Gesundheit & Soziales

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Impressum / AGB&Datenschutzhinweise

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Digitalisierung
in den Bereichen
Gesundheit und Pflege

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Region Bayern – Das bayerische Gesundheitsministerium treibt die Digitalisierung im Gesundheits- und Pflegesektor voran. Die Digitalisierung helfe dabei, die medizinische und pflegerische Versorgung der Bevölkerung in Bayern auch mit dem Zentrum für Telemedizin (ZTM) weiter zu verbessern. Das Zentrum für Telemedizin e.V. mache die Chancen der Digitalisierung für Patienten, für Pflegebedürftige, für Leistungserbringer und für pflegende Angehörige erlebbar. Seit seiner Gründung im Jahr 2012 wurde das Engagement des ZTM mit insgesamt rund fünf Millionen Euro gefördert. Während in den ersten Jahren der Fokus auf dem Einsatz von Telemedizin in Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld lag, engagiert sich der Verein seit 2020 verstärkt für die Nutzung der Chancen von E-Health und E-Care in ganz Bayern. Hierfür organisiert er unter anderem Informationsveranstaltungen im Bereich E-Health, darunter Bürgerforen sowie die virtuelle Fachkonferenz COVID. Ferner betreibt der Verein einen Showroom in Bad Kissingen, der inzwischen auch virtuell besucht werden kann. Das ZTM baue auch nachhaltige Netzwerke über die Sektoren Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Arztpraxis, Krankenhaus, Rehabilitation und Pflegeeinrichtung auf und fördere so die gelebte Vernetzung.

Das Grundprinzip der Telemedizin bestehe darin, dass sich Arzt und Patient nicht zu jedem Kontakt an einem Ort treffen müssen. Stattdessen könne ein Kontakt auch über Telefon beziehungsweise Videokommunikation und die elektronische Übermittelung von Vitaldaten erfolgen. Dadurch spare sich der Arzt und die Patienten Fahrzeiten- und Reisestrapazen. Insbesondere für ältere Patienten im ländlichen Raum könne Telemedizin eine erhebliche Entlastung erzielen.

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Unterkunftskonzepte
für wohnungslos gewordene
Erwachsene

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Region Bayern –Wohnen ist die soziale Frage unserer Zeit. Mein Anliegen ist es, dass die Menschen überall in Bayern gut leben können, egal welchen Beruf oder welches Einkommen sie haben. Dafür müssen wir so viel wie möglich bauen, um ausreichend Wohnraum für alle zu schaffen“, so Bayerns Bauminister Christian Bernreiter. Dabei sehen sich öffentliche wie private Bauherren derzeit großen Herausforderungen gegenüber: Corona-Krise, Preissteigerungen oder Lieferkettenprobleme sind nur einige der vielfältigen Probleme, die bewältigt werden müssen. Sorgen bereitet vor diesem Hintergrund die in Stadt und Land gleichermaßen steigende Zahl von obdachlosen Menschen.

Studierende der Technischen Universität München haben sich in Zusammenarbeit mit dem „Katholischen Männerfürsorgeverein München“ e.V. nun mit der Frage befasst, wie Wohnraum für obdachlose Erwachsene aussehen kann. Was, wenn man durch das Raster fällt? Wenn man wohnungslos wird? Für Tage, über Monate oder sogar Jahre? Diese Fragen standen am Anfang eines Semsterentwurfs, bei dem sich Architektin Carmen Wolf, Gastprofessorin am „Department of Architecture“ der TU München, und ihre 15 Studierenden mit dem Thema „Wohnen für wohnungslose Erwachsene“ beschäftigt haben. Die Herausforderung ist dabei nochmals größer als im herkömmlichen Wohnungsbau. Oftmals unverschuldet in Not und Obdachlosigkeit geraten, brauchen viele Betroffene nachhaltige Unterstützung, um den Weg zurück in ein geregeltes Leben finden zu können. Dies spiegelt sich in den Entwürfen der Studierenden wider: Neben der reinen Unterkunft spielen Gemeinschafts- und Sozialräume ebenso eine wichtige Rolle wie Konzepte, die den Kontakt zwischen den Bewohnern und der Nachbarschaft fördern sollen. Unterstützung erhielten die Studierenden vom Katholischen Männerfürsorgeverein München e.V., der seit langem wohnungs- und arbeitslos gewordenen, suchtkranken oder straffällig gewordenen in Bayern hilft.

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Ausbau
des
Corona-Frühwarnsystems

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Region Bayern – Das bayerische Gesundheitsministerium will das Corona-Frühwarnsystem für den Herbst und Winter weiter ausbauen. Das „Bay-VOC“-Zentrale am Genzentrum an der Ludwig-Maximilians-Universität in München ist das bayerische Netzwerk, in dem die Expertise der gesamten bayerischen Universitätsmedizin sowie des öffentlichen Gesundheitsdienstes zur Früherkennung besorgniserregender Virusvarianten („Variants of Concern“, VOC) gebündelt wird. Der Ausbau des Corona-Frühwarnsystems ist auch Teil des 5-Punkte-Plans für den Corona-Herbst. „Wir setzen bei der Überwachung der Virusvarianten auf drei Säulen und bauen das Verbundprojekt Bay-VOC der bayerischen Universitätsmedizin und des Öffentlichen Gesundheitsdiensts zur Sequenzierung von SARS-CoV-2-Varianten aus. Wir erweitern das Netz ausgewählter Arztpraxen, welche die Verbreitung von Atemwegsinfektionen beobachten – sogenannter Sentinel-Praxen. Und wir erweitern das Abwasser-Monitoring um weitere Standorte. Mit diesen drei Modulen haben wir ein breit aufgestelltes System, um die Dynamik des Infektionsgeschehens frühzeitig zu erkennen“, erklärte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek.

Die Datenbasis von Bay-VOC soll in Zukunft deutlich erweitert werden. Das Bay-VOC Verbundprojekt soll dabei mit den Sentinel-Praxen und dem Abwasser-Monitoring verzahnt und alle Daten auf der Datenplattform von Bay-VOC gebündelt werden. Ferner sollen in Zukunft auch die Daten der Großlabore in Bay-VOC einfließen. Derzeit werden in Bayern an zehn Standorten Projekte zum Abwasser-Monitoring durchgeführt, und zwar in München, Ebersberg, Altötting, Weiden, Hof, Schweinfurt, Würzburg, im Berchtesgadener Land sowie in der Stadt und im Landkreis Augsburg.

Professor Oliver Keppler, Vorstand des Max von Pettenkofer-Instituts an der LMU und Sprecher des Bay-VOC-Verbundprojekts, betonte: „Weiterhin soll auch die Überwachung für Influenzaviren intensiviert werden, da wir für diesen Erreger auch ein erhöhtes Infektionsgeschehen im kommenden Herbst erwarten. Die etablierten Strukturen können in Zukunft für eine Vielzahl von Infektionserregern ein mehrschichtiges Frühwarnsystem ermöglichen und so spezifische Risikobewertungen für die Gesundheit der Bevölkerung unterstützen“. Auch die Sentinel-Praxen würden dazu beitragen, wichtige Eckdaten über akute Atemwegserkrankungen und die Verbreitung von Atemwegsinfektionen zu erfassen.

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Neue
Bundes-Corona-Testverordnung

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Nach langer Unklarheit, wie die „Bürgertestungen“ an den Teststellen deutschlandweit weiterlaufen, gilt nun eine neue Corona-Testverordnung des Bundes. Bestimmte Personengruppen müssen sich mit 3.- Euro an die bisher kostenlosen Bürgertestungen beteiligen. Bei den PCR-Testungen gibt es keine Änderungen. Sie bestätigten nach wie vor die Infektion mit dem Coronavirus. Ein positiver Befund wird an das örtlich nach Wohnsitz der Testperson zuständige Gesundheitsamt gemeldet. PCR-Testungen werden immer dann durchgeführt, wenn Personen typische Symptome einer Corona Infektion haben oder asymptomatische Personen einen positiven Schnelltest haben.

Die Antigen-Schnelltests kommen besonders in Pflegeheimen und Krankenhäusern zum Einsatz, um Personal oder Bewohner als Präventionsmaßnahme regelmäßig zu testen. Für Besucher in Pflegeheimen oder Krankenhäusern ist der erforderliche Schnelltest nach wie vor kostenfrei. Wer nun einen Test benötigt, um zum Beispiel eine Veranstaltung zu besuchen oder eine Reise anzutreten, muss sich mit 3.- Euro an den Testkosten beteiligen. Hier ist ein entsprechender Nachweis vorzulegen. Personen, die sich anlasslos testen möchten, müssen den Schnelltest komplett selbst bezahlen.

Preise sind abhängig je nach Testanbieter
Weiterhin Anspruch auf kostenlose Bürgertests haben u.a. Kinder unter 5 Jahren; Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, unter anderem Schwangere im ersten Trimester; Personen, die zum Zeitpunkt der Testung an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus teilnehmen; Personen, bei denen ein Test zur Beendigung der Quarantäne erforderlich ist; Besucher und Behandelte oder Bewohner in medizinischen oder Pflegeeinrichtungen; Pflegende Angehörige sowie Haushaltsangehörige von nachweislich Infizierten. Der Nachweis für einen kostenlosen Test ist vor der Testung vorzulegen.

-lad-

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Infektionsschutz-
maßnahmenverordnung
wurde bis Ende Juli verlängert

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Region Bayern – Bayern hat seine 16. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung um vier Wochen verlängert und zugleich Erleichterungen bei der weiter bestehenden Corona-Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) beschlossen. Die entsprechende Verordnung wird demnach bis zum 30. Juli 2022 verlängert. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek erläuterte: „Künftig kann jeder selber nach eigener Einschätzung und Risikobeurteilung entscheiden, ob er im ÖPNV eine FFP2-Maske oder eine OP-Maske trägt. In den heißen Sommermonaten, wie wir sie jetzt erleben, und unter den derzeitigen pandemischen Bedingungen halten wir es für verhältnismäßig, stärker auf die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger zu setzen. Ganz wichtig ist aber, dass die Maskenpflicht im ÖPNV bestehen bleibt. Wir brauchen weiterhin Schutzmaßnahmen angesichts des derzeitigen Infektionsgeschehens. Wir gehen nicht leichtfertig durch den Sommer. Wir empfehlen weiterhin, überall dort auf FFP2-Masken zu setzen, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen. Aber auch medizinische Masken bieten bei durchgehend korrektem Tragen einen Schutz. Von entscheidender Bedeutung für den Schutz ist auch, dass die Maske die richtige Größe und Passform hat. Wir prüfen weiterhin kontinuierlich, ob und welche Regelungen erforderlich sind, und behalten uns vor, bei geänderter pandemischer Lage unsere Regelungen an die jeweilige Situation anzupassen.“

-stmgp-

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Integrationspreis
2022

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Region Oberbayern – Die Regierung von Oberbayern lobt zum vierzehnten Mal den Integrationspreis aus. Mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration werden oberbayerische Initiativen mit insgesamt 6.000 Euro ausgezeichnet. Die Initiativen sollen sich in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Bildung, Sport, Soziales, Gesundheit und Demografie für ein interkulturelles Miteinander einsetzen, insbesondere auch in interkommunaler Zusammenarbeit. Dabei werde an beispielhafte Projekte gedacht, welche die Integration von Zuwanderern in der Gesellschaft förderten und eine Gemeinschaft von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund schaffen könnten. Mit dem Integrationspreis solle das Bewusstsein für Integration weiter gefördert und zur Nachahmung angeregt werden.

Verbände, Vereine, Vereinigungen, juristische Personen, Selbsthilfeeinrichtungen und natürliche Personen können sich selbst bewerben oder von Dritten vorgeschlagen werden. Auch Kommunen, Landratsämter, kreisfreie Städte oder Ausländerbeiräte, die Integrationsprojekte durchgeführt haben oder durch Aktivitäten die Integration fördern, können ihre Bewerbung einreichen. Das Preisgeld ist für die Förderung der prämierten Projekte oder deren Fortentwicklung zweckgebunden. Die Preisträger werden von einer Jury unter Vorsitz von Regierungsvizepräsidentin Sabine Kahle-Sander ausgewählt. Bewerbungsschluss ist Donnerstag, der 30. Juni 2022. Weitere Infos: www.reg-ob.de/Integrationspreis

-rob-

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Modellprojekt
“Post- und Long-COVID Kurort”

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Region Bayern – Das bayerische Gesundheitsministerium treibt die Entwicklung interdisziplinärer Therapieangebote für Patientinnen und Patienten mit einer „Post-COVID-Symptomatik“ weiter voran. Anlässlich der Förderung des Modellprojekts „Post-/Long-COVID Kurort“ in Bad Aibling erklärte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek: „Bayern ist Reha-Land Nummer 1. Die Kurorte und Heilbäder gelten als Kompetenzzentren für die Gesundheit. Wir wollen sie deshalb in eine möglichst flächendeckende, bedarfsgerechte und sektorenübergreifende medizinisch-rehabilitative Versorgung von Patientinnen und Patienten mit „Post- und Long-COVID“ einbeziehen.“ Im Fokus des im Mai 2022 gestarteten Modellprojekts steht u.a. die ambulante, vorrangig neurologische Versorgung von Patientinnen und Patienten, die unter Corona-Langzeitfolgen leiden. Der Freistaat Bayern unterstützt das Projekt mit bis zu 270.000 Euro.

Beispielsweise der Kurort Bad Aibling will mit seinem umfassenden Angebot einen Beitrag zur Behandlung und zur Wiedererlangung von Teilhabe und Lebensqualität im beruflichen und privaten Leben leisten. Im Rahmen des Modellprojekts wird ein interdisziplinäres Therapieangebot für Patientinnen und Patienten entwickelt, das aus einer Vorortbehandlung über zwei Wochen und anschließender digitaler Weiterbehandlung besteht. Alle Teilnehmenden erhalten Gruppen- und Einzeltherapien an der „Schön Klinik Bad Aibling-Harthausen“ und im Kurort Bad Aibling. In der „Schön Klinik Bad Aibling-Harthausen“ werden Inhalte wie Gangtraining, Balancetraining, Neuropsychologie, Atemtherapie, Gerätetraining und Entspannungstechniken angeboten.

Prof. Dr. med. Klaus Jahn, Studienleiter und Chefarzt für Neurologie in der „Schön Klinik Bad Aibling-Harthausen“ erklärte: „Wir freuen uns sehr, dass wir den Patientinnen und Patienten, die nach einer COVID-Erkrankung unter neurologischen Problemen leiden, ein Angebot machen können. Das Ziel ist die Entwicklung eines Programms, das später vielen weiteren Betroffenen helfen kann. Die Kompetenzen einer neurologischen Fachklinik und des Kurorts Bad Aibling ergänzen sich hierbei ideal.“

Vom Kurort Bad Aibling werden Nordic Walking, Physikalische Therapie, Mooranwendungen und medizinische Trainingstherapie angeboten. Professionell geleitete Selbsthilfegruppen sollen das Angebot ergänzen. Zu Beginn und am Ende der Behandlung werden ärztliche Einzeltermine durchgeführt. Thomas Jahn, Kurdirektor in Bad Aibling unterstrich: „Dass wir die Chance bekommen, uns als moderner Kurort in dieses Modellprojekt einzubringen, freut uns sehr. Gerade mit den kurörtlichen Bausteinen können wir wichtige Komponenten für einen hohen Therapieerfolg beisteuern.“

Für einen nachhaltigen Effekt des Therapieprogramms bekommen die Teilnehmenden nach der zweiwöchigen Therapiephase die Möglichkeit, ihr Training – per App – acht Wochen fortzusetzen. Die individuelle Gesamtstudiendauer beträgt – inklusive einer mehrmonatigen Nachbetreuung und Nachbeobachtung – insgesamt sieben Monate.

„Wir erhoffen uns für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine nachhaltige Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit und der psychischen Stabilität. Die entwickelte Behandlungsmethode soll nach einer erfolgreichen Pilotierung als Modell für die Behandlung von „Post-COVID“ in hochprädikatisierten Kurorten und Heilbädern Bayerns dienen. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat seit vielen Jahren ein Förderprogramm speziell für hochprädikatisierte Kurorte und Heilbäder aufgelegt, um vor Ort die medizinische Qualität zu steigern. Ich freue mich, dass sich Bad Aibling so engagiert und sich um die unter Post- und Long-COVID leidenden Patienten kümmert“, resümierte Holetschek.

-stmgp-

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Erkrankung
mit dem
Borna-Virus

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Region Mühldorf am Inn – Im westlichen Landkreis Mühldorf ist kürzlich ein Fall einer Erkrankung nach Infektion mit dem äußerst seltenen, aber lebensbedrohlichen „Borna-Virus“ (BoDV-1 – Borna Disease Virus 1) aufgetreten. Bisher sind rund 40 Fälle von „BoDV-1“ Erkrankungen beim Menschen nachgewiesen worden. Aktuell werden jährlich weniger als zehn Fälle für ganz Deutschland gemeldet, eine überwiegende Mehrheit jedoch aus Bayern. Das „BoDV-1“ war ursprünglich als Erreger der Borna’schen Krankheit bei Pferden, Schafen und anderen Säugetieren in Mitteleuropa bekannt. Im Jahr 2018 wurde das Virus erstmalig als Ursache für schwere Gehirnentzündungen -Enzephalitiden- beim Menschen nachgewiesen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch außerhalb von Transplantationen kann nach aktuellem Wissensstand ausgeschlossen werden.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) weist darauf hin, dass eine Übertragung nach dem aktuellen Stand der Forschung durch den Kontakt zur Feldspitzmaus (Crocidura leucodon) und deren Ausscheidungen erfolgen kann. Infizierte Feldspitzmäuse scheiden die Viren unter anderem über Speichel, Urin und Kot aus. Das LGL wie auch andere Fachbehörden empfehlen grundsätzlich, den Kontakt zu Spitzmäusen und deren Ausscheidungen zu vermeiden und einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Lebende oder tote Spitzmäuse sollten nicht mit bloßen Händen berührt werden. Sollten Spitzmäuse im häuslichen oder Arbeitsumfeld identifiziert werden, gilt es, ihre Nahrungsquelle herauszufinden und sie ihnen zu entziehen. Spitzmäuse akzeptieren z.B. im Außenbereich angebotenes Hunde- oder Katzenfutter. Auch Komposthaufen oder andere Abfälle können durch das reiche Nahrungsangebot an Insekten für Spitzmäuse interessant sein. Generell sollten Orte, an denen ein Kontakt mit den Ausscheidungen von Spitzmäusen auftreten kann, wenn möglich auch von spielenden Kindern gemieden werden bzw. Arbeiten dort sollten nur unter den entsprechenden Hygiene- bzw. Vorsichtsmaßnahmen erfolgen. Weitere Informationen: https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/borna/index.htm

-lamue-

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Senioren-
mitwirkungsgesetz

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Region Bayern – Das bayerische Sozialministerium bringt das „Bayerische Seniorenmitwirkungsgesetz“ auf den Weg. Das entsprechende Gesetz soll ein Meilenstein bayerischer Seniorenpolitik werden. Damit stärke man bewusst die bewährten vorhandenen Strukturen und man schaffe mit einem „Landesseniorenrat“ ein neues, in den Kommunen verankertes Gremium. Durch den „Landesseniorenrat“ binde man die älteren Menschen direkt ein – weil ihre Erfahrungen wertvoll seien.

Seniorenvertretungen gibt es bereits in über 90 Prozent der bayerischen Kommunen. Diese gewachsenen Strukturen will die Bayerische Staatsregierung nun mit dem neuen Gesetz stärken: Die Handlungsfreiheit der Seniorenvertretungen vor Ort bleibe erhalten und zusätzlich stehe den Seniorenvertretungen mit dem Landesseniorenrat ein Gremium zur Seite, das nach Bedarf gezielt mit Information und individueller Beratung unterstützen könne. Als Orientierung wird das bayerische Sozialministerium dazu einen Leitfaden entwickeln und das kostenlose Weiterbildungsangebot der „Seniorenakademie Bayern“ für Seniorenvertretungen weiter ausbauen. Der „Landesseniorenrat“ soll ein Anhörungsrecht bei allen seniorenspezifischen Vorhaben der Staatsregierung erhalten. Das Seniorenmitwirkungsgesetz ist Teil des Koalitionsvertrags von CSU und Freien Wählern. Es soll nun zeitnah in die Verbändeanhörung gehen.

-stmas-

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COVITÖLZ-Studie
deutet auf hohen
Behandlungsbedarf

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Region Bad Tölz-Wolfratshausen –Post-Covid“ führt bei schätzungsweise 15 Prozent ehemals nachweislich Infizierter zu Symptomen und damit zu gesundheitlichen Einschränkungen, wie frühere Studien bereits gezeigt haben. Wenig bekannt ist bislang darüber, wie viele Symptome langfristig bestehen bleiben und wie hoch der Leidensdruck der Betroffenen ist. Mit der „COVITÖLZ-Studie“ im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen wird nun der Fokus darauf gelenkt. Erste Ergebnisse der Studie bestätigen die bisherigen Studien und geben bereits Aufschluss, welche Symptome ehemals Infizierte zeigen.

Über 9.000 Menschen aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, die zwischen dem Beginn der Pandemie im Februar 2020 und dem 30. November 2021 als infizierte Mitbürger im Gesundheitsamt registriert waren, wurden für die „COVITÖLZ-Studie“ angeschrieben, wobei 8.925 Fragebögen postalisch zustellbar waren. 3.120 Personen haben geantwortet, 2.909 Fragebögen waren auswertbar. Der Rücklauf lag damit bei rund 33 Prozent, was eine hohe Aussagekraft ermöglicht, meinte Prof. Dr. Antonius Schneider, Leiter des Instituts für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung am Klinikum rechts der Isar, TU München.

Die Hälfte der Teilnehmer gab persistierende Beschwerden – die nicht ausheilen bzw. abklingen, sondern über einen längeren Zeitraum andauern – an. „Wenn man annimmt, dass vor allem diejenigen geantwortet haben, denen es eher schlecht geht, dann hätten circa 17 Prozent der infizierten Einwohner des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen gesundheitliche Langzeitbeschwerden, und zwar bis zu zwei Jahre nach der Infektion. Beunruhigend ist, dass diese Patienten im Durchschnitt einen hohen körperlichen und seelischen Leidensdruck aufweisen. Bis zu 20 Prozent der von „Post-COVID“ Betroffenen zeigen Anzeichen einer Depression oder Angststörung“, betonte Prof. Schneider. Der Mitinitiator der „COVITÖLZ-Studie“, Hausarzt und koordinierender Arzt im Landkreis Dr. Jörg Lohse, meinte hierzu: „Die Ergebnisse zeigen ganz deutlich, dass ein hoher Bedarf an Unterstützungsangeboten besteht. Es sollten Selbsthilfegruppen geschaffen werden, die sich untereinander vernetzen, idealerweise mit professioneller Begleitung. Dies könnte möglicherweise einen Multiplikatoreffekt darstellen und viele einzelne Betroffene unterstützen.“ „Forschungsprojekte und finanzielle Ressourcen sind notwendig, um effektive Maßnahmen entwickeln und umsetzen zu können“, meinten Prof. Dr. Schneider und Dr. Lohse.

Der Landrat des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshauen, Josef Niedermaier, und Gesundheitsamtsleiter Dr. Stephan Gebrande hatten die Studie maßgeblich unterstützt, indem das Gesundheitsamt die Bürgerinnen und Bürger angeschrieben hatte. Ihnen und der Verwaltung dankten die Ärzte besonders für die Unterstützung, ferner hoben sie die hohe Teilnahmebereitschaft der Bevölkerung hervor. Niedermaier hofft nun, dass für die Betroffenen mit Hilfe der Studie bessere Therapiemöglichkeiten angeboten werden können. „Die Pandemie hatte uns alle lange fest im Griff. Gerade diejenigen, die nach einer Erkrankung auch noch Monate später an Symptomen leiden, brauchen jetzt medizinische Unterstützung. Die nach wie vor vorhandenen Krankheitsanzeichen zeigen, dass das Coronavirus nicht zu unterschätzen ist und weiterhin ernst genommen werden muss – ob wir das wollen oder nicht“, resümierte Landrat Niedermaier.

-latöl-

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Corona-
Frühwarnsystem

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Region Bayern – Bayern baut zum Schutz vor einer möglichen neuen Corona-Welle im Herbst die virologische Überwachung deutlich aus. Auf diese Weise sollen besorgniserregende SARS-CoV-2-Virusvarianten künftig noch schneller erkannt werden. Ein breit aufgestelltes Frühwarnsystem leistet einen zentralen Beitrag für eine vorausschauende Risikobewertung und die daraus folgenden Maßnahmen. Sie ist Teil eines Fünfpunkteplans des Bayerischen Gesundheitsministeriums. Das Frühwarnsystem besteht aus drei Modulen, zu deren Finanzierung insgesamt Haushaltsmittel in Höhe von 12,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden:

1. Verbundprojekt „Bay-VOC“ soll ausgebaut werden
Die Wissens- und Laborinfrastruktur des Verbundprojekts „Bay-VOC“ zur Erkennung und Eingrenzung neuer Virusvarianten wird erweitert. „Bay-VOC“ ist ein bayerisches Netzwerk, in dem die Expertise der gesamten bayerischen Universitätsmedizin sowie des Öffentlichen Gesundheitsdienstes zu besorgniserregenden Virusvarianten („Variants of Concern“, VOC) gebündelt wird. Mit diesem Netzwerk konnte bereits das Auftreten der Delta-Variante im April 2021 und der Omikron-Variante im November 2021 frühzeitig und zuverlässig erkannt werden. Auf dieser Grundlage konnten unmittelbar Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ergriffen werden. „Bay-VOC“ wird mit dem Projekt zur Stärkung der Sentinel-Praxen und dem Abwassermonitoring eng verzahnt, um u.a. eine gemeinsame Datenplattform zu etablieren.

2. Bayerisches Netzwerk der „Sentinel“-Praxen
Die „Sentinel“-Überwachung zur Erfassung des Infektionsgeschehens in Bayern soll gestärkt werden. Hierfür soll die Zahl der teilnehmenden Praxen von aktuell 58 auf ca. 150 Sentinel-Praxen in ganz Bayern erhöht werden. Ferner sollen Abstriche ganzjährig untersucht werden und die Probeneinsendungen von bislang zwei auf vier Proben pro Woche je Praxis erhöht werden. Durch Sentinel Erhebungen wird eine möglichst repräsentative Stichprobe zur Erfassung des gesamten Infektionsgeschehens untersucht. Die teilnehmenden Praxen entnehmen dabei von den ersten beiden Patienten mit Symptomen für akute Atemwegsinfekte Abstriche des Nasen-Rachenraums. Die Proben werden in den Laboren des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untersucht. Dort erfolgt die Diagnostik auf Influenza, SARS-CoV-2 und RSV sowie bei Bedarf kurzfristig auch auf andere Erreger von akuten Atemwegsinfekten.

3. Ausbau des Abwassermonitorings in Bayern
Das Abwassermonitoring in Bayern soll ausgebaut werden. Es beruht auf dem Nachweis mehrerer Gensequenzen von SARS-CoV-2 mittels PCR in Abwasserproben. Auch andere Erreger von akuten Atemwegsinfektionen können so nachgewiesen werden. Das Abwassermonitoring ermöglicht eine Prognose des Infektionsgeschehens von bis zu zehn Tagen vor Anstieg oder Abfall der gemeldeten SARS-CoV-2-Neuinfektionen. Außerdem ermöglicht es den Nachweis von Mutationen. Damit könnte die Dunkelziffer von Infektionen abgeschätzt werden, da der Nachweis unabhängig von Testbereitschaft und Testkapazitäten erfolgt. Ferner kann es die Clusternachverfolgung zur Lokalisierung von Infektionen unterstützen. Derzeit werden mit Mitteln des Bundes und der Europäischen Union Projekte zum Abwassermonitoring auf SARS-CoV-2 an neun Standorten in Bayern gefördert. Die Laufzeit der Projekte ist bis Anfang 2023 begrenzt. Die Betreuung der bayerischen Projekte soll anschließend vom LGL übernommen werden. Um eine bessere regionale Abdeckung zu gewährleisten, sollen mindestens sieben weitere Standorte in Bayern gewonnen werden, so dass in jedem Regierungsbezirk mindestens zwei Standorte für Proben zur Verfügung stehen. Eine vollständige Analyse der Proben am LGL soll ab dem Frühjahr 2023 erfolgen.

-bsr-

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Start
der Vortragsreihe
„Gesundes Altern“

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Region Miesbach – Mit der Vortragsreihe „Gesundes Altern“ bietet die Landkreisfachstelle für Altenhilfeplanung die Möglichkeit, sich zu verschiedenen Themen rund um die Gesundheit im Alter zu informieren. Präsentiert wird ein buntes Themenprogramm, angefangen bei Medikamenten, hin zu gesunder Ernährung, Sport und Fragen rund um psychische und physische Gesundheit. Die Vorträge finden am 1.6./22.6./29.6/13.7/20.7/27.7/14.9/21.9 und 22.9.2022 jeweils um 14:30 Uhr im Bürgersaal der Gemeinde Hausham, Geissstr. 1 statt. Der erste Vortrag ist am Mittwoch, 01.06.2022 vorgesehen. Dabei referiert Tanja Grasberger, Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie, Geriatrische Pharmazie, Homöopathie und Naturheilverfahren, über Medikamente und deren Wechselwirkungen. Den Abschluss der Vortragsreihe bildet die 3. Bayerischen Demenzwoche vom 16. bis 25. September 2022.

-lamb- Bild: am

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Pflege-
stützpunkte
in Bayern

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Region Bayern – In Bayern schreite der Ausbau von Pflegestützpunkten rasch voran. Seit 2019 habe sich die Zahl der Pflegestützpunkte in Bayern mehr als vervierfacht – das sei eine erfreuliche Entwicklung zum Wohle Pflegebedürftiger und pflegender Angehöriger. Pflegestützpunkte sind zentrale Anlaufstellen für alle Themen rund um die Pflege. Sie informieren, beraten und vernetzen die regionalen pflegerischen Angebote, um eine wohnortnahe und weitgehend passgenaue Unterstützung zu ermöglichen. Mitarbeitende der Pflegestützpunkte informieren Personen mit Pflegebedarf und ihre Zu- und Angehörigen beispielsweise, wenn eine Wohnung barrierefrei umgebaut oder eine geeignete Tages- und Kurzzeitpflegeeinrichtung beziehungsweise eine vollstationäre Einrichtung der Pflege gefunden werden soll und unterstützen auch bei der Antragstellung. Eine Übersicht ehrenamtlicher Angebote in der Kommune können die Pflegestützpunkte ebenfalls bereitstellen.

Konkret ist die Zahl der Pflegestützpunkte in Bayern seit 2019 von neun auf aktuell 42 Pflegestützpunkte gestiegen. Außerdem befinden sich sechs Pflegestützpunkte im Aufbau – und einige weitere sind in Planung. Für neue Pflegestützpunkte gibt es eine einmalige Anschubförderung von bis zu 20.000 Euro für Sachkosten. Bei räumlicher Anbindung an eine Fachstelle für pflegende Angehörige ist eine zusätzliche Förderung von einmalig 3.000 Euro möglich. Bestehende und neue Pflegestützpunkte können ferner eine Förderung für Maßnahmen zur Vernetzung und zum Wissenstransfer von jeweils bis zu 15.000 Euro erhalten. Zusätzlich besteht für Kommunen seit 1. Januar 2021 die Möglichkeit einer Regelförderung von bis zu 20.000 Euro für eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft.

Der Beratungsbedarf nimmt zu: Zum einen steigt die Anzahl der Menschen mit Beratungs- und Unterstützungsbedarf kontinuierlich an. Zum anderen werden die Beratungen aufgrund der strukturellen, finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen immer komplexer. Vor diesem Hintergrund ergänzen die Pflegestützpunkte die bestehende Beratungsstruktur der 110 Fachstellen für pflegende Angehörige. Aufgabe der Fachstellen für pflegende Angehörige ist es in erster Linie, pflegende Angehörige psychosozial zu beraten, zu entlasten und zu unterstützen. Aufgabe der Pflegestützpunkte ist es, Information und Beratung zu allen Fragen im Vor- und Umfeld der Pflege sowie die Vernetzung aller relevanten Akteure unter einem Dach zu bündeln. Weitere Informationen zu Pflegestützpunkten: https://www.stmgp.bayern.de/pflege/pflege-zu-hause/pflegestuetzpunkte/

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Erstes
Tageshospiz
in Niederbayern

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Region Niederbayern – Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek hat anlässlich der Eröffnung des „Adjuvantis Tageshospizes Vilsbiburg“ die Bedeutung innovativer Versorgungsangebote für Schwerstkranke und Sterbende betont. „Vilsbiburg geht mit der Schaffung von acht Tageshospizplätzen neue Wege bei der Versorgung schwerstkranker Menschen. Bisher gab es in Bayern nur in Nürnberg-Mögeldorf ein solches Hospiz. Auch bundesweit gibt es bislang nur wenige vergleichbare Tageshospizangebote. Die Hospizgäste erhalten in Vilsbiburg tagsüber die bestmögliche Betreuung und Pflege durch ein multiprofessionelles Team – und können abends in den Kreis ihrer Familie nach Hause zurückkehren. Tageshospize ermöglichen so Schwerstkranken und Sterbenden die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie Kontakt mit anderen Gästen. Sie leisten damit auch einen wichtigen Beitrag zur Entlastung pflegender Angehöriger. Angehörige gehen bei der Pflege von Schwerstkranken und Sterbenden bis zur Grenze ihrer eigenen Belastungsfähigkeit – und oft auch darüber hinaus. Der Aufenthalt im Tageshospiz ermöglicht den pflegenden Familienmitgliedern eine wohlverdiente Auszeit und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu deren Gesunderhaltung“, so Holetschek.

Der Freistaat Bayern unterstützt seit Jahren den Auf- und Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung. Das bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege fördert als Investitionskostenförderung die Errichtung von Hospizplätzen sowie Tageshospizplätzen mit einer Summe von 10.000 Euro je neu geschaffenem Platz. Beim Tageshospiz Vilsbiburg handelt sich um ein dreijähriges Modellprojekt. Das Projekt wird wissenschaftlich durch die Universität Regensburg begleitet. Mit der Eröffnung des Vilsbiburger Tageshospizes gibt es in Bayern mittlerweile ein Angebot von 22 stationären Erwachsenen-Hospizen mit 243 Plätzen, einem stationären Kinderhospiz mit acht Plätzen und zwei teilstationären Tageshospizen mit insgesamt 14 Plätzen.

-stmgp-

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Neustart
bei der
Förderung
von Kinderwunschbehandlungen

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Region Bayern – In Bayern sind wieder Antragstellungen auf Förderung von Kinderwunschbehandlungen möglich. Aufgrund unzureichender Bundesmittel konnten in Bayern seit Oktober 2021 keine Anträge mehr bewilligt werden. Zusätzliche Bundesmittel für neue Bewilligungen stehen voraussichtlich erst im Sommer 2022 zur Verfügung. Nach Antragstellung können zunächst Zustimmungen zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn erteilt werden. Regulär bewilligt wird wieder, sobald zusätzliche Bundesmittel verfügbar sind. Gefördert werden verheiratete und nicht verheiratete Paare mit einem gemeinsamen Hauptwohnsitz in Bayern bei der ersten bis vierten Behandlung der In-Vitro-Fertilisation (IVF) sowie der Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI). Der Zuschuss beträgt bei der ersten bis dritten Behandlung bis zu 800 Euro (IVF) bzw. 900 Euro (ICSI) und bei der vierten Behandlung bis zu 1.600 Euro (IVF) bzw. 1.800 Euro. Bund und Freistaat Bayern übernehmen jeweils die Hälfte. Mehr Informationen zur Förderung von Kinderwunschbehandlungen sowie der Online-Antrag sind unter Zentrum Bayern Familie und Soziales ersichtlich.

-stmas-

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Infektions-
schutzmaßnahmenverordnung
wird verlängert

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Region Bayern – Die 16. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird bis einschließlich 28. Mai 2022 verlängert und angepasst. In den Schulen fallen ab dem 1. Mai 2022 alle Testpflichten auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 weg. Dies gilt hinsichtlich der anlasslosen regelmäßigen Testungen ebenso wie für schulische Testungen bei einem Infektionsfall. Der Besuch ist wieder ohne Einschränkungen möglich. Ebenso fallen ab dem 1. Mai 2022 alle Testpflichten im Bereich der Kinderbetreuung weg. Der Besuch ist wieder ohne Einschränkungen möglich.

-bsr-

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Herzinfarkte
in Bayern

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Region Bayern – Das bayerische Gesundheitsministerium hat den ersten umfassenden Bericht „Herzinfarkte in Bayern“ vorgestellt. Dieser enthält die aktuellsten verfügbaren Zahlen und Erkenntnisse über Herzinfarkte, Risikofaktoren und die ambulante sowie stationäre Versorgung in Bayern. Der Bericht widmet sich unter anderem den Auswirkungen der Corona-Pandemie, weil das Coronavirus auch das Herz befallen kann. Zu den möglichen Folgen einer Infektion zählen Entzündungen des Herzmuskelgewebes, die zu Herzinfarkten und Herzversagen führen können. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge könnten Herzinfarktpatientinnen und -patienten in Bayern trotz Pandemie zeitgerecht medizinisch versorgt werden. Vermehrte Herzinfarkt-Sterbefälle infolge möglicher versäumter Behandlungen liessen sich durch die vorliegenden Daten bisher nicht belegen. Der Bericht zeigt auch, dass die Herzinfarkt-Sterblichkeit in Bayern deutlich zurückging: So starben im Jahr 1980 in Bayern rund 12.400 Menschen über 40 Jahren infolge eines Herzinfarkts, im Jahr 2020 waren es rund 6.400 – obwohl aufgrund des demografischen Wandels heute wesentlich mehr Menschen in der Altersgruppe „40-plus“ sind. Ferner waren in Bayern 30.848 Krankenhausfälle im Jahr 2019 direkt auf einen Herzinfarkt zurückzuführen. Mit knapp 17.000 Fällen entfiel dabei etwas mehr als die Hälfte auf die Altersgruppe zwischen 45 und 74 Jahren, in der Altersgruppe über 75 Jahre waren es rund 13.000 Fälle. Knapp fünf Prozent der Menschen im Alter von 40 bis 79 Jahren hatten laut Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1-Studie) bereits einmal in ihrem Leben einen Herzinfarkt – auf Bayern bezogen wären das rund 300.000 Personen.

Erstmals werden in dem Bericht Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) für die ersten neun Monate des Jahres 2021 veröffentlicht. Die Zahlen werden kontinuierlich aktualisiert und sind von der KVB inzwischen auch für das vierte Quartal 2021 veröffentlicht worden. Demzufolge zeichnete sich für das Jahr 2021 in Bayern eine stabile Lage bei den ambulanten Patientenzahlen aufgrund eines Herzinfarktes ab, und zwar mit einem nur geringfügigen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Unmittelbare Rückschlüsse auf einen Zusammenhang zwischen der Corona-Pandemie und dem Auftreten akuter Herzinfarkte lasse dies nicht zu.

Den aktuellsten KVB-Zahlen zufolge wurden für das vierte Quartal des vergangenen Jahres 34.160 gesetzlich versicherte Männer in der ambulanten Versorgung mit der Diagnose Herzinfarkt registriert – im vierten Quartal 2020 waren es 33.247. Bei den Frauen stieg die Zahl von 15.206 auf 15.426. Im Vergleich zu 2019 ist die Zahl kontinuierlich angestiegen – 4. Quartal 2019 32.297 ambulante versorgte Männer und 14.737 Frauen. Mehr Fälle in der ambulanten Versorgung sind jedoch nicht als Anstieg des Herzinfarktrisikos in der Bevölkerung zu verstehen.

Fachlich begleitet und bearbeitet wurde der 96-seitige Bericht vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Er ist auch eine Datengrundlage für die diesjährige Kampagne „Hand aufs Herz – Aktiv gegen Herzinfarkt“. Prof. Dr. Manfred Wildner, Leiter des Landesinstituts für Gesundheit am LGL, erklärte: „Wir sehen in Bayern große Fortschritte bei der Prävention und bei der Behandlung von Herzinfarkten. Gleichzeitig bleiben Herzinfarkte für die Zukunft ein zentrales Thema der Bevölkerungsgesundheit, auch als Folge der demografischen Entwicklung und der gestiegenen Lebenserwartung. Denn auch das Risiko für einen Herzinfarkt steigt mit dem Alter. Die mittelfristigen Auswirkungen von Coronainfektionen auf die Herzgesundheit sind ebenfalls noch weiter zu beobachten.“

Die wichtigsten Risikofaktoren für einen Herzinfarkt seien Rauchen, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, Fettleibigkeit, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Alkohol und psychosoziale Belastungen, aber auch Lärm und Feinstaub.  Prof. Dr. Heribert Schunkert, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, erklärte: „Alle 20 Jahre eine Halbierung der altersbereinigten Sterblichkeit des Herzinfarktes zu beobachten – wie im bayerischen Herzbericht dokumentiert – ist eine großartige Leistung der Herzmedizin und Prävention. Jetzt heißt es, diese Erfolge fortzusetzen. Die Deutsche Herzstiftung möchte gemeinsam mit dem Deutschen Herzzentrum München einen Beitrag leisten durch die Einführung von HerzFit, einer App für alle, die ihr Herz besser kennenlernen und gesünder machen wollen. Die App wird in der Kampagne „Hand aufs Herz – Aktiv gegen Herzinfarkt“ erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt.“

Die Kampagne „Hand aufs Herz – Aktiv gegen Herzinfarkt“ ist Teil des diesjährigen Schwerpunktthemas „Prävention von Herzinfarkten“ im Rahmen des bayerischen Präventionsplans und läuft bis Ende September. Der Präventionsplan wurde 2015 mit dem Ziel ins Leben gerufen, Bürgerinnen und Bürger bei ihrer Entscheidung für eine gesundheitsförderliche Lebensweise zu unterstützen, gesunde Lebenswelten zu gestalten und die gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern. Die Umsetzung erfolgt zusammen mit den derzeit 129 Partnern im Bündnis für Prävention, der Gesundheitsverwaltung und den Gesundheitsregionen plus. Weitere Informationen sind unter www.stmgp.bayern.de/vorsorge ersichtlich.

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Impfquote
der Beschäftigten
in Pflegeeinrichtungen

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Region Bayern – Die Impfquote der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in bayerischen teil- und vollstationären Pflegeeinrichtungen und Hospizen ist in den vergangenen drei Monaten weiter gestiegen. In der Pflege sind aktuell 91,9 Prozent der Beschäftigten mindestens grundimmunisiert. Das sind fast sechs Prozent mehr als noch zu Beginn des Jahres. Fast neun Prozent der Beschäftigten haben sich seit Beginn des Jahres auch noch ein drittes Mal impfen lassen. Insgesamt sind damit aktuell 64,4 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege dreifach geimpft. 2,3 Prozent der Beschäftigten haben bereits ihre zweite Auffrischungsimpfung erhalten. Und 1,6 Prozent sind zumindest erstgeimpft. Nur noch 6,5 Prozent seien ungeimpft. Die Zahlen sind das Ergebnis der monatlichen Impfstatusabfrage durch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Teil- und vollstationäre Pflegeeinrichtungen sind nach dem Infektionsschutzgesetz des Bundes inzwischen meldepflichtig.

-stmgp- Bild: am

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Umsetzung
der verkürzten
Quarantänezeit

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Region Bayern – Bayern verkürzt die Isolation nach einem positiven Corona-Test nun auf fünf Tage. Ein abschließendes Freitesten ist künftig nicht mehr notwendig. Voraussetzung ist aber 48 Stunden Symptomfreiheit. Halten die Symptome an, muss die Isolation fortgesetzt werden, bis die Zeichen der akuten COVID-19-Erkrankung 48 Stunden lang nicht mehr bestehen, maximal aber zehn Tage. Zum Schutz vulnerabler Gruppen gelten strengere Maßnahmen: Wer in vulnerablen Einrichtungen, wie zum Beispiel Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder der Eingliederungshilfe arbeitet, unterliegt nach dem Ende der Isolation einem Tätigkeitsverbot und kann nur dann wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren, wenn er ein negatives Testergebnis in Form eines Antigen- oder PCR-Tests vorlegt. Für Personen, die sich nach der alten „Allgemeinverfügung Isolation“ in Quarantäne befinden, gelten nun ebenfalls die neuen Regelungen. Auch hier gilt, dass die Isolation grundsätzlich nur noch fünf Tage gilt, wenn die letzten 48 Stunden keine Symptome bestanden und die Gesamtdauer maximal zehn Tage beträgt. Neu ist auch, dass die Quarantäne für enge Kontaktpersonen vollständig entfällt.

-bsr-

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Aus
für die

Corona-Impfpflicht

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Zum Thema „Corona-Impfpflicht“ haben die Abgeordneten und Abgeordnetinnen des Deutschen Bundestages am 7. April 2022 in Berlin namentlich abgestimmt: Alle Initiativvorlagen wurden letztendlich abgelehnt. Der Gesetzentwurf für eine „Impfpflicht ab dem 60 Lebensjahr“ wurde mit 378 Stimmen abgelehnt und 296 stimmten für diesen Entwurf. Bei dieser Abstimmung gab es neun Enthaltungen. Bei einer weiteren namentlichen Abstimmung bezüglich der „Impfvorsorgegesetz“-Antragsstellung der Unionsfraktion stimmten insgesamt 496 Abgeordnete und Abgeordnetinnen gegen die Gesetzesvorlage und 172 stimmten dafür. Der Antrag „gegen eine allgemeine Impfpflicht“, durch die Antragsteller um den FDP-Abgeordneten Wolfgang Kubicki, erhielt 590 Gegenstimmen und 85 Zustimmungen. Den von der AFD-Fraktion eingereichten Antrag „gegen eine gesetzliche Impfpflicht“ lehnten 606  Parlamentarier und Parlamentarierinnen ab, unterstützt wurde er lediglich von 79 Abgeordneten und Abgeordnetinnen.

-am- Bild: am

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Bayern
setzt
Corona-Basisschutzmaßnahmen um

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Region Bayern – Das neu gefasste Bundesinfektionsschutzgesetz erlaubt seit dem 3. April 2022 grundsätzlich nur noch so genannte „Basisschutzmaßnahmen“ in bestimmten Bereichen. Weitergehende Maßnahmen sind nur unter engen Voraussetzungen nach der so genannten „Hotspotregelung“ möglich, die aber nicht rechtssicher anwendbar sei. Bayern setzt daher die „Basisschutzmaßnahmen“ um. Vor diesem Hintergrund wurde mit Inkrafttreten zum 3. April 2022 die neue 16. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung erlassen, die bis einschließlich 30. April 2022, also für vier Wochen, gilt und den Rahmen der vom Bund noch zugestandenen Basisschutzmaßnahmen ausschöpft.

Das bedeutet: Allgemeine Schutz- und Hygienemaßnahmen bleiben weiter empfohlen. Hierzu zählen insbesondere die Wahrung des Mindestabstands, das Tragen medizinischer Gesichtsmasken in Innenräumen sowie freiwillige Hygienekonzepte u.a. mit Besucherlenkung und Desinfektion. In Einrichtungen, die vulnerable Personengruppen betreuen, gilt weiterhin eine FFP2-Maskenpflicht. Darunter fallen Arztpraxen, Krankenhäuser, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare Versorgung erfolgt, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken, Rettungsdienste, ambulante Pflegedienste, voll- und teilstationäre Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sowie Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünfte. Gleiches gilt für den öffentlichen Personennahverkehr.

In Schulen und Kitas soll auch weiterhin regelmäßig und im bisherigen Umfang getestet werden. Für die Zeit nach den Osterferien will der bayerische Ministerrat rechtzeitig entscheiden. Bei Infektionsfällen in einer Klasse oder Gruppe besteht weiterhin ein verstärktes Testregime. Besucher und Beschäftigte benötigen für den Zugang zu vulnerablen Einrichtungen – wie Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen – einen tagesaktuellen Schnelltest. Beschäftigte bedürfen weiterhin zweier Tests pro Woche, wenn sie geimpft oder genesen sind, und tagesaktuelle Tests, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind. Gleiches gilt bei Justizvollzugsanstalten für Besucher sowie nicht geimpfte oder genesene Beschäftigte.

Der bayerische Ministerrat hat ferner der Verlängerung der Antragsfrist zum Abruf der Fördermittel für mobile Luftreinigungsgeräte und dezentrale Lüftungsanlagen bis zum 31. Dezember 2022 zugestimmt. Die Frist für die Beschaffung von im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 beantragten Geräten wird bis einschließlich 31. März 2023 verlängert.

