Alpenrand-Magazin Aktuelles

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Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus

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KW 07 – 2026 
09. – 15.02. 2026

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Olympische
Winterspiele
2026

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Die ersten Olympischen Winterspiele in Europa seit zwölf Jahren begannen am 06. Februar 2026 in Mailand und Cortina. Der offizielle Start für das bedeutendste Großereignis dieses Winters erfolgte am Freitagabend mit der großen Eröffnungsfeier im »San Siro Stadion« in Mailand. Die ARD berichtete live im Ersten und in der ARD Mediathek ab 20:00 Uhr. Moderator Tom Bartels kommentierte die mit großer Spannung erwartete Veranstaltung gemeinsam mit Italien-Kenner, Journalist und Moderator Giovanni di Lorenzo.

Los ging es mit den Olympia-Übertragungen im Ersten bereits um 18:00 Uhr. Esther Sedlaczek moderierte live aus dem Sendestudio in Mainz, an ihrer Seite war Doppel-Olympiasiegerin Katarina Witt. Während der Countdown auf die Eröffnungsfeier lief, gab es mit Eishockey in der Vorrunde der Frauen und Curling im Mixed Doppel bereits die ersten sportlichen Livebilder von diesen Olympischen Spielen zu sehen. Außerdem erfolgten Schaltgespräche zu den ARD-Experten Felix Neureuther, Sven Hannawald, Mariama Jamanka und Erik Lesser in die Olympia-Orte Cortina d’Ampezzo, Antholz, Bormio und Val die Fiemme, wo die Eröffnung ebenfalls gefeiert wurde. Im Fernsehstudio bei Esther Sedlaczek waren außerdem die »Sportfreunde Stiller« zu Besuch und präsentierten den ARD-Olympiasong »Ti amo italiano«.

Am Samstag, 7. Februar, begrüße Stephanie Müller-Spirra ab 11:00 Uhr die Olympiafans zum ersten kompletten Olympia-Sendetag – bis 23.00 Uhr – in der ARD. Highlights waren unter anderem die Medaillenentscheidungen bei der Abfahrt der Männer, beim Skispringen und Skilanglauf der Frauen und beim Snowboard Big Air der Männer. Ferner Eishockey Frauen Deutschland gegen Japan, die ersten Läufe im Rodeln bei den Männern, Curling und Eiskunstlaufen. Damit wartete ein vielfältiges Olympia-Programm mit bis zu 16 Stunden täglich. Insgesamt hat Das Erste der ARD an neun Sendetagen ca. 120 Stunden Olympia im Programm. Das digitale Gesamtpaket sei so umfangreich wie noch nie bei Olympischen Winterspielen, das Livestream-Angebot in der ARD Mediathek umfasse bis zu 700 Stunden und damit über 150 Stunden mehr als noch vor vier Jahren bei den Winterspielen in Peking. Federführer für die Übertragungen von den Olympischen Winterspielen 2026 in der ARD sind der Bayerische Rundfunk und der Mitteldeutsche Rundfunk.

-ard-

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Schwerpunkte: 
Wirtschaft, Jugend,
Bildung und Klimawandel

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Region Österreich / Schweiz / Italien / Deutschland – »Die Alpenregionen stehen, trotz unterschiedlicher Staatszugehörigkeit, häufig vor ähnlichen Herausforderungen. Es ist sinnvoll und bereichernd sich in der internationalen Arbeitsgemeinschaft der Alpenregionen »Arge Alp« – auszutauschen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und Projekte voranzutreiben«, erklärte der derzeitige »Arge Alp«-Vorsitzende und Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner. Im Rahmen einer Präsidiumsitzung tauschte sich kürzlich die Interessensgemeinschaft über die aktuellen Maßnahmen und Projekte aus.

Als Wirtschafts- und Lebensraum müssten die Alpenregionen sowohl für Unternehmen als auch den Tourismus innovativer Standort bleiben und durch Regionalität auf allen Ebenen überzeugen, zugleich aber als qualitativ hochwertiger Lebensraum erhalten werden. Der Alpenraum, der vom Klimawandel besonders stark betroffen sei, brauche auch zukünftig eine effiziente und zielgerichtete Strategie, um die Herausforderungen besser bewältigen zu können. »Die Regionen der »Arge Alp« können sich nur weiterentwickeln, wenn der jungen Generation dort eine Zukunft geboten wird, in der sie sich einbringen kann«, so Wallner. Die Vernetzung im Bildungssektor und eine starke Kooperation in allen Bereichen des alpinen Lebens sollen die Bevölkerung im Alpenraum zukunftsfitter machen.

