichtig, dass wir Projekte wie dieses fördern. Wir werden in Bayern die Schulungen ausweiten, damit in Zukunft noch mehr Betroffene erreicht werden.“

-stmgp-

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Reform
der Grundsicherung

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Die Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende hat als wichtiger Baustein der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik zu einer positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt beigetragen. Das Prinzip „Fördern und Fordern“ hat sich bewährt, auch wenn bei vielen Leistungsberechtigten und in Teilen der Gesellschaft weiterhin Vorbehalte bestehen. In einigen Teilbereichen besteht gesetzlicher Änderungsbedarf.

Die Landesarbeitsministerinnen und -minister der Länder Bayern, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen haben in einem gemeinsamen Papier Eckpunkte für eine Reform der Grundsicherung vorgelegt. Ziel ist es, die Grundsicherung so weiterzuentwickeln, dass die Leistung und Lebensleistung der Leistungsberechtigten bei der Ausgestaltung des Leistungsrechts verstärkt berücksichtigt werden, dass mehr positive Anreize gesetzt werden und dass die Akzeptanz des gesamten Systems in der Bevölkerung erhöht wird.

Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll durch moderate Anpassungen optimiert werden. Manche der vorgeschlagenen Änderungen sollten durch eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe unter Hinzuziehung von Experten aus Wissenschaft, Praxis und der Sozialgerichtsbarkeit begleitet werden.

Eckpunkte für eine Reform der Grundsicherung:

Höhere Einkommens-Freibeträge für Erwerbsaufstocker
Bayerns Arbeitsministerin Carolina Trautner: „Ich finde es wichtig, dass die Grundsicherung für Arbeitsuchende ergänzt und weiterentwickelt wird: Die Leistung und Lebensleistung der Menschen muss verstärkt berücksichtigt werden. Deshalb sollten die Einkommens-Freibeträge für Erwerbsaufstocker erhöht werden. Das könnte einen Anreiz schaffen, die Erwerbstätigkeit über den geringfügigen Bereich hinaus auszuweiten. Dies muss sich immer finanziell positiv auf die Beschäftigten auswirken.“

Ein höherer Vermögens-Grundfreibetrag
Beim Vermögens-Grundfreibetrag geht es darum, unter welchen Voraussetzungen Leistungsberechtigte das Ersparte veräußern und vom Erlös den laufenden Lebensunterhalt bestreiten müssen. Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann: „Anerkennung der Lebensleistung bedeutet für mich auch, dass die Menschen nicht jeden selbst verdienten Groschen, den sie über die Jahre abgezwackt haben, aufbrauchen müssen, bevor sie Anspruch auf staatliche Hilfe bekommen. Das ist nicht gerecht und motiviert auch nicht, privat für den Ruhestand oder schlechte Zeiten vorzusorgen. Deswegen fordern wir einen höheren Vermögens-Grundfreibetrag in der Grundsicherung für Arbeitsuchende.“ Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe betonte diesbezüglich: „Wir müssen den Bürgern und Bürgerinnen die Angst nehmen, dass ihre bisherige Lebensleistung bei der Beantragung von „SGB II Leistungen“ nicht berücksichtigt wird. Das Vermögen von Leistungsberechtigten, die zuvor sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben oder selbstständig waren, muss stärker geschützt werden. Dafür wollen wir den Vermögengrundfreibetrag erhöhen, damit sich Vorsorge und Sparen lohnt. Hierfür müssen nachvollziehbare und gerechte Lösungen gefunden werden.“

Ein besserer Vermögensschutz für Grundstücke
Dabei geht es darum, unter welchen Voraussetzungen Leistungsberechtigte ihr erspartes Altersvorsorgevermögen vor Eintritt in den Ruhestand veräußern und vom Erlös den laufenden Lebensunterhalt bestreiten müssen. Baden-Württembergs Arbeits- und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Wir sollten selbstgenutztes Wohneigentum erhalten – ganz besonders dann, wenn Menschen ihr erarbeitetes Vermögen vorrangig in ihr Wohneigentum investiert haben und gegen Ende ihres Arbeitslebens auf Grundsicherungsleistungen angewiesen sind. Darum sollte der Freibetrag für „Wohneigentum im SGB II“ gleich hoch sein wie der Freibetrag für geldwerte Altersvorsorgeansprüche. Bezahlbarer Wohnraum ist knapp und nicht nur in großen Ballungszentren herrscht vielerorts Wohnungsnot. Auch deshalb sollten Menschen, die ihr erarbeitetes Vermögen in Wohneigentum investiert haben, nicht schlechter gestellt sein.“

Eine gesetzliche Neuregelung der Sanktionen
Alle vier Ministerinnen und Minister betonten auch die Bedeutung der Sanktionsregelungen. Die vom Bundesverfassungsgericht gerügten Regelungen sind aufzuheben. Zugleich müssen zusätzliche, schärfere Regelungen für diejenigen Personen geschaffen werden, die sich Mitwirkungspflichten beharrlich verweigern. Es widerspricht dem Gedanken der Subsidiarität und überdehnt die Solidarbereitschaft der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, wenn einzelne Personen eine reale und zumutbare Arbeitsmöglichkeit auch nach Anwendung der neuen Sanktionsregelungen beharrlich ablehnen.

-stmas-

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Keine Kontrolltests
nach Ablauf der Quarantänezeit erforderlich

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Von behördlicher Seite ist kein negativer Coronatest zur Aufhebung einer Quarantäneanordnung vorgesehen. Die Anordnungen werden für Personen ausgesprochen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden oder in der Kontaktpersonenermittlung eines bestätigten Falls als direkte Kontaktpersonen (Kategorie 1) eingestuft wurden. Die Dauer der Quarantäne richtet sich danach, ob der Infektionszeitraum eingegrenzt werden kann beziehungsweise nach der Dauer einer möglichen Inkubation im Falle von Kontaktpersonen.

In der Regel müssen Betroffene mit einer häuslichen Isolation von rund zwei Wochen rechnen. Anschließend kann aus medizinischer Sicht angenommen werden, dass von diesen Personen kein Ansteckungsrisiko mehr ausgeht. Im Einzelfall ist denkbar, dass je nach Gesundheitszustand eine Verlängerung der Quarantäne veranlasst werden muss. Krankschreibungen haben jedoch stets durch eine Ärztin bzw. einen Arzt zu erfolgen, hierfür ist das Gesundheitsamt ausdrücklich nicht zuständig. Ein abschließender Nachweis der Genesung durch einen Test nach der Quarantäne wird vom Gesundheitsamt weder eingefordert, noch durchgeführt: Mit Ablauf der Quarantäneanordnung endet der Einflussbereich der Behörde. Für eine Rückkehr der Personen an ihre Arbeitsplätze sind die individuellen, arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben der Arbeitgeber zu beachten. Vom Arbeitgeber angeordnete und gesetzlich nicht vorgeschriebene Tests haben bislang keine eindeutige Rechtsgrundlage.

Wer in Quarantäne Symptome entwickelt, muss zum Hausarzt
Alle Kontaktpersonen, für die das Gesundheitsamt aus Gründen des Infektionsschutzes eine häusliche Quarantäne angeordnet hat und die im Laufe dieser Zeit Erkrankungssymptome entwickeln, sollen sich im Bedarfsfall telefonisch zur Beratung an ihre Hausarztpraxen zu wenden. Die Kriesverwaltungen weisen explizit darauf hin, dass in diesen Fällen unbedingt von einer Fahrt zum Corona-Testzentrum abgesehen werden sollte. Sollte die Hausarztpraxis keinen Test anbieten können, kann dennoch über den Hausarzt eine entsprechende Vermittlung an eine andere Praxis erfolgen.

