Alpenrand-Magazin Aktuelles

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KW 29 – 2024
15. – 21.07.2024

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Freien
klimagerechten
Warenverkehr
über den Brenner

gewährleisten

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Region Tirol/Südtriol/Bayern – Der EU-Binnenmarkt sei die Basis für Fortschritt und Errungenschaften der EU im wirtschaftlichen wie im sozialen Bereich. Der EU-Binnenmarkt sei aber nur so gut wie der freie Fluss des Warenverkehrs. Dem sollen auch die Transeuropäischen Netze dienen. Die Brennerstrecke sei eine Zentralachse des Güterverkehrs in Europa, erklärten kürzlich der Unternehmerverband Südtirol, die Industriellenvereinigung Tirol und die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Sie träten gemeinsam für einen klimagerechten freien Warenverkehr ein, der die Bedürfnisse der Bevölkerung, der Wirtschaft und der Umwelt gleichermaßen achte.

„Wir setzen uns für zukunftsgerichtete klima- und umweltgerechte Lösungen mit technologischen Innovationen ein. Bei regulativen Eingriffen besteht die Gefahr, dass ihre Auswirkungen in der Praxis nicht im Sinne der Nachhaltigkeit sind, da sie den Verkehr weniger effizient werden lassen, indem sie zusätzliche Kosten und Umweltverschmutzungen – gegebenenfalls an anderer Stelle in Europa – verursachen. Es ist eine Tatsache, dass der stetig zunehmende alpenquerende Verkehr aufgrund der besonderen Topografie des Unterinntals eine große Belastung für die Bevölkerung darstellt. Für Tirol ist der Transitverkehr eine besondere Herausforderung. Wir sind uns deshalb darin einig, dass der Schutz von Umwelt, Klima und Gesundheit zu Recht einen hohen Stellenwert in Europa haben muss. Eine erfolgreiche Verkehrs-, Umwelt-und Klimapolitik muss im Verbund mit allen europäischen Partnern realisiert werden. Dies muss konstruktiv, im Sinne der Menschen, der wirtschaftlichen Zukunft, der Umwelt, des einheitlichen Wirtschaftsraums Europas und der guten Nachbarschaft in der Region erfolgen. Wir treten gemeinsam für nachhaltige Maßnahmen ein, mit denen ein umweltgerechter Alpentransit gewährleistet wird und der den europäischen Gedanken verwirklicht. Wir stehen zu einem zügigen Ausbau der Schieneninfrastruktur und setzen uns jeweils auf nationaler Ebene mit Nachdruck dafür ein. Wir müssen bei den Kapazitäten von Schienenstrecken und Terminals ansetzen: Der Nord- und der Südzulauf zum Brennerbasistunnel müssen schnellstmöglich realisiert werden, die Anbindung der Terminals in Deutschland, ltalien und Österreich kurzfristig verbessert und ihre Kapazität erweitert werden. Zusätzlich ist auch der Neubau von Terminals insbe- sondere in Regionen mit TEN-Netz-Kreuzungen anzugehen. Auch auf den bestehenden Trassen ist in der Übergangszeit noch eine gewisse Verlagerung möglich. Um Potenziale aufzudecken und zu nutzen, müssen die Anforderungen der verladenden Wirtschaft möglichst präzise bekannt sein und die Möglichkeiten des Schienengüterverkehrs transparent gemacht werden. Auch der Zulauf auf der Straße darf nicht behindert werden. Hier setzt die vbw mit ihren Workshops zum klimafreundlichen Güterverkehr an, die auch Unternehmen aus Tirol und Südtirol offenstehen. Es muss ferner auf eine Harmonisierung der strukturellen und organisatorischen nationalen Vorschriften im Schienenverkehr hingewirkt werden. Die Wirtschaft braucht verlässliche Termine und Kapazitäten. Personen- und Güterverkehr müssen noch besser aufeinander abgestimmt werden. Dabei kann in Betracht kommen, einen bestimmten Anteil der Trassenkapazitäten ausschließlich dem Güterverkehr zur Verfügung zu stellen“, betonte der Unternehmerverband Südtirol, die Industriellenvereinigung Tirol und die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft.

Entwicklungen bei Nutzfahrzeugen technologieoffen nutzen
Die technische Entwicklung bei Nutzfahrzeugen habe in den letzten Jahren zu einer erheblichen Absenkung der Emissionen geführt. Einen enormen Sprung habe die Entwicklung von EURO V zu EURO VI gebracht; solche Verbesserungen müssten honoriert werden. Mittlerweile hätten es auch emissionsfreie Fahrzeuge bis zur Marktreife gebracht. Der Wirtschaftsverkehr leiste schon heute einen deutlichen Beitrag zur Senkung der Luftschadstoffkonzentration, und die Emissionen würden noch einmal deutlich sinken, wenn es mit den richtigen Rahmenbedingungen – insbesondere einer Tank- bzw. Ladeinfrastruktur – gelinge, auch den Straßengüterverkehr schrittweise auf alternative Antriebstechnologien umzustellen. Es müssten sowohl eine ausreichende Wasserstoffinfrastruktur als auch Ladeinfrastruktur für E-Mobilität zügig und grenzüberschreitend aufgebaut werden. Auch flankierende Maßnahmen, wie beispielsweise die Erzeugung von Erneuerbaren Energien/Wasserstoff an der Strecke, könnten einen wichtigen Beitrag leisten. Synthetische Kraftstoffe dürften ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden. Industrielle Wettbewerbsfähigkeit und Klimapolitik stärkten sich gegenseitig. Die Unternehmen seien Teil der Lösung für die ökologischen Herausforderungen. Den größten Beitrag zur Reduzierung der Schadstoffemissionen hätten nicht Verbote, sondern technologischer Fortschritt und innovative Lösungen geleistet.

10-Punkte-Plan vom 25. Juli 2019 schneller umsetzen
Der am 25. Juli 2019 zwischen dem damaligen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und dem bayerischen Verkehrsminister Hans Reichhart mit dem österreichischen Verkehrsminister Andreas Reichhardt und dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter vereinbarte 10-Punkte-Plan weise in die richtige Richtung, um die Probleme mittelfristig anzupacken. Bei der Umsetzung sei allerdings eine deutliche Beschleunigung erforderlich. Dies gelte insbesondere für die Förderung des Kombinierten Verkehrs, beispielsweise durch eine bessere Anbindung der Güterverkehrsterminals an die Brennerstrecke, ein intelligentes Lkw-Leitsystem 2.0 und die Planungsbeschleunigung des Nordzulaufs zum Brennerbasistunnel.

Kurzfristige Eingriffe auf das Nötigste reduzieren
Sofern bis zur Fertigstellung der lnfrastrukturprojekte Eingriffe zum Schutz von Umwelt und Gesundheit unabdingbar seien, müssten sie in jedem Fall geeignet sein, die Emissionen nachhaltig zu senken und den hohen Stellenwert der Warenverkehrsfreiheit in Europa weiter zu gewährleisten. Die bisherigen Maßnahmen – „Dosierung“ der Durchfahrten für Lkw, Ausweitung des sektoralen Fahrverbotes, Verschärfung des Nachtfahrverbotes auch für Lkw mit der besten Schadstoffklasse – stellten eine große Belastung für die Wirtschaft in Südtirol und Bayern dar. Sie verlagerten den Verkehr auf die Nachbarländer und würden neben der regionalen Wirtschaft auch dem kontinentalen Warentransport schaden. Staus und stockender Verkehr produzierten zusätzliche Umweltbelastungen. Vor dem Hintergrund anstehender Sanierungsmaßnahmen in Österreich würden sogar weitere Beschränkungen diskutiert. Dies gelte es zu vermeiden.

Unmittelbar könnte bereits eine Verkürzung des bestehenden Nachtfahrverbots – etwa bis 03:00 Uhr – eine spürbare Verbesserung bringen. Damit würde insbesondere in den Tagen nach einer Blockabfertigung eine Entzerrung erreicht, ohne zugleich die Bevölkerung über Gebühr zu belasten. Angesichts der anstehenden Sanierungsarbeiten der Lueg-Brücke könnte eine zeitgleiche Aufhebung des Nachtfahrverbots für Lkw der besten Schadstoffemission mit zusätzlicher Geschwindigkeitsbegrenzung die zusätzliche Umweltbelastung durch Stau und stockenden Verkehr erheblich reduzieren.

Gemeinsam an Lösungen arbeiten
Zusammenfassend seien folgende Maßnahmen anzugehen: Die EU ist für die Gewährleistung eines freien Warenverkehrs verantwortlich und müsse auf eine Harmonisierung der strukturellen und organisatorischen nationalen Vorschriften im Schienenverkehr hinwirken. Gleichzeitig sollte sie im Zusammenspiel mit den Mitgliedstaaten, aber auch mit der Schweiz, dafür sorgen, dass eine ausreichende Infrastruktur für alternative Antriebstechnologien zügig aufgebaut werde.

Deutschland und Italien müssten eine schnellere Realisierung der jeweiligen Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel anstreben. Deutschland und Bayern, Österreich und Tirol müssten gemeinsam den 10-Punkte Plan vom 25. Juli 2019 deutlich schneller umsetzen. Die Wirtschaft entwickele nicht nur laufend technologische Verbesserungen, sie stehe auch jederzeit mit ihrer Expertise für die Mitwirkung an der Erarbeitung praxisgerechter Lösungen zur Verfügung. Ein Beispiel sei das im Auftrag der vbw von der „LKZ Prien GmbH“ durchgeführte Projekt „Klimafreundlicher Brennertransit“, gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, in das auch Südtirol und Tirol eingebunden wurden. Weitere Vorhaben dieser Art, etwa Modellprojekte für einen klimagerechten Alpentransit, seien jederzeit vorstellbar.

Appell an Tirol
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter und Südtirols Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider sorgen sich um die bisher sehr gute Zusammenarbeit der drei Regionen Bayern, Südtirol und Tirol bei der Suche nach gemeinsamen Lösungen beim alpenquerenden Verkehr. So seien die gemeinsamen Verhandlungen mit Tirol über das Nachtfahrverbot am Brenner ins Stocken geraten und die Informationspolitik in Bezug auf wichtige Sanierungsmaßnahmen und deren Auswirkungen auf Bayern und Südtirol verlaufe nicht zufriedenstellend.

Bernreiter zeigte sich enttäuscht, dass bisherige Vereinbarungen nicht eingehalten wurden und appelliert an Tirol: „Unsere gemeinsamen Pläne für das digitale Verkehrsmanagement in Form eines „Slot-Systems“ können nur gelingen, wenn sich Tirol endlich beim Nachtfahrverbot bewegt. Im Sinne einer weiteren guten Zusammenarbeit fordere ich Tirol auf, hier endlich an den Verhandlungstisch zurückzukehren.“ Südtriols Landesrat Alfreider ergänzte: „Unser Vorstoß für das digitale Verkehrsmanagement hatte als Hauptziel das Gemeinsame im Blick, also eine Korridorpolitik aller drei Länder”.  Gerade wenn sich die Nationalstaaten kaum bewegen würden, sei der regionale Schulterschluss umso wichtiger, so Alfreider, „weil wir näher an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort sind und die Sicherheits- und Umweltaspekte genau kennen.”

Einen Dialog vermisst Bayerns Verkehrsminister auch bei großen Sanierungsmaßnahmen wie etwa an der Luegbrücke: „Solche langwierigen Projekte haben auch Auswirkungen auf uns als Nachbarregion. Leider erfahren wir immer nur aus der Zeitung und über Dritte, was gerade geplant wird und welche Auswirkungen es haben wird. Ich erwarte mir hier eine bessere Informationspolitik von Seiten Tirols. Gemeinsame Lösungen kann es nur geben, wenn wir an einem Strang ziehen. Die Bereitschaft Tirols dazu vermisse ich leider aktuell.“

In eine ähnliche Kerbe schlägt Alfreider: „Wir hatten und haben auf technischer Ebene oft wichtige Ansätze für die Verbesserung der grenzüberschreitenden Mobilität, wie zum Beispiel bei der Potenzierung der Eisenbahn oder dem Datenaustausch. Wir müssen die Maßnahmen gemeinsam bis zum Ende planen und umsetzen.” Denn diese Herausforderungen seien außergewöhnlich und erforderten deshalb einen technischen Ansatz und einer gemeinsamen Kommunikation. Alles andere bringe nur zusätzliche Probleme.

Bayern und Südtirol wollen am bisherigen Dialogverfahren festhalten und auch die Pläne für das digitale „Slot-System“-Verkehrsmanagement weiter vorantreiben. Auch, wenn hier eine Lösung ohne die Nationalstaaten nicht möglich sei, müssten Tirol, Südtirol und Bayern weiter zusammenhalten, um das bestmögliche Ergebnis für die Menschen in den drei Regionen zu ermöglichen.

-ibw, bstmb-

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Erster
energieautarker
Mobilfunkmast

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Region Bayern – Ein Mobilfunknetzbetreiber hat in der Oberpfalz den ersten energieautarken Mobilfunkmasten Bayerns in Betrieb genommen. Im Berger Ortsteil Sindlbach im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz versorgt künftig eine PV-Anlage sowie eine Biomethanol-Brennstoffzelle einen Funkmast mit regenerativem Strom. Es ist bundesweit erst die zweite Anlage dieser Art. „Der Mobilfunkausbau muss auch auf dem Land und in abgelegenen Gebieten weiter vorankommen. Innovative Lösungen wie energieautarke Funkmasten sind deshalb eine sehr gute Ergänzung, gerade in infrastrukturschwachen Gegenden. Die Kombination aus Photovoltaik, Akkus und Brennstoffzelle ist ein Vorbild für viele andere Standorte. Allein 2023 sind fast 500 Funkstandorte neu errichtet worden“, erklärte der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Ferner unterstütze das bayerische Wirtschaftsministerium im ganzen Freistaat die Kommunen beim Bau von Mobilfunkmasten mit einem eigenen Förderprogramm. Mit 35 Förderanträgen und 17 aktiven Förderbescheiden belegt die Oberpfalz jeweils den ersten Platz in Bayern. Davon sind sechs Masten bereits errichtet. Insgesamt sollen in der Oberpfalz dieses Jahr noch fünf bayerische Fördermasten errichtet werden. Auf die Oberpfalz folgen Niederbayern mit 31 Förderanträgen und zehn aktiven Förderbescheiden sowie Oberbayern mit 25 Förderanträgen und zehn aktiven Förderbescheiden.

-bstmwi- Bild: Quirin Leppert

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Achenseebahn
weiter mit
Volldampf
unterwegs

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Region Tirol – Die für den Betrieb jeder Eisenbahn notwendige Konzession wurde nun vonseiten des Bundes für die Achenseebahn
für den maximal möglichen Zeitraum von zehn Jahren verlängert. Somit stehe der Fahrt der renovierten historischen Loks „Hannah“, „Georg“ und „Theodor“ bis zum Jahr 2034 aus rechtlicher Sicht nichts im Wege. „Die Achenseebahn ist auch zum 135. Jubiläum der Bahn immer noch ein Highlight für Einheimische und Gäste aus Nah und Fern“, so Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel.

Vergangenes Jahr nutzten über 62.000 Fahrgäste die Gelegenheit zur Ausfahrt mit der ältesten Dampfzahnradbahn Europas, um die rund sechs Kilometer lange Strecke von Jenbach nach Seespitz zurückzulegen. Auch diesen Sommer sollen wieder Eisenbahn- und Naturbegeisterte aus aller Welt begrüßt werden, seit Betriebsbeginn Ende April wurden bereits um die 21.000 Fahrgäste gezählt. Im Jahr 2021 haben das Land Tirol, die Marktgemeinde Jenbach, die Gemeinden Eben am Achensee und Achenkirch sowie die Zillertaler Verkehrsbetriebe die damals insolvente Dampfzahnradbahn übernommen und wieder auf die Schiene gebracht. Der Pro-Kopf-Umsatz konnte seitdem deutlich gesteigert werden. Bezahlt macht sich auch die enge Zusammenarbeit der anno 1889 gegründeten Eisenbahngesellschaft mit der Achenseeschifffahrt mit abgestimmten Fahrplänen und einem verfügbaren Kombi-Ticket.

-lt- Bild: Land Tirol

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HaSi-Fest
2024

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Region Bayern – Dieses Jahr dürfen sich wieder alle großen und kleinen Freunde des „HaSi-Festes“ in Hausham im oberbayerischen Landkreis Miesbach freuen. Es erfolgt am Samstag, 20. Juli 2024 ab 13:00 Uhr in der Geißstraße. Eröffnet wird es mit den Fanfarenbläsern der Faschingsgesellschaft Crachia und der Begrüßungsrede von Bürgermeister Jens Zangenfeind. Mit dabei sind unter anderem Kinder des Kindergartens Regenbogen, die Faschingsgesellschaft Crachia sowie der Agatharieder und Schlierachtaler Trachtenverein, welcher einige Tanz- und Showvorführungen auf der Bühne zeigt. Ein weiterer Höhepunkt dürfte wohl die Aktion von Bürgermeister Jens Zangenfeind und Dekan Michael Mannhardt sein, welche sich unter Aufsicht der Bergwacht aus luftigen Höhen abseilen werden.

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Ferner können Interessierte an Kirchenführungen teilnehmen und ihr Glück bei der Tombola versuchen. Die kleinen Besucher und Besucherinnen werden beim Kinderschminken in Löwen, Mäuschen oder lustige Clowns verwandelt. Für flotte Musik und prächtige Stimmung ist neben der BigBand der Musikschule Schlierach-Leitzachtal und DJ Philip Steinraths ab 19:00 Uhr Erich Kogler mit Band zuständig. Natürlich sorgen auch dieses Jahr die Vereine mit Schmankerln für die kulinarischen Aspekte.

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Freuen sich über zahlreiche HaSi-Fest-Besucher v.l.:
Jens Zangenfeind, Bürgermeister der Gemeinde Hausham und stellvertretender Landrat des Landkreises Miesbach;
Dr. Christian Baur, Vorstand des Haushamer Gewerbevereins; sowie Carolin Schmid, Philip Steinraths und Stefan Lammel

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-am- Bilder: am

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Pilz-
sammelgebühr
angepasst

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Region Südtriol – Pilzesammeln ist in Südtirol grundsätzlich nur an geraden Kalendertagen in der Zeit von 7:00 bis 19:00 Uhr und außerhalb von Schutzgebieten erlaubt – in enigen Gemeinden gilt Sammelverbot. Außerhalb der eigenen Wohnsitzgemeinde muss eine Gebühr entrichtet werden. Diese fließt in die Gemeindekassen; damit sollen Forstwege instand gesetzt werden. Die letzte Erhöhung dieser Gebühr geht auf das Jahr 2007 zurück. Kürzlich hat die Südtiroler Landesregierung die Erhöhung von 8 auf 10 Euro beschlossen. Wer die Gebühr bezahlt, darf ein Kilogramm Pilze pro Person sammeln.
Kostenlos dürfen Pilze in der eigenen Wohnsitzgemeinde gesammelt werden, und zwar zwei Kilogramm pro Kopf und Tag. Auf eigenem Grund darf man immer Pilze sammeln, aber nicht mehr als drei Kilogramm pro Person und Tag. Der Südtiroler Landesforstdienst ist damit beauftragt, Kontrollen durchzuführen und nötigenfalls Strafen zu verhängen.

„Wir wissen, dass viele Südtirolerinnen und Südtiroler und auch Gäste gern Pilze sammeln – das soll niemandem genommen werden. Ich appelliere an alle, sich an die Regeln zu halten und sich respektvoll gegenüber dem Lebensraum Wald zu verhalten – der Wald geht uns alle an“, erklärte der Südtrioler Land- und Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher. Stöcke, Spaten und ähnliches gehörten nicht zur Ausrüstung eines Pilzesammlers. Pilze seien ein wichtiges Element im Ökosystem. „Das, was wir von den Pilzen sehen, ist nur ein kleiner Teil dieses Lebewesens, das rein biologisch weder Pflanze noch Tier ist. Die sichtbaren Pilze sind der Fruchtkörper, wichtig für das Ökosystem ist das Pilzmyzel, das Geflecht unter der Erde. Ein Steinpilz kann unter der Erde auch 100 Quadratmeter Pilzmyzel haben“, betonte Mykologe Stefan Burger vom Forstinspektorat Welsberg.

Es gibt drei Arten von Pilzen: Parasiten, sogenannte Totholzzersetzer, gemeinsam mit anderen schließen sie den Nährstoffkreislauf, indem sie absterbende Reste im Wald mineralisieren und so zu neuen Nährstoffen für die Pflanzen machen, und Symbionten, sie gehen eine Symbiose mit anderen Pflanzen ein. „Wer Pilze sammelt, sollte zur eigenen Sicherheit nur jene Pilze mitnehmen, die er wirklich kennt. Alle anderen Pilze sollten stehen bleiben – auch wenn sie für den Menschen ungenießbar sind, können sie für Rehe, Füchse oder andere Lebewesen Nahrung sein. Alle Infos und die Vorlage für die Einzahlung der Pilzgebühr sind auf der Homepage des Südtiroler Landesforstdienstes ersichtlich.

-lpast-

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Rückwirkende
Erweiterung
des Pauschalvertrags
mit der GEMA

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Region Bayern – Gute Nachrichten für das Ehrenamt: Dank einer Neuregelung zur Übernahme der GEMA-Gebühren von ehrenamtlichen Organisationen profitieren rückwirkend zum 1. Januar 2024 nicht mehr nur eingetragene und gemeinnützige Vereine vom Pauschalvertrag des Freistaates mit der GEMA, sondern alle Organisationen, die gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen. Dazu zählen beispielsweise: Feuerwehren, Sport- und Schützenvereine, Hilfsorganisationen und Kulturvereine. Darüber hinaus sind nunmehr vier statt bisher zwei Veranstaltungen pro Jahr kostenfrei, bei einer Erhöhung der Veranstaltungsfläche von 300 auf 500 Quadratmeter.

„Es ist mir wichtig, dass wir durch die Erweiterung des Pauschalvertrags mit der GEMA unsere große Wertschätzung gegenüber allen ehrenamtlichen Organisationen noch stärker zum Ausdruck bringen können: Mehr Organisationen, welche die Vorteile nutzen können, mehr mögliche Veranstaltungen, eine größere Veranstaltungsfläche – das kommt allen ehrenamtlich Engagierten zugute“, so Bayerns Ehrenamtsministerin Ulrike Scharf.

GEMA-Gebühren fallen durch das zu schützende Urheberrecht bei Musikveranstaltungen an. Seit Unterzeichnung des Pauschalvertrags mit der GEMA im vergangen Jahr übernimmt der Freistaat Bayern bereits Kosten von Musikveranstaltungen ehrenamtlicher Organisationen. Diese Entlastungen wurden nun ausgeweitet. Von den Neuerungen erfasst werden alle seit 1. Januar 2024 durchgeführten und bei der GEMA angemeldeten Veranstaltungen, welche die neuen Kriterien erfüllen.

-stmas-

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Seefest Tegernsee 2024

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100 Jahre
Haus der Natur

Region Salzburger Land – Am 15. Juli 1924 öffnete das „Museum für darstellende und angewandte Naturkunde“ in der ehemaligen Hofstallkaserne, wo sich heute das Große Festspielhaus befindet, erstmals seine Türen. Zum runden Jubiläum wurde kürzlich die Sonderausstellung „Natur begreifen – 100 Jahre Haus der Natur“ in Salzburg eröffnet. Das Haus der Natur als Universalmuseum der Naturwissenschaften zählt zu den bekanntesten im gesamten deutschen Sprachraum. Mit einer Ausstellungsfläche von mehr als 7.000 Quadratmetern ist es das größte Museum Salzburgs. Seit 1959 am heutigen Standort im ehemaligen Ursulinenkloster wuchs es beständig mit Reptilienzoo, Weltraumhalle, Aquarium und zuletzt dem Science Center.

Seit mittlerweile einem ganzen Jahrhundert steht das Haus der Natur Salzburg für Bildung, Wissenschaft und Faszination für die Wunder unseres Planeten und darüber hinaus. „Wir sind stolz auf diese Institution und ihre unermüdliche Arbeit, Wissen nachvollziehbar zu vermitteln sowie Jung und Alt für den Schutz unserer Umwelt zu begeistern“, betonte Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer beim sommerlichen Festakt und gratulierte den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund um Direktor Robert Lindner für das tatkräftige Engagement.

„Natur begreifen“ zeigt Highlights aus 100 Jahren
Das Jubiläum bot Anlass, die Depots des Museums nach erhaltenen historischen Ausstellungsobjekten zu durchforsten und diese vor den Vorhang zu holen, sie haben bis heute ihre Faszination nicht verloren. Die überraschenden Präparate, Bewegungsmodelle, der Gläserne Mensch oder vergrößerte Pflanzenzellen zeigen eine „virtuelle“ Realität und wurden teilweise schon in den 1920er-Jahren erfunden und gebaut. Sie sind in der Sonderschau „Natur begreifen – 100 Jahre Haus der Natur“ zu bewundern.

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In der Sonderausstellung „Natur begreifen“ v.l.:
Kuratoriumsvorsitzender Josef Schöchl; Salzburgs Bürgermeister Bernhard Auinger,
Salzburgs Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer und Museumsdirektor Robert Lindner.

-ls- Bild: Haus der Natur

 

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Festtage
zur
Fahnenweihe

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Region Bayern – Der Auftakt der Festtage zur Fahnenweihe des Heimat- und Volkstrachtenvereins Schmid von Kochel & Bodenschneid Waakirchen-Hauserdörfl e.V. – im oberbayerischen Landkreis Miesbach – wurde am Eröffnungsabend mit dem Bierfassanstich eingeläutet, was von Georg Noha, 1. Vorstand des Vereins, mit Bravour durchgeführt wurde. Obwohl dies Nohas erster Fassanstich war, genügten ihm lediglich drei Schläge, um dann „O ́zapft is“ zu verkünden und das Fest offiziell zu eröffnen. Mit von der Partie waren unter anderem Norbert Kerkel, Bürgermeister der Gemeinde Waakirchen; Jens Zangenfeind, Bürgermeister der Gemeinde Hausham und stellvertretender Landrat des Landkreises Miesbach; Ingo Mehner, Bürgermeister der Stadt Bad Tölz; Josef Bierschneider Bürgermeister des Bergsteigerdorfs Kreuth sowie Bernhard Schäfer, Bürgermeister der Gemeinde Valley sowie Josef Hartel, Altbürgermeister der Gemeinde Waakirchen und Andreas Hallmannsecker Altbürgermeister der Gemeinde Valley. …weiterlesen

-am- Bilder: am

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Weiterhin
Abschussverordnungen
für Wölfe

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Region Tirol – Im Herbst 2022 hat das Landesverwaltungsgericht Tirol dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) auf Basis eines Abschussbescheids aus dem Jahr 2022 mehrere Rechtsfragen zur Auslegung der derzeit geltenden FFH-Richtlinie für eine so genannte Vorabentscheidung übermittelt. Der EuGH hat am Donnerstag, 11.7.2024 in einem Urteil beschlossen, dass die Wolfsjagd auch in Österreich verboten bleibt.

„Die Entscheidung des EuGh hat keine unmittelbaren Auswirkungen auf Tirol, bringt aber leider auch keine Erleichterungen. Die Abschussverordnungen haben sich bewährt und diesen Weg werden wir konsequent weitergehen. Unter Anlegung eines strengen Prüfmaßstabes können wir weiterhin Schad- und Risikowölfe entnehmen. Unsere Verordnungen sind Einzelfallentscheidungen, die auf sauberen Rechtsgrundlagen und Fachgutachten basieren und die Besonderheiten unserer Almwirtschaft berücksichtigen“, stellte der Tiroler Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler in einer ersten Reaktion fest.

Die Entscheidung verdeutliche aus Sicht des Landes Tirol, dass es bei der FFH-Richtlinie großen Änderungsbedarf gebe. „Wir fordern die EU-Kommission und das Europäische Parlament auf, den Schutzstatus zu senken und erwarten uns hier mehr Tempo. Der Wolf ist nicht vom Aussterben bedroht und gehört reguliert wie jedes andere Wildtier auch“, betonte Geisler. In einem nächsten Schritt unterziehen Rechtsexpertinnen und Rechtsexperten des Landes Tirol die EuGh-Entscheidung einer Detailanalyse.

-lt-

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Tourismus
Architektur
Preis
„artouro 2024“

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Region Bayern – Architektonischen Mut, planerische Weitsicht beim Gestalten von Gebäuden mit touristischem Nutzen wie beispielsweise Hotels, Gesundheitseinrichtungen oder Kulturbauten: dafür stehe der „artouro“ – der bayerische Tourismus-Architektur-Preis. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung hat Ministerialdirigent Dr. Johann Niggl, Abteilungsleiter Tourismus, den „artouro 2024“ gemeinsam mit Professorin Lydia Haack, Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, und der Geschäftsführerin der Bayern Tourismus Marketing GmbH, Barbara Radomski, verliehen. Ausgezeichnet wurde das Projekt „Geöffnete Wände: Neugestaltung Diözesanmuseum, Freising“, eingerichtet von der Brückner & Brückner Architekten GmbH. Das Vorzeigeprojekt aus der oberbayerischen Domstadt Freising überzeugte eine unabhängige neunköpfige Fachjury aus Architekten, Touristikern und Reisejournalisten mit einer Kombination an architektonischer Exzellenz und touristischem Mehrwert. Es konnte sich gegen 52 Mitbewerber durchsetzen, genauso wie gegenüber fünf weiteren Nominierten.

Mit einer Nominierung für den „artouro 2024“ ausgezeichnet worden sind:
Kulturhof Stanggass, Bischofswiesen; einreichendes Architekturbüro: Arc Architekten Partnerschaft mbB aus Bad Birnbach.
Tourist-Information und Museum, Karlstadt; einreichendes Büro: Architekturbüro Wiener + Wolff aus Karlstadt.
Ziegelturm, Berching; einreichendes Büro: KÜHNLEIN Architektur aus Berching.
Diringlo, Ohlstadt; einreichendes Büro: 1-line-architecture GmbH aus München.
Restrukturierung Markt am Elisabethplatz in München; einreichendes Büro: bogevischs buero architektur & stadtplanung GmbH aus München.

„Die Rahmenbedingungen, unter denen Tourismus stattfindet, haben sich im Laufe der Zeit deutlich verändert. Damit eine Destination für Reisende attraktiv ist und zugleich einen Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort bietet, braucht es Erlebnisse abseits vom Alltag, ohne die Anforderungen an Klimagerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit aus dem Auge zu verlieren. Diese Komplexität zu würdigen, ist erklärtes Ziel des artouro“, so Professorin Lydia Haack, Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer. Barbara Radomski, Geschäftsführerin der Bayern Tourismus Marketing ergänzte: „Gute Architektur und Baukultur sind eine der Triebfedern für den Tourismus in Bayern. Das Zusammenspiel von beeindruckenden Landschaften und herausragenden Bauwerken, historisch wie modern, verleiht der Region ein unverwechselbares Gesicht und macht sie zu einem Anziehungspunkt für Gäste aus aller Welt und Einheimische gleichermaßen.“

Der „artouro – Tourismus-Architektur-Preis“ ist bundesweit die einzige staatliche Auszeichnung für herausragende Tourismusarchitektur. Der Preis wurde im Jahr 2011 ins Leben gerufen. Er richtet sich an Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, die Auftragnehmer des eingereichten Projektes sind. Teilnahmeberechtigt sind auch Bauämter und Baubehörden. Streng genommen ist auch der fünfte „artouro“ im Jahr 2024 eine Premiere: Zum ersten Mal haben die Bayerische Architektenkammer und die Bayern Tourismus Marketing den begehrten Tourismus-Architektur-Preis zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft. Forsten und Tourismus vergeben.

-bstmelf-

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Europameisterschaft
im Extrem-Hindernislauf:
Spartaner kämpfen um Gold, Silber und Bronze

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Region Salzburger Land – Nach etlichen internationalen Bewerben finden im September erstmals europäische „Spartan-Titelkämpfe“ in Salzburg statt. Bei einem Spartan-Rennen, einem extremen Hindernislauf, sind Kraft und Ausdauer wichtig. Vom 6. bis 8. September 2024 kämpfen rund 4.500 internationale und nationale Athletinnen und Athleten im Pinzgau bei den europäischen Titelkämpfen um Gold, Silber und Bronze. Die Europameisterschaftsstrecke für das „Spartan Race“ in Zell am See-Kaprun gilt mit 21 Kilometern, 30 Hindernissen und 2.000 Höhenmetern als die härteste der Welt. Sie führt vom Maiskogel-Parkplatz in Kaprun, um den Klammsee, hinauf zur Dreiwallnerhöhe am Maiskogel und wieder zurück. Für Hobbysportler, Kinder und Jugendliche werden Wettbewerbe mit kürzeren Distanzen geboten.

„Bis zu 4.500 Athleten, rund 25 Prozent davon sind Frauen, aus 40 Nationen kommen in den Pinzgau. Mit diesen europäischen Titelkämpfen bewährt sich unser Land einmal mehr als Ausrichter von Sport Großveranstaltungen – egal ob im Sommer oder im Winter. Die Veranstaltung bringt aber nicht nur eine finanzielle Wertschöpfung für die Region, sondern liefert auch imposante und einzigartige Bilder dieser spektakulären Sportart“, betonte Landesrat Martin Zauner.

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Freuen sich auf das Großereignis v.l.:
Martin Zauner, Landesrat des Landes Salzburg; Domenik David, Bürgermeister der Gemeinde Kaprun;
Manuel Resch, Tourismus-Geschäftsführer Zell am See-Kaprun;
Veranstalter Helge Lorenz sowie teilnehmende Athleten.

-ls- Bild: Zell am See-Kaprun Tourismus

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Digitale
Souveränität
im Cyberraum sicherstellen


Region Bayern – Künstliche Intelligenz hat zwei Gesichter: Sie eröffnet einerseits faszinierende Chancen, andererseits dient sie kriminellen Akteuren im Cyberraum als Werkzeug für ihre Angriffe. Sie können damit beispielsweise gezielt nach IT-Sicherheitslücken suchen oder Phishing-Mails erzeugen. Umgekehrt eigne sich KI auch als Technologie zur Abwehr solcher Angriffe – indem sie zum Beispiel verdächtige Muster im Datenverkehr erkennt und die Ressource Mensch entlastet. Das Forschungsinstitut CODE an der Universität der Bundeswehr München verbindet Forschung, Wirtschaft und Verwaltung bei der Erforschung und dem Einsatz solcher Methoden.

Staatsminister Dr. Fabian Mehring hob in seiner Rede auf der CODE-Jahrestagung dessen Bedeutung für die Sicherheit von Menschen und Unternehmen in Bayern hervor: „Der Staat muss seine Bürger nicht nur im physischen, sondern auch im Cyberraum schützen. Neben Kriminellen sind dort zunehmend auch Staaten aktiv, um unsere Demokratie und deren Werte gezielt zu attackieren. Welche zentrale Rolle der Cyberraum selbst im physischen Krieg spielt, erleben wir derzeit in der Ukraine. Wir müssen darum alle Kräfte bündeln, um diesen existenziellen Herausforderungen besser begegnen zu können. Darum bin ich froh und stolz, dass wir in Bayern auf die Expertise des Forschungsinstituts CODE zurückgreifen können – denn es ist ein einzigartiges System im Bereich IT- und Cybersicherheit, das Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Behörden zusammenbringt. Aufbauend auf dieser Expertise wollen wir unsere Fähigkeiten im Bereich Cybersicherheit konsequent ausbauen und unsere Technologie Abhängigkeit von anderen Ländern verringern. Hier geht es um nichts weniger als unsere digitale Souveränität. Die Lehre aus unserer Abhängigkeit vom russischen Gas muss lauten, uns auf den digitalen Märkten der Zukunft nicht einzig auf Global Player aus Asien und den USA zu verlassen. Stattdessen brauchen wir eine Art europäischen „Cyber-Airbus“ für das KI-Zeitalter, also die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Tech-Ökosysteme, um die digitale Zukunft selbst mitgestalten zu können.“

KI sei auch deshalb eine zentrale Säule der „Hightech Agenda Bayern“ und der „Hightech Agenda Plus“. Mit dem Programm „KI-Transfer-Plus“ sowie einem bayerischen Innovationsbeschleuniger will Digitalminister Mehring den Rückenwind der bundesweit einzigartigen Technologieoffensive für die Digitalwirtschaft im Freistaat nutzbar machen. Zeitgleich hat das Staatsministerium für Digitales zahlreiche Cybersicherheits-Initiativen gestartet. Allen voran die von Mehring initiierte „Bayern-Allianz gegen Desinformation im digitalen Raum“. Wie Mehring verkündete, soll das europaweite Vorzeigeprojekt aus München im nächsten Schritt für Organisationen und Institutionen der Zivilgesellschaft geöffnet und vom Bayerischen Institut für Digitale Transformation fachwissenschaftlich begleitet werden.

Die „Allianz für Digitale Kompetenzen“ – ein Zusammenschluss des Bayerischen Digitalministeriums mit in Bayern ansässigen digitalaffinen Unternehmen – stellt kostenfreie Bildungsangebote für mehr Digitalkompetenz zur Verfügung.

Über das Forschungsinstitut CODE:
Das Forschungsinstitut CODE an der Universität der Bundeswehr München betreibt universitäre Grundlagen- und anwendungsnahe Forschung sowie Technologie-Entwicklung in den Themenfeldern Cyber Defence, Smart Data und Quantum Technology. Ziel ist es, technische Innovationen und Konzepte zum Schutz von Daten, Software und Systemen interdisziplinär zu erforschen und zu entwickeln. Die CODE Jahrestagung fand am 10. und 11. Juli 2024 unter dem Motto „Gemeinsam mit KI gegen neue Cyber-Bedrohungen“ auf dem Campus der Universität der Bundeswehr München statt.

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Wetterprognosen

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Region Südtriol –  Das neue Wettermodellprogramm „ICON“ (icosahedral non‐hydrostatic) ist das Ergebnis mehrjähriger internationaler Zusammenarbeit. Zu den ICON-Partnern gehören u.a. MeteoSchweiz, die Eidgenössische Technische Hochschule ETH Zürich, der Deutsche Wetterdienst DWD, das Max-Planck-Institut für Meteorologie, das Karlsruher Institut für Technologie KIT und das Deutsche Klimarechenzentrum. ICON verwendet ein innovatives Dreiecksgitter, das eine gleichmäßigere und höhere Auflösung ermöglicht; achtmal pro Tag werden Vorhersagen mit einer Maschenweite von 1,1 Kilometern für die nächsten 33 Stunden berechnet. „Wettermodelle berechnen Vorhersagen durch dreidimensionale Computersimulationen der atmosphärischen Veränderungen in den kommenden Stunden und Tagen: Die neue Niederschlagsvorhersage ICON ersetzt das bisher genutzte Wettermodell COSMO und steigert die Zuverlässigkeit und Effizienz der Prognosen in Südtirol“, betonte der stellvertretende Direktor der Südtiroler Agentur für Bevölkerungsschutz Willigis Gallmetzer. „Vor allem im Alpenraum, wo lokale Wetterereignisse wie etwa Gewitter häufig vorkommen, benötigen diese Modelle eine sehr hohe räumliche Auflösung“, erklärte die Direktorin des Landesamtes für Meteorologie und Lawinenwarnung Michela Munari.

ICON bringe eine Vielzahl von Vorteilen mit sich, darunter eine genauere Nachbildung der Topografie, die zu einer höheren Genauigkeit und Qualität in der Wettervorhersage beitrage, sowie effizientere Rechenprozesse. Die Daten der Südtiroler Wetterstationen und des Niederschlagsradars am Gantkofel werden dabei für die Initialisierung und Verifikation des Modells verwendet. ICON ist öffentlich als Open-Source zugänglich und auf der Homepage des Landeswetterdienstes wetter.provinz.bz.it/niederschlagsvorhersage verfügbar. Auch die App „Wetter Südtirol“ wird in Kürze entsprechend angepasst.

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Ausbau
der Ganztags-
kinderbetreuung

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Region Bayern – Zum Schuljahr 2026/2027 tritt der Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung von Kindern im Grundschulalter schrittweise in Kraft. Bei der Umsetzung und beim Ausbau der Plätze werden die Kommunen intensiver unterstützt. Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf und Kultusministerin Anna Stolz haben dazu Eckpunkte vorgelegt, mit denen sie den Städten, Märkten und Gemeinden bei der Umsetzung des Ganztagsausbaus weitere Unterstützung bieten.

Die Eckpunkte des Pakets im Überblick:
Zusätzlich zur Investitionskostenförderung gibt es für jeden zusätzlich geschaffenen Platz eine Ausstattungspauschale in Höhe von 1.500 Euro. Damit können beispielsweise Möbel, Spielgeräte oder Küchen finanziert werden. Das bayerische Landesförderprogramm sieht eine einheitliche Platzpauschale zur Förderung der Investition in Höhe von 6.000 Euro vor. Diese Pauschale erhalten nun auch Plätze, die unter Schulaufsicht stehen oder in Kombieinrichtungen angesiedelt sind. Bislang lag hier die Förderpauschale bei 4.500 Euro. Diese Platzpauschale wird zusätzlich zur regulären Förderung nach dem BayFAG bzw. dem Schulfinanzierungsgesetz geleistet. Die Förderung von Um- und Erweiterungsbauten im Hortbereich wird erleichtert, indem die Bagatellgrenze auf 50.000 Euro halbiert wird. Außerdem wird zukünftig eine gleichzeitige Förderung durch das bayerische Holzbauförderprogramm ermöglicht. Die viertägigen Angebote unter Schulaufsicht (offener, gebundener Ganztag und Angebote der Mittagsbetreuung) werden nun auf fünf Tage während der Schulwochen ausgeweitet. Zur Finanzierung der Betriebskosten werden Bundesmittel in voller Höhe an die Kommunen weitergegeben. Die Kommunen erhalten organisatorische Unterstützung bei der Umsetzung der Ferienbetreuung, u.a. bei der Durchführung von Bedarfsabfragen in den Schulen.

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Zwischen Worten
und Gipfeln:
Neue Ausstellung über Sepp Forcher

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Region Salzburger Land – Wer auch nur annähernd bergbegeistert ist, kommt in Österreich und speziell in Salzburg an einem Namen nicht vorbei: Sepp Forcher. Vielen war er bekannt als „der bärtige Mann mit Hut und Strickjacke vom Klingenden Österreich“ und als Alpinist mit herzberührender Leidenschaft. Weniger bekannt war seine Seite als Autor und Schriftsteller. Die neue Dauerausstellung „Sepp Forcher: Zwischen Worten und Gipfeln“ beleuchtet eben auch diesen Aspekt im Leben der österreichischen Legende.

Auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe vor dem Besucherzentrum der Hochalpenstraße fand kürzlich die Eröffnung der Ausstellung statt. Im Mittelpunkt steht dabei sein filmisches Schaffen. „Was er in 200 Folgen Klingendes Österreich uns allen nahegebracht hat, ist diese unfassbare Schönheit unseres Landes, seine große Vielfalt aber auch Reichhaltigkeit der Kultur. Und das hat er mit einer Wertschätzung, Zuneigung und Liebe gemacht, dass diese Sendung zu einem bleibenden Kulturgut geworden ist“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer bei der Eröffnung.

Rund 200 persönliche Exponate
Neben den Filmaufnahmen sind auch hunderte Objekte von Sepp Forcher und seiner Frau Heli – beide sind 2021 in nur geringem Abstand verstorben – in der Ausstellung zu sehen. „Als wir vor über zwei Jahren bekannt gaben, eine Ausstellung über Sepp Forcher zu machen, haben sich Persönlichkeiten aus Graz, Wien, dem Pinzgau und dem Mölltal gemeldet, die etwas beitragen wollten. Dinge an denen sie persönliche Erlebnisse mit Sepp Forcher festmachen. Er hat die Jungen begeistert und die Alten fasziniert. Ich glaube, das können wir hier in der Ausstellung gut erklären anhand von 200 Exponaten aus seinem persönlichsten Bereich“, so Johannes Hörl, Vorstand Großglockner Hochalpenstraßen AG.

Infos zur Ausstellung
Wo: Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, End- und Höhepunkt der Großglockner Hochalpenstraße.
Wann: Täglich von 10:00 – 17:00 Uhr geöffnet.
Eintritt: Wie zu allen anderen Ausstellungen entlang der Großglockner Hochalpenstraße ist der Eintritt zu den Ausstellungen auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe frei.

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Klimafreundlich
essen lernen

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Region Bayern – Dass die zunehmende Erderwärmung das ökologische Gleichgewicht durcheinanderbringt, ist unstrittig; ebenso, dass Bereiche wie Mobilität und Bauen, aber auch das Produzieren von Nahrungsmitteln dabei eine große Rolle spielen. Zum Allgemeinwissen zählt ebenfalls, dass der Ausstoß von CO2 gesenkt werden muss. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus neues Unterrichtsmaterial zum Thema „Ernährung“ entwickeln lassen, und zwar die „Lernkiste – Ernährung in Zeiten des Klimawandels“.
Die Lernkiste zielt darauf ab, dass Schüler sich der Auswirkung ihrer Ernährung auf Natur und Umwelt, auf die Struktur des ländlichen Raumes und ihre Gesundheit bewusst werden.

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Anti-
diskriminierungsbericht

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Region Tirol – Alle zwei Jahre veröffentlichen die Antidiskriminierungsbeauftragten des Landes Tirol einen Tätigkeitsbericht. Dort werden die erhaltenen Anfragen und Beschwerden sowie Empfehlungen zur Erhöhung der Diskriminierungsfreiheit festgehalten. Nach dem letzten Bericht aus dem Jahr 2020/2021 liegt nun der neue Antidiskriminierungsbericht für die Jahre 2022 und 2023 vor. „Vor fast 20 Jahren wurde das Tiroler Antidiskriminierungsgesetz für das Land und die Gemeinden beschlossen. Es ist wichtig, dass wir gemeinsam daran arbeiten, Zugänge diskriminierungsfrei für alle zu gestalten. In einer vielfältigen Gesellschaft sollen alle Menschen, unabhängig von Merkmalen wie Geschlecht, Alter oder Behinderungen, dieselben Chancen haben“, erklärte der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle.

Als Antidiskriminierungsbeauftrage ist seit 2006 Isolde Kafka bestellt, die seit 1998 auch die Funktion der Gleichbehandlungsbeauftragten für die Landesverwaltung innehat. Die stellvertretende Antidiskriminierungsbeauftragte ist Daniela Friedle. Isolde Kafka leitet die Servicestelle Gleichbehandlung und Antidiskriminierung, die das Land Tirol 2018 als unabhängige und weisungsfreie Anlaufstelle einrichtete. „Die Servicestelle bietet vertrauliche und kostenlose Beratung, Unterstützung und Information zu Fragen betreffend Gleichbehandlung und Antidiskriminierung und führt, wo notwendig, Vermittlungsverfahren durch. Zugleich trägt sie durch Bewusstseinsbildung dazu bei, dass Diskriminierungen möglichst von vornherein vermieden werden“, so Kafka.

Behinderungen als häufigster Diskriminierungsgrund
Im Berichtszeitraum von 2022 bis 2023 nahmen 210 Personen Kontakt mit den Antidiskriminierungsbeauftragten auf. Insgesamt wurden über 680 Kontakte verzeichnet. Die meisten Beratungen erfolgten zum Thema „Diskriminierung aufgrund von Behinderungen“. Weitere Diskriminierungserfahrungen betrafen die ethnische Zugehörigkeit, das Geschlecht, die Weltanschauung oder das Alter. Um die Betroffenen schnell, bürokratisch und kompetent beraten zu können, ist die Servicestelle nicht nur innerhalb der Landesverwaltung, sondern auch mit den Gemeinden sowie im Antidiskriminierungsrecht Tätigen in Tirol und ganz Österreich vernetzt.
Um den gleichberechtigten Zugang zu digitalen Inhalten sicherzustellen, gibt es in der Servicestelle Gleichbehandlung und Antidiskriminierung die Ombudsstelle für barrierefreies Internet. Einen Schwerpunkt in den vergangenen Jahren bildete der Bereich Sensibilisierung.

Monitoringausschuss überwacht Umsetzung der Behindertenrechtskonvention
Teil des Antidiskriminierungsberichts ist auch die Arbeit des Tiroler Monitoringausschusses. Er überwacht die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention in Tirol und will damit die umfassende Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen und politischen Leben sicherstellen. Das sechzehnköpfige Gremium aus Expertinnen und Experten mit Behinderungen sowie aus dem Bereich Wissenschaft und Menschenrechte feiert heuer sein zehnjähriges Bestehen. Seit 2014 gab es 15 öffentliche Sitzungen, 68 interne Versammlungen sowie zahlreiche Stellungnahmen und Empfehlungen. Mehr Informationen zur Servicestelle „Gleichbehandlung und Antidiskriminierung“: www.tirol.gv.at/gleichbehandlung

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Staatsehrenpreis
für das
Metzgerhandwerk

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Region Bayern – Bayerns Ernährungsministerin Michaela Kaniber hat kürzlich die zehn besten Metzgereien Bayerns mit dem Staatsehrenpreis für das bayerische Metzgerhandwerk ausgezeichnet. Die Medaillen und Urkunden überreichte sie bei einem Festakt im historischen Hubertussaal in Schloss Nymphenburg. „Der Preis ist eine verdiente Anerkennung für Ihre langjährige, handwerkliche Spitzenleistung. Sie haben eindrucksvoll bewiesen, dass Sie zu den allerbesten Ihres Fachs gehören. Nur durch fachmännisches Know-how, handwerkliches Können und Präzision ist es möglich, ein solch hohes Qualitätsniveau zu erreichen und zu halten. Darauf können Sie stolz sein“, so Kaniber.

Bereits zum zwölften Mal wurde der „Bayerische Staatsehrenpreis für das Metzgerhandwerk“ in Zusammenarbeit mit dem Landesinnungsverband für das bayerische Fleischerhandwerk verliehen. Grundlage für die Auswahl sind die Ergebnisse des sogenannten „MetzgerCups“ der vergangenen fünf Jahre. Der „MetzgerCup“ stellt eine jährliche freiwillige Qualitätsprüfung dar. Dafür kann jeder Metzger aus dem Freistaat ausgewählte Wurst- und Fleischwaren anmelden. Erfahrene Fleischermeister, Veterinäre und Fleischtechniker bewerten die Proben sensorisch und optisch. Insgesamt hatten sich heuer 162 Betriebe und vier Berufsschulen für die Teilnahme qualifiziert.

Das bayerische Metzgerhandwerk nimmt im Freistaat eine herausragende Stellung ein: Jeder vierte deutsche Fleischerhandwerksbetrieb arbeitet und bildet in Bayern aus. Mit 2.833 handwerklichen Metzgereien, rund 38.000 Beschäftigten und 34 stationären Verkaufsstellen pro 100.000 Einwohner zählen die Metzger mit den bayerischen Bäckern zu den größten Branchen des Ernährungshandwerks im Freistaat. Das Landwirtschaftsministerium unterstütze das Metzgerhandwerk mit zahlreichen Maßnahmen: Die Palette reicht von Förderprogrammen wie der „Marktstrukturförderung“ und der Stärkung der „Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse“ bis hin zur gemeinsamen Imagewerbung der bayerischen Ernährungshandwerker, um mehr Auszubildende zu gewinnen.

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Lernstands-
erhebungen

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Region Südtriol – Kürzlich wurden in Rom die Ergebnisse der „Lernstandserhebungen des INVALSI“ (Istituto nazionale per la valutazione del sistema educativo di istruzione e di formazione) vorgestellt, die im Frühjahr dieses Jahres durchgeführt worden waren. Die Präsentation des Ergebnisberichts zum Kompetenzerwerb der Schüler und Schülerinnen erfolgte in der Abgeordnetenkammer in Rom.

Lernstandserhebungen an den deutschsprachigen Schulen in Südtirol
Aufgrund der sprachlichen und kulturellen Besonderheiten weicht das Bildungsmonitoring an den deutschsprachigen Schulen in Südtirol von jenem des restlichen Staatsgebietes ab. Im Schuljahr 2023/24 erfolgten an den Schulen mit deutscher Unterrichtssprache Lernstandserhebungen in den Abschlussklassen der Mittelschule und der Oberstufe. Es wurden Erhebungen in den Fachbereichen Deutsch (Leseverstehen und Sprachreflexion), Englisch (Lese- und Hörverstehen) und Mathematik durchgeführt. Im nationalen Bericht zu den Lernstandserhebungen wurden für die deutsche Schule die Ergebnisse in den Fachbereichen Englisch und Mathematik berücksichtigt.

Weiterhin Spitzenergebnisse in der Fremdsprache Englisch
Sowohl für die Mittelschule als auch für die Schulen der Oberstufe bestätigen sich 2024 die ausgezeichneten Ergebnisse der Südtiroler Schüler und Schülerinnen in Englisch: In beiden getesteten Kompetenzbereichen erzielten sie im Vergleich zu allen anderen Regionen des Landes das beste Ergebnis. Bei der Lesekomptenz (reading) erreichten in der Mittelschule 91 Prozent der Jugendlichen das angestrebte Sprachniveau A2, beim Hörverstehen (listening) sind es 94 Prozent. Die Prozentsätze für Italien liegen bei 82 Prozent (reading) und 68 Prozent (listening).
Auch in der Oberstufe führen die Schüler und Schülerinnen die Rangliste der Regionen an. Beim Leseverstehen erreichen 80 Prozent der Schüler und Schülerinnen das Ziel-Sprachniveau B2. Beim Hörverstehen sind es 88 Prozent. Die Prozentsätze für das gesamte Staatsgebiet liegen bei 60 Prozent (reading) und bei 45 prozent (listening).

Mathematikergebnisse in der Mittelschule unter staatlichem Durchschnittswert
Beim Mathematiktest in den dritten Klassen der Mittelschule erreichten 53 Prozent der Jugendlichen mindestens die Basis-Kompetenzstufe 3. Kompetenzen auf diesem Niveau sind Voraussetzung dafür, dass mathematische Problemstellungen im Alltag eigenständig bewältigt werden können. Dieser Prozentwert liegt unter dem staatlichen Durchschnittswert (56 Prozent) und ist im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozentpunkte gesunken.

Mathematikergebnisse in der Oberstufe im Spitzenfeld
In den Abschlussklassen der Oberstufe erreichten 73 Prozent der Schüler und Schülerinnen mindestens die Basis-Kompetenzstufe 3. Dieser Wert liegt deutlich über dem nationalen Vergleichswert von 53 Prozent und bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Bescheinigung der Kompetenzen für die Testteilnehmer und -teilnehmerinnen
Die Teilnahme an den staatlichen Lernstandserhebungen ist für die Absolventen und Absolventinnen der Mittelschule und der Oberstufe verpflichtend, da sie eine der Voraussetzungen für die Zulassung zur Staatlichen Abschlussprüfung darstellt. Die Schüler und Schülerinnen haben mit dem Abschlussdiplom bereits eine Bescheinigung zu den bei den Tests des INVALSi erzielten Ergebnissen erhalten.

Ergebnisse der Kompetenztests in Deutsch und Italienisch werden im Herbst 2024 vorgestellt
Die Ergebnisse der INVALSI Lernstandserhebungen im Fachbereich Deutsch in den Abschlussklassen der Mittelschule und der Oberstufe sowie die Ergebnisse weiterer, unabhängig vom INVALSI durchgeführter Erhebungen präsentiert die Landesevaluationsstelle voraussichtlich im November 2024. Es handelt sich dabei um die Erhebungen zum Kompetenzerwerb in der Zweitsprache italienisch, die in den 4. Klassen der Grundschule und in den 2. Klassen der Oberstufe vorgenommen wurde und um einen Deutschtest in den 1. Klassen der Mittelschule.

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Gebäudebestand
als Ressource erhalten

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Region Bayern – Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Planungsbüros haben sich im oberfränkischen Baunach bei der bayerischen Jahrestagung der Wohnraumförderung und Städtebauförderung über die Potenziale ausgetauscht, die im baulichen Bestand schlummern. „Bewusst haben wir dieses aktuelle Thema aufgegriffen. Die Kreislaufwirtschaft ist auch für das Bauen sehr wichtig. Im Gebäudebestand schlummern große Ressourcen, die wir noch intensiver nutzen wollen“, so Bayerns Bauminister Christian Bernreiter.
Die bauliche Anpassung und die nachhaltige Nutzung von Bestandsgebäuden könne einen wichtigen Beitrag zum ökonomischen Umgang mit Ressourcen und zum Klimaschutz leisten. Das zeigten im Rahmen der Tagung zahlreiche Beispiele und Lösungsansätze, die sich bereits in der Praxis bewährt hätten.

Beispielsweise hat die oberbayerische Gemeinde Unterwössen vorbildhaft mit Hilfe der Städtebauförderung ein unwirtschaftlich gewordenes Hallenbad zum Bürgerhaus „Altes Bad“ umgebaut. Aus der ehemaligen Schwimmhalle ist so ein Bürgersaal für rund 500 Personen entstanden, der nun mit musikalischen Veranstaltungen als kultureller Anziehungspunkt im Achental gilt. Ferner seien vielfältige Nutzungen wie eine interkommunale Touristeninformation, Ausstellungs- und Vereinsräume und eine Kinderbetreuung integriert worden.

Das kürzlich fertiggestellte Projekt „Kracherhof“ der Wohngenossenschaft Linde eG in Eresing wurde gemeinsam mit Städtebau- und Wohnraumförderung realisiert. Die Genossenschaft hat mit der Sanierung des historischen Bestands in Kombination mit einem Neubau das ortsbildprägende Gebäude in Eresing neugestaltet und dadurch neuen Wohnraum geschaffen. Die zehn genossenschaftlichen Wohnungen sind barrierefrei gestaltet und werden generationenübergreifend von Singles, Paaren und Familien bewohnt.

Mit den Programmen der Wohnraumförderung und der Städtebauförderung unterstützt der Freistaat Bayern Projekte von Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften und privaten Bauträgern, die dieses Ziel verfolgen. Die Programme der Wohnraumförderung wurden weiter verbessert, unter anderem mit neuen Zuschüssen für das Bauen im Bestand. Eine sehr hohe Nachfrage im geförderten Wohnungsbau trotz erschwerter Rahmenbedingungen bestätige die Wirkung des Wohnbau-Boosters und des Bayerischen Baukonjunkturprogramms des vergangenen Jahres. Die Städtebauförderung biete ein breites Spektrum an Instrumenten zur städtebaulichen Aufwertung und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne. Mit der Förderinitiative „Klima wandel(t) Innenstadt“ stellt der Freistaat seit diesem Jahr erhöhte Fördersätze von bis zu 90 Prozent für kommunale Projekte der klimagerechten Innenentwicklung bereit.

Bei Betrachtung der gesamten Lebenszykluskosten eines Gebäudes werde deutlich, dass eine möglichst lange Nutzungsdauer die beste Gewähr für Ressourcen- und Kosteneffizienz sei. Das Ergebnis seien eine gut erhaltene Bausubstanz und lebendige Stadt- und Ortskerne, die den aktuellen Bedürfnissen entsprächen.

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Verstärktes
EUREGIO-Engagement

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Region Salzburger Land – Seit 30 Jahren gibt es die EUREGIO, die sich zum Motor der Zusammenarbeit Salzburgs mit seinen bayrischen Nachbarn entwickelt habe. Unter anderem sind 116 Gemeinden aus Salzburg, Oberösterreich, dem Berchtesgadener Land, Traunstein und Altötting Mitglieder dieser Institution, die gemeinsam und grenzüberschreitend an der Entwicklung der Regionen arbeite. Nun wird auch das Land Salzburg offiziell Mitglied im Trägerverein REGIOSalzburg.
Nicht nur ein Formalakt, sondern ein deutliches Zeichen der enormen Bedeutung der EUREGIO für die Menschen vor allem im Salzburg-Bayrischen Grenzgebiet ist die Mitgliedschaft des Landes beim Trägerverein, die von den Regierungsmitgliedern in Kürze beschlossen wird. Den Beitritt hat der zuständige Landesrat Christian Pewny bei einer EUREGIO-Fachtagung im Bildungshaus St. Virgil in Salzburg angekündigt.