-bsr-

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Medizin-
campus
Niederbayern

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Region Niederbayern – Der bayerische Ministerrat hat die Gründung des „Medizincampus Niederbayern“ beschlossen. Damit setzt die Staatsregierung ein weiteres Vorhaben der „Hightech Agenda Bayern“ um. Gleichzeitig wird mit dem „Medizincampus Niederbayern“ die medizinische Versorgung in allen Landesteilen Bayerns noch besser abgesichert. Dabei hat sich Ausbildung in der Region für die Region bewährt. So wurden in den vergangenen Jahren u.a. mit der neuen Medizinischen Fakultät an der Universität Augsburg und dem „Medizincampus Oberfranken“ zusätzliche Medizinstudienplätze geschaffen. Nun weitet der Freistaat das Angebot weiter aus und stellt mit jährlich rund 110 neuen Vollstudienplätzen die Weichen für den „Medizincampus Niederbayern“. Im Endausbau entstehen damit über 600 neue Studienplätze.

Der erste Teil des Studiums, in dem vor allem grundlagenorientierte und klinisch-theoretische Fächer unterrichtet werden, soll schwerpunktmäßig an der Universität Regensburg stattfinden. Den zweiten Teil des Studiums setzen die Studierenden gleichermaßen an den niederbayerischen Klinikstandorten Deggendorf, Landshut, Passau und Straubing fort. Dort werden auch schon während des ersten Studienabschnitts patientenbezogene, klinische Ausbildungsinhalte gelehrt. Darüber hinaus sind auch die Universität Passau und die TH Deggendorf in die Medizinerausbildung mit eingebunden.

Zukunftsweisende digitale und hybride Lehrformate sichern einen reibungslosen Ablauf des Studiums. Dazu ist ein neues Zentrum für Digitale Medizinausbildung in Passau geplant, mit dem der „Medizincampus Niederbayern“ eine Vorreiterrolle einnehmen wird. Mit diesem Modell kann von Beginn des Studiums an eine Verzahnung von grundlagenwissenschaftlichen und klinischen Inhalten gewährleistet werden, die auch in den Reformplänen für die Approbationsordnung für Ärzte vorgesehen ist.

-bsr-

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Bund
Länder
Konferenz
zur Corona-Situation

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Mit dem Wegfall der meisten Schutzmaßnahmen seit 20. März 2022 tritt Deutschland nach zwei Jahren in eine neue Phase der Pandemie ein.  Das geänderte Infektionsschutzgesetz, das im Bundestag und Bundesrat beschlossen wurde, trage der pandemischen Entwicklung Rechnung, betonte Bundeskanzler Olaf Scholz nach den Beratungen mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder. Allerdings ist die Pandemie noch nicht vorbei und derzeit stiegen die Inzidenzzahlen wieder und seien auf einem sehr hohen Niveau.

Lage nicht mehr so dramatisch
Die gute Nachricht jedoch sei, dass die Lage in den Krankenhäusern und Intensivstationen nicht mehr so dramatisch sei, wie es früher bei solch hohen Zahlen der Fall gewesen wäre. Ferner verliefe die Krankheit derzeit bei den meisten Menschen milder. „Nun treten wir in eine neue Phase der Pandemie ein, in der wir – wie fast alle unserer Nachbarländer – auf die meisten Schutzmaßnahmen verzichten werden“, sagte Scholz. Das angepasste Infektionsschutzgesetz enthält Basismaßnahmen, etwa das Tragen von Schutzmasken in Bussen und Bahnen sowie in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Außerdem sieht es Vorkehrungen für den Fall vor, dass sich in einzelnen Regionen die Corona-Lage zuspitzt. Auch wenn sich die Länder mehr wünschten, „ist es trotzdem eine rechtliche Grundlage, auf der in Zukunft aufgebaut werden kann“, betonte der Bundeskanzler und appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, sich weiterhin an die Hygiene-Regeln zu halten – Abstand zu halten, und freiwillig zum eigenen Schutz eine Maske zu tragen.

-bk-

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Digitales
Meldeportal
zur
einrichtungsbezogenen
Impfpflicht

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Region Bayern – Seit 14. März 2022 steht das bayerische digitale Meldeportal für Immunitätsnachweise „BayImNa“ zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht bereit. Einrichtungen, die von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht betroffen sind, sind seit dem 16. März 2022 verpflichtet, das Gesundheitsamt über dort tätige Personen zu benachrichtigen, die keinen gültigen Impf- oder Genesenennachweis oder ein ärztliches Attest bezüglich einer medizinischen Kontraindikation vorgelegt haben. Auf ein Beratungsangebot erfolgt – sofern die Person sich trotzdem weiterhin nicht impfen lassen möchte – eine förmliche Aufforderung zur Vorlage der gesetzlich festgelegten Nachweise beim Gesundheitsamt. Diese können über das Portal „BayImNa“ nach Einladung durch das Gesundheitsamt übermittelt werden. Bleibt dies weiterhin aus, werde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. In letzter Konsequenz könne auch ein Betretungs- und Tätigkeitsverbot ausgesprochen werden.

-stmgp-

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Pflege
SOS
Bayern

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Region Bayern – Seit 7. März 2022 können sich Betroffene bei Missständen in bayerischen Pflegeheimen an eine neue Anlaufstelle im Landesamt für Pflege (LfP) wenden. Die „Pflege-SOS Bayern“ ist kostenfrei sowohl telefonisch unter 0 96 21 – 966 966 0 als auch schriftlich per E-Mail an pflege-sos@lfp.bayern.de erreichbar. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien pflegefachlich qualifizierte Expertinnen und Experten. Sie nehmen Anliegen der Pflegebedürftigen, der Zu- und Angehörigen und der Pflegekräfte vertrauensvoll und – wenn gewünscht – auch anonym auf und gäben sie an die richtige Stelle weiter, beispielsweise an die zuständige Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen.

Ziel des „Pflege-SOS Bayern“ sei es, dass eventuelle Missstände in Pflegeheimen in Bayern noch schneller erkannt und behoben werden können. Auch die übergeordneten Beschwerdestellen bei den sieben bayerischen Regierungen bestehen weiterhin fort. An die vor Ort zuständige Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen könne man sich ebenfalls weiterhin wenden. Das „Pflege-SOS Bayern“ ist Teil des Fünf-Punkte-Plans, den Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerium als Konsequenz aus den Vorfällen in einem Augsburger Pflegeheim vorgelegt hatte. Ziel sei es, die Qualitätsentwicklung in der Pflege voranzutreiben. Weitere Informationen zum „Pflege-SOS Bayern“ sind unter www.Pflege-SOS.bayern.de ersichtlich.

-stmgp-

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Fortführung
der
Teststrategie
in Schulen und Kitas

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Region Bayern – Bayern wird seine Teststrategie in Schulen und Kitas auch nach dem Auslaufen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite am Samstag, 19. März 2022 fortführen, und möchte damit weiterhin einen sicheren Betrieb von Schulen und Kindergärten gewährleisten sowie vulnerable Gruppen bestmöglich schützen. Die Testsysteme an den Schulen und Kitas werden dabei zunächst bis zu den Osterferien wie bisher weitergeführt. Unter anderem in den Jahrgangsstufen 1 bis 6 aller Schulen sowie in den Förderzentren mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung werden PCR-Pooltestungen mit der Lolli-Methode angeboten. Zur Erhöhung der Sicherheit des Präsenzunterrichts und zur Entlastung der Labore führen die Schülerinnen und Schüler jeweils zum Beginn der Schulwoche einen zusätzlichen Selbsttest durch.

Sofern der Bund keinen neuen rechtlichen Rahmen für die Zeit nach dem 19. März schafft, entfällt die Möglichkeit, an den Schulen und in der Kindertagesbetreuung die Testungen verpflichtend anzuordnen. Falls der Bund keine Testpflichtmöglichkeiten für die Länder schafft, wird Bayern die bestehenden Testsysteme zunächst bis zu den Osterferien bereitstellen. Bayern setzt ferner weiterhin auf die Mobilen Testrecken als „Test-Feuerwehren“, um bei unvorhersehbarem Testbedarf und Ausbrüchen schnell reagieren zu können.

Zum Schutz der besonders vulnerablen Personengruppen, u.a. Bewohner in Senioren- oder Pflegeeinrichtungen, sowie der Personengruppen, die das Impfangebot nur eingeschränkt erreicht, wie etwa Menschen in Asylunterkünften, sei die Weiterführung der mobilen Teststrecken wichtig. Sie werden daher im eingespielten Verfahren durch die Regierungen für deren Bezirke lückenlos bis zum 30. Juni 2022 beauftragt und koordiniert.

-bsr-

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Tag
der seltenen
Erkrankungen

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Rund 300 Millionen Menschen weltweit sind von einer seltenen Erkrankung betroffen, wobei 72 Prozent der Erkrankungen genetisch bedingt sind. Für die meisten Krankheiten gibt es bis heute keine Heilung oder Therapiemöglichkeiten. Viele der etwa 8.000 als „selten“ eingestuften Erkrankungen gehen mit zum Teil schwerwiegenden körperlichen und geistigen Einschränkungen einher. Therapiemöglichkeiten und Experten sind rar. Das stellt Betroffene und ihre Familien im Alltag vor große Herausforderungen, lässt sie mit ihren Problemen und Sorgen weitgehend allein. Jedes Jahr im Februar machen die Betroffenen daher weltweit gemeinsam auf ihre Anliegen aufmerksam. Sie wünschen sich mehr Forschung, mehr Therapien und Behandlungsmöglichkeiten sowie die Chance auf ein besseres, längeres Leben. Ferner geht es ihnen um gesellschaftliche Anerkennung und Teilhabe. Am 29. Februar 2008 wurde der Aktionstag das erste Mal begangen. Seither schließen sich an und um den „Tag der Seltenen Erkrankungen“ weltweit jedes Jahr immer mehr Menschen zusammen. In den letzten Jahren beteiligen sich Menschen in über 100 Ländern.

Farbe bekennen und so ein Zeichen für Menschen mit seltenen Erkrankungen setzen: Dieses Motto greift die Starnberger „Stiftung Kindness for Kids“, die sich seit fast 20 Jahren für Kinder mit seltenen Erkrankungen engagiert auf und lässt den Starnberger Kulturbahnhof leuchten. Im Rahmen der Aktionswoche zum „Tag der Seltenen Erkrankungen“ beteiligt sich die Stiftung an der internationalen Beleuchtungsaktion „Global Chain of Lights“, bei der weltweit Sehenswürdigkeiten, Monumente und andere Gebäude in den vier Farben des „Rare Disease-Day“-Logos erstrahlen und so ein sichtbares Zeichen für seltene Erkrankungen setzen. Vom Empire State Building bis zum Kolosseum in Rom, über 600 Monumente haben 2021 zum „Tag der Seltenen Erkrankungen“ geleuchtet. Auch in diesem Jahr werden viele Gebäude in den bunten Farben erstrahlen und in der Öffentlichkeit ein Zeichen für betroffene Menschen setzen. In Deutschland werden u.a. die BayArena in Leverkusen, das Sony Center am Potsdamer Platz Berlin, die Bahnhöfe in Stuttgart, Mannheim, Dresden, das Marburger Schloss und viele weitere öffentliche und private Gebäude dabei sein. Starnberg beteiligt sich über die gemeinnützige Stiftung „Kindness for Kids“ erstmalig an der weltweiten Lichteraktion: Am 25. Februar wird der Starnberger Kulturbahnhof ab 17:00 Uhr in bunten Farben erstrahlen. Mit dieser Aktion möchte die ortsansässige Stiftung auf ihre Arbeit für Kinder mit seltenen Erkrankungen aufmerksam machen. Während der Beleuchtungsaktion kann man sich in einem persönlichen Gespräch mit den Stiftungsmitarbeitern über den „Tag der Seltenen Erkrankungen“ und die Arbeit der Stiftung „Kindness for Kids“ informieren.

Seit 19 Jahren engagiert sich „Kindness for Kids“ für Kinder, die an einer seltenen, chronischen, fast immer unheilbaren Krankheit leiden. Die Stiftung veranstaltet deutschlandweit Kinder- und Familienfreizeiten, die auf die speziellen Bedürfnisse der erkrankten Kinder und deren Familien ausgerichtet sind. Seit mehr als einem Jahr wird eine psychosoziale Beratung als Akuthilfe den Kindern und Eltern angeboten, die in der Pandemie besonders belastet sind. Dabei ist es „Kindness for Kids“ eine Herzensangelegenheit, die Lebenssituation erkrankter Kinder sowie ihrer Familien zu verbessern, ihnen Ängste zu nehmen und ihnen in den Freizeiten unbeschwerte Momente voller Lebensfreude zu ermöglichen. Weiterführende Informationen sind unter www.kindness-for-kids.de und www.achse-online.de ersichtlich.

-am-

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Neueste
Gesetzanpassungen
an die aktuelle
Corona-Lage

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Region Bayern – Die Entwicklung der vergangenen Tage deutet darauf hin, dass die Omikron-Welle ihren Höhepunkt erreicht und möglicherweise bereits überschritten hat. Die Infektionszahlen sind derzeit stabil und mittlerweile auch rückläufig. Gleichzeitig ist die Situation im Gesundheitswesen weiter beherrschbar und es droht keine Überlastung. Insgesamt gibt es Anlass zu Zuversicht, dass sich die Corona-Lage in den nächsten Wochen weiter entspannen wird. Bayern schreitet daher auf dem bereits letzte Woche begonnenen Weg des „Ausstiegs aus den Corona-Maßnahmen“ weiter voran.

Zum 19. März 2022 enden voraussichtlich die aktuell geltenden bundesrechtlichen Corona-Befugnisse (§ 28a IfSG). Bis dahin sollen vorsorglich die entsprechenden Handlungsmöglichkeiten im Freistaat aufrechterhalten bleiben, um jederzeit lageangepasst auf die Pandemie reagieren zu können. Die 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (15. BayIfSMV) wird mit Blick auf das veränderte Infektionsgeschehen mit Inkrafttreten zum Donnerstag, 17. Februar 2022, angepasst: Die im privaten Bereich bestehenden Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene – bisher max. zehn Personen – werden ersatzlos aufgehoben. Die Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte bleiben unverändert. Aus 2G plus wird generell 2G. Künftig sind deshalb unter den Bedingungen von 2G Sport und Kultur – mit Theatern, Opern, Konzerthäusern, Bühnen, Kinos; öffentliche und private Veranstaltungen in nichtprivaten Räumlichkeiten; Messen, Tagungen, Kongresse; Objekte der bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen im Innenbereich; Freizeiteinrichtungen – einschließlich Führungen in geschlossenen Räumen, Schauhöhlen und Besucherbergwerken, Indoorspielplätze, Spielhallen und -banken, Wettannahmestellen und infektiologisch vergleichbare Bereiche – geöffnet. Die maximale Zuschauerzahl wird vor allem bei Kultur- und Sportveranstaltungen – beispielsweise bei Bundesligaspielen – auf 25.000 Personen angehoben. Im Übrigen bleiben die geltenden Kapazitätsgrenzen (50 Prozent, im Kulturbereich 75 Prozent) unverändert. Die FFP2-Maskenpflicht gilt weiter.

Folgende Bereiche sind künftig unter den Bedingungen von 3G zugänglich: Die eigene aktive sportliche Betätigung – inkl. praktischer Sportausbildung; der Bildungsbereich mit den Hochschulen, der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung, der außerschulischen Bildung und den Musikschulen, Bibliotheken und Archive, Museen, Ausstellungen, Fitnessstudios, Solarien; die eigene aktive Mitwirkung in Laienensembles beispielsweise beim Blasorchester oder beim Laienschauspiel.

Für Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe entfällt die bisherige Begrenzung der Kundenzahl auf einen Kunden je 10 Quadratmeter Ladenfläche. Die FFP2-Maskenpflicht bleibt bestehen. Die unter freiem Himmel für zoologische und botanische Gärten, Gedenkstätten, Freizeitparks, Ausflugsschiffe außerhalb des Linienverkehrs und Führungen bestehenden Kapazitätsgrenzen werden aufgehoben. Minderjährige Schülerinnen und Schüler, die in der Schule regelmäßig negativ getestet werden, haben künftig generell zu allen Bereichen von 2G auch ohne Impfung Zugang. Die Pflicht zur Kontaktdatenerfassung entfällt ebenso wie die bisherige Pflicht, bei größeren Sport- und Kulturveranstaltungen nur personalisierte Tickets zu verkaufen. Die Regelungen zum regionalen Hotspotlockdown werden ersatzlos aufgehoben. Die Geltungsdauer der Verordnung wird rechtzeitig vor ihrem bisherigen Ablaufdatum (23. Februar) bis einschließlich 19. März 2022 verlängert. Von der Ministerpräsidentenkonferenz werden weitere Öffnungsperspektiven erwartet.

Auch nach dem 19. März 2022 – dem voraussichtlichen Ende der aktuell geltenden Corona-Befugnisse – wird es einiger niedrigschwelliger Schutzmaßnahmen bedürfen, u.a. Maskenpflicht in bestimmten Bereichen, wie etwa dem ÖPNV. Ferner bedürfe es einer bundesweiten „Notfallstrategie“ für den Fall, dass sich das Infektionsgeschehen nach dem 19. März 2022 wieder deutlich verschlechtern sollte.

-bsr-

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Verlängerung
der
15. Bayerischen
Infektionsschutz-
maßnahmenverordnung

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Region Bayern – Die Omikron-Welle führt zwar weiter zu Höchstständen bei den Infektionszahlen. Die Situation in den Krankenhäusern zeigt aber, dass die Infektionsinzidenz nicht mehr der alleinige Gradmesser sein kann. Die Intensivbettenbelegung ist stabil und beträgt nur rund ein Drittel im Vergleich zur bisherigen Spitzenbelastung. Die Hospitalisierung steigt zwar leicht an, allerdings ist sie weiterhin beherrschbar und es gibt Krankenhauseinweisungen mit und nicht wegen Corona. Droht aber keine Überlastung des Gesundheitssystems, müssen die Beschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger zurückgefahren werden. Für Bayern ist damit der Zeitpunkt zum Einstieg in den Ausstieg der Corona-Maßnahmen gekommen. Es soll eine sanfte, kontrollierte und schrittweise Öffnung – in enger Abstimmung mit Medizin und Wissenschaft – erfolgen.

Die 15. Bayer. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wurde bis einschließlich 23. Februar 2022 verlängert und in folgenden Punkten angepasst: Die Regelungen für überregionale Großveranstaltungen und sonstige Veranstaltungen werden weiter vereinheitlicht. Künftig gilt bei Veranstaltungen – insbesondere Sportveranstaltungen – eine allgemeine Kapazitätsgrenze von 50 Prozent. Im Kulturbereich, inklusive Kinos, gilt eine Kapazitätsgrenze von 75 Prozent. Stehplätze sind bei allen Veranstaltungen zugelassen. Woimmer möglich, wird die Einhaltung des Mindestabstands empfohlen. Für alle Veranstaltungen gilt außerdem eine absolute Personenobergrenze von 15.000. Im Übrigen bleibt es bei den bestehenden Regelungen zur Zugangsbeschränkung (2G plus) und FFP2-Maskenpflicht.

Die tägliche Besucherobergrenze bei Messen wird von 12.500 auf 25.000 Personen erhöht. Für Seilbahnen besteht eine Kapazitätsgrenze von 75 Prozent. Bäder, Thermen und Saunen sind künftig unter den Bedingungen von 2G zugänglich. Körpernahe Dienstleistungen, bisher 2G, sind künftig unter den Bedingungen von 3G zugänglich. Die hier bisher vorgeschriebene Kontaktnachverfolgung entfällt. Die Sperrstunde in der Gastronomie wird aufgehoben. Vergleichbar zur Schule soll auch in der Kindertagesbetreuung nach Bekanntwerden eines Infektionsfalls in einer Gruppe ab dem nächsten Tag an fünf Betreuungstagen täglich ein Testnachweis erbracht werden. Hierfür erhalten die Eltern zusätzliche Berechtigungsscheine. Die Regelungen zum regionalen Hotspot-Lockdown werden bis einschließlich 23. Februar 2022 weiterhin ausgesetzt.

Ferner wird Bayern die staatlichen Impfzentren mindestens bis zum 31. Dezember 2022 fortführen. Die Verlängerung der Finanzierung der Impfzentren garantiert eine bedarfsgerechte Fortführung des Impfbetriebs auch unter sich ändernden Rahmenbedingungen und schafft Planungssicherheit für die Betreiber auf kommunaler Ebene. Schwerpunkte der Bayerischen Impfstrategie bleiben dabei die mobilen Impf-Teams sowie niedrigschwellige Impfangebote. Die Versorgung der Impfzentren mit Impfstoff erfolgt weiterhin über die Regelversorgung per pharmazeutischen Großhandel und Apotheken. Bayern hält an der Software BayIMCO zur Steuerung der Impftermine fest.

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Anpassung
einzelner
Corona-Maßnahmen

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Region Bayern – Die Omikron-Welle trifft Deutschland und Bayern nun mit voller Wucht. Die Infektionszahlen steigen massiv an und erreichen neue Höchststände. Gleichzeitig deuten die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungen in anderen Ländern darauf hin, dass schwere Erkrankungen, Hospitalisierungen und Intensivbehandlungen bei einer Infektion mit Omikron weniger häufig sind als bei der Delta-Variante. Dieser Vorteil könnte allerdings möglicherweise durch die schiere Zahl der Infektionen wieder zunichte gemacht werden. In dieser noch nicht abschließend klaren Situation gelte es, den Kurs der „Vorsicht und Umsicht“ fortzusetzen und die Situation in den Krankenhäusern weiter genau zu beobachten.

Bayern hat sehr frühzeitig besonders entschlossen gehandelt und Maßnahmen getroffen, die über die in anderen Bundesländern geltenden Regelungen hinausgehen – beispielsweise umfassende 2G plus-Bereiche, grundsätzliche FFP2-Maskenpflichten und Verbot von Zuschauern insbesondere im Profifußball schon seit Anfang Dezember. Hier könnten einzelne Anpassungen vorgenommen werden, die sich im Rahmen des auch in anderen Bundesländern geltenden Schutzniveaus halten.

Der bayerische Ministerrat hat die 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (15. BayIfSMV) zum 27. Januar 2022 angepasst: Die Kapazitätsbeschränkungen für Kultur- und Sportveranstaltungen sowie alle weiteren in 2G plus und unter freiem Himmel in 2G kapazitätsbeschränkten Veranstaltungen und Einrichtungen werden geändert. Die Kapazität darf künftig zu 50 Prozent ausgelastet werden. Im Übrigen bleibt es bei 2G plus und 2G sowie in Innenbereichen und generell bei Veranstaltungen bei FFP2-Maskenpflicht. Hier bleibt Bayern bei einem höheren Schutzniveau als in anderen Bundesländern. In den meisten Bundesländern werden im Profisport – u.a. Fußballbundesligaspiele – in begrenztem Maß Zuschauer zugelassen. Auch in Bayern sollen daher künftig zu überregionalen Sportveranstaltungen, zu denen mehr als 1.000 Personen erwartet werden, Zuschauerkapazitäten zu 25 Prozent genutzt werden können. Es gilt eine absolute Personenobergrenze von maximal 10.000 Zuschauern. Entsprechendes gilt für Kulturveranstaltungen. Ansonsten bleibt es bei den bestehenden Regeln – insbesondere 2G plus, FFP2-Maskenpflicht, Alkoholverkaufs- und -konsumverbot.

Bayern hat an seinen Schulen ein umfassendes Testregime mit mindestens drei Mal wöchentlichen Testpflichten eingerichtet. Mit Blick auf diese engen Kontrollen und die Bedeutung für die soziale Teilhabe können minderjährige Schülerinnen und Schüler, die in der Schule regelmäßig getestet werden, künftig generell – auch ohne Impfung oder weiteren Test – zur Jugendarbeit, insbesondere außerschulische Bildung, zugelassen werden.

Die Zugangsbeschränkung 2G für Ladengeschäfte mit Kundenverkehr wurde schon in mehreren Bundesländern gerichtlich beanstandet, der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat sie nun außer Vollzug gesetzt. Bayern setzt diese Entscheidung um und hebt die Zugangsbeschränkung 2G für Ladengeschäfte auf. Ein hoher Schutz wird im gesamten Einzelhandel jedoch weiterhin gewährleistet. Es gilt für Kunden die FFP2-Maskenpflicht und eine Begrenzung der zulässigen Kundenzahl.

Prüfungen, Meisterkurse und der gesamte Fahrschulbereich sind künftig nach 3G zugänglich. Damit wird insbesondere der neuesten Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs Rechnung getragen. Soweit bislang in der 15. BayIfSMV die Vorlage eines negativen PCR-Tests erforderlich ist – u.a. bei 2G für Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, genügt künftig ein negativer Antigentest. Die Regelungen zum regionalen Hotspot-Lockdown werden weiterhin bis einschließlich 9. Februar 2022 ausgesetzt.

-bsr-

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Künftig
anonymisierte
Corona-
Kontaktverfolgung

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Region Bayern – Bayern setzt im Kampf gegen die Corona-Pandemie künftig auf eine anonymisierte Kontaktverfolgung und die Weiterentwicklung der Corona-Warn-App des Bundes. Grund ist die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante, die eine individualisierte Nachverfolgung von Kontaktpersonen durch die Gesundheitsämter deutlich erschwert. Eine Kontaktdatenerfassung durch die Luca-App ist daher nicht mehr angezeigt. Der Freistaat Bayern wird deshalb keine erneute Ausschreibung für eine App zur Kontaktdatenerfassung durchführen und den bestehenden Vertrag mit der „Culture4Life“ zum 05. April 2022 auslaufen lassen.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek betonte: „Auf der Grundlage einer genauen Nutzenbewertung haben wir uns entschlossen, nach Auslaufen des Nutzungsvertrags der Luca-App diesen nicht zu verlängern. Die Corona-Warn-App stärkt die in der aktuellen Omikronwelle mit hohen Infektionsraten besonders wichtige Eigenverantwortung jedes Einzelnen, denn sie versetzt die Nutzer in die Lage, sich unverzüglich selbst wirksam zu schützen und andere zu warnen. Ich habe bereits Bundesgesundheitsminister Lauterbach kontaktiert und gebeten, die App für diese neue Rolle fit zu machen und mehr Details zum infektionsrelevanten Kontakt zur besseren individuellen Einordnung zur Verfügung zu stellen.“ Der Bund hat die Weiterentwicklung der grundsätzlich zugesagt. Das bayerische Gesundheitsministerium hat den Bund bereits aufgefordert, die App speziell auch zur Unterstützung der Gesundheitsämter weiterzuentwickeln sowie den Nutzern konkretere Informationen zu Ort und Zeitpunkt der Risikokontakte zur Verfügung zu stellen.

Die Nutzenbewertung zur Luca-App hatte gezeigt: Während der moderaten Infektionszahlen im vergangenen Jahr konnte die Luca-App die Kontaktnachverfolgung deutlich vereinfachen und damit die Gesundheitsämter entlasten. Zum Jahresende veränderten sich aber die Rahmenbedingungen. Unter anderem wurde die Pflicht zur namentlichen Kontaktdatenerfassung in Bayern deutlich zurückgefahren. Bars, Kneipen und Clubs wurden geschlossen, die Kontaktnachverfolgung entsprechend den Vorgaben des auf Haushalte infizierter Personen sowie Einrichtungen zur Betreuung vulnerabler Personengruppen fokussiert, bei denen die personalisierte Kontaktdatenerfassung kaum eine Relevanz hat. Damit reduzierte sich der Einsatzbereich der Luca-App deutlich. Vergleichbare Entwicklungen sind auch in den anderen Ländern zu beobachten. Parallel dazu wurde die des Bundes stetig weiterentwickelt und deckte immer mehr die Funktionalitäten der Luca-App mit ab.

Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach erklärte: „Smartphone statt Zettelwirtschaft – die Erhebung der Kontaktdaten per App war im letzten Jahr ein wesentlicher und zu dem Zeitpunkt sehr sinnvoller Baustein im Kampf gegen die Pandemie. Wir haben dabei das Gesundheitsministerium gern unterstützt. Mit der aktuellen Veränderung im pandemischen Geschehen werden nun andere Wege in der Corona-Abwehr nötig.“ Bayern hatte zum 06. April 2021 eine Lizenz über zwölf Monate für die landesweite Nutzung der Luca-App erworben. Alle 76 bayerischen Gesundheitsämter konnten schnell und reibungslos an das System angebunden werden. Im Falle einer bestätigten Covid-19-Infektion konnten die Gesundheitsämter die mit der App erfassten Kontaktdaten der infizierten Person abfragen und weitere Kontaktpersonen verständigen. In Bayern wurden in einzelnen Wochen über 15.000 Kontaktdaten angefragt und über 9.000 Warnhinweise auf mögliche oder erhöhte Infektionsrisiken über die App ausgesendet.

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Bessere
Hebammen-
versorgung

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Region Bayern – Das bayerische Gesundheitsministerium will die Hebammenversorgung im Freistaat weiter stärken. Die Umsetzung des im Januar 2020 beschlossenen Aktionsprogramms schreitet weiter voran. Anfang 2019 wurde ein „Runder Tisch“ ins Leben gerufen, um gemeinsam an der Verbesserung der Hebammenversorgung zu arbeiten, und zwar über verschiedene politische Ebenen hinweg und zusammen mit betroffenen Institutionen und Verbänden.

Für den Freistaat Bayern ist es wichtig Nachwuchskräfte bei den Hebammen zu fördern. Deshalb wurde die akademische Ausbildung mit Nachdruck unterstützt. Aktuell gibt es 165 Studierenden an den bayerischen Hochschulen, die ersten Abschlüsse wird es im Wintersemester 2022/2023 geben. Der Hebammenbonus stößt auf große Resonanz: Seit seiner Einführung am 1. September 2018 sind bislang 3.788 Anträge auf den Bonus in Höhe von 1.000 Euro eingegangen – davon 344 für das Antragsjahr 2021. Über 3,3 Millionen Euro wurden bisher ausgezahlt. Der Bonus wurde im September 2018 für freiberuflich tätige Hebammen eingeführt, die mindestens vier Geburten pro Jahr in Bayern betreuen und ihren Hauptwohnsitz in Bayern haben. Seit dem 1. Januar 2020 ist die Voraussetzung des Hauptwohnsitzes in Bayern weggefallen. Damit können zum Beispiel auch Hebammen unterstützt werden, die zwar in Baden-Württemberg wohnen, aber in Schwaben oder Mittelfranken tätig sind.

Mit dem „Zukunftsprogramm Geburtshilfe“ unterstützt Bayern seit dem Jahr 2018 die Kommunen dabei, die wohnortnahe Geburtshilfe zu erhalten. Die erste Fördersäule des Geburtshilfe-Förderprogramms dient der Unterstützung der Kommunen bei der Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Verbesserung und Stärkung der Hebammenversorgung in Geburtshilfe und Wochenbettbetreuung. Landkreise und kreisfreie Städte können für jedes neugeborene Kind eine Förderung von bis zu 40 Euro erhalten. Die zweite Säule des Geburtshilfe-Förderprogramms hat die Sicherung kleinerer Geburtshilfeabteilungen im ländlichen Raum zum Ziel. Mit dieser Säule werden Landkreise und kreisfreie Städte im ländlichen Raum finanziell unterstützt, die Defizite kleinerer Geburtshilfestationen auszugleichen. Die Kommunen vor Ort haben zumeist gemeinsam mit den Hebammen innovative und vielseitige Maßnahmen entwickelt, um die geburtshilfliche Hebammenversorgung zu stärken und zu sichern.

Sehr erfolgreich läuft auch die Niederlassungsprämie für Hebammen in Höhe von 5.000 Euro. Seit dem 1. September 2019 sind bereits 430 Anträge für das Gründerpaket eingegangen. Davon alleine 137 im Jahr 2021. Es wurden schon über 1,8 Millionen Euro bislang ausbezahlt. Mit unserer Niederlassungsprämie soll der freiberuflichen Hebammen der Einstieg oder Wiedereinstieg in diesen wichtigen Beruf erleichtert werden. Ziel der bayerischen Staatsregierung ist es, wieder mehr Hebammen für eine freiberufliche Tätigkeit in Bayern zu gewinnen und so das Angebot an Hebammenleistungen, insbesondere in der Geburtshilfe und der Wochenbettbetreuung, auszubauen. Angesprochen sind in erster Linie Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger, aber auch Hebammen, die den Beruf oder die Selbständigkeit aufgegeben und bisher insbesondere den finanziellen Aufwand eines Wiedereinstiegs gescheut haben. Schwangere und Mütter wissen allerdings häufig zu wenig über regionale Betreuungsangebote und Hebammenleistungen. Deshalb wurde bei einem früheren Treffen des ‘Runden Tisches’ beschlossen, die entsprechenden Informationen in Form einer leicht verständlichen Broschüre darzustellen. Diese Broschüre wurde nun präsentiert und soll künftig in gynäkologischen Praxen und Kliniken ausliegen. Er enthält die relevantesten Basisinformationen zu den gesetzlichen Hebammenleistungen vor, während und nach Geburt.

Beim virtuellen „Runden Tisch“ nahmen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des Bayerischen Hebammen Landesverbandes e.V., des Bundes freiberuflicher Hebammen Deutschlands e.V., des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V., der Bayerischen Landesärztekammer, der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände, des Bayerischen Kultus- und des Bayerischen Wissenschaftsministeriums, des Landkreis-, Städte- und Gemeindetages sowie der Bundeselterninitiative „Mother Hood“ e.V. teil.

-stmgp-

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Welt
Lepra Tag

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Der Fund eines Leprafriedhofs in Freiburg sorgte Ende 2021 für Schlagzeilen. „Was für die einen eine historische Entdeckung ist, ist für andere bittere Gegenwart. In industrialisierten Ländern ist Lepra längst ein Thema für die Geschichtsbücher. Doch im Globalen Süden erkranken immer noch Hunderttausende jährlich an dieser Infektionskrankheit, die für Betroffene schwerste Behinderungen, Ausgrenzung und Armut zur Folge haben kann“, stellt Burkard Kömm, Geschäftsführer der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. anlässlich des 68. Welt-Lepra-Tags fest. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat neue Strategien definiert, um Lepra und weitere vernachlässigte Tropenkrankheiten (NTDs) bis 2030 endlich weltweit auszurotten. „Aber der Kampf gegen armutsassoziierte Krankheiten ist komplex. Um die ambitionierten Ziele trotz knapper Ressourcen zu erreichen, müssen die nationalen und internationalen Akteure noch enger zusammenarbeiten““, so Kömm.

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Vor 65 Jahren hat die DAHW den Kampf gegen Lepra und andere armutsbedingte und vernachlässigte Krankheiten aufgenommen. Viel wurde seitdem erreicht: Die Einführung der „Multi-Drug-Therapy“ (MDT), die von der DAHW in den 1980er-Jahren mitentwickelt wurde, führte zu einer drastischen Reduktion der weltweiten Fallzahlen. In zahlreichen endemischen Ländern baute die DAHW nationale Lepra-Kontrollprogramme mit auf. In den 2010er-Jahren gelang es, die Post-Expositions-Prophylaxe zu entwickeln, mit der sich Angehörige von Lepra-Patientinnen und -Patienten vor einer Übertragung schützen können. Eben diese Erfolge drohen nun, das Problem wieder zu vergrößern. „Je weniger Menschen betroffen sind, desto weniger Aufmerksamkeit erhält eine Krankheit in Wissenschaft und Forschung, aber auch in der Politik. Damit schwindet auch mühsam aufgebautes Wissen und Bewusstsein für die Krankheit bei medizinischem Personal und in den Gesellschaften. Erkrankungen werden nicht oder zu spät erkannt und vermeidbare Behinderungen nehmen wieder zu“, betonte Kömm.

Vernachlässigte Krankheiten – vernachlässigte Menschen
Obwohl Lepra als älteste bekannte Infektionskrankheit der Menschheit gilt, weiß man erstaunlich wenig über sie. Das hat Lepra mit den anderen vernachlässigten Tropenkrankheiten gemeinsam. „Die Übertragungswege der Lepra und die Rolle des tierischen Reservoirs, beispielsweise bei kürzlich entdeckten wildlebenden Schimpansen, ist noch völlig ungeklärt. Es gibt keine einfachen und zuverlässigen Diagnostika, mit denen ungeschultes Gesundheitspersonal Lepra-Patientinnen und -Patienten auch in den einfach ausgestatteten Gesundheitszentren in den ländlichen Gebieten identifizieren können. Und es fehlt an Diagnosemöglichkeiten für eine Lepra-Infektion. Wir müssen auf den Ausbruch der Krankheit warten, bis wir sie eindeutig feststellen können“, erläuterte Kömm. In Verbindung mit der langen Übertragungszeit von bis zu 20 Jahren, der Angst der Betroffenen vor Stigmatisierung, fragilen Gesundheitssystemen und einer – infolge der Corona-Pandemie – zusätzlich unzulänglichen Fallsuche in schwer zugänglichen Regionen werde deutlich.

Keine Zeit für Lippenbekenntnisse
Auch wenn man von dem großen Ziel einer „leprafreien Welt“ mit rund 200.000 Neuerkrankungen pro Jahr noch weit entfernt ist und die COVID-19-Pandemie einige Fortschritte wieder zunichte gemacht hat, gibt es Anlass zur Hoffnung. „Die neue Lepra-Strategie und die neue Roadmap zur Bekämpfung von NTDs, zu denen die Lepra zählt, sorgt für neuen Schwung in der Szene“, berichtet Kömm, der 2020 erneut in den Vorstand der Internationalen Vereinigung der Lepra-Hilfswerke ILEP gewählt wurde. Aber wie die Bemühungen gegen den Klimawandel zeigen, sind ambitionierte Ziele formulieren das eine – wirklich das zu tun, was nötig ist, um sie zu erreichen, das andere. Es dürfe nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben. Die Strategien sollten mit Personal und Ressourcen unterfüttert werden.

Die ILEP, die Global Partnership for Zero Leprosy (GPZL), United to Combat NTDs (UTC), die WHO, die nationalen Gesundheitsministerien und Kontrollprogramme haben verstanden, dass die bisherigen vertikalen Krankheitsprogramme durch horizontale Gesundheitsdienstleistungen abgelöst werden müssen. Ein gutes Beispiel für einen effektiven Ansatz sind sogenannte Skin-Camps. „Zusammen mit unseren lokalen Partnern und freiwilligen Gesundheitshelferinnen und -helfern bieten wir an mobilen Stationen in endemischen Gemeinden medizinische Versorgung von verschiedenen Hautkrankheiten an – darunter Lepra, Buruli Ulcer oder Lymphatische Filariose. So nutzen wir Synergien und senken zugleich stigmabedingte Hemmschwellen bei Betroffenen“, so Kömm. Synergien böte auch der One-Health-Ansatz: Da die meisten NTDs Zoonosen sind, forciert man die Zusammenarbeit von Human-, Veterinär- und Umweltmedizin. Ferner werde der Austausch in regelmäßigen ILEP-Koordinationsmeetings intensiviert und die GPZL führe in ausgewählten Projektländern Evaluationen durch.

Das Motto des diesjährigen Welttags gegen NTDs, der 2022 auf den Welt-Lepra-Tag fällt, lautet „100% committed“ („100% verpflichtet“). Die Kampagne würdigt die Lebenserfahrungen von Menschen mit Lepra, indem sie ihre ermutigenden Geschichten erzählt und für psychisches Wohlbefinden sowie das Recht auf ein würdevolles Leben frei von krankheitsbedingter Stigmatisierung eintritt.

-am- Bild: dahw

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Impfpflicht
im
Gesundheitswesen

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Mit der einrichtungsbezogenen Impfpflicht für das Personal im Gesundheitswesen kommt auf das durch die Pandemiebekämpfung ohnehin stark belasteten Teams in den Gesundheitsämtern ab Mitte März eine weitere Aufgabe zu. Nach Paragraf 20a Infektionsschutzgesetz müssen sich diese dann mit den Personen beschäftigen, die bis zum 16. März der jeweiligen Einrichtungsleitung keinen der geforderten Nachweise vorlegen oder wenn bei den Nachweisen Zweifel an der Echtheit oder inhaltlichen Richtigkeit bestehen. Die Gesundheitsämter bereiten sich derzeit fachlich und rechtlich auf die Umsetzung der neuen Vorschrift vor.

Der 16. März wurde vom Bundesgesetzgeber gewählt, um jedem Betroffenen die Möglichkeit zu geben, sich vollständig impfen zu lassen. Alternativ zum Impfnachweis sieht die gesetzliche Regelung vor, dass jeder Einrichtungsleitung ein Genesenen-Nachweis oder ein ärztliches Zeugnis über eine Kontraindikation gegen eine COVID-19-Impfung vorgelegt werden kann. Zu bedenken ist, dass der Genesenen-Nachweis aktuell nur mehr eine Gültigkeit von 90 Tagen nach einer mittels PCR bestätigten Infektion hat.

Die Gesundheitsämter müssen dann von der Einrichtungsleitung verständigt werden, wenn eine in der Einrichtung tätige Person keinen Nachweis vorlegt, oder wenn Zweifel an der Echtheit oder inhaltlichen Richtigkeit des vorgelegten Nachweises bestehen. Die Gesundheitsbehörden werden jeden Fall untersuchen und die Personen auffordern, notwendige Nachweise vorzulegen bzw. eine ärztliche Untersuchung dazu anordnen. Wenn die betroffenen Personen dem nicht Folge leisten, können die Landratsämter Betretungs- bzw. Tätigkeitsverbote aussprechen. Als weitere Vollzugsmaßnahmen können die Kreisverwaltungsbehörden zur Durchsetzung der Vorlage- und Untersuchungspflicht Zwangsmaßnahmen, wie die Verhängung eines Zwangsgelds, anordnen oder ein Ordnungswidrigkeitsverfahren mit Bußgeld einleiten. Bei der Wahl der geeigneten Vollzugsmaßnahmen werden die Gesundheitsämter auch die Versorgungssicherheit in den Einrichtungen im Blick haben. Solange das Verfahren läuft, besteht für den jeweiligen Arbeitgeber kein Handlungsbedarf, denn im Infektionsschutzgesetz ist kein Kündigungsgrund für den Arbeitgeber vorgesehen. Antworten zu vielen Fragen rund um die einrichtungsbezogene Impfpflicht sind unter https://www.zusammengegencorona.de/impfen/gesundheits-und-pflegeberufe-impfen/einrichtungsbezogene-impfpflicht/ ersichtlich.

-laro- Bild: am

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Gültigkeit
der Impf- und
Genesenennachweise
ändert sich

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Es hat sich die Gültigkeit der Impfzertifikate bei Johnson&Johnson-Geimpften geändert. Der Impfstoff wurde zwar mit einer einzigen Impfdosis zugelassen, aber bereits seit Oktober 2021 empfiehlt die Ständige Impfkommission vier Wochen später eine zweite Impfung zur Optimierung des Impfschutzes. Diese soll mit einem mRNA-Impfstoff durchgeführt werden. Den Grund dafür nennt Dr. Bernd Hardmann, Ärztlicher Leiter der Impfzentren im Landkreis Cham: „Nach Johnson&Johnson-Impfungen sind vermehrt Impfdurchbrüche aufgetreten. Diese Impfung allein bietet keinen ausreichenden Impfschutz gegen die aktuellen Corona-Varianten. Die Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff bietet einen deutlich verbesserten Schutz gegen schwere Verläufe und Krankenhauseinweisung, auch gegen Omikron.“

Für einen vollständigen Impfschutz ist daher eine Zweitimpfung erforderlich, 14 Tage später sei der vollständige Impfschutz wiederhergestellt. Ohne Zweitimpfung ist eine einmalige Johnson&Johnson-Impfung nicht mehr für die 2G bzw. 2Gplus-Zugangsregel ausreichend. Um zusätzlich als „geboostert“ zu gelten, ist die Auffrischungsimpfung drei Monate nach der zweiten Impfung nötig.

Grundimmunisierung nur noch neun Monate gültig – Genesenenstatus für drei Monate
Ab 01. Februar 2022 setzt Deutschland außerdem eine Richtlinie um, auf die sich alle EU-Länder verständigt haben: Bei Personen, die bisher nur ihre Grundimmunisierung abgeschlossen haben, läuft die Gültigkeit ihres Impfzertifikats nach neun Monaten ab. Dies betrifft alle Personen, die vor Mai 2021 ihre reguläre Zweitimpfung bzw. einmalige Impfung nach Genesung erhalten haben. Wurde zusätzlich bereits die Auffrischungsimpfung verabreicht, sind die Impfzertifikate wieder unbegrenzt gültig. Ohne Auffrischung und nach Ablauf der neun Monate ist das Impfzertifikat nicht mehr ausreichend für Bereiche mit 2G-Zugangsregel. Ferner gilt der Genesenen-Status nur noch 90 Tage, statt wie bisher sechs Monate. Um anschließend einen vollständigen Impfschutz und den entsprechenden Impfnachweis zu erhalten, genügt eine einzige Impfstoffdosis zur Grundimmunisierung. Um als „geboostert“ zu gelten ist eine weitere Impfung nötig.

-lacha-

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Infektions-
schutzmaßnahmenverordnung
wird verlängert

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Region Bayern – Die 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird bis einschließlich 9. Februar 2022 verlängert. Zum 12. Januar 2022 wurde sie ferner in folgenden Punkten angepasst: Wie bislang entfällt die Pflicht zur Vorlage eines zusätzlichen Testnachweises in 2G plus-Bereichen für Personen, die eine Auffrischimpfung nach einer vollständigen Immunisierung erhalten haben. Künftig gilt dies bereits unmittelbar ab der Auffrischimpfung und nicht erst wie bisher nach Ablauf von 14 Tagen nach der Impfung. Zusätzlich entfällt die Pflicht zur Vorlage eines zusätzlichen Testnachweises für Personen, die nach vollständiger Immunisierung eine Infektion überstanden haben. Die Ausnahme von 2G in der Gastronomie, im Beherbergungswesen sowie bei sportlicher, musikalischer oder schauspielerischer Eigenaktivität zugunsten minderjähriger Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig getestet werden, wird fortgeführt und soll auch künftig gelten.

Die Dauer von Quarantäne und Isolation beträgt nun zehn Tage. Nach sieben Tagen ist eine Freitestung durch Nachweis eines negativen PCR- oder Antigen-Schnelltests möglich. Bei Personen in Isolation gilt dies nur, wenn sie vor der Testung 48 Stunden symptomfrei waren. Für Beschäftigte in vulnerablen Einrichtungen werden aufgrund der besonderen Schutzbedürftigkeit der dort untergebrachten Menschen für die Wiederaufnahme des Dienstes nach Quarantäne oder Isolation eine Freitestung durch PCR-Test oder fünf Tage lang tägliche negative Schnelltests verlangt.

Für Schülerinnen und Schüler sowie Kinder in Angeboten der Kinderbetreuung ist eine Freitestung bei einer Quarantäne als Kontaktperson bereits nach fünf Tagen mit PCR-Test oder Antigen-Schnelltest möglich.

Sobald der Bund die hierfür notwendigen Rechtsänderungen vorgenommen hat, werden künftig enge Kontaktpersonen, die einen vollständigen Impfschutz samt Auffrischungsimpfung vorweisen sowie vergleichbare Gruppen – wie frisch Geimpfte und Genesene – von der Quarantäne ausgenommen.

-bsk-

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Bayern
hat Beitrag
zu Deutschlands
30-Millionen-Impfungen-Ziel
geleistet

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Region Bayern – Seit dem 18. November 2021 sind in Bayern insgesamt 4.896.882 Millionen Impfungen verabreicht worden. Darauf hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hingewiesen: „Wir in Bayern haben unseren Beitrag zu dem bundesweiten Ziel der 30 Millionen Impfungen zwischen 18. November und Ende des Jahres schon geleistet. Bereits am 23.12, also noch vor Weihnachten, hatten wir unser an der Bevölkerung gemessenes Soll von rund 4,7 Millionen Impfungen mit rund 4,9 Millionen Impfungen in diesem Zeitraum mehr als erfüllt. Doch darauf ruhen wir uns nicht aus. Die Impfungen gehen mit hohem Tempo weiter – auch an den Weihnachtsfeiertagen wurde geimpft. Inzwischen sind wir in Bayern bei 71,4 Prozent Erstimpfungen, 69,4 Prozent Zweitimpfungen und 34,5 Prozent Boosterimpfungen. Vor einem Jahr trafen die ersten Corona-Impfstoffe im Freistaat ein. Seitdem sind schon mehr als 22,5 Millionen Impfungen verabreicht worden, davon rund 9,4 Millionen Erstimpfungen, rund 9,1 Millionen Zweitimpfungen und rund 4,5 Millionen Auffrischimpfungen. Nun ist auch die Impfung von Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren möglich.“

-stmgp- Bild: am

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Jahres-
bilanz
zur Landarztprämie

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Region Bayern – Die vor rund einem Jahr gestartete „Landarztprämie“ des bayerischen Gesundheitsministeriums stößt auf großes Interesse. Bislang sind bayernweit 143 Niederlassungen und Filialbildungen gefördert worden. Dabei handelte es sich um 79 Hausärztinnen und Hausärzte sowie 64 Fachärztinnen und Fachärzte – darunter Frauenarztpraxen, Kinderarztpraxen, Psychotherapeutinnen und -therapeuten, Urologinnen und Urologen, Nervenarztpraxen. Unterstützt wird mit der Prämie die Niederlassung von Haus- und Fachärztinnen und -ärzten der allgemeinen fachärztlichen Versorgung sowie Kinder- und Jugendpsychiaterinnen und -psychiatern.