-laa-

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In Fitnessstudios
darf unter bestimmten Voraussetzungen
trainiert werden

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Region Bayern – Fitnessstudios müssen während des Lockdowns im November nicht vollständig schließen. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) herausgegeben hat. Der BayVGH hat dem Eilantrag des Inhabers eines Fitnessstudios stattgegeben, der gegen diese allgemeine Regelung der 8. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung geklagt hatte. Damit ist der Betrieb von Fitnessstudios nicht vollständig untersagt, sondern unter bestimmten Bedingungen möglich.

So kann Individualsport auch im Fitnessstudio ausgeübt werden. Grundsätzlich darf man allein, zu zweit oder mit den Mitgliedern des eigenen Haushalts im Fitnessstudio trainieren. Diese Regelung gilt je Raum. Das heißt, sollte das Studio über mehrere, voneinander abgetrennte Räumlichkeiten verfügen, so kann in diesen jeweils nur allein, zu zweit oder mit den Mitgliedern des eigenen Haushalts trainiert werden. Dabei muss sichergestellt sein, dass sich die Personen aus den unterschiedlichen Räumlichkeiten nicht untereinander begegnen.

-lanu-

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Wohnortnahe Pflege
ausbauen

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Region Bayern – Das bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium will das wohnortnahe Pflegeangebot weiter ausbauen und so das Leben in den eigenen vier Wänden länger möglich machen. „Wir gehen davon aus, dass es im Jahr 2050 mehr als 670.000 pflegebedürftige Menschen in Bayern geben wird. Im Vergleich zum Jahr 2017 wäre das ein Zuwachs von 62 Prozent. Auf diese Herausforderung müssen wir uns schon heute vorbereiten. Wir brauchen attraktive Angebote, um trotz Pflegebedarfs möglichst lange auch in der eigenen Wohnung leben zu können“, erklärte die bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml.

Dazu richtet das Gesundheitsministerium kürzlich die erste – aufgrund der Corona-Pandemie digitale – „Fachkonferenz Wohnen und Pflege“ aus. „Auch die Corona-Pandemie zeigt uns, wie wichtig es ist, dezentrale Pflegestrukturen zu schaffen. Die Zukunft der pflegerischen Versorgung liegt im Wohnquartier, in dem Menschen gepflegt werden. Möglichst lange zu Hause zu leben, ist der Wunsch der meisten Menschen. Mit unserer Fachtagung wollen wir über Beispiele aus der Praxis für ein gelungenes Zusammenspiel von Wohnen und Pflege informieren. Dafür haben wir schon viel getan. Für 2020 sind hierfür 60 Millionen Euro im bayerischen Haushalt veranschlagt, um das Förderprogramm zum Ausbau von Pflegeplätzen, „PflegesoNah“, zu unterstützen. Die Nachfrage ist groß: Die Fördermittel waren schon im März verplant. Uns geht es dabei vor allem darum, Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflegeplätze sowie ambulant betreute Wohngemeinschaften und Pflegeheime, die sich in den sozialen Nahraum öffnen zu unterstützen. Mehr als 1.100 Pflegeplätze und 3 Begegnungsstätten für Pflegebedürftige konnten wir dieses Jahr bereits fördern“, so Huml. Weitere Informationen: fachkonferenz-wohnenundpflege.bayern.de

-stmgp-

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Rund 800.000 Euro
für bayerischen Forschungsverbund „FOR-COVID“

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Region Bayern – Das Bayerische Wissenschaftsministerium hat zum Coronavirus SARS-CoV-2 den bayerischen Forschungsverbund FOR-COVID eingerichtet. Dafür stellt der Freistaat rund 800.000 Euro an Fördermitteln für dieses und nächstes Jahr bereit. Beteiligt sind die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg, die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, die Technische Universität (TUM) München, die Universität Regensburg und die Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg sowie das Bundeswehr-Institut für Mikrobiologie in München.

Im Rahmen von neun Projekten erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der kooperierenden Hochschulen Möglichkeiten zur Vorbeugung und zur Vorbereitung auf Epidemien, zur Infektionsprävention, zur aktiven und passiven Immunisierung durch Impfung, zur Verbesserung der antiviralen Therapiemöglichkeiten sowie zum besseren Verständnis der Entstehung und Entwicklung der Krankheit.

Der Forschungsverbund will durch eine bayernweite, interdisziplinäre Kooperation dazu beitragen, die derzeitige Pandemie beherrschbarer zu machen und auf zukünftige ähnliche Krisen besser vorbereitet zu sein und arbeitet auch mit Forschungsgruppen in Sachsen in einem bayerisch-sächsischen Forschungsnetzwerk zu SARS-CoV-2 zusammen. Sprecherin des bayerischen Forschungsverbunds FOR-COVID ist die Virologin Prof. Dr. Ulrike Protzer von der Technischen Universität (TUM) München. Ihre Stellvertreter sind Prof. Dr. Oliver Keppler vom Max-von-Pettenkofer Institut – Virologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sowie Prof. Dr. Joerg Vogel vom Institut für Molekulare Infektionsbiologie der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg.

-stmwk-

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Bayern
beschließt schnelle und konsequente Maßnahmen
im Kampf gegen Corona

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Unser Land steht in der Pandemie erneut an einem Scheideweg: Jetzt und in diesen Tagen entscheidet sich, wie Deutschland und der Freistaat Bayern die zweite Infektionswelle überstehen und wie die durch die Pandemie verursachten Gesamtschäden für Leben, Gesundheit, Wirtschaft und Gesellschaft so klein wie möglich gehalten werden können“, erklärte der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder und ergänzte: „Der bayerische Kurs der Vorsicht und Umsicht, der uns bislang vergleichsweise gut durch die Pandemie geführt hat, bleibt oberste Maxime: Lieber frühzeitig und entschlossen handeln als zu zögern und zum Getriebenen einer ungebremsten Entwicklung zu werden. Wie schnell die Pandemie sich entwickeln und auch ein gut organisiertes Land an den Rand seiner Leistungsfähigkeit bringen kann, zeigen die aktuellen Zahlen aus anderen Staaten. Handeln wir jetzt entschlossen, so können wir die Schäden begrenzen und mit Optimismus in die Weihnachtstage und das Jahr 2021 gehen. Um gemeinsam gut durch die Krise zu kommen, sind nicht in erster Linie die staatlichen Anordnungen entscheidend. Entscheidend ist vielmehr, dass jede und jeder Einzelne den Ernst der Lage erkennt und sich entsprechend verhält. Es geht nicht um Loyalität gegenüber dem Staat, sondern um Solidarität gegenüber der Gesellschaft und um die Sorge jedes Einzelnen um die Gesundheit aller. Jeder muss sich bewusst sein: Nun kommt es auf sein ganz persönliches Verhalten an. Wir haben aus der Situation im Frühjahr gelernt. Das bedeutet: Trotz starker Beschränkungen wollen wir die Wirtschaft, die bereits während des ersten Lockdowns erheblich getroffen wurde, am Laufen halten sowie Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen offenlassen. Dies sind wir unseren Kindern schuldig, damit nehmen wir auch auf die Lebenssituation von Familien mit Kindern Rücksicht. Schließlich sollen die ältere Generation und Menschen mit Behinderungen vor Vereinsamung und sozialer Isolation bewahrt werden, ohne deren besonders erforderlichen gesundheitlichen Schutz zu vernachlässigen. Unser Wissen über die Infektionswege, das Virus und über die Wirksamkeit von Maßnahmen hat sich verbessert. Das erlaubt es, jetzt gezielter und selektiver vorzugehen. Vor allem durch erhebliche Einschnitte im Freizeitbereich werden wir persönliche Kontakte massiv reduzieren und so das Infektionsgeschehen abbremsen.“

