Wissenschaft & Technik

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Digitale
Zwillinge
für besseren Hochwasserschutz

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Region Bayern – Vom digitalen Modell der mittelfränkischen Stadt Schwabach zur Abmilderung der Folgen von Hochwasser, bis hin zur intelligenten Verkehrssteuerung bei der Suche eines freien Parkplatzes im oberpfälzischen Schwandorf – bei der Abschlussveranstaltung des Projektes „TwinBy – Digitale Zwillinge für Bayern“ präsentierten die teilnehmenden Kommunen ihre 17 Projekte und Ergebnisse. Die Stadt Schwabach in Mittelfranken hat beispielsweise auf der Basis eigener städtischer Planungs- und Sensordaten ein digitales Modell ihrer Kommune erstellt, um die teils dramatischen Folgen von Hochwasser oder auch extremer Hitze in ihrer Stadt abzumildern. Im Digitalen Zwilling werden potenzielle Hochwasserflächen innerhalb der Ortschaft sichtbar gemacht. Die Daten helfen auch bei der Optimierung von Evakuierungsplänen, um bei hohen Niederschlagsmengen schnell reagieren zu können.

Für die Bevölkerung in Schwandorf wird dagegen die Zeit für die Parkplatzsuche deutlich kürzer. Die große Kreisstadt in der Oberpfalz hat neue Sensoren in der Stadt installiert und einen digitalen Zwilling ihrer Kommune erstellt, der freie Parkplätze zeigt oder empfiehlt, wo die Stadt künftig Baustellen einrichten sollte, um den Verkehrsfluss für die Einwohner so wenig wie möglich zu behindern. Mit „TwinBy“ unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Digitales die bayerischen Kommunen mit einem Gesamtfördervolumen von rund einer Millionen Euro. Die Projektteilnehmer entwickeln dabei mit Hilfe eigener Daten digitale Modelle von Objekten und Prozessen, mit denen sie ihre Planungen und Projekte schneller, besser und kostengünstiger realisieren können. In der aktuellen Periode wurden 17 Projekte von 13 Einzelkommunen sowie vier kommunale Verbände in Bereichen wie Energie und Umwelt oder Mobilität und Gesundheit gefördert. Die teilnehmenden Kommunen erhielten Beratungs- und Coachingleistungen ausgewählter Dienstleister für die fachliche und technische Umsetzung sowie finanzielle Mittel von bis zu 50.000 Euro für einzelne Kommunen und bis zu 75.000 Euro für ortsübergreifende Projekte. Die teilnehmenden Projekte und weitere Informationen zur Aktion „TwinBy – Digitale Zwillinge für Bayern“ sind unter www.twinby.bayern ersichtlich.

-stmd-

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Chinesisch-bayerisches
Joint Venture
in Sachen
Wasserstofftechnik-Fahrzeugbau

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Bei der Demoprojekt-Vorstellung:
Franz Zehendmaier und Wolfgang Chen mit einem Elektro-Brennstoffzellenroller

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Region Miesbach/Freiburg im BreisgauDer Geschäftsführer der Firma Green MeOH GmbH, Wolfgang Chen, ist „Bachelor of Science“ in Automatisierungsingenieurwesen der Wuhan Technologie Universität (WTU) in China und „Master of Science“ in Erneuerbaren Energien der Hochschule in Karlsruhe. Seit 2006 ist er als Entwickler und Experte für erneuerbare Energien tätig, insbesondere bei Projekten in Europa und Asien. Sein fundiertes Fachwissen bringt er bei der Herstellung von Geräten und Energiesystemen mit technologischer Qualität und innovativen Systemlösungen nach internationalen Standards ein. Er ist auch ein gefragter Sprecher beim „H2-Symposium“ der Hannovermesse. Sein Antrieb ist dabei, einen globalen Beitrag zu sauberer Energie und Umweltschutz zu leisten. Chen ist als Gründer und Geschäftsführer von mehreren, sich ergänzenden Unternehmen, global präsent.

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Brennstoffzellenanbau am Elektroroller

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In Deutschland führt er die Green MeOH GmbH. Mit dieser werden unter anderem innovative Demoprojekte realisiert. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Beschaffung von Produkten, sondern auch auf der Bewertung von Technologien, der Analyse von Risiken, der Umsetzung von Projekten und der Entwicklung von strategischen Ansätzen für Kooperationen. Im Jahr 2020 war er Mitbegründer der „Green Hydrogen Organization“ in Deutschland. Die Organisation setzt sich aktiv für die Integration von Netzwerkressourcen in den Bereichen Wasserstoff und Energiewirtschaft ein. In China hat er darüber hinaus im Jahr 2022 die „Shanghai United Hydrogen Co. Ltd“ (UH) gegründet. In Zusammenarbeit mit der „Green Hydrogen Organization“ in Shanghai präsentiert und fördert UH Produkte von Unternehmen der Wasserstoffindustrie. Die Handelsplattform erleichtert als Beschaffungs- und Verkaufsagentur internationale Handelsbeziehungen für Material im Bereich „Green Energy“ und „Mobile Electricity“, Komponenten und Systeme für grünes Methanol, Wasserstoff und Energie. Gleichzeitig bietet sie Unterstützung bei der Finanzierung und Investitionen für industrielle Projekte.

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Die beiden Vollbluttechniker mit einem Elektro-Brennstoffzellenroller und einem Elektrolyseur für die Wasserstoffproduktion.
Zum Tanken wird einfach die Patrone getauscht.

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Die Green MeOH GmbH startet nun ein Joint Venture mit der Firma Radsport Zehendmaier im oberbayerischen Kreuth am Tegernsee. Radsport Zehendmaier ist seit über 47 Jahren kompetenter Ansprechpartner in Sachen Zweiradtechnik und was dazugehört. Der Firmeninhaber, Franz Zehendmaier, im Vorstand der Innung im Landesverband mechanischer Metallhandwerke (HAMEC) sowie Dozent am der Technologie- und Schulungszentrum München (TSZ) und Mitglied des Meisterprüfungsauschusses der bayerischen Handwerkskammer – tüftelt unter anderem mit großer Begeisterung daran, umweltfreundliche sowie kostengünstige Reha- und E-Roller zu entwickeln. Ferner ist es ihm ein Anliegen, Menschen mit und ohne Handicap eine völlig neue Welt der Mobilität zu erschließen. Für seine Ideen wurde er unter anderem mit dem Bundesinnovationspreis für E-Mobilität ausgezeichnet.

Das Joint Venture der Green MeOH GmbH und Radsport Zehendmaier soll nun unter anderem umweltfreundliche und kostengünstige Wasserstofftechnik-Fahrzeuge auf den Markt bringen. Der brandneue Elektro-Brennstoffzellenroller wird von Wolfgang Chen und Franz Zehendmaier auf der Hannovermesse 2024, vom 22. bis 26. April – in Halle 12 / Stand D15 – der Öffentlichkeit vorgestellt.

-am- Bilder: am

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Föderale
Cybersicherheits-
architektur

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Das 2017 gegründete Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) ist das bayerische Pendant zum Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und schützt Bayerns staatliche IT-Systeme sowie das Bayerische Behördennetz und den Bayernserver. Dank umfassender Fachkompetenz gewährleiste das LSI IT-Sicherheit als Grundlage aller Digitalisierungsprojekte des Freistaats. Daneben steht die Behörde Kommunen und öffentlichen Unternehmen als Betreiber kritischer Infrastrukturen, wie Krankenhäusern und Wasserversorgern, als spezialisierter und individueller Berater bei allen Themen in Fragen der IT-Sicherheit zur Seite.

Neben Bayern beweisen auch Baden-Württemberg und Hessen mit eigenen dezidierten Cybersicherheitsbehörden, dass die Chancen starker Landesstrukturen länderübergreifend genutzt werden könne. „Die Herausforderungen im IT-Sicherheitsumfeld nehmen zu. Durch eine kraftvolle dezentrale Struktur mit enger Vernetzung, intensiver Kooperation zwischen den Ländern und schnellen Kommunikationswegen müssen alle Bundesländer gemeinsam den Schutz von Deutschlands staatlichen IT-Systemen und der kritischen Infrastrukturen stärken. Hierfür ist der flächendeckende Ausbau der Zusammenarbeit sowie von eigenen Kompetenzen entscheidend. Seit über sechs Jahren wirkt unser Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik als erste Landesbehörde dieser Art bei der Abwehr von Cybergefahren intensiv und erfolgreich mit Bund und Ländern zusammen. Als Teil des IT-Sicherheitsnetzwerks „Trusted Introducer“ werden Bayerns Cybersicherheitsexperten auch im internationalen Umfeld hoch geschätzt. Das Landesamt analysiert täglich rund zwei Milliarden Datensätze auf mögliche Angriffe und verhindert 1,2 Milliarden potentiell schädliche Internetaufrufe im Monat. Mehr Länder sollten diesem Beispiel folgen. So entstehen Synergieeffekte, die Deutschlands Sicherheitsarchitektur effektiver stärken, als die bürokratisch überbordenden Zentralisierungsansätze des Bundes“, erklärte der Bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker und ergänzte: „Cybersicherheit ist eine flächendeckende Herausforderung, zu deren Bewältigung starke Landesbehörden und die enge föderale Zusammenarbeit von Bedeutung ist. Das Bundesministerium des Innern und für Heimat hat hingegen vorgeschlagen, das BSI zu einer Zentralstelle im Bund-Länder-Verhältnis auszubauen. Diese Änderungen würden beim BSI jedoch in erster Linie die Grundlagen für die Wahrnehmung von Aufgaben im Bereich der bürokratischen Koordinierung schaffen, statt den flächendeckenden Aufbau von IT-Sicherheitskompetenzen effektiv zu fördern. Für den eigentlich notwendigen Kompetenzaufbau in allen Bundesländern und die damit einhergehende weitere Intensivierung der fachlichen und technischen Zusammenarbeit wäre keine tragfähige Grundlage geschaffen.“

-stmfh-

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Rund
10 Millionen Euro
für fünf neue Internationale
Nachwuchsforschungsgruppen

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Innovative Forschung herausragender Promovierter zu zentralen Themen der modernen Gesellschaft erhalten rund 10 Millionen Euro: Das „Elitenetzwerk Bayern“ fördert ab 2024 fünf neue Internationale Nachwuchsforschungsgruppen für jeweils sechs Jahre. Zwei Gruppen siedeln sich an der Universität Regensburg an. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Technische Universität München sind Träger je einer neuen Gruppe. Die Gruppenleitungen kommen unter anderem von hochrenommierten Universitäten in den USA und der Schweiz nach Bayern. Das Förderprogramm richtet sich an wissenschaftlich hervorragend ausgebildete Nachwuchskräfte aus allen Ländern und unterstützt sie auf dem Weg in die wissenschaftliche Selbständigkeit.

Angegliedert an einen fachnahen Elitestudiengang oder ein Internationales Doktorandenkolleg können Nachwuchsgruppenleitungen mit ihren Promovierenden zu einem selbstgewählten Thema forschen. Das bayerische Wissenschaftsministerium fördert die Gruppen über einen Zeitraum von bis zu sechs Jahren mit einer Stelle für die Leitung sowie bis zu zwei vollen Promotionsstellen und stellt darüber hinaus eine attraktive Sachmittelausstattung bereit. Die Leitung der Forschungsgruppe verfügt frei über die Stellen und Mittel und wirbt eigenständig Drittmittel ein. Antragsberechtigt sind Promovierte zwischen zwei und fünf Jahren nach dem Abschluss der Promotion. Die sechs künftigen Gruppenleiterinnen und -leiter konnten sich mit ihren Projekten in einem kompetitiven Bewerbungsverfahren gegen zahlreiche andere Anträge durchsetzen. Durch das Elitenetzwerk fördert der Freistaat Bayern schon seit 2014 Nachwuchsforschungsgruppen über alle Fachbereiche hinweg. Im vergangenen Jahr wurden drei neue Gruppen in den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften eingerichtet.

Ab 2024 geförderte Nachwuchsforschungsgruppen:
„Deciphering the molecular mechanisms of temperature and pain sensing by transient receptor potential channels” Forschungsziel: Die Nachwuchsforschungsgruppe will für die Pharmakologie wichtige Erkenntnisse zur Behandlung von chronischen Schmerzen gewinnen. Mit Hilfe innovativer Methoden wie der Kryo-Elektronenmikroskopie will sie dabei die Funktionsweise der Rezeptoren, die für Schmerzempfinden verantwortlich sind, weiter entschlüsseln. Gruppenleiter: Dr. Arthur Neuberger, derzeit Columbia University, USA. Trägeruniversität: Ludwig-Maximilians-Universität München; Angliederung an den Elitestudiengang „Human Biology – Principles of Health and Disease“. Gesamtfördervolumen: Rund 2,2 Millionen Euro.

„NanoFemtoCoop – Nano-femto-control of cooperative dynamics in van der Waals quantum materials“ Im Zentrum der Forschung steht die Untersuchung spezieller atomarer Strukturen, sogenannter „Van der Waals-Quantenmaterialien“, mit neuesten Methoden der Nanoskopie. Der bahnbrechende Ansatz verspricht bisher nicht mögliche Zeitlupenaufnahmen im Femtosekundenbereich dieser Strukturen, um deren Verhalten erforschen und gezielt manipulieren zu können. „Van der Waals-Materialien“ wird ein enormes Potenzial im Hinblick auf die Grundlagenforschung sowie auf ihre möglichen Anwendungen in der Materialwissenschaft und der Quanteninformationstechnologie zugesprochen. Gruppenleiter: Dr. Fabian Mooshammer, derzeit Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Trägeruniversität: Universität Regensburg; Anbindung an den Elitestudiengang „Physik mit integriertem Doktorandenkolleg“. Gesamtfördervolumen: Rund 1,97 Millionen Euro.

„The role of Stress Granules and G3BP1 in coupling cytosolic and nuclear stress responses“ Die Nachwuchsforschungsgruppe setzt sich mit der Frage auseinander, wie Stressgranula – biomolekulare Kondensate, die aus RNA und Proteinen zusammengesetzt sind – die Eigenschaften von Zellen beeinflussen und so für verschiedene Krankheiten – z.B. Alzheimer und Parkinson – verantwortlich sind. Gruppenleiter: Dr. Nina Ripin, derzeit University of Colorado, USA. Trägeruniversität: Universität Regensburg; Anbindung an das Internationale Doktorandenkolleg „Future leaders in RNA-based medicine“. Gesamtfördervolumen: Rund 1,65 Millionen Euro.

„Deep-Learning-Informed Glacio-Hydrological Threat (DELIGHT Framework)“  Im Rahmen des Projekts soll „Machine Learning“ eingesetzt werden, um die Entwicklung von Gletschern zu simulieren. Dadurch sollen insbesondere Gefahren für die bergabwärts gelegenen Gemeinden, die von vermehrtem Schmelzwasser ausgehen, kalkulierbarer werden. Gruppenleiter: Dr. Samuel Cook, derzeit Universität Lausanne, Schweiz. Trägeruniversität: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; Anbindung an das Internationale Doktorandenkolleg „Measuring and Modelling Mountain Glaciers and Ice Caps in a Changing Climate”. Gesamtfördervolumen: Rund 2,07 Millionen Euro.

„New tools for a sustainable plant production – Continuous directed evolution to increase CO2 fixation and biomass in crops“ Forschungsziel: Der Antrag aus dem Bereich der nachhaltigen Agrarwissenschaften zielt auf die Optimierung von Nutzpflanzen mithilfe molekularbiologischer Methoden ab, um den Pflanzenertrag zu steigern und so einen Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherheit zuleisten. Gruppenleiterin: Dr. Ulschan Bathe, derzeit University of Florida, USA. Trägeruniversität: Technische Universität München; Anbindung an das Internationale Doktorandenkolleg „The Proteomes that Feed the World“. Gesamtfördervolumen: Rund 2,1 Millionen Euro.

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Prüf-
und Testzentrum

für KI-basierte Roboter

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Region Bayern – Die Bayerische Staatsregierung dringt darauf, das von der Bunderegierung geplante „Prüf- und Testzentrum für KI-basierte Roboter“ in Bayern zu errichten. In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert Habeck werben Digitalminister Dr. Fabian Mehring, Wissenschaftsminister Markus Blume und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger für die Ansiedlung im Freistaat. Bayern sei der optimale Standort für das Zentrum, in dem nationale und internationale Normen, Teststandards und Zertifizierungskompetenz für KI-Roboter entwickelt werden sollen. Der Freistaat verfüge über die bundesweit besten Ansiedlungsvoraussetzungen und sei als Standort konkurrenzlos.

Aiwanger: „Das geplante Prüf- und Testzentrum für KI-basierte Roboter findet in Bayern beste Voraussetzungen. Mit unserer milliardenschweren „Hightech Agenda“ haben wir bei der KI-Forschung eine gute Grundlage geschaffen. Und in unserem KI-Ökosystem arbeiten schon jetzt Unternehmen, Start-ups, Mittelstand und Forschung eng zusammen. In diesem produktiven Umfeld wäre das Prüf- und Testzentrum also eine sehr gute und sinnvolle Ergänzung. Wir werden uns als Staatsregierung beim Bund dafür einsetzen, dass diese Einrichtung in den Freistaat kommt.“

Mehring: „Wir begrüßen die Initiative des Bundes zur Einrichtung eines Testzentrums für KI-Roboter und schlagen Bayern als logischen Standort vor. Mit unserer milliardenschweren Hightech Agenda mit über als 100 KI-Professuren, unseren Exzellenz-Universitäten von Weltrang, international profilierten Forschungsinstituten, einem europaweit einzigartigen KI-Produktionsnetzwerk wie dem in Augsburg, unserem landeseigenen KI-Transferprogramm für den Mittelstand oder der geplanten digitalen Test- und Entwicklungsumgebung für KI in Unternehmen bieten wir das ideale Ökosystem für KI-Robotik. Nirgends in Deutschland werden mehr Start-Ups erfolgreich gegründet als bei uns. Bayern ist ohne Zweifel Deutschlands Heimat für Hightech und einer der führenden Premium-Standorte für Zukunftstechnologien in ganz Europa.“

Blume: „Bayern ist das KI-Land – und der logische Platz für ein deutsches Prüf- und Testzentrum für KI-basierte Roboter. In Bayern gibt es dank der Hightech Agenda die besten Voraussetzungen und einen KI Boost für ganz Deutschland. Die Technische Universität München liegt heute in den internationalen Robotik-Rankings weit vor allen anderen europäischen Standorten. Allein am „Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence“ (MIRMI) der TUM forschen über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Weiterentwicklung der Robotik auf internationalem Spitzenniveau. An der TUM entsteht ferner das weltweit erste Sicherheits- und Zertifizierungszentrum für KI-Roboter. Damit ist München das europäische Epizentrum der Robotik – dieses Know-how und das bayerische KI-Ökosystem müssen genutzt werden.“

Beste Voraussetzungen sehen die Minister insbesondere, weil die Bayerische Staatsregierung bereits im Jahr 2019 mit der „Hightech Agenda Bayern“ (HTA) und ihrer Weiterentwicklung zur „Hightech Agenda Plus“ eine bundesweit einzigartige und europaweit vielbeachtete Investitionsoffensive mit einem Gesamtvolumen von 5,5 Milliarden Euro gestartet hat. Durch die HTA sei der gesamte Freistaat zu einem KI-Netzwerk mit vier thematisch ausgerichteten KI-Knotenpunkten geworden, darunter München als Zentrum mit der Ausrichtung auf Intelligent Robotics; weitere Knotenpunkte sind Erlangen (Heath), Ingolstadt (Mobility) und Würzburg (Data Science). Speziell an der Technischen Universität München (TUM) wird die Expertise im Bereich internationale Normen, Teststandards und Zertifizierungskompetenz für KI-Roboter gebündelt. Das vom Bund geplante neue Prüf- und Testzentrum könnte auf beste Strukturen aufsetzen. Ferner unterstütze der Freistaat Bayern die TUM mit insgesamt 15 Millionen Euro, um gemeinsam mit einem Konsortium industrieller Partner bis 2030 den ersten Prototypen einer „KI.FABRIK“ in Bayern zu entwickeln. Thematische Schwerpunkte liegen im Bereich der Robotik, Industrie 4.0 und dem Einsatz von KI-Methoden.

Erst im Februar 2024 hat die Bayerische Staatsregierung eine ein weiteres Maßnahmenpaket zur Stärkung des KI-Standorts Bayern beschlossen. Mit der KI-Offensive Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst werde unter anderem eine KI-Rechnerinfrastruktur für den Bedarf der Wissenschaft entstehen. Gleichzeitig werde die derzeit im Aufbau befindliche Technische Universität Nürnberg (UTN) zur ersten rein auf KI spezialisierten Universität. Für den Transfer von Wissen in die Praxis erweiteet das Bayerische Staatsministerium für Digitales seine Initiative „KI-Transfer-Plus“ massiv: Sie sei europaweit einmalig und biete Mittelständlern in ganz Bayern Unterstützungsmöglichkeiten zur Einführung von KI im eigenen Unternehmen. Digitalminister Mehring plant ferner einen bayerischen „KI-Innovationsbeschleuniger“ auf den Weg zu bringen. Dieser soll ein einzigartiger Standortvorteil für Bayerns Unternehmen werden und den Freistaat zum Zentrum von KI in Europa machen.

-stmwi-

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Strategische
Partnerschaft
zur Digitalisierung

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Region Bayern – Das KI-Unternehmen „Aleph Alpha“ arbeitet künftig eng mit dem bayerischen Digitalministerium und der bayerischen Digitalagentur „byte“ an der Einführung von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung zusammen und eröffnet einen Standort in der Bayerischen Landeshauptstadt. Das teilen der bayerische Digitalminister Fabian Mehring sowie der Gründer und CEO von „Aleph Alpha“, Jonas Andrulis, mit. „Ich freue mich, dass ich Deutschlands führendes KI-Start-Up für den Standort München gewinnen konnte. Mit „Aleph Alpha“ holen wir uns echten KI-Pioniergeist in die Landeshauptstadt. Die vereinbarte Zusammenarbeit erzeugt gewaltigen Rückenwind für eine innovative bayerische Staatsverwaltung und bedeutet einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einem modernen Digitalstaat. Die Ansiedelung von „Aleph Alpha“ in München unterstreicht: Bayern ist Heimat für High-Tech. Bei uns fühlen sich etablierte Global-Player und visionäre KI-Pioniere gleichermaßen wohl. In einer Zeit, in der die Wirtschaft stagniert, während die Digitalwirtschaft zeitgleich um 20 Prozent wächst, ist klar: KI-Start-Ups sind wesentliche Innovationstreiber für die bayerische Wirtschaft und der Motor für den Wohlstand der Zukunft. Mit der Hightech Agenda haben wir optimale Standortbedingungen für hochinnovatives Unternehmertum geschaffen – dieses zuletzt als bestes in Europa ausgezeichnete Ökosystem zahlt sich jetzt aus“, so Mehring.

Jonas Andrulis, Founder & CEO „Aleph Alpha“ ergänzte: “Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Digitales sowie der bayerischen Digitalagentur „byte“ die Einführung von KI in der Verwaltung voranzubringen und somit für alle Bürger und Unternehmen des Freistaats echte Mehrwerte, beispielsweise durch die Beschleunigung von Verwaltungsverfahren, zu generieren. München bietet als Hightech-Standort ideale Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Dank zweier renommierter Universitäten mit Weltruf und einer florierenden Start-Up-Szene kommt hier ein starkes Ökosystem mit einem hochinteressanten Talentpool zusammen. Mit der Eröffnung unseres Münchener Standorts sowie dem Ausbau unseres Rechenzentrums in Bayreuth setzen wir auf eine langfristige Partnerschaft mit dem Freistaat Bayern und wollen unseren Beitrag für den Erfolg des Tech-Standorts leisten.“

Erklärtes Ziel von Mehring und Andrulis ist es nun, auf der Technologie von „Aleph Alpha“ basierende Anwendungen für den Einsatz innerhalb der bayerischen Staatsregierung zu entwickeln und noch in diesem Jahr einen echten Mehrwert für die Verwaltung zu schaffen. Die zu entwickelnden Lösungen zielen unter anderem darauf ab, die öffentliche Verwaltung durch Erstellung maßgeschneiderter Zusammenfassungen und Bereitstellung von Mehrsprachigkeit zu revolutionieren, während sie Mitarbeiterfragen durch intelligentes Informationsmanagement transparent und nachvollziehbar beantworte. Sie fasse komplexe Dokumente effektiv zusammen und beschleunige sowohl die Informationsgewinnung als auch den Umgang mit Vorschriften, wodurch sie die Verwaltungsabläufe optimiere. Der Nutzer behalte stets die Kontrolle über die Anwendung der KI-Lösungen, um sicherzustellen, dass die Technologie unterstützend und nach individuellen Bedürfnissen eingesetzt wird. Diese Anwendungen entwickelt nun die Digitalagentur des Freistaats Bayern, „byte“, im engen Austausch mit „Aleph Alpha“ und den Ministerien der bayerischen Staatsregierung. Dazu erhält „byte“ Zugriff auf die „Aleph Alpha“-Technologie im bayerischen Rechenzentrum des Unternehmens. Damit leiste das Digitalministerium laut Mehring auch einen entscheidenden Beitrag zur Entlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung mit Hilfe von KI. Mit der Entscheidung setze Digitalminister Mehring ein Ausrufezeichen bei digitaler Souveränität und Datensicherheit, da bei der Kooperation mit „Aleph Alpha“ bayerische Daten in Bayern bleiben würden. Mehring: „Wir setzen unser Versprechen vom Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung in die Tat um. KI schafft damit den Sprung aus den Überschriften der Zeitungen in die Staatsverwaltung. Auf diese Weise entlasten wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von gleichförmigen Tätigkeiten und bieten Bürokratie und Fachkräftemangel gleichermaßen die Stirn.“ Dazu sollen im nächsten Schritt bereits von der „byte“ entwickelte Prototypen für verschiedene Anwendungsfälle auf „Aleph Alpha’s“ Plattform abgebildet und mit Verwaltungsmitarbeitenden getestet und nutzerzentriert weiterentwickelt werden. Dies umfasse unter anderem Anwendungen zur automatischen Erzeugung von Übersetzungen, FAQ-Listen, Zusammenfassungen, Verweisen auf kontextrelevante Gesetzestexte und zum Herausarbeiten von Kernaussagen aus Dokumenten.

-stmd-

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Erstes
Wasserstoff-
Forum

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Auf Einladung des bayerischen Staatsministers Hubert Aiwanger hat ein bayerisch-italienisches Wasserstoff-Forum stattgefunden. Im Fokus stand der Aufbau einer grenzübergreifenden Wasserstoffwirtschaft und die Vernetzung der Akteure aus beiden Ländern. Aiwanger: „Italien spielt für unsere künftige Wasserstoffversorgung eine Schlüsselrolle. Mit dem geplanten „SoutH2Corridor“ können in Zukunft etwa vier Millionen Tonnen grüner Wasserstoff, der in Nordafrika mit Windkraft und Photovoltaik produziert wird, über Italien und Österreich weiter in die EU hinein transportiert werden. Das sind bis zu 40 Prozent des europäischen Importbedarfs. Wir sprechen hier nicht über eine abstrakte Wunschvorstellung, sondern über eine konkrete Planung mit Rückendeckung der EU und mit direkter bayerischer Beteiligung. Wir sind als Freistaat der Brückenkopf. Deshalb brauchen wir eine starke und grenzüberschreitende Wasserstoffwirtschaft mit unseren italienischen Partnern. Bayerns Energieinfrastruktur ist über die bestehenden Gasleitungen und die TAL-Erdölleitung bereits eng mit Italien verzahnt. Darauf wollen wir nun aufbauen, um Wasserstoff aus Nordafrika und Südeuropa nach Deutschland zu holen“.

Am Wasserstoff-Forum haben rund 100 Vertreter von Unternehmen, Verbänden, Kammern und Politik teilgenommen. Vor Ort waren unter anderem der italienische Generalkonsul Sergio Maffettone, Giorgio Maione, Umwelt- und Klimaminister der Region Lombardei und Dina Lanzi, Vizepräsidentin des italienischen Wasserstoffverbandes H2IT.

-stmwi-

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Mondkontrollzentrum
in Oberpfaffenhofen

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Region Starnberg – Kürzlich hat der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder mit dem ESA-Generaldirektor Dr. Josef Aschbacher und dem Bereichsvorstandsmitglied Raumfahrt des DLR, Dr. Anke Pagels-Kerp, eine Absichtserklärung für ein Mondkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen unterzeichnet. „Flying to the Moon – Das „Bayerische Space Valley“ boomt. Mit dem Mondkontrollzentrum von ESA und DLR wird das oberbayerische Oberpfaffenhofen zum europäischen Houston. Raumfahrt eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten. Beim internationalen Wettlauf zum Mond wird Bayern eine zentrale Rolle spielen. Dafür investieren wir 33 Millionen Euro in Infrastruktur und Konzepte für Mondmissionen. Der Mond ist für uns und auch für die NASA ein Zwischenschritt zum Mars und zur Suche nach Leben im Weltraum. Gleichzeitig gewinnen wir aus dem All einen einzigartigen Blick auf unseren Planeten – und erzielen großen Nutzen für die Menschheit, beispielsweise bei technologischem Fortschritt und Klimafragen. Mit dem Mondkontrollzentrum ist Bayern auf dem Weg in ein neues Zeitalter. Es ist ein schwerer Fehler, dass der Bund in diese Zukunftstechnologie nicht ausreichend investiert, sondern sogar Mittel kürzt“, betonte Söder.

-bsr- Bild: bsr

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Künstliche
Intelligenz
alarmiert
bei Unwetter und Hochwasser

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Region Niederbayern – Die Folgen von Hochwasser erlebten die Menschen im niederbayerischen Ergoldsbach bereits am eigenen Leib. Auch aktuell steigen die Pegel wieder in vielen Regionen Deutschlands. Experten schätzen: Aufgrund des voranschreitenden Klimawandels werden solche Extremwetterereignisse Jahr für Jahr wahrscheinlicher. Die Marktgemeinde Ergoldsbach brachte kürzlich ein neuartiges Frühwarnsystem gegen Unwetter und Hochwasser an den Start, das jetzt durch Bodenfeuchtesensoren und Wetterstationen erweitert wird. Bei dem Projekt analysiert eine Künstliche Intelligenz (KI) speziell erhobene, lokale Wetterdaten und alarmiert bei Überschreitung kritischer Messwerte automatisch Bevölkerung und Einsatzkräfte via E-Mail, SMS, Messengerdienst, App oder automatisierte Anrufe. Das KI-Warnsystem nutzt Daten von 35 örtlichen Wetter- und Pegelsensoren im Gemeindegebiet, um lokale Extremwettersituationen künftig besser und ortsgenau vorhersagen zu können.

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Wasserstoffcluster

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Region Oberbayern – Unter der Bezeichnung „HY10“ haben sich die Landkreise Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt, Pfaffenhofen an der Ilm sowie die Stadt Ingolstadt zusammengeschlossen, um die Region auf dem Gebiet der Wasserstofftechnologie stärker zu vernetzen. Den Auftakt dazu bildete die Gründung eines „Wasserstoffclusters“ für die Region 10 auf dem Campus der Technischen Hochschule (THI) in Neuburg. Über 150 Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft, der Gründerszene sowie den Kommunen waren der Einladung gefolgt.

Peter von der Grün, Landrat des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und freute sich über die hochkarätige Besetzung, darunter der Eichstätter Landrat Alexander Anetsberger; der Pfaffenhofener Landrat Albert Gürtner; Prof. Georg Rosenfeld, Wirtschaftsreferent der Stadt Ingolstadt sowie Prof. Daniel Großmann, Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer an der THI. Von der Grün betonte, dass die Region über wertvolle Erfahrungen mit der Wasserstofftechnologie verfüge: Es gebe bereits eine Reihe interessanter Projekte. Ferner sei die Forschung der THI auf dem Gebiet ein Gewinn für die Region. Dazu erklärte Großmann, dass die Hochschule Kooperation und wissenschaftliche Unterstützung anbiete, wenn in der Region Projekte zur Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff umgesetzt werden sollen. Die THI bildet Fachkräfte für die Arbeit in diesem Bereich aus und integriert Aufgabenstellungen aus der Praxis in den Studienbetrieb. Darüber hinaus vernetzt sie verschiedene Akteure der Wasserstofftechnologie und -wirtschaft.

Die praktischen Wasserstoffvorhaben in der Region stellten regionale Akteure auf Einladung der Wirtschaftsförderer und Klimaschutzmanager vor. Dadurch wurde die gesamte Bandbreite der Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette deutlich. So schilderte Michael Lederer, Bürgermeister aus Karlshuld, die Erfahrungen seiner Gemeinde bei der Realisierung eines Energiekonzeptes gemeinsam mit den Stadtwerken Ingolstadt. Die Möglichkeit der Wasserstofferzeugung vor Ort mittels modularem Elektrolysebaukasten erläuterte Dr. Markus Ostermeier von der Firma H2ydrogen Solutions aus Schweitenkirchen. Er erklärte, wie mittels einer Wasserstoffbatterie Sonnenenergie für dunkle und kalte Tage konserviert wird. Dass sich auch mit Biogas Wasserstoff produzieren lässt, zeigte Martin Baumgärtl von der Firma Sypox aus Freising auf. Eine erste Pilotanlage sei bereits am Standort Dollnstein im Landkreis Eichstätt in Betrieb. Wie sich wasserstoffbetriebene Müllsammelfahrzeuge in der Praxis bewähren, stellte Dr. Thomas Schweiger von den Ingolstädter Kommunalbetrieben vor. Abschließend erklärte Daniel von Wachter von der Firma bayernets GmbH den Aufbau eines bundesweiten H2-Kernnetzes. Auch in der Region könne ein resilientes Wasserstofftransportnetz als Teil des deutschlandweiten Netzes aufgebaut werden.

Diese praktischen Beispiele und Erkenntnisse dienten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als Impulse und Diskussionsgrundlage für den anschließenden Austausch an den Thementischen. Dabei standen ihnen die Referenten mit weiteren Informationen zur Seite. Darüber hinaus gaben Rudolf Dietrich von Bayernoil sowie Delia Stelzer von Gunvor Einblicke in Wasserstoff-Ökosysteme und Elisabeth Gruber vom Zentrum Wasserstoff Bayern informierte über Fördermöglichkeiten. Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung wird „HY10“ weiter mit Leben gefüllt: Dazu bieten die Projektpartner erneut eine Netzwerkveranstaltung im September 2024 an.

-laei- Bild: Rebecca Färber-Engelhardt

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KI-Offensive

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Region Bayern – Bayern gestalte die technischen Veränderungen aktiv mit, die Künstliche Intelligenz (KI) in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft mit sich bringen werde. Mit insgesamt über 130 neuen KI-Professuren und weiteren Maßnahmen aus der Hightech Agenda Bayern habe der Freistaat beste Voraussetzungen für ein erfolgreiches bayerisches „KI Ökosystem“ geschaffen. Bayerns KI-Expertinnen und Experten an den Hochschulen benötigten für ihre Forschungsprojekte Zugang zu ausreichender Rechenkapazität. Daher baue man eine Bayerische KI-Rechnerinfrastruktur für die Forschenden an den bayerischen Hochschulen auf. Ab 2024 werden am Leibniz-Rechenzentrum in Garching (LRZ) und dem Regionalen Rechenzentrum Erlangen (RRZE) starke KI-Cluster mit Prozessoren neuester Bauart errichtet. Hierfür stellt Bayern im Doppelhaushalt 2024/25 im Rahmen der Hightech Agenda bis zu 55 Millionen Euro bereit. Begleitend werden die beiden Rechenzentren ein niederschwelliges Zugangsverfahren für dieses neue Angebot entwickeln. Auch die KI Benutzerbetreuung sowie die methodische Beratung und Unterstützung von KI Anwendern an den Hochschulen sollen weiter ausgebaut werden.

Die im Aufbau befindliche TU Nürnberg (UTN) werde zur ersten auf KI spezialisierten Universität werden: Die „Franconian University of Artificial Intelligence“. Dies bedeute, dass künftig KI in allen Bereichen der TU Nürnberg eine Rolle spielen wird. Forschung und Entwicklung an der bayerischen KI-Universität werde zahlreiche hochrelevante Anwendungen – beispielsweise für den Energie- oder den Gesundheitssektor – hervorbringen. Der interdisziplinäre Ansatz der TU Nürnberg sei dafür ideale Voraussetzung. Denn die zentralen Zukunftsfragen würden sich auch unter Einbeziehung von KI nur gemeinsam von den Technik-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften beantworten lassen. Die noch im Aufbau befindliche TU Nürnberg sei dafür prädestiniert, den KI-Fokus mit einem neuen „KI-Masterplan“ umfassend in Studium, Lehre und Verwaltung umzusetzen.

Bayern schaffe neben der KI-Uni 100 zusätzliche Stellen für die KI-Forschung. Kein anderes Land noch der Bund hätten in den letzten Jahren annähernd so viele zusätzliche KI-Professuren geschaffen wie Bayern. Diese einmalige Ausgangsposition werde nun durch weitere Stellen gestärkt: In einem wettbewerblichen Verfahren stellt der Freistaat zusätzlich 30 Stellen für die Universitäten und 20 Stellen für die Hochschulen für angewandte Wissenschaften bereit. Voraussetzung ist dabei, dass jede Hochschule, die sich erfolgreich um Stellen bewirbt, im Gegenzug nochmals eigene Stellen in gleicher Anzahl für ihre KI-Lehrstühle zur Verfügung stellt. Das schaffe rund 100 neue Stellen für KI-Forschung und Lehre an den bayerischen Hochschulen.

Bayern entwickelt ein eigenes KI-Basismodell: KI-Modelle, also selbstlernende Modelle auf der Basis von künstlichen neuronalen Netzwerken, haben bahnbrechende Entwicklungen in den letzten Jahren ermöglicht. Bislang ist Europa hierbei weitgehend abhängig von den Angeboten großer, in der Regel ausländischer Konzerne. Mit der Entwicklung eines bayerischen KI Basismodells solle eine echte, zuverlässige Alternative fü rForschende, Unternehmen und Start-ups im Freistaat geschaffen werden. Unter der Federführung der TU Nürnberg sind die bayerischen Universitäten aufgerufen, ihre jeweiligen Kompetenzen einzubringen und ein Modell zu entwickeln, das als „Open Source“ zugänglich gemacht werden soll. Ziel dieses Modells sei es unter anderem, die Durchführung von KI-Projekten einfacher und kostengünstiger zu machen und auch die Wettbewerbsbedingungen der Wirtschaft spürbar zu verbessern.

Um dem bayerischen Mittelstand und dem Handwerk im ganzen Freistaat den Weg in eine KI-geprägte Zukunft zu ebnen, werden nun zwei erfolgreiche Initiativen noch enger miteinander verknüpft: Die vom bayerischen Wissenschaftsministerium konzipierten Technologietransferzentren (TTZ) der Hochschulen für angewandte Wissenschaften als bedeutende Innovationstreiber für die regionale Wirtschaft und das 2021 vom bayerischen Digitalministerium initiierte Programm „KI-Transfer Plus“ zur Unterstützung mittelständischer Unternehmen bei der Integration von KI in die eigenen Prozesse.

Nun sollen die TTZ der Hochschulen in Nürnberg, Neu-Ulm, Kempten, Ingolstadt und Würzburg-Schweinfurt in das Netz der sogenannten KI-Regionalzentren aufgenommen werden, und sollen die Unternehmen bei der Implementierung eigener „KI-Use Cases“ begleiten und die KI-Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärken. Die TTZ erhalten hierfür eine jährliche finanzielle Unterstützung von jeweils 100.000 Euro durch das bayerische Digitalministerium. Gemeinsam mit den bestehenden KI-Regionalzentren an den Standorten München, Regensburg und Aschaffenburg entstehe so ein flächendeckendes Netz, um den Mittelstand und das Handwerk in allen Regionen Bayerns an die KI heranzuführen.

-bsr-

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Quantenrechner
„made in Bavaria“

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Region Bayern – Quantencomputing ist eine der zentralen Schlüsseltechnologien für die Gestaltung der Zukunft. Bayern beschleunigt daher seine Aktivitäten rund um die Mission „Quantenrechner – made in Bavaria“. Industrie und Forschung im ganzen Freistaat sollen Zugang zur Quantencomputertechnologie erhalten. In den nächsten Jahren werde sich entscheiden, welche Standorte und Regionen bei der Entwicklung, Fertigung und Anwendung von Quantentechnologien die Führung einnehmen werden. Mit der einzigartigen Forschungs- und Technologiekooperation „Munich Quantum Valley“ (MQV) verfüge Bayern in diesem weltweiten Wettbewerb über eine hervorragende Position. Die Erfolgsgeschichte des MQV werde der Freistaat mit weitreichenden Weichenstellungen nun weiter beschleunigen, und zwar mit der Optimierung der Strukturen des MQV. Mit einem eigenständigen Standort am bisherigen Max-Planck-Institut für Physik in München erhalte der Hightech-Leuchtturm MQV eine feste Heimat. So entstehe ein räumlicher Ankerpunkt, an dem Forschungsgruppen der verschiedenen Trägereinrichtungen und Industriepartner erstmalig unter einem Dach zusammenarbeiten können. Das schaffe Synergien und zusätzliche internationale Strahlkraft.

Das strategische Ziel des mit 300 Millionen Euro aus der „Hightech Agenda Bayern“ ausgestatteten „MQV“ sei die Errichtung eines international sichtbaren bayerischen Quantenökosystems, in dem universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen und Start-ups erfolgreich arbeiten und kooperieren können. Dafür bündelt das „MQV“ die Kompetenzen der führenden bayerischen und nationalen Forschungsakteure im Bereich der Quantenwissenschaften und -technologien: Der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), der Technischen Universität München (TUM) und der Friedrich Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (Walther-Meißner-Institut und Leibniz-Rechenzentrum), der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Im Zentrum des „MQV“ stehen mehrere Konsortien, die einen bayerischen Quantencomputer entwickeln. Dank der „Hightech Agenda“ konnten diese Konsortien bislang über 400 Forscherinnen und Forscher einstellen. Die Konsortien verfolgen parallel alle drei technologischen Ansätze, die nach dem aktuellen Stand der Forschung die besten Erfolgschancen im Quantencomputing bieten. Dieser breite Forschungsansatz erzeuge wichtige Synergien und verschaffe dem „MQV“ einen echten Wettbewerbsvorteil. Neben den Konsortien werden im Rahmen des „MQV“ ausgewählte Projekte in den Bereichen der Grundlagen- und angewandten Forschung sowie der Wirtschaft gefördert, zusätzliche Professuren für Quantenwissenschaften und -technologien an den bayerischen Hochschulen bereitgestellt sowie über ein Stipendienprogramm herausragende Nachwuchsfachkräfte aus aller Welt gewonnen. Ferner werde durch die koordinierte Bereitstellung von Forschungsinfrastruktur ein dezentraler Quantentechnologiepark errichtet, den die Einrichtungen und Ausgründungen des „MQV“ gemeinsam nutzen können.

-bsr-

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Technologie-
Transferzentrum
Oberfranken

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Region Oberfranken – Der bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume informierte sich kürzlich in der Zukunftswerkstatt des „Forschungs- und Anwendungszentrums für digitale Zukunftstechnologien“ (FADZ)  „MACHBAR“ in der Lichtenfelser Innenstadt über das „Kooperative Technologie-Transferzentrum Oberfranken Digitale Intelligenz“ (TTZ). Es hat das Ziel, mit Hilfe der Wissenschaft die Innovationskraft des Mittelstands im ländlichen Raum zu stärken.

Digitale Technologien bieten die Chance, für aktuelle Fragen von kleinen und mittelständischen Unternehmen innovative und völlig neuartige Lösungen zu entwickeln. Das noch junge TTZ Oberfranken mit dem Standort in Lichtenfels will digitale Kompetenzen im Produktlebenszyklus vermitteln. Der bayerische Wissenschaftsminister erfuhr vor Ort unter anderem von spannenden Anwendungsmöglichkeiten – wie 3D gedruckten Spritzgusswerkzeugen, er informierte sich über intelligente Industriegreifer in Leichtbauweise und betrachtete virtuelle Gebäckstücke: Für die Lehrlingsausbildung im Bäckereifachverkauf wurde ein Prototyp entwickelt, bei dem der Bäckerladen mit Hilfe von VR-Brillen simuliert wird. „Um den Wirtschaftsstandort Bayern weiterzuentwickeln, braucht es technologische Impulse“, erklärte Blume. Er sprach über die Bedeutung der „Hightech Agenda Bayern“ und berichtete, dass Künstliche Intelligenz (KI) auch bei der Winterklausur der CSU-Fraktion auf Kloster Banz im Fokus stand. „Das spannendste Konzept, das wir aktuell haben, sind die TTZ. Hochschulen mit einem überzeugenden Konzept, Unternehmen, die sagen: Das sind die Themen, die uns interessieren – und Kommunen, die es wollen und Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Es braucht eine Allianz der Willigen, “ so Blume. Wie groß diese in Oberfranken ist, zeigte der rege Besuch im „MACHBAR“, der Zukunftswerkstatt des Forschungs- und Anwendungszentrum für Digitale Zukunftstechnologien (FADZ). Blume dankte den Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, die das „Kooperative TTZ Oberfranken Digitale Intelligenz“ ermöglicht haben und würdigte dabei insbesondere das Engagement von Jürgen Baumgärtner, MdL des Stimmkreises Kronach Lichtenfels.

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Beim Besuch im MACHBAR in Lichtenfels freute sich der Bayerische Staatsminister Markus Blume
über die breite Unterstützung aus Wirtschaft, Wissenschaft und Region für das Technologie-Transferzentrum

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Prof. Dr. Stefan Gast, Präsident der Hochschule Coburg, hob die gute Zusammenarbeit vor Ort, und auch mit dem TTZ-Standort in Kronach hervor, erklärte kurz den TTZ-Start in Lichtenfels und welche Möglichkeiten sich künftig eröffnen: „Unsere ersten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des TTZ sind jetzt erst einmal für einen schnellen Start im MACHBAR untergebracht. Hier zeigt sich der Geist unseres TTZ gerade durch die enge Zusammenarbeit mit dem ja bereits etablierten FADZ schon sehr gut. Wenn dann die Unterbringung des TTZ feststeht, wird auch sichergestellt, dass wir weitere Möglichkeiten technologischer Exzellenz ausschöpfen können.“

Für die Spitzenforschung des TTZ geht es in Lichtenfels darum, wie Unternehmen von der Entwicklung bis zur Produktion mit Hilfe von Individualisierung, Automatisierung und künstlicher Intelligenz technologische Wettbewerbsvorteile verwirklichen können. Eine wertvolle Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft, in die der Freistaat Bayern stark investiert: Rund acht Millionen Euro fließen in das TTZ an den Standorten Lichtenfels und Kronach. Kooperationspartner sind die Hochschule Coburg und die Technische Hochschule Nürnberg. Mit dem Schwerpunkt auf digitalen Kompetenzen im Produktlebenszyklus ergänzt das TTZ am Standort Lichtenfels auch den Master-Studiengang „Additive Manufacturing and Lightweight Design“ der Hochschule Coburg. Studierende bearbeiten dabei Projekte aus dem echten Unternehmensalltag und auch hier besteht enge Zusammenarbeit mit dem FADZ.

„Ich freue mich, dass Minister Blume meine Einladung angenommen hat, sich direkt vor Ort über das FADZ und das TTZ zu informieren. Im Landkreis Lichtenfels gibt es keine Hochschule, weshalb die Zusammenarbeit über das TTZ eine große Chance für die heimische Wirtschaft ist, ihre Unternehmen zukunftsfest zu machen. Das TTZ ist außerdem ein guter Baustein, um den Wohn- und Arbeitsstandort Landkreis Lichtenfels zu stärken“, erläuterte Landrat Christian Meißner. Philipp Steinberger, CEO des Unternehmens Wöhner und Vorstandsmitglied im FADZ Wirtschaftsverband, ergänzte: „Aus Zukunftstechnologien entwickeln wir in Oberfranken gemeinsam Perspektiven für die regionale Entwicklung. Das TTZ haben wir vom Start an tatkräftig unterstützt und wir freuen uns, dass mit dem Einzug in das MACHBAR ein erster pragmatischer Rahmen für das Projekt gefunden wurde. Es ist die Voraussetzung, um unmittelbaren Nutzen für die Unternehmen zu schaffen.“

„Wir begrüßen das Engagement der Hochschule Coburg in Lichtenfels sehr, da hierdurch die Kreisstadt die Chance erhalten hat, Hochschulstandort zu werden. Gemeinsam mit der heimischen Wirtschaft arbeiten wir nun am weiteren Ausbau des Angebots von FADZ und TTZ, um den Standort Lichtenfels langfristig zu sichern. Deshalb sind wir auch sehr erfreut darüber, dass Staatsminister Blume mit seinem Ministerium sowie die Bayerische Staatsregierung hinter dem Standort Lichtenfels stehen“, so Andreas Hügerich, Bürgermeister der Stadt Lichtenfels.

Während von den Verantwortlichen viel über die technologische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Zukunft der Region gesprochen wurde, stand der Nachwuchs bereits in den Startlöchern: Im Eingangsbereich des MACHBAR testete eine Mittelschulklasse praktisch die Möglichkeiten des 3D-Drucks und Lasercuttings im Rahmen eines Workshops.

-sn- Bild: Natalie Schalk

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Nächste Phase
der
TRUTHS-Mission

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Airbus hat den Zuschlag für die neueste Phase der „TRUTHS-Mission“ der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) im Rahmen des ESA-Programms „Earth Observation Earth Watch“ erhalten. Der Vertrag umfasst die detaillierte Definition der Mission sowie der Nutzlast und konzentriert sich auf die Entwicklung der Nutzlast und Aktivitäten zur Risikominderung. Es ist auch eine Option für die Beschaffung von Hardware mit langer Vorlaufzeit enthalten. Die vollständige Implementierungsphase kann nach der ESA-Ministerhaushaltssitzung 2025 erfolgen. Der Vertrag hat einen Wert von 109,3 Millionen Euro einschließlich Optionen und wurde auf der „COP28“ in Dubai unterzeichnet.

Die TRUTHS-Satellitenmission wird die Sonnenstrahlung und das von der Erdoberfläche reflektierte Sonnenlicht im Verhältnis zu einer genauen Referenz messen, die dann zur Verbesserung der klimatologischen Datensätze und zur Kalibrierung der Beobachtungen anderer Satelliten verwendet wird. Dieses weltraumgestützte Klima- und Kalibrierungsbeobachtungssystem wird es ermöglichen, die Daten anderer Satelliten leichter zu vergleichen und einen höheren Standard der Datenharmonisierung für noch genauere Prognosen des Klimawandels zu erreichen.

Jean Marc Nasr, Leiter von Space Systems bei Airbus, erklärte: „Mit diesem Vertrag kommen wir dem Aufbau einer Mission einen Schritt näher, die es Wissenschaftlern und Klimaforschern ermöglicht, ihre Messungen und Daten miteinander zu vergleichen und so in kürzerer Zeit genauere Prognosen und Analysen zu erstellen. TRUTHS wird den Goldstandard der Kalibrierung für die weltraumgestützte Erdbeobachtung liefern – eine Art „Standardlabor im Weltraum“.“ Der britische Minister für Wissenschaft, Forschung und Innovation, Andrew Griffith, betonte: „Diese von Großbritannien geleitete Mission wird sich weltweit auswirken und unschätzbare Messungen liefern, die unser Verständnis des Klimawandels verbessern. Unter der Leitung von Airbus in Großbritannien sorgt diese Arbeit für Wachstum und die Entwicklung wichtiger industrieller Fähigkeiten in unserem Raumfahrtsektor und treibt unsere Ambitionen voran, Großbritannien zu einem Wissenschafts- und Technologieleader zu machen.“

Die Direktorin für Erdbeobachtungsprogramme der ESA, Simonetta Cheli, ergänzte: „Wir freuen uns, den Auftrag an Airbus im Vereinigten Königreich zu vergeben, um die Arbeit an der Entwicklung von TRUTHS in die nächste wichtige Phase zu führen. Wir sehen auf der „COP28″, dass sich die Welt zu Klimaschutzmaßnahmen verpflichtet hat und dass es von größter Bedeutung ist, über zuverlässige Daten zu verfügen, auf die sich Entscheidungen stützen können. TRUTHS wird als Benchmark dienen, so dass die Daten anderer Satelliten leichter verglichen werden können, was die Zuverlässigkeit erhöht.“

„TRUTHS“ steht für Traceable Radiometry Underpinning Terrestrial and Helio Studies. Die jüngste Phase umfasst die Definition des Designs der Mission und der Nutzlast sowie den Beginn des Aufbaus von Industriepartnern, die für die Bereitstellung einer derart komplexen Nutzlast erforderlich sind, während gleichzeitig Fachwissen über optische Erdinstrumente in Großbritannien aufgebaut wird. Diese verbesserte Fähigkeit wird es Europa ermöglichen, von einer neuen Kompetenz für künftige Erdbeobachtungssatellitenmissionen zu profitieren. TRUTHS wird ein kryogenes Solar-Absolut-Radiometer (CSAR) an Bord haben, das einen primären Kalibrierungsstandard bereitstellt, um Messungen sowohl der einfallenden Sonnenstrahlung als auch der ausgehenden reflektierten Strahlung mit bisher unerreichter Genauigkeit zu vergleichen. Diese Messungen werden mit einem Hyperspectral Imaging Sensor (HIS) durchgeführt, der ebenfalls Teil der Nutzlast ist. Sie werden es ermöglichen, dass dem Klimawandel zugrunde liegende Strahlungsungleichgewicht abzuschätzen, und zwar in kürzerer Zeit als derzeit möglich. TRUTHS wird dazu dienen, andere Satellitensensoren, wie die der Copernicus-Missionen, durch Co-Imaging-Operationen zu kalibrieren.

TRUTHS wird von einer Reihe von ESA-Mitgliedsstaaten unter der Leitung von Großbritannien finanziert, an denen sich auch die Tschechische Republik, Griechenland, Rumänien, Spanien und die Schweiz beteiligen. Airbus wird bei der anfänglichen Entwicklung des Satelliten von Partnern wie „Surrey Satellite Technology“ Ltd, „Teledyne e2v“, „National Physical Laboratory“, „Rutherford Appleton Laboratory“, „Deimos Space UK“ Ltd und „AVS-UK“ Ltd, „Thales Alenia Space Switzerland“, „Deimos Space SRL“, „Sener“ und „Integrated Systems Development“ unterstützt. Weitere wichtige Beiträge werden von anderen Unternehmen und Instituten aus den beteiligten Ländern geleistet. Großbritannien zielt darauf, in diesem Bereich eine Führungsrolle zu übernehmen, wobei es sich auf das umfangreiche Fachwissen im Bereich der Klimawissenschaften stützt, das unter anderem vom „National Physical Laboratory“, dem „National Centre for Earth Observation“ und dem „Rutherford Appleton Laboratory Space“ bereitgestellt wird.

-ab- Bild: airbus

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Mission Possible

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Region München – Am 20. November 2023 hat der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder eine symbolische Nutzlast für die erste Demonstratormission der Raumkapsel „Mission Possible“ der „The Exploration Company“ GmbH in Planegg übergeben. „Aufbruch in neue Welten: Eine Bavaria-One-Tasse wird beim zweiten Demo-Flug „Mission Possible“ des Startups „The Exploration Company“ mitfliegen. Die wiederverwendbare Raumkapsel „Nyx“ kann bis zu 5,5 Tonnen Fracht transportieren. Sie soll mit nachhaltigem Treibstoff fliegen. Wir fördern erfolgreich Forschung und Lehre, damit unsere Raumfahrtunternehmen hoch qualifizierten Nachwuchs finden und wollen das „Space Valley“ von Deutschland und Europa werden. Dafür investieren wir 700 Millionen Euro in unsere bayerische Raumfahrtstrategie.“

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Bei der Präsentation der „Mission Possible“-Raumkapsel v.l.:
Der Bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume,
der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder
sowie die Gründerin und CEO der „The Exploration Company“ GmbH Helene Huby

-bsr- Bild: bsr

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Raumstation „Starlab“
Zusammenarbeit bei
Infrastruktur und Missionen
für die Zeit nach der Internationalen Raumstation

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Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Airbus Defence and Space und Voyager Space haben beim ESA-Weltraumgipfel in Sevilla eine trilaterale Absichtserklärung (MoU) unterzeichnet, in der sie ihre Zusammenarbeit für die Raumstation „Starlab“ in der Zeit nach der Internationalen Raumstation skizzieren. In der Absichtserklärung heißt es unter anderem, dass die Parteien beabsichtigen, gemeinsam die wissenschaftliche und technologische Entwicklung zu fördern und das Potenzial für eine Zusammenarbeit im niedrigen Erdorbit (LEO) nach der Internationalen Raumstation zu erkunden. Die Zusammenarbeit wird sich zunächst auf die Erkundung von Möglichkeiten für einen dauerhaften Zugang zum Weltraum für Europa durch die Raumstation „Starlab“ konzentrieren, ist aber nicht darauf beschränkt. Dazu könnten gehören: Zugang zur Raumstation „Starlab“ für die ESA und ihre Mitgliedstaaten, für Astronautenmissionen und nachhaltige langfristige Forschungsaktivitäten sowie für die Entwicklung kommerzieller Unternehmen. Beiträge zu Forschungsprojekten für künftige Missionen, Nutzung europäischer Technologie in verschiedenen Bereichen, einschließlich – aber nicht beschränkt auf – fortgeschrittene Robotik und Automatisierung/künstliche Intelligenz, und Förderung europäischer wissenschaftlicher Prioritäten, wie Gesundheit und Biowissenschaften. Aufbau eines vollständigen „End-to-End“-Ökosystems, das die Raumstation „Starlab“ als Zielort in der erdnahen Umlaufbahn und ein potenzielles, von der ESA entwickeltes europäisches Transportsystem für Fracht und Besatzung umfasst, wobei standardisierte Schnittstellen im Interesse einer offenen Zugangspolitik genutzt werden. Diese Vereinbarung spiegelt das Bestreben der ESA wider, einen reibungslosen Übergang von der Internationalen Raumstation zu einer dauerhaften Nutzung von bemannten und robotischen Infrastrukturen in der erdnahen Umlaufbahn nach 2030 zu ermöglichen, und zwar auch durch kommerzielle Dienste.

„Die ESA schätzt die transatlantische Industrieinitiative für die kommerzielle Raumstation Starlab und das Potenzial, das ihre starke europäische Präsenz für bedeutende industrielle und institutionelle Beiträge zur besagten Station und deren Nutzung birgt. Unsere Teams freuen sich auf eine enge Zusammenarbeit mit den Starlab-Teams in Europa und in den USA“, erklärte Josef Aschbacher, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation.

„Diese Vereinbarung mit der Europäischen Weltraumorganisation ist von entscheidender Bedeutung, da wir die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Raumfahrt weiter fördern und mit Starlab die Nachfolge der Internationalen Raumstation anstreben. Wir freuen uns darauf, mit Airbus und der ESA zusammenzuarbeiten, um Europas Präsenz im Weltraum auszubauen und sicherzustellen, dass Europa auch in der neuen Generation der kommerziellen Weltraumforschung führend bleibt“, so Matt Kuta, Präsident von Voyager Space.

„Wir bei Airbus freuen uns sehr, dass die ESA weiter in die Zukunft blickt und ein so großes Interesse an Starlab zeigt. Unsere Zusammenarbeit bei dieser Raumstation der nächsten Generation baut auf einer langen und erfolgreichen Partnerschaft zwischen der ESA und Airbus bei der Entwicklung und dem Betrieb einer breiten Palette von Raumfahrzeugen mit und ohne Besatzung auf“, betonte Michael Schoellhorn, CEO von Airbus Defence and Space. In der Vergangenheit hat Airbus der ESA ikonische Raumfahrzeuge wie das Columbus-Modul der Internationalen Raumstation, alle fünf automatischen Transferfahrzeuge (ATV) und in jüngster Zeit das europäische Servicemodul (ESM) für Orion geliefert, Europas Beitrag zu den Artemis-Missionen der NASA.

Im August 2023 haben Voyager und Airbus erstmals eine Vereinbarung über die Gründung eines transatlantischen Joint Ventures angekündigt, um eine kontinuierliche menschliche Präsenz in der erdnahen Umlaufbahn und einen nahtlosen Übergang der Wissenschaft und Forschung in der Schwerelosigkeit in der Ära nach der Internationalen Raumstation zu ermöglichen. „Starlab“ wird voraussichtlich auch ein europäisches Joint Venture gründen, um die Europäische Weltraumorganisation und ihre nationalen Raumfahrtbehörden direkt zu bedienen.

Über Starlab Space
Starlab Space LLC ist ein geplantes transatlantisches Joint Venture zwischen Voyager Space und Airbus, das die kommerzielle Raumstation „Starlab“ entwickeln, bauen und betreiben wird. „Starlab“ will einen weltweiten Kundenstamm von Raumfahrtagenturen, Forschern und Unternehmen bedienen und damit die kontinuierliche Präsenz von Menschen in der erdnahen Umlaufbahn und einen nahtlosen Übergang von Wissenschaft und Forschung in der Mikrogravitation von der Internationalen Raumstation in die neue Ära der kommerziellen Raumstationen gewährleisten.

-airbus- Bild: Starlab-Space-LLC

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Neues
Wasserstoff-
Blockheizkraftwerk

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Region Amberg – Bayerns Wirtschaft- und Energieminister Hubert Aiwanger drückte den Startknopf an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden für das mit Wasserstoff betriebene Blockheizkraftwerk (BHKW). Aiwanger gratulierte zum Start der Anlage: „In Amberg wird Kraft-Wärmekopplung praxistauglich vorgeführt. Das zuvor mit Erdgas betriebene Blockheizkraftwerk wurde innerhalb kurzer Zeit umgerüstet. Jetzt kann der Sechs-Zylinder-Verbrennungsmotor zu 100 Prozent mit Wasserstoff betrieben werden. Das BHKW wandelt den Wasserstoff in Wärme und Strom mit einer Leistung von bis zu 250 Kilowatt. Das Projekt ist gelebter Fortschritt. Grüner Wasserstoff ist die Lösung, um Strom und Wärme dezentral zu erzeugen. Jetzt muss die Politik diese technischen Möglichkeiten auch wirklich in die Praxis bringen und dazu in großem Stil heimische Produktion und Import von Wasserstoff auf den Weg bringen, damit Wasserstoff konkurrenzfähig wird zu fossilem Erdgas.“

Die Wissenschaftler können nun zahlreiche Tests und Messungen durchführen. Die Anlage kann nach der Umrüstung sowohl mit Erdgas als auch mit Wasserstoff oder sogar mit Biogas aus der Landwirtschaft betrieben werden. Bayern fördert die Erzeugung von Wasserstoff mit einem Elektrolyseur-Förderprogramm. Der erste Förderaufruf löste bereits eine sehr hohe Nachfrage nach Wasserstofflösungen aus.

-stmi-

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Erste Bilder
der ESA-Weltraummission
„Euclid“

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Kürzlich präsentierte die ESA-Weltraummission „Euclid“ ihre ersten Farbbilder des Kosmos. Noch nie zuvor war ein Teleskop in der Lage, solch rasiermesserscharfe astronomische Bilder über einen so großen Fleck des Himmels zu erzeugen und so weit in das ferne Universum zu blicken. Die fünf veröffentlichten Bilder illustrierten das volle Potenzial von Euclid; sie zeige, dass das Teleskop bereit ist, die bisher umfangreichste 3D Karte des Universums zu erstellen, um einige seiner verborgenen Geheimnisse aufzudecken.

„Euclid“, ein Detektiv für das dunkle Universum, hat eine schwierige Aufgabe: Zu untersuchen, wie dunkle Materie und dunkle Energie des Universums so aussehen lassen, wie es aussieht. 95 Prozent des Kosmos scheint aus diesen geheimnisvollen „dunklen“ Einheiten gemacht zu sein. Aber man versteht nicht, was sie sind, weil ihre Anwesenheit nur sehr subtile Veränderungen im Aussehen und in den Bewegungen der Dinge verursacht, die man sehen kann. Um den „dunklen“ Einfluss auf das sichtbare Universum aufzudecken, wird „Euclid“ in den nächsten sechs Jahren die Formen, Entfernungen und Bewegungen von Milliarden Galaxien bis auf zehn Milliarden Lichtjahre beobachten. Mit diesem Vorgehen wird „Euclid“ die bisher größte kosmische 3D-Karte erzeugen. Was „Euclids“ Blick auf den Kosmos besonders macht, ist seine Fähigkeit, in nur einer Sitzung ein bemerkenswert scharfes sichtbares und infrarotes Bild über einen riesigen Teil des Himmels zu erzeugen. Die veröffentlichten Bilder zeigen diese besondere Kapazität: Von hellen Sternen bis hin zu lichtschwachen Galaxien zeigen die Beobachtungen die Gänze dieser Himmelsobjekte, bleiben aber auch beim Zoomen auf weit entfernte Galaxien extrem scharf.

„Dunkle Materie zieht Galaxien zusammen und bewirkt, dass sie sich schneller drehen, als die sichtbare Materie allein erklären kann; dunkle Energie treibt die beschleunigte Expansion des Universums voran. Euclid wird es Kosmologen erstmals ermöglichen, diese konkurrierenden dunklen Rätsel gemeinsam zu erforschen. Euclid wird insgesamt einen Fortschritt in unserem Verständnis des Kosmos bringen, und diese exquisiten Euclid-Bilder zeigen, dass die Mission bereit ist, eines der größten Rätsel der modernen Physik zu beantworten“, erklärte die ESA-Wissenschaftsdirektorin Professor Carole Mundell.

„Wir haben noch nie astronomische Bilder wie diese gesehen, die so viele Details enthielten. Sie sind noch schöner und schärfer, als wir uns erhofft hätten, und zeigen uns viele bisher unbekannte Merkmale in bekannten Bereichen des nahen Universums. Jetzt sind wir bereit, Milliarden von Galaxien zu beobachten und ihre Entwicklung im Laufe der kosmischen Zeit zu untersuchen“, betonte René Laureijs, Euclid-Projektwissenschaftler der ESA. „Unsere hohen Standards für dieses Teleskop haben sich ausgezahlt: Dass diese Bilder so detailliert sind, liegt an einem speziellen optischen Design, einer perfekten Fertigung und Montage von Teleskop und Instrumenten sowie einer äußerst genauen Ausrichtung und Temperaturregelung“, so Giuseppe Racca, Euclid-Projektleiter der ESA. „Ich möchte allen Beteiligten gratulieren und danken, die diese ehrgeizige Mission verwirklicht haben, die Ausdruck europäischer Exzellenz und internationaler Zusammenarbeit ist. Die ersten von Euclid aufgenommenen Bilder sind ehrfurchtgebietend und erinnern uns daran, warum es unerlässlich ist, dass wir in den Weltraum fliegen, um mehr über die Geheimnisse des Universums zu erfahren“, resümierte ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.

Mit Euclids Augen ins Universum zoomen
Der Perseus-Galaxienhaufen
Diese unglaubliche Momentaufnahme von „Euclid“ ist eine Revolution für die Astronomie. Das Bild zeigt über 1000 Galaxien, die zum Perseus-Cluster gehören, und mehr als 100.000 weitere Galaxien weiter entfernt im Hintergrund. Viele dieser lichtschwachen Galaxien waren bisher unentdeckt. Einige von ihnen sind so weit entfernt, dass ihr Licht zehn Milliarden Jahre gebraucht hat, um die Erde zu erreichen. Durch die Kartierung der Verteilung und Formen dieser Galaxien werden Kosmologen in der Lage sein, mehr darüber herauszufinden, wie dunkle Materie das Universum geformt hat, das wir heute sehen. Dies ist das erste Mal, dass ein solch großes Bild erlaubt hat, so viele Perseus-Galaxien in einem so hohen Detailgrad einzufangen. Perseus ist eine der massereichsten bekannten Strukturen im Universum, und befindet sich „nur“ rund 240 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Astronomen zeigten, dass Galaxienhaufen wie Perseus sich nur gebildet haben können, wenn dunkle Materie im Universum vorhanden ist. „Euclid“ werde zahlreiche Galaxienhaufen wie Perseus über die kosmische Zeit hinweg beobachten und dabei das „dunkle“ Element enthüllen, das sie zusammenhält.

Spiralgalaxie IC 342
Während seines Lebens wird „Euclid“ im dunklen Universum Milliarden von Galaxien abbilden und den unsichtbaren Einfluss enthüllen, den dunkle Materie und dunkle Energie auf sie haben. Deshalb ist es passend, dass eine der ersten Galaxien, die „Euclid“ beobachtete, den Spitznamen „Versteckte Galaxie“ trägt, auch IC 342 oder Caldwell 5 genannt. Dank seiner Infrarotsicht hat „Euclid“ bereits entscheidende Informationen über die Sterne in dieser Galaxie aufgedeckt, die ein ähnliches Aussehen wie unsere Milchstraße hat.

Irreguläre Galaxie NGC 6822
Um eine 3D-Karte des Universums zu erstellen, wird Euclid das Licht von Galaxien bis auf zehn Milliarden Lichtjahre Entfernung beobachten. Die meisten Galaxien im frühen Universum sehen nicht wie die quintessenzielle ordentliche Spirale aus, sondern sind unregelmäßig und klein. Sie sind die Bausteine für größere Galaxien wie unseres, und man kann immer noch einige dieser Galaxien relativ nah bei uns finden. Die erste irreguläre Zwerggalaxie, die „Euclid“ beobachtete, heißt „NGC 6822“ und befindet sich 1,6 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt.

Kugelsternhaufen NGC 6397
Dieses funkelnde Bild zeigt „Euclids“ Ansicht auf einem Kugelsternhaufen namens „NGC 6397“. Dies ist der zweitnächste Kugelsternhaufen zur Erde, der sich etwa 7800 Lichtjahre entfernt befindet. Kugelsternhaufen sind Ansammlungen von hunderttausenden Sternen, die von der Schwerkraft zusammengehalten werden. Derzeit kann kein anderes Teleskop als „Euclid“ einen ganzen Kugelsternhaufen in einer einzigen Darstellung beobachten und gleichzeitig so viele Sterne im Sternhaufen wahrnehmen. Diese lichtschwachen Sterne erzählen von der Geschichte der Milchstraße und davon, wo sich die dunkle Materie befindet.

Der Pferdekopfnebel
„Euclid“ zeigt eine spektakuläre Panorama- und Detailansicht des Pferdekopfnebels, auch „Barnard 33″ genannt welcher Teil des Sternbildes Orion ist. In der neuen Beobachtung dieses Sternenkindergartens durch „Euclid“ erhoffen sich die Wissenschaftler viele dunkle und bislang unentdeckte Planeten der Jupitermasse in ihren Kinderschuhen sowie junge braune Zwerge und Babysterne zu entdecken.

Neue Entdeckungen kommen bald
„Euclids“ erster Blick auf den Kosmos ist nicht nur schön, sondern auch immens wertvoll für die wissenschaftliche Gemeinschaft. Erstens zeigt sich, dass das Teleskop und die Instrumente von „Euclid“ äußerst gut funktionieren und dass Astronomen mit „Euclid“ die Verteilung der Materie im Universum und ihre Entwicklung auf größtem Maßstab untersuchen können. Die Kombination vieler Beobachtungen dieser Qualität, welche große Bereiche des Himmels abdecken, wird die dunklen und verborgenen Teile des Kosmos zeigen. Zweitens enthält jedes einzelne Bild eine Fülle neuer Informationen über das nahe gelegene Universum. „In den kommenden Monaten werden Wissenschaftler des Euclid-Konsortiums diese Bilder analysieren und eine Reihe wissenschaftlicher Arbeiten in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlichen, zusammen mit Papieren über die wissenschaftlichen Ziele der Euclid-Mission und die Instrumentenleistung“, erklärte Yannick Mellier, Leiter des Euclid-Konsortiums. Und schließlich führen diese Bilder über das Reich der dunklen Materie und der dunklen Energie hinaus und zeigen auch, wie „Euclid“ eine Fundgrube an Informationen über die Physik einzelner Sterne und Galaxien schaffen wird.

Vorbereitung auf Routinebeobachtungen
„Euclid“ war am 1. Juli 2023 um 17:12 Uhr MESZ mit einer SpaceX-Falcon-9-Rakete von der Weltraumstation Cape Canaveral in Florida, USA, zum Lagrange-Punkt 2 der Sonne-Erde gestartet. In den Monaten nach dem Start befanden sich Wissenschaftler und Ingenieure in einer intensiven Phase der Erprobung und Kalibrierung der wissenschaftlichen Instrumente. Das Team nimmt derzeit die letzte Feinabstimmung des Raumfahrzeugs vor Beginn der wissenschaftlichen Routinebeobachtung Anfang 2024 vor. Über sechs Jahre wird „Euclid“ ein Drittel des Himmels mit bisher unerreichter Genauigkeit und Sensibilität vermessen. Im Laufe der Mission wird die Datenbasis von „Euclid“ einmal jährlich freigegeben und steht der weltweiten wissenschaftlichen Gemeinschaft über das Astronomie-Wissenschaftsarchiv zur Verfügung, welches im Europäischen Weltraumastronomiezentrum der ESA in Spanien untergebracht ist.

Über „Euclid“
„Euclid“ ist eine europäische Mission, die mit Beiträgen der NASA von der ESA gebaut und betrieben wird. Das Euclid-Konsortium – bestehend aus mehr als 2000 Wissenschaftlern aus 300 Instituten in 13 europäischen Ländern, den USA, Kanada und Japan – ist für die Bereitstellung der wissenschaftlichen Instrumente sowie die wissenschaftliche Datenanalyse verantwortlich. Die ESA wählte „Thales Alenia Space“ als Hauptauftragnehmer für den Bau des Satelliten und seines Servicemoduls und „Airbus Defence and Space“ für die Entwicklung des Nutzlastmoduls einschließlich des Teleskops aus. Die NASA stellte die Detektoren des Nahinfrarot-Spektrometers und Photometers „NISP“ zur Verfügung. „Euclid“ ist eine Mission mittlerer Klasse im Kosmischen Visionsprogramm der ESA.

-esa- Bilder: ESA/Euclid/Euclid-Consortium/NASA, image processing by J.-C. Cuillandre (CEA Paris-Saclay), G. Anselmi,

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World
Robotik
Olympiade

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Region Deggendorf – Als einzige Teams aus Bayern haben sich die STREICHER-Robotik-Boys und die Fenecon-ROKO-Robots vom Robert-Koch-Gymnasium in Deggendorf für das Robotik-Weltfinale vom 7. bis 9. November 2023 in Panama qualifiziert. Kinder und Jugendliche aus 90 Ländern nehmen an dem weltweiten Roboterwettbewerb teil.

Die Streicher Robotic Boys mit den Brüdern Bastian und Julian Brumbi nehmen bereits zum fünften Mal an diesem Roboterwettbewerb teil. 2022 brachten sie sogar eine Bronzemedaille vom Weltfinale mit nach Hause. Für die Fenecon-ROKO-Robots mit Felix Spann, Anna Straßer, Laurenz Weinberger und Teambetreuer Florian Spann ist es das erste Mal. Zur Einleitung der Vorbereitungsphase, fand ein Treffen aller Beteiligten statt. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik der World Robotik Olympiad folgte eine Demonstration der Fähigkeiten der beiden Teams. Stv. Landrat Josef Färber war beeindruckt von den beiden Teams. Er lobte die Kreativität, das technische Know-how und die Teamarbeit, welche die jungen Finalisten gezeigt haben. „Es ist erstaunlich, wie sie ihre Ideen in die Realität umsetzen“ so Färber. Auch die Sponsoren der beiden Teams, Stefan Weinberger von Streicher und Paul Rettenmeier von Fenecon, zeigten sich begeistert von der Leistung der Schülerinnen und Schüler. Sie unterstrichen die Bedeutung solcher Wettbewerbe für die Förderung von technischem Interesse und Teamarbeit bei jungen Menschen.

-ladeg- Bild: ladeg

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KI, ChatGPT & Co.
im Rechtswesen

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Vor nicht einmal einem Jahr begann der Vormarsch von „ChatGPT“. Am 30. November 2022 machte eine US-Firma das Sprachmodell für alle kostenfrei zugänglich – der Beginn eines neuen Zeitalters? Auf Einladung des bayerischen Justizministers Georg Eisenreich diskutierte kürzlich eine hochkarätig besetzte Expertenrunde in der Bayerischen Vertretung in Berlin über die Auswirkungen von generativer Künstlicher Intelligenz auf das Rechtswesen. Minister Eisenreich, der die Podiumsdiskussion mit einem Statement eröffnete: „Künstliche Intelligenz verändert unser Leben. Wir stehen am Beginn eines neuen Zeitalters. Vieles ist noch gar nicht absehbar. Die bayerische Justiz erprobt den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in mehreren Bereichen, beispielsweise im Kampf gegen Kinderpornografie mit einer Suchmaschine für das Darknet oder zur Entlastung der Gerichte bei Massenverfahren. Wir wollen die Chancen der Digitalisierung nutzen, müssen aber auch die Risiken im Blick haben. „KI“ hat Auswirkungen auf unsere Demokratie, den Rechtsstaat und die Gesellschaft.“

Über die aktuelle Entwicklung und die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen diskutierte Eisenreich mit Dr. Maria Börner, KI-Expertin beim Legal Tech Verband Deutschland; Prof. Dr. Matthias Grabmair, Professor für Legal Tech an der TU München; Thomas Langkabel, National Technology Officer bei Microsoft Deutschland; Clara Raschewski, Head of Innovation and Legal Tech bei SKW Schwarz und Dr. Bernhard Waltl, Co-Founder und Co-CEO des Liquid Legal Institute.

„Fest steht: Legal Tech wird die Berufswelt von Juristinnen und Juristen tiefgreifend verändern“, so Eisenreich. Er hat nach Gesprächen mit Studentinnen und Studenten im Sommer das neue Berufsfeld „IT-Recht und Legal Tech“ eingeführt. Im Jahr 2022 rief er gemeinsam mit der TUM das „Legal Tech Colab“ ins Leben, einen Inkubator und Accelerator für Start-ups im Legal-Bereich. 13 Start-ups wurden bislang in das Programm aufgenommen, drei der Teams haben eine Seed-Finanzierung in je siebenstelliger Höhe erhalten. „Menschen wünschen sich auch bei vielen Rechtsstreitigkeiten bequeme, einfache und kostengünstige Lösungen. Die bayerische Justiz treibt deshalb die Digitalisierung weiter voran. Künstliche Intelligenz kann aber nur ein Hilfsmittel sein. Am Ende muss immer ein Mensch entscheiden“, reümierte Eisenreich.

-stmj-

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Europas
erstes
Hyperloop-
Testsegment
für Passagiertransporte
wurde vorgestellt

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TUM Hyperloop Demonstrator

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Region München – Das Hyperloop-Projekt der Technischen Universität München (TUM) stellte kürzlich Europas erstes funktionsfähiges Hyperloopsegment mit einer Passagierkapsel bei einem Event – u.a. mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und dem Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft und Kunst Markus Blume – offiziell der Öffentlichkeit vor.

Der TUM Hyperloop Demonstrator gilt als der erste Meilenstein einer umfassenden Teststrategie, die der Entwicklung und Zertifizierung der wichtigsten Hyperloopkomponenten und -technologien diene. Er umfasst eine Vakuumröhre aus Beton und ein Passagierfahrzeug in Originalgröße. Der Demonstrator ist der erste seiner Art in Europa, der vollständig für den Passagierbetrieb zertifiziert ist und gibt einen Einblick in die Zukunft der Hyperlooptechnologie.

…weiterlesen

-bsr- Bild: TUM Hyperloop

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Größter
Luft- und
Raumfahrtcampus
Europas

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Region München – Europas künftig größter Luft- und Raumfahrtcampus entsteht in Taufkirchen und Ottobrunn im Münchner Süden. Der Freistaat und die beteiligten Kommunen haben eine Gemeinsame Erklärung zur Entwicklung des neuen Campus unterzeichnet und setzen so den Grundstein für ein wissenschaftliches und wirtschaftliches Mega-Projekt. Das Herzstück des Campus wird das „Departement of Aerospace and Geodesy“ der Technischen Universität München (TUM) bilden. Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder erklärte bei der Unterzeichnung: „Das bayerische Space-Valley wächst! Mit der Erklärungsunterzeichnung beschleunigt der Freistaat den Ausbau des Luft- und Raumfahrtcampus Taufkirchen/Ottobrunn der TU München gemeinsam mit dem Landkreis München und Kommunen Taufkirchen und Ottobrunn. Wir entwickeln in Bayern Europas größte Fakultät für Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie mit rund 50 Professuren und über 4000 Studenten. Bereits heute freuen wir uns über das große Interesse. Bayern ist weltweit einer der modernsten Standorte im Bereich Zukunftstechnologien. Alleine in Luft- und Raumfahrt investiert der Freistaat rund 700 Mio. Euro. Weltraumforschung ist zentral für die Menschheit. Der Blick ins All sucht nach Antworten auf die großen Fragen – und ermöglicht konkrete Lösungen für aktuelle Herausforderungen hier auf der Erde, etwa bei der Klimaforschung. Unsere bayerischen Aktivitäten sollen dazu beitragen, die Welt und uns selbst besser zu verstehen.“

Mit der Standortentscheidung und der Gemeinsamen Erklärung knüpfen der Freistaat und die beiden Gemeinden an eine Traditionslinie an: Die Region ist seit Langem etablierter Standort für Luft- und Raumfahrt. Unternehmen wie Airbus, die Ariane-Group oder IABG sind hier ansässig. Sie ermöglichen Partnerschaften und bieten ein einzigartiges Umfeld. In einem konstruktiven Dialog konnten die Interessen von Freistaat, TUM und Kommunen passend austariert werden. Aktuell werden geeignete Flächen für die weitere Entwicklung identifiziert. Alle Beteiligten streben auch die Verlängerung der U-Bahn-Linie U5 von Neuperlach Süd über Ottobrunn ins Entwicklungsgebiet an.

Rasanter Ausbau dank Hightech Agenda Bayern
Luft- und Raumfahrttechnik ist ein industrieller Schlüsselbereich für den Wirtschaftsstandort Bayern. Sie ist Grundlagentechnologie für zahlreiche Branchen wie Luftfahrt, Automotive oder Medizintechnik und leiste wichtige Beiträge zur nachhaltigen Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen wie Energiewende, Klima- und Umweltschutz, Mobilität und Sicherheit. Forschung und die Ausbildung neuer Fachkräfte seien dabei eine entscheidende Basis. Der Ausbau der 2019 gegründeten Fakultät für Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie – seit 2021 Department of Aerospace and Geodesy – der TUM schreitet rasant voran. Mit aktuell 27 Professuren und circa 1.500 Studierenden gehört die Fakultät schon heute zum internationalen Spitzenfeld. Im Endausbau sollen rund 50 Professorinnen und Professoren, rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bis zu 4.000 Studierende die größte Luft- und Raumfahrtfakultät Europas bilden. Die Innovationsoffensive Hightech Agenda Bayern beschleunige die Entwicklung: Insgesamt werden aus der Hightech Agenda Bayern über 43 Millionen Euro und 16 zusätzliche Professuren in den Aufbau investiert.

-stmwk-

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Ariane 6
auf der
Startrampe

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Im Rahmen kombinierter Tests wurde das mobile Portal von Ariane 6 am 22. Juni 2023 entfernt und gibt damit den Blick auf die Trägerrakete auf ihrer Startrampe frei. Dieser Vorgang ist Teil einer Generalprobe, die eine Startsequenz oder „Chronologie“ abbildet. Die Entfernung des mobilen Portals schließt die bis dahin durchgeführten Funktionstests ab und geht der Zündung des Vulcain 2.1- Hauptstufen-Triebwerks auf der Startrampe voraus. Diese Probe ermöglicht es, den Ablauf des Heißlauftests zu überprüfen, um das Risiko von Unwägbarkeiten während der Endsequenz weitestgehend zu minimieren.

Die integrierten Teams ArianeGroup/CNES/ESA führen seit mehreren Monaten in Kourou sogenannte „kombinierte“ Tests durch, um die Schnittstellen zwischen der Trägerrakete und ihrer Startrampe zu überprüfen und zu qualifizieren. Im Einklang mit der Startchronologie werden diverse Proben durchgeführt, um Schritt für Schritt die verschiedenen Funktionen und Vorgänge bis zum Start zu qualifizieren. Vor der Entfernung des mobilen Portals führten die Teams so Funktionstests der Avionik-Systeme durch. Dieser „Dry Run“ hat es ermöglicht, alle Avionik-Abläufe der Trägerrakete unter Druck zu setzen und eine stabile und reproduzierbare Konfiguration zu erhalten, um dann die synchronisierte Sequenz einzuleiten und an das Flugprogramm zu übergeben, das die Zündung des Vulcain 2.1-Motors veranlasst. Ariane 6 soll Ende 2023 in den Weltraum starten.

-as- Bild: ESA-CNES-ArianeSpace

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Wieder-
verwendbare
Trägerrakete
getestet

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Am 22. Juni 2023 haben die Teams der ArianeGroup am französischen Standort Vernon erfolgreich den letzten Test der Kampagne zur Zündung des wiederverwendbaren Prometheus-Triebwerks mit dem Demonstrator der wiederverwendbaren Stufe Themis als Prüfstand durchgeführt. Das Triebwerk lief für eine Dauer von zwölf Sekunden. Prometheus und Themis sind Programme der europäischen Weltraumorganisation ESA, für die ArianeGroup der Hauptauftragnehmer ist. Die Testreihe konnte dank der Unterstützung durch das französische Konjunkturförderprogramm France Relance durchgeführt werden, bei dem CNES für den Betrieb der Raumfahrtkomponente zuständig ist.

„Der erfolgreiche Abschluss der Testkampagne stellt einen ersten konkreten Schritt in der Entwicklung von in Europa hergestellten wiederverwendbaren Trägerraketen dar. Vor allem der vollständige Test des Prometheus-Triebwerks, der direkt auf dem Demonstrator der wiederverwendbaren Stufe Themis erfolgte, wurde mit Spannung erwartet, da er einen sehr vielversprechenden Weg zur Vorbereitung der zukünftigen Familie europäischer Trägerraketen eröffnet. Dieser Test in Vernon wurde durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Teams von ArianeGroup, ESA und CNES und mit der Unterstützung von France Relance ermöglicht“, erklärte Martin Sion, Executive Chairman der ArianeGroup.

Prometheus wird von ArianeGroup zusammen mit ihren europäischen Partnern entwickelt und ist ein Triebwerk einer neuen Generation, das wiederverwendbar ist und über eine hohe Schubkraft von 100 Tonnen verfügt. Es wird mit flüssigem Sauerstoff (LOX) und flüssigem Methan (LCH4) betrieben. Im Laufe der Testserie wird das Prometheus-Triebwerk auf Themis als Prüfstand getestet. Die erfolgreiche Zündung von Prometheus ist in dieser Triebwerksklasse eine Premiere in Europa. Für diesen Testlauf verwendet ArianeGroup Biomethan als Treibstoff und unterstreicht damit die Absicht, in der Innovation umweltfreundlicher Technologien eine Vorreiterrolle zu spielen.

Die Fortsetzung der Prometheus-Themis-Tests auf dem PF20-Prüfstand in Vernon werde die Arbeitsweise des Triebwerks und der Stufe für ein erweitertes Missionsprofil veranschaulichen. Die Tests des Prometheus-Triebwerks werden Ende 2023 auf dem Prüfstand am DLR-Standort Lampoldshausen in Deutschland fortgesetzt. Nach dem Vorbild des „Ariane 6 Users Club“ wird ArianeGroup ferner in Kürze den „Prometheus Users Club“ gründen. Damit beginne die Vermarktung von Prometheus an alle interessierten Akteure in Europa.

Themis ist ein Demonstrator für eine wiederverwendbare Raketenstufe, bei dem ArianeGroup die Federführung hat. Zwei Jahre nach Unterzeichnung des Vertrags mit der ESA über die erste Phase von Themis stelle diese erste Testkampagne in Kombination mit dem Prometheus-Triebwerk einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des Projekts dar. Sie bilde die Basis für die nächste Testkampagne, die im Rahmen des Programms „Horizon Europe“ der Europäischen Union (Projekt SALTO) im schwedischen Kiruna stattfinden werde. Das Prometheus-Triebwerk und die wiederverwendbare Raketenstufe Themis sind Kernelemente der europäischen Strategie zur Entwicklung künftiger Trägerraketen.

-ag- Bild: ag

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Drohnen
und
künstliche Intelligenz
gegen das Waldsterben

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Region Bayern – Mit Drohnen und künstlicher Intelligenz (KI) sollen Bayerns Wälder besser gegen die Folgen des Klimawandels geschützt und das Waldsterben verhindert werden. Im Freistaat können Kommunen künftig ihre Wälder besser auf Klimafolgen und Schädlingsbefall einstellen. In Bamberg erfolgt nun der Aufbau einer KI-gestützten Luftbild-Auswertung von Baumkronen. Dabei erfassen die Drohnen bei ihren Aufklärungsflügen mit Spezialsensoren die Vitalität der Wälder. Eine KI-gestützte Software ermittelt daraus den jeweiligen Zustand der Einzelbäume, etwa einen möglichen Befall durch Schädlinge. So können beispielsweise die Baumpfleger schnell und effizient die optimalen Schutz- und Anpassungsmaßnahmen ergreifen. Nach Fertigstellung soll die Technologie allen bayerischen Gemeinden, Städten und Landkreisen als Best-Practice-Beispiel zur Verfügung gestellt werden. Eine wissenschaftliche Begleitforschung ist fester Bestandteil des Programms.

-stmd- Bild: am

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Geotracker-Dienst
zur Überwachung
des Weltraums

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Der „Geotracker“-Dienst der ArianeGroup dient der Weltraumüberwachung in erdnahen Umlaufbahnen bis in den geostationären Orbit. Er wurde kürzlich in „Helix“ umbenannt und integriert neue Fähigkeiten wie augensichere Laser-Entfernungsmessung sowie Bilderfassung und erweitert den Katalog von mehreren tausend erfassten Objekten im Weltraum fortlaufend.  Das Helix-Netzwerk wird weltweit weiter ausgebaut. Mit 15 Stationen rund um den Globus stellt Helix derzeit das größte private europäische Teleskop-Netz dar. Bis 2025 wird es auf über 30 Stationen ausgebaut.

Helix liefert Tag und Nacht hochpräzise Daten für die Positions- und Orbitalbahn-Bestimmung und analysiert Weltraumobjekte in den verschiedenen Umlaufbahnen. Der Dienst sei an die Bedürfnisse ziviler und militärischer Satellitenbetreiber bei der Überwachung, Nachverfolgung und Vermeidung von Kollisionen angepasst.

„Als wir vor etwas mehr als zehn Jahren unseren eigenen Weltraumüberwachungsdienst ins Leben riefen, haben wir Pionierarbeit geleistet. Heute sind sich Staaten und Betreiber der Risiken, denen ihre Systeme im All ausgesetzt sind, bewusst. Die Infrastrukturen im Orbit sind für das Funktionieren unserer modernen Gesellschaften unverzichtbar geworden. Mit unseren Kompetenzen im Bereich großer Weltraumsysteme und in Verbindung mit der Situationsanalyse im All, die für uns von strategischer Bedeutung sind, können wir heute zur Bewältigung dieser großen Herausforderungen für die Sicherheit der Bürger Europas beitragen“, erklärte Martin Sion, CEO von ArianeGroup.

Der Helix-Dienst decke bereits heute permanent 360 Grad der geostationären Umlaufbahn ab und werde nun auf erdnahe Umlaufbahnen ausgedehnt. Er nutzt die neuesten optischen und lasertechnischen Innovationen für hochpräzise Erkennung und Messung, wobei die Automatisierung und schnelle Orbitaldaten-Verarbeitung durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) unterstützt wird. Die rund um die Uhr erfassten Daten werden in einem Steuerungs- und Kontrollzentrum im französischen Les Mureaux bei Paris analysiert. Sie werden anschließend in sicheren operativen Diensten und Produkten aufbereitet und gepflegt. Die Beobachtungsstationen werden am ArianeGroup-Standort in Saint Médard en Jalles in der französischen Region Nouvelle Aquitaine entwickelt, zusammengefügt und getestet, bevor sie weltweit installiert werden.

Die genaue Bestimmung von Weltraumobjekten sowie die permanente und zeitnahe Erfassung und Verarbeitung hochwertiger Informationen seien auch für künftige Weiterentwicklungen im Rahmen des Europäischen Verteidigungsfonds unerlässlich. Das System erlaubt die Erkennung, Nachverfolgung und Unterstützung bei der Bestimmung von Weltraumobjekten und die Warnung vor ungewöhnlichen Verhaltensweisen, um die Lage im Weltraum permanent zu erfassen und zum Schutz der nationalen Weltraumressourcen beizutragen. In diesem Kontext haben die ArianeGroup-Teams für Weltraumüberwachung kürzlich – wie jedes Jahr – an der AsterX-Übung für das französische Weltraumkommando und seine internationalen Partner teilgenommen.

Die Europäische Kommission hat ArianeGroup ferner im Juni 2021 mit der Umsetzung von zwei Projekten zur Weltraumüberwachung mit den Namen „Sauron“ und „Integral“ beauftragt.

-ag-

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Zum Jupiter
und darüber hinaus:
Die Raumsonde JUICE wird Jupiter
und seine Eismonde untersuchen

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Am 14. April 2023 – um 14:00 UTC – hat JUpiter ICy moons Explorer (JUICE) zwei Stunden nach dem erfolgreichen Start an Bord einer Ariane 5 seine Flügel ausgebreitet. Das ESA-Team im Europäischen Raumfahrtkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt übernahm die Kontrolle über das Raumfahrzeug und bestätigte den Empfang der ersten Telemetriedaten und die reibungslose Entfaltung der Sonnensegel. Die von Airbus gebaute Raumsonde ist damit offiziell auf dem Weg zum Jupiter.

In nächster Zeit werden nach und nach weitere Ausrüstungen und Instrumente in Betrieb genommen und vom Betriebsteam getestet, um sicherzustellen, dass sie funktionsfähig sind. „Nach jahrelanger Arbeit war es für alle, die an dieser unglaublichen Mission mitgearbeitet haben, ein sehr emotionaler Moment, den Start live von unseren Standorten in ganz Europa mitzuerleben. Hier kommt das Beste aus Europa zusammen. Ich bin gespannt auf die nächste große Sache der europäischen Raumfahrt-Community“, betonte Michael Schöllhorn, CEO von Airbus Defence and Space, in Kourou.

JUICE: Ein europäischer Erfolg
Airbus hat JUICE im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) entwickelt, gebaut sowie dabei 80 Partner aus 23 Ländern zusammengebracht und das Know-how von über 2.000 Menschen genutzt. Auf ihrer über fünf Milliarden Kilometer langen Reise wird die 6,2 Tonnen schwere Raumsonde eine Reihe von Vorbeiflügen an Kallisto, Ganymed und Europa unternehmen und dabei Daten sammeln, um herauszufinden, ob die Monde und ihre unterirdischen Ozeane mikrobielles Leben beherbergen könnten. Mit zehn wissenschaftlichen State-Of-the-Art-Instrumenten, darunter Kameras, Spektrometer, ein eisdurchdringendes Radar, ein Höhenmesser, ein Radiowissenschaftsexperiment, ein Partikelpaket und verschiedene Sensoren für magnetische und elektrische Felder, wird JUICE eine einzigartige vierjährige Reise durch das Jupitersystem unternehmen.

JUICE soll im Jahr 2031 beim Jupiter ankommen, nachdem die Sonde durch eine Reihe von Gravity Assists von der Venus und der Erde Schwung geholt hat und auf den Weg gebracht wurde. Diese Missionen treiben die Raumfahrttechnologien bis an ihre Grenzen, so auch bei JUICE: Die Sonde verfügt über die größten Solaranlagen, die jemals für eine wissenschaftliche Mission gebaut wurden.

-ab-

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Ariane 5
transportierte
10.972 Tonnen Nutzlast
in eine geostationäre Umlaufbahn

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ArianeGroup und Arianespace haben den 115. Start einer Ariane 5 durchgeführt. Mit dem Start von drei Satelliten in den Orbit stelle die europäische Schwerlast Trägerrakete Ariane 5 ECA erneut ihre Anpassungsfähigkeit und Zuverlässigkeit unter Beweis und erbrachte die zweitgrößte Leistung in ihrer Geschichte. Der erfolgreiche Start erfolgte am europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana.

Bei der Mission wurde der EUMETSAT Wettersatellit MTG-I1 der nächsten Generation, der in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA entwickelt und von Thales Alenia Space gebaut wurde, sowie die von Maxar (SSL) für den Betreiber Intelsat gefertigten Telekommunikationssatelliten Galaxy 35 und Galaxy 36 in den Orbit gebracht. Das Meteosat Third Generation (MTG) System werde Meteorologen dabei helfen, eine ihrer größten Herausforderungen zu meistern: Extreme Wetterereignisse frühzeitig zu erkennen und vorherzusagen, um Anwohner, Behörden und Rettungskräfte rechtzeitig zu warnen. Die Daten von MTG-I1 („I“ für Imager) werden für eine Vielzahl von Anwendungen nützlich sein, beispielsweise für Flugzeugbesatzungen beim Ausweichen vor Gewittern, für Gemeinden bei der Vorhersage von Überschwemmungen und für Feuerwehrleute bei der genauen Verfolgung von Waldbränden und deren Rauchentwicklung. Der Satellit werde somit dazu beitragen, Leben zu retten, Eigentum und Infrastruktur zu schützen und wirtschaftliche Vorteile zu generieren, die ganz Europa und Afrika zugutekommen können.

Die MTG-Satelliten wurden von EUMETSAT in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) erworben und von einem Industriekonsortium unter der Führung von Thales Alenia Space in Zusammenarbeit mit OHB entwickelt. Galaxy 35 und Galaxy 36 sind die beiden nächsten Satelliten der neuen Generation in der Flotte von Intelsat, die den Medienkunden von Intelsat in Nordamerika ultraleistungsfähige Kapazitäten bieten wird. Die beiden Satelliten werden die C-Band-Übertragungskapazitäten für große Sportereignisse in den USA erweitern.

„Mit dem erfolgreichen Start von VA259 ist Arianespace stolz darauf, den Anforderungen von EUMETSAT und Intelsat gerecht zu werden, zwei Betreibern, mit denen wir seit 1981 bzw. 1983 zusammenarbeiten. Diese Mission im Dienste Europas, Afrikas und Nordamerikas ist ein perfektes Beispiel für die Vielseitigkeit unserer schweren Trägerrakete, die sowohl die Bedürfnisse institutioneller als auch kommerzieller Betreiber erfüllt. Beides sind Passagiere, die im Einklang mit unseren Werten stehen, den Weltraum in den Dienst einer Verbesserung des Lebens auf der Erde zu stellen, indem sie unsere meteorologischen Kenntnisse sowie die globale Konnektivität verbessern“, erklärte Stéphane Israël, CEO von Arianespace.

„Bei ihrem letzten Flug des Jahres hat Ariane 5 einmal mehr ihre Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis gestellt, indem sie ein Gewicht von fast 11 Tonnen in den geostationären Orbit gebracht hat. Sie hat auch bewiesen, dass sie auf die Bedürfnisse der Kunden von Arianespace eingehen kann, indem sie drei Satelliten gleichzeitig gestartet hat. Es stehen nun noch zwei weitere Starts von Ariane 5 aus, derweil sich ArianeGroup mit allen Partnern auf die Inbetriebnahme von Ariane 6 im Herbst 2023 vorbereitet“, betonte André-Hubert Roussel, CEO der ArianeGroup.

Mit dem Transport von 10.972 Tonnen in eine geostationäre Umlaufbahn erzielte Ariane 5 ihre zweitbeste Leistung nach dem Start von Syracuse A4 und SES-17 im Oktober 2021. Ariane 5 wurde für diese Mission so angepasst, dass drei Satelliten unter ihrer Nutzlastverkleidung Platz fanden. Diese Dreifachkonfiguration wurde durch die Verwendung eines Aufsatzrings und einer langen Nutzlastverkleidung ermöglicht, wodurch das für die Satelliten verfügbare Volumen um 20 Kubikmeter vergrößert wurde. Dies war der dritte Start in einer Dreifachkonfiguration in der Geschichte von Ariane 5. Nach Abschluss der Mission werden noch zwei Ariane-5-Trägerraketen starten, darunter die JUICE-Mission der ESA zu den eisigen Monden Jupiters, bevor Ariane 6 die Aufgabe übernehmen wird, Europas institutionelle Missionen und die stark wachsende Nachfrage des kommerziellen Marktes zu bedienen.

Die Schwerlast-Trägerrakete Ariane 5 ist ein Programm der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), das in Zusammenarbeit von Industrie und öffentlichen Institutionen mit zwölf europäischen Partnerstaaten durchgeführt wird. ArianeGroup ist der Hauptauftragnehmer für die Entwicklung und Produktion von Ariane 5 und für die Vorbereitung der Trägerrakete bis zum Start verantwortlich. ArianeGroup führt dabei ein Netzwerk von über 600 Unternehmen an – darunter 350 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – und liefert auf ihrer Startrampe eine flugtaugliche Trägerrakete an ihre Tochtergesellschaft Arianespace, die Ariane 5 vom Raumfahrtzentrum Guayana (CSG) in Französisch -Guayana aus vermarktet und betreibt. Während der Startkampagnen arbeitet Arianespace eng mit der französischen Raumfahrtagentur CNES zusammen, die für die Trägerrakete Ariane 5, für die Installationen zur Vorbereitung der Satelliten sowie für den Startplatz verantwortlich ist.

-as- Bild: Arianespace

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Neue Ära
der Kontrolltechnik
am Flughafen München

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Region München – Das Luftamt Südbayern der Regierung von Oberbayern läutet eine neue Ära der Kontrolltechnik im Luftverkehr am Flughafen München ein: Nach dem erfolgreichen Abschluss eines Pilotprojekts an zwei Fluggastkontrollstellen im Terminal 2 könne ab Anfang 2023 die serienmäßige Ausstattung der Handgepäckkontrollen am Münchner Flughafen mit neuer, hochmoderner Sicherheitstechnik beginnen. Die Kontrollstellen sollen im Laufe der kommenden Jahre mit insgesamt 60 speziellen Computertomographen und 48 neu konzipierten Kontrollspuren ausgestattet werden. Dazu hat das Luftamt nach erfolgreicher Ausschreibung der technischen Infrastruktur nun mit mehreren Fachfirmen und Anbietern die entsprechenden Verträge abgeschlossen. Der Airport München werde damit der erste Flughafen in Deutschland sein, der nahezu vollständig mit der neuen Sicherheitstechnik und den komfortablen Kontrollspuren ausgestattet sei.

Mit der serienmäßigen Ausstattung der ersten drei Kontrollspuren im Terminal 1 könne bereits im ersten Quartal 2023 begonnen werden, da der Flughafenbetreiber die baulichen und technischen Vorbereitungen für den Einbau der 23 Meter langen Spuren bereits nahezu abgeschlossen hat. Gleichzeitig werde Schritt für Schritt auch die zentrale Fluggastkontrollstelle im Terminal 2 auf die neue Technik umgerüstet. In den Pfingst-und Sommerferien werden die Umbauarbeiten zeitweise ausgesetzt, damit während dieser reiseintensiven Zeiten mit besonders hohem Fluggastaufkommen genügend Kontrollspuren zur Verfügung stehen und eine reibungslose Abwicklung der Kontrollen gewährleistet werden könne. Die Kosten für die neuen Geräte und Kontrollspuren belaufen sich auf rund 45 Millionen Euro. Sie werden über die im Rahmen der Ticketverkäufe erhobenen Luftsicherheitsgebühren finanziert.

„Wir freuen uns sehr, dass wir den Flughafen München bei der Ausstattung mit modernster Technik tatkräftig unterstützen und er seine Attraktivität als bedeutende Verkehrsdrehscheibe weiter steigern kann. Damit nimmt der Airport in Europa eine Vorreiterrolle ein. Da das Passagieraufkommen nach den pandemiebedingten Einschränkungen des Vorjahres nun wieder deutlich zugelegt hat, erfolgt dieser Start in eine neue Ära der Fluggastkontrollen genau zum richtigen Zeitpunkt“, betonte der Regierungspräsident von Oberbayern, Dr. Konrad Schober.

Neue Kontrolltechnik ermöglicht ein Plus an Sicherheit und Komfort
Das im Frühjahr 2019 gestartete Pilotprojekt, das mit umfangreichen Tests der neuen Technik verbunden war, findet einen erfolgreichen Abschluss: Passagiere profitierten beim serienmäßigen Einsatz der neuen Technik insbesondere von einer deutlich erhöhten Sicherheit, einer starken Steigerung der Effizienz und einem merklich verbesserten Komfort. So überprüften die CT-Scanner nicht nur automatisch jedes Handgepäckstück auf Fest- und Flüssigsprengstoffe, sie stellen den Kontrollkräften neben dem gewohnten zweidimensionalen Bild auch eine dreidimensionale Ansicht des Handgepäckstücks auf dem Bildschirm zur Verfügung, was die Bildauswertung erheblich erleichtere. Die Sicherheitskontrolle werde entspannter ablaufen. Dank der neuen Computertomographen müssten keine elektrischen Geräte oder Flüssigkeiten mehr unter Zeitdruck aus- und später wieder eingepackt werden und mit der neuen Technik könnten auch die Flüssigkeitsbeschränkungen zukünftig entfallen.

An den neuen Kontrollspuren könnten bis zu vier Fluggäste gleichzeitig ihr Handgepäck auflegen, außerdem würden weniger Wannen pro Passagier benötigt. Abgerundet werde das neue Kontrollkonzept durch ein vollautomatisches Wannenrückführsystem. Im Ergebnis würden die individuellen Wartezeiten somit deutlich verkürzt und die Passagierabfertigung beschleunigt. In der Pilotphase konnte der Passagierdurchsatz pro Kontrollspur um 160 Prozent im Vergleich zu den konventionellen Kontrollspuren gesteigert werden.

-rob- Bild: am

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Artemis-1
Start zum Mond

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Nachdem die ersten Startversuche der unbemannten Mondmission Artemis-1 wegen Technischer und Wetter-Probleme gescheitert war, hatte die NASA für Mittwoch, 16. November den nächsten Start vorbereitet und die Artemis-Rakete startete von der Raumfahrt-Station in Cape Canaveral/Florida aus ins All.

50 Jahre nachdem Menschen auf dem Mond gelandet sind, soll im Rahmen des „NASA-Artemis-Programms“ eine fast 100 Meter hohe Space Launch System-Rakete zum Mond geschossen werden und die Raumkapsel Orion in die Umlaufbahn eintreten. Dort soll die Raumkapsel wichtige Tests für geplante bemannte Flüge durchführen. Die Mission läuft unter dem Namen „Artemis-1“ und soll Exkursionen zum Mond einleiten. Das Raumschiff startet in Cape Canaveral unbemannt und wird mehrere Wochen im All sein, bis es danach wieder in die Erdatmosphäre eintritt und im Pazifik landen soll. Bei einer erfolgreichen Beendigung der Mission soll ein erster bemannter Test folgen, dann unter dem Namen „Artemis-2“. 2024 sollen mit der Mission „Artemis-3“ erstmals wieder Menschen auf dem Mond landen. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, ist jedoch noch unklar. Der Schubkraft nach, ist die Space Launch System-Rakete die leistungsstärkste Rakete, die von der Menschheit je gebaut wurde. Konkurrenz bekommt sie allerdings durch das Raumfahrtunternehmen „SpaceX“ von Elon Musk. Dieses entwickelte innerhalb kürzester Zeit eine eigene Riesenrakete. Der Erstflug lässt hier jedoch noch auf sich warten.

-ph- Bild: nasa

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Fly me
to the Moon!

Orion-Raumschiff ist startklar

.Europa liefert ‘Herz und Lunge’ für astronautische Mond-Missionen

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Das ESM besteht aus mehr als 20.000 Teilen und Komponenten

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Das Orion-Raumschiff der NASA wird in wenigen Tagen vom Kennedy Space Center in Florida, USA, zu seiner Mission zum Mond starten. Das von Airbus gebaute europäische Servicemodul (ESM) wird Orion im Rahmen der Artemis-Missionen der NASA auf dem Weg zu seiner Mondumlaufbahn und zurück antreiben. Airbus hat das ESM als Hauptauftragnehmer der Europäischen Weltraumorganisation entwickelt sowie gebaut und wurde mit der Herstellung von fünf weiteren ESM beauftragt.

Das ESM ist ein Schlüsselelement von Orion, dem Raumschiff der nächsten Generation, das Astronauten zum ersten Mal seit dem Ende des Apollo-Programms in den 1970er Jahren über die niedrige Erdumlaufbahn hinaus befördern wird. Das Modul sorgt für den Antrieb, die Energieversorgung und die Wärmeregulierung und wird die Astronauten bei künftigen Missionen mit Wasser und Sauerstoff versorgen. Das ESM ist unterhalb des Crew-Moduls installiert. Beide bilden zusammen das Orion-Raumschiff.

„Der Start des Orion-Raumschiffs der NASA mit dem europäischen Servicemodul hat 50 Jahre nach der letzten astronautischen Mondmission historische Bedeutung und ist ein weiterer großer Schritt hin zur Rückkehr von Menschen auf dem Mond. Das Programm schreitet nun voran und wir sind – gemeinsam mit unseren Kunden ESA und NASA sowie unserem Industriepartner Lockheed Martin Space – bereit für eine Rückkehr auf die Mondoberfläche im Jahr 2025“, so Jean-Marc Nasr, Leiter von Space Systems bei Airbus.

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Der Start des ersten Orion-Raumschiffs mit der neuen „Space-Launch System“-Rakete der NASA wird ohne Besatzung erfolgen und das Raumschiff mehr als 70.000 Kilometer über den Mond hinaus bringen, um seine Fähigkeiten zu demonstrieren. Artemis II, geplant für 2024 mit dem ESM-2, wird vier Besatzungsmitglieder ins Weltall und zurück zur Erde bringen. Ein Jahr später wird das ESM-3 dafür sorgen, dass eine weitere Orion-Kapsel die erste Frau sicher zum Mond bringt. Die im Rahmen der Artemis-Missionen entwickelten Technologien und gesammelten Erfahrungen werden für mögliche künftige Langzeitmissionen, beispielsweise zum Mars, von grundlegender Bedeutung sein.

Das ESM besteht aus mehr als 20.000 Teilen und Komponenten, von der elektrischen Ausrüstung über Triebwerke, Solarzellen, Treibstofftanks und Lebenserhaltungsmaterialien bis hin zu mehreren Kilometern Kabeln und Schläuchen. ESM ist ein Zylinder von etwa vier Metern Höhe und Breite. Es ist vergleichbar mit dem ebenfalls von Airbus gebauten „European Automated Transfer Vehicle“ (ATV 2008 – 2015) und verfügt über den charakteristischen vierflügeligen Solargenerator – mit 19 Meter Durchmesser im ausgeklappten Zustand – der genug Energie für zwei Haushalte erzeugt. Die 8,6 Tonnen Treibstoff des Servicemoduls können das Haupttriebwerk, acht Hilfstriebwerke und 24 kleinere Triebwerke für die Lageregelung antreiben.

Beim Start wiegt das ESM insgesamt etwas mehr als 13 Tonnen. Neben seiner Funktion als Hauptantriebssystem für das Orion-Raumschiff wird das ESM auch für das Manövrieren im Orbit und die Positionskontrolle zuständig sein. Außerdem versorgt es die Besatzung mit den zentralen Elementen der Lebenserhaltung – wie Wasser und Sauerstoff und regelt die Thermalkontrolle, während es an das Crew-Modul angedockt ist. Darüber hinaus kann das drucklose Servicemodul für die Aufnahme zusätzlicher Nutzlast eingesetzt werden.

Für die erste Landung auf dem Mond wird das Orion-Raumschiff an das internationale „Lunar Gateway“ andocken – eine Plattform in der Mondumlaufbahn, die eine nachhaltige Erforschung des Weltraums ermöglicht und die Präsenz der Menschheit im All ausweitet.

-ab- Bilder: airbus, nasa

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Hackroboter
ersetzt
Handarbeit
auf dem Ackerland

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Region Cham – Der Landkreis Cham unterstützt seit 2021 den Anbau und die Vermarktung von Feldgemüse in der Region. Mittlerweile bauen acht Landwirte im Rahmen des Projekts „Digitaler LandGenuss“ auf rund drei Hektar Fläche 40 verschiedene Gemüsearten an. Weil der Feldgemüsebau vor allem durch die mechanische Unkrautbekämpfung sehr arbeitsintensiv ist, hat der Landkreis Cham zusammen mit dem Biohof Simml, dem Maschinenring Cham und dem Unternehmen „Farming Revolution“ ein zweijähriges Pilotprojekt für den Einsatz eines „Hackroboters“ gestartet. Mit innovativer Technik, modernster Software und künstlicher Intelligenz soll der GPS-gesteuerte und autonom fahrende Roboter die schwierige Handarbeit einmal überflüssig machen. Unkraut wird per Bilderkennungssoftware identifiziert und mechanisch beseitigt.

-lacha- Bild: lacha

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Erdbeobachtungssatellit
„SARah-1“:
Aufklärungssystem für die Bundeswehr

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Der von Airbus im Unterauftrag der OHB System AG gebaute Erdbeobachtungssatellit „SARah-1“ wurde von Friedrichshafen ins kalifornische Vandenberg und von dort ins Weltall transportiert. „SARah“ ist ein neues, operationelles Aufklärungssystem bestehend aus mehreren Satelliten und einem Bodensegment, welches im Auftrag der deutschen Bundeswehr entwickelt wurde. Es ersetzt als Nachfolgesystem das sich im Einsatz befindliche „SAR-Lupe“-System und bietet deutlich erweiterte Fähigkeiten und eine deutlich größere Systemperformance.

Die Gesamtverantwortung für das vollständige System SARah liegt bei der OHB System AG in Bremen, als Hauptauftragnehmer, welche den Hauptvertrag gegenüber dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hält. Airbus ist Hauptunterlieferant. Die Architektur des Gesamtsystems „SARah“ besteht aus einem Raumsegment mit drei Radarsatelliten und einem Bodensegment, welches mit zwei Bodenstationen verbunden ist.

Airbus Defence and Space am Standort Friedrichshafen hat einen Satelliten mit neuester, höchstauflösender Radartechnologie entwickelt sowie einen Anteil für das gemeinsame Bodensegment zum Betrieb des eigenen Satelliten. Das Unternehmen ist ebenfalls für den Start der Rakete, die Kalibrierung und die Validierung dieses Radarsatelliten, mit abschließender In-Orbit Delivery, verantwortlich. Das von Airbus entwickelte und gebaute Radarinstrument basiert auf einer aktiven, phasengesteuerten Array Antenne und stellt eine Weiterentwicklung der sich bereits sehr erfolgreich im Betrieb befindenden Erdbeobachtungssatelliten „TerraSAR“, „TanDEM-X“ und „PAZ“ dar. Diese Technologie bietet die Vorteile einer sehr schnellen Ausrichtung und einer sehr flexiblen Formung des Antennenstrahls, um Bildmaterial in Rekordzeit zu liefern. Generell ermöglichen Radarsatelliten, sowohl mit passiver als auch mit aktiver Antennentechnologie, eine Beobachtung der Erdoberfläche unabhängig von der Tageszeit und der Wetterlage. Der von Airbus gebaute Satellit hat ein Gewicht von rund vier Tonnen und wurde von Vandenberg, Kalifornien, USA, gestartet. Der Start und die Inbetriebnahme (LEOP) des Satelliten wurden aus dem Kontrollzentrum von Airbus in Friedrichshafen betreut. Die anschließende Kalibrierung, Validierung und der Betrieb erfolgte aus dem Kontrollzentrum der Bundeswehr.

-ab- Bild: airbus

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Polar-Eis- und Schnee-
Überwachungsmission

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Die Polar-Eis- und Schnee-Überwachungsmission „CRISTAL“ (Copernicus Polar Ice and Snow Topography Altimetry) ist auf Kurs. Nach einem intensiven Prüfverfahren hat die Europäische Weltraumorganisation ESA bestätigt, dass der vorläufige Entwurf des Satelliten alle Systemanforderungen erfüllt. „CRISTAL“ wird ein fortschrittliches Multifrequenz-Höhenmessgerät tragen, das die Dicke des Meereises und die Höhe der Eisschilde messen wird – wichtige Indikatoren für den Klimawandel.

Der „CRISTAL“-Höhenmesser wird zum ersten Mal die Schneebedeckung der Eisschilde messen, was die Datenqualität im Vergleich zu seinem Vorgänger „CryoSat-2“ erheblich verbessern wird. Die Daten werden den maritimen Einsatz in den Polarmeeren unterstützen und zu einem besseren Verständnis der Klimaprozesse beitragen. Das PDR (Preliminary Design Review) wurde in einem neuen, stärker auf Zusammenarbeit ausgerichteten Format organisiert. In einem ersten Schritt haben über 60 ESA-Ingenieure vier Wochen lang ein umfassendes Datenpaket geprüft, das von mehr als 100 Ingenieuren unter der Leitung von Airbus erstellt wurde. In einem zweiten Schritt wurden die wichtigsten Ergebnisse in interaktiver Weise zwischen hochrangigen Experten der ESA und der Industrie intensiv diskutiert, bis die Überprüfung erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

„CRISTAL“ wird auch Anwendungen im Zusammenhang mit Küsten- und Binnengewässern sowie die Beobachtung der Meerestopographie unterstützen. Die Mission wird die langfristige Fortsetzung der Radaraltimetrie zur Aufzeichnung von Eishöhen und topografischen Veränderungen sicherstellen und damit an frühere Missionen – wie den „Earth Explorer CryoSat“ – der ESA anknüpfen, der ebenfalls von Airbus entwickelt wurde und zwölf Jahre lang, weit über seine geplante Lebensdauer hinaus, einwandfrei funktioniert hat. Die Überwachung der Kryosphäre ist für eine umfassende Bewertung, Vorhersage und Anpassung an Klimaschwankungen und -veränderungen unerlässlich.

Der 1,7 Tonnen schwere Satellit basiert auf einem bewährten, robusten Airbus-Satellitendesign, das auf dem Know-how von „Sentinel-6“ und „CryoSat“ aufbaut. Sechs fest installierte und zwei ausfahrbare Solararrays – mit insgesamt 18,6 Quadratmetern – sorgen dafür, dass „CRISTAL“ auf seiner driftenden polaren Umlaufbahn in 699 Kilometern Höhe über der Erde genügend Energie erhält. Der Speicher an Bord kann bis zu vier Terabit wissenschaftlicher Daten auf einmal speichern, so dass die Wissenschaftler während der siebeneinhalbjährigen Lebensdauer des Satelliten eine Fülle von Informationen erhalten.

Der Standort von Airbus Defence and Space in Friedrichshafen am Bodensee steht an der Spitze eines Industriekonsortiums, an dem Unternehmen aus 19 Ländern beteiligt sind, um das Projekt durchzuführen, darunter Thales Alenia Space, das den interferometrischen Radarhöhenmesser „IRIS“ liefert. Nach dem erfolgreichen „PDR“ ist das „CRISTAL“-Projekt nun auf dem Weg zur kritischen Entwurfsprüfung (Critical Design Review, CDR). Die Satellitenplattform und das Instrument werden dann im neuen, hochdigitalisierten Integrationszentrum bei Airbus in Friedrichshafen montiert und getestet. Der Start von „CRISTAL“ ist derzeit für das Jahr 2027 vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou geplant.

Über Copernicus
Die „Copernicus Sentinels“ sind eine Flotte von Satelliten im Besitz der EU, die eine Fülle von Daten und Bildern liefern sollen, die für das „Copernicus“-Umweltprogramm der Europäischen Union von zentraler Bedeutung sind. Die Europäische Kommission leitet und koordiniert dieses Programm, um das Umweltmanagement zu verbessern und so jeden Tag Menschenleben zu schützen. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ist für die Weltraumkomponente zuständig und entwickelt im Auftrag der Europäischen Union die Familie der „Copernicus-Sentinel“-Satelliten und stellt den Datenfluss für die „Copernicus“-Dienste sicher, während der Betrieb der „Copernicus-Sentinels“ der ESA und EUMETSAT, der Europäischen Organisation für die Nutzung von Wettersatelliten, übertragen wurde. Sechs neue Missionen wurden ausgewählt, um die Flotte der „Copernicus Sentinels“ zu ergänzen und die derzeitigen Fähigkeiten zu erweitern. Airbus leistet durch die Entwicklung und Herstellung von Satelliten, Instrumenten und Komponenten sowie die Erbringung damit verbundener Dienstleistungen einen industriellen Beitrag.

-am- Bild: Airbus

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18
Ariane-6-Starts
für „Kuiper-Konstellation“
von Amazon

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Die leistungsstärkste Version der Ariane 6, die Ariane 64, wird über einen Zeitraum von drei Jahren Satelliten der Projekt Kuiper-Breitbandkonstellation in den Orbit bringen. Arianespace und Amazon haben während des „International Space Symposium“ in Colorado Springs, in den USA, am 5. April den Abschluss eines historischen Vertrags über Startdienstleistungen bekannt gegeben. Im Rahmen des Vertrages wird Arianespace über einen Zeitraum von drei Jahren 18 Ariane-6-Starts vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana durchführen. Von den 18 geplanten Starts im Rahmen des „Projekts Kuiper“, werden 16 mit einer verbesserten Version der Ariane 64 durchgeführt werden.

Stéphane Israël, CEO von Arianespace, erklärte: „Dieser Vertrag, der größte, den wir je geschlossen haben, ist ein großer Moment in der Geschichte von Arianespace. Wir freuen uns, dass wir eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Amazons „Projekt Kuiper“ spielen dürfen, das darauf abzielt, Dutzende Millionen von Menschen mit dem Internet zu verbinden. Es wird auf dem europäischen Innovationsgeist, der industriellen Stärke und der langjährigen Erfahrung der Ariane-Partner aufbauen. Wir sind ungeheuer stolz darauf, dass Amazon die Ariane 6 für diese Aufgabe ausgewählt hat, und freuen uns über diesen Vertrauensbeweis für unsere neue Trägerrakete. Dieser Tag markiert einen entscheidenden Erfolg für das Ariane-6-Programm und seine gesamte Wertschöpfungskette in Europa.“

Arianespace ist bekannt für seine Kompetenz bei der Errichtung von institutionellen und kommerziellen Satelliten-Konstellationen. Für diesen Auftrag wird Arianespace die Ariane 64 einsetzen, die als leistungsstärkste europäische Trägerrakete hervorragend für den anspruchsvollen Aufbau von Konstellationen geeignet ist. Die Ariane 6, die demnächst in Betrieb gehen wird, tritt die Nachfolge der Ariane 5 als Schwerlastrakete von Arianespace an. Die Vielseitigkeit, die hohe Leistungsfähigkeit und die vorausgesetzte Zuverlässigkeit der Ariane 6 seien ausschlaggebend dafür gewesen, dass der Zuschlag für das „Projekt Kuiper“ erteilt wurde. Die Ariane 6 wurde von Anfang an so konzipiert, dass sie skalierbar ist und regelmäßig neue Technologien integrieren kann. Bei 16 der 18 Ariane-64-Starts kommen P120C-Feststoffbooster für noch mehr Leistung zum Einsatz. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung der Ariane 6 verbessert Arianespace regelmäßig die Leistung seiner Startlösungen und könne damit den Bedürfnissen institutioneller und kommerzieller Kunden noch besser gerecht werden. Finanziert und geleitet werden die Entwicklungen von der Europäischen Weltraumorganisation ESA, die Umsetzung erfolgt über ArianeGroup als Hauptauftragnehmer für das Ariane-6-Trägerraketensystem.

Die „Kuiper-Konstellation“ von Amazon soll in unversorgten und unterversorgten Regionen weltweit Breitbandinternet mit geringer Latenz und hoher Geschwindigkeit zu günstigen Preisen zur Verfügung stellen können. Privathaushalte, Schulen, Krankenhäuser, Unternehmen, Regierungen und Institutionen, die bisher nicht ausreichend versorgt waren, könnten bald über das „Projekt Kuiper“ vernetzt sein.

-as- Bild: as

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Große
Chancen
für Technologie
aus Bayern

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Region München – Wenige Monate vor dem Start der neuen europäischen Trägerrakete „Ariane 6“ besuchte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die ArianeGroup in Ottobrunn. In Bayern werden die Haupt- und Oberstufentriebwerke der „Ariane 6“ hergestellt, die 3D-gedruckt, wiederverwendbar und mit umweltfreundlichen Treibstoffen betrieben werden. „Wasserstoff wird künftig sehr wichtig. Denn in Verbindung mit Sauerstoff ist Wasserstoff ein hochwirksamer Treibstoff. Ich bin optimistisch, dass wir mit den Erkenntnissen zur Wasserstoffnutzung in der Raumfahrt auch die Luftfahrtbranche voranbringen werden“, so Aiwanger.

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Beim Gespräch über die europäischen Ariane6-Missionen v.l.:
André-Hubert Roussel (CEO der ArianeGroup),
Hubert Aiwanger (Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung, Energie)
und Pierre Godart (CEO der ArianeGroup GmbH Deutschland)

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Angesichts des Ausfalles der russischen Sojus-Raketen für die europäische Raumfahrt sieht Aiwanger große Chancen für die Technologie aus Bayern und Deutschland. „Ariane eignet sich beispielsweise als Trägerrakete für Galileo-Satelliten oder für die Weltraumteleskope Euclid und James Webb. Wir unterstützen deshalb konsequent die Hightech-Entwicklungen aus Bayern in der Raumfahrt. Gerade in den Bereichen Kommunikation sowie Klima- und Umweltforschung haben weltraumbasierte Anwendungen großes Potenzial. Europa braucht dafür verlässliche und nachhaltige Alternativen zu den russischen Sojus-Raketen. Mit dem europäischen Gemeinschaftsprojekt „Ariane 6“ haben wir in wenigen Monaten eine Trägerrakete mit H2-Technologie im Weltraumbahnhof Kourou am Start, die Europa einen unabhängigen Zugang zum Weltraum bietet.“

„Ariane 6“ ist ein im Jahr 2014 beschlossenes Programm der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Pierre Godart (CEO ArianeGroup in Deutschland) erläuterte beim Rundgang über das ArianeGroup-Gelände in Ottobrunn die Herausforderungen der Luft- und Raumfahrtindustrie. Am bayerischen Standort befindet sich das Entwicklungs- und Fertigungszentrum von Brennkammern, beispielsweise für „Ariane 6“. Darüber hinaus ist hier auch das Kompetenzzentrum für Wasserstoffantriebe angesiedelt.

„Mit dem Start der ersten Ariane wird die neue europäische Trägerrakete im Wettbewerb um kommerzielle und institutionelle Aufträge ganz vorne mitspielen. Angesichts der vielen Satelliten, die in naher Zukunft ins All geschossen werden, wird die Nachfrage nach der europäischen Trägerrakete steigen. Schon jetzt fördert Bayern mit der „Hightech Agenda Plus Bayern“ die Luft- und Raumfahrtindustrie als industriellen Schlüsselbereich, weil sie branchenübergreifend Innovationstreiber und Problemlöser von Alltagsherausforderungen darstellt“, erklärte Aiwanger.

So gibt es mit dem Bayerischen Raumfahrtforschungsprogramm „RaFo Bayern“ oder dem „ESA-Business Incubation Center Bavaria“ für raumfahrtaffine Start-Ups schon eine vielfältige Raumfahrtförderung in Bayern. Der Freistaat bietet im Bereich Luft- und Raumfahrt eine eng vernetzte Industrie- und Forschungslandschaft an. Neben Großforschungseinrichtungen – wie u.a. das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die Institute der Fraunhofer- und Max-Planck-Gesellschaft – stellen Zulieferer und Newcomer alle wichtigen Komponenten, von Microlauncher über Raketentriebwerken, Treibstoff, Bordcomputer und Elektronik bis hin zum Bau von Kleinstsatelliten, im Freistaat her.

-stmwi- Bild: Neureuther

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Aussetzung
der von Arianespace
und Starsem
durchgeführten
Soyuz-Launches

 

Das Unternehmen Arianespace respektiert die Sanktionen, die von der internationalen Gemeinschaft – Europäische Union, Vereinigte Staaten von Amerika und Vereinigtes Königreich – nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine beschlossen wurden. Im Rahmen des von den ESA-Mitgliedstaaten an Arianespace erteilten Mandats unterliegt der Betrieb der Soyuz-Trägerrakete von Europas Spaceport (CSG in Franösisch-Guyana) und von Baikonur (Kasachstan, über Starsem) den zwischenstaatlichen Abkommen zwischen Frankreich und Russland sowie den Abkommen zwischen den Raumfahrtbehörden ESA und Roscosmos.

Die Nutzung von Soyuz im CSG, die nach dem Ende der Sowjetunion begonnen hat, war bis jetzt von Erfolg gekrönt. Durch die einseitige Entscheidung von Roscosmos jedoch, sich aus dem CSG zurückzuziehen und alle Launches von Europas Spaceport abzusagen, wird sie nun in Frage gestellt. In der Folge wurden die nächsten Soyuz-Starts von Französisch-Guayana ausgesetzt. Die Soyuz-Trägerraketen und die Galileo-Satelliten wurden vor Ort in Sicherheit gebracht.

Der Launch ST38, der für die Firma „OneWeb“ in Baikonur durchgeführt werden sollte, wurde aufgrund der von Roscosmos zur Aufrechterhaltung des Betriebs gestellten Bedingungen bis auf weiteres verschoben. Arianespace wird gemeinsam mit seinen Partnern die Sicherheit der Anlagen und Geräte, die sich zur Zeit in Baikonur befinden, überwachen. Arianespace steht in engem Kontakt mit seinen Kunden, den Regierungen und Institutionen auf französischer und europäischer Ebene, um alle Folgen dieser Situation bestmöglich abzuschätzen und Alternativen zu entwickeln. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die in 2022 vorgesehenen „Ariane-5“- und „Vega“-Kampagnen nach Plan.

Als Nachfolger von „Ariane 5“ und „Vega“ werden „Ariane 6“ und „Vega C“ Europa einen autonomen und nachhaltigen Zugang zum Weltraum sichern. Arianespace ist vom Erfolg beider Trägerraketen überzeugt und hat sich dafür seit der Ministerkonferenz der ESA im Dezember 2014 in Luxemburg auf dem institutionellen Sektor in Europa und dem globalen kommerziellen Markt mit Nachdruck engagiert.

Über Arianespace
Um die Raumfahrt im Sinne eines besseren Lebens auf der Erde zu nutzen, bietet Arianespace Zugang zu Dienstleistungen und Lösungen für den Transport aller Arten von Satelliten institutioneller und kommerzieller Kunden in alle Umlaufbahnen an. Seit 1980 betreibt Arianespace bereits mehr als 1.100 Satelliten. Ab 2022 wird das Unternehmen die von der ESA entwickelten Trägerraketen der neuen Generation „Ariane 6“ und „Vega C“ betreiben. Arianespace verfügt neben dem Hauptsitz in Évry, Frankreich, über Niederlassungen am europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana sowie in Washington D.C., Tokio und Singapur. Arianespace ist eine Tochtergesellschaft von ArianeGroup, die 74 Prozent der Anteile hält. Die übrigen Anteile sind im Besitz von 15 weiteren Vertretern der europäischen Trägerraketenindustrie. ESA und die französische Raumfahrtagentur „Centre national d’études spatiales“ (CNES) sind im Verwaltungsrat vertreten, aber nicht stimmberechtigt.

-as-

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Pioniere
der Wasserstoff-
verbrennungstechnologie

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Airbus und CFM International, ein 50/50-Joint Venture zwischen GE und Safran Aircraft Engines, haben eine Partnerschaftsvereinbarung über die Zusammenarbeit in einem Wasserstoff Demonstratorprogramm unterzeichnet, das bis Mitte des Jahrzehnts startklar sein soll. Ziel des Programms ist es, als Vorbereitung auf die 2035 vorgesehene Inbetriebnahme eines emissionsfreien Flugzeugs einen mit Wasserstoff angetriebenen Direktverbrennungsmotor in Boden- und Flugtests zu erproben. Als Versuchsträger für die Demonstration wird eine A380 mit Flüssig-Wasserstofftanks eingesetzt, welche bei Airbus in Frankreich und Deutschland vorbereitet werden. Darüber hinaus definiert Airbus die Anforderungen an das Wasserstoffantriebssystem, betreut die Flugtests und stellt die A380-Plattform für den Test des Wasserstoffverbrennungsmotors in der Reiseflugphase bereit.

CFM International (CFM) wird die Brennkammer, das Treibstoffsystem und das Steuerungssystem eines PassportTM-Turbofan-Triebwerks von GE so modifizieren, dass es mit Wasserstoff betrieben werden kann. Das in den USA montierte Triebwerk wurde aufgrund seiner Größe, der modernen Turbomaschine und der Treibstoffdurchflusskapazität für dieses Programm ausgewählt. Es wird am Rumpfheck des Versuchsträgers montiert, um Triebwerksemissionen, einschließlich Kondensstreifen, getrennt von den Emissionen der Triebwerke die das Flugzeug antreiben, überwachen zu können. CFM wird im Vorfeld der A380-Flugtests ein umfangreiches Bodentestprogramm durchführen.

„Seit der Vorstellung des ZEROe-Konzepts im September 2020 ist das der wichtigste Schritt, den Airbus unternimmt, um eine neue Ära des Fliegens mit Wasserstoffantrieb einzuleiten“, so Sabine Klauke, Chief Technical Officer bei Airbus. Mit der Nutzung des Know-hows amerikanischer und europäischer Triebwerkshersteller zur Erzielung von Fortschritten bei der Entwicklung der Wasserstoffverbrennungstechnologie signalisiert diese internationale Partnerschaft eindeutig, dass es das erklärte Ziel der Branche ist, emissionsfreie Flüge zu ermöglichen.

„Die Wasserstoffverbrennung ist eine der grundlegenden Technologien, die wir im Rahmen des CFM RISE-Programms entwickeln und ausbauen. Durch die Bündelung der gesammelten Fähigkeiten und Erfahrungen von CFM, unseren Muttergesellschaften und Airbus haben wir wirklich ein Dream Team am Start, mit dem wir ein Wasserstoff-Antriebssystem erfolgreich unter Beweis stellen können“, betonte Gaël Méheust, President & CEO von CFM.

CFM ist wie Airbus bestrebt, das Versprechen einzuhalten, zu dem sich die Unternehmen mit der Unterzeichnung des Ziels der „Air Transport Action Group“ (Aktionsbündnis Luftverkehr) im Oktober 2021 verpflichtet haben – das Erreichen der Klimaneutralität der Luftfahrtbranche bis 2050 durch die Entwicklung und Erprobung der Technologie, die erforderlich ist, um emissionsfreie Flugzeuge innerhalb des ehrgeizigen Zeitrahmens Realität werden zu lassen. Airbus hat langjährige Geschäftsbeziehungen mit CFM und deren Muttergesellschaften GE-Aviation und Safran Aircraft Engines.

-airbus- Bild: airbus s.a.s

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Eröffnung
des Modulbaus
der Technischen Hochschule Ingolstadt

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Region Ingolstadt – Die Technische Hochschule (TH) Ingolstadt eröffnet am Hauptcampus einen neuen Gebäudekomplex mit Laboren, Hörsälen und Büros. Der Bau wurde mit Mitteln aus der milliardenschweren „Innovationsoffensive Hightech Agenda Bayern“ (HTA) finanziert und verbessert die Rahmenbedingungen für Forschung, Lehre und Wissenstransfer an der TH Ingolstadt weiter. Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wissenschaftsminister Bernd Sibler betonten bei der feierlichen Einweihung des Modulbaus vor Ort das Engagement der Bayerischen Staatsregierung für exzellente Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre.

„Mit dem KI-Knoten gehört Ingolstadt zur wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Halsschlagader Bayerns und ist erste Adresse für Mobilität. Wissenschaft gibt Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit. Wir schaffen Jobs der Zukunft für die nächste Generation“, so Söder. Wissenschaftsminister Bernd Sibler: „Die Zukunft unseres Landes hängt von unserer Innovationskraft ab. Schlüsseltechnologien wie KI, Quantencomputing, und SuperTech haben das Potenzial, die Welt von Morgen zu verändern. Sie werden unser Leben prägen – im positiven Sinn. In Bayern gestalten wir diese Entwicklung aktiv mit, und zwar mit herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und mit exzellenten Rahmenbedingungen. Wie in Ingolstadt investieren wir mit unserer „Hightech Agenda Bayern“ und ihrem Beschleunigungsprogramm „Hightech Agenda Plus“ bayernweit in Personal und Infrastruktur. Der Innovationsturbo ist gezündet. Wir holen die klügsten Köpfe in den Freistaat und schaffen den notwenigen Rahmen für ihre Arbeit. Dass der Modulbau an der TH Ingolstadt so schnell umgesetzt werden konnte, zeigt, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen, um diese Rahmenbedingungen noch weiter zu verbessern.“

„Wir danken der Bayerischen Staatsregierung für die Initiative der Errichtung von Modulbauten an bayerischen Hochschulen. Wir freuen uns, in Ingolstadt das erste dieser Gebäude einweihen zu können. Eine Bauzeit von unter neun Monaten zwischen Bodenaushub und Bezug und ein Qualitätsstandard, der dem von Regelbauten entspricht, sind herausragend. Das hilft uns, die durch das schnelle Wachstum bedingte Raumnot zu bewältigen“, so der Präsident der TH Ingolstadt, Prof. Dr. Walter Schober.

Im dem neuen Hochschulgebäude der TH Ingolstadt befinden sich Labore für die Studiengänge „Technisches Design“ und „Bio Electrical Engineering“, Hörsäle, Seminarräume und Büros sowie das sogenannte „Center of Entrepreneurship“, das alle Gründungsaktivitäten an der TH Ingolstadt koordiniert.

Ministerpräsident Söder und Wissenschaftsminister Sibler informierten sich beim Besuch auch über die beeindruckenden Fortschritte beim Aufbau des KI-Mobilitätsknotens „AImotion Bavaria“. Bereits 14 der 20 Professuren für Künstliche Intelligenz aus der „Innovationsoffensive Hightech Agenda Bayern“ sind besetzt, zusätzlich sind vier Professuren in Ausschreibung. „AImotion“ fokussiert das Thema KI auf drei Handlungsfelder: „Autonomes Fahren“, „Unbemanntes Fliegen“ und „Automobile Produktion“.

550 Millionen Euro aus HTA und HTA Plus für Bau und Sanierung
Der neue Modulbau wurde mit insgesamt über sechs Millionen Euro aus der „Hightech Agenda Bayern“ finanziert und in einer Rekordzeit von weniger als neun Monaten errichtet. Konzept, Errichtung und Qualität des Ingolstädter Modulbaus haben Modellcharakter für die schnelle und effiziente Schaffung von Räumlichkeiten an den Hochschulen in ganz Bayern, welche die Staatsregierung forciert. Allein von 2020 bis 2023 bringt die Staatsregierung 400 Millionen Euro aus dem Sanierungs- und Beschleunigungsprogramm der „Hightech Agenda Bayern“ für Gebäude auf. Hinzu kommen bis 2023 150 Millionen Euro für das Modulbauprogramm der „Hightech Agenda Plus“, über das zusätzlicher Raumbedarf gedeckt werden kann. Die Staatsregierung sorgt damit zusätzlich für gute Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre an den bayrischen Hochschulen.

-bsr- Bild: bsr

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Energiesystem
für zukünftige
Lunar Gateway-Station

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Airbus Crisa, eine Airbus Tochtergesellschaft, hat mit Northrop Grumma einen Vertrag über die Entwicklung des Energiemanagement- und – verteilungssystems für den „Habitation and Logistics Outpost“ (HALO) unterzeichnet. Airbus Crisa ist ein 1985 gegründetes spanisches Unternehmen, das elektronische Geräte und Software für Raumfahrtanwendungen und Engineering-Projekte für Bodenstationen entwickelt und herstellt. Es ist vollständig in Airbus Defence and Space integriert.