Haus- sowie Fachärztinnen und -ärzte der allgemeinen fachärztlichen Versorgung werden mit einer Prämie von bis zu 60.000 Euro unterstützt, Psychotherapeutinnen und -therapeuten mit einer Prämie von bis zu 20.000 Euro. Voraussetzung ist dabei zum einen, dass sich die Medizinerinnen und Mediziner in Gemeinden mit nicht mehr als 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern niederlassen; zum anderen dürfen diese Gemeinden nicht überversorgt sein. Bei Kinder- und Jugendpsychiaterinnen und -psychiatern liegt die Grenze bei 40.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Auch bei der Gründung von Medizinischen Versorgungszentren kann die Landarztprämie einmalig beantragt werden.

-stmgp-

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Verschärfte
Kontakt-
beschränkungen
ab 28. Dezember 2021

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Region Bayern – Ab dem 28. Dezember 2021 gelten in Bayern neue Kontaktbeschränkungen, und zwar auch für Geimpfte und Genesene. Darauf hat eine Sprecherin des Bayerischen Gesundheitsministeriums hingewiesen. „Ab Dienstag, 28. Dezember, 2021 dürfen sich nur noch höchstens zehn Personen privat treffen, die geimpft oder genesen sind. Die Kontaktbeschränkungen für Treffen mit ungeimpften Personen – ein Hausstand plus zwei weitere Personen eines Hausstands – gelten weiterhin. In Bayern gelten ohnehin schon strengere Maßnahmen, sodass sich für die Menschen im Freistaat nicht allzuviel ändert. So sind die Discotheken und Clubs schon geschlossen, auch große überregionale Sportveranstaltungen finden ohne Zuschauer statt. Das Ministerium appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, sich an die Kontaktbeschränkungen zu halten.“

Ab 28. Dezember gilt: Bei privaten Zusammenkünften außerhalb der Gastronomie, an denen ausschließlich Geimpfte und Genesene teilnehmen, sind maximal zehn Personen erlaubt. Kinder unter 14 Jahren sind bei den Kontaktbeschränkungen ausgenommen. Die Altersgrenze von 14 Jahren findet künftig auch für die 2G Plus- und 2G-Erfordernisse Anwendung. Das bislang für große überregionale Sportveranstaltungen geltende Zuschauerverbot gilt künftig auch für große überregionale Kulturveranstaltungen und vergleichbare Veranstaltungen. Tanzveranstaltungen sind zukünftig auch außerhalb von Clubs und Diskotheken untersagt, soweit es sich nicht um Sportausübung handelt.

Was ist an Silvester verboten und was ist erlaubt?
Geimpfte und Genesene dürfen sich im Rahmen von privaten Zusammenkünften mit maximal zehn Personen treffen. Sobald eine ungeimpfte Person dabei ist, gelten die Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Somit sind private Zusammenkünfte, egal ob im privaten oder im öffentlichen Raum, an denen auch Ungeimpfte teilnehmen, grundsätzlich nur mit Mitgliedern des eigenen Hausstandes sowie höchstens zwei weiteren Personen eines weiteren Hausstands möglich, und zwar unabhängig von deren Impfstatus. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht dazu.

Für private Veranstaltungen außerhalb privater Räumlichkeiten, zum Beispiel in angemieteten Räumlichkeiten, gilt die Obergrenze von zehn Personen ebenfalls. Tanzveranstaltungen sind untersagt. Um zumindest im kleinen Kreis auch in der Gastronomie Silvester feiern zu können, wurde beschlossen, die angeordnete Sperrstunde in der Gastronomie (22 Uhr bis 5 Uhr) für die Silvesternacht aufzuheben. In Bayern gibt es an Silvester auf publikumsträchtigen Plätzen und ihrem weiteren Umfeld ein landesweites Verbot von Menschenansammlungen, die über zehn Personen hinausgehen. Die hiervon konkret betroffenen Gebiete werden von den jeweiligen Kreisverwaltungsbehörden festgelegt.

-stmgp-

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Teststrategie
in der
Kindertagesbetreuung
wird verlängert

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Region Bayern – Solange Kinder unter fünf Jahren nicht gegen das Coronavirus geimpft werden können, spielen regelmäßige Testungen von Beschäftigten und Kindern in der Kindertagesbetreuung eine herausragende Rolle bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die bayerische Staatsregierung verlängert deshalb das Förderprogramm zur Durchführung von PCR-Pool-Tests in der Kindertagesbetreuung über den Winter hinaus bis zum Ende des Kita-Jahres – am 31. August 2022. Alle Beteiligten erhalten somit eine langfristige Planungssicherheit. Gleichzeitig erhöht Bayern die Flexibilität bei der Einführung von PCR-Pool-Tests in der Kindertagesbetreuung. Durch eine Dezentralisierung der Organisation können nun auch Träger und Gemeinden auf eigenen Wunsch und in eigener Verantwortung Pool-Tests durchführen und erhalten die Kosten pauschal erstattet.

-bsk-

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Anpassung
der
Infektionsschutz-
verordnung

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Region Bayern – Der Bayerische Ministerrat hat bei der Verlängerung der Bayerischen Infektionsschutzverordnung bis 12. Januar 2022 einige Anpassungen vorgenommen: Wer nach seiner vollständigen Immunisierung eine weitere „Booster“-Auffrischimpfung erhalten hat, hat auch ohne einen ergänzenden Test Zugang zu Bereichen, die nach 2G plus zugangsbeschränkt sind. Die Auffrischimpfung ersetzt den Test (auch PCR). Ausgenommen sind bundesrechtlich abweichend geregelte Bereiche, z. B. Testnotwendigkeiten in Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen, § 28b Abs. 2 IfSG).

Folgende Einrichtungen und Veranstaltungen, die bisher nach 2G plus zugänglich waren, sind künftig ohne ergänzenden Test nach 2G zugänglich, die übrigen hierfür bisher geltenden Bestimmungen, insbesondere die Kapazitätsgrenze, bleiben aber erhalten: Sportstätten unter freiem Himmel zur eigenen sportlichen Betätigung – für Zuschauer von Sportveranstaltungen gilt weiterhin 2G plus. Öffentliche Veranstaltungen, z. B. öffentliches Gedenken, kommunale Events, Werbeveranstaltungen und private Veranstaltungen unter freiem Himmel, ausgenommen Sport- und Kulturveranstaltungen. Zoologische und botanische Gärten – inklusive Innenbereiche; Gedenkstätten – inklusive Innenbereiche; Freizeitparks – inklusive Innenbereiche; Ausflugsschiffe; Führungen unter freiem Himmel.

Weiterhin nach 2G plus sind dagegen insbesondere Objekte zugänglich, die ihren Schwerpunkt „indoor“ haben oder großes Publikum anziehen, insbesondere Sportveranstaltungen (als Zuschauer), Indoorsportausübung, Kulturveranstaltungen, Messen, Tagungen, Kongresse Ausstellungen, Schlösser im Innenbereich, Bäder, Thermen, Saunen, Solarien, Fitnessstudios und sonstige Freizeitbereiche.

Der touristische Bahn- und Reisebusverkehr wird künftig wie der ÖPNV behandelt (3G, keine Kapazitätsgrenze). Die bisherige Ausnahme von 2G in der Gastronomie, im Beherbergungswesen sowie bei sportlicher, musikalischer oder schauspielerischer Eigenaktivität zugunsten minderjähriger Schüler, die regelmäßig getestet werden, wird zunächst bis zum Ablauf des 12. Januar 2022 weitergewährt.

Nachdem der Bund die rechtlichen Grundlagen geschaffen hat, werden in Umsetzung des Ministerpräsidentenkonferenzbeschlusses nun private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum, an denen nicht geimpfte und nicht genesene Personen teilnehmen, auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes beschränkt. Kinder bis zur Vollendung von 12 Jahren und 3 Monaten sind hiervon ausgenommen. Ehegatten, Lebenspartner und Partnerinnen bzw. Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelten als ein Haushalt, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben. Private Zusammenkünfte, an denen ausschließlich Geimpfte und Genesene teilnehmen, sind davon nicht berührt. Bei privaten Feiern und Zusammenkünften von Geimpften und Genesenen – nicht in der Gastronomie – gilt eine Teilnehmergrenze von 50 Personen in Innenräumen und 200 Personen im Außenbereich.

Zwischen dem 31. Dezember 2021, 15:00 Uhr und dem 1. Januar 2022, 9:00 Uhr besteht auf von den Gemeinden zu bestimmenden publikumsträchtigen Plätzen und ihrem weiteren Umfeld ein landesweites Verbot von Menschenansammlungen, die über zehn Personen hinausgehen. Gottesdienste und Versammlungen nach Art. 8 GG bleiben nach allgemeinen Regelungen zulässig (§ 28b Abs. 8 IfSG). Die nach der 15. BayIfSMV angeordnete Sperrstunde in der Gastronomie, in der Zeit von 22:00 Uhr bis 5:00 Uhr, wird für die Silvesternacht aufgehoben.

Die nicht geimpften oder genesenen Betreiber und Beschäftigten der nach 2G plus oder 2G zugangsbeschränkten Betriebe müssen künftig nicht mehr verpflichtend jede Woche zwei PCR-Tests erbringen. Künftig findet auch für diese Personengruppe das Bundesrecht (§ 28b IfSG) entsprechende Anwendung, wobei auch arbeitstägliche Schnelltests möglich sind.

Die Maskenpflicht von Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz richtet sich nach arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen. Über den entsprechenden Einsatz der Maske am Arbeitsplatz entscheidet damit der jeweilige Arbeitgeber gemäß seiner arbeitsschutzrechtlichen Gefährdungsbeurteilung. Als Mindeststandard gilt die OP-Maske.

-stmwi-

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Angepasste
Infektions-
schutzregeln
in den Skigebieten

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Region Bayern – Bayerns Wirtschafts- und Tourismusminister Hubert Aiwanger und Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek haben die Infektionsschutzregeln in den Skigebieten des Freistaats angepasst. Kleinere Liftanlagen in den bayerischen Wintersportgebieten dürfen seit Samstag, 11. Dezember mit einer Personenauslastung von 75 Prozent betrieben werden. Zu den kleineren Anlagen gehören alle Gondeln und geschlossenen Sessellifte bis zu zehn Plätzen. Nur bei größeren Seilbahnen mit einer Kapazität von mehr als zehn Personen bleibt es bei einer Beschränkung von 25 Prozent. Ferner dürfen Familien und Personen aus einem Hausstand die Aufstiegshilfen ohne Beschränkungen gemeinsam nutzen. Keine Kapazitätsgrenzen bestehen mehr für Seilbahnen, bei denen die Benutzer unter freiem Himmel verbleiben, wie zum Beispiel Schlepplifte.

Aiwanger begrüßt die kurzfristig gefundene Lösung: „Mit der jetzigen Regelung, dass Gondeln bis zehn Personen zu 75 Prozent besetzt werden dürfen, haben wir eine praxistaugliche Lösung gefunden. Damit ist Wirtschaftlichkeit und Infektionsschutz gewahrt. Die Gondeln sind gut belüftet und es werden FFP2-Masken getragen. Sofern ein Hausstand zusteigt, dürfen Gondeln auch komplett besetzt werden, was insbesondere bei Gondeln mit vier Plätzen interessant ist. Wir hoffen, dass damit die aktuelle Skisaison der Erholung der Bevölkerung zugute kommen kann und uns die Coronalage nicht wie im letzten Winter zu erneuten Verschärfungen zwingt.“

Holetschek erklärte: “Ich glaube, wir haben hier einen gangbaren und guten Kompromiss zwischen Sport und Gesundheitsschutz gefunden, der von Vorsicht und Umsicht nicht abweicht, aber sich pragmatisch an das Umfeld des Wintersports anpasst.”

Kürzlich war die zunächst beschlossene 2G-plus-Regelung in eine 2G-Lösung ohne Testnachweis für Geimpfte und Genesene umgewandelt worden. Damit wurde die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Skigebiete im Vergleich zu Österreich, Südtirol und der Schweiz gewahrt.

-stmwi- Bild: am

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Wechsel
an der Spitze
des Bayerischen Roten Kreuzes

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Region Bayern – Im Rahmen der 40. Landesversammlung fanden Neuwahlen für die ehrenamtliche Spitze des Bayerischen Roten Kreuzes statt, dabei wurde das Präsidenten- und Vizepräsidentenamt und weitere Ämter des Landesvorstandes neu gewählt. Hierzu wurden im gesamten Freistaat Bayern 23 Wahlurnen aufgestellt und 378 Delegierte des Bayerischen Roten Kreuzes machten von Ihrem Wahlrecht Gebrauch. Dabei wurde mit 197 von 378 Stimmen Angelika Schorer, MdL, zur Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes gewählt. Gleichzeitig endet die Amtszeit von Theo Zellner, der nach acht Jahren nicht erneut kandidiert hat. „Mit Angelika Schorer haben die Mitglieder des Bayerischen Roten Kreuzes eine erfahrene Rotkreuzlerin mit Herz und Seele, mit langjährigen Erfahrungen an ihre Spitze gewählt“, gratulierte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann der frisch gewählten Präsidentin. Angelika Schorer engagiere sich bereits seit zwei Jahrzenten auf Kreis- und Bezirksebene.

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„Ich danke für das entgegengebrachte Vertrauen. Ich sehe es als meinen Auftrag,
auch diejenigen, deren Stimme ich nicht gewinnen konnte, zu überzeugen.
Mein Ziel ist es, den Verband zusammenzuführen. Ich bitte die Delegierten um die Chance,
gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft anzugehen“, so die designierte Präsidentin Angelika Schorer.

-stmi- Bild: brk

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CoVaKo-
Studie
2021
vorgestellt

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Region Erlangen – Forschung ist ein zentraler Baustein im Kampf gegen die Corona-Pandemie, denn neue wissenschaftliche Erkenntnisse bringen neue Möglichkeiten, den Menschen zu helfen und der Pandemie zu begegnen. Unsere Hochschulmedizin ist mit ihren innovativen Forschungsprojekten und neuen präventiven und therapeutischen Ansätzen Rückgrat und Speerspitze gegen das Virus. Sie liefert lebensrettende Erkenntnisse. Das hat sich in Erlangen erneut in beeindruckender Weise gezeigt“, betonte der Bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler bei seinem Besuch am Universitätsklinikum Erlangen und der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg. Im Rahmen der Besuchsreihe zur Corona-Forschung informierte sich Sibler dort über Zwischenergebnisse verschiedener Studien zur COVID-19-Pandemie und tauschte sich auch mit Studierenden aus, die sich während der Pandemie freiwillig engagieren, um das medizinische Personal zu entlasten.

Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro, Ärztlicher Direktor des Uni-Klinikums Erlangen, dankte den Forschenden für ihr Engagement: „Insbesondere durch die translationale Forschung können wir hier in der Krankenversorgung neueste medizinische Erkenntnisse direkt zum Wohl der Patientinnen und Patienten nutzen. Das kann im Kampf gegen COVID-19 und seine Krankheitsfolgen der entscheidende Vorteil sein.“ Prof. Dr. Georg Schett, FAU-Vizepräsident für Forschung und Direktor der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie am Universitätsklinikum Erlangen stellte den ganzheitlichen Beitrag der FAU bei der Forschung zu Corona heraus: „Eine starke Medizin, angesehene Geisteswissenschaften, ein Fokus auf gesamtgesellschaftliche Fragen. Als innovationsstarke Volluniversität hat es sich die FAU zur Aufgabe gemacht, Corona zu verstehen und den Menschen zu helfen, die Pandemie in den Griff zu kriegen.“

Zentrale Rolle bei der Erforschung therapeutischer Ansätze und Impfungen
Das Universitätsklinikum Erlangen hat eine zentrale Funktion bei der Behandlung und Versorgung von Corona-Patientinnen und -Patienten in Mittelfranken. Ferner ist die Erlanger Hochschulmedizin an zahlreichen Studien zur COVID-19-Pandemie beteiligt und leistet einen herausragenden Beitrag zur Erforschung der Pandemie. Aktuell liegen erste Zwischenergebnisse aus der Studie des bayerischen Corona-Vakzin-Konsortiums („CoVaKo“) 2021, welche die Wirksamkeit der Impfung in verschiedenen Personen- und Risikogruppen und eine damit verbundene Analyse des Infektionsverlaufs bei Geimpften zum Gegenstand hat, vor.

„Im Rahmen der Studie konnte beispielsweise belegt werden, dass eine Impfung die Bindungsstärke der Antikörper verbessert und sich der Krankheitsverlauf bei geimpften Infizierten in der Regel anders darstellt als bei ungeimpften. Dass eine vollständige Impfung der beste Schutz gegen eine Infektion und einen schweren Verlauf der Krankheit sei, zeige sich auch beim Blick auf die Intensivstation in ganz Bayern“, unterstrich Wissenschaftsminister Sibler.

Die „CoVaKo“-Studie, die ein gemeinsames Projekt aller sechs bayerischen Universitätsklinika sowie der Hochschule Hof in enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) unter Einbeziehung des Paul-Ehrlich-Instituts und des Robert-Koch-Instituts ist, belegt ferner, dass der Antikörperspiegel nach einer Kreuzimpfungen mit Vektor- und mRNA-Impfstoffen höher ist als nach zweimaliger Impfung mit dem gleichen Impfstoff.

Ganz bewusst setzen die Medizinerinnen und Mediziner in Erlangen auch auf die weitere Erforschung therapeutischer Ansätze und Medikamente gegen die Krankheit. Erste Ergebnisse zum Einsatz des eigentlich bei Herzerkrankungen verwendeten Medikaments „BC 007“ bei Patientinnen und Patienten mit Long-COVID-Symptomen sind dabei äußerst vielversprechend. Die klinische Phase-2a-Studie dazu, die 2022 starten soll, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Auch der Freistaat Bayern investiert in neue Forschungsprojekte zum Post-COVID-Syndrom und zur Long-COVID-Erkrankung. Bereits im Juli 2021 hat die bayerische Staatsregierung die „Förderinitiative Versorgungsforschung zum Post-COVID-Syndrom“ mit einem Fördervolumen von insgesamt fünf Millionen Euro gestartet. Gefördert werden innovative multidisziplinäre Versorgungskonzepte für Betroffene mit Post-COVID-Syndrom, inklusive Entwicklung, Umsetzung und wissenschaftlicher Evaluation.

-stmwk-

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Bessere
Versorgung
mit Krankenhaus-
Intensivbetten

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Region Bayern – Die vierte Welle der Corona-Pandemie stellt die bayerischen Kliniken vor bisher nicht gekannte Herausforderungen. Die Belastung der Krankenhäuser mit COVID-19-Patientinnen und -Patienten hat ein Spitzenniveau erreicht. Die bayerische Staatsregierung stärkt deshalb die Versorgung mit Krankenhaus-Intensivbetten im Freistaat mit einem Maßnahmenpaket im Umfang von rund 66 Millionen Euro. Ziel ist es, die Kapazitäten zur Behandlung von Intensivpatientinnen und -patienten zu sichern und weitere Kapazitäten zu schaffen.

Viele bayerische Kliniken wären zwar räumlich und apparativ in der Lage, weitere Intensivbetten zu betreiben, können dies aber aufgrund des dafür fehlenden Intensiv-Pflegepersonals sowie Personalnot in anderen Bereichen des Klinikbetriebs aktuell nicht umsetzen. Zur Stärkung der Krankenhausversorgung und zur Unterstützung des Pflegepersonals trifft der Freistaat Maßnahmen: Weitere Krankenhäuser und deren Pflegepersonal werden in die Versorgung eingebunden. Die Kliniken werden aufgefordert, geeignete (Notfall-)Patientinnen und Patienten von den COVID-19-Schwerpunktversorgern aufzunehmen und diese dadurch zu entlasten. Alternativ stellen sie Pflegepersonal für besonders belastete Krankenhäuser zur Verfügung. Die betroffenen Krankenhäuser werden für die damit verbundenen Einschränkungen des regulären Betriebs entsprechend finanziell entschädigt. Die betroffenen Pflegekräfte erhalten einen Ausgleich für die damit verbundenen Belastungen.

Das Pflegepersonal auf den Intensivstationen bedarf nach eineinhalb Jahren Pandemie gerade auf dem gegenwärtigen Höhepunkt der vierten Welle besonderer und insbesondere auch monetärer Anerkennung. Gleichzeitig soll damit auch ein Anreiz für die bereits in den Krankenhäusern tätigen Pflegekräfte geschaffen werden. Dafür braucht es vor Ort zur jeweiligen Klinik passende Konzepte. Gleichzeitig sollen auch Bedürfnisse aus dem persönlichen Bereich berücksichtigt werden können, beispielsweise bei der Kinderbetreuung. Der Freistaat stellt den Kliniken deshalb Mittel zur Unterstützung des vor Ort besonders belasteten Pflegepersonals zur Verfügung. Pflegekräfte aus Reha-Einrichtungen werden zur Entlastung der Krankenhäuser in die akutstationäre Versorgung eingebunden. Die betroffenen Einrichtungen werden für die damit verbundenen Einschränkungen des regulären Betriebs entsprechend finanziell entschädigt, die betroffenen Pflegekräfte erhalten einen Ausgleich für die damit verbundenen Belastungen.

Der bayerische Ministerrat ermöglicht ferner den Einsatz von Anästhesisten aus dem niedergelassenen ärztlichen Bereich in bayerischen Krankenhäusern. Zur Finanzierung trifft das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns eine Abrechnungsvereinbarung. Auf deren Grundlage können niedergelassene Anästhesisten vorübergehend in Krankenhäusern tätig werden, die Bedarf an einem solchen Einsatz haben.

-bsk-

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Test-
nachweispflicht
für Kinder
in Kindertageseinrichtungen

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Region Bayern – Die Corona-Sicherheit in den Einrichtungen der Kindertagesbetreuung soll nochmals erhöht werden. Neben den bereits bestehenden Maßnahmen dürfen ab dem 10. Januar 2022 Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres bis zur Einschulung Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Heilpädagogische Tagesstätten nur betreten, wenn ihre Personensorgeberechtigten drei Mal wöchentlich glaubhaft versichern, dass bei dem Kind ein Selbsttest mit negativem Ergebnis vorgenommen wurde. Daneben gelten auch negative Testnachweise, die im Rahmen der Bürgertestung oder eines PCR-Tests erbracht wurden, als entsprechender Nachweis. In Einrichtungen, die zweimal wöchentlich PCR-Pooling – sogenannte LolliTests – durchführen, muss nur montags ein zusätzlicher Testnachweis erbracht werden. Die Testnachweispflicht entfällt für genesene und geimpfte Kinder. Das etablierte Abgabesystem der durch die Einrichtungen ausgegebenen Berechtigungsscheine bleibt bestehen.

-bsk-

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Corona
Omicron-
Variante
bei Reiserückkehrern
festgestellt

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Region Rosenheim – In Stadt und Landkreis Rosenheim gibt es derzeit Omicron-Variantenfälle. Diese wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim kürzlich gemeldet. Eine Person aus dem Landkreis war von Kapstadt nach Deutschland geflogen und am Flughafen in München gelandet. Ein noch am Ankunftstag durchgeführter Antigentest zeigte ein negatives Testergebnis. Ein weiterer Selbsttest am nächsten Morgen brachte jedoch ein positives Testergebnis, welches durch einen PCR-Test bestätigt wurde.

Der Erkrankte ist -vollständig geimpft- und hatte leichte grippale Symptome. Bei zwei weiteren Familienmitgliedern im Haushalt des Reiserückkehrers wurde mittlerweile ebenfalls ein positiver PCR-Test durchgeführt. Beide sind ebenfalls vollständig geimpft.

Vonseiten des Gesundheitsamtes Rosenheim wurde eine 14-tägige häusliche Quarantäne für den Indexfall und die beiden Familienmitglieder angeordnet. Darüber hinaus wurde das untersuchende Labor beauftragt, eine sogenannte variantenspezifische PCR-Diagnostik (vPCR) durchzuführen. Dem Gesundheitsamt liegen mittlerweile die Laborergebnisse der variantenspezifischen PCR- Untersuchungen (vPCR) der mittels PCR positiv getesteten Personen vor. Die vPCR-Befunde bei allen drei Personen weisen die gleiche Mutation auf, die zusammen mit der Reiseanamnese des primären Falles richtungsweisend für das Vorliegen der Omicron-Variante ist. „Die Ergebnisse der in Auftrag gegebenen Genomsequenzierungen bleiben aber noch abzuwarten. Erst dann wissen wir definitiv, ob die neue besorgniserregende Variante B.1.1.529 bei den drei Familienmitgliedern vorliegt. Für die drei Personen besteht nach wie vor die Verpflichtung einer 14-tägigen häuslichen Isolation, die nur mit einer Negativtestung beendet werden kann. Nach Aussage der führenden deutschen Virologen ist derzeit noch zu wenig über Übertragbarkeit, Schwere der Erkrankung und Wirksamkeit der Impfstoffe bei der Omicron-Variante bekannt. Die bisherigen Erkenntnisse geben aber Anlass zur Sorge, dass es sich um eine hochansteckende Variante mit einem relevanten Immunescape handeln könnte. Das heißt, dass der Schutz einer durchgemachten Erkrankung und einer erfolgten vollständigen Impfserie durch eine „Immunflucht“ gemindert sein könnte. Trotzdem stellt die vollständige Grundimmunisierung zusammen mit einer Boosterung nach einem halben Jahr den bislang besten Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf auch bei der Omicron-Variante dar“, kommentierte Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, die Situation.

-laro-

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Neue
Corona-
Maßnahmen
in Bayern

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Region Bayern – Das Infektionsgeschehen ist nach wie vor sehr ernst. Die Entwicklung der Infektionszahlen in Bayern zeigt zwar, dass die getroffenen Maßnahmen wirken. Trotzdem sollen mit Blick auf die weiterhin schwindenden Krankenhauskapazitäten weitere Einschränkungen erfolgen. Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben am 2. Dezember 2021 gemeinsam mit der geschäftsführenden Bundeskanzlerin dazu einen Beschluss gefasst.

Aufgrund dessen wird die 15. Bayer. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (15. BayIfSMV) ab 4. Dezember 2021 angepasst: Zu großen überregionalen Sportveranstaltungen, insbesondere den Spielen der Bundesligen, sind keine Zuschauer zugelassen. Ausgenommen sind die für den Wettkampf- oder Trainingsbetrieb sowie für die mediale Berichterstattung erforderlichen Personen, wenn sie die für 2G plus üblichen Zulassungsvoraussetzungen erfüllen.

Für gastronomische Angebote unter freiem Himmel gelten künftig die gleichen Beschränkungen wie für gastronomische Angebote in geschlossenen Räumen, das bedeutet insbesondere Zugangsbeschränkungen nach 2G. Auf belebten öffentlichen Flächen bleibt außerdem der Konsum von Alkohol untersagt; die Örtlichkeiten sind von den Kreisverwaltungsbehörden festzulegen. Die Öffnung von Ladengeschäften mit Kundenverkehr für Handelsangebote ist nur unter 2G-Bedingungen gestattet, soweit sie nicht der Deckung des täglichen Bedarfs dienen. Diese Bestimmung tritt – um den Geschäften Zeit zur Vorbereitung zu geben – erst am Mittwoch, 8. Dezember 2021 in Kraft.

Zum täglichen Bedarf gehören in Anlehnung an den Katalog der Bundesnotbremse insbesondere: Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, der Lebensmittelhandel einschließlich Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Bau- und Gartenmärkte, inkl. Weihnachtsbaumverkauf und der Großhandel. An Silvester und am Neujahrstag sind Ansammlungen auf öffentlichen Straßen und Plätzen verboten. Soweit rechtlich möglich soll ein Feuerwerksverbot durch die Kommunen auf öffentlichen Plätzen erlassen werden.

Kontaktbeschränkungen:
Sobald der Bund die rechtlichen Grundlagen durch Änderung der Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung schafft, werden die Kontaktbeschränkungen entsprechend verschärft. Private Zusammenkünfte im öffentlichen Raum, in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken, an denen nicht geimpfte und nicht genesene Personen teilnehmen, sind dann auf den eigenen Hausstand sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Hausstands beschränkt. Dies gilt nicht für Zusammenkünfte, an denen ausschließlich Geimpfte und Genesene teilnehmen.

Bis zum Inkrafttreten der Regelung dürfen Ungeimpfte und Nichtgenesene sich nur noch mit den Angehörigen des eigenen Hausstands und höchstens zwei Angehörigen eines weiteren Hausstands treffen. Die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter zwölf Jahren sowie Geimpfte und Genesene bleiben für die Gesamtzahl außer Acht.

Bayern ist derzeit mit Blick auf das Infektionsgeschehen insgesamt ein hoch belastetes Gebiet. Sobald der Bund die erforderliche Rechtsänderung vornimmt, gilt bei privaten Feiern und Zusammenkünften für Geimpfte und Genese eine Teilnehmergrenze von 50 Personen „indoor“ und 200 Personen „outdoor“.

Die durch die kurzfristige Absage der Weihnachtsmärkte besonders betroffene Branche der Marktkaufleute und Schausteller erhält zusätzlich zu den Hilfen des Bundes im Rahmen und aus Mitteln der Härtefallhilfen einen monatlichen Unternehmerlohn in Höhe von bis zu 1.500 EUR für den Zeitraum 1. November 2021 bis 31. März 2022. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie wird die erforderlichen Anpassungen der Richtlinien der Härtefallhilfen ausarbeiten und darin Abgrenzungen vornehmen.

-bsk-

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Mehr
Verbraucherschutz
beim Trinkwasser

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Am Freitag, 3. Dezember, tagte das Expertenkomitee der Europäischen Kommission zur Trinkwasserrichtlinie. Dieser Ausschuss thematisierte eine Beobachtungsliste für potentiell gesundheitsschädliche Substanzen. Es ist davon auszugehen, dass der entsprechende Vorschlag bald inkraft gesetzt werden wird. Die Einführung einer solchen Beobachtungsliste im Gesetz geht maßgeblich auf das Engagement von Ulrike Müller, Mitglied des Europäischen Parlaments, zurück. Als Schattenberichterstatterin ihrer Fraktion hat sie sich in den Beratungen zur Trinkwasserrichtlinie energisch für eine Stärkung des Verbraucherschutzes durch ein solches Instrument eingesetzt.

Mehr Verbraucherschutz, mehr Zukunftsfestigkeit
Entsprechend zufrieden äußerte sich Müller zu den Beratungen und ihrem Verhandlungserfolg für mehr Umwelt- und Verbraucherschutz: “Ich freue mich über den Vorschlag der Kommission. Das ist ein wichtiger Meilenstein für die praktische Umsetzung der Richtlinie. Mit dieser Liste stärken wir einerseits die Interessen der Verbraucher, andererseits machen wir die Richtlinie fit für die Zukunft.”

Die alte Trinkwasserrichtlinie war 20 Jahre lang inkraft gewesen. Dazu Müller: “Diese Liste macht die Richtlinie zukunftsfest. So kann sie auf neue Entwicklungen und Bedingungen reagieren. Derzeit sind beispielsweise Mikroplastik und hormonwirksame Substanzen wichtige Themen. Was mögliche neue Herausforderungen der Zukunft angeht, ist diese Beobachtungsliste ein elementarer Baustein für die Sicherheit des Trinkwassers. Sie kann flexibel ergänzt werden und wird dabei helfen, potentiell gesundheitsgefährdende Spuren im Trinkwasser gezielt im Blick zu behalten.”

Vertrauen in Trinkwasser stärken
Das Update der alten Gesetzgebung forciert Umwelt- und Verbraucherschutz entscheidend. Die Novelle „Drinking Water Directive 2020/2184“ aktualisiert gesundheitsrelevante Grenzwerte und verbessert die Verbraucherinformation. Das Gesetz beauftragt die Kommission mit der Einrichtung einer Beobachtungsliste für potentiell gesundheitsgefährdende Substanzen bis spätestens zum 12. Januar 2022. Die Europaabgeordnete Ulrike Müller geht davon aus, dass die neue Richtlinie das Vertrauen der Verbraucher in die Trinkwasserqualität stärken wird: “Ambitionierte Regeln für alte Bleileitungen und eine harmonisierte Regulierung von Trinkwasser-Kontaktmaterialien verbessern den Gesundheitsschutz für alle Verbraucher.”

-am-

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Telenotarzt
und
Notfallregister

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Region Bayern – Der Bayerische Ministerrat hat nach Anhörung der betroffenen Verbände grünes Licht zur Novelle des „Bayerischen Rettungsdienstes“ gegeben. Wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann erklärte, sei der Gesetzentwurf eingehend mit den entsprechenden Organisationen und Verbänden beraten und abgestimmt: “Wir haben alle Änderungsanliegen eingehend geprüft und – soweit rechtlich möglich – berücksichtigt. Ich freue mich, dass wir nun einen großen Schritt zur Verbesserung der rettungsdienstlichen Versorgung im Freistaat getan haben.” Herrmann dankte den Organisationen für den kritischen aber auch konstruktiven Austausch: „Die Änderungen sind von herausragender Bedeutung für die Zukunft des Bayerischen Rettungsdienstes. Es ist daher umso wichtiger, schnellstmöglich die rechtlichen Grundlagen für unsere essentiellen Digitalprojekte “Telenotarzt“ und “Notfallregister” zu schaffen.” Für den Gesetzentwurf mit seinen Kernregelungen gebe es nunmehr eine breite Unterstützung bei allen am Rettungsdienst Beteiligten. “Neben der Einführung des Telenotarztes in Bayern bringen wir mit dem Notfallregister ein weiteres wichtiges und bundesweit einmaliges Vorhaben auf den Weg. Mit dem Register können wir in einzigartiger Weise Erkenntnisse über die Qualität und die Ergebnisse der Patientenversorgung im Rettungsdienst gewinnen”, so Herrmann.

Gelöst ist mit dem Gesetzentwurf nunmehr auch die konkrete Umsetzung der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zur sogenannten Bereichsausnahme im Rettungsdienst. Der EuGH hatte entschieden, dass ein europaweites Vergabeverfahren für die Notfallrettung und den Krankentransport nicht mehr verpflichtend ist, wenn die Leistungen von gemeinnützigen Organisationen oder Vereinigungen erbracht werden. “Wir haben hier insbesondere die konkreten Anforderungen beim Auswahlverfahren präzisiert. Wir wollen ausdrücklich den verstärkten Einsatz von ehrenamtlichen Kräften unterstützen. Ich begrüße es sehr, dass wir jetzt eine einvernehmliche Lösung gefunden haben, die einerseits die Anliegen der Hilfsorganisationen berücksichtigt, andererseits aber auch dem Patientenwohl und der bestmöglichen rettungsdienstlichen Versorgung der Bayerischen Bevölkerung gerecht wird”, erklärte der bayerische Innenminister.

-stmi- Bild: am

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Studie
liefert
Erkenntnisse
zur Verbreitung
von Virusvarianten

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Region München – Im Rahmen der vom Bayerischen Wissenschaftsministerium mitfinanzierten „Prospektiven COVID-19 Kohorte München“ (KoCo19) hat ein Forschungsteam des Tropeninstituts am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München das Abwasser der letzten Wochen auf die sogenannte, kürzlich entdeckte Omicron-Variante und weitere bekannte Varianten des Coronavirus untersucht. Die Ergebnisse wurden nun bekannt gegeben: Es wurde quasi nur die Delta-Variante gefunden. Daraus kann geschlossen werden, dass es bisher keine großflächige Verbreitung von Omicron in München gibt. „Die Ergebnisse lassen Schlüsse auf das weitere Infektionsgeschehen zu. Klar ist, dass die Delta-Variante des Virus vorherrscht und wir ihr in diesem Winter weiter mit aller Kraft entgegentreten müssen. Wir behalten die Lage weiterhin genau im Auge: Wenn Omicron in den nächsten Wochen in größerem Maße in München zirkuliert, wird das Projektteam dies durch das Abwasser-Monitoring frühzeitig feststellen können. Die Studie und ihre Erkenntnisse daraus zeigen uns, wie wichtig und wertvoll es ist, dass unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Pandemie eng begleiten. Denn wissenschaftliche Erkenntnisse sind der zentrale Schlüssel im Kampf gegen die Pandemie. Auf ihrer Grundlage handeln wir und treten der Pandemie entschlossen und wirkungsvoll entgegen“, betonte Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler angesichts der Forschungsergebnisse.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek: „Dass Omicron noch nicht im Abwasser der Landeshauptstadt nachweisbar ist, ist eine gute Nachricht. Noch liegen keine ausreichenden Informationen darüber vor, wie sich die Variante genau verhält. Deswegen ist es richtig und wichtig, wachsam zu bleiben. Bayern hat sehr rasch auf die neue Variante reagiert. Wir führen umfassende Kontrollen mit Testungen bei der Einreise aus den Virusvariantengebieten am Flughafen München durch. Zugleich haben wir strenge Regeln für Isolation und Quarantäne im Zusammenhang mit Omicron in Kraft gesetzt. Damit wollen wir verhindern, dass sich die neue Variante durch Reisende in Bayern ausbreitet. Klar ist, dass Abstand, Maske und das Einhalten der Hygieneregeln sowie Kontaktreduzierungen gegen alle Varianten helfen. Ich appelliere überdies an die Menschen: Verzichten Sie, wenn möglich, auf Reisen, insbesondere in Virusvariantengebiete!“

Der Leiter des Forschungsteams PD Dr. med. Andreas Wieser erklärte: „In unseren Proben konnten wir bislang keine Omicron-spezifische RNA-Signatur beweisen. Dies weist darauf hin, dass in München bislang allenfalls sporadische Fälle aufgetreten sind. Wir werden unsere Untersuchungen fortsetzen und die Verbreitung der Omicron-Variante weiterverfolgen – die Lage bleibt dynamisch.“ In den analysierten Abwasserproben fanden sich fast ausschließlich Sequenzen, die auf die derzeit prädominanten Stämme der Delta-Variante hinweisen.

Ausbreitung neuer Virusvarianten frühzeitig erkennen
Die Ergebnisse konnten dank des Projekts „Prospektive COVID-19 Kohorte München” (KoCo19) gewonnen werden. Im Rahmen dieser Studie erhebt das Forschungsteam umfassende und vielfältige Daten, um den weiteren Verlauf der Pandemie einschätzen und bewerten sowie die Ausbreitung neuer Virusvarianten frühzeitig erkennen zu können. Die jüngsten Erkenntnisse zur Verbreitung der Virusvariante in München wurden im Rahmen eines seit April 2020 etablierten systematischen Abwasser-Monitorings anhand von Proben aus dem Münchner Abwassersystem hergeleitet. Die Forscherinnen und Forscher haben dazu über die letzten Wochen regelmäßig an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Abwasser entnommen und dieses untersucht. Die Auswertung erfolgte mittels RT-PCR (Reverse Transcriptase Polymerase Kettenreaktion) und Genomsequenzierung.

Da Infizierte zumindest Fragmente des Coronavirus ausscheiden, lässt sich das Genmaterial von verschiedenen Virusvarianten mit modernen molekularen Analysen des Abwassers nachweisen. Die Studie wurde durch das Bayerische Wissenschaftsministerium und das LMU Klinikum finanziert. Am Abwasser-Monitoring sind neben dem Tropeninstitut am LMU Klinikum die Virologie des Max von Pettenkofer-Instituts, das Genzentrum der LMU, die Münchner Stadtentwässerung, die Branddirektion München, das Gesundheitsreferat der Stadt München und die Task Force Infektiologie des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) beteiligt.

Das Tropeninstitut unter der Leitung von Prof. Dr. med. Michael Hoelscher am LMU Klinikum München – Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin – hat zusammen mit der Bayerischen Staatsregierung bereits zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 das Gesamtprojekt „Prospektive COVID-19 Kohorte München” (KoCo19) ins Leben gerufen. Seither konnten regelmäßig wichtige Schlüsse über die Verbreitung des Virus und die Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen gezogen werden. Die Ergebnisse werden regelmäßig in einem Beratungsgremium, dem auch Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege angehören, analysiert.

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Verschärfte
Corona-
Maßnahmen

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Region Bayern – Die Lage in den bayerischen Krankenhäusern und Intensivstationen ist sehr ernst: Nahezu jedes verfügbare Intensivbett in Bayern ist belegt und die Infektionszahlen erreichen täglich neue Höchststände. In zehn bayerischen Landkreisen liegt die 7-Tages-Infektionsinzidenz derzeit über 1.000 Fällen. Die von der gefährlicheren Delta-Variante dominierte vierte Welle ist damit schwerer als alle bisherigen und eine neue „Südafrika-Variante“ hat den Freistaat bereits erreicht. Mit einer neuen Kraftanstrengung und einem „Wellenbrecher“ will Bayern nun dieser Lage Herr werden: Es gilt Ansteckungen zu blocken, das Infektionsgeschehen zu bremsen und durch weitere Erst- und Zweitimpfungen sowie konsequentes boostern den Impfschutz voranzubringen.

Die Kapazitäten der Impfzentren sollen dazu weiter massiv hochgefahren werden – sofern Impfstoff vorhanden ist. Die bayerische Staatsregierung spricht sich auch dafür aus, auf Bundesebene eine allgemeine Impfpflicht ins Auge zu fassen, wenn sich die Impfquote in den kommenden Wochen nicht deutlich verbessert. Die Maßnahmen nehmen jedoch Rücksicht auf diejenigen, die sich solidarisch gezeigt und sich haben impfen lassen. Gleichzeitig soll in den besonders stark betroffenen Regionen Bayerns im Rahmen einer harten „Notbremse“ noch stärker eingegriffen werden.

Seit 24. November 2021 wurde die „15. BayIfSMV“ erlassen, welche bis einschließlich 15. Dezember 2021 gelten soll. Für Ungeimpfte / Nichtgenesene gelten nun landesweit Kontaktbeschränkungen. Sie dürfen sich mit nur maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. Geimpfte, Genesene und Kinder unter zwölf Jahren zählen nicht mit.

Die 2G-Regelung wird flächendeckend ausgeweitet und Ausnahmen weitgehend gestrichen. 2G gilt daher künftig auch für Körpernahe Dienstleistungen (inklusive Friseure); Hochschulen; außerschulische Bildung (Musikschulen, Fahrschulen, Volkshochschulen etc.; die berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung; Bibliotheken und Archive; Veranstaltungen von Parteien und Wählervereinigungen.

Ausgenommen sind Groß- und Einzelhandel; Medizinische; therapeutische und pflegerische Leistungen – das sind beispielsweise Fußpflege, Logopädie oder Physiotherapie; Prüfungen – hier gilt aus verfassungsrechtlichen Gründen nur 3G plus; Ungeimpfte zwölf- bis 17-jährige, die in der Schule regelmäßig negativ getestet werden. Ihnen bleibt der Zutritt zu 2G übergangsweise bis Ende Dezember zur eigenen Ausübung sportlicher, musikalischer oder schauspielerischer Aktivitäten, in der Gastronomie und dem Beherbergungswesen möglich. Dieser letztmalige Übergangszeitraum bis Ende Dezember sollte für eine Impfung genutzt werden. Zu 2G zugelassen sind ohne Impfung künftig Kinder bis zwölf Jahre und drei Monate. Seit 24. Novembder 2021 bereits laufende Prüfungsblöcke bleiben von den Änderungen unberührt.

In folgenden Bereichen gilt künftig 2G plus. Hier benötigen nun auch Geimpfte und Genesene zusätzlich einen tagesaktuellen negativen Schnelltest: Kulturveranstaltungen (Oper, Theater, Konzerte etc.); Sportveranstaltungszuschauer; Messen, Tagungen, Kongresse; Freizeiteinrichtungen – u.a. Zoos, botanischen Gärten, Bäder, Thermen, Saunen, Seilbahnen und Ausflugsschiffe, Führungen, Schauhöhlen und Besucherbergwerke, Freizeitparks und Indoorspielplätze; Private und öffentliche Veranstaltungen in nichtprivaten Räumlichkeiten – z.B. Weihnachtsfeiern, Hochzeiten, Geburtstage, soweit nicht Gastronomie.

Dort, wo 2G plus gilt, erfolgen ergänzende Regelungen mit Personenobergrenzen. „Indoor“ wie „outdoor“ dürfen maximal 25 Prozent der Besucherkapazität In Anspruch genommen werden. Messen dürfen nur ein Viertel der bisherigen Besucherzahlen zulassen, höchstens 12.500 Personen täglich. Auch „indoor“ muss bei allen Veranstaltungen durchgängig wieder Maske getragen werden, auch am Platz. Außerdem muss zu Personen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, der Mindestabstand eingehalten werden. Die Höchstteilnehmerzahl bestimmt sich damit zugleich auch nach der Möglichkeit, den Mindestabstand einzuhalten. Für private und öffentliche Veranstaltungen in nichtprivaten Räumlichkeiten gilt: Außerhalb der Gastronomie besteht eine kapazitätsbezogene Personenobergrenze -25 Prozent oder Mindestabstand. Die Maskenpflicht gilt – wie in der Gastronomie – nicht am Platz.

Landesweit gilt außerdem:
Für die Gastronomie besteht eine Sperrzeit zwischen 22:00 und 5:00 Uhr. Diskotheken, Clubs, Bordelle und vergleichbare Freizeiteinrichtungen sowie Schankwirtschaften und Bars werden geschlossen. Jahres- und Weihnachtsmärkte sowie Volksfeste unterbleiben. Im Groß- und Einzelhandel gilt eine Kundenbegrenzung auf einen Kunden je zehn Quadratmeter Ladenfläche.

In den Schulen wird die Sicherheit weiter erhöht. Auch beim „indoor“ Schulsport ist künftig eine Maske zu tragen. Für die Testung von Lehrkräften gilt künftig direkt das neue Bundesrecht (§ 28b IfSG) mit einer täglicher Testpflicht. Ungeimpfte, nicht genesene Lehrkräfte müssen sich danach künftig unter Aufsicht testen lassen. An Schulen, die an Pool-Testungen den sogenannten„Lolli-Tests“ teilnehmen wird ein zusätzlicher Schnelltest am Montagmorgen eingeführt. Dritte, insbesondere Eltern, dürfen das Schulgelände nur betreten, wenn sie geimpft, getestet oder genesen sind (3G). Für Kindertagesstätten gilt für die dort Beschäftigten ebenfalls tägliche Testpflicht nach § 28b IfSG. Dritte dürfen – wie in der Schule – das Gelände nur betreten, wenn sie geimpft, getestet oder genesen sind – außer zur Abgabe oder Abholung der Kinder.

In Landkreisen und kreisfreien Städten, die eine 7-Tage-Inzidenz von 1.000 überschreiten, gilt ein regionaler Hotspot-Lockdown. Hier gilt: Sämtliche Einrichtungen und Veranstaltungen, die bisher Zugangsbeschränkungen nach 2G plus / 2G / 3G plus / 3G unterliegen, sind geschlossen. Das bedeutet insbesondere die Schließung von Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen, der Gastronomie, des Beherbergungswesens, von körpernahen Dienstleistungen – ausgenommen Friseure -, Sport- und Kulturstätten sowie – hinsichtlich ihrer Präsenzangebote – Hochschulen, außerschulischen Bildungseinrichtungen und der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Die Schulen und Kindertagesstätten bleiben geöffnet. Der Groß- und Einzelhandel bleibt geöffnet, es gilt aber eine Kundenbegrenzung auf einen Kunden je 20 Quadratmeter Ladenfläche. Medizinische, therapeutische und pflegerische Leistungen bleiben weiterhin ohne Zugangsbeschränkung zugänglich.

Unberührt bleibt der Wettkampf- und Trainingsbetrieb der Berufssportler sowie der Leistungssportler der Bundes- und Landeskader, soweit die Anwesenheit von Zuschauern ausgeschlossen ist und Zutritt zur Sportstätte nur solche Personen erhalten, die für den Wettkampf- oder Trainingsbetrieb oder die mediale Berichterstattung erforderlich sind.

Der „Hotspot-Lockdown“ gilt in einem Landkreis, bis der Inzidenzwert fünf Tage in Folge wieder unter dem Inzidenzgrenzwert von 1.000 lag.

Seit dem 11.11.2021 wurden über 20.000 Polizeikontrollen insbesondere der 3G / 2G-Regeln durchgeführt, bei denen eine Vielzahl von Verstößen festgestellt wurde. Die Einhaltung der geltenden Bestimmungen ist essenziell für das Funktionieren der Maßnahmen. Die polizeilichen Kontrollen sollen deswegen nochmals intensiviert werden.

Zur weiteren Erhöhung des Sicherheitsniveaus wird im Rahmen der zur Verfügung stehenden Test- und Materialkapazitäten angestrebt, schrittweise PCR-Pooltests in Alten- und Pflegeheimen, den 5. und 6. Klassen der weiterführenden Schulen sowie in Kindertagesstätten anzubieten.

-bsk-

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Neue
Maßnahmen
zur Bewältigung
der Pandemie

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Region Bayern – Die aktuelle pandemische Situation in Bayern bleibt herausfordernd: Das Infektionsgeschehen erreicht neue Höchststände. In mehreren Regionen droht eine Überlastung des Gesundheitssystems. Die Intensivstationen insbesondere in Südostoberbayern sind an der Belastungsgrenze. Die in Krankenhäusern versorgten COVID-19-Patienten sind zu rund 90 Prozent ungeimpft. Mit dem vorhandenen Impffortschritt ist einiges erreicht. Für regionale Hotspots werden Schwellenwerte und zusätzliche Maßnahmen festgelegt, damit lokal angepasst reagiert werden kann. Falls sich die Situation bayernweit weiter verschlechtert, werden auch landesweite Maßnahmen festgelegt. Die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung bleibt nach den aktuellen bundesrechtlichen Rechtsgrundlagen zunächst bis zum Ablauf des 24. November 2021 befristet. Die Regelungen für die Zeit nach dem 24. November 2021 werden von der dann geltenden Ausgestaltung des Bundesrechts abhängen.

Die aktuelle Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird mit Wirkung vom Samstag, 6. November 2021 in folgenden Punkten geändert: Es ist das erklärte Ziel der bayerischen Staatsregierung, in den Schulen durchgängigen Präsenzunterricht zu ermöglichen. Bereits jetzt sind in der Altersgruppe der Schülerinnen und Schüler besonders hohe Inzidenzen zu beobachten. Um nach den Herbstferien die Gefahr von weiteren Infektionen durch Reiserückkehrer möglichst zu verhindern, wird in den Grundschulen für eine Woche und in den weiterführenden Schulen für zwei Wochen wieder eine Maskenpflicht im Schulgebäude eingeführt, und zwar nach den gleichen Regelungen wie zu Schuljahresbeginn – mit Maskenpflicht auch am Platz und unabhängig vom Mindestabstand. Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 können eine textile Mund-Nasen-Bedeckung tragen, alle übrigen Schüler medizinische Gesichtsmasken. Bei einem Infektionsfall in einer Klasse werden die Teilnehmer dieser Klasse künftig eine Woche lang an jedem Schultag getestet.

Angesichts des durchaus unterschiedlichen Infektionsgeschehens in den verschiedenen Regionen Bayerns wird außerdem eine regionale „Hotspotregelung“ eingeführt, wobei in Landkreisen, die zu einem Leitstellenbereich gehören, in dem die zur Verfügung stehenden Intensivbetten bereits zu mindestens 80 Prozent ausgelastet sind und in denen zugleich eine 7-Tage-Inzidenz von 300 überschritten wird, gelten die Maßnahmen entsprechend, die bei einer landesweiten roten Krankenhausampel gelten würden. Das Vorliegen der Voraussetzungen wird von der jeweiligen Kreisverwaltungsbehörde durch Bekanntmachung festgestellt. Die Maßnahmen gelten ab dem auf die Bekanntmachung folgenden Tag. Sie enden wieder, sobald nach Feststellung der Kreisverwaltungsbehörde ein Parameter drei Tage lang unter den genannten Werten liegt.

Die Krankenhausampel bei einer landesweiten Überlastung des Gesundheitswesens wird um eine Intensivbettenkomponente erweitert und mit konkreten Maßnahmen hinterlegt. Die gelbe Stufe gilt, sobald entweder in den vorangegangenen sieben Tagen landesweit mehr als 1.200 Covidpatienten in ein bayerisches Krankenhaus eingewiesen wurden oder – das ist neu – landesweit mehr als 450 Intensivbetten mit Covidpatienten belegt sind. Sobald nach Feststellung des bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege eine der beiden Alternativen greift, gilt landesweit ab dem auf die Feststellung folgenden Tag als Maskenstandard wieder die FFP2-Maske, statt medizinischer Gesichtsmaske. In der Schule und für Kinder und Jugendliche gelten wieder die Sonderregel mit Stoffmaske in der Grundschule und im Übrigen mit medizinischer Maske.

Alle Einrichtungen, Veranstaltungen etc., die bisher nach 3G-Regeln zugänglich waren, sind dann nur nach 3G plus zugänglich. Nichtimmunisierte können dann nur mit einem aktuellem PCR-Test teilnehmen. Innerhalb dieser nur für Geimpfte, Genesene und PCR-Getestete zugänglichen Bereiche bestehen die Rechtsfolgen, die bisher für normales 3G galten. Es gibt also anders als bei freiwilligen 3G plus keine Erleichterungen etwa für Maske, Abstand oder Personenobergrenzen. Ausgenommen werden lediglich die Hochschulen sowie außerschulische Bildungsangebote einschließlich der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Bibliotheken und Archive – hier gilt weiterhin die Zugangsmöglichkeit auch mit Schnelltest (3G). Für Clubs, Diskotheken, Bordellbetriebe und vergleichbare Freizeiteinrichtungen gilt bei Stufe gelb verpflichtendes 2G. Pflegeeinrichtungen sollen zu Testkonzepten verpflichtet werden können, die unabhängig vom Impfstatus mindestens zweimal wöchentlich obligatorische Antigen-Schnelltests oder PCR-Tests für das Personal und Besucher vorsehen.

Die rote Stufe gilt, sobald landesweit mehr als 600 Intensivbetten mit Covidpatienten belegt sind. Sobald dies nach Feststellung des bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege der Fall ist, gilt landesweit ab dem auf die Feststellung folgenden Tag: Einrichtungen, Veranstaltungen etc., die sonst nach 3G-Regeln zugänglich waren, sind dann nur nach 2G zugänglich, also nur für Geimpfte und Genesene, nicht für Getestete. Innerhalb dieser Bereiche bestehen die Rechtsfolgen, die für normales 2G gelten. Ausgenommen werden hier die Gastronomie, Beherbungsunternehmen und körpernahe Dienstleistungen. Hier bleibt es bei 3G plus. In Hochschulen, außerschulischen Bildungsangeboten einschließlich der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Bibliotheken und Archive gilt weiterhin die Zugangsmöglichkeit auch mit Schnelltest (3G).

Die Zugangsregelung „3G“, wobei ein einfacher Schnelltest zweimal pro Woche genügt, gilt in Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten – im Falle der roten Stufe außerdem für alle Beschäftigten, die während ihrer Arbeit Kontakt zu anderen Personen haben – egal ob es sich um Kunden, andere Beschäftigte oder sonstige Personen handelt. Das gilt allerdings nicht für den Handel und den ÖPNV.

Es gibt immer wieder Fälle, in denen die Corona-Infektion bei einer engen Kontaktperson eines Infizierten erst nach dem Ende der durch Negativtest auf fünf Tage verkürzten Quarantäne festgestellt wurde. Auf Grund dessen wurde die Quarantänedauer für enge Kontaktpersonen auf mindestens sieben Tage erhöht. Für eine sichere Unterbrechung der Infektionsketten in Regionen mit hohem Infektionsgeschehen wird darüber hinaus künftig die Möglichkeit der Freitestung für enge Kontaktpersonen entfallen und die Quarantänedauer grundsätzlich zehn Tage betragen.

Alle beschlossenen Maßnahmen in der Pandemiebekämpfung können nur dann wirken, wenn sie eingehalten werden. Dies gilt insbesondere für die Beachtung der 3G, 3G Plus und 2G – Maßnahmen durch Veranstalter, Betreiber, Anbieter und Gastronomen. Um dies sicherzustellen, werden Schwerpunkt- und Stichprobenkontrollen durchgeführt und Verstöße konsequent geahndet.

Der bayerische Ministerrat betonte die Bedeutung der Sicherstellung einer jederzeit verfügbaren Krankenhausversorgung und die Notwendigkeit funktionierender Organisationsstrukturen zur Patientensteuerung gerade in der aktuell erneut dynamischen Phase der Corona-Pandemie. Krankenhäuser und deren Beschäftigte sind durch das erneut hohe Aufkommen an COVID-19-Patienten vor besondere Herausforderungen gestellt. Zur Abmilderung wirtschaftlicher Nachteile der Krankenhäuser sowie zur besonderen Anerkennung der persönlichen Leistungen der Mitarbeiter wird mit Wirkung vom 1. November 2021 ein sechsmonatiges Hilfsprogramm im Umfang von 35 Millionen Euro aufgelegt: Krankenhäuser erhalten als Ausgleich für ihren besonderen Aufwand pro COVID-19 Patient pro Tag auf der Normalstation 50 Euro und für die Behandlung auf der Intensivstation 100 Euro auf Grundlage der Meldungen im Meldesystem IVENA. Ferner sind mindestens 50 Prozent der Mittel vom Krankenhaus als Bonus an Klinikbeschäftigte – insbesondere Pflegekräfte – weiterzureichen, die durch die andauernde Pandemielage besonders belastet sind. Mit dem Vollzug wird das Landesamt für Pflege beauftragt.

Im Lauf des bisherigen Krisengeschehens hat sich gezeigt, dass bei einer erheblichen Steigerung des Versorgungsbedarfs in Krankenhäusern koordinierende und steuernde Strukturen von besonderer Bedeutung sind. Um jederzeit und flächendeckend handlungsfähige Strukturen zur Verfügung zu haben, wird das bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege beauftragt, die sofortige landesweite Einsetzung aller Ärztlichen Leiter Krankenhauskoordinierung sowie der Ärztlichen Bezirkskoordinatoren anzuordnen. Das Gesundheitsministerium wird des Weiteren beauftragt, die Geltungsdauer der Richtlinie zur Aufwandsentschädigung für die Wahrnehmung von Aufgaben zur Bewältigung erheblicher Patientenzahlen in Krankenhäusern (BayMBl. 2020 Nr. 773) bis 31. Dezember 2022 zu verlängern. Die im Jahr 2022 anfallenden Aufwandsentschädigungen in Höhe von insgesamt drei Millionen Euro werden aus dem „Sonderfonds Corona-Pandemie“ bestritten. Soweit haushaltsrechtliche Regelungen zur Umsetzung erforderlich sind, bleiben diese der Verabschiedung des Haushaltsgesetzes 2022 vorbehalten. Mit dem Vollzug bleibt weiterhin das Landesamt für Pflege beauftragt.

-bsk- Bild: am

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Gesundheits-
ministerkonferenz
am Bodensee

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Region Lindau – Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hat kürzlich in ihrer 94. Hauptkonferenz in Lindau am Bodensee die dramatische Lage in den Krankenhäusern, die äußerst dynamische Corona-Infektionslage in ganz Deutschland und die enorme Belastung der Krankenhäuser und des Gesundheitswesens insgesamt durch COVID-19-Patienten in den Mittelpunkt ihrer Beratungen gestellt.

Die GMK spricht sich dafür aus, dass der Bund einen rechtssicheren Rahmen vor allem im Infektionsschutzgesetz schafft, der möglichst viele Handlungsmöglichkeiten zur Bekämpfung der pandemischen Lage eröffnet. Die Länder sollten aus diesen rechtlichen Rahmenmöglichkeiten diejenigen Maßnahmen auswählen können, die für ein zielgerichtetes Handeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und für den Schutz der Bevölkerung regional am besten sind, wie etwa konsequentere Zugangsbeschränkungen und Nachweis- und Kontrollpflichten. Abhängig vom regionalen Infektions- und Erkrankungsgeschehen kann der Zugang zu bestimmten Bereichen auf Geimpfte und Genesene (2G) beschränkt werden. Der GMK-Vorsitzende, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek, erklärte: „Der Ernst der Lage ist allen bewusst. Wie dramatisch die Situation ist und sich auch im Hinblick auf den Herbst entwickeln kann, haben uns auch nochmal ein Intensivmediziner und eine Intensivpflegekraft geschildert. Unser aller Dank gilt auch weiterhin den Pflegekräften und Medizinern, die an und über ihre Grenzen hinaus gehen. Erneut wurde klar, dass wir einheitliche Maßnahmen brauchen, mit denen wir die Pandemie effektiv bekämpfen. So haben wir den Blick noch einmal auf die vulnerablen Gruppen gelegt. Wir schaffen mit dem erweiterten Testkonzept für Personal und Besucher der Pflegeheime unabhängig vom Impfstatus zusätzliche Sicherheit für jene, die besonders geschützt werden müssen. Die GMK hat den Bund aufgefordert, die rechtlichen Grundlagen dafür zu schaffen, dass die Länder angepasst an das Infektionsgeschehen falls erforderlich auch für geimpfte Personen eine Testpflicht verordnen können.”

Außerdem sprachen sich die GMK-Teilnehmer, zu denen auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gehörte, dafür aus, Auffrischimpfungen rasch, umfassend und zeitnah voranzutreiben. Bund und Länder gehen davon aus, dass „Booster-Impfungen“, vor allem in Alten- und Pflegeheimen, zeitnah und flächendeckend durch die niedergelassene Ärzteschaft angeboten werden sollen. Zur Sicherstellung des Impfangebots kommen ergänzende staatliche Impfangebote, insbesondere mobile Impfteams, zum Einsatz. Ergänzend können im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten und nach ärztlicher Beurteilung und Entscheidung Auffrischimpfungen grundsätzlich allen Personen angeboten werden, die diese nach Ablauf von sechs Monaten nach Abschluss der ersten Impfserie wünschen. „Von der Gesundheitsministerkonferenz in Lindau geht ein klares Signal aus: Wir machen Auffrischimpfungen für alle möglich, insbesondere für Ältere, für Vorerkrankte und für medizinisches sowie pflegerisches Personal. Damit wissen alle, die impfen und geimpft werden, was gilt. Boostern soll nicht Ausnahme, sondern Regel werden”, betonte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Aufgrund der sehr angespannten Situation in den Krankenhäusern und der Belegung vieler Intensivbetten mit COVID-19-Patienten hat die GMK den Bund aufgefordert, umgehend die gesetzlichen Grundlagen für Ausgleichszahlungen zu schaffen und rückwirkend zum 1. November 2021 wieder in Kraft zu setzen. Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne: „Dass die Krankenhäuser nun finanziell unterstützt werden sollen, ist ein wichtiges Signal. Um die intensivmedizinische Versorgung sicher zu stellen, ist in einigen Krankenhäusern aktuell schon eine Verschiebung von Eingriffen im Krankenhaus erforderlich, weitere Kliniken werden dem in Kürze folgen müssen. Eine solche Maßnahme ist durch eine gezielte finanzielle Ausgleichsregelung zu flankieren. Wir dürfen die Menschen in den Krankenhäusern, egal ob sie dort arbeiten oder behandelt werden, nicht im Stich lassen!”

Die GMK beschloss ferner einstimmig, den Bund aufzufordern, die Bestellung von Impfstoff abzuwandeln. So sollen die Lieferfristen der Impfstoffe von 14 Tagen deutlich verkürzt werden. Dazu wir der Bund gebeten, neue Vereinbarungen mit dem Arzneimittelgroßhandel zu schließen. Zudem wird der Bund aufgefordert, eine Vereinzelung von Impfdosen zu ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt der GMK-Beratungen war die Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD). Saarlands Gesundheitsministerin Monika Bachmann: „Durch die Corona-Pandemie wurde uns allen bewusst, wie wichtig die Bewältigung einer Schadens- und Gefahrenlage ist. Der Öffentliche Gesundheitsdienst hat in dieser schwierigen Zeit eindrucksvoll und tatkräftig gehandelt. Zeitgleich wurde deutlich, dass eine nachhaltige Verstärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes, als eine unverzichtbare Säule des Gesundheitswesens, dringend geboten ist. Dies bezieht sich sowohl auf die personelle Aufstellung, die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des ÖGD als auch auf den Grad der Digitalisierung. Deswegen sieht der Pakt für den ÖGD, welcher im September 2020 geschlossen wurde, neben den Mitteln zur Personalisierung, sowie der Steigerung der Attraktivität und Etablierung zukunftsfähiger Strukturen, zusätzlich Mittel in Höhe von 800 Millionen Euro für das Vorantreiben der technischen und prozessualen Modernisierung des ÖGD vor.“

Vereinbarung der Gesundheitsministerinnen und -minister sowie -senatorinnen und -senatoren:
Das föderale System des öffentlichen Gesundheitsschutzes soll gestärkt werden. Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder sind sich einig, dass die Impfkampagne für Erst-, Zweit- und Drittimpfungen weiter ausgebaut werden soll. Die GMK bekräftigt ihre Forderung, die Finanzierung der Krankenhäuser auf eine nachhaltige und tragfähige Grundlage zu stellen. Dies macht eine grundlegende Überarbeitung des DRG-Systems unter Beteiligung der Länder vor allem zur Berücksichtigung von Vorhaltekosten erforderlich. Ferner sollen vom Krankenhaus ergriffene Maßnahmen zur Entlastung des Pflegepersonals besser finanziert werden. Die Attraktivität des Pflegeberufs ist weiterhin zu steigern sowie insbesondere die Arbeitsbedingungen in der Pflege weiter zu verbessern. Die ambulante Versorgung soll gestärkt werden. Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder weisen auf die Erforderlichkeit der Fortführung der Notfallreform durch den Bund hin, um eine bessere Steuerung der Patientenströme in die richtige Versorgungsebene – ambulante Leistungserbringer, Ärztlicher Bereitschaftsdienst oder Notfallambulanz – zu gewährleisten. Die GMK bekräftigt die Ziele des Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst. Der ÖGD muss nachhaltig aufgestellt und für künftige Herausforderungen besser gewappnet sein. Die Versorgungssicherheit und Lieferketten sind zu gewährleisten. Die GMK begrüßt die Einrichtung der Nationalen Reserve Gesundheitsschutz (NRGS) und bittet die Planungen eng mit den Ländern abzustimmen. Die GMK fordert außerdem einen Bürokratieabbau im Gesundheitswesen und die Digitalisierung muss vorangetrieben werden. Darüber hinaus möchte die GMK die belegärztliche Versorgung stärken. Ziel ist, dem Rückgang von Belegärzten entgegenzuwirken. So soll die intersektorale Versorgung von Patienten verbessert werden. Die GMK fordert das Bundesministerium für Gesundheit vor diesem Hintergrund auf, die Angemessenheit der Vergütung belegärztlicher Leistungen nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) zu überprüfen und zu verbessern.

Die Fachminister waren sich einig, dass bei investorengetragenen medizinischen Versorgungszentren (MVZ) mehr Transparenz zu schaffen ist. Der Bund wird gebeten, eine länderoffene Bund-Länder-Arbeitsgruppe einzurichten. Ziel ist es, die Integrität medizinischer Entscheidungen, die Sicherstellung einer flächendeckenden und umfassenden Versorgung – auch durch MVZ – sowie die Begrenzung der Bildung monopolartiger Strukturen nachhaltig und rechtssicher gewährleisten zu können. Die Gründung von MVZ in kommunaler Trägerschaft soll überdies erleichtert werden.

-stmgp-

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Regionale
Ampel
steht auf „Rot“:
Betroffene Landkreise
beschließen gemeinsame Maßnahmen

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Region Bayern – Die Landkreise Mühldorf, Altötting, Traunstein, Berchtesgadener Land und Miesbach sowie die Stadt und der Landkreis Rosenheim sind derzeit besonders stark von Corona Neuinfektionen betroffen. Die Zahl der Behandlungsfälle von COVID-19-Patienten in den Kliniken der Regionen sind in den letzten Tagen schnell und deutlich gestiegen. Vor diesem Hintergrund haben sich die Landräte der betroffenen Landkreise und der Oberbürgermeister der Stadt Rosenheim auf Maßnahmen ab 1. November 2021 verständigt: In allen Bereichen, wo bisher die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske galt, ist nun das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht. Hierzu zählen beispielsweise Supermärkte, Einzelhandel, Freizeiteinrichtungen und der öffentliche Personennahverkehr. Ausgenommen von der FFP2-Maskenpflicht bleiben Schulen und der Arbeitsplatz – hier gelten weiterhin die bayernweiten Regelungen.

Für den Zugang zu Diskotheken, Clubs und vergleichbaren Lokalen gilt anstelle der bisherigen 3Gplus nun die 2G-Regel. Ein Besuch ist damit nur noch für geimpfte und genesene Personen möglich – Personal ausgenommen. Ferner werden die Maßnahmen verstärkt kontrolliert.

-lats- Bild: bsk

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Änderung
der
Infektionsschutz-
maßnahmenverordnung

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Region Bayern – Die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung hat sich mit Wirkung vom 6. Oktober 2021 geändert. Es werden erhebliche Erleichterungen für Betriebe und Veranstalter eingeführt, die freiwillig lediglich Geimpfte und Genesene – sog. freiwilliges 2G – sowie auch Getestete mit einem PCR-Test – sog. freiwilliges 3G plus – zulassen. Dafür gelten folgende Regelungen: 2G / 3G plus sind rein freiwillig und eigene Entscheidung jedes Veranstalters oder Betreibers. Es gibt keinen staatlichen Zwang.

Freiwilliges 2G / 3G plus sind in allen Bereichen möglich, in denen bisher 3G gilt, u.a. in Sportstätten, im Theater, in Opern, Kinos, Museen, bei Tagungen, Kongressen, in Bibliotheken oder Musikschulen. Wo 2G / 3G plus gilt, sind die Maskenpflicht und das Gebot des Mindestabstands aufgehoben. Etwaige Personenobergrenzen entfallen. Die Alkoholverbote bei Sport- und Kulturveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen werden aufgehoben. Voraussetzung ist ein strenges Zutrittsregime mit Zugangshindernissen sowie Kontrollen mit Identitätsfeststellung etc. Missbrauch ist nicht nur bußgeldbewehrt, sondern gefährdet auch die allgemeine gewerberechtliche Zuverlässigkeit dessen, der nicht kontrolliert. Kinder und alle Schüler haben unabhängig von ihrem persönlichen Impfstatus auch zu freiwilligem 3G plus Zutritt. In der Gastronomie werden Tanz und Musik unter den für Diskotheken geltenden Bedingungen von „3G plus“ zugelassen. Getestete können daher nur mit PCR-Test teilnehmen. Für Schankwirtschaften entfallen die Regelungen, wonach die Bedienung am Tisch erfolgen musste und Abgabe und Verzehr von Getränken an der Theke oder am Tresen nicht zulässig war.

-bsk-

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Kostenlose
Corona-
Testungen
bleiben möglich

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Region Bayern – Bayern bietet auch über das geplante Ende der kostenfreien Bürgertestungen hinaus – unter bestimmten Voraussetzungen – kostenlose Corona-Tests an. Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagte dazu: „Testungen sind auch weiterhin zentraler Bestandteil unserer Corona-Strategie. Sie sind für uns entscheidend, um das Infektionsgeschehen erfassen zu können. Deshalb ist klar: Wo sie notwendig und sinnvoll sind, bleiben Corona-Testungen für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger kostenfrei, und zwar auch nach dem Ende der vom Bund bis zum 10. Oktober 2021 finanzierten Bürgertestungen. Fest steht: Wer Symptome hat, zum Arzt geht und sich testen lässt, muss diese Tests auch in Zukunft nicht selbst zahlen und auch in weiteren Fällen sind nach dem 10. Oktober 2021 kostenlose Tests für Menschen ohne Symptome möglich. Dies betrifft Kinder unter zwölf Jahren und Menschen, die sich – etwa aus medizinischen Gründen – nicht impfen lassen können. Bis zum 31. Dezember 2021 gilt dies auch für Personen, die zum Zeitpunkt der Testung das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und für Schwangere. Da der Zeitraum seit der Empfehlung der Ständigen Impfkommission noch nicht ausreichend lang ist, um Stillenden beide Impfungen zu ermöglichen, gilt hier im Rahmen der Testverordnung des Bundes eine Übergangsfrist bis zum 10.12.2021. Anschließend – ab dem 11.12.2021 – entfällt auch für Stillende der Anspruch auf kostenlose Testungen. Kostenlose Tests gibt es außerdem auch weiterhin für Personen, die in Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen arbeiten oder diese besuchen. Sie erhalten von den Einrichtungen Berechtigungsscheine, mit denen sie sich in den rund 100 lokalen Testzentren kostenlos testen lassen können. Noch eine Ausnahme gibt es für Studierende. Für sie haben wir eine Verlängerung der kostenfreien Tests bis zum 30. November 2021 geplant. Die Kosten für die Tests trägt der Freistaat Bayern.“

-stmgp-

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Verlängerung
der Corona-Regelungen
bis 29. Oktober 2021

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Region Bayern – Die 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird bis einschließlich 29. Oktober 2021 verlängert. Zur Entlastung des Unterrichtsbetriebs und mit Blick auf die regelmäßigen Testungen entfällt ab dem 4. Oktober die Maskenpflicht im Unterricht, sonstigen Schulveranstaltungen und der Mittagsbetreuung, und zwar auch dann, wenn am Platz der Mindestabstand zum Sitznachbarn nicht eingehalten wird.

Ferner haben ab dem 1. Oktober Clubs und Diskotheken wieder geöffnet. Dabei gilt das 3G-Modell mit der Maßgabe, dass ein negativer Testnachweis nur durch PCR-Test erbracht werden kann (3G plus). Dies gilt auch für die Beschäftigten mit Kundenkontakt, die sich mindestens zweimal wöchentlich PCR-testen lassen müssen. Laute Musik, Tanz ohne Abstand sowie die Abgabe von Getränken am Tresen ist wie branchenüblich zulässig. Die Maskenpflicht entfällt. Für konsequente Kontrollen ist zu sorgen. Verstöße werden bußgeldbewehrt. Unter gleichen Bedingungen können ab dem 1. Oktober auch Bordellbetriebe wieder öffnen. Das bisherige Verbot von Volksfesten und öffentlichen Festivitäten entfällt. Volksfeste können im Rahmen von inzidenzunabhängigem 3G und der sonstigen allgemein geltenden Regelungen (Gastronomie im Bierzelt etc.) wieder stattfinden.

In der kommenden Advents- und Weihnachtszeit sind vorbehaltlich besonders negativer Entwicklungen der Infektionslage unter freiem Himmel, auch Weihnachts- und Christkindlmärkte in Bayern wieder möglich. Soweit nötig, werden hierzu rechtzeitig Regelungen erlassen.

-bsk-

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3-G-Regel

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Region Bayern – Viele Fragen drehen sich aktuell um die „3-G-Regel“, nach der nur „Geimpfte, Genesene, Getestete“ Zutritt zu geschlossenen Räumen haben und welche Tests als Nachweise möglich sind. Die 3-G-Regel gilt für alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen bis 1000 Personen in nichtprivaten Räumlichkeiten, Sportstätten und praktischer Sportausbildung, Fitnessstudios, dem Kulturbereich mit Theatern, Opern, Konzerthäusern, Bühnen, Kinos, Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Objekten der bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, der Gastronomie, dem Beherbergungswesen, den Hochschulen, Tagungen, Kongressen, Bibliotheken und Archiven, zu außerschulischen Bildungsangeboten einschließlich der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Musikschulen, Fahrschulen und der Erwachsenenbildung, zoologischen und botanischen Gärten – außerdem zu Freizeiteinrichtungen einschließlich Bädern, Thermen, Saunen, Solarien, Seilbahnen und Ausflugsschiffen, Führungen, Schauhöhlen und Besucherbergwerken, Freizeitparks, Indoorspielplätzen, Spielhallen und -banken, Wettannahmestellen, dem touristischen Bahn- und Reisebusverkehr und infektiologisch vergleichbaren Bereichen, Dienstleistungen, bei denen eine körperliche Nähe zum Kunden unabdingbar ist und die keine medizinischen, therapeutischen oder pflegerischen Leistungen sind. Anbieter, Veranstalter und Betreiber sind verpflichtet, die vorzulegenden Impf-, Genesenen- oder Testnachweise zu überprüfen. Bei Messen und Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern gilt die 3-G-Regel unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz. Der erforderliche Testnachweis kann in schriftlicher oder elektronischer Form erbracht werden.

Die 3-G-Regel gilt nicht im Handel, bei den nicht genannten Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben, im ÖPNV und nicht im öffentlichen Fernverkehr sowie bei der Schülerbeförderung, bei Prüfungen, in Wahllokalen und Eintragungsräume, Gottesdiensten, Versammlungen i.S.d. Art. 8 VersG und Veranstaltungen von Parteien und Wählervereinigungen.

Welche Tests sind als Nachweis möglich?
PCR-Tests können u.a. in den bayerischen Testzentren erfolgen. Über das Ergebnis wird eine Bescheinigung erstellt, die dem Betreiber vorzulegen ist; der PCR-Test darf höchstens 48 Stunden vor Beginn des Besuchs vorgenommen worden sein. Antigen-Schnelltests zur professionellen Anwendung („Schnelltests“) müssen von medizinischen Fachkräften oder vergleichbaren, hierfür geschulten Personen vorgenommen werden. Über das Ergebnis wird eine Bescheinigung erstellt, die vor Besuch des Betriebes dem Betriebsinhaber, Dienstleister, bzw. Veranstalter vorzulegen ist; der Schnell- test muss höchstens 24 Stunden vor dem Besuch vorgenommenen worden sein. Antigen-Schnelltests zur Eigenanwendung („Selbsttests“) können nur vor Ort unter Aufsicht des Betreibers oder einer vom Betreiber beauftragten Person durchgeführt werden.

Bei Vor-Ort-Testungen gilt:
Die Tests müssen vor Ort unter Aufsicht erbracht werden und dürfen nur von den Betrieben mit Nachweis bestätigt werden, die der 3-G-Regel unterliegen, wie etwa Gastronomie, Kino, Friseurbetriebe, Kosmetiksalons. Es dürfen nur Selbsttests verwendet werden, die vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen sind. Entsprechende Infos unter: https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Aufgaben/Spezialthemen/Antigentests/_node.html

Die Testnachweise können innerhalb 24 Stunden nach Vornahme der Testung auch für andere testgebundene Angebote genutzt werden, jedoch  nicht für den Besuch in Pflege- und Behinderteneinrichtungen. Hier ist ein Selbsttest, wenn er nicht vor Ort in der Einrichtung unter Aufsicht vorgenommen wurde, nicht ausreichend. Notwendig ist hier ein Antigen-Schnelltest oder ein PCR-Test. Dieser darf höchstens 24 Stunden vor dem Besuch vorgenommen worden sein und muss die jeweils geltenden Anforderungen des Robert Koch-Instituts erfüllen. Zum Nachweis kann das Formular des Bayerischen Wirtschaftsministerium heruntergeladen und genutzt werden: https://www.stmwi.bayern.de/fileadmin/user_upload/stmwi/Service/Presse/2021-05-20_Muster_Testnachweis.pdf

Was tun bei einem positiven Ergebnis?
Für alle Personen, die ein positives Testergebnis eines Antigen-Schnelltests/-Selbsttests auf SARS-CoV-2 haben gilt: Sie sind auf Grund staatlicher Anordnung verpflichtet, sich unverzüglich in Isolation zu begeben und umgehend das zuständige Gesundheitsamt über das positive Testergebnis zu informieren. Der oder die Betroffene muss den Namen, das Geburtsdatum, die Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse angeben. Das jeweilige Gesundheitsamt unterrichtet die Betroffenen über das weitere Vorgehen und vereinbart einen Termin für einen PCR-Test, um eine eventuelle Infektion zu bestätigen.

Vollständig Geimpfte und Genesene Personen sind mit entsprechendem Nachweis von der Testpflicht ausgenommen. Getesteten Personen gleichgestellt und von der 3G-Regel weitgehend ausgenommen sind: Kinder bis zum sechsten Geburtstag sowie Kinder, die noch nicht eingeschult sind, Schülerinnen und Schüler, die regelmäßigen Testungen im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen. Auch hier gibt es eine Ausnahme: Kinder, die noch nicht eingeschult sind und Schüler während der Schulferien benötigen für den Besuch in vollstationären Einrichtungen der Pflege und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, in denen Leistungen der Eingliederungshilfe über Tag und Nacht erbracht werden sowie Altenheimen und Seniorenresidenzen einen negativen Testnachweis – sie werden den getesteten Personen nicht gleichgestellt.

-lahb-

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Bayerische
Corona-
Strategie
ab 2. September 2021

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Region Bayern – Die vierte Welle der Corona-Pandemie erreicht den Freistaat. Jedoch gelten nun andere Voraussetzungen und Rahmenbedingungen. Rund 65 Prozent der Bürgerinnen und Bürger Bayerns über zwölf Jahre haben sich vollständig impfen lassen und schützen sich selbst und die Menschen in ihrem Umfeld bestmöglich vor dem Corona Virus und einer COVID-19-Erkrankung. Sie haben einen wesentlichen Beitrag dafür geleistet, dass diese Welle milder verlaufen kann. Zugleich ist ausreichend Impfstoff vorhanden, sodass jeder, der noch nicht geimpft ist, sofort ein Impfangebot annehmen könnte.

Neue Voraussetzungen ermöglichen neues Handeln in der Pandemiebekämpfung:
Beschränkungen des privaten und öffentlichen Lebens müssen nicht mehr von den reinen Infektionsinzidenzwerten abhängig gemacht werden. Die fortgeschrittene Impfkampagne erlaubt es, mit neuen Leitindikatoren einer „Krankenhausampel“ vor allem die Belastung des Gesundheits- und Krankenhaussystems in den Blick zu nehmen. Es werden dabei bisherige Beschränkungen vereinfacht und Detailregelungen so weit wie möglich aufgehoben. Basis für Öffnungen bleiben das „3G-Prinzip“ mit Freiheiten für Geimpfte, Genesene und Getestete.

Vor diesem Hintergrund hat die bayerische Staatsregierung eine neue, die nunmehr 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung erlassen, die am 2. September in Kraft getreten ist und bis einschließlich Freitag, 1. Oktober 2021 gilt. Die 7-Tage-Infektionsinzidenz als das bisher dominierende Kriterium in der Pandemiebekämpfung wird abgelöst. Mit ihr entfallen auch alle bisher inzidenzabhängigen Regelungen. Lediglich für die Anwendung von 3G -ab Inzidenz 35 als Startpunkt- bleibt die 7-Tage-Infektionsinzidenz relevant. An die Stelle der 7-Tage-Infektionsinzidenz tritt eine neue „Krankenhausampel“ als Indikator für die Belastung des Gesundheitssystems. Stufe Gelb ist erreicht, sobald bayernweit innerhalb der jeweils letzten sieben Tage mehr als 1.200 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Das entspricht einer bayernweiten Hospitalisierungs-Inzidenz von 9,13 je 100.000 Einwohner. Sobald Stufe Gelb erreicht ist, beschließt die Staatsregierung weitergehende Maßnahmen, beispielsweise: Die Anhebung des Maskenstandards auf FFP2; Kontaktbeschränkungen; Erfordernis, als Testnachweis einen PCR-Test vorzulegen (außer in der Schule) sowie Personenobergrenzen für öffentliche und private Veranstaltungen.

Stufe Rot ist erreicht, sobald mehr als 600 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung auf den bayerischen Intensivstationen liegen – maßgeblich sind die Zahlen des DIVI-Intensivregisters. Sobald Stufe Rot erreicht ist, wird die bayerische Staatsregierung neben den bereits für Stufe Gelb geltenden Regelungen umgehend weitere Maßnahmen verfügen, um die akut drohende Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.

Ab einer 7-Tage-Infektionsinzidenz von über 35 in einem Landkreis oder einer kreisfeien Stadt gilt indoor breitflächig der 3G-Grundsatz: Persönlichen Zugang haben deshalb nur Geimpfte, Genesene oder aktuell Getestete. Dies betrifft öffentliche und private Einrichtungen, Veranstaltungen, Sportstätten, Fitnessstudios, die gesamte Kultur, Theater, Kinos, Museen, Gedenkstätten, Gastronomie, Beherbergung, Hochschulen, Krankenhäuser, Bibliotheken und Archive, die außerschulischen Bildungsangebote wie Musikschulen und die Erwachsenenbildung; außerdem Freizeiteinrichtungen einschließlich Bäder, Thermen, Saunen, Seilbahnen und Ausflugsschiffe, Spielbanken, den touristischen Reisebusverkehr und ähnliches. Für Kinder, die noch nicht eingeschult sind, gibt es Ausnahmen. Schüler gelten mit Blick auf die regelmäßigen Tests in der Schule als getestet. In Alten- und Pflegeheimen, auf Messen und bei größeren Veranstaltungen über 1.000 Personen gilt 3G inzidenzunabhängig indoor wie outdoor.

Ausgenommen vom 3G-Grundsatz sind Privaträume, Handel, der ÖPNV, Veranstaltungen ausschließlich unter freiem Himmel bis 1.000 Personen, Gottesdienste sowie Versammlungen im Sinne von Art. 8 Grundgesetz. Für Schule und Kita gelten die bereits bekannten Sonderregelungen. Die Einhaltung der 3G-Regeln muss vom Betreiber kontrolliert werden. Gäste und Besucher sowie Betreiber, die sich nicht daran halten, müssen mit einem Bußgeld rechnen.

Ab 2.September 2021 entfällt die FFP2-Maskenpflicht. Die medizinische Maske, alias „OP-Maske“, ist der neue Maskenstandard. Unter freiem Himmel gibt es künftig generell keine Maskenpflicht mehr. Ausgenommen sind lediglich die Eingangs- und Begegnungsbereiche größerer Veranstaltungen – ab 1.000 Personen. In geschlossenen Räumen gilt umgekehrt immer eine generelle Maskenpflicht. Ausgenommen sind hiervon Privaträume, außerdem der Platz in der Gastronomie sowie jeder feste Sitz- oder Stehplatz, wenn er zuverlässig den Mindestabstand von 1,5 m zu anderen festen Plätzen einhält, die nicht mit eigenen Haushaltsangehörigen besetzt sind. Für Beschäftigte gelten wie bisher auch die arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen.

Im ÖPNV und im Fernverkehr gilt die Maskenpflicht -mit OP-Maske- ausnahmslos. In Schule und Kita sowie Alten- und Pflegeheime gelten Sonderregelungen. Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen entfallen ersatzlos. Die bisherigen Personenobergrenzen für private und öffentliche Veranstaltungen entfallen. Für Veranstaltungen in den Bereichen Sport, Kultur, Kongresse etc. gilt: Bis 5.000 Personen darf die Kapazität zu 100 Prozent genutzt werden. Für den 5.000 Personen überschreitenden Teil darf 50 Prozent der weiteren Kapazität des Veranstaltungsorts genutzt werden. Es sind somit maximal 25.000 Personen zulässig. Innerhalb dieses Rahmens dürfen unbegrenzt auch Stehplätze ausgewiesen werden.

Wird der Mindestabstand indoor unterschritten, gilt nach den allgemeinen Regeln allerdings ständige Maskenpflicht, die vom Veranstalter zu gewährleisten ist. Hierzu wird es daher auch einen Bußgeldtatbestand für Veranstalter und Teilnehmer geben. Bei Veranstaltungen ab 1.000 Personen muss der Veranstalter ein Infektionsschutzkonzept nicht nur ausarbeiten und beachten, sondern auch unverlangt der Kreisverwaltungsbehörde vorab vorlegen.

Oberstes Ziel für die Schulen ist der Präsenzunterricht. Regelungen zum Wechselunterricht ab einer Inzidenz von 100 werden nun ersatzlos gestrichen. Zum Unterrichtsbeginn im neuen Schuljahr 2021/2022, ab 14. September 2021, gilt als besondere Schutzmaßnahme bis auf Weiteres eine inzidenzunabhängige Maskenpflicht – auch nach Einnahme des Sitz- bzw. Arbeitsplatzes. In der Grundschulstufe können dabei wie bisher Stoffmasken verwendet werden, für Lehrkräfte sowie für Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 5 gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske.

Die Tests an den Schulen werden nochmals ausgeweitet: In der Grundschulstufe sowie an Förderschulen mit den Schwerpunkten „geistige Entwicklung“, „körperliche und motorische
Entwicklung“ sowie „Sehen“ wird – sobald hierfür die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen sind – zwei Mal pro Woche ein PCR-Pool-Test, der sogenannte „Lollitest“, im Übrigen sowie an weiterführenden Schulen drei Mal pro Woche ein Selbsttest durchgeführt. Das bedeutet, bis die „Lollitests“ in der Grundschule zur Verfügung stehen, wird auch dort drei Mal wöchentlich getestet.

Im Interesse eines möglichst verlässlichen Schulunterrichts in Präsenz und zur Gewährleistung einer Betreuung der Kinder in den Kindertageseinrichtungen ist die Anordnung einer Quarantäne von Kontaktpersonen möglichst auf wenige Fälle zu beschränken. Gibt es einen Infektionsfall in der Klasse, soll anders als bisher nicht immer für die gesamte Klasse Quarantäne festgelegt werden, sondern Quarantäne mit Augenmaß. Sie ist dann auf die Schülerinnen und Schüler einzugrenzen, die unmittelbaren und ungeschützten engen Kontakt zum erkrankten Schüler hatten – und kann bei negativem PCR-Test nach fünf Tagen auch schnell wieder enden. Das Gesundheitsamt entscheidet im Einzelfall. Beim korrekten Einsatz von Luftreinigungsgeräten kann auf eine Quarantäne der anderen Schüler sogar vollständig verzichtet werden. Bei den übrigen Schülerinnen und Schülern der Klasse können für eine gewisse Zeit tägliche Testungen durchgeführt werden. Schließlich kann im Rahmen der angepassten STIKO-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche eine Corona-Schutzimpfung auch während der Unterrichtszeit angeboten und durchgeführt werden.

Neben dem Schulbetrieb hat die Sicherstellung des Regelbetriebs in den Kinderbetreuungseinrichtungen oberste Priorität. Die Regelungen zum eingeschränkten Regelbetrieb ab einer Inzidenz von 100 werden auch hier ersatzlos gestrichen. Das Angebot für zweimal wöchentliche Testungen für betreute Kinder ist ein wichtiger Baustein, um Corona-Infektionen frühzeitig zu erkennen. Deshalb wird das bewährte Testkonzept mit Berechtigungsscheinen auch im neuen Kitajahr 2021/2022 bis Ende des Jahres 2021 in Kooperation mit den Apotheken fortgesetzt. Auch hier wird es bei einem Infektionsfall Quarantäne nur mit Augenmaß unter Berücksichtigung der Belange der Kinder und Kinderbetreuungseinrichtungen geben.

Für die Hochschulen gelten die allgemeinen Regelungen zu 3G und Maskenpflicht. Damit wird für das kommende Semester Präsenzlehre wieder umfassend möglich sein. Es gilt aber nach allgemeinen Regeln Maskenpflicht auch am Platz, wenn in den Hörsälen der Abstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann. Tests werden für Studenten mit Studentenausweis weiterhin kostenlos bereitgestellt.

Gottesdienste und Versammlungen indoor nach Art. 8 GG können künftig ohne die bisherigen Beschränkungen der Personenzahl durchgeführt werden, wenn an ihnen nur Geimpfte, Genesene oder Getestete teilnehmen. Andernfalls bleibt es bei den bisherigen Beschränkungen nach Platzangebot. Die Maskenpflicht richtet sich künftig nach den neuen allgemeinen Regeln – damit entfällt insb. FFP2. Das im Gottesdienst bisher geltende Gesangsverbot ab Inzidenz 100 entfällt ebenso wie das bisherige Verbot von großen religiösen Veranstaltungen.

In der Gastronomie entfällt die bisherige coronabedingte Sperrstunde – bisher 1:00 Uhr. Im Übrigen gelten auch hier künftig die allgemeinen Regelungen zu 3G und Maskenpflicht. Im Bereich der Beherbergung entfallen die bisherigen Einschränkungen, wonach Zimmer nur im Rahmen der Kontaktbeschränkungen vergeben werden dürfen. Im Rahmen von 3G genügt es hier, wenn ein Test wie bisher bei Ankunft und danach jeweils nach 72 Stunden vorgelegt werden. Im Übrigen gelten die allgemeinen Regelungen insb. zur Maskenpflicht. Im Handel, bei Dienstleistungen und Freizeiteinrichtungen entfallen die bisherigen quadratmetermäßigen Kunden- oder Besucherbeschränkungen. Die Maskenpflicht richtet sich nach der allgemeinen Grundregel. Bei Messen entfällt wie im Handel die flächenabhängige Besucherbegrenzung. Stattdessen wird eine neue tägliche Besucherobergrenze von 50.000 Personen eingeführt. Es gilt immer 3G. Die Maskenpflicht richtet sich nach der allgemeinen Grundregel.

„Öffentliche Festivitäten“ -wie Volksfeste- bleiben untersagt. Für Ersatzveranstaltungen, die im Wege von Einzelfallausnahmen möglich bleiben, gilt inzidenzunabhängig 3G. Es ist geplant, Clubs und Diskotheken – mit Blick auf Reiserückkehrer aus den Ferien mit einem zeitlichen Sicherheitsabstand – erst ab Anfang Oktober wieder zu öffnen. Der Zugang soll dann nur für Geimpfte und Genesene sowie für Getestete mit PCR-Test möglich sein.

Die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird grundlegend vereinfacht und gestrafft. Die aufgrund der künftig allgemein geltenden Regelungen zu 3G und Maskenpflicht entbehrlich gewordenen Sonderbestimmungen zu Versammlungen nach Art. 8 GG, betrieblichen Unterkünften, außerschulischer Bildung, Bibliotheken, Archiven und zum Prüfungswesen entfallen. Erhalten bleibt im bisherigen Umfang die Notwendigkeit spezifischer Infektionsschutzkonzepte in den Bereichen, in denen sie bisher bestanden sowie das Alkoholverbot auf öffentliche Verkehrsflächen und Sportstätten.

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-bsk- Bilder: am, bsk

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Neue
Corona-Regeln
ab 23.8.2021

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Region Bayern – Am Montag, 23. August 2021, sind in Bayern neue Corona-Regeln in Kraft getreten. Damit wird der Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 10. August umgesetzt. Rechtliche Grundlage ist eine entsprechende Änderungsverordnung zur 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. „Klar ist, dass die Pandemie nicht vorüber ist. Die beginnende vierte Welle zeichnet sich unverkennbar ab. Wir müssen daher weiterhin vorsichtig und umsichtig sein. Klar ist auch, dass in Innenbereichen das Infektionsgeschehen deutlich größer ist. Wir brauchen daher vor allem mit Blick auf die kommenden Herbst- und Wintermonate und die wieder steigende 7-Tage-Inzidenz passende Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens. Wir senken den Schwellenwert für Testungen daher weitestgehend von einer 7-Tage-Inzidenz von 50 auf 35 ab. Die Testungen sind vor allem bei der noch zu niedrigen Impfquote ein wichtiges Instrument, um infizierte Personen schnellstmöglich identifizieren und isolieren zu können“, betonte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Die Änderungen der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sind im Einzelnen unter www.verkuendung-bayern.de und www.stmgp.bayern.de/coronavirus/rechtsgrundlagen/#BaylfSMV ersichtlich.

Ab 23.8.2021 gilt in Bayern bei einer 7-Tage-Inzidenz von 35 oder mehr in Innenbereichen größtenteils die „3G-Regel“. Demnach sind Testungen bei einer 7-Tage-Inzidenz von 35 oder mehr insbesondere Voraussetzung für die Teilnahme an Veranstaltungen in geschlossenen Räumen – beispielsweise öffentliche und private Veranstaltungen i. S. d. § 7 der 13. BayIfSMV, Sport- und Kulturveranstaltungen sowie den Zugang zur Innengastronomie; die Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen in geschlossenen Räumen; Zugang zu geschlossenen Räumen von bestimmten Freizeiteinrichtungen; Sportausübungen in geschlossenen Räumen und letztendlich Beherbergungen. Hier gilt ein Testnachweiserfordernis bei Ankunft sowie zusätzlich alle weiteren 72 Stunden. Auch Besucherinnen und Besucher von Krankenhäusern sowie von Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische
Versorgung erfolgt, müssen ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 oder mehr nun einen Testnachweis vorlegen. Holetschek: „Um die besonders gefährdeten Gruppen zu schützen, bleibt es für Besucherinnen und Besucher und Beschäftigte in Bayerns Alten- und Pflegeheimen aber bei einem inzidenzunabhängigen Testerfordernis.“ Die Testungen dürfen dabei vor höchstens 24 Stunden, im Falle eines PCR-Tests vor höchstens 48 Stunden durchgeführt worden sein. Neben den PCR-, POC-Antigentests und den unter Aufsicht vorgenommenen Selbsttests, wird ab 23.8.2021 auch ein schriftliches oder elektronisches negatives Testergebnis eines PoC-PCR-Tests anerkannt.

Ausgenommen von der Testnachweispflicht sind entsprechend der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung des Bundes weiterhin vollständig Geimpfte (ab Tag 15) sowie Genesene. Auch Kinder bis zum sechsten Geburtstag sind von der Regelung weiterhin ausgenommen. Daneben sind große Sport- und Kulturveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter künftig inzidenzunabhängig unter den bisherigen Voraussetzungen – z. B. Vorlage eines Testnachweises, Untersagung des Verkaufs und des Ausschanks von Alkohol etc. – möglich. Das Unterschreiten einer 7-Tage-Inzidenz von 35 ist nun keine Voraussetzung mehr.