Mehr als Wertschätzung sei für Landeshauptmann Wilfried Haslauer die kurz vor dem Regierungsbeschluss stehende EUREGIO-Mitgliedschaft des Landes: „Damit wird die Zusammenarbeit noch weiter intensiviert und wir erhalten noch mehr Möglichkeiten zur Mitwirkung in diesem nachbarschaftlichen Vorzeigeprojekt, von dem vor allem die Gemeinden und deshalb die Menschen profitieren“, so Haslauer.

Die EUREGIO ist seit 30 Jahren in vielen Lebensbereichen sichtbar, angefangen von der Bildung und Berufsorientierung über die Wirtschaft und Soziales bis hin zu Mobilität und Tourismus. „Diese gelebte Nachbarschaft zwischen den Gemeinden beiderseits der Salzburger-Bayrischen Grenze fördert das Zusammenleben der Menschen und mit den unzähligen gemeinsamen Projekten auch die nachhaltige Entwicklung der Regionen. Die Mitgliedschaft in dieser Gemeinschaft ist also ein sehr deutliches Bekenntnis auch künftig einen gemeinsamen Wirtschafts-, Arbeits-, Kultur- und Lebensraum zu fördern“, erklärte Landesrat Christian Pewny.

Mehr Mitwirkung
Die Mitgliedschaft in der EUREGIO ermöglicht dem Land Salzburg stärker mitzuwirken. So erhalte das Land je einen Sitz im Vorstand und in der Mitgliederversammlung des Vereines REGIOSalzburg. Ferner kann es drei Vertreter in den EUREGIO-Rat entsenden, der gemeinsamen Mitgliederversammlung des bayerischen und des Salzburger Trägervereins, die zwei Mal im Jahr tagt.

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Fünf Jahre
„Volksbegehren Plus“

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Region Bayern – Vor fünf Jahren startete die Staatsregierung die Umsetzung des „Volksbegehrens Plus“ in Bayern. Seitdem hat der Freistaat vielfältige Projekte für mehr Artenvielfalt umgesetzt. Knapp 90 Prozent der Maßnahmen aus dem Volksbegehren und dem 2019 auf den Weg gebrachten Begleitgesetz sind inzwischen umgesetzt. Leitgedanke des „Volksbegehrens Plus“ war die Überzeugung, dass erfolgreicher Artenschutz eine Zusammenarbeit aller relevanten Akteure erfordere – Naturschützer, Land- und Forstwirte, Unternehmen, Kommunen und staatliche Behörden ebenso wie Verbände und Vereine. Nur so könne eine nachhaltige Umsetzung gelingen, die den Interessen aller Betroffenen angemessen Rechnung trage.

Das umfangreiche Maßnahmenpaket des „Volksbegehrens Plus“ hat zu einer Vielzahl von naturschutzrelevanten Veränderungen geführt. Beispielsweise wurde das bayerische Vertragsnaturschutzprogramm deutlich ausgeweitet. Die entsprechenden Flächen haben sich von 90.000 Hektar im Jahr 2018 auf nunmehr über 164.000 Hektar fast verdoppelt. Um die Beratung in der Fläche zu stärken, wurden 50 Stellen für Biodiversitätsberatung und deren Koordinierung geschaffen. Zur Umsetzung von naturschutzrelevanten Maßnahmen vor Ort wurde ferner die Neugründung von Landschaftspflegeverbänden unterstützt – diese sind inzwischen auf deutlich über 90 Prozent der Landesfläche als Partner bei der Umsetzung naturschutzrelevanter Maßnahmen aktiv.

Aus dem Volksbegehren sind weitere wichtige Projekte entstanden, wie beispielsweise der „Bayerische Streuobstpakt“. Dieser Pakt sei eine weitere Erfolgsgeschichte mit einem konkreten Maßnahmen- und Finanzierungsplan mit Ausgaben von mehr als 600 Millionen Euro bis 2035 hinterlegt. Bayern sei auch deshalb in Deutschland Vorreiter im Ökolandbau, den der Freistaat mit jährlich rund 120 Millionen Euro unterstützt. Aktuell bewirtschaften rund 11.900 Ökobetriebe eine Fläche von rund 420.000 Hektar, das sind 13,6 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche. 35 Öko-Modellregionen umfassen mittlerweile 43 Prozent der Landesfläche. Mit dem Landesprogramm „BioRegio 2030“ werde der Öko-Sektor gestärkt und weiterentwickelt.

Die Menge der eingesetzten chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel konnte im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2018 bis zum Jahr 2022 um rund 19 Prozent reduziert werden. Die über das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) geförderten Blühflächen konnten von 2018 auf 2021 um mehr als 70 Prozent gesteigert werden. An allen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wurde die „Wildlebensraumberatung“ etabliert. Und bei 22 der 32 Ämter wurden nun „Wildlebensraum-Modellgebiete“ erarbeitet. Auch beim Thema Wald sei der Freistaat vorbildlich. Mit der rechtsverbindlichen Ausweisung von über 83.000 Hektar Naturwäldern wurde das gesetzliche Zehnprozent-Ziel bereits im November 2022 erfüllt, und damit früher als vorgegeben.

Auch die Ausweitung des Biotopverbundes im Offenland laufe erfolgreich. Die Berechnung weise für das Jahr 2023 einen Wert von 11,39 Prozent Biotopverbundfläche im Offenland in Bayern aus. Das gesetzlich festgelegte Flächenziel für das Jahr 2023 wurde somit erreicht. Der Ausbau des Biotopverbundes werde weiter fortgesetzt. Gesetzlich festgelegtes Ziel sei, dass der Biotopverbund bis zum Jahr 2030 mindestens 15 Prozent Offenland der Landesfläche umfasse. Zum weiteren Ausbau des Biotopverbundes wurde mit dem Bayerischen Naturschutzfonds eine Partnerschaft geschlossen.

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Höfekommissionen

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Region Südtirol – Über Änderungen, Auflösung und Neubildung von geschlossenen Höfen befinden insgesamt 136 örtliche Höfekommissionen. Vor allem ihre Präsidenten brauchen Fachwissen – das wurde ihnen kürzlich vermittelt: Rund 13.400 geschlossene Höfe gibt es in Südtirol, die Zahl ist stabil. In den letzten zehn Jahren gab es gleich viele Auflösungen und Neubildungen, nämlich jeweils 156.

Über Auflösung und Neubildung, aber auch flächenmäßige Änderungen, befinden die 136 örtlichen Höfekommissionen. Bei den Entscheidungen müssen viele Bestimmungen berücksichtigt werden, somit ist ein Wissen darum unerlässlich. Die neuen örtlichen Höfekommissionen wurden im Dezember eingesetzt – insgesamt 580 Personen wurden ernannt, es gibt 18 Präsidenten. Sie wurden kürzlich zu einer Schulung in die Abteilung Landwirtschaft eingeladen. Dabei ging es u.a. um bürokratische, fachliche und rechtliche Themen: Antikorruption und Datenschutz waren genauso Themen wie das neu überarbeitete Antragsformular an die örtlichen Höfekommissionen, es wurden die Verfahrensabläufe erläutert, aber auch die transparente Verwaltung und Skartierung der Akten vergegenwärtigt. Diskutiert wurde über das Ermessen bei den Entscheidungen der Kommissionen und unterstrichen, dass in jedem Fall detaillierte Begründungen anzuführen sind. Diese bestehen nicht nur in einem Verweis auf die Rechtsbestimmungen, sondern in Rechtsausführungen, die mit der Sachverhaltsfeststellung und mit der Beweislage zu verknüpfen sind.

Ungefähr 1.200 Entscheidungen werden jährlich von den örtlichen Höfekommissionen getroffen. Bei Neubildungen oder Auflösungen von geschlossenen Höfen sowie bei Abtrennungen von Gebäuden beliebiger Art – auch Bauvolumen oder Teile von Gebäuden – ist zusätzlich der Sichtvermerk der Abteilung Landwirtschaft vorgesehen. Im Schnitt werden jedes Jahr etwa 250 Bewilligungen der örtlichen Höfekommissionen überprüft. Entscheidungen der örtlichen Höfekommission können vom Betroffenen zur erneuten Bewertung im Beschwerdeweg an die Landeshöfekommission weitergeleitet werden. Diese Kommission besteht aus dem Vorsitzenden und vier weiteren Mitgliedern und wird von der Südtrioler Landesregierung für die Dauer von fünf Jahren ernannt. In den letzten zehn Jahren wurden insgesamt 199 Beschwerden eingereicht. „Der geschlossene Hof hat sich über die Jahrhunderte bewährt. So wurde verhindert, dass die Höfe in der Erbfolge aufgeteilt wurden und damit garantiert, dass die geschlossenen Höfe in ihrem Ausmaß erhalten bleiben und die Grundlage für den Unterhalt der bäuerlichen Familie gewährleistet ist“, betonte Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher.

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