Alpenrand-Magazin Aktuelles

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Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus

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KW 22 – 2026
25. – 31..05.2026

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23. Internationales
Bergfilm-Festival 
Tegernsee

Breites Themenspektrum des Genres Bergfilm wirft seine Schatten voraus

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Bayern – Im Moment gehe es Schlag auf Schlag: Kaum zurück aus dem italienischen Trient, wo Festivalleiter Tom Dauer, Festival-Büroleiterin Manuela Brandl und Schirmherr Michael Pause Anfang Mai das älteste Bergfilmfestival der Welt besuchten, ging es für die Vorjury an die Sichtung von 213 eingereichten Filmen. Bis 22. Mai lief die Auswahl. Aktuell laufen am oberbayerischen Tegernsee die Vorbereitungen für das »23. Internationale Bergfilm-Festival Tegernsee« – vom 14. bis 18. Oktober 2026 – auf Hochtouren. Tom Dauer erklärte das Vorgehen wie folgt: »Wir schauen einen Film nach dem anderen an und haben ein Punktesystem. Erstaunlich ist, dass wir uns immer relativ einig sind, was ein guter und was ein weniger guter Beitrag ist. Es sind wieder klassifikationstechnische »9er«-Filme dabei, bei denen nur Kleinigkeiten nicht passen. Und einen »10er«-Film haben wir auch schon vergeben, der bei allem herausragt«. Was Festivalleiter Dauer diesmal besonders ins Auge steche: »Wir haben einige Filme, die von Menschen erzählen, die persönliche Krisen in den Bergen bewältigen. Diese Filme geben Hoffnung und Zuversicht«. …weiterlesen

-bfft- Bild: am

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Tag des
Wochenmarkts

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Baden-Württemberg – Anlässlich des »Tags des Wochenmarkts« startete das Land Baden-Württemberg eine neue Verbraucherkampagne. Die Kampagne solle das Bewusstsein für qualitativ hochwertige Lebensmittel aus Baden-Württemberg stärken. Nachvollziehbarkeit und Transparenz spielten für Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Kaufentscheidung eine maßgebliche Rolle. Das »Qualitätszeichen Baden-Württemberg« und das »Biozeichen Baden-Württemberg« sollen qualitativ hochwertige und regional erzeugte Produkte erkennbar machen und unterstütze bei einer bewussten Kaufentscheidung.

Transparenz durch staatliche Siegel
Die Qualitätszeichen garantierten eine lückenlose Rückverfolgbarkeit. Die Einhaltung der Qualitätskriterien werde durch ein dreistufiges Kontrollsystem, bestehend aus Eigenkontrolle, neutraler Kontrolle sowie Kontrollüberwachung abgesichert und sei durch die Europäische Union bis 2027 notifiziert. Angesichts globaler Unsicherheiten in den Lieferketten gewinne die verlässliche Versorgung aus dem Land massiv an Bedeutung.

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Noch mehr
Pünktlichkeit 
und Sauberkeit

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Schweiz – Auch im Jahr 2025 habe der regionale »Bus- und Zugverkehr« in der Schweiz mit hoher Qualität überzeugt. Insbesondere bei der Pünktlichkeit und der Sauberkeit seien weitere Fortschritte erzielt worden. Dies gehe aus dem diesjährigen Bericht des Bundesamts für Verkehr (BAV) über die Qualität des regionalen Personenverkehrs hervor. Wie in den vorangegangenen Jahren sei die grosse Mehrheit der Reisenden rechtzeitig und ohne Zwischenfälle ans Ziel gelangt. Im gesamtschweizerischen Durchschnitt seien im letzten Jahr mehr als 95 Prozent der Regionalzüge und 90 Prozent der Busse pünktlich unterwegs gewesen, d. h. weniger als drei Minuten verspätet. Im Vergleich zu 2024 habe sich die Pünktlichkeit in allen Kategorien der regionalen Linien erhöht.

Hinsichtlich der Leistungsqualität vor und während der Fahrt setze sich der Aufwärtstrend fort: Bei den meisten Kriterien seien erneut Verbesserungen erreicht worden. Zu den am schlechtesten bewerteten Aspekten zähle nach wie vor die Sauberkeit. Die Erhebungen von Testkundinnen und –kunden zeige jedoch, dass sich die Sauberkeit in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich und deutlich verbessert habe, besonders an den Haltestellen. Demgegenüber sei im Jahr 2025 die Information der Kundinnen und Kunden im Fahrzeug leicht schlechter bewertet worden.

Das Qualitätsmesssystem im regionalen Personenverkehr wurde 2016 eingeführt. Dank ihm könnten der Schweizer Bund und die Kantone die Qualität des von ihnen bestellten und mitfinanzierten Angebots beurteilen. Gestützt auf die Ergebnisse könnten sie den Transportunternehmen des Regionalverkehrs gegebenenfalls Verbesserungsmassnahmen auferlegen.

