Alpenrand-Magazin Archiv 2022/06

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KW 26 – 2022
27.06-03.07.2022

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44 Persönlichkeiten
erhielten den
Bayerischen

Verfassungsorden

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Region Bayern – Der Bayerische Landtag ehrt mit dem Verfassungsorden Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv für die Werte der Bayerischen Verfassung engagieren. Coronabedingt musste die Aushändigung der Orden vom vergangenen Jahr verschoben werden und wurde nun nachgeholt. Die musikalische Gestaltung des Festakts übernahm das Prima-Streichquartett. Der Bayerische Landtag ehrte nun 44 verdiente Persönlichkeiten mit dem „Bayerischen Verfassungsorden 2021“. Landtagspräsidentin Ilse Aigner hat die Auszeichnung am Freitag, 24. Juni 2022 im Senatssaal des Maximilianeums ausgehändigt. Unter den ausgezeichneten Persönlichkeiten befinden sich auch diesmal wieder Prominente – wie Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, die ehemalige Skirennläuferin Viktoria Rebensburg und der Musiker Hans Well. Die Aushändigung des Ordens an Bundeskanzlerin a.D. Angela Merkel und Star-Tenor Jonas Kaufmann erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Auszeichnung wurde als „Bayerische Verfassungsmedaille“ am 1. Dezember 1961 vom damaligen Landtagspräsidenten Rudolf Hanauer gestiftet. Seit nunmehr 60 Jahren ist sie öffentliche Anerkennung für Bürgerinnen und Bürger, die sich herausragend für das Gemeinwohl engagieren und damit die Werte der Bayerischen Verfassung mit Leben füllen. Nun wurde der Orden erstmals als „Bayerischer Verfassungsorden“ in einer Klasse verliehen.

-ck- Bild: Rolf Poss

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Tour de France
und
Tour de France Femmes
2022

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In der vielleicht fahrradfreundlichsten Stadt der Welt – Kopenhagen – startet die 109. Auflage der „Tour de France“. Dänemark ist Schauplatz des „Grand Départ“ – mit einem Prolog vorbei an allen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt, mit einer ersten Etappe, die kurz vor dem Zielstrich 18 Kilometer lang über die majestätische Brücke über den Großen Belt führt und mit einem zweiten Teilstück am Sonntag, 3. Juli, dessen Finale sich an der Grenze zu Schleswig-Holstein, in Sonderborg an der Flensburger Förde, abspielt.

176 der weltbesten Radprofis aus 22 Mannschaften gehen in diesem Jahr bei der „Tour de France“ an den Start, darunter das deutsche Team BORA – hansgrohe, das gerade den Sieger des „Giro d’Italia“ stellte. Bereits die erste Woche der „Tour de France“ hat es in sich, wenn die Fahrer an der französischen Kanalküste im Wind und auf den gefürchteten Pflastern des Klassikers Paris-Roubaix um das Gelbe Trikot kämpfen. Hier kann die Tour nicht gewonnen, aber schon verloren werden. Anschließend warten die Vogesen mit dem ruppigen Schlussanstieg auf die Planche des Belles Filles, verschärft durch eine Schotterpassage und zwischenzeitlich 24 Prozent Steigung. Und weiter geht es in der abwechslungsreichen Landschaft Frankreichs bis zum Einzelzeitfahren am Vorabend der Schlussetappe in Rocamadour, einem der schönsten Orte Frankreichs und UNESCO-Weltkulturerbe.

Der Fernsehsender ARD wird die „Tour de France 2022“ wie in den vergangenen Jahren umfassend begleiten. Täglich überträgt „Das Erste“ live, an Wochentagen von circa 16:05 bis 17:30 Uhr, an den Wochenenden – abhängig von den Etappen – etwas länger. ONE zeigt live alle Etappen ab einer halben Stunde nach dem Start bis zum Beginn der Übertragungen im Ersten. Ferner wird im ARD Hörfunk über die Tour unter anderem mit Beiträgen, Live-Reportagen und -Gesprächen umfassend berichtet. Darüber hinaus gibt es die gesamte „Tour de France“ auch in der ARD Mediathek und auf
sportschau.de im Livestream zu sehen, außerdem erfolgt ein umfassendes begleitendes Programmangebot in digitaler Form. Der erfolgreiche podcast „Tourfunk“ wird während der Tour täglich die Ereignisse kommentieren und vertiefen.

Tour de France Femmes
In den achtziger Jahren unter dem Namen „Grand Boucle Feminine“ zwischen 1984 und 1989 als wenig erfolgreicher Versuch gestartet, 2009 mit einem neuerlichen Versuch gescheitert, soll nun der Durchbruch für den Frauenradsport auf höchstem Niveau gelingen. Die „Tour de France Femmes“ startet am Schlusstag der Tour der Männer, am Sonntag, 24. Juli, vor einer gewaltigen und stimmungsvollen Zuschauerkulisse. Acht Etappen lang geht es dann Richtung Osten, durch die Champagne bis in die Vogesen, wo nach insgesamt 1.028 Kilometern ein schweres und spektakuläres Finale hinauf zur Planche des Belles Filles den Abschluss bildet. Mit dem ehemaligen Radstar Marion Rousse wurde eine charismatische Tourdirektorin installiert.

Die ARD überträgt alle Etappen auf ONE sowie im Livestream auf sportschau.de und in der ARD Mediathek. Geplant sind Berichte in den Nachrichtensendungen und in der Sportschau. Auch der Hörfunk und die digitalen Medien werden regelmäßig über die „Tour de France Femmes“ berichten.

-ard-

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G7-Treffen
der Staats- und Regierungschefs
auf Schloss Elmau:
Polizei und Justiz haben sich sorgfältig vorbereitet

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Region Garmisch-Partenkirchen – Die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen kommen in der Zeit vom 26. bis 28. Juni 2022 auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen zusammen. “Polizei und Justiz bereiteten sich sehr sorgfältig auf das Treffen in Elmau vor. Unsere Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte werden rund um die Uhr für den Schutz und die Sicherheit der Gäste im Einsatz sein”, betonte Bayerns Justizminister Georg Eisenreich.

Staatsanwältinnen und Staatsanwälte und die Richterinnen und Richter sind während der Gipfeltage im Schichtbetrieb im Einsatz. Pro Tag gibt es bei den Staatsanwältinnen und Staatsanwälten drei Schichten je acht Stunden, die jeweils von einem Team bestehend aus vier Staatsanwältinnen und Staatsanwälten wahrgenommen werden. Ferner sind permanent zwei Staatsanwälte als Koordinatoren anwesend. Bei den Richterinnen und Richtern gibt es dagegen pro Tag zwei Schichten je zwölf Stunden. Diese werden von sieben in einer Schicht von 8:00 bis 20:00 Uhr, bzw. vier in einer Schicht von 20:00 bis 8:00 Uhr wahrgenommen. Zusätzlich haben vier Staatsanwältinnen und Staatsanwälte eine 24-Stunden-Rufbereitschaft. Eine zusätzliche Rufbereitschaft von jeweils zwei Richterinnen und Richtern besteht dagegen nur nachts zwischen 20:00 und 8:00 Uhr. Tagsüber werden daher zeitgleich jeweils insgesamt 13 Personen aus der Justiz im Skistadion von Garmisch-Partenkirchen sein. Zwischen 20:00 und 8:00 Uhr sind zehn Personen vor Ort. “Die Versammlungs- und Meinungsfreiheit sind hohe Güter unserer Verfassung. Jeder darf seine Meinung in Deutschland sagen und friedlich und ohne Waffen demonstrieren. Die Versammlungs- und Meinungsfreiheit enden aber dort, wo das Strafrecht beginnt”, resümierte Eisenreich.

-stmj-

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Genehmigung
für Bau und Betrieb
einer 8er-Kabinenbahn

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Region Rosenheim – Nach einem umfangreichen Genehmigungsprozess wurde mit Bescheid vom 24. Juni 2022 einem Änderungsantrag der Kampenwandseilbahn GmbH in Aschau zum Bau und Betrieb einer kuppelbaren 8er-Kabinenbahn zugestimmt. Der positive Bescheid wurde unter Auflagen und Nebenbestimmungen erteilt. Das Landratsamt Rosenheim, als sachlich zuständige Genehmigungsbehörde, hatte zu prüfen, ob die Änderungen den Voraussetzungen für den Bau und Betrieb der beantragten 8er-Kabinenbahn entsprechen. Dazu gehörte auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung, die 2016 durchgeführt und für den Änderungsantrag 2019 und 2021 ergänzt wurde. Ferner wurden alle zuständigen Behörden sowie der Deutschen Alpenverein e.V. , der Verein zum Schutz der Bergwelt e.V, der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. und der BUND Naturschutz in Bayern e.V. beteiligt. Auch die Gemeinde Aschau wurde beteiligt und hat ihr Einvernehmen zum Vorhaben erteilt.

Nach umfangreicher und intensiver Prüfung ist man übereingekommen, dass das geplante Projekt unter den Gesichtspunkten der Umweltverträglichkeit allen gesetzlichen Erfordernissen entspricht. Beeinträchtigungen einzelner Schutzgüter könnten im Rahmen der Projektdurchführung durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kompensiert werden. Diese wurden in der Umweltverträglichkeitsstudie und im Landschaftspflegerischen Begleitplan aufgezeigt und durch entsprechende Auflagen und Nebenbestimmungen im Bescheid festgelegt.

Die Erteilung der Genehmigung wurde am 24.06.2022 im Amtsblatt veröffentlicht. Sie ist auf der Homepage des Landratsamtes unter https://www.landkreis-rosenheim.de/aktuelles/#amtsblatt-amtsblaetter-2022 ersichtlich. Der Genehmigungsbescheid sowie alle dazugehörigen Unterlagen liegen von 29. Juni bis 12. Juli 2022 im Rathaus der Gemeinde Aschau zur Einsicht aus.

-laro-

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Metall-
bauteile
aus dem 3D-Drucker

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Region Augsburg – Am „Augsburger Technologiezentrum“ hat sich nun mit „Velo3D“ ein US-amerikanisches High-Tech-Unternehmen niedergelassen. Die Firma mit Hauptsitz im kalifornischen Silicon Valley stellt 3D-Drucker her, mit deren Hilfe Metallbauteile produziert werden können. Vom Augsburger Innovationspark aus will das Unternehmen sein Europageschäft ausbauen. Im Rahmen eines gemeinsamen Firmenbesuchs hießen Landrat Martin Sailer und die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber das Unternehmen „Velo3D“ am Standort Augsburg willkommen und erhielten einen Einblick in die Funktionsweise der Fertigungstechnologie.

Anwendern ist es mittels der speziellen Druckmaschinen möglich, passgenaue Maschinenbauteile aus hochwertigem Metall herzustellen. Dank dieser Technologie können Entwickler ihre Projekte mit vollständig individuell entworfenen und eigens hergestellten Teilen realisieren, statt auf Standardbauteile angewiesen zu sein. „Mit dieser zukunftstauglichen Technik reiht sich das Unternehmen Velo3D in die Riege der vielen anderen Betriebe am Technologiezentrum ein, die in ihren jeweiligen Bereichen spannende Innovationen vorantreiben“, so Landrat Sailer im Rahmen des Firmenbesuchs.

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Firmenbesuch bei Velo3D v.l.:
Landrat Martin Sailer, Alexander Arz, Dirk Rathsack und Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber

-laa- Bild: Sabrina Feldhaus

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Neues
Stimmkreisbüro
der Bayerischen Landtagspräsidentin

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Region Miesbach – Das Stimmkreisbüro der Landtagsabgeordneten Ilse Aigner (CSU) ist nun in der Kreisstadt beheimatet. Im „Alten Krankenhaus“, an der Haidmühlstraße 30, hat das Team im ersten Stock neue Räume bezogen. „Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt im Herzen des Stimmkreises unseren Standort haben. Die Lage ist wirklich hervorragend. Wir sind damit für alle Bürgerinnen und Bürger mit dem Rad, zur Fuß, mit dem Auto und der Bahn gut erreichbar“, betonte die Landtagspräsidentin. Zuvor war das Büro in Otterfing angesiedelt. Hier teilte man sich die Räume mit der CSU-Geschäftsstelle des Bundeswahlkreises 223 Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach. Erreichbar ist das Büro per Mail an stimmkreis@ilse-aigner.de sowie telefonisch unter 08025 – 926 955 0.

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Stießen mit einem Glas alkoholfreien Sekt auf die neuen Büroräume an (v.l.):
Mitarbeiterin Maria Dieterich, Landtagspräsidentin Ilse Aigner
und Büroleiterin Gabriele Dorby.

-am- Bild: stkbia

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Architektur
baut Zukunft

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Region Bayern – Die „Architektouren“ der Bayerischen Architektenkammer sind die größte jährliche Präsentation und Leistungsschau gebauter Architektur in Bayern. Nachdem die Veranstaltung in den letzten beiden Jahren coronabedingt nur in digitaler Form stattfinden konnte, öffneten in diesem Jahr endlich wieder mehr als 160 Projekte in ganz Bayern – traditionell am letzten Juniwochenende – ihre Türen für interessierte Besucherinnen und Besucher. Die „Architektouren“ fanden in diesem Jahr unter dem Motto „Architektur baut Zukunft“ am Wochenende vom 25./26. Juni statt. 167 von einem unabhängigen Beirat ausgewählte Projekte konnten besichtigt werden. Im Fokus stand dieses Mal der verantwortungsvolle Umgang mit knappen Ressourcen, sei es die benötigte Fläche, das verwendete Material oder die für den Bau und den Betrieb eines Gebäudes benötigte Energie. Diese Punkte hob auch Bayerische Bauminister Christian Bernreiter bei der Ausstellungseröffnung hervor: „Die Architektur steht vor großen Herausforderungen. Nicht nur der Klimawandel, sondern auch die gesellschaftliche, technische und demografische Entwicklung stellen uns vor neue Aufgaben. Für die Anforderungen der Zukunft brauchen wir daher kreative und innovative Lösungen und eine visionäre Architektur. Ich danke der Bayerischen Architektenkammer, dass sie auch in diesem Jahr wieder herausragende Beispiele solcher Projekte im Rahmen der Architektouren präsentiert.“

Kammerpräsidentin Prof. Lydia Haack ergänzte: „Die Architektouren bieten einen repräsentativen Querschnitt durch alle spannenden Planungs- und Bauaufgaben, die in den letzten drei Jahren in Bayern zu lösen waren. Künftig wird es noch mehr darum gehen, wie veränderte Rahmenbedingungen positiv genutzt werden können, Planen und Bauen neu zu denken. Die dafür erforderliche Kompetenz und Kreativität bringen Architektinnen und Architekten, Innen- und Landschaftsarchitekten sowie Stadtplaner mit. Die jährlichen „Architektouren“ sind dabei ein wichtiger Baustein, Gelungenes sichtbar zu machen und darüber zu reden.“

Ergänzt wurde die Ausstellungseröffnung durch zwei Fachvorträge. Der Geschäftsführer des St. Gundekar-Werks, Ralph Lutz und Matthias Köppen – von Köppen Rumetsch Architekten in Nürnberg – referierten zum Thema „Effizient mit Holz bauen – Leistbar Wohnen“, der Erste Bürgermeister der Stadt Bad Tölz, Dr. Ingo Mehner und Annika Sailer – von Keller Damm Kollegen GmbH – Landschaftsarchitekten Stadtplaner München stellten die Umgestaltung der Parkanlage Taubenloch in Bad Tölz vor.

Im Mittelpunkt der Ausstellung standen die knapp 40 staatlichen oder staatlich geförderten Vorhaben, die in diesem Jahr Teil der Architektouren sind. Sie umfassen nachhaltige Neu- und Umbauten, klimagerechte Sanierungen und vorbildliche Wohnbauprojekte ebenso wie die Neugestaltung öffentlicher Räume und Freianlagen sowie Kulturbauten und Museen. Die Ausstellung kann noch bis einschließlich Freitag, 15. Juli 2022 jeweils montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr im Foyer des Bauministeriums, Franz-Josef-Strauß-Ring 4 in 80539 München besichtigt werden. Alle Projekte der diesjährigen „Architektouren“ sind in digitaler Form unter byak.de ersichtlich.

-stmb-

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Alpen.Gipfel.Europa
2022

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Region Miesbach – Der Alpenraum kann seine vielfältigen Funktionen für Mensch, Tier und Natur nur erfüllen, wenn die aktive Berglandwirtschaft eine sichere Zukunft hat“: Das hat Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber beim „Alpen.Gipfel.Europa.2022“ auf der Unteren Firstalm am Spitzingsee deutlich gemacht. „Politik, Naturschutz, Tourismus und Bergbauern – Wir müssen alle an einem Strang ziehen und gemeinsam Perspektiven für die Zukunft der Berglandwirtschaft entwickeln. Denn sie ist für den Erhalt des einzigartigen Natur- und Lebensraums in den Alpen unverzichtbar“, so Kaniber. Dazu sei es notwendig, sich den großen und neuen Herausforderungen wie dem fortschreitenden Klimawandel, steigendem touristischen Druck und auch der Rückkehr des Wolfs entschlossen zu stellen und Lösungen zu finden.

Die Ministerin warb um Verständnis für die Bergbauern, um Rücksichtnahme, aber auch um Solidarität. „Unsere wunderschöne Bergwelt steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen. Viele Menschen suchen in den Bergen Erholung und Ruhe. Dieser Wunsch muss aber mit den Bedürfnissen der Bergbauern in Einklang gebracht werden. Sie sind es, die sich seit Jahrhunderten tagtäglich mit viel Herzblut um die wunderschöne Heimat kümmern. Ihre Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde grasen auf den Bergweiden und pflegen so die einzigartige Kulturlandschaft. Wir müssen daher alles tun, um sie dabei zu unterstützen“, erklärte Kaniber.

Der Freistaat stehe den Bergbauern mit einem eigenen Bergbauernprogramm zur Seite. Ferner biete die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) Hilfestellung für die Anpassung der Beweidung aufgrund der geänderten klimatischen Bedingungen. Um Erholungssuchende zu sensibilisieren, sei der Freistaat daher auch der grenzübergreifenden Initiative „Respektiere deine Grenzen“ beigetreten, die für ein reflektiertes Naturverständnis der Touristen und Ausflügler wirbt. Auch beim hoch emotional diskutierten Thema „Wolf“ tritt die Ministerin für ein grenzübergreifendes Vorgehen ein: „Wir brauchen ein staatenübergreifendes Monitoring, aber auch die Ausweisung nicht schützbarer Gebiete. Ziel ist ein aktives Bestandsmanagement, wie es andere europäische Staaten schon vormachen“.

Der „Alpen.Gipfel.Europa 2022“ wurde durch die Allianz für die Berglandwirtschaft ausgerichtet, einem Zusammenschluss von Bauernverbänden aus dem deutschsprachigen Alpenraum aus Bayern, Österreich, Südtirol und der Schweiz.

-stmelf-

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Grünes
Kerosin
aus Bayern

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Region Bayern – Die Bayerische Staatsregierung forciert die Klimaneutralität in der Luftfahrindustrie. Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bestätigten bei einem Kongress für synthetisches Kerosin am Flughafen München das bayerische Engagement. Hintergrund ist eine Verschärfung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes. Ab 2026 muss 0,5 Prozent des eingesetzten Flugturbinentreibstoffs aus erneuerbaren Energien bereitgestellt werden, ab 2028 sind es ein Prozent und ab 2030 zwei Prozent. Grundlage dafür ist das Bundes-Immissionsschutzgesetz. Beim derzeitigen jährlichen Kerosinverbrauch in Deutschland von rund 10 Millionen Tonnen entspricht dies 50.000 Tonnen in 2026 und 200.000 Tonnen an synthetischem Kerosin in 2030.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: “Grünes Kerosin ist die Zukunft des Fliegens. Wir bündeln deshalb die Kräfte aus Wissenschaft und Industrie, damit Bayern der führende Standort für eine klimaneutrale Luftfahrt wird. Jetzt geht es darum, die Herstellungskosten zu reduzieren und synthetisch hergestelltes Kerosin in industriellem Maßstab zu produzieren. Das Wirtschaftsministerium unterstützt deshalb die Planungen für eine sogenannte “Power-to-Liquid-Anlage” in Bayern, möglicherweise im Raum Burghausen. Hier sollen zunächst bis zu 50.000 Tonnen grünes Kerosin für Bayerns Flughäfen hergestellt werden. Dieser Treibstoff wird nahezu CO2-neutral sein. Denn zur Herstellung wird grüner Wasserstoff, erneuerbare Energien und CO2 genutzt, das vorher in die Luft ausgestoßen worden wäre.”

Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH ergänzte: “Der Einsatz von Sustainable Aviation Fuels – kurz SAF – wird ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zu einem nachhaltigen und CO2-neutralen Luftverkehr sein. Deshalb unterstützen wird alle Anstrengungen zur Ausweitung der Produktion des synthetischen Kerosins. Unser Tanklager und das Unterflurleitungssystem sind schon jetzt für den Durchsatz dieser Kraftstoffe zertifiziert. Der Flughafen München ist also ready for SAF.”