Grundlegende Beschränkung der Kontakte notwendig
Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben vor diesem Hintergrund am 28. Oktober beschlossen, deutschlandweit abgestimmte und überall einheitlich durchzuführende Maßnahmen zu treffen. Die bayerische Staatsregierung begrüßt dieses konzertierte Handeln von Bund und Ländern und wird die getroffenen Beschlüsse konsequent und umgehend in Landesrecht umsetzen. Alle Maßnahmen sollen daher auch für Bayern ab 2. November in Kraft treten. Das sind folgende zusätzliche Maßnahmen:

Wichtigste Maßnahme in der kommenden Zeit wird es sein, Abstand zu halten und Kontakte zu verringern. Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands sind auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Der Aufenthalt im öffentlichen wie im privaten Raum ist begrenzt auf die Angehörigen des eigenen Hausstands und eines weiteren Hausstands, jedoch in jedem Fall auf maximal zehn Personen. Darüber hinaus gehende Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der Lage in unserem Land inakzeptabel.

Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – zu verzichten. Das gilt im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge. Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt.

Geschlossen werden Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind. Dazu gehören: Theater, Opern, Konzerthäuser und ähnliche Einrichtungen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen, Prostitutionsstätten, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Thermen, Fitnessstudios, Wellnesseinrichtungen, Museen, Zoos und ähnliche Einrichtungen.

Geschlossen werden: Messe-, Kongress- und Tagungsveranstaltungen sowie der Freizeit- und Amateursportbetrieb – mit Ausnahme des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen. Profisportveranstaltungen können nur ohne Zuschauer stattfinden.

Veranstaltungen aller Art werden untersagt, ausgenommen sind verfassungsrechtlich geschützte Bereiche – u.a. Gottesdienste, Versammlungen nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz. Geschlossen werden: Gastronomiebetriebe sowie Bars, Kneipen und ähnliche Einrichtungen. Geschlossen bleiben Clubs und Diskotheken. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause sowie der Betrieb von Kantinen.

Geschlossen werden: Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege – wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen – z. B. Physio-, Ergo-, Logotherapie, Podologie / Fußpflege – bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.

Der Groß- und Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Es darf sich in den Geschäften aber weiterhin nur ein Kunde je zehn Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten. Schulen und Kindergärten bleiben offen. Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe sowie vergleichbare Beratungseinrichtungen bleiben geöffnet. Weiter gehende Anordnungen der örtlichen Behörden bleiben unberührt.

Es gelten außerdem landesweit auch die bereits jetzt für Gebiete mit einer Inzidenz größer 50 geltenden Maßnahmen – wie insbesondere die Maskenpflicht an den Schulen – einschließlich Grundschule – auf frequentierten öffentlichen Plätzen und am Arbeitsplatz, das ab 22:00 Uhr geltende Alkoholkonsumverbot auf stark besuchten öffentlichen Plätzen oder das ebenfalls ab 22:00 Uhr geltende Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen und durch Lieferdienste.

Befristung und Evaluierung der Maßnahmen
Die getroffenen Maßnahmen sind bis Ende November befristet. Bis dahin muss sich zeigen, ob die getroffenen Maßnahmen eine erkennbare Tendenz zur Abschwächung der Infektionsentwicklung auslösen und es gelingt, das ungezügelte Ansteigen der Infektionszahlen zu brechen. Die Maßnahmen werden ferner bereits zwei Wochen nach ihrem Inkrafttreten evaluiert und gegebenenfalls erfolgen notwendige Anpassungen.

Bayern begrüßt Finanzhilfen des Bundes für betroffene Branchen
Die bayerische Staatsregierung begrüßt die Zusage des Bundes, mit einem Finanzvolumen von bis zu 10 Mrd. Euro allen von den temporären Schließungen betroffenen Unternehmen, Betrieben, Selbständigen, Vereinen und Einrichtungen eine außerordentliche Wirtschaftshilfe zu gewähren, um sie für finanzielle Ausfälle zu entschädigen. Der Bund plant einen Erstattungsbetrag von 75 Prozent des entsprechenden Umsatzes des Vorjahresmonats für Unternehmen bis 50 Mitarbeiter, womit die Fixkosten des Unternehmens pauschaliert würden. Die Prozentsätze für größere Unternehmen wird nach Maßgabe der Obergrenze der einschlägigen beihilferechtlichen Vorgaben ermittelt. Die bayerische Staatsregierung begrüßt ferner, dass der Bund Hilfsmaßnahmen für Unternehmen verlängern und die Konditionen für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche mit der Überbrückungshilfe III verbessern will. Das betrifft zum Beispiel den Bereich der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft und die Soloselbständigen. Außerdem will der Bund den KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten öffnen und anpassen.

Bonus für Personal im Öffentlichen Gesundheitsdienst
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) zeigen herausragende Leistungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die bayerische Staatsregierung würdigt diesen engagierten Einsatz nun mit einem Bonus von einmalig 500 Euro. Der Corona-Bonus soll allen mithelfenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in staatlichen und kommunalen Gesundheitsämtern, den Regierungen, des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, des Landesamts für Pflege sowie des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege zugutekommen. Insgesamt profitieren davon rund 6.800 Personen. Dafür sind 3,5 Mio. Euro aus dem Corona-Sonderfonds vorgesehen.

Beim Öffentlichen Gesundheitsdienst liegt seit Beginn der Pandemie vor etwa acht Monaten eine der Hauptlasten bei den Bemühungen zur Eindämmung des Coronavirus. Die Aufgaben sind vielfältig, umfassend und zeitintensiv. Zum Arbeitsbereich zählen beispielsweise die Nachverfolgung von Kontaktpersonen und Infektionsketten (Contact Tracing), die Überwachung von Quarantänemaßnahmen und die Beratung bei der Erstellung von Hygienekonzepten.

-bsr-

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Recipharm in Wasserburg
ist an der Entwicklung
eines Corona-Impfstoffes beteiligt

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Region Rosenheim – Corona ist derzeit das alles beherrschende Thema. Das galt auch für den Besuch von Landrat Otto Lederer, Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl und IHK Geschäftsstellenleiter Wolfgang Janhsen beim Pharmaindustrie-Unternehmen Recipharm. In der Hochzeit der Corona-Pandemie im Frühjahr stellten rund zwei Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freiwillig am Wochenende Desinfektionsmittel her, die dem Landkreis, Schulen, Vereinen, der Wasserburger Tafel, Ärzten oder Physiotherapeuten kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Auch Mundschutz, Handschuhe und Overalls wurden gespendet. Landrat Lederer bedankte sich für dieses großartige Engagement und Zeichen der Solidarität.

Das Pharmaindustrie-Unternehmen Recipharm will seinen Standort in Wasserburg weiter ausbauen. In einem ersten Schritt ist ein Energiegebäude geplant. Ferner soll das älteste Bestandsgebäude, wenn möglich abgerissen und durch einen Neubau mit identischer Fassadengestaltung ersetzt werden. „Der Standort soll für die kommenden zwei Jahrzehnte“ zukunftsfähig gemacht werden, so Isele. Die Entwicklung der Erweiterungs- und Umbaupläne begann schon vor der Corona-Pandemie. Ihre Realisierung ist aber auch wegen der Pandemie notwendig. Nach Auskunft des Standortleiters unterstützt Recipharm ein Unternehmen, dessen Namen er nicht nennen wollte, bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes. In der letzten Stufe des Zulassungsprozesses soll der Impfstoff in vier Ländern an jeweils 30.000 Personen getestet werden. Zwei Länder davon sind bereits bekannt, nämlich Singapur und Israel.