-chbk-

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Verbesserung
des grenzüberschreitenden
öffentlichen Verkehrs

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Liechtenstein – Im Rahmen einer kürzlich erfolgten Sitzung der »Trilateralen Regierungskommission« hätten der Regierungspräsident des Schweizer Kantons St.Gallen Beat Tinner, Vorarlbergs Landesstatthalter Christof Bitschi sowie Liechtensteins Regierungsrat Daniel Oehry die Zusammenarbeit der drei Regionen weiter vertieft. Auf Einladung des Fürstentums Liechtenstein seien konkrete Verbesserungen für die Fahrgäste, koordinierte Angebotsentwicklungen sowie strategische Weichenstellungen für die kommenden Jahre im Mittelpunkt gestanden. Dabei seien weitere, wichtige Fortschritte für einen leistungsfähigen, grenzüberschreitend abgestimmten öffentlichen Verkehr (ÖV) angeregt worden.

Die trilaterale Zusammenarbeit habe bereits zu sichtbaren Verbesserungen für die Fahrgäste geführt. Zentral sei dabei die schrittweise Integration der Tarifsysteme über die Landesgrenzen hinweg, etwa durch erweiterte Kombitarife, erste tarifliche Angleichungen sowie neue grenzüberschreitende Angebote – wie das »Dreiländer-Firmenabo«. Gleichzeitig seien Angebot und Information für die Fahrgäste verbessert worden, unter anderem durch bessere Sichtbarkeit grenzüberschreitender Verbindungen.

Besonders hervorzuheben seien die messbaren Wirkungen auf das Mobilitätsverhalten: Initiativen wie die »Mobilitätsallianz« zeigten, dass der Umstieg vom motorisierten Individualverkehr auf den öffentlichen Verkehr bereits erfolgreich erfolge. Ergänzend seien erste Angebotsausbauten und infrastrukturelle Modernisierungen insbesondere im Bereich der Bahnen umgesetzt bzw. gestartet worden, wodurch die Grundlage für eine langfristig leistungsfähige und attraktive grenzüberschreitende Mobilität geschaffen werde.

Im Fokus der nächsten Jahre stehe die weitere Vertiefung der Integration hin zu einem nahtlosen, grenzüberschreitenden System. Ein zentrales Vorhaben sei dabei die Einführung von »Seamless Travel«, das Reisen über Ländergrenzen hinweg nochmals deutlich vereinfachen solle. Der grenzüberschreitende öffentliche Verkehr entwickele sich dabei Schritt für Schritt zu einem integrierten, kundenfreundlichen Gesamtsystem – getragen von einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit über die Ländergrenzen hinweg.

RdFL-

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50 Jahre
Naturschutzgebiet 
Rheindelta

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Vorarlberg – Zahlreiche Gäste feierten kürzlich im »Rheindeltahaus« in Hard das »50-jährige Bestehen des Naturschutzgebiets Rheindelta«. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Eröffnung einer neuen Ausstellung, eine Amphibienexkursion sowie der Dank an jene Menschen, die sich seit Jahrzehnten mit großem Engagement für den Schutz und die Weiterentwicklung dieses einzigartigen Lebensraums einsetzten. Das »Naturschutzgebiet Rheindelta« glit als das größte Feuchtgebiet am Bodensee und erstrecke sich über die Gemeinden Fußach, Gaißau, Hard und Höchst. Mit einer Fläche von über 2.000 Hektar – davon zwei Drittel Wasserfläche – sei das Gebiet nicht nur das älteste, sondern auch das bedeutendste Schutzgebiet Vorarlbergs.

50 Jahre gelebter Naturschutz
Die Geschichte des »Naturschutzgebiets Rheindelta« reiche weit zurück: Bereits 1926 sei erstmals der Schutz des Bodenseeufers gefordert worden, 1976 sei schließlich die offizielle Schutzgebietsverordnung gefolgt. Damit habe Vorarlberg früh Verantwortung für den Erhalt dieses einzigartigen Lebensraumes übernommen. Seither sei das Schutzgebiet mehrfach erweitert sowie weiterentwickelt worden und sei mittlerweile auch »Ramsar-Schutzgebiet« und ausgewiesenes »Natura-2000-Gebiet«. Ein entscheidender Schritt sei die Gründung des Naturschutzvereins Rheindelta im Jahr 1997 gewesen, der seither als Vorbild für viele andere Naturschutzinitiativen in Vorarlberg gelte. Der Verein stehe seither für einen integrativen Ansatz, bei dem Naturschutz gemeinsam mit Gemeinden, Landwirtschaft, Fischerei, Jagd und Ehrenamt umgesetzt werde.

Der Naturschutzverein habe zahlreiche Projekte umgesetzt und entwickele das Schutzgebiet laufend weiter, und zwar von der Wiedervernässung des Rheindeltas im Rahmen des Projekts »LIFE AMooRe –Austrian Moor Restoration« über Artenschutzmaßnahmen für seltene Fisch-, Amphibien- und Vogelarten sowie Bildungsprojekte für Schulen und Bürgerinnen und Bürger bis hin zum Management von Kormoranen, Bibern und Störchen.

-vlk-

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Naturschutzplan
auf der Alm

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Tirol – Der Sommer steht vor der Tür und für Rinder, Schafe, Pferde und Ziegen heiße es vielerorts wieder: »Ab auf die Alm!« Dass Naturschutz und Almwirtschaft erfolgreich Hand in Hand gehen können, würden die vielen Projekte beweisen, die im Rahmen des Förderangebotes »Naturschutzplan auf der Alm« in den letzten 20 Jahren in den Tiroler Naturparks umgesetzt worden seien. Bereits auf 30 Almen in den Naturparks Kaunergrat, Karwendel und Zillertaler Alpen seien mithilfe dieser Förderung wertvolle Lebensräume auf Almen naturschutzfachlich verbessert oder wiederhergestellt und damit ein konkreter Beitrag zum Erhalt der Biodiversität geleistet worden. Im Naturpark Zillertaler Alpen befinde sich noch bis 2027 die inzwischen dritte Auflage dieses Erfolgsmodells in Umsetzung. Mit dabei seien fünf Almen, die sich vom Zemmgrund quer über das Schutzgebiet bis in den Zillergrund erstreckten.

Erhalt und Schutz wertvoller Lebensräume sowie der Kulturlandschaft
Im Rahmen des Naturschutzplans hätten Almbewirtschafter und Naturparkteams gemeinsam Maßnahmen erarbeitet, um Zielsetzungen zu vereinen, und zwar den Erhalt, die Pflege und gegebenenfalls die schonende Wiederherstellung der Almweiden sowie den Schutz die Revitalisierung wertvoller Lebensräume und Kulturlandschaftselemente. Vielfältige Almen, in denen alpine Rasen, Feuchtbiotope, Baum-, Gehölz- und Steinstrukturen eng miteinander verzahnt sein, würden unzählige Lebensräume bieten und seien Schatzkammern der alpinen Artenvielfalt. Zugewachsene Weideflächen würden wieder aufgelichtet, Almtümpel renaturiert, Moore vor Viehvertritt geschützt und Lesesteinmauern errichtet. Die Almbäuerinnen und -bauern sollen dafür je nach Aufwand der Maßnahme eine Förderung erhalten. Diese praxisnahe Förderschiene habe sich als Vorzeigemodell erwiesen, um die Zusammenarbeit zwischen Naturparks und Almwirtschaft zu verbessern und intensivieren.

-lt- Bild: am

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Gesundheit
neu denken

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Südtirol – Ein starkes Gesundheitswesen stelle den Menschen in den Mittelpunkt. Es sichere allen einen fairen Zugang, denke nachhaltig und biete über alle Lebensphasen hinweg eine hochwertige, bedarfsgerechte und mehrsprachige Gesundheitsversorgung. Mit dieser Mission und einer klaren Vorstellung habe die Südtiroler Landesregierung kürzlich den Startschuss für die Ausarbeitung eines neuen »Landesgesundheitsplans 2027 – 2030« gegeben. »Unser Ziel ist ein Gesundheitswesen, das den Menschen zuhört, Qualität sichert und langfristig trägt«, erklärte Südtirols Gesundheitslandesrat Hubert Messner.

Der »Landesgesundheitsplan« sei eines der Hauptinstrumente, für die kommenden Jahre an einem zukunftsfähigen, modernen und integrierten Gesundheitssystem für Südtirol weiterzubauen, in dem Krankenhäuser und wohnortnahe Angebote noch enger zusammenspielten, erklärte Messner. Das Augenmerk liege auf Prävention, wohnortnaher Versorgung, Vernetzung der Krankenhäuser in der Akutversorgung genauso wie auf Ausbildung, Attraktivität, Innovation und Digitalisierung.

Der neue »Landesgesundheitsplan« werde den bisherigen Plan fortschreiben, Inhalte aktualisieren und neue Handlungsfelder aufnehmen. Insgesamt bilde der Plan den strategischen Rahmen für die Weiterentwicklung des gesamten Gesundheitssystems und sorge für eine bessere Abstimmung mit bestehenden Fachplänen.

lpast-

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Euregio-
Sicherheitsolympiade

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Salzburger Land / Bayern – Rund 2.985 Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen aus Salzburger und bayrischen Schulen traten heuer bei der »Sicherheitsolympiade« des Zivilschutzverbandes an. Das Finale konnte die Volksschule Mauterndorf mit ihrem Wissen zu Sicherheit und Gefahren sowie ihrer Geschicklichkeit und Schnelligkeit in der Schwarzenberg-Kaserne in Wals-Siezenheim für sich entscheiden. Insgesamt 344 Kinder traten in der Schwarzenberg-Kaserne beim Finale der »Kindersicherheitsolympiade – Euregio-Safety-Tour« an. Mit einer Schnellraterunde, einem Scooter- Parcours, einem Löschbewerb und dem Gefahrstoff-Würfelpuzzle wurden die Besten in Sachen Sicherheit aus Salzburg, Traunstein und dem Berchtesgadener Land ermittelt.

Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler betonte: »Wenn Kinder schon in der Volksschule spielerisch erfahren, wie man sich in Notlagen richtig verhält, füreinander sorgt und Hilfe organisiert, wächst mit jedem Schritt ihre Sicherheit – und damit auch die Sicherheit unserer gesamten Gesellschaft. Die Euregio-Safety-Tour hat auch heuer wieder bewiesen, wie es gelingen kann, Kindern dieses wichtige Werkzeug zum eigenen Schutz und auch dem Schutz anderer mitzugeben«.

Einsatzkräfte zeigten ihr Können
Spannend seien nicht nur die Bewerbe gewesen. In den Pausen hätten die Kinder die Möglichkeit an den Stationen der Feuerwehr, Wasserrettung, Polizei, Höhlenrettung und dem Roten Kreuz die Arbeit der Einsatzorganisationen kennenzulernen gehabt. Die Sieger des Finales – die Volksschule Mauterndorf aus dem Lungau – werde am 23. Juni 2026 beim Bundesfinale der »Sicherheitsolympiade« in Wien antreten.

-ls-

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Tierseuchen
kennen 
keine Grenzen

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Oberösterreich – Mit Beginn der Sommerreisezeit seien viele Menschen in verschiedenen Ländern unterwegs. Oft würden dabei regionale Spezialitäten wie Fleischwaren, Käse oder andere tierische Produkte oder auch »gerettete« Tiere aus dem Urlaub mitgebracht. Vielen Reisenden sei jedoch nicht bewusst, dass dadurch gefährliche Tierseuchen eingeschleppt werden könnten. Bei Mitbringseln tierischer Herkunft sei Vorsicht geboten, denn derzeit würden in mehreren beliebten Urlaubsländern Europas hochansteckende Tierkrankheiten auftreten. Besonders betroffen seien Nutztiere – wie Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und Geflügel. Für den Menschen seien diese Krankheiten meist unbedenklich, eine Einschleppung hätte jedoch schwerwiegende Folgen für die Landwirtschaft und könne umfangreiche Bekämpfungsmaßnahmen erforderlich machen.

Ein leider stark unterschätztes Risiko für den Menschen sei die Tollwut, die in einigen Ländern auch innerhalb Europas und angrenzender Regionen noch verbreitet sei. Besondere Vorsicht sei aktuell bezüglich der Maul- und Klauenseuche geboten. Diese hochansteckende Viruserkrankung betreffe hauptsächlich Rinder, Schafe und Ziegen, sowie Schweine. Zuletzt seien etliche Fälle auf Zypern und der beliebten griechischen Ferieninsel Lesbos festgestellt worden. Die Krankheit verbreite sich sehr leicht – nicht nur durch Tiere, sondern auch über Lebensmittel, Kleidung, Schuhe oder Fahrzeuge.

Zusätzlich würden derzeit in Südosteuropa die Pest der kleinen Wiederkäuer sowie Schaf- und Ziegenpocken auftreten. Betroffen sei u.a. Griechenland als beliebtes Sommerreiseziel. Diese Krankheiten könnten viel Tierleid und erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen. Die Erreger können über den Transport infizierter Tiere oder tierischer Produkte weiterverbreitet werden. Die Afrikanische Schweinepest breite sich in Teilen Europas weiterhin aus. Betroffen seien sowohl Wildschweine als auch Hausschweine. Zuletzt sei sie in mehreren Ländern Mittel- und Osteuropas Fälle nachgewiesen worden. Für Menschen sei die Krankheit ungefährlich, für Schweinebestände jedoch verheerend. Bereits kleine Mengen kontaminierter Fleischprodukte oder Speisereste könnten zur raschen Verbreitung beitragen.

Beim Geflügel seien in mehreren europäischen Ländern zuletzt Fälle der »Newcastle Disease« festgestellt worden. Diese Geflügelseuche betreffe Hühner, Puten und andere Vogelarten und könne sich sehr schnell in Geflügelbeständen ausbreiten. Eine Einschleppung könne unter anderem über lebende Tiere, Geflügelprodukte oder Gegenstände wie Schuhe oder Autoreifen erfolgen. Große Vorsicht sei außerdem beim Kontakt mit streunenden Hunden und Katzen im Ausland geboten. In mehreren Ländern Osteuropas (Rumänien, Polen) und außerhalb der EU (Türkei, Marokko, Tunesien, etc.) komme die Tollwut weiterhin vor. Die Krankheit werde durch den Biss infizierter Tiere übertragen und verlaufe beim Menschen ohne rasche und langwierige Behandlung tödlich. Die spontane Übernahme oder »Rettung« von Streunertieren könne daher schlimme Folgen haben.

Die Einfuhr von Tieren aus dem Ausland dürfe nur unter Einhaltung der geltenden veterinärrechtlichen Bestimmungen und mit den erforderlichen Gesundheitsdokumenten erfolgen. Auch bei tierischen Lebensmitteln sei Zurückhaltung wichtig. Fleisch, Rohwürste, Rohmilchprodukte, Eier oder andere tierische Erzeugnisse könnten Krankheitserreger enthalten. Reisende sollten daher keine tierischen Produkte aus betroffenen Regionen mitbringen und Speisereste keinesfalls an Tiere verfüttern. Es empfehle sich, rechtzeitig vor Reiseantritt Informationen über die aktuellen Einreise- und Mitnahmebestimmungen einzuholen und auf die Mitnahme lebender Tiere oder tierischer Produkte zu verzichten.

-loö-

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Vorlesetag

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Steiermark – Kürzlich lud steiermarks Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom zum Auftakt für den großen »Steirischen Vorlesetag« ein. Dieser finde am 13. Juni 2026 zum 9. Mal statt und mache auch heuer wieder Lust darauf, neue Geschichten und Welten zu entdecken. Das Erfolgsrezept für den Vorlesetag sei ganz einfach: Einen interessanten Vorleseort auswählen, sich ein kreatives Rahmenprogramm überlegen, ein dazupassendes Buch schnappen und Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene mit einer Geschichte begeistern.

Vorlesen und Leseförderung sei nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene wichtig. Laut einer Erhebung der OECD könnten rund 29 Prozent der Erwachsenen zwischen 16 und 65 Jahren in Österreich nicht sinnerfassend lesen. Auch die Leseaktivität in der Freizeit sei in Österreich rückläufig. Der »Steirische Vorlesetag« bringe daher das Vorlesen direkt zu den Menschen an Alltagsplätze. Diese würden zu außergewöhnlichen Schauplätzen, denn hier sollen bei Lesewanderungen, Museumsführungen oder Lesepicknicken Geschichten lebendig werden. Weitere Infos: vorlesetag-steiermark.at

-lstmk-

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Waldolympiade
und Europameisterschaft
der Waldarbeit

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Kärnten – Vom 19. bis 22. Mai fanden erstmals die »Alpen-Adria-Waldolympiade« und die »Europameisterschaft der Waldarbeit« zeitgleich an einem Austragungsort am Oberkärntner Bildungszentrum Litzlhof statt. Für Kärnten seien diese beiden Veranstaltungen etwas sehr Besonderes gewesen, erklärte Kärntens Landeshauptmann-Stellvertreter und Forstreferent Martin GruberInsgesamt gingen bei den Wettbewerben 46 Teams an den Start. 22 Teams aus 17 Ländern bei der »Europameisterschaft der Waldarbeit« sowie 24 Teams aus sieben Ländern bei der »Alpen-Adria-Waldolympiade«. Bewerbe wie Kettenwechsel, Kombinationsschnitt, Präzisionsschnitt, Entasten und das Fällen eines Baumes standen dabei auf dem Programm.

Es ging bei den Bewerben um Präzision, Können, Konzentration und Verantwortung im Umgang mit dem Wald. »Die Disziplinen zeigen eindrucksvoll, wie anspruchsvoll und vielseitig die Arbeit im Wald ist. Veranstaltungen wie diese verbinden Wettbewerb und internationale Freundschaft und geben uns als Bundesland auch die Möglichkeit uns als Waldland international zu präsentieren“, so Gruber.

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Schaugärten
des Jahres

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Niederösterreich – Im Rahmen einer Verleihung mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zeichnete die Niederösterreichische Umweltbewegung »Natur im Garten« kürzlich die »Schaugärten des Jahres« aus. Zum vierten Mal waren die Besucherinnen und Besucher von Niederösterreichs über 100 »Natur im Garten«-Schaugärten in der vergangenen Gartensaison aufgerufen, einen Schaugarten des Jahres zu wählen. Insgesamt 1.294 Bewertungen wurden abgegeben. In fünf Kategorien konnten so – teilweise aufgrund gleicher Punktzahl – insgesamt sieben »Schaugärten des Jahres« prämiert werden. Die diesjährigen Gewinner: »Die Garten Tulln«, die »Kittenberger Erlebnisgärten«, die »Arche Noha«, der »Schlosspark Eckartsau«, der »Naturkunde Hexengarten«, der »Sonnenkräuterhof Schmidt« sowie »Susis Pflanzentausch«.

In der Kategorie »Gartenhighlights« gab es aufgrund von Punktegleichheit gleich zwei Gewinner: »Die Garten Tulln« sowie die »Kittenberger Erlebnisgärten«. Mit 70 liebevoll gestalteten Mustergärten, einer Fülle von Attraktionen und Veranstaltungen sowie zahlreichen Führungsangeboten sei »Die Garten Tulln« eines der bekanntesten und beliebtesten Ausflugsziele in Niederösterreich. Die »Kittenberger Erlebnisgärten« seien mit 50 Themengärten, vielfältigen Veranstaltungen und Tieren im Garten ein Wunderland der Gartenfantasie.

In der Kategorie »Erlebnisgärten« habe sich der Schaugarten »Arche Noha« im Bezirk Krems durchgesetzt. Jährlich würden hier rund 550 verschiedene seltene Gemüse-, Kräuter- und Obstsorten wachsen. In liebevoll gestalteten Themenbeeten werde sichtbar, wie vielfältig Nahrungspflanzen seien.

Die Kategorie »Besuchsgärten« habe erneut und damit zum vierten Mal in Folge der »Schlosspark Eckartsau« im Bezirk Gänserndorf dominiert. Das historische Parkjuwel mit weitläufiger Idylle, Wiesen, Baumalleen und Teichen lade zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

Die Kategorie »Schaugärten« habe der erst im Vorjahr ins Netzwerk eingetretene »Naturkunde Hexengarten« im Bezirk Gänserndorf für sich entschieden. Der thematisch gestaltete Naturgarten entführe Besucherinnen und Besucher in eine Welt aus Pflanzenwissen, Symbolik und Mystik. Das Gartenthema kreise um Hexenwissen, Rituale und das Leben im Einklang mit der Natur.

In der Kategorie »Private Schaugärten« hätten der »Sonnenkräuterhof Schmidt« im Bezirk St. Pölten und »Susis Pflanzentausch« im Bezirk Hollabrunn überzeugt. Der »Sonnenkräuterhof Schmidt« mache aus der Kräuter-Leidenschaft seiner Besitzerin kein Geheimnis. »Susis Pflanzentausch« würden in einem romantischem Naturgartenambiente unter einem alten Nussbaum von April bis Oktober Pflanzen aller Art zum Tausch bereitstehen.

-lnö-

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Neophyten-
Offensive

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Burgenland – Mit einem breit angelegten Workshops startet das Land Burgenland die nächste Phase der »Neophyten-Offensive«. Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Wasserbau, Naturschutz, Imkerei, Wissenschaft und Verwaltung brachten kürzlich ihre Erfahrungen und Perspektiven zur Eindämmung invasiver Arten ein. Im Mittelpunkt sei dabei vor allem die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Akteurinnen und Akteure gestanden. Die »Neophyten-Offensive« werde gemeinsam mit dem »Verein der Burgenländischen Naturschutzorgane« umgesetzt und mit rund 45.000 Euro gefördert. Ziel sei unter anderem der Aufbau eines landesweiten Netzwerks zur besseren Abstimmung und Koordination der Bekämpfungsmaßnahmen. »Neophyten halten sich nicht an Gemeindegrenzen oder Zuständigkeiten. Genau deshalb brauchen wir ein abgestimmtes Miteinander statt verstreuter Einzelmaßnahmen«, erklärte Burgenlands Naturschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner.

Im Burgenland seien derzeit zwölf invasive Pflanzenarten weit verbreitet, vier davon – »Gewöhnliche Seidenpflanze«, »Götterbaum«, »Riesenbärenklau« und »Drüsiges Springkraut« – stehen auf der EU-Liste besonders problematischer Arten. Europaweit verursachten invasive Arten Schäden von mehr als zehn Milliarden Euro jährlich.

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Drei Millionen Euro
für 100 Moore

Bayern – Der »Moorschutz« in Bayern werde weiter gestärkt. Rund drei Millionen Euro vom Freistaat und der EU sollen unter anderem in den kommenden drei Jahren in das Moorschutzprojekt »Ebersberger Inngletscher Moore«  fließen. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte bei der Förderscheckübergabe: »Moore sind ökologische Multitalente und unverzichtbare Klimaschützer. Die rund 100 Moore im Landkreis Ebersberg sind ein einzigartiger Natur- und Klimaschatz. Sie bieten bedrohten Tier- und Pflanzenarten wertvolle Lebensräume und speichern gleichzeitig große Mengen Kohlenstoff. Gemeinsam mit der EU investieren wir in die Wiedervernässung und Sicherung dieser wertvollen Moorlandschaften. Jeder Euro für den Moorschutz ist gut investiertes Geld. Unser Ziel ist klar: Wir wollen Moorböden renaturieren, die natürliche Wasserhaltefunktion stärken und einzigartige Lebensräume dauerhaft erhalten. Das ist aktiver Klima- und Naturschutz vor Ort«.

Das Moorschutzprojekt »Ebersberger Inngletscher Moore« laufe bis zum 31. Dezember 2028. Projektträger sei der Landkreis Ebersberg gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Ebersberg e. V. Das Gesamtvolumen des Projekts betrage rund drei Millionen Euro und werde zu 60 Prozent aus Mitteln des Bayerische Umweltministeriums und zu 40 Prozent aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Im Fokus des Projekts sollen die rund 100 Hoch-, Übergangs- und Niedermoore im südlichen Landkreis Ebersberg stehen. Ziel des Projekts sei eine schnelle und wirksame Wiedervernässung der Moorstandorte, um, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und wertvolle Feuchtbiotope dauerhaft zu sichern. 

-bstmuv-

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Menschen
besser auf Krisen 
vorbereiten

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Baden-Württemberg – Großbrand, Überschwemmung, Stromausfall – wenn die Krise da ist, ist es zu spät, sich vorzubereiten. Die baden-württembergsiche Landesregierung möchte mit den Menschen vor Ort die Resilienz der Gesellschaft stärken. Zu diesem Zweck habe Barbara Bosch, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, das Projekt »Gut vorbereitet für den Ernstfall« angestoßen: »Ich habe dieses Projekt initiiert, weil wir alle merken, dass wir uns wappnen müssen. Die Bevölkerungsschutzorganisationen und Behörden tun dies, indem sie ihre Erfahrungen aus Kriseneinsätzen und Übungen auswerten. Doch eine Gruppe wurde dabei bislang nicht einbezogen: Die Bevölkerung. Dabei hat sie als Betroffene ihre eigene Sicht auf das, was passiert ist. Diese Lücke möchte ich schließen. Die Zivilgesellschaft soll sich nicht nur besser vorbereiten können. Sie zeigt auch in der Krise große Bereitschaft, anderen zu helfen. Das soll vor Ort wirkungsvoll unterstützt und besser mit den Profis verzahnt werden. Davon profitieren alle – nicht nur im Ernstfall«.

Die erste Phase des Projekts sei abgeschlossen: In fünf Kommunen wurden Fokusgruppen gegründet, in denen Bürgermeister, Einsatzkräfte und Betroffene ihre Erfahrungen aus Krisensituationen ausgetauscht konnten. Thematisiert wurden unter anderem Hochwasserereignisse, ein Innenstadtbrand, der Fund einer Weltkriegsbombe sowie ein Zugunglück. Die Berichte und Erkenntnisse seien systematisch dokumentiert und ausgewertet worden.

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Reich moduliertes
»Gesicht der Schweiz«

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Schweiz – Die »Graphische Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek« erhalte eine bedeutende Schenkung zur Erweiterung ihrer umfassenden Sammlung an fotografischen Portraits. Der Zürcher Fotokünstler Christian Scholz (*1951), zusammen mit seiner Familie, überlasse dem Schweizer Bund eine komplette Edition des Œuvres »501 – Portraitwerk Schweiz. Ein künstlerisches Programm«. Bekannte Schweizer Persönlichkeiten seien darin zu entdecken, aber auch viele Unbekannte, die sich in ihrer Gesamtheit zu einem reich modulierten »Gesicht der Schweiz« zusammenfügten.

Das »Portraitwerk Schweiz« umfasse 501 analog aufgenommene Schwarz-Weiss Porträts im Format 30 × 40 Zentimeter, die in 15 Portfolios zusammengefasst seien. Die Bilder seien in 50 thematische Serien unterteilt, und zwar von Jugendlichen über Architektinnen und Architekten bis zu Bäuerinnen, Bankiers und Sportlerinnen. Inhaltlich werde ein klar egalitärer Ansatz verfolgt, Schweizerinnen und Schweizer aus allen Regionen des Landes ungeachtet ihres sozialen Status als Vertreterinnen und Vertreter eines Gemeinwesens abzubilden.

Christian Scholz lebt seit 1985 in Zürich. 1990 startete er das Langzeitprojekt, das 2020 unter dem Titel »501 – Portraitwerk Schweiz. Ein künstlerisches Programm« abgeschlossen wurde. Neben dem Portraitwerk habe sich Christian Scholz mit verschiedenen weiteren Fotoprojekten beschäftigt, etwa mit dem Werkzyklus »Tierkörper«, der die Schweizer Kuh würdige und in Ausstellungen und Bildbänden präsentiert wurde. Seine fotografischen Arbeiten seien in renommierten Privatsammlungen und in öffentlichen Sammlungen des In- und Auslands zu finden, so etwa in der National Portrait Gallery in London, im Centre Pompidou in Paris oder im Kunsthaus Zürich.

Kapitale Erweiterung der Fotoportraitsammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek
In der »Graphischen Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek« nehme das Sammeln von fotografischen Werken einen hohen Stellenwert ein. Sammelschwerpunkte seien insbesondere fotografische Dokumentationen der Schweiz bezogen auf ihre Landschaft und ihre Bevölkerung. Die Kollektion der Fotoporträts mit vielen Zehntausenden von Bildern sei dementsprechend umfangreich und werde weiter gepflegt. Das »501 – Portraitwerk Schweiz« wird damit Teil des nationalen Kulturerbes und stehe der Öffentlichkeit sowie den Forschenden als neue Quelle für Einblicke in das »Gesicht der Schweiz« zur Verfügung.

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Weiterentwicklung
der Geoinformationen

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Liechtenstein – Im Fürstentum Liechtenstein wurde kürzlich ein umfangreiches Verordnungspaket im Bereich der »Geoinformation« beschlossen. In den verschiedenen Verordnungen werden zentrale gesetzliche Anpassungen, mit der Abänderung des Geoinformationsgesetzes, des Gesetzes über den Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen, des Gesetzes über die amtliche Vermessung, des Baugesetzes und des Gewässerschutzgesetzes vorgenommen. Die teils neuen und teils abgeänderten Verordnungen sollen, wie die entsprechenden Gesetzesänderungen, am 1. Juni 2026 in Kraft treten.

Genehmigt seien u.a die Landesgeologieverordnung, die Landesvermessungsverordnung, die Verordnung über die amtliche Vermessung, die Verordnung über die geografischen Namen, die Verordnung über die Gebühren für die Nutzung der Geodateninfrastruktur Liechtenstein sowie die Verordnung über die Abänderung der Geoinformationsverordnung, die Verordnung über die Abänderung der Katasterverordnung, die Verordnung über die Regierungs- und Verwaltungsorganisationsverordnung sowie die Verordnung über die Abänderung der Amtsblattverordnung worden.

Mit der Aufnahme der Landesgeologie in das Geoinformationsgesetz werde erstmals eine gesetzliche Grundlage für die »Landesgeologie« geschaffen. Die Landesgeologieverordnung regele die Erhebung, Verarbeitung, Archivierung und Bereitstellung geologischer Daten und stärke damit insbesondere die Bereiche Naturgefahren, Bauwesen, Gewässerschutz und Nutzung des Untergrunds.

Mit der Landesvermessungsverordnung werde der rechtliche Rahmen für geodätische, topografische und kartografische Grundlagen und Produkte geschaffen. Damit werde gewährleistet, dass qualitativ hochwertige Referenzdaten dauerhaft verfügbar seien. Die Verordnung über die geografischen Namen regele Zuständigkeit, Verfahren und Grundsätze für das einheitliche Festlegen und Verwalten der Namen von Gemeinden, Ortschaften, Strassen, Gebäuden Stationen und topografischen Objekten. Neu werde eine Nomenklaturkommission als Fachstelle für geografische Namen eingesetzt.

Ein zentraler Schritt hin zu einem einfachen Zugang zu Daten und Informationen der Geodateninfrastruktur erfolge durch die Abänderungen der Gebührenverordnung. Der Zugang zu Geodaten erfolge künftig weitgehend gebührenfrei. Gebühren würden nur noch für Leistungen anfallen, die eine manuelle Bearbeitung erforderten.

-RdFL-

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25 Jahre
»Mädchen*impulstage«

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Vorarlberg – Der Verein »Amazone« veranstaltete kürzlich zum 25. Mal die »mädchen*impulstage«. »Seit 25 Jahren setzen die mädchen*impulstage ein Zeichen dafür, wie wichtig Mitsprache und Mitgestaltung für junge Menschen sind. Mädchen und junge Frauen sind dabei nach wie vor mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Die mädchen*impulstage schaffen gezielt Räume, in denen sie ihre Ideen einbringen, sich ausprobieren und ihre Rolle in der Gesellschaft aktiv gestalten können«, erläuterte Vorarlbergs Landesrätin Barbara Schöbi-Fink.

Die »mädchen*impulstage 2026« stellten junge Frauen und ihre Potenziale in den Mittelpunkt und möchten sie dazu ermutigen, ihre Stimmen sicht- und hörbar zu machen. Denn noch immer würden Mädchen vor Herausforderungen stehen, wenn sie gesellschaftlich und politisch ihre Perspektiven und Anliegen einbringen möchten. Die »mädchen*impulstage« sollen auf diese Barrieren und Ungerechtigkeiten aufmerksam machen und das Mitspracherecht von Frauen stärken.

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Ehrenamt
mit Strahlkraft

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Tirol / Südtirol / Trentino – Mit der Auszeichnung »Glanzleistung – das junge Ehrenamt« möchten Tirol, Südtirol und das Trentino herausragendes ehrenamtliches Engagement in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit – heuer bereits zum fünften Mal in Folge – würdigen. Die Verleihung finde abwechselnd in den drei Euregio-Landesteilen statt und wurde diesmal in Bozen ausgerichtet. Anton Mattle (Tirol), in Rosmarie Pamer (Südtirol) und Achille Spinelli (Trentino) zeichneten dabei insgesamt 21 Einzelpersonen und acht Projekte aus der »Euregio Tirol-Südtirol-Trentino« sowie ein grenzüberschreitendes Projekt aus. »Das Ehrenamt ist ein unverzichtbarer Pfeiler unserer Gesellschaft – in Tirol ebenso wie in Südtirol und im Trentino. Junge Menschen, die sich freiwillig engagieren, übernehmen Verantwortung, schaffen Gemeinschaft und gestalten unsere Zukunft aktiv mit. Mit der Auszeichnung holen wir dieses Engagement in der Euregio gemeinsam vor den Vorhang. Die Verleihung reiht sich damit auch in das Tiroler Jahr des Ehrenamts ein«, erklärte Euregio-Präsident und Tirols Landeshauptmann Anton Mattle.

Tiroler Glanzleistungen
Aus Tirol wurden elf junge Persönlichkeiten ausgezeichnet. Die Vielfalt ihres Engagements reiche von der Arbeit in Jugend- und Blaulichtorganisationen über Sport- und Kulturvereinen bis hin zu kirchlichen und schulischen Initiativen. Zusätzlich seien zwei Projekte geehrt worden, und zwar die Kampagne »Alles steht Kopf« der »Landesschülervertretung Tirol«. Sie mache psychische Belastungen junger Menschen sichtbar und rücke mentale Gesundheit an Tirols Schulen stärker in den Fokus.

Filmreife Zusammenarbeit
Als grenzüberschreitendes Projekt sei die »EuregioYoungJury« des Filmclubs Bozen ausgezeichnet worden, die heuer ihr zehnjähriges Bestehen feierte. Das Projekt bringe Jugendliche aus Tirol, Südtirol und dem Trentino zusammen, die im Rahmen des »Bolzano Film Festival Bozen« Filme sichte, diskutiere und gemeinsam einen Preis vergebe. Ziel sei es, junge Menschen an die Welt des Films heranzuführen und zugleich den Austausch über Sprach- und Landesgrenzen hinweg zu stärken.

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Integrationsprojekt
soll Eigenverantwortung stärken

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Südtirol – Im Rahmen eines breit angelegten Integrationsprojektes sollen insgesamt 94 Familien mit Migrationshintergrund Wohnmöglichkeiten in einer Südtiroler Gemeinde erhalten. Begleitend dazu erfolge eine sozialpädagogische Begleitung mittels individuellen Wohn- und Integrationsprojekten durch die Sozialdienste der Bezirksgemeinschaften. Der Dienst »Begleitetes Wohnen für Familien mit Migrationshintergrund« solle Familien mit einem positiv abgeschlossenen Asylverfahren und Bleiberecht eine temporäre Unterkunft bieten. »Die Familien brauchen eine stabile Wohnsituation und eine Perspektive. Es geht es in diesem Wohnintegrationsprojekt darum, die Betroffenen in den Bereichen Arbeit, Wohnen und Spracherwerb zu begleiten und zu unterstützen«, so Südtirols Landesrätin Rosmarie Pamer. Die vorgesehene Aufnahmedauer betrage 24 Monate, es fielen dafür für die Familien Monatstarife bis 168 Euro pro Person an. Für eine dreiköpfige Familie seien dies, je nach wirtschaftlicher Lage, 120 bis 504 Euro, rechnete die Landesrätin vor. »Auch die Familien, die sich hier beteiligen, haben eine Verantwortung«, so Pamer. Dafür müssten Familien einen Aufnahmevertrag unterzeichnen, in dem Details zu den Pflichten festgehalten seien. So müsse u.a. zugesichert werden, sich aktiv am Integrationsprojekt zu beteiligen, die festgelegten Tarife zu bezahlen und mit den Sozialdiensten zusammenarbeiten.

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