Die neue Lunar Gateway-Station, deren Start für 2024 geplant ist, wird zunächst aus zwei Modulen bestehen und in den darauffolgenden Jahren auf fünf Module erweitert werden. Die Station soll sowohl als Weltraumlabor als auch als logistische Zwischenstation für zukünftige Reisen zur Mondoberfläche und zum Mars dienen. Die beiden ersten Module tragen die Namen PPE und HALO. Das PPE (Power and Propulsion Element) verfügt über die Solarzellen, welche die Station mit Energie versorgen, sowie über Triebwerke, die eine stabile Umlaufbahn um den Mond ermöglichen.

HALO ist das Wohn- und Logistik-Modul, in dem die Astronauten während der geschätzten 40 Tage der ersten Missionen leben werden. „Dieser Auftrag im Wert von mehr als 50 Millionen US-Dollar ist unser erster Beitrag zum Gateway, welches den Mond umrunden wird und Teil des NASA Artemis-Programms zur Rückkehr zum Mond ist. Dies ist ein spannender Schritt, da Airbus Crisa das PMAD als modulares Standard-Energiemanagementsystem für alle künftigen Raumstationen und bemannten Fahrzeuge entwickelt. Wir haben eine bahnbrechende Lösung mit einem architektonischen Konzept entwickelt, das es in diesem Sektor noch nie gab. Damit legen wir den Grundstein für einen neuen internationalen Standard“, betonte Fernando Gómez-Carpintero, CEO von Airbus Crisa.

Das PMAD-System verfügt über vier Stromversorgungseinheiten und wird den Strom aus den Solarzellen des PPE verwalten. Er wird den Strom je nach Bedarf an die Bordgeräte und den Rest der Station verteilen und dabei stets die Sicherheit der Besatzung an Bord gewährleisten. Es wird das Lebenserhaltungssystem, die Innenbeleuchtung, die Kommunikationssysteme und die wissenschaftlichen Experimente mit Strom versorgen und sorgt dafür, dass die Batterie von HALO immer optimal geladen und einsatzbereit ist, wenn die Solar-Paneele nicht genügend Sonnenlicht erhalten. Das System muss auch die Transferfahrzeuge mit Strom versorgen, wenn diese andocken.

-ab- Bild: airbus

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James
Webb
Space
Telescope
auf einer 1,5 Millionen Kilometer langen Reise

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Am Samstag, 25. Dezember 2021 – um 9:20 Uhr Ortszeit – startete Ariane 5 vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana, um das unter Leitung der NASA und Partnerschaft mit der ESA sowie der kanadischen Raumfahrtagentur CSA entwickelte „James Webb Space Telescope“ in seinen Transferorbit zu bringen. 27 Minuten nach dem Start koppelte sich das Teleskop erfolgreich von der Trägerrakete ab. Die Reise des Teleskops in die Nähe des Lagrange-Punkts 2 (L2) wird 29 Tage dauern: Am dritten Tag beginnt die Entfaltung des Hitzeschilds; am 11. Tag wird der Sekundärspiegel in Position gebracht; am 13. oder 14. Tag wird der aus 18 sechseckigen Segmenten bestehende Hauptspiegel, der einen Durchmesser von 6,5 Metern hat, montiert; etwa 29 Tage nach dem Launch soll das Teleskop an seinem endgültigen Bestimmungsort in einer Entfernung von 1,5 Millionen Kilometern von der Erde angekommen sein.

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An der Entwicklung des Teleskops waren die drei Raumfahrtagenturen NASA, ESA und CSA beteiligt. Europa kam bei dieser Mission eine wichtige Rolle zu: Die ESA war für den mit der Ariane 5 durchgeführten Start zuständig und lieferte das von Airbus gebaute Spektrometer NIRspec, während die Astrophysik-Abteilung des Kommissariats für Atomenergie in Saclay und das Pariser Observatorium die Kamera MIRI entwickelten.

Das „James Webb Space Telescope“ ist das größte Weltraumteleskop, das jemals in den Weltraum geschickt wurde. „Die Mission „VA256“ kann als wichtigster Start des Jahrzehnts gelten. Es ist eine Ehre für Arianespace, diesen Start durchzuführen, der die Menschheit bei ihrem Wissen über das Universum einen gewaltigen Schritt voranbringen wird. Die Vorbereitung dieser Mission gemeinsam mit der NASA hat 20 Jahre in Anspruch genommen und es ist der dritte Start, den wir für die US-amerikanische Weltraumbehörde durchführen – ein Beweis dafür, wie gewinnbringend groß angelegte internationale Raumfahrtkooperationen sind. Ich möchte mich bei der ESA, der NASA und der CSA dafür bedanken, dass sie uns dieses überaus wertvolle Juwel anvertraut haben. Ein Launch morgens am Ersten Weihnachtstag, 42 Jahre nach dem Start der ersten Ariane hier in Kourou, ist ein großartiges Geschenk zum Jahresende an die Raumfahrt-Community, die heute anlässlich dieses Starts zusammengekommen ist. Ich möchte mich auch bei den Teams von Arianespace, ArianeGroup, Cnes und ESA bedanken, die ohne Unterlass und mit derselben Leidenschaft an diesem Erfolg gearbeitet haben“, erklärte Stéphane Israël, CEO von Arianespace.

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Als Nachfolger des „Hubble Space Telescopes“ wird das „Webb Space Telescope“ hundertmal leistungsstärker sein und über eine verbesserte Technologie verfügen, die es ermöglicht, 70 Prozent mehr Licht zu erfassen. Diese Innovationen werden der Wissenschaft völlig neue Beobachtungen der ersten Sterne und Galaxien ermöglichen, die nach dem Urknall entstanden sind. „Neben Rosetta und dem europäischen Raumtransporter ATV gehört dieser erneute Erfolg sicherlich zu den legendärsten Starts der Ariane 5 zur Erkundung des Weltraums. Ariane 5 ist die zuverlässigste Trägerrakete der Welt, und dennoch haben wir, zusammen mit allen, die zum Erfolg dieser Mission beigetragen haben, den Atem angehalten, als unser Launcher mit diesem Juwel der Wissenschaft abhob. Seine kostbaren Instrumente wurden von einer eigens angepassten Nutzlastverkleidung geschützt. Alle vorangegangenen Flüge waren auch eine Vorbereitung auf diesen hier, denn wir wussten, dass die Augen der ganzen Welt auf uns gerichtet sein würden. Es stehen nun noch fünf Starts mit der Ariane 5 aus, bevor sie endgültig in die Geschichte der Raumfahrt eingehen wird. Alle unsere Teams sind jetzt fest entschlossen, Ariane 6, die von Kourou erstmals in 2022 starten wird, zum nächsten großen Erfolg der europäischen Raumfahrt zu machen“, erklärte André Hubert Roussel, CEO von ArianeGroup.

Die Ingenieure von ArianeGroup und Arianespace haben mit ihren europäischen Industriepartnern für diese Mission spezifische Lösungen entwickelt, um die volle Kompatibilität der Trägerrakete Ariane 5 mit ihrem Passagier zu gewährleisten: So wurde eigens ein Adapter konzipiert und gebaut, um das Teleskop unterzubringen, das unter der Nutzlastverkleidung eine Höhe von 10,5 Metern und eine Breite von fast 4,5 Metern aufweist – nach Inbetriebnahme 21 Meter hoch und 14 Meter breit. Die Nutzlastverkleidung wurde einer Spezialreinigung unterzogen, um sicherzustellen, dass kein Staub mit dem Teleskop und seinen wertvollen Spiegeln in Berührung kommt. In der Nähe der Entleerungsventile wurden Kolben angebracht, um die Öffnung der Ventile zu erwirken und so den Unterschied zwischen dem Druck im Innenraum unter der Nutzlastverkleidung und dem Vakuum im Weltraum auf ein Minimum zu reduzieren.

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„James Webb Space Telescope“

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Um die Instrumente an Bord des Teleskops vor unerwünschten thermischen Effekten zu schützen, wurde die Flugsoftware so eingestellt, dass Ariane 5 ein spezielles Rollmanöver durchführte, mit dem die Sonneneinstrahlung nach dem Abwurf der Haube kontrolliert werden konnte. Um nach der Trennung des Teleskops von der Oberstufe der Trägerrakete jegliches Risiko einer Kollision zwischen beiden auszuschließen, wurden die verbleibenden Treibstoffe und Gase der Oberstufe für ein spezielles Manöver genutzt, das die Stufe nach dem Ende der Antriebsphase vom Teleskop entfernt. Die in hundert Ariane 5-Flügen erworbene Erfahrung gewährleistete die außerordentliche Präzision, mit der das Teleskop in die Umlaufbahn zum „Lagrange-Punkt 2“ eintreten konnte.

ArianeGroup ist Hauptauftragnehmer für die Entwicklung und Fertigung der Ariane-5- und Ariane-6-Trägerraketen. Das Unternehmen koordiniert ein industrielles Netzwerk von über 600 Unternehmen, darunter 350 kleine und mittlere Unternehmen. ArianeGroup koordiniert die gesamte industrielle Lieferkette für die Ariane 5 – von Studien über die Leistungsoptimierung und die Produktion bis hin zur Lieferung missionsspezifischer Daten und Software. Diese Kette schließt Ausrüstung und Strukturen, Triebwerksfertigung, die Integration der einzelnen Stufen sowie die Integration der Trägerrakete in Französisch-Guayana ein. ArianeGroup liefert eine betriebsfertige Trägerrakete auf der Startrampe an ihr Tochterunternehmen Arianespace, das im Auftrag seiner Kunden ab dem Start für den Flug verantwortlich ist. Ariane 5 ist ein Programm der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA, das in einer Kooperation zwischen öffentlichen Institutionen und der Industrie durchgeführt wird. Die von Arianespace vermarkteten und durchgeführten Ariane 5-Starts erfolgen vom Raumfahrzentrum Kourou in Französisch-Guayana mit Unterstützung durch Teams der französischen Raumfahrtbehörde CNES.

-ag- Bilder: ag

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100 Prozent
nachhaltiger
Kraftstoff
zeigt Perspektive für
Passagierflugzeuge

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Die weltweit erste Studie über die Auswirkungen von 100 Prozent nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) auf den Betrieb eines Verkehrsflugzeugs mit zwei Triebwerken zeigt vielversprechende erste Ergebnisse. Die Studie „Emission and Climate Impact of Alternative Fuels“ (ECLIF3) an der Airbus, Rolls-Royce, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie der SAF-Hersteller Neste beteiligt sind, untersucht anhand eines Airbus A350, wie sich der reine synthetische Kraftstoff auf Betrieb und Emissionen der beiden Trent XWB-Triebwerke von Rolls-Royce auswirkt. Dafür folgte das DLR-Messflugzeug Falcon 20E dem A350 in dessen Abgasstrahl. Die Emissionsmessungen im Flug sowie die Bodentests im Rahmen der Kampagne haben Anfang dieses Jahrs begonnen und wurden jetzt wieder aufgenommen.

Im April 2021 absolvierte die A350 drei Flüge über dem Mittelmeer, gefolgt vom DLR-Forschungsflugzeug Falcon 20E, das mit mehreren Sonden ausgestattet ist, welche die Emissionen auf Reiseflughöhe bis auf 100 Meter an den A350 heran messen. Bei den Tests verglichen die Forschenden die Emissionen von 100 Prozent SAF, das vom Projektpartner Neste aus hydroprozessierten Estern und Fettsäuren (HEFA) geliefert wird, mit denen von fossilem Kerosin und einer HEFA-Jet A-1-Kraftstoffmischung. Es wurden auch bodengestützte Emissionstests durchgeführt, um die Vorteile von SAF für die lokale Luftqualität zu quantifizieren.

Das Forschungsteam stellte fest, dass SAF unter allen getesteten Betriebsbedingungen der Triebwerke weniger Rußpartikel freisetzt als herkömmliches Kerosin. Dies zeigt das Potenzial für eine Verbesserung der Luftqualität in der Umgebung von Flughäfen sowie für eine geringere Klimawirkung durch Kondensstreifen. Darüber hinaus kann SAF dank seiner etwas höheren Energiedichte eine leichte Verringerung des Kraftstoffverbrauchs im Vergleich zu herkömmlichem Kerosin bewirken. Eine detaillierte Analyse durch das Forschungsteam erfolgt derzeit.

Das interdisziplinäre Team, dem auch Forscher des „National Research Council of Canada“ und der „University of Manchester“ angehören, plant die Ergebnisse bis 2023 in wissenschaftlichen Zeitschriften zu veröffentlichen. Die Ergebnisse der Studie werden die laufenden Bemühungen von Airbus und Rolls-Royce unterstützen, den Luftfahrtsektor für den groß angelegten Einsatz von SAF als Teil der umfassenderen Initiative zur Dekarbonisierung der Industrie vorzubereiten. Derzeit dürfen Flugzeuge nur mit einer bis zu 50-prozentigen Mischung aus SAF und herkömmlichem Kerosin
betrieben werden. Beide Luftfahrtunternehmen unterstützen die Zertifizierung von 100 Prozent SAF für den Flugbetrieb.

„Vorläufige Ergebnisse von Boden- und Flugtests, die in den letzten Monaten durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass die Partikelemissionen deutlich geringer sind, wenn 100 Prozent SAF den Standardtreibstoff ersetzt. Die Messung der Emissionen eines Flugzeugs während des Flugs ist wichtig, um die Triebwerksemissionen zu charakterisieren“, betonte Steven Le Moing, New Energy Programme Manager bei Airbus.

„Nachhaltige synthetische Kraftstoffe haben einen deutlich geringeren CO2-Fußabdruck als herkömmliches Kerosin und mittlerweile sehen wir, dass sie auch vorteilhaft sind, um die Nicht-CO2-Effekte zu reduzieren. Tests wie diese tragen dazu bei, reine nachhaltige Kraftstoffe, ihren Einsatz im Flug und ihr Potential für den Klimaschutz besser zu verstehen. Wir freuen uns auf die Ergebnisse der aktuellen Flugkampagne, die mit einem ersten Verfolgungsflug über dem Mittelmeer begonnen hat“, erklärte der DLR-Bereichsvorstand Luftfahrt Dr. Markus Fischer.

Simon Burr, Rolls-Royce Director of Product Development and Technology, Civil Aerospace: „Diese Forschung ergänzt die Tests, die wir bereits mit unseren Triebwerken am Boden und in der Luft durchgeführt haben, wobei sich keine technischen Hindernisse für den Betrieb unserer Triebwerke mit 100 Prozent SAF ergaben. Wenn wir den Langstreckenflugverkehr wirklich dekarbonisieren wollen, ist 100 Prozent SAF ein entscheidendes Element und wir setzen uns dafür ein, dass es für den Betrieb zertifiziert wird“.

Im Jahr 2015 führte das DLR bereits die ECLIF1-Kampagne durch, bei der alternative Kraftstoffe mit den beiden Forschungsflugzeugen Falcon 20E und A320 ATRA untersucht wurden. Diese Flugversuche wurden 2018 mit der ECLIF2-Kampagne fortgesetzt, bei der der A320 ATRA mit einem Gemisch aus Kerosin und bis zu 50 Prozent HEFA flog. Diese Forschung zeigte das vorteilhafte Emissionsverhalten von Kraftstoffmischungen mit bis zu 50 Prozent SAF und ebnete den Weg für die Testflüge mit 100 Prozent SAF für ECLIF3.

-am- Bild: s.ramadier

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Traglufthülle
am Radom
erfolgreich montiert

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Region Weilheim-Schongau – Am Industriedenkmal Radom in Raisting wurde die neue Traglufthülle erfolgreich montiert. Bei moderat-herbstlichen Klimabedingungen konnte die rund 5.300 Quadratmeter große Hülle innerhalb von 13 Stunden mit zwei Kränen und zahlreichen Industriekletterern, Monteuren sowie mit der Unterstützung örtlicher Handwerksbetriebe und der Feuerwehr Raisting eingebaut werden. Die alte Schutzhülle der imposanten Satellitenantenne im bayerischen Oberland war 2020 bei einem Sturm zerstört worden.

Der Einhub dauerte keine zwei Stunden, noch vor 9:00 Uhr schwebte die neue Hülle über der Antenne. Für das Ablassen und Befestigen der Hülle am Klemmring wurden weitere sechs Stunden benötigt. Nach der Überprüfung der Befestigungen, war das Aufblasen der Hülle dann innerhalb einer halben Stunde erledigt und ab 16:45 Uhr hatte Raisting sein Radom wieder auf der Flur in einem strahlenden Weiss stehen. Die Montage konnten am Sonntagabend abgeschlossen werden, als die letzten Kletterer und der Hebering des Krans, gegen 19:15 Uhr den obersten Punkt des Radoms mit Hilfe der zwei Kräne verlassen hatten.

„Wir freuen uns, dass alles so gut geklappt hat“, betonte René Jakob, Geschäftsführer der Radom Raisting GmbH. Man habe sich extrem gut vorbereitet und den Einhub üben können. „Die Kranführer und Industriekletterer haben einen tollen Job gemacht. Die Entscheidung, den Einhub am Samstag wegen des zunehmenden Windes abzubrechen und am Sonntag in aller Frühe gegen 06:00 Uhr, beim Vorbereitungsstand des Vortages erneut zu starten, hat sich als absolut richtig erwiesen“, so Jakob.

Die spektakuläre Montage wurde von zahlreichen Schaulustigen und der Presse aufmerksam verfolgt, und zwar mit dem nötigen Sicherabstand durch Absperrungen. Im Einsatz waren ein 200-Tonnen-Kran und ein 700-Tonnen-Kran. Der Größere hob die 10,5 Tonnen schwere Hülle über die 32 Meter hohe Antenne. Hier war von allen Beteiligten hohe Sorgfalt und Präzisionsarbeit gefragt, um weder die Antenne noch die Hightech-Schutzhülle zu beschädigen. Mit Hilfe des kleineren Krans breitete man die Hülle und die Hilfs-Konstrukte aus. In den folgenden Tagen wurde der „Schwimmring“ an der Hülle und die Schutzelemente an der Antenne angebracht. Der riesige aufblasbare Ring hatte den Zweck, Antenne und Hülle vor Beschädigungen beim Überstülpen zu schützen. „Wind und Wetter erschwerten diese Arbeiten ein wenig. Aber am Ende gelang uns auch eine Hängeprobe, um die Lastaufnahme zu justieren und die Symmetrie für den Einhub herzustellen“, resümierte der Radom-Geschäftsführer Jakob.

Die ursprüngliche Traglufthülle der Parabolantenne war 2020 bei einem Sturm zerstört worden. Auch wenn die Metallkonstruktion in der „hüllenlosen Zeit“ den Witterungseinflüssen recht gut widerstand, ist der Schutz durch die Hülle unverzichtbar. Das Radom wurde 1963 bis 1964 als fünfte Satellitenstation weltweit erbaut. Über die Anlage konnten die Bundesbürger 1969 die Mondlandung der Apollo 8-Raumfähre live verfolgen, auch die Olympischen Spiele 1972 in München übertrug man darüber in die ganze Welt. 1999 erhielt das Radom den Status „Industriedenkmal von nationalem Rang“. 2007 erwarb es der Landkreis Weilheim-Schongau. Die gemeinnützige Landkreis-Tochter „Radom Raisting“ GmbH ist der Betreiber. Geplant ist für eine künftige Nutzung, das Denkmal und die Ausstellung durch die Installation von Großprojektionen, für die Gäste attraktiver zu gestalten und dadurch auch ein breiteres Publikum anzusprechen.

„Das Radom in Raisting ist ein einzigartiges Industriedenkmal, dass es zu erhalten gilt. Daher engagieren wir uns dafür nach Kräften, denn das Radom ist eine prägende Landmarke in der Region und steht wie nichts Anderes als Symbol für die Verbindung zwischen Tradition und Moderne. Unser Ziel ist es jedoch, dass das Radom nicht nur ein lebloses Denkmal in der Landschaft ist, sondern durch eine gesellschaftsorientierte Nutzung – etwa als Eventlocation und Ausstellungsort – auch ein Teil des Lebens unserer Bürger wird. Die neue Hülle ist für diese künftige Rolle ein wichtiger Schritt“, betonte Andrea Jochner-Weiß, Landrätin des Landkreises Weilheim-Schongau.

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-am- Bilder: rrg

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