Bayern erhöht ferner die zulässige Höchstzuschauerzahl einschließlich geimpfter und genesener Personen bei großen Sport- und Kulturveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter. Unter Beachtung der Anzahl der vorhandenen Plätze, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Meter zu anderen Plätzen gewahrt ist, erhöht sich die Zuschauerzahl auf bis zu 50 Prozent der Kapazität der jeweiligen Sport- bzw. Veranstaltungsstätte, höchstens aber auf 25.000 Zuschauer mit festen Sitzplätzen. Den Kreisverwaltungsbehörden steht es für große Sport- und Kulturveranstaltungen frei, bis zum Inkrafttreten der Änderungen diese Erleichterungen bereits vorab regional umzusetzen.

-stmgp-

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Verlängerung
der 13. Infektionsschutz-
maßnahmenverordnung
bis 25. August 2021

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Region Bayern – Die geltende 13. BayIfSMV wird bis einschließlich 25. August 2021 verlängert. Seit dem 28. Juli 2021 gelten dabei folgende Änderungen der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen: An den Hochschulen sind Präsenzveranstaltungen bei einer 7-Tage-Inzidenz von nicht mehr als 100 auch dann möglich, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht zwischen allen Studierenden durchgängig eingehalten werden kann. Im Übrigen bleibt es bei den bestehenden Vorgaben, insbesondere bei der FFP2-Maskenpflicht. Für den Betrieb von reinen Schankwirtschaften in geschlossenen Räumen gelten besondere Vorgaben: Die Bedienung muss am Tisch erfolgen, Abgabe und Verzehr von Getränken an der Theke oder am Tresen sind nicht zulässig.

Bedeutende Vorgaben der Rahmenkonzepte werden aufgrund Hinweisen der Rechtsprechung künftig wieder unmittelbar in der 13. BayIfSMV geregelt. Dies betrifft insbesondere die Regelungen zu Maskenpflichten im Bereich von Gastronomie, Kunst und Kultur. Für das Personal in der Gastronomie gilt Maskenpflicht auch unter freiem Himmel, soweit es in Kontakt mit Gästen kommt. Im Bereich kultureller Veranstaltungen besteht für Zuschauer FFP2-Maskenpflicht und für Mitwirkende und Mitarbeiter Maskenpflicht, wobei die Maske am festen Platz unter freiem Himmel abgenommen werden darf. Für Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten und vergleichbare Kulturstätten – wie auch für zoologische und botanische Gärten – besteht in geschlossenen Räumen für die Besucher FFP2 Maskenpflicht. Gleiches gilt unter freiem Himmel, soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann. Solarien unterfallen künftig nicht mehr den Regelungen zu Freizeiteinrichtungen, sondern den Regelungen zu Dienstleistungen.

Der bayerische Ministerrat beschloß vor dem Hintergrund, dass ein zunehmendes Infektionsgeschehen zu beobachten ist, begründet auch durch vermehrte Reisetätigkeit, steigende Inzidenzen in Urlaubsländern und noch nicht erreichter vollständiger Impfquote besonders beim Personal ab dem 16.08.2021 in Altenheimen, vollstationären Einrichtungen der Pflege und für Menschen mit Behinderung, eine inzidenzunabhängige Testpflicht für Besucher und Personal, soweit nicht ein Impf- oder Genesenennachweis im Sinne der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung erbracht werden kann. Für das Personal besteht dabei eine Testpflicht zwei Mal pro Woche. Krankenhäuser und Einrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation werden vor diesem Hintergrund ab dem 16.08.2021 verpflichtet, die notwendigen Schutz- und Hygienekonzepte um ein Testkonzept mit Testangebot zwei Mal pro Woche für Beschäftigte zu ergänzen. Für die schulischen Ferienkurse während der Sommerferien gelten die Testobliegenheiten für die Teilnahme am Präsenzunterricht entsprechend. In den ersten Unterrichtswochen nach dem Schulstart im September 2021 gilt als besondere Schutzmaßnahme an den bayerischen Schulen eine inzidenzunabhängige Maskenpflicht auch nach Einnahme des Sitz- bzw. Arbeitsplatzes. Der Ministerrat hat sich dafür ausgesprochen, allen Schülerinnen und Schülern ab zwölf Jahren in Bayern in den Impfzentren ein Impfangebot ab Mitte August 2021 zu machen.

-bsk-

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Kreuzimpfungen
mit Astrazeneca
und mRNA-Impfstoff
Kürzerer Impfabstand bei heterologer Impfung möglich

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Region Bayern – Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) ermöglicht sogenannte Kreuzimpfungen mit Impfstoff von Astrazeneca (Erstimpfung) und mRNA-Impfstoffen (Zweitimpfung). Damit setzen die Gesundheitsministerinnen und -minister sowie -senatorinnen und -senatoren gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsministerium die neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) um. Der GMK-Vorsitzende, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek, sagte: „Nach Abschluss des offiziellen Stellungnahmeverfahrens zu dem Thema bieten wir allen so bald wie möglich eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff an, die aktuell eine Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen haben. Auch bei künftigen Erstimpfungen mit Astrazeneca wollen wir den Impflingen eine Zweitimpfung mit mRNA-Impfstoff anbieten. Ein klarer Vorteil ist, dass wir damit bei Kreuzimpfungen einen kürzeren Abstand von vier Wochen zwischen Erst- und Zweitimpfung haben. Einen weiteren Vorteil sehe ich darin, dass die Wirksamkeit einer Kombination aus Astrazeneca als Erstimpfung und mRNA-Impfstoff als Zweitimpfung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Darstellung der STIKO mindestens so hoch ist wie eine homologe Impfserie mit einem mRNA-Impfstoff.“ Der Bund beabsichtigt, den notwendigen mRNA-Impfstoff dafür bereitzustellen.

-stmgp-

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6.000
Corona-Impfdosen
für obdachlose Menschen
Sonder-Impfaktionen durch mobile Impfteams

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Region Bayern – Bayern startet ab Mai 2021 niederschwellige Corona-Impfangebote – mit 6.000 Impfdosen – für obdachlose Menschen. Die Impfzentren können Mobile Impfteams direkt zu den Obdachlosen schicken. Diese Impfangebote sollen immer an dem gleichen Ort und zur gleichen Uhrzeit durchgeführt werden, um den Zugang zur Impfung insgesamt zu erleichtern. Sozialministerin Carolina Trautner, die auch Vorsitzende der Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern ist, betonte: „Wir haben die Schwächsten unserer Gesellschaft im Blick, die unsere Hilfe gerade jetzt besonders brauchen. Obdach- und wohnungslose Menschen stehen weiterhin vor besonderen Herausforderungen. Neben zahlreichen Projekten und Hilfsangeboten über die Stiftung Obdachlosenhilfe wollen wir nun auch ein unkompliziertes Impfangebot machen.“ Grundsätzlich gilt auch hier die vom Bund vorgegebene Impfreihenfolge; auf der Straße lebende Menschen gehören zur Priorisierungsgruppe 3 und haben Anspruch auf Impfung mit erhöhter Priorität (§ 4 Nr. 9 Coronavirus-Impfverordnung, CoronaImpfV).

Gemeinsam mit den Sozialverbänden der Obdachlosenhilfe in Bayern bietet das bayerische Gesundheitsministerium ferner bereits im Zuge der laufenden Impfkampagne ein Impfangebot für wohnungslose Menschen, die in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe untergebracht sind. Diese haben nach § 3 Abs. 1 Nr. 11 CoronaImpfV in Priorisierungsgruppe 2 mit hoher Priorität Anspruch auf die Impfung. Die Sozialverbände haben das Personal der jeweiligen Wohnungslosenhilfeeinrichtungen gebeten, den wohnungslosen Menschen bei der Registrierung für den Impftermin behilflich zu sein. Um die Impfung auch Wohnungslosen zu ermöglichen, die den Ort ihres gewöhnlichen Aufenthalts nicht (wie in der CoronaImpfV vorgesehen) mit einem Ausweis nachweisen können, hat das Gesundheitsministerium eine Vorlage zur Bestätigung der Unterkunft oder einer vom Wohnungslosen aufgesuchten Wohnungslosenhilfestelle erarbeitet, die als Identitätsnachweis ausreicht. Das bayerische Gesundheitsministerium hat die Impfzentren darüber informiert. Ein abgelaufener Personalausweis wird bei niemandem die Impfung verhindern.

-stmgp- Bild: stmgp

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Änderungen
der bayerischen
Corona-Maßnahmen
durch Inkrafttreten
der Bundes-Notbremse

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Region Bayern – Infolge der am 23. April 2021 in Kraft getretenen „Bundes-Notbremse“ hat die Bayerische Staatsregierung die für Bayern geltende 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung den Bundesvorgaben entsprechend angepasst. Vieles, was die „Bundes-Notbremse“ vorschreibt, galt bereits zuvor in Bayern. Dennoch gibt es einige Änderungen, die nun gelten: Der sogenannte „Inzidenzschalter“ in Bayern wird an die bundesrechtlichen Regelungen angepasst. Die Sonderregelung für Schulen und Kitas, dass die Inzidenz jeweils am Freitag bekannt gegeben wird und die daraus folgenden Regelungen dann für die ganze Folgewoche gelten, entfällt.

Mit der Neuregelung für Schulen und Kitas ist allein maßgeblich, ob ein Schwellenwert an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten bzw. an fünf aufeinander folgenden Tagen unterschritten wurde. Ab dem übernächsten darauf folgenden Tag gelten dann die verschärften bzw. gelockerten Maßnahmen. Auch die Kontaktbeschränkungen wurden an die Bundesregelung angepasst. Da diese keine Ausnahme für die wechselseitige unentgeltliche Kinderbetreuung in festen Betreuungsgemeinschaften ohne Rücksicht auf die Zahl der beteiligten Haushalte vorsieht, muss diese nunmehr entfallen.

Im Handels- und Dienstleistungsbereich werden die strengeren bundesrechtlichen Vorgaben nachvollzogen. Liegt die 7-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 150, dürfen Kunden nur eingelassen werden, wenn sie ein negatives Ergebnis eines vor höchstens 24 Stunden vorgenommenen PCR-Tests, Schnelltests oder Selbsttests nachweisen können. Auch der PCR-Test darf also zukünftig nur 24 Stunden alt sein. Terminshopping mit negativem Test ist zukünftig nur noch bis zu einem Inzidenzwert von 150 zulässig. Der Bereich der zulässigen körpernahen Dienstleistungen wird verschärft. Demnach ist zukünftig nur noch die Dienstleistung der Friseure und der Fußpflege zulässig. Ab einem Inzidenzwert von 100 muss auch das Personal FFP2-Masken tragen, ferner ist für die Kunden ein negatives Testergebnis notwendig (PCR-Test, Schnelltest oder Selbsttest).

Wie bei den Schulen und Kitas gilt auch hier die Regelung, dass wenn ein Schwellenwert an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten wird, die Maßnahmen verschärft werden, und wenn an fünf aufeinander folgenden Tagen der Schwellenwert unterschritten wird, die Maßnahmen gelockert werden. Die entsprechenden Regelungen treten dann auch hier ab dem übernächsten darauf folgenden Tag in Kraft. Im Bereich Gastronomie gilt ab einem Inzidenzwert von 100 zukünftig, dass die Abgabe von mitnahmefähigen Speisen und Getränken zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr untersagt ist. Die nächtliche Ausgangssperre ab einem Inzidenzwert von 100 bleibt bestehen.

-stmgp-

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Langsames
Impftempo
verlängert
Pandemie

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Während sich besorgniserregende Varianten weiter ausbreiten und die Belastung für die Krankenhäuser wächst, steigt aufgrund von Feiertagen die Reisetätigkeit. Nun kommt es entscheidend auf eine Erhöhung des Impftempos an, da in der europäischen Region der WHO alle Altersgruppen mit einer Ausnahme einen Anstieg der Fallzahlen verzeichnen. In einer Mehrheit der Länder der europäischen Region wurde eine Zunahme der Übertragung von COVID-19 registriert: Insgesamt waren es 1,6 Mio. neue Fälle und knapp 24.000 Todesfälle. Europa ist weiterhin die am zweitstärksten von SARS-CoV-2 betroffene Region weltweit: Die Gesamtzahl der Todesfälle nähert sich rasch der Eine-Million-Marke und die Gesamtzahl der Fälle wird bald über 45 Millionen liegen.

„Vor Wochen war die Zahl der wöchentlichen neuen Fälle in der europäischen Region auf unter eine Million abgesunken, doch inzwischen ist die Situation unserer Region so besorgniserregend wie schon Monate nicht mehr. Die erhöhte Reisetätigkeit und die vermehrten Zusammenkünfte während Feiertagen sind mit Risiken verbunden. Viele Länder führen neue notwendige Maßnahmen ein, und alle Bürger sollten sich nach besten Kräften daran halten“, erklärte Dr. Dorit Nitzan, Direktorin für gesundheitliche Notlagen in der europäischen Region der WHO.

Bisher haben rund 50 Länder oder Gebiete die besorgniserregende Variante B.1.1.7 gemeldet, die zuerst im Vereinigten Königreich entdeckt wurde und inzwischen zur vorherrschenden Variante in der europäischen Region geworden ist. Da diese Variante leichter übertragbar ist und die Gefahr einer Krankenhauseinweisung erhöhen kann, hat sie stärkere Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit, sodass zu ihrer Bekämpfung zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind.

Frühe Wirkung der Impfung
In der europäischen Region steigen die Fallzahlen in allen Altersgruppen – mit Ausnahme der über 80-Jährigen. Nur in dieser anfälligsten Bevölkerungsgruppe erleben wir einen stetigen Rückgang der Fallzahlen und einen rückläufigen Anteil der durch COVID-19 bedingten Todesfälle seit Anfang 2021 – erste Anzeichen für einen Effekt der Impfung. Neue Daten von Public Health England deuten darauf hin, dass die Impfung gegen COVID-19 seit Beginn der Impfkampagnen im Dezember 2020 mindestens 6000 Menschenleben in der Altersgruppe über 70 Jahre gerettet haben. Ebenso zeigen Daten aus Israel, dass der Impfstoff von Pfizer-BioNTech nach Verabreichung der zweiten Dosis eine Wirksamkeit von 90 Prozent bei der Verhinderung von Infektionen, schweren Krankheitsverläufen und Krankenhauseinweisungen besitzt.

„Impfstoffe sind unser sicherster Weg aus dieser Pandemie! Sie funktionieren nicht nur, sondern sind auch in hohem Maße wirksam bei der Verhinderung von Infektionen. Doch das Tempo der Impfungen ist unannehmbar langsam. Und solange die Durchimpfung niedrig ist, müssen wir uns an dieselben gesundheitlichen und sozialen Maßnahmen halten wie zuvor, um die Verzögerungen zu kompensieren. Ich will es ganz klar sagen: Wir müssen durch Forcierung der Herstellung, Abbau von Barrieren für die Impfungen und die Verimpfung jeder einzelnen Ampulle den Prozess beschleunigen“, so Dr. Hans Henri P. Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa.

Falsches Sicherheitsgefühl
Bisher haben nur 10 Prozent der Gesamtbevölkerung der europäischen Region eine Dosis Impfstoff erhalten und 4 Prozent sind vollständig geimpft. „Das Risiko, dass die laufende Impfung den Behörden und der Öffentlichkeit ein falsches Sicherheitsgefühl vermittelt, ist beträchtlich und mit einer erheblichen Gefahr verbunden“, erläuterte Dr. Kluge. Die Impfungen gegen COVID-19 sind in jedem Land mit hohem Volkseinkommen in der Europäischen Region im Gange, aber nur in 80 Prozent der Länder mit höherem mittlerem und in 60 Prozent der Länder mit niedrigem oder niedrigerem mittlerem Volkseinkommen. Bisher haben zehn Volkswirtschaften mit mittlerem Einkommen in der europäischen Region Dosen von der COVAX-Fazilität erhalten.

„Kürzlich haben wir eine bemerkenswerte grenzüberschreitende Solidarität in unserer Region erlebt. Die Impfung von Gesundheitspersonal und älteren Menschen ist für alle Länder eine moralische Verpflichtung. Es ist unbedingt erforderlich, dass die Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen in den Genuss dieses globalen öffentlichen Gutes kommen. Auch wenn ich den Wunsch von Regierungen anerkenne, ihre eigene Bevölkerung zu schützen, bevor die Impfstoffe an andere Altersgruppen weitergegeben werden, so appelliere ich doch dringend an die Regierungen, überschüssige Dosen der von der WHO zugelassenen Impfstoffe der COVAX-Fazilität oder bedürftigen Ländern zur Verfügung zu stellen, sobald das Gesundheitspersonal und die anfälligsten Bevölkerungsgruppen geimpft sind. Alles andere wäre kontraproduktiv“, betonte der Regionaldirektor.

Eindämmung der Ausbreitung
Da die höchsten Zahlen neuer COVID-19-Fälle in noch nicht geimpften Bevölkerungsgruppen auftreten, ruft die WHO im Zuge der steigenden Durchimpfung weiter zu frühzeitigem Handeln zur Umsetzung gesundheitlicher und sozialer Maßnahmen auf der Grundlage epidemiologischer und anderer Daten aus den Gesundheitssystemen auf. Derzeit befinden sich insgesamt 27 Länder in der europäischen Region in einem partiellen oder landesweiten Lockdown, in 21 Regionen wurden sogar nächtliche Ausgangssperren verhängt. In den vergangenen Wochen haben 23 Länder ihre Beschränkungen verschärft, während 13 sie gelockert haben und weitere neun diesem Beispiel folgen wollen.

Auch wenn sogenannte Lockdowns durch frühzeitige und gezielte gesundheitliche Interventionen vermieden werden sollten, so müssen sie doch zum Einsatz kommen, wenn die Krankheit eine ausreichende Versorgung der Patienten durch das Gesundheitswesen unmöglich macht und um die Bereitschaft der öffentlichen Gesundheitsdienste auf kommunaler und nationaler Ebene zu erhöhen. „Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens neuer besorgniserregender Varianten erhöht sich mit der Rate, mit der das Virus sich vermehrt und ausbreitet; deshalb ist eine Reduzierung der Übertragung durch grundlegende Maßnahmen der Krankheitsbekämpfung unverzichtbar“, so Dr. Nitzan. Die Ausweitung von Tests sowie Isolation, Kontaktverfolgung, Quarantäne und genetische Sequenzierung sind die grundlegenden gesundheitlichen Instrumente, die es anzuwenden und kontinuierlich zu verbessern gilt.

Der Gefahr bewusst
Impfungen werden in Verbindung mit kontinuierlichen gesundheitlichen und sozialen Maßnahmen schließlich eine Beendigung der Pandemie ermöglichen. Doch dazu müssen Herstellung und Verabreichung von Impfstoffen beschleunigt und die geltenden gesundheitlichen und sozialen Maßnahmen weiter eingehalten werden. „Die größte Determinante dafür, wie viele Menschen sich in den nächsten Wochen infizieren und wie viele sterben werden, ist, was Sie als Einzelperson tun oder nicht tun. Wir haben immer wieder festgestellt: Es ist möglich, die Ausbreitung des Virus aufzuhalten. Meine Botschaft an die Regierungen in unserer Region lautet deshalb: Jetzt ist nicht die Zeit, die ergriffenen Maßnahmen zu lockern. Wir können es uns nicht leisten, die Gefahr zu ignorieren. Wir alle haben Opfer gebracht, aber wir dürfen es nicht zulassen, dass die Erschöpfung uns überwältigt. Wir müssen immer weiter daran arbeiten, das Virus einzudämmen“, resümierte Dr. Kluge.

-who-

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Regelungen
für „Click & Meet“
mit Testergebnis
ab Montag, 12. April 2021
Zutritt in Geschäfte
mit offiziellem Dokument einer Teststation
oder mit Test im Laden vor Ort

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Region Bayern – Ab 12. April 2021 gelten in Bayern in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 200 liegt, neue Regeln für den Besuch von Ladengeschäften gemäß § 12 Abs. 1 Satz 7 Nr. 2 der 12. BayIfSMV: Einzelne Kunden müssen vorher einen Termin für einen fest begrenzten Zeitraum buchen („Click & Meet“). Ferner ist die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln zu beachten und die Vorlage eines negativen Testergebnisses – in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (PCR-Test max. 48 Stunden alt oder POC-Antigentest max. 24 Stunden alt oder Selbsttest unter Aufsicht) – ist erforderlich. Die Tests müssen in Deutschland zugelassen sein.

Für das Testverfahren (POC-Antigen-Schnelltests im / vor den Läden) gilt:
Die Schnelltests müssen von medizinischen Fachkräften oder geschultem Personal vorgenommen werden. Ladengeschäfte können selbst oder in Kooperation mit einem privaten Dienstleister Schnelltests – zum Beispiel vor dem Geschäft oder in geeigneten Räumen – anbieten. Dafür müssen sie vom öffentlichen Gesundheitsdienst (Örtliches Gesundheitsamt) beauftragt sein, die sogenannten Bürgertests durchzuführen. Die Tests stehen dann allen Bürgerinnen und Bürgern offen, unabhängig davon, ob sie das jeweilige Geschäft besuchen wollen oder nicht. Eine Abrechnung erfolgt mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns.

Um Bürgertestungen durchführen zu können, wird die Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Durchführung der Testungen vorausgesetzt. Dies wird regelmäßig durch den Nachweis einer ärztlichen Schulung sichergestellt. Ferner müssen die selbständig erworbenen Antigen-Schnelltests auch in Deutschland zugelassen sein. Menschenansammlungen vor Geschäften werden durch die Betreiber vermieden, indem sie feste Zeiträume für ihre Kunden anbieten.

Über das Ergebnis wird durch die Teststellen ein Nachweis ausgestellt, der dann bei Betreten des Ladengeschäfts vorzulegen ist, aber auch für andere Ladengeschäfte für höchstens 24 Stunden gilt. Getestet werden können mit „POC-Antigentests“ grundsätzlich alle Personen, unabhängig vom Alter. Bei Kleinkindern ist darauf zu achten, dass nur Rachenabstriche vorgenommen werden und die Abstriche ausschließlich von ausreichend geschultem Personal vorgenommen werden. Gegebenenfalls sollte die Einverständniserklärung der Eltern für die Durchführung bei Kleinkindern schriftlich eingeholt werden. Die Bedienungshinweise der Hersteller sind unbedingt zu beachten.

Die Liste der zugelassenen Antigentests ist auf der Internetseite des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte unter https://antigentest.bfarm.de abrufbar.

Selbsttests in / vor den Läden
Unter „Aufsicht“ des Betreibers kann im Vier-Augen-Prinzip auch ein Selbsttest mit dafür in Deutschland zugelassenen Antigenschnelltest zur Laienanwendung durchgeführt werden. Dieser wird nicht von der KVB finanziert. Ob die Selbsttests von den Läden bereitgestellt werden oder von den Kunden mitgebracht werden müssen, legen die Läden im Rahmen der Kommunikation mit ihren Kunden fest. Dabei sind die notwendigen AHA Regeln unbedingt einzuhalten. Alternativ können auch selbst organisierte und selbst finanzierte Selbstteststationen des Betreibers mit geschultem Personal eingesetzt werden. Dabei muss in jedem Fall eine Zuordnung des Ergebnisses gewährleistet sein (beispielsweise durch feste Wartebuchten). Nach durchschnittlich 15 Minuten ist das Ergebnis abzulesen. Ist es negativ, ist die Person berechtigt, das Ladengeschäft zu betreten. Auch hier sind nur zugelassene Selbsttests zu verwenden.

Es wird an einer Lösung gearbeitet, Selbsttests mit digitalem Testnachweis zu kombinieren, um auch das Betreten anderer Ladengeschäfte zu ermöglichen. Derzeit ist der Markt der Selbsttests noch im Aufbau und die digitale Nachweislösung noch in Vorbereitung. Bislang berechtigt der „Selbsttest unter Aufsicht“ daher nur das Betreten des jeweiligen Ladens, vor dem der Selbsttest durchgeführt wurde.

Die Liste der zugelassenen Selbsttests („Antigenschnelltest zur Laienanwendung“) ist auf der Internetseite des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte unter https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html bei „Tests zur Eigenanwendung durch Laien“ abrufbar.

Wo kann man sich noch testen lassen?
Eine Übersicht über die zahlreichen kostenlosen Testmöglichkeiten im Rahmen der Bayerischen Teststrategie ist unter https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/bayerische-teststrategie/#erklaerung_selbsttest ersichtlich. Unter diesem Link finden Nutzer alles Wichtige zum Bayerischen Testangebot: Eine Übersicht der lokalen Testzentren (PCR-Tests und Antigen-Schnelltests), einen Link zur Arztsuche von teilnehmenden Vertragsärztinnen und Vertragsärzten der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) die am Testprogramm teilnehmen und die durchsuchbare Liste der Apotheken mit Antigen-Schnelltest-Angebot. An diesen Teststellen bekommen die negativ getesteten Personen einen Nachweis mit Datumsangabe, der dann zum Eintritt zum gebuchten Zeitraum den Betreiber vorzulegen ist. Der PCR-Test darf höchstens 48 Stunden – der POC-Antigentest darf höchstens 24 Stunden – vor Betreten des Ladens vorgenommen worden sein.

Umgang mit positiven Ergebnissen
Ist das Ergebnis des POC-Antigentests positiv, wird der Zutritt zum Ladengeschäft verweigert. Die betroffene Person muss sich absondern und sofort nach Hause begeben (gemäß der AV Isolation). Die betroffene Person muss sich ferner beim Gesundheitsamt melden, das über das weitere Vorgehen informiert. Ein positives Schnelltest-Ergebnis muss immer durch einen PCR-Test überprüft werden.

Ist das Ergebnis eines Selbsttests positiv, wird der Zutritt zum Ladengeschäft verweigert. Die betroffene Person sollte sich absondern, alle Kontakte so weit wie möglich vermeiden und das Ergebnis durch einen PCR-Test überprüfen lassen.

Ein Test ist immer nur eine Momentaufnahme! Er befreit nicht von den allgemein gültigen Abstands- und Hygienemaßnahmen. Für alle Läden, die inzidenzunabhängig geöffnet sind, werden keine Corona-Tests gefordert.

-stmgp-

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Bayern
setzt auf
Luca-App
zur Corona-Kontaktverfolgung

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Region Bayern – Bayern setzt bei der Corona-Kontaktnachverfolgung auf die Softwareanwendung „Luca“. Im Rahmen einer Verhandlungsvergabe entschied das Bayerische Staatsministerium für Digitales, eine landesweite Lizenz für „Luca“ zu erwerben. Damit ist die Nutzung der App für teilnehmende Organisationen und Unternehmen – etwa im Handel oder der Gastronomie sowie für die Gesundheitsämter – kostenlos. Auch die Bürgerinnen und Bürger müssen nichts bezahlen.

Das System erleichtert den Gesundheitsämtern die Kontaktnachverfolgung nach dem Auftreten einer Corona-Infektion erheblich. Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach erklärte: „Die Luca-App ist ein wichtiger Baustein zur Unterbrechung von Infektionsketten. Die Nutzer können beispielsweise vor einem Restaurantbesuch oder vor Veranstaltungen schnell und einfach einchecken. Ein QR Code-Scan reicht aus. Beim Verlassen des Restaurants oder der Veranstaltung checken sie wieder aus. Sollte zur gleichen Zeit eine mit Corona infizierte Person in der Nähe gewesen sein, werden diese Informationen nach entsprechender Freigabe verschlüsselt an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt und die möglichen Kontaktpersonen informiert. So kann eine weitere Ausbreitung der Pandemie verhindert werden.“

Das „Luca-System“ bietet eine direkte Anbindung an die von den Gesundheitsämtern genutzte Software „SORMAS“. Persönliche Daten der Nutzer sind für Gastgeber, wie beispielsweise Restaurantbetreiber oder Veranstalter, nicht einsehbar. Ein optionaler, automatisierter Check-Out schützt vor einem möglichen Vergessen des Abmeldens und reduziert damit die Zahl falscher Alarmierungen wegen eines vermeintlichen Kontakts mit einem Infizierten. Die „Luca-App“ kann mit jedem internetfähigen Smartphone oder Tablet im AppleAppStore oder GooglePlayStore heruntergeladen werden. Nutzer von Smartphones mit anderen Betriebssystemen können eine Web App nutzen, die über die Luca-Website www.luca-app.de verfügbar ist.

Neben Bayern haben sich bereits mehrere Bundesländer für die zentrale Verwendung der „Luca-App“ entschieden. Unterstützt wird das System von einigen Kulturschaffenden, der Bundesdruckerei und dem Fraunhofer AISEC. Die „Luca-App“ ergänzt die Corona-Warn-App „CWA“ des Bundes. Während die „CWA“ per Bluetooth anonym erkennt, ob man sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten hat, ermöglicht die „Luca-App“ die spätere Kontaktverfolgung über die persönliche An- und Abmeldung zu einer Veranstaltung und ersetzt damit die analoge Registrierung in Papierform.

-stmd-

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Corona-Infektion
trotz
zweifacher Impfung!

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Region Lindau am Bodensee – Im Landkreis Lindau wurde eine Person, die aus beruflichen Gründen eine Impfung mit dem Impfstoff BioNTech/Pfizer erhalten hatte, positiv auf die britische Virusmutation getestet! Die Erstimpfung erfolgte Ende Januar und die Zweitimpfung Mitte Februar. Die Person weist trotz der Impfung deutliche Symptome der Erkrankung auf, muss derzeit jedoch nicht ärztlich behandelt werden. Um der Sache weiter auf den Grund zu gehen, beteiligt sich die betroffene Person an einer freiwilligen Studie des Robert-Koch- Instituts (RKI). Aktuell befinden sich alle Kontaktpersonen in Quarantäne.

Da sich die hochansteckende britische Virusmutation in der Region Lindau derzeit stark ausbreitet, ruft Landrat Elmar Stegmann alle Landkreisbürgerinnen und Landkreisbürger zur Vorsicht auf: „Nur durch das konsequente Einhalten der Maßnahmen haben wir eine Chance, einen weiteren Anstieg der dritten Welle abzumildern!“ Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes berichten derzeit von einer „Regelmüdigkeit“ in Bezug auf die Coronamaßnahmen und häufige Diskussionen mit Betroffenen.

Wirksamkeit der COVID-19-Impfstoffe:
Laut RKI bieten nach derzeitigem Kenntnisstand die zugelassenen COVID-19-Impfstoffe eine gute Wirksamkeit, es kann jedoch auch trotz einer COVID-19-Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung kommen. So geht das RKI derzeit davon aus, dass COVID-19-mRNA-Impfstoffe wie BioNTech/Pfizer zumindest beim Wildtyp des SARS-CoV-2-Virus eine hohe Wirksamkeit von bis zu 95 Prozent haben.

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Zustimmung
vom Paul-Ehrlich-Institut
für neues COVID-19-Medikament
FYB207

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Region München – Mit „FYB207“ entwickelt Formycon AG – in Martinsried-Planegg – gemeinsam mit ihren akademischen Partnern Prof. Dr. Ulrike Protzer, Lehrstuhl für Virologie, und Prof. Dr. Johannes Buchner, Lehrstuhl für Biotechnologie der Technischen Universität München, einen effizienten antiviralen SARS-CoV-2-Blocker auf Basis eines langwirksamen ACE2-Immunglobulin Fusionsproteins. SARS-CoV-2 und andere Corona-Viren nutzen ACE2 auf der Oberfläche menschlicher Zellen als Eintrittspforte für die Infektion der Atemwege. Formycon hat daher das menschliche ACE2-Protein mittels computergestütztem Strukturdesign mit dem konstanten Teil des menschlichen Immunglobulin G4 (IgG4) verknüpft und damit einen sehr wirksamen SARS-CoV-2-Blocker geschaffen, der in-vitro die Infektion von Zellen vollständig verhindert!

Das für Corona-Viren beschriebene Risiko einer Krankheitsverstärkung durch Impfstoffe und Antikörper wird durch die Verwendung von IgG4 in der Fusion minimiert. „FYB207“ besitzt ferner eine natürliche enzymatische Aktivität, die möglicherweise zusätzlichen Schutz für die Lunge und das Herz-Kreislauf-System bei symptomatischen Patienten bietet. Da ACE2 der humane Rezeptor für das Spike Protein von SARS-CoV-2 ist, ist „FYB207“ gegen ein Ausweichen des Virus durch Mutation geschützt. Darüber hinaus kann „FYB207“ potenziell bei allen Corona-Viren eingesetzt werden, die ACE2 als Eintrittspforte benutzen.

Formycon hat nun für ihren innovativen SARS-CoV-2-Blocker „FYB207“ die Zustimmung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) zum vorgeschlagenen Entwicklungskonzept erhalten. Durch den „Scientific Advice“ unterstützt das nationale Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel die durch Formycon geplante Entwicklung von „FYB207“. Abgestimmt wurden vor allem die Analytik, Prozessentwicklung, Herstellung (sogenannter CMC-Teil: Chemistry-Manufacturing and Control) die präklinische Entwicklung sowie das Konzept der klinischen Prüfung Phase I und II, inklusive der damit verbundenen bioanalytischen Strategie.

Die Begutachtung der Anträge für die klinischen Prüfungen soll unter einem beschleunigten Verfahren durchgeführt werden. Alle präklinischen Aktivitäten sowie die Vorbereitungen für den Eintritt in die klinische Prüfung mit „FYB207“ schreiten somit planmäßig voran. Ferner bereitet Formycon ein „Scientific Advice Meeting“ mit der U.S. Food and Drug Administration (FDA) vor und hat sich „Gute Herstellungspraxis“-Kapazitäten (Good Manufacturing Practice / GMP) für „FYB207“ bei einem erfahrenen deutschen Hersteller gesichert.

„Wir freuen uns über das positive Feedback des Paul-Ehrlich-Instituts und sehen uns in der Entwicklung und der Herangehensweise von „FYB207“ bestätigt. Gerade im Hinblick auf die Virusmutationen wird ein wirksames Medikament zum unausweichlichen Baustein im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Mit „FYB207“ entwickeln wir eine wichtige Behandlungsoption für COVID-19 Patienten und tragen gleichzeitig zur Vorsorge gegen Ausbrüche neuer Corona-Viren bei“, betonte Dr. Carsten Brockmeyer, CEO der Formycon AG.

Dr. Stefan Glombitza, COO der Formycon AG ergänzte: „Das Beratungsgespräch mit dem Paul-Ehrlich-Institut hat uns Klarheit für unser Vorgehen bei der Entwicklung von „FYB207“ verschafft. Die Geschwindigkeit, mit der wir dieses Programm von ersten Laborstudien bis zum Eintritt in die klinische Studie voranbringen, spricht für das hohe Engagement aller Beteiligten. Menschen, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind und Gefahr laufen, schwer zu erkranken oder gar zu versterben, benötigen dringend wirksame Medikamente.“

Über Formycon:
Formycon ist ein konzernunabhängiger Entwickler biopharmazeutischer Arzneimittel, insbesondere von Nachahmerprodukten (Biosimilars). Dabei fokussiert sich das Unternehmen auf Therapien in der Ophthalmologie und Immunologie sowie auf weitere wichtige chronische Erkrankungen und deckt die gesamte Wertschöpfungskette von der technischen Entwicklung bis zur klinischen Phase III sowie der Erstellung der Zulassungsunterlagen ab. Mit seinen Biosimilars leistet Formycon einen Beitrag, um möglichst vielen Patienten den Zugang zu wichtigen und bezahlbaren Arzneimitteln zu ermöglichen. Derzeit hat Formycon vier Biosimilars in der Entwicklung. Basierend auf der umfangreichen Erfahrung in der Entwicklung biopharmazeutischer Arzneimittel, arbeitet das Unternehmen auch an der Entwicklung eines COVID-19 Fusionsproteins.

-am-

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Hausärzte
sollen ab April 2021
gegen Corona impfen

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Die Mitglieder der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) wollen gemeinsam die Corona-Impfungen in Deutschland vorantreiben. Dazu sollen ab Anfang April 2021 die niedergelassenen Ärzte Schritt für Schritt in den Impfprozess eingebunden werden. Darauf hat sich die GMK in einer Videokonferenz geeinigt und eine entsprechende Empfehlung an die Ministerpräsidentenkonferenz ausgesprochen.

Der GMK-Vorsitzende, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek, betonte: „Künftig steht unsere Impfstrategie auf zwei Säulen. Wir binden ab April die Hausärzte ein und wir halten an der bewährten Struktur der Impfzentren fest, welche die Bundesländer in den vergangenen Monaten aufgebaut haben. Damit haben wir ein starkes Impfgerüst. Unser Ziel ist es, möglichst vielen Menschen den Corona-Impfstoff möglichst leicht zugänglich zu machen.“

Die Impfzentren werden künftig weiter über die bisherigen Lieferwege mit Impfstoff versorgt. Die Ärzte sollen im Regelbetrieb – wie bei anderen Schutzimpfungen üblich – über die Apotheken beliefert werden. Der Bund als zentraler Beschaffer des Impfstoffs stellt den pharmazeutischen Großhändlern dafür die nötigen Mengen zur Verfügung. Konkret haben sich die Länder darauf geeinigt, dass für die Startphase im April 2021 bundesweit eine Grundmenge von 2,25 Millionen Impfdosen pro Woche für die Impfzentren zur Verfügung steht.

Die Länder teilen dem Bund mit, wie ihr Anteil auf die verschiedenen Hersteller im April 2021 pro Woche aufgeteilt werden soll. In den folgenden Monaten ist eine Steigerung je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes geplant. Der übrige Impfstoff steht den Arztpraxen zur Verfügung. Der Bund hat für die kommenden Monate deutlich steigende Liefermengen angekündigt. Die Liefermengen für die Ärzte sollen daher analog dazu nach und nach gesteigert werden. Die Aufteilung des Impfstoffes richtet sich wie bisher nach dem Bevölkerungsschlüssel.

Sollten einzelne Länder noch nicht im April 2021 mit der Regelimpfung in den Arztpraxen beginnen wollen, können Sie dies dem Bund mitteilen. Holetschek bekräftigte: „Wir haben damit ein für alle praktikables und an die Situation angepasstes System geschaffen. Klar muss jedem sein: Der Impfstoff ist und bleibt der Flaschenhals bei allem! Gerade in der Anfangsphase im April 2021 wird noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung stehen, damit die Ärzte im ganzen Land voll durchstarten können. Aber wenn die Lieferungen so kommen, wie der Bund sie uns in Aussicht gestellt hat, dann können wir die Impfungen bei den Ärzten schnell hochfahren. Damit ist unser System voll einsatzbereit, sobald der Impfstoff in großen Strömen fließt. Ich begrüße es, dass der Bund uns die Finanzierung der Impfzentren über den 30. Juni hinaus bis mindestens 30 September zugesichert hat.“

Die in der Corona-Impfverordnung vorgegebene Priorisierung gilt auch bei Impfungen in den Arztpraxen weiter. Die Ärzte sind angehalten, im April 2021 schwerpunktmäßig immobile Patienten und Patientinnen und Patienten in der eigenen Häuslichkeit sowie Personen mit schweren Vorerkrankungen zu impfen. Holetschek: „Wichtig für einen Erfolg ist auch, dass der Verwaltungsaufwand so gering wie möglich gehalten wird. „Bürokratie und Pandemie“ vertragen sich nicht! Daher haben wir beschlossen, dass die Ärzte täglich nur die wichtigsten Kerndaten über die Kassenärztliche Vereinigung an das Robert Koch-Institut übermitteln. Die vollständigen Impfdaten können dann quartalsweise gemeldet werden.“

-stmgp-

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Erste Lieferung
von Selbsttests
für Schulen
und Kinderbetreuungseinrichtungen

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Region Lindau am Bodensee – Landrat Elmar Stegmann hat kürzlich eine erste Lieferung der Selbsttests für Beschäftigte an Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen in Empfang genommen. Angeliefert haben die insgesamt über 23.000 Tests Helfer des Technischen Hilfswerks, Ortsverband Lindau. Die Kreisverwaltungsbehörde wird die kostenlosen Tests schnellstmöglich konfektionieren und den Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen zur Verfügung stellen. Insgesamt erhalten 36 Schulen und 59 Kinderbetreuungseinrichtungen im Landkreis Selbsttests.

„Mit einer hohen Frequenz und regelmäßigen Testungen gibt es mehr Sicherheit im Unterrichtsbetrieb sowie bei der Aufrechterhaltung der Kleinkindbetreuung“, betonte Stegmann. Die gelieferten Tests sind ausschließlich für das Personal von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Schüler über 15 Jahren gedacht, wobei in einem ersten Schritt die Schulen und Einrichtungen zuerst die Tests für das Personal erhalten. Der Landrat weist darauf hin, dass es „trotz der Tests wichtig ist, weiterhin die „AHA-L-Regelungen“ sowie die schulischen Hygienekonzepte einzuhalten“.

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Elmar Stegmann (l.), Landrat des Landkreises Lindau am Bodensee, nimmt eine Lieferung der Selbsttests
für Beschäftigte an Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen in Empfang

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Für das Personal sind jeweils zwei Tests pro Woche vorgesehen, die Schülerinnen und Schüler sollen sich einmal in der Woche testen. Um Testlücken zu vermeiden soll auch während der Ferien getestet werden. Die Tests werden zu Hause vor Beginn der Schule durchgeführt und erfordern einen Zeitaufwand von maximal 20 Minuten, wovon 15 Minuten Wartezeit sind. Die Testungen sind schmerzfrei und einfach umzusetzen. Es wird anschauliches Informationsmaterial zur Verfügung gestellt.

Die Selbsttests zur Laienanwendung sind freiwillig – dennoch ist der Erfolg der Teststrategie davon abhängig, dass möglichst viele Beteiligte von dem Angebot Gebrauch machen. Ein Selbsttest ist allerdings nicht so zuverlässig wie eine PCR-Testung. Nach einem eventuellen positiven Schnelltest organisiert das Gesundheitsamt deshalb einen PCR-Test für ein genaues Ergebnis.

-lali- Bild: lali

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Zwei neue
Zentren
der Gesundheitsforschung

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Region Bayern – Bayern konnte sich in einer Ausschreibung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchsetzen: München ist am Aufbau sowohl des neuen Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZP) als auch des neuen Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) beteiligt. Beide Zentren haben mehrere Partnerstandorte in Deutschland. Wissenschaftsminister Bernd Sibler: „Durch den Zusammenschluss führender wissenschaftlicher Einrichtungen wollen wir den von psychischen Erkrankungen betroffenen Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen noch besser helfen. Bei den neuen Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung soll der Mensch im Vordergrund stehen, und zwar mit dem klaren Ziel verbesserter Prävention, Diagnose und Therapie. Ich bin stolz darauf, dass wir trotz einer großen Anzahl von Bewerbungen die Förderung für zwei Partnerstandorte zu uns nach Bayern holen konnten.“

Mehr als ein Drittel aller Menschen betroffen
In Deutschland leidet mehr als ein Drittel aller Menschen im Laufe des Lebens an einer psychischen Erkrankung. Im Bereich der gesundheitlichen Versorgung von Kindern und Jugendlichen finden deren Besonderheiten heutzutage noch zu selten Beachtung. Daher sind in beiden Bereichen neue Erkenntnisse und technologische Entwicklungen notwendig, um wirksamere Präventions-, Diagnose- und Therapieverfahren zu entwickeln. Dies werden die neuen Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung leisten.

Am Münchner Standort des neuen Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZP) sind die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), die Technische Universität München (TUM), die Universität Augsburg sowie das Max-Planck-Institut für Psychiatrie und das Deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt der Helmholtz-Gemeinschaft (HGMU) partnerschaftlich beteiligt. Am Standort des Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) kooperieren ebenfalls die LMU, die TUM und das HGMU sowie das Max-Planck-Institut für Biochemie.

Nachhaltige Stärkung des Wissenschaftsstandortes Deutschland
Derzeit gibt es bereits sechs Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) zu den Themen Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-, Infektions-, Lungen- sowie neurodegenerative Erkrankungen. Bayern ist mit dem Standort München an allen Zentren beteiligt. Die DZG verfolgen das Ziel, optimale Forschungsbedingungen zu schaffen, um Volkskrankheiten wirksam zu bekämpfen. Sie setzen auf gemeinsame Forschungsziele, Vernetzung und den Ausbau von Forschungsstrukturen, bündeln fachliche Kompetenzen und führen die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der jeweiligen Disziplinen zusammen. Mit dem Ziel der optimalen Überführung von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis (Translation) arbeiten hier Hochschulen, Universitätsklinika, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Ressortforschungseinrichtungen partnerschaftlich zusammen.

-stmwk-

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Hausbesuchsdienst
zur Impfung gestartet

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Region Bad Tölz-Wolfratshausen – Der Hausbesuchsdienst zur Impfung -mit zwei Wochen Vorbereitungszeit- ist gestartet: Der ärztliche Koordinator im Landkreis, Dr. Jörg Lohse und die Kreisverwaltungsbehörde haben unter Hochdruck und in Zusammenarbeit mit den Hausärzten dieses Angebot aus dem Boden gestampft. Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen, die durch ein starkes körperliches Gebrechen der Pflege bedürfen und aufgrund ihrer körperlichen Einschränkung das Haus nicht verlassen können, kann damit eine Impfung gegen Covid-19 ermöglicht werden.

Der BRK-Kreisverband „unterstützt“ die Aktion mit einem Fahrzeug und einem Fahrer. Landrat Josef Niedermaier ist froh und dankbar: „Danke an alle, die hier so schnell und unkompliziert zusammengewirkt haben!“ Pro Tour werden am Anfang maximal 20 Patientinnen und Patienten angefahren. Insgesamt geht man von höchstens 220 Personen aus, die in den Kreis derer fallen, die diesen Dienst benötigen.

Hinter dem Hausbesuchsdienst steckt jede Menge an Organisation und Logistik: Meldungen müssen erfasst, Aufklärungs- und Einverständnisbögen im Vorfeld erteilt und Touren personell besetzt und zusammengestellt werden. Natürlich muss auch sichergestellt sein, dass entsprechend Impfstoff vorhanden ist und verimpft werden kann. Wer durch den Hausbesuchsdienst geimpft wird, wird im Vorfeld noch einmal angerufen und informiert. Damit dies alles funktioniert, wurde in der Kreisverwaltungsbehörde eine spezielle „Task Force“ ins Leben gerufen.

Dr. Jörg Lohse hofft nun, dass der Hausbesuchsdienst gut funktioniert, sagt aber auch: „Wir schauen uns die ersten Touren genau an und sehen dann, ob und wo wir gegebenenfalls nachjustieren müssen.“ Er bittet nochmals darum, den Dienst denen vorzubehalten, die ihn wirklich benötigen. „Wer beispielsweise durch die Hilfe von Angehörigen oder eines Nachbarn die Möglichkeit hat, ins Impfzentrum zu kommen, muss das bitte unbedingt tun“, betont Dr. Lohse.

-labt-

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Welttag
der Niere

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Region Bad Tölz – Der diesjährige Welttag der Niere am 11. März stand unter dem Motto „Lebensqualität mit einer Nierenerkrankung“. Allein in Deutschland hat sich die Zahl der Patienten mit einem Nierensteinleiden innerhalb der letzten zehn Jahre verdreifacht. Auch das Auftreten von Nierenkrebs hat bei Männern in den letzten 30 Jahren kontinuierlich zugenommen.

Prof. Dr. med. Roman Ganzer, Chefarzt der Klinik für Urologie der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz anlässlich des Weltnierentages über Symptome, Risikofaktoren und modern Behandlungsoptionen: „Die Nieren dienen neben der Leber der Entgiftung des Körpers, indem sie überflüssige Stoffe aus dem Blutkreislauf entfernen und über den Urin ausscheiden. Sie regulieren gleichzeitig den Blutdruck, den Flüssigkeitshaushalt sowie das Säure-Basen-Gleichgewicht und den Salzgehalt im Körper“.

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Prof. Dr. med. Roman Ganzer mit dem „da Vinci OP-Robotersystem“

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Nierensteine: „Lieber gesund als steinreich!“
Etwa fünf Prozent aller Bundesbürger leiden einmal oder mehrmals im Leben an Harnsteinen. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Steine bilden sich in den Nieren und verursachen dort oft lange Zeit keine Symptome. „Treten Steine jedoch in den Harnleiter über und bleiben dort stecken, kann dies heftige Koliken auslösen“, erklärte Prof. Ganzer. Falls die Steine nicht spontan abgehen, bietet u.a. das „Center of Excellence Urologie der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz“ dem Patienten alle verfügbaren modernen operativen Maßnahmen an. Hierzu gehören minimal-invasive Methoden – wie die Ureterorenoskopie (URS) und die Perkutane Nephrolitholapaxie (PNL), die 3D-Laparoskopie sowie die roboterassistierte Steintherapie mittels „da Vinci OP-Robotersystem“. Im Gegensatz zu früher sind
offen chirurgische Methoden zur Steinbehandlung nicht mehr notwendig.