Bereits im Herbst 2020 hat Wirtschaftsminister Aiwanger die Arbeitsgruppe “Cleantech in der Luftfahrt” initiiert. Im Oktober 2021 wurde eine Absichtserklärung zum Bau einer Produktionsanlage für grünes Kerosin unterzeichnet, die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie werden in Kürze vorliegen. Zu den Partnern der Arbeitsgruppe gehören u.a. OMV Deutschland (Konsortialführer), Bayernwerk, GE Aviation, EDL, Siemens Energy, MTU Aero Engines, MAN Energy Solutions, Kraftanlagen Energies und Services, Lufthansa, Flughafen München, Caphenia, Bauhaus Luftfahrt, Reallabor Burghausen sowie die Technische Universität München (Campus Straubing) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

-stmwi-

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Ausstellung ZERO:
Kein Alkohol in der Schwangerschaft

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Region Bad Tölz-Wolfratshausen – Das Alkoholpräventionsprojekt „HaLT“ lädt unter der Schirmherrschaft von Landrat Josef Niedermaier zu einer „ZERO-Ausstellung“ und einem Vortrag ein. Die innovative Ausstellung informiert erlebnisorientiert über Schwangerschaft, Alkohol und „Fetal Alcohol Spectrum Disorders“ (FASD), also die Schädigungen, die ausschließlich durch mütterlichen Alkoholkonsum während der Schwangerschaft entstehen. Geöffnet ist diese Ausstellung im „Jugendcafe Bad Tölz“, Hindenburgstraße 32, am Samstag, 23. Juli von 10 bis 14 Uhr und am Mittwoch, 27. Juli von 16 bis 20 Uhr. Von Montag bis Donnerstag ist die ZERO-Ausstellung für angemeldete Schulklassen geöffnet.

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Für den Vortrag mit Diskussion zum Thema „Die Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD) und die lebenslangen Folgen“ kommt Dr. Gisela Bolbacher vom FASD-Netzwerk Nordbayern am Freitag, 22. Juli 2022 um 10 Uhr ins Tölzer Jugendcafe. Sie wird sowohl auf medizinische Grundlagen als auch auf die Herausforderungen im Alltag eingehen. Hierfür ist eine Anmeldung noch bis 1. Juli per E-Mail an gesundheitsfoerderung@lra-toelz.de erforderlich. Im Anschluss an den Vortrag kann die „ZERO-Ausstellung“ besucht werden.

Ein begehbares Kuppelzelt steht im Zentrum der mobilen Ausstellung und stellt symbolisch die Gebärmutter dar. Im Innenraum werden 40 Wochen Schwangerschaft aus der Perspektive des Kindes durch Sehen, Hören und Fühlen erlebbar. In sechs kurzen Filmen kann die aufregende Entwicklung des Kindes von der Eizelle bis zur Geburt verfolgt werden. Die Außenhülle illustriert in Ausschnitten zehn Monate Lebenswelt einer Schwangeren. Die Besucherinnen und Besucher durchlaufen diese Zeit und begegnen dabei zahlreichen Situationen, die zum Alkoholkonsum verleiten können.

Zusätzlich kann man an einer interaktiven Station mittels Bild-, Ton- und Filmaufnahmen tiefer in viele Themen rund um Schwangerschaft, Alkohol und Gesundheit einsteigen. An einer weiteren Station kommen Betroffene mit Berichten aus ihrem Alltag selbst zu Wort. Hierdurch entstehen authentische Einblicke in das Leben mit FASD. Man erfährt, welche vielfältigen Probleme und Hindernisse den Alltag der Betroffenen und ihrer Familien bestimmen.

Die Ausstellung zur Prävention von zukünftigen Schäden durch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ist in dieser Form einzigartig. Sie ermöglicht Jugendlichen, sich präventiv, intensiv und nachhaltig mit dem Thema auseinander zu setzen. Das Alkoholpräventionsprojekt „Hart am Limit“ (HaLT), bei dem das Amt für Jugend und Familie und Gesundheitsamt mit der Caritas Jugendsuchtberatung und dem Kreisjugendring zusammenarbeiten, lädt zur ZERO-Ausstellung ein. Das HaLT-Team wird durch Fachkräfte der Schwangerenberatungsstellen „Donum Vitae“ und des Gesundheitsamtes unterstützt. Unter www.wenn-schwanger-dann-zero.de ist ein Einblick in die Thematik Schwangerschaft, Alkohol und FASD möglich. Über weiterführende Links kann man sich dort intensiver mit den Themen auseinandersetzen.

-latöl- Bild: latöl

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Initiative
für zusätzliche Gleise
und Begegnungsbahnhöfe

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Region Bayern – Bayern will im Schienenverkehr mehr Kapazität und Flexibilität schaffen und bringt hierfür die neue Initiative „MACH2“ auf den Weg. Darin bündelt man alle Aktivitäten für den zweigleisigen Ausbau von Schienenstrecken und den Bau neuer Begegnungsbahnhöfe im bayerischen Bahnnetz. Im Rahmen von „MACH2“ schiebt der Freistaat auch neue Ausbauplanungen für den Schienenpersonennahverkehr an und investiert dafür zusätzlich 15 Millionen Euro aus Landesmitteln.

Die neuen Planungsprojekte befinden sich in Oberfranken, Oberbayern und Niederbayern. Konkret hat der Freistaat vor, die DB Netz AG binnen Jahresfrist mit den Vorplanungen für den zweigleisigen Ausbau folgender Streckenabschnitte zu beauftragen: Bayreuth – Dürschnitz (Strecke Bayreuth – Schnabelwaid, ca. 5 km); Uffing – Murnau (Strecke München – Mittenwald, ca. 6 km) und Wörth – Loiching (Strecke Landshut – Plattling, ca. 7 km). Beim Ausbau der Illertalbahn zwischen Neu-Ulm und Kempten, der neben der Streckenelektrifizierung auch zweigleisige Abschnitte umfasst, wird die nächste Stufe mit der Beauftragung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung eingeläutet. Die aktuell laufenden Vorplanungen befinden sich in der Endphase.

Die bayerische „MACH2-Initiative“ enthält aktuell insgesamt 16 Ausbauprojekte aus verschiedenen Finanzierungsquellen. Insgesamt sollen damit in Bayern auf rund 150 Kilometern Länge bislang eingleisige Strecken ein zweites Gleis erhalten und vier zusätzliche Begegnungsbahnhöfe geschaffen werden. Bedeutendste Elemente sind die zweigleisigen Ausbaumaßnahmen zwischen Markt Schwaben und Ampfing sowie zwischen Tüßling und Freilassing, die beide Bestandteil des Bedarfsplanprojekts ABS 38 sind. Als erstes „MACH2“-Projekt wird noch heuer der neue Begegnungsbahnhof Spiegelau im Landkreis Freyung-Grafenau in Betrieb gehen und ab Dezember 2022 die Einführung des Stundentaktes auf der Strecke von Zwiesel nach Grafenau ermöglichen.

Die weiteren Projekte der MACH2-Initiative sind: Drei zweigleisige Abschnitte zwischen Schwandorf und Furth im Wald; Zweigleisiger Ausbau zwischen Aufhausen und St. Koloman (Strecke Markt Schwaben – Erding); Zweigleisiger Ausbau zwischen Steinebach und Seefeld-Hechendorf (Strecke München – Pasing – Herrsching); Begegnungsbahnhof Langlau (Strecke Pleinfeld – Gunzenhausen); Begegnungsbahnhof Pfenningbach (Strecke Mühldorf – Passau) und ein Begegnungsbahnhof München-Heimeranplatz (Sendlinger Spange).

-stmb- Bild: am

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Nächster Halt:
Nachhaltigkeit

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Unter dem Motto  „Nächster Halt: Nachhaltigkeit“ rief der 69. Europäische Wettbewerb Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland dazu auf, ihre Ideen zum Umweltschutz und für eine nachhaltigere Zukunft in kreativer Form umzusetzen, sei es in Form von Bildern, Videos, Songs oder Poetry Slams. Rund 14.500 bayerische Schülerinnen und Schüler kamen diesem Aufruf nach.

Der Wettbewerb fragte nach dem ökologischen Fußabdruck in Europa, nach Umweltschutzprojekten und nach Ansätzen für eine nachhaltigere Zukunft. Das aktuelle Thema fand sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch bei Lehrkräften großen Anklang. Mehr als 58.000 Schülerinnen und Schüler bundesweit präsentierten ihre Visionen und Ideen, teilten ihre Beobachtungen und Perspektiven, formulierten ihre Kritik und ihre Befürchtungen oder setzten vor Ort eigene Projekte um. Einige Aufgaben des Wettbewerbs waren besonders beliebt. Die Jüngsten gestalteten 2.491 Beiträge über „Ein Tag auf dem Bauernhof“. Die stärkste Aufgabe des gesamten Wettbewerbs war wie auch in den Vorjahren im „Modul 2“ angesiedelt. In 3.976 Arbeiten dokumentierten Schülerinnen und Schüler der 5., 6. und 7. Klassen, „was denn da krabbelt und fliegt“. Im „Modul 3“ der 8. bis 10. Jahrgänge erzielte „The Art of Nature“ mit 1.834 Arbeiten die höchste Resonanz und in der Oberstufe entstanden 787 Arbeiten unter dem Motto „Mach mal minimal“. Die Sonderaufgabe „Neustart in Europa“ richtete den Blick auf das Leben nach der Pandemie und lud Schülerinnen und Schüler dazu ein, ihre Lehren für Europas Zukunft zu formulieren. 280 Vorschläge für einen Neubeginn wurden eingereicht. Weitere Informationen: https://www.europaeischer-wettbewerb.de/teilnahme/thema-des-69-ew/

-stmuk-

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Teichbau-
richtlinien
wurden novelliert

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Region Bayern – Die Empfehlungen für den Teichbau wurden überarbeitet und an neue Herausforderungen angepasst. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber haben die neue Fassung der “Empfehlungen für Bau und Betrieb von Fischteichen” vorgestellt. Minister Glauber betonte dazu: “Mit der Fortschreibung der Teichbaurichtlinien bringen wir die Interessen von Teichwirten und Umwelt in Einklang. Bayerns Teichwirte erbringen mit dem Erhalt und der Bewirtschaftung ihrer Teiche wichtige Leistungen für die Gesellschaft und für die Ökosysteme. Die Teichwirte erzeugen naturnahe und hochwertige regionale Lebensmittel. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der jahrhundertealten Kulturlandschaft. Gleichzeitig sind naturnahe Teiche wertvolle Lebensräume für die Pflanzen- und Tierwelt und dienen zudem dem Wasserhaushalt.”

“Fischteiche sind ein wichtiger Bestandteil der bayerischen Landeskultur und prägen seit Jahrhunderten in vielen Regionen das Landschaftsbild. Bereits im Mittelalter wurden in Bayern Karpfen gehalten, seit vielen Jahrzehnten auch Forellen und weitere Fischarten. Mit der Novellierung passen wir die Rahmenbedingungen an und schaffen damit die Basis für eine wirtschaftliche und nachhaltige Bewirtschaftung. Nur so können wir die naturnahe Fischerzeugung in Bayern erhalten und weiter fördern”, erklärte Kaniber.

Eine Expertengruppe aus beiden Ministerien, Vertretern der Fischerei, Wasserwirtschaft, Naturschutz, Landesanstalt für Landwirtschaft, Landesamt für Umwelt sowie weiterer Behörden haben über mehrere Jahre hinweg die Novellierung gemeinsam erarbeitet. Ab sofort können die Behörden, aber auch die Praktiker und viele Interessierte das neue Werk nutzen. Es gibt, wie bisher, einen praxisgerechten Rahmen vor und bietet den Teichwirten Hinweise innerhalb der geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen.

In punkto Landschaftswasserhaushalt leisteten die Teichwirtschaft einen wichtigen Beitrag. Denn die bewirtschafteten Teiche würden Wasser in der Landschaft zurückhalten. Bei kleineren Hochwasserereignissen und insbesondere bei längerer Trockenheit übernähmen sie eine wichtige Aufgabe für den Wasserhaushalt. Die neuen Empfehlungen geben Hinweise zu Erhalt, Neubau, Modernisierung sowie zum fachgerechten Betrieb von Teichen. Wesentliche Aspekte sind dabei die Eigenverantwortung des Teichwirts, die Ökologie an und in den Teichen sowie in deren Umfeld. Auch der ökologische Zustand der Gewässer, die Sicherheit der Anlagen sowie der Tierschutz spielten eine wichtige Rolle. Ferner bedeute der fortschreitende Klimawandel für die Teichwirtschaft eine große Herausforderung. Wasserknappheit, hohe Wassertemperaturen und zum Teil ungünstige Wasserqualitäten wirkten sich zunehmend auf die Teichwirtschaft aus. Hilfreiche Hinweise zum Bau und Betrieb von Fischteichen seien so wichtig wie nie zuvor.

-stmuv- Bild: am

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Bundesfinale
„Jugend debattiert“

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Benjamin Reiser, Schüler des Gymnasiums Gröbenzell, ist Bundessieger im Schülerwettbewerb „Jugend debattiert“. In einem hochklassigen Finale der Jahrgangsstufen 10 bis 13 debattierte er vor rund 400 Zuschauerinnen und Zuschauern in Berlin mit Mitbewerberinnen und -bewerbern aus Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen die Frage: „Soll in Deutschland eine allgemeine Dienstpflicht eingeführt werden?“. Der 16-Jährige vertrat eindrucksvoll die Position gegen die Einführung und konnte mit seinen Ausführungen die Jury, darunter Sandra Maischberger und Ahmad Mansour, überzeugen. Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo zeigte sich über die Leistung hocherfreut: „Wir sind sehr stolz auf die herausragende Vorstellung von Benjamin. Wenn man sich ansieht, wie cool, abgeklärt und souverän Benjamin sich vor einer solchen Kulisse präsentiert hat, kann man nur den Hut ziehen. Eine solche Leistung fällt natürlich nicht vom Himmel. Mein Dank gilt daher auch den Lehrkräften, die Benjamin seit Jahren begleiten“. Für den Bundessieger selbst war der Wettbewerb eine besondere Erfahrung: „Nach dem langen Weg durch die Vorrunden letztendlich im Finale auf der Bühne zu stehen und auf diesem Niveau debattieren zu dürfen, war sehr herausfordernd. Es war ein unbeschreibliches Gefühl und hat so viel Spaß gemacht.“

Boris Hackl, Schulleiter des Gymnasiums Gröbenzell, freut sich über den Erfolg seines Schülers und verweist auf die Wichtigkeit des Debattierens: „In Debatten verschiedene Perspektiven zu betrachten und konstruktiv Lösungen zu suchen, ist in einer demokratischen Gesellschaft elementar.“

-stmuk-

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„Smart Homes“
brauchen
Transparenz

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Das „smarte Zuhause“ brauche Transparenz und klare Regeln. Eine aktuelle Untersuchung zur Verbraucherfreundlichkeit von „Smart Homes“ zeige, über welche Standards ein „Smart Home“ verfügen sollte und welche Rahmenbedingungen für die Vernetzung neuer Technologien erforderlich seien. Bayerns Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber betonte anlässlich der Veröffentlichung: “Smart Home-Anwendungen bringen die Zukunft nach Hause und können den Alltag erleichtern. Der Schutz der Verbraucherinteressen darf dabei nicht zu kurz kommen. Die zentrale Herausforderung besteht darin, dass Geräte verschiedener Hersteller reibungslos zusammenarbeiten und die Kunden nachvollziehen können, welche Daten wo verarbeitet und wofür verwendet werden. Die Kontrolle über die eigenen Daten ist das A und O in einem smarten Zuhause.”

Die Handlungsempfehlungen wurden im Whitepaper “Das verbraucherfreundliche Smart Home” veröffentlicht, das von der ZD.B-Themenplattform Verbraucherbelange in der Digitalisierung verfasst wurde. Eine der Kernempfehlungen an Unternehmen ist die Bereitstellung einer „Smart-Home-Zentrale“ im Haus, über deren Benutzeroberfläche die Nutzer entscheiden können, welche Daten für welche Funktionen wo und von wem genutzt werden dürfen – bei strenger Zweckbindung der Daten bis in die Cloud-Speicher. Ausgehend von den im Whitepaper genannten Empfehlungen will sich das Bayerische Verbraucherschutzministerium weiterhin dafür einsetzen, dass Datenschutzvorgaben künftig bereits für das datenverarbeitende Produkt gelten und nicht erst bei der Verarbeitung. Damit solle gewährleistet werden, dass der Schutz der Privatsphäre bereits an der Quelle sichergestellt wird. Auch müsse die Cybersicherheit fester Bestandteil der Produktsicherheit werden.

Neben dem Whitepaper wurde auf Basis der Untersuchung auch eine „Smart Home Entscheidungshilfe für Verbraucher“ erstellt, die in Form einer Checkliste Hinweise dazu gibt, was vor dem Kauf von „Smart Home“-Komponenten beachtet werden sollte. Die Checkliste ist im Verbraucherportal Bayern unter Smart Home Entscheidungshilfe veröffentlicht worden. Die ZD.B-Themenplattform Verbraucherbelange in der Digitalisierung bei der Bayern Innovativ GmbH wird durch das Verbraucherschutzministerium seit 2018 gefördert. Ziel ist es, durch Kooperation mit Wirtschaft und Wissenschaft Verbraucherbelange bereits in die Entwicklung von digital vernetzten Produkten und Diensten einfließen zu lassen. Verbraucher sollen zum Mitgestalter der Digitalisierung werden.

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KW 25 – 2022
20.-26.06.2022

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Trachten &
Kunst-Handwerkermarkt
Tegernsee

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Region Miesbach – Beim diesjährigen „Trachten & Kunst-Handwerkermarkt“ im Kurpark der Stadt Tegernsee sind Besucher – am Samstag 25. und Sonntag, 26. Juni 2022 – zum Bummeln, Ratschen und Einkaufen eingeladen. Jeweils in der Zeit von 10:00 bis 18:00 Uhr präsentieren rund 50 Aussteller ihr buntes Angebot. So zeigen unter anderm eine mittelalterliche Brettchenweberei, eine Holzkammmacherei sowie eine Seifensiederei ihr handwerkliches Geschick. Ferner sind auch ein Gamsbartbinder und eine Blaudruckwerkstatt mit von der Partie. Künstler stellen beispielsweise Skulpturen aus Metall und Bronze aus. Zum Ausruhen und Verweilen trifft man sich im große Biergarten mit Schmankerl- und Getränkeständen. Der Eintritt ist frei.

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-am- Bilder: am

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Hohe
Waldbrandgefahr

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Region Bayern – Die Waldbrandgefahr in Bayern ist erneut angestiegen: In weiten Teilen des Freistaats wurde die zweithöchste Warnstufe vier erreicht. In Franken sowie in der Oberpfalz herrscht teilweise sogar die fünfte und damit höchste Gefahrenstufe. An alle Waldbesucher wird appelliert, sich unbedingt an das geltende Rauchverbot im Wald zu halten und bei Freizeitaktivitäten sehr aufmerksam zu sein. Auch das Risiko von Fahrzeugen mit heißen Katalysatoren ist hoch: Schon im Eigeninteresse sollte man keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund parken. Ferner empfiehlt es sich Waldbesitzern, bei Waldarbeiten anfallendes Holz, Reisig oder Kronenmaterial nicht zu verbrennen, sondern abzutransportieren oder zu hacken. Besonders brandgefährdet sind lichte Kiefern- und Fichtenbestände, sonnige Südhanglagen sowie stark frequentierte Wälder in den Ausflugsgebieten. Eine Entspannung der Gefahrensituation wird erst nach ergiebigen Regenfällen erwartet.

-stmelf- Bild: am

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Rund
100 Schülerinnen
und Schüler
spielten
„Der Landtag sind wir!“

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Region München – Nach zweijähriger coronabedingter Pause konnte unlängst im Maximilianeum wieder das Planspiel „Der Landtag sind wir!“ stattfinden. Die eingeladenen Schulklassen wurden von Landtagspräsidentin Ilse Aigner, die auch Schirmherrin des Projekts ist, in der bayerischen Volksvertretung begrüßt. Rund 100 Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern schlüpften einen Tag lang in die Rolle von Abgeordneten und gingen einer Reihe von Fragen nach: Wie wird ein Gesetz gemacht? Wie läuft die Arbeit in den Ausschüssen ab? Wie organisiert man Mehrheiten? Nach welchen Spielregeln funktioniert die Zusammenarbeit in einer Koalition? Wie argumentiert man im Plenum?