Mit dem Energiegebäude will Recipharm die Grundversorgung mit Strom sicherstellen und selbst minimalste Stromschwankungen vermeiden. Wie Standortleiter Isele erklärte, können Medikamente, bei deren Herstellung der Strom nur für den Bruchteil einer Sekunde schwankte, nicht verwendet werden. Sie müssen stattdessen entsorgt werden. Sollte der Neubau des Bestandgebäudes nicht möglich sein, will Recipharm eine so genannte „Box in Box-Lösung“ prüfen. Das heißt, ein neues Gebäude wird im entkernten Bestandsgebäude errichtet. Die anstehenden Maßnahmen würden ein Investment von mehreren Millionen Euro bedeuten, wie Standortleiter Michael Isele und Technischer Leiter Robert Fiedler in einem Gespräch mit Landrat Otto Lederer, Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl, den Leiter der Geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer Rosenheim Wolfgang Janhsen, sowie vom Rosenheimer Landratsamt Abteilungsleiterin Nina Mascher und Richard Weißenbacher von der Wirtschaftsförderstelle mitteilten. Der Standort in Wasserburg ist in der Bevölkerung häufig noch als Wasserburger Arzneimittelwerk bekannt. Seit 2010 gehört er zum schwedischen Recipharm-Konzern.

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Beim Ortstermin v.l.: Nina Mascher und Richard Weißenbacher von der Kreisverwaltung Rosenheim, IHK-Geschäftsstellenleiter Wolfgang Janhsen,
Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl, Robert Fiedler (Recipharm), Landrat Otto Lederer und Recipharm-Standortleiter Michael Isele

-laro- Bild: laro

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Neuer Pflegestützpunkt
eingerichtet

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Region Berchtesgadener Land – Beim Älterwerden, insbesondere beim Eintritt eines Pflegefalls, ergeben sich häufig viele und umfangreiche Fragestellungen. Oft sind ältere Menschen mit der täglichen Lebensführung überfordert, sie benötigen Hilfe und Unterstützung. In vielen Fällen wissen sie und ihre Angehörigen nicht, welche Hilfsangebote im Landkreis zur Verfügung stehen und welche Leistungen der Krankenkassen, Pflegekassen und Sozialhilfe möglich sind. Dabei handelt es sich oft um eine komplexe Bedarfssituation, bei der nicht von Anfang an klar ist, welche Leistungen von welchem Leistungsträger möglich sind und welche Angebote in der Region dazu vorhanden sind.

Im Oktober 2020 wurde in der Kreisverwaltung Berchtesgadener Land ein Pflegestützpunkt eingerichtet. Die Beratungsstelle bietet fortan eine umfassende und unabhängige Beratung zu allen Themen rund um die Pflege. Betroffene und pflegende Angehörige können sich individuell, vertraulich und kompetent „aus einer Hand“ – insbesondere zu den unterschiedlichen Sozialleistungen und zu den in Frage kommenden Hilfsangeboten – beraten lassen. Zudem findet im Pflegestützpunkt eine Vernetzung der pflegerischen und sozialen Versorgungs- und Betreuungsangebote statt.

Der Pflegestützpunkt ist von Montag bis Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr und donnerstags zusätzlich von 14:00 bis 16:00 Uhr besetzt. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie ist der Pflegestützpunkt derzeit nur telefonisch 0 86 51 – 773 885 oder per E-Mail (caroline-puhlmann@lra-bgl.de) erreichbar. In dringenden Einzelfällen kann eine persönliche Beratung erfolgen.

-labgl-

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Erste
Gesundheits-Apps
per Rezept

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Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach begrüßte die Zulassung der ersten beiden Gesundheits-Apps auf Krankenkassenkosten. „Diese Apps auf Rezept sind ein neuer Schritt in der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Deutschland ist mit einem solchen Angebot weltweit Vorreiter – und das ist gut so. Denn solche digitalen Therapiehilfen werden künftig immer wichtiger. Gerade in Corona-Zeiten können Apps einen Beitrag leisten, die Behandlung zu Hause zu unterstützen und Arztbesuche zu reduzieren. Ich hoffe, dass es künftig noch viel mehr dieser sinnvollen, zertifizierten Gesundheits-Apps gibt“, betonte die Digitalministerin.

Nach Inkrafttreten des Digitalen-Versorgungs-Gesetzes konnten die ersten zwei Anwendungen geprüft und zugelassen werden. Die App „Velibra“ bietet online eine Reihe von Übungen und Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie und hilft so, Formen der Angststörung zu bekämpfen. Die Anwendung „Kalmeda“ bietet Tinnituspatienten einen individuellen Therapieplan, etwa durch bestimmte Übungen. Beide Programme können mobil via Smartphone oder an einem stationären Rechner genutzt werden.

-stmd-

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Notwendige
Behandlungen
sollten nicht hinausgezögert werden

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Region Bad Tölz – Die Ärzte der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz warnen vor dem Hintergrund steigender Corona Zahlen erneut davor, dass Patienten mit schweren und lebensbedrohlichen Erkrankungen aus Angst vor einer Corona-Infektion dringend notwendige Klinikbehandlungen vermeiden. Dadurch bringen sie sich mitunter in Lebensgefahr, denn die Grunderkrankung kann im Einzelfall gefährlicher sein als das Risiko einer Corona-Ansteckung. Besonders kritisch sind hier Herzkrankheiten, Schlaganfälle und Krebserkrankungen zu nennen. Auch andere Behandlungen sollten nicht aufgeschoben werden.

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Prof. Rüdiger Ilg und Prof. Dr. med. Hans Ulrich Kreider-Stemple warnen vor Behandlungsvermeidungen

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„Bei allen sinnvollen Maßnahmen gegen das Corona-Virus dürfen wir andere schwerwiegende Erkrankungen nicht aus dem Blick verlieren“, betonte Prof. Rüdiger Ilg, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Neurologie der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz. „Herzinfarkte, Herzrhythmusstörungen oder Schlaganfälle sind lebensbedrohliche Krankheiten, die eine sofortige Behandlung erfordern“, erklärte Prof. Dr. med. Hans Ulrich Kreider-Stemple, Chefarzt der Inneren Medizin I / Kardiologie.

Leider gab es im Zuge der ersten Hochphase der Pandemie im März und April einige Fälle in denen Patienten trotz akuter Erkrankung erst sehr spät in die Klinik kamen, oder sehr spät einen Arzt kontaktierten und damit gravierende Folgen für Ihre Gesundheit riskierten. Grund zur Sorge vor einer möglichen Ansteckung mit dem Corona-Virus – im Krankenhaus – besteht nicht. Das Thema Patientensicherheit hat bei Asklepios traditionell oberste Priorität.

In dringenden Fällen sollte man daher auch in Zeiten der Covid-19 Pandemie keine Zeit verlieren und bei entsprechenden Beschwerden, die auf einen Infarkt, Schlaganfall oder andere unter Umständen lebensbedrohliche Erkrankungen hindeuten, unverzüglich einen Arzt kontaktieren. Ferner sollten auch andere Behandlungen nicht aufgeschoben werden. Im Einklang mit den Vorgaben der Behörden bietet u.a. die Asklepios Stadtklinik Bad Tölz weiterhin ihr gesamtes Behandlungsspektrum an. Auch Sprechstundentermine können regulär vereinbart werden.