Nierenkrebs: Einer der häufigsten Tumore in der Urologie
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts Berlin erkranken pro Jahr in der Bundesrepublik Deutschland etwa 16.500 Menschen an bösartigen Tumoren der Niere und der ableitenden Harnwege. Darunter sind etwa ein Drittel Frauen und zwei Drittel Männer. Wie bei den meisten Krebsarten ist auch beim Nierenkrebs die Entstehungsursache noch unklar. Die Mehrzahl der Nierentumore sind sogenannte Nierenzellkarzinome. Etwa fünf Prozent aller Nierentumoren sind gutartig. Bei bösartigem Nierenkrebs bietet die operative Entfernung im frühen Stadium die einzige Chance auf Langzeitheilung. „Es ist nicht lange her, da wurde bei Nierenkrebsverdacht über einen offenen Schnitt gleich die ganze Niere entnommen. Heute weiß man jedoch, dass bei verminderter Nierenfunktion durch eine verbliebene Niere das Risiko steigt, an Herz-Kreislauferkrankungen zu versterben. Nierenfunktion bedeutet also Leben!“, so der Chefarzt der Urologie.

Prof. Ganzer und sein Team der Urologie sind darauf spezialisiert, mit dem OP-Robotersystem „da Vinci“ über winzig kleine Schnitte nierenerhaltend zu operieren. So konnte in den letzten drei Jahren bei rund 150 Patienten mit größtenteils kompliziert gelegenen Nierentumore durch Nierenteilresektion ein Erhalt des gesunden Nierenanteils erzielt werden. Der Krankenhausaufenthalt beträgt dabei meist nur fünf Tage. „Eine komplette Nierenentfernung wird daher nur noch bei sehr großen Tumoren durchgeführt“, betonte Prof. Ganzer.

-am- Bild: ask

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Hantavirus-
Infektionen
steigen

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Bei Hantavirus-Infektionen in Deutschland schwankt die Fallzahl jährlich stark. Bislang gemeldete Zahlen lassen auf einen Anstieg in diesem Jahr schließen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes wurden in Baden-Württemberg in den ersten sieben Meldewochen bereits 68 Fälle diagnostiziert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur 13. Beim Robert-Koch-Institut (RKI) lagen in diesem Zeitraum bundesweit 84 Meldungen vor. Neben Baden-Württemberg sind Nordrhein-Westfalen und Bayern betroffen.

Experten vermuten, dass die hohe Verbreitung der Rötelmaus ein Grund für die ansteigenden Fallzahlen ist. Das Centrum für Reisemedizin (CRM) rät dazu, sich bei Garten- und Renovierungsarbeiten, die im Lockdown vermehrt stattfinden, ausreichend zu schützen. Hantaviren werden von Nagetieren – vorzugsweise der Rötel-, Brand- und Gelbhalsmaus – über Speichel, Urin und Kot übertragen. Inhalieren Menschen die getrockneten Überreste in Form von Staub oder gelangen diese an eine verletzte Hautstelle, so ist eine Infektion wahrscheinlich. „Manchmal verläuft die Infektion ohne Symptome. Oft werden auftretende Erkrankungsanzeichen auch verkannt, da sie der Grippe ähneln: Hohes Fieber, Husten, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen. Im schlimmsten Fall schädigt das Virus die Nieren und der Infizierte muss eine Dialyse bekommen“, erklärte Professor Dr. med. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reisemedizin.

Im Vergleich zu anderen Formen der weltweit vorkommenden Hantaviren verlaufe die Infektion hierzulande jedoch selten tödlich. Die stark schwankenden jährlichen Infektionszahlen – 1.534 Fälle im Jahr 2019 im Vergleich zu 235 Fällen im Jahr 2018 – werden in Zusammenhang mit der Dichte der Nagetierpopulationen gesehen, die das Reservoir für Hantaviren bilden. „Nimmt diese zu, wie aufgrund des guten Nahrungsangebots im letzten Jahr, der sogenannten Buchenmast, steigen auch die Infektionsfälle. Die Zunahme von Aufräum- und Renovierungsarbeiten während des coronabedingten Lockdowns könnte ebenfalls zum Anstieg der Fallzahlen beitragen. In Schuppen, Ställen oder Scheunen kann eine Infektion mit dem Hantavirus stattfinden – überall dort, wo die Rötelmaus sich wohl fühlt“, so Professor Jelinek.

Bisher sei keine Übertragung des hiesigen Virus von Menschen zu Menschen bekannt. Professor Jelinek rät daher, auch bei Keller- und Gartenarbeiten einen Mundschutz und Handschuhe zu tragen. Eine gründliche Reinigung mit Seife und anschließender Desinfektion von Händen und Gegenständen aus potenziell kontaminiertem Umfeld sei anzuraten. Bei allgemeinen Reinigungsarbeiten sollte zunächst ausreichend gelüftet und anstelle eines Staubsaugers nass gewischt werden. Nahrungsmittel im Keller gehörten für die Aufbewahrung in verschließbare Behälter.

Bei plötzlich auftretenden grippeähnlichen Symptomen sollten Betroffene sich sofort an ihren Hausarzt wenden, der gegebenenfalls über das Blutbild eine Erkrankung mit dem Hanta-Erreger erkennen kann. „Ist beispielsweise die Anzahl der Blutplättchen (Thrombozyten) erniedrigt oder haben sich die Nierenwerte verändert, kann eine Infektion vorliegen“, so Professor Jelinek. Ärzte sind angehalten, eine Hantavirus-Erkrankung dem Gesundheitsamt zu melden.

-crm-

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Demenzfreundliche
Apotheken

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Region Starnberg – Acht Apotheken im Landkreis Starnberg führen nun den Titel „Demenzfreundliche Apotheke“. Ein spezielles Logo macht die Bemühungen und die Aktivitäten der Apotheken zum Thema Demenz nach außen und vor allem für die Betroffenen sichtbar. Sie sind damit nicht nur Anlaufstelle um über Arzneimittel zu informieren, sondern beispielsweise auch um über Präventionsmaßnahmen zu beraten oder bei der Vermittlung von professioneller Unterstützung behilflich zu sein.

In einem Seminar wurden die acht Apotheken-Mitarbeiter für das Thema Demenz sensibilisiert und geschult. Damit sind sie als demenzfreundliche Apotheken Anlaufstellen für unterstützende Beratung. Die Initiative „Demenzfreundliche Kommune“ hat sich dafür eingesetzt, dass die Schulung stattfindet. Petra Fontana von der Fachstelle für Senioren, die sich für die „Initiative Demenzfreundliche Kommune“ einsetzt, sieht in den Demenzfreundlichen Apotheken einen wichtigen weiteren Schritt, um für die betroffenen Menschen eine breite Akzeptanz in der Mitte der Gesellschaft zu ermöglichen. „Das offene Gespräch ist wichtig und kann mit dazu beitragen, das Thema Demenz aus der Tabuzone zu holen. Die „Demenzfreundlichen Apotheken“ im Landkreis sind bedeutende Partner in unserem Netzwerk Demenzfreundliche Kommune“, so Fontana.

Die meisten Menschen mit Demenz leben zu Hause und werden von ihren Angehörigen betreut. „Viele Angehörige sind sehr stark in die Pflege eingebunden“, betonte Apothekerin Dr. Sonja Mayer, Vizepräsidentin der Bayerischen Landesapothekerkammer (BLAK), die das Projekt „Demenzfreundliche Apotheke“ in den Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck leitet. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen benötigten niedrigschwellige Informationen über Beratungsstellen und Hinweise, wohin sie sich in der oft schwierigen Situation wenden können. Dr. Mayer: „Die wohnortnahen Apotheken sind eine niedrigschwellige Anlaufstelle für alle Gesundheitsfragen; die Apothekerinnen und Apotheker haben oft langjährige Kontakte mit ihren Kundinnen und Kunden.“

Raphael Felber, Inhaber der Raphael Apotheke in Starnberg, erklärte zur Teilnahme am Seminar: „Wir teilnehmenden Apotheken haben uns für das Projekt demenzfreundliche Apotheke entschieden, weil wir uns verpflichten wollen, einen nachhaltigen und unentgeltlichen Beitrag vor Ort zu leisten. Aus eigener Erfahrung und von den Nöten einiger unserer Kundinnen und Kunden wissen wir, dass man zu Beginn einer Demenzerkrankung mit der Situation überfordert ist und nicht weiß, wohin man sich wenden kann. Unsere Funktion ist hier die des Lotsen. Konkret verweisen wir an die Fachstellen sowie an die Beratungsangebote vor Ort und überregional“.

Demenzfreundliche Apotheken im Landkreis Starnberg sind bisher die Marien-Apotheke in Krailling, die St. Vitus-Apotheke, St. Sebastian-Apotheke und VitaPlus-Apotheke in Gilching, die See Apotheke in Herrsching, sowie die Aesculap-Apotheke, Raphael-Apotheke und Ludwigs-Apotheke in Starnberg.

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Petra Fontana von der Fachstelle für Senioren und Apotheker Raphael Felber
präsentieren das Logo „Demenzfreundliche Apotheke“

-lasta- Bild: lasta

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Versorgung
bei akuten Brustschmerzen

Innere Medizin der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz als „Chest Pain Unit“ zertifiziert

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Region Bad Tölz – Brustschmerzen „Chest Pain“ können erste Anzeichen für einen drohenden Herzinfarkt oder andere akut lebensbedrohliche Erkrankungen wie Blutgerinnsel in der Lunge, Einrisse der Hauptschlagader oder Herzrhythmusstörungen sein. Die unverzügliche Diagnostik und Therapie ist dabei von entscheidender Bedeutung. Für die bestmögliche, schnellste Versorgung dieser Patienten ist ein optimales Zusammenspiel von hochspezialisierten Ärzten und Pflegepersonal rund um die Uhr unerlässlich.

Das Team der Inneren Medizin I der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz ist darauf bestens vorbereitet und wurde nun von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) als spezialisierte „Chest Pain Unit“ zertifiziert. In der „Chest Pain Unit“ (CPU) der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz werden Patienten mit unklarem Brustschmerz bei Herzinfarkten oder anderen bedrohlichen kardialen Erkrankungen versorgt.

Für die Zertifizierung einer CPU durch die Fachgesellschaft werden besonders anspruchsvolle Vorrausetzungen bezüglich der rund um die Uhr erforderlichen Fachärzte und des speziell ausgebildeten Pflegepersonals, ebenso wie standardisierte Behandlungspläne für zeitkritische kardiologische Erkrankungen und gleichbleibend schnelle Reaktions-, Behandlungs- und Verlegungszeiten sorgfältig geprüft. Für diese hohen Standards bei medizinischen Abläufen, Qualifikation und Ausstattung ist das Team um Prof. Dr. med. Hans Ulrich Kreider-Stempfle, Chefarzt Innere Medizin I/Kardiologie, Diabetologie nun von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert worden. Die Mitarbeiter der Notaufnahme, der kardiologischen Funktionsdiagnostik und der CPU arbeiten dabei Hand in Hand.

Herzkatheter-Untersuchungen und -Interventionen, transthorakale und transösophageale Echokardiographien, Labordiagnostik und Computertomographien des Brustkorbes und ggf. der Gefäße können ohne Zeitverlust zu jeder Tages- und Nachtzeit durchgeführt werden. Fachärzte der beteiligten Disziplinen stehen rund um die Uhr zur Verfügung. „Unser Ziel ist es, einen Herzinfarkt und andere lebensbedrohliche Ursachen für Brustschmerzen schnellstmöglich zu erkennen und zu behandeln, denn internationale Studien zeigen, dass die Prognose von Patienten, die in einer CPU behandelt werden, gegenüber der herkömmlichen Notfallversorgung noch weiter verbessert werden kann“, betonte Chefarzt Prof. Dr. med. Hans Ulrich Kreider-Stempfle. Er freut sich daher über die Zertifizierung und bedankt sich ausdrücklich für die gute, fachübergreifende Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen, ohne die diese Auszeichnung nicht möglich gewesen wäre.

Die Abteilung für Innere Medizin I bietet bereits seit Jahren eine 24-Stunden Herzkatheter-Bereitschaftsdienst und verfügt zudem seit Anfang 2020 zusätzlich über ein zusätzliches hochmodernes digitales Herzkatheter Labor. Auch auf der kardiologischen Station hat das Team der CPU im Stationsstützpunkt die Vitalparameter der Patienten stets im Blick und kann so im Ernstfall noch schneller reagieren. „Die Zertifizierung zur „Chest Pain Unit“ ist ein weiterer Meilenstein in der Herzinfarkt-Versorgung in der oberbayerischen Region. Vielen Dank an das Team der Inneren Medizin und der interdisziplinären Notaufnahme für die großartige Arbeit“, betonte auch der Geschäftsführer der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz, Felix Rauschek.

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Das Team der Inneren Medizin I der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz wurde von der
Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK)
als spezialisierte „Chest Pain Unit“ zertifiziert.
Stellvertretend für das ganze Team v.l.:
Isabelle Meichssner; Oberarzt Dr. med. Thomas Remp; Stationsleitung Frauke Becker;
Chefarzt Innere I Prof. Dr. med. Hans Ulrich Kreider-Stempfle; Jutta Baier-Waschek;
Geschäftsführer Felix Rauschek; Oberärztin Maria Bögl und Stationsärztin Jarmila Mariaková

-am- Bild: ask/ch

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SORMAS
bei allen bayerischen
Gesundheitsämtern installiert

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Region Bayern – Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind in Bayern jetzt alle Gesundheitsämter mit der Software „SORMAS“ (Surveillance Outbreak Response Management and Analysis System) ausgestattet. Darauf hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hingewiesen und betonte: „Nun wurde am 76. Gesundheitsamt in Bayern SORMAS bereitgestellt. Somit ist der „Rollout“ dieses bundesweit eingesetzten Systems an allen bayerischen Gesundheitsämtern wie geplant noch abgeschlossen und es steht ein weiteres schlagkräftiges Tool für die Bekämpfung der Corona-Pandemie bereit. Mit dieser Software werden die Gesundheitsämter bei der Identifizierung von Kontaktpersonen unterstützt. Damit ist SORMAS für die bayerischen Gesundheitsämter ein wichtiger Baustein der Containment-Strategie im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Über diese browserbasierte Plattform können infizierte Personen und deren Kontaktpersonen von den Gesundheitsämtern einfach erfasst werden. Bayern nimmt unter den Flächenländern – bei dem Ziel eines flächendeckenden bundesweiten Einsatzes, um bei Bedarf datenschutzkonform Daten auch bundesweit zwischen den Gesundheitsbehörden austauschen zu können – eine Vorreiterrolle ein.“

-stmgp-

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Die neue
Landarztprämie
unterstützt
die ersten 13 Praxen

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Region Bayern – Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek treibt die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum weiter voran und betonte: „Mit unserer im Januar gestarteten „Landarztprämie“ unterstützen wir jetzt schon 13 Praxen. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat die entsprechenden Bescheide verschickt, die sich auf die sieben bayerischen Regierungsbezirke verteilen. Weitere 87 Anträge werden aktuell geprüft. Eine gute und hochwertige ärztliche Versorgung in allen Teilen Bayerns ist für mich ein zentrales Anliegen. Die Coronapandemie zeigt sehr deutlich, wie wichtig dieses Ziel ist. Die Menschen brauchen möglichst kurze Wege zu der Praxis ihres Vertrauens. Mit der „Landarztprämie“ haben wir ein starkes Instrument geschaffen, um die ärztliche Versorgung auch in weniger dicht besiedelten Regionen auf hohem Niveau dauerhaft sicherzustellen.“

Die bürokratieärmere „Landarztprämienrichtlinie“ ersetzt das bisherige Förderprogramm zur Niederlassung von Ärztinnen und Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im ländlichen Raum. Holetschek unterstrich: „Grundsätzlich ist für die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns zuständig. Die bayerische Staatsregierung trägt mit der Landarztprämie aber ebenfalls ihren Teil zu einer guten Versorgung der Menschen in Bayern bei. Wir haben früh erkannt, wo Handlungsbedarf besteht.“

Mit dem Vorgängerprogramm der „Landarztprämie“ hat das Gesundheitsministerium bereits seit 2012 insgesamt 752 Praxisgründungen und Filialbildungen im ländlichen Raum unterstützt. Darunter waren unter anderem 555 Hausärzte und 112 Psychotherapeuten. Die „Landarztprämie“ unterstützt die Niederlassung von Haus- und Fachärzten der allgemeinen fachärztlichen Versorgung sowie von Kinder- und Jugendpsychiatern einmalig mit bis zu 60.000 Euro. Psychotherapeuten erhalten eine einmalige Förderung von maximal 20.000 Euro. Voraussetzung ist, dass sich die Ärztinnen und Ärzte in Gemeinden niederlassen, die nicht mehr als 20.000 Einwohner haben und nach der Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns nicht überversorgt sind. Bei Kinder- und Jugendpsychiatern liegt die Grenze bei 40.000 Einwohnern.

Auch bei der Gründung von Medizinischen Versorgungszentren kann die Landarztprämie einmalig beantragt werden, die genannten Voraussetzungen gelten hier gleichermaßen. In Ausnahmefällen ist ferner sogar die Unterstützung von Praxisnachfolgen in überversorgten Planungsbereichen möglich – zum Beispiel, wenn durch das LGL ein schwerwiegendes lokales Versorgungsdefizit festgestellt wurde.

Das bayerische Gesundheitsministerium hat mit einem Stipendienprogramm bereits 270 Medizinstudierende mit 600 Euro im Monat unterstützt, die sich im Gegenzug bereit erklärt haben, nach dem Studium im ländlichen Raum zu arbeiten.

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Bayerische
Corona-Strategie
– Januar 2021 –

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Region Bayern – Die Corona-Pandemie hat auch im Januar 2021 ihre Bedrohlichkeit nicht eingebüßt. Die Intensivstationen sind aufgrund der besonders hohen Infektionszahlen der letzten Wochen nach wie vor an der Grenze des Leistbaren. Zwar beginnt sich bei der Zahl der Neuinfektionen eine leichte Entspannung abzuzeichnen. Diese kann sich in einigen Wochen auch im Gesundheitssystem auswirken. Der Freistaat Bayern hat mit einer weitreichenden FFP2-Maskenpflicht sowie der nächtlichen Ausgangssperre früher, stärker und konsequenter reagiert als andere. Gleichwohl ist die aktuelle Lage fragil. Neue Virus-Mutationen bergen die Gefahr eines jederzeit möglichen exponentiellen Anstiegs der Infektionszahlen. Zu frühe Lockerungen bei den europäischen Nachbarn haben gezeigt, dass so die Infektionszahlen rasch ansteigen und die errungenen Erfolge bei der Pandemiebekämpfung wieder zunichte gemacht werden.

Das Infektionsgeschehen in der Republik Irland belegt dies mit erschreckender Deutlichkeit. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie heißt es die 7-Tage-Inzidenz nachhaltig unter der Zielmarke von höchstens 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zu bringen. Kontakte müssen weiter beschränkt bleiben und der Eintrag von neuen Virusmutationen muss bestmöglich verhindert werden. Gleichzeitig ebnen die zunehmenden Impfungen in absehbarer Zeit den Weg zurück zu mehr Normalität. Der Bund bleibt weiter aufgefordert, schnell Impfstoff in ausreichenden Mengen zur Verfügung zu stellen. Nur so kann in den Impfzentren die Impfkampagne weiter betrieben werden. Sich impfen zu lassen, ist ein Gebot der Vernunft.

Vor diesem Hintergrund unterstützt der bayerische Ministerrat die von der Bundeskanzlerin und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder die beschlossene weitere Verlängerung der bundesweiten Lockdown-Maßnahmen bis zum 14. Februar 2021.

Verlängerung der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung
Die derzeit in Bayern geltende 11. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sowie die Einreisequarantäneverordnung werden bis zum Ablauf des 14. Februar 2021 verlängert. Darüber hinaus gelten folgende weitere Maßnahmen: In vollstationären Einrichtungen der Pflege, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und in Altenheimen und Seniorenresidenzen gilt beim Kontakt mit Bewohnern eine FFP2-Maskenpflicht auch für das Personal. Im Gottesdienst besteht für die Besucher künftig FFP2-Maskenpflicht sowie bei Gottesdiensten, die mehr als zehn Teilnehmer erwarten lassen, eine Anzeigepflicht bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde, sofern keine generellen Absprachen getroffen wurden.

Bayern hält weiterhin an einem Alkoholkonsumverbot in der Öffentlichkeit fest. Es gilt auf möglichst allen öffentlichen Plätzen, insbesondere den öffentlichen Verkehrsflächen der Innenstädte und an allen sonstigen öffentlichen Plätzen, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten. Die konkreten Örtlichkeiten werden von den Kommunen festgelegt.

Bei Bibliotheken und Archiven wird die Abholung vorbestellter Bestände unter gleichen Voraussetzungen ermöglicht, unter denen im Handel die Abholung vorbestellter Ware bereits möglich ist; insbesondere FFP2-Maskenpflicht für Abholer, Mindestabstand, Hygienekonzept, keine Ansammlungen von Wartenden.

Schulbetrieb
Für Abiturientinnen und Abiturienten, für die 2021 Abschlussprüfungen durchgeführt werden, sowie für Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen, bei denen zeitnah Abschlussprüfungen bzw. Kammerprüfungen stattfinden, kann ab dem 1. Februar 2021 Wechselunterricht vorgesehen werden, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt.

Kontaktreduktion
Die Kontaktreduktion ist neben den begonnenen Impfungen weiterhin das effektivste Mittel bei der Pandemiebekämpfung. Private Zusammenkünfte sind deswegen weiterhin nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person zulässig. Erlaubte Kontaktmöglichkeiten sollen nur in vernünftigem Ausmaß stattfinden. Die Bevölkerung ist zusätzlich dazu aufgerufen, die Anzahl der Haushalte, aus denen die Kontaktpersonen stammen, möglichst konstant und gering zu halten.

Homeoffice
Am Arbeitsort finden zahlreiche Kontakte statt. Zur Eindämmung des Infektionsgeschehens soll deshalb auch dort eine Kontaktreduktion erfolgen. Mit Beschluss vom 6. Januar 2021 richtete der bayerische Ministerrat bereits einen dringenden Appell an die Arbeitgeber, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Beschäftigten Homeoffice zu ermöglichen. Dies gilt auch für den Freistaat als Arbeitgeber und seine Beschäftigten. Zentrale Voraussetzung für die flächendeckende Nutzung von Homeoffice sind digitalisierte Arbeitsabläufe. Hierbei besteht zum Teil noch erheblicher Investitionsbedarf, der steuerlich durch verbesserte Abschreibungsbedingungen begleitet werden sollte.

Öffentlicher Personennahverkehr
Die durchgängige Nutzung von Homeoffice-Möglichkeiten trägt bereits erheblich zur Reduktion des Fahrgastaufkommens im öffentlichen Nahverkehr bei. Zusätzlich soll auch in den Hauptverkehrszeiten das Pendleraufkommen möglichst entzerrt werden. Durch die Aufrechterhaltung des regulären Vor-Corona-Fahrplanangebots sowie durch den noch stärkeren Einsatz zusätzlicher Verkehrsmittel können weitere Kontakte zwischen den Fahrgästen reduziert und das Einhalten von Abständen ermöglicht werden.

Wirtschaftshilfen
Die Akzeptanz der Maßnahmen hängt entscheidend von der Gewährung staatlicher Hilfen zur Überbrückung pandemiebedingter Umsatzeinbußen ab. Der bayerische Ministerrat begrüßt die beschlossene weitere Verbesserung der Überbrückungshilfe III, insbesondere die Vereinfachung der Zugangsvoraussetzungen sowie die Anhebung der monatlichen Förderhöchstbeträge und der Abschlagszahlungen. Der Bund bleibt aufgefordert, jeweils schnellstmöglich die Abschlagszahlungen zu leisten sowie die Antragsbearbeitung und Auszahlung durch die Länder über die Bereitstellung der entsprechenden Onlineplattform zu ermöglichen.

Europäische Nachbarstaaten
Vor dem Hintergrund der neu aufgetretenen, besorgniserregenden Virus-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika gilt es, deren Eintrag möglichst zu vermeiden sowie diesen frühzeitig zu erkennen. Der bayerische Ministerrat begrüßt die Anstrengungen des Bundes, auf europäischer Ebene, vergleichbare und synchronisierte Maßnahmen zur Erkennung und Eindämmung von Virusmutationen in den Mitgliedstaaten zu erreichen. Sollte sich hier keine kurzfristige Lösung erzielen lassen, könnten Grenzkontrollen ein probates Mittel sein, um die geltenden Regelungen zur Einreise wirksam durchzusetzen.

-bsr-

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Neuer Chefarzt
der Orthopädie und Unfallchirurgie
an der Asklepios-Stadtklinik Bad Tölz


Region Bad Tölz – Dr. med. Harald Rieger ist seit Januar 2021 neuer Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Endoprothetik der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz. Er ist bereits seit Mai 2019 in Leitender Funktion der Orthopädie der Stadtklinik tätig und wurde nun zum Chefarzt ernannt. „Der Fachbereich hat sich unter der Leitung von Dr. Rieger sehr gut entwickelt. Das gesamte Team leistet hervorragende Arbeit“, betonte Felix Rauschek, Geschäftsführer Asklepios Stadtklinik Bad Tölz. Parallel dazu führt Chefarzt Prof. Dr. med. habil. Peter C. Kreuz den Fachbereich für Sportorthopädie, Arthroskopie und regenerative Gelenkchirurgie.

Dr. med. Harald Rieger ist Facharzt für Chirurgie, Spezielle Unfallchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie und verfügt ferner über die Zusatzbezeichnungen „Fußchirurgie und Sportmedizin“. Er hat große Expertise in der konservativen und operativen Behandlung von Knochenbrüchen und Weichteilverletzungen aller Art, der Versorgung von Traumata und Unfallverletzten sowie der Behandlung der fortgeschrittenen Arthrose an Hüfte, Knie und Schulter – durch gelenkerhaltende und gelenkersetzende Eingriffe (Endoprothetik). Als von der Berufsgenossenschaft anerkannter Durchgangsarzt ist Rieger ausserdem zuständig für die Betreuung von Arbeits-, Wege- und Schulunfällen. Der 54-jährige Geretsrieder war vor seinem Engagement am Tölzer Krankenhaus unter anderem Bereichsleiter für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie an der Kreisklinik Wolfratshausen.

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Dr. med. Harald Rieger: „Meine tägliche Arbeit an der Stadtklinik und der Kontakt
mit den Patienten machen mir große Freude. Ein besonderer Dank geht an das gesamte Team
der Unfallchirurgie für die super Unterstützung“.

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Das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz deckt ein umfangreiches Spektrum von der regenerativen Knorpel- und Gelenkchirurgie, Schulterchirurgie, Ellenbogenchirurgie, Hüftchirurgie, Kniechirurgie, Sprunggelenkchirurgie, Kinderorthopädie und -traumatologie, dem künstlichen Gelenkersatz (Endoprothetik), der Unfallchirurgie bis hin zur Handchirurgie und dem Durchgangsarzt-Verfahren ab.

-am- Bild: askbt

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Offene Tuberkulose
bei einem Kind

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Region Bad Tölz-Wolfratshausen – Bei einem Kind aus dem Nordlandkreis ist Ende Dezember Tuberkulose nachgewiesen worden. Das Kind ist symptomfrei, befindet sich aber in medizinischer Behandlung. Die Diagnose wurde gestellt, nachdem in einem Rinderbestand das Bakterium nachgewiesen worden war und das Veterinäramt dies dem Gesundheitsamt weitergegeben hatte. Alle Rinder des Bestandes wurden aufgrund einer Vielzahl positiver Fälle vorsichtshalber getötet und unschädlich beseitigt. Der Betrieb wurde nach der ersten Feststellung amtlich gesperrt, so dass weder Fleisch noch Milch als Lebensmittel abgegeben werden konnte.

Im Zuge der Untersuchung der Familie wurden weitere zwei Personen positiv getestet, sie werden ebenfalls medizinisch behandelt. Da im Fall eines Tuberkulosenachweises die Kontaktminuten jedes einzelnen Kontaktes in den drei Monaten vor der Testung addiert werden und geprüft wird, wer auf diese Weise mehr als 40 Stunden Kontakt mit dem Infizierten hatte, wurde die betroffene Realschule Geretsried darüber informiert. Es wurden alle betroffenen Eltern und Lehrer in einer Videokonferenz durch das Gesundheitsamt über die Situation in Kenntnis gesetzt. Die betroffenen Mitschüler und Lehrkräfte des Kindes werden nun sicherheitshalber getestet. Weitere Klassen sind nicht betroffen, da die Kontaktzeit deutlich unterschritten wurde.

Hintergrund Rindertuberkulose:
Die Rindertuberkulose kommt in unseren Breitengraden nur sehr selten vor. Deutschland gilt als amtlich frei von Rindertuberkulose; so ist bisher unklar, wie der Erreger in den Bestand eingeschleppt wurde. Eine Übertragung vom Rind auf dem Menschen ist außerdem sehr ungewöhnlich. Eine Übertragung von Rind zu Rind ist hingegen durchaus möglich. Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf das Bakterium, in der Mehrheit der Fälle bricht die Krankheit aber nicht aus. Falls die Tuberkulose tatsächlich ausbricht, vergeht bis dahin in der Regel längere Zeit. Ansteckend ist sie nur, wenn es sich wie in diesem Fall um eine offene Tuberkulose handelt. Der Nachweis beim Menschen erfolgt über das sogenannte den Auswurf (Sputum), der beispielsweise beim Husten entsteht. Bei dem Kind wurde das Sputum untersucht. Das Bakterium konnte dabei nur kulturell, also angezüchtet, nachgewiesen werden. Es war nicht direkt unter dem Mikroskop sichtbar. Es ist daher von einer geringen Ansteckungsfähigkeit auszugehen.

-labt-

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Medizinische
Versorgung
„smart, regional und sicher“

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Region Neustadt an der Waldnaab – Im Rahmen des digital durchgeführten Zukunftsforums für Ländliche Entwicklung übergab Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner eine Förderurkunde für das Modellvorhaben „Smarte.Land.Regionen.“ an Landrat Andreas Meier. Die Förderung beträgt auf drei Jahre verteilt bis zu eine Million Euro. Mit Hilfe dieses Modellvorhabens werden die Entwicklung und der Ausbau neuer digitaler Dienste gefördert. Das Ziel ist die Verbesserung der regionalen Daseinsvorsorge, insbesondere in zukunftsrelevanten Bereichen – wie E-Mobilität, Telemedizin und Bildung. Die Chancen der Digitalisierung sollen somit gewinnbringend für die Menschen in ländlichen Räumen verwirklicht.

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Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner
beim Zukunftsforums für Ländliche Entwicklung

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Der Landkreis Neustadt an der Waldnaab (NEW) hatte sich als einer von bundesweit nur sieben Landkreisen in einer zweistufigen Bewerbungsphase durchgesetzt. NEW plant mit den Fördermitteln in den nächsten drei Jahren ein „digital-analoges Versorgungszentrum“ auf die Beine zu stellen. In ländlichen Regionen – wie der Nordoberpfalz – werden zunehmend angepasste Strategien erforderlich, um Herausforderungen der Gesundheitsversorgung vor Ort bewältigen zu können. Zum demographischen Wandel bei Versorgern und Patienten kommen auch Fragen der Mobilität und Logistik. Im Rahmen des Modellvorhabens plant der Landkreis daher ein digital-analoges Versorgungszentrums NEW aufzubauen, das gut verfügbare und hochqualitative Behandlungen ermöglicht. Konkret bedeutet dies den Aufbau eines physischen Anlaufpunktes vergleichbar einer Arztpraxis vor Ort inklusive der Ausstattung mit professionellen medizintechnischen Geräten, in dem sich Patienten und Ärzte allerdings virtuell begegnen.

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Übergabe der Förderurkunde an Landrat Andreas Meier

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Diese Begegnung kann in zwei Formen erfolgen: Bei der ersten Variante befindet sich der Patient vor Ort im Versorgungszentrum und der Allgemein- oder Facharzt wird per Video zugeschaltet. Die Bedienung der Geräte, die physische Diagnose und Therapie vor Ort erfolgt durch qualifizierte medizinische Fachangestellte, auf welche Teile der ärztlichen Leistung übertragen werden können. Möglich ist in dieser Variante weiterhin, dass der Allgemeinarzt ebenfalls vor Ort anwesend ist, jedoch Fachärzte online zugeschaltet werden, so dass die Untersuchungsergebnisse gemeinsam betrachtet und besprochen werden können.

Bei der Variante 2 sind Haus- oder Fachärzte aus dem vor Ort im Versorgungszentrum. Der zugeschaltete Patient wird per Videosprechstunde betreut. Die Patienten können sich aus ihrem häuslichen Umfeld entweder eigenständig oder mit Unterstützung eines Versorgungsassistenten von zu Hause oder medizinischen Fachangestellten in der Hausarztpraxis zuschalten. Auch eine Zuschaltung aus einer mobilen Praxis – z. B. aus einem Seniorenheim – ist denkbar, bei der Untersuchungen vor Ort durch medizinische Fachangestellte durchgeführt und die Ergebnisse digital und in Echtzeit an den zugeschalteten Arzt übermittelt werden.

Die digitalen Vorhaben in den geförderten Landkreisen besitzen modellhaften Charakter, greifen neu Ideen auf und entwickeln übertragbare Lösungen. Die entwickelten digitalen Dienste sollen miteinander verbunden werden und auch auf andere Landkreise übertragbar sein. Dafür wird eine Plattform entwickelt – ein digitales Ökosystem für ganz Deutschland. Die Landkreise sind sogenannte Pioniere der Digitalisierung, mit ihren Projekten sollen sie anderen ländlichen Regionen als Vorbild dienen, das heißt, wenn sich das digital-analoge Versorgungszentrum bewährt, dann soll es als Vorbild für andere Regionen dienen.

Hintergrund:
Das Modellvorhaben „Smarte.Land.Regionen“ ist eine Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE). Das Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung (KomLE) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) setzt das Modellvorhaben um und ist als Geschäftsstelle des Modellvorhabens auch Ansprechpartner für die Bereitstellung und Abwicklung der Förderung. Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE setzt die technische Entwicklung, Erprobung und Erforschung der zentralen digitalen Lösungen mit den Modellregionen um und baut eine digitale Plattform „digitales Ökosystem“ auf. Weiter Infos: www.bmel.de/smartelandregionen

-lanew- Bild: bmel

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Eine Million FFP2-Schutzmasken
für pflegende Angehörige

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Region Bayern – Für die pflegenden Angehörigen in Bayern stellt das bayerische Gesundheitsministerium eine Million FFP2-Masken kostenlos zur Verfügung. Bayerns Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek betonte: „Ergänzend zu unseren Unterstützungsleistungen für Pflegebedürftige, Besucherinnen und Besucher sowie das Personal in stationären Einrichtungen werden wir verstärkt auch die pflegenden Angehörigen in den Blick nehmen. Rund 76 Prozent der Pflegebedürftigen in Bayern werden zu Hause gepflegt, etwa 47 Prozent der insgesamt rund 400.000 Pflegebedürftigen ausschließlich durch Angehörige. Auch diese Menschen und ihre pflegebedürftigen Angehörigen müssen wir vor einer Infektion mit dem lebensgefährlichen Coronavirus schützen. Deshalb werden wir ab Anfang Januar eine Million FFP2-Masken für pflegende Angehörige verteilen. Keines der bisherigen Programme zur Verteilung von Masken zielt explizit auf diese Menschen ab, welche die wichtige Aufgabe der oft aufopferungsvollen Fürsorge für ihre Familienmitglieder übernehmen. Diese Lücke werden wir schließen. Ein entsprechendes Konzept, wie die Schutzmasken bayernweit an die betroffenen Angehörigen verteilt werden können, wird aktuell erarbeitet.“

Die Schutzmasken stammen aus dem Bestand des Pandemiezentrallagers, das durch Ersatzbeschaffungen wieder entsprechend aufgefüllt wird. Holetschek unterstrich: „Die Corona-Pandemie bedroht vor allem die Gesundheit älterer und pflegebedürftiger Menschen. Sie möglichst gut zu schützen und unser Gesundheitssystem stabil zu halten, fordert derzeit unsere ganze Gesellschaft stark heraus. Zu den Menschen, die das besonders betrifft, gehören die vielen pflegenden Angehörigen in Bayern. Ohne ihren Einsatz wäre die Versorgung der etwa 300.000 pflegebedürftigen Menschen, die zuhause leben, nicht zu bewältigen„.

Das bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium hat die Beratungsstrukturen für Pflegebedürftige und deren Angehörige weiter ausgebaut. So können Pflegestützpunkte ab 2021 mit bis zu 20.000 Euro jährlich gefördert werden. Sie sind zentrale Anlaufstellen und vernetzen die regional verfügbaren pflegerischen Angebote, um Beratung und Unterstützung aus einer Hand anzubieten. Darüber hinaus fördert der Freistaat ein gut etabliertes und in dieser Form in Deutschland einzigartiges Netz von über 100 Fachstellen für pflegende Angehörige mit jährlich bis zu 1,6 Mio. Euro. Die Fachstellen für pflegende Angehörige haben die Aufgabe, pflegende Angehörige auch längerfristig bei ihrer oft kräftezehrenden Aufgabe psychosozial zu begleiten, Betreuungs- und Entlastungangebote, wie beispielsweise Helferkreise oder Betreuungsgruppen anzubieten sowie insbesondere auch Angehörige von Menschen mit einer Demenzerkrankung zu informieren und zu begleiten.

-stmgp-

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Sonderzulassung
für ersten bayerischen
PCR-Corona-Schnelltest

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Region Bayern – Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat den ersten bayerischen Corona-Schnelltest auf PCR-Basis vorgestellt. Gemeinsam mit dem CEO des Unternehmens GNA Biosolutions aus Martinsried bei München, Dr. Federico Bürsgens, präsentierte Aiwanger das Testverfahren mit dem Namen „GNA Octea“. Aiwanger: „Als Wirtschaftsminister habe ich GNA im April 2020 mit der Entwicklung und Validierung eines neuartigen PCR-Schnelltests beauftragt. Jetzt hat das Verfahren eine Sonderzulassung erhalten und kann die bayerische Teststrategie sinnvoll ergänzen. Wir haben uns ein Bezugsrecht für 1000 Testgeräte und eine Million Einzeltests gesichert. Soweit nötig, können wir weitere Tests ordern.“

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat „GNA Octea“ am 23. Dezember eine Sonderzulassung erteilt. Der auf dem PCR-Verfahren basierende Schnelltest hat eine deutlich höhere Zuverlässigkeit als die derzeit häufig genutzten Antigen-Schnelltests, weil er das Erbgut des Erregers nachweist. Mit einer Sensitivität von 96,7 Prozent und einer Spezifität von 100 Prozent erreicht er das hohe Niveau von PCR-Normaltests. „GNA Octea“ braucht vom Rachenabstrich bis zum Testergebnis nur etwa 40 Minuten, wobei 20 Minuten für die Rachenabstriche und Vorbereitungszeit angesetzt sind und weitere 20 Minuten für den eigentlichen Test im Gerät.

Jedes der tragbaren Testgeräte kann acht Proben gleichzeitig auswerten. Dadurch ist eine große Anzahl von Schnelltests innerhalb kürzester Zeit möglich. Die gesamte Apparatur benötigt als mobiles Labor nur die Fläche eines Tisches und kann an beliebigen Orten eingesetzt werden, ohne dass wie bei den üblichen PCR-Tests die Proben erst zu einem Labor transportiert werden müssen. Aiwanger sieht in dieser Entwicklung die Vorteile aller bisherigen Tests in einem Gerät vereint: Sicher, schnell, mobil und günstig. Ein Test soll unter 20 Euro kosten.

GNA-CEO Bürsgens: „Wir sind stolz, innerhalb weniger Monate ein Testsystem entwickelt zu haben, das höchsten Ansprüchen genügt. Unser Verfahren schlägt auch bei kleinen Virusmengen an. Dadurch verbinden wir Zuverlässigkeit mit Schnelligkeit zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Der bayerische Wirtschaftsminister hat uns mit der Beauftragung im April die Chance gegeben, unser Verfahren zeitnah zur Marktreife zu bringen.“

Der Schnelltest kann in einer mobilen Laborumgebung eingesetzt werden. Daher soll „GNA Octea“ an Brennpunkten – wie Krankenhäusern, Seniorenheimen und Verkehrsknoten wie Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen – genutzt werden. Ab Mitte Januar wird die Einsatzfähigkeit desTestverfahrens in mehreren Praxistests in bayerischen Kliniken und anderen Einrichtungen wie Schlachthöfen unter Beweis gestellt.

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Bei der Präsentation des ersten bayerischen PCR-Schnelltests v.l.:
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, GNA-CEO Dr. Federico Bürsgens,
GNA-Laborantin Nicole Pill und Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek

stmwi- Bild: E.Neureuther

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Bayern verstärkt Schutz
vor Infektionsrisiken durch Reiserückkehrer

Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten
– Verstärkte Kontrollen –

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Region Bayern – Bayern verstärkt im Kampf gegen die Corona-Pandemie auch den Schutz vor Infektionsrisiken durch Reiserückkehrer. Ein entsprechendes Konzept haben das Gesundheitsministerium und das Innenministerium dem Kabinett vorgestellt. Das Konzept sieht unter anderem eine Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten und mehr Kontrollen im Grenzbereich vor. Außerdem sollen die Gesundheitsämter im Zeitraum bis mindestens 6. Januar 2021 einen besonderen Schwerpunkt auf die Kontrolle der Quarantänevorschriften legen.

Ordnungswidrigkeiten werden konsequent verfolgt
Konkret ist vorgesehen, dass die Bayerische Polizei und die Bundespolizei im Zeitraum verstärkt Kontrollen im Grenzbereich sowie an Grenzübergängen sowohl auf dem Land- als auch auf dem Luftweg (Hauptreiserouten) durchführen. Dabei werden die Digitale Einreiseanmeldung (DEA) und die Ausgangssperre ab 21:00 Uhr überprüft. Außerdem wird auf die Quarantänevorschriften hingewiesen. Für Einreisende aus Risikogebieten gilt im Grundsatz bereits eine strenge Quarantänepflicht. Sie müssen sich unmittelbar nach der Einreise in die eigene Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft begeben und sich dort für einen Zeitraum von zehn Tagen nach der Einreise ständig absondern. Frühestens nach fünf Tagen kann die Quarantäne durch einen negativen Test beendet werden. Ausnahmeregeln, zum Beispiel für Berufspendler, bleiben unberührt. Unabhängig davon sind alle Pflegekräfte, also auch ausländische, verpflichtet, sich zweimal wöchentlich testen zu lassen.

Zusätzlich gilt nun zur Eindämmung des Infektionsgeschehens eine Regelung, nach der alle Einreisenden aus Risikogebieten zur Vorlage eines negativen Testergebnisses beim zuständigen Gesundheitsamt innerhalb von 72 Stunden nach Einreise verpflichtet werden. Der Test sollte bereits nach Möglichkeit im Ausland vorgenommen werden, allerdings höchstens 48 Stunden vor der Einreise nach Bayern. Ergänzend kann die Testung der Reiserückkehrer in den lokalen Testzentren sowie bei den niedergelassenen Ärzten im Rahmen des Bayerischen Testangebots durchgeführt werden. Personen, die der Testpflicht unterliegen, sollten sich frühzeitig um einen Termin bemühen.

Insgesamt gilt weiter die dringende Aufforderung an alle Bürgerinnen und Bürger, von allen nicht zwingend notwendigen Reisen im Inland und in das Ausland abzusehen. Die bestehenden Quarantäneverpflichtungen werden zum Schutz der gesamten Bevölkerung konsequent vollzogen und bußgeldpflichtig kontrolliert.

-bsk-

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Weiteres Impfzentrum
im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

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Bei der Einrichtung des zweiten Impfzentrums
für den Landkreis Bad-Tölz-Wolfratshausen v.l.:
Felix Rauschek, Geschäftsführer der Asklepios Kliniken Bad Tölz;
Dr. med. Heike Kremser, Chefärztin für Allgemein-, Viszeral- und
Minimalinvasive Chirurgie an der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz
und Josef Niedermaier, Landrat des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen

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Region Bad Tölz-Wolfratshausen – An der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz wurden Computer aufgestellt, Möbel geschleppt und Blumentöpfe drapiert – das zusätzliche Impfzentrum im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist einsatzbereit. Kürzlich wurden die letzten Details zum weiteren Impfzentrum verhandelt, nun ist alles unter Dach und Fach. Die Asklepios Stadtklinik wird die Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, die Aicher Group wird das Impfzentrum betreiben und auch die mobilen Impfteams stellen. Bei letzteren wird sich auch der Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) engagieren.

„Mit der Asklepios Stadtklinik, dem Kreisverband des BRK und der Aicher Group haben wir drei Partner an Bord, die sich bewährt haben und auf die wir uns verlassen können“, betonte Landrat Josef Niedermaier und ist froh, dass die letzten Hürden zum Impfzentrum in Bad Tölz genommen werden konnten. Die Aicher Group betreibt den Standort, kümmert sich um das Personal und die Organisation des Betriebs. Asklepios überlässt dafür die Räumlichkeiten, die direkt über einen Außenzugang in der Schützenstraße 19 in Bad Tölz barrierefrei erreichbar sind und nicht über die Klinik betreten werden müssen. „Wir sind gerne bereit, vor Ort auf unserem Gelände die Räume zur Verfügung zu stellen und freuen uns das Landratsamt zu unterstützen“, betont der Geschäftsführer der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz, Felix Rauschek.

Die Idee, an der Asklepios Stadtklinik in Bad Tölz ein weiteres Impfzentrum neben dem an der Kreisklinik zu betreiben, verfolgte Landrat Josef Niedermaier schon als bekannt wurde, dass das Impfen über entsprechende Zentren in den Landkreisen organisiert werden soll. „Mir war sofort klar, wenn wir in kurzer Zeit viele Landkreisbürgerinnen und -bürger impfen wollen, dann ist das nur mit zwei Zentren zu schaffen“, so Niedermaier. Unklar ist jedoch, wann wirklich an den Impfzentren selbst geimpft werden kann. Erste Impfdosen sind seit 27. Dezember verfügbar. Zu Beginn werden im Landkreis nur wenige Impfdosen zur Verfügung stehen, die aber gezielt zum Schutz von Bewohnerinnen und Bewohner sowie des Personals von Pflegeheimen verimpft werden.

Fest steht, dass nach dem 27. Dezember erst einmal die mobilen Impfteams im Einsatz sein werden. Wann dann tatsächlich auch an den Standorten gemäß der Priorisierungsliste des Bundes geimpft werden kann, ist noch offen. Landrat Josef Niedermaier verspricht: „Alle über 80-Jährigen, die nicht in einem Heim wohnen, werden angeschrieben und informiert, sobald bekannt ist, wann sie sich zum Impfen anmelden können. Noch bitte ich aber um ein wenig Geduld, aber unsere Standorte sind für diesen Tag X bereit.“ Und vorsichtig optimistisch richtet sich dabei sein Blick nach vorne: „So können wir den nächsten Schritt in der Eindämmung der Pandemie machen. Das stimmt mich zuversichtlich für das neue Jahr“, resümierte Josef Niedermaier.

-labt- Bild: labt

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Gründung eines
Pflegestützpunkts
Garmisch-Partenkirchen

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Region Garmisch-Partenkirchen – Bezirkstagspräsident Josef Mederer, der Landrat von Garmisch-Partenkirchen, Anton Speer, und AOK-Direktor Stefan Schackmann haben die Weichen für die Gründung eines Pflegestützpunktes gestellt. Gemeinsam unterzeichneten sie in der Kreisverwaltungsbehörde den erforderlichen Stützpunktvertrag. Dieser wird nun an die weiteren Kranken- und Pflegekassen zur Unterschrift versandt. Ziel ist es, dass der Pflegestützpunkt am 1. Februar 2021 mit seiner Arbeit beginnen kann.

Der formale Beschluss im Kreisausschuss erfolgte am 8. Dezember. Zuvor hatten Landkreis, Bezirk und die Pflege- und Krankenkassen den Stützpunktvertrag verhandelt sowie das Betriebskonzept abgestimmt. Der Landkreis plant, den Pflegestützpunkt im Angestelltenmodell zu betreiben. Er tritt als alleiniger Anstellungs- und Betriebsträger auf. Organisatorisch ist der Stützpunkt der Abteilung Soziales im Landratsamt zugeordnet. Erklärtes Ziel des Pflegestützpunktes ist es, die Beratungsangebote vor Ort zu vernetzen und bestehende Ressourcen zu nutzen.