„Mir ist es wichtig, Demokratie für junge Menschen greifbar zu machen. Uns wird in diesen Tagen vor Augen geführt, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist. Demokratie ist ein unendlich kostbares Geschenk, eine Gabe und eine Aufgabe! Keinen Tag dürfen wir diese Aufgabe liegen lassen, uns niemals auf Errungenem ausruhen. Denn die Feinde der Demokratie lassen nicht nach. Das erleben wir gerade durch den Überfall Russlands auf die Ukraine in erschreckender Deutlichkeit. Durch das Planspiel werdet Ihr die Organisation und die Arbeitsweisen des Bayerischen Landtags viel besser kennenlernen als beispielsweise über ein Schaubild im Schulbuch. Ihr werdet sehen, dass gute Argumente nicht nur im Deutsch-Aufsatz wichtig sind, sondern auch in der Politik!“, betonte Aigner.

Beim Planspiel stand die Simulation eines Gesetzgebungsprozesses anhand eines vorgegebenen fiktiven Gesetzesentwurfes im Mittelpunkt. Ein Thema aus dem Bereich der Integrationspolitik war die Spielvorlage, über welche die Schülerinnen und Schüler berieten. Referentinnen und Referenten des Centrums für angewandte Politikforschung (C.A.P.) unterstützten sie dabei. Wie im richtigen Parlamentsbetrieb erarbeiteten und diskutierten die Jugendlichen in verschiedenen Fraktionen und Ausschüssen konkrete Gesetzentwürfe, debattierten darüber im Plenum und stimmten ab. Den Abschluss des Planspiels bildete eine Diskussion mit Fachpolitikerinnen und -politikern im Bayerischen Landtag vertretener Fraktionen. So tauschten sich u.a. Sanne Kurz (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Alexander Hold (FREIE WÄHLER), Jan Schiffers (AfD), Arif Taşdelen (SPD) und Julika Sandt (FDP) intensiv mit den Schülerinnen und Schülern aus.

Bei „Der Landtag sind wir!“ handelt es sich um ein pädagogisches Angebot des Bayerischen Landtags für Schulen. Es findet in der Regel an den Schulen vor Ort statt, teilweise aber auch direkt im Bayerischen Landtag. Das Planspiel hat das Centrum für angewandte Politikforschung der LMU München 2006 im Auftrag des Bayerischen Landtags entwickelt. Etwa 70 Planspiele finden seitdem jedes Jahr in ganz Bayern statt. Die Spielvorlagen werden ständig weiterentwickelt.

-rp- Bild: Stefan Obermeier

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Schadens-
ausgleich
im Zusammenhang
mit dem G7-Gipfel

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Region Garmisch-Partenkirchen – Der G7-Gipfel vom 26. bis 28. Juni 2022 in Schloss Elmau betrifft viele Bürgerinnen und Bürger im Werdenfelser Land. Die Bayerische Polizei wolle alles dafür tun, die Bevölkerung und ihr Eigentum umfassend zu schützen. Sollte es trotz aller Vorkehrungen zu unmittelbaren, durch den Gipfel bedingte Schäden kommen, sei Sorge getragen, dass niemand „auf einem Schaden sitzen bleibt“. Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen hat diesbezüglich zur Abwicklung etwaiger Schäden, die mit dem G7-Ereignis im Zusammenhang stehen, eine zentrale Schadensausgleichstelle eingerichtet. Diese ist neben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes unter anderem auch mit Vertreterinnen und Vertretern der Versicherungskammer Bayern, aus der Land- und Forstwirtschaft sowie der Bayerischen Polizei besetzt. Mit diesem Vor-Ort-Service sei sichergestellt, dass schnell, unbürokratisch und aus einer Hand geholfen werden könne.

Ein Merkblatt mit allen Informationen zur Antragstellung sowie die Antragsformulare können derzeit unter www.lra-gap.de/de/schadensausgleich-g7-gipfel-2022.html abgerufen werden. Die Schadensausgleichstelle ist per Telefon unter 08821 / 751-606 sowie per E-Mail unter g7-schadensausgleich@lra-gap.de erreichbar. Öffnungszeiten: 20.06.2022 bis 23.06.2022, in der Zeit von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr; 24.06.2022 bis 26.06.2022 von 8:00 bis 14:00 Uhr sowie ab dem 27.06.2022 von Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 16:00 Uhr und am Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr.

Wie wird der Schadensausgleich geregelt?
Eine bereits bestehende Versicherung, die den Schaden abdeckt, ist vorrangig in Anspruch zu nehmen. Falls diese Versicherung den Schaden nicht oder nicht vollständig ersetzt, hat der Bund in Abstimmung mit dem Freistaat Bayern einen Vertrag mit der Versicherungskammer Bayern abgeschlossen, der vor allem Privatpersonen und kleine gewerbliche Betriebe im Zusammenhang mit dem G7-Gipfel zusätzlich absichert. Greift diese Versicherung des Bundes ebenfalls nicht, werden Schäden – insbesondere im Bereich der Landwirtschaft – im Rahmen einer Auffanglösung vom Freistaat Bayern beglichen.

Wie wird ein Schaden geltend gemacht?
Falls eine eigene Versicherung (Gebäude- / Hausrat- bzw. Inhaltsversicherung / Kfz-Versicherung) besteht, sollte eine umgehende Meldung des Schadens bei der eigenen Versicherung erfolgen. Desweiteren sollte eine umgehende Anzeige bzw. Meldung eines Schadens bei der Polizei (unter 08821 / 9044-2030 bzw. ab 20.06.2022 in der Schadensausgleichstelle am Landratsamt vorgenommen werden. Ferner kann eine Meldung bei der zentralen Schadensausgleichstelle beim Landratsamt Garmisch-Partenkirchen, mit einer Schadensmeldung zur bestehenden Bundesversicherung und Antragstellung für Auffanglösung des Freistaates Bayern erfolgen.

Weitere Infos zur Auffanglösung
Flur- und Aufwuchsschäden landwirtschaftlicher Betriebe werden durch Schadenschätzer des Bayerischen Bauernverbandes erfasst und bewertet. Die Koordination der Schadenschätzer erfolgt über die Schadensausgleichstelle. Für alle sonstigen Schäden seien vom Geschädigten grundsätzlich Reparaturrechnungen sowie gegebenenfalls entsprechende Gutachten vorzulegen. Kosten der Schadensermittlung werden dabei als ausgleichsfähiger Schaden anerkannt. Ausreichende Hilfestellung und Aufklärung im Detail sei in der Schadensausgleichstelle gewährleistet.

Wenn Einsatzkräfte Schäden verursachen
Sollten entgegen aller umfangreichen Vorkehrungen Einsatzkräfte – beispielsweise der Bayerischen Polizei – einen Schaden verursachen, sei ebenfalls für eine zügige Abwicklung gesorgt. Auch in diesen Fällen könnten sich die Geschädigten an die zentrale Schadensausgleichstelle wenden. Für durch Behörden in Anspruch genommene Gebäude und Flächen würden die jeweiligen vertraglichen
Vereinbarungen gelten.

-lagap-

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Kultur-
landschaftsprogramm

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Region Bayern – Die Erneuerung von bestehenden Hecken und Feldgehölzen ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt einer naturraum- und regionaltypischen biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft. Gleichzeitig werden damit die Vielfalt, Eigenheit und Schönheit eines intakten, funktionsfähigen und traditionellen Landschaftsbilds erhalten. Wiedergebaute Steinmauern unterstützen die landschaftsprägende Bewirtschaftung von Steillagen.

Im Rahmen des Bayerischen Kulturlandschaftsprogramms (KULAP) werden auch Investitionen gefördert. Wie das bayerische Landwirtschaftsministerium mitteilte, können noch bis Ende Juni Anträge für die Erneuerung von Hecken und Feldgehölzen (B49) sowie für den Wiederaufbau von Steinmauern in Weinbausteillagen (B56) gestellt werden. Die Anträge nehmen bei den Hecken und Feldgehölzen die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) entgegen, die für Steinmauern in Steillagen können bei der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) eingereicht werden. Antragsschluss ist der 30. Juni 2022. Die anfallenden Kosten übernimmt zu 80 Prozent der Freistaat Bayern. Um die verschiedenen Elemente – wie Baumreihen, Hecken oder Feldgehölze in der Landschaft bestmöglich auszuführen, anzuordnen und zu vernetzen, erfolgt an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eine Wildlebensraumberatung. Weitere Informationen sind unter www.stmelf.bayern.de/foerderwegweiser ersichtlich.

-stmelf-

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Niedriges
Einbruchsrisiko

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Region Bayern – Laut einer Sonderauswertung des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA) konnten 2021 in Bayern 955 Einbrüche mittels spezieller Sicherungstechnik verhindert werden. Dazu kommen 87 verhinderte Einbrüche aufgrund aufmerksamer Bürger, die bei verdächtigen Beobachtungen sofort reagiert und die Polizei verständigt hatten. Dadurch konnte die Polizei 37 Einbrecher festnehmen. Das Risiko, Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden, sank im vergangenen Jahr in Bayern auf 18 Fälle pro 100.000 Einwohner (2020: 32), welcher bundesweit der mit Abstand niedrigste Wert sei. Neben dem Bayerischen Landeskriminalamt bieten kriminalpolizeiliche Beratungsstellen in ganz Bayern eine umfassende und kostenlose Beratung an. Außerdem gebe es umfangreiche Fördermöglichkeiten über Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

-stmi-

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Rund
250 Millionen Euro
für Supercomputer
mit einer Trillion Rechenoperationen pro Sekunde

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Region Bayern – Der Freistaat Bayern und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ermöglichen die Beschaffung eines „Exascale“-Supercomputers am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in Garching bei München. Im Rahmen einer Bund-Länderförderung beteiligen sich beide Partner mit jeweils rund 125 Millionen Euro. „Exascale“ ist die aktuell höchste erreichbare Rechenleistung und umfasst eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde!

Neue Chancen für Wissenschaft und Technologie in Bayern
„Der Rechenbedarf am Forschungsstandort Bayern ist da. Neben der Erforschung von Schwarzen Löchern, personalisierter Medizin oder im Bereich der Umweltwissenschaften nutzen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen Höchstleistungsrechnen für ihren Erkenntnisgewinn. Wir arbeiten am LRZ bereits intensiv an neuen Technologien in unserer vom Freistaat geförderten „Future Computing“-Initiative. Jetzt setzen wir erste Erkenntnisse daraus gemeinsam mit Partnern im nächsten Supercomputer um“, so Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller, Leiter des LRZ. Der neue Rechner in Garching wird bundesweit erstmals im Rahmen einer Innovationspartnerschaft beschafft. Die Finanzierung erfolgt anteilig durch Bayern und den Bund. Die Architektur des Systems wird gemeinsam mit Technologie-Unternehmen entwickelt. In einem ersten Schritt werden bis 2023 Prototypen aufgebaut und basierend auf den Ergebnissen dann der künftige Rechner konzipiert.

Schulterschluss von EU, Bund und drei Ländern
Das Leibniz-Rechenzentrum in Garching bildet im Schulterschluss mit dem Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) und dem Jülich Supercomputing Centre (JSC), Europas leistungsfähigsten Rechenzentrumsverbund: Das „Gauss Centre for Supercomputing“ (GCS). Dieses wird gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie von den Ländern Bayern, Baden Württemberg und Nordrhein-Westfalen getragen. Alle drei Standorte sollen in den kommenden Jahren zu „Exascale“-Zentren ausgebaut werden. Geldgeber sind das BMBF, die beteiligten drei Länder sowie die europäische Supercomputing Partnerschaft EuroHPC JU (European High Performance Computing Joint Undertaking). Das Rechenzentrum Jülich in Nordrhein-Westfalen wird nach dem Förderbeschluss der EuroHPC JU als erster der drei Standorte in die Ausbauphase gehen. Weitere Informationen: http://www.lrz.de und http://www.gauss-centre.eu

-stmwk-

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Geologische
Forschung
in den Alpen
wird zur Zeitreise

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Region Bayern – Geologische Funde im Lattengebirge bei Bad Reichenhall erzählen vom weltweiten Aussterben der Dinosaurier: Gleich zwei einschneidende Ereignisse ereilten die Dinosaurier vor rund 66 Millionen Jahren. Das legen auch Gesteinsschichten an einem abgelegenen Ort in dem Bayerischen Alpengebirge nahe. Bereits 2015 begannen Wissenschaftler des Geologischen Dienstes am Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU), im Wasserfallgraben im Lattengebirge nach einer ganz bestimmten Schicht zu suchen. In diesem Graben wurde zu Beginn der 1960er Jahre anhand von Mikrofossilien eine durchgehende Abfolge vom Zeitalter der Oberkreide bis ins Tertiär nachgewiesen. Auch entdeckte man in den Kalk- und Mergelsteinen eine auffällige Lage, die auf ein Aussterbeereignis zurückgeführt wurde.

Dank im Laufe der Jahre weiterentwickelter Untersuchungsmethoden lassen sich jetzt detaillierte Aussagen zur Abfolge der Ereignisse treffen, wie Dr. Roland Eichhorn, Leiter des Geologischen Dienstes im LfU, nach Abschluss der Forschungsarbeiten erläuterte: “In einer nahezu senkrechten Steilwand entdeckten die LfU-Geologen in 1200 Metern Höhe versteinerte Spuren dieser Geschehnisse: Zum einen eine winzige weiße Ablagerungsschicht mit Asteroidenstaub, zum anderen dünne Lagen mit vulkanischem Staub.” Bayerns heutiger Fundort befand sich vor 66 Millionen Jahren tief unter Wasser an einer ganz speziellen Stelle auf dem Erdball – genau zwischen Mexiko und Indien. Deshalb rieselte dort sowohl Staub vom Asteroideneinschlag in Mexiko als auch vom Vulkanausbruch in Indien herunter. Die versteinerten Meeresablagerungen blieben bis heute erhalten.

Hinzugezogene Experten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen vermuten, dass der Einschlag des Asteroiden so gewaltig war, dass die Schockwellen den gesamten Erdball durchdrangen und auf der gegenüber liegenden Seite des Globus, in Indien, gewaltige Vulkanausbrüche auslösten und verstärkten. Beide Ereignisse schleuderten so viel Staub in die Luft, dass die Sonne verdunkelte und die Welt abkühlte – die Dinosaurier und viele weitere Tierarten an Land und im Meer überlebten das nicht. Die versteinerten Ablagerungen mit den Staubschichten wurden auf einer Länge von 1,2 Metern aus der Steilwand gesägt. Sie werden derzeit aufwändig präpariert, um künftig in Museen ausgestellt zu werden. Weitere Informationen: https://www.lfu.bayern.de/geologie/geologie_bayerns/regionale_geologie/kreide_tertiaer_grenze/index.htm

-stmuv-

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Ausgleichs-
zahlungen
für abgeschaffte
Straßenausbaubeiträge

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Region Bayern – Nach dem Wegfall der Straßenausbaubeiträge erhalten die bayerischen Kommunen jährlich 85 Millionen Euro in Form von „Straßenausbaupauschalen“. Im Jahr 2022 stehen für die Pauschalen – über den regulären Etat hinaus – zusätzlich 40 Millionen Euro zur Verfügung. Langfristig werden die Pauschalen auf 150 Millionen Euro anwachsen. Diese staatlichen Finanzmittel sind weit mehr, als die ca. 55 Millionen Euro, welche die Gemeinden im Zehnjahreszeitraum vor dem Wegfall der Straßenausbaubeiträge durchschnittlich pro Jahr vereinnahmt hatten.

Die Straßenausbaupauschalen sind Teil des kommunalen Finanzausgleichs im Freistaat, der 2022 ein Volumen von über 10,5 Milliarden Euro aufweist. Die Pauschalen werden allen Städten und Gemeinden nach dem Verhältnis ihrer Siedlungsflächen gewährt. Der Mindestbetrag beträgt 10.000 Euro.

-stmfh-

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Prix Jeunesse International 2022
Auszeichnung
für die weltweit
besten Kinder-
und Jugendprogramme im TV

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Kürzlich wurden im Münchner Volkstheater die begehrten Trophäen des weltweit größten Fernsehwettbewerbs „PRIX JEUNESSE“ – für herausragende Kinder- und Jugend-TV-Programme verliehen. Dabei gingen fünf Preise an deutsche Sendungen: Das ZDF-Drama „@Kalinka08 – Melde Dich bitte“ und die im rbb ausgestrahlte Produktion „Maxim – Der Grösste“ gewannen in der Hauptkategorie der Programme für 7- bis 10-Jährige. Die Folge „Nina kämpft! Gegen Plastikmüll“ der SWR-Serie „Wenn nicht du, dann wir!“ erhielt den UNICEF Sonderpreis.

Bei der Präsenzveranstaltung im Bayerischen Rundfunk kamen mehr als 200 internationale Kinderfernseh-Experten und -Expertinnen zusammen, um unter dem Motto „Listen to Kids TV – The Power of Sound“ über Qualitätsstandards in diesem Genre zu diskutieren. Circa 400 Kinderfernsehschaffende weltweit nahmen außerdem an der Online-Variante des Festivals teil.

Keine Jury – die Festivalteilnehmer entschieden
Die Preisverleihung war der feierliche Abschluss des Treffens. Eine Besonderheit beim PRIX JEUNESSE INTERNATIONAL: Es gibt keine Jurys, die hinter verschlossenen Türen tagen. Die Festivalteilnehmer aus aller Welt stimmten in den Hauptkategorien gemeinsam über die Gewinner ab.

Fünf Preise für das deutsche Kinderfernsehen
Das deutsche Kinderfernsehen war in diesem Jahr mit fünf Preisen äußerst erfolgreich, davon zwei in den Hauptkategorien des Wettbewerbs. So überzeugte das ZDF die internationalen Kinderfernseh-Experten und – Expertinnen mit dem Drama „@Kalinka08 – Melde Dich bitte“. Darin berichtet ein Mädchen anonym über häusliche Gewalt. Anlass für das Drama waren die besorgniserregenden Berichte über zunehmende Gewalt während der pandemiebedingten Lockdown-Phasen.

Sonderpreis der UNICEF-Jury
Die Episode „Nina kämpft! Gegen Plastikmüll“ der neuen SWR-Serie „Wenn nicht du, dann wir!“ erhielt den Sonderpreis der UNICEF-Jury sowie auch den ersten Preis in der Sparte „Non Fiktion“ der deutschen Kinderjury in der Kategorie 7 bis 10 Jahre. Der Film zeigt, wie sich ein indonesisches Mädchen dagegen wehrt, dass ihr Land als Müllkippe westlicher Länder missbraucht wird. Beide Filme wurden auch von der deutschen Kinderjury des PRIX JEUNESSE INTERNATIONAL jeweils mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Ebenfalls einen Hauptpreis in der Kategorie 7 bis 10 Jahre Sparte „Non-Fiktion“ erhielt die bewegende Dokumentation „Maxim – Der Grösste“ aus der Reihe „Schau in meine Welt“, ausgestrahlt vom RBB und ins Festival eingereicht von der Produktionsfirma. Die Episode erzählt von einem russischen Jungen, der bei einem Unfall beide Beine verloren hat. Maxim aber gibt nicht auf, widmet sich leidenschaftlich dem Skateboard-Fahren und meistert seinen Alltag.

97 Sendungen in der Finalrunde
Zum aktuellen PRIX JEUNESSE-Wettbewerb wurden insgesamt 394 Programme aus 58 Ländern eingereicht. Ein internationales Vorauswahlkomitee hatte 97 Sendungen für die Finalrunde ausgewählt. Der PRIX JEUNESSE INTERNATIONAL gilt als der angesehenste Preis in der internationalen Kinderfernsehszene. Er wird seit 1964 alle zwei Jahre beim Bayerischen Rundfunk verliehen. Gefördert wird das Festival vom Bayerischen Rundfunk, dem Freistaat Bayern, der Landeshauptstadt München, dem ZDF und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM). Weitere Informationen zum Wettbewerb unter www.prixjeunesse.de

-br-

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Bayerische
Wasserstoff-
Delegation
besucht
Chile und Kolumbien

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Ein wichtiger Baustein der bayerischen Wasserstoffstrategie sind internationale Partnerschaften mit künftigen Lieferanten von „grünem Wasserstoff“. Aus diesem Grund besucht eine bayerische Wasserstoff-Delegation – mit Vertretern aus Wirtschaft, Forschung und Politik – vom 20. bis 24. Juni 2022 Chile und Kolumbien. Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert wird am 22. Juni in Kolumbien zur Delegation stoßen und u.a. in Bogotá Energieminister Diego Mesa treffen.

Weigert: „Grüner Wasserstoff ist die Schlüsselressource bei der Transformation unserer Wirtschaft hin zu Klimaneutralität. Wir werden in Bayern in absehbarer Zeit große Mengen des klimafreundlichen Energieträgers benötigen und trotz des Ausbaus der erneuerbaren Energien nicht alles selbst produzieren können. Deshalb besuchen wir Chile und Kolumbien. Beide Länder verfolgen ambitionierte Wasserstoffstrategien und haben ein beeindruckendes Potenzial für die Erzeugung von grünem Wasserstoff. Auf unserer Reise wollen wir strategische Technologiepartner kennenlernen, mit denen wir künftig gemeinsam in Sachen „Grüne Wasserstoffwirtschaft“ arbeiten. Dazu werden wir bayerische Hightech-Lösungen für die Herstellung, den Transport und die Anwendung von grünem Wasserstoff präsentieren und bereits jetzt über den künftigen Import aus Lateinamerika nach Deutschland und Bayern sprechen.“ Im Fokus steht auch die Vernetzung bei Forschung und Entwicklung.