Programme
»Energie« und »Jugend« seien die Schwerpunkte des Vorarlberger Vorsitzjahres. Im Mittelpunkt sollen die beiden neuen »Arge Alp«-Projekte »EigenAlp« und »Chancenreichste Kinder- und Jugendregion« stehen. Das laufende »Arge Alp«-Projekt »European Talent School« stehe unter dem »Lead« von Bayern. Es handele sich um ein jährlich stattfindendes Projekt der außerschulischen Begabtenförderung, an dem insgesamt 48 Jugendliche (10. und 12. Jahrgangsstufe / Schulstufe) aus den »Arge Alp«-Regionen teilnehmen können. Auf dem Programm der »Arge Alp« werden auch Fachtagungen zum Thema »Energie« und »Große Beutegreifer« stehen.

In der »Arbeitsgemeinschaft Alpenländer« arbeiten in den vier Staaten Österreich, Schweiz, Italien und Deutschland, folgende Länder, Provinzen, Regionen und Kantone mit einer Gesamtbevölkerungszahl von rund 26 Millionen Menschen zusammen: Salzburg, Graubünden, St. Gallen, Südtirol, Lombardei, Tessin, Tirol, Trient, Vorarlberg und Bayern. Weitere Informationen zur »Arge Alp« unter www.argealp.org

-vlk-

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Förderbescheid
für das
»Human Exploration Control Center«

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Region Bayern – Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erhielt kürzlich einen Förderscheck in Höhe von 58 Millionen Euro für das Europäische Mondkontrollzentrum »Human Exploration Control Center« (HECC) im oberbayerischen Oberpfaffenhofen. »Bayerns Tor zu den Sternen kommt: In Oberpfaffenhofen bei München entsteht unser Mondkontrollzentrum. Die europäische Raumfahrt wird damit künftig von Bayern aus gesteuert. Das Human Exploration Control Center bildet eine starke Gemeinschaft von Freistaat, DLR und ESA. Mit Innovation und Pioniergeist fördern wir Forschung, Freiheit und Zukunft. Bayern investiert 58 Millionen Euro für ein neues Gebäude, fünf Millionen Euro für die Entwicklung eines Gateways im Orbit und in ein KI-Projekt für die Betreuung von Astronauten. Der Mond ist unser Sprungbrett ins All – und vielleicht irgendwann die Zwischenstation zum Mars. Vom Mond aus können die Echtzeitüberwachung von Robotern, autarke Energiesysteme und dauerhaftes Leben und Arbeiten im All erforscht werden. Das ist das spannendste Abenteuer unserer Zeit. Es hat aber auch konkrete Effekte für unser Leben auf der Erde. Als Space Valley entstehen in Bayern zahlreiche neue Technologien und Arbeitsplätze. Die Luft- und Raumfahrt-Branche umfasst inzwischen zwölf Milliarden Euro Jahresumsatz und etwa 38.000 Beschäftigte. Bayern ist Start-up-Land Nummer 1 und hat mit der TUM und LMU die beiden besten Unis in der EU. Mit der Hightech Agenda Bayern investieren wir insgesamt sieben Milliarden Euro in Wissenschaft und Forschung. Investitionen in die Raumfahrt fördern darüber hinaus auch die Souveränität und Eigenständigkeit Europas. All das sind Versprechen an die junge Generation. Oberpfaffenhofen ist künftig unser bayerisches Houston. Live long and prosper!«, so Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder, der den Scheck überreichte.

-bsr- Bild: bsr

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Mehr
Verkehrssicherheit 
durch Schulstraßen 
und Schulzonen

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Region Baden-Württemberg – »Der tägliche Weg zur Schule prägt das Mobilitätsverhalten ein Leben lang. Wer früh lernt, Wege eigenständig zurückzulegen, gewinnt Sicherheit, Orientierung und Selbstvertrauen. Daher müssen wir dafür sorgen, dass der Schulweg sicher ist. Gerade die hohe Anzahl der sogenannten »Elterntaxis« führt immer wieder zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen vor den Schulen. Schulstraßen und Schulzonen sind effektive Lösungen, um den Schulweg für Schülerinnen und Schüler zu bestimmten Zeiten sicherer zu machen. Die Landesregierung Baden-Württemberg hat nun mit einem Erlass für rechtliche Klarheit bei der Umsetzung dieser Lösungen gesorgt und Hürden abgebaut. Mit dem neuen Leitfaden setzen wir einen weiteren Impuls«, erläuterte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann betonte: »Wenn sich Autos morgens Stoßstange an Stoßstange vor den Schulen drängen, wird der Schulweg für Kinder schnell zur Gefahrenzone. Das müssen wir ändern. Mit der Novelle der Straßenverkehrsordnung 2024 ist die Umsetzung von Schulstraßen und Schulzonen rechtlich leichter geworden. Damit ist aber noch keine Schulstraße eingerichtet. Wir bieten deshalb ein Beratungsprogramm und jetzt auch einen neuen Leitfaden, der bei der Umsetzung unterstützt. Mit »MOVERS« haben wir in Baden-Württemberg ein starkes interministerielles Programm geschaffen. Jetzt wird es entsprechend erweitert. Es verbindet flächendeckende Schulwegpläne, ein starkes Beratungsnetzwerk und erfolgreiche Mitmach-Aktