Alpenrand-Magazin Archiv 2020/8

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70 Jahre THW:
Jeden Tag „Faszination Helfen“

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Seit sieben Jahrzehnten engagieren sich Menschen haupt- und ehrenamtlich im Technischen Hilfswerk (THW). Die Helferinnen und Helfer setzen sich aus Überzeugung und mit Begeisterung auf der ganzen Welt für Menschen in Notsituationen ein. Zum 70-jährigen Bestehen würdigte THW-Präsident Gerd Friedsam ihre Bereitschaft: „Das freiwillige Engagement der rund 80.000 Einsatzkräfte, ihre enorme Leidenschaft für technisch-humanitäre Hilfe und die hohe Professionalität machen das THW zu einer in jeder Beziehung einzigartigen Organisation. Sie ist für die Zukunft gut aufgestellt. Die THW-Angehörigen leben jeden Tag in Deutschland und weltweit die „Faszination Helfen”.

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Aufgrund der aktuellen Corona-Lage fanden die Feierlichkeiten anlässlich des 70. Jubiläums online statt. Am 22. August 1950 gründete Otto Lummitzsch das als eine der ersten Zivilschutzeinrichtungen der Bundesrepublik. In einem der ersten Inlandsgroßeinsätze evakuierten Einsatzkräfte des THW während der Sturmflut 1962 in Hamburg und entlang der Nordseeküste Menschen, sicherten Deiche und versorgten die Bevölkerung mit Trinkwasser und Lebensmitteln. Während der Flutkatastrophe 2002 entlang der Elbe retteten mehr als 24.000 THW-Kräfte sechs Wochen lang mehr als 100.000 Menschen und pumpten und förderten dabei mehr als 2,5 Millionen Liter Wasser pro Minute aus den Hochwassergebieten. Aus den Flut-Erfahrungen heraus stellte man das „High Capacity Pumping Module“ auf und schaffte viele Hochleistungspumpen an. Diese Schmutzwasserpumpen setzten THW-Helferinnen und Helfer beispielsweise nach dem „Hurrikan Katrina“ 2005 in New Orleans ein.

Heute ist das THW eine moderne Bevölkerungsschutzorganisation des Bundes. Außerdem gilt es als kompetenter und verlässlicher Partner für deutsche Einsatzorganisationen sowie international tätige Hilfsorganisationen. In Deutschland unterstützen ehren- und hauptamtliche THW-Kräfte seit März bundesweit die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und stärken mit ihrer technisch-logistischen Expertise dem medizinischen Personal den Rücken.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in Deutschland bilden dabei das Fundament, um das vielfältige Einsatzspektrum des THW abzudecken und jederzeit Menschen in Not helfen zu können. In ihrer Freizeit nehmen sie an kostenlosen Fortbildungen und Lehrgängen teil und bereiten sich auf Hilfeleistungen im In- und Ausland vor. Sie gestalten neben der Einsatzvorbereitung auch das Leben in den 668 THW-Ortsverbänden. Im Einsatzfall sind es die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die Familien und Angehörigen der THW-Kräfte, die auf sie verzichten müssen und sie unterstützen.

Seit 2019 bietet das THW zusätzlich mit Bundesfreiwilligendienstplätzen Menschen jeden Alters neue Perspektiven. Ab sechs Jahren können sich Interessierte ferner in der THW-Jugend engagieren. Auf internationaler Ebene kooperiert das THW mit den Vereinten Nationen und entsendet seine Schnell-Einsatz-Einheiten zur Soforthilfe und führt Lehrgänge durch. In Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt unterstützen THW-Kräfte außerdem seit mehreren Jahren u.a. Tunesien, Jordanien und den Irak beim Aufbau ehrenamtlicher Strukturen im Katastrophenschutz. Weitere Infos: www.thw.de

-thw- Bild: thw

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Kanzlerin gratulierte
zum 70. Geburtstag des Technischen Hilfswerks

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Bundeskanzlerin Angela Merkel dankte allen Frauen und Männern des Technischen Hilfswerks (THW) für ihren unverzichtbaren Einsatz. Anlässlich des Gründungsjubiläums des THW sagte sie: „Ein großartiges Stück Deutschland feiert heute den 70. Geburtstag“. Am 22. August 1950 hatte Innenminister Gustav Heinemann, der spätere Bundespräsident, den Auftrag zur Gründung eines „zivilen Ordnungsdienstes“ erteilt. Das war die Geburtsstunde des THW, der zentralen Freiwilligenorganisation des Bundes.

„Die Helfer vom THW schützen im In- und Ausland die höchsten aller Güter: Die Gesundheit und das Leben ihrer Mitmenschen“, so die Kanzlerin. Der Einsatz bei Naturkatstrophen wie Unwettern oder Bränden bedeute gelebte Menschlichkeit. Darauf könnten die 80.000 THWler stolz sein. Auch im Kampf gegen das Coronavirus sei das Technische Hilfswerk „unverzichtbar“, betonte die Kanzlerin. THW-Kräfte versorgen überall in Deutschland medizinisches Personal, verteilen Schutzausrüstungen und Desinfektionsmittel und helfen, Teststationen aufzubauen. Der THW stehe beispielhaft für das Engagement von 30 Millionen Ehrenamtlichen in Deutschland. „Sie sind bereit, Aufgaben zu übernehmen, die der Staat allein nicht leisten kann“, resümierte Angela Merkel. Das Ehrenamt stärke ganz entscheidend den Zusammenhalt und das „Wir-Gefühl“ im Land.

bkin/pdbr

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Zwei neue Filme
„Zimmer mit Stall“
mit Aglaia Szyszkowitz und Friedrich von Thun im Dreh

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Gerade wurden die Dreharbeiten zu einem neuen Film der beliebten TV-Reihe „Zimmer mit Stall“ – welche durchschnittlich über vier Millionen Zuschauer begeistert – im oberbayerischen Landkreis Miesbach beendet. „Barthls Tochter“, so der Arbeitstitel, entstand unter Corona-bedingten Sicherheits- und Hygienemaßnahmen u.a. in Hausham und Umgebung. Derzeit wird der zweite Film „Ein Sommernachtstraum“ gedreht.

Unverhofft kommt oft: Zwei Begegnungen aus heiterem Himmel konfrontieren Sophie und Barthl mit ungeklärten Fragen ihrer Vergangenheit – und lassen die beiden Streithähne hoffen, dass einer von ihnen den Fuchsbichlerhof bald verlassen könnte. Neben Aglaia Szyszkowitz und Friedrich von Thun spielen u. a. Brigitte Hobmeier als Barthls Tochter, Eleonore Weisgerber als Sophies Schwiegermutter, Hans-Jochen Wagner als Sophies ehemaliger Schulfreund sowie Christine Ostermayer und Hark Bohm ein lebensmüdes Ehepaar.

Kurzinhalt: „Zimmer mit Stall – Barthls Tochter“
Barthl (Friedrich von Thun) erhält eine Postkarte, die ihn zutiefst berührt: Seine Tochter Johanna (Brigitte Hobmeier), die den Fuchsbichlerhof vor 23 Jahren im Streit verließ, bietet ihm ein Wiedersehen an. Natürlich möchte er nichts lieber, als sich mit ihr zu versöhnen. Und doch braucht der Dickschädel einen Anstoß von Sophie (Aglaia Szyszkowitz), um über seinen Schatten zu springen. Höchstpersönlich – und nicht ohne Hintergedanken – chauffiert Sophie ihren ungeliebten „Stallgast“ zu seiner Tochter, die im Allgäu bei einem Umweltprojekt arbeitet. Dort erlebt Barthl eine überaus freudige Überraschung. Mulmig wird Sophie derweil bei einem älteren Gästepaar (Christine Ostermayer und Hark Bohm), das sich auf dem Fuchsbichlerhof einquartiert hat. Ein vorgefasster Abschiedsbrief, der ihr zufällig in die Hände fällt, lässt bei Sophie die Alarmglocken läuten …

Kurzinhalt: „Zimmer mit Stall – Ein Sommernachtstraum“
Pensionswirtin Sophie (Aglaia Szyszkowitz) hat sich ihren Job als ehrenamtliche Bürgermeisterin anders vorgestellt: Erst wenige Monate im Amt, funktioniert nicht einmal mehr die Müllabfuhr! Um die Situation zu entschärfen, lässt sie – sehr zum Unmut von Barthl – den kompletten Gemeindemüll auf dem Fuchsbichlerhof zwischenlagern. Zur Hand geht ihr Pensionsgast Felix (Hans-Jochen Wagner), den Sophie seit Schulzeiten kennt. Zu ihrem eigenen Erstaunen gefällt ihr der sportliche Abenteurer ausgesprochen gut! Doch dann kreuzt überraschend ihre Schwiegermutter Brigitte (Eleonore Weisgerber) auf, um in letzter Sekunde Sophies Scheidung zu verhindern und sie nach Paris zu ihrem Exmann Philippe zu lotsen. Die „Grande Dame“ spannt für ihren intriganten Geheimplan auch Stallbewohner Barthl (Friedrich von Thun) ein, der Sophie keine Träne nachweinen würde.

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Bei den Dreharbeiten zu „Zimmer mit Stall“ v.l.:
Brigitte Hobmeier (alias Johanna), Michaela Kezele (Regie), Friedrich von Thun (alias Barthl),
Andreas Richter (Produzent), Aglaia Szyszkowitz (alias Sophie)

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Die TV-Reihe „Zimmer mit Stall“ ist eine Produktion der Roxy Film GmbH (Produzenten: Andreas Richter, Ursula Woerner und Annie Brunner) im Auftrag der ARD Degeto für die ARD. Regie führen Michaela Kezele („Barthls Tochter“) und Sebastian Stern („Ein Sommernachtstraum“). Das Drehbuch zu „Ein Sommernachtstraum“ stammt von Holger Gotha und Philipp Weinges, der auch „Barthls Tochter“ schrieb. Die Redaktion liegt bei Sascha Mürl (ARD Degeto).

-ARD- Bild: ARD Degeto/Hendrik Heiden

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Bund sagt Förderung
für Radschnellweg zu

Region München – Der geplante Radschnellweg zwischen München und Garching bzw. Unterschleißheim kommt weiter voran: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat einen Förderbescheid für die weiteren Planungen an Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer übergeben. Mit den Fördermitteln in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro können Stadt und Landkreis München die Planungen vorantreiben und konkretisieren. „Ich freue mich, wenn viele Menschen mit dem Fahrrad fahren. Dafür brauchen wir die richtige Infrastruktur. Vor allem für Pendler, die weite Strecken zurücklegen, können Radschnellwege eine optimale Lösung sein“, so Ministerin Schreyer. Der Bau soll im Stadtgebiet München voraussichtlich im Jahr 2021 bzw. im Landkreis München im Jahr 2022 beginnen.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Mit den geförderten Radschnellwegen in ganz Deutschland schaffen wir mehr Platz und mehr Sicherheit für die Radfahrer. Es freut mich, dass wir jetzt erstmals auch in Bayern einen neuen Radschnellweg fördern. In Zukunft fahren Radler und Pendler hier auf der Überholspur – und das sicher und bequem. Damit verlagern wir noch mehr Verkehr auf den klimafreundlichen Sattel.“

Auch Staatsministerin Schreyer freute sich, dass es nun mit den Planungen weitergehen kann: „Der Radschnellweg zwischen München und Garching bzw. Unterschleißheim ist mit seinen mehr als 23 Kilometern und einer prognostizierten Zahl von abschnittsweise bis zu 15.000 Radlern pro Tag das derzeit größte Radschnellwegprojekt in Bayern. Er ist ein wichtiger Baustein, um München, Unterschleißheim und den Forschungsstandort Garching noch besser aneinander anzubinden, Staus zu vermeiden und den Verkehr insgesamt zu optimieren. Insbesondere die Radler werden davon profitieren: Auf dem Radschnellweg können sie in Zukunft schnell, direkt und sicher unterwegs sein.“

Die geplante Verbindung soll in München vom Karlsplatz/Stachus über Odeonsplatz, Ludwig-, Leopold- und Ingolstädter Straße Richtung Norden führen. Im Landkreis München führt der Radschnellweg weiter entlang der B13 bis zur Kreuzung B13/B471. Von dort führt der Radschnellweg Richtung Norden entlang der B13 weiter bis Unterschleißheim. Richtung Osten führt der Weg weiter entlang der B471 bis zum Forschungszentrum Garching. Die genaue Trassenführung wird im Rahmen der weiteren Planungen konkretisiert. Der Bund stellt im Rahmen seiner bundesweiten Förderung für Bayern bis 2030 insgesamt 65 Millionen Euro für Radschnellwege bereit. Er beteiligt sich mit durchschnittlich 75 Prozent an den Kosten für die Planung und den Bau. Interessierte Gemeinden bzw. Gemeindeverbände können beim Freistaat Anträge stellen. Dieser beantragt dann beim Bund die Förderung.

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Bei der Übergabe des Förderbescheids v.l.:
Jacqueline Charlier (ständige Vertreterin der Stadtbaurätin der Landeshauptstadt München),
Jürgen Ascherl (2. Bürgermeister der Stadt Garching), Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer,
Christoph Böck (Bürgermeister der Stadt Unterschleißheim), Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer
und Annette Ganssmüller-Maluche (stellvertretende Landrätin des Landkreises München)

-stmb- Bild: stmb

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Geschichten und Anekdoten
aus der Kindheit oder Jugend
sollen in einem Buch verewigt werden

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Region Miesbach – Die Seniorenbeauftragte des Landkreises ruft alle Senioren im Landkreis auf, Beiträge zum Thema „Geschichten und Anekdoten aus der Kindheit oder Jugend“ einzusenden. Aus allen Einsendungen soll ein Buch der Erinnerungen gestaltet werden.

Gerade in den letzten Monaten, in denen die persönlichen Kontakte aufgrund des Infektionsschutzes stark eingeschränkt waren, schwelgt manch einer in Erinnerungen: Wie war das damals, als die Hongkong-Grippe im Jahre 1968 das Land überrollte? Was hat man schon für anstrengende Zeiten durchgemacht? Es fallen einem auch oft viele schöne Begebenheiten ein. Je weiter man zurückgeht, umso mehr man in der Erinnerung kramt, umso ausgefallener werden die Ereignisse. Sei es der erste Schulranzen, den die Mutter mit einem Streifenstück eines ausgedienten Transimissionsriemens reparierte; der Ferienaufenthalt bei der Oma auf der Alm, wobei man nicht richtig aufgepasst hatte und das Butterfaßl scheppernd über den Hang hinabrollte oder der Schulweg zwischen zwei Dörfern, auf welchem man sich gegenseitig bis hin zum Marterl verfolgt hat, um zu beweisen, wer hier das Sagen hatte. Wie schade, dass solche und andere Geschichten nahezu in Vergessenheit geraten.

Christine Dietl, die Seniorenbeauftragte des Landkreises Miesbach, möchte deshalb alle Seniorinnen und Senioren inspirieren: „Schreiben Sie die Geschichten nieder, oder erzählen Sie diese jemandem, der sie für Sie notiert. Vielleicht haben Sie auch ein Bild, das Ihre Erinnerung zeigt. Die Seniorenbeauftragten der einzelnen Landkreis-Gemeinden unterstützen Sie bei Bedarf.“

Beiträge sollten bis 15. November 2020 an das Landratsamt Miesbach; Fachbereich Gesundheit, Betreuung und Senioren; z.Hd. Christine Dietl; Wendelstein Str. 1; 83714 Miesbach; gesendet werden. Vorabfragen beantwortet Christine Dietl unter 0 80 25 – 704 43 53. In der zweiten Novemberhälfte werden die Beiträge gesichtet und ausgewählt. Die eingereichten Erzählungen und Bilder sollen dann im kommenden Jahr – in Form eines Buches – herausgebracht werden.

-lamb- Bild: am

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Stippvisite
am Schloss Linderhof

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Region Garmisch-Partenkirchen – Zu einer Stippvisite am Schloss Linderhof trafen sich kürzlich der Freie Wähler-Fraktionsvorsitzende Florian Streibl und Staatsminister Dr. Florian Herrmann. Im Rahmen der Behördenverlagerung sollte im alten ungenutzten Schlosshotel ein „innerbetriebliches Depot“, sprich ein Archiv für die bayerischen Schlösser etabliert werden. Mit dem derzeitigen Stand kann man nun davon ausgehen, dass es solch ein Archiv nicht geben wird, zumindest nicht in Linderhof.

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Besuchten Schloss Linderhof v.l.:
Staatsminister Dr. Florian Herrmann und der Freie Wähler-Fraktionsvorsitzende Florian Streibl

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Der Bayerische Staatskanzleichef Dr. Florian Herrmann besichtigte das leerstehende Hotel. Streibl und Herrmann waren sich anschließend einig, dass der Hotelbetrieb wiederbelebt werden sollte. Anschließend ging es zur Hundinghütte und der Grotte, welche derzeit einer Großbaustelle gleicht. Auch das Schloss von König Ludwig II wurde besichtigt. Die Hausherrin, Sigrid Stache, führte zusammen mit dem stellvertretenden Amtsvorstand der Verwaltung, Alexander Laar, die Politiker durch den Schlosspark. Ein gigantisches Wissen über die königlichen Anlagen konnten die beiden ihren interessierten Gästen vermitteln. Im Schloss wartete schon die Kastellanin Vanessa Voit für eine umfangreiche Führung durch die historischen Gemäuer.

-am- Bild: domik bartel

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Waffengesetz-Änderung
ab 1. September 2020

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Region Bayern – Angesichts der schrecklichen Terroranschläge von Paris im Jahr 2015 wurde die „EU-Feuerwaffenrichtlinie“ geändert. Die Vorgaben der Richtlinie sind von allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union in ihrem jeweiligen nationalen Waffenrecht umzusetzen. Darüber hinaus soll das nationale Waffenrecht weiterentwickelt werden – insbesondere um den Zugang von Extremisten zu Waffen soweit wie möglich zu verhindern.

Was ändert sich bei Salutwaffen?
Salutwaffen sind ehemals scharfe Schusswaffen, die so umgebaut wurden, dass sie nur noch Kartuschenmunition abfeuern und entsprechend nur noch „knallen“ können. Salutwaffen gehören künftig zu der Kategorie von Schusswaffen, der sie auch vor ihrem Umbau angehörten – die waffenrechtliche Einordnung ändert sich folglich nicht mehr durch einen Umbau: Erlaubnispflichtige Schusswaffen bleiben auch nach ihrem Umbau erlaubnispflichtig und verbotene Schusswaffen bleiben nach ihrem Umbau verboten.

Gibt es Ausnahmen oder Besitzstandsregelungen für die Salutwaffen?
Ausnahmen oder Besitzstandregelungen enthält das Gesetz nicht, jedoch Übergangsfristen: Bei nunmehr erlaubnispflichtigen Salutwaffen ist bis spätestens 01. September 2021 eine Erlaubnis zu beantragen – was jedoch nur für einen winzigen Personenkreis eine Option darstellt; alternativ kann die Waffe einem Berechtigten, der zuständigen Waffenbehörde oder einer Polizeidienststelle überlassen werden. Nach dem 01. September 2021 ist der Besitz einer Salutwaffe – ohne entsprechende Erlaubnis – strafbar!

Was ändert sich bei unbrauchbar gemachten Schusswaffen „Dekowaffen“?
Unbrauchbar gemachte Schusswaffen, die zur Dekorationszwecken genutzt werden, müssen künftig gegenüber der zuständigen Waffenbehörde angezeigt werden, wenn sie überlassen, erworben oder vernichtet werden. Eine Erlaubnispflicht besteht nach wie vor nicht. Wer also bereits Dekowaffen an der Wand hängen hat, muss nichts veranlassen – aber in dem Moment, wo diese beispielsweise an andere Personen abgegeben werden, ist die Waffenbehörde zu benachrichtigen.

Pfeilabschussgeräte
Durch das „3. WaffRÄndG“ sind Pfeilabschussgeräte nunmehr per Gesetz vom Waffengesetz erfasst. Im Unterschied zur Armbrust wird die Antriebsenergie bei einem Pfeilabschussgerät nicht durch Muskelkraft, sondern durch eine andere Energiequelle – wie beispielsweise Druckluft oder Druckgas mit Kohlensäuregas, Propan-/Butan-Mischungen – eingebracht und durch eine Sperrvorrichtung gespeichert oder gehalten. Pfeilabschussgeräte sind künftig den Schusswaffen gleichgestellt und unterliegen der Erlaubnispflicht. Damit ist ab dem 1. September der nicht genehmigte Besitz eines Pfeilabschussgerätes strafbar!

Künftig muss alle fünf Jahre überprüft werden, ob das Bedürfnis für eine waffenrechtliche Erlaubnis weiterbesteht – ob man also beispielsweise noch eine gültige Jagderlaubnis besitzt oder noch aktives Mitglied bei den Sportschützen mit ausreichend Schießnachweisen ist. Die Waffenbehörde muss künftig außerdem bei jedem Antrag für eine waffenrechtliche Erlaubnis beim Verfassungsschutz abfragen, ob der Antragsteller Mitglied einer verfassungsfeindlichen Vereinigung ist. Selbst wenn diese Vereinigung nicht verboten ist, reicht die Mitgliedschaft, um die waffenrechtliche Erlaubnis zu versagen.

Auch für einzelne Personengruppen ändert sich einiges durch die Novelle: Jäger dürfen künftig Schalldämpfer ohne gesonderte waffenrechtliche Erlaubnis kaufen und benutzen, müssen den Erwerb aber bei der Waffenbehörde anzeigen. Waffenhersteller und –händler müssen Waffen künftig elektronisch registrieren, weil das Nationale Waffenregister so ausgebaut wird, dass der gesamte Lebenszyklus einer Waffe von der Herstellung bis zur Vernichtung behördlich nachzuverfolgen ist. Ferner werden mehrschüssige Magazine, Pfeilabschussgeräte – z.B. Armbrust – und halbautomatische Waffen mit hoher Magazinkapazität verboten.

Ein umfangreiches Merkblatt für die Besitzer erlaubnispflichtiger Schusswaffen ist unter anderem unter Waffenrechtliche Informationen ersichtlich.

-lan-

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Hilfe vor Ort:
5.000 Euro-Spende an Bürgerhilfsstelle

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Region Traunstein – Einen Scheck über stolze 5.000 Euro überreichte Franz Hofmann, Vorstand der VR meine Raiffeisenbank eG, kürzlich an die Bürgerhilfsstelle des Landkreises Traunstein. Landrat Siegfried Walch und Florian Seestaller, Leiter der Bürgerhilfsstelle, nahmen die großzügige Spende mit Freude entgegen. „Ich bin stolz, dass wir in unserer Region solche Unterstützer unserer Gesellschaft vorweisen können“, so Landrat Walch bei der Übergabe. Bei jeder Spende an die Bürgerhilfsstelle könne man sich sicher sein, dass das Geld auch ausschließlich für bedürftige Menschen vor Ort eingesetzt wird. Franz Hofmann, Vorstand der VR meine Raiffeisenbank eG, betonte bei der Scheckübergabe: „Als Genossenschaftsbank gehört es zu unserem Selbstverständnis, dass wir soziale Projekte vor Ort unterstützen. Wir übernehmen Verantwortung für die Region, denn wir sind dort zu Hause, wo Sie auch zu Hause sind.“

Die Bürgerhilfsstelle wurde vor 30 Jahren vom damaligen Landrat Jakob Strobl ins Leben gerufen. „Mit der Bürgerhilfsstelle unterstützen wir schnell und unbürokratisch bei Anfragen von Menschen aus unserem Landkreis, die sich elementare Dinge des Alltags nicht leisten können. Da wäre zum Beispiel die Reparatur einer Brille oder der Ersatz eines defekten Kühlschranks“, erklärte Florian Seestaller, Leiter der Bürgerhilfsstelle. Auch bei finanziellen Notlagen – wegen eines besonderen persönlichen Schicksalsschlages – sei die Bürgerhilfsstelle jederzeit Ansprechpartner. Eine aktuelle Übersicht von konkreten Fällen ist unter www.helfen-vor-ort.bayern ersichtlich.

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Bei der Scheckübergabe v.l.:
Landrat Siegfried Walch erhält gemeinsam mit Florian Seestaller, Leiter der
Bürgerhilfsstelle, von Vorstand Franz Hofmann den Spendencheck der VR meine Raiffeisenbank eG

-lats- Bild: lats

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Corona-Kreditprogramm
für gemeinnützige Organisationen

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Region Lichtenfels – Auch für die zahlreichen gemeinnützigen Organisationen in der Region brachte die Covid-19-Pandemie schwerwiegende Folgen mit sich – nicht zuletzt finanziell. Sie können im Gegensatz zu Wirtschaftsunternehmen kaum Gewinne erwirtschaften und in der Regel keine ausreichenden Rücklagen bilden. Gerade aber in Krisenzeiten haben gemeinnützige Organisationen eine zentrale Bedeutung für die Gesellschaft.

Der Bayerische Ministerrat hat ein Corona-Kreditprogramm für in Bayern ansässige gemeinnützige Organisationen jeglicher Art beschlossen. Der neue „Corona-Kredit – Gemeinnützige“ wird vom Bayerischen Sozialministerium über die LfA Förderbank Bayern (LfA) bereitgestellt. Der neue ‘Corona-Kredit – Gemeinnützige‘ dient der Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen, die sich im Zuge der Corona-Krise einem Liquiditätsbedarf gegenübersehen, zum Beispiel zur Finanzierung von laufenden Betriebskosten – wie Löhnen und Gehältern.

Die LfA Förderbank Bayern teilte mit: Der „Corona-Kredit – Gemeinnützige“ soll neben den bisherigen Hilfsmaßnahmen dazu beitragen, dass gemeinnützige Organisationen vermehrt Kredite zu günstigen Konditionen bei ihren Hausbanken erhalten und so ihre Liquidität sichern können. Der neue Kredit ist mit einer 100-prozentigten Risikoentlastung durch den Bund und den Freistaat Bayern ausgestattet, die Hausbanken tragen demzufolge kein eigenes Haftungsrisiko. Die gemeinnützigen Organisationen können nun Anträge bei ihren Hausbanken stellen. Diese prüfen die Voraussetzungen und leiten den Antrag an die LfA weiter. Nachdem die LfA der Hausbank ein Darlehensangebot unterbreitet hat, schließt die Hausbank mit der Organisation einen Darlehensvertrag ab. Informationen zu den Fördervoraussetzungen des „Corona-Kredit – Gemeinnützige“ gibt es unter LfA-informationen/Coronavirus

-lalif-

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Leiter der Musikschule
wurde verabschiedet

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Region Garmisch-Partenkirchen – Bei einer kleinen Feier verabschiedeten sich Mitglieder des Trägervereins vom bisherigen Leiter der Musikschule Garmisch-Partenkirchen, Helmut Kröll. Landrat Anton Speer, der auch stellvertretender Vorsitzender des Verein ist, merkte in seiner Ansprache an: „Ganze 28 Jahre lang haben Sie den Taktstock in unserer Musikschule geführt. Und ich bin mir sicher, dass die guten Leistungen in unserer Einrichtung zu einem nicht unerheblichen Maße Ihnen zu verdanken sind.“

Auch die zweite Bürgermeisterin Claudia Zolk fand anerkennende Worte für Kröll und drückte die Dankbarkeit für seine Verdienste namens des Marktes Garmisch-Partenkirchen aus. Sie hob neben Krölls fachlicher Expertise auch seine zwischenmenschlichen Fähigkeiten hervor und betonte: „Wir sind sehr froh, dass Sie uns als Leiter der „Sinfonietta Werdenfels“ erhalten bleiben und das musikalische Geschehen im Ort weiter mitgestalten.“ Von Seiten des Landkreises Garmisch-Partenkirchen zeichnete Landrat Speer Helmut Kröll mit der Ehrenmedaille in Gold aus. Claudia Zolk überreichte die Goldene Bürgerplakette des Marktes Garmisch-Partenkirchen.