Aus der Wissenschaft nehmen u.a. der Vorstand des Bayerischen Wasserstoffzentrums H2.B, Prof. Dr. Peter Wasserscheid, der Rektor des TUM Campus Straubing, Prof. Dr. Volker Sieber, sowie der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC in Würzburg, Prof. Dr. Gerhard Sextl, an der Reise teil.

In Santiago de Chile empfängt Energieminister Claudio Huepe Minoletti die bayerische Wasserstoff-Delegation, zu der auch die Landtagsabgeordneten Benjamin Miskowitsch (CSU) und Florian von Brunn (SPD) gehören. Ebenso steht der Besuch des 2021 in Betrieb gegangenen Solarthermie-Kraftwerks „Cerro Dominador“ in der Atacama-Wüste auf dem Programm. In Kolumbien wird Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert mit Energieminister Diego Mesa die Potenziale der Wasserstoffökonomie für beide Staaten erörtern. Darüber hinaus findet ein Austausch mit Vertretern der nationalen Energieunternehmen Ecopetrol und Grupo Energia Bogotá statt.

Bayern und Chile unterhalten eine enge Kooperation in vielfältigen Bereichen wie erneuerbare Energien und Klimaschutz. Aktuell tritt in der Zusammenarbeit die grüne Wasserstoffwirtschaft immer stärker in den Fokus. Als erstes Land in Lateinamerika hat Chile 2020 seine Strategie für grünen Wasserstoff vorgestellt. Ziel ist, bis 2030 den weltweit günstigsten grünen Wasserstoff herzustellen und zu den größten Exporteuren zu zählen. Chile hat ideale natürliche Voraussetzungen für die Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Quellen. Die Atacama-Wüste im Norden ist eine der Gegenden mit der stärksten Sonneneinstrahlung weltweit und auf einer Küstenlänge von über 6.000 Kilometern tritt Wind in einer Intensität auf, die oft nur auf dem Meer erreicht wird.

Eine Studie der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit schätzt das Potenzial für erneuerbare Energieträger auf 1.800 Gigawatt. Das ist 75 Mal mehr, als der gesamte Strombedarf Chiles. Wie Chile will sich auch Kolumbien mit einer Reihe von Maßnahmen als Vorreiter für Wasserstoff in der Region positionieren. Grundlage ist die im September 2021 veröffentlichte „Hydrogen Roadmap“. Im März wurde das erste Pilotprojekt des Landes gestartet. Das staatliche Ölunternehmen Ecopetrol produziert in seiner Raffinerie in Cartagena grünen Wasserstoff. Ferner kündigte der viertgrößte Ölproduzent Lateinamerikas an, sich verstärkt auf geothermische Energie und Wasserstoff zu fokussieren, um die Abhängigkeit des Landes von fossilen Brennstoffen zu verringern. Das Interesse in Kolumbien an einer engen Zusammenarbeit mit internationalen Akteuren ist groß.

-stmwi-

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Verknüpfung
digitaler
und analoger Lehre

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Region Bayern – Das Bayerische Wissenschaftsministerium und die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw) legen mit „NewNormal“ ein 1,2 Millionen Euro schweres Förderprogramm zum Ausbau der Verzahnung analoger und digitaler Lehr- und Lernformate auf. „Digital und analog – nicht digital oder analog – ist das neue Normal! Die Corona-Pandemie war für die Hochschulen eine Herausforderung, die sie schnell als echte Chance begriffen haben. Sie sind zum Reallabor für digitale Lehre geworden und haben clevere Lehr- und Lernformate entwickelt. Den dadurch entstandenen Innovationsschub pushen wir weiter. Wir wollen das kreative didaktische Potential der Hochschulen nutzen. Eine Förderung soll echte Zukunftskonzepte für die Lehre von morgen unterstützen“, betonte der bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ergänzte: „Die Pandemie hat der Digitalisierung besonders in den bayerischen staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Universitäten einen enormen Schub verliehen. Diesen müssen wir nun nutzen, die gesammelten Erfahrungen mit der digitalen Bildung weiterentwickeln und als „New Normal“ in der Lehre konstruktiv und zukunftsgewandt verankern. Außerdem müssen die digitalen Kompetenzen von Dozierenden und Studierenden als zentrale Fähigkeiten gefördert werden. Nur so bleiben die Hochschulen fit für die Zukunft. Darum hat die vbw gemeinsam mit dem Wissenschaftsministerium dieses innovative Projekt mit voller ideeller und materieller Unterstützung ins Leben gerufen.“

Die digitalen Errungenschaften der letzten Jahre sollen dauerhaft in die Lehre an den Hochschulen integriert werden und die Präsenzlehre klug ergänzen. Das Förderprogramm unterstützt die Hochschulen dabei, die Verzahnung digitaler und analoger Elemente zur gängigen Lehr- und Lernpraxis werden zu lassen. Die Ergänzung der Präsenzlehre um innovative Lehr- und Lernformate wird in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen, da die sinnvolle Nutzung digitaler Tools zur Stärkung der Kompetenzorientierung beiträgt und sich an den Bedürfnissen der Studierenden und Lehrenden orientiert.

In den Jahren 2022 bis 2025 werden drei Projektrunden aufgelegt, in denen jeweils vier Hochschulen für zwölf Monate mit maximal 100.000 Euro gefördert werden. Antragsberechtigt sind alle staatlichen bayerischen Universitäten und Hochschulen sowie die kirchlichen Hochschulen. Die erste Projektrunde startete im Mai mit folgenden vier Projekten: TH Deggendorf: THDKomPort – Hybride Portfolios als kompetenzorientierte Prüfungsform; FAU Erlangen-Nürnberg: INKULT – Inkubator für Lehrinnovationstransfer und neue Lernkultur; TU München: Kompetenz- und Bedarfsoptimierte Lehrstrategie; TH Nürnberg: Lehrlabor³ – Ein Programm zur teambasierten Lehrentwicklung in der Hochschulbildung.

-stmwk-

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Finanzspritze
für 9-Euro-Verkehr

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Region Bayern – Seit dem 1. Juni 2022 gilt im ÖPNV bundesweit das 9-Euro-Ticket. Vor allem im Wochenend- und Ferienverkehr war ein großer Ansturm zu beobachten. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter will das Bahn-Chaos deswegen mit Mitteln aus Bayern abmildern: „Der Freistaat gibt jetzt freiwillig Geld aus, um auf beliebten Strecken mehr Züge und Verbindungen anzubieten. Das „9-Euro-Ticket“ geht zu Lasten eines nachhaltigen Ausbaus des ÖPNV-Angebots. Trotzdem sollen nicht die Fahrgäste den teuren Aktionismus ausbaden müssen und damit die Lust am ÖPNV verlieren. Die Ressourcen sind begrenzt, sowohl beim Personal, als auch bei den Fahrzeugen. Trotzdem tun wir, was wir können, damit aus dem günstigen Ticket kein dauerhaftes 9-Euro-Chaos wird.“

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die im Auftrag des Freistaats den Regional- und S-Bahnverkehr in Bayern plant, finanziert und kontrolliert, arbeitet eng mit den Verkehrsunternehmen zusammen, um passgenau dort aufzustocken, wo Verbindungen besonders gefragt sind und ein zusätzliches Angebot realistisch umsetzbar ist. Das gilt auch für Verbindungen in andere Bundesländer, auf denen mit einem hohen Fahrgastaufkommen zu rechnen ist. Dort können die geplanten zusätzlichen Leistungen nun zusammen mit den Aufgabenträgern der Nachbarbundesländer bestellt werden. Mit den zusätzlichen Mitteln des Freistaats Bayern soll mit Maßnahmen wie Verstärkungen einzelner Züge geschaffen werden.

-stmb- Bild: am

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Mathematik-
Olympiade

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Glänzender Erfolg für die bayerischen Nachwuchsmathematikerinnen und -mathematiker: Auch in diesem Jahr waren beim bundesweiten Finale der Mathematik-Olympiade drei Vertreter aus dem Freistaat ganz vorne mit dabei. Tina Ding aus Kempten, Christian Liu aus München und Samuel Meyer aus Ingolstadt gehören zu den 14 Schülerinnen und Schülern, die eine Goldmedaille erhalten und sich damit automatisch für den Auswahlwettbewerb zur Internationalen Mathematik-Olympiade (IMO) 2023 in Japan qualifiziert haben.

Die Mathematik-Olympiade ist ein bundesweiter Wettbewerb, an dem jährlich rund 180.000 Schülerinnen und Schüler von Klasse 3 bis 13 teilnehmen. Unter Klausurbedingungen müssen die Nachwuchsmathematiker logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und den kreativen Umgang mit mathematischen Methoden unter Beweis stellen. Nur wer auf Schul-, Regional- und Länderebene überzeugt, schafft den Sprung in die Bundesrunde, die jedes Jahr in einem anderen Bundesland – unter der Schirmherrschaft des jeweiligen Ministerpräsidenten – stattfindet. Die erfolgreichsten Teilnehmer qualifizieren sich ferner für den Auswahlwettbewerb zur Internationalen Mathematik-Olympiade (IMO). Weitere Informationen unter www.mo2022.de.

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20 Millionen Euro
für Quantenprofessuren

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Region Bayern – Die Universitäten in Augsburg, Würzburg, Erlangen-Nürnberg und München sowie die Technischen Hochschulen in Regensburg und Nürnberg erhalten rund zwanzig Millionen Euro Fördermittel, damit sie ihr Profil in den Quantenwissenschaften und Quantentechnologien weiter stärken können. Das neue Programm zur Stärkung von Quantenprofessuren ist eine von mehreren Maßnahmen der „Hightech Agenda Bayern“, mit denen der Freistaat seine Hochschulen dabei unterstützen will, noch mehr hervorragend ausgebildete Professorinnen und Professoren für Forschung und Entwicklung am Wissenschaftsstandort Bayern zu gewinnen. Insgesamt investiert der Freistaat über die „Hightech Agenda“ rund 300 Millionen Euro in die Quantenwissenschaften und -technologien. Herzstück ist die Initiative „Munich Quantum Valley“ (MQV), ein Zusammenschluss von Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), Technischer Universität München (TUM), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Bayerischer Akademie der Wissenschaften (BAdW), Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Fraunhofer-Gesellschaft und Max Planck-Gesellschaft (MPG). Das „Munich Quantum Valley“ verfolgt das primäre Ziel, ein Zentrum für Quantencomputing und Quantentechnologien einzurichten, das Industrie und Wissenschaft in diesen Zukunftsbereichen zusammenführen soll. Hier sollen vor allem die Grundlagenforschung und die Entwicklung von Basistechnologien gefördert sowie Quantencomputer entwickelt, gebaut und betrieben werden. Zusätzlich wollen die beteiligten Universitäten und Forschungseinrichtungen einen Quantentechnologiepark errichten, um die Forschungskapazitäten zu bündeln und die schnelle Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktreife Produkte zu forcieren. Nicht zuletzt hat sich das „Munich Quantum Valley“ auch zum Ziel gesetzt, die wissenschaftliche Qualifizierung und Weiterbildung einer neuen Generation von Forscherinnen und Forschern aus den Bereichen Naturwissenschaften, Ingenieurswissenschaften und Informatik mit dem Schwerpunkt Quantentechnologien voranzutreiben. Weitere Informationen: Munich Quantum Valley

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KW 24 – 2022
13.-19.06.2022

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Filmfest
München
2022

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Region München – Das „39. Filmfest München“ kehrt mit 120 Filmpremieren und vielen internationalen Gästen in die Kinos der Stadt zurück. Alba Rohrwacher erhält den „CineMerit Award“, Doris Dörrie wird mit einer Hommage geehrt. Der neu eingeführte internationale Wettbewerb „CineRebels“ wird zur Plattform für filmische Innovation und entfesselte Kreativität. Auch sonst sind Aufbruch und Ausbruch, das „Sich-Ausleben-Wollen“ die Impulsgeber eines aufregenden Filmjahrgangs.

Endlich wieder gemeinsam Film feiern: Das „Filmfest München“ zeigt vom 23. Juni bis 2. Juli insgesamt 120 Filme aus 52 Ländern, davon 35 Weltpremieren. In drei internationalen Wettbewerben finden sich erneut etliche Highlights aus dem gerade erst zu Ende gegangenen Festival de Cannes. Auch „Corsage”, der bereits verkündete Eröffnungsfilm des „Filmfest München“, sorgte in Cannes für Furore. So wurde insbesondere Hauptdarstellerin Vicky Krieps für ihre schauspielerische Leistung ausgezeichnet. Ort der feierlichen Filmfest-Eröffnung ist die Isarphilharmonie im Gasteig HP8, die für diesen Abend zum größten Kinosaal Münchens wird.

Frisch aus Cannes kommt auch „Leila’s Brothers“, in dem der Iraner Saeed Roustaee einen familiären Überlebenskampf in einem durch westliche Sanktionen wirtschaftlich geschwächten und von Korruption zerfressenen Iran inszeniert. Der französische Schauspielstar Benoît Magimel brilliert als widersprüchlicher Kommissar in „Pacifiction“ des anarchischen Regiemeisters Albert Serra. „Acht Berge“ – Regie: Charlotte Vandermeersch und Felix van Groeningen – sei eine zärtliche, zutiefst menschliche Verfilmung des Romans von Paolo Cognetti um eine in der spektakulären Natur der westlichen Alpen geknüpfte Freundschaft. Der große Humanist des Weltkinos, Hirokazu Kore-eda, kehrt mit dem meisterhaften „Broker “ zurück, welcher in Cannes ebenfalls mit dem Preis für die beste
schauspielerische Leistung ausgezeichnet wurde.

Bemerkenswert ist die starke Präsenz von Regisseurinnen im Programm. Im Wettbewerb „CineVision“ sind 70 Prozent der Regiearbeiten von Frauen, im „Neuen Deutschen Kino“ sind es 60 Prozent. Diese Filmemacherinnen erzählen sehr oft Geschichten über Frauen. Auch in den „CineMasters“, wo neben Marie Kreutzers ungemein moderner Neuinterpretation der historischen „Kaiserin Elisabeth“ auch Emily Atefs neueste Regiearbeit „Mehr denn je“ im Wettbewerb läuft – ebenfalls mit Krieps sowie dem zu Beginn des Jahres tragisch verstorbenen Gaspard Ulliel in den Hauptrollen. Charlotte Wells mit „Aftersun“ sowie Riley Keough und Gina Gammell mit “War Pony” liefern in „CineVision“ zwei der aufregendsten und eindrücklichsten Regiedebüts des Jahrgangs.

„Endlich können wir wieder das ganze Spektrum des Filmschaffens feiern, vom filigranen Experiment bis zum überraschenden Blockbuster, vom politischen Kino bis zur außergewöhnlichen Unterhaltung. Der neue „CineRebels“-Wettbewerb ist ein weiterer Ausdruck dafür, genau wie die vielfältigen Themenschwerpunkte zu „Olympia ’72“ oder „Body Horror“. Dass sich dabei zugleich das Spektrum der Filmschaffenden international wie national immer weiter auffächert, freut uns besonders”, betonte Christoph Gröner, der künstlerische Leiter des Filmfests München.

-am-

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72. Heimattag
der Siebenbürger Sachsen

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Region Bayern – Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat beim „72. Heimattag der Siebenbürger Sachsen“ in Dinkelsbühl den großen Beitrag der Vertriebenen und Aussiedler in ihrer neuen bayerischen Heimat gewürdigt: “Sie haben mit ihrem Fleiß, ihrem Können und Ehrgeiz ganz entscheidend zum Aufbau Bayerns beigetragen. Seit Jahrzehnten gestalten sie unser Land mit und bereichern es mit ihrer Kultur. Dabei haben sie ihre Wurzeln in der alten Heimat bewahrt.” Hiervon zeugten eine Vielzahl von Trachtengruppen, Chören, Blaskapellen und Theatergruppen. Die „Siebenbürger Sachsen“ seien echte Brückenbauer zwischen ihrer alten Heimat in Rumänien und ihrer neuen in Bayern. “Sie leben uns auf vorbildliche Weise vor, was Heimat ausmacht und warum wir sie in der heutigen Zeit mehr denn je brauchen,” so Herrmann.

Das Engagement der „Siebenbürger Sachsen“ in ihrer alten Heimat werde etwa beim Erhalt der dortigen Kulturlandschaft durch Renovierung von Kirchen und Burgen deutlich. Herrmann bekräftigte auch das klare Bekenntnis des Freistaates zu den Vertriebenen und ihrem Schicksal: “Die Bayerische Staatsregierung war und ist ein verlässlicher Partner der Heimatvertriebenen.” Zur Stärkung des kulturellen Erbes fördere der Freistaat etwa das Kulturwerk der „Siebenbürger Sachsen“ in München. Aber auch im Hinblick auf die rentenrechtliche Benachteiligung setze sich Bayern weiter für eine gerechte Lösung ein.

-stmi-

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Tag der
offenen Tür
im Caritas Kinderdorf
Irschenberg

Großes Sommerfest zum 50-jährigen Jubiläum

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Region Miesbach – Das Caritas Kinderdorf in Irschenberg feiert seinen 50. Geburtstag. Dazu lädt es am Samstag, 25.06.22 mit einem großen Sommerfest für die ganze Familie ein. Neben Tombola, Trampolin, Hüpfburg, Kletterturm, Spiel- und Kreativstationen erwarten die Besucher ab 11:00 Uhr u.a. musikalische Unterhaltung, Spezialitäten vom Grill sowie Kaffee und Kuchen zu familienfreundlichen Preisen. In der Zeit von 13:00 bis 16:00 Uhr haben interessierte Gäste beim „Tag der offenen Tür“ die Möglichkeit, bei einer Führung durch das Kinderdorf das Haus einer Kinderdorffamilie und die heilpädagogische Tagesstätte zu besichtigen und dabei mehr über die Arbeit vor Ort zu erfahren. Um den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, wird ein Shuttle Service angeboten. Weitere Informationen: kinderdorf.de

-am- Bild: Florian Lintz

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Etappen-
eröffnung
des neuen „Zisterzienserwegs“

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Region Bamberg – Unlängst wurde im Rahmen eines Festakts in Ebrach ein neuer „Europäischer Fernwanderweg“ eröffnet. „2018 haben wir den Wunsch nach einem Zisterzienserweg formuliert, der als Teil der Bewerbung um das Europäische Kulturerbe-Siegel nun Wirklichkeit wird. Auf den Spuren der „weißen Mönche“ verbindet der Weg heute wieder die Menschen von 17 Zisterzienserlandschaften und führt auf gut 5.000 Kilometern von den Klosterstätten des Netzwerks „Cisterscapes – Cistercian landscapes connecting Europe“ hin zum Ursprungskloster des Ordens Cîteaux“, erklärte Johann Kalb, Landrat des Landkreises Bamberg in seiner Festrede. Der Landkreis Bamberg ist Träger und Initiator des Projekts der transnationalen Bewerbung um das Siegel.

An der Enthüllung des neu gestalteten Informations-Portals zum „Zisterzienserweg“ vor der Abteikirche nahmen u.a. Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz in Vertretung für den Freistaat Bayern, Cisterscapes-Partner aus Deutschland, Polen, Slowenien und Tschechien, Vertreter aus Kirche und Politik, neben Fördergebern und zahlreiche weitere Gäste aus der Region teil. Den kirchlichen Segen erteilten Pfarrer Albert Müller aus Ebrach und Pastorin Birgit Birth aus dem Partnerkloster Loccum in Niedersachsen, die auch die ökumenische Festandacht gemeinsam gestalteten.

Durch die Klosterlandschaft Ebrach, die heute insgesamt fünf Landkreise umfasst, verläuft der „Zisterzienserweg“ auf insgesamt 130 Kilometern. Ausgehend von der „Zisterze Ebrach“ zu den Amtshöfen in Oberschwappach und Sulzheim, in Richtung Südwesten über die ehemaligen klösterlichen Weingüter in Mainstockheim bei Kitzingen. Entlang der Strecke finden Wanderfreudige zahlreiche beeindruckende Natur- und Kulturschätze, die auf die Ebracher Mönche zurückgehen. Der gesamte Zisterzienserweg orientiert sich an den Klosterlandschaften des Netzwerkes „Cisterscapes“, führt aber auch zu vielen weiteren spannenden Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke, durch besonders ursprüngliche Landschaften voller regionaler Spezialitäten und architektonischer Schätze, in denen man die Prägung durch die „weißen Mönche“ mit allen Sinnen entdecken kann.

