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Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus
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KW 03 – 2026
12. – 18. 01. 2026
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Handball-EM
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Alle deutschen Spiele mit dem ARD und dem ZDF im TV, so viele Livestreams wie noch nie und umfassende Berichterstattungen auf allen Plattformen: Am 15. Januar startet das erste sportliche Großereignis des Jahres, und zwar die »Handball-EM 2026« in Dänemark, Schweden und Norwegen. Los geht’s direkt am Donnerstag, 15. Januar, mit dem Spiel Deutschland – Österreich, das ab 20:15 Uhr (Anwurf 20:30 Uhr) im Ersten live aus Herning übertragen wird. Zwei Tage später, am Samstag, 17. Januar, zeigt Das Erste die zweite Vorrunden-Begegnung der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien live ab 20:15 Uhr (Anwurf: 20:30 Uhr). Wenn das deutsche Team die EM-Hauptrunde erreicht, sind zwei der vier Spiele, die ebenfalls in Herning ausgetragen werden, im Ersten zu sehen. Außerdem würde ein Halbfinale mit Deutschland bei der ARD gezeigt werden.
Alle deutschen Spiele gibt es live parallel in der ARD Mediathek, dazu ca. 40 weitere EM-Spiele im Livestream. »Unser Streaming-Angebot ist so umfangreich wie noch nie bei einer Handball-EM. Gemeinsam mit dem ZDF können wir eine Vielzahl der nicht-deutschen Begegnungen zeigen und so einen großartigen Einblick in das gesamte Turnier gewähren«, so ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. In der ARD Mediathek gibt es außerdem Zusammenfassungen, Highlights und Relives zu sehen. Die deutschen Spiele werden darüber hinaus in der Audio-Vollreportage angeboten (ARD Audiothek und sportschau.de), im ARD-Hörfunk zusätzlich Talks, Gespräche, Interviews und vieles mehr. Umfassend berichte die ARD auch auf sportschau.de und über Social Media. Alex Schlüter moderiert die Sendungen von der Handball-EM im Ersten, mit dem erfahrenen Experten Dominik Klein an seiner Seite. Reporter im TV ist Florian Naß, auch dieses Mal wieder unterstützt von Ex-Nationalspieler und Weltmeister von 2007 Johannes Bitter. Die Federführung für die Übertragungen von der Handball-EM in der ARD liegt beim Norddeutschen Rundfunk.
Neu in der ARD Mediathek ist außerdem seit dem 7. Januar 2026 die Dokumentation »Generation Goldjungs – unsere neuen Handballstars« über drei der größten deutschen Handballtalente: Renārs Uščins, wurfgewaltiger Rückraumspieler und Deutschlands Handballer des Jahres 2024 aus Hannover; David Späth, emotionsgeladener Torhüter aus Mannheim, der nicht nur wegen seiner Körpergröße von 2,02 Metern herausragt, und Marko Grgić, Rückraumspieler der SG Flensburg-Handewitt und Bundesliga-Torschützenkönig 2024/25. Sie bilden zusammen ein Trio, das nach Silber bei Olympia 2024 nun bei der EM den ersten Titel seit 2016 gewinnen möchte.
-ard-
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Schenkung
für das
Museum Miesbach
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Region Bayern – Eine sehr umfangreiche Sammlung mit insgesamt 223 historischen Wachsstöcken und weiteren Gegenständen – aus dem Erbe von Dr. Hilde Meier-Schnell – durfte Stadthistoriker Alexander Langheiter kürzlich von Andrea und Dr. Florian Meier im großen Sitzungssaal des oberbayerischen Rathauses Miesbach entgegennehmen. »Unsere Mutter sammelte gut 25 Jahre aus Leidenschaft unter anderem Wachsstöcke. Sie fand sie meist auf Auktionen. In der Sammlung befinden sich plastische Darstellungen, christliche Votivtafeln und Reliefbilder, welche sie testamentarisch der Stadt Miesbach hinterlassen hat«, betonte Dr. Meier.
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Bei der Übergabe exemplarischer Schenkungsstücke v.l.: Astrid Güldner (2. Bürgermeisterin der Stadt Miesbach),
Alexander Langheiter (Historiker und Kunsthistoriker der Stadt Miesbach) sowie Dr. Florian Meier und Andrea Meier.
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Erfreut über die großzügige Schenkung erklärte Stadthistoriker Alexander Langheiter, dass auch in der Stadt Miesbach, und zwar im damaligen »Cafe Lebzelter«, die Kunst des Wachsziehens beheimatet war und dass dies zur Kulturgeschichte der Stadt Miesbach gehöre. Die sogenannten »Votivgaben«, »Wachsstöcke« mit christlichen Motiven, Männer und Frauen in betender Haltung, Tiere und Häuser, wurden vorallem im 16., 17. und 18. Jahrhundert bei Wachsziehern gekauft und in Wallfahrtskirchen geopfert, um damit himmlischen Beistand bei Krankheit und anderen Notlagen zu erbitten oder für eine erhaltene Hilfe zu danken. Ferner wurden die kleinen Kunstwerke aus echtem Bienenwachs, weshalb sie sehr wertvoll waren, zu kirchlichen Anlässen – wie Kommunion oder Hochzeit – geschenkt, waren oftmals Teil der Aussteuer und schmückten in der guten Stube den »Herrgottswinkel«, um Schaden von Haus, Hof, Mensch und Tier abzuhalten. Ausserdem seien die »Model«, so nennt man die Formen zur Herstellung der Votivgaben, seit Jahrhunderten die selben geblieben, weshalb sich kaum das Alter der hübschen Kunstwerke feststellen lasse und eine monetäre Taxierung dadurch erschwere, so Langheiter.
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Exemplarische Anschauungsstücke der Schenkungsgegenstände
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Ebenso erfreut zeigte sich Astrid Güldner, 2. Bürgermeisterin der Stadt Miesbach: »Es ist schon was besonderes, etwas so schönes geschenkt zu bekommen, wobei der Wert nicht zu beziffern ist. Die Sammlung ist gut im Stadtmuseum Miesbach aufgehoben«. Ferner teilte Alexander Langheiter mit, dass, bevor ein Ausstellungstermin festgesetzt werden könne, die Sammlung noch komplett gesichtet und konservatorisch bearbeitet werden müsse. Diese Arbeit professionell durchgeführt, brauche eine gewisse Zeit.
-am- Bilder: am
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Bauen
mit Holz
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Region Baden-Württemberg – Bauen mit Holz werde in Baden-Württemberg künftig noch einfacher und in einem breiteren Anwendungsbereich möglich. Das baden-württembergische Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen hat nun eine neue Fassung der »Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen« (VwV TB) erlassen und eine neue »Holzbau-Richtlinie« (HolzBauRL) als technische Baubestimmung veröffentlicht. »Wir machen den Weg frei für mehr Bauen mit Holz: Mit unserer neuen Holzbau-Richtlinie wird das Bauen mit Holz auch dort ermöglicht, wo strengere Brandschutzanforderungen bestehen. Das schafft Planungssicherheit und spart Zeit und Geld«, erklärte Baden-Württembergs Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi. Die neuen Regelungen treten am 12. Januar 2026 in Kraft.
Die »Holzbau-Richtlinie« konkretisiere die Brandschutzanforderungen an mehrgeschossige Gebäude in Holzbauweise. Damit sollen künftig noch mehr innovative und nachhaltige mehrgeschossige Holzgebäude entstehen. Die bisherigen Grenzen bei der Anwendung sollen deutlich erweitert werden: Beispielsweise werde die Holztafelbauweise nun auch bei Gebäuden der »Gebäudeklasse 5« – wie zum Beispiel großen Mehrfamilienhäusern oder Bürogebäuden über 13 Metern Höhe – und grundsätzlich auch bei Sonderbauten möglich. Bei Sonderbauten könnten dafür weitergehende Anforderungen wie zum Beispiel Brandschutzgutachten notwendig werden.
Vorreiter beim Thema Holzbau
Künftig gebe es in Baden-Württemberg auch in der »Holzbauweise« keine generelle Größenbegrenzung von Nutzungseinheiten in »Gebäudeklasse 5 mehr«. Dabei werde jedoch bei größeren Raumzusammenhängen und bei bestimmten Sonderbauten, wie insbesondere Krankenhäusern, verbindlich ein Brandschutzgutachten gefordert. »Baden-Württemberg bleibt damit weiterhin Vorreiter beim Thema Holzbau«, so Razavi. Baden-Württemberg erleichterte bereits seit Jahren das Bauen mit Holz, indem es die technisch nicht gerechtfertigten Beschränkungen abbaue und seine Technischen Baubestimmungen entsprechend anpasse. »Mit der Muster-Holzbau-Richtlinie ist die Bauministerkonferenz unserem Beispiel aus Baden-Württemberg gefolgt. Wir haben nicht nur einen Trend gesetzt – er ist jetzt Standard für ganz Deutschland«, betonte Razavi.
Fünf Richtlinien, zwei Verwaltungsvorschriften
Die »Holzbau-Richtlinie« des Landes Baden-Württemberg sei eine von fünf Richtlinien, die das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen aktualisiert habe. Sie sollen zusammen mit der Neufassung der »VwV TB« sowie der Verwaltungsvorschrift Feuerwehrflächen zur Anpassung an die letzte Änderung der Landesbauordnung veröffentlicht und als Technische Baubestimmungen bekanntgemacht werden. Ab dem 12. Januar 2026 gelten somit über die Landesgrenzen hinweg weitgehend einheitliche technische Regelungen für die Planung, Bemessung und Ausführung von Gebäuden und baulichen Anlagen. Dies baue Hemmnisse bei Planung und Bau von Gebäuden insbesondere im Wohnungsbau ab.
-lbw-
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Unterstützung
für Opfer
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der Brandkatastrophe
von Crans Montana
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Region Schweiz – Mit vereinten Kräften setzten sich der Bund und die kantonalen Opferhilfestellen der Schweiz dafür ein, dass die Betroffenen jetzt und in Zukunft rasch und unbürokratisch die notwendige Hilfe erhalten. Das Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) prüfe, ob zusätzliche Massnahmen notwendig seien, um die Opfer und ihre Angehörigen angemessen zu unterstützen. Opfer einer Straftat und deren Angehörige hätten gestützt auf das Opferhilfegesetz (OHG) Anspruch auf Unterstützung durch die Opferhilfe. Diese umfasse sowohl die unmittelbare Soforthilfe, als auch mittel- und längerfristige Leistungen. Für die Ausrichtung der Soforthilfe seien die kantonalen Opferhilfestellen verantwortlich.
Das EJPD und die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und -direktoren (SODK) hätten angesichts der massiven Folgen der Brandkatastrophe in Crans Montana ihre Zusammenarbeit im Bereich der Soforthilfe intensiviert. Kürzlich habe unter der Leitung der SODK eine erste Koordinationssitzung stattgefunden. Diese würden bis auf Weiteres wöchentlich stattfinden. Das EJPD werde durch das Schweizer Bundesamt für Justiz (BJ) vertreten. Ziel sei es, dass die Opferberatungsstellen über ausreichend Ressourcen verfügten, um auf die Bedürfnisse der Betroffenen einzugehen. Derzeit arbeiteten die SODK unter Einbezug des BJ daraufhin, dass die Leistungen der Opferhilfestellen in den Kantonen aufeinander abgestimmt werden. Auf Anfrage der Kantone stehe das BJ für weitere Unterstützung zur Verfügung.
Soforthilfe decke die unmittelbar notwendige Unterstützung
Die Soforthilfe beinhalte gemäss Opferhilfegesetz und den Empfehlungen der Sozialdirektorenkonferenz namentlich medizinische Leistungen, psychologische Betreuung, Reise- und Unterkunftskosten von Angehörigen. Ausserdem orientierten die Beratungsstellen die Opfer und ihre Angehörigen über ihre Rechte und möchten helfen das Geschehene zu verarbeiten. Weiter würden Fachleute die Betroffenen auch bei versicherungsrechtlichen oder strafprozessualen Fragen beraten. Für die ersten Beratungen bei einem Anwalt oder einer Anwältin würden ausserdem die Kosten durch die Opferhilfe übernommen. Aktuell seien die Opferhilfestellen daran, mit den betroffenen Personen und Familien im Inland und im Ausland Kontakt aufzunehmen.
Mittel- und längerfristige Unterstützung
Die Konsequenzen der Brandkatastrophe seien für die Opfer und ihre Angehörigen gravierend. Es sei absehbar, dass sie mit hohen medizinischen Kosten und komplexen Rechtsfragen konfrontiert werden. Diese betreffen beispielsweise die Leistungen der Haftpflicht-, Kranken- und Unfallversicherungen. Während die Soforthilfe die unmittelbar notwendige Unterstützung der Opfer und ihrer Angehörigen abdecke, sollen die nachgelagerten Opferhilfeleistungen den Betroffenen bei den mittel- bis längerfristig anfallenden Kosten eine ausreichende Unterstützung bieten. Betreffend Entschädigungs – und Genugtuungleistungen seien die kantonalen Opferentschädigungsbehörden zuständig. Diese könnten Vorschüsse auf Entschädigung gewähren, um beispielsweise Bestattungskosten oder Erwerbsausfälle zu übernehmen.
Das »Opferhilfegesetz« sehe ausserdem vor, dass der Schweizer Bund die Kantone für deren Leistungen der Opferhilfe finanziell unterstützen könne – namentlich wenn die Kosten der Opferhilfe infolge ausserordentlicher Ereignisse sehr hoch ausfallen. Darüber entscheide letztlich das Schweizer Parlament. Das EJPD prüfe, ob beim bestehenden Unterstützungsangebot Lücken bestehen und zusätzliche Massnahmen zugunsten der betroffenen Personen und deren Angehörigen erforderlich seien. Niemand solle durch das Netz der bestehenden Hilfsangebote fallen.
-bkch-
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Versorgung
von
wohnungslosen Menschen
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Region Vorarlberg – Aufgrund der aktuellen Berichterstattung stelle die zuständige Vorarlberger Landesrätin Martina Rüscher klar, dass die »Versorgung von wohnungslosen Menschen sowie von Personen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind«, gesichert sei. »Gerade in Zeiten steigender sozialer Herausforderungen und insbesondere während der kalten Jahreszeit hat dieser Bereich höchste Priorität. So wurden bereits die Öffnungszeiten im »dowas Treffpunkt« in Bregenz in den kalten Wintermonaten erweitert«, so Rüscher.
Die »Wohnungslosenhilfe« in Vorarlberg erhalte für ihre Leistungen im Jahr 2026 insgesamt ca. 12,95 Millionen Euro aus Mitteln des Sozialfonds, davon seien 7,45 Millionen Euro für Wohnplätze im Rahmen der stationären Wohnungslosenhilfe und 4,44 Millionen Euro für ambulante Wohnberatung und -betreuung vorgesehen. Für die 24 Notschlafstellenplätze würden Mittel in Höhe von 0,86 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Weitere 0,2 Millionen Euro seien für präventive Angebote – wie etwa für die Koordinationsstelle der Delogierungsprävention und das Soziale Netzwerk Wohnen – veranschlagt.
Der »Vorarlberger Sozialfonds« habe im Rahmen des Strukturprozesses in allen Sozialeinrichtungen, so auch in der Wohnungslosenhilfe, maximale Stundentarife festgelegt. Dies vor allem deshalb, weil bisher für die gleiche Leistung unterschiedliche Stundentarife verrechnet wurden. Alle Sozialeinrichtungen, so auch die Beratungen der Wohnungslosenhilfe, seien nun angehalten strukturelle Maßnahmen zu treffen, um diese Zielwerte bei den Tarifen einzuhalten. Es sei die klare Vorgabe gemacht worden, dass die direkte Leistung bei den Menschen, die Hilfe brauchten, nicht eingespart werden dürfe. In diesem Zusammenhang sei seitens des Landes Vorarlberg bereits im Dezember 2025 in Aussicht gestellt worden, dass für »allfälligen finanziellen Mehrbedarf« – insbesondere im Bereich der Notschlafstelle der Caritas – nach Vorliegen einer nachvollziehbaren und detaillierten Kalkulation eine entsprechende Lösung gefunden werde.
-vlk-
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Fernpass
Paket
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Region Tirol – Ein gesteigertes Mobilitäts- und Reisebedürfnis der Menschen treffe auf beschränkte Aufnahmekapazitäten auf der Straße entlang der Fernpassroute. Diese Kapazitäten würden auch so bleiben: Mit dem »Fernpass-Paket« werde es keinen Ausbau geben. Gebaut werde nur, um sicher und verlässlich über den Fernpass zu kommen und die Bevölkerung zu schützen. Gegen Jahresende soll der Bau des Fernpasstunnels mit der Errichtung der Baustraße im Bereich der Haarnadelkurve im Gemeindegebiet von Nassereith starten. Derzeit würden die Behördenverfahren laufen. »Was wir baulich machen, dient der Sicherheit. Die Tunnelprojekte Fernpasstunnel und zweite Röhre Lermooser Tunnel stehen für eine verlässlichere Anbindung«, betonte Landeshauptmann-Stellvertreter und Landesrat für Land- und Forstwirtschaft, Grundverkehr, Raumordnung, Straßenbau, Energie und Traditionswesen, Josef Geisler.
Auch für den Bau der zweiten Röhre des Lermooser Tunnels lägen die straßenrechtlichen Bewilligungen vor. Nachdem die Bestandsröhre des Lermooser Tunnels nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen entspreche, sei die Errichtung einer zweiten Röhre zum Schutz der Bevölkerung des Ehrwalder Beckens unbedingt notwendig. Ohne zweite Röhre würde während der Sanierung des Lermooser Tunnels über Monate der gesamte Verkehr durch Lermoos fließen. Geplanter Baustart beim Lermooser Tunnel sei 2027. Darüber hinaus werde die Region Außerfern mit einem eigenen Regionalförderungsprogramm gestärkt – konkret jeder Haushalt mit der »Außerfernförderung«. Dazu laufe derzeit die Ausschreibung, sodass diese im heurigen Jahr initiiert und den Haushalten zur Verfügung gestellt werden könne.
Die Maut werde überwiegend vom Durchzugsverkehr getragen
Rund 500 Millionen Euro (Preisbasis 2023) sollen in den kommenden Jahren in die Sicherheit und Lebensqualität der Bevölkerung investiert werden. Möglich seien all diese Maßnahmen im Außerfern und entlang der B 189 Mieminger Straße, weil das Land Tirol mit der Gründung der »Fernpassstraße« die Erhaltung und Bewirtschaftung der »B 179« an eine 100-prozentige Landestochter übertragen habe, die nach Fertigstellung des Fernpasstunnels eine sogenannte »Durchzugsmaut« nach dem »Verursacherprinzip« erheben werde. »Aus dem regulären Landesbudget wäre das Fernpass-Paket selbst ohne Sparzwang niemals stemmbar. Allein die zweite Röhre des Lermooser Tunnels wird 250 Millionen Euro kosten. Durchreisende zahlen die Investitionen«, so Geisler.
Generelle Mautausnahmen seien aufgrund der Vorgaben der Europäischen Union nicht möglich. Bei der Maut-Planung würden rechtliche Möglichkeiten genutzt, um auf die Bedürfnisse der Anrainerinnen und Anrainer einzugehen. Rückmeldungen aus der Bevölkerung und der Wirtschaft sollen bestmöglich berücksichtigt werden. Die Höhe des Mauttarifs könne nicht willkürlich festgesetzt werden: Sie müsse in einem angemessenen Verhältnis zu den Ausgaben für Investitionen, Erhaltung und Bewirtschaftung der Strecke stehen. »Heuer werden außerdem Verkehrserhebungen durchführt, deren Ergebnisse ebenfalls in das Tarifmodell und die Ausgestaltung der Mehrfahrtenkarten einfließen«, erklärte Klaus Gspan, Geschäftsführer der »Fernpassstraße« .
Das Land Tirol setze weiter auf LKW-Kontrollen, Fahrverbote und Verkehrsdosierungen
Die »B 179 Fernpassstraße« bleibe auch nach der Realisierung der Tunnelprojekte ein alpiner Verkehrsweg. Die verkehrslenkenden Maßnahmen dienten dem Schutz der Bevölkerung vor den Auswirkungen des Verkehrs. »Das LKW-Fahrverbot ist weiterhin notwendig – dass es auch rechtlich hält, untermauern mehrere Rechts- und verkehrstechnische Gutachten«, betonten Geisler und Verkehrslandesrat René Zumtobel. Das Fahrverbot für LKW mit Ausnahme des Ziel- und Quellverkehrs werde streng und laufend überwacht. »Über 1.400 LKW passieren den Fernpass pro Tag. Fünf Prozent der insgesamt durchschnittlich über 14.000 täglichen Fahrzeuge sind LKW mit 40 Tonnen. Im Zuge der engmaschigen LKW-Kontrollen hat die Polizei im gesamten Jahr 2025 insgesamt 889 Verletzungen des bestehenden Fahrverbots festgestellt und geahndet. Diese Kontrollen sind wichtig und werden selbstverständlich fortgesetzt – für die Sicherheit auf der Straße und den Schutz der Bevölkerung«, so Zumtobel. Dies gelte auch für die Fahrverbote für den Ausweichverkehr zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Dass Dosierungen sowie Fahrverbote für den Ausweichverkehr und für LKW notwendige Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen für die Bevölkerung seien – darauf mache in Kürze auch eine »Plakataktion« des Landes Tirol auf der B 179 Fernpassstraße aufmerksam.
Das »Fernpass-Paket« umfasse zahlreiche weitere Projekte
Das »Fernpass-Paket« bestehe aus mehr als den Tunnelprojekten. So seien auf der B 189 Mieminger Straße als Teil der Nord-Süd-Verbindung über den Fernpass per »Fernpass-Paket« bereits im vergangenen Jahr zahlreiche Maßnahmen zur Entlastung der Bevölkerung gesetzt worden, und zwar In Obsteig habe das Land Tirol eine neue Geh- und Radwegunterführung errichtet und den Lärmschutz verbessert. Der Rückbau der Ortsdurchfahrt sei abgeschlossen worden. Mit der Errichtung eines Bypass beim Kreisverkehr »Auf Arzill« in Imst sei die Entflechtung von Regional- und Durchfahrverkehr erfolgt. Im heurigen Jahr solle in Tarrenz gemeinsam mit der Gemeinde ein weiteres Projekt zu Verbesserung der Verkehrssicherheit insbesondere für Fußgänger umgesetzt werden. Seit kurzer Zeit folgten auch bayerische Regionen dem Tiroler Vorbild und setzte zum Schutz der Ortschaften auf »Abfahrverbote« für den Stauausweichverkehr von der Autobahn.
-lt-
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Verkehrskonzept
während der
Olympischen Winterspiele
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Region Südtirol – In Kürze finden in Antholz die olympischen Biathlon-Wettkämpfe statt. Während des gesamten Wettkampfzeitraums gelte im Zufahrtsbereich zum Antholzertal eine außerordentliche Verkehrsregelung. Zeitlich begrenzte Verkehrszonen sollen die Zufahrt zu bestimmten Gebieten mit speziellen Plaketten regeln. Das »Olympia-Verkehrskonzept« sehe drei Zonen vor, und zwar »Zone 0« (rot) für das Gebiet rund ums »Biathlonzentrum«, »Zone 1« (violett) für die Gebiete Antholz-Mittertal bis Antholz-Obertal und »Zone 2« (gelb) für die Zone Niederrasen bis Antholz-Mittertal. Für die Zufahrt zu jeder Zone sei ein sogenannter »Car Pass« erforderlich.
Die Zufahrtsbeschränkungen zur roten Zone (Biathlonzentrum, Antholzer See) seien seit dem 7. Januar aktiv. Hier würden, im Vergleich zur violetten und gelben Zone, zusätzliche Sicherheitsbedingungen gelten. Die violette Zone (Antholz-Mittertal bis Antholz-Obertal) sei an den Wettkampftagen von 8:00 bis 19:00 Uhr mit der nötigen Plakette zugänglich. In der gelben Zone (Niederrasen bis Antholz-Mittertal) gelte die zeitliche Verkehrseinschränkung von 8:00 bis 14:00 Uhr. Für Zone 1 und Zone 2 gelte: Beim Verlassen einer Zone sei kein »Car Pass« erforderlich, auch müsse er für Fahrten innerhalb derselben Zone nicht vorgezeigt werden. »Es handelt sich um verschiedene Arten von Pässen, die für die lokale Bevölkerung, Unternehmen, Pendlerinnen und Pendler sowie Gäste erstellt wurden, um den vom olympischen Protokoll vorgeschriebenen Verkehrseinschränkungen nachzukommen. Am Eingang des Antholzertals wird eine Ausgabestelle eingerichtet, wo Tageskarten bei Bedarf direkt vor Ort abgeholt werden können«, betonte der Bürgermeister von Rasen-Antholz, Thomas Schuster.
Zufahrt für Zuschauerinnen und Zuschauer
Alle, welche die olympischen Biathlonbewerbe vor Ort mitverfolgen wollen und dafür mit dem eigenen Fahrzeug anreisen, brauchen keinen »Car Pass«. Es genüge beim Kontrollpunkt am Kreisverkehr in Rasen die gültige Eintrittskarte vorzuweisen. Es werde allerdings empfohlen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Die Anreise könne dabei bis zum Bahnhof Olang erfolgen, dort sollen kostenlose Shuttlebusse zum Stadion bereit stehen. Für Besucherinnen und Besucher mit Behinderungen stehe ein spezieller Shuttle-Service zur Verfügung, dieser müsse jedoch vorab online reserviert werden.
Beantragung und Abholung des »Car Pass«
Bis zum 15. Januar 2026 können online unter https://passauto.milanocortina2026.org/it/ Mehrtagespässe beantragt werden. Abgeholt werden müssen die Mehrtagespässe im Rathaus in Rasen-Antholz oder im Tourismusbüro Antholzertal.
Garantierte öffentliche Mobilität
In der Zeit der Wettkämpfe verkehre die »Buslinie 431« zu den regulären Zeiten, Endstation sei in dieser Phase die Haltestelle »Wildgall«. Die »Shuttlebusse A, B und C« nach Antholz-Mittertal seien für alle Fahrgäste kostenlos. Detaillierte Informationen unter: https://passauto.milanocortina2026.org/de/home
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Jägerbataillone
jetzt Teil
der Luftstreitkräfte
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Region Salzburger Land – Bei einem Festakt in der »Salzburger Schwarzenberg-Kaserne« mit Österreichs Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler sowie zahlreichen Ehrengästen erfolgte die Übergabe der Führungsverantwortung über das »Jägerbataillon 8« und das »Jägerbataillon Salzburg« an die Luftstreitkräfte, die im Rahmen des Aufbauplans des Bundesheeres konsequent weiterentwickelt werden sollen.
»Gerade in einer sicherheitspolitisch fordernden Zeit ist der Schutz des Luftraumes ein unverzichtbarer Bestandteil unserer umfassenden Landesverteidigung. Salzburg hat sich dabei zum Herz und zum Hirn der österreichischen Luftstreitkräfte entwickelt. Neben der Kompetenz der Drohenabwehr werden nun auch Fliegerabwehrsysteme für kurze und mittlere Reichweite in der Schwarzenberg Kaserne stationiert werden. Die Präsenz der Fliegerabwehr in Salzburg ist ein klares Bekenntnis zur Sicherheit der Bevölkerung und zur Verantwortung des Bundesheeres gegenüber der Republik Österreich«, so Edtstadler.
Für Verteidigungsministerin Klaudia Tanner stehe nach der Beschaffung zusätzlicher Hubschrauber nun die bodengebundene Luftverteidigung im Mittelpunkt. »Wir führen die Luftverteidigung in ein neues Zeitalter und machen sie gleichzeitig zukunftsfit. Das gemeinsame Ziel ist, das Bundesheer verteidigungsfähig zu machen, damit Frieden, Neutralität und Bevölkerung geschützt werden können«, erklärte Tanner.
Drohnenabwehr
Eine moderne Drohnenabwehr sei der nächste Schritt in der Landesverteidigung. Um diese neuen Fähigkeiten rasch aufzubauen und organisatorisch zu bündeln, werde aus dem »Jägerbataillon 8« das »Fliegerabwehrbataillon 8«. Das »Jägerbataillon Salzburg« und die zusätzlichen Milizeinheiten sollen für den Schutz militärischer Ressourcen eingesetzt werden. Sie sollen Einsatzzentralen, Flugplätze und weitere sensible Strukturen schützen.
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Neue
Mega-
Wasserstoffanlage
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Region Niederösterreich – Ein Großprojekt in Bruck an der Leitha stehe für Umsetzungskraft, Innovation und Klimaschutz: Eine Investition der OMV in ein modernes »Wasserstoffprojekt«, welches nun durch eine Bundesförderung von bis zu 123 Millionen Euro unterstützt werde. Dies sei aus Sicht von Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ein starkes Signal für den Industrie-, Energie- und Innovationsstandort Niederösterreich. »Diese Mega-Investition der OMV, die nun auch durch eine substanzielle Förderung des Bundes unterstützt wird, freut mich sehr. Sie stärkt den Industrie- und Energiestandort Niederösterreich nachhaltig. In Bruck an der Leitha entsteht damit eine der größten Elektrolyseanlagen Europas. Das neue Mega-Projekt reiht sich unter die Top fünf der größten Wasserstoff-Anlagen Europas ein und zeigt eindrucksvoll, wie erneuerbare Energie, moderne Industrie und Klimaschutz erfolgreich zusammenspielen können. Es ist ein konkreter Beitrag zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit und ein sichtbares Beispiel für den eigenständigen niederösterreichischen Weg. Wir reden nicht über die Energiewende und die Modernisierung des Wirtschaftsstandorts – wir packen an und setzen um«, so Mikl-Leitner.
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Einzigartiges
Sport-Ausbildungszentrum
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Region Kärnten – Stams und Schladming gelten als die wohl bekanntesten »Sport-Ausbildungszentren« Österreichs. Ferner schaffe Kärnten nun mit dem »GoldEck« ein österreichweit einzigartiges »Sport Ausbildungszentrum für Olympiasieger und Profisportler« von morgen. Die Pläne dafür wurden kürzlich von kärntens Sportreferent und Landeshauptmann Peter Kaiser, Regionalitätsreferent LHStv. Martin Gruber, Bildungsreferent Landesrat Peter Reichmann und Spittals Bürgermeister Gerhard Köfer gemeinsam mit Bildungs- und Sportverantwortlichen des Landes präsentiert. Konkret entstehe am Standort der »Fritz-Strobl-Skimittelschule« und »Polytechnischen Schule« in Spittal an der Drau das »Leistungssportzentrum Spittal GoldEck« mit einem eigenen Internat. Es werde aber nicht nur für den Wintersport sein – über das »Schulsportleistungsmodell Kärnten« (SSLK) sollen ganze 32 Sportarten angeboten werden. Ferner solle mit dem »BORG Spittal« eng zusammengearbeitet werden. Das Projekt gehe jetzt in die Detailplanung, soll im Herbst starten und in eineinhalb bis zwei Jahren abgeschlossen sein.
Peter Kaiser erklärte, dass dieser Campus für Bildung und Spitzensport einzigartig in Österreich sein werde. Für 250 bis 300 Schülerinnen und Schüler werde es hier eine duale Ausbildung der Sonderklasse geben. »Das Leistungssportzentrum wird ein bis weit über die Grenzen unseres Bundeslandes hinausstrahlender Leuchtturm sein, der die Attraktivität Kärntens als Sport- und Bildungsland sowohl bei der jungen einheimischen Bevölkerung als auch darüber hinaus steigern und auf ein neues Level heben wird. Die Ausbildung hier wird jungen Menschen noch bessere Chancen eröffnen«, so Kaiser. Er verwies auch auf die österreichweit unerreichte Zahl an Olympiasiegen – 13 an der Zahl – die von Franz Klammer, Karl Schnabl über Thomas Morgenstern, Martin Koch bis hin zu Fritz Strobl, Anna Gasser, Kathi Truppe reichen und aus einer Region, nämlich Spittal an der Drau, kommen würden.
-lktn-
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Psychoaktive
Gummibären
im Kinderzimmer
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Region Burgenland – Angesichts der zunehmenden Verbreitung sogenannter »Edibles« mit psychoaktiven Inhaltsstoffen möchte sich die burgenländische Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner mit einem eindringlichen Appell an Eltern richten. Derzeit befindet sich eine Novelle des »Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetzes« (LMSVG) in Begutachtung, die das Inverkehrbringen bestimmter psychoaktiver Stoffe künftig klar regeln und verbieten soll – zum Schutz der Gesundheit, insbesondere jener von Kindern und Jugendlichen. »Was harmlos aussieht wie ein Zuckerl oder ein Keks, kann hochgefährlich sein. Diese Produkte sind oft bunt, süß und leicht verfügbar – genau das macht sie für Jugendliche so riskant. Es braucht vor allem ein Bewusstsein seitens der Eltern, dass hier reale Gesundheitsgefahren lauern«, warnte Haider-Wallner.
Bei »Edibles« handelt es sich um essbare Produkte wie Fruchtgummis, Kekse, Schokoladen, Getränke oder Kapseln, die Wirkstoffe wie THC oder andere psychoaktive Cannabinoide, Muscimol (Fliegenpilzgift), Kratom, Kanna oder Blauen Lotus enthalten könnten. Anders als beispielsweise Koffein seien diese Stoffe keine herkömmlichen Zutaten. Sie würden häufig gezielt in einer Form angeboten, die sie für junge Menschen attraktiv mache.
Die geplante Gesetzesnovelle sehe vor, das Inverkehrbringen (Verkauf, Bereithalten und Anbieten zum Verkauf sowie jede andere Form der Weitergabe – ob gegen Entgelt oder unentgeltlich) solcher »psychoaktiver Stoffe« zu verbieten, auch wenn sie (noch) nicht offiziell als gesundheitsschädlich eingestuft seien und ihre Verwendung nicht als herkömmlich gelte. Ausdrücklich ausgenommen von diesem Verbot seien herkömmliche Zutaten wie etwa Koffein.
Vertrieb über Automaten und Internet
Problematisch sei, dass der Vertrieb vielfach über Automaten und das Internet erfolge. Um rechtliche Konsequenzen zu umgehen, deklarierten Anbieter die Waren häufig nicht als Lebensmittel, sondern etwa als »Sammlerprodukt«, »Gel-WC-Steine« oder als »Produkte für botanische, technische oder dekorative Zwecke«. Dennoch komme es immer wieder vor, dass Jugendliche diese Stoffe konsumierten – mit teils schweren Folgen bis hin zu Krankenhausaufenthalten. »Wir sehen leider, dass junge Menschen nach dem Konsum solcher »Edibles« medizinisch behandelt werden müssen. Das darf nicht bagatellisiert werden. Ich appelliere an alle Eltern: Sprechen Sie mit Ihren Kindern, schauen Sie genau hin, was konsumiert wird und seien Sie wachsam bei Produkten, die plötzlich im Kinderzimmer auftauchen«, so Haider-Wallner. Der Schutz der Gesundheit habe oberste Priorität, betonte die Landeshauptmann-Stellvertreterin. Die Novelle des LMSVG sei ein wichtiger Schritt, um eine rechtliche Lücke zu schließen und den Verkauf sowie die Weitergabe dieser Stoffe zu unterbinden.
-lbgld-
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Fotografische Streifzüge:
»Licht und Landschaft«
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Region Bayern – Fotografie bedeutet wörtlich »Zeichnen mit Licht«. In einer Ausstellung »Licht und Landschaft« zeigen die Fotofreunde Tegernseer Tal e.V., im renommierten Kulturzentrum Waitzinger Keller im oberbayerischen Miesbach, wie vielfältig und individuell dieses Zeichnen sein kann. Die Mitglieder rücken ihre Heimat aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln ins rechte Licht: Vom majestätischen Alpenpanorama über stille Landschaften und stimmungsvolle Naturaufnahmen bis hin zu Momenten des Alltags, abstrakten Strukturen oder feinen Details, die erst im zweiten Blick sichtbar werden.
So verschieden wie die Motive sind auch die Wege, auf denen sie entstehen. Manche Fotografen arbeiten mit klassischer Spiegelreflextechnik, andere mit modernen spiegellosen Systemkameras oder sogar mit dem Smartphone. Zum Einsatz kommen Weitwinkelobjektive für ausgedehnte Landschaften ebenso wie Makroobjektive für kleinste Strukturen. Auch anspruchsvollere Verfahren wie Langzeitbelichtung, HDR, Panorama- oder Focus-Stacking finden ihren Platz. Dabei geht es nie nur um Technik – sondern um den persönlichen Ausdruck, die Freude am Experimentieren und die Faszination, wie aus Licht und Schatten ein stimmungsvolles Bild entsteht.
Vom ambitionierten Amateur bis zum erfahrenen Semi-Profi vereine die »Fotofreunde Tegernseer Tal« Menschen, die auf ihre Weise das Gleiche antreibe: Die Leidenschaft zur Fotografie. Bei gemeinsamen Exkursionen, Workshops und Bildbesprechungen tauschen sie Erfahrungen aus, lernen voneinander und inspirieren sich gegenseitig. Die Mitglieder stammen nicht nur aus dem Tegernseer Tal, sondern aus dem gesamten Landkreis Miesbach und darüber hinaus – verbunden durch ein gemeinsames Ziel: Gute Bilder zu machen und die eigene Sicht auf die Welt zu teilen.
In Zeiten, in denen unzählige Fotos digital entstehen und oft ungesehen auf Festplatten verschwinden, sei es für die Fotofreunde etwas Besonderes, ihre Werke als echte Ausbelichtungen zu präsentieren. Erst im gedruckten Bild entfalte sich die Wirkung von Farbe, Licht und Komposition vollständig. Jedes Foto werde so zu einem greifbaren Ausdruck persönlicher Leidenschaft – und zu einer Einladung an die Betrachter, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen.
Zur kürzlich erfolgten Vernissage gab es für die Besucher neben den ausgestellten Fotografien ein besonderes Highlight: Das »Zeichnen mit Licht« wurde durch eine aufwändige Laser-Show erlebbar. Professionelle, regional gefertigte Show-Laser-Projektoren machten mit musikalischer Untermalung das Licht selbst zum Hauptdarsteller und schlugen zugleich den Bogen zurück zur Heimat der Motive. Die Ausstellung kann noch bis zum 7. Februar 2026, bei freiem Eintritt, von Montag bis Freitag, in der Zeit von 9:00 bis 13:00 Uhr sowie donnerstags von 14:00 bis 16:00 Uhr und bei Saalveranstaltungen, im Kulturzentrum Waitzinger Keller Miesbach, Schlierseer Straße 16, 83714 Miesbach besichtigt werden.
-am- Bild: Andreas Eirainer
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Fusions-
forschungsallianz
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Region Baden-Württemberg – Mehrere Länder wollen gemeinsam die Entwicklung von »Fusionsreaktoren« zur Energiegewinnung vorantreiben. Baden-Württemberg bringe die Kompetenzen des »Karlsruher Instituts für Technologie« (KIT) in diese Fusionsallianz ein. Die Fusionsforschung nehme weltweit rasant an Tempo auf. Staaten und Unternehmen investierten massiv, um diese Energiequelle der Zukunft nutzbar zu machen. Deutschland bündele nun seine Kräfte: Mit Baden-Württemberg schließe sich ein weiteres starkes Wissenschaftsland der Allianz zur Fusionsforschung um Bayern, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein an. »Wir treten der Fusionsallianz bei, weil Deutschland seine Führungsrolle in der Fusionstechnologie nicht nur sichern, sondern mutig ausbauen muss. Der Weg hin zu Fusionskraftwerken ist ein weltweiter Wettlauf um die Energie der Zukunft. Das KIT in Karlsruhe spielt eine ganz entscheidende Rolle bei der Entwicklung der relevanten Technologien«, erklärte Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Petra Olschowski.
International führende Expertise in Karlsruhe
Baden-Württemberg habe eine international führende Expertise in der für Fusionskraftwerke notwendigen Tritium-Versorgung, dem Brennstoffkreislauf und in der Materialforschung. Herzkammer dieser Kompetenzen sei das »KIT«. Mit dem dortigen Fusionsmateriallabor (FML), dem weltweit einzigartigen Tritiumlabor (TLK) und weiteren Forschungsinfrastrukturen trage das KIT entscheidend dazu bei, Deutschlands Spitzenstellung zu stärken.
Das KIT forsche und entwickele insbesondere an sogenannten Flaschenhälsen der Fusionstechnologie: Erstens der Versorgung mit dem für Fusionskraftwerke zwingend notwendigen Tritium und der Entwicklung des Brennstoffkreislaufs sowie zweitens der Erprobung von Materialien, die den enormen Energie- und Hitzeentfaltungen der Fusion standhalten können.
Brücke zur Wirtschaft festigen
Alle Partner wollen ferner die Brücke zur Wirtschaft festigen und ausbauen, um die Innovationskraft der Unternehmen einzubinden und schlussendlich Wertschöpfung in dieser Hochtechnologie in Deutschland sicherzustellen. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf der Ausbildung von Fachkräften. Start-ups und etablierte Unternehmen investierten zunehmend – und der Bedarf an spezialisierten Fachpersonen wachse deshalb stark. Besonders gefragt seien Kompetenzen in Physik, Chemie, Materialwissenschaften und Maschinenbau. Das KIT richte seine Ausbildungsprogramme gezielt auf diesen steigenden Bedarf aus und zahle somit in die Ziele der Fusionsallianz ein.
-lbw-
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Schnell-
ladestationen
für E-LKW
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Region Schweiz – Das Schweizer Bundesamt für Strassen (ASTRA) möchte einen Beitrag für eine taugliche Ladeinfrastruktur für elektrische Lastwagen leisten. Mit einem neuen Projektaufruf lade es private Anbieter ein, »Schnellladestationen« (SLS) auf ausgewählten Rastplätzen und Schwerverkehrskontrollzentren entlang der Nationalstrassen zu realisieren. Damit entstehe ein weiterer Baustein für ein zukunftsfähiges, öffentlich zugängliches Schnellladenetz für den Schwerverkehr.
Die Schweiz verfüge bereits über ein gut ausgebautes Netz an Schnellladestationen für Personenwagen. Mit dem nun lancierten Projektaufruf richte ASTRA den Fokus auf den Schwerverkehr und stärke die Rahmenbedingungen für dessen Elektrifizierung. Der Aufruf sei Teil der »Roadmap Elektromobilität 2030«, die auch den Schwerverkehr einbeziehe. Für den Ausbau der »Schnellladeinfrastruktur für E-LKW« stelle ASTRA drei Lose bereit. Die Lose sollen nach Qualitätsbeurteilung den bestbenoteten Gesuchstellenden in Form von Reservationsvereinbarungen zugeteilt werden.
Die ausgewählten Anbieter sollen die Schnellladestationen eigenverantwortlich planen, finanzieren, bauen und betreiben. Nach Unterzeichnung der Reservationsvereinbarung sollen grundsätzlich zwei Jahre zur Verfügung stehen, um die Detailplanung abzuschliessen und das Baugesuch einzureichen. ASTRA stelle als Basislösung – die Stromanschlüsse bis und mit Trafostation – bereit und übernehme dafür die Vorfinanzierung. Die Betreibergesellschaften sollen diese Kosten in Form einer jährlichen Entschädigung erstatten.
-bkch-
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Krankenpflege
unter Strom
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Region Vorarlberg – Die Vorarlberger Krankenpflegevereine wollen in der Betreuung auf nachhaltige Mobilität setzen und haben für die Hauspflegedienste insgesamt 15 Elektroautos angeschafft. Die Anschaffung wurde unter anderem vom »Energieinstitut Vorarlberg« fachlich begleitet und vom Land Vorarlberg mit 150.000 Euro gefördert. Zuverlässig besonders auf kurzen Strecken, wartungsarm und günstig im Betrieb: Das seien die zentralen Anforderungen, die der Krankenpflegeverein an ein Fahrzeug stelle, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hauskrankenpflege zu ihren Einsätzen zu bringen.
Elektromobilität ideal für Einsatzzweck
»Die Elektromobilität macht dort besonders viel Sinn, wo viele Kurzstrecken gefahren werden und niedrige Betriebskosten ein wichtiges Kriterium sind. Das trifft auf die Krankenpflegevereine in den Gemeinden besonders zu. Deshalb hat das Land die Anschaffung als Beitrag zur Energieautonomie und zur sozialen Nachhaltigkeit gefördert«, so Vorarlbergs Landesrat Daniel Allgäuer. »Für uns ist es besonders wichtig, zuverlässig zu unseren Klientinnen und Klienten zu kommen. Und da die Krankenpflegevereine auf Spenden angewiesen sind, kommt noch ein weiteres handfestes Argument zum Tragen. Die Kosten über die gesamte Nutzungsdauer – die sogenannten »Total Costs of Ownership« – sind beim Elektroauto je nach Kilometerleistung bis zu 10.000 Euro niedriger als beim Verbrenner«, erklärte Johanna Rebling-Neumayr, Geschäftsführerin vom Landesverband Hauskrankenpflege Vorarlberg.
Die interessierten Vereine mit konkretem Bedarf seien im Nachgang einer Informationsveranstaltung »E-Mobility« in Kooperation von Landesverband, kairos und dem Energieinstitut von den Mobilitätsexperten auch individuell beraten worden. Dabei hätten Fragen zu den Fahrzeugen selbst, zum Laden und zu Kosten und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund gestanden. Durch die anschließende gemeinsame Beschaffung konnten Mengenrabatte beim Händler erzielt werden. Aufgrund des Erfolgs der Aktion möchten das Land und der Landesverband Hauskrankenpflege das Angebot auch 2026 weiterführen, und zwar mit dem Ziel, die Flotte Schritt für Schritt nachhaltig umzustellen.
Umweltauswirkungen
Die Fahrzeuge der Krankenpflegevereine würden im Durchschnitt jährlich zwischen 5.000 und 10.000 Kilometer zurücklegen. Im Vergleich zu benzinbetriebenen Fahrzeugen würden Schadstoffemissionen (1,1 Tonnen CO2 pro Jahr), Lärm und 75 Prozent Energie eingespart. Wer Wirtschaftlichkeit und Umweltauswirkungen von Elektroautos mit Verbrennern vergleichen möchte, könne das mit dem »Onlinerechner EMIL«: www.energieinstitut.at/emil
-vlk-
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Harvester-
Simulator
für Forstausbildung
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Region Tirol – Mit der Inbetriebnahme eines »Harvester-Simulators« möchte Tirol einen weiteren Meilenstein in der Modernisierung der Forstausbildung setzen. Der Simulator wird an der Landwirtschaftlichen Landeslehranstalt Rotholz eingesetzt. Er sei künftig Bestandteil des Lehrplans für Forsttechnikerinnen und Forsttechniker sowie Forstfacharbeiterinnen und Forstmitarbeiter – und damit Voraussetzung für das aktive Arbeiten mit Maschinen im Gelände.
Forstreferent Josef Geisler betonte die Bedeutung moderner Ausbildungsinfrastruktur: »Forstarbeit ist Profiarbeit – und dafür braucht es bestens ausgebildete Fachkräfte, die mit modernster Technik umgehen können. Mit dem Harvester-Simulator wird gezielt in moderne Infrastruktur investiert und damit eine Ausbildung am neuesten Stand der Technik geschaffen, womit wir die Qualität der forstlichen Ausbildung nachhaltig stärken«.
Ausbildung auf neuestem Stand der Forsttechnik
Mit dem neuen Harvester-Simulator können sämtliche Arbeitsschritte der vollautomatisierten Holzernte realitätsnah trainiert werden. Arbeitsabläufe lassen sich beliebig oft wiederholen, analysieren und optimieren – ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem direkten Einstieg in die Praxis. Der Simulator sei Teil einer gezielten Weiterentwicklung der Ausbildungsstandards, betonte Landesschulinspektor Stephan Prantauer und ergänzte: »Die moderne Forstwirtschaft stellt hohe Anforderungen an die Fachkräfte. Mit dem Harvester-Simulator stellen wir sicher, dass die Ausbildung in Rotholz diesen Anforderungen entspricht und laufend weiterentwickelt wird«.
Technologie erhöht Sicherheit und Ausbildungsqualität
Ein zentrales Ziel des neuen Simulators sei die Erhöhung der Sicherheit in der Ausbildung. Komplexe und potenziell gefährliche Arbeitssituationen könnten zunächst virtuell trainiert werden, bevor im realen Gelände gearbeitet werde. Aktuell gibt es insgesamt 130 Auszubildende, davon rund 30 Forsttechnikerinnen und Forsttechniker sowie rund 100 Forstfacharbeiterinnen und Forstmitarbeiter. Die Gesamtinvestition von rund 110.000 Euro wurde gemeinsam vom Land Tirol, dem Fachverband der gewerblichen Dienstleister der »WKO« und den gewerblichen Dienstleistern in der Fachgruppe Tirol getragen. Ziel sei es, langfristig qualifizierte Fachkräfte für die Forstwirtschaft auszubilden und dem steigenden Bedarf der Betriebe gerecht zu werden.
-lt- Bild: Hörmann
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Siebter
Volksmusik-
wettbewerb
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Region Südtirol – Der »Südtiroler Volksmusikwettbewerb« gilt als Ort der musikalischen Begegnung und der volksmusikalischen Vielfalt. Rund 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Südtirol hatten am sechsten Wettbewerb teilgenommen, der am 12. und 13. April 2024 in Auer ausgetragen wurde. Nun steht die nächste Ausgabe bevor: Der siebte »Südtiroler Volksmusikwettbewerb« am 17. und 18. April biete wiederum jungen Menschen die Möglichkeit, die eigene musikalische Volkskultur kennenzulernen und sich verstärkt mit ihr auseinanderzusetzen. Zugleich soll diese Veranstaltung Ansporn und Vorbereitung für eine Teilnahme am alpenländischen Volksmusikwettbewerb »Herma Haselsteiner-Preis« in Innsbruck sein. Deshalb werde der »Südtiroler Volksmusikwettbewerb« ebenso wie jener in Innsbruck immer in geraden Kalenderjahren veranstaltet.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können in drei Kategorien auftreten: Als Solist beziehungsweise Solistin, als Gesangsgruppe und als Musiziergruppe. In jeder Kategorie werde nach unterschiedlichen Kriterien bewertet, die von einer Fachjury festgelegt werden. Die Jury bewerte die musikalische Qualität, den Ausdruck, die Interpretation und die technischen Fertigkeiten. Die Jurys setzen sich aus Fachleuten aus dem In- und Ausland zusammen, die den jungen Musikerinnen und Musikern wertvolles Feedback mitgeben können. Veranstalter des seit 2012 ausgetragenen Volksmusikwettbewerbs ist das Referat
Volksmusik in der »Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschule« in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Volksmusikverein.
-lpast-
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KW 02 – 2026
04. – 11. 01. 2026
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E-Akte
an allen Gerichten
und Staatsanwaltschaften
eingeführt
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Region Bayern – Insgesamt 25 Staatsanwaltschaften, 99 Gerichte, 127 Standorte, 15.000 Mitarbeiter, verfügen nun über die »E-Akte«: Seit dem vergangenen Dezember kann in der ordentlichen Gerichtsbarkeit in Bayern flächendeckend in allen Fachbereichen und im gesamten Instanzenzug mit ihr gearbeitet werden. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich: »Gürteltiere – wie Juristen gebundene Papierakten nennen« haben ausgedient. Ich bin stolz darauf, dass wir in Bayern die Einführung der elektronischen Akte fristgerecht geschafft haben. Das ist ein Meilenstein der Digitalisierung der bayerischen Justiz«. Neu angelegte Verfahrensakten bei Gerichten und Staatsanwaltschaften müssen seit dem 1. Januar 2026 grundsätzlich elektronisch geführt werden. Inzwischen habe der Bundesgesetzgeber eine Verlängerung um ein Jahr ermöglicht. Die bayerische Justiz werde diese »Opt-out«-Lösung nicht in Anspruch nehmen. Eisenreich: »Bis jetzt wurden bereits etwa 3,5 Millionen E-Akten angelegt und die Verfahren rein elektronisch geführt. Jeden Monat kommen mehr als 200.000 dazu«.
Die Regeleinführung der elektronischen Akte sei in allen Zivil-, Familien-, Betreuungs-, Grundbuch-, Immobiliarvollstreckungs-, Insolvenz-, Nachlass, Straf- und Mobiliarvollstreckungssachen vollzogen. Die Vorteile der E-Akte seien vielfältig: Sie beschleunige Prozesse, weil sie durch einen Klick weitergeleitet werden können und Postlaufzeiten entfallen. Zugleich könnten beispielsweise mehrere Gutachter gleichzeitig mit ihr arbeiten. Die E-Akte spare nicht nur Papier, sondern auch Zeit. Sie ermögliche zugleich mobiles Arbeiten.
-bstmj-
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Gemeinsam
gegen Kinder-
und Jugendarmut
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Region Baden-Württemberg – Baden-Württembergs Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration unterstütze in der Förderlinie »Starke Kinder – Maßnahmen gegen Jugendarmut« des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) neun Projektträger mit einem Fördervolumen von knapp fünf Millionen Euro. Dabei stammten rund 2,75 Millionen Euro aus dem »ESF Plus« und etwa 2,19 Millionen Euro aus Landesmitteln. Die Projektlaufzeit begann am 1. Januar 2026 und ende am 31. Dezember 2028. Die Projekte förderten Angebote, welche die soziale Teilhabe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen verbessern sollen, die von gesellschaftlicher Marginalisierung und Armut bedroht seien.
Junge Menschen am Übergang von Schule in Beruf
»Im Blick haben wir vor allem junge Menschen am Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf. Es ist mir ein Anliegen, dass die Jugendlichen trotz schwerer Startbedingungen erfolgreich in Ausbildung und Arbeit kommen«, erklärte Baden-Württembergs Minister für Soziales, Gesundheit und Integration, Manne Lucha. Um einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen zu können, sei es ferner möglich, erwachsene Familienmitglieder in die Maßnahmen miteinzubeziehen. Dies gelte insbesondere für Bürgergeld-Haushalte und alleinerziehende Eltern mit Jugendlichen. Die Förderung orientiere sich an den Maßnahmen zur Bekämpfung und Prävention von Kinderarmut – den vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration unterstützten Präventionsnetzwerken gegen Kinderarmut in Baden-Württemberg und baue auf diesen Strukturen auf.
Nahezu jedes fünfte Kind sei von Armut bedroht
Im Land Baden-Württemberg sei nahezu jedes fünfte Kind von »materieller Armut« bedroht. In Armut aufzuwachsen bedeute für diese Kinder und Jugendlichen nicht nur, wenig Geld zur Verfügung zu haben. Eine Armutsgefährdung wirke sich auch nachteilig auf Gesundheit, Wohnen und Freizeitverhalten aus. Nicht zuletzt würden für armutsgefährdete Kinder und Jugendliche geringere Chancen bestehen, ein hohes Bildungsniveau und damit verbunden ein finanziell unabhängiges Erwachsenenleben zu erreichen. Besonders von Armutsgefährdung betroffen seien Kinder von Familien mit Migrations-oder Fluchterfahrung, Kinder von alleinerziehenden Eltern, Kinder in Bürgergeld-Haushalten und Kinder in kinderreichen Paarfamilien.
Präventive Strukturen schaffen
»Um die Armutsgefährdung der betroffenen Kinder und Jugendlichen nachhaltig zu bekämpfen, gibt es die Präventionsnetzwerke im Land«, so Lucha. Ziel sei es, präventive Strukturen zu schaffen, indem alle Angebote für Kinder und Jugendliche und deren Familien vor Ort erhoben und in eine Präventionskette von unter 0 bis 18 Jahren eingeordnet würden. Diese sei nach Handlungsfeldern sowie nach Zielgruppen differenziert. Die Präventionsketten machten Lücken in der Förderung sichtbar, die mit neuen Angeboten geschlossen werden könnten. Bei der Identifikation der Lücken und der Organisation von neuen Angeboten arbeiteten die für Kinder und Jugendliche wichtigen Institutionen und Vereine vor Ort als Netzwerk zusammen.
-lbw-
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Brand
in »Crans Montana«
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Region Schweiz – Für die bestmögliche Behandlung der Verbrennungsopfer des Brands in Crans Montana erhält die Schweiz nun Unterstützung im Rahmen des europäischen Zivilschutzmechanismus (Union Civil Protection Mechanism UCPM). Verbrennungsopfer können mittels des Mechanismus aus Schweizer Spitälern in spezialisierten Kliniken für Brandverletzte in verschiedenen europäischen Ländern aufgenommen werden.
Patienten mit schweren Verbrennungen brauchen eine hochspezialisierte medizinische Versorgung. Gemäss der interkantonalen Planung über die hochspezialisierte Medizin hätten die Spitäler in Lausanne (CHUV) und Zürich (Universitätsspital) den Auftrag für die hochspezialisierte medizinische Versorgung von Brandverletzten in der Schweiz. Nachdem in einer ersten Phase für alle Verletzten eine Erstversorgung in Schweizer Spitälern sichergestellt werden konnte, seien die Schweizer Kapazitäten für die bestmögliche langfristige Behandlung, die voraussichtlich mehrere Monate in Anspruch nehmen werde, aufgrund der grossen Anzahl von Patienten mit schweren Verbrennungen nicht ausreichend.
Die Schweiz habe daher über den dafür vorgesehenen Prozess des »Union Civil Protection Mechanism« um Unterstützung ersucht, nachdem verschiedene Staaten und das »EU Emergency Response Coordination Centre« (ERCC) ihre Unterstützung angeboten hatten. Die Unterstützung umfasse spezialisierte Behandlungsplätze und medizinische Lufttransportkapazitäten. Ferner unterstützten spezialisierte medizinische Equipen, sog. »Burns Assessment«-Teams, aus Frankreich und Italien die Schweizer Spitäler im Wallis und in Lausanne und würden bei der Koordination von Transporten in diese Länder helfen.
Der »Nationale Verbund Katastrophenmedizin« (KATAMED) habe eine Strategie zur Verlegung der Patienten festgelegt, wonach möglichst viele Patienten einen Platz in einer spezialisierten Klinik für die Behandlung von Verbrennungsopfern im In- oder Ausland erhalten sollen. Dabei seien nun Prozesse angewendet worden, die sich im Rahmen der Neuausrichtung von »KATAMED« bereits in Entwicklung befanden. In Zusammenarbeit mit den Spitälern im Kanton Wallis, den spezialisierten Spitälern in Lausanne und Zürich sowie weiteren Spitälern, die Patienten aus Crans Montana betreuen, der Rega, dem EU »Emergency Response Coordination Centre« (ERCC) sowie weiteren beteiligten Organisationen, koordiniere die »Nationale Alarmzentrale und Ereignisbewältigung« (NEOC) des Schweizer Bundesamtes für Bevölkerungsschutz die medizinischen Evakuationen.
Gemäss der angebotenen Aufnahmekapazität der spezialisierten Spitäler in der EU sollen derzeit Flüge mit für den Patiententransport ausgerüsteten Flugzeugen und Helikoptern der (Rega), aber auch nationaler und europäischer Partner durchgeführt werden. Dabei sollen sowohl Patienten mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz als auch Schweizer Patienten verlegt werden, um ihre bestmögliche medizinische Versorgung zu gewährleisten. Die Zuteilung der Patientinnen und Patienten auf die zur Verfügung stehenden Behandlungsplätze erfolge nach medizinischen Kriterien, entsprechend dem Zustand und den verschiedenen Verletzungen. Es seien medizinische Entscheide, die ausschlaggebend seien. Gegenwärtig werde mit rund 50 Verlegungen gerechnet. Die meisten Verlegungen sollen in die Nachbarländer Deutschland, Frankreich, Italien und nach Belgien erfolgen. Weitere Plätze wurden von anderen Staaten angeboten.
-bkch-
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Kinder-
und Jugendbeteiligung
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Region Vorarlberg – Ob Spielplatz, Schulweg, Treffpunkte, Müllvermeidung, Klima und Konsum oder demokratisches Miteinander: 2025 hätten Kinder und Jugendliche in Vorarlbergs Gemeinden und Regionen vielfach gezeigt, wie viel entstehe, wenn ihre Perspektiven ernst genommen würden. Beteiligung habe dabei nicht nur durch »Mitreden«, sondern auch durch »Mitplanen« und »Umsetzen« stattgefunden, und zwar gemeinsam mit Politik, Verwaltung, Schulen und engagierten Partnerorganisationen. »Kinder und Jugendliche sollen erleben, dass ihre Stimme zählt und dass aus Ideen konkrete Verbesserungen werden können. Der Jahresrückblick zeigt: Diese Investition lohnt sich für die Zukunft unserer Gemeinden«, so Vorarlbergs Landesstatthalter Christof Bitschi.
Demokratie praktisch erleben – von klein auf
In Bregenz werden Kinderrechte und Demokratie in den dritten Volksschulklassen greifbar vermittelt. Im Anschluss sollen die Kinder ihre Ideen direkt in den Rathauskontext einbringen: 225 Kinder wurden 2025 eingeladen, Anliegen für Bregenz vorzustellen. Häufig seien die Themen wie Umwelt und Müll, Spielplätze, Bewegung, Schulweg und Mobilität genannt worden. Auch außerhalb der Schule gebe es feste Beteiligungsorte. In einem »Kindercafé« sollen Ideen der Kinder aufgegriffen und umgesetzt werden, wobei Kinderreporterinnen und Kinderreporter die Themen kindgerecht aufbereiten sollen.
Regionen im Fokus
Im Walgau seien beispielsweise im Rahmen des Programms »jung&weise 2025« über 230 Jugendliche in mehreren Formaten erreicht worden. In Bürs sei auf Seminare und Jugendkonferenzen ein dreitägiges »Weltklimaspiel« von Initiativteams gefolgt. Für 2026 seien weitere Formate bereits geplant, unter anderem ein »Weltklimaspiel« in Ludesch (26.-28. Januar 2026). In der Regio Klostertal-Arlberg seien 2025 111 Kinder und 65 Jugendliche in 15 Veranstaltungen eingebunden worden. Beispiele zeigten, wie aus Anliegen konkrete Schritte würden: »Busfahrpläne« seien besser auf Schulzeiten abgestimmt worden, Naturschutzanliegen umgesetzt, Kinder hätten ein Kinoformat selbst organisiert und Jugendliche hätten ein »Generationswechsel«-Dorffest für den 19. Juni 2026 vorbereitet.
Montafon: Jugendforum stärke Demokratie und Engagement
Das »Jugendforum Montafon« habe Schwerpunkte zu Nachhaltigkeit und Konsum gesetzt sowie zur politischen Bildung beigetragen. Mit »Let’s talk democracy« sei ein Jugenddialogprozess etabliert worden, der konkrete Maßnahmen und eine stärkere Verankerung jugendlicher Perspektiven in regionalen Strukturen anstoße.
Kinderstimmen sichtbar machen
In der Gemeinde Nüziders habe sich Beteiligung als Mix aus Mitreden und Mitmachen gezeigt: 2025 seien 82 Kinder aus zwei Jahrgängen erreicht worden; an der Kinderkonferenz am 19. November 2025 hätten 40 Kinder teilgenommen.
Der Jahresrückblick habe deutlich gemacht: Beteiligung wirke besonders dann, wenn sie verlässlich, altersgerecht und mit Umsetzungsperspektive gestaltet werde. So entstehe Motivation und das Vertrauen, dass Demokratie im Alltag funktioniere.
-vlk-
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Erfolgreiches
Euregio-Jahr
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Region Tirol / Südtirol / Trentino – Von Kultur bis Mobilität, von Bildung bis Innovation: Über 100 grenzüberschreitende Projekte und Initiativen habe die »Euregio Tirol-Südtirol-Trentino« im Jahr 2025 umgesetzt. 35 Vorhaben standen unter »Euregio-Ehrenschutz«. Prägend für das Euregio-Jahr sei auch die Schlüsselübergabe gewesen: Im Oktober 2025 wechselte die Präsidentschaft turnusmäßig für zwei Jahre von Südtirol nach Tirol. Auf dem Südtiroler Motto »Grenzen überwinden« aufbauend, habe die Tiroler Präsidentschaft mit dem Motto »Grenzenlose Kraft – gemeinsam!« weitere Akzente gesetzt, um die »Euregio« für die Menschen verstärkt spür- und erlebbar zu machen. Zum Auftakt habe der »Tag der offenen Tür« im Tiroler Landhaus unter dem Motto der »Euregio« gestanden. Vom »Euregio-Lawinenwarndienst« über eine »Euregio-Gesundheitsstraße« bis hin zu Führungen im »Euregio-Infopoint« habe er die Euregio rund 20.000 Besucherinnen und Besuchern näher gebracht. Auch sei in Tirol eine breit angelegte Kampagne gestartet, die mit zugespitzten Formulierungen und hohem Wiedererkennungswert zum »über die Euregio sprechen« eingeladen hatte.
»Dank der guten Zusammenarbeit konnte die Euregio neue Projekte entwickeln, die die Menschen in Tirol, Südtirol und Trentino noch enger verbinden sollen. Wir werden diese Initiativen fortsetzen und das Angebot der Euregio weiter ausbauen. Daneben gilt es aber, gemeinsam auf die globalen Krisen und lokalen Herausforderungen zu reagieren. Von der Energiewende über den Transitverkehr bis hin zum Arbeitsmarkt ringen wir um die besten Lösungen für die Menschen in Tirol, Südtirol und dem Trentino«, betonte Euregio-Präsident und Tirols Landeshauptmann Anton Mattle.
Politische Themen von Lueg-Brücke bis zu Bär und Wolf
Auch auf politischer Ebene setze die »Euregio« auf gemeinsames Vorgehen. Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher erinnerte an die Befürchtungen vor Start der Sanierungsarbeiten an der Lueg Brücke: »Dank unserer engen Abstimmung ist es gelungen, das durchaus realistische Szenario eines Verkehrschaos auf der Autobahn dies- und jenseits des Brenners weitgehend zu verhindern«. »Auch in der »Euregio« führt eine gemeinsame Stimme und ein langer Atem zu mehr Gehör«, betonte der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti und ergänzte: »So haben wir stets auf die Probleme durch die großen Beutegreifer in den Berggebieten hingewiesen. Die Herabstufung des Schutzstatus beim Wolf ist auch auf unsere Intervention zurückzuführen. Bewährt hat sich dabei unser Euregio-Vertretungsbüro, dessen 30-jähriges Bestehen wir im November 2025 feiern konnten«.
Vom Museumsjahr bis zur Euregio-Jobbörse
Schwerpunkte des Euregio-Arbeitsjahres sei die zwölfteilige kulinarische Kurzfilmserie »So isst Euregio« sowie das »Euregio-Museumsjahr« gewesen. Weitere kulturelle Akzente hätten die erstmalige Vergabe des »Euregio-Baukulturpreises« sowie das zehnjährige Jubiläum des »Euregio-Kalenders« mit einer Wanderausstellung gesetzt. Eine gemeinsame Waldbrandübung mit Hubschraubern in Osttirol habe der grenzübergreifenden Vorbereitung auf den Ernstfall gedient, während beim »Euregio-Fest« in Bruneck die Begegnung mit der Bevölkerung im Mittelpunkt gestanden habe.
Im November 2025 sei das zweijährige EU-geförderte Interreg-Projekt »Fit for Cooperation« (Fit4Co) zu Ende gegangen, das die Zusammenarbeit öffentlicher Verwaltungen und Sozialpartner in der »Euregio« stärke. Weitere Höhepunkte seien die Vergabe der »Forschungsawards«, die »Euregio-Kulturdonnerstage« in Bozen, die »Euregio-Dienstage« in Trient sowie zahlreiche Jugendangebote – darunter SprintChampion, SwimCup, SportCamp und das Euregio-Jugendblasorchester gewesen. Seit 15. Dezember 2025 sei das »Euregio-Ticket« in einer ersten Ausführung beim Verkehrsverbund Tirol und über südtirolmobil erhältlich und ermögliche die Nutzung der Verkehrsangebote in Tirol, Südtirol und im Trentino. Ab 1. Mai 2026 werde mit der »Euregio-Jobbörse« ferner eine länderübergreifende Jobsuche im gesamten Euregio-Gebiet möglich.
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Bis zu
minus 20 Grad
möglich
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Region Südtirol – In höhergelegenen Südtiroler Tälern, vor allem in schneebedeckten Lagen werde es in den kommenden Nächten sehr kalt, die Temperaturen könnten auf unter minus 15 Grad sinken, berichtet Günther Geier vom Südtiroler Landesamt für Meteorologie und Lawinenwarnung in der Agentur für Bevölkerungsschutz. Vor allem im »Hochpustertal« und in weiteren Gemeinden könnten die erwarteten Tiefsttemperaturen zwischen minus 16 und minus 20 Grad Celsius liegen. Auch im übrigen Landesgebiet werde es sehr kalt, überall werden Tiefsttemperaturen zwischen minus 8 Grad und minus 16 Grad Celsius erwartet. Der »Warnlagebericht« des Landeswarnzentrums in der Agentur für Bevölkerungsschutz weise deshalb für die kommenden Tage die »Warnstufe Gelb« und »Warnstufe Orange« im Hinblick auf extreme Temperaturen aus.
Außergewöhnliche Kältetemperaturen können sich auf die Gesundheit der Menschen auswirken, die sich im Freien aufhalten, betonte der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Klaus Unterweger. »Bei extremer Kälte sollte die Kleidung den extremen Temperaturen angepasst und der Aufenthalt im Freien so kurz wie möglich gehalten werden, um gesundheitliche Risiken wie Unterkühlung und Erfrierungen zu vermeiden. Die tiefen Temperaturen können auch Auswirkungen auf die Aufrechterhaltung der Grundversorgungsdienste und auf die Infrastrukturen haben. Bei extremer Kälte können Verkehrsbehinderungen aufgrund von Vereisungen auftreten. Auch Schäden an Trinkwasserleitungen oder Abwasserleitungen sind möglich. Diese Informationen sollten auch die Gäste beherzigen, die sich derzeit in diesen Gebieten aufhalten, da sie unter Umständen mit derart niedrigen Temperaturen nicht vertraut sind«, so Unterweger.
Informationen zu Verkehr und Mobilität, Wetter und Lawinen
Der »Südtiroler-Warnlagebericht« wird täglich vom Landeswarnzentrum veröffentlicht. Informationen zur Verkehrssituation gibt es laufend aktualisiert auf den Seiten der Landesverkehrsmeldezentrale und auf www.suedtirolmobil.info
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Änderungen
im neuen Jahr
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Region Salzburger Land – Am 1. Januar 2026 traten nicht nur auf österreichischer Bundesebene, sondern auch auf der Landesebene etliche gesetzliche Änderungen beziehungsweise Novellen in Kraft. Ein Beispiel dafür ist das »Glücksspielgesetz«. Neben mehr Schutz für Spielerinnen und Spieler sehe das Gesetz auch Konzessionen für landesweit maximal 472 Glücksspielautomaten vor. Das neue »Glücksspielgesetz« löst das bisherige »Totalverbot des kleinen Glücksspiels« ab und ersetze dieses durch klare, kontrollierbare und sehr straffe Regeln. Salzburgs ressortzuständige Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek erklärte: »Mit dieser Initiative wird in Salzburg erstmals ein gesetzlicher Rahmen für das Thema ermöglicht. Das Ziel ist dabei klar: Den kriminellen Betreibern wird langfristig die Existenzgrundlage entzogen. Illegale Automaten in Hinterzimmern gehören so der Vergangenheit an. Gleichzeitig rücken wir den Spielerschutz in den Mittelpunkt«. 2026 sei die Ausschreibung der Konzessionen für die landesweit maximal 472 Glücksspielautomaten geplant.
Verbesserte Unterstützung für Gemeinden
Mit Jahresanfang wurde auch die »Richtlinie des Gemeindeausgleichsfonds«, kurz GAF, angepasst. Die Absicht dahinter: Mehr Zusammenarbeit in und zwischen den Gemeinden und die bestmögliche Unterstützung für die finanzschwachen unter ihnen. Egal ob kommunale Infrastruktur – wie Pflichtschulen, Kindergärten oder Seniorenheime: GAF sei das finanzielle Rückgrat für die Salzburger Gemeinden. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler erläuterte: »Bei der Erstellung der neuen Richtlinien hat das Land Salzburg eng mit den Gemeinden zusammengearbeitet. Das Ziel bleibt klar: Bestmögliche Unterstützung für die Gemeinden«.
Verstärkter Kinderschutz im Bundesland
Zum 1. Januar 2026 wurde eine »Novelle des Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes« beschlossen. Ein Schwerpunkt liege dabei auf dem »Kinderschutz«. »Das Gesetz verpflichtet alle Einrichtungen zu Kinderschutzkonzepten, zu regelmäßigen Evaluierungen und zu einer klaren Ansprechperson vor Ort. Auch im Bereich der Tageseltern werden Kontrollen erweitert und präzisiert. Ziel dabei ist maximale Transparenz und ein Schutzsystem, das hält. Die Salzburger Familien müssen sich hier ohne Wenn und Aber verlassen können«, so Svazek.
Gesundheitsholding
2026 werde in der Gesundheitsversorgung mit der »Land Salzburg Gesundheits-Holding« ein neues Kapitel eingeläutet. Die Holding wurde bereits vorbereitend im März 2025 gegründet. Seit Anfang 2026 seien das Tauernklinikum mit seinen Standorten Zell am See und Mittersill sowie das Krankenhaus Oberndorf Teil der Holding. In einem weiteren Schritt sei die Eingliederung der Salzburger Landeskliniken mit dem Universitätsklinikum in der Stadt Salzburg sowie den Landesklinken in Hallein, in St. Veit im Pongau und in Tamsweg geplant. »Mit der gewählten Struktur bleibt die Eigenständigkeit der einzelnen Standorte garantiert. Gleichzeitig können Synergien zwischen den einzelnen Häusern geschaffen werden«, betonte Landesrätin Daniela Gutschi.
Neustart für den Sport
Erstmals sei 2025 das fast 80 Jahre alte »Landessportgesetz« an die aktuellen Gegebenheiten und Erfordernisse im heimischen Sport angepasst worden. Sinn und Zweck des Ganzen seien zeitgemäße Strukturen und eine vereinfachte Förderabwicklung. So erfolge künftig sukzessive die Abwicklung sämtlicher Förderungen digital und zentral über eine Anlaufstelle. Das sorge für Transparenz, entlaste Ehrenamtliche und ermögliche eine schnelle, faire Vergabe von Fördermitteln.
Kostenlose Impfungen in der Altstadt
Am 17. Dezember 2025 wurde die »Impfstraße« des Landes im Airportcenter Wals geschlossen. Ab Januar 2026 gebe es dafür in den Räumlichkeiten der Landessanitätsdirektion in der Altstadt, genauer gesagt in der Sebastian-Stief-Gasse 2 – Bushaltestelle Mozartsteg beziehungsweise Mozartsteg/Rudolfskai – ein neues Angebot. »Impfungen aus dem öffentlichen Impfprogramm, also unter anderem auch Impfungen gegen Herpes Zoster und Pneumokokken, werden künftig dort der betreffenden Bevölkerung kostenfrei angeboten. Den Termin dafür bucht man, wie bisher in der Impfstraße, ganz einfach online“, erklärte Salzburgs Landessanitätsdirektorin Dr. Petra Gruber-Juhasz.
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Forstliche
Schutzausrüstung
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Region Steiermark – Das Land Steiermark fördere die Anschaffung von »Schutzausrüstung für Waldbesitzer«. Mit einem finanziellen Anreiz beim Ankauf von Schutzausrüstung und einer damit verbundenen Schulung solle das Risiko von Forstunfällen verringert werden. Trotz der ständigen technologischen Weiterentwicklung bestehe bei forstwirtschaftlichen Arbeiten nach wie vor ein hohes Gefahrenpotential, wie die traurige Statistik der Land- und Forstinspektion belege. »Alleine im Jahr 2024 hatten wir tragischerweise 44 Forstunfälle in der Steiermark zu beklagen, davon waren zehn tödlich. Die Sicherheit muss bei Forstarbeiten ausnahmslos an erster Stelle stehen. Unser Wald schafft Arbeitsplätze für rund 55.000 Menschen. Bei deren Sicherheit darf keinesfalls gespart werden. Als Land Steiermark haben wir daher die Förderung von Schutzausrüstung verlängert und trotz knapper Budgets mit den nötigen Ressourcen ausgestattet. Voraussetzung für diese Förderung ist eine Sicherheitsschulung, die ich ausdrücklich auch für erfahrene Forstarbeiter zur Auffrischung empfehle. Wir möchten unsere Wälder nutzen, aber sicher«, erklärte Steiermarks Landesrätin Simone Schmiedtbauer.
Die meisten Unfälle passierten laut Unfallstatistik in Folge von Unachtsamkeit und Fehleinschätzungen sowie durch den falschen Umgang mit der Motorsäge. Ursache vieler Verletzungen sei die mangelnde Kenntnis über die spezifischen Gefahren bei der Waldarbeit sowie das Fehlen der entsprechenden persönlichen Schutzausrüstung, in Form einer Schnittschutzhose, Forstsicherheitsjacke sowie Forst-Sicherheitsarbeitsschuhen, Schnittschutz-Handschuhen, dem Schutzhelm und eines Erste-Hilfe-Pakets. Für das kommende Jahr sollen daher 30.000 Euro aus dem Budget des Lebensressorts zur Förderung vom Ankauf genau dieser Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt. Der Ankauf von privater persönlicher Schutzausrüstung werde mit mindestens 100 bis maximal 200 Euro gefördert. Als Grundlage diene der Rechnungsbetrag inkl. Umsatzsteuer. Grundlage für die Gewährung der Förderung ist die Absolvierung einer entsprechenden eintägigen forstlichen Sicherheitsschulung.
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Vom Spital
zurück nach Hause
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Region Kärnten – Seit Januar 2026 stelle das Land Kärnten die »Übergangspflege« Schritt für Schritt neu auf. Ziel sei ein geordneter, sicherer und wirksamer Übergang von Patientinnen und Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt zurück in das eigene Zuhause. Künftig werde die »Übergangspflege« auch direkt an die Kärntner Spitäler angebunden und dort mit medizinischer und therapeutischer Betreuung angeboten. »Übergangspflege ist eine zentrale Brücke nach einem Akutaufenthalt im Krankenhaus, um Menschen wieder zu mobilisieren, zu stabilisieren und eine Rückkehr in den häuslichen Bereich zu ermöglichen. Genau diese Brücke machen wir nun stabiler, wirksamer und näher an den Patientinnen und Patienten«, erklärte Kärntens Gesundheitslandesrätin Beate Prettner.
Bislang wurde die »Übergangspflege« in Kärnten in Pflegeheimen angeboten, ohne therapeutische Leistungen – wie z. B. Physio- oder Ergotherapie. Gleichzeitig habe es Fälle gegeben, in denen Patientinnen und Patienten, die keine »Akutversorgung« mehr benötigten, weiterhin wertvolle Akutbetten in den Krankenhäusern belegten, weil eine Rückkehr nach Hause noch nicht möglich war und es begrenzte Kapazitäten in den Pflegeheimen gab. In einem ersten Schritt sollen nun Übergangspflegebetten zur Verfügung stehen. In weiterer Folge werde das Angebot ausgebaut. Ab 2027 sollen zusätzliche Übergangspflegeplätze kommen. Insgesamt seien laut Bedarfsplanung für Kärnten mindestens 90 Übergangspflegebetten in den Spitälern vorgesehen. Finanziert werde die neue »Übergangspflege« über Strukturmittel des »Kärntner Gesundheitsfonds«, der für 2026 zwei Millionen Euro reserviert habe. Die therapeutischen Leistungen sollen von der Sozialversicherung getragen werden. Johann Lintner, Leiter der ÖGK-Landesstelle Kärnten, betont: »Therapeutische Leistungen sind ein wesentlicher Bestandteil der neuen Übergangspflege, um die Mobilisierung und Stabilisierung der Patientinnen und Patienten für eine sichere Rückkehr in die eigenen vier Wände zu gewährleisten. Die ÖGK wird hier in Kärnten im Rahmen einer Pauschalvereinbarung einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der Versorgung nach dem Spitalsaufenthalt leisten«. Primarius Georg Pinter, Vorstand des Zentrums für Altersmedizin, werde für die »Übergangspflege« am Klinikum Klagenfurt verantwortlich sein. Er bestätige aus Erfahrungen, dass »die neu strukturierte Übergangspflege gut in die Strategie einer abgestuften Versorgung passt«. Die Beantragung für einen Platz in der Übergangspflege erfolge direkt über das Krankenhaus.
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Neun neue
Startups
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Region Oberösterreich – »Startups sind für die Belebung des Wirtschaftsstandorts und der Entwicklung neuer, kreativer Geschäftsmodelle unverzichtbar. Das gilt insbesondere für die Tourismusbranche, in der besonders rasch auf neue Entwicklungen reagiert werden muss. Dafür braucht es innovative Ideen, die insbesondere die Chancen der Digitalisierung nutzen und Problemlösungen liefern. Daher haben wir mit dem Tourismusinkubator ein eigenes Gründungsprogramm für innovative Tourismus-Startups ins Leben gerufen. Im Januar 2026 nutzen neun weitere Startups dieses Sprungbrett«, erklärte Oberösterreichs Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner. Zwölf Monate lang begleiten Expertinnen und Experten der Standortagentur »Business Upper Austria«, des »Oberösterreich Tourismus« sowie des Inkubators »tech2b« innovative Start-ups aus der Tourismus- und Freizeitwirtschaft auf ihrer Reise von der Idee zum Unternehmen. Seit 2021 hätten bereits 38 Startups das Sprungbrett »#tourismusinkubator« für ihre innovativen Tourismusideen genutzt. »Startups tragen zur Wettbewerbsfähigkeit und zum Strukturwandel in der Branche bei. Der Tourismusinkubator unterstützt kreative Geschäftsmodelle, die vor allem auch die Digitalisierung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft vorantreiben. Das Gründungsprogramm ist das Labor für Oberösterreichs Tourismus der Zukunft«, unterstrich Achleitner.
-loö-
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Ökologisches
Gärtnern
als gemeinsames
Erfolgsmodell
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Region Niederösterreich – Die niederösterreichische Umweltbewegung »Natur im Garten« zog zum Jahresende eine positive Bilanz und zeigte eindrucksvoll, wie stark das Engagement für ökologisches Gärtnern verankert sei. Von Gemeinden über Bildungseinrichtungen bis hin zu privaten Gartenbesitzerinnen und -besitzern reiche die breite Beteiligung an einer naturnahen Gestaltung von Grünräumen. Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner erläuterte diesbezüglich: »In Niederösterreich zeigt sich Jahr für Jahr, wie stark der Zusammenhalt ist, wenn es um Umwelt-, Klima- und Artenschutz geht. Jede Gemeinde, jeder Garten und jeder Betrieb, der sich »Natur im Garten« anschließt, leistet einen wichtigen Beitrag für die Lebensqualität in Niederösterreich und die beste Zukunft unserer Kinder«.
Im Mittelpunkt des Jahres stand das Schwerpunkt-Thema »Schritt für Schritt klimafit!«. Mit einem »Aktionssonntag« in den Gemeinden, der »Markttour« mit Stopps auf Wochen- und Bauernmärkten in ganz Niederösterreich, einer informativen »Wanderausstellung« sowie dem großen »Baumpflanzfest« bei der Austellung »Garten Tulln«, seien zentrale Klimathemen greifbar gemacht und den Menschen nähergebracht worden. Die Maßnahmen hääten Bewusstsein dafür geschaffen, wie jede und jeder Einzelne mit kleinen Schritten einen großen Beitrag leisten könne.
Im Jahr 2025 hätten sich weitere zehn Gemeinden dem »Natur im Garten«-Netzwerk angeschlossen. Damit setzten bereits 87 Prozent aller niederösterreichischen Gemeinden auf »Natur im Garten« Kriterien, und zwar kein Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutz und Düngemitteln sowie Torf. Über 90 Prozent aller Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher lebten demnach in einer »Natur im Garten«-Partnergemeinde. All jene Gemeinden und Schaugärten, die sich im Vorjahr mit einer vorbildlichen Grünraumpflege beschäftigt hätten, seien auch in diesem Jahr wieder mit dem »Goldenen Igel« ausgezeichnet worden. Im wirtschaftlichen Bereich zähle die NÖ-Umweltbewegung inzwischen 171 »Natur im Garten« Partnerbetriebe. Acht neue Unternehmen seien heuer hinzugekommen. Weitere Infos: www.naturimgarten.at
-lnö-
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Projekt
»Digital Streetwork«
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Region Bayern – Das Projekt »Digital Streetwork Bayern« sei auch 2025 ein voller Erfolg gewesen: Insgesamt rund 7.500 junge Menschen hätten digitale Streetworkerinnen und Streetworker erreicht, 22.500 seit Projektbeginn. Bayerns Jugendministerin Ulrike Scharf erklärte: »Wir begegnen und helfen Jugendlichen dort, wo sie sich aufhalten: Im digitalen Raum. Es ist mir ein Anliegen, ihre Sorgen, Fragen und Bedürfnisse ernst zu nehmen. Unsere »Digitalen Streetworker« erreichen junge Menschen im Netz frühzeitig, leicht, anonym und ohne bürokratische Hürden«.
Das Bayerische Sozialministerium habe das Projekt vor vier Jahren ins Leben gerufen und stelle seither jährlich etwa 1,8 Millionen Euro dafür bereit. 14 Streetworkerinnen und Streetworker arbeiteten hauptamtlich für das Projekt und deckten alle bayerischen Regierungsbezirke ab. Bei Bedarf würden sie auch auf analoge Angebote der Jugendarbeit aufmerksam machen. Junge Menschen könnten sich zu allen Lebensbereichen anonym mit den »Digitalen Streetworkern« austauschen.
In mehr als 650 Fällen hätten die Streetworkerinnen und Streetworker junge Menschen als Vertrauensperson begleitet und an spezialisierte Fachstellen vermittelt. Der Bayerische Jugendring koordiniere das Projekt unter fachlicher Begleitung des Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis.
-bstmas-
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Neue
Lehrkonzepte
zum Thema Inklusion
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Region Baden-Württemberg – Baden-Württembergs Wissenschaftsministerium hat kürzlich seine Auszeichnungen im Programm »Innovative Projekte zur Förderung des Themas Inklusion in der Lehre an den lehrerbildenden Hochschulen des Landes« vergeben. Die »Gmünd-Ulm School of Education« (GUSE) sowie die »Tübingen School of Education« (TüSE) werden diesbezüglich mit jeweils 25.000 Euro ein Jahr lang gefördert. Projektstart ist der 1. Januar 2026. Ziel des Programms ist es, lehrerbildende Hochschulen dabei zu unterstützen, inklusive Lehr- und Lernumgebungen zu schaffen und die Qualität der Lehrerbildung mit Blick auf das Thema Inklusion weiter zu verbessern. Baden-Württemberg sei mit dieser Ausschreibung bundesweit Vorreiter.
-lbw-
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Integrale
Wald- und Holzstrategie
2050
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Region Schweiz – Wälder und ihr Holz erfüllen wichtige Funktionen und würden auch wertvolle Leistungen für die Bevölkerung, das Klima und die Artenvielfalt erbringen. Der Schweizer Bundesrat hat kürzlich die »Integrale Wald- und Holzstrategie 2050« erörtert und damit die strategische Ausrichtung der Schweiz im Sektor »Wald und Holz« für die nächsten Jahre festgelegt. Die Strategie führe Schutz- und Nutzungsaspekte zusammen. Schutz vor Naturgefahren, Rohstoff für die Bau- und Energiebranche, CO2-Speicher zur Klimaregulierung, Lebensraum für Tiere und Pflanzen und Naherholungsgebiet: Der Wald und sein Holz seien zentral für die Natur und die Wirtschaft. Der Wald stehe jedoch zunehmend unter Druck, beispielsweise durch extreme Wetterereignisse, Schädlinge oder Krankheiten. Um ihn langfristig zu erhalten, seien strategische Überlegungen und Massnahmen erforderlich.
Zu diesem Zweck habe das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) zusammen mit den Kantonen und unter Einbezug der Wald- und Holzwirtschaft die »Integrale Wald- und Holzstrategie 2050« (IWHS 2050) erarbeitet. Die »IWHS 2050« bestehe aus einem »Strategiebericht«, einem »Indikatorenbericht« und einem »Massnahmenplan« für eine erste Periode von acht Jahren. Die Strategie verfolge das übergeordnete Ziel, ein Gleichgewicht zwischen Schutz- und Nutzungsaspekten zu erreichen: Der Schweizer Wald solle zum einen auch in Zukunft ein wertvolles Ökosystem sein und gesund bleiben. Zum anderen solle er so bewirtschaftet werden, dass er seine Funktionen und Leistungen trotz des Klimawandels in vollem Umfang erfüllen könne. Die nachhaltige Holznutzung trage ihrerseits zur Waldpflege und Sicherung der Waldfunktionen bei.
-bkch-
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Stipendien
als Anreiz
für künstlerisches Schaffen
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Region Vorarlberg – Auch heuer fördere die Kulturabteilung des Landes Vorarlberg professionelle Kunstschaffende mit fünf Jahres- und zehn Halbjahresstipendien, die mit jeweils 1.500 Euro pro Monat dotiert seien. Über deren Zuerkennung hat eine unabhängige Fachjury entschieden. »Wir wollen mit diesen Stipendien kreative Prozesse und neue Projekte der Künstlerinnen und Künstlern anregen. Dafür werden sie in ihrer Arbeitssituation und ihrer künstlerischen Weiterentwicklung über einen relevanten Zeitraum unterstützt«, so Vorarlbergs Kulturlandesrätin Barbara Schöbi-Fink. Sie freue sich über die große Zahl an Bewerbungen – ein Beleg für die Breite des Kunst- und Kulturlebens in Vorarlberg. Für die fünf Jahresstipendien sind insgesamt 54 Einreichungen eingegangen. Im Rahmen eines intensiven Juryverfahrens und umfangreicher Diskussionen wurden schließlich 15 Kunstschaffende ausgezeichnet. Die Stipendien wurden nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr heuer zum zweiten Mal vergeben. Nach ausführlicher Diskussion aller eingereichten Bewerbungen wurden die Entscheidungen auf Grundlage eines mehrstufigen Punktesystems getroffen.
-vlk-
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Tierschutzarbeit
langfristig
abgesichert
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Region Tirol – Das Land Tirol bekenne sich gemeinsam mit der Stadt Innsbruck und den Tiroler Gemeinden auch in den kommenden beiden Jahren klar zur Verantwortung für den Schutz von Tieren. Der »Tierschutzverein für Tirol 1881« werde daher in den Jahren 2026 und 2027 mit einer jährlichen Förderung von je 1,2 Millionen Euro unterstützt. Die Finanzierung erfolge gemeinsam durch das Land Tirol, die Stadt Innsbruck sowie die Gemeinden, vertreten durch den Tiroler Gemeindeverband.
Gemeinsame Verantwortung von Land, Stadt und Gemeinden
Der »Tierschutzverein für Tirol 1881« erfülle seit Jahrzehnten zentrale Aufgaben im öffentlichen Interesse. Neben der Aufnahme von Tieren aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen für Gebietskörperschaften übernehme der Verein auch die Pflege zahlreicher Tiere, die von ihren Halterinnen oder Haltern abgegeben oder ausgesetzt wurden. Dadurch werde Tierleid verhindert und eine tierschutzgerechte Betreuung sichergestellt, und zwar auch dann, wenn eine Kostenbeteiligung der ursprünglichen Halterinnen oder Halter nicht oder nur eingeschränkt möglich sei.
Flächendeckender Tierschutz in ganz Tirol
Die Förderung der Tierschutzarbeit in Tirol erfolge flächendeckend und berücksichtige die unterschiedlichen regionalen Strukturen. Neben dem »Tierschutzverein für Tirol 1881« würden auch weitere Tierschutzeinrichtungen unterstützt, die Aufgaben im öffentlichen Interesse wahrnehmen. Dazu zähle auch der in Osttirol tätige Tierschutzverein, der für seine Leistungen eine Förderung von jeweils rund 100.000 Euro für die beiden kommenden Jahre erhalte. Damit sei sichergestellt, dass in allen Regionen Tirols eine verlässliche und tierschutzgerechte Betreuung von entlaufenen, ausgesetzten, zurückgelassenen oder abgegebenen Tieren gewährleistet sei.
-lt-
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Kulturgüterdepot:
Investition zum Schutz
von Kultur und Geschichte
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Region Südtirol – Die Südtiroler Landesregierung hat kürzlich einem entscheidenden Schritt zum Schutz, zur Aufwertung und zur Sicherheit ihres Kulturerbes zugestimmt: Ein »Kulturgüterdepot« soll die zahlreichen, zerstreut angesiedelten bisherigen Lager ersetzen. Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher, Hochbaulandesrat Christian Bianchi und der Landesrat für Kulturgüter Philipp Achammer stellten das Projekt nun vor. Die Landesregierung hatte den Beschluss zur technisch-ökonomischen Machbarkeit des »Project Financing«-Vorhabens für Bau, technische Wartung und Ausstattung des Kulturgüterdepots genehmigt.
Das neue »Kulturgüterdepot«, das in der Gemeinde Neumarkt in der Nähe der Bozner Straße entstehen werde, solle eine Einrichtung mit höchsten technischen Standards werden, welche für den größtmöglichen Schutz der Werke ausgelegt sei. Es werde nicht nur ein »Ort der Aufbewahrung« sein, sondern auch ein Zentrum für Restaurierung, Sammlung und Forschung mit Ausstellungsräumen, die der Bevölkerung zugänglich sein soll. Ferner sollen ein Konferenzsaal und weitere Räumlichkeiten – für kulturelle Einrichtungen der Region – zur Verfügung stehen. »Wir wollen einen lebendigen Ort schaffen, kein einfaches Lager, sondern einen offenen Raum, in dem die Bürgerinnen und Bürger Werke kennenlernen und sehen können, die heute unsichtbar bleiben, und in dem kulturelle Einrichtungen und Fachleute unter angemessenen Bedingungen arbeiten können«, erklärte Landesrat Bianchi.
Das Projekt umfasse einen Gesamtwert von 85,56 Millionen Euro. Dank einer öffentlich-privaten Partnerschaft könne die Infrastruktur mit einem öffentlichen Beitrag von 41,9 Millionen Euro realisiert werden. Anschließend zahle das Land Südtirol 17 Jahre lang eine Nutzungsgebühr in Höhe von 6,7 Millionen Euro pro Jahr. Nach Ablauf dieses Zeitraums gehe die Anlage endgültig und kostenlos in das öffentliche Eigentum des Landes Südtirol über.
-lpast-
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KW 01 – 2025/2026
29. 12. 2025 – 04. 01. 2026
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Reminiszenz
an die
Sendlinger Mordweihnacht anno 1705
am 24. Dezember 2025
im oberbayerischen Waakirchen
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Region Bayern – Mit dem Schlachtruf »Lieber bairisch sterben, als kaiserlich verderben«, traten am 24. Dezember 1705 meist nur mit Mistgabeln, Sensen und Äxten ausgerüstete bayerische Männer den gut bewaffneten und ausgebildeten Soldaten des österreichischen Kaisers auf dem Schlachtfeld vor den Toren Münchens entgegen, um für das geschundene Volk und ihr geplündertes Vaterland mutig Widerstand zu leisten. Auslöser war die große Not, die wegen der Gräuel des jahrelangen Erbfolgekrieges um den spanischen Thron im ganzen Land herrschte und Hunger, Plünderungen, Brandschatzungen, Vergewaltigungen und Unterdrückung hervorbrachte. Selbst der österreichische Kaiser Josef I. und seine hochrangigen Minister konnten den Untaten ihrer fernen Truppen nicht Einhalt gebieten.
Leider gelang es den bayerischen Kämpfern – rund 16.000 Männer aus Niederbayern und 2.600 Oberländer – nicht, ihre Kräfte in Sendling zu einer gemeinsamen, schlagkräftigen Truppe zusammenzuführen. Daher wurde in einer verheerenden Schlacht die bayerische Streitmacht aufgerieben und die Verteidiger von Freiheit und Frieden gnadenlos von der österreichischen Militärmacht niedergemetzelt. Wer nicht im Kampf fiel wurde gefangen und hingerichtet – auf Seiten der Oberländer verloren rund 1.100 Männer ihr Leben. …weiterlesen
-am- Bild: am
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Förderung
für Wiederverwendung
von Bauteilen
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Region Baden-Württemberg – Das Land Baden-Württemberg startet im Rahmen des Strategiedialogs »Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen« den Förderaufruf »Modellprojekte Bauteilwiederverwendung«. Das gab kürzlich Baden-Württembergs Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi, bekannt. »Mit unserem bundesweit beachteten Leitfaden zur Wiederverwendung tragender Bauteile haben wir die Grundlagen gelegt. Jetzt wollen wir das Wieder- und Weiterverwenden von Bauteilen in die Breite tragen. Wir wollen zeigen, was möglich ist – und Mut machen zum Nachahmen und Weiterdenken«, so Razavi. Insgesamt stehe eine halbe Million Euro zur Förderung konkreter Projekte zur Verfügung, bei denen Bauteile wieder- oder weiterverwendet werden.
Der Förderschwerpunkt liee auf der Wiederverwendung tragender Bauteile – zum Beispiel ganzer Stahlträger, Holzbalken oder Betonbauteile – im Anwendungsbereich der Landesbauordnung. Aber auch die Weiterverwendung sowie nichttragende Bauteile sollen in abgestuftem Umfang gefördert werden. Dabei sei unter »Wiederverwendung« die erneute Nutzung gebrauchter Bauteile für denselben Verwendungszweck wie zuvor und unter »Weiterverwendung« die erneute Nutzung für einen anderen Verwendungszweck zu verstehen. Die Maßnahmen müssten nach ihrer Anzahl und Menge eine spürbare Relevanz im Bauprojekt besitzen. Außerdem sollen, soweit möglich, bereits vorhandene Leitfäden, DIN SPECs und so weiter zur Anwendung kommen. Gesucht werden Konzepte mit einem hohen Nachahmungseffekt, die von anderen Bauherren ebenfalls umgesetzt werden könnten. Ministerin Razavi erklärte: »Die Projekte des Strategiedialogs haben wichtige Grundlagenarbeit geleistet. Jetzt gilt es zu zeigen, dass die innovativen Ansätze nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis funktionieren«. Angesprochen seien sowohl private als auch öffentliche Bauherren.
-lbw-
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»Digitaler Brief«
neu in der
postalischen
Grundversorgung
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Region Schweiz – Der Schweizer Bundesrat hat in der Sitzung vom 19. Dezember 2025 eine »Teilrevision der Postverordnung« erörtert. Die Schweizer Post erhalte nun bei der Zustellung von Briefen und Paketen mehr Flexibilität. Die »Grundversorgung« werde um das Angebot eines »digitalen Briefs« ergänzt. Die Post müsse künftig mindestens 90 Prozent der Briefe und Pakete fristgerecht zustellen (derzeit: Briefe 97 Prozent, Pakete 95 Prozent). Durch die gelockerte Vorgabe könne die Post die »Grundversorgung« effizienter und kostengünstiger bereitstellen. Die Neuregelung habe keine Auswirkungen auf die Zustellung abonnierter Tageszeitungen. In Gebieten ohne Frühzustellung müssten weiterhin 95 Prozent der Zeitungen bis spätestens 12:30 Uhr zugestellt werden. Die Post müsse Sendungen auch in Zukunft grundsätzlich in alle ganzjährig bewohnten Häuser zustellen.
Die Post solle künftig ein hybrides Zustellsystem betreiben, mit dem Kundinnen und Kunden elektronische Sendungen verschicken und empfangen könnten. Die Nutzung dieses Angebots sei freiwillig. Wer keine digitalen Briefe empfangen wolle, erhalte weiterhin physische Briefe. In diesem Fall produziere die Post aus elektronisch aufgegebenen Sendungen physische Briefe und befördere diese auf dem traditionellen Postweg.
Nebst dem »digitalen Brief« wollte die Erörterung auch digitale Angebote im Zahlungsverkehr in die Grundversorgung aufnehmen. Der Ausbau in diesem Bereich sei weitgehend unbestritten, dennoch sehe der Schweizer Bundesrat von dieser Änderung vorerst ab. Das Thema solle in der kommenden Gesetzesrevision erneut angegangen werden. Die Änderung der Postverordnung trete am 1. April 2026 in Kraft.
-bkch-
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Internationaler
Standard
für Krypto-Transparenz
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Region Liechtenstein – Seit der Einführung des »automatischen Informationsaustauschs« (AIA) im Jahr 2016 hätten sich Finanzmärkte, Dienstleistungen und Produkte stark weiterentwickelt. Um dieser Dynamik und der Digitalisierung gerecht zu werden, habe die zuständige OECD-Arbeitsgruppe im Auftrag der G20 den »Common Reporting Standard« (CRS) überarbeitet und zusätzlich das »Crypto Asset Reporting Framework« (CARF) geschaffen.
Das »CARF« regele den automatischen Informationsaustausch von steuerrelevanten Informationen von Kryptowerten und trage dem rasanten Wachstum in diesem Bereich Rechnung. Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein habe daher am 18. Dezember 2025 die Verordnung über den »internationalen automatischen Informationsaustausch in Steuersachen« in Bezug auf Transaktionen mit Kryptowerten beschlossen. Die »CARF«-Verordnung regele in Ausführung des »CARF«-Gesetzes Details zu den »CARF«-Partnerstaaten Liechtensteins sowie zu Formularen für Zwecke der »CARF«-Sorgfaltspflichten.
Die Konformität mit internationalen und europäischen Standards im Steuerbereich sei ein zentraler Pfeiler der Finanzplatzstrategie Liechtensteins. Gemäss dem »Joint Statement« vom 10. November 2023, in dem sich Liechtenstein zur Einführung des »CARF« verpflichtet habe, werde der erste Informationsaustausch im Jahr 2027 für die Meldeperiode 2026 erfolgen, und zwar im Einklang mit dem EU-Zeitplan. Das »CARF«-Gesetz und die »CARF«-Verordnung soll am 1. Januar 2026 in Kraft treten.
-RdFL-
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Natur- und tierfreundlich
unterwegs
im winterlichen Gelände
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Region Vorarlberg – Auch wenn sich der Winter derzeit in Vorarlberg noch schneearm zeige, wachse die Vorfreude auf »Skitouren«, »Schneeschuhwanderungen« und »Freeriden« im winterlichen Gelände. Gleichzeitig seien verschneite Landschaften ein sensibler Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, erinnerte Vorarlbergs Landesrat Christian Gantner. In der kalten Jahreszeit seien Tiere besonders auf Ruhe und Schutz angewiesen. Mit der Landeskampagne »Respektiere deine Grenzen« mache das Land Vorarlberg daher auf einen bewussten und rücksichtsvollen Umgang mit der Natur und den Tieren abseits markierter Pisten und Routen aufmerksam.
Wälder erfüllten wichtige Schutzfunktionen und seien zugleich unverzichtbare Rückzugsorte für Wildtiere. »Variantenfahrten« und »unbedachte Touren« in sensiblen Bereichen könnten Tiere zusätzlich stören. »Im Winter ist der Energiehaushalt der Wildtiere auf ein Minimum reduziert. Deshalb ist eine sorgfältige Planung von Wintersportaktivitäten wichtig, um die Tiere und ihre Lebensräume nicht zu belasten«, betonte Gantner. Neben Wetter-, Schnee- und Lawinenlage sollten bereits bei der Tourenplanung Schutzgebiete, Wildruhezonen und empfohlene Routen berücksichtigt werden.
Unterstützung biete die Website respektiere-deine-grenzen.at mit Informationen, praktischen Verhaltenstipps und Hintergrundwissen für Aktivitäten im winterlichen Gelände. Ergänzend dazu diene der Vorarlberg-Atlas als zentrale Orientierungshilfe. Im Vorarlberg-Atlas seien Schutzgebiete, Wildruhezonen und die geltenden rechtlichen Regelungen übersichtlich dargestellt. Auch digitale Tourenportale und Outdoor-Apps würden diese Informationen zunehmend aufgreifen. Vor Ort sollen ferner Informationstafeln, Markierungen, Pfeile und Bojen dabei helfen, sensible Bereiche zu meiden. Diese Markierungen würden allerdings keine Garantie für Lawinensicherheit bieten – die Beurteilung der Lawinensituation bleibe in der Eigenverantwortung der Wintersportlerinnen und Wintersportler.
Mit vier einfachen Hinweisen lasse sich viel bewirken: Auf Aktivitäten in der Dämmerung und in der Dunkelheit verzichten; Waldränder und schneearme Flächen meiden; im Wald möglichst auf bestehenden Wegen bleiben und vorab prüfen, ob die geplante Tour durch besonders geschützte Gebiete führe. Ebenso wichtig sei eine umweltfreundliche Anreise, idealerweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Auch das eigene Verhalten in sozialen Medien trage spürbar zum Naturschutz bei. Sensible Beobachtungen sollten ohne genaue Ortsangaben geteilt werden, um zusätzlichen Nutzungsdruck zu vermeiden. Eigene Tourenrouten sollten nur veröffentlicht werden, wenn sie rücksichtsvoll gewählt seien und sensible Lebensräume nicht zusätzlich belasteten.
-vlk-
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Erfolgreiches Jahr
für das
Bartgeier-Management
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Region Tirol – Seit Frühling 2024 sei sie offiziell im Amt und auch 2025 könne sie auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: Nordtirols Bartgeier-Managerin Elisabeth Weninger. Aktuell gebe es sieben bestätigte Brutpaare, die meisten davon im Tiroler Oberland. Im Oktober stand eines der Highlights des Jahres für Vogelbegeisterte in ganz Tirol an: Der internationale Bartgeier-Beobachtungstag (International Observation Day – IOD). An diesem Tag helfen jedes Jahr zahlreiche Expertinnen und Experten sowie Freiwillige und deckten bestmöglich das gesamte Land ab.
Mit Feldstecher und Kamera ausgerüstet sei auch heuer wieder – teilweise den ganzen Tag – nach den majestätischen Vögeln Ausschau gehalten worden. Die 48 freiwilligen BeobachterInnen hätten von insgesamt mehr als 30 verschiedenen Standorten in Nordtirol aus wieder dazu beigetragen, die Daten über Tirols »Bartgeiervorkommen« zu verbessern. Besonders erfreulich sei, dass ein neues Brutpaar im Ötztal bestätigt werden konnte. »Der Bartgeier ist aufgrund seiner Größe und seiner Seltenheit ein ganz besonderes Tier in Tirol. Der Schutz und die genaue Beobachtung liegt in Nordtirol unter der Koordination von Elisabeth Weninger in guten Händen. Ich möchte mich bei ihr und den vielen Freiwilligen bedanken, die am Beobachtungstag teilgenommen haben und auch ganzjährig Sichtungen melden. So erhalten wir ein immer besseres Bild von der Entwicklung dieser so seltenen und wichtigen Art in Tirol«, so Tirols Naturschutzlandesrat René Zumtobel.
28 Bartgeier aller Altersklassen und ein neues Ötztaler Brutpaar
Mit 28 unterschiedlichen Bartgeier-Individuen, die an einem einzigen Tag gesichtet worden seien, zeige sich Weninger äußerst zufrieden: »Das ist eines der besten Ergebnisse der letzten Jahre. Außerdem freut es mich sehr, dass wir ein neues Brutpaar im Ötztal bestätigen konnten und insgesamt fünf der sieben bestätigten Brutpaare in Nordtirol gesehen haben. Drei davon konnten aktiv beim Horstbau beobachtet werden. Ein tolles Erlebnis«. Die meisten Sichtungen seien erwartungsgemäß im Ötztal, Paznaun, Lechtal und im Kaunertal gemeldet worden. Dabei seien Vögel aller Altersklassen
beobachtet worden. Das sei ein positives Zeichen für die stabile Entwicklung der Bartgeier-Population. Auch in Osttirol gebe es im Nationalpark Hohe Tauern Bartgeier. Dort werde ein eigenes nationalparkübergreifendes Monitoring betrieben.
Der Bartgeier: Fakten statt Mythen
Der Bartgeier hatte aufgrund von Märchengeschichten und Mythen lange einen schlechten Ruf und war in den Alpen ausgerottet. Die in den 1980er-Jahren gestarteten Wiederansiedelungsversuche würden langsam Früchte tragen und es gebe in Nordtirol aktuell sieben Brutpaare. Im gesamten Alpenraum werde die Population auf 300 bis 400 Tiere geschätzt. Bartgeier haben als Aasfresser eine wichtige Rolle im natürlichen Kreislauf. Durch die restlose Beseitigung von Tierkadavern durch die Bartgeier werde die Ausbreitung von Krankheiten in der Natur verringert. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,90 Metern und einem keilförmigen Schwanz seien die Vögel am Himmel unverkennbar. In ihrer Jugend weisen Bartgeier ein einheitliches, vorwiegend dunkelgraues bis schwarzes Gefieder auf. Ab einem Alter von etwa fünf bis sechs Jahren erkenne man eine kontrastreiche weiß-orange Färbung des Brust- und Kopfgefieders.
-lt-
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Digitalisierung
des Grundbuchs
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Region Südtirol – Die Digitalisierung im Bereich Grundbuch schreite in Südtirol erfolgreich voran. Seit 22. Dezember 2025 würden weitere Jahrgänge der Grundbuchunterlagen online zur Verfügung stehen, und zwar für den Zeitraum von 1990 bis 2001. Abrufbar seien sämtliche Titel, Verfügungen und Beilagen, die bei den einzelnen Grundbuchsämtern hinterlegt wurden. Diese Jahrgänge ergänzten jene, die bereits im vergangenen Jahr veröffentlicht wurden, und deckten damit einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren digital zugänglicher Dokumente ab.
»Diese neue Veröffentlichung stellt einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg der Digitalisierung des Grundbuchs dar. Ein Prozess, der darauf abzielt, grundbuch- und katasterbezogene Informationen für alle Akteure besser zugänglich und transparenter zu machen. Trotz Herausforderungen arbeiten wir konsequent weiter, mit dem Ziel, schrittweise auch Dokumente aus der Zeit vor 1990 zu digitalisieren«, erklärte Südtirols Landesrat Christian Bianchi.
Mit Hilfe des Portals »OpenKat«, dem Online-Informationssystem von Grundbuch und Kataster, könnten Bürgerinnen und Bürger, Fachleute und Unternehmen alle Grundbuchunterlagen von 1990 bis heute online einsehen, und zwar ohne persönlich in die Ämter gehen oder schriftliche Anfragen stellen zu müssen. Der Dienst sei rund um die Uhr, sieben Tage die Woche verfügbar, und ermögliche einen einfachen und schnellen Zugriff auf Dokumentenkopien, die teilweise mehr als 30 Jahre alt seien.
»Das Digitalisierungsprojekt vereinfache nicht nur den Zugang zu den Unterlagen, sondern trage auch dazu bei, Bearbeitungszeiten zu verkürzen, die Effizienz der Ämter zu steigern und die sichere Aufbewahrung der Grundbuchsunterlagen zu gewährleisten«, heißt es aus dem Ressort für Hochbau, Valorisierung des Vermögens und Grundbuch und Kataster in Südtirol. So könnten Immobilienfachleute, Notarinnen und Notare, öffentliche Einrichtungen sowie Bürgerinnen und Bürger rasch auf grundlegende Informationen für Kaufverträge, Erbschaften und Katasterverfahren zugreifen.
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Entry-Exit-System
am Flughafen Salzburg
erfolgreich gestartet
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Region Salzburger Land – Neuerdings ist Salzburg nach Wien der zweite Flughafen in Österreich der über das neue »Entry-Exit-System« (EES) verfügt. Es ersetze die traditionelle manuelle Passstempelung durch biometrische Datenerfassung und elektronische Überwachung für alle Nicht- EU-Bürgerinnen und -bürger. Rund 11.000 Personen seien laut der Landespolizeidirektion Salzburg damit bereits über Salzburg nach Österreich eingereist.
Kürzlich zogen Innenminister Gerhard Karner, Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, Landespolizeidirektor Bernhard Rausch sowie Bettina Ganghofer, Geschäftsführerin der Salzburger Flughafen GmbH, eine erste Bilanz bezüglich der Einführung des neuen Systems. Dabei sollen biometrische Daten – wie Fingerabdrücke und Gesichtsbilder an digitalen Kiosken in einer eigens dafür umgebauten Ankunftshalle – gespeichert und überprüft werden. Danach gehe es weiter zu Grenzbeamten, die diese Daten noch einmal kontrollierten. Ziel des Systems sei es, die Sicherheit an den EU-Außengrenzen zu erhöhen, Identitätsbetrug zu verhindern und Überziehungen der erlaubten Aufenthaltsdauer im Schengen-Raum effizienter zu erkennen. »Die Polizei muss wissen, welche Personen nach Österreich kommen, ob sie legal einreisen und wie lange sie bleiben. Das Entry-Exit-System unterstützt die Arbeit der Polizei und bedeutet ein Mehr an Sicherheit«, so Karner.
Reisefreiheit für Schengen-Raum bleibt
»Durch die gute Abstimmung mit dem Innenministerium im Vorfeld läuft der technische Betrieb ohne Probleme. Salzburgs internationale Gäste werden von geschultem Personal bei der Kontrolle unterstützt, bei Ankünften aus der Europäischen Union gilt wie gewohnt die Reisefreiheit für den Schengen-Raum«, betonte Karoline Edtstadler und ergänzte: »Gerade in Zeiten wie diesen ist es natürlich ganz wesentlich, das Sicherheitsgefühl der Menschen zu stärken und objektiv auch für die Behörden die entsprechenden Daten dafür zu haben«.
Illegale Aufenthalte sollen aufgedeckt werden
Verantwortlich für die Kontrolle und den Einsatz des »EES« sei die Landespolizeidirektion Salzburg. Seit Anfang November seien rund 11.000 Personen damit registriert worden. »Das Entry-Exit-System am Flughafen Salzburg bietet Vorteile durch modernere, schnellere und sicherere Grenzübertritte für Drittstaatsangehörige, da es manuelle Erfassungen ersetzt und ergänzend biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Gesichtsbilder als Sicherheitsfaktor abgleicht. So können wir als Salzburger Polizei wesentlich dazu beitragen, die Sicherheit weiter zu erhöhen und illegale Aufenthalte zu verhindern«, erklärte Landespolizeidirektor Rausch.
Rund fünf Millionen Euro Investitionskosten
»Alles was Infrastruktur angeht, geht zulasten der Flughäfen. Wir werden zur Realisierung ungefähr fünf Millionen Euro investieren«, erläuterte Bettina Ganghofer, Geschäftsführerin der Salzburger Flughafen GmbH. Momentan befindet man sich mit dem »EES« noch im Probebetrieb. Laut Innenminister Karner soll es im Frühjahr 2026 in den Echtbetrieb übergehen. Anpassungen und Erweiterungen seien von Seiten des Flughafens bereits laufend in Arbeit. »Die Wintersaison mit überproportional vielen Gästen aus dem EU-Ausland wird jedoch eine enorme Herausforderung und längere Wartezeiten sind vorprogrammiert. Die Flughafenpolizei und das Team des Salzburger Flughafens sind gut aufeinander eingespielt und werden alles daran setzen, diese Herausforderungen bestmöglich für unsere Gäste zu lösen«, so Ganghofer.
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Buchpräsentation
»Die Enns: Eine Zeitreise am Wasser«
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Region Steiermark – Die Enns fließt als zentrale Lebensader durch mehrere Bundesländer in Österreich: Der über 254 Kilometer lange südliche Zubringer zur Donau entspringt in Salzburg, fließt über 100 Kilometer in der Steiermark, bevor dieser in das oberösterreichische Ennstal eintritt. Ab Steyr bildet die Enns dann auch den Grenzfluss zwischen Ober- und Niederösterreich. Kaum ein Fluss in Österreich habe daher über die Zeiten hinweg die Landschaft, die Kultur, die Industrie und die Menschen so sehr geprägt, wie die Enns.
Die Buchveröffentlichung »Die Enns: Eine Zeitreise am Wasser« liefert eine informative Zeitreise entlang des einmaligen Flusses, führt durch mehrere österreichische Bundesländer. Das Enns-Buch unter der Autorenschaft von Heinz Wiesbauer nehme den Leser mit auf eine Zeitreise am Wasser, beschreibe die zugrundeliegende Geologie, weise auf die frühen Nutzungen, wie die Holzdrift und die Flößerei hin, zeige insbesondere die verheerenden Wirkungen des Enns-Hochwassers und deren Bändigung durch wasserbauliche Eingriffe. Damit einhergehend werde die Veränderung der Flusslandschaft auch am Beispiel der Flora und Fauna sichtbar. So sehr auch die Regulierung der Enns wichtig für den wirtschaftlichen Aufschwung der Region gewesen sei, umso notwendiger sei nun der Weg zurück zu einer naturnahen Enns, der mit mannigfaltigen und ambitionierten Projekten eingeschlagen worden sei.
»Die Enns ist mehr als ein Fluss – sie ist Zeugnis einer vielseitigen Natur- und Kulturgeschichte und zeigt auf, wie natürliche Prozesse und menschliches Handeln einander seit Jahrhunderten prägen. Das neu erschienene Buch ermöglicht uns, diese Geschichte zu entdecken und daraus eine Perspektive für die Zukunft zu entwickeln. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern eine anregende Lektüre«, erklärte Steiermarks Wasserminister Norbert Totschnig. »Wer die Zukunft gestalten will, muss verstehen, woher wir kommen. Die Geschichte der Enns und des steirischen Ennstals zeigt eindrucksvoll, wie eng Landschaft, Mensch und Entwicklung miteinander verflochten sind. Dieses sorgfältig recherchierte Buch öffnet dafür neue Blickwinkel und liefert einen wertvollen Beitrag zum Verständnis unserer Region. Ich freue mich, dass wir als Land Steiermark gemeinsam mit dem Bund zur Entstehung dieses Werkes beitragen konnten«, ergänzte Steiermarks Landesrätin Simone Schmiedtbauer.
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Kostenlose
RSV-Immunisierung
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Region Kärnten – RSV, das »Humane Respiratorische Synzytial-Virus«, kann zu schweren Erkrankungen der unteren Atemwege führen. RSV ist der häufigste Grund für Krankenhaus-Aufenthalte bei Säuglingen. Eine Immunisierung durch eine Impfung helfe, schwere Krankheitsverläufe, Intensivbehandlungen und gar Todesfälle zu verhindern. Seit Anfang Dezember 2024 laufe österreichweit ein Pilotprojekt mit kostenfreien Immunisierungen für ganz kleine Kinder – Babys in ihrer ersten RSV-Saison und Risiko-Kinder bis zum 24. Lebensmonat – im Rahmen des Nationalen Kinderimpfkonzepts. Geimpft wird in den Krankenanstalten und seit Anfang Januar 2025 auch bei niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzten. Nun beabsichtige das Gesundheitsministerium die dauerhafte Bereitstellung der RSV Immunisierung im kostenfreien Kinderimpfkonzept, welches über die Bundesländer abgewickelt werde.
Laut Schätzungen des Bundes würden die Kosten bundesweit jährlich 14,3 Millionen Euro betragen – 9,5 Millionen davon trage der Bund, je 2,4 Millionen die Bundesländer und die Sozialversicherung. Für Kärnten bedeute das: Es seien für den Impfstoff und die ärztlichen Honorare maximal 298.000 Euro aus Landesmittel zu tragen.
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Bäuerinnen
feiern
50-jähriges Jubiläum
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Region Niederösterreich – Anlässlich ihres 50-Jahr-Jubiläums waren »Die Bäuerinnen NÖ« im Rahmen eines Weihnachtsbesuchs zu Gast im Landhaus St. Pölten. Dabei blickten sie gemeinsam mit Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner auf fünf Jahrzehnte Engagement zurück und präsentierten ihre Vorhaben für das Jubiläumsjahr 2026. »Was vor 50 Jahren als mutige Initiative engagierter Frauen begonnen hat, ist heute eine der tragenden Säulen unserer Landwirtschaft und unseres ländlichen Lebens«, so Mikl-Leitner. Die »Bäuerinnen NÖ« seien eine starke, landesweit verankerte Gemeinschaft mit rund 350 Vereinen und über 43.000 Mitgliedern. »Sie stehen für Zusammenhalt, für Kompetenz und für gelebte Verantwortung in den Regionen. Die Bäuerinnen geben der Landwirtschaft ein Gesicht – fachlich stark, sozial verlässlich und mit viel Herzblut«, betonte Mikl-Leitner. Die Landeshauptfrau erinnerte daran, dass die Bäuerinnen über Jahrzehnte wichtige Verbesserungen für bäuerliche Familien vorangetrieben hätten – von sozialer Absicherung bis zu mehr Anerkennung der Arbeit von Frauen auf den Höfen. Genauso bedeutend sei ihre Arbeit in Bildung und Bewusstseinsbildung. Das Jubiläumsjahr 2026 stehe im Zeichen eines internationalen Fokus, denn die »Vereinten Nationen« haben 2026 zum »Internationalen Jahr der Bäuerin« erklärt.
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Unterstützung für
elf Jazzclubs
und -veranstalter
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Region Bayern – »Mit insgesamt 30.000 Euro zeichnen wir elf engagierte bayerische Jazzclubs und -veranstalter für ihre ambitionierten Programme aus«, verkündete Bayderns Kunstminister Markus Blume in München. Es erhalten folgende Kandidaten eine »Jazzprogrammprämie«: Jazz-Zirkel-Weiden, Jazzclub Regensburg, Jazzforum Bayreuth, Kulturwelt Marktoberdorf, Hot Club München, Kick Hersbruck, Jazzclub Abensberg, Jazzclub Bamberg, Jazzclub Unterfahrt, Jazzclub Augsburg sowie das Jazzforum Dinkelsbühl.
Nach Überzeugung der in die Entscheidung eingebundenen unabhängigen Fachjury habe jeder der Ausgezeichneten überaus interessante und anspruchsvolle Programme zusammengestellt und mit großer Leidenschaft zur Begeisterung des Publikums auf die Bühnen gebracht. Diese Programme zeichneten sich insbesondere durch hohe künstlerische Qualität, eine beherzte und engagierte persönliche Note der bayerischen Musikerinnen und Musikern oder vielfältige Nachwuchsarbeit aus. Die Prämien in Höhe von insgesamt 30.000 Euro seien Anerkennung und Dank und sollen die Veranstalter in ihrer weiteren Arbeit unterstützen und motivieren.
Mit den Geldern der »Jazz-Programmprämierung« sollen auch kleinere Bühnen, die ggf. die Voraussetzungen der staatlichen Jazzfestivalförderung nicht vollständig erfüllen, eine passende finanzielle Unterstützung erhalten. Die Prämierung konzentriere sich auf die qualitative Ausrichtung der jeweiligen eingereichten Programme. Die eingegangenen Bewerbungen wurden einer Expertenkommission vorgelegt, die bei der Vergabe der Gelder mitgewirkt hat.
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38,1 Millionen Euro
für die
Fraunhofer-Gesellschaft
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Region Baden-Württemberg – Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg habe der Fraunhofer-Gesellschaft im Jahr 2025 insgesamt rund 38,1 Millionen Euro zur Grundfinanzierung sowie für den Ausbau und die Sanierung der Forschungsinfrastrukturen an den Instituten in Baden-Württemberg bewilligt. Von den bewilligten Fördermitteln im Jahr 2025 entfallen rund 11,8 Millionen Euro auf den Landesanteil für die Grundfinanzierung sowie rund 26,3 Millionen Euro als Sonderfinanzierung zum Ausbau der Forschungsinfrastrukturen an den Instituten. Daraus werde unter anderem der Landesanteil für die Sanierung des Parkhauses am Fraunhofer-Campus in Stuttgart und dessen Weiterentwicklung als Testfeld für klimafreundliche Technologien im Rahmen des »Stuttgart Climate Tech Hub« mit 2,1 Millionen Euro gefördert. Einen weiteren Schwerpunkt bilde der Ausbau der Forschungsinfrastrukturen im Bereich Wasserstofftechnologien und Kognitive Energiesysteme am Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg. Die Gesamtkosten für das Neubauvorhaben »HYKOS-H2T« betrage 101 Millionen Euro und werde gemeinsam vom Bund und Land getragen.
Zentraler Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands
»Die aktuellen Herausforderungen für unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft machen deutlich, wie unverzichtbar Innovationen für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes sind. Die enge Zusammenarbeit der Fraunhofer-Institute mit unseren Unternehmen bei Schlüsseltechnologien wie KI, Robotik, Quantentechnologien sowie nachhaltigen Energie- und Wasserstofftechnologien leistet einen zentralen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unseres Mittelstands«, erklärte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Baden-Württembergs Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus. Die gemeinsame Finanzierung der Fraunhofer-Gesellschaft durch den Bund und die Länder sei Beleg für die gelungene ressortübergreifende Zusammenarbeit der Bundesregierung mit den Ländern im Bereich der Forschungsförderung und beim Technologietransfer. Das gelte es auch für die weitere Unterstützung und Begleitung der Fraunhofer-Gesellschaft nach Eintritt in eine Konsolidierungsphase sicherzustellen, so die Ministerin.
Technologische Herausforderungen gemeinsam bewältigen
»Der Strukturwandel unserer Wirtschaft und die veränderte geopolitische Lage bringen neue technologische Herausforderungen mit sich, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Dabei müssen wir vorhandene Stärken in den Ländern bestmöglich ausschöpfen, um Synergien zu schaffen«, begründete die Ministerin die Notwendigkeit der engen Zusammenarbeit.
Land fördert Institute der wirtschaftsnahen Forschung
Baden-Württembergs Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördere die Institute der wirtschaftsnahen Forschung, bestehend aus der Innovationallianz Baden-Württemberg (InnBW), den Instituten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie der Fraunhofer-Gesellschaft, institutionell und unterstütze ihren Ausbau und ihre Weiterentwicklung durch Investitionen in Gebäude und Geräte. Die Fördermittel seien wesentlicher Beitrag für die Leistungsfähigkeit der wirtschaftsnahen Forschung. Der weitere Ausbau der wirtschaftsnahen Forschung sowie auch die Gründung und Ansiedlung neuer Institute gehörten zu den strategischen Zielen der Landesregierung Baden-Württemberg in der Innovationspolitik.
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Moderne Regeln
für den berufsmässigen
Personentransport
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Region Schweiz – Wer in der Schweiz berufsmässig Personen mit Personenwagen transportieren will – beispielsweise mit einem Taxi – brauchte bislang eine Bewilligung für den berufsmässigen Personentransport (BPT-Bewilligung) und musste erhöhte medizinische Mindestanforderungen erfüllen. Die Fahrzeuge müssen ferner mit einem Fahrtschreiber ausgerüstet sein. Dieser wird zur Überprüfung der Arbeits-, Lenk- und Ruhezeiten verwendet. Der Schweizer Bundesrat will diese Regelungen nun vereinfachen und modernisieren. Die Arbeits- und Ruhezeiten sollen neu mit einer »App« erfasst werden können. Ferner sollen die für Berufsfahrerinnen und -fahrer benötigte Bewilligung sowie die erhöhten medizinischen Anforderungen künftig entfallen.
Änderungen bei Bewilligung und Fahrtschreiber: Berufsfahrerinnen und -fahrer benötigen keine BPT-Bewilligung mehr, wenn sie Personen transportieren, was den Wegfall der zusätzlichen theoretischen und praktischen Führerprüfung bedeute. Ferner würden jene medizinischen Voraussetzungen wie für die Führerausweiskategorie B gelten, was den Wegfall der zusätzlichen medizinischen Anforderungen bedeute. Die Arbeits- und Ruhezeiten können künftig auch mittels einer »App« erfasst werden. Die eingesetzten Fahrzeuge benötigen daraufhin keinen Fahrtschreiber mehr.
Hürden für Personentransporte senken
Mit den Anpassungen will der Schweizer Bundesrat den berufsmässigen Personentransport den heutigen Gegebenheiten anpassen, die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen und auf Pflichten verzichten, die sich als nicht mehr notwendig erweisen. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, halte der Bundesrat an den Arbeits-, Lenk- und Ruhezeiten der Berufsfahrerinnen und -fahrer aber fest.
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Gemeinsam
für eine moderne
Zollabfertigung
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Region Vorarlberg – Im Rahmen einer Pilotphase modernisieren Vorarlberg und der österreichische Bund die Vorarlberger Grenzzollstellen, beginnend in Tisis, um die Digitalisierung und Beschleunigung der Abfertigung im grenzüberschreitenden Straßengüterverkehr voranzutreiben. Landeshauptmann Markus Wallner bekräftigte die positiven Aussagen von Bundesminister Markus Marterbauer zur Modernisierung der Zollabfertigung. »Die Effizienzsteigerung und die Wettbewerbsvorteile, die dieses Vorhaben mit sich bringt, sind ein großer Fortschritt für Vorarlberg und Österreich. Gemeinsam mit dem Bund treiben wir die Entwicklung mit Nachdruck voran«, so Marterbauer.
Wallner betonte: »Durch die Kooperation mit dem Bundesministerium für Finanzen und dem Zollamt Österreich schaffen wir eine moderne und effiziente Infrastruktur. Unser Ziel ist eine Zollabfertigung, die Bürokratie und Stau reduziert und sowohl der Wirtschaft als auch der Bevölkerung zugutekommt«. Im Jahr 2026 sollen alle sechs Grenzstellen auf das neue System umgestellt werden. Das bisherige Laufzettelverfahren werde eingestellt.
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Digitale
Sicherheit
für den Wintersport
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Region Tirol – Tägliche Infos über die aktuelle Lawinensituation, Notrufe mit genauer Standortübermittlung, Warnungen über starke Schneefälle oder auch virtuelles Training für das richtige Verhalten in den Bergen – mit unterschiedlichen kostenlosen, digitalen Tools biete das Land Tirol so viel sicherheitsrelevante Tools in der neuen Wintersaison wie nie zuvor. »Winter und Schnee stehen für viele für Spaß, Freiheit und Leidenschaft – aber auch für Gefahren. Umso wichtiger ist es, vorbereitet zu sein, sich zu informieren und im Notfall schnell Warnungen abzusetzen. Digitale Anwendungen können dazu beitragen, Risiken zu minimieren und im Ernstfall schnelle Hilfe zu gewährleisten. Das wurde nicht zuletzt erst kürzlich erneut wissenschaftlich bestätigt«, erklärte Tirols Sicherheitslandesrätin Astrid Mair bezüglich einer neuen Studie der Universität Innsbruck über den Trainingssimulator des Landes »Notfall Lawine VR«. Die Studie bestätige den Lernerfolg durch eine App und zeige, dass »Virtual Reality« (VR) eine gute Ergänzung zum klassischen Lawinentraining sein könne.
Die Tools des Landes Tirol:
Snow institute – nachdenken, bevor es raus geht
Wie entstehen Lawinen, wann gehen sie ab und was gilt es im Ernstfall zu beachten? Die Plattform »snow institute« biete Wissen und Unterrichtsmaterial zu Schnee, Eis und Lawinenrisiken. Besonders junge Menschen könnten hier präventiv ein kompetentes Verhalten im Umgang mit Schneesport erlernen. Als interaktives Lernerlebnis biete »snow institute« seit dieser Saison auch eine virtuelle »Freeride-Tour« an. Das neueste Tool »Decide before you ride« vermittele interaktiv, woran man Gefahren erkenne, diese minimieren könne und wie gute Entscheidungen in der Gruppe getroffen werden sollten. Die Applikation wurde speziell für Smartphones entwickelt, richte sich vor allem an Jugendliche und stehe unter www.snow.institute/e-learning kostenfrei zur Verfügung.
Notfall Lawine VR – in Deutsch und Englisch
Ein virtuelles Training für den Ernstfall biete der Trainingssimulator »Notfall Lawine VR«. Mit dieser Technologie könnten Nutzerinnen und Nutzer das richtige Verhalten bei einem Lawinenabgang trainieren – seit diesem Jahr sowohl in Deutsch als auch auf Englisch. Das Tool stehe im »Meta App Lab« zum kostenlosen Download bereit. Eine VR-Brille sei für die Nutzung erforderlich. Weitere Informationen unter www.lawinen.report/education/virtual-reality-project.
Euregio-Lawinenreport – unerlässliche Infoquelle für Touren
Informationen gellten als die Basis jeder Tourenplanung: Der »Euregio-Lawinenreport« liefere täglich aktuelle Informationen zur Lawinensituation in Tirol, Südtirol und dem Trentino. Die Prognosen für den kommenden Tag werden jeweils um 17:00 Uhr unter www.lawinen.report bereitgestellt. Der Report sei auch über die Apps »Lawine Tirol« und »SnowSafe« abrufbar, die weitere praktische Funktionen wie Kompass, Höhenmesser und Hangneigungsmesser bieten würden.
SNOBS – Beobachtungen beim Lawinenwarndienst melden
Damit die Lawinenprognostiker noch besser die Lawinensituation beurteilen könnten, könne jede und jeder mithelfen: SNOBS-Nutzende könnten Beobachtungen zur Schnee- und Lawinensituation direkt an den »Lawinenwarndienst Tirol« übermitteln. Diese Daten sollen dabei helfen, präzisere Prognosen zu erstellen. Alle eingereichten Beobachtungen sind öffentlich einsehbar und sollen Informationen zur lokalen Lage biten. Eine kostenlose Registrierung sei unter www.snobs.live möglich.
Land Tirol App – im Ernstfall direkt am Handy informiert
Bei großer Lawinengefahr oder auch bei außergewöhnlichen Extremwetterereignissen informiere die »Land Tirol App« per Push-Benachrichtigung, sofern diese in den Einstellungen aktiviert ist. Ferner biete die App Zugriff auf rund 170 Webcams entlang der Tiroler Landesstraßen. Über die App könne auch auf den »Euregio-Wetterbericht« und die aktuellen Wetterwarnungen der »GeoSphere Austria« zugegriffen werden. Die Land Tirol App könne kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen unter www.tirol.gv.at/landtirolapp.
SOS–ALP App – Standortdaten im Notfall automatisch übermitteln
Egal ob auf der Piste, im freien Gelände oder auf dem Spazierweg im Wald: Kommt es zu einem Notfall, sei es entscheidend, dass die Einsatzkräfte den möglichst genauen Standort der Betroffenen kennen. So könne die »Rettungskette« schnellstmöglich in Gang gesetzt werden. Möglich werde das mit der »SOS–ALP App«. Im Notfall übermittele diese App Standortdaten direkt an die zuständige Leitstelle. Ferner werde eine telefonische Verbindung zur Leitstelle aufgebaut, um weitere Details abzuklären. Die App sei in Tirol, Bayern und Südtirol nutzbar und stehe kostenlos im Apple App Store und Google Play Store bereit. Weitere Informationen unter www.leitstelle.tirol/leistungen/soseualpapp.
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Abkommen
nach langen
Verhandlungen
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Region Südtirol – Die Südtiroler Landesregierung hat am 19. Dezember 2025 ein Abkommen zwischen dem italienischen Staat, den Regionen mit Sonderstatut sowie den autonomen Provinzen Südtirol und Trentino genehmigt. Die Vereinbarung sei das Ergebnis intensiver Verhandlungen zwischen Landeshauptmann Arno Kompatscher und der Regierung in Rom. Im Namen der Sonderautonomien hatte Kompatscher die Gespräche mit dem Wirtschafts- und Finanzministerium geführt.
Das Abkommen sehe vor, finanzielle Einbußen auszugleichen, die den Sonderautonomien durch neue staatliche Steuerregelungen entstehen. Ausgangspunkt war das Staatshaushaltsgesetz 2025 – 2027 gewesen, das für Südtirol geringere Steuereinnahmen vorsehe. Nach dem Autonomiestatut stehen dem Land neun Zehntel der im Land eingehobenen Steuern zu. Ändere der Staat die Steuersätze und entstünden dadurch Mindereinnahmen, werde künftig durch das neue Abkommen ein finanzieller Ausgleich sichergestellt.
Ein zentraler Punkt der Verhandlungen sei laut Landeshauptmann Kompatscher das »Einvernehmensprinzip« gewesen: Mit dem Abkommen könne der Staat steuerliche Maßnahmen mit Auswirkungen auf Südtirol nur mit Zustimmung des Landes umsetzen. »Damit stärken wir nicht nur unsere finanzielle Autonomie, sondern sichern auch das Mitspracherecht des Landes bei allen entscheidenden Steuerfragen. Ferner können wir finanzielle Nachteile frühzeitig und einvernehmlich ausgleichen. Auch die Bürgerinnen und Bürger profitieren von den Steuersenkungen. Sie müssen weniger Steuern bezahlen«, so Kompatscher. Die Vereinbarung war von den Vertreterinnen und Vertretern der Sonderautonomien im Dezember unterzeichnet worden. Mit dem Beschluss der Landesregierung bestätigte Südtirol nun die Unterzeichnung durch den Landeshauptmann und setzte das Abkommen formell in Kraft.
Für das Land Südtirol seien im Rahmen des Abkommens Ausgleichszahlungen in Höhe von 10,5 Millionen Euro im Jahr 2026, 11,5 Millionen Euro im Jahr 2027 und 5,8 Millionen Euro im Jahr 2028 vorgesehen. Diese Mittel sollen dazu beitragen, die Finanzierung öffentlicher Aufgaben auch bei veränderten steuerlichen Rahmenbedingungen sicherzustellen. Bei weiteren Gesprächen solle über Ausgleichszahlung bezüglich der Übergabe von Militärkasernen und die Bereitstellung von Personal für staatliche Ämter in Südtirol verhandelt werden.
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Ehemalige
Hochbrandbahn
jetzt im Forstauer Skigebiet
im Einsatz
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Region Salzburger Land – In Forstau im Pongau wurde kürzlich die neue »Fageralmbahn«, eine 8er-Gondelbahn, eröffnet. Das Besondere daran: Sie hat ein Vorleben als »Hochbrandbahn« in Großarl hinter sich und wurde auf den modernsten Stand für den Einsatz im länderübergreifenden Skigebiet Reiteralm-Schladming gebracht. Die neue »Fageralmbahn« bringe Wintersportfans in rund zwölf Minuten vom Tal auf das Hochplateau der Fageralm. Mit 55 Gondelkabinen, einer Förderleistung von bis zu 1.160 Personen pro Stunde und einem Höhenunterschied von 810 Metern setze die Anlage neue Maßstäbe in puncto Komfort und Leistungsfähigkeit – insbesondere für Familien, Kinder und Winterwanderer.
Recyclingquote bei 100 Prozent
Ein besonderes Augenmerk wurde auf Nachhaltigkeit gelegt: Fast 100 Prozent der mechanischen Komponenten der ehemaligen »Hochbrandbahn« – darunter Stationen, Stützen, Rollenbatterien und Fahrbetriebsmittel – wurden im Sinne eines innovativen »Upcycling-Konzepts« wiederverwendet. Neue Steuerung, Motor, Getriebe, Seil sowie zusätzliche Stützen und moderne Kabinen ergänzten die Anlage und machten sie fit für die Zukunft.
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Telefonische
Gesundheitsberatung
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Region Kärnten – Die »telefonische Gesundheitsberatung« unter der Telefonnummer 1450, die in Kärnten in Kooperation mit »Notruf Niederösterreich« betrieben wird, biete kompetente Beratung in allen Gesundheitsfragen – und im Rahmen eines dreimonatigen Pilotprojekts nun auch ein telemedizinisches Zusatzangebot. Die Anrufe sollen zunächst von diplomiertem Gesundheits- und Krankenpflegepersonal entgegengenommen werden, welches anhand eines medizinischen Abfragebaums beurteile, ob eine ärztliche Expertise notwendig sei.
»Viele gesundheitliche Anliegen können bereits durch unsere diplomierten Fachkräfte kompetent geklärt werden. Sie geben den Anrufenden Sicherheit und weisen ihnen rasch den richtigen Weg zur jeweils passenden Gesundheitseinrichtung. In bestimmten Fällen ist jedoch zusätzlich ärztliche Expertise erforderlich – etwa bei konkreten medizinischen Fragestellungen, Medikamentenauskünften oder der Ausstellung von e-Rezepten. Durch die Kombination aus telefonischer und videobasierter Telemedizin können Ärztinnen und Ärzte diese Beratung direkt übernehmen und den Menschen rasch und unkompliziert weiterhelfen«, so die Projektleiterin und medizinische Leitung bei »Notruf Niederösterreich« Nicole Kordina.
Das telemedizinische Zusatzangebot stehe nun von Montag bis Freitag in der Zeit von 15:00 bis 22:00 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen von 14:00 bis 22:00 Uhr zur Verfügung. Das Basisangebot der Gesundheitsberatung sei rund um die Uhr verfügbar. Auch der hausärztliche Bereitschaftsdienst stehe auch an Feiertagen zur Verfügung.
Wiederholt finanzierten Land Kärnten und ÖGK einen mobilen Zusatzdienst, der speziell in unbesetzten Sprengeln zum Einsatz kommen solle. Auch die Erstversorgungsambulanz (EVA) im LKH Villach stehe auch an Feiertagen für die Versorgung von Nicht-Notfällen zur Verfügung.
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ÖPNV
Strategie
2030
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Region Bayern – Mehr Fahrgäste, mehr Klimaschutz: Das seien zwei wesentliche Ziele, die der Freistaat Bayern mit der »ÖPNV-Strategie 2030« verfolge. Im Dezember 2022 wurde die Strategie vorgestellt, nun liegen erste Erkenntnisse vor. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter zeigte sich zufrieden: »Der Öffentliche Personennahverkehr in Bayern entwickelt sich sehr gut. Wir haben durch unsere Anstrengungen der vergangenen Jahre das vor-Corona-Niveau nicht nur erreicht, sondern es sogar überschritten. Besonders bei regionalen Zugverbindungen und Bedarfsverkehren im ländlichen Raum haben wir große Zuwächse«. Bei der Betrachtung des ÖPNV gehe es um Struktur, Leistungsfähigkeit und Entwicklung von Angebot und Nachfrage. Das Monitoring zur ÖPNV-Strategie unterscheide zwischen Schienenpersonennahverkehr (SPNV), also dem regionalen Zugverkehr, und dem allgemeinen Öffentlichen Personennahverkehr (aÖPNV), mit beispielsweise Bussen und U-Bahnen. Die Ergebnisse für den Zeitraum von 2019 bis 2024 zeigten: Gegenüber dem Jahr 2019 konnte das Angebot im Jahr 2024 gemessen an angebotenen Fahrplankilometern um 11,0 Prozent im SPNV und aÖPNV zusammen gesteigert werden. Seit 2022 ist ferner eine Zunahme im Bereich der Bedarfsverkehre von 20,5 Prozent festzustellen.
»Das ÖPNV-Angebot hat sich dabei in allen Regierungsbezirken positiv entwickelt. Wir haben außerdem festgestellt, dass sich die bedarfsorientierten Angebote, also zum Beispiel Rufbusse oder On-Demand-Verkehre, im ländlichen Raum hervorragend entwickeln«, so Bernreiter. Beispielsweise in der Oberpfalz habe der Anteil der sogenannten Bedarfsverkehre 2024 mehr als 50 Prozent des allgemeinen ÖPNV betragen, in Oberfranken seien es fast 40 Prozent und in Niederbayern rund 35 Prozent gewesen.
2024 habe der Freistaat Bayern in diesen Regionen ergänzende Nahverkehrsangebote unterstützt – wie etwa Bedarfsverkehre mit rund 9 Millionen Euro durch das »Förderprogramm zur Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum«. »Die Entwicklung der ÖPNV-Nachfrage macht deutlich, dass seit 2023 der Rückgang infolge der Corona-Pandemie überwunden ist«, so der Minister. Verantwortlich dafür sei eine Steigerung im Bereich des Schienenpersonennahverkehrs um fast sechs Prozent gegenüber dem Jahr 2019.
Bernreiter betonte: »Gerade im ländlichen Raum ist das Auto nach wie vor der wichtigste Verkehrsträger. Aber die weitere Stärkung und damit einhergehend Steigerung der Attraktivität des ÖPNV sorgen für einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz durch CO2-Einsparung. Eine leistungsfähige Infrastruktur bildet weiter die Grundlage, um mit attraktiven Angeboten und angemessenen Tarifen zukünftig noch mehr Fahrgäste vom ÖPNV überzeugen zu können. Daher müssen wir weiter in unsere Infrastruktur investieren, wozu das »Sondervermögen Infrastruktur« und »Klimaneutralität« eine sehr gute Möglichkeit bietet«.
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