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Bei der Verabschiedung v.l.:
Zweite Bürgermeisterin Claudia Zolk, Helmut Kröll und Landrat Anton Speer

-lagap- Bild: lagap

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Ideenwettbewerb
„opf.rocks – Deine Oberpfalz. Deine Idee.“

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Region Amberg-Sulzbach – In der Region und in der restlichen Oberpfalz gibt es viele kreative Köpfe. Diesen will „Oberpfalz Marketing“ nun eine Bühne geben und hat den Ideenwettbewerb „opf.rocks – Deine Oberpfalz. Deine Idee.“ ins Leben gerufen. Gesucht werden die besten Ideen der Oberpfalz. „Die innovativen und kreativen Menschen der Oberpfalz sind mit ihren Ideen für die extrem positive Entwicklung in den letzten Jahrzehnten verantwortlich“, ist Bezirkstagspräsident und 1. Vorsitzender des „Oberpfalz Marketings“, Franz Löffler, überzeugt. Bis Ende September haben Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen die Möglichkeit, ihre Ideen in sehr einfacher Form beim „Oberpfalz Marketing“ einzureichen. Am Ende werden die besten Ideen prämiert und beim im Mai 2021 geplanten Oberpfalztag präsentiert.

„Es ist höchste Zeit, Ideengebern aus der Oberpfalz die Möglichkeit zu geben, ihre Projekte der Öffentlichkeit vorzustellen. Sicherlich werden viele erstaunt sein, mit welch kreativen Ideen uns die Teilnehmer überraschen werden und ich freue mich schon jetzt darauf, als Jurymitglied bei der Auswahl mitzuwirken“, erläuterte Löffler die Idee des Wettbewerbs.

Dem Einfallsreichtum der Oberpfälzer ist beim Wettbewerb keine Grenze gesetzt. „Mitmachen kann jeder! Alles ist erlaubt, Hauptsache es ist kreativ und modern“, erklärte Christoph Aschenbrenner, Geschäftsführer bei „Oberpfalz Marketing“, die Wettbewerbsbedingungen. Eine erste Idee könne genauso Teil des Wettbewerbs werden, wie ein bereits fertiges Projekt oder Produkt, so Aschenbrenner.

Die Teilnahme ist in sechs verschiedenen Kategorien moglich:
Wirtschaft, Kunst und Kultur, Sport und Freizeit, Soziales und Ehrenamt, Wissenschaft und Bildung sowie Essen und Trinken. Eingereicht werden können die Ideen bis zum 30. September 2020 per Brief, per Mail oder per Webformular. Am Ende der Bewerbungsphase entscheidet eine sechsköpfige Jury, der unter anderem auch Landrat Richard Reisinger angehört, wer gewinnt.

Die besten Ideen und Projekte aus der Oberpfalz für die Oberpfalz werden nicht nur Teil einer umfangreichen Kommunikationsoffensive von „Oberpfalz Marketing“. Es winkt ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro für den Sieger jeder Kategorie sowie – falls er Corona-bedingt stattfinden kann – die Möglichkeit, das Projekt beim Oberpfalztag einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Dort sollen bei einem Festakt die Sieger gekürt und die besten Ideen als Teil des Veranstaltungskonzepts eingebunden werden. Alle Infos zum Wettbewerb und zur Teilnahme unter: www.oberpfalztag.de

-laas-

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Mit eigener Photovoltaik-Anlage
den Strombedarf decken

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Region Bad Tölz – Wenn den ganzen Tag die Rechner laufen, dann kommt bei Sonnenschein ein Großteil des Stroms direkt vom eigenen Dach: „So könnte man es im Grunde auf den Punkt bringen“, so Andreas Süß, Klimaschutzbeauftragter der Kreisverwaltung Bad Tölz-Wolfratshausen. Der mit der Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) auf dem Dach des Gebäudes auf der Flinthöhe produzierte Strom kann vollständig vor Ort verbraucht werden, sodass auf einen Batteriespeicher verzichtet wurde.

Seit einigen Wochen ist die Anlage auf dem Ost- und Westdach des Landratsamtes in Betrieb. „Mit der bisherigen Anlagenleistung ist man sehr zufrieden“, betonte Süß. So viele Flächen standen nicht mehr zur Verfügung, denn die Süddächer sind bereits an die „Energiewende Oberland“ GmbH verpachtet, eine Tochtergesellschaft der Bürgerstiftung „Energiewende Oberland“ – an deren Solarparks sich zahlreiche Bürger im Oberland beteiligt haben. Die Idee zur nun in Betrieb genommenen PV-Anlage entstand, als alle Landkreisliegenschaften als Standorte für entsprechende Anlagen untersucht wurden. Nun wurde die Anlage geplant und installiert. Die Anlagenleistung beträgt 99 Kilowatt Peak (kWp) -, die Anlagenleistung selbst – als auch der Stromverbrauch des Gebäudes – werden außerdem im Eingangsfoyer der Kreisverwaltung für Besucherinnen und Besucher digital angezeigt.

Check der Verbraucherzentrale
Was der Landkreis für seine Liegenschaften unternommen hat, kann auch jede Bürgerin und jeder Bürger tun. Die Verbraucherzentrale bietet hierzu auch kostenlos und unabhängig einen „Eignungs-Check Solar“ für private Haus-oder Wohneigentümer an. Termine können unter Tel. 0800 – 80 98 02 40 0 vereinbart werden.

Solarkataster
Wer über eine Solaranlage nachdenkt, kann mithilfe des „Solarkatasters“ herausfinden, ob das eigene Hausdach für eine solche Anlage geeignet ist. Weitere Informationen sind unter www.solarkataster-toelz.de abrufbar.

-latöz- Bild: latöl

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50 Jahre Förderverein
Caritas Kinderdorf Irschenberg e.V.

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Region Miesbach – Eigentlich war geplant, den 50. Jahrestag des Fördervereins Caritas Kinderdorf Irschenberg e.V. gemeinsam mit der Vorsitzenden Ilse Aigner, den Mitgliedern des Fördervereins sowie langjährigen Spendern und Förderern groß zu feiern. Doch das Kinderdorf in Irschenberg blieb leer. „COVID-19“ hat der Veranstaltung – wie so vielen anderen – einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Statt des geplanten Jubiläums-Events wird es nun lediglich eine gedruckte Jubiläumsausgabe geben. Ein „EXTRABLATT“ zum Fünfzigsten des Fördervereins wird Anfang September in der Tageszeitung-Wochenendausgabe in der Region beigelegt werden.

Begonnen hat alles 1970. Da hatte Caritasdirektor Prälat Franz Sales Müller die Vision, eine neue Heimstatt für Kinder und Jugendliche zu schaffen, die beispielhaft für eine „neue Heimerziehung“ sein sollte. Gut bekannt mit der Familie des Ministerpräsidenten Alfons Goppel fand er in dessen Frau Gertrud eine wichtige Mitstreiterin für seine Idee, ein katholisches Kinderdorf in Oberbayern zu bauen. Die Beiden scharrten eine kleine Gruppe Engagierter um sich und gründeten am 10. April 1970 den „Förderverein Caritas Kinderdorf Irschenberg e. V.“ mit dem Zweck, das vom Caritasverband der Erzdiözese München und Freising unterhaltene Kinderdorf ideell und finanziell unter die Arme zu greifen. Innenminister Bruno Merk übernahm den Vereinsvorsitz und Gertrud Goppel die Funktion der Schirmherrin. Merk folgten in den Jahrzehnten danach namhafte, bayerische Persönlichkeiten als Vorsitzende mit Dr. Fritz Pirkl (Bayrischer Sozialminister), Alois Glück (Vorsitzender der CSU Landtagsfraktion, Präsident des Bayrischen Landtags) und mit Ilse Aigner, der amtierenden Präsidentin des Bayrischen Landtags.

Der Vorstand setzt sich heute aus Personen aus der Politik, Wirtschaft, Caritas und einer Schwester von der Heiligen Familie zusammen, die bis 2006 im Kinderdorf tätig waren. Seit ein paar Jahren engagieren sich ferner ehemalige Betreute des Kinderdorfs im Vorstand, der die Geschicke des Vereins leitet. Der Förderverein, der im Rahmen der Förderung der Jugendhilfe vom Finanzamt München als gemeinnützig anerkannt ist, sammelt Gelder ausschließlich für das Kinderdorf, bestimmt und überwacht deren Verwendung. Er unterstützt die Jugendhilfeeinrichtung u. a. in den Bereichen Bildung, Sport, Musik, Freizeit, Kunst und Gesundheit. Die Summe an Leistungen beläuft sich seit 1985 auf rund 2,6 Mio. Euro.

Der Förderverein, bei dem jeder Mitglied werden kann, zählt heute 177 Mitglieder. Eien weitere wichtige Säule sind die rund 2.000 regelmäßigen Spender. Ob Einzelpersonen, Vereine, Organisation oder Unternehmen, deren finanziellen Zuwendungen zeigen die Wertschätzung der sozialen Arbeit, die im Caritas Kinderdorf Irschenberg geleistet wird. Dorfleiter Wolfgang Hodbod freut sich über die starke regionale Verbundenheit und zeigt sich dankbar. „Seit 50 Jahren unterstützt uns der Förderverein und sorgt für den nötigen Rückenwind. Es ist für unsere Mitarbeitenden eine große Ermutigung, dass wir von einer starken Solidarität in der Gesellschaft getragen werden. Vieles wäre ohne diese großartige Unterstützung nicht möglich. Der Förderverein springt ein, wo es für eine notwendige Förderung von Kindern und Jugendlichen keinen „zuständigen Kostenträger“ gibt“, betonte Hodbod.

Neben der wirtschaftlichen Hilfe spielt die ideelle Unterstützung eine ebenso wichtige Rollte, denn gute Ratschläge oder das Zurverfügungstellen von Netzwerken der Fördermitglieder sind hilfreich, wenn beispielsweise Praktikums- und Ausbildungsplätze vermittelt werden. Ende des Jahres soll die nächste Mitgliederversammlung unter dem Vorsitz der bayerischen Landtagspräsidentin Ilse Aigner stattfinden. Hier wird dann wieder entschieden, wo Mittel und in welcher Höhe für das Caritas Kinderdorf 2021 eingesetzt werden sollen.

-am-

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COVID-19
Immunitäts-Test

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Region Tirschenreuth – Regensburg – Erlangen – Wissenschaftler der Universitätskliniken Regensburg (UKR) und Erlangen (UKE) haben bekannt gegeben, dass die Blutabnahmen zur Bestimmung der Antikörperprävalenz im Landkreis Tirschenreuth erfolgreich abgeschlossen wurden. Im Rahmen der vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (StMWK) in Auftrag gegebenen Studie „Prospektive COVID-19-Kohorte Tirschenreuth“ (TiKoCo19) wurden insgesamt 6.608 Einwohner im Landkreis Tirschenreuth angeschrieben und um freiwillige Mitwirkung bei der Antikörperstudie gebeten.

Im Zeitraum vom 29. Juni bis einschließlich 17. Juli fanden sich über 4.200 Studienteilnehmer bei einem der von Mitarbeitern des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) eingerichteten Blutabnahmezentren in Tirschenreuth, Waldeck und Wiesau zur Blutabnahme ein. „Dank der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern der Universitäten und unseren ehrenamtlichen Kräften verliefen die Blutabnahmen reibungslos“, freute sich Holger Schedl, Kreisgeschäftsführer des BRK.

Mit über 4.200 Blutabnahmen wurde das ursprünglich von den beteiligten Statistikern ausgegebene Rekrutierungsziel von 3.600 Teilnehmern weit übertroffen. Die beiden Studienleiter, Professor Dr. Ralf Wagner (UKR) und Professor Dr. Klaus Überla (UKE) zeigten sich mit diesem Ergebnis hoch zufrieden. „Wir sind überwältigt von der Bereitschaft der Tirschenreuther Bevölkerung, an dieser Studie mitzuwirken. Mehr als zwei Drittel der angeschriebenen Bürger waren interessiert, ihren Antikörperstatus zu erfahren, oder wollten einfach die Wissenschaft unterstützen. Das finden wir großartig“, betonten die Studienleiter.

Mittlerweile wurden die Blutproben an den Universitätskliniken Regensburg und Erlangen auf drei unterschiedlichen diagnostischen Testsystemen, zwei kommerziellen und einem an der Universität Regensburg entwickelten Testsystem, analysiert. Den Teilnehmern wurde dasTestergebnis per Post mitgeteilt. Parallel arbeiten die Regensburger und Erlanger Wissenschaftler gemeinsam mit den assoziierten Statistikteams mit Hochdruck an der Analyse der Daten, die nach Abschluss der Auswertung in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht und auf dieser Grundlage allgemeinverständlich aufbereitet und zugänglich gemacht werden sollen. Auch wenn diese detaillierte Datenanalyse noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, so lässt sich aufgrund erster, noch vorläufiger Ergebnisse abschätzen, dass abhängig vom eingesetzten Testsystem zwischen acht und neun Prozent der Studienteilnehmer SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2) spezifische Antikörper aufweisen.

„Wie langlebig die Antikörperantwort ist, inwieweit SARS-CoV-2-spezifische Antikörper vor einer erneuten Infektion oder Erkrankung schützen können oder wie effizient unser SARS-CoV-2-spezifisches Antikörper-Gedächtnis funktioniert, kann heute noch niemand mit Sicherheit sagen“, erläuterten Prof. Dr. Wagner und Prof. Dr. Überla. Einigen dieser Fragen soll auch im Rahmen des zweiten von insgesamt drei Teilen der TiKoCo19-Studie nachgegangen werden. Dazu werden im November die bisherigen Teilnehmer, sofern sie dazu ihre Zustimmung erteilt haben, erneut Post von den beiden Universitätskliniken erhalten und um weitere Unterstützung der TiKoCo19-Studie gebeten.

Über einen Zeitraum von zwei Wochen sollen dann in der zweiten Novemberhälfte möglichst viele Teilnehmer erneut zur Blutabnahme kommen. Mit der zweiten Testung lässt sich unter anderem beantworten, ob alle Teilnehmer, die ein Testergebnis „Antikörper positiv“ erhalten hatten, noch über Antikörper verfügen und wie viele Neuinfektionen zwischen den beiden Blutentnahmen dazu gekommen sind. Aus diesen Erkenntnissen kann unter anderem abgeleitet werden, ob und wie sich gesundheitspolitische Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung auf die Anzahl der Neuinfektionen auswirken.

Roland Grillmeier, Landrat des Landkreises Trischenreuth  zeigte sich überwältigt von der Teilnahmebereitschaft der Bevölkerung: „Ein großer Dank an alle Teilnehmer. Ich wünsche mir, dass auch alle die zweite und dritte Runde unterstützen. Nur mit ausreichend Daten können die notwendigen Schlüsse gezogen werden“. Wissenschaftsminister Bernd Sibler betonte: „Um gegen das Coronavirus vorgehen zu können, müssen wir es noch besser verstehen. Mit ihrer Arbeit schaffen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Kampf gegen Corona die Grundlage für den medizinischen Fortschritt. Zugleich sind sie wichtige Ratgeber für politische Entscheidungen über wirksame Sicherheits- und Hygienemaßnahmen. Unser gemeinsames Ziel ist es, Strategien zu entwickeln, um uns bestmöglich vor der Ausbreitung des Virus zu schützen. Hierzu brauchen wir Studien wie TiKoCo19″.

-latir-

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vhs Amberg-Sulzbach
öffnet wieder ihre Türen
und startet mit attraktivem Angebot ins Herbst- / Wintersemester

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Region Amberg-Sulzbach –Motorsägen-Kurs für Brennholzselbsterwerber“, „Pilze nicht nur kulinarisch genießen“ und „Kalligrafie“ – das sind nur drei von insgesamt 200 Kursangeboten, zu denen die Volkshochschule Amberg- Sulzbach im Herbst-/ Wintersemester einlädt – etwas weniger als üblich. „Wir freuen uns auf den Neustart. Der gegebenen Situation entsprechend, fällt jedoch das Angebot dieses Mal etwas schmäler aus“, betonte Landrat Richard Reisinger bei der Vorstellung des neuen Programmheftes mit vhs-Leiterin Julia Wolfsteiner.

Semesterauftakt ist Mitte September, Kursanmeldungen sind online und telefonisch ab 31. August möglich. Im neuen Programmheft finden sich Klassiker – wie ein Vortrag zur „Hausübergabe“ und „Sprachkurse“. „Das sind Selbstläufer, die immer schnell ausgebucht sind“, betonte Wolfsteiner. Auch beliebte Kursangebote aus dem Gesundheits- und Kreativbereich können nach der Corona-Zwangspause wieder anlaufen. Zu jedem Fachbereich liefert das Programmheft eine Übersicht mit den geplanten Kursen.

Neu im Programm ist beispielsweise „Geldanlegen mit Indexfonds (ETFs) für Fortgeschrittene“, gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Verbraucherschutz. Die Kursteilnehmer betrachten gemeinsam mit einem Dozenten anhand einzelner Indexfonds (ETFs), welche Fondskonstruktionen und Kostenstrukturen für Privatanleger sinnvoll sind. Mit Hilfe von Simulationsrechnungen wird gezeigt, wie hoch die Renditevorteile im Vergleich zu von Banken traditionell angebotenen Aktienfonds sind. Auch virtuelle Vorträge haben sich bewährt. Die „Renner“ dürften wieder Onlinekurse für die Programme „Word“ und „Excel“ sein.

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Präsentierten das neue Programm: vhs-Leiterin Julia Wolfsteiner und Landrat Richard Reisinger

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Auch wenn viele Einschränkungen im Lehrbetrieb inzwischen gelockert worden sind, gilt an der vhs Amberg-Sulzbach weiterhin ein striktes Hygienekonzept mit den Abstandsregeln in den Räumen sowie der Maskenpflicht, sobald man sich außerhalb seines Sitz- oder Arbeitsbereiches bewegt. Auch die Anzahl der Teilnehmer in den Kursräumen sowie die Zahl der Kursräume in den Außenstellen bleiben beschränkt. Deshalb kann es in den Landkreisgemeinden nur ein abgespecktes vhs-Herbst-/ Winterprogramm geben. Ab Montag, dem 31. August, stehen alle Kursausschreibungen online. Dann sind Anmeldungen unter www.vhs-as.de oder telefonisch möglich.

-laas- Bild: laas

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Landschaftsmalerei-Projekt

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Region Rottal-Inn – Ab September können Kunstinteressierte im Landkreis Ausstellungen zum Thema „Landschaftsmalerei an Rott und Inn“ besichtigen. Möglich wurde das dezentrale, LEADER-geförderte Ausstellungsprojekt durch eine Zusammenarbeit des Landkreises Rottal-Inn mit dem Kirchenmuseum Kößlarn. Die Idee, die Landschaften an Rott und Inn zum Thema einer kunsthistorischen Ausstellungsreihe zu machen, hatte Dr. Ludger Drost, Kulturbeauftragter des Landkreises Rottal-Inn. „Seit dem 19. Jahrhundert haben sich Maler mit der charakteristischen Hügellandschaft künstlerisch auseinandergesetzt. Das Thema Landschaftsmalerei und einige der im Ausstellungsprojekt gezeigten Maler sind bislang nicht erforscht und aufbereitet. Die Gesamtschau, die auch in einer Ausstellungsbroschüre dokumentiert wird, bildet eine wichtige Grundlage für künftige Darstellungen jeglicher Art“, betonte Drost.

Schon im September wird die erste Ausstellung zu sehen sein. Das Reiffenstuelhaus in Pfarrkirchen widmet eine Ausstellung ganz den Landschaftsdarstellungen Hans Reiffenstuels. Zahlreiche Werke des Meisters werden in diesem Zusammenhang überhaupt das erste Mal zu sehen sein. Die Brücke in die Gegenwart schlägt die parallel im Alten Rathaus gezeigte Schau: Mitglieder des Berufsverbands bildender Künstler Niederbayern (BBK Niederbayern) werfen ihren zeitgenössischen Blick auf die Landschaft an Rott und Inn.

Weitere Ausstellungen folgen im Laufe der nächsten zwei Jahre in Bad Birnbach, Eggenfelden, Ering, Kößlarn, Kottigstelzham, Massing, Pfarrkirchen, Simbach, Triftern und Wurmannsquick. Die eigens dafür beauftragte Kulturwissenschaftlerin Dr. Andrea Schilz erarbeitet hierzu ein Konzept, das die vielfältigen Darstellungen einer sich stets verändernden landschaftlichen Umgebung unter spannenden neuen Aspekten präsentiert.

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Freuen sich, dass das LEADER-Projekt „Landschaftsmalerei an Rott und Inn“ nun endlich starten kann v.l.: 
Elisabeth Wimmer (Kreisentwicklung), Inge Hitzenberger (Geschäftsführerin der LAG Rottal-Inn),
Kulturwissenschaftlerin Dr. Andrea Schilz und der Kulturbeauftragte Dr. Ludger Drost

-lari- Bild: lari

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Qualifizierungskurs
für Kindertagespflege
abgeschlossen

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Region Rosenheim/Miesbach – Ab September stehen in Stadt und Landkreis Rosenheim sowie im Landkreis Miesbach weitere Plätze in der Kindertagespflege zur Verfügung. Zwölf Frauen haben den Qualifizierungskurs mit großem Erfolg abgeschlossen. Zum Abschluss gab es für alle Zertifikate und Glückwünsche.

Die Zeiten sind ungewöhnlich. Dank der Motivation und Flexibilität der Teilnehmerinnen war es dennoch möglich, den Qualifizierungskurs sowohl online als auch mit Abstand analog zu beenden. Beides zeugt auch für die Besonderheiten der Kindertagespflege. Es gibt flexible Bring- und Holzeiten sowie unterschiedliche Buchungszeiten, die je nach den individuellen Bedürfnissen der Familie mit der Tagespflegeperson abgesprochen werden können. Die Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder liegt in den Händen einer festen Bezugsperson, die eine sichere Bindung zum Kind aufbaut.

Der Qualifizierungskurs wurde in Kooperation mit dem Kreisjugendamt, dem Amt für Schulen, Kinderbetreuung und Sport sowie dem Katholischen Bildungswerk durchgeführt. Die Kursleitung des Bildungswerkes und die Fachberaterinnen der beiden Ämter legten besonderen Wert auf eine hohe pädagogische Qualität der Inhalte sowie auf professionelle Referenten, die unter anderem vom Deutschen Jugendinstitut, vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und von den jeweiligen Fachbereichen aus Stadt und Landkreis Rosenheim waren. Auf der Abschlussfeier mit Zertifikatsübergabe wurde allen Teilnehmer und Teilnehmerinnen großes Engagement und hervorragende Leistungen bescheinigt.

Familien, die eine Betreuung für ihr Kind suchen oder Frauen und Männer, die Interesse an einer selbstständigen Tätigkeit als Tagespflegeperson haben, werden gebeten, sich bei den jeweiligen Fachberatungen für Kindertagespflege zu melden. Für die Stadt Rosenheim ist Ulrike Jansen-Collet telefonisch unter 0 80 31 – 365 15 08 erreichbar, für den Landkreis Rosenheim sind es Regina Backes unter 0 80 31 – 392 23 27 (Wasserburger Land und Chiemgau), Doris Maurer unter 0 80 31 – 392 24 72 (Mangfalltal) sowie Regina Gruber unter 0 80 31 – 392 24 94 (Inntal).

-laro- Bild: laro

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Schülerwettbewerb

„3malE“

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Region Neu-Ulm –Klimaschutz geht uns alle an“: Das dachte sich auch Massimiliano Zimmermann und hat deshalb dieses Thema für seine Abschlussarbeit gewählt. Mit dieser gewann er den dritten Platz beim Schülerwettbewerb „3malE“. Ziel des Wettbewerbes ist es, die Schülerinnen und Schüler für Energie- und Technikthemen zu begeistern und sie für den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen zu sensibilisieren. Den Schwerpunkt für seine Arbeit legte Zimmermann auf Mobilität. Die Abschlussarbeit in der achten Klasse ist fester Bestandteil an der Montessori Schule, die er besucht. Ein wichtiger Teil seiner Arbeit war eine Online-Umfrage – wie die Schülerinnen und Schüler in die Schule kommen: Zu Fuß, mit dem Rad, den öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Eltern-Taxi und welcher Weg dabei zurückgelegt wird. Ferner errechnete er eine mögliche Einsparung an Energie und schädlichen Treibhausgasen. Unterstützung erhielt er von der Mobilitäts- und Fahrradbeauftragten im Landratsamt Neu-Ulm, Antonia Gordt, sowie ihrem Kollegen, dem Klimaschutzbeauftragten Florian Drollinger. Beide haben sich sehr gefreut, als sie von dem Wettbewerbsergebnis erfahren haben. „Das hat er gut gemacht und verdient“, sagte Antonia Gordt. Als Fahrradbeauftragte freute sie sich aber vor allem auch darüber, was er mit seinem Preisgeld gemacht hat. „Um selbst mehr für den Klimaschutz zu tun, habe ich mir ein neues Fahrrad gekauft und radle jetzt, wenn möglich, mit dem Fahrrad zur Schule“, betonte Massimiliano Zimmermann.

Auf die Idee über ein Umweltschutzprojekt zu schreiben kam er unter anderem durch die Bewegung „Fridays for future“, die er seit längerem verfolgt. „Ich habe mir die Frage gestellt, was wir Schüler für den Umweltschutz tun können“ und so sei das Thema schließlich entstanden. Für seine Umfrage erhielt er 113 Rückmeldungen. Mit der Resonanz zeigt er sich zufrieden, da er mit Hilfe der Rückmeldungen seine Abschlussarbeit gestalten konnte. Als seine Mentoren haben ihn Antonia Gordt und Florian Drollinger regelmäßig Tipps und Infos gegeben oder auf Quellen hingewiesen. „Die Zusammenarbeit war sehr angenehm und auch für uns spannend, da wir das zum ersten Mal gemacht haben“, so Antonia Gordt. Aufgrund der guten Erfahrung können sie sich aber vorstellen, regelmäßig als Mentoren zur Verfügung zu stehen.

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Die fertige Abschlussarbeit in der Hand v.l.:
Antonia Gordt und Massimiliano Zimmermann

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Eine Premiere war auch Massimilano Zimmermanns Teilnahme an einem Wettbewerb. Dass er dabei gleich so erfolgreich sein würde, hätte er nicht gedacht. „Ich habe nicht damit gerechnet, den dritten Platz zu belegen. Über die Platzierung und das Preisgeld habe ich mich sehr gefreut“, betonte Zimmermann. Auch in Zukunft soll das Thema Klima- und Umweltschutz eine Rolle bei ihm spielen. Beruflich möchte er zwar den Weg des Industriekaufmanns einschlagen, aber den Klima- und Umweltschutz möchte er nicht aus dem Blick verlieren.

-lanu- Bild: Kerstin Weidner

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15.000ste Ehrenamtskarte
übergeben

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Region Ansbach – Ehrenamtliche leisten einen wesentlichen Beitrag für die Gemeinschaft. Ihr unermüdlicher Einsatz macht das Leben lebens- und liebenswerter. Das gilt auch für die Region Ansbach, die sich mittlerweile zu Recht als Ehrenamtslandkreis bezeichnen darf. Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration listet den Landkreis Ansbach als die Region mit der höchsten Anzahl an ausgehändigten Ehrenamtskarten. Und der Trend ist weiter positiv. So überreichte Landrat Dr. Ludwig nun bereits die 15.000ste Karte, und zwar an Katja Imschloss, Kommandantin der Freiwilligen Feuerwehr Häslabronn-Kurzendorf. „Ich danke Ihnen für Ihren unermüdlichen Einsatz. Ohne Menschen wie Sie, die anpacken und mitmachen, wäre unser Landkreis um vieles ärmer. Sie sind selbstlos und engagiert für andere da und leisten damit einen unbezahlbaren Beitrag. Gerne überreiche ich Ihnen die Ehrenamtskarte als Ausdruck des Dankes und sichtbares Zeichen der Anerkennung für Ihr bürgerliches Engagement“, so Landrat Dr. Ludwig.

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Landrat Dr. Jürgen Ludwig überreichte die 15.000ste Ehrenamtskarte im Landkreis Ansbach an Katja Imschloss

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Als ehrenamtliche Kommandantin der FFW Häslabronn-Kurzendorf führt Katja Imschloss seit Jahren ein engagiertes Team von Feuerwehrmitgliedern an. „Ich stehe heute stellvertretend für viele Menschen, denen es Spaß macht zu helfen und sich zu engagieren. Auch wenn wir in Häslabronn-Kurzendorf eine kleine Feuerwehr sind, so sind wir doch eine große Gemeinschaft“, betonte Katja Imschloss, deren Vater ebenfalls Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Häslabronn war.