-am- Bilder: ch

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Grünes Licht
für Pflegestützpunkt

Region Dachau – Bezirkstagspräsident Josef Mederer und der Landrat des Landkreises Dachau, Stefan Löwl, haben die Weichen für die Gründung eines Pflegestützpunktes gestellt. Sie unterzeichneten den Antrag, mit dem sie das Initiativrecht zur Errichtung eines Pflegestützpunktes ausüben. Ziel ist eine wohnortnahe, umfassende und unabhängige Beratung rund um das Thema Pflege für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis. Der Bezirk Oberbayern beteiligt sich daran finanziell sowie ergänzend mit einer Vor-Ort-Beratung zu seinen Leistungen für Menschen mit Behinderungen und zur Hilfe zur Pflege.

Der Bezirk Oberbayern, das Landratsamt Dachau sowie die örtlichen Vertreter der AOK hatten das Betriebskonzept und den Stützpunktvertrag auf kommunaler Ebene abgestimmt. Der Landkreis Dachau wird die Aufgabe zum Betrieb des Pflegestützpunktes an die Genossenschaft zur Stärkung der gesundheitlichen Versorgung im Landkreis Dachau eG übertragen. Der Antrag wird an die Kommission Pflegestützpunkte auf Landesebene – zur Genehmigung – gesandt. Nach deren Zustimmung kann die Unterzeichnung des Stützpunktvertrages durch alle beteiligten Träger erfolgen. Namentlich sind dies der Bezirk Oberbayern, der Landkreis Dachau sowie die Kranken- und Pflegekassen.

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Bei der Unterzeichnung des Errichtungsantrags für den Pflegestützpunkt im Landkreis Dachau v.l.:
Stefan Löwl, Landrat des Landkreises Dachau und Josef Mederer, Präsident des Bezirks Oberbayern

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Dank für die gute Zusammenarbeit
„Wie sagt man so schön, was lange währt wird endlich gut. Es freut mich, dass wir in Dachau nach Klärung aller Fragen jetzt das Initiativrecht ausüben können und dem Start des Pflegestützpunktes ein ganzes Stück nähergekommen sind. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den Kassen und freuen uns auf die gemeinsame Beratung zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger“, so Bezirkstagspräsident Josef Mederer.

„Ich bin froh, dass wir den Prozess, welcher im April 2018 mit einem Antrag im Kreistag begonnen hat, nun endlich zum Abschluss gebracht haben. Mit der bayernweit einmaligen Lösung, den Pflegestützpunkt durch unsere Genossenschaft zur Stärkung der gesundheitlichen Versorgung im Landkreis Dachau eG betreiben zu lassen und damit auch eng mit der Gesundheitsregion Plus zu vernetzen, erreichen wir einen wichtigen Mehrwert für die Bevölkerung und die Vernetzung der gesundheitlichen Angebote im Landkreis,“ erklärte Landrat Stefan Löwl.

Der Dachauer Stimmkreisabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag Bernhard Seidenath erläuterte: „Heute ist ein guter und wichtiger Tag für unseren Landkreis Dachau. Das Thema Pflege wird immer wichtiger und betrifft immer mehr Menschen im Landkreis. Hierfür braucht es eine Institution, die unabhängig und umfassend über Leistungen und Hilfsangebote berät: Den neuen Pflegestützpunkt, der die Dachauer Fachstelle für pflegende Angehörige ergänzen wird. Ich freue mich, dass der Landkreis die Genossenschaft zur Stärkung der gesundheitlichen Versorgung einbindet, die schon unsere Gesundheitsregion Plus trägt.“

Gemeinsame Trägerschaft
Träger des gemeinsamen Pflegestützpunktes gemäß § 7 c SGB XI sind die Pflege- und Krankenkassen sowie der Landkreis Dachau und der Bezirk Oberbayern. Die Kosten übernehmen zu zwei Dritteln die Pflege- und Krankenkassen; das verbleibende Drittel teilen sich jeweils zur Hälfte Landkreis und Bezirk. Der Pflegestützpunkt wird im sogenannten Angestelltenmodell betrieben.

Beratung aus einer Hand
Erklärtes Ziel des Pflegestützpunktes wird es sein, die Vielzahl von Beratungsangeboten im Landkreis zu vernetzen und bestehende Ressourcen zu nutzen. Die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörige, erhalten damit erstmals wohnortnah eine unabhängige, neutrale und umfassende Beratung aus einer Hand.

Ergänzende Vor-Ort-Beratung des Bezirks Oberbayern
Die Beratung im Pflegestützpunkt wird ergänzt durch wöchentliche Sprechstunden des Bezirks Oberbayern zu den Leistungen für Menschen mit Behinderungen und zur Hilfe zur Pflege. Diese Vor-Ort-Beratung des Bezirks gibt es bereits in den Landkreisen Ebersberg, Landsberg am Lech und Mühldorf. Bezirkstagspräsident Mederer erklärte: „Unsere Erfahrungen sind vielversprechend. Es kommt gut an, dass wir als Bezirk raus zu den Menschen gehen. Es ist für alle ein großer Gewinn, wenn sie sich wohnortnah und kompetent zu unseren Leistungen in der Eingliederungshilfe und zur Hilfe zur Pflege beraten lassen können.“

-ladah- Bild: ladah

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Augsburger Medizincampus:
Grundsteinlegung
für erste Gebäude
der medizinischen Fakultät

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Region Augsburg – Der Augsburger Medizincampus nimmt weiter Gestalt an: Wissenschaftsminister Bernd Sibler legte zusammen mit der Präsidentin der Universität Augsburg Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel den Grundstein für die ersten Gebäude der medizinischen Fakultät, und zwar für ein Lehrgebäude sowie das Institut für Theoretische Medizin (ITM). Beide Neubauten der medizinischen Fakultät befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Universitätsklinikum. „Mit dem Medizincampus schaffen wir in Augsburg hervorragende Voraussetzungen für eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis im Medizinstudium. Die moderne Infrastruktur trägt maßgeblich zur Verbesserung der Bedingungen für Forschung und Lehre bei. Zugleich bauen wir so die Medizinstudienplätze und die Universitätsmedizin im Freistaat weiter aus“, betonte der Minister.

Betreut werden die Bauarbeiten vom Staatlichen Bauamt Augsburg. Bauministerin Kerstin Schreyer freut sich besonders, dass beim Entwurf des Campus neben der Funktionalität ein besonderer Wert auf eine hohe Aufenthaltsqualität gelegt wurde: „Wir stellen beim Bauen den Menschen in den Mittelpunkt. Wo hart gearbeitet, intensiv gelehrt und geforscht wird, da sollen sich die Menschen auch wohl fühlen. Mit dem neuen Campus bieten wir hierfür genau die richtigen Voraussetzungen“, so Schreyer.

Das neue Lehrgebäude wird für Studentinnen und Studenten in der vorklinischen Ausbildung auf einer rund 6.400 Quadratmetern großen Nutzfläche u. a. Platz für Hörsäle, Seminar- und Praktikumsräume, die Medizinische Teilbibliothek der Universitätsbibliothek Augsburg sowie für das Dekanat der Medizinischen Fakultät bieten. Das ITM ist als interdisziplinärer Raum für die vorklinischen Lehrstühle und die Forschung im Bereich der systematischen Grundlagenforschung konzipiert. „Fortschritt braucht Austausch und Dialog. Das ITM fördert als Zentrum einer fächerübergreifenden Zusammenarbeit sowohl die Vernetzung innerhalb als auch außerhalb universitärer Arbeitsgruppen. Die einmalige, offene Gestaltung macht es möglich, dass sich die medizinische Fakultät der Universität Augsburg zum Knotenpunkt für die systematische Grundlagenforschung entwickeln kann“, reümierte Wissenschaftsminister Bernd Sibler.