Dank für die gute Zusammenarbeit
Bezirkstagspräsident Josef Mederer dankte allen Beteiligten für die „sehr gute und reibungslose Zusammenarbeit auf Verwaltungsebene“ und betonte: „Auf das Ergebnis können wir alle stolz sein. Der Pflegestützpunkt Garmisch-Partenkirchen ist auf der Zielgeraden. Wir haben alle wichtigen Details in Rekordzeit abgestimmt. Am Pflegestützpunkt erhalten die Bürgerinnen und Bürger künftig eine wohnortnahe, neutrale und unabhängige Beratung aus einer Hand. Diese Beratung orientiert sich am Bedarf der ratsuchenden Menschen. Wir als Bezirk beteiligen uns daran finanziell und ergänzend mit einer Vor-Ort-Beratung zu unseren Leistungen in der Hilfe zur Pflege und der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen. Wir freuen uns auf die gemeinsame Beratung zum Wohl der Menschen im Landkreis.“

„Wir sind froh, dass wir mit dem Pflegestützpunkt nun für die Bevölkerung ein neutrales und unabhängiges Beratungsangebot rund um das Thema Pflege anbieten können. Gerade in unserem Landkreis mit seiner hohen Altersstruktur ist es wichtig, nun einen Anlaufpunkt zu haben, um bei Pflegebedarf kompetent beraten zu werden. Die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörige, erhalten damit erstmals wohnortnah eine unabhängige, neutrale und umfassende Beratung aus einer Hand. Ziel ist es dabei auch, die Vielzahl von Beratungsangeboten im Landkreis Garmisch-Partenkirchen zu vernetzen und die bestehenden Ressourcen zu bündeln. Die Zusammenarbeit mit dem Bezirk und den Kassen verlief reibungslos, so dass wir den Pflegestützpunkt trotz der Corona-Pandemie zügig voranbringen konnten“, so Landrat Anton Speer.

AOK-Direktor Stefan Schackmann erklärte: „Mit dem Pflegestützpunkt in Garmisch-Partenkirchen entsteht ein weiteres Beratungsangebot für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit, lassen sich jetzt doch Kompetenzen und Beratungsangebote unterschiedlicher Akteure vor Ort zum Wohle der Betroffenen zusammenführen und bündeln. Unsere über zehnjährige Erfahrung in der Pflegeberatung zeigt, dass die starke Nachfrage an qualifizierter Beratung ungebrochen ist. Der neue Pflegestützpunkt hilft dabei, weiterhin eine hohe Beratungsqualität zu den regionalen Angeboten rund um die Pflege zu sichern.“

Gemeinsame Finanzierung und zentraler Standort
Die Kosten für den Pflegestützpunkt übernehmen zu zwei Dritteln die Pflege- und Krankenkassen; das verbleibende Drittel teilen sich jeweils zur Hälfte Landkreis und Bezirk. Der Pflegestützpunkt wird zentral und gut erreichbar im Markt Garmisch-Partenkirchen eingerichtet. Mittelfristig ist geplant, ihn räumlich in das neu entstehende Seniorenzentrum der „LongLeif GaPa“ gGmbh im ehemaligen Finanzamt zu integrieren. Bis zu dessen Fertigstellung wird der Stützpunkt im Landratsamt untergebracht sein.

Weitere Stützpunktverträge in Oberbayern wurden bereits für die Landkreise Berchtesgadener Land, Ebersberg, Erding, Ingolstadt, Landsberg am Lech, Neuburg an der Donau und Traunstein unterzeichnet. Im Landkreis Dachau ist die Unterzeichnung Anfang des nächsten Jahres geplant.

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Unterzeichneten den Vertrag zur Errichtung eines gemeinsamen Pflegestützpunkts in Garmisch-Partenkirchen
und präsentierten das künftige Logo des Pflegestützpunktes v.l.:
AOK-Direktor Stefan Schackmann, Garmisch-Partenkirchens Landrat Anton Speer
und Bezirkstagspräsident Josef Mederer

-lagap- Bild: Wolfgang J. Rotzsche

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Förderung
von Kinderwunschbehandlungen

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Region Bayern – Seit 1. November 2020 werden in Bayern Kinderwunschbehandlungen gefördert. „600 Kinderwunschpaaren wurden in diesen ersten sechs Wochen Zuschüsse für Kinderwunschbehandlungen bewilligt. Es ist mir ein Herzensanliegen, Paaren zu helfen, indem wir sie bei einer Kinderwunschbehandlung finanziell unterstützen. Mit der finanziellen Unterstützung von bis zu 1.800 Euro ermöglichen wir nun diesen Paaren, sich ihren Herzenswunsch zu erfüllen“, so Bayerns Familienministerin Carolina Trautner.

Gefördert werden verheiratete und nicht verheiratete Paare – mit einem gemeinsamen Hauptwohnsitz in Bayern – bei der ersten bis vierten Behandlung der In-Vitro-Fertilisation (IVF) sowie der Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI). Der Zuschuss beträgt bei der ersten bis dritten Behandlung bis zu 800 Euro (IVF) bzw. 900 Euro (ICSI) und bei der vierten Behandlung bis zu 1.600 Euro (IVF) bzw. 1.800 Euro. Bund und Freistaat Bayern übernehmen jeweils die Hälfte. Die Kinderwunschbehandlung kann in Bayern oder einem angrenzenden deutschen Bundesland durchgeführt werden.

Förderanträge können bayerische Kinderwunschpaare beim Zentrum Bayern Familie und Soziales stellen. Der Antrag, Informationen zu den Fördervoraussetzungen sowie die Förderrichtlinien des Freistaats Bayern und des Bundes sind unter ZBFS Bayern abrufbar. Häufige Fragen zu den Kinderwunschbehandlungen, Adressen von Beratungsstellen und Kinderwunschzentren sind auf Familienland Bayern eingestellt. Ein Fördercheck sowie weitere Informationen rund um das Thema Kinderwunsch sind auf dem Informationsportal des Bundesfamilienministeriums abrufbar.

-stmas-

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Lockdown
bis zum 10. Januar 2021
Ausgangssperre in bayerischen Landkreisen und Städten

– Die bestehenden Beschlüsse –

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Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder
haben einschneidende und befristete Maßnahmen beschlossen

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Region Bayern – In derzeit über 40 bayerischen Landkreisen und Städten gilt von 21:00 bis 5:00 Uhr zusätzlich zu den landesweiten Ausgangsbeschränkungen eine Ausgangssperre. Maßgeblich für diese Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen ist, ob ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) die 7-Tages-Inzidenz von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten hat. Die Maßnahmen gelten dann bis zur Aufhebung durch die jeweilige Kreisverwaltungsbehörde. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann kündigte die strikte Kontrolle der Maßnahmen durch die Bayerische Polizei an. „Wir forcieren den Kampf gegen das Virus weiter. Das wird uns nur gelingen, wenn sich alle an die Regeln halten. Deshalb werden wir das auch konsequent kontrollieren, auch mit Unterstützung mehrerer Hundertschaften der Bereitschaftspolizei. Insbesondere in den Hotspots gilt: Bleiben Sie daheim!“

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben einschneidende und befristete Maßnahmen beschlossen bzw. verlängert, um die mit Winterbeginn erheblich angestiegenen Corona-Infektionszahlen in Deutschland einzudämmen und damit auch schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle zu verhindern. Damit soll eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindert werden, denn Krankenhäuser und vor allem zahlreiche Intensivstationen sind durch die hohen Zahlen schwer erkrankter Corona-Patienten stark belastet. Es ist durch die Maßnahmen gelungen, vorübergehend das exponentielle Wachstum zu stoppen und das Infektionsgeschehen auf hohem Niveau zu stabilisieren. Mit der zunehmenden Mobilität und den damit verbundenen zusätzlichen Kontakten in der Vorweihnachtszeit befindet sich Deutschland nun wieder im exponentiellen Wachstum der Infektionszahlen. Eine weiter zunehmende Belastung des Gesundheitssystems und eine nicht hinnehmbare hohe Zahl täglicher Todesfälle sind die Folge. Deshalb sei es erforderlich, weitere tiefgreifende Maßnahmen zur Beschränkung von Kontakten zu ergreifen. Ziel ist es die Zahl der Neuinfektionen wieder so deutlich zu reduzieren wie es im Beschluss vom 25. November definiert ist, so dass es den Gesundheitsämtern wieder möglich wird, Infektionsketten möglichst vollständig identifizieren und unterbrechen zu können und so die Zahl der Erkrankten weiter zu senken. Bund und Länder danken der weit überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung, die mit ihrem besonnenen und rücksichtsvollen Verhalten während der gesamten Zeit der Pandemie dazu beiträgt, die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen. Dieser Gemeinsinn ist das höchste Gut und zugleich der wichtigste Erfolgsfaktor in der Pandemie.

Es wird u.a. dafür gesorgt, dass ein hohes Versorgungsniveau auch unter den schwieriger werdenden Bedingungen gewährleistet bleibt. Trotz der derzeit ernsten Lage geben die Fortschritte bei der Impfstoffentwicklung und Impfstoffzulassung die Hoffnung, dass Deutschland, wenn es gut durch diesen Winter kommt, im nächsten Jahr schrittweise die Pandemie überwinden kann und sich auch wirtschaftlich erholt.

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Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder appelliert: „Bleiben Sie zuhause!“

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Vor diesem Hintergrund vereinbarten die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder:

Die bestehenden Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder bleiben weiterhin gültig. Wie bereits auf der regulären Konferenz am 2. Dezember vereinbart, werden die Länder die bis zum 20. Dezember 2020 befristeten Maßnahmen im Rahmen der Anpassungen ihrer Landesverordnungen bis zum 10. Januar 2021 verlängern, sofern dieser Beschluss keine abweichenden Festlegungen trifft.

Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind weiterhin auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal fünf Personen zu beschränken. Kinder bis 14 Jahre sind hiervon ausgenommen.

Auch in diesem besonderen Jahr sollen die Weihnachtstage gemeinsam gefeiert werden können. Angesichts des hohen Infektionsgeschehens wird dies jedoch nur in deutlich kleinerem Rahmen als sonst üblichmöglich sein. In Abhängigkeit von ihrem jeweiligen Infektionsgeschehen werden die Länder vom 24. Dezember bis zum 26. Dezember 2020 – als Ausnahme von den sonst geltenden Kontaktbeschränkungen- während dieser Zeit Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis, also Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandten in gerader Linie, Geschwistern, Geschwisterkindern und deren jeweiligen Haushaltsangehörigen zulassen, auch wenn dies mehr als zwei Hausstände oder fünf Personen über 14 Jahren bedeutet. Angesichts des anhaltend hohen Infektionsgeschehens wird noch einmal eindrücklich an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, Kontakte in den fünf bis sieben Tagen vor Familientreffen in form einer Schutzwoche auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

Am Silvestertag und Neujahrstag wird bundesweit ein An- und Versammlungsverbot umgesetzt. Darüber hinaus gilt ein Feuerwerksverbot auf durch die Kommunen zu definierenden publikumsträchtigen Plätzen. Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester wird in diesem Jahr generell verboten und vom Zünden von Silvesterfeuerwerk generell dringend abgeraten, auch vor dem Hintergrund der hohen Verletzungsgefahr und der bereits enormen Belastung des Gesundheitssystems.

Der Einzelhandel – mit Ausnahme des Einzelhandels für Lebensmittel, der Wochenmärkte für Lebensmittel, Direktvermarktern von Lebensmitteln, der Abhol- und Lieferdienste, der Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, der Apotheken, der Sanitätshäuser, der Drogerien, der Optiker, der Hörgeräteakustiker, der Tankstellen, der Kfz-Werkstätten, der Fahrradwerkstätten, der Banken und Sparkassen, der Poststellen, der Reinigungen, der Waschsalons, des Zeitungsverkaufs, der Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, des Weihnachtsbaumverkaufs und des Großhandels – wird ab dem 16.Dezember 2020 bis zum 10. Januar 2021 geschlossen. Der Verkauf von non-food Produkten im Lebensmitteleinzelhandel, die nicht dem täglichen Bedarf zuzuordnen sind, kann ebenfalls eingeschränkt werden und darf keinesfalls ausgeweitet werden. Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester wird in diesem Jahr generell verboten.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege – wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, bleiben weiter möglich.

Auch an den Schulen sollen im Zeitraum vom 16. Dezember 2020 bis 10. Januar 2021 die Kontakte deutlich eingeschränkt werden. Kinder sollen dieser Zeit wann immer möglich zu Hause betreut werden. Daher werden in diesem Zeitraum die Schulen grundsätzlich geschlossen oder die Präsenzpflicht wird ausgesetzt. Es wird eine Notfallbetreuung sichergestellt und Distanzlernen angeboten. Für Abschlussklassen können gesonderte Regelungen vorgesehen werden. In Kindertagesstätten wird analog verfahren. Für Eltern werden zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, für die Betreuung der Kinder im genannten Zeitraum bezahlten Urlaub zu nehmen.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber werden dringend gebeten zu prüfen, ob die Betriebsstätten entweder durch Betriebsferien oder großzügige Home-Office-Lösungen vom 16.Dezember 2020 bis 10. Januar 2021 geschlossen werden können, um bundesweit den Grundsatz „Wir bleiben zuhause“ umsetzen zu können.

Die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause durch Gastronomiebetriebe sowie der Betrieb von Kantinen bleiben weiter möglich. Der Verzehr vor Ort wird untersagt. Der Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raumwird vom 16.Dezember bis 10. Januar untersagt. Verstöße werden mit einem Bußgeld belegt.

Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind nur unter folgenden Voraussetzungen zulässig: Der Mindestabstand von 1,5 Metern wird gewahrt, es gilt Maskenpflicht auch am Platz, der Gemeindegesang ist untersagt. Bei Zusammenkünften, in der Besucherzahlen erwartet werden, die zu einer Auslastung der Kapazitäten führen könnten, ist ein Anmeldungserfordernis einzuführen. In den kommenden Tagen werden darüber hinaus Gespräche innerhalb und mit den Glaubensgemeinschaften geführt, um zu geeigneten Regelungen für religiöse Zusammenkünfte zu kommen.

Für Alten- und Pflegeheime sowie mobile Pflegedienste sind besondere Schutzmaßnahmen zu treffen. Der Bund unterstützt diese mit medizinischen Schutzmasken und durch die Übernahme der Kosten für Antigen-Schnelltests. Neben dem Tragen einer FFP2-Maske ist in der aktuellen Phase hoher Inzidenz fast im ganzen Bundesgebiet das Testen des Pflegepersonals wichtig. Die Länder werden fener eine verpflichtende Testung mehrmals pro Woche für das Personal in den Alten- und Pflegeeinrichtungen anordnen. Solche regelmäßigen Tests sind ebenso für das Personal in mobilen Pflegediensten angezeigt. In Regionen mit erhöhter Inzidenz soll der Nachweis eines aktuellen negativen Coronatests für die Besucherinnen und Besucher verbindlich werden.

Bund und Länder betonen erneut, dass über die gemeinsamen Maßnahmen hinaus gemäß der Hotspotstrategiein allen Hotspots ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche sofort ein konsequentes Beschränkungskonzept regional umgesetzt werden muss. Bei weiter steigendem Infektionsgeschehen sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Bei besonders extremen Infektionslagen mit einer Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche und diffusem Infektionsgeschehen sollen die umfassenden allgemeinen Maßnahmen nochmals erweitert werden, um kurzfristig eine deutliche Absenkung des Infektionsgeschehens zu erreichen. Insbesondere sollen in Regionen lokale Maßnahmen nach §28a Abs. 2 InfSchGspätestens erwogen werden, darunter auch weitgehende Ausgangsbeschränkungen, wenn die Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche überschritten wird.

Bund und Länder appellieren eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger in der Zeit bis zum 10. Januar von nicht zwingend notwendigen Reisen im Inland und auch ins Ausland abzusehen. Sie weisen nachdrücklich darauf hin, dass bei Einreisen aus ausländischen Risikogebieten die Pflicht zur Eintragung in die digitale Einreiseanmeldung verpflichtend ist und dass eine Quarantänepflicht für einen Zeitraum von zehn Tagen nach Rückkehr besteht. Eine Beendigung der Quarantäne ist nur durch einen negativen Test möglich, der frühestens am fünften Tag nach der Einreise abgenommen wurde.

Die Maßnahmen führen dazu, dass einige Wirtschaftsbereiche auch im kommenden Jahr weiterhin erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssen. Daher wird der Bund die betroffenen Unternehmen, Soloselbständigen und selbständigen Angehörigen der Freien Berufe auch weiterhin finanziell unterstützen. Dafür steht die verbesserte Überbrückungshilfe III bereit, die Zuschüsse zu den Fixkosten vorsieht. Mit verbesserten Konditionen, insbesondere einem höheren monatlichen Zuschuss in Höhe von maximal 500.000 Euro für die direkt und indirekt von den Schließungen betroffenen Unternehmen, leistet der Bund seinen Beitrag, Unternehmen und Beschäftigung zu sichern. Für die von der Schließungbetroffenen Unternehmen soll es Abschlagszahlungen ähnlich wie bei den außerordentlichen Wirtschaftshilfen geben. Der mit den Schließungsanordnungen verbundene Wertverlust von Waren und anderen Wirtschaftsgütern im Einzelhandel und anderen Branchen soll aufgefangen werden, indem Teilabschreibungen unbürokratisch und schnell möglich gemacht werden. Zu inventarisierende Güter können ausgebucht werden. Damit kann der Handel die insoweit entstehenden Verluste unmittelbar verrechnen und steuermindernd ansetzen. Das sichert Liquidität.

Für Gewerbemiet- und Pachtverhältnisse, die von staatlichen Covid-19 Maßnahmen betroffen sind, wird gesetzlich vermutet, dass erhebliche (Nutzungs-)Beschränkungen in Folge der Covid-19-Pandemie eine schwerwiegende Veränderung der Geschäftsgrundlage darstellen können. Damit werden Verhandlungen zwischen Gewerbemietern bzw. Pächtern und Eigentümern vereinfacht.

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder werden im Zusammenhang der weiteren Infektionsentwicklung am 5.Januar 2021 erneut beraten und über die Maßnahmen ab 11. Januar 2021 beschließen.

-stmpg- Bild: Bundesregierung/Kugler, am

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Impfmaterial-Lieferung
hat begonnen

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Region Bayern – Das bayerische Gesundheitsministerium treibt die Vorbereitungen der Corona-Impfzentren weiter voran. Gesundheitsminiterin Huml sagte nach dem Besuch eines Lagers für Impfmaterial im Landkreis Landsberg am Lech: „Nun wird im großen Stil Impfmaterial angeliefert. Derzeit sind in diesem Lager bereits mehr als 2,8 Millionen Spritzen undm 24,9 Millionen Kanülen eingegangen und es werden laufend neue Lieferungen erwartet. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt, um wie vom Bund gefordert bis Mitte Dezember die Impfzentren vorzubereiten. Das Technische Hilfswerk (THW) unterstützt uns auch in diesem Bereich sehr tatkräftig und Effizient. Die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzkräfte kümmern sich darum, die Pakete mit Material für die einzelnen Landkreise bedarfsgerecht aufzuteilen und dorthin auszuliefern. Sie sind uns damit ein weiteres Mal eine große Hilfe im Kampf gegen die Corona-Pandemie.“

Insgesamt hat das Gesundheitsministerium bereits 40 Ultratiefkühlschränke sowie 34 Millionen Spritzen und 58 Millionen Kanülen bestellt. Weitere Beschaffungsvorgänge laufen noch. Auch der Aufbau der Impfzentren kommt gut voran. Aktuell stehen bereits 93 Standorte fest. Weitere sind in Planung. Mit der aktuell vorgesehenen Kapazität der Impfzentren sind täglich mehr als 30.000 Impfungen möglich. Neben dem Impfmaterial wurde auch eine weitere Tranche von 900.000 Antigen-Schnelltests angeliefert. Auch diese Lieferung wird umgehend nach einem Verteilschlüssel durch das THW konfektioniert und zur Auslieferung vorbereitet. Zeitgleich wurden zu diesem Wareneingang knapp 500.000 Schnelltests parallel an 42 Landrreise und Städte in Bayern ausgeliefert.

-stmgp-

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System
der Patientensteuerung
in der Krankenhausversorgung
an Katastrophenfall angepasst

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Region Bayern – Bayern hat das System der Patientensteuerung in der stationären Versorgung auf die weiterhin steigenden Belegungszahlen in den Krankenhäusern ausgerichtet. Die entsprechende Anpassung der Allgemeinverfügung zur Bewältigung erheblicher Patientenzahlen wurde am Tag der Feststellung des erneuten Katastrophenfalls in Bayern am 9. Dezember veröffentlicht. Sie ist am Donnerstag, 10. Dezember, in Kraft getreten.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte: „Es ist besorgniserregend, dass die Zahl der COVID-19-Erkrankten in den bayerischen Krankenhäusern erheblich ansteigt. Es wichtig, dass wir in unseren Krankenhäusern mit dem Notfallplan Corona-Pandemie die bewährten Organisations- und Entscheidungsstrukturen stärken, die in der Hochphase des Krisengeschehens von März bis Juni 2020 einen in allen Landesteilen geordneten und stets der aktuellen Situation angepassten Krankenhausbetrieb ermöglicht haben. Denn unser Ziel ist es, die akutstationäre Versorgung der Bevölkerung weiterhin bestmöglich zu gewährleisten.“

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann unterstrich: „Kernstücke sind die Einbeziehung der ärztlichen Leiter Krankenhauskoordinierung in die Struktur des Katastrophenschutzes und damit die Herstellung einer straffen Organisationsstruktur mit klaren Weisungsketten sowie eine Erweiterung der Befugnisse der Ärztlichen Leiter. So können sie etwa den vorübergehenden Einsatz von Personal einer Einrichtung in einer anderen Einrichtung anordnen oder Krankenhäusern die Durchführung aufschiebbarer Behandlungen untersagen, damit diese mit ihren Kapazitäten vorrangig zur Versorgung von COVID-19-Patitenten herangezogen werden können.“

„Für die Zeit der Krise gilt eine weitreichende Kooperationspflicht. Krankenhäuser, die zunächst nicht vorrangig mit der Behandlung von Corona-Fällen betraut werden, müssen die anderen Krankenhäuser mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entlasten. Das bedeutet in erster Linie, dass Patienten übernommen werden. Es kann aber auch darum gehen, mit Personal oder Ausstattung zu helfen“, so Huml.

„Darüber hinaus erhalten die Kreisverwaltungsbehörden die Aufgabe, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Personen, die keiner akutstationären Versorgung mehr bedürfen, nicht bis zum Ablauf ihrer Quarantänepflicht im Krankenhaus bleiben müssen und dort wertvolle Kapazitäten binden. Hierzu können geeignete Einrichtungen – u.a. Reha-Einrichtungen – beauftragt werden, Personen aufzunehmen, die zwar nicht mehr akutstationär behandelt werden müssen, bei denen aber die Gefahr einer Erregerübertragung noch nicht auszuschließen ist.“

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am 9. Dezember 2020 gemeinsam mit dem Innenministerium die entsprechende Allgemeinverfügung zur Bewältigung erheblicher Patientenzahlen in Krankenhäusern erlassen. Weitere Infos: verkuendung-bayern.de

-stmi-

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Freistaat
bereitet Corona-Impfungen vor

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Region Bayern – Die Bayerische Staatsregierung bereitet sich intensiv auf den Zeitpunkt vor, ab dem Schutzimpfungen gegen das Corona-Virus möglich sein werden. Zusammen mit den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden sollen bis Mitte Dezember in den bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten flächendeckend Impfzentren eingerichtet werden. Ergänzt werden soll dies durch mobile Impfteams. Die Einrichtung der Impfzentren kommt gut voran. Größtenteils stehen Impfstandorte schon fest oder das Vergabeverfahren ist weit fortgeschritten.

In der Anfangsphase wird ein Corona-Impfstoff nicht flächendeckend für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stehen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat deshalb gemeinsam mit der Leopoldina – Nationalen Akademie der Wissenschaften – und dem Deutschen Ethikrat erste Vorschläge für eine Priorisierung getätigt. Sobald weitere Daten zu einzelnen Impfstoffen vorliegen, wird die STIKO eine konkrete Impfempfehlung abgeben.

Das Bayerische Impfkonzept baut auf den bisherigen Vorschlägen der STIKO auf. Vorgesehen ist auf freiwilliger Basis zunächst eine Impfung für besondere Gruppen – wie Menschen hohen Alters und Menschen mit chronischen Erkrankungen. Weitere Beispiele sind Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Bewohner in stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Zu den Gruppen, die mit Priorität geimpft werden sollen, zählen ferner Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko – etwa aufgrund ihres Berufs (insbesondere medizinisches und pflegerisches Personal) sowie Berufsgruppen aus sensiblen Bereichen der kritischen Infrastruktur – wie Polizei, Feuerwehr und Gesundheitswesen.

Das für die Corona-Impfungen erforderliche medizinische Personal soll gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und dem Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV) gewonnen werden. Bisher haben sich bereits über 2.500 Vertragsärztinnen und -ärzte bereit erklärt, in Impfzentren oder mobilen Impfteams Impfungen durchzuführen. Die KVB ist bereit, die Einteilung der Ärztinnen und Ärzte zu übernehmen.

Um für eine zweite Welle gut gerüstet zu sein, hatte das Kabinett im Juli dieses Jahres den Aufbau eines strategischen Grundstocks und eines Bayerischen Pandemiezentrallagers beschlossen. Damit stehen dem Freistaat jetzt wichtige Materialreserven zur Verfügung, um auf einen möglichen erhöhten Bedarf schnell reagieren zu können. So befinden sich im Bayerischen Pandemiezentrallager mehrere Millionen Einheiten an Persönlicher Schutzausrüstung, insbesondere FFP2-Masken, FFP3-Masken und OP-Masken sowie Schutzanzüge und Schutzbrillen.

Teil des strategischen Grundstocks sind auch Beatmungs- und Monitorgeräte, die teilweise dezentral bei den Krankenhäusern vorgehalten werden sollen. Im Zentrallager befinden sich derzeit 486 einsatzfähige Beatmungsgeräte. Hinzu kommen 495 Beatmungsgeräte, die zwar zerlegt, aber kurzfristig aufbaubar sind – und 130 einsatzfähige Monitorgeräte. Die im Zentrallager befindlichen Beatmungs- und Monitorgeräte sollen als Reserve für besondere Ausbruchsereignisse zur Verfügung stehen.

Durch ein kürzlich abgeschlossenes Ausschreibungsverfahren wird der Bestand an Monitorgeräten im Zentrallager um weitere Monitorgeräte erhöht werden. Daneben hat das Bundesministerium für Gesundheit die Lieferung von Beatmungsgeräten und Monitorgeräten angekündigt. Die ersten dieser Monitorgeräte wurden bereits ausgeliefert, weitere sollen in den nächsten Monaten folgen. Diese Geräte sollen bedarfsgerecht an die bayerischen Krankenhäuser ausgeliefert werden. Außerdem wurde der Bestand an dezentralen Beatmungsgeräten in den bayerischen Krankenhäusern durch Direktlieferungen massiv erhöht.

-bsk-

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92 Corona-Impfzentren
bisher bestätigt

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Region Bayern – Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml treibt den Aufbau der Corona-Impfzentren zügig voran: „Bayernweit steht bereits der Standort von 92 Impfzentren fest. Weitere befinden sich in Planung, es handelt sich also um einen Zwischenstand. Mit der aktuell vorgesehenen Kapazität der Impfzentren sind täglich mehr als 30.000 Impfungen möglich. Der Aufbau der Impfzentren kommt sehr gut voran. Ziel ist es, bis Mitte Dezember einsatzbereit zu sein. Ich sehe uns hier auf einem guten Weg. Ich danke den Kreisverwaltungsbehörden, die hier federführend aktiv sind, sowie allen beteiligten Organisationen und Ärztinnen und Ärzten für die enge und konstruktive Zusammenarbeit. Wenn der Impfstoff da ist, wollen wir so schnell es geht mit dem Impfen beginnen. In der Anfangsphase wollen wir daher sieben Tage die Woche impfen. Wann wir konkret mit dem Impfen beginnen können, hängt aber davon ab, wann ein Impfstoff zugelassen und geliefert wird. Wir tun alles dafür, dass wir organisatorisch bis dahin vorbereitet sind. Die Absprache zwischen Bund und Ländern ist klar: Der Bund beschafft den Impfstoff, die Länder kümmern sich um Logistik und Organisation.“

Die Ministerin verwies darauf, dass in der Anfangsphase nicht genügend Impfstoff für einen flächendeckenden Einsatz vorliegen wird. Nach der aktuellen Planung wird zum Beginn der Schwerpunkt auf der Arbeit der mobilen Impfteams liegen, die insbesondere in vollstationäre Pflegeeinrichtungen fahren. Auch in den Impfzentren werden in der Anfangsphase Impfungen nur von berechtigten Personen und nach verbindlicher Terminvereinbarung möglich sein.

-stmgp-

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Fünf Spieler
der „Tölzer Löwen“ positiv getestet

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Region Bad Tölz – Fünf Spieler der „Tölzer Löwen“ des Bad Tölzer-Eishockeyvereins haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das Team hatte sich testen lassen, nachdem in der Mannschaft des Gegners vom Sonntag positive Fälle aufgetreten waren. Die fünf infizierten Spieler müssen nun in Isolation, 13 weitere Spieler sowie vier Betreuer müssen als Kontaktpersonen 1 in Quarantäne. Das Gesundheitsamt hatte sich am Donnerstag, nachdem die Testergebnisse bekannt geworden waren, mit allen Spielern in Verbindung gesetzt. Die Kategorisierung des weiteren Personals läuft. Nicht in Quarantäne sind drei Spieler, die im infektiösen Zeitraum nicht anwesend waren sowie die vier Schiedsrichter. Letztere wurden als Kontaktpersonen II eingestuft. Die Quarantäne für die als Kontaktpersonen 1 kategorisierten Spieler endet am 5. Dezember.

-latöl-

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Pflegestützpunkte
können mit bis zu 20.000 Euro
gefördert werden

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Region Bayern – Das bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium baut die Beratungsstrukturen für Pflegebedürftige und deren Angehörige weiter aus. „Die Aufnahme von Pflegestützpunkten in eine Regelförderung ist ein Meilenstein für die Beratung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Pflegestützpunkte sind leicht zugängliche Beratungsangebote für alle Themen rund um die Pflege. Sie sind zentrale Anlaufstellen und vernetzen die regional verfügbaren pflegerischen Angebote, um Beratung und Unterstützung aus einer Hand anzubieten“, betonte die bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml.

Landkreise, kreisfreie Städte und Bezirke können gemeinsam mit den Pflege- und Krankenkassen Pflegestützpunkte einrichten. Um den weiteren Ausbau von Pflegestützpunkten zu unterstützen, können diese ab 2021 mit jährlich bis zu 20.000 Euro gefördert werden. Zuwendungsempfänger sind Kommunen, die sich an der Trägerschaft eines Pflegestützpunkts beteiligen. Bei einer räumlichen Anbindung an eine Fachstelle für pflegende Angehörige erhöht sich die Förderpauschale für insgesamt maximal drei Jahre um jährlich bis zu 3.000 Euro.

Bereits seit November 2019 können Pflegestützpunkte eine bisher einmalige Förderung beantragen. Darüber hinaus fördert der Freistaat ein gut etabliertes und in dieser Form in Deutschland einzigartiges Netz von über 100 Fachstellen für pflegende Angehörige mit jährlich bis zu 1,6 Millionen Euro. Die Fachstellen für pflegende Angehörige haben die Aufgabe, pflegende Angehörige auch längerfristig bei ihrer oft kräftezehrenden Aufgabe psychosozial zu begleiten, Betreuungs- und Entlastungangebote, wie beispielsweise Helferkreise oder Betreuungsgruppen anzubieten sowie insbesondere auch Angehörige von Menschen mit einer Demenzerkrankung zu informieren und zu begleiten.

Anträge auf Regelförderung für das Jahr 2021 können noch bis 31.12.2020 beim Bayerischen Landesamt für Pflege gestellt werden. Weitere Informationen: pflegestuetzpunkte.bayern.de

-stmgp-

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Qualitätssiegel
für die Chirurgie
der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz

Region Bad Tölz – Der Fachbereich „Chirurgie“ der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz wurde von der von der Deutschen Herniengesellschaft (DHG) mit dem Qualitätssiegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ ausgezeichnet. Unter anderem bei Leisten-, Nabel-, Zwerchfell- oder Narbenbrüchen sind Betroffene in der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz damit in den besten Händen. „Herzlichen Glückwunsch an Chefärztin Dr. med. Heike Kremser und das gesamte Team der Chirurgie. Diese Auszeichnung ist eine Anerkennung für die hervorragende Arbeit die der Fachbereich hier täglich leistet“, betonte der Geschäftsführer der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz, Felix Rauschek.

Als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Hernienchirurgie und der Europäischen Herniengesellschaft nehmen die Fachärzte der Stadtklinik am nationalen und internationalen wissenschaftlichen Austausch regelmäßig teil. „Unser Ziel ist es, jeden Patienten individuell zu beraten und ihm die bestmögliche Therapie zukommen zu lassen, so dass eine zügige, schmerzarme und dauerhafte Heilung erreicht wird“, so Dr. med. Heike Kremser, Chefärztin für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie an der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz. Gemeinsam mit dem Leitenden Oberarzt Dr. med. Marc Krumrey, den Oberärzten Hubert Chang, Martin Lang und Raimund Novak sowie dem gesamten Team deckt sie nahezu das gesamte Behandlungsspektrum der Hernienchirurgie ab. 

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Chefärztin Dr. med. Heike Kremser präsentiert das
Qualitätssiegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“
der Deutschen Herniengesellschaft

-am- Bild: ch

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Ambulante
Vorsorgemaßnahmen
in anerkannten Kurorten
sollen Pflichtleistungen werden

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Region Bayern – Der Referentenentwurf des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) aus dem Bundesgesundheitsministerium sieht eine Änderung im Sozialgesetzbuch (SGB V) vor. Danach soll die sogenannte „Ambulante Badekur“ von einer Ermessens- in eine Pflichtleistung umgewandelt werden. Damit wird klargestellt, dass Versicherte einen gesetzlichen Anspruch auf diese wertvollen Vorsorgemaßnahmen haben. Die ambulanten Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten nach § 23 Abs. 2 SGB V hatten in den vergangenen Jahren regelmäßige Rückgänge zu verzeichnen.

Gesundheitsbewusstsein, Fitness und Prävention haben in Bayern seit jeher einen besonders hohen Stellenwert. Mit 53 hochprädikatisierten Heilbädern und Kurorten bietet Bayern ein einzigartiges Gesundheitsangebot. Seiner geologischen Vielfalt verdankt Bayern zahlreiche Thermal- und Heilwasserquellen, Mineral- und Solequellen sowie Moore, die zu den unterschiedlichsten Therapiezwecken genutzt werden können.

Bayerns Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek begrüßte die Pläne aus dem Bundesgesundheitsministerium, die sogenannte „Ambulante Badekur“ in eine Pflichtleistung umzuwandeln. Der Staatssekretär betonte anlässlich einer Online-Veranstaltung zum Bayerischen Heilbädertag: „Vorsorge und Rehabilitation sind der Schlüssel dafür, dass wir in Zukunft nicht nur älter, sondern vor allem gesünder älter werden können. Bayerische Kurorte und Heilbäder als Zentren nachhaltiger Erholung spielen dabei eine entscheidende Rolle. Gesundheitsförderung und Prävention müssen noch stärker als bisher ins Blickfeld gerückt werden. In Anbetracht des demografischen Wandels und des Anstiegs der chronischen Erkrankungen ist es von besonderer Bedeutung, die medizinische Vorsorge zu stärken. Dazu muss es uns gelingen, die Lebensverhältnisse gesundheitsgerecht zu gestalten sowie die Eigenverantwortung der Menschen zu stärken. Sie sollen motiviert werden, ein gesundheitsorientiertes Leben zu führen. Bayern ist Bäderland Nummer 1: Unsere Heilbäder und Kurorte setzen mit modernen, medizinischen Kompetenzzentren für Kur, Reha und Prävention Maßstäbe in der deutschen Gesundheitslandschaft. Erfahrene Ärztinnen und Ärzte bieten Check-ups und Therapien an, die klassische Kuranwendungen mit hochmodernen Methoden kombinieren. Gleichzeitig können sich die Patienten in einer traditionsreichen und naturnahen Landschaft erholen. Gerade für Menschen, die zu Hause ihre Angehörigen pflegen, sind solche Kuren ein echter Gewinn. Die Bayerischen Heilbäder und Kurorte repräsentieren das „gesunde Bayern“ und leisten damit einen herausragenden Beitrag für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung.“

-stmgp-

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Naloxon-Nasenspray
kann bei Überdosierungen
Leben retten

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Im letzten Jahr starben 650 Menschen an einer Opioidvergiftung. Schätzungen zufolge sind bei Überdosierungen in zwei von drei Fällen jedoch andere Personen anwesend, die helfen könnten und helfen wollen. Im Rahmen des bayerischen Modellprojekts „BayTHN – Take Home – Naloxon in Bayern“ an der Universitätsklinik Regensburg wurden Opioidabhängige, deren Angehörige oder ihnen nah stehende Personen im Umgang mit dem Nasenspray Naloxon unterrichtet. Bisher kam das lebensrettende Medikament unter knapp 500 Schulungsteilnehmern bereits 69 Mal erfolgreich zum Einsatz. Die Wirkung des Nasensprays ist bei richtiger Anwendung schnell und einfach und kann die Wirkung von Opioiden ganz oder vorübergehend aufheben. Das bayerische Gesundheitsministerium fördert das Projekt bis Ende des Jahres mit 330.000 Euro.

Daniela Ludwig, Drogenbeauftragte der Bundesregierung: „Opioidabhängige sterben viel zu häufig an einem Atemstillstand. Auch wenn die Detailauswertung des Projektes der Bayerischen Staatsregierung noch aussteht, können wir jetzt schon sagen: Naloxon kann Leben retten. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es bundesweit solche Schulungen geben wird. Hier muss der Bund auch Geld ausgeben, damit zukünftig weniger Schwerstabhängige an ihrem Drogenkonsum sterben!“

Bayerns Staatssekretär für Gesundheit und Pflege, Klaus Holetschek, sieht im erfolgreichen Naloxon-Modellprojekt einen wichtigen Baustein zur Verhinderung des Drogentods. „Wir dürfen auch in Corona-Zeiten andere wichtige Aufgaben nie aus dem Blick verlieren. Das bayerische Naloxon-Projekt hat sich seit seinem Start bewährt“, so Holetschek.

Das Projekt läuft seit Oktober 2018 und wird federführend von der Universität Regensburg in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Bamberg umgesetzt. Beteiligt sind verschiedene Einrichtungen der bayerischen Suchthilfe an den fünf Standorten Regensburg, München, Nürnberg, Ingolstadt und Augsburg. Staatssekretär Holetschek betonte: „Mit dem Naloxon-Projekt können wir Opioidabhängige zielgerichtet unterstützen und so einen entscheidenden Schutzfaktor gegen den Drogentod schaffen. Deshalb ist es wichtig, dass wir Projekte wie dieses fördern. Wir werden in Bayern die Schulungen ausweiten, damit in Zukunft noch mehr Betroffene erreicht werden.“

-stmgp-

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Reform
der Grundsicherung

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Die Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende hat als wichtiger Baustein der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik zu einer positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt beigetragen. Das Prinzip „Fördern und Fordern“ hat sich bewährt, auch wenn bei vielen Leistungsberechtigten und in Teilen der Gesellschaft weiterhin Vorbehalte bestehen. In einigen Teilbereichen besteht gesetzlicher Änderungsbedarf.

Die Landesarbeitsministerinnen und -minister der Länder Bayern, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen haben in einem gemeinsamen Papier Eckpunkte für eine Reform der Grundsicherung vorgelegt. Ziel ist es, die Grundsicherung so weiterzuentwickeln, dass die Leistung und Lebensleistung der Leistungsberechtigten bei der Ausgestaltung des Leistungsrechts verstärkt berücksichtigt werden, dass mehr positive Anreize gesetzt werden und dass die Akzeptanz des gesamten Systems in der Bevölkerung erhöht wird.

Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll durch moderate Anpassungen optimiert werden. Manche der vorgeschlagenen Änderungen sollten durch eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe unter Hinzuziehung von Experten aus Wissenschaft, Praxis und der Sozialgerichtsbarkeit begleitet werden.

Eckpunkte für eine Reform der Grundsicherung:

Höhere Einkommens-Freibeträge für Erwerbsaufstocker
Bayerns Arbeitsministerin Carolina Trautner: „Ich finde es wichtig, dass die Grundsicherung für Arbeitsuchende ergänzt und weiterentwickelt wird: Die Leistung und Lebensleistung der Menschen muss verstärkt berücksichtigt werden. Deshalb sollten die Einkommens-Freibeträge für Erwerbsaufstocker erhöht werden. Das könnte einen Anreiz schaffen, die Erwerbstätigkeit über den geringfügigen Bereich hinaus auszuweiten. Dies muss sich immer finanziell positiv auf die Beschäftigten auswirken.“

Ein höherer Vermögens-Grundfreibetrag
Beim Vermögens-Grundfreibetrag geht es darum, unter welchen Voraussetzungen Leistungsberechtigte das Ersparte veräußern und vom Erlös den laufenden Lebensunterhalt bestreiten müssen. Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann: „Anerkennung der Lebensleistung bedeutet für mich auch, dass die Menschen nicht jeden selbst verdienten Groschen, den sie über die Jahre abgezwackt haben, aufbrauchen müssen, bevor sie Anspruch auf staatliche Hilfe bekommen. Das ist nicht gerecht und motiviert auch nicht, privat für den Ruhestand oder schlechte Zeiten vorzusorgen. Deswegen fordern wir einen höheren Vermögens-Grundfreibetrag in der Grundsicherung für Arbeitsuchende.“ Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe betonte diesbezüglich: „Wir müssen den Bürgern und Bürgerinnen die Angst nehmen, dass ihre bisherige Lebensleistung bei der Beantragung von „SGB II Leistungen“ nicht berücksichtigt wird. Das Vermögen von Leistungsberechtigten, die zuvor sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben oder selbstständig waren, muss stärker geschützt werden. Dafür wollen wir den Vermögengrundfreibetrag erhöhen, damit sich Vorsorge und Sparen lohnt. Hierfür müssen nachvollziehbare und gerechte Lösungen gefunden werden.“

Ein besserer Vermögensschutz für Grundstücke
Dabei geht es darum, unter welchen Voraussetzungen Leistungsberechtigte ihr erspartes Altersvorsorgevermögen vor Eintritt in den Ruhestand veräußern und vom Erlös den laufenden Lebensunterhalt bestreiten müssen. Baden-Württembergs Arbeits- und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Wir sollten selbstgenutztes Wohneigentum erhalten – ganz besonders dann, wenn Menschen ihr erarbeitetes Vermögen vorrangig in ihr Wohneigentum investiert haben und gegen Ende ihres Arbeitslebens auf Grundsicherungsleistungen angewiesen sind. Darum sollte der Freibetrag für „Wohneigentum im SGB II“ gleich hoch sein wie der Freibetrag für geldwerte Altersvorsorgeansprüche. Bezahlbarer Wohnraum ist knapp und nicht nur in großen Ballungszentren herrscht vielerorts Wohnungsnot. Auch deshalb sollten Menschen, die ihr erarbeitetes Vermögen in Wohneigentum investiert haben, nicht schlechter gestellt sein.“

Eine gesetzliche Neuregelung der Sanktionen
Alle vier Ministerinnen und Minister betonten auch die Bedeutung der Sanktionsregelungen. Die vom Bundesverfassungsgericht gerügten Regelungen sind aufzuheben. Zugleich müssen zusätzliche, schärfere Regelungen für diejenigen Personen geschaffen werden, die sich Mitwirkungspflichten beharrlich verweigern. Es widerspricht dem Gedanken der Subsidiarität und überdehnt die Solidarbereitschaft der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, wenn einzelne Personen eine reale und zumutbare Arbeitsmöglichkeit auch nach Anwendung der neuen Sanktionsregelungen beharrlich ablehnen.

-stmas-

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Keine Kontrolltests
nach Ablauf der Quarantänezeit erforderlich

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Von behördlicher Seite ist kein negativer Coronatest zur Aufhebung einer Quarantäneanordnung vorgesehen. Die Anordnungen werden für Personen ausgesprochen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden oder in der Kontaktpersonenermittlung eines bestätigten Falls als direkte Kontaktpersonen (Kategorie 1) eingestuft wurden. Die Dauer der Quarantäne richtet sich danach, ob der Infektionszeitraum eingegrenzt werden kann beziehungsweise nach der Dauer einer möglichen Inkubation im Falle von Kontaktpersonen.

In der Regel müssen Betroffene mit einer häuslichen Isolation von rund zwei Wochen rechnen. Anschließend kann aus medizinischer Sicht angenommen werden, dass von diesen Personen kein Ansteckungsrisiko mehr ausgeht. Im Einzelfall ist denkbar, dass je nach Gesundheitszustand eine Verlängerung der Quarantäne veranlasst werden muss. Krankschreibungen haben jedoch stets durch eine Ärztin bzw. einen Arzt zu erfolgen, hierfür ist das Gesundheitsamt ausdrücklich nicht zuständig. Ein abschließender Nachweis der Genesung durch einen Test nach der Quarantäne wird vom Gesundheitsamt weder eingefordert, noch durchgeführt: Mit Ablauf der Quarantäneanordnung endet der Einflussbereich der Behörde. Für eine Rückkehr der Personen an ihre Arbeitsplätze sind die individuellen, arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben der Arbeitgeber zu beachten. Vom Arbeitgeber angeordnete und gesetzlich nicht vorgeschriebene Tests haben bislang keine eindeutige Rechtsgrundlage.

Wer in Quarantäne Symptome entwickelt, muss zum Hausarzt
Alle Kontaktpersonen, für die das Gesundheitsamt aus Gründen des Infektionsschutzes eine häusliche Quarantäne angeordnet hat und die im Laufe dieser Zeit Erkrankungssymptome entwickeln, sollen sich im Bedarfsfall telefonisch zur Beratung an ihre Hausarztpraxen zu wenden. Die Kriesverwaltungen weisen explizit darauf hin, dass in diesen Fällen unbedingt von einer Fahrt zum Corona-Testzentrum abgesehen werden sollte. Sollte die Hausarztpraxis keinen Test anbieten können, kann dennoch über den Hausarzt eine entsprechende Vermittlung an eine andere Praxis erfolgen.

-laa-

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In Fitnessstudios
darf unter bestimmten Voraussetzungen
trainiert werden

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Region Bayern – Fitnessstudios müssen während des Lockdowns im November nicht vollständig schließen. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) herausgegeben hat. Der BayVGH hat dem Eilantrag des Inhabers eines Fitnessstudios stattgegeben, der gegen diese allgemeine Regelung der 8. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung geklagt hatte. Damit ist der Betrieb von Fitnessstudios nicht vollständig untersagt, sondern unter bestimmten Bedingungen möglich.

So kann Individualsport auch im Fitnessstudio ausgeübt werden. Grundsätzlich darf man allein, zu zweit oder mit den Mitgliedern des eigenen Haushalts im Fitnessstudio trainieren. Diese Regelung gilt je Raum. Das heißt, sollte das Studio über mehrere, voneinander abgetrennte Räumlichkeiten verfügen, so kann in diesen jeweils nur allein, zu zweit oder mit den Mitgliedern des eigenen Haushalts trainiert werden. Dabei muss sichergestellt sein, dass sich die Personen aus den unterschiedlichen Räumlichkeiten nicht untereinander begegnen.

-lanu-

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Wohnortnahe Pflege
ausbauen

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Region Bayern – Das bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium will das wohnortnahe Pflegeangebot weiter ausbauen und so das Leben in den eigenen vier Wänden länger möglich machen. „Wir gehen davon aus, dass es im Jahr 2050 mehr als 670.000 pflegebedürftige Menschen in Bayern geben wird. Im Vergleich zum Jahr 2017 wäre das ein Zuwachs von 62 Prozent. Auf diese Herausforderung müssen wir uns schon heute vorbereiten. Wir brauchen attraktive Angebote, um trotz Pflegebedarfs möglichst lange auch in der eigenen Wohnung leben zu können“, erklärte die bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml.