Durch die Bayerische Ehrenamtskarte wird im Landkreis Ansbach seit dem 1. April 2013 ehrenamtliches Engagement gewürdigt. Neben der drei Jahre gültigen blauen Karte gibt es ferner eine unbefristete Goldene, unter anderem für Träger des Ehrenzeichens des Bayerischen Ministerpräsidenten sowie Feuerwehrdienstleistende, die seit mindestens 25 Jahren ihr Ehrenamt ausüben. Mittels Vorzeigen der Ehrenamtskarte kann bayernweit das Angebot sogenannter Akzeptanzstellen genutzt werden. Informationen zu den 122 Akzeptanzstellen im Landkreis Ansbach sowie zum Erhalt der Ehrenamtskarte sind unter www.landkreis-ansbach.de in der Rubrik Leben im Landkreis/Ehrenamtskarte ersichtlich.

-laan- Bild: laan

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Welttag der humanitären Hilfe:
Akute Not lindern, Helfer besser schützen

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Vor dem Welttag der humanitären Hilfe – am 19. August – erinnerte Bundeskanzlerin Merkel in ihrem Videopodcast an das Engagement Deutschlands in der Welt, das zuletzt akut nach den Explosionen in Beirut gefragt war. Diese haben, so Merkel, „in furchtbarer Weise vor Augen geführt, wie schnell eine Notlage entstehen kann. Und ich bin sehr froh, dass wir sofort helfen konnten.“ Die Kanzlerin nennt dabei insbesondere die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks, die vor Ort halfen, Verschüttete zu suchen, und der Bundeswehr.

Bei einer internationalen Geberkonferenz, die wenige Tage nach der Katastrophe stattfand, kamen rund 250 Millionen Euro für den Libanon zusammen, 20 Millionen Euro davon aus Deutschland. „Diese Gelder kommen direkt der Bevölkerung zu Gute, um die akute Not der Menschen zu lindern“, betonte Merkel. Grundsätzlich werden deutsche Beiträge zur humanitären Hilfe vor allem in Krisen- und Konfliktgebieten eingesetzt, etwa in Syrien und den Nachbarländern, die Kriegsflüchtlinge aufnehmen. „Rund 40 Prozent der deutschen Hilfsleistungen gehen dorthin. Damit diese Hilfe auch bei den bedürftigen Männern, Frauen und Kindern ankommt, haben wir uns im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen besonders dafür eingesetzt, dass die Hilfslieferungen über einen Grenzübergang von der Türkei nach Nordsyrien transportiert werden können. So ließ sich eine noch größere humanitäre Katastrophe dort vorerst abwenden,“ sagte die Kanzlerin. In ihrem Podcast dankt die Kanzlerin explizit den vielen Helferinnen und Helfern vor Ort.

Deutschlands humanitärer Beitrag von voraussichtlich mehr als 2,1 Milliarden Euro in diesem Jahr komme wegen ihres unermüdlichen Einsatzes bei den notleidenden Menschen an. Auch deshalb engagiert sich Deutschland im UN-Sicherheitsrat für den Schutz der humanitären Helfer: „Leider müssen wir immer wieder erleben, dass sie gezielt angegriffen und an ihrer wichtigen Arbeit gehindert werden“, so Merkel. Ihnen müsse der Schutz zukommen, der ihnen nach den Normen des Völkerrechts zustehe. Gerade durch die Pandemie und die Folgen des Klimawandels verschärfe sich die Not für viele Menschen in der Welt. „Generell gilt, dass die Bevölkerung oft nicht ausreichend vor Notlagen geschützt ist, wo es schwache staatliche Strukturen und bewaffnete Konflikte gibt. Das gilt auch bei Naturgewalten wie Erdbeben, Folgen des Klimawandels wie Dürren oder Überschwemmungen oder eben bei Pandemien. Darum sind vielfach politische Lösungen notwendig, humanitäre Unterstützung kann nur kurzfristig helfen,“ resümierte Angela Merkel.

-bkin-

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Tourismuszahlen
in Bayern steigen wieder

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Region Bayern – Gemäß dem Bayerische Landesamt für Statistik, wurden im Juni 2020 insgesamt 1,8 Millionen Gäste sowie 5,5 Millionen Übernachtungen im Freistaat gezählt. 92 Prozent der Touristen kamen dabei aus Deutschland. Dazu Tourismusminister Hubert Aiwanger: „Nach dem coronabedingt völligen Tiefpunkt im Frühjahr kommen jetzt wieder mehr Gäste nach Bayern. Urlaub in Bayern ist 2020 die richtige Wahl. Damit entdeckt man die Vielfalt und Schönheit Bayerns und unterstützt gleichzeitig die heimische Wirtschaft. In vielen Städten und Gemeinden haben auch die Schausteller ihre Attraktionen und Fahrgeschäfte aufgebaut und freuen sich auf Besucher. Und um Staus und lange Wartezeiten zu vermeiden, schaut man am besten vor dem Start in den „Ausflugsticker Bayern„. Dort finden sich beispielsweise aktuelle Informationen zum aktuellen Besucherandrang und zur Verkehrslage.“

Urlaub und Ausflugsgeschehen in ländlichen Regionen haben sich dabei schneller erholt als in den Städten, welche über eine nur geringe Auslastung ihrer Hotelkapazitäten klagen.  Beispielsweise in München liegt die Auslastung der Beherbergungsbetriebe laut Dehoga bei nur rund 20 Prozent, vor Corona waren es etwa 85 Prozent. Die Städte versuchen deshalb, auch mit Aktionen wie „Sommer in der Stadt“ Besucher anzusprechen. Sowohl die Zahl der Gästeankünfte als auch die Zahl der Übernachtungen war im Juni 2020 mit 54,7 bzw. 44,6 Prozent deutlich geringer als im Vorjahreszeitraum. Im gesamten ersten Halbjahr wurden im Freistaat nur halb so viele Gäste gezählt wie in den ersten sechs Monaten 2019.

-stmwi-

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Charity-Sportangebot begeisterte
mit 7.130 Euro für die „Kartei der Not“

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Region Augsburg – Der Startschuss des traditionellen Landkreislaufs wäre normalerweise bereits gefallen. „Normalerweise“ – doch 2020 verläuft wegen des Coronavirus insgesamt alles etwas anders als geplant. „Um den Sportbegeisterten in unserer Region eine geeignete Alternative zu den zahlreichen ausgefallenen Veranstaltungen zu bieten, haben wir mit der Unterstützung unserer langjährigen Sponsoren des Landkreislaufs, der Kreissparkasse Augsburg und der AOK, sowie den Firmen Sport Krebs, Mode+Sport Stammel und Schwarzbräu, den virtuellen Charity- Lauf „LAUF – für dich. für mich. für uns.“ ins Leben gerufen“, erklärte die Sportbeauftragte des Landkreises Barbara Wengenmeir. Und die Idee kam gut an: Von Beginn an unterstützten zahlreiche Vereine, insbesondere der TSV Zusmarshausen, die Aktion.

Knapp vier Wochen liefen, radelten und wanderten mit großer Begeisterung viele sportbegeisterte Erwachsene und Kinder für den guten Zweck und teilten ihre Eindrücke mit Statements und Fotos auf der neuen Sporthomepage des Landkreises unter sport-landkreis.de. Für ihr Engagement erhielten alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein kleines Geschenk. „Dank einer großzügigen Spende der Kreissparkasse Augsburg in Höhe von 3.000 Euro und zahlreicher Einzelspenden konnten wir insgesamt ein tollen Erlös von 7.130 Euro für die „Kartei der Not“ sammeln, die damit zu 100 Prozent Personen unterstützt, die durch die Corona-Pandemie unverschuldet in Not geraten sind“, freute sich auch Landrat Martin Sailer über den Erfolg des virtuellen Charity-Sportangebots.

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Bei der Spendenübergabe v.l.:
Sportbeauftragte Barbara Wengenmeir, Arnd Hansen, Geschäftsführer der Stiftung „Karte der Not“ sowie Landrat Martin Sailer

-laa- Bild: Julia Pietsch

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Mit Wanderschuhen
und einer Brotzeit im Rucksack:
Richard Mergner und Florian Streibl trafen sich zum fachlichen Austausch in herrlicher Umgebung

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Region Oberbayern – Verbände und Politik treffen immer wieder aufeinander, da der fachliche Austausch untereinander sehr wichtig ist. Bei Kaiserwetter trafen sich kürzlich im schönen Graswangtal der 1. Vorsitzende des Bund Naturschutzes Bayern, Richard Mergner und der Fraktionsvorsitzende der Freie Wähler Landtagsfraktion, Florian Streibl. Mit Wanderschuhen und einer Brotzeit im Rucksack ging ein zweistündiger Fußmarsch bis nach Linderhof. Mergner und Streibl sprachen dabei u. a. über den Verkehr und den Tourismus in der Alpenregion. Ganz im Vordergrund stand aber die heimische Landschaft und der Naturpark der Ammergauer Alpen. „Das Graswangtal ist ein Juwel in der Alpenregion“, so Streibl. Auch Mergner war von der Natur und der Landschaft begeistert. „Die Flora und Fauna in den Alpen ist einzigartig und muss geschützt werden. Die Tourismusströme zu lenken wird künftig eine große Aufgabe, die nur gemeinsam bewerkstelligt werden kann. Mit der Grundsteinlegung des Naturparks am 27.07.2017 sind wir auf einem guten Weg“, resümierte Streibl.

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Der Fraktionsvorsitzende der Freie Wähler Landtagsfraktion, Florian Streibl
und der 1. Vorsitzende des Bund Naturschutzes Bayern, Richard Mergner
trafen sich zu einem fachlichen Austausch, welcher fortan turnusmäßig erfolgen soll

-am- Bild: Dominik Bartl

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Pflegenetzwerk
Altmühltal

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Region Eichstätt – Erfolgreich verlief das jüngste Treffen der Mitglieder des „Pflegenetzwerks Altmühltal“, zu dem Eichstätts Landrat Alexander Anetsberger eingeladen hatte. „Der Landkreis engagiert sich in vielfältigen Kooperationen für die Gewinnung von Nachwuchs bei den Pflegekräften, deshalb haben wir den Zusammenschluss des „Pflegenetzwerk Altmühltal“ mit der Maxime „Starke Pflege – Starke Region“ sehr begrüßt“, so Anetsberger. Die Kooperation, die aus der Idee einiger Teilnehmer des Arbeitskreises Gerontopsychiatrie hervorgegangen ist und unter Federführung der Hans-Weinberger-Akademie steht, spricht verstärkt Auszubildende in der Pflege an, um Kräfte zu bündeln und Synergieeffekte nutzbar zu machen. Anetsberger rief die Ende November 2019 erfolgreich durchgeführte Aktion „Mach dir ein Bild von der Arbeit in der ambulanten Pflege“ in Erinnerung, bei der Sozialstationen in Beilngries, Gaimersheim, Kösching und Eichstätt die Türen öffneten und allen Interessierten einen Einblick in das Berufsfeld der ambulanten Pflege boten: Vier Stunden lang gab es in allen vier Sozialstationen zeitgleich Vorträge und Mitmachaktionen rund um die Aufgaben in der ambulanten Pflege. Um diese auch weiterhin verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, plant das Pflegenetzwerk bereits neue Angebote für die Bürger nach der Corona-Pandemie. Gerade angesichts der Pflegeberufe-Reform ist es enorm wichtig, die Ausbildung in Pflegeberufen attraktiver zu machen und dem eklatanten Fachkräftemangel dieser Branche nach Kräften entgegenzuwirken. „Ich bin davon überzeugt, dass es ohne Kooperationsverbände und Netzwerke nicht gehen wird, denn nicht jedem jungen Menschen ist bewusst, dass gerade die Pflege eine fundierte moderne Ausbildung bietet, an dessen Ende attraktive Arbeitsplätze in ausreichender Anzahl warten“, betonte Alexander Anetsberger.

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Eine generalistische Pflegeausbildung verbindet die Ausbildungsgänge Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege. Alle Auszubildenden werden gemeinsam unterrichtet und zu kompetenten Pflegefachfrauen und Pflegefachmännern von Menschen aller Altersstufen in allen Versorgungsbereichen ausgebildet. Der generalistische Berufsabschluss gilt automatisch auch in den anderen Mitgliedsstaaten der EU und ermöglicht den Auszubildenden, dass sie sich nicht mehr vor der Ausbildung für ein Fachgebiet entscheiden müssen. Der Ausbildungsbeginn an der Eichstätter Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe der HWA ist der 1. September. Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen bei den Kooperationspartnern und der Schule ist erfreulich positiv, was alle Mitglieder des „Pflegenetzwerk Altmühltal“ freut.

-Petra Preis- Bild: laei

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6,5 Millionen Euro
für 20 neue Forschungsprojekte im Agrarsektor

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Region Bayern – Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber will die Forschung im Agrarsektor weiter voranbringen. Wie Kaniber in München mitteilte, hat sie jetzt 6,5 Millionen Euro für insgesamt 20 neue Projekte aus dem Bereich der landwirtschaftlichen Forschung einschließlich der nachwachsenden Rohstoffe und der Ernährung bewilligt. Die Projekte wurden in einem transparenten, zweistufigen Verfahren aus über 50 Bewerbungen ausgewählt. Die Fördermittel gehen an Hochschulen und Universitäten ebenso wie an die verschiedenen Einrichtungen des Landwirtschaftsressorts.

Forschungsbereiche sind der Klimawandel, aber auch die veränderten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Anforderungen. „Angesichts der komplexen Herausforderungen brauchen wir für unsere Landwirte, Gärtner und Winzer konkrete und praxisrelevante Lösungsstrategien. Das Geld für angewandte Forschung ist gut angelegt und eine wichtige Zukunftsinvestition mit hoher Rendite für die ganze Gesellschaft“, so Kaniber.

Zu den geförderten Forschungsvorhaben im Bereich Landwirtschaft gehört beispielsweise ein Projekt zur Erprobung von „Premium-Tierwohlställen“ für die Ferkelaufzucht. Um den Austausch zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft zu verbessern, beschäftigt sich ein Vorhaben mit der Kommunikation in den sozialen Netzwerken. Im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe sollen u.a. neue Ansätze zur Planung und Bewertung von flexiblen Wohnkonzepten in Holzbauweise entwickelt werden. Ein anderes Projekt beschäftigt sich mit der Optimierung der Eigennutzung von Energie mit vernetzten Energiesystemen auf landwirtschaftlichen Betrieben. Damit sollen die Produktionsprozesse nachhaltiger gestaltet werden. Ferner ist das Bayerische Landwirtschaftsministerium seit kurzem Mitglied bei der europaweit aktiven EIT-Plattform (Europäisches Institut für Innovation und Technologie), die sich von der Urproduktion bis zum fertigen Lebensmittelprodukt mit der gesamten Wertschöpfungskette beschäftigt. Die Mitgliedschaft an dieser Plattform erleichtert es, mehr EU- Forschungsmittel nach Bayern zu holen und damit die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern“, betonte die Landwirtschaftsministerin. Weitere Infos www.eitfood.eu zu finden.

-stmelf- Bild: am

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Schulweg
zur Hauptverkehrszeit üben

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Noch sind es ein paar Tage bis zum Beginn des neuen Schuljahrs. Doch Eltern von ABC-Schützen sollten schon jetzt damit beginnen, geduldig und intensiv mit ihren Kindern den Schulweg zu üben. „Gerade für Grundschüler ist der Weg zur Schule und zurück oft ein gefährlicher Parcours – auf zugeparkten, unübersichtlichen Wegen, in Hektik und Lärm“, so die Erklärung des Bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverbands.

Für Schulanfänger ist es besonders wichtig, sich an gefährlichen Stellen – wie viel befahrenen oder unübersichtlichen Kreuzungen sicher zu fühlen und zu den Hauptverkehrszeiten dem hohen Fahrzeugaufkommen gewachsen zu sein: „Üben Sie deshalb mit Ihrem Kind den Weg unter realen Bedingungen, also auch morgens im vollen Berufsverkehr“, rät Hans Rehbehn von der Kreisverwaltung Weilheim-Schongau. Am späteren Vormittag oder mittags sind die Straßen für ein wirklichkeitsnahes Schulwegtraining oft zu ruhig. Die Empfehlung, den Schulweg zu üben, wird von unserem Straßenverkehrsamt ausdrücklich unterstützt. „Das Üben des Schulweges rechtzeitig vor dem ersten Schultag ist besonders wichtig. Damit kann aktiv dazu beigetragen werden, Unfälle zu vermeiden“, so Wolfgang Mini, Leiter des Straßenverkehrsamts in Weilheim-Schongau.

Schulwegtraining zur Sicherheit – hier das Wichtigste:
Immer Fußgängerwege und Fußgängerüberwege benutzen. Auf dem Gehweg innen gehen, nicht am Straßenrand. An der Ampel auf abbiegenden Verkehr achten, besonders bei Lastkraftwagen. Blickkontakt zum Fahrer aufnehmen. Am Zebrastreifen Fahrzeuglücken abwarten, Blickkontakt zum Fahrer aufnehmen. Erst auf die Straße gehen, wenn die Fahrzeuge stehen. Eine Straße nur an übersichtlichen Stellen überqueren. Vor dem Überqueren der Straße immer an der Bordsteinkante oder Sichtlinie halten und nach links und rechts schauen, ob Verkehr naht. Die kürzeste Strecke vom Elternhaus zum Schultor ist nicht immer die sicherste. Lieber den längeren Schulweg nehmen, wenn er sicherer ist. Auch dieser längere Weg steht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

-lawm-

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Aktuelle Zahlen
zur Industrieproduktion

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Region Bayern – Nach den neuesten Zahlen des Statistischen Landesamts in Fürth lag die bayerische Industrieproduktion im Juni nur noch um 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. „Die bayerische Industrie kämpft sich zurück aus dem Corona-Tal. Nach Einbrüchen von über 30 Prozent im April und Mai nähern wir uns jetzt wieder dem Vorkrisenniveau. Besonders erfreuliche Zahlen kommen vom Maschinenbau, wo die Produktion im Juni um 22 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen hat. Auch in der Automobilproduktion scheinen die großen Einbrüche überwunden“, so Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und ergänzte: „Gerade in exportabhängigen Industriebranchen wird die Erholung noch Zeit brauchen. Um den Unternehmen die nötige Luft zum Atmen zu verschaffen, muss die Bundesregierung jetzt dringend das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängern. Nur so können Arbeitsplätze gesichert, Know-how in den Betrieben gehalten und den Unternehmen ein rasches Wiederhochfahren der Produktion ermöglicht werden. Außerdem müssen wir die wirtschaftliche Erholung durch gezielte Konjunkturimpulse flankieren.“ Der Staatsminister erneuerte diesbezüglich seine Forderung nach einer Innovationsprämie als Kaufanreiz für alle modernen Antriebe, nicht nur für batteriebetriebene Autos: „Die Innovationsprämie muss kommen. Damit stimulieren wir die Binnennachfrage nach Neuwagen und kurbeln die Produktion bei den Herstellern an. Das stabilisiert auch die Auftragslage der Zulieferbetriebe.“

-stmwi-

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Gründung
eines „Ausbildungsverbunds Pflege“

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Regionen Traunstein/Berchtesgadener Land – Insgesamt 23 Träger mit 39 Pflegeeinrichtungen, drei Pflegeschulen und sechs Krankenhäuser haben einen Kooperationsvertrag zur Pflegeausbildung bereits unterzeichnet. Damit wurde nun der offizielle Startschuss für den gemeinsamen „Ausbildungsverbund Pflege“ der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land gesetzt.

Seit 1. Januar 2020 gilt das neue Pflegeberufegesetz. Die bisherigen Ausbildungen in den Bereichen Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie die Kinderkrankenpflege wird es nicht mehr geben, sie werden in einer generalistischen Pflegeausbildung zusammengeführt. Um Synergien bestmöglich zu nutzen, einheitliche Prozesse zu etablieren und das Angebot für Theorie und Praxis zu erweitern, wurde der landkreis- und sektorenübergreifende „Ausbildungsverbund Pflege“ gegründet. Bereits seit Mitte des Jahres 2019 treffen sich die beiden Berufsfachschulen für Pflege der Kliniken Südostbayern AG und die Berufsfachschule für Pflege der Lebenswelt Insula regelmäßig, um gemeinsam mit den beiden „Gesundheitsregionen plus“ die neue Ausbildung zu organisieren. In einem Kooperationsvertrag sind die Zusammenarbeit sowie die Rechte und Pflichten der Verbundpartner geregelt. Als Vertreter der Landkreise stehen die beiden Geschäftsstellen der „Gesundheitsregionen plus“ dem Ausbildungsverbund in der Startphase koordinativ und organisatorisch zur Seite. Später sollen die Strukturen und Abläufe in einen Regelbetrieb übergehen.

„Für die Schulen und Träger der praktischen Ausbildung bedeutet diese Neuerung eine riesige Herausforderung verbunden mit großem organisatorischen Aufwand“, so Dr. Carina Romodow, Geschäftsstellenleiterin der „Gesundheitsregion plus“ des Landkreises Traunstein. Dem wollen sich die Kooperationspartner der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land gemeinsam stellen und gleichzeitig eine höhere Qualität der Ausbildung erreichen. Von der Idee ist auch Lena Gruber, Leiterin der „Gesundheitsregion plus“ im Landkreis Berchtesgadener Land überzeugt: „Kooperations- statt Konkurrenzdenken soll den Weg der neuen Pflegeausbildung in Richtung Zukunft und gemeinsamer Bewältigung des Fachkräftemangels bereiten. Eine abgestimmte Zusammenarbeit vor Ort wird entscheidend sein für die Vielzahl der erforderlichen Praxiseinsätze in der generalistischen Pflegeausbildung.“

Rupert Übelherr, Leiter des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe in Traunstein, betonte stellvertretend für die teilnehmenden Pflegeschulen: „Die Ausbildung gut qualifizierter Pflegefachkräfte funktioniert nur, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen! Die Brücke zwischen den jahrzehntelang getrennten Ausbildungen in der Altenpflege und Kranken-/Kinderkrankenpflege ist gebaut, jetzt muss sie begangen werden. Wir müssen weg vom Konkurrenzdenken hin zu einem „Wir“ in der – zum Wohle der alten und kranken Menschen.“

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Beschlossen einen Kooperationsvertrag zur Pflegeausbildung v.l.:
Dr. Carina Romodow (Geschäftsstellenleiterin Gesundheitsregion plus Traunstein),
Rupert Übelherr (Leiter Bildungszentrum für Gesundheitsberufe Traunstein der Kliniken Südostbayern),
Siegfried Walch (Landrat des Landkreises Traunstein),
Michael Krajnc (Schulleiter Bildungsinstitut für Pflege- und Gesundheitsberufe „Insula“),
Bernhard Kern (Landrat des Landkreises Berchtesgadener Land),

Manuela Püttner-Nann (Schulleiterin Berufsfachschule für Pflege Bad Reichenhall der Kliniken Südostbayern),
Lutz Krüger (Schulleiter Berufsfachschule für Pflege der Kliniken Südostbayern)
und Lena Gruber (Geschäftsstellenleiterin Gesundheitsregion plus Berchtesgadener Land)

-lats- Bild: lats

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ÖPNV Gewinnspiel

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Region Starnberg – Die Gewinner des ÖPNV-Gewinnspiels in der Region Starnberg stehen fest und freuen sich über Ausflugspakete im Landkreis. Landrat Stefan Frey hat den Gewinnern die Preise überreicht: „Wir wollten, dass sich die Teilnehmer intensiv mit den Möglichkeiten des Öffentlichen Personennahverkehrs im Landkreis beschäftigen. Viele wissen nämlich gar nicht, wie gut wir aufgestellt sind. Man kann nahezu alle Berufs- und Alltagsfahrten mit dem Bus erledigen und auch viele Freizeitmöglichkeiten kann man mit dem Bus problemlos erreichen. Gerade jetzt, wo es an unseren Badeseen so turbulent zugeht, kann ich nur alle ermuntern, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.“

Mit der MVV-Tarifreform im vergangenen Jahr haben sich für den öffentlichen Personennahverkehr viele Änderungen ergeben. Im Fokus steht eine einfachere und klarere Struktur, günstigere Preise für die Mehrheit der Nutzer und mehr Bewegungsraum. Mit der Corona-Pandemie sind diese Vorteile etwas in den Hintergrund getreten. Mit einem Gewinnspiel sollte erreicht werden, dass sich die Bürger mit den Vorteilen und Möglichkeiten des Öffentlichen Personennahverkehr beschäftigen. Es mussten Fragen zum Öffentlicher Personennahverkehr im Landkreis beantwortet werden. Jetzt stehen die Gewinner fest: Hansgeorg Vetter hat einen Erlebnistag für zwei Personen im Landkreis und einen Gutschein für eine Rundfahrt auf dem Starnberger See gewonnen. Am 2. September geht es für ihn zum „Schmankerlspaziergang“ in Starnberg, es folgt eine Führung im „SchichtWerk Museum“ Gilching und endet mit einem Kaffee in Weßling. Für Eva Wanninger geht es nach einem „Schmankerlspaziergang“ durch Herrsching zu einer Schifffahrt am Ammersee und Thilo Stolper freut sich über Eintrittskarten für das Ortsmuseum Tutzing und eine Brotzeit im Midgardhaus Augustiner am See.

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Bei der Preisübergabe v.l.:
Verkehrsmanagerin Susanne Münster; Landrat Stefan Frey; Klaus Götzl, Leiter Tourismus der gwt Starnberg mit den Gewinnern des ÖPNV-Gewinnspiels.
Die Preise entgegengenommen haben Dr. Hans Dieter Stolper und seine Frau Sylke für ihren Sohn Thilo und Renate Hartl für ihren Partner Hansgeorg Vetter.

-lasta- Bild: lasta

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Unterwegs im ältesten europäischen Netzwerk
„Weg der Zisterzienser“

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Ein „Weg der Zisterzienser“ ist das Ziel des transnationalen LEADER-Kooperationsprojekts zur Bewerbung um das länderübergreifende Europäische Kulturerbe-Siegel (EKS) von 18 Zisterzienserklöstern in sechs Ländern. Er soll als Wegenetz mit einer Länge von fast 5.000 Kilometern die Klosterlandschaften auf europäischen Fernwanderwegen von Ost nach West verbinden und damit die Wege der Zisterzienseräbte im Mittelalter nachzeichnen, die einmal jährlich ins burgundische Cîteaux, ihr Mutterkloster, zum Generalkapitel reisten.

In Bayern zählen die Klöster Ebrach, Langheim und Waldsassen zum Projekt. Bezirke, Landkreise und beteiligte Gemeinden arbeiten unter der Federführung des Landkreises Bamberg gemeinsam an der Sichtbarmachung ihres zisterziensischen Erbes. Erste Ergebnisse zum Routenverlauf in Franken betonen die besonderen Attraktionen an den Verbindungslinien Kulmbach – Bamberg – Würzburg. Hier reihen sich Kloster Langheim mit der ehemals zisterziensischen Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen, die Altstadt von Bamberg mit ihren Ebracher und Langheimer Stadthöfen, die „Hohe Straße“ in den Steigerwald und in die teich- und waldreiche Klosterlandschaft Ebrach mit ihrer eindrucksvollen Abtei und den barocken Amtsschlössern Burgwindheim, Oberschwappach und Sulzheim aneinander. In Mainstockheim erreicht der Weg den Main und damit das Amtsschloss und die historischen Weinberge des Klosters Ebrach. Weitere Höhepunkte folgen in Maidbronn und Würzburg, wo das Kloster Ebrach mit einem Stadthof vertreten war. Über Veitshöchheim soll der Weg dann ins Taubertal führen, wo mit dem vormals den Ebracher Äbten unterstellten Kloster Bronnbach das nächste Klosterhighlight wartet.

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Winkelhof Ebrach

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Das europäische Kooperationsprojekt „Cisterscapes – Cistercian landscapes connecting Europe“ strebt in der Trägerschaft des Landkreises Bamberg ein transnationales Europäisches Kulturerbe Siegel für zisterziensische Klosterlandschaften an. Das Projekt wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sowie von der Oberfrankenstiftung, dem Erzbistum Bamberg, dem Bistum Würzburg und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Kooperationsmittel kommen auch aus den Partner-Landkreisen Haßberge, Kitzingen, Lichtenfels, Neustadt/Aisch, Schweinfurt und Tirschenreuth sowie aus den Städten Lichtenfels und Waldsassen. Weitere Informationen zum Projekt unter cisterscapes.eu

-laba- Bild: laba

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Information und Aktion:
Fit im Alter durch Sport und Bewegung

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Region Erding – Nach dem Startschuss zum Projekt „Gesunder Landkreis“ fand speziell für Senioren die Auftaktveranstaltung statt: Ein interessanter Vortrag zum Thema „Fit im Alter durch Sport und Bewegung“, an den ein sportliches Schnupperangebot unter Anleitung einer zertifizierten Trainerin anschloss. Etwa 50 Teilnehmer erlebten zunächst einen Fachvortrag von Dr. Claus Herr, Oberarzt am Klinikum Landkreis Erding, danach eine Vorstellung der SpVgg Altenerding durch Rudolf-Albert Kirmeyer, gefolgt von Bewegungseinheiten mit Flexiband und Musik. Die Kombination aus Information und Aktion fand großen Zuspruch und es gab reges Interesse daran, wann die nächsten Vorträge dieser Reihe stattfinden würden. Auch die SpVgg hatte nach der Veranstaltung einen großen Andrang, da viele wissen wollten, wo sie sich künftig sportlich betätigen könnten. Im Rahmen des Projekts „Gesunder Landkreis“ soll denden Bürgerinnen und Bürgern gezeigt werden, wie jeder schon mit kleinen Veränderungen des Tagesablaufs und ein wenig Bewegung etwas für die eigene Gesunderhaltung tun kann.

-laed- Bild: laed

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Test- und Anzeigepflicht
von Saisonarbeitskräften

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Region Pfaffenhofen an der Ilm – Eine Anzeigepflicht der Saisonarbeitskräfte besteht für alle Betriebe – unabhängig von der Betriebsgröße und Beschäftigtenanzahl. Die Arbeitsaufnahme muss 14 Tage vor Beschäftigungsbeginn bei der Kreisverwaltung angezeigt werden. Die Testpflicht hingegen gilt nur für landwirtschaftliche Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten. Die Beschäftigten dieser Betriebe benötigen bei Tätigkeitsbeginn ein ärztliches Zeugnis, das bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für eine Coronavirus-Infektion vorliegen. Verfügen die Beschäftigten über kein ärztliches Zeugnis aus der Heimat, können sich die betroffenen Betriebsinhaber bezüglich einer Testung an das Gesundheitsamt wenden, welches einen kostenlosen Test für die Saisonarbeitskräfte organisiert. Die Kreisverwaltung steht bereits in enger Abstimmung mit dem Hopfenpflanzerverband, damit die Testung der Saisonarbeitskräfte zur Hopfenernte möglichst reibungslos läuft. Für die Saisonarbeiter in Betrieben mit bis zu zehn Beschäftigten besteht keine Testpflicht, soweit die Saisonkräfte nicht aus Risikogebieten einreisen. Auf Wunsch können sich aber auch Saisonarbeiter, die keiner Testpflicht unterliegen, kostenlos testen lassen. Alle Hopfenpflanzer, die Unterstützung durch den Hopfenpflanzerverband benötigen, können sich dort telefonisch unter der Nummer 0 84 42 – 95 72 10 200 oder per Mail unter info@deutscher-hopfen.de melden.

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„Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“
Tag des offenen Denkmals
wird digital

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Region Bayern – Der Tag des offenen Denkmals – am 13. September – geht auf Grund der Corona-Pandemie neue Wege. Der zentrale Veranstalter, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, ruft in diesem Jahr dazu auf, Denkmale virtuell und digital zu präsentieren. Wer am Tag des offenen Denkmals teilnehmen und seinen historischen Schatz digital zeigen möchte, kann sich unter tag-des-offenen-denkmals.de anmelden. Die Stiftung bündelt auf der Aktionsseite alle Angebote, damit möglichst viele Interessierte auf die digitalen Angebote aufmerksam werden.

Das diesjährige Motto des Denkmaltags lautet: „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ Damit rückt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ein Thema in den Fokus, das alle etwas angeht: Den bewussteren Umgang mit unserem Planeten, unseren Ressourcen und unserem eigenen Handeln. Ausgehend von der Forstwirtschaft prägt der Begriff Nachhaltigkeit die Politik, die Lebensmittelindustrie, Energie- und Kosmetikbranche und stellt sie vor neue Herausforderungen. Welche Rolle nimmt in dieser Gesellschaftsdebatte die Denkmalpflege ein?

Dank geistiger, technischer, handwerklicher und künstlerischer Maßnahmen erhält Denkmalpflege historische Bauten und wahrt Erinnerungen. Gleichzeitig schont die Instandsetzung von Denkmälern wertvolle Ressourcen und macht sie zukunftstauglich. Das Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ ist dabei ganz unterschiedlich ausleg- bar und kann folgende Themenschwerpunkte umfassen:

Bauweisen von Denkmälern: Verwendung beständiger und regionaler Baumaterialien, ressourcenschonender Baukonzepte oder energetischer Sanierungen.
Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit von Denkmälern: Traditionelle handwerkliche Techniken für die Zukunft.
Neue Nutzungskonzepte von Denkmälern: Umnutzung bestehender Räumlichkeiten als Zukunftspotential und Vorbeugung von Leerstand.
Natur trifft auf Kultur: Grünflächen, Parkanlagen oder Friedhöfe als landschaftliche Freiräume und moderne Naturoasen.

Praktische Tipps, wie man Denkmäler digital erlebbar machen kann, zum Beispiel per Video, Fotostrecken oder Audio-Formate sind unter: tag-des-offenen-denk-mals.de/veranstalter/tag-des-offenen-denkmals-wird-digital/ ersichtlich.

-lahas- Bild: am

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LEADER-Förderperiode
geht in die Verlängerung

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Region Passau – Seit 2015 gibt es im Passauer Land die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Regionalinitiative Passauer Land e.V., die im Rahmen des LEADER-Förderprogramms Fördermittel für die Region generiert. Ursprünglich war die aktuelle LEADER-Förderperiode bis Ende 2020 geplant, nun wurde sie bis Ende 2023 verlängert. Hauptziel der Regionalinitiative ist die Entwicklung des ländlichen Raums. In diesem Zusammenhang betreut die LAG die Umsetzung von Kooperations-, Einzel- und Bürgerprojekten und die Beantragung der Fördermittel von EU, Bund und Freistaat. LAG-Managerin Dr. Ursula Diepolder und die LAG-Vorsitzende Anni Regner haben nun Bilanz über ihre Arbeit der vergangenen Jahre gezogen. Mit Unterstützung der LAG bei der Sicherung von Fördermitteln für Projekte wurden bislang über 7 Millionen Euro in die Region und die ländliche Entwicklung vor Ort investiert – davon sind rund 3,5 Mio. Euro Fördermittel. 1,6 Millionen Euro an beantragten LEADER-Fördergeldern sind bereits abgerechnet und ausbezahlt.

Begleitet wurden von der LAG u.a. Projekte wie die Schaffung von fünf Bewegungsparcours, Kultur- und Begegnungsstätten, Dorfgemeinschaftshäuser oder die Aufwertung von Rad- und Wanderwegen. Darüber hinaus kann die LAG selbst auch kleinere Projekte aus örtlichem Bürgerengagement fördern und hat dafür einen Topf von 22.000 Euro verfügbar, der 2020 noch um weitere 20.000 Euro aufgestockt wird. So wurden etwa die Restaurierung von Feldkreuzen bezuschusst, das Verfassen und die Herausgabe von Heimatbüchern oder die Wochen zur Demokratie in Passau unterstützt. Mit der nun seitens des Ministeriums bekannt gegebenen Verlängerung der Förderperiode bis Ende 2023, können noch weitere Projekte beantragt und begleitet werden. Zwar hat die LAG ihr zugeteiltes Budget von rund 2 Millionen Euro fast ausgeschöpft, doch kann auf ein bayernweit verfügbares Budget zurückgegriffen werden. Hier heißt es allerdings schnell sein und gute Projekte antragsreif entwickelt zu haben. Damit die Antragssteller hier erfolgreich sind, darf auf die tatkräftige Unterstützung der LAG-Managerin gezählt werden. Projektanträge können noch bis Ende 2021 eingereicht werden – EU-Gelder sind im LEADER-Topf noch vorhanden.

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Freuen sich über rund 30 Projekte, die in den vergangenen fünf Jahren in der Region umgesetzt werden konnten v.l.:
Landrat Raimund Kneidinger, LAG-Managerin Dr. Ursula Diepolder und die LAG-Vorsitzende Anni Regner

-lapa- Bild: lapa

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„Die 5 Kurfranken“
fordern finanzielle Unterstützung für Kurorte und Heilbäder

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Region Oberfranken – Mit einem gemeinsamen Brief wenden sich die Landräte und Bürgermeister der „5 Kurfranken“ – Bad Staffelstein, Bad Rodach, Bad Steben, Weißenstadt und Bad Alexandersbad – an den bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder. In dem Schreiben stellen sie die infolge der Covid-19-Pandemie dramatische Situation der Kurorte und Heilbäder dar und fordern finanzielle Unterstützung. Offiziell und persönlich übergeben werden soll das Schriftstück bei einem Besuch des Ministerpräsidenten im September auf Kloster Banz.

Auf Kloster Banz tauschten sich die Landräte und Bürgermeister kürzlich im Rahmen einer Tagung zum Thema „Kurorte und Heilbäder – Herausforderungen während der Corona- Pandemie“ aus. Dabei wurde deutlich, dass die Situation der Bäder in Abhängigkeit der Trägerschaft sehr unterschiedlich, jedoch infolge der Pandemie fast überall existenzbedrohend ist. In dem gemeinsam verfassten Schreiben an den bayerischen Ministerpräsidenten wird um finanzielle Unterstützung sowie um weitere, die Bäder und Kurstandorte entlastende Maßnahmen, gebeten. Besonderes Anliegen ist die Erhöhung der Förderquote für die touristische Infrastruktur. Der Ministerpräsident habe mit seinem vorausschauenden Handeln im Rahmen der Pandemie den Freistaat vor größerem Schaden bewahrt, doch müssten nun auch die wirtschaftlichen Folgen für die Kur- und Heilorte so gering wie möglich gehalten werden. Es gelte, Lebensqualität zu sichern, damit die oberfränkischen Kur- und Heilorte auch im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen könnten, betonten die „5 Kurfranken“.

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Beim Treffen auf Kloster Banz v.l.: Landrat Christian Meißner (Lichtenfels), Landrat Peter Berek (Wunsiedel), Stine Michel (Kurdirektorin Bad Rodach),
Bürgermeister Bert Horn (Bad Steben), Bürgermeister Tobias Ehrlicher (Bad Rodach), Lutz Lange (Geschäftsführer der Bad Rodacher Bäder GmbH),
Ronald Ledermüller (Zweiter Bürgermeister Bad Alexandersbad), der Werkleiter der Obermain Therme Bad Staffelstein Hans-Josef Stich,
Hans-Herbert Hartan (Zweiter Bürgermeister Stadt Coburg), Bürgermeister Jürgen Kohmann (Bad Staffelstein),

Landrat Dr. Oliver Bär (Hof) und Landrat Sebastian Straubel (Landkreis Coburg)


-lalif- Bild: lalif

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Archivpfleger
wurde wiederbestellt

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Region Weilheim-Schongau – Bernhard Wöll wurde für fünf weitere Jahre zum ehrenamtlichen Archivpfleger des Landkreises bestellt. Der Kreisausschuss bekundete das Einvernehmen für die Bestellung gegenüber dem Staatsarchiv München. Die Aufgabe des Archivpflegers ist es, unter Leitung des Staatsarchivs München u.a. Gemeinden und deren Vereinigungen seines Zuständigkeitsbereichs in allen Fragen des kommunalen Archivwesens zu beraten und zu unterstützen, sowie gegebenenfalls die Rechts- und Stiftungsaufsichtsbehörden bei Archivgut betreffenden Entscheidungen zu beraten.

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Die Übergabe der Bestellungsurkunde und des Dienstausweises übernahm Landrätin Andrea Jochner-Weiß im Namen des Staatsarchivs

-lawm- Bild: lawm

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Naturschutzwächter
auf Entdeckertour

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Region Unterallgäu – Wer mit offenen Augen durch die Natur im Unterallgäu geht, kann so einiges entdecken: Zum Beispiel eine fleischfressende Pflanze, den Wasserschlauch oder den Riedteufel, einen seltenen Schmetterling. Als die Naturschutzwächter bei ihrem jährlichen Treffen mit Vertretern der unteren Naturschutzbehörde solche Entdeckungen im Hundsmoor machten, ging ihnen das Herz auf. Denn in ihrem Alltag als ehrenamtliche Helfer stoßen sie auch häufig auf weniger schöne Dinge, wie Müllablagerungen in der Natur oder unerlaubte Heckenrodungen.

Das Unterallgäu ist in sechs Gebiete unterteilt und für jedes Gebiet ist ein Naturschutzwächter zuständig. Das jährliche Treffen findet immer in einem anderen Gebiet statt. Diesmal führte zunächst Naturschutzwächter Helmut Scharpf durch den Biotopverbund Westliche Günz. Scharpf erläuterte, wie sich das Gebiet entwickelt hat: Mit Eröffnung der Eisenbahnlinie 1900 begann der Mensch hier, die Landschaft zu verändern. 1994 startete dann das Projekt „Biotopverbund Westliche Günz“. Ziel ist es, der Natur wieder mehr Raum zu geben. Scharpf berichtete, derzeit machten Neophyten wie das Wasser-Greiskraut, das Indisches Springkraut und der Riesenbärenklau Probleme. Diese Pflanzen verdrängten heimische Arten.

Weiter führte die Exkursion ins Hundsmoor, wo Dr. Michael Schneider und Steffi Gansbühler vom Landschaftspflegeverband das Biodiversitätsprojekt „Arche Noah Unterallgäu“ vorstellten. Es widmet sich dem Schutz 14 gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, auf der Liste stehen zum Beispiel Kammmolch, kriechender Sellerie und Vogel-Azurjungfer. Besprochen wurden bei dem Treffen auch aktuelle Themen: Zum Beispiel ging es um die manchmal ausufernden Partys am Attenhauser Weiher. Die Naturschutzwacht will hier zusammen mit Gemeinde und Fischereivereinen tätig werden.

Über die Naturschutzwacht
Naturschutzwächter unterstützen ehrenamtlich die untere Naturschutzbehörde und achten auf die Einhaltung der Naturschutzgesetze. Sie geben bei der Naturschutzbehörde monatlich Berichte über ihre Beobachtungen ab und registrieren Verstöße, zum Beispiel in Natur- und Landschaftsschutzgebieten. Weitere Infos unter www.unterallgaeu.de/naturschutzwacht

-laua- Bild: Helmut Schrapf

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Porzellan verbindet

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Region Oberpfalz – Über 550 Kilometer führt die Porzellanstraße auf bayerischem Gebiet von Schlüsselfeld im Westen Oberfrankens bis nach Weiden und Bayreuth und nochmals über 300 Kilometer im benachbarten Böhmen über Loket, Karlsbad bis nach Ostrov. Auf diesem Weg wird natürlich auch der Landkreis Tirschenreuth mit seinen ehemaligen und aktuellen Porzellanfabrikationen durchkreuzt.

Nicht die Porzellankönigin, jedoch aber der erste Vorsitzende der Porzellanstrasse e.V., André Zaus und Stephanie Wenisch, Leiterin des Tourismuszentrums Oberpfälzer Wald, waren kürzlich in der Kreisverwaltung Tirschenreuth zu Besuch. Das Gespräch drehte sich dabei vor allem um die bisherige und künftige Zusammenarbeit des Landkreises mit der Porzellanstraße und wie man Synergien nutzen und die Beziehungen noch intensiver werden lassen kann. „Es ist wichtig, dass wir hier in der Region Tirschenreuth, aber auch über die Landkreisgrenzen hinaus, alle Tourismusakteure an einen Tisch holen und zusammen nicht nur die herrliche Region, sondern auch das Kultur- und Wirtschaftsgut Porzellan ins Blickfeld der Touristen und Urlauber rückt“, so André Zaus. Roland Grillmeier, Landrat des Landkreises Tirschenreuth,  war überzeugt, dass die Region mit der Porzellanstraße nicht nur bei Urlaubern punkten, sondern auch über die Werksverkäufe Einheimische und Touristen zum Shoppen anlocken kann. Gerade im Bereich Camping- und Caravan-Urlaub ist man im Oberpfälzer Wald – hier mit Camping- und Wohnmobilstellplätzen – sehr gut aufgestellt.

Zaus stellte nochmals sowohl den Werksverkaufsführer als auch die Porzellankönigin als die wichtigsten Marketinginstrumente der Porzellanstraße vor. Als Zeichen der Mitgliedschaft des Landkreises Tirschenreuth überreicht der erste Vorsitzende eine handgegossene Porzellantafel als Mitgliedsabzeichen an den Landrat.

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Bei der Überreichung der Porzellantafel v.l.:
Tourismusreferentin Stephanie Wenisch, Landrat Roland Grillmeier und der erste Vorsitzende der Porzellanstrasse e.V., André Zaus

-latir- Bild: Stefan Malzer

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Arbeitsfeld Jugendhilfe
Hospitationen, Workshops und Reflexionstreffen

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Region Rosenheim/Miesbach – Zwei Jahre lang lernten sechs Absolventen des Traineeprogramms für Fachkräfte der sozialen Arbeit alle Facetten der Jugendhilfe in Rosenheim kennen. Jetzt konnte ihr erfolgreicher Abschluss traditionell im Caritas Kinderdorf Irschenberg gefeiert werden. Bereits 2013 hatten sich Träger der öffentlichen und freien Jugendhilfe in Stadt und Landkreis Rosenheim für das von der Fachwelt viel beachtete und bis heute einzigartige Traineeprogramm zusammengeschlossen. Abgänger des Studiengangs Soziale Arbeit und Sozialarbeiter, die in der Jugendhilfe arbeiten möchten, sollten mit dem Kurs den perfekten Überblick und Einstieg in das Arbeitsfeld Jugendhilfe erhalten. Die Idee dahinter: Gemeinsam wollten sie dem Fachkräftemangel wirksam entgegensteuern und qualitativ hervorragend geschulte Fachkräfte an die Region binden. Im August konnte jetzt wieder ein umfassender Kurs mit Hospitationen, Workshops und Reflexionstreffen von insgesamt 296 Stunden erfolgreich abgeschlossen werden. Die Initiatoren und Organisatoren des Traineeprogramms für Berufseinsteiger ließen es sich daher nicht nehmen, mit ihren Leitungen bei einer kleinen Abschlussveranstaltung mit Zertifikatüberreichung dabei zu sein. Eine Auftaktveranstaltung mit 14 TeilnehmerInnen für den neuen Kurs hat bereits im Juli stattgefunden und verspricht eine positive Fortführung des Programms.

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Bei der Abschlussfeier des Traineeprogramms für Fachkräfte der sozialen Arbeit v.l.:
Agnes Haidacher, Jugendhilfe Oberbayern; Uli Meyrl, Caritas Kinderdorf Irschenberg;
Tabea Neuber, Kinderschutzbund Rosenheim; Benedikt Dirschl, Caritas Kinderdorf Irschenberg;
Caroline Rapp, Leitung Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Rosenheim;
Johannes Fischer, Leitung Kreisjugendamt Rosenheim; Elisabeth Gierlinger, Kreisjugendamt Rosenheim;
Ute Kolb, Jugendhilfe Oberbayern; Michaela Wittke, startklar Jugend und Familienhilfe
und Stephan Höfer, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Rosenheim

-am- Bild: Caritas Kinderdorf Irschenberg

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KUMAS Umweltnetzwerk

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Region Augsburg – Seit seiner Gründung unterstützt das KUMAS Umweltnetzwerk Umweltprojekte in ganz Bayern. Auf diese Weise werden Innovationen für den aktiven Umweltschutz für jedermann sichtbar und in der Markteinführung gefördert. Der Landkreis Augsburg ist Mitglied des Fördervereins KUMAS e. V., der seit 1998 bereits 69 innovative Verfahren, Produkte, Dienstleistungen, Anlagen, Entwicklungen oder Forschungsergebnisse ausgezeichnet hat, die in besonderem Maße Umweltkompetenz ausstrahlen. Für das KUMAS-Leitprojekt 2020 können sich Unternehmen im Landkreis Augsburg mit ihren aktuellen Umwelt-Projekten noch bis 31. August 2020 zu bewerben.

Innovationsgehalt, Gestaltungsqualität und verbessernde Umwelt- eigenschaften stehen bei der Bewertung durch eine unabhängige Jury genauso im Vordergrund wie die Steigerung der Ressourceneffizienz und der Beitrag zum Klimaschutz. Die ausgezeichneten Leitprojekte werden öffentlichkeitswirksam ein Jahr lang in den Medien, auf der Internetseite des KUMAS-Umweltnetzwerkes und im Rahmen der KUMAS-Fachkongresse, bei Messeauftritten und in den Netzwerkveranstaltungen präsentiert. Weitere Informationen sowie Bewerbungsunterlagen sind unter www.kumas.de in der Rubrik „Umweltpreise“ ersichtlich.

-laa-

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Burgruine Falkenstein:
Ein Denkmal mit Aussicht

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Region Rosenheim – Die Sanierung der oberhalb von Flintsbach thronenden Burgruine Falkenstein ist abgeschlossen. Das Aufstellen von vier Schautafeln war nun der Abschluß einer Maßnahme, die im Herbst 2016 begann. Der Aufwand hat sich gelohnt: Das zeigen die zahlreichen Besucher und zufällig vorbeikommenden Wanderer von Petersberg und Hohe Asten, die gerne im Burg-Areal verweilen um das herrliche Inntal-Panorama zu genießen.

„Wir haben als Landkreis eine kulturelle Verpflichtung die Burg Falkenstein in Flintsbach zu erhalten“, sagte einst Wolfgang Berthaler. Der frühere Landrat, Gründungsmitglied und Vorsitzender des Fördervereins zur Erforschung, Entwicklung und Erhaltung der Burg Falkenstein e.V. hatte seinen Nachfolger Landrat Otto Lederer, Flintsbachs Bürgermeister Stefan Lederwascher sowie die Vorstände der Umwelt-, Kultur- und Sozialstiftung des Landkreises Rosenheim Karl Seidl und Marcus Edtbauer zu sich eingeladen. Thema war die mehrere Jahre dauernden Sanierungsarbeiten.

Die Maßnahmen zur Erhaltung der Burgruine begannen im Jahre 2016 mit der Sicherung der vorhandenen Mauerreste. Inzwischen wurde unter anderem eine historische Bogenbrücke wiederhergestellt und die Außenanlage für Besucherinnen und Besucher zugänglich gemacht. Die gesamte Sanierung war in drei Bauabschnitte unterteilt. Das Sanierungskonzept sowie die Betreuung der Maßnahmen übernahm der Diplom-Ingenieur Johannes Fischer aus München.

Knapp zwei Drittel der Gesamtsanierungskosten von einer Million Euro steuerte das damalige Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst bei. Die weiteren großzügigen Spender waren der Bezirk Oberbayern, die Bayerische Landesstiftung, die Gemeinde Flintsbach, die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, der Landkreis Rosenheim und die Helene Berger-Stiftung. 2009 erwarb die Umwelt-, Kultur- und Sozialstiftung des Landkreises Rosenheim das Objekt. Damit ist der Erhalt des Denkmals dauerhaft gesichert. Zur Unterstützung gründete sich im Oktober 2017 der „Förderverein zur Erforschung, Entwicklung und Erhaltung der Burg Falkenstein e.V.“ Falkenstein ist als Sitz der Grafen von Falkenstein-Herrnstein und später der Grafen von Neuburg-Falkenstein für die Region von herausragender historischer Bedeutung. Insbesondere der vom Falkensteiner Siboto IV. im Jahre 1166 in Auftrag gegebene und von einem Herrenchiemseer Mönch verfasste „Codex Falkensteinensis“ stellt das wichtigste Zeitdokument des Siedlungsraumes dar. Diese berühmte Handschrift enthält das einzig erhaltene Schenkungsbuch und dazu das älteste Einkünfte-Verzeichnis einer weltlichen Herrschaft sowie testamentarische Verfügungen und 24 Miniaturen.

-laro- Bild: laro

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Landtagspräsidentin Ilse Aigner
spendete 5000.- Euro
für Tafeln im Stimmkreis

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Region Miesbach – Auch die Abgeordneten der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag haben kollektiv beschlossen, ihre diesjährige Diätenerhöhung zu spenden. Landtagspräsidentin Ilse Aigner hat sich dafür entschieden, ihre Spende an die „Tafeln“ in ihrem Stimmkreis zu geben. Den Betrag der Erhöhung hat sie aufgestockt und insgesamt 5000.- Euro gespendet. „Damit können bedürftige Bürgerinnen und Bürger, die in Corona-Zeiten leider mehr geworden sind, wirkungsvoll vor Ort unterstützt werden“, betonte Aigner. Der Spendenbetrag verteilt sich auf die Tafeln Miesbach, Hausham, Bruckmühl, Feldkirchen-Westerham, Gmund am Tegernsee und Holzkirchen.

Die Bayerische Landtagspräsidentin besuchte stellvertretend die Tafel in Miesbach, die auch in Hausham eine Ausgabestelle unterhält. Sie dankte den Ehrenamtlichen der Tafeln im Landkreis für ihr Engagement: „Ohne Ihren Einsatz wäre eine Spende bei Weitem nicht so wirkungsvoll. Denn was die Tafeln neben der Essensausgabe so wertvoll macht, ist die Zeit, die Nähe, das Verständnis und die Unterstützung, die Sie den Menschen geben.“

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Bei einer Führung durch die Räume der Tafel in Miesbach ließ sich die Landtagspräsidentin und Stimmkreisabgeordnete Ilse Aigner (Bildmitte)
die Abläufe bei der Ausgabe von (v.l.) Georg Stöckl (Tafel Miesbach), Mike Korinth (Tafel Hausham), Karlheinz Seybold (Leiter der Tafel Hausham),
Ute Krause (Leiterin der Tafel Miebach) und Boris Hitzwebel (Tafel Miesbach) erläutern

-am- Bild: abia

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„Stadtradeln“ 2020

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Region Dachau – 2020 beteiligte sich der Landkreis nunmehr zum siebten Mal erfolgreich an der internationalen Kampagne „Stadtradeln“. Insgesamt 1057 Alltagsradlerinnen und -radler waren verstärkt in die Pedale getreten, um Fahrradkilometer für die Region zu sammeln und damit ein Zeichen für nachhaltige Mobilität und Klimaschutz zu setzen. Aufgrund der Abstandsregelungen fand die Preisübergabe in kleinem Rahmen statt. Geehrt wurden das Team mit den meisten Kilometern – „Team forice 89 Dachau“ – mit insgesamt 30.683 Kilometern, mit den meisten Kilometern pro Person – „Gaudiradler“ – mit 1.452 Kilometern pro Person und mit den meisten Radelnden – „Bündnis für Dachau – mehr radln für die Stadt“ mit 62 Personen. Eine Urkunde erhielt auch in diesem Jahr wieder Thomas Schmacht. Er legte in den drei Wochen insgesamt 3.701 km zurück! Den Hauptgewinn der Verlosung – einen Reisegutschein für eine Radreise über 250.- Euro – der von der Sparkasse Dachau gesponsert wurde, erhielt für Anne Leißner.

-ladah- Bild: ladah

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Florian Streibl gibt seine
Diätenerhöhung weiter
Scheckübergaben in Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz

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Region Oberland – Wie der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, Florian Streibl, bereits angekündigt hatte, spendet er seine Diätenerhöhung in seinem Stimmkreis. „Mir ist wichtig, dass das Geld in der Region einem Zweck zugutekommt“, so Streibl. Lange musste der Abgeordnete nicht überlegen, an wen er das Geld spenden will. So konnte er einen Scheck über 1.272 Euro dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SkF) in Garmisch-Partenkirchen überreichen. Hier kann das Geld gut für den Neubau des Mutter-Kind-Hauses gebraucht werden, welcher bald realisiert werden soll. „Spenden sind immer herzlichst willkommen, gerade wenn so große Investitionen wie ein Neubau anstehen. Ich finde es sehr wichtig, dass es solche Einrichtungen, wie das SkF gibt, denn hier finden Frauen mit ihren Kindern Schutz und Halt“ so Streibl.