Der Freistaat investiert in beide Gebäude rund 175 Millionen Euro. Im Wintersemester 2019/2020 begannen die ersten 86 Medizinstudentinnen und -studenten ihr Studium in Augsburg. Im Endausbau werden am sechsten bayerischen Universitätsklinikum rund 1.500 Nachwuchsmedizinerinnen und -mediziner ausgebildet.

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-stmwk-

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„Falsch handelt nur,
wer keine
Erste-Hilfe leistet“

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Bricht ein Mensch plötzlich auf offener Straße zusammen, zählt jede Sekunde. Rettungsdient anrufen und selbst sofort Erste-Hilfe leisten lautet die Devise. Nur jeder Fünfte traut sich überlebensnotwendige Maßnahmen bei Unfallopfern zu! Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweite Umfrage der Asklepios Gruppe aus dem Jahr 2017. Für die Studie „Erste Hilfe“ wurden von Toluna im Auftrag der Asklepios Kliniken im Juli 2017 bundesweit 1.000 Deutsche ab 18 Jahren, repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Bundesland online befragt. Das Ergebnis ist Besorgnis erregend: Zwar glauben zwei Drittel der Befragten, dass sie im Notfall Erste-Hilfe leisten könnten, allerdings würden sich die meisten auf organisatorische und psychologische Unterstützung beschränken: Sie würden den Rettungsdienst alarmieren oder Umstehende um Hilfe bitten und mit dem Verletzten zur Beruhigung sprechen.

Aber: Nur 19 Prozent trauen sich „auf jeden Fall“ zu, eine Herzdruckmassage zu machen, einen Defibrillator würden 20 Prozent sicher nutzen. Der Hauptgrund: Viele der Befragten haben seit Jahren keinen Erste-Hilfe-Kurs mehr absolviert und haben daher Hemmungen im Ernstfall selbst aktiv zu werden.

„Falsch handelt nur, wer keine Erste-Hilfe leistet“
Doch diese Angst ist unbegründet. „Falsch handelt man, wenn man keine Erste-Hilfe leistet. Daher im Ernstfall sofort den Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 alarmieren und umgehend mit der Herzdruckmassage beginnen“, betont Oberarzt Raimund Novak, ärztlicher Leiter der operativen Fächer der Notaufnahme der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz. Der Helfer muss dabei in der Mitte des Brustkorbs mindestens fünf Zentimeter tief drücken und die Bewegung mindestens 100 Mal pro Minute wiederholen. „Suchen Sie die Mitte des Brustkorbs und machen Sie mit dem Handballen ungefähr 100 feste Druckbewegungen pro Minute. Die beste Wirkung erzielen Sie, wenn Sie sich senkrecht mit den Schultern direkt über dem Druckpunkt befinden. Legen Sie zum Drücken beide Hände übereinander und verschränken Sie dabei die Finger. Setzen Sie die Herzdruckmassage solange fort, bis der Notarzt da ist“, so Novak.

Helfer, die in der Wiederbelebung ausgebildet sind, können die Herzdruckmassage mit der Mund-zu-Mund- oder Mund-zu-Nase-Beatmung kombinieren. Auf 30 Kompressionen folgen hierbei zwei Beatmungen. Wer unsicher ist, sollte sich nur auf die Herzdruckmassage konzentrieren. So sehen es die neuen Leitlinien des European Resuscitation Council (ERC) und des Deutschen Rates für Wiederbelebung (GRC) vor.

Der Defibrillator als zusätzliche Hilfe
Sind mehrere Helfer vor Ort, können die einen mit der Herzdruckmassage als Sofortmaßnahme beginnen, während andere einen mobilen Defibrillator besorgen. Die sind mittelweile an vielen öffentlichen Orten installiert. Mit ihrer Hilfe kann ein Herz, das nicht mehr richtig schlägt, mit einem elektrischen Impuls wieder in Gang gesetzt werden. Sie lassen sich leicht bedienen und sind selbsterklärend. Den Geräten liegt eine Gebrauchsanweisung bei, wo die Elektroden platziert werden müssen. Dann misst das Gerät selbstständig, ob bedrohliche Herzrhythmusstörungen vorliegen und wann die Stromstöße abgegeben werden müssen. Die Herzdruckmassage bleibt aber trotzdem die wichtigste Maßnahme.

-am-

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Inklusionsfachkräfte
mit Zertifikat

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Die Teilnehmer des Inklusionsfachkräftekurses

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Region Tirschenreuth – Kindertagesstätten sind in besonderer Weise Orte, an denen sich unterschiedlichste Kinder und Erwachsene begegnen. Die Menschen unterscheiden sich hinsichtlich ihres Geschlechts, ihrer sozialen Lage, ihrer Nationalität, ihrer Ethnie, ihres Alters und ihrer körperlichen Verfassung. Diese Dimensionen der Vielfalt werden von einer Inklusiven Pädagogik als Bereicherung anerkannt und als alltäglicher Bestandteil des Zusammenlebens von Kindern und Erwachsenen wertgeschätzt.

Die im Landkreis erstmals angebotene Weiterbildung zur „Fachkraft für Inklusion“ endete kürzlich mit der Zertifikatsübergabe an die insgesamt 22 teilnehmenden Pädagoginnen und Pädagogen. Hinsichtlich der Umsetzung einer inklusiven pädagogischen Handlungspraxis wurden methodische Vorgehens- und Anwendungsweisen erworben und erprobt. Neben der Erarbeitung eines inklusiven Ansatzes stand die professionelle Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern in Bezug auf das individuelle Kind im Mittelpunkt.

Die über 300 Kursstunden, aufgeteilt in sechs Kursblöcke mit je zwei Tagen, waren gefüllt mit Theorie und Selbststudium, Praxiserprobung und Hospitationen sowie Beratung und Intervisionsgruppen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwarben hierbei ein umfassendes Wissen und grundlegende (Er)-Kenntnisse zu inklusiver pädagogischer Arbeit. Dr. Emmerl betonte in ihren Abschiedsworten den Aufbau einer Vertrauensbeziehung zum Kind als die wichtigste Kernkompetenz der Pädagogen: „Um der Vielfalt von Kindern ein stabiles Fundament für ihr weiteres Leben mitgeben zu können“. Alle Kinder müssen die grundlegende Erfahrung machen, dass sie so angenommen werden wie sie sind. Anhand der Szene mit dem Fuchs, aus dem Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry, entwickelte Dr. Emmerl ihre Gedanken. Übereinstimmend mit dem kleinen Prinzen kommt sie zu dem Schluss: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Auch Schulrätin Martina Puff gratulierte den Pädagogen. Ein bedeutender Gewinn für die „Inklusive Region Tirschenreuth“ sind die neuen Inklusionsfachkräfte vor allem hinsichtlich einer regionalen Vernetzung sowie bei Kooperationen, wie sie besonders beim Übergang vom Kindergarten zur Schule erforderlich sind.

-latir- Bild: latir

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Bund und Länder
für gemeinsame SARS-Cov2-Strategie

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In den letzten Wochen sind die Infektionszahlen in weiten Teilen Deutschlands gestiegen, gerade in einigen Großstädten und Metropolregionen besonders deutlich. Um dem entgegenzuwirken, müssen die Zahl der Kontakte trotz des Beginns der kalten Jahreszeit und der damit verbundenen Verlegung vieler Aktivitäten in Innenräume wieder reduziert werden. Wesentliches Elemente der Strategie, um dies zu erreichen, sind u.a. die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln für die gesamte Bevölkerung; die spezifischen Hygienekonzepte für verschiedene Branchen und Einrichtungen; die konsequente Kontaktnachverfolgung zur vollständigen Unterbrechung der Infektionsketten und die zusätzlichen regionalen Beschränkungsmaßnahmen dann, wenn die Kontaktnachverfolgung absehbar aufgrund der hohen Inzidenz nicht mehr vollständig möglich ist.

Ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche wird die Kontaktnachverfolgung immer schwieriger. Deshalb haben Bund und Länder vereinbart, spätestens ab dieser Grenze auch mit zusätzlichen geeigneten Beschränkungsmaßnahmen die Neuinfektionszahlen regional wieder zu senken. In Großstädten stellt diese Aufgabe aus vielerlei Gründen eine besondere Herausforderung dar. Deshalb hat Bundeskanzlerin Angela Merkel kürzlich mit den Bürgermeistern und den Oberbürgermeistern und Oberbürgermeisterinnen der elf größten Städte in Deutschland besprochen, dass spätestens ab einer Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, das Robert-Koch-Institut Experten auf Bitten der jeweiligen Stadt zur Beratung in die Krisenstäbe der betroffenen Großstadt entsendet. Spätestens ab einer Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, die Bundeswehr Experten auf Bitten der jeweiligen Stadt zur Beratung und Koordinierung benötigter Unterstützungsleistungen des Bundes in die Krisenstäbe der betroffenen Großstadt entsendet, wobei es den Städten wichtig ist, dass die Unterstützung bei der Kontaktnachverfolgung durch die Bundeswehr möglichst durch längerfristig eingesetztes Personal erfolgt und die Rotationszeiten entsprechend verlängert werden.

Die Großstädte ergreifen ihrerseits organisatorische Maßnahmen, um den öffentlichen Gesundheitsdienst mit geschultem Personal für die Kontaktnachverfolgung zu unterstützen. Dabei kommt die Abordnung aus anderen Verwaltungsbereichen genauso in Frage, wie die Schulung und der Einsatz von Studierenden oder anderen Freiwilligen. Der Bund wird mit der Hochschulrektorenkonferenz erörtern, wie ein verstärkter Einsatz von Studierenden so umgesetzt werden kann, dass daraus keine Nachteile für den Studienerfolg erwachsen.

Kommt es im öffentlichen Gesundheitsdienst einer der Großstädte absehbar oder tatsächlich zu einer Überforderung im Bereich der Kontaktnachverfolgung, soll sie diese Einschätzung auf dem zwischen Bund und Ländern vereinbarten Verfahren mitteilen, damit personelle Unterstützung von Bund und Land geleistet werden kann. Spätestens ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche werden umgehend besondere Beschränkungen erforderlich. Dazu gehören insbesondere Erweiterungen der Pflicht zum Tragen einer Mundnasenbedeckung, die Einführung von Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und ggf. die Einführung einer Sperrstunde und/oder Alkoholbeschränkungen für Gastronomiebetriebe sowie weitergehende Beschränkungen der Teilnehmerzahlen für Veranstaltungen und insbesondere für Feiern, auch im privaten Rahmen.

Die Großstädte sollen ihrerseits organisatorische Maßnahmen ergreifen, um die Ordnungsämter zu entlasten, damit zur Einhaltung der Corona-Verordnungen eine hinreichend hohe Kontrolldichte gewährleistet werden kann. Ebenfalls sollen die Ordnungsbehörden die Gesundheitsämter bei der Überwachung von Quarantäneanordnungen unterstützen. Bund und Länder werden kurzfristig darüber beraten, wie Unterstützung auch durch die Bundespolizei und Länderpolizeien geleistet werden kann.

Eine besondere Herausforderung stellt der Schutz vulnerabler Gruppen dar. Deshalb haben die Großstädte je nach den lokalen Gegebenheiten für die Krankenhäuser, Pflegeheime, Senioren- und Behinderteneinrichtungen besondere Schutzvorkehrungen zu ergreifen. Dabei wird stets berücksichtigt, dass die jeweiligen Regelungen nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen dürfen. Bei steigenden Infektionszahlen werden diese Maßnahmen entsprechend angepasst. Der Bund wird durch die neue Testverordnung sicherstellen, dass die Kosten der seit kurzem verfügbaren SARS-CoV2-Schnelltests für regelmäßige Testungen der Bewohner bzw. Patienten, deren Besucher und das Personal übernommen werden. Die verfügbaren Schnelltests sollen prioritär für diesen Bereich eingesetzt werden.

Kommt der Anstieg der Infektionszahlen unter den vorgenannten Maßnahmen nicht spätestens binnen zehn Tagen zum Stillstand, sind weitere gezielte Beschränkungsschritte unvermeidlich, um öffentliche Kontakte weitergehend zu reduzieren.

-bkin-

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Bayern bereitet
möglichen Impfstoff-Einsatz gegen Covid-19 vor

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Region Bayern – Wirksame Impfungen werden eine wesentliche Rolle bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie spielen. Die Bayerische Staatsregierung bereitet deshalb intensiv einen möglichen Impfstoff-Einsatz gegen Covid-19 vor. Weltweit laufen derzeit etwa 190 Projekte zur Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen. Die meisten dieser Projekte (152) befinden sich derzeit noch in der präklinischen Entwicklungsphase, d.h. sie werden noch nicht an Menschen getestet. 40 Impfstoffkandidaten werden aktuell im Rahmen von klinischen Studien an Menschen erprobt. Dabei werden 17 klinische Studien (zehn Impfstoffkandidaten) in Phase 3 an einer großen Anzahl von Probanden durchgeführt. Erfolgreiche klinische Studien dieser letzten Prüfphase sind eine Voraussetzung für die Erteilung einer Marktzulassung.

Bei einem entsprechend positiven Verlauf der Studien ist laut Bundesgesundheitsministerium zu erwarten, dass noch bis Ende des Jahres 2020 bzw. zu Beginn des nächsten Jahres erste, auch größere Mengen an Impfdosen in Deutschland zur Verfügung stehen und geimpft werden könnten. Der Freistaat trifft bereits jetzt Vorbereitungen, um nach der Zulassung eines Impfstoffs so schnell wie möglich mit der Impfung der Bevölkerung und vor allem von Risikogruppen beginnen zu können. Zur Vorbereitung von Impfungen in Bayern und zur Erstellung einer erforderlichen Ablaufplanung führt das Bayerische Gesundheitsministerium u. a. mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) Gespräche. Nach bisherigem Kenntnisstand werden sich ferner massive Herausforderungen an Logistik und Lagerung stellen. Dazu laufen aktuell intensive Gespräche zwischen Bund und Ländern.

-stmgp-

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Pflegestützpunkt
für Landkreis Berchtesgadener Land

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Region Berchtesgadener Land – Bezirkstagspräsident Mederer, Landrat Kern und AOK-Direktorin Recksiek unterzeichten einen Stützpunktvertrag: Damit wurde im Landkreis Berchtesgadener Land jetzt der dritte Pflegestützpunkt in Oberbayern auf der Basis des neuen bayerischen Rahmenvertrags auf den Weg gebracht. Ziel dieser Kooperation von Pflege- und Krankenkassen sowie Landkreis und Bezirk Oberbayern ist eine wohnortnahe, umfassende und unabhängige Beratung zu allen Themen rund um die Pflege. Der Bezirk Oberbayern beteiligt sich nicht nur finanziell, sondern auch mit einer Vor-Ort-Beratung zu seinen Leistungen. Nach dem Unterschriftenlauf kann der Pflegestützpunkt seine Arbeit offiziell aufnehmen.

„Die Bündelung des vielfältigen Wissens zum Thema Pflege in einem Pflegestützpunkt ist für die Bürgerinnen und Bürger ein großer Gewinn. Es freut mich sehr, dass wir nun einen dritten Pflegestützpunkt in Oberbayern nach neuem Recht errichten können. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den Kassen und freuen uns auf die gemeinsame Beratung zum Wohl unserer Bürgerinnen und Bürger. Die bisherigen Erfahrungen aus den Landkreisen Ebersberg und Landsberg am Lech sind vielversprechend“, betonte Bezirkstagspräsident Josef Mederer.

Landrat Bernhard Kern, erläuterte, dass bereits die gemeinsame Arbeit und das Zusammenwirken in der Erarbeitung des Stützpunktes und des Stützpunktvertrages hervorragend war. „Diese gute Zusammenarbeit ist ein hervorragendes Zeichen für das eigentliche Ziel des neuen Pflegestützpunkts. Denn die Vielzahl der verschiedenen Beratungsangebote im Berchtesgadener Land zu vernetzen und bestehende Ressourcen zu nutzen, ist für alle Bürgerinnen und Bürger ein enormer Mehrwert: Sie erhalten damit erstmals wohnortnah Hilfe aus einer Hand und Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Hilfeleistungen“, so Landrat Kern.

Gemeinsam Pflegesituation verbessern
AOK-Direktorin Silke Recksiek sagte: „Die AOK bietet mittlerweile seit über zehn Jahren die Pflegeberatung für ihre Versicherten mit großem Erfolg an. Es ist ein wichtiger Schritt, dass dieses Angebot ab jetzt flächendeckend im Landkreis Berchtesgadener Land zur Verfügung steht. In der Vorbereitungszeit waren wir als Krankenkasse vor Ort stets eng eingebunden. Wir sind stolz auf die gute Zusammenarbeit mit Landkreis und Bezirk, die Grundlage für die zügige Errichtung war, und freuen uns, künftig gemeinsam die Pflegesituation im Berchtesgadener Land zu verbessern.“

Der Landkreis Berchtesgadener Land hat den Beschluss zur Errichtung eines Pflegestützpunktes im Juli 2020 gefasst. Rasch wurden daraufhin Stützpunktvertrag und Betriebskonzept abgestimmt. Durch die Übersendung der Unterlagen an die „Kommission Pflegestützpunkte“ wurde das kommunale Initiativrecht ausgeübt. Mit der Unterzeichnung des Stützpunktvertrags kann der Pflegestützpunkt nun errichtet werden.

Gemeinsame Trägerschaft
Die Pflege- und Krankenkassen sowie der Landkreis Berchtesgadener Land und der Bezirk Oberbayern sind gemäß § 7c SGB XI Träger des gemeinsamen Pflegestützpunktes. Die Kosten übernehmen zu zwei Dritteln die Pflege- und Krankenkassen; das verbleibende Drittel teilen sich jeweils zur Hälfte Landkreis und Bezirk. Der Pflegestützpunkt wird im Angestelltenmodell mit dem Landkreis als Anstellungs- und Betriebsträger betrieben. Der Hauptsitz befindet sich in der Kreisverwaltung Berchtesgadener Land in Bad Reichenhall, Salzburger Str. 64, 83435 Bad Reichenhall.

Beratung aus einer Hand
Erklärtes Ziel des Pflegestützpunktes ist es, die Vielzahl von Beratungsangeboten im Landkreis Berchtesgadener Land zu vernetzen und bestehende Ressourcen zu nutzen. Die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörige, erhalten damit erstmals wohnortnah eine unabhängige, neutrale und umfassende Beratung „aus einer Hand“. Diese Beratung wird durch wöchentliche Sprechstunden des Bezirks Oberbayern zu den Leistungen für Menschen mit Behinderungen und zur Hilfe zur Pflege ergänzt. Im Rahmen dieser Vor-Ort-Beratung beantwortet der Mitarbeitende des Bezirks, Mathias Weichselgärtner, ab dem 3. November 2020 jeden Mittwoch Fragen zur Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen sowie zur Hilfe zur Pflege.

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Unterzeichneten einen Stützpunktvertrag für das Berchtesgadener Land v.l.:
Bezirksrat Georg Wetzelsperger, AOK-Direktorin Silke Recksiek,
Landrat Bernhard Kern und Bezirkstagspräsident Josef Mederer

-labgl- Bild: labgl

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Pflegefachkräfte der Zukunft
Tölzer Pflege-Azubis starten ihre Ausbildung

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Region Bad Tölz – Beginn eines neuen Lebensabschnitts für 24 junge Frauen und Männer: Am 1. September 2020 haben sie die dreijährige generalistische Pflegeausbildung zur/zum Pflegefachfrau/Pflegefachmann begonnen. In den kommenden drei Jahren stehen für die Pflegefachfrauen und -männer von morgen neben Theorie auch 2.500 Stunden fachpraktische Ausbildung auf dem Programm. Es ist der erste Kurs in dieser ganz neuen Ausbildungsart.

Im Januar 2020 hat das Pflegeberufegesetz die bisher geltenden Kranken- und Altenpflegegesetze abgelöst. Die drei Pflegeberufe „Gesundheits- und Krankenpfleger“, „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger“ sowie „Altenpfleger“ wurden zu einem einheitlichen Pflegeberuf zusammengeführt und die Azubis dürfen sich nach der erfolgreich abgeschlossenen dreijährigen Ausbildung dann Pflegefachfrau/Pflegefachmann nennen. „Für alle gibt es ab diesem Jahr mit dem Ausbildungsstart erstmals eine gemeinsame „generalistische Pflegeausbildung“. Die Auszubildenden lernen zwei Jahre lang gemeinsam und legen einen Schwerpunkt für die praktische Ausbildung fest. Im dritten Jahr können sie dann eine Spezialisierung wählen oder setzen ihre Ausbildung generalistisch fort“, erläuterte Christine Zürr von der Schulleitung der Berufsfachschule für Pflege der Asklepios Krankenpflegeschulen an der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz. Für die 24 Auszubildenden ist der Startschuss für diesen ganz neuen Ausbildungszweig gefallen. „Herzlich willkommen. Wir freuen uns darauf, sie nun in den kommenden drei Jahren auf ihrem Weg zu begleiten“, so Zürr.

Zum Lehrplan gehören u.a. Inhalte rund um das Thema Pflege sowie Anatomie, Psychologie, Recht und Krankheitslehre. Ferner werden die Auszubildenden bereits nach einem Monat zur praktischen Ausbildung in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Außerdem gibt es Einsätze in kooperierenden Einrichtungen, darunter andere Kliniken und Fachkrankenhäuser im Umland, ambulante Pflegedienste und örtliche Pflegeheime. „Der Umbau der Pflegeausbildung wertet das Berufsbild auf, und die Einsatzmöglichkeiten werden vielfältiger.“ Kaum ein Beruf bietet so viele abwechslungsreiche Tätigkeitsbereiche“, erläuterte Zürr. Sie erwartet durch die Zusammenführung der Bereiche Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege positive Synergieeffekte, welche die Ausbildung insgesamt bereichern werden.

„Ich wünsche den Auszubildenden einen guten Start und freue mich sehr, dass sie sich für eine Ausbildung bei uns in Bad Tölz entschieden haben“, betonte der Geschäftsführer der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz Felix Rauschek bei der offiziellen Begrüßung, bei der neben dem Lehrerteam der Berufsfachschule für Pflege der Asklepios Krankenpflegeschulen an der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz auch die Pflegedirektorin der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz Andrea Geisler anwesend war.

-am- Bild: ch

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