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Der Auftaktveranstaltung in Ebrach folgen bis 2024 Teilstreckeneröffnungen in den Partnerstätten. Die nächste Strecke eröffnet „Kloster Vyšší Brod“ in Tschechien. Landrat Johann Kalb übergab dazu den tschechischen Partnern einen Wanderstock aus Eberesche, der symbolisch an die jeweils nächsten Klöster weitergegeben werden soll.

Weitere Informationen und die GPX-Daten des Zisterzienserwegs sind unter www.cisterscapes.eu oder www.outdooractive.com in der Rubrik „Fernwanderwege“ ersichtlich. Das Projekt „Cisterscapes – Cistercian landscapes connecting Europe“ wird durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), durch die Stiftung der Sparkasse Bamberg zur Förderung von Kunst, Kultur und Denkmalpflege, die Oberfrankenstiftung sowie das Erzbistum Bamberg, das Bistum Würzburg und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege gefördert. Kooperationsmittel kommen auch aus den Partner-Landkreisen Haßberge, Kitzingen, Lichtenfels, Neustadt/Aisch, Schweinfurt und Tirschenreuth sowie aus den Städten Lichtenfels und Waldsassen.

laba- Bilder: laba

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Internationaler
Jugendaustausch
mit der Türkei

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Region Wunsiedel im Fichtelgebirge – Das bewährte Ferienangebot der Kommunalen Jugendarbeit startet nach Corona wieder durch. In einer Zeit, die geprägt ist von internationalen Krisen und in welcher in einer immer stärker globalisierten Welt interkulturelle Kompetenzen immer wichtiger werden, bietet die Kommunale Jugendarbeit des Kreisjugendamtes Wunsiedel wieder eine Begegnungs-und Studienreise in die Türkei an. Die Fahrt dauert 14 Tage, und zwar vom 13. bis 27. August 2022. Sie führt in die Partnerregion Torbali, an der Westküste der Türkei, 40 Kilometer südlich von Izmir gelegen. Torbali ist eine eher ruhige, nicht touristische Stadt. Mit Hilfe der türkischen Stadtverwaltung wird für die deutschen Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm organisiert. Die Teilnehmenden können türkische Jugendliche, Alltag und Kultur kennen lernen und nebenbei auch Einblicke in die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung des Landes erhalten. Schon seit 1985 reisen Jugendgruppen aus dem Landkreis Wunsiedel nach Torbali und seit 2006 besteht zwischen den beiden Regionen eine offizielle Partnerschaft.

Die jugendlichen Reisenden wohnen in einem Unterkunftshaus in der städtischen Schwimm- und Freizeitanlage von Torbali. Es stehen Begegnungen, Besichtigungen und Ausflüge auf dem Programm – beispielsweise zu antiken Ausgrabungsstätten, zu Moscheen und Basaren, Nationalparks und Grotten oder eine ganztägige Bootsfahrt im ägäischen Meer. Weitere Infos: www.landkreis-wunsiedel.de

-lawun- Bild: lawun

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Sortenreine
Edelbrände
aus dem Alpenvorland
erfolgreich bei bayernweiter Prämierung

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Region Bayern – Im Rahmen des Projektes „Apfel-Birne-Berge“, das sich seit 2015 um den Erhalt von vergessenen Obstsorten im oberbayerischen Alpenvorland kümmert, wurden in den vergangenen Jahren mit ehrenamtlicher Unterstützung von zehn Brennereien aus der Region Verwertungsversuche mit sortenreinem Edelbrand durchgeführt. In diesem Zusammenhang wurden bisher 21 Brände hergestellt, jeweils aus den Früchten nur eines einzigen Baumes. Elf davon wurden nun bei einem bayernweiten, in zweijährigem Turnus stattfindenden Wettbewerb eingereicht und konnten dort überzeugen.

Das Projektteam von „Apfel-Birne-Berge“ und die teilnehmenden Brennereien freuten sich bei der Prämierungsfeier im „Brauereigasthof Hotel Aying“ in Aying über insgesamt drei Gold- und sieben Silbermedaillen. Damit konnte gezeigt werden, dass die verwendeten Birnensorten – oftmals sehr kleinfrüchtig, wenig haltbar und aufgrund hoher Gerbstoffgehalte „rass“ im Geschmack – sich dennoch in hervorragender Weise für die Herstellung von sortenreinen Bränden eignen und dabei mit einer überraschenden Geschmacksvielfalt aufwarten können. Die Auszeichnungen gelten aber nicht nur den Sorten, sondern auch der herausragenden handwerklichen Verarbeitung durch die teilnehmenden Brenner.

Die Medaillen erhielten folgende Brennereien:
* „Haus’s Brennerei“ aus Holzkirchen: Silber für die „Haferbirne“ aus der Gemeinde Weyarn im Landkreis Miesbach.
* „Edeldestillerie Hartmannsegger“ aus Sachsenkam: Gold für die „Kastenbirne“ aus der Gemeinde Wessobrunn im Landkreis Weilheim-Schongau.
* „Brennerei Stocker“ aus Tattenhausen: Silber für die „Frauenbirne“ aus der Gemeinde Tuntenhausen im Landkreis Rosenheim.
* „Hofbrennerei beim Graz’n“ aus Geiging: Dreimal Silber für die „Frauenbirne“ aus der Gemeinde Frasdorf im Landkreis Rosenheim und für eine unbekannte Sorte, die regional als „Pöllauer Hirschbirne“ bezeichnet wird, aus Schönau im Landkreis Berchtesgadener Land sowie für die „Muskatellerbirne“ aus der Gemeinde Rohrdorf im Landkreis Rosenheim.
* „Obstverwertungsgenossenschaft mit Dampfbrennerei“ aus Prien am Chiemsee: Zweimal Gold für die „Honigbirne“ aus der Gemeinde Bernau im Landkreis Rosenheim und die „Jakobibirne“ aus der Gemeinde Valley im Landkreis Miesbach und einmal Silber für die „Semmelbirne“ aus der Gemeinde Rohrdorf im Landkreis Rosenheim.
* „Edeldestillerie Schneiderhauser“ aus Huglfing: Silber für eine namenlose Birnensorte aus der Gemeinde Peißenberg im Landkreis Weilheim-Schongau.

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Andreas Franzl, Vorsitzender des Südostbayerischen Verbandes der Obst- und Kleinbrenner, zeigte sich auf der Prämierungsfeier sehr zufrieden: „Insgesamt nahmen 127 Betriebe aus ganz Bayern teil, die 546 Proben einreichten. Wir freuen uns, dass wir 259 Gold-, 215 Silbermedaillen und darüber hinaus 41 Prämierungen vergeben konnten. Das zeigt, welch hohe Qualität unsere Mitglieder anbieten. Jede Auszeichnung ist ein Qualitätssiegel, an dem sich der Kunde orientieren kann. Wir alle haben uns in der schwierigen Zeit auf unsere Produkte konzentriert und überlegt, was man verbessern kann. Wir stehen für Regionalität und Qualität.“ Angela Inselkammer, Wirtin des „Brauereigasthof Hotel Aying“ in Aying und zugleich auch Vorsitzende von DEHOGA Bayern, bot den Brennern eine Kooperation mit den bayerischen Wirten an und berichtete von einem großen Projekt, das die heimischen Wirte noch stärker mit regionalen Herstellern vernetzen soll.

Eine der wichtigsten Merkmale eines sehr guten Produktes sei, dass die Schärfe des Alkohols zu keiner Zeit heraussticht. Nur so könnten die vielfältigen Aromen der verarbeiteten Früchte optimal wahrgenommen werden. Der Weg zum hochprozentigen Obstgenuss sei ein langer. Die bayerischen Obst- und Kleinbrenner erhalten und pflegen Streuobstwiesen und mit ihnen auch die teils in Vergessenheit geratenen alten Sorten. Für einen Brand wird eine große Menge – mindestens 100 Kilogramm – vollreifer und einwandfreier Früchte und viel Zeit für das Nachreifen der Früchte, den Gärprozess und das Reifen des fertigen Produktes im Lager benötigt. Aus einer Tonne einwandfreier Früchte können rund 36 Liter Edelbrand hergestellt werden. Je länger der Edelbrand lagert, desto intensiver und samtiger wird sein Geschmack.

Wer selbst besondere Sorten für die Herstellung besonderer Edelbrände pflanzen möchte, kann über das Projekt „Apfel-Birne-Berge“ künftig Jungbäume beziehen. Ab 2023 werden insgesamt rund 260 vergessene Sorten in mehreren Sortenerhaltungsgärten zu entdecken sein und ab 2025 können voraussichtlich erste Bäume abgegeben werden. Weitere Informationen unter www.apfel-birne-berge.de

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Bei der Prämierung v.l.: Eva Bichler-Öttl und Georg Loferer vom Projekt „Apfel-Birne-Berge“,
Christian Stocker, Margot Westner, Georg Hartmannsegger, Thomas Hartmannsegger,
Andreas Hau, Christian Steinbichler und Andreas Hoiß

-ebö- Bild: Uli Kaiser

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Ausbau
der Polizei-Radlstreifen

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Region Bayern – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat gemeinsam mit der Münchner Polizei die erste hauptamtliche Fahrradstaffel der Bayerischen Polizei vorgestellt. “Seit Anfang April 2022 erproben wir rund ein Jahr lang die Alltagstauglichkeit einer ganzjährig tätigen Fahrradstaffel in München. Ab Juli 2022 wird auch das Polizeipräsidium Mittelfranken mit der Metropolregion Nürnberg am Pilotprojekt teilnehmen”, so Herrmann.

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Die hauptamtliche Fahrradstaffel der Münchner Polizei startet mit drei Radl-Polizisten. Dazu kommen zwölf weitere Fahrradstreifen bei Münchner Polizeidienststellen, die über die Fahrradstaffel koordiniert werden können. Im Rahmen des Pilotprojekts werde insbesondere der Radl-Einsatz bei Fahndungen, Vermisstensuchen oder Ruhestörungen getestet. Man solle nicht überrascht sein, wenn Münchner Polizisten künftig beispielsweise auch bei einem Verkehrsunfall mit dem Radl kommen. Außerdem würden vermehrt Veranstaltungen und Versammlungen von Radlstreifen begleitet. Auch beim G7-Gipfel in Elmau seien Radlstreifen geplant. Bayernweit haben bereits schon rund 800 Polizistinnen und Polizisten eine spezielle Radl-Uniform. Außerdem gibt es auf bayerischen Polizeidienststellen insgesamt rund 600 Fahrräder und Pedelecs im Polizeidesign oder in zivil. Für den bayerischen Haushalt 2023 wurden für die Radlstreifen 250.000 Euro beantragt.

-stmi- Bilder: Alexandra Beier

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Gegen
Fake-News
und Internet-Hetze

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Region Bayern – Die bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, fordert eine Kennzeichnungspflicht für Künstliche Intelligenz (KI) und Bots bei sozialen Netzwerken. „Die Plattformen und Netzwerke müssen dringend mehr Transparenz schaffen. Durch KI und Bots erstellte Beiträge müssen klar als solche gekennzeichnet sein. Nur so können wir Fake-News, Internethetze und Meinungsmanipulation effektiv eindämmen“, so die Ministerin. Die entsprechenden Technologien sind dabei inzwischen so ausgefeilt, dass durch KI erstellte Beiträge selbst von Experten kaum noch als solche zu erkennen sind. Insbesondere gilt das für sogenannte „Deep Fakes“: Die mit KI-Methoden manipulierten Videos oder Audiomitschnitte seien nur schwer als Fälschungen zu erkennen. Teilten dann echte Menschen diese oftmals hetzerischen Inhalte, verbreiteten sich diese rasant in den sozialen Netzwerken. Hier setzt die Ministerin mit ihrer Forderung nach einer Kennzeichnungspflicht für Künstliche Intelligenz an. Sie sieht die Verantwortung klar bei den Plattform-Betreibern. Gerlach: „Während der Corona-Pandemie und ebenso durch den Angriffskrieg gegen die Ukraine erlebt man eine Zunahme von Desinformation und Hetze. Wir müssen jetzt handeln.“ Sicher könne jede Nutzerin und jeder Nutzer die eigene Meinung – im Rahmen der in Deutschland geltenden Regeln – frei über die Plattformen kundtun. Doch bürgerliche Rechte gelten exklusiv für Menschen. „Meinungsfreiheit gilt für Menschen, nicht für Maschinen“, so Gerlach.

Der Kampf gegen Antisemitismus, Desinformation und Hass im Netz zählte zu den inhaltlichen Schwerpunkten der Israelreise der Bayerischen Digitalministerin. Gerlach besuchte das „Antisemitism Research Center“ in Tel Aviv und tauschte sich mit der Direktorin Tal-Or Cohen über bewährte Praktiken zum Schutz vor Hass und Manipulation im Netz aus. Tal-Or Cohen erklärte: „Ich war schockiert über die Epidemie des Hasses gegen Juden besonders auf Social-Media-Plattformen wie Facebook. Ich fühlte mich dadurch angetrieben, eine Technologie zu entwickeln, die Minderheiten, die von diesem Online-Hass betroffen sind, ihre Macht zurückgibt. Soziale Plattformen streiten ihre Verantwortung, hasserfüllte Inhalte zu löschen, immer noch ab. Berichten zufolge bleiben Beiträge, die den Holocaust leugnen, zu 80 Prozent online.“

Für Gerlach liegt genau hierin eine der größten Herausforderungen der Zeit: „Kommunikation basiert auf Vertrauen. Das ist der Wesenskern der Demokratie. Jeder muss wissen, ob er online gerade mit einem Menschen oder einer Maschine kommuniziert. Die Plattformen können sich hier nicht länger der Verantwortung entziehen.“ Noch ein weiterer Punkt sei wichtig für die Staatsministerin: Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram oder Telegram sollen Nutzerinnen und Nutzern niedrigschwellige Filtermöglichkeiten für KI-Inhalte anbieten. Technisch sind solche Kennzeichnungen laut den Plattformbetreibern selbst grundsätzlich bereits möglich. Unschärfen sind dabei unvermeidbar, aber die Plattformen mit ihren umfangreichen Ressourcen sind gefordert, die Technik entsprechend zu entwickeln und einzusetzen. Dies sei auch im Interesse der Plattformen. Denn wenn die Nutzerinnen und Nutzer einer Quelle vertrauen können, werden sie diese auch häufiger und guten Gewissens verwenden. Mitarbeiter von „Google“ hätten bereits geäußert, dass KI-erstellte Inhalte gegen die eigenen Richtlinien verstießen. Darüber hinaus müsse auch der Staat tätig werden. „Wir brauchen klare Regeln. Europa geht hier wie schon beim Datenschutz voran. Daher bringen wir uns aus Bayern und dem Digitalministerium heraus aktiv in die Gestaltung des DSA ein“, so Gerlach.

Themen wie eine „vertrauenswürdige KI“ und der Einsatz künstlicher Intelligenz – etwa bei Empfehlungen von Inhalten oder zum Zweck der Manipulation von Nutzerinnen und Nutzern – werden gerade im Zusammenhang mit dem Artificial Intelligence Act (AIA) auf EU-Ebene debattiert und eine Kennzeichnungspflicht – beispielsweise von Deepfakes – ist vorgesehen. Diese Kennzeichnungspflicht müsse durch den DSA gegenüber Plattformbetreibern durchgesetzt werden.

-stmd

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Grünes
Licht
für EFRE-Förderungen

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Die Europäische Kommission hat das neue bayerische Programm des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) genehmigt. Damit gibt es grünes Licht für rund 577 Millionen Euro Investitionsmittel für die Förderperiode 2021 bis 2027. Förderschwerpunkte sind Forschungsinfrastruktur, Technologietransfer, KMU-Unterstützung und Kommunalmaßnahmen, teilweise mit gezielter Ausrichtung auf Klimaschutz und Energieeffizienz. Auch Hochwasserschutz wird mit erheblichen Mitteln ausgestattet. 60 Prozent der Mittel sollen in den Raum mit besonderem Handlungsbedarf fließen, so dass das Programm gezielt den strukturschwächeren Regionen in Bayern und damit dem Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse diene.

Das bayerische Programm wurde als eines der ersten „EFRE-Programme“ in ganz Europa genehmigt. Bei einer Sitzung des EFRE-Begleitausschusses am 14. Juli werden die nötigen Beschlüsse der Fördergrundlagen gefasst. Im Anschluss können die Förderungen beginnen. Auch künftig werden die bayerischen EFRE-Mittel über fest definierte Förderlinien ausgereicht. Zuständig für Förderentscheidungen sind alleine die jeweiligen Fachstellen der Staatsverwaltung. Ansprechpartner für potenzielle Zuwendungsempfänger sind bei den meisten Maßnahmen die örtlich zuständigen Bezirksregierungen. Informationen zum neuen Programm und zu den Fördermöglichkeiten sind unter www.efre-bayern.de ersichtlich. Dort sind für alle Maßnahmen auch die passenden Ansprechpartner genannt.

-stmwi-

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10 Jahre
UNESCO-Weltkulturerbe
Markgräfliches Opernhaus Bayreuth

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Region Bayreuth – 1748 war das das Markgräfliche Opernhaus anlässlich der Hochzeit der einzigen Tochter von Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, Elisabeth Friederike Sophie, nach vierjähriger Bauzeit mit einem glänzenden Fest und den italienischen Opern „Ezio“ und „Artaserse“ eingeweiht worden. Für den Bau bestellte die kunstbeflissene Markgräfin die bedeutendsten Theaterarchitekten ihrer Zeit: Carlo und Giuseppe Galli Bibiena. Zwischen 1744 und 1748 entstand so ein opulentes Logentheater mit prachtvoller Ausstattung.

Im Jahre 1998 entstand die Idee für eine Eintragung in die Welterbeliste. Es mussten umfangreiche Studien, stichhaltige Begründungen und langfristige Schutzkonzepte erarbeitet werden, um den begehrten Titel zu erringen. Der von den Fachexperten der Bayerischen Schlösserverwaltung vorgelegte Antragstext überzeugte schlussendlich das Gutachtergremium von ICOMOS: Das Opernhaus Bayreuth repräsentiert auf einzigartige Weise barocke Opernhausgeschichte und festliche Dekorations- und Baukunst dieser Zeit, die bislang so noch nicht auf der UNESCO- Welterbeliste vertreten war. Einstimmig votierte die UNESCO-Versammlung in St. Petersburg am 30. Juni 2012 für die Aufnahme des Markgräflichen Opernhaus in die begehrte Liste. Am 6. Juli 2012, unterzeichnete die Generaldirektorin der UNESCO, Irina Bokova, die offizielle Urkunde zur Eintragung in die Welterbeliste. Weitere Informationen unter: www.schloesser.bayern.de

-stmfh-

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Gesetzentwurf-
Zustimmung
für digitale Mitgliederversammlungen

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Der Bundesrat hat einem bayerischen Gesetzesentwurf für digitale Mitgliederversammlungen zugestimmt. Hintergrund: Mitgliederversammlungen sind grundsätzlich in Präsenz abzuhalten. Wer sich digital treffen will, muss das ausdrücklich in der Satzung regeln. Das schreibt das Vereinsrecht vor. Während der Pandemie konnten Vereine ihre Mitgliederversammlungen auch digital abhalten, ohne dafür die Satzung ändern zu müssen. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich: “Diese coronabedingte Sonderregelung ist jedoch nur noch bis zum 31. August dieses Jahres in Kraft. Bayern setzt sich dafür ein, dass diese Möglichkeit dauerhaft im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert wird. Die Welt wird immer digitaler. Deshalb brauchen auch Vereine und Stiftungen einen modernen rechtlichen Rahmen für Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen. Wir wollen Vereine vor zeitraubenden Satzungsänderungen bewahren und die Rechte der Mitglieder stärken.”

Virtuelle Besprechungen, Sitzungen und Versammlungen haben sich während der Pandemiezeit bewährt. Eisenreich: “Mit unserem Gesetzentwurf wollen wir für Vereine die Möglichkeit schaffen, ihren Mitgliedern die digitale Teilnahme an Sitzungen anbieten zu können. Gleichzeitig sollen die Mitglieder dann ein Wahlrecht haben, ob sie in Präsenz oder digital teilnehmen. Das stärkt die Rechte der Mitglieder, die beispielsweise durch lange Anreisewege oder aus terminlichen oder gesundheitlichen Gründen nicht am Versammlungsort erscheinen können. Der Gesetzesentwurf macht auch den Vorstand flexibler und handlungsfähiger. Die vorgeschlagenen Regelungen erleichtern Bürgerinnen und Bürgern, sich in Vereinen und Stiftungen zu engagieren.”

-stmj- Bild: am

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KW 23 – 2022
06.-12.06.2022

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Zugunglück
in Burgrain
im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

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Region Garmisch-Partenkirchen – An der Unfallstelle des Zugunglücks von Burgrain hat sich der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder am 4. Juni 2022 ein Bild von der Lage gemacht. „Ein Stich ins Herz und großer Schock. Das Unglück in Garmisch-Partenkirchen ist erschütternd. Vor Ort wird einem die ganze Dimension und Wucht besonders bewusst. Wir trauern um die Opfer und beten für sie und ihre Angehörigen. Hoffentlich werden alle Vermissten rasch gefunden. Feuerwehr, THW, Polizei, Rotes Kreuz und Bundeswehr – alle arbeiten hochprofessionell. Danke für diesen oft ehrenamtlichen Einsatz!“, betonte Söder.

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-bsr- Bilder: bsr

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Reform
des
öffentlich-rechtlichen
Rundfunks

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Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich die Bundesländer bei der Ministerpräsidentenkonferenz auf eine Reform des Auftrags der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten verständigt. Bayerns Medienminister Dr. Florian Herrmann begrüßte die Einigung: „Wir machen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk fit für die Zukunft. ARD und ZDF waren zu sehr in die Breite gewachsen. Jetzt schärfen wir das Profil gezielt und bringen den Markenkern der öffentlich-rechtlichen Sender noch klarer zum Ausdruck. Damit setzen wir auf ein zeitgemäßes Miteinander von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk, das individuelle Stärken sinnvoll berücksichtigt. Wir wollen Klasse statt Masse und dabei das beste Angebot für die Bürgerinnen und Bürger.“

ARD und ZDF können jetzt entscheiden, die Vielzahl von Sparten-Fernsehsendern zu reduzieren und sie – den geänderten Nutzungsgewohnheiten entsprechend – in Online-Angebote umwandeln. Ihr gesamtes Online-Angebot könnten ARD und ZDF künftig attraktiver machen, indem sie Filme und Serien bereits vor der Ausstrahlung oder unabhängig von der Ausstrahlung in die entsprechenden Mediatheken einstellen. Mit einer gemeinsamem Plattformstrategie könnten ARD und ZDF ihre Mediatheken künftig noch nutzerfreundlicher gestalten.

Die Bundesländer haben sich auch dafür ausgesprochen, eine Profilschärfung beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorzunehmen, damit dieser sich auf seinen Markenkern konzentriert. Damit wollen sie das Angebot von ARD und ZDF als Gegengewicht zu den Angeboten der privaten Sender und Streamingdienste stärker auf ein öffentlich-rechtliches Profil festlegen. Gleichzeitig wollen die Bundesländer die Gremien stärken, welche die Interessen der Allgemeinheit in den Anstalten vertreten. Künftig werden in allen Anstalten Richtlinien für das Programm aufgestellt und diese im Blick behalten.

Seit 2016 hatten die Bundesländer um einen Konsens gerungen und waren in einen Dialog mit den Anstalten, den privaten Marktteilnehmern, der Wissenschaft und den Bürgern getreten. Dieser sei nun zu einem wichtigen Abschluss gelangt und mache den Weg frei für eine Reform der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

-bsr-

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Sonderausgabe
zum
G7-Gipfel

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Region Garmisch-Partenkirchen – Der G7-Gipfel findet vom 26. bis 28. Juni 2022 in Schloss Elmau statt. Diesem besonderen Ereignis hat der Landkreis Garmisch-Partenkirchen eine Sonderausgabe der Landkreis-Zeitung gewidmet. Die Sonderausgabe ist in enger Zusammenarbeit mit dem Bundespresseamt und der Pressestelle der G7-Planungsgruppe der Bayerischen Polizei entstanden. In der Veröffentlichung sind auf insgesamt 16 Seiten Informationen rund um den G7-Gipfel zu finden: Beispielsweise welche Bedeutung das Treffen der G7 hat, wie die Polizei für Sicherheit sorgt oder welche Aufgaben das Landratsamt und die Einsatzorganisationen im Rahmen des Gipfels übernehmen. Interessant dürfte auch ein Interview mit dem Staatssekretär im Bundeskanzleramt, Dr. Jörg Kukies sein. Er ist als sogenannter „Gipfel-Sherpa“ verantwortlich für die inhaltliche und thematische Vorbereitung des G7-Gipfels.

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-lagap- Bilder: lagap

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Hochstimmung
beim
19. Tag der Blasmusik

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Region München – Pünktlich um 12 Uhr lachte die Sonne, als kürzlich endlich wieder zahlreiche Orchester beim traditionellen Tag der Blasmusik des Landkreises München zusammenkamen, um gemeinsam zu feiern und zu musizieren. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der „Blasmusik Aschheim“ fand die Veranstaltung heuer im „Aschheimer Feststadl“ statt und kam nach zweijähriger „Corona-Quarantäne“ gleich in neuem Gewand zurück. Mit dem Gemeinschaftschor aller sieben Orchester startete der musikalische Nachmittag unter freiem Himmel vor dem Feststadl. Landrat Christoph Göbel konnte in seiner Begrüßung nicht nur der „Aschheimer Blasmusik“ zum Geburtstag gratulieren, er durfte auch zahlreiche Gäste aus nah und fern begrüßen. Neben viel politischer Prominenz aus dem Landkreis hieß man auch hochrangige Vertreter und Musiker aus dem polnischen Partnerlandkreis Krakau sowie aus Aschheims tschechischer Partnergemeinde Jedovnice willkommen. „Dass Musikerinnen und Musiker aus drei europäischen Ländern gemeinsam musizieren, ist angesichts der schrecklichen Ereignisse in der Ukraine ein besonders wichtiges und ermutigendes Zeichen“, so Göbel.

Musikalisches Symbol für europäischen Zusammenhalt
Seine Fortsetzung fand das Programm nach dem Standkonzert im Feststadl. Erstmals beim Tag der Blasmusik wechselten sich die Musiker auf der Bühne nicht einfach ab, sondern traten in einem musikalischen Wettstreit gegeneinander an. Jede Kapelle gab mehrere Stücke zum Besten, darunter jeweils einen Marsch und eine Polka. Bewertet wurde der Gesamtauftritt der einzelnen Ensembles von einer fachkundigen Jury, der neben dem Kulturreferenten des Landkreises München, Rainer Klier, der Leiter der Abteilung Volksmusik im Bayerischen Landesverein für Heimatpflege, Dr. Elmar Walter sowie Kreisvolksmusikpfleger Hubert Zellner angehörten. Als Sieger des freundschaftlichen Wettbewerbs ging am Ende knapp die „Blaskapelle Feldkirchen“ hervor. Auf die Plätze zwei, drei und vier kamen die „Blaskapelle Arget“, die „Kapelle Reprezentacyjna Orkiestra TEMPO Iwanowice“ aus dem polnischen Partnerlandkreis Krakau und die „Stadtkapelle Unterschleißheim“.

Alle waren Sieger
Punktgleich auf dem fünften Platz landeten die „Blasmusik Aschheim“, die „Harmonie Neubiberg“ sowie die „Blaskapelle Olšověnka Jedovnice“ aus der tschechischen Partnergemeinde Aschheims. Sieger waren aber am Ende alle Musikerinnen und Musiker, denen die Freude, endlich wieder vor Publikum spielen zu können, allesamt ins Gesicht geschrieben war.

-lam- Bild: Jürgen Sauer

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Neue
Fränkische
Weinkönigin

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Region Franken – Die neu gewählte Fränkische Weinkönigin – Eva Brockmann – führte einer ihrer ersten Termine in das für den Weinbau zuständige Agrarministerium in München. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber begrüßte die neue Amtsträgerin und wünschte der 23-jährigen Winzerin und Studentin für Weinbau und Önologie aus Haibach im Landkreis Aschaffenburg, eine spannende und erlebnisreiche Amtszeit. „Als Botschafterin den Frankenwein im In- und Ausland zu repräsentieren und für die Spitzenprodukte der fränkischen Winzerinnen und Winzer zu werben, ist eine schöne, aber auch anspruchsvolle Aufgabe“, betonte Michaela Kaniber.

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Bein Antrittsbesuch v.l.:
Artur Steinmann, Präsident des fränkischen Weinbauverbands, Weinkönigin Eva Brockmann
und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber

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Die neue Weinkönigin erwartet in ihrer einjährigen Amtsperiode – mit rund 400 Terminen im In- und Ausland – ein straffes Programm. Eva Brockmann ist als 65. Fränkische Weinkönigin Nachfolgerin von Carolin Meyer, die in den vergangenen drei Jahren den Frankenwein repräsentiert hatte. Carolin Meyer hatte damit die längste Amtszeit in der Geschichte der Fränkischen Weinhoheiten. Denn aufgrund der Corona-Pandemie hatte der Weinbauverband zweimal keine Wahl einer Nachfolgerin durchführen können. Im Herbst will Eva Brockmann auch bei der Wahl zur Deutschen Weinkönigin antreten.

-stmelf- Bild: Pia Regnet

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Stärkungspakt
Bevölkerungsschutz

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Die Innenministerinnen und -minister sowie die Innensenatorin und -senatoren von Bund und Ländern haben nach ihrer Frühjahrskonferenz – vom 1. bis zum 3. Juni in Würzburg – eine positive Bilanz gezogen. Das Fazit des Vorsitzenden der Konferenz, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann lautet: „Wir haben eine arbeitsreiche und erfolgreiche Tagung mit einer großen Vielfalt an aktuellen Themen hinter uns.“ Im Fokus der Beratungen stand nach den Hochwasserkatastrophen 2021 und angesichts des russischen Angriffskrieges in der Ukraine der Bevölkerungs- und Zivilschutz. Die Innenministerinnen und Innenminister fordern vom Bund, innerhalb der nächsten zehn Jahre zehn Milliarden Euro für einen „Stärkungspakt Bevölkerungsschutz“. Als weiteres Schwerpunktthema behandelte die Konferenz unter anderem den Kampf gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornographie.

Wie Herrmann betonte, verstehe die Innenministerkonferenz (IMK) den Katastrophenschutz als „eines der grundlegenden Schutzversprechen des Staates gegenüber seinen Bürgern. Mit der Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarungen zum „Gemeinsamen Kompetenzzentrum Bevölkerungsschutz“ habe man einen wichtigen Meilenstein für den Bevölkerungsschutz in Deutschland erreicht. „Darüber hinaus hält es die IMK für notwendig, dass neben dem finanziellen Engagement der Länder auch der Bund deutlich mehr Mittel in den kommenden Jahren für einen „Stärkungspaket Bevölkerungsschutz“ zur Verfügung stellt.“ Außerdem habe die IMK auch das gemeinsame Anliegen zum Ausdruck gebracht, das bestehende Sirenenwarnnetz weiterzuentwickeln. „Insbesondere fordern wir den Bund dazu auf, das bestehende Förderprogramm zu verstetigen, um für den Ausbau über das Jahr 2022 hinaus weitere Fördermittel zur Verfügung zu haben“, so Herrmann.

Ein klares Signal gehe nach den Worten des IMK-Vorsitzenden von dieser Innenministerkonferenz auch beim Kampf gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornografie aus: „Wir werden diesen Kampf weiter deutlich intensivieren. So haben wir uns darauf geeinigt, dass die Löschung dieser schrecklichen Inhalte nicht allein von den individuellen Verfahren der ermittlungsführenden Polizeidienststellen und Staatsanwaltschaften abhängen darf. Wir müssen diese Verbrechen sofort aus dem Netz tilgen, losgelöst von konkreten Ermittlungsmaßnahmen.“

Unter dem Eindruck des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sehe die IMK die Notwendigkeit, weitere Maßnahmen zur Abwehr von Desinformationskampagnen zu ergreifen. Der Bund und die Länder werden einen gemeinsamen Aktionsplan gegen Desinformation und für eine wehrhafte Demokratie erarbeiten. Zentral ist dabei der Aufbau eines Netzwerks, in dem alle relevanten Akteure von Bund, Ländern und Kommunen gemeinsam daran arbeiten, gezielte und gesteuerte Desinformationskampagnen aufzudecken, durch geeignete kommunikative Maßnahmen zu bekämpfen und als Plattform für den Informationsaustausch zur Verfügung zu stehen.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser erklärte: „Kinder vor entsetzlicher sexualisierter Gewalt zu schützen, hat höchste Priorität. Kein Täter darf sich sicher fühlen vor Strafverfolgung. Wir brauchen einen maximalen Ermittlungsdruck. Die schnelle Löschung von Missbrauchsdarstellungen und gleichzeitige Beweissicherung ist besonders wichtig. Denn so lange diese furchtbaren Missbrauchsbilder verfügbar sind, wird auch die Würde der Kinder immer und immer wieder verletzt. Dass die Ermittlungsbehörden hier noch schneller handeln, ist ein wichtiges Ergebnis der IMK. Zugleich müssen wir für die notwendigen Ermittlungsinstrumente sorgen. Die Speicherung von IP-Adressen ist unbedingt erforderlich, um Täter zu ermitteln, Netzwerke aufzudecken und in den schlimmsten Fällen andauernde Missbrauchstaten zu stoppen. Die Stärkung des Bevölkerungsschutzes war ein zentrales Thema dieser IMK. Wir müssen uns besser vor Krisen und Klimafolgen wappnen. Dazu gehören moderne Warnsysteme. Dazu gehört vor allem eine sehr viel besser verzahnte Zusammenarbeit von Bund und Ländern, die wir mit dem Gemeinsamen Kompetenzzentrum und einem gemeinsamen Ressourcenmanagement bei dieser IMK auf den Weg gebracht haben. Das sind echte Meilensteine. Wir werden in den Bevölkerungsschutz weiter massiv investieren. Der Beschluss der IMK gibt dafür Rückenwind. Klar ist aber, dass auch die Länder gefordert sind, in diesem Bereich klassischer Länderzuständigkeiten, massiv zu investieren.“

Niedersachsens Minister für Inneres und Sport und Sprecher der sozialdemokratisch-geführten Innenressorts, Boris Pistorius betonte: „Gerade in Krisenzeiten ist ein enger und vertrauensvoller Austausch der Innenressorts elementar. Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Putins auf die Ukraine stellt uns in der Innen- und Sicherheitspolitik vor massive neue Herausforderungen. Deshalb ist es wichtig und notwendig, dass wir gemeinsam einen Beschluss zum vorgeschlagenen zehn Milliarden Euro Paket zur zielgerichteten und dauerhaften Härtung unserer Fähigkeiten im Zivil- und Bevölkerungsschutz gefasst haben. Wir müssen uns für die Bewältigung der Folgen militärischer Auseinandersetzungen, von Extremwettereignissen oder von Cyberangriffen auf kritische Infrastrukturen wappnen. Nun gilt es, dass die Bundesländer gemeinsam mit dem Bund zeitnah prüfen, welche Vorhaben schnell angegangen werden sollen.“

Auch der Sprecher der unionsgeführten Innenministerien, Hessens Innenminister Peter Beuth, begrüßte die erzielte Einigung zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes in der Bundesrepublik: „Angesichts des Krieges in Europa, Angriffen auf unsere Infrastruktur und zerstörerischen Naturkatastrophen müssen wir dringend weiter in unseren Schutz investieren. Deshalb sind sich die Länder einig, dass es dringend Investitionen in den Zivilschutz geben muss, für den der Bund mindestens zehn Milliarden Euro in den nächsten zehn Jahren bereitstellen sollte.“

Im Hinblick auf die von Hessen eingebrachte Initiative zum verstärkten Kampf gegen Kindesmissbrauch erläuterte Beuth: „Wir waren uns einig, dass gezielte Strafverfolgung und ein besserer Opferschutz möglich sind. Es ist nicht hinnehmbar, dass diese abscheulichen Darstellungen zum Teil noch Jahre nach der Tat im Internet abrufbar sind. Es freut mich, dass wir uns darauf einigen konnten, dass künftig die grässlichen Darstellungen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger schneller und effizienter aus dem Internet gelöscht werden und dies künftig stärker vom BKA koordiniert wird. Damit hat auch diese IMK wieder wichtige Fortschritte zur Stärkung der Sicherheit in Deutschland erreicht.“

-stmi-

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Kindes-
missbrauch
in Kirche, Vereinen
und Organisationen

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Die Debatte zu Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche hat auch eine öffentliche Debatte über das Versagen von Fürsorge- und Aufsichtspersonen ausgelöst. Anlass waren beispielsweise Fälle, in denen Geistliche nach Bekanntwerden ihrer Missbrauchstaten – teils sogar nach einschlägiger Verurteilung – weiter in der Seelsorge eingesetzt wurden. “Nach geltendem Recht können Personen, die durch ihr Tun oder – vor allem – Unterlassen, sexuellen Missbrauch von Kindern fördern, nur in besonderen Konstellationen strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Bei Taten des sexuellen Missbrauchs setzt dies stets Vorsatz voraus. Bei einer Körperverletzung kann hingegen bereits einfache Fahrlässigkeit zu Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren führen. Es ist unverständlich, warum der strafrechtliche Schutz vor Körperverletzungen an dieser Stelle weiter reicht als bei sexuellem Missbrauch von Kindern. Diese Schutzlücke muss der Bundesgesetzgeber aus meiner Sicht schließen”, erklärte der bayerische Justizminister Georg Eisenreich.

Bayern und Baden-Württemberg brachten dazu einen Antrag bei der 93. Justizministerkonferenz ein. Eisenreich: “Es ist die Aufgabe des Rechtsstaates, Kinder bestmöglich zu schützen. Der Bund hat jüngst den Kindesmissbrauch vom Vergehen zu dem hochgestuft, was er ist – ein Verbrechen. Wir fordern den Bundesgesetzgeber auf, zusätzlich Fälle in den Blick zu nehmen, in denen fürsorge- oder aufsichtspflichtige Personen eine fremde Missbrauchstat durch grobes Fehlverhalten fördern.”

Eine rechtspolitische Debatte über die strafrechtliche Verantwortung dieses Personenkreises sei bislang trotz erschütternder Missbrauchstaten ausgeblieben. Die Fragestellung reiche dabei weit über den kirchlichen Bereich hinaus. “Die große Mehrheit der Aufsichtspersonen in Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften, in Schulen, in Sportvereinen oder in Ämtern setzt sich mit großem Engagement für das Wohl von Kindern ein. Wer aber bei der Aufsichtspflicht in Fällen von Kindesmissbrauch schwer versagt, der muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen”, so Eisenreich.

“Beim sexuellen Missbrauch von Kindern hinterlässt nicht nur das physische Leid tiefe Spuren. Fast genauso schwer wiegt – das ist aus vielen Opferberichten bekannt – die Erfahrung, dass fürsorgepflichtige Bezugspersonen wegschauen. Das Kind leidet doppelt. Es ist hilflos schrecklichen körperlichen Qualen ausgesetzt, und ausgerechnet die Person, von der es sich Schutz und Hilfe verspricht, stellt sich blind und taub und lässt den Täter so gewähren. Das hinterlässt in der Psyche des Kindes unvorstellbar tiefe Brüche, die oft ein Leben lang nicht mehr heilen. Das Versagen von Aufsichtspflichtigen ist struktureller Bestandteil des sexuellen Missbrauchs. So müssen wir es auch behandeln. Deshalb haben wir zusammen mit Bayern diesen Vorstoß auf der Justizministerkonferenz eingebracht“, erklärte die baden-württembergische Justizministerin Marion Gentges.

Die beiden Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg setzen sich für die Schaffung eines neuen Paragrafen im Strafgesetzbuch (§ 176f StGB) ein. Vorgeschlagen wird eine ausgewogene Regelung, die dem wichtigen Ziel des Kindesschutzes vor Missbrauch effektiv dient und gleichzeitig keine unangemessenen Sanktionsrisiken schafft. Sie soll deshalb auf Fälle schweren Versagens, also grober Pflichtverletzungen, von fürsorge- oder aufsichtspflichtigen Personen beschränkt werden. Die Strafbarkeit sollte auch voraussetzen, dass es tatsächlich zum sexuellen Missbrauch eines Kindes gekommen ist, der durch pflichtgemäßes Verhalten verhindert oder zumindest erschwert worden wäre.

-stmj-

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Außen-
wirtschaftsförderung
mit „Bayern International“

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Der bayerische Mittelstand kann sich wieder in Präsenz auf den Messen dieser Welt vorstellen und „Bayern International“ unterstützt die Unternehmen dabei. “Vielen bayerischen Firmen ist es während der Corona- Pandemie schwergefallen, neue Märkte im Ausland zu erschließen. Jetzt finden weltweit wieder viele Messen statt. Bayern zeigt Flagge und der bayerische Mittelstand ist als Herzstück der bayerischen Wirtschaft ganz vorne mit dabei. Mit dem Service von „Bayern International“ helfen wir mittelständischen Firmen, ihre Chancen weltweit zu nutzen”, erklärte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Insgesamt führt „Bayern International“ in diesem Jahr rund hundert Projekte durch, um bayerische Unternehmen bei ihren Exportgeschäften zu unterstützen. Die Veranstaltungen reichen von Nord-über Südamerika, Afrika, Asien bis hin zu Europa und decken ein breites Spektrum von Branchen, Themen und Tends ab. Neu im Programm sind für 2022/2023 Messen in Vietnam, Thailand, Mexiko und Chile für die Branchen Maschinenbau, Medizintechnik und Umwelt. Bayerische Firmen können sich bei diesen Messen unter dem Dach des bayerischen Gemeinschaftsstandes präsentieren und profitieren vom umfangreichen Service durch „Bayern International“.

Gemeinsam mit „Bayern International“ und dem Bayerischen Wirtschaftsministerium haben Unternehmen auch die Möglichkeit, auf Delegationsreisen neue Kontakte zu knüpfen. Für dieses Jahr sind unter anderem Reisen in den Oman und nach Rumänien geplant. „Bayern International“ lädt im Gegenzug mit dem Erfolgsprogramm “Bayern – Fit for Partnership” internationale Fach- und Führungskräfte aus dem Ausland nach Bayern ein, damit diese innovative Technologien und Lösungen “Made in Bavaria” kennenlernen. Das Programm umfasst für dieses Jahr zwölf Delegationsbesuche, der erste erfolgt im Juni zum Thema “Umwelt & Energie für Kasachstan”. Ein fester Programmpunkt wird dabei auch der Besuch der IFAT, der Weltleitmesse für Umwelttechnologien in München sein. „Bayern International“ ist ein Unternehmen des Freistaates Bayern und seit mehr als 25 Jahren ein zentraler Akteur der bayerischen Außenwirtschaftsförderung.

-stmwi-

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Schul-
innovationspreis
„isi DIGITAL“
2022

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Region Bayern – 18 Vertreter aus allen Schularten konnten sich bei einem Festakt über die Auszeichnung isi „isi DIGITAL 2022“ freuen. Der Innovationspreis geht an Schulen, die bei der digitalen Bildung innovative Konzepte erarbeitet und in der Praxis erprobt haben. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw): „Mit dem Schulinnovationspreis „isi DIGITAL“ würdigt die Stiftung Bildungspakt Bayern das besondere Engagement von Schulen, die das Potenzial digitaler Medien als Motor für Schulentwicklung nutzen und innovative Ideen zum Lernen und Lehren im digitalen Wandel gewinnbringend einsetzen. Die Preisträgerschulen haben sich im Zuge des pandemiebedingten Digitalisierungsschubs durch zielführenden und nachhaltigen Einsatz digitaler Medien vorbildhaft verhalten. Um die Kinder und Jugendlichen optimal auf die Anforderungen einer digital ausgerichteten Lebens- und Arbeitswelt vorzubereiten, müssen wir dieses hohe Niveau der digitalen Bildung flächendeckend erreichen. Darum fördern wir isi DIGITAL gerne exklusiv.“

Die Wettbewerbsrunde im Schuljahr 2021/2022 richtete sich an alle Schularten, nachdem der Wettbewerb 2020 pandemiebedingt abgebrochen werden musste und 2021 keiner ausgeschrieben war. Jeweils drei Preisträger pro Schulart konnten sich über eine Auszeichnung freuen. Der erste Platz ist mit je 5.000 Euro dotiert, der zweite mit je 2.500 Euro und der dritte mit je 1.500 Euro. Im kommenden Schuljahr sind Realschulen, Gymnasien und Berufliche Schulen eingeladen, sich am dann weiterentwickelten „Schulinnovationspreis isi“ zu bewerben.

Die Preisträger des „isi DIGITAL“ 2022:
Förderschulen
1. Preis: St.-Notker-Schule, Priv. Förderzentrum Deggendorf
2. Preis: Berufsschule St. Erhard Plattling
3. Preis: Wirtschafts- und Berufsfachschule der Bayer. Landesschule München
Grundschulen
1. Preis: Grundschule Jettingen-Scheppach
2. Preis: Erich Kästner-Grundschule Neu-Ulm-Ludwigsfeld
3. Preis: Grundschule Fürstenstein
Mittelschulen
1. Preis: Krötensee-Mittelschule Sulzbach-Rosenberg
2. Preis: Grund- und Mittelschule Baunach
3. Preis: Markus-Gottwalt-Mittelschule Eschenbach i.d.OPfRealschulen
1. Preis: Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule Haßfurt
2. Preis: Ludmilla-Schule, Staatliche Realschule Bogen
3. Preis: Lobkowitz-Realschule Neustadt a.d.Waldnaab
Gymnasien
1. Preis: Christoph-Scheiner-Gymnasium Ingolstadt
2. Preis: Wilhelm-Diess-Gymnasium Pocking
3. Preis: Röntgen-Gymnasium Würzburg
Berufliche Schulen
1. Preis: FOSBOS Neuburg
2. Preis: Aloys-Fischer-Schule Deggendorf
3. Preis: Europa-Berufsschule Weiden i.d.OPf.

-stmuk- Bild: stmuk

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Leinen los
für inklusiven Segelkurs

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Region Starnberg – Unter dem Motto „Jugendarbeit auf dem See – gemeinsam me(e)hr bewegen“, startet vom 9. bis 12. August 2022 der erste inklusive Schnuppersegelkurs auf dem Starnberger See, der von der kommunalen Jugendarbeit in Kooperation mit dem Münchner Yacht-Club e.V. angeboten wird. Teilnehmen können junge Erwachsene im Alter von 15 bis 20 Jahren – mit und ohne Behinderung. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen können sich auch ohne Vorkenntnisse ausprobieren und in diesen vielseitigen Sport reinschnuppern. Neben der Vermittlung von Grundkenntnissen wird sich die Gruppe schrittweise mit dem Segeln vertraut machen und die Segel hissen. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Münchner Yacht-Club einen erfahrenen Projektpartner an unserer Seite haben. Wir wollen gemeinsam auch abseits des Kurses weitere inklusive Strukturen aufbauen und die Förderung sowie Unterstützung von Jugendlichen mit und ohne Behinderung nachhaltig stärken“, erklärte Lena Stepper von der kommunalen Jugendarbeit. Der Schnuppersegelkurs wird von einem multiprofessionellen Trainer- und Betreuerteam durchgeführt. Grundlegende Schwimmkenntnisse sind Grundvoraussetzung für die Teilnahme.

Sport hat nicht nur körperliche und gesundheitliche, sondern vor allem auch soziale Vorteile. Sport bringt Menschen zusammen, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Nationalität oder Behinderung. Sport ist daher ein erfolgreicher Inklusionsmotor – das wissen auch Martin Büge und Christian Löhr, die sich seit Jahren für inklusive Segelangebote im Münchner Yacht-Club (MYC) stark machen: „Wir wollen die Faszination des Segelsports auch Menschen mit Behinderungen näher bringen. Es gibt beispielsweise verschiedene Bootsklassen, die das Segeln für Seglerinnen und Segler mit Mobilitätseinschränkungen erleichtern und die Freiheit auf dem Wasser erlebbar machen“. Dafür hat der MYC unter anderem auch eine barrierefreie Sanitäranlage auf seinem Gelände an der Possenhofener Straße. Weitere Informationen erteilen Kreisjugendpflegerin Lena Stepper, lena.stepper@lra-starnberg.de oder unter Telefon 08151 – 148 77 378 sowie der Behindertenbeauftragte des Münchner Yacht-Clubs, Christian Löhr, inklusion@myc.de oder unter Telefon 08151 – 12 89 5.

-lasta-

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Erasmus-
Programm

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Region Miesbach – Nach einer langen Corona-Pause besuchten unlängst zwei Lehrerdelegationen aus Irland und Dänemark das berufliche Schulzentrum Miesbach (BSZ). Die dänische Gruppe bestand aus Lehrkräften beruflicher Schulen, welche Ausbildungen im pädagogischen und pflegerischen Bereich anbieten. Ziel dieses Besuchs waren sowohl der fachliche Austausch als auch die Anbahnung von länderübergreifenden Projekten zur Förderung der fachlichen, sprachlichen sowie interkulturellen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Hierzu erhielten die dänischen Kolleginnen und Kollegen einen Einblick in das BSZ-System. Dem schloss sich ein intensiver Austausch über Perspektiven, Herangehensweisen, praktische Umsetzungen und auch über digitale Unterstützung von Lernszenarien an. Darauf aufbauend besuchten die Dänen, begleitet durch Miesbacher Lehrkräfte das Altenheim St. Elisabeth in Neuhaus sowie das Sonderpädagogische Förderzentrum Anton-Weilmaier-Schule in Hausham. Im Rahmen des Kulturprogramms besuchte man gemeinsam am Abend die Schliersberg-Alm.

Die irische Gruppe bestand aus Vertreterinnen und Vertretern der Schulaufsichtsbehörden der Regionen Sligo und Wicklow. Ziel dieses Besuchs war der Austausch über die jeweiligen Systeme und Strukturen zur Qualitätsentwicklung an Schulen, welcher im Zuge einer Präsentation und anschließenden Diskussion einen gewinnbringenden Vergleich ermöglichte. Beide Besuche wurden im Rahmen des Europäischen Bildungsprogramms Erasmus+ durchgeführt und finanziert. Internationale Kooperationen sind fester Bestandteil des Bildungsangebots des beruflichen Schulzentrums Miesbach und werden regelmäßig für die Schüler und Schülerinnen als auch Lehrkräfte angeboten. Ende Mai waren Lehrkräfte der Fachakademie für Sozialpädagogik in Schweden, um sich im Bereich der Musikpädagogik weiterzubilden. Am Campus der Universität Umeå in Nordschweden konnten Sie in vielen Gesprächen mit den Kolleginnen sowie Kollegen und Hospitationen vor Ort Einblick in das schwedische Ausbildungssystem, die Kultur, aktuelle Forschung und die Lernatmosphäre erhalten. Anfang Juni fährt eine Lehrkraft der Berufsfachschule für Kinderpflege nach Malta, um den Praktikumsaufenthalt von Schülerinnen udn Schülern organisatorisch vorzubereiten.

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Erasmus-Programmteilnehmer aus Dänemark und Irland besuchten das BSZ-Miesbach

-am- Bild: bsz

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Welt-
fahrradtag

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Anlässlich des Weltfahrradtages am 3. Juni 2022 bekräftigte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, dass der Radverkehr ein wichtiger Schwerpunkt der bayerischen Verkehrs- und Klimapolitik ist: „Wir wollen ein möglichst breites Angebot an attraktiven Verkehrsmitteln schaffen. Im Radverkehr steckt dabei ein riesiges Potenzial. Das Fahrrad ist auf kurzen bis mittleren Strecken meist das schnellste, kostengünstigste und effektivste Verkehrsmittel. Ferner schont es das Klima und ist gut für die Gesundheit. Wir wollen das Fahrrad deshalb noch mehr als Verkehrsmittel im Alltag etablieren.“

Um dieses Ziel zu erreichen, will Bernreiter gute Angebote schaffen und so Anreize setzen, damit noch mehr Menschen das Fahrradfahren für sich entdecken. Nun investiert der Freistaat insbesondere in die Infrastruktur: 80 bis 90 Millionen Euro fließen jährlich in den Bau von Radwegen. In den Jahren 2020 und 2021 sind so beispielsweise 200 Kilometer Radwege an Bundes- und Staatsstraßen neu bzw. ausgebaut worden. Außerdem sind alleine im Jahr 2021 54 zusätzliche Abstellanlagen für Fahrräder, insbesondere an Bahnhöfen und Haltestellen, mit mehr als 6.600 Stellplätzen gefördert worden. „Damit wird es leichter und komfortabler, das Fahrrad auch in Kombination mit anderen Verkehrsmitteln zu nutzen. Vor allem für die letzten Kilometer vom Bahnhof nach Hause ist das Fahrrad eine tolle Lösung“, so Bernreiter.

Auch die Kommunen lasse die bayerische Staatsregierung beim Bau von Radwegen nicht allein: Die Fördersätze für den Bau von Radwegen an Kommunalstraßen hat das Verkehrsministerium im März 2022 auf 80 Prozent erhöht. Zudem wird in Zukunft eine Zentralstelle Radverkehr bei der Landesbaudirektion Kommunen bei der Realisierung von Radprojekten in den Planungs- und Bauphasen unterstützen. Sie wird beispielsweise interkommunale Radwegprojekte steuern und Musterunterlagen – wie Kostenvereinbarungen – erarbeiten. Die Zentralstelle soll noch 2022 ihre Arbeit aufnehmen.

Um dem Radverkehr über die etablierten Förderprogramme hinaus Rückenwind zu verleihen, hat das Verkehrsministerium im Januar 2022 die „Radoffensive Klimaland Bayern“ gestartet. 27 Projekte aus 31 Kommunen wurden im Mai 2022 ausgewählt. Bei der Radoffensive geht es vor allem um innovative Ideen, die den Radverkehr voranbringen sowie um interkommunale Vorhaben, Radwege an Bahnlinien und durch Wälder. Dafür stehen im bayerischen Haushalt 2022 zusätzlich zehn Millionen Euro zur Verfügung. Weitere Informationen zum Radverkehr in Bayern sind unter https://www.radverkehr.bayern.de/ ersichtlich.

-stmb- Bild: am

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KW 22 – 2022
30.05.-05.06.2022

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Bayerische
Landesausstellung
„Typisch Franken?“

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Region Ansbach – Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Kunstminister Markus Blume eröffneten bei einem feierlichen Festakt im Tagungszentrum „Onoldia“ im mittelfränkischen Ansbach die Bayerische Landesausstellung „Typisch Franken?“. Gezeigt wird die Ausstellung vom 25. Mai bis zum 6. November 2022 im barocken Orangeriegebäude aus dem 18. Jahrhundert im markgräflichen Hofgarten. Im Anschluss an die feierliche Eröffnung wurde diese bei einem gemeinsamen Rundgang besichtigt.

„Eine Liebeserklärung an Bayern und Franken: Die Landesausstellung ‚Typisch Franken?‘ in Ansbach. Fußballschuhe von Weltmeister und Club-Legende Max Morlock, eine Radierplatte von Albrecht Dürer oder der Wiegestuhl von Otto von Bismarck, sind nur drei von unzähligen Ausstellungsstücken“, betonte Markus Söder. Kunstminister Markus Blume: „Die Landesausstellung ist der Olymp des bayerischen Ausstellungshimmels. Franken ist nun im Olymp angekommen! Die Landesausstellung ist Kaleidoskop unseres historischen Erbes, unserer tausendjährigen Geschichte.“

„Typisch Franken?“
Die Bayerische Landesausstellung geht der Frage nach, was eigentlich „typisch fränkisch“ ist. Ist es die Bratwurst, das Fachwerk, der Dialekt, die Kirchweih, Wein, Bier oder Fisch? Was ist Klischee und was die Wirklichkeit? Zahlreiche Exponate sowie Medien- und Mitmachstationen beleuchten das Besondere an Franken und seiner Geschichte. Neben der Orangerie ist auch die Stadtkirche St. Gumbertus in die Ausstellung einbezogen. Die Bayerische Landesausstellung 2022 wird vom Haus der Bayerischen Geschichte, der Stadt Ansbach und der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen gemeinsam veranstaltet.

-stmwk- Bild: André De Geare

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Barrierefreie
E-Ladesäulen
für Alle
Statement von Anton Grafwallner,
ehem. Behindertenbeauftragter des Landkreises Miesbach

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Region Miesbach –Gedankenlosigkeit bei Projektierung, Genehmigung und Finanzierung von E-Ladesäulen“: Ich bin zwar nicht mehr als Behindertenbeauftragter des Landkreises Miesbach tätig, aber wenn öffentliche Bauten und Infrastrukturen nicht barrierefrei, sondern fehlerhaft gestaltet werden, muss ich leider meinen Zeigefinger heben! In Deutschland und auch im Landkreis Miesbach werden derzeit jede Menge E-Ladesäulen gebaut, damit wir bald klimaneutral Auto fahren können. Ab 2030 sollen nur noch E-Autos produziert werden.

Bei diesen Aktivitäten wurden von den politischen und technischen Entscheidungsträgern die Rollstuhlfahrer, Rollatorfahrer und kleinwüchsigen Menschen einfach ignoriert. Die Ladesäulen werden oft auf einem Sockel in die „Pampa“ gestellt und Steckdosen sowie die Kartenleser auf eine Höhe von ca. 120-130 Zentimeter montiert. Erstaunlich ist für mich, dass die Behindertenbeauftragten im Bund, den Ländern und in den Landkreisen ebenso die Behindertenverbände nicht dran gedacht haben, dass auch Rollstuhlfahrer, Rollatorfahrer und kleinwüchsige Menschen in Zukunft auch auf Elektrofahrzeuge angewiesen sein werden und dann den notwendigen Strom tanken müssen.

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Damit Rollstuhlfahrer mit Parkausweis nicht ausgegrenzt werden, sollten alle zukünftigen E-Tankstellen eine Stellplatzbreite von 3,50 Metern haben, die Steckdosen und Kartenleser auf einer Maximalhöhe von ca. 85 Zentimetern angebracht und von drei Seiten anfahrbar sein. Man benötigt somit keine Kennzeichnung für rollstuhlgerechte E-Tankstellen.

Die Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur enthält keine Vorgaben für ein Modell oder das Aussehen von Ladesäulen. Für ein bundesweit einheitliches Erscheinungsbild wird lediglich eine Bodenmarkierung vorgeschrieben. Es sollte ein flächendeckendes, bedarfsgerechtes und nutzerfreundliches Netz an Ladeinfrastruktur initiiert werden, damit die Nutzer von E-Fahrzeugen überall in Deutschland schnell und unkompliziert Strom nachladen können.

Die meisten der gegenwärtig gebauten E-Tankstellen entsprechen nicht der DIN18040, der Europa Norm EN17210, dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz und der UN-Behindertenrechtskonvention. Auch bei der Projektierung neuer Wasserstoff-Tankstellen muss die Barrierefreiheit beachtet werden. Ich hoffe auf eine zeitnahe Lösung des Problems, denn barrierefreie E-Ladesäulen sind für Einheimische, Tagesausflügler und Feriengäste ein wichtiges Argument für die Aufenthaltsqualität in den Regionen und für den Standort Deutschland.

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Anton Grafwallner, ehem. Behindertenbeauftragter des Landkreises Miesbach

-ag- Bilder: am

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Verkehrs-
freigabe
der Ortsumfahrung Oberau
im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

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Region Garmisch-Partenkirchen – Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter hat gemeinsam mit Michael Theurer, dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, und zahlreichen Gästen die Ortsumfahrung Oberau für den Verkehr freigegeben. Mit von der Partie waren u.a. der Bürgermeister von Oberau, Peter Imminger; „Tunnelpatin“ Magdalena Neuner; CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt; die Landtagsabgeordneten Florian Streibl, Harald Kühn und Martin Bachhuber; der Bezirkstagspräsident des Bezirks Oberbayern, Josef Mederer; der Landrat des Landkreises Garmisch-Partenkirchen, Anton Speer und der stellvertretende Landrat Dr. Michael Rapp, um nur einige zu nennen.  „Heute ist ein historischer Tag für Oberau. Die Bürgerinnen und Bürger sowie Verkehrsteilnehmer haben die neue Ortsumfahrung lang ersehnt, jetzt ist sie da! Besonders freut mich dabei, dass das Großprojekt trotz Corona und Ukraine-Krieg planmäßig fertiggestellt werden konnte. Einen entscheidenden Beitrag dazu haben das Staatliche Bauamt Weilheim sowie die Autobahn GmbH Niederlassung Südbayern geleistet, die das Projekt in Kooperation umgesetzt haben. Mit der Ortsumfahrung befreien wir Oberau vom Durchgangsverkehr und erreichen so mehr Lebensqualität und Sicherheit bei weniger Lärm und Abgasen. Gleichzeitig kommt der Verkehr auf der B2 nun noch schneller voran“, erklärte Bernreiter.

Kernstück der Ortsumfahrung ist der rund drei Kilometer lange Tunnel, in dem der Verkehr in zwei getrennten Röhren mit jeweils zwei Fahrspuren um Oberau herumgeleitet wird. Am 25. November 2017 erfolgte der Tunneldurchschlag. Die Gesamtkosten der 4,2 Kilometer langen Umfahrung betragen rund 260 Millionen Euro, die der Bund als Baulastträger der B2 übernimmt. Die Bundesstraße B2 stellt eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Region dar und ist die Fortsetzung der A 95 am Autobahnende bei Eschenlohe. Die Verkehrsbelastung liege weit über dem bayerischen Durchschnitt der Bundesstraßen. Im Ortsbereich von Oberau betrug die durchschnittliche tägliche Verkehrsbelastung zuletzt rund 26.000 Fahrzeuge pro Tag.

-stmb- Bild: stmb

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Radoffensive
„Klimaland Bayern“

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Region Bayern – Rückenwind für den Radverkehr in Bayern: Verkehrsminister Christian Bernreiter hat Urkunden an Kommunalvertreterinnen und -vertreter aus ganz Bayern überreicht, deren Projekte in die „Radoffensive „Klimaland Bayern aufgenommen wurden. Damit profitieren sie von einem erhöhten Fördersatz von 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Außerdem werden über die bauliche Realisierung hinaus auch Machbarkeitsstudien und Planungen gefördert. „Die Radoffensive ist die Spitze unserer bayerischen Radverkehrsförderung. Wir stärken die bestehende Radverkehrsförderung und geben dem Radverkehr in Bayern nochmal extra Rückenwind. Es geht uns vor allem um innovative Ideen, die den Radverkehr voranbringen, deshalb fördern wir Machbarkeitsstudien und Planungen. Teil des Programms sind auch interkommunale Vorhaben, Radwege an Bahnlinien und durch Wälder. Dafür stellen wir heuer insgesamt zehn Millionen Euro bereit“, so Bernreiter.