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Scheckübergabe an den „Sozialdienst katholischer Frauen e.V.“ v.l.:
MdL Florian Streibl, German Kögl (Geschäftsführer SkF), Petra Lang (Hausleitung),  Karin Landherr (Vorsitzende SkF)

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Scheckübergabe an die „Soziotherapeutische Einrichtung -Haus Waldherr-“ v.l.:
MdL Florian Streibl und Helmut Meixner

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Ein zweiter Scheck – ebenfalls über 1.272 Euro – ging nach Bad Tölz. Hier hat sich Florian Streibl für das „Haus Waldherr“ des Deutschen Ordens entschieden. Der Abgeordnete besuchte den Hausherren Helmut Meixner. Die beiden pflegen bereits seit zwölf Jahren einen guten Kontakt. Die soziotherapeutische Einrichtung kümmert sich u.a. um Suchterkrankte, die dort Halt und Blick auf neue Perspektiven bekommen. „Herr Meixner und sein Team leisten hier großartige Arbeit, sie helfen den Bewohnern ins Leben zurück und stärken ihr Bewusstsein“, resümierte der Fraktionsvorsitzende Streibl. Für die langjährige Zusammenarbeit bedankte sich Meixner mit einer Holztafel, welche von den Bewohnern selbst gestaltet wurde. Mit dem Spendengeld sollen einige Aktivitäten der Hausbewohner gefördert werden.

-am- Bilder: dominik bartl

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„Kultursommer Dahoam“:
Stempel sammeln und gewinnen

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Region Passau – Das Passauer Land ist bekannt für ein vielfältiges kulturelles Angebot. Gerade in diesem Jahr verbringen viele Menschen ihren Sommerurlaub in der Heimat oder in der näheren Umgebung. Die kulturellen Einrichtungen in Stadt und Landkreis wollen deshalb heuer besonders die einheimische Bevölkerung einladen, hinter die Türen der Museen und Ausstellungen im Passauer Land zu blicken und dabei vielleicht auch Unbekanntes zu entdecken.

Zehn kulturelle Einrichtungen beteiligen sich an einer gemeinsamen Aktion des Projekts „Junges Land“, die für Kultururlaub in der Heimat wirbt. „Gleichzeitig gibt es tolle Preise zu gewinnen,“ so Projektmanagerin Julia Bösl-Sachse. Bei jedem Besuch in einer der zehn Einrichtungen erhalten Kinder und Jugendliche bis 25 Jahre einen Stempel an der Kasse oder in der zugehörigen Gastwirtschaft. Wer drei Stempel auf seiner Karte gesammelt hat, kann diese bis 14. September an das Kulturreferat des Landkreises Passau zurückschicken und nimmt damit an einer Verlosung teil. Zu gewinnen gibt es unter anderem einen Rundflug über den Landkreis oder zwei Karten für den „Eulenspiegel Flying Circus“. „Auf jeden Fall dürfen sich alle Teilnehmer über eine kleine Überraschung freuen,“ verrät die Projektmanagerin schon jetzt.

Die Flyer samt Stempelkarte liegen bei den teilnehmenden Einrichtungen sowie in den Rathäusern in Stadt und Landkreis Passau aus. Online steht der Flyer unter Kultursommer Dahoam zur Verfügung. An der Aktion beteiligen sich aus dem Landkreis Passau das „Haus am Strom“, das „Museumsdorf Bayerischer Wald“ in Tittling, die „Landkreisgalerie Schloss Neuburg“, die „Steinwelten“ in Hauzenberg sowie der „Wildpark Ortenburg“, das „Schlossmuseum Ortenburg“ und der „Vogelpark Irgenöd“. In der Stadt Passau bekommt man die Stempel beim „Römermuseum Boiotro“, im „Museum Moderner Kunst Wörlen“ und im „Oberhausmuseum Passau“. In den Einrichtungen gelten derzeit besondere Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen. Besucher werden gebeten, sich im Voraus über diese sowie die Öffnungszeiten der einzelnen Einrichtungen zu informieren. Weitere Informationen unter www.landreis-passau.de

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Präsentierten das „Kultursommer Dahoam“-Programm v.l.: Christian Eberle, Kulturreferent des Landkreises Passau;
Raimund Kneidinger, Landrat des Landkreises Passau; Julia Bösl-Sachse, Projektmanagerin
und Andreas Rother, zweiter Bürgermeister der Stadt Passau

-lapa- Bild: lapa

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Neues Feuerwehrhaus
für Waakirchen

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Region Miesbach – Erfreut gaben Norbert Kerkel, Bürgermeister der Gemeinde Waakirchen und Stefan Britz, Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Waakirchen, den Start der Bauarbeiten des neuen Feuerwehrhauses am Kreisel in Hauserdörfl bekannt. Bisher teilte sich die Feuerwehr ein Gelände mit dem Bauhof und brachte einige Fahrzeuge an anderen Standorten unter, was natürlich kein Dauerzustand sein konnte. Daher suchte die Gemeinde ein geeignetes Grundstück, fand mit Thomas Schmidt den passenden Architekten und konnte jetzt mit den Bauarbeiten beginnen.

Damit sich die Feuerwehr – mit Fuhrpark und Ausrüstung – endlich an einem Ort befindet, soll ein Gebäude mit drei Ebenen aus Ziegel, Glas und Beton entstehen, welches dann über fünf große Feuerwehrtore und einen befahrbaren Keller mit Schlauchwaschanlage verfügen wird. Im Obergeschoß soll zudem ein Saal mit Schulungsräumen eingerichtet werden. Ferner sind drei kleinere Wohnungen vorgesehen, die seitens der Gemeinde vermietet werden können. Der freie Platz vor der Feuerwache kann von den Einsatzkräften als Übungsplatz genutzt werden.

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Freuen sich auf das neue Feuerwehrgerätehaus v.l.:
Stefan Britz, Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Waakirchen und Norbert Kerkel, Bürgermeister der Gemeinde Waakirchen

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Die Gemeinde Waakirchen hat mit der Durchführung des wichtigen Projekts ihr Kommunalunternehmen, die Wohnbaugesellschaft Waakirchen KU, beauftragt. Das Ziel des Kommunalunternehmens besteht darin, den Bau des Feuerwehrhauses in diesem Jahr noch so weit wie möglich voranschreiten zu lassen und die Arbeiten im Sommer 2021 abzuschließen. Da die Ausschreibungen für die Maurer-, Spengler-, Elektro- und Zimmererarbeiten sowie für den Einbau des Aufzugs und der Garagentore zwar bereits abgeschlossen sind, jedoch die Ausschreibungen für die Heizungs- und Sanitärarbeiten noch anstehen, ist bis dato keine endgültige Kostenaufstellung vorhanden. Wenn die Feuerwehr ihr bisheriges Gelände am Rathaus verlassen hat, wird es der Bauhof mit seinen Mitarbeitern übernehmen. Zwar sind einige Umbaumaßnahmen notwendig, doch die sind, laut Bürgermeister Kerkel, bereits angedacht und werden im Jahr 2021 konkretisiert.

-am- Bild: am

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Corona-Gefahr wird ignoriert:
Auf dem Bau kommt es immer häufiger zu Verstößen gegen Abstands- und Hygiene-Regeln

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Die „Corona-Disziplin“ auf dem Bau sinkt: Immer häufiger werden auf Baustellen notwendige Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten. Das hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) bei Arbeitsschutzkontrollen festgestellt. Viele Bauunternehmen seien trotz der Corona-Pandemie inzwischen wieder zu alten Verhaltensmustern zurückgekehrt und ignorierten damit die Infektionsgefahr: „Sammeltransporte zu Baustellen im Bulli sind in vielen Firmen wieder an der Tagesordnung. Genauso wie Pausen im engen Bauwagen“, kritisierte der Bundesvorsitzende der IG BAU, Robert Feiger. Oft hätten Bauarbeiter nicht einmal die Möglichkeit, sich am Waschbecken mit fließendem Wasser und Seife die Hände zu waschen. Das Aufstellen von Desinfektionsmittelspendern sei ohnehin die Ausnahme auf dem Bau.

Feiger berichtete von einem Fall aus Norddeutschland: Dort habe ein Arbeitgeber das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken auf seinen Baustellen sogar verboten. „Die abstruse Begründung: Sonst beschlage die Brille. Damit könne dann nicht mehr ordentlich gearbeitet werden. Gerade im Innenausbau oder bei Sanierungen, bei denen nicht unter freiem Himmel gearbeitet wird, ist so eine Anweisung des Arbeitgebers natürlich völlig verantwortungslos. Kein Händewaschen, kein Abstand, keine Atemschutzmaske: Viele Bauunternehmen ignorieren die Corona-Gefahr, indem sie zum alten Trott zurückkehren“, so Feiger.

Corona-Schutz sei Arbeitsschutz. Der IG BAU-Chef appelliert daher an die Baubeschäftigten, kein Risiko einzugehen und sich „gegen einen sorglosen Umgang mit Corona-Regeln selbstbewusst zur Wehr zu setzen“. Das fange schon auf dem Weg zur Baustelle an: „Dicht an dicht im Baubulli zu sitzen, ist ein No-Go“, erklärte Feiger. Hier seien individuelle An- und Abfahrten notwendig. Bauarbeiter legten oft enorme Strecken im Bulli oder Pkw zurück, um zur Baustelle zu kommen. „Dabei verlieren sie Zeit, für die sie bislang in der Regel nichts bekommen“, machte Robert Feiger deutlich. Er kündigte an, dass diese Wegezeit gerade auch vor dem Hintergrund der in der Corona-Pandemie gemachten Erfahrungen bei der bevorstehenden Schlichtungsverhandlung für das Bauhauptgewerbe in der letzten Augustwoche eine Rolle am Verhandlungstisch spielen werde. Darüber hinaus fordert die IG BAU 6,8 Prozent mehr Lohn und 100.- Euro im Monat zusätzlich für Azubis aller Ausbildungsjahrgänge. Die IG BAU will damit nach eigenen Angaben den Bau für den Nachwuchs attraktiver machen und so „dem enormen Fachkräftemangel entgegenwirken“.

„Guter Lohn, optimale Rahmenbedingungen, Gesundheitsschutz und Job-Sicherheit – gerade auch in der Corona-Pandemie: Das gesamte Paket muss auf dem Bau stimmen. Die Arbeitgeber sind jetzt am Zug, hier nachzuhelfen und damit die Weichen für die Zukunft der Baubranche zu stellen. Erlauben können sie es sich. Das macht ein Blick auf die Wirtschaftsdaten deutlich: Beachtliche Gewinne und volle Auftragsbücher sorgen in der Bauwirtschaft für gute Stimmung“, resümierte Feiger. Allein beim Wohnungsbau gebe es einen Bauüberhang von rund 740.000 Wohnungen, die bereits genehmigt, aber noch nicht gebaut seien.

-am-

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Im Herbst 2020 als 14-teilige Serie im Ersten:

Pan Tau ist zurück!

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Pan Tau, die Kultfigur aus der gleichnamigen WDR-Koproduktion der 1970-er Jahre, ist wieder da! Die Neuverfilmung ist eine zeitgemäße Adaption und wird diesen Herbst für fantastische Augenblicke im Ersten sorgen. Der englische Stand-up-Comedian und Zauberer Matt Edwards ist der neue Pan Tau. Die 14-teilige Serie wurde von Gabriele Walther mit viel Liebe zum Detail produziert und in englischer Sprache, mit britischen und deutschen Schauspielerinnen und Schauspielern in Deutschland gedreht.

Kurzinhalt: Elegant, schweigsam und doch für jede Menge fantastischer Überraschungen gut – Pan Tau ist kein gewöhnliches Schulmaskottchen. Seine außerirdischen Zauberkräfte setzt er immer dann ein, wenn ein Kind der Westpark Schule Hilfe braucht. Und die Probleme der Jugendlichen sind vielfältig: Eine Mitschülerin schnappt dir die Rolle im Musical weg? Fiese Influencer wollen den Ruf deines Vaters ruinieren? Deine heimliche Liebe scheint unerreichbar? Du hast Angst, deine Familie zu enttäuschen? Egal, wo der Turnschuh drückt, Pan Tau ist zur Stelle – mit einem Lächeln und fantastischer Magie, die einen zum Staunen und zum Lachen bringt. Mal lässt er Badewannen fliegen, mal beamt er dich in deinen Lieblingsroman. Diesen unsichtbaren Freund wünscht sich wohl jeder. Dabei sind die wahren Helden der Serie die Mädchen und Jungen selbst, denen der liebenswürdige Zauberer zur Seite steht, ob auf dem Schulhof oder zu Hause bei der Familie. Dank ihm entdecken sie ihre eigenen Superkräfte: Mit Mut, Cleverness, Selbstbewusstsein und Freundschaft meistern sie am Ende jede Herausforderung und wachsen so über sich selbst hinaus.

Die deutschen Darstellerinnen und Darsteller Valerie Niehaus, Armin Rohde, Bettina Lamprecht, Sophie von Kessel, Katharina Wackernagel, Helmfried von Lüttichau und Tom Gerhardt sind in Episodenrollen zu sehen. Es spielen mehr als 50 britische Schauspielerinnen und Schauspieler in der Serie mit, darunter Richard Linnell („Hollyoaks“), Hannah Chinn („Five Minutes“), Natalie St. John Porther („SHHH!“), Megan Richards („Wanderlust”), Bethany Billy („Pinky“), Niamh McGrady („The Fall“), Jan Anderson („Prison Break“), Orlando Seale („Pride and Prejudice”) und Jacob Avery („Dark Heart”).

Entwickelt wurde die Neuverfilmung von „Pan Tau“ von Executive Producer Gabriele Walther und Producer Marcus Hamann, in Zusammenarbeit mit Regisseurin Franziska Meyer-Price und einem englischsprachigen Autoren-Team. Neben Franziska Meyer Price, die bei fünf Doppelfolgen die Regie übernommen hat, inszenierte auch Regisseur Michael Zens zwei Doppelfolgen. „Pan Tau“ wurde produziert von der „Caligari Film“ in Koproduktion mit der ARD unter Federführung des WDR und unter Beteiligung des MDR für Das Erste. Gefördert mit Mitteln des GMPF, des FFF Bayern, der Filmstiftung NRW sowie der MFG Baden-Württemberg. Die Serie basiert auf der von Ota Hofman und Jindřich Polák geschaffenen Originalfigur Pan Tau und wird im Herbst 2020 als 14-teilige Serie im Ersten ausgestrahlt.

-ARD- Bild: ARD/Caligari/Film2020

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Caritas Kinderdorf – Gottesdienst
in Corona Zeiten

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Region Miesbach – Nachdem schon zwei Gottesdienste im Kinderdorf in Irschenberg der Corona Pandemie zum Opfer gefallen sind, hat man sich dort eine Form der Andacht überlegt, die den allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln und im Besonderem den getroffenen Sicherheitsmaßnahmen der Caritas Einrichtung gerecht werden. Die zwölf Kinderdorf-Gruppen sind seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie in sechs Sektoren-Gemeinschaften eingeteilt, die untereinander keinen Kontakt haben dürfen. Seit März ist so jeweils ein Doppelhaus eine Insel für sich, auf der die Kinder, Jugendlichen und Mitarbeitenden unter sich bleiben. Die Dorfleitung will so im Falle einer Infektion eine schnelle Ausbreitung des Virus verhindern. Die Situation ist für die Kinder schmerzhaft, da sie nur telefonisch und elektronisch Kontakt mit ihren Freunden im Kinderdorf haben können.

Kinder und Jugendliche leiden Studien zufolge mehr unter den Lebens- und Kontaktbeschränkungen als Erwachsene, denen es beispielsweise leichter fällt, alleine zu sein. Laut Sozialforschern an den Universitäten in Hildesheim und Frankfurt am Main erleben Jugendliche die soziale Distanz als besonders einschneidend und fühlen sich in einer wichtigen Phase Ihrer Persönlichkeitsentwicklung um wichtige Jahre betrogen. Auch deshalb hatte das Kinderdorf Gottesdienst Team zusammen mit dem Jugendseelsorger des Dekanats Miesbach, Markus Holler eine Andacht vorbereitet, die thematisch die aktuelle Lage aufgreifen und den Kinderdorfgruppen moralische Stärke vermitteln sollte. Der Jugendseelsorger zog zusammen mit zwei Musizierenden, einem Kreuz- und einem Lichtträger durch das Kinderdorfgelände. In jedem der sechs Sektoren wurde gemeinsam gebetet und gesungen und es wurden gedankliche Impulse überbracht, wie man besser mit der Situation umgehen kann. In der kindgerechten Predigt ging der Seelsorger auf die räumliche Trennung der Kinderdorffamilien und die besondere Situation der Mädchen und Jungen ein. Der Sektor als Teil eines größeren Ganzen, der auf das Zusammenwirken mit den Nachbarsektoren angewiesen ist, damit etwas Ganzes, etwas Brauchbares, eine runde Sache entsteht.

Die Kinder brachten jeweils zwei, teilweise sehr bewegende Fürbitten unter dem Motto „Was hat mich in dieser Zeit der Einschränkungen besonders bewegt“ ein. Zu jedem der Sektoren wurde ein Licht der Hoffnung gebracht, damit wieder normalere Zeiten einkehren. Vor dem Segen wurde ein Stück Tuch in Form eines klassischen Kreissegments an jede Gruppe verteilt, welches nach individueller Gestaltung durch die Familien zu einem runden Ganzen – als Zeichen des Zusammenhalts im Caritas Kinderdorf – zusammengefügt werden soll. Trotz des schlechten Wetters mit teils kräftigen Schauern war dieser spezielle Gottesdienst für die Teilnehmer eine gelungene, eine runde Geschichte.

-am- Bild: cki

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Flüge
untersuchten Waldbrandgefahr

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Region Erlangen-Höchstadt – Wegen der herrschenden Trockenheit und des sonnigen Wetters besteht aktuell eine sehr hohe Waldbrandgefahr. Die ehrenamtlichen Flugbereitschaftspiloten der Luftrettungsstaffel Mittelfranken beobachten im Auftrag der Regierung von Mittelfranken die derzeitige Waldbrandgefahr. Besonders gefährdet sind der „Sebalder Reichswald“ sowie Wälder auf sandigen Standorten mit geringem Bewuchs, sonnige Waldlichtungen und Waldränder.

An Waldbesucherinnen und Waldbesucher wird appelliert, dass bis Ende Oktober geltende Rauchverbot unbedingt einzuhalten und allgemeine Vorsicht walten zu lassen. Bereits eine achtlos weggeworfene Zigarette kann die trockene Bodenvegetation entzünden und einen folgenschweren Brand auslösen. Gefährlich sei – wegen der heißen Fahrzeugkatalysatoren – auch das Parken auf trockenem Gras.

-laerh- Bild: kfv-erh

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2,26 Millionen Euro
für neue digitale Lehrformate

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Region Bayern – Insgesamt 2,26 Millionen Euro stellt der Freistaat für den Ausbau digitaler Lehrangebote der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb) zur Verfügung. In der vhb kooperieren 31 Hochschulen bei der digitalen Hochschullehre. Mit den Mitteln werden 20 Kurse für Studentinnen und Studenten („CLASSIC vhb“), 13 Kurse für alle Interessierten („OPEN vhb“) sowie 537 Lerneinheiten für den Einsatz in „Blended Learning-Formaten“ an den bayerischen Hochschulen („SMART vhb“) gefördert.

„Die vhb geht in Sachen digitaler Lehre deutschlandweit voran. Nicht erst seit der Corona-Pandemie entwickeln die 31 Trägerhochschulen kontinuierlich und engagiert vielfältige Online-Angebote. Dieses echte Erfolgsmodell wollen wir weiter ausbauen. Jeder Euro, den wir dafür investieren, ist bestens angelegt und kommt allen beteiligten Hochschulen und auch Interessierten außerhalb der Hochschulfamilien zugute“, so Wissenschaftsminister Bernd Sibler.

938.000 Euro für CLASSIC-vhb-Kurse
Die Fördermittel für 20 CLASSIC-vhb-Kurse in Höhe von rund 938.000 Euro stammen aus der CLASSIC vhb-Förderrunde 2020-I. Gefördert werden die Universität Augsburg, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), die Technische Universität München (TUM), die Universitäten in Passau und Regensburg, die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) sowie die Technische Hochschule Deggendorf (THD) und die Hochschulen für angewandte Wissenschaften Neu-Ulm und Weihenstephan- Triesdorf (HSWT). Das Format „CLASSIC vhb“ bietet damit in 15 Fächergruppen rund 570 Online-Kurse, deren Inhalte unter Nutzung verschiedener Medien interaktiv und abwechslungsreich aufbereitet sind. Die Studentinnen und Studenten werden von geschulten E-Tutoren betreut und können ECTS-Punkte zur Anrechnung auf das Studium erwerben.

342.000 Euro für OPEN vhb-Projekte
Im Rahmen der ersten Förderrunde 2020 werden 13 „OPEN vhb“-Formate der LMU, der TUM, der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, der FAU, der JMU und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie der THD, der Technischen Hochschule (TH) Nürnberg Georg Simon Ohm und der HSWT mit insgesamt 342.000 Euro unterstützt. OPEN vhb bietet somit mehr als 70 offene, kostenfreie Kurse, die als Selbstlernangebote für eine interessierte Allgemeinheit konzipiert wurden, die aber auch in die Hochschullehre integriert werden können, wenn Lehrende die Betreuung ihrer Studierenden übernehmen und Prüfungen anbieten.

981.000 Euro für SMART vhb
In der Förderrunde 2020/2021 von „SMART vhb“ stehen insgesamt rund 981.000 Euro für 537 neuen Online-Lerneinheiten für den Einsatz in „Blended-Learning“ Lehrformaten zur Verfügung. Sie gehen an die LMU, die Universität Regensburg, die JMU, die Universität der Bundeswehr München, die Technischen Hochschulen in Aschaffenburg, Deggendorf, Nürnberg und Rosenheim, die Ostbayerischen Technischen Hochschulen Amberg-Weiden und Regensburg, die Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) in Coburg, Kempten, Landshut, München Weihenstephan-Triesdorf, Würzburg-Schweinfurt und die Katholische Stiftungshochschule München. Nach Abschluss der nunmehr dritten „SMART vhb“-Förderrunde wird Lehrenden der 31 Trägerhochschulen ein Pool an rund 2.000 Lerneinheiten zur Verfügung stehen, die sie in ihre Präsenzveranstaltungen einbauen können. Mit diesem Angebot ermöglicht die vhb den problemlosen Austausch zwischen ihren Trägerhochschulen. Jede Lerneinheit setzt sich aus unterschiedlichen Lernmaterialien, wie z. B. Videos, Textelementen, Simulationen und bzw. oder Übungsaufgaben, zusammen. Die Lernziele sind definiert, Selbstkontrollaufgaben sind in jeder Lerneinheit enthalten. Für die Bearbeitung sind jeweils 45 Minuten vorgesehen.

Digitale Lehre seit über 20 Jahren
Die vhb wurde im Jahr 2000 gegründet. Ihr Markenkern ist die hochschulübergreifende Kooperation ihrer 31 Trägerhochschulen – zu diesen zählen zwölf Universitäten und 19 Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Als Verbundinstitut mit ihren drei Formaten „CLASSIC vhb“, „OPEN vhb“, und „SMART vhb“ setzt die vhb wichtige Impulse für die Vernetzung von Hochschulen, Lehrenden und Studentinnen und Studenten in Bayern. Grundlegend ist dabei der Gedanke des Teilens von Hochschullehre. Die vhb entwickelt ihre Angebote und Organisationsstrukturen kontinuierlich weiter. Bedarfsorientierung, Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung werden dabei großgeschrieben. Die durch den Freistaat bereitgestellten Mittel werden in kompetitiven Förderrunden an Antragstellende der Trägerhochschulen vergeben. Der nächste Stichtag für die Einreichung von Anträgen zu den halbjährlich ausgeschriebenen Förderrunden „CLASSIC vhb“ und „OPEN vhb“ ist der 31. Oktober 2020. Für die jährlich ausgeschriebene „SMART vhb“-Förderrunde können bis zum 31. Mai 2021 wieder Anträge durch die Hochschulen eingereicht werden. Weitere Informationen: www.vhb.org/

-stmwk-

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Gewässerschutz
Fehlanzeige

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Region Niederbayern – Die beiden Abgeordneten der Grünen aus Niederbayern, Rosi Steinberger und Toni Schuberl nennen es einen Skandal, dass die Oberflächengewässer in Niederbayern immer noch in einem schlechten ökologischen Zustand sind. Dabei ist Bayern seit dem Jahr 2000 dazu verpflichtet, alle Gewässer in einen guten Zustand zu überführen. „Nun haben wir 2020, und es ist fast nichts passiert“, ärgert sich Rosi Steinberger, die im Landtag dem Umweltausschuss vorsitzt.

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie schreibt vor, dass alle Oberflächengewässer bis 2015, in Ausnahmefällen bis 2027, in einem guten ökologischen Zustand sein müssen. Aktuelle Untersuchungen des Landesamts für Umwelt (LfU) zeigen, dass dieser gute ökologische Zustand in Bayern bei den allermeisten Flüssen und Bächen auch bis 2027 wahrscheinlich nicht erreicht wird. Toni Schuberl: „Die schwarz-orange Koalition kümmert sich in Bayern nicht um die Ökologie unserer Gewässer.“ Bayern sei schon seit fünf Jahren im Verzug, die Wasserrahmenrichtlinie endlich zu vollziehen. Und auch mit der Fristverlängerung bis 2027 werde es nicht viel besser.

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Die Abgeordneten der Grünen im Bayerischen Landtag – Toni Schuberl und Rosi Steinberger –
fordern, dass die Wasserrahmenrichtlinie endlich vollzogen werden

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In Niederbayern gibt es nur ein paar kleinere Flüsse im Bayerischen Wald, die in einem guten Zustand sind. „Aber wo bleibt die Isar ab Landshut, wo bleibt die Vils, die Laaber oder die Gaißa. Eindringlich fordern Steinberger und Schuberl die Söder-Regierung auf, sich endlich um die Qualität der Gewässer zu kümmern. „Es geht hier nicht nur um irgendeine Europäische Richtlinie, es geht um unsere Natur, unsere Lebensgrundlagen und um unsere Heimat“, betonte Steinberger.

-am- Bild: schOYerer

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Bootfahren auf der Isar
bleibt gefährlich

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Region München – Sommerliche Temperaturen locken wieder viele Besucher an die Ufer der Isar. Hohe Pegelstände, starke Strömung und Treibgut – vom Bootfahren auf der Isar wird aber derzeit dringend abgeraten. Die starken Niederschläge der vergangenen Wochen sind immer noch zu spüren und machen das Bootfahren auf der Isar  zu einem gefährlichen Unternehmen. Den Prognosen zufolge wird der Abfluss in der Isar zwar etwas zurückgehen, da der Sylvensteinspeicher seine Abgabe im Moment reduziert. Allerdings wird auch danach noch wesentlich mehr Wasser als üblich abgegeben und es besteht eine erhebliche Gefährdung.

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Die Pegelstände der Isar sind nach wie vor hoch, es herrscht eine starke Strömung und das Wasser ist extrem trüb, sodass unter der Wasseroberfläche schwimmendes Treibgut schwer bis gar nicht zu erkennen ist. Auch Kiesbänke sind zum Teil komplett überflutet. Unter diesen Bedingungen kann ein harmlos anmutendes Freizeitvergnügen schnell zu einem gefährlichen Erlebnis werden. Derzeit sollte man lieber die Isar vom Ufer aus genießen, als sich und andere in Gefahr zu bringen. Sobald die Verhältnisse ein Befahren der Isar wieder zulassen, gelten weiterhin die Regelungen für mehr Sicherheit auf der Isar in Form der im Januar erlassenen Bootsfahrverordnung, welche unter regelungen-fuer-mehr-sicherheit-auf-der-isar ersichtlich ist.