Dazu richtet das Gesundheitsministerium kürzlich die erste – aufgrund der Corona-Pandemie digitale – „Fachkonferenz Wohnen und Pflege“ aus. „Auch die Corona-Pandemie zeigt uns, wie wichtig es ist, dezentrale Pflegestrukturen zu schaffen. Die Zukunft der pflegerischen Versorgung liegt im Wohnquartier, in dem Menschen gepflegt werden. Möglichst lange zu Hause zu leben, ist der Wunsch der meisten Menschen. Mit unserer Fachtagung wollen wir über Beispiele aus der Praxis für ein gelungenes Zusammenspiel von Wohnen und Pflege informieren. Dafür haben wir schon viel getan. Für 2020 sind hierfür 60 Millionen Euro im bayerischen Haushalt veranschlagt, um das Förderprogramm zum Ausbau von Pflegeplätzen, „PflegesoNah“, zu unterstützen. Die Nachfrage ist groß: Die Fördermittel waren schon im März verplant. Uns geht es dabei vor allem darum, Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflegeplätze sowie ambulant betreute Wohngemeinschaften und Pflegeheime, die sich in den sozialen Nahraum öffnen zu unterstützen. Mehr als 1.100 Pflegeplätze und 3 Begegnungsstätten für Pflegebedürftige konnten wir dieses Jahr bereits fördern“, so Huml. Weitere Informationen: fachkonferenz-wohnenundpflege.bayern.de

-stmgp-

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Rund 800.000 Euro
für bayerischen Forschungsverbund „FOR-COVID“

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Region Bayern – Das Bayerische Wissenschaftsministerium hat zum Coronavirus SARS-CoV-2 den bayerischen Forschungsverbund FOR-COVID eingerichtet. Dafür stellt der Freistaat rund 800.000 Euro an Fördermitteln für dieses und nächstes Jahr bereit. Beteiligt sind die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg, die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, die Technische Universität (TUM) München, die Universität Regensburg und die Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg sowie das Bundeswehr-Institut für Mikrobiologie in München.

Im Rahmen von neun Projekten erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der kooperierenden Hochschulen Möglichkeiten zur Vorbeugung und zur Vorbereitung auf Epidemien, zur Infektionsprävention, zur aktiven und passiven Immunisierung durch Impfung, zur Verbesserung der antiviralen Therapiemöglichkeiten sowie zum besseren Verständnis der Entstehung und Entwicklung der Krankheit.

Der Forschungsverbund will durch eine bayernweite, interdisziplinäre Kooperation dazu beitragen, die derzeitige Pandemie beherrschbarer zu machen und auf zukünftige ähnliche Krisen besser vorbereitet zu sein und arbeitet auch mit Forschungsgruppen in Sachsen in einem bayerisch-sächsischen Forschungsnetzwerk zu SARS-CoV-2 zusammen. Sprecherin des bayerischen Forschungsverbunds FOR-COVID ist die Virologin Prof. Dr. Ulrike Protzer von der Technischen Universität (TUM) München. Ihre Stellvertreter sind Prof. Dr. Oliver Keppler vom Max-von-Pettenkofer Institut – Virologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sowie Prof. Dr. Joerg Vogel vom Institut für Molekulare Infektionsbiologie der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg.

-stmwk-

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Bayern
beschließt schnelle und konsequente Maßnahmen
im Kampf gegen Corona

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Unser Land steht in der Pandemie erneut an einem Scheideweg: Jetzt und in diesen Tagen entscheidet sich, wie Deutschland und der Freistaat Bayern die zweite Infektionswelle überstehen und wie die durch die Pandemie verursachten Gesamtschäden für Leben, Gesundheit, Wirtschaft und Gesellschaft so klein wie möglich gehalten werden können“, erklärte der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder und ergänzte: „Der bayerische Kurs der Vorsicht und Umsicht, der uns bislang vergleichsweise gut durch die Pandemie geführt hat, bleibt oberste Maxime: Lieber frühzeitig und entschlossen handeln als zu zögern und zum Getriebenen einer ungebremsten Entwicklung zu werden. Wie schnell die Pandemie sich entwickeln und auch ein gut organisiertes Land an den Rand seiner Leistungsfähigkeit bringen kann, zeigen die aktuellen Zahlen aus anderen Staaten. Handeln wir jetzt entschlossen, so können wir die Schäden begrenzen und mit Optimismus in die Weihnachtstage und das Jahr 2021 gehen. Um gemeinsam gut durch die Krise zu kommen, sind nicht in erster Linie die staatlichen Anordnungen entscheidend. Entscheidend ist vielmehr, dass jede und jeder Einzelne den Ernst der Lage erkennt und sich entsprechend verhält. Es geht nicht um Loyalität gegenüber dem Staat, sondern um Solidarität gegenüber der Gesellschaft und um die Sorge jedes Einzelnen um die Gesundheit aller. Jeder muss sich bewusst sein: Nun kommt es auf sein ganz persönliches Verhalten an. Wir haben aus der Situation im Frühjahr gelernt. Das bedeutet: Trotz starker Beschränkungen wollen wir die Wirtschaft, die bereits während des ersten Lockdowns erheblich getroffen wurde, am Laufen halten sowie Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen offenlassen. Dies sind wir unseren Kindern schuldig, damit nehmen wir auch auf die Lebenssituation von Familien mit Kindern Rücksicht. Schließlich sollen die ältere Generation und Menschen mit Behinderungen vor Vereinsamung und sozialer Isolation bewahrt werden, ohne deren besonders erforderlichen gesundheitlichen Schutz zu vernachlässigen. Unser Wissen über die Infektionswege, das Virus und über die Wirksamkeit von Maßnahmen hat sich verbessert. Das erlaubt es, jetzt gezielter und selektiver vorzugehen. Vor allem durch erhebliche Einschnitte im Freizeitbereich werden wir persönliche Kontakte massiv reduzieren und so das Infektionsgeschehen abbremsen.“

Grundlegende Beschränkung der Kontakte notwendig
Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben vor diesem Hintergrund am 28. Oktober beschlossen, deutschlandweit abgestimmte und überall einheitlich durchzuführende Maßnahmen zu treffen. Die bayerische Staatsregierung begrüßt dieses konzertierte Handeln von Bund und Ländern und wird die getroffenen Beschlüsse konsequent und umgehend in Landesrecht umsetzen. Alle Maßnahmen sollen daher auch für Bayern ab 2. November in Kraft treten. Das sind folgende zusätzliche Maßnahmen:

Wichtigste Maßnahme in der kommenden Zeit wird es sein, Abstand zu halten und Kontakte zu verringern. Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands sind auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Der Aufenthalt im öffentlichen wie im privaten Raum ist begrenzt auf die Angehörigen des eigenen Hausstands und eines weiteren Hausstands, jedoch in jedem Fall auf maximal zehn Personen. Darüber hinaus gehende Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der Lage in unserem Land inakzeptabel.

Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – zu verzichten. Das gilt im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge. Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt.

Geschlossen werden Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind. Dazu gehören: Theater, Opern, Konzerthäuser und ähnliche Einrichtungen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen, Prostitutionsstätten, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Thermen, Fitnessstudios, Wellnesseinrichtungen, Museen, Zoos und ähnliche Einrichtungen.

Geschlossen werden: Messe-, Kongress- und Tagungsveranstaltungen sowie der Freizeit- und Amateursportbetrieb – mit Ausnahme des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen. Profisportveranstaltungen können nur ohne Zuschauer stattfinden.

Veranstaltungen aller Art werden untersagt, ausgenommen sind verfassungsrechtlich geschützte Bereiche – u.a. Gottesdienste, Versammlungen nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz. Geschlossen werden: Gastronomiebetriebe sowie Bars, Kneipen und ähnliche Einrichtungen. Geschlossen bleiben Clubs und Diskotheken. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause sowie der Betrieb von Kantinen.

Geschlossen werden: Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege – wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen – z. B. Physio-, Ergo-, Logotherapie, Podologie / Fußpflege – bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.

Der Groß- und Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Es darf sich in den Geschäften aber weiterhin nur ein Kunde je zehn Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten. Schulen und Kindergärten bleiben offen. Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe sowie vergleichbare Beratungseinrichtungen bleiben geöffnet. Weiter gehende Anordnungen der örtlichen Behörden bleiben unberührt.

Es gelten außerdem landesweit auch die bereits jetzt für Gebiete mit einer Inzidenz größer 50 geltenden Maßnahmen – wie insbesondere die Maskenpflicht an den Schulen – einschließlich Grundschule – auf frequentierten öffentlichen Plätzen und am Arbeitsplatz, das ab 22:00 Uhr geltende Alkoholkonsumverbot auf stark besuchten öffentlichen Plätzen oder das ebenfalls ab 22:00 Uhr geltende Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen und durch Lieferdienste.

Befristung und Evaluierung der Maßnahmen
Die getroffenen Maßnahmen sind bis Ende November befristet. Bis dahin muss sich zeigen, ob die getroffenen Maßnahmen eine erkennbare Tendenz zur Abschwächung der Infektionsentwicklung auslösen und es gelingt, das ungezügelte Ansteigen der Infektionszahlen zu brechen. Die Maßnahmen werden ferner bereits zwei Wochen nach ihrem Inkrafttreten evaluiert und gegebenenfalls erfolgen notwendige Anpassungen.

Bayern begrüßt Finanzhilfen des Bundes für betroffene Branchen
Die bayerische Staatsregierung begrüßt die Zusage des Bundes, mit einem Finanzvolumen von bis zu 10 Mrd. Euro allen von den temporären Schließungen betroffenen Unternehmen, Betrieben, Selbständigen, Vereinen und Einrichtungen eine außerordentliche Wirtschaftshilfe zu gewähren, um sie für finanzielle Ausfälle zu entschädigen. Der Bund plant einen Erstattungsbetrag von 75 Prozent des entsprechenden Umsatzes des Vorjahresmonats für Unternehmen bis 50 Mitarbeiter, womit die Fixkosten des Unternehmens pauschaliert würden. Die Prozentsätze für größere Unternehmen wird nach Maßgabe der Obergrenze der einschlägigen beihilferechtlichen Vorgaben ermittelt. Die bayerische Staatsregierung begrüßt ferner, dass der Bund Hilfsmaßnahmen für Unternehmen verlängern und die Konditionen für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche mit der Überbrückungshilfe III verbessern will. Das betrifft zum Beispiel den Bereich der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft und die Soloselbständigen. Außerdem will der Bund den KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten öffnen und anpassen.

Bonus für Personal im Öffentlichen Gesundheitsdienst
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) zeigen herausragende Leistungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die bayerische Staatsregierung würdigt diesen engagierten Einsatz nun mit einem Bonus von einmalig 500 Euro. Der Corona-Bonus soll allen mithelfenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in staatlichen und kommunalen Gesundheitsämtern, den Regierungen, des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, des Landesamts für Pflege sowie des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege zugutekommen. Insgesamt profitieren davon rund 6.800 Personen. Dafür sind 3,5 Mio. Euro aus dem Corona-Sonderfonds vorgesehen.

Beim Öffentlichen Gesundheitsdienst liegt seit Beginn der Pandemie vor etwa acht Monaten eine der Hauptlasten bei den Bemühungen zur Eindämmung des Coronavirus. Die Aufgaben sind vielfältig, umfassend und zeitintensiv. Zum Arbeitsbereich zählen beispielsweise die Nachverfolgung von Kontaktpersonen und Infektionsketten (Contact Tracing), die Überwachung von Quarantänemaßnahmen und die Beratung bei der Erstellung von Hygienekonzepten.

-bsr-

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Recipharm in Wasserburg
ist an der Entwicklung
eines Corona-Impfstoffes beteiligt

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Region Rosenheim – Corona ist derzeit das alles beherrschende Thema. Das galt auch für den Besuch von Landrat Otto Lederer, Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl und IHK Geschäftsstellenleiter Wolfgang Janhsen beim Pharmaindustrie-Unternehmen Recipharm. In der Hochzeit der Corona-Pandemie im Frühjahr stellten rund zwei Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freiwillig am Wochenende Desinfektionsmittel her, die dem Landkreis, Schulen, Vereinen, der Wasserburger Tafel, Ärzten oder Physiotherapeuten kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Auch Mundschutz, Handschuhe und Overalls wurden gespendet. Landrat Lederer bedankte sich für dieses großartige Engagement und Zeichen der Solidarität.

Das Pharmaindustrie-Unternehmen Recipharm will seinen Standort in Wasserburg weiter ausbauen. In einem ersten Schritt ist ein Energiegebäude geplant. Ferner soll das älteste Bestandsgebäude, wenn möglich abgerissen und durch einen Neubau mit identischer Fassadengestaltung ersetzt werden. „Der Standort soll für die kommenden zwei Jahrzehnte“ zukunftsfähig gemacht werden, so Isele. Die Entwicklung der Erweiterungs- und Umbaupläne begann schon vor der Corona-Pandemie. Ihre Realisierung ist aber auch wegen der Pandemie notwendig. Nach Auskunft des Standortleiters unterstützt Recipharm ein Unternehmen, dessen Namen er nicht nennen wollte, bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes. In der letzten Stufe des Zulassungsprozesses soll der Impfstoff in vier Ländern an jeweils 30.000 Personen getestet werden. Zwei Länder davon sind bereits bekannt, nämlich Singapur und Israel.

Mit dem Energiegebäude will Recipharm die Grundversorgung mit Strom sicherstellen und selbst minimalste Stromschwankungen vermeiden. Wie Standortleiter Isele erklärte, können Medikamente, bei deren Herstellung der Strom nur für den Bruchteil einer Sekunde schwankte, nicht verwendet werden. Sie müssen stattdessen entsorgt werden. Sollte der Neubau des Bestandgebäudes nicht möglich sein, will Recipharm eine so genannte „Box in Box-Lösung“ prüfen. Das heißt, ein neues Gebäude wird im entkernten Bestandsgebäude errichtet. Die anstehenden Maßnahmen würden ein Investment von mehreren Millionen Euro bedeuten, wie Standortleiter Michael Isele und Technischer Leiter Robert Fiedler in einem Gespräch mit Landrat Otto Lederer, Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl, den Leiter der Geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer Rosenheim Wolfgang Janhsen, sowie vom Rosenheimer Landratsamt Abteilungsleiterin Nina Mascher und Richard Weißenbacher von der Wirtschaftsförderstelle mitteilten. Der Standort in Wasserburg ist in der Bevölkerung häufig noch als Wasserburger Arzneimittelwerk bekannt. Seit 2010 gehört er zum schwedischen Recipharm-Konzern.

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Beim Ortstermin v.l.: Nina Mascher und Richard Weißenbacher von der Kreisverwaltung Rosenheim, IHK-Geschäftsstellenleiter Wolfgang Janhsen,
Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl, Robert Fiedler (Recipharm), Landrat Otto Lederer und Recipharm-Standortleiter Michael Isele

-laro- Bild: laro

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Neuer Pflegestützpunkt
eingerichtet

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Region Berchtesgadener Land – Beim Älterwerden, insbesondere beim Eintritt eines Pflegefalls, ergeben sich häufig viele und umfangreiche Fragestellungen. Oft sind ältere Menschen mit der täglichen Lebensführung überfordert, sie benötigen Hilfe und Unterstützung. In vielen Fällen wissen sie und ihre Angehörigen nicht, welche Hilfsangebote im Landkreis zur Verfügung stehen und welche Leistungen der Krankenkassen, Pflegekassen und Sozialhilfe möglich sind. Dabei handelt es sich oft um eine komplexe Bedarfssituation, bei der nicht von Anfang an klar ist, welche Leistungen von welchem Leistungsträger möglich sind und welche Angebote in der Region dazu vorhanden sind.

Im Oktober 2020 wurde in der Kreisverwaltung Berchtesgadener Land ein Pflegestützpunkt eingerichtet. Die Beratungsstelle bietet fortan eine umfassende und unabhängige Beratung zu allen Themen rund um die Pflege. Betroffene und pflegende Angehörige können sich individuell, vertraulich und kompetent „aus einer Hand“ – insbesondere zu den unterschiedlichen Sozialleistungen und zu den in Frage kommenden Hilfsangeboten – beraten lassen. Zudem findet im Pflegestützpunkt eine Vernetzung der pflegerischen und sozialen Versorgungs- und Betreuungsangebote statt.

Der Pflegestützpunkt ist von Montag bis Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr und donnerstags zusätzlich von 14:00 bis 16:00 Uhr besetzt. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie ist der Pflegestützpunkt derzeit nur telefonisch 0 86 51 – 773 885 oder per E-Mail (caroline-puhlmann@lra-bgl.de) erreichbar. In dringenden Einzelfällen kann eine persönliche Beratung erfolgen.

-labgl-

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Erste
Gesundheits-Apps
per Rezept

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Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach begrüßte die Zulassung der ersten beiden Gesundheits-Apps auf Krankenkassenkosten. „Diese Apps auf Rezept sind ein neuer Schritt in der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Deutschland ist mit einem solchen Angebot weltweit Vorreiter – und das ist gut so. Denn solche digitalen Therapiehilfen werden künftig immer wichtiger. Gerade in Corona-Zeiten können Apps einen Beitrag leisten, die Behandlung zu Hause zu unterstützen und Arztbesuche zu reduzieren. Ich hoffe, dass es künftig noch viel mehr dieser sinnvollen, zertifizierten Gesundheits-Apps gibt“, betonte die Digitalministerin.

Nach Inkrafttreten des Digitalen-Versorgungs-Gesetzes konnten die ersten zwei Anwendungen geprüft und zugelassen werden. Die App „Velibra“ bietet online eine Reihe von Übungen und Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie und hilft so, Formen der Angststörung zu bekämpfen. Die Anwendung „Kalmeda“ bietet Tinnituspatienten einen individuellen Therapieplan, etwa durch bestimmte Übungen. Beide Programme können mobil via Smartphone oder an einem stationären Rechner genutzt werden.

-stmd-

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Notwendige
Behandlungen
sollten nicht hinausgezögert werden

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Region Bad Tölz – Die Ärzte der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz warnen vor dem Hintergrund steigender Corona Zahlen erneut davor, dass Patienten mit schweren und lebensbedrohlichen Erkrankungen aus Angst vor einer Corona-Infektion dringend notwendige Klinikbehandlungen vermeiden. Dadurch bringen sie sich mitunter in Lebensgefahr, denn die Grunderkrankung kann im Einzelfall gefährlicher sein als das Risiko einer Corona-Ansteckung. Besonders kritisch sind hier Herzkrankheiten, Schlaganfälle und Krebserkrankungen zu nennen. Auch andere Behandlungen sollten nicht aufgeschoben werden.

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Prof. Rüdiger Ilg und Prof. Dr. med. Hans Ulrich Kreider-Stemple warnen vor Behandlungsvermeidungen

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„Bei allen sinnvollen Maßnahmen gegen das Corona-Virus dürfen wir andere schwerwiegende Erkrankungen nicht aus dem Blick verlieren“, betonte Prof. Rüdiger Ilg, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Neurologie der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz. „Herzinfarkte, Herzrhythmusstörungen oder Schlaganfälle sind lebensbedrohliche Krankheiten, die eine sofortige Behandlung erfordern“, erklärte Prof. Dr. med. Hans Ulrich Kreider-Stemple, Chefarzt der Inneren Medizin I / Kardiologie.

Leider gab es im Zuge der ersten Hochphase der Pandemie im März und April einige Fälle in denen Patienten trotz akuter Erkrankung erst sehr spät in die Klinik kamen, oder sehr spät einen Arzt kontaktierten und damit gravierende Folgen für Ihre Gesundheit riskierten. Grund zur Sorge vor einer möglichen Ansteckung mit dem Corona-Virus – im Krankenhaus – besteht nicht. Das Thema Patientensicherheit hat bei Asklepios traditionell oberste Priorität.

In dringenden Fällen sollte man daher auch in Zeiten der Covid-19 Pandemie keine Zeit verlieren und bei entsprechenden Beschwerden, die auf einen Infarkt, Schlaganfall oder andere unter Umständen lebensbedrohliche Erkrankungen hindeuten, unverzüglich einen Arzt kontaktieren. Ferner sollten auch andere Behandlungen nicht aufgeschoben werden. Im Einklang mit den Vorgaben der Behörden bietet u.a. die Asklepios Stadtklinik Bad Tölz weiterhin ihr gesamtes Behandlungsspektrum an. Auch Sprechstundentermine können regulär vereinbart werden.

-am- Bilder: ch

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Grünes Licht
für Pflegestützpunkt

Region Dachau – Bezirkstagspräsident Josef Mederer und der Landrat des Landkreises Dachau, Stefan Löwl, haben die Weichen für die Gründung eines Pflegestützpunktes gestellt. Sie unterzeichneten den Antrag, mit dem sie das Initiativrecht zur Errichtung eines Pflegestützpunktes ausüben. Ziel ist eine wohnortnahe, umfassende und unabhängige Beratung rund um das Thema Pflege für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis. Der Bezirk Oberbayern beteiligt sich daran finanziell sowie ergänzend mit einer Vor-Ort-Beratung zu seinen Leistungen für Menschen mit Behinderungen und zur Hilfe zur Pflege.

Der Bezirk Oberbayern, das Landratsamt Dachau sowie die örtlichen Vertreter der AOK hatten das Betriebskonzept und den Stützpunktvertrag auf kommunaler Ebene abgestimmt. Der Landkreis Dachau wird die Aufgabe zum Betrieb des Pflegestützpunktes an die Genossenschaft zur Stärkung der gesundheitlichen Versorgung im Landkreis Dachau eG übertragen. Der Antrag wird an die Kommission Pflegestützpunkte auf Landesebene – zur Genehmigung – gesandt. Nach deren Zustimmung kann die Unterzeichnung des Stützpunktvertrages durch alle beteiligten Träger erfolgen. Namentlich sind dies der Bezirk Oberbayern, der Landkreis Dachau sowie die Kranken- und Pflegekassen.

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Bei der Unterzeichnung des Errichtungsantrags für den Pflegestützpunkt im Landkreis Dachau v.l.:
Stefan Löwl, Landrat des Landkreises Dachau und Josef Mederer, Präsident des Bezirks Oberbayern

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Dank für die gute Zusammenarbeit
„Wie sagt man so schön, was lange währt wird endlich gut. Es freut mich, dass wir in Dachau nach Klärung aller Fragen jetzt das Initiativrecht ausüben können und dem Start des Pflegestützpunktes ein ganzes Stück nähergekommen sind. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den Kassen und freuen uns auf die gemeinsame Beratung zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger“, so Bezirkstagspräsident Josef Mederer.

„Ich bin froh, dass wir den Prozess, welcher im April 2018 mit einem Antrag im Kreistag begonnen hat, nun endlich zum Abschluss gebracht haben. Mit der bayernweit einmaligen Lösung, den Pflegestützpunkt durch unsere Genossenschaft zur Stärkung der gesundheitlichen Versorgung im Landkreis Dachau eG betreiben zu lassen und damit auch eng mit der Gesundheitsregion Plus zu vernetzen, erreichen wir einen wichtigen Mehrwert für die Bevölkerung und die Vernetzung der gesundheitlichen Angebote im Landkreis,“ erklärte Landrat Stefan Löwl.

Der Dachauer Stimmkreisabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag Bernhard Seidenath erläuterte: „Heute ist ein guter und wichtiger Tag für unseren Landkreis Dachau. Das Thema Pflege wird immer wichtiger und betrifft immer mehr Menschen im Landkreis. Hierfür braucht es eine Institution, die unabhängig und umfassend über Leistungen und Hilfsangebote berät: Den neuen Pflegestützpunkt, der die Dachauer Fachstelle für pflegende Angehörige ergänzen wird. Ich freue mich, dass der Landkreis die Genossenschaft zur Stärkung der gesundheitlichen Versorgung einbindet, die schon unsere Gesundheitsregion Plus trägt.“

Gemeinsame Trägerschaft
Träger des gemeinsamen Pflegestützpunktes gemäß § 7 c SGB XI sind die Pflege- und Krankenkassen sowie der Landkreis Dachau und der Bezirk Oberbayern. Die Kosten übernehmen zu zwei Dritteln die Pflege- und Krankenkassen; das verbleibende Drittel teilen sich jeweils zur Hälfte Landkreis und Bezirk. Der Pflegestützpunkt wird im sogenannten Angestelltenmodell betrieben.

Beratung aus einer Hand
Erklärtes Ziel des Pflegestützpunktes wird es sein, die Vielzahl von Beratungsangeboten im Landkreis zu vernetzen und bestehende Ressourcen zu nutzen. Die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörige, erhalten damit erstmals wohnortnah eine unabhängige, neutrale und umfassende Beratung aus einer Hand.

Ergänzende Vor-Ort-Beratung des Bezirks Oberbayern
Die Beratung im Pflegestützpunkt wird ergänzt durch wöchentliche Sprechstunden des Bezirks Oberbayern zu den Leistungen für Menschen mit Behinderungen und zur Hilfe zur Pflege. Diese Vor-Ort-Beratung des Bezirks gibt es bereits in den Landkreisen Ebersberg, Landsberg am Lech und Mühldorf. Bezirkstagspräsident Mederer erklärte: „Unsere Erfahrungen sind vielversprechend. Es kommt gut an, dass wir als Bezirk raus zu den Menschen gehen. Es ist für alle ein großer Gewinn, wenn sie sich wohnortnah und kompetent zu unseren Leistungen in der Eingliederungshilfe und zur Hilfe zur Pflege beraten lassen können.“

-ladah- Bild: ladah

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Augsburger Medizincampus:
Grundsteinlegung
für erste Gebäude
der medizinischen Fakultät

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Region Augsburg – Der Augsburger Medizincampus nimmt weiter Gestalt an: Wissenschaftsminister Bernd Sibler legte zusammen mit der Präsidentin der Universität Augsburg Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel den Grundstein für die ersten Gebäude der medizinischen Fakultät, und zwar für ein Lehrgebäude sowie das Institut für Theoretische Medizin (ITM). Beide Neubauten der medizinischen Fakultät befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Universitätsklinikum. „Mit dem Medizincampus schaffen wir in Augsburg hervorragende Voraussetzungen für eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis im Medizinstudium. Die moderne Infrastruktur trägt maßgeblich zur Verbesserung der Bedingungen für Forschung und Lehre bei. Zugleich bauen wir so die Medizinstudienplätze und die Universitätsmedizin im Freistaat weiter aus“, betonte der Minister.

Betreut werden die Bauarbeiten vom Staatlichen Bauamt Augsburg. Bauministerin Kerstin Schreyer freut sich besonders, dass beim Entwurf des Campus neben der Funktionalität ein besonderer Wert auf eine hohe Aufenthaltsqualität gelegt wurde: „Wir stellen beim Bauen den Menschen in den Mittelpunkt. Wo hart gearbeitet, intensiv gelehrt und geforscht wird, da sollen sich die Menschen auch wohl fühlen. Mit dem neuen Campus bieten wir hierfür genau die richtigen Voraussetzungen“, so Schreyer.

Das neue Lehrgebäude wird für Studentinnen und Studenten in der vorklinischen Ausbildung auf einer rund 6.400 Quadratmetern großen Nutzfläche u. a. Platz für Hörsäle, Seminar- und Praktikumsräume, die Medizinische Teilbibliothek der Universitätsbibliothek Augsburg sowie für das Dekanat der Medizinischen Fakultät bieten. Das ITM ist als interdisziplinärer Raum für die vorklinischen Lehrstühle und die Forschung im Bereich der systematischen Grundlagenforschung konzipiert. „Fortschritt braucht Austausch und Dialog. Das ITM fördert als Zentrum einer fächerübergreifenden Zusammenarbeit sowohl die Vernetzung innerhalb als auch außerhalb universitärer Arbeitsgruppen. Die einmalige, offene Gestaltung macht es möglich, dass sich die medizinische Fakultät der Universität Augsburg zum Knotenpunkt für die systematische Grundlagenforschung entwickeln kann“, reümierte Wissenschaftsminister Bernd Sibler.

Der Freistaat investiert in beide Gebäude rund 175 Millionen Euro. Im Wintersemester 2019/2020 begannen die ersten 86 Medizinstudentinnen und -studenten ihr Studium in Augsburg. Im Endausbau werden am sechsten bayerischen Universitätsklinikum rund 1.500 Nachwuchsmedizinerinnen und -mediziner ausgebildet.

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-stmwk-

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„Falsch handelt nur,
wer keine
Erste-Hilfe leistet“

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Bricht ein Mensch plötzlich auf offener Straße zusammen, zählt jede Sekunde. Rettungsdient anrufen und selbst sofort Erste-Hilfe leisten lautet die Devise. Nur jeder Fünfte traut sich überlebensnotwendige Maßnahmen bei Unfallopfern zu! Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweite Umfrage der Asklepios Gruppe aus dem Jahr 2017. Für die Studie „Erste Hilfe“ wurden von Toluna im Auftrag der Asklepios Kliniken im Juli 2017 bundesweit 1.000 Deutsche ab 18 Jahren, repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Bundesland online befragt. Das Ergebnis ist Besorgnis erregend: Zwar glauben zwei Drittel der Befragten, dass sie im Notfall Erste-Hilfe leisten könnten, allerdings würden sich die meisten auf organisatorische und psychologische Unterstützung beschränken: Sie würden den Rettungsdienst alarmieren oder Umstehende um Hilfe bitten und mit dem Verletzten zur Beruhigung sprechen.

Aber: Nur 19 Prozent trauen sich „auf jeden Fall“ zu, eine Herzdruckmassage zu machen, einen Defibrillator würden 20 Prozent sicher nutzen. Der Hauptgrund: Viele der Befragten haben seit Jahren keinen Erste-Hilfe-Kurs mehr absolviert und haben daher Hemmungen im Ernstfall selbst aktiv zu werden.

„Falsch handelt nur, wer keine Erste-Hilfe leistet“
Doch diese Angst ist unbegründet. „Falsch handelt man, wenn man keine Erste-Hilfe leistet. Daher im Ernstfall sofort den Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 alarmieren und umgehend mit der Herzdruckmassage beginnen“, betont Oberarzt Raimund Novak, ärztlicher Leiter der operativen Fächer der Notaufnahme der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz. Der Helfer muss dabei in der Mitte des Brustkorbs mindestens fünf Zentimeter tief drücken und die Bewegung mindestens 100 Mal pro Minute wiederholen. „Suchen Sie die Mitte des Brustkorbs und machen Sie mit dem Handballen ungefähr 100 feste Druckbewegungen pro Minute. Die beste Wirkung erzielen Sie, wenn Sie sich senkrecht mit den Schultern direkt über dem Druckpunkt befinden. Legen Sie zum Drücken beide Hände übereinander und verschränken Sie dabei die Finger. Setzen Sie die Herzdruckmassage solange fort, bis der Notarzt da ist“, so Novak.

Helfer, die in der Wiederbelebung ausgebildet sind, können die Herzdruckmassage mit der Mund-zu-Mund- oder Mund-zu-Nase-Beatmung kombinieren. Auf 30 Kompressionen folgen hierbei zwei Beatmungen. Wer unsicher ist, sollte sich nur auf die Herzdruckmassage konzentrieren. So sehen es die neuen Leitlinien des European Resuscitation Council (ERC) und des Deutschen Rates für Wiederbelebung (GRC) vor.

Der Defibrillator als zusätzliche Hilfe
Sind mehrere Helfer vor Ort, können die einen mit der Herzdruckmassage als Sofortmaßnahme beginnen, während andere einen mobilen Defibrillator besorgen. Die sind mittelweile an vielen öffentlichen Orten installiert. Mit ihrer Hilfe kann ein Herz, das nicht mehr richtig schlägt, mit einem elektrischen Impuls wieder in Gang gesetzt werden. Sie lassen sich leicht bedienen und sind selbsterklärend. Den Geräten liegt eine Gebrauchsanweisung bei, wo die Elektroden platziert werden müssen. Dann misst das Gerät selbstständig, ob bedrohliche Herzrhythmusstörungen vorliegen und wann die Stromstöße abgegeben werden müssen. Die Herzdruckmassage bleibt aber trotzdem die wichtigste Maßnahme.

-am-

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Inklusionsfachkräfte
mit Zertifikat

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Die Teilnehmer des Inklusionsfachkräftekurses

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Region Tirschenreuth – Kindertagesstätten sind in besonderer Weise Orte, an denen sich unterschiedlichste Kinder und Erwachsene begegnen. Die Menschen unterscheiden sich hinsichtlich ihres Geschlechts, ihrer sozialen Lage, ihrer Nationalität, ihrer Ethnie, ihres Alters und ihrer körperlichen Verfassung. Diese Dimensionen der Vielfalt werden von einer Inklusiven Pädagogik als Bereicherung anerkannt und als alltäglicher Bestandteil des Zusammenlebens von Kindern und Erwachsenen wertgeschätzt.

Die im Landkreis erstmals angebotene Weiterbildung zur „Fachkraft für Inklusion“ endete kürzlich mit der Zertifikatsübergabe an die insgesamt 22 teilnehmenden Pädagoginnen und Pädagogen. Hinsichtlich der Umsetzung einer inklusiven pädagogischen Handlungspraxis wurden methodische Vorgehens- und Anwendungsweisen erworben und erprobt. Neben der Erarbeitung eines inklusiven Ansatzes stand die professionelle Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern in Bezug auf das individuelle Kind im Mittelpunkt.

Die über 300 Kursstunden, aufgeteilt in sechs Kursblöcke mit je zwei Tagen, waren gefüllt mit Theorie und Selbststudium, Praxiserprobung und Hospitationen sowie Beratung und Intervisionsgruppen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwarben hierbei ein umfassendes Wissen und grundlegende (Er)-Kenntnisse zu inklusiver pädagogischer Arbeit. Dr. Emmerl betonte in ihren Abschiedsworten den Aufbau einer Vertrauensbeziehung zum Kind als die wichtigste Kernkompetenz der Pädagogen: „Um der Vielfalt von Kindern ein stabiles Fundament für ihr weiteres Leben mitgeben zu können“. Alle Kinder müssen die grundlegende Erfahrung machen, dass sie so angenommen werden wie sie sind. Anhand der Szene mit dem Fuchs, aus dem Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry, entwickelte Dr. Emmerl ihre Gedanken. Übereinstimmend mit dem kleinen Prinzen kommt sie zu dem Schluss: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Auch Schulrätin Martina Puff gratulierte den Pädagogen. Ein bedeutender Gewinn für die „Inklusive Region Tirschenreuth“ sind die neuen Inklusionsfachkräfte vor allem hinsichtlich einer regionalen Vernetzung sowie bei Kooperationen, wie sie besonders beim Übergang vom Kindergarten zur Schule erforderlich sind.

-latir- Bild: latir

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Bund und Länder
für gemeinsame SARS-Cov2-Strategie

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In den letzten Wochen sind die Infektionszahlen in weiten Teilen Deutschlands gestiegen, gerade in einigen Großstädten und Metropolregionen besonders deutlich. Um dem entgegenzuwirken, müssen die Zahl der Kontakte trotz des Beginns der kalten Jahreszeit und der damit verbundenen Verlegung vieler Aktivitäten in Innenräume wieder reduziert werden. Wesentliches Elemente der Strategie, um dies zu erreichen, sind u.a. die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln für die gesamte Bevölkerung; die spezifischen Hygienekonzepte für verschiedene Branchen und Einrichtungen; die konsequente Kontaktnachverfolgung zur vollständigen Unterbrechung der Infektionsketten und die zusätzlichen regionalen Beschränkungsmaßnahmen dann, wenn die Kontaktnachverfolgung absehbar aufgrund der hohen Inzidenz nicht mehr vollständig möglich ist.

Ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche wird die Kontaktnachverfolgung immer schwieriger. Deshalb haben Bund und Länder vereinbart, spätestens ab dieser Grenze auch mit zusätzlichen geeigneten Beschränkungsmaßnahmen die Neuinfektionszahlen regional wieder zu senken. In Großstädten stellt diese Aufgabe aus vielerlei Gründen eine besondere Herausforderung dar. Deshalb hat Bundeskanzlerin Angela Merkel kürzlich mit den Bürgermeistern und den Oberbürgermeistern und Oberbürgermeisterinnen der elf größten Städte in Deutschland besprochen, dass spätestens ab einer Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, das Robert-Koch-Institut Experten auf Bitten der jeweiligen Stadt zur Beratung in die Krisenstäbe der betroffenen Großstadt entsendet. Spätestens ab einer Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, die Bundeswehr Experten auf Bitten der jeweiligen Stadt zur Beratung und Koordinierung benötigter Unterstützungsleistungen des Bundes in die Krisenstäbe der betroffenen Großstadt entsendet, wobei es den Städten wichtig ist, dass die Unterstützung bei der Kontaktnachverfolgung durch die Bundeswehr möglichst durch längerfristig eingesetztes Personal erfolgt und die Rotationszeiten entsprechend verlängert werden.

Die Großstädte ergreifen ihrerseits organisatorische Maßnahmen, um den öffentlichen Gesundheitsdienst mit geschultem Personal für die Kontaktnachverfolgung zu unterstützen. Dabei kommt die Abordnung aus anderen Verwaltungsbereichen genauso in Frage, wie die Schulung und der Einsatz von Studierenden oder anderen Freiwilligen. Der Bund wird mit der Hochschulrektorenkonferenz erörtern, wie ein verstärkter Einsatz von Studierenden so umgesetzt werden kann, dass daraus keine Nachteile für den Studienerfolg erwachsen.

Kommt es im öffentlichen Gesundheitsdienst einer der Großstädte absehbar oder tatsächlich zu einer Überforderung im Bereich der Kontaktnachverfolgung, soll sie diese Einschätzung auf dem zwischen Bund und Ländern vereinbarten Verfahren mitteilen, damit personelle Unterstützung von Bund und Land geleistet werden kann. Spätestens ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche werden umgehend besondere Beschränkungen erforderlich. Dazu gehören insbesondere Erweiterungen der Pflicht zum Tragen einer Mundnasenbedeckung, die Einführung von Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und ggf. die Einführung einer Sperrstunde und/oder Alkoholbeschränkungen für Gastronomiebetriebe sowie weitergehende Beschränkungen der Teilnehmerzahlen für Veranstaltungen und insbesondere für Feiern, auch im privaten Rahmen.

Die Großstädte sollen ihrerseits organisatorische Maßnahmen ergreifen, um die Ordnungsämter zu entlasten, damit zur Einhaltung der Corona-Verordnungen eine hinreichend hohe Kontrolldichte gewährleistet werden kann. Ebenfalls sollen die Ordnungsbehörden die Gesundheitsämter bei der Überwachung von Quarantäneanordnungen unterstützen. Bund und Länder werden kurzfristig darüber beraten, wie Unterstützung auch durch die Bundespolizei und Länderpolizeien geleistet werden kann.

Eine besondere Herausforderung stellt der Schutz vulnerabler Gruppen dar. Deshalb haben die Großstädte je nach den lokalen Gegebenheiten für die Krankenhäuser, Pflegeheime, Senioren- und Behinderteneinrichtungen besondere Schutzvorkehrungen zu ergreifen. Dabei wird stets berücksichtigt, dass die jeweiligen Regelungen nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen dürfen. Bei steigenden Infektionszahlen werden diese Maßnahmen entsprechend angepasst. Der Bund wird durch die neue Testverordnung sicherstellen, dass die Kosten der seit kurzem verfügbaren SARS-CoV2-Schnelltests für regelmäßige Testungen der Bewohner bzw. Patienten, deren Besucher und das Personal übernommen werden. Die verfügbaren Schnelltests sollen prioritär für diesen Bereich eingesetzt werden.

Kommt der Anstieg der Infektionszahlen unter den vorgenannten Maßnahmen nicht spätestens binnen zehn Tagen zum Stillstand, sind weitere gezielte Beschränkungsschritte unvermeidlich, um öffentliche Kontakte weitergehend zu reduzieren.

-bkin-

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Bayern bereitet
möglichen Impfstoff-Einsatz gegen Covid-19 vor

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Region Bayern – Wirksame Impfungen werden eine wesentliche Rolle bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie spielen. Die Bayerische Staatsregierung bereitet deshalb intensiv einen möglichen Impfstoff-Einsatz gegen Covid-19 vor. Weltweit laufen derzeit etwa 190 Projekte zur Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen. Die meisten dieser Projekte (152) befinden sich derzeit noch in der präklinischen Entwicklungsphase, d.h. sie werden noch nicht an Menschen getestet. 40 Impfstoffkandidaten werden aktuell im Rahmen von klinischen Studien an Menschen erprobt. Dabei werden 17 klinische Studien (zehn Impfstoffkandidaten) in Phase 3 an einer großen Anzahl von Probanden durchgeführt. Erfolgreiche klinische Studien dieser letzten Prüfphase sind eine Voraussetzung für die Erteilung einer Marktzulassung.

Bei einem entsprechend positiven Verlauf der Studien ist laut Bundesgesundheitsministerium zu erwarten, dass noch bis Ende des Jahres 2020 bzw. zu Beginn des nächsten Jahres erste, auch größere Mengen an Impfdosen in Deutschland zur Verfügung stehen und geimpft werden könnten. Der Freistaat trifft bereits jetzt Vorbereitungen, um nach der Zulassung eines Impfstoffs so schnell wie möglich mit der Impfung der Bevölkerung und vor allem von Risikogruppen beginnen zu können. Zur Vorbereitung von Impfungen in Bayern und zur Erstellung einer erforderlichen Ablaufplanung führt das Bayerische Gesundheitsministerium u. a. mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) Gespräche. Nach bisherigem Kenntnisstand werden sich ferner massive Herausforderungen an Logistik und Lagerung stellen. Dazu laufen aktuell intensive Gespräche zwischen Bund und Ländern.

-stmgp-

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Pflegestützpunkt
für Landkreis Berchtesgadener Land

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Region Berchtesgadener Land – Bezirkstagspräsident Mederer, Landrat Kern und AOK-Direktorin Recksiek unterzeichten einen Stützpunktvertrag: Damit wurde im Landkreis Berchtesgadener Land jetzt der dritte Pflegestützpunkt in Oberbayern auf der Basis des neuen bayerischen Rahmenvertrags auf den Weg gebracht. Ziel dieser Kooperation von Pflege- und Krankenkassen sowie Landkreis und Bezirk Oberbayern ist eine wohnortnahe, umfassende und unabhängige Beratung zu allen Themen rund um die Pflege. Der Bezirk Oberbayern beteiligt sich nicht nur finanziell, sondern auch mit einer Vor-Ort-Beratung zu seinen Leistungen. Nach dem Unterschriftenlauf kann der Pflegestützpunkt seine Arbeit offiziell aufnehmen.

„Die Bündelung des vielfältigen Wissens zum Thema Pflege in einem Pflegestützpunkt ist für die Bürgerinnen und Bürger ein großer Gewinn. Es freut mich sehr, dass wir nun einen dritten Pflegestützpunkt in Oberbayern nach neuem Recht errichten können. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den Kassen und freuen uns auf die gemeinsame Beratung zum Wohl unserer Bürgerinnen und Bürger. Die bisherigen Erfahrungen aus den Landkreisen Ebersberg und Landsberg am Lech sind vielversprechend“, betonte Bezirkstagspräsident Josef Mederer.

Landrat Bernhard Kern, erläuterte, dass bereits die gemeinsame Arbeit und das Zusammenwirken in der Erarbeitung des Stützpunktes und des Stützpunktvertrages hervorragend war. „Diese gute Zusammenarbeit ist ein hervorragendes Zeichen für das eigentliche Ziel des neuen Pflegestützpunkts. Denn die Vielzahl der verschiedenen Beratungsangebote im Berchtesgadener Land zu vernetzen und bestehende Ressourcen zu nutzen, ist für alle Bürgerinnen und Bürger ein enormer Mehrwert: Sie erhalten damit erstmals wohnortnah Hilfe aus einer Hand und Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Hilfeleistungen“, so Landrat Kern.

Gemeinsam Pflegesituation verbessern
AOK-Direktorin Silke Recksiek sagte: „Die AOK bietet mittlerweile seit über zehn Jahren die Pflegeberatung für ihre Versicherten mit großem Erfolg an. Es ist ein wichtiger Schritt, dass dieses Angebot ab jetzt flächendeckend im Landkreis Berchtesgadener Land zur Verfügung steht. In der Vorbereitungszeit waren wir als Krankenkasse vor Ort stets eng eingebunden. Wir sind stolz auf die gute Zusammenarbeit mit Landkreis und Bezirk, die Grundlage für die zügige Errichtung war, und freuen uns, künftig gemeinsam die Pflegesituation im Berchtesgadener Land zu verbessern.“

Der Landkreis Berchtesgadener Land hat den Beschluss zur Errichtung eines Pflegestützpunktes im Juli 2020 gefasst. Rasch wurden daraufhin Stützpunktvertrag und Betriebskonzept abgestimmt. Durch die Übersendung der Unterlagen an die „Kommission Pflegestützpunkte“ wurde das kommunale Initiativrecht ausgeübt. Mit der Unterzeichnung des Stützpunktvertrags kann der Pflegestützpunkt nun errichtet werden.

Gemeinsame Trägerschaft
Die Pflege- und Krankenkassen sowie der Landkreis Berchtesgadener Land und der Bezirk Oberbayern sind gemäß § 7c SGB XI Träger des gemeinsamen Pflegestützpunktes. Die Kosten übernehmen zu zwei Dritteln die Pflege- und Krankenkassen; das verbleibende Drittel teilen sich jeweils zur Hälfte Landkreis und Bezirk. Der Pflegestützpunkt wird im Angestelltenmodell mit dem Landkreis als Anstellungs- und Betriebsträger betrieben. Der Hauptsitz befindet sich in der Kreisverwaltung Berchtesgadener Land in Bad Reichenhall, Salzburger Str. 64, 83435 Bad Reichenhall.

Beratung aus einer Hand
Erklärtes Ziel des Pflegestützpunktes ist es, die Vielzahl von Beratungsangeboten im Landkreis Berchtesgadener Land zu vernetzen und bestehende Ressourcen zu nutzen. Die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörige, erhalten damit erstmals wohnortnah eine unabhängige, neutrale und umfassende Beratung „aus einer Hand“. Diese Beratung wird durch wöchentliche Sprechstunden des Bezirks Oberbayern zu den Leistungen für Menschen mit Behinderungen und zur Hilfe zur Pflege ergänzt. Im Rahmen dieser Vor-Ort-Beratung beantwortet der Mitarbeitende des Bezirks, Mathias Weichselgärtner, ab dem 3. November 2020 jeden Mittwoch Fragen zur Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen sowie zur Hilfe zur Pflege.

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Unterzeichneten einen Stützpunktvertrag für das Berchtesgadener Land v.l.:
Bezirksrat Georg Wetzelsperger, AOK-Direktorin Silke Recksiek,
Landrat Bernhard Kern und Bezirkstagspräsident Josef Mederer

-labgl- Bild: labgl

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Pflegefachkräfte der Zukunft
Tölzer Pflege-Azubis starten ihre Ausbildung

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Region Bad Tölz – Beginn eines neuen Lebensabschnitts für 24 junge Frauen und Männer: Am 1. September 2020 haben sie die dreijährige generalistische Pflegeausbildung zur/zum Pflegefachfrau/Pflegefachmann begonnen. In den kommenden drei Jahren stehen für die Pflegefachfrauen und -männer von morgen neben Theorie auch 2.500 Stunden fachpraktische Ausbildung auf dem Programm. Es ist der erste Kurs in dieser ganz neuen Ausbildungsart.

Im Januar 2020 hat das Pflegeberufegesetz die bisher geltenden Kranken- und Altenpflegegesetze abgelöst. Die drei Pflegeberufe „Gesundheits- und Krankenpfleger“, „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger“ sowie „Altenpfleger“ wurden zu einem einheitlichen Pflegeberuf zusammengeführt und die Azubis dürfen sich nach der erfolgreich abgeschlossenen dreijährigen Ausbildung dann Pflegefachfrau/Pflegefachmann nennen. „Für alle gibt es ab diesem Jahr mit dem Ausbildungsstart erstmals eine gemeinsame „generalistische Pflegeausbildung“. Die Auszubildenden lernen zwei Jahre lang gemeinsam und legen einen Schwerpunkt für die praktische Ausbildung fest. Im dritten Jahr können sie dann eine Spezialisierung wählen oder setzen ihre Ausbildung generalistisch fort“, erläuterte Christine Zürr von der Schulleitung der Berufsfachschule für Pflege der Asklepios Krankenpflegeschulen an der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz. Für die 24 Auszubildenden ist der Startschuss für diesen ganz neuen Ausbildungszweig gefallen. „Herzlich willkommen. Wir freuen uns darauf, sie nun in den kommenden drei Jahren auf ihrem Weg zu begleiten“, so Zürr.

Zum Lehrplan gehören u.a. Inhalte rund um das Thema Pflege sowie Anatomie, Psychologie, Recht und Krankheitslehre. Ferner werden die Auszubildenden bereits nach einem Monat zur praktischen Ausbildung in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Außerdem gibt es Einsätze in kooperierenden Einrichtungen, darunter andere Kliniken und Fachkrankenhäuser im Umland, ambulante Pflegedienste und örtliche Pflegeheime. „Der Umbau der Pflegeausbildung wertet das Berufsbild auf, und die Einsatzmöglichkeiten werden vielfältiger.“ Kaum ein Beruf bietet so viele abwechslungsreiche Tätigkeitsbereiche“, erläuterte Zürr. Sie erwartet durch die Zusammenführung der Bereiche Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege positive Synergieeffekte, welche die Ausbildung insgesamt bereichern werden.

„Ich wünsche den Auszubildenden einen guten Start und freue mich sehr, dass sie sich für eine Ausbildung bei uns in Bad Tölz entschieden haben“, betonte der Geschäftsführer der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz Felix Rauschek bei der offiziellen Begrüßung, bei der neben dem Lehrerteam der Berufsfachschule für Pflege der Asklepios Krankenpflegeschulen an der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz auch die Pflegedirektorin der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz Andrea Geisler anwesend war.

-am- Bild: ch

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