Bei der Auswahl der Projekte wurde darauf geachtet, dass diese Verbesserungen für Fahrradfahrerinnen und -fahrer bringen, bald angegangen werden können und sowohl im städtischen Umfeld als auch im ländlichen Raum liegen. Ausgewählt wurden 27 Projekte aus 31 Kommunen, die über ganz Bayern verteilt sind. Die Landeshauptstadt München beispielsweise plant eine schnelle, rund vier Kilometer lange Radverbindung entlang der Ständlerstraße mit abschnittsweiser Aufständerung an Knotenpunkten. Die Stadt Haßfurt in Unterfranken möchte auf der ehemaligen Bahntrasse „Hofheimerle“ auf einer Länge von 1,5 Kilometern einen Geh- und Radweg errichten und die Stadt Roding in der Oberpfalz plant eine Seilbahn für Radfahrer zur Querung des Flusses Regen. Insgesamt hatten sich 206 Kommunen mit 325 Projekten für die Radoffensive beworben.

-stmb- Bild: am

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Lkw-
Blockabfertigungen

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Region Bayern/Kufstein/Brenner – Auf Initiative von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Tirols Wirtschaftslandesrat Anton Mattle begleiten ab sofort Vertreter der Handels- und Wirtschaftskammern von München und Oberbayern, Tirol und Südtirol die Lkw-Dosiermaßnahmen stichprobenartig an der Brennerstrecke. “Gemeinsam wollen wir den Wirtschaftsverkehr entlang der Brennerstrecke entzerren und die festgefahrene Situation entschärfen. Deshalb setzen wir mit unseren Partnern aus Tirol und Südtirol auf eine transparente Zusammenarbeit. Die Vertrauensleute sind Experten, die das Vertrauen der Wirtschaft haben. Sie werden genau hinschauen und über die Maßnahmen objektiv berichten. Dadurch bringen wir wieder neue Bewegung in die Sache. Aber auch die Bundesregierung muss endlich handeln. Der Güterverkehr auf der Bahn muss preislich attraktiver werden, notfalls mit Zuschüssen, dann können wir die Straße entlasten. Über 20 Kilometer lange Lkw Staus – wie in diesen Tagen sind eine Zumutung für alle Beteiligten”, so Aiwanger.

Tirols Wirtschaftslandesrat Anton Mattle betonte: „Ich freue mich, dass sich die Wirtschaftsvertreter von Bayern, Tirol und Südtirol gemeinsam vor Ort ein Bild über die Situation machen. Wir haben nichts zu verbergen und werden in enger Abstimmung mit der ASFINAG auch Zahlen, Daten und Fakten zur Verfügung stellen. In den kommenden Wochen wird es auf Grund der Feiertage neben der hohen Lkw-Dichte zu vermehrtem Urlaubsverkehr auf der Brennerroute kommen. Aus diesem Grund erreichen wir auf der Autobahn Kapazitätsgrenzen, die uns aktuell zur Dosierung zwingen, um einen Verkehrskollaps zu verhindern. Für mich ist aber klar, dass die Wirtschaft in Bayern, Südtirol und Tirol Mobilität braucht. Diese Mobilität muss aber im Einklang mit Mensch, Natur und
Infrastruktur stehen. Der im Jahr 2019 beschlossene „Zehn-Punkte-Plan Brenner“ zeigt einen klaren Weg auf, wie wir gemeinsam daran arbeiten können, um die Situation zu verbessern. Kurzfristig müssen wir auf ein gemeinsames, intelligentes Verkehrsleitsystem, welches bereits in München startet, setzen, mittelfristig brauchen wir eine gemeinsame Kraftanstrengung für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene.“

Die Vertrauensleute sind Verkehrsexperten der IHK für München und Oberbayern, der Wirtschaftskammer Tirol und der Handelskammer Bozen. Sie werden u.a. die Lkw-Dosierungen und Fahrverbote vor Ort beobachten, die Umsetzung und den Umfang der Auswirkungen dokumentieren sowie die durchgeführten Maßnahmen bewerten und ihre sachliche Begründung prüfen. Die Vertrauensleute haben eine beratende Funktion für die Politik. Grenzüberschreitend werden ihre Ergebnisse den zuständigen Behörden, Kammern und Branchenverbänden zur Verfügung gestellt.

“Die aktuelle Situation zeigt, dass einseitige Maßnahmen nicht zur Zufriedenheit aller funktionieren und dass nur eine abgestimmte Vorgehensweise zur Problemlösung beitragen kann. Die Einsetzung der Vertrauensleute ist dabei ein Schritt in die richtige Richtung“, erklärte Dr. Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen. Georg Dettendorfer, Vizepräsident der IHK für München und Oberbayern ergänzte: “Der reibungslose Brenner-Transit ist von größter Bedeutung für die Wirtschaft. Wir brauchen dringend Lösungen, darunter auch den raschen Kapazitätsausbau bei der Bahnverladung. Der Transit-Konflikt darf auf keinen Fall weiter mit Mega-Rückstaus auf der oberbayerischen Seite der Inntalautobahn eskaliert und auf dem Rücken der Lkw-Fahrer, Spediteure und Anwohner ausgetragen werden. Die neue Zusammenarbeit mit den Vertrauensleuten der Wirtschaftskammern ist ein guter Anfang.”

-stmwi-

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Jahres-
statistik
des Polizeiverwaltungsamts

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Region Bayern – 2021 wurden auf Bayerns Straßen trotz coronabedingt geringerem Verkehrsaufkommen deutlich mehr Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Insgesamt waren es 1.101.806, was einem Plus von 9,5 Prozent im Vergleich zu 2020 entspricht. Dies ergibt sich aus der Jahresstatistik des Bayerischen Polizeiverwaltungsamts (PVA). In 35.851 Fällen gab es aufgrund gravierender Tempoübertretungen ein Fahrverbot vom mindestens einem Monat. “Das sind Tausende Fälle von grober Unvernunft und Rücksichtslosigkeit”, erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Seine klare Warnung an alle unverantwortlichen Raser lautet: “Wo mahnende Worte nicht helfen und der Verstand aussetzt, wird mit Bußgeldbescheiden und Fahrverboten nachgeholfen. Die Bayerische Polizei verstärkt die Geschwindigkeitskontrollen in diesem Jahr!”. Nach dem Wegfall der Corona-Maßnahmen hat die Polizei laut Herrmann wieder mehr Zeit für Verkehrskontrollen. Zu schnelles Fahren sei für rund ein Viertel der Verkehrstoten auf Bayerns Straßen verantwortlich. 2021 wurden in Bayern insgesamt 109 Personen durch Geschwindigkeitsunfälle getötet.

-stmi-

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Erstes
vollautomatisches
Lastenrad-Mietsystem

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Region Wunsiedel – Die Stadt Marktredwitz, im oberfränkischen Landkreis Wunsiedel, hat eine neue Attraktion. Kürzlich hat die Stadt das erste vollautomatische Lastenrad-Mietsystem in Bayern eröffnet. Die Besucherinnen und Besucher des „MAKBAD Naturbads“ konnten vor Ort die neuen städtischen Lastenräder ausprobieren und sich über das Mietsystem informieren. Insgesamt zehn Lastenräder an fünf Mietstationen im Stadtgebiet stehen zur Ausleihe bereit. Die Standorte und die Verfügbarkeit der Räder kann über die „LastenradBayern-App“ eingesehen werden.

Das Bayerisches Verkehrsministerium fördert mit dem Modellprojekt „Lastenrad mieten, Kommunen entlasten“ sieben Modellkommunen in ganz Bayern. In diesen Kommunen werden vollautomatische Lastenrad-Mietsysteme installiert und erprobt. Dabei wird untersucht, ob durch die Lastenräder Autofahrten ersetzt wurden und welche verkehrliche Verbesserung dadurch in den Kommunen erreicht wurde.

Während öffentliche und private Mietsysteme für Fahrräder heute in vielen Städten zum Alltag gehören, sucht man vergleichbare Angebote für Lastenräder meist vergeblich. Dies soll geändert werden. Lastenräder seiensehr flexibel. Man könne damit u.a. die Kinder zur Kita fahren, sperriges Gepäck oder einen Großeinkauf transportieren. Lastenräder seien ein attraktives Angebot im Verkehrsmix und könnten helfen, Fahrten mit dem Auto zu ersetzen.

„Als Oberbürgermeister der Stadt Marktredwitz bin ich sehr froh, dass wir als eine von sieben Kommunen im Freistaat für das Modellprojekt‚ „Lastenrad mieten, Kommunen entlasten“ ausgewählt wurden. Unser Konzept einer „Stadt der kurzen Wege“ erlaubt es bereits, viele Dinge des Alltags ohne das Auto zu erledigen. Dank des Lastenrad-Mietsystems werden in Zukunft auch der Großeinkauf oder das Transportieren von schweren Paketen ohne Probleme dazugehören. Wir freuen uns besonders, dass wir nun als erste der Modellkommunen starten können und hoffen, dass unsere Bürgerinnen und Bürger diese umweltfreundliche und günstige Alternative begeistert nutzen werden“, betonte Oliver Weigel, Oberbürgermeister der Stadt Marktredwitz.

Da viele Menschen eine private Anschaffung wegen oftmals hoher Kosten scheuen, hat das Bayerische Verkehrsministerium ein Modellprojekt ins Leben gerufen, für das sich alle Städte und Gemeinden in Bayern mit bis zu 130.000 Einwohnern bewerben konnten. Eine Fachjury mit Vertreterinnen und Vertretern des Verkehrsministeriums, des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) und der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) hat aus den Bewerbungen sieben Städte und Gemeinden ausgewählt, darunter auch Marktredwitz. Auch in Cadolzburg, Freising, Lindau, Passau und Würzburg sollen im Jahr 2022 die Lastenrad-Mietsysteme eröffnet werden, bei denen der Freistaat bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten für die Anschaffung der Räder, die Einrichtung von Stellplätzen und die digitalen Komponenten des Verleihsystems übernimmt. Zusätzlich wurde die Gemeinde Lechbruck als Sonderprojekt aufgenommen, um die Nutzung von Lastenrädern in einem Erholungsort zu testen. So soll untersucht werden, welche Faktoren ausschlaggebend sind, damit Lastenräder von möglichst vielen intensiv genutzt werden. Weitere Informationen: https://www.lastenrad.bayern.de.

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Obstbrand-
prämierung

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Region Bayern – Für die herausragenden Ergebnisse ihrer Produkte bei der „Bayerischen Obstbrandprämierung“ wurden die zehn besten Edelbrenner Bayerns mit dem Bayerischen Staatsehrenpreis ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Bayerische Staatsregierung hervorragende bayerische Brennkunst. Die diesjährigen Preisträger wurden auf der Grundlage von insgesamt 546 Produktproben ermittelt, welche die Brennereien zur Obstbrandprämierung eingereicht hatten. Die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau und eine Expertenjury hatten die edlen Brände analytisch und sensorisch geprüft und sie anonymisiert bewertet. Die Verleihung des Bayerischen Staatsehrenpreises für Edelbrenner ist ein zentrales Element der Initiative „Bayern Brand – Wir brennen für Bayern“ des Ministeriums und der drei Klein- und Obstbrennerverbände der Regionen Franken, Lindau und Südostbayern. Informationen dazu gibt es unter www.bayern-brand.de.

-stmelf- Bild: am

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Siegerehrung
bei der
„Deutschen Junioren-
meisterschaft
der Hauswirtschaft“

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Region Miesbach – Nachdem coronabedingt der Wettbewerb „Juniorenmeisterschaft der Hasuwirtschaft“ in den vergangenen zwei Jahren entfallen musste, konnte er dieses Mal im Onlineformat durchgeführt werden. Im Jahr 2019 ging der erste Preis an Stefanie Huber vom BSZ Miesbach. Lena Leichmann trat dieses Jahr an, um den Titel zu verteidigen und war erfolgreich. Unter dem aktuellen Motto: „Mit Resilienz durch Krisen – Was Familien und Haushalte stark macht“, mussten die Teilnehmer ihr Können unter Beweis stellen. Mit ihrer „herausragenden Teamfähigkeit, Kreativität, Gründlichkeit, strukturierten Arbeitsweise und ihrem situativen Feingefühl“, wie Margarete Engel, als Vertreterin des „Bundesverbandes hauswirtschaftlicher Berufe“ in ihrer Rede betonte, überzeugte Lena die Jury und konnte den Pokal wieder nach Miesbach holen. Die Preisverleihung fand im kleinen Rahmen im BSZ Miesbach statt.

-am- Bild: bszmb

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Jugend-
kulturpreisverleihung

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Bei der Siegerehrung v.l.:
Josef Falch, Vorsitzender des Kreisjugendring Augsburg-Land, Maria Kaiser und Landrat Martin Sailer

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Region Augsburg – In diesem Jahr hat der Landkreis Augsburg gemeinsam mit dem Kreisjugendring Augsburg den 10. Jugendkulturpreis unter dem Motto „#ALLTAGSHELDEN – Was beeindruckt Dich? Was begeistert Dich?“ mit insgesamt 3.000 Euro ausgeschrieben. Dabei waren alle künstlerischen Ausdrucksformen erlaubt – egal, ob Film, Musik, Tanz, Mode oder Malerei. Oberstes Ziel des Preises, der alle zwei Jahre ausgeschrieben wird, ist es, junge Menschen zu motivieren, sich mit aktuellen politischen Themen auseinanderzusetzen. Insgesamt waren in diesem Jahr elf Bewerbungen von über 65 Jugendlichen im Alter von 12 bis 26 Jahren eingegangen, wovon die drei besten Werke kürzlich bei einer Feierstunde prämiert wurden. Landrat Martin Sailer zeigte sich beeindruckt: „Alle Werke der Jugendlichen können sich wirklich sehen lassen, worauf Ihr, liebe Gewinnerinnen und Gewinner, stolz sein könnt. In jedem Fall haben alle Teilnehmenden mit ihren kulturellen und künstlerischen Ideen ihre Statements für eine bessere Welt zum Ausdruck gebracht.“

Den 1. Preis erhielt Maria Kaiser. Mit ihrem Gemälde „Die Kinder unserer Welt“ konnte sie die Jury überzeugen. Das Werk ist 100 x 100 cm groß und zeigt drei Kinder, die repräsentativ für alle Kinder stehen sollen. Auf der linken Seite ist ein Kind mit Maske zu sehen, in der Mitte eines mit herzlichem Lachen und auf der rechten Seite ein Kind mit entschlossenem und starkem, kämpferischen Blick. Der 2. Preis ging an die Jugendgruppe aus Dinkelscherben, bestehend aus elf Jugendlichen. Sie hatte sich entschieden, einen Film zu drehen, in dem viele „Alltagshelden-Momente“ aufgegriffen werden. Ziel der Gruppe war es, ihre Ideen an andere junge Menschen als Impuls mit auf den Weg zu geben. Der Kurzfilm wurde zu einer Art Handlungsempfehlung. Den 3. Preis erhielt Lukas Solcher. Mit seiner Skulptur „Die Ameise – eine Alltagsheldin“ hat Lukas Solcher die Stärke der Ameise symbolisiert.

-laa- Bild: Ufuk Calisici

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Entlastung
kleiner
Schlachtbetriebe

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Region Bayern – Die Bayerische Staatsregierung will kleine Schlachtbetriebe finanziell entlasten und so die regionale Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte in Bayern konsequent stärken. Es wurde deshalb ein Konzept zur grundlegenden Änderung der Fleischhygienegebühren beschlossen. Mit der Gebührenänderung will man faire Rahmenbedingungen für kleine handwerkliche Schlachtbetriebe sicherstellen. Ziel sind verringerte und vor allem einheitliche, pro geschlachtetem Tier anfallende Gebühren der amtlichen Überwachung. Aktuell sind die Gebühren pro Tier in kleineren, handwerklich strukturierten Schlachtbetrieben teilweise deutlich höher als in großen Schlachthöfen und variieren in ihrer Höhe zwischen den verschiedenen Landkreisen. Von den geplanten Verbesserungen sollen rund 1.500 Schlachtbetriebe bayernweit profitieren, was in etwa 95 Prozent aller Schlachtbetriebe im Freistaat entspricht.

Europarechtlich bestehe die Vorgabe, dass für amtliche Kontrollen in Schlachthöfen Gebühren zu erheben sind. Die derzeit in Bayern bestehende Gesetzeslage sieht dementsprechend die Erhebung kostendeckender Gebühren durch die Landkreise und Städte vor. Für kleinere Schlachtbetriebe ermöglicht das EU-Recht jedoch Abweichungen davon. Die genaueren Modalitäten sollen nun gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden festgelegt werden. Zum Ausgleich der Gebührenrückgänge in den Kommunen infolge einer Gesetzesänderung werden vom Freistaat bis zu fünf Millionen Euro jährlich zur Verfügung gestellt. Geplant ist die Änderung der Rechtsvorschriften für Anfang 2023.

-bsr-

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Neues
Energiepaket
„REPowerEU“

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Die EU-Kommission hat den so genannten “RePowerEU-Plan” zur Umgestaltung des europäischen Energiesystems vorgestellt. Unter anderem soll der Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2030 auf 45 Prozent steigen. Bisher lag der Zielwert bei 32 Prozent. Anlagen für Erneuerbare Energien sollen in Zukunft als „im „überragenden öffentlichen Interesse“ liegend eingestuft werden. Dazu Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: “Wir müssen uns die energiepolitischen Pläne aus Brüssel genau anschauen. Maßnahmen wie die Förderung von Biomethan sind natürlich begrüßenswert, können aber zu Zielkonflikten mit der Wärme- und Stromproduktion durch Biogas führen. Wenn die EU Nägel mit Köpfen machen will, dürfen nicht gleichzeitig bestimmte Energieträger benachteiligt werden.” Aiwanger kritisiert insbesondere, dass für Biomassefeuerungsanlagen keine vereinfachten Verfahrens- und Genehmigungsverfahren gelten sollen: “Das lehnen wir kategorisch ab. Brüssel nennt keinen plausiblen Grund, warum Biomassefeuerungsanlagen schlechter gestellt werden sollen als beispielsweise Photovoltaik oder Windenergie.”

Kritisch sieht der bayerische Energieminister auch den Plan für eine stärkere Regionalisierung der Stromgebotszonen. Aiwanger: “Bayerns Position dazu hat sich nicht verändert. Innerhalb Deutschlands darf es nicht zwei unterschiedliche Strompreiszonen geben. Der gesamte Süden müsste mit einer deutlichen Steigerung der ohnehin schon teuren Strompreise rechnen. Eine solche Perspektive wäre ruinös für den Wirtschafts- und Industriestandort Bayern und muss verhindert werden.” Positiv beurteilt Aiwanger hingegen die Beschleunigung zum Aufbau einer europäischen Wasserstoffwirtschaft: “Ohne Wasserstoff werden wir die Klimaziele nicht einhalten können. Diese Botschaft ist mittlerweile auch in Brüssel angekommen. Mit den geplanten Energiepartnerschaften und Wasserstoffkorridoren über Nordsee und Mittelmeer bestätigt die EU den bayerischen Weg. Bayern und der süddeutsche Raum müssen an das künftige Wasserstoffnetz angeschlossen werden.”

Zustimmung kommt ebenfalls zur EU-Solarstrategie. Bis 2025 will die EU ihre Photovoltaik-Leistung verdoppeln, bis 2030 sollen 600 GW PV-Leistung neu installiert werden. Mitgliedsstaaten sollen ferner auch Agri-PV als Doppelnutzung von Agrarflächen prüfen. “Gerade in Bayern gibt es dafür großes Potenzial. Die ersten erfolgreichen Ausschreibungen der Bundesnetzagentur bestätigen das”, resümierte Aiwanger.

-stmwi-

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Mehr als
2000 Pilger
bei der Trachtenwallfahrt in Birkenstein

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Region Miesbach – Die Trachtenwallfahrt des Oberlandler Gauverbandes fand traditionell an Christi Himmelfahrt statt. Bereits seit 1923 treffen sich die Trachtler zur gemeinsamen Wallfahrt in Fischbachau-Birkenstein. So kamen heuer mehr als 2000 Pilger aus rund 50 Vereinen zusammen, um beim gemeinsamen Gebet zur Wallfahrtskirche Birkenstein zu gehen. An der Gnadenkapelle Maria Himmelfahrt erwartete die Trachtler ein von den Nonnen liebevoll geschmückter Altar. Die Messe wurde dieses Jahr von Dekan Thomas Neuberger gehalten und von der Fischbachauer Blasmusik umrahmt.

-am- Bild: ogv

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