-lam- Bilder: am + lam

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“Europa wieder stark machen”
Von alpinen Böden
bis zur Zukunft der Jugend

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Am 1. Juli 2020 hat Deutschland für sechs Monate den Vorsitz im Rat der Europäischen Union übernommen. Die Freie Wähler-Abgeordnete in Brüssel und Straßburg, Ulrike Müller, plant in diesem Zusammenhang eine Reihe von Expertengesprächen zu zentralen europäischen Themen. Die Online-Diskussionen unter dem Motto “Europa wieder stark machen” starten am Montag, 14. September und finden immer um 19:00 Uhr statt. Sie werden auf Ulrike Müllers Facebook-Seite übertragen. Den Auftakt machen Teichwirtschaft und alpine Böden.

Am Montag, 14. September, um 19:00 Uhr startet Müller die Reihe mit einem Gespräch zur Lage der Teichwirtschaft in Deutschland und in Europa. Ihr Gesprächspartner ist Dr. Bernhard Feneis, Präsident des Verbands der Deutschen Binnenfischerei und Aquakultur. EU-Förderungen gehen derzeit an der regionalen Teichwirtschaft weitgehend vorbei; hier sieht man Handlungsbedarf.

Am Montag, 28. September, folgt ein Expertenaustausch zum Thema “Gesunder Boden” mit dem Förster Ludwig Pertl, Initiator eines bayrischen Projekts im Rahmen des INTERREG-Programms “Links4Soils”. Hier kommt das Wissen um die fragilen alpinen Böden mit nachhaltigem Ökosystem-Management und dem Aufbau von Kompetenzen zusammen.

Weiter geht es am Montag, 12. Oktober, unter dem Motto “Jugend in Europa: Was wir uns für die Zukunft wünschen!”. Ulrike Müllers Gesprächspartner ist Matthias Fack, Vorsitzender des Bayrischen Jugendrings. Zuletzt hatte sich Müller bei der Europäischen Kommission für Unterstützung der europäischen Jugendherbergen und -verbände stark gemacht.

Wenig bekannt ist, dass Bürgerinnen und Bürger sowohl im Bayerischen Landtag wie auch im Europaparlament Online-Petitionen einreichen können. Darüber spricht Müller, die Mitglied im EU-Petitionsausschuss ist, am Montag, 26. Oktober, mit Alexander Hold, MdL und Vizepräsident des Landtags in München.

Weitere Fachgespräche in Planung
Zu den Themen Mobilität, Landwirtschaft und Europäische Förderungen sind weitere Experten angefragt. Die Termine werden auf Ulrike Müllers Website fw-europa.com und über ihre Social Media Kanäle bekannt gegeben.

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Ulrike Müller, Freie Wähler-Abgeordnete in Brüssel und Straßburg
plant Online-Diskussionen unter dem Motto “Europa wieder stark machen”

-am- Bild: Ulrike Müller, Freie Wähler, MdEP

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Fair Trade Siegel

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Region Wunsiedel im Fichtelgebirge – Fair Trade – da ist längst mehr als die Idee, kolumbianische Kaffeebauern angemessen zu bezahlen. Heute geht der Fair Trade Gedanke deutlich weiter. Natürlich spielen fair gehandelte Produkte aus aller Welt eine große Rolle, doch seit einiger Zeit stehen auch nachhaltig sowie ökologisch hergestellte und natürlich regionale Produkte im Fokus des Fair Trade Gedankens.

In der Region Wunsiedel wird von jeher nachhaltig und ökologisch gedacht. Schon die Lage im Naturpark Fichtelgebirge legt solche Ansätze nahe. Der Landkreis hat deshalb auch entschlossen, sich als „Fairtrade-Town“ oder eben als „Fair Trade Landkreis“ zertifizieren zu lassen. Die Bewerbung war erfolgreich und das Siegel ist nun offiziell vergeben worden. Doch welche Möglichkeiten hat ein Landkreis überhaupt, den „Fair Trade“ Gedanken zu fördern? Ausschlaggebend für die erfolgreiche Bewerbung als „Fair Trade Region“ war unter anderem, dass man sich auf eine Strategie der Nachhaltigen Beschaffung verständigt hat. Per Grundsatzbeschluss wurde entschieden, dass künftig bei allen Beschaffungen von Lebensmitteln über Büroartikel, bis hin zu Fahrzeugen und anderen Dingen des täglichen Gebrauchs auf Nachhaltigkeit, Ökologie und Langlebitkeit geachtet wird. Natürlich gehört dazu auch den regionalen Einkauf zu unterstützen. Und es bedeutet letztendlich auch, nicht grundsätzlich das Günstigste zu kaufen wenn ein anderes Produkt aus Gründen der Nachhaltigkeit mehr Sinn macht.

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Die Freude über das „Fair Trade Siegel“ will man im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge mit anderen Teilen:
Die Jugendabteilungen der Fußball-Vereine im Landkreis bekommen je einen fair gehandelten Fußball geschenkt

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Hintergrund:
„Fairtrade-Towns“ fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren aus der Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen. Das Engagement der vielen Menschen zeigt, dass eine Veränderung möglich ist und dass jede und jeder etwas bewirken kann. Weitere Infos: fairtrade-towns.de/kampagne/

-lawun- Bild: lawun

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Kommunale Verdienstmedaille
für Dr. Peter Ramsauer

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Region Traunstein – Für vier Jahrzehnte herausragendes Engagement wurde Dr. Peter Ramsauer, Mitglied des Bundestages und Bundesverkehrsminister a.D., die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze überreicht. Die Medaille wird seit 1966 durch den Bayerischen Staatsminister des Innern, für Sport und Integration verliehen. Ausgezeichnet werden Personen, die sich besonders durch ihren langjährigen Einsatz als kommunaler Mandatsträger oder in anderen kommunalen Ehrenämtern verdient gemacht haben.

Die politische Karriere von Ramsauer begann 1972 als Mitbegründer der Schülerunion in Bayern und seinem Eintritt in die Junge Union. Bereits ein Jahr später übernahm er das Amt des Ortsvorsitzenden der Jungen Union Traunwalchen. Mit nur 24 Jahren wurde er in den Stadtrat der Stadt Traunreut gewählt. „Allein sein Wirken im Stadtrat umfasst 13 Jahre. In dieser Zeit hat er entscheidende Weichenstellungen mitgetragen, die für die Stadt Traunreut noch heute wichtig sind“, so Siegfried Walch, Landrat des Landkreises Traunstein, in seiner Laudatio.

„Als mit Abstand jüngster von 91 Bewerber bin ich 1978 in den Stadtrat gewählt worden. Es hat keiner glauben wollen, das ich in den Rat gewählt werde, aber es war mein Startschuss in der Kommunalpolitik. Und in meiner ganzen politischen Laufbahn in der Bundespolitik habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht – eigentlich ist es wie im Stadtrat in Traunreut doch überall“, erklärte Ramsauer bei der Verleihungsfeier.

Der Zusammenhang zwischen Kommunal- und Bundespolitik zeige sich gerade auch in den vielen Anliegen aus dem Wahlkreis. Dem Deutschen Bundestag gehört Ramsauer seit 1990 stets als direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlkreis Traunstein/Berchtesgadener Land an. Von 2009 bis 2013 bekleidete er das Amt des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. „Darauf ist die gesamte Region noch immer besonders stolz. In seiner Zeit als Bundesminister hatte Peter Ramsauer immer ganz Deutschland im Blick, aber auch niemals seine Heimat vergessen“, betonte Landrat Walch. Dank dieses Engagements konnten zahlreiche Verkehrsprojekte realisiert werden. Die Sicherung der Bundesleistungszentren in Berchtesgaden, Inzell und Ruhpolding waren und sind Peter Ramsauer ein Herzensanliegen. Als Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Energie im Bundestag war er von 2014 bis 2017 tätig. Dabei galt sein besonderer Einsatz der Schaffung von Arbeitsplätzen sowie der Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Seit 2018 ist Ramsauer Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Seit über 36 Jahren gehört er als Kreisrat dem Kreistag des Landkreises Traunstein an.

„Mit Peter Ramsauer hat jeder kommunale Mandatsträger und Bürger immer einen Ansprechpartner. Auch für unserer Vorzeigeprojekt „Campus Chiemgau“ hat er sich als Abgeordneter sofort eingesetzt und alles Mögliche getan, dieses Projekt in die richtigen Bahnen zu lenken“, erläuterte Landrat Walch abschließend. Dr. Peter Ramsauer versprach: „Ich werde mich selbstverständlich für meine Heimat sowohl auf kommunaler als auch bundespolitischer Ebene weiter so engagiert einsetzen.“

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Landrat Siegfried Walch überreichte Dr. Peter Ramsauer
die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze des Freistaats Bayern

-lats- Bild: lats

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Lebensmittel
direkt aus der Region

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Region Lichtenfels – Regional einzukaufen ist gefragter denn je. Immer mehr Menschen möchten wissen, woher die Lebensmittel kommen. Die neue Broschüre „Direktvermarkter und Hofläden“ der Tourismusregion Obermain-Jura macht Appetit auf das, was Direktvermarkter vor Ort an kulinarischen Köstlichkeiten zu bieten haben. Von der Kartoffel – über verschiedene Milchprodukte – bis hin zu außergewöhnlichen Aufstrichen oder verschiedenen Fleischwaren – die Direktvermarkter der Tourismusregion Obermain-Jura offerieren eine breite Produktpalette. Vieles davon eignet sich hervorragend als Mitbringsel für Freunde oder als Souvenir aus dem Urlaub. Aber auch Einheimische gehen gerne direkt vor Ort einkaufen. Die neu aufgelegte Direktvermarkter-Broschüre informiert über die Angebote der Hofläden und Direktvermarkter. Sie ist ab sofort in der Landkreisverwaltung, in den Rathäusern sowie Tourist-Infos der Städte, Märkte und Gemeinden erhältlich.

-lalif- Bild: lalif

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Bienenmuseum und Co.

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Region Neu-Ulm – Gute Nachrichten für alle Urlauber in der Region Neu-Ulm: In den vier Kreismuseen sind wieder mehr Besucherinnen und Besucher zugelassen. Nach Wiedereröffnung der Museen durften zunächst nur sehr wenige Besucherinnen und Besucher gleichzeitig in die Ausstellungen. Doch das hat sich vor Beginn der Sommerferien geändert. Dank gelockerter Auflagen dürfen sich im Museum für bildende Kunst in Oberfahlheim sowie im Klostermuseum in Roggenbug nun maximal 20 Personen gleichzeitig aufhalten. Im Bayerischen Bienenmuseum in Illertissen sind derzeit 14 Personen zulässig und im Archäologischen Park in Kellmünz sind es 40 Personen – mit der Einschränkung, dass in den Museumsturm je nur zwei Personen oder ein Haushalt gleichzeitig Zutritt haben. Es gibt jetzt kaum Wartezeiten, eine Anmeldung ist nach wie vor nicht erforderlich. Es gilt jedoch weiterhin Maskenpflicht sowie das Abstandsgebot. Weitere Informationen neu-ulm-tourismus.de/museen

-lanu- Bild: lanu

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Ausbildungsplatzbörse
und Fachkräftemesse 2020

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Region Nürnberger-Land –  Wegen der Corona-Pandemie sind die für Mitte Oktober geplante Ausbildungsplatzbörse und die Fachkräftemesse abgesagt worden. Aus der Not wird nun eine Tugend: Beide Messen finden am 14. und 15. Oktober 2020 unter berufsmesse.roethenbach.de/ erstmals gemeinsam online statt. Aussteller können sich bis zum 1. September registrieren. Auch wenn viele Unternehmen deutliche Umsatzrückgänge zu verzeichnen haben und in Kurzarbeit sind, darf beim Blick in die Zukunft die Ausbildung junger Menschen nicht vernachlässigt werden, die schließlich die Basis des künftigen Erfolges ist. Es gibt genug Firmen, die in der aktuellen Situation weiterhin auf der Suche nach Arbeits- bzw. Fachkräften sind.

Auf der Website der Berufsmesse können sich Firmen bereits im Vorfeld präsentieren und an den Messetagen direkt persönlich mit Interessenten in Kontakt kommen. Wie in der Vergangenheit auch, wird die Online-Messe für Ausbildungsangebote über die Region Nürnberger Land hinaus offen sein. Stellenangebote für Arbeits- und Fachkräfte sind jedoch weiterhin nur für Firmen mit Sitz im Landkreis Nürnberger Land zulässig.

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Die Online-Messe wird am Mittwoch, 14. Oktober, in der Zeit von 9:00 – 13:00 Uhr und von 14:00 – 17:30 Uhr sowie am Donnerstag, 15. Oktober 2020, in der Zeit von 9:00 – 13:00 Uhr, stattfinden. Zum Zeitpunkt der Messe wird der Auftritt der Unternehmen um „virtuelle Chatrooms“ ergänzt. Interessenten können über diese „Chatrooms“ einen einfachen und direkten Kontakt zu den Ansprechpartnern/innen der Unternehmen herstellen. Für verschiedene Themen, beispielsweise „Ausbildung“, „Duales Studium“ oder „Stellenangebote“ stehen mehrere Chatrooms zur Verfügung. Um an der Onlinemesse teilnehmen zu können, müssen sich interessierte Unternehmen bis spätestens 1. September 2020 auf der Seite berufsmesse.roethenbach.de/ registrieren. Weitere Infos zur technischen Umsetzung und zu den Konditionen sind dort ebenfalls zu finden.

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Kommunikationsmöglichkeiten
für Bundeswehrangehörige
mit weltweiten Auslandsverpflichtungen

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Airbus erhielt von der Bundeswehr nun den Zuschlag für einen Vertrag zur Bereitstellung von Betreuungsmedien für die nächsten zwei Jahre, mit einer Option auf eine Verlängerung um weitere zwei Jahre. Damit wird den mehreren Tausend weltweit in Auslandsverpflichtungen befindlichen Bundeswehrangehörigen – zu Land und auf See – ein leistungsfähiger Internetzugang bereitgestellt. Dank „Connect-D“ versorgt die Bundeswehr ihr Personal während Auslandsverpflichtungen mit umfangreichen Betreuungsmediendiensten, zeitlich unlimitiert und kostenfrei. Der Kontakt zu Familie und Freunden sowie zum gewohnten sozialen Umfeld ist auch in entlegenen Gebieten der Erde sichergestellt. Zum ersten Mal sind zudem Mediendienste – wie Bundeswehr Fernsehen (bwtv) und Radio Andernach sowie Video-on-Demand (VoD) und ePaper im Connect-D Leistungsumfang integriert.

Airbus ermöglicht Betreuungskommunikation für die Bundeswehr bereits seit 2011. Der Connect-D Service ist aktuell in 15 Einsatzorten auf drei Kontinenten verfügbar, u.a. in Afghanistan, Mali und Litauen. Mit dem neuen Vertrag gewährleistet Airbus, dass Connect-D in heutigen und zukünftigen Einsätzen und Übungen im Ausland mit hochleistungsfähiger Kommunikationstechnologie zur Verfügung steht.

Airbus liefert seit mehr als 40 Jahren sichere Kommunikationstechnologien und ist Weltmarktführer für Satellitenkommunikation und terrestrische Netzwerkinfrastruktur. Das Unternehmen versorgt u.a. Regierungen, Sicherheitskräfte und internationale Organisationen mit missionskritischen Sprach- und schneller Datenkommunikation zu Lande, auf See und in der Luft.

-ab-

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Studie
zu innovativen Verkehrsmitteln

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Region Dachau – Bis Mitte des Jahres arbeitete die Universität der Bundeswehr München an einer Studie zu innovativen Verkehrsmitteln für den Landkreis Dachau. Um dabei die Bereitschaft zum Umstieg direkt bei der Bevölkerung abzufragen, wurde im Zuge der Forschungsarbeit auch eine breit angelegte Befragung der Bevölkerung mit rund 3.500 Rückmeldungen durchgeführt und ausgewertet. Das Ergebnis der Umfrage verdeutlichte die Bereitschaft der Bevölkerung und die Akzeptanz für neue Verkehrsmittel. Unter allen Teilnehmern wurden drei Gewinner ermittelt. Diese können sich u.a. auf einen Ausflug mit dem Zug und einer Seilbahnfahrt auf die Zugspitze bzw. den Wendelstein freuen.

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Wasserentnahme
aus Bächen und Flüssen
grundsätzlich verboten

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Region Haßberge – Die Auswirkungen der extremen Trockenheit werden, trotz der jüngsten Regenfälle, immer mehr spürbar. Der Anreiz ist bei dieser Trockenheit natürlich groß, seinen Wasserbedarf anderweitig zu decken, beispielsweise aus den Bächen und Flüssen. Hierbei bleibt oft außer Acht, dass auch die Lebewesen in den Bächen und Flüssen sowie die Pflanzen das Wasser dringend benötigen, was insbesondere jetzt bei dieser Trockenheit gilt. Im Interesse des Gewässerschutzes wird darauf hingewiesen, dass Wasserentnahmen aus oberirdischen Gewässern mittels Pumpen oder mittels Saugwagen generell nicht zulässig sind. Solche Wasserentnahmen bedürften einer vorherigen wasserrechtlichen Erlaubnis. Da mit Ausnahme des Mains die regionalen Gewässer nicht leistungsfähig genug sind, kann die erforderliche Erlaubnis grundsätzlich nicht erteilt werden.

Zulässig im Rahmen des sogenannten „Gemeingebrauches“ sind lediglich Wasserentnahmen durch Schöpfen mit Handgefäßen – mit Eimern oder Gießern – aus den Gewässern. Die Gewässer dürfen dabei aber nicht aufgestaut werden. Wasserentnahmen ohne Erlaubnis sind eine Ordnungswidrigkeit und können mit erheblichen Bußgeldern geahndet werden.

-lahas-

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Fleischproduktion
trotz Corona auf Rekordhoch

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Trotz Corona-Ausbrüchen an mehreren Schlachthöfen und vorübergehender Betriebsschließungen bewegt sich die Fleischproduktion in Deutschland weiter auf einem Rekordhoch. Nach bekannt gewordenen Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden im ersten Halbjahr des Jahres 28,9 Millionen Tiere geschlachtet und 3,9 Millionen Tonnen Fleisch produziert – 0,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Die deutsche Fleischproduktion bleibt selbst in der Krise auf dem hohen Niveau der vergangenen Jahre. Aber die Bilanz ist auch durch ausbeuterische Lebens- und Arbeitsbedingungen Zehntausender osteuropäischer Werkvertragsbeschäftigter erkauft. Es ist höchste Zeit, dass die Politik den prekären Zuständen in der Branche einen Riegel vorschiebt. Das vom Kabinett beschlossene Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit in der Fleischwirtschaft muss im September ohne Abstriche den Bundestag passieren“, so Freddy Adjan, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Die Fleischindustrie hat in Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten ihren Umsatz im vergangenen Jahr um acht Prozent auf knapp 40 Milliarden Euro gesteigert. Trotz Coronavirus-Pandemie erzielte die Branche im März einen Rekordumsatz von 3,9 Milliarden Euro – laut Statistischem Bundesamt der „höchste Monatswert seit Bestehen der Erhebung“. Adjan spricht von „immer neuen Rekorden auf dem Rücken der Beschäftigten“. Statt um wachsende Margen für Unternehmer wie Tönnies müsse es nun um einen Neustart der Fleischwirtschaft gehen – „zu fairen Löhnen und guten Arbeitsbedingungen“, betonte Adjan. Die Branche sei in den vergangenen Jahren sehr kreativ gewesen und habe immer wieder neue Schlupflöcher gefunden, um Gesetze zu umgehen und ihr Ausbeutungssystem weiter zu betreiben und zu perfektionieren. „Es muss verhindert werden, dass die Fleischlobby im neuen Arbeitsschutzkontrollgesetz Ausnahmen oder neue Schlupflöcher finden kann. Denn dann wird sich nichts ändern und wir haben in wenigen Monaten dieselbe skandalöse Situation wie jetzt auch. Die Menschen in Deutschland haben diese Zustände satt. Deshalb ist jetzt auch die Zeit für einen Neuanfang und nicht für Reförmchen“, erklärte der NGG-Vize.

-am-

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Zum 70. Geburtstag von Rosi Mittermaier-Neureuther:
Eintrag ins Goldene Buch
des Landkreises Garmisch-Partenkirchen

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Region Garmisch-Partenkirchen – Rosi Mittermaier-Neureuther hat sich einen Tag vor ihrem 70. Geburtstag, mit ihrem Mann Christian Neureuther in das Goldene Buch des Landkreises Garmisch-Partenkirchen eingetragen. Bei einer kleinen Feierstunde waren neben Landrat Anton Speer auch Christa und Josef Kümmerle, Fritz Dopfer – als Vorsitzender des Skigaus Werdenfels – sowie Michael Maurer – als Vorsitzender des Skiclubs Partenkirchen – anwesend.

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Präsentierten den Eintrag ins Goldene Buch des Landkreises Garmisch-Partenkirchen v.l.:
Rosi Mittermaier-Neureuther, Anton Speer – Landrat des Landkreises Garmisch-Partenkirchen – und Christian Neureuther

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Ministerpräsident Dr. Markus Söder gratulierte Rosi Mittermaier schriftlich zum Geburtstag. „Rosi Mittermaier ist eine der herausragendsten Sportlerinnen Bayerns und Botschafterin des Freistaats in der Welt. Unvergessen bleiben ihre Erfolge bei den Olympischen Winterspielen und den Alpinen Skiweltmeisterschaften in Innsbruck und im Skiweltcup. Auch nach ihrer erfolgreichen Sportkarriere ist sie präsent und nutzt ihre Bekanntheit für vorbildliches gesellschaftliches Engagement und den Dienst am Nächsten. Mit ihrer sympathischen Ausstrahlung und ihrer Nahbarkeit steht sie in vorbildlicher Weise für die Liebe zur Heimat, Freude am Sport, Toleranz und Fair Play. Ich gratuliere Rosi Mittermaier ganz herzlich zum 70. Geburtstag und wünsche gerade in diesen herausfordernden Zeiten Gesundheit und Gottes Segen!“, betonte der Bayerische Ministerpräsident in seinem Glückwunschschreiben.

-am- Bild: lagap

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Verleihung
des „Goldenen Büchereisiegel-Zertifikats“

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Region Miesbach – Bücher sind nicht Denkmäler der Vergangenheit, sondern Waffen der Gegenwart“, bemerkte einst der Schriftsteller und Dramaturg Heinrich Laube (1806-1884). Daher sollte es heutzutage für die „Öffentliche Hand“ eine Selbstverständlichkeit sein, der Bevölkerung eine gut sortierte, umfangreiche und gepflegte Bücherei – samt ausgebildetem Personal – anzubieten. Solch eine „Welt des Wissens“ kann die Gemeinde Hausham ihr Eigen nennen! Deren Bücherei bekam nun erneut das „Goldene Büchereisiegel“ des Büchereifachverbands „Sankt Michaelsbund – Landesverband Bayern e.V.“ verliehen. Diese besondere Ehrung durfte die Leiterin der Bücherei, Margit Rühe-Krux, nun von der Dipl. Bibliothekarin Sabine Adolph vom Sankt Michaelsbund, in Empfang nehmen.

Aus einem 15 Anforderungen umfassenden Katalog hat die Gemeindebücherei Hausham erfreuliche 14 Punkte erfüllt! Lediglich bezüglich der Büchereigröße musste abermals ein Punktverlust hingenommen werden. Als Kriterien wurden unter anderem die Ausstattung als auch ein Teil des Leistungsumfanges sowie die Standortbeschilderung, die Regelmäßigkeit der Öffnungszeiten und die Anzahl der Schließwochen, der Einsatz von EDV, dem Vorhandensein eines Telefonanschlusses und einer eigenen Mailadresse, der Gesamtbestand und die Anzahl der Entleihungen von Medien, die finanzielle Höhe des Medienetats, die Durchführung von Veranstaltungen und  die Zusammenarbeit mit Partnern im kirchlichen oder kommunalen Bereich, die Erstellung und Veröffentlichung eines Jahresberichtes, die Nennung der Bücherei auf den kommunalen und kirchlichen Homepages, die Anzahl von Mitarbeitertreffen, die Möglichkeit von Fortbildungen und Teilnahmen an Fachtagungen, aber auch die Größe der Bücherei, einer genauen Prüfung unterzogen.

Gerührt drückte Margit Rühe-Krux ihrem ehrenamtlichen Mitarbeiterstab für deren unermüdlichen und kreativen Tätigkeiten ihre Anerkennung aus und betonte, dass es trotz der derzeitigen schwierigen Lage weiter geht. Ferner dankte sie Jens Zangenfeind, Bürgermeister der Gemeinde Hausham, für die finanzielle Unterstützung und Pfarrer Michael Mannhardt für die gute Zusammenarbeit. Diese dankten der Büchereileiterin für die unschätzbare Arbeit, die sie mit ihrem Team für die Bücherei und somit für die Gemeinschaft leistet. „Hinter jedem erfüllten Kriterium steckt sehr viel Arbeit! Danke dafür und für die Aufmunterungen, für den frischen Geist in schweren Zeiten. Die Unterstützung der Gemeinde ist weiterhin gegeben“, betonte Jens Zangenfeind.

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Bei der Ehrung mit dem Bücherei-Siegel-Zertifikat in Gold v.l.:
Jens Zangenfeind, Bürgermeister der Gemeinde Hausham, Büchereileiterin Margit Rühe-Krux,
Dipl. Bibliothekarin Sabine Adolph vom Sankt Michaelsbund der Diözesanstelle München und Freising,
Pfarrer Michael Mannhardt und Sabine Niedermeier, Pfarrgemeinderatsvorsitzende der Pfarrgemeinde St. Anton

-am- Bild: am

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Kostenfreier Radroutenplaner
für ganz Bayern

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Region Bayern – Um im Urlaub die heimische Natur zu genießen und gleichzeitig zu schonen, bedarf es der Mithilfe aller. Bei Beachtung der wichtigsten Verhaltensregeln lässt sich Bayerns vielfältige Natur entdecken und zugleich bewahren. Maßgeblich sind jeweils die näheren Bestimmungen vor Ort, die häufig auf Hinweistafeln oder Bekanntmachungen zu finden sind. In einigen Gebieten, beispielsweise in Nationalparks, Biosphärenreservaten und in vielen Naturparks gibt es Informationseinrichtungen für Besucher und Ranger sind als Ansprechpartner vor Ort anzutreffen. Diese geben Auskunft zu besonderen Naturerlebnissen in der Region sowie Hinweise zu respektvollem Verhalten in der Natur. Generell ist es beispielsweise wichtig, auf den markierten Wegen zu bleiben. Sperrungen sind zu beachten, auch um sich nicht möglicherweise selbst in Gefahr zu bringen. Tiere sollten nicht gefüttert werden. Zelten oder Grillen sollte man nur an den dafür vorgesehenen und entsprechend ausgewiesenen Plätzen sowie Abfälle jeglicher Art wieder mit nach Hause nehmen. Auf das Sammeln oder Mitnehmen von Pflanzen oder Tieren sollte generell verzichtet werden.

Mehrere digitale Angebote des Freistaats können den Urlaub noch schöner und entspannter machen. Eine Radtour durch den Freistaat lässt sich ganz einfach u.a. mit dem „Bayernnetz für Radler“ planen. Der kostenfreie Radroutenplaner bietet Informationen zu den Radwegen, wobei jeder Radweg des „Bayernnetz für Radler“ auf der Kartenseite in einer Liste aufgeführt ist, die man nach verschiedenen Kriterien – beispielsweise nach Regierungsbezirken oder alphabetisch – filtern kann. Neben Detailinformationen zu den Wegen wird der Verlauf auf der Karte dargestellt.

Rundrouten planen mit nur zwei Mausklicks
Die Funktion „Rundroute planen“ erstellt einer Route mit demselben Start und Ziel mit nur zwei Mausklicks. Beim Klick in die Karte wird der Start-/Zielpunkt festgelegt. Dann erhält man durch „Ziehen“ mit der Maus zum am weitesten entfernten Punkt sofort einen Vorschlag für eine Rundroute. Diese kann wie üblich durch Verschieben der Zwischenpunkte oder Einfügen weiterer Zwischenpunkte einfach verändert werden. Weitere Informationen: „Bayernnetz für Radler“

-stmb- Bilder: am

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Auswahlverfahren
für atomare Endlager:
Zwischenbericht erscheint Ende September

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Region Wunsiedel – Ende September wird die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ihren ersten Zwischenbericht auf der Suche nach einem atomaren Endlager in Deutschland veröffentlichen. Nach unseren Informationen werden in diesem Bericht nur diejenigen Regionen ausgeschlossen worden sein, deren Nicht-Eignung als Standort glasklar auf der Hand liegt. Demnach wird die Zahl der Teilgebiete, die weiter untersucht werden im hohen zweistelligen oder sogar dreistelligen Bereich liegen. Es würde uns in der Folge nicht überraschen, wenn das Fichtelgebirge noch darunter sein würde. Wir haben uns darauf eingestellt und werden die weiter Entwicklung genau beobachten“, erläuterte Landrat Peter Berek kürzlich.

Unterstützung bekommt der Landrat bei dieser Einschätzung von Dr. Andreas Peterek. Der Leiter des Geoparks Bayern-Böhmen ist Experte auf seinem Gebiet und verfolgt den Aus- wahlprozess auf Bundesebene für den Landkreis: „Wenn wir in diesem Teilbericht noch zu finden sind, dann bedeutet das nicht, dass das Fichtelgebirge ein geeigneter Standort ist. Es bedeutet lediglich, dass die Datenlage einen Ausschluss der Region bislang noch nicht ausreichend hergibt. Ich halte es für wahrscheinlich, dass wir vorläufig noch in der Auswahl bleiben werden, bin mir aber ebenso sicher, dass wir im Laufe des weiteren Verfahrens als nicht geeignet ausscheiden werden.“ Warum, erläuterte Peterek in einem circa zwanzig-minütigen Vortrag. Granit sei als Wirtsgestein für ein Endlager nicht geeignet, so die Kernaussage des Wissenschaftlers. Es sei kleinräumig-brüchig und biete eine hohe Durchlässigkeit für Wasser, Fluide und Nuklide. Zudem sei das Fichtelgebirge bis heute geologisch aktiv, dies belegen individuelle Blockbewegungen, so der Geologe. Und nicht zuletzt liege das Fichtelgebirge in der geologisch jungen vulkanisch-tektonischen Zone des Egerrifts – mit teils sehr jungen Vulkanen, in den letzten 34 Mio. Jahren aktiven Störungszonen und seismisch aktiven Teilgebieten. Diese Mischung schließe die Region als Standort aus und müsse in den kommenden Jahren durch weitere Studien intensiv belegt werden.

„Wir verfolgen den Prozess sehr genau und sind inzwischen sehr gut informiert und vernetzt. Wir nehmen an jeder Veranstaltung des BGE teil und haben von Anbeginn an die Interessen der Region aktiv vertreten. Fachlich haben uns dabei von Anfang an Dr. Peterek und der erste Jurist in der Kreisverwaltung, Michael Unglaub, hervorragend vertreten. Für die nächste Phase gehen wir sogar noch einen Schritt weiter und haben Gespräche auf verschiedenen Ebenen aufgenommen. Fachlich suchen wir den Austausch mit weiteren Experten, die das Gestein des Fichtelgebirges beispielsweise durch die Tiefenbohrung in Weißenstadt bestens kennen. Gemeinsam werden wir auch künftig unsere guten Argumente belegen und aktiv in das weitere Verfahren einfließen lassen.“

Hintergrund:
Ziel der Endlagersuche ist es laut BGE, bis 2031 in einem mehrphasigen – wissenschaftsbasierten und transparenten – Verfahren einen Standort zu finden, der „für eine Million Jahre“ die bestmögliche Sicherheit für den Einschluss hochradioaktiver Abfälle bietet. Weitere Infos: www.bge.de

-lawun-

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Wirtschaftsminister
für Beibehaltung der Mehrwertsteuersenkung
in der Gastronomie

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Hubert Aiwanger, bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

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Region Bayern – Der bayerische Wirtschaftsminister, Hubert Aiwanger, unterstützt die Forderung des DEHOGA-Bundesverbandes nach einer Beibehaltung der Mehrwertsteuersenkung. „Die niedrigere Mehrwertsteuer bis Mitte nächsten Jahres ist ein Lichtblick für die Gastronomie. Die Regelung muss aber unbedingt beibehalten werden, um den Betrieben nicht erneut das Licht auszuschalten. Dasselbe gilt für die allgemeine Mehrwertsteuersenkung bis Ende 2020. Auch das muss mindestens um ein Jahr verlängert werden, um coronabedingte Einbrüche besser abzufedern“, btonte Aiwanger.

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European Championships
2022 in München

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Region München – 50 Jahre nach den Olympischen Spielen 1972 findet in München erneut eine sportliche Großveranstaltung statt. Von 11. bis 21. August 2022 treten bei den „European Championships“ die Besten des Kontinents in insgesamt neun Europameisterschaften gegeneinander an. Die „European Championships“ werden die größte Veranstaltung sein, die der Olympiapark München seit den Sommerspielen von 1972 erlebt hat. 4.400 Athletinnen und Athleten aus ganz Europa kommen in die bayerische Landeshauptstadt und kämpfen in neun Sportarten bei 158 Entscheidungen um Medaillen. Auch die Kletterinnen und Kletterer kämpfen um Medaillen, und zwar gleich in vier Disziplinen: Lead, Speed, Bouldern und Combined.

„Die Aufnahme des Kletterns in das Programm der European Championships ist ein großartiges Signal und weiteres Zeichen für die sehr positive Entwicklung des Klettersports. Wo, wenn nicht in München, könnten die Europameisterschaften im Klettern in allen vier Disziplinen ein großer Erfolg werden? Die Athletinnen und Athleten haben die Premiere 2018 in Glasgow und Berlin sehr genossen, sie werden auch 2022 hervorragende Bedingungen vorfinden. Die deutschen Athletinnen und Athleten werden hoffentlich den Heimvorteil nutzen können – wie auch schon bei den Boulderweltcups in den letzten Jahren“, so Dr. Wolfgang Wabel, Geschäftsbereichsleiter Bergsport beim Deutschen Alpenverein (DAV). Ausrichter der Europameisterschaften ist der internationale Kletterfachverband „International Federation of Sport Climbing“ (IFSC) , der DAV unterstützt die IFSC mit seiner langjährigen Erfahrung beim Organisieren großer Kletterevents. Wolfgang Wabel: „Wir haben auch schon erste Ideen, die Kletter- und Boulderhallen einzubeziehen und den Klettersport in die Breite zu tragen.“

Nachhaltige Großveranstaltung
Die „European Championships“ 2022 setzen auch auf Nachhaltigkeit: Es wird ausschließlich bereits vorhandene Infrastruktur genutzt, um die Auswirkungen auf die Stadt und ihre Umgebung so gering wie möglich zu halten. Genauso werden die kurzen Wege zwischen den Austragungsstätten und die gute Verbindung zwischen Olympiapark, Münchner Innenstadt und Umland mit öffentlichen Verkehrsmitteln ein Plus in Sachen Umweltfreundlichkeit sein. Weitere Informationen: munich2022.com

-dav- Bild: dav

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Nürnberger Land
erfüllt alle Kriterien zum „Fairtrade-Landkreis“

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Region Nürnberger Land – Die Region hat alle Kriterien für die Ernennung zum Fairtrade-Landkreis erfüllt. Der Termin für die Verleihung der Fairtrade-Urkunde – durch TransFair e.V. Köln – ist für den Herbst dieses Jahres geplant. Das Nürnberger Land befindet sich nunmehr in bester Gesellschaft mit weiteren Landkreisen, wie Roth, Fürth, Bamberg, Bayreuth oder Würzburg, die bereits als Fairtrade-Landkreise ausgezeichnet sind, in der „fairen Europäischen Metropolregion Nürnberg“.

Die Fairtrade-Steuerungsgruppe im Landkreis besteht aus insgesamt 14 Personen, darunter Vertreter/-innen aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Aufgabe des Gremiums ist es die Aktivitäten zum fairen Handel vor Ort zu koordinieren und Akteurinnen und Akteure innerhalb der Kommunen zu vernetzen. Insbesondere gilt dies für die im Nürnberger Land schon vorhandenen Fairtrade-Städte und Gemeinden Lauf, Altdorf, Hersbruck, Feucht, Schwarzenbruck und Leinburg. Die bundesweit „Faire-Woche“ erfolgt heuer vom 11. bis zum 25. September.

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Starnberger Landkreislauf
Light-Version im Corona-Jahr 2020

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Region Starnberg – Seit nunmehr 35 Jahren veranstaltet der Landkreis Starnberg einen „Landkreislauf“. Die größte Breitensportveranstaltung in der Region Starnberg-Ammersee – mit jährlich etwa 1.600 Teilnehmern – erfreut sich großer Beliebtheit und trägt dazu bei, dass die Menschen Spaß daran haben, sich in der Natur zu bewegen und Sport zu treiben. Aufgrund der bestehenden Hygiene- und Abstandsregeln kann die Laufveranstaltung heuer nicht in der üblichen Form – einem Mannschaftsstaffellauf – stattfinden. Deshalb haben sich die Verantwortlichen gemeinsam mit dem Bayerischen Landessportverband Kreis Starnberg dazu entschlossen, den Lauf nicht ganz ausfallen zu lassen, sondern statt dessen einen „Landkreislauf Light“ anzubieten.

Vom 10. bis 18. Oktober ist dabei von einem Team, bestehend aus sechs Läufern, die Gesamtstrecke von 24 Kilometern zu absolvieren. Die Strecke wird aufgeteilt in zwei mal fünf Kilometer, zwei mal vier Kilometer und zwei mal drei Kilometer. Die Teammitglieder können im genannten Zeitraum, unabhängig voneinander, an einem beliebigen Ort, zu einer beliebigen Zeit, ihre vorab vereinbarte Einzelstrecke laufen. Für die Strecken- und Zeitmessung ist jede Mannschaft eigenverantwortlich. Die Zeiten müssen vom Teamkapitän bis spätestens 18. Oktober, 23:59 Uhr unter www.landkreislauf-starnberg.de gemeldet werden. Jeder Teilnehmende erhält ein Erinnerungsgeschenk und jede Mannschaft eine Urkunde. Eingeladen sind Familien, Kinder, Schulen, Firmen und Behörden, Vereine und Lauffreunde aus dem Landkreis Starnberg. Die Startgebühr beträgt für Erwachsenen-Mannschaften 30.- Euro und für Kinder-Mannschaften 24.- Euro. Anmeldeschluss ist der 30. September 2020. Der Termin für den nächsten regulären „Landkreislauf“ steht auch schon fest: Er ist am 9. Oktober 2021 und findet dann, wie eigentlich für 2020 geplant, in Andechs statt.

-lasta- Bild: lasta

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Integrationsbeirat

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Region Lindau/Bodensee – Der Integrationsbeirat hat sich erstmals seit den Kommunalwahlen in seiner neuen Zusammensetzung über die Schwerpunktthemen in der laufenden Amtszeit ausgetauscht. Diese sind beispielsweise Alltagsrassismus und Antidiskriminierungsarbeit, Ehrenamt als Chance sowie die politische Wirkung des Integrationsbeirates. Das Landkreisgremium war sich einig, dass die Netzwerkarbeit mit Akteuren in der Region sehr wichtig ist, um gemeinsam die kritische Wahrnehmung zu stärken und dem Rassismus unterschiedlicher Art im Alltag entgegenzuwirken. So werden auch weiterhin Veranstaltungen und Projekte mit Kooperationspartnern geplant, um die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren zu stärken und die Bürgerinnen und Bürger für die Thematik zu sensibilisieren. Während der Sommerzeit werden die Gremiumsmitglieder in Arbeitsgruppen zusammenkommen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

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Eine wichtige Gemeinsamkeit hat das Gremium zum Abschluss der Veranstaltung in einem Gruppenbild festgehalten:
„Stop Rassismus! Zusammenhalt statt Spaltung!“

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Zusätzliche Betten
in einem neuen Pflegeturm

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Region Unterallgäu – Rund 80 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren in die Kliniken in Mindelheim und Ottobeuren investiert werden. Geplant sind umfangreiche Maßnahmen – von neuen Operationssälen bis hin zu Verbesserungen im Brandschutz. Neu geplant ist ein Pflegeturm in Ottobeuren. Nach dem Abbruch des früheren Archivgebäudes seien nun die drei neuen Operationssäle und die Intensivstation im Bau. Stehen die Gebäude, werde als nächster Schritt der bisherige OP- und Intensivbereich saniert. Im Anschluss erneuere man die Funktionsdiagnostik und baue diese aus. Gleichzeitig werde der Brandschutz weiter verbessert. Neu in die Planung aufgenommen wurden der Bau eines Pflegeturms mit 17 Betten sowie die Erweiterung von sechs Komfortzimmern im Bestand mit einer Gesamtinvestitionssumme in Höhe von 2,3 Millionen Euro. In Ottobeuren sind erweitertete Bettenkapazitäten im Zusammenhang mit der weiteren Spezialisierung auf die Orthopädie und weitere ergänzende Leistungen – wie zum Beispiel eine stationäre orthopädische Anschlussheilbehandlung, geplant. Die Fertigstellung – für rund 30 Millionen Euro – soll bis Ende 2022 erfolgen.

Am Standort Mindelheim wird ebenfalls in die Zukunft investiert. Mindelheim soll ein starker Versorger zwischen Grundversorgung und Schwerpunkthaus werden. Ab Herbst 2020 soll die Patientenrufanlage erneuert werden. Der Neubau von OP und Funktionsdiagnostik starte voraussichtlich 2022/2023. Darüber hinaus wird in Mindelheim die Wahlleistungsstation saniert. Die Umbauarbeiten hierzu sollen im Herbst 2021 abgeschlossen sein.

Grundsätzlich werden die Baumaßnahmen an den Kliniken mit Fördermitteln des Freistaates Bayern und mit Landkreismitteln bezahlt. Der Pflegeturm in Ottobeuren sowie der Umbau der Wahlleistungsstation in Mindelheim werden durch den Klinikverbund Allgäu finanziert.

-laua-

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Elektrifizierung
der Bahnlinien

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Region Fichtelgebirge – Die Planungen für eine Elektrifizierung der Bahnstrecken in der Region sollen in diesem Jahr vorankommen. Das hat Matthias Trykowski, verantwortlicher Leiter für den Bahnausbau in Nordbayern angekündigt. Die Planungen betreffen auch die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Wunsiedel. „Eine Elektrifizierung ist seit vielen Jahren in unserem großen Interesse, natürlich darf der technische Fortschritt nicht zu Lasten der Anwohner und der Natur des Fichtelgebirges gehen. Für uns ist die Elektrifizierung zur weiteren Entwicklung des Fichtelgebirges äußerst dringlich und diese Botschaft haben wir den Vertretern der Deutschen Bahn auch mit auf den Weg gegeben“, so Peter Berek, Landrat des Landkreises Wunsiedel.

Die Planungen für den Bahnausbau Nordostbayern sind in den einzelnen Abschnitten unterschiedlich weit fortgeschritten, so Trykowski. Zwischen Hof und Marktredwitz wird derzeit die Vorplanung überarbeitet und die Entwurfsplanung erstellt. Im Jahr 2020 soll dies für die 42 Kilometer lange Strecke abgeschlossen werden. Der 135 Kilometer lange Abschnitt Marktredwitz–Regensburg befindet sich in der Grundlagenermittlung. Anschließend wird die Vorplanung gestartet und voraussichtlich Ende 2021 abgeschlossen. Alle diese Strecken befinden sich im vordinglichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. Auch für die 141 Kilometer lange Streckenabschnitte Nürnberg–Marktredwitz und von dort weiter nach Schirnding wird an der Vorplanung gearbeitet. Der Abschluss dieser für die Region bedeutensten Strecke ist für das Jahr 2020 vorgesehen. Ein großes Thema dürfte auch hier der Lärmschutz werden. Im kommenden Jahr sei deshalb eine Öffentlichkeitsbeteiligung geplant, bei der sich dann jeder einbringen kann.

-lawun-

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Leader-Förderung
für die Zukunft des „Radoms“ in Raisting

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Region Weilheim-Schongau – Am 29. Juli 2020 wurden die ersten Weichen für die Planung der zukünftigen Ausrichtung des „Radoms“ gestellt. „Radom“ ist eine denkmalgeschützte Satelliten-Bodenstation in Raisting am Ammersee. Kürzlich trafen sich die Mitglieder der Projektgruppe und die Planungsbüros „Tamschick Media+Space“ und „ift Freizeit- und Tourismusberatung“, um die ersten Schritte zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie und Potentialanalyse zur weiteren Entwicklung des Radoms abzustimmen. Diesen Anlass nutzte die Geschäftsführerin der Lokalen Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel e.V., Elisabeth Gutmann, um einen Leader-Förderbescheid für diese Studie an den Geschäftsführer der „Radom Raisting“-GmbH, René Jakob, zu überreichen. Gutmann zeigte sich sehr erfreut, dass dieses für das Radom und die Region sehr bedeutende Projekt, trotz der aufgrund des Sturmereignisses im Frühjahr notwendig gewordenen Bauarbeiten zur Erneuerung der Traglufthülle vorgesetzt werden kann.

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Bei der Übergabe des Leader-Förderbescheids:
Rene Jakob, Geschäftsführer der „Radom Raisting“-GmbH,
und Elisabeth Gutmann, Geschäftsführerin der Lokalen Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel e.V.

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Das Projekt wird mit einer Leader-Förderung in Höhe von rund 23.000 Euro unterstützt. Weitere Unterstützung in ähnlicher Höhe erhält das Projekt von der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern. Die restlichen 12.000 Euro werden von der „Radom Raisting“-GmbH und dem Landkreis Weilheim-Schongau aufgebracht. Im Rahmen dieses Projektes soll das zukünftige Potential des Radoms und die Umsetzbarkeit eines Konzeptes zur multimedialen Inszenierung untersucht werden. In einem ersten Schritt werden hierfür insbesondere Themen und Inhalte daraufhin betrachtet, wie diese mit Hilfe von moderner Projektionstechnik aufbereitet und dargestellt werden können. Dabei werden ebenfalls technische und bauliche sowie die wirtschaftlichen Gesichtspunkte betrachtet.

Die Arbeitsgruppe, welche neben den beiden Planungsbüros aus Vertretern des Tourismusverbandes Pfaffenwinkel, der Gemeinde Raisting, den Pfaffenwinkler Kulturführerinnen und der „Radom Raisting“-GmbH besteht, wird bis Ende 2020 Vorschläge dafür erarbeiten, wie eine zukünftige Ausstellung im Radom Raisting gestaltet und betrieben werden könnte.

-lawm- Bild: lawm

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Ferienaktion
„Pack dein Glück in die Box“

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Region Starnberg –Pack dein Glück in die Box“ lautet der Aufruf der Kommunalen Jugendarbeit an die Kinder und Jugendlichen in der Region Starnberg. Im Rahmen der Initiative #glückglück wird dabei der Frage nachgegangen, was einen gerade glücklich macht? Kinder und Jugendliche sollen angeregt werden, über die kleinen, ungewöhnlichen und besonderen Glücksmomente nachzudenken, diese zu visualisieren und in einer „Glücksbox“ einzufangen. Aus den eingereichten Boxen soll ein Gesamtkunstwerk entstehen, das an wechselnden öffentlichen Orten im Landkreis Starnberg ausgestellt wird. Eine Teilnahme ist bis zu den Herbstferien möglich. Alle Einzelheiten der Aktion sind unter www.lk-starnberg.de/gluecksbox zu finden.

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Die Sommerferien verlaufen dieses Jahr coronabedingt anders als sonst. Die Kommunale Jugendarbeit hat sich daher neue Angebote einfallen lassen und startet neben der aktuell laufenden Foto-Rallye eine weitere kulturpädagogische Aktion. Die Aktion soll die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt rücken und dazu anregen, eigene Glücksmomente bewusst wahrzunehmen. Für die Teilnehmer entstehen keine besonderen Kosten, weil im Regelfall kein Material beschafft werden muss. Alltägliche Materialen können optimiert werden. Verbindendes Element ist eine Box, Kiste oder Schachtel, die nach eigener Kreativität frei und individuell mit einem oder mehreren Glücksmomenten gestaltet wird. Unter den Teilnehmern werden Glücksmomente verlost. Die Jugendzentren Herrsching und Starnberg bieten für alle, die nicht gerne alleine kreativ sind, passende Workshops an. Die Hygiene- und Abstandsregeln werden dabei selbstverständlich eingehalten. Unter www.jugend-starnberg.de sind weitere Tipps und Ideen für eine abwechslungsreiche Feriengestaltung zu finden.

-lasta- Bild: lasta

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„Bayerische Kasperltour“
„Chiemsee Kasperltheater“ tritt im Sommer teilweise zweimal täglich auf

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Region Oberbayern – Von Mitte März bis Anfang Juni hatte auch das „Chiemsee Kasperltheater“ Corona bedingte „Sendepause“. Mit den ersten Corona-Lockerungen durfte der Kasperl dann wieder vor Kindern auftreten. Jetzt im Sommer hat er „trotz“ Corona eine echte Hochsaison, aber kämpft in der Organisation an allen Fronten gegen die Auswirkungen der Pandemie. Zunächst war nicht klar, in welchen Sälen gespielt werden darf. Kann der Mindestabstand eingehalten werden, was sagen die Betreiber der Spielstätten? Auch viele Kommunen waren verunsichert. Die Einen sagten im Mai schon voreilig alles ab. Andere waren optimistischer und planten das Ferienprogramm voll durch. Wiederum einige Gemeinden stampften erst im Juli – kurz vor „Torschluss“ ein Notprogramm aus dem Boden. Zu guter Letzt gab es sozusagen in letzter Minute noch Änderungen in der Saalbelegung.

„Man merkte genau, wo ein Ferienprogramm „Herzensangelegenheit“ war und welche Kommune das nur als „vielleicht überflüssige Kür“ sah, beschreibt Stephan Mikat vom Chiemsee-Kasperltheater die Nöte und Diskussionen, denen er sich ausgesetzt sah. Auch die Ordnungsbehörden waren meist keine Hilfe. Unterschiedlichste Aussagen zu den Hygieneauflagen und räumlichen Voraussetzungen machten die Planung der „Bayerischen Kasperltour“ in den Sommerferien nicht leicht.

„Da waren manche Saalbetreiber päpstlicher als der Papst“ und auch die Kreisverwaltungsbehörden waren unsicher und gaben teilweise sogar falsche Auskünfte und wollten in keinster Weise Verantwortung übernehmen. Stephan Mikat hat ein eigenes Hygienekonzept auf die Beine gestellt. Sitzpläne mit Mindestabstand und Höchstbelegung mussten ausgetüftelt werden und ein eigenes Buchungssystem wurde für den Ticketvorverkauf auf die Internetseite www.chiemsee-kasperl.de eingerichtet. Wichtig war der Wegfall der Maskenpflicht am Sitzplatz, denn wer hat schon Lust ein Kasperltheater mit Gesichtsmaske anzusehen? Das ist bereits seit Wochen vom Tisch und so hat das „Chiemsee Kasperltheater“ jetzt eine Ferienprogramm-Tour auf die Beine gestellt, die sich sehen lassen kann. Teils ohne jegliche organisatorische Begleitung durch die Kommunen, teils mit vollster örtlicher Unterstützung, tourt die „Bayerische Kasperltour“ in den Sommerferien durch Oberbayern.

Wichtige Partner sind auch Touristiker und besonders die Kirchengemeinden, die ihre Säle dem Kasperl immer schon gerne zur Verfügung gestellt haben. Aber auch viele Gemeinden öffnen ihre Sporthallen, teilweise sogar die Sitzungssäle der Rathäuser. Bis zu zweimal täglich tritt Stephan Mikat zusammen mit seiner Partnerin Kathy Puchalla oder Tochter Denise auf. Gespielt werden wechselnde Geschichten unter dem Motto „Kasperls lustiger Ferienspaß“ oder „Kasperls lustige Ferienabenteuer“. Die Vorstellungen dauern kindgerecht maximal 45 Minuten.

Das genaue Programm kann auf der Internetseite des „Chiemsee Kasperltheaters“ eingesehen werden. Hier werden auch mögliche Programmänderungen bekannt gegeben. Für die Anmeldung gibt’s mehrere Möglichkeiten: Entweder über das örtliche Ferienprogramm, wo es für angemeldete Kinder ermäßigte Eintrittskarten – 5.- Euro je Kind – gibt. Oder über das Kasperl eigene Ticketvorverkaufssystem, bei dem die Eintrittskarten online bestellt, bezahlt und sofort ausgedruckt werden können.

Kinder ab 3 Jahren sind bei den jeweiligen Vorstellungen willkommen. Allerdings ist immer die Begleitung – mindestens eines Erwachsenen – erforderlich. Kinderwägen sind in den Veranstaltungsräumen aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Das ausführliche Hygienekonzept und weitere Sicherheitshinweise, sowie aktuelle Programmänderungen sind unter www.chiemsee-kasperl.de ersichtlich.

-am- Bilder: ck

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Blasmusik-Erwachen

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Region Günzburg – Eine Landkreisweite gemeinsame Musikprobe war ein voller Erfolg. Kürzlich hatten Blasmusiker aus dem ganzen Landkreis gemeinsam, doch mit Abstand musiziert: Nun dürfen sie sich über 7.000 Euro freuen! Daniel Gastl, Chef der Sparkasse Günzburg-Krumbach, hat einen Scheck überreicht. Franz Alstetter, Bezirksvorsitzender des Allgäu-Schwäbischen-Musikbunds (ASM) wird das Geld an die Beteiligten Musikgruppen weitergeben. „Es war ein großer Tag für die Blasmusik und die Zuhörer. Herzlichen Dank für die die tolle Unterstützung und den Rückhalt im Landkreis. Allerorten war eine große Anerkennung für die Aktion zu spüren“, so Alstetter.

Auf Initiative von Dr. Hans Reichhart, Landrat des Landkreises Günzburg, hatten über 30 Musikkapellen, Jugendblasorchester und Fanfarenzüge ihre Stücke quer über den Landkreis verteilt geprobt. Ziel war es, wieder gemeinsam zu musizieren – natürlich unter den gebotenen Hygienevorschriften. Das wurde offensichtlich sehr gut aufgenommen: Vielerorts hatten sich Zuschauer eingefunden, denen deutlich anzusehen war, dass Musik glücklich macht. Vor allem die Vereine profitierten von der öffentlichen Probe: Sie konnten zeigen, dass sie – trotz oder gerade wegen Corona – zusammenhalten und weiterhin Musik in die Herzen der Menschen tragen.

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Bei der Scheckübergabe v.l.:
Franz Alstetter Bezirksvorsitzender ASM Bezirk 11 Krumbach, Daniel Gastl, Sparkassenchef Günzburg-Krumbach,

Landrat Dr. Hans Reichhart, Michael Fritz, Stellvertretender Bezirksvorsitzender ASM Bezirk 12 Günzburg

-lagz- Bilder: Jenny Schack

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Reform
der Kfz-Zulassung

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Region Passau – Ab August sind Ab-/Ummeldung auch online möglich und künftig sind auch Zulassungsstellen außerhalb den Landkreises nutzbar. Die Struktur der Kfz-Zulassungsstellen im Landkreis Passau wird gestrafft und das Service-Angebot an den Standorten Salzweg, Hauzenberg, Pocking und Vilshofen ausgeweitet. Für ein konzentriertes Serviceangebot und vor allem für einheitliche Öffnungszeiten werden die Standorte Wegscheid und Hauzenberg sowie Bad Griesbach und Pocking zusammengelegt.

Mit dieser Reform der Standortstruktur verfolgt der Landkreis das Ziel, den Zulassungsservice für die Zukunft weiterhin leistungsfähig aufzustellen. Dazu gehört etwa die Möglichkeit, Fahrzeuge online ab- oder umzumelden, was ab 1. August 2020 möglich ist. Der Zugang erfolgt über das Bürgerportal www.landkreis-passau.de. Ebenfalls ein Ziel der Reform: Eine schnellere Abwicklung von Händler-Zulassungen, ohne den Dienstbetrieb für private Antragsteller einzuschränken. Konkret wird es die Option für Händler geben, die Zulassung mehrerer Fahrzeuge quasi in Auftrag zu geben und die fertigen Unterlagen dann zu einem vereinbarten Zeitpunkt abzuholen.

Größte Neuerung: Künftig können Landkreis-Bürgerinnen und –Bürger unabhängig vom Wohnort u.a. auch die Zulassungsstellen in der Stadt Passau und den Landkreisen Freyung-Grafenau, Rottal-Inn und Deggendorf nutzen. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung besteht nun. Damit stehen bei Bedarf zusätzliche Zulassungsstellen nahe des Wohn- oder Arbeitsortes zur Verfügung. Das Gesamtpaket an zusätzlichen Leistungen ist personell und organisatorisch nicht mit der derzeitigen Struktur von sechs Zulassungsstellen im Landkreis vereinbar. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Hauzenberg und Pocking die Nachbargebiete sehr gut mit abdecken können. Wichtig ist, dass niemand der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zuge der Reform seinen Arbeitsplatz verliert, im Gegenteil: Mittelfristig wird der Personalbedarf trotz neuer Struktur eher steigen. Hier wird der Landkreis in den kommenden Jahren zusätzliches Personal einstellen, um die Zulassungsstellen zu verstärken.

Der Landkreis Passau – mit seinen derzeit 192.000 Einwohnern – zählt mit durchschnittlich mehr als einem zugelassenen Fahrzeug bzw. Anhänger pro Einwohner zu den Landkreisen in Bayern mit dem höchsten Kfz-Bestand. Den Großteil der über 100.000 Vorgänge pro Jahr wickelt die Zulassungsstelle Pocking (29.000) ab, gefolgt von Salzweg (27.000), Vilshofen (24.000) und Hauzenberg (12.000). Auf Bad Griesbach entfielen in den letzten Jahren jeweils 5.500 auf Wegscheid 3.500 Vorgänge.

Während der Corona-Beschränkungen waren Kfz-An-, Ab- und Ummeldungen in vielen Landkreisen nur eingeschränkt möglich. Der Landkreis Passau hat seine Zulassungsstellen in Salzweg, Hauzenberg, Pocking und Vilshofen seit Juni wieder in vollem Umfang geöffnet. Auch eine telefonische Terminvereinbarung ist seitdem nicht mehr nötig. Bei den benachbarten Behörden kann es aber nach wie vor zu Einschränkungen kommen.

-lapa- Bild: lapa

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Fahren mit dem Caravan:
Eine besondere Herausforderung

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Viele Urlauber sind in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem Caravan unterwegs. Dabei stellt gerade das Fahren mit einem Wohnanhänger Camping-Neulinge vor große Herausforderungen. Was vielen Caravan-Anfängern nicht bewusst ist: Sie fahren einen kleinen Lastzug, deshalb ist eine sportliche Fahrweise tabu. Das Auto beschleunigt nur zäh, und Überholvorgänge dauern wesentlich länger als ohne Anhänger. Vorausschauendes Fahren ist besonders wichtig: Langsam anfahren und weich bremsen ist nicht nur die sicherste, sondern auch die sparsamste Fahrweise. Vorsicht ist in Kurven geboten, denn die Fliehkraft zieht den Anhänger nach außen. Besonders gefährlich für Gespanne ist Seitenwind. Auf Brücken spürt man Böen heftiger als sonst, auch jeder Bus oder Lkw versetzt dem Caravan beim Vorbeifahren einen Stoß. Sollte der Caravan trotz aller Vorsicht ins Schlingern kommen, hilft nur ein beherzter Tritt aufs Bremspedal.

Bei gewölbter Fahrbahn neigt sich ein hoher Anhänger manchmal so sehr zur Seite, dass er Laternen, Bäume oder Hauskanten streifen kann. Was gerne vergessen wird, sind die Höhe und die Breite des Anhängers – dies kann vor allem in Tunneln problematisch sein. Auf Autobahnraststätten sind die Wege zu den Pkw-Parkplätzen oft mit einem Metallgestänge überdacht. Entsprechend sollte man unbedingt der Caravanbeschilderung folgen und dort parken, keinesfalls aber auf Lkw-Parkplätzen.

Nicht nur für Anfänger, auch für Erfahrene sind Fahrten mit dem Gespann über Bergpässe eine echte Herausforderung. Es empfiehlt sich, steile und lange Pässe zu meiden und besser einen Umweg in Kauf zu nehmen. Wer es dennoch wagen möchte, sollte in den frühen Morgenstunden oder vor Sonnenaufgang die Bergtour angehen. Dann ist die Lufttemperatur niedriger und weniger Verkehr unterwegs. Empfehlenswert sind Pkw mit Automatik-Getriebe und Berganfahrhilfe – sie verhelfen dem Anfänger zu einer entspannten Anreise.

Apropos Temperatur: Beim Bergauffahren sollte man auf die Temperaturanzeige fürs Kühlwasser achten. Gerät der Zeiger in den roten Bereich, muss man sofort anhalten und den Motor abkühlen lassen. Auch die Kupplung kann zu heiß werden, wenn man sie im Kolonnenverkehr öfter schleifen lassen muss. Ebenso kann es den Bremsen ergehen. Dies gilt vor allem beim Bergabfahren: Dann lässt die Bremskraft nach und der Bremsweg verlängert sich zusätzlich.

Immer wieder wird beim Packen die Zuladung überschritten. Das kann gerade im Ausland zu empfindlichen Strafen führen und auch das Zugfahrzeug überfordern. Empfehlenswert ist es, den Caravan so zu wählen, dass seine zulässige Gesamtmasse etwa 200 Kilogramm unter der maximal erlaubten Last des Zugfahrzeugs bleibt. Caravan-Neulinge sollten ein spezielles Fahrsicherheitstraining absolvieren. Dabei gewinnt man schnell ein Gefühl für die Besonderheiten und Herausforderungen beim Fahren mit einem Gespann.

-ADAC- Bild: ADAC/Uwe Rattay

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Aus dem regionalen Teich
statt aus Übersee:
„Konsumenten für heimischen Fisch begeistern“

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Region Bayern – Bei einer zweitägigen Fachtagung in Franken haben Ulrike Müller – Freie Wähler-Abgeordnete in Brüssel und Straßburg – sowie Gabi Schmidt – stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Bayrischen Landtag und deren fischereipolitischen Sprecherin –  und mit dem Fischereiexperten Dr. Bernhard Feneis – Präsident des Verbands der Deutschen Binnenfischerei und Aquakulturüber – die Lage der Fischer und Teichwirte in Bayern beraten und Lösungsansätze diskutiert. Müller will regionalen Fisch als erstklassiges saisonales Produkt stärker ins Bewusstsein rücken. Sie setzt sich für Bürokratieaabbau ein und will direkte EU-Förderungen auch für Teichwirte erreichen: Denn Fischer und Teichwirte in Bayern stehen zunehmend unter Druck. Gründe sind der Klimawandel, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie und Prädatoren – wie Fischotter und Kormorane.

Qualitätsbewusstsein bei Konsumenten und Gastronomie schärfen
Für Müller, Mitglied im EU-Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, muss regionaler Fisch im Bewusstsein der Bevölkerung einen höheren Stellenwert erhalten: “Der heimische Fisch ist ein Top-Qualitätsprodukt. Außerdem bewahren und pflegen die Fischer ein regionales Kulturerbe. Wir müssen Konsumenten und auch die Gastronomie für regionalen Fisch begeistern und ihr Bewusstsein dafür schärfen, was für ein erstklassiges Lebensmittel sie hier auf dem heimischen Markt bekommen. Da kann Fisch aus Übersee einpacken.”

Ulrike Müller ist der Meinung, dass eine solche Kampagne für heimischen saisonalen Fisch schon im Jugendalter ansetzen müsste: “Das Wissen darüber, wann der heimische Fisch Saison hat, sollte schon in der Schule in Fächern wie Biologie, Ernährungswissenschaft oder Hauswirtschaft vermittelt werden. Wir sollten bei den Konsumenten ein Bewusstsein erreichen, wie wir es bei Spargel oder Erdbeeren bereits haben.”

Regionale Lebensmittel: Nachhaltig und sicher
Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie hatte die Europaabgeordnete wiederholt auf die Vorzüge heimischer Produkte hingewiesen und die Unterstützung regionaler Produzenten angeregt. “Heimische Produkte zu kaufen ist ein Beitrag zu ökonomischer und ökologischer Nachhaltigkeit: Saubere Zuchtbedingungen, saisonaler Konsum, kurze Transportwege, Unterstützung der regionalen Produzenten”, so Ulrike Müller. Sie betonte ferner, dass heimischer Fisch aufgrund der europäischen Regularien allerhöchste Standards in Punkto Lebensmittelsicherheit erfüllt, die von Fisch aus anderen Weltregionen nicht erreicht werden.

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Ulrike Müller, Freie Wähler-Abgeordnete in Brüssel und Straßburg:
will „Konsumenten für heimischen Fisch begeistern“

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Bessere Förderung der Teichwirte
Müller kritisiert desweiteren, dass die Teichwirte im europäischen Fischerei-Fonds nur eine kleine Rolle spielen und mit überbordender Bürokratie und zu strengen Regularien zu kämpfen haben. Auch von Fördermitteln könnten sie nur unzureichend profitieren. Es gebe zwar zahlreiche Hilfspakete, aber diese würden meist nur den Meeresfischern zugute kommen.  Hinzu komme, dass die Wasserwirtschaftsämter häufig kaum Verständnis für die Belange der Teichwirte hätten: „Eine effiziente Teichwirtschaft ist so kaum möglich“, befindet Ulrike Müller. Sie will im Europaparlament entsprechende Anträge einbringen und den Teichfischern eine Stimme in der EU geben. Direkte Förderungen, wie sie etwa Landwirte bekommen, müssten auch für Teichwirte möglich sein. Die Europaabgeordnete führte ferner aus, dass die Teichwirtschaft in der aktuellen Neugestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ihren Platz bei den Initiativen für Klimaschutz und Biodiversität finden kann: “Der Zeitpunkt ist jetzt genau richtig, um einen Fuß bei den Direktzahlungen reinzubringen, damit die Fischer und Teichwirte es auch im Geldbeutel positiv spüren können.”

Teichwirtschaft ist gesamtgesellschaftlich relevant
Vor allem der Klimawandel macht den Fischern zu schaffen: Steigende Wassertemperaturen führen zu Wassermangel und bedrohen das natürliche Habitat der Fische. Auch Biberschäden und Schwarzfischen bereiten den Fischern weiterhin Sorgen. Besonders problematisch sei allerdings die Zunahme von Prädatoren – wie Fischotter und Kormoran, betonte die Teichwirtin Gabi Schmidt. Gleichzeitig seien die Preise für Speisefische zu niedrig. Schließlich sei die Teichwirtschaft gesamtgesellschaftlich relevant, da Teiche gerade in struktur- und wasserarmen Kulturlandschaften wertvolle Ökosysteme darstellten. Sie bieten bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum und wirken sich günstig auf das Kleinklima, den Wasserhaushalt und den Hochwasserschutz aus.

Für die Zukunft der Fischerei wünscht sich Dr. Bernhard Feneis, Präsident des Verbands der Deutschen Binnenfischerei und Aquakultur, vor allem mehr Berührungspunkte der Bevölkerung mit der Teichwirtschaft. Schmidt regte an, mit einem „Tag des offenen Weihers“ für die Arbeit der Teichwirte zu werben. „So könnte heimisch produzierter Fisch wieder populärer gemacht und die einzigartige Kulturlandschaft erhalten werden“, resümierte Gabi Schmidt.

-am- Bild: Ulrike Müller, Freie Wähler, MdEP

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Potenzial der Sonne ausschöpfen:
Neues Online-Angebot zur Solaroffensive

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Region Fürth – Mit einem neuen Online-Angebot können Bürgerinnen und Bürger ausrechnen, ob sich eine Solaranlage auf dem eigenen Hausdach rechnet. Das sogenannte Solarpotenzialkataster ist im Internet unter solarkataster.landkreis-fuerth.de abrufbar. Der neue Service ist Teil der Solaroffensive der Region Fürth. “Bisher wurden im Landkreis Fürth nur sechs Prozent des Gesamtpotentials für Solarenergie ausgeschöpft – 94 Prozent werden bisher also nicht genutzt”, betonte Landrat Matthias Dießl und begrüßte den Start des Solarpotenzialkatasters.

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Mit dem Solarpotenzialkataster lässt sich jetzt ganz einfach prüfen, welches Potenzial das eigene Haus hat. Über einen Link erhalten Interessierte in nur wenigen Minuten einen Überblick darüber, ob eine PV- oder Solarthermie-Anlage möglich ist, wie groß diese sein muss, was sie kosten könnte, wie viel CO2 sie einspart, wann sie sich finanziell amortisiert hat und wie hoch die voraussichtliche Rendite sein wird.

Natürlich finden sich auch weitere Informationen zum Planungsvorgang und den aktuellen Fördermöglichkeiten. Zusätzlich gibt es eine Broschüre zur Solaroffensive. Hier wird das nötige Grundlagenwissen zur Nutzung von Solarenergie näher erläutert. Erhältlich ist die Broschüre in den Rathäusern, dem Landratsamt oder unter Solaroffensive.

-lafü-

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Digitaler Marktplatz
„echt erding“

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Region Erding – Die Regionalmarke „echt erding“, deren Einführung die Kreisgremien Ende vergangenen Jahres beschlossen haben und die Anfang dieses Jahres vorgestellt wurde, bekommt ein eigenes Onlineportal. Ganz nach dem Motto „aus dem Landkreis – für den Landkreis“ soll dieses Portal der digitale Marktplatz der Regionalmarke werden. Bei einer Auftaktveranstaltung wurde es nun zunächst denen vorgestellt, die sich künftig dort präsentieren können: Vertreter aus Landwirtschaft, Handwerk, Tourismus, Gastronomie und Wirtschaft.

„Die Weiterentwicklung unserer Regionalmarke „echt erding“ schreitet stetig voran. Gerade in der derzeitigen Corona-Pandemie zeigt sich, wie wichtig eine regionale Produktion ist. Bereits in den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach regionalen Erzeugnissen stetig gestiegen. Zusätzlich bewirkte die Krise auch ein Umdenken“, so Landrat Martin Bayerstorfer.

Die neue digitale Plattform soll künftig als Verkaufs- und Leistungs- sowie Informationsplattform dienen. Teilnehmer der Regionalmarke können sich nach erfolgreicher Lizenzierung selbst auf der Regionalplattform „echt erding“ präsentieren und so das erste regionale digitale Marktplatzmodell des Erdinger Landkreises nutzen. Um den Auftritt einfach und unkompliziert zu gestalten, stehen den Teilnehmern entsprechendes Fachpersonal sowie ein Fotografenteam bei der Gestaltung von Texten sowie für Bilder zur Seite. Interessenten/innen können sich für die Regionale Marke „echt erding“ per Mail erding-regional@lra-ed.de registrieren lassen und/oder detailliertere Informationen einholen. Der offizielle Start der Plattform ist im Oktober 2020 vorgesehen.

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Vertreter aus Landwirtschaft, Handwerk, Tourismus,
Gastronomie und Wirtschaft bei der „echt erding“-Präsentation

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Neustart
der Kliniken Nordoberpfalz AG
auf solider Basis

 

Region Neustadt an der Waldnaab – Um im Krankenhaus-Jargon zu bleiben: Es wird eine sprichwörtlich „schwere Geburt“ werden, die jedoch ein glückliches Ende nehmen wird – davon sind die drei Träger der Kliniken Nordoberpfalz AG, nämlich die Stadt Weiden und die beiden Landkreise Tirschenreuth und Neustadt fest überzeugt. Seit Monaten laufen zwischen den drei Gebietskörperschaften umfangreiche Gespräche und Verhandlungen, um die Grundpfeiler für eine Neuordnung – sowohl der Finanzierung, als auch der Anteilsstruktur der AG – zu verankern. Dabei geht es um nicht weniger als die zukunftsfähige Neustrukturierung der Krankenhauslandschaft und somit der stationären Gesundheitsversorgung der gesamten Nordoberpfalz.

Der Tragweite der nun zu treffenden Entscheidungen, die auch tief in die bei Gründung der AG geschlossenen Verträge und Regularien eingreift, sind sich die Entscheidungsträger sehr wohl bewusst. „Das, was bislang immer als ein „Geburtsfehler“ bei Gründung der AG bezeichnet wurde, nämlich zum einen die Finanzausstattung rein über Kredite und Bürgschaften und zum anderen die unausgewogene Anteilsverteilung, wollen wir nun bereinigen “, fasste Jens Meyer, Oberbürgermeister der Stadt Weiden in der Oberpfalz, die Aufgabe und das erklärte gemeinsame Ziel der drei Gebietskörperschaften zusammen.

Man sei sich hierbei sehr wohl bewusst, dass hierfür auch schmerzhafte Einschnitte nötig sind. Die Schließung der Akuthäuser in Vohenstrauß und Waldsassen beispielsweise sei jedoch unvermeidbar gewesen und bereits ein wichtiger Bestandteil der eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen. Auch über die Tatsache, dass es an allen Standorten in der gesamten AG zu weiteren Veränderungen und Maßnahmen kommen wird, „ die uns sicherlich keinen Applaus und kein Schulterklopfen einbringen werden “, sind sich die Politiker ebenfalls im Klaren.

Roland Grillmeier, Landrat des Landkreises Tirschenreuth, unterstreicht nochmals eine der zentralen Forderungen, dass künftig auch die Lasten und mögliche Defizite der AG als Ganzes gesehen werden müssten und deshalb auch alle Partner ausgewogen daran beteiligt werden müssen. „Es gibt keine Weidener, Neustädter oder Tirschenreuther Häuser. Wir sind eine AG, ein gemeinsames Unternehmen, und als solches müssen wir uns künftig wieder mehr betrachten. Gebietsdenken sollte in der Nordoberpfalz keine Rolle mehr spielen “, so Grillmeier.

Ein Ball, den sein Neustädter Kollege Andreas Meier gerne aufgreift, zumal die Signale der beiden bisherigen Hauptanteilseigner in Richtung Neustadt sehr eindeutig und erfreulich seien: „Es war und ist für und essentiell, dass mit höheren finanziellen Risiken auch mehr Einfluss und Entscheidungskompetenz für den Landkreis Neustadt verbunden ist. Die entsprechenden Signale unserer Partner in der AG sind hier sehr eindeutig “, so Meier. Übereinstimmend betonen die Eigentümer der Kliniken AG ihr festes Vertrauen in die Sanierungsfähigkeit und somit in die Zukunftsperspektive der Kliniken AG in kommunaler Hand, die nicht zuletzt auch entsprechende Gutachten eindeutig belegen. „Der Vorstand der Kliniken AG, Dr. Thomas Egginger und die gesamte Klinikleitung haben hier unser Vertrauen und unsere volle Rückendeckung auf diesem harten und steinigen Weg, der zwar alternativlos ist, aber uns letztlich in eine gute Zukunft führen wird. Gemeinsam mit unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern appellieren wir jedoch auch an die Bevölkerung, unsere AG als „Ihren kompetenten Gesundheitsversorger für die gesamte Region“ wieder mehr wertzuschätzen und auch vertrauensvoll in Anspruch zu nehmen“, resümierten die drei Entscheidungsträger.

-lanew-

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Miteinander
„drent und herent“
trotz Corona

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Region Passau – Die Zusammenarbeit des Landkreises Passau und dem benachbarten Oberösterreich hat eine lange Tradition. Dieses Miteinander soll auf lange Sicht gesehen nicht unter der Corona-Krise leiden. Das wurde bei einem Treffen von jeweils drei Generationen der Passauer Landräte und der Oberösterreichischen Landtagspräsidenten deutlich. Auch die Stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Neuburg am Inn, Sieglinde Hofreiter-Scheibenzuber und Wernsteins Bürgermeister Alois Stadler nahmen teil. Treffpunkt war die Landkreisgalerie auf Schloss Neuburg, wo derzeit eine Ausstellung des deutsch-österreichischen Künstlers Werner Berg stattfindet.

Die Corona-Pandemie stellt die grenzüberschreitende Freundschaft auf eine harte Probe. Gerade die Reisebeschränkung während der Welle der bisher höchsten Infektionszahlen machten das Miteinander schwierig. „Die guten Beziehungen zu unseren Nachbarn und Freunden in Österreich dürfen darunter langfristig nicht leiden“, wie der Passauer Landrat Raimund Kneidinger betonte. Seine beiden ebenfalls anwesenden Amtsvorgänger, die Altlandräte Franz Meyer und Hanns Dorfner hätten in ihren Amtszeiten einen großen Beitrag zur grenzüberschreitenden Partnerschaft geleistet. Der oberösterreichische Landtagspräsident Wolfgang Stanek, der mit seinen beiden Amtsvorgängern Viktor Sigl und Friedrich Bernhofer auf der Neuburg zu Gast war betonte die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Er werde alles dafür tun, um die nachbarschaftlichen Beziehungen, die in den letzten Jahrzehnten gewachsen sind, fortzuführen. „Denn unser Hauptthema ist der Mensch,“ zitierte Stanek den Künstler Werner Berg. Das gelte diesseits und jenseits oder besser gesagt „drent und herent“ der deutsch-österreichischen Grenze über alle politischen Ebenen hinweg.

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Beim Eintrag in das Goldene Buch des Landkreises Passau v.l.:
Altlandrat Franz Meyer, Wernsteins Bürgermeister, Alois Stadler, Landrat Raimund Kneidinger, Altlandrat Hanns Dorfner,
Neuburgs zweite Bürgermeisterin, Sieglinde Hofreiter-Scheibenzuber,
der Oberösterreichische Landtagspräsident, Wolfgang Stanek, Alt-Landtagspräsident Friedrich Bernhofer,
Prof. Josef Schütz und Alt-Landtagspräsident Viktor Sigl

-lapa- Bild: lapa

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Kirwa
als Kulturerbe?

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Region Amberg-Sulzbach – Die Liste an kultureller Vielfalt in Bayern ist lang. 54 Einträge, darunter der Further Drachenstich oder der Kötztinger Pfingstritt, haben es bislang in das Bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes geschafft. Womöglich wird die Liste schon bald um eine lebendige Tradition aus dem Amberg-Sulzbacher Land erweitert: „Die Kirwan“. Die Region möchte sich jedenfalls für den Titel Immaterielles Kulturerbe der UNESCO bewerben und zählt hier auch auf die Unterstützung aus der Bevölkerung.

Der Landkreis Amberg-Sulzbach ist Kirwalandkreis. In den 27 Landkreisgemeinden werden das ganze Jahr über verteilt mehr als 120 „Kirwan“ gefeiert – auf der Welt ist das vermutlich einzigartig. „Kirwa“ ist Lebensgefühl. Und welchen Stellenwert die „Kirwan“ im Amberg-Sulzbacher Land genießen, zeigt sich auch daran, dass im Innenhof des Landratsamtes eine Bronzefigur eines tanzenden Kirwapaares steht. „Die Kirwan im Landkreis sind lebendige Traditionen, die seit Jahrzehnten von Generation zu Generation weitergegeben werden. Ein Brauchtum, das den sozialen Zusammenhalt und das Wir-Gefühl stärkt“, zeigte sich Landrat Richard Reisinger stolz über den gelebten Kulturschatz im Amberg-Sulzbacher Land.

Mithilfe eines Fragebogens sollen nun gemeinsam mit der Bevölkerung möglichst viele Informationen zur Kirwatradition im Landkreis Amberg-Sulzbach zusammengetragen werden. Dazu hat das Projektteam, bestehend aus Tourismusfachwirtin Regina Wolfohr und dem Kirwabeauftragten des Landkreises, Dieter Kohl, eigens einen Kirwa-Fragebogen ausgearbeitet, der unter www.amberg-sulzbacher-land.de heruntergeladen werden kann. Mithilfe der Rückmeldungen wird dann die Bewerbung für das Immaterielle Kulturerbe ausgearbeitet.

Die nächste Bewerbungsrunde für die Aufnahme in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes startet im kommenden Jahr. Deshalb können die ausgefüllten Fragebögen bis zum 31. Dezember 2020 zurückgeschickt werden. Kirwabeauftragter Dieter Kohl ist vor allem auf die Auswertung der regionalen Unterschiede der Kirwan sowie die Entwicklung der einzelnen Kirwan während und nach dem Zweiten Weltkrieg gespannt. Tourismusfachwirtin Regina Wolfohr betonte, dass der Fragebogen „nicht unbedingt komplett ausgefüllt werden muss, um berücksichtig zu werden, sondern vielmehr jede einzelne Info hilfreich ist“. Zudem sucht die Touristikerin auch nach Exponaten für eine mögliche Sonderausstellung zum Thema Kirwa – z.B. alte Dirndl und Lederhosen, Kirwaliesln oder mehr.

Tradition im Fokus
Laut Bayerischem Staatsministerium der Finanzen und für Heimat stellt die UNESCO seit 2003 immaterielle kulturelle Ausdrucksformen in den Fokus der Öffentlichkeit. Überall auf der Welt sollen überliefertes Wissen und Können sowie Alltagskulturen sichtbar gemacht, erhalten und gefördert werden. Bis heute sind 178 Staaten dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes beigetreten. Deutschland ist seit 2013 Vertragsstaat. Neben dembundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes gibt es in Bayern ein eigenes Landesverzeichnis, das aktuell 54 Eintragungen enthält. „Die Aufnahme in das Bayerische Landesverzeichnis ist ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung des bedeutenden Engagements im Zusammenhang mit der aktiven Pflege und Weitergabe von Traditionen an die kommenden Generationen“, betonte der bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, dessen Ministerium auf Landesebene für die Bewerbungen für das Immaterielle Kulturerbe verantwortlich zeichnet.

Zum Bayerischen Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes gehören derzeit u.a. das Augsburger Friedensfest, die bayerische Brautradition nach dem Reinheitsgebot von 1516, die bayerische Karpfenteichwirtschaft, das Feldgeschworenenwesen in Bayern, die Landshuter Hochzeit oder auch die Fürther Michaeliskirchweih.

Hintergrund Weltkulturerbe
Der Weg bis zur Aufnahme in die internationale UNESCO-Liste ist lang. Um als Kulturerbe anerkannt zu werden, braucht es zunächst einen Eintrag im Bundesverzeichnis. Aus dem Kreis der dort gelisteten Traditionen wählt die Kulturministerkonferenz im Benehmen mit der Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung im Regelfall einmal jährlich einen Kandidaten aus uns schlägt diesen bei der UNESCO in Paris zur Aufnahme vor.

-laas – Bild: Christine Hollederer

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Mehr Busse an Bahnhöfen
für Ausflügler

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Region Miesbach – Eine weitere Initiative aus dem Nahverkehrsplan zur Verbesserung des ÖPNV im Landkreis Miesbach wird umgesetzt: Seit Beginn der Sommerferien bis zum Ende der Herbstferien steuern Busse die Bahnhöfe in Tegernsee und Schliersee verstärkt an. Wer samstags, sonntags und feiertags zu den Hauptverkehrszeiten mit dem Zug ankommt, kann direkt in Busse in Richtung Kreuth und Spitzingsee umsteigen. Die Kosten für die zusätzlichen Linien trägt der Landkreis.

Wanderer und Ausflügler, die mit der „Bayerischen Regionalbahn“ anreisen, standen bisher oft vor dem Problem, dass bei den „Zwischentakten“ an den Bahnhöfen für sie Endstation war. Diese Züge waren deutlich geringer ausgelastet, während die „Haupttakte“ zum Teil überfüllt waren. Viele nutzten auch deshalb lieber das eigene Auto, um näher an den Wunschort zu kommen. Diese Lücke schließen nun zusätzliche Fahrten auf den RVO-Bus-Linien 9556 vom Bahnhof Tegernsee nach Kreuth und 9562 vom Bahnhof Schliersee an den Spitzingsee. Die Verstärker fahren immer an den Hauptverkehrszeiten an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen – am Vormittag und am späten Nachmittag. Also immer dann, wenn sich besonders viele Erholungssuchende ins oder aus dem Oberland auf den Weg machen. Ziel ist es, möglichst viele Menschen zum Umsteigen auf Bus und Bahn zu bewegen, sodass die Verkehrsbelastung auf den Straßen sinkt. Bewähren sich die zusätzlichen Anbindungen, sollen sie dauerhaft angeboten und ausgebaut werden.

-lamb- Bild: am

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…weiter zum Alpenrand-Magazin Archiv 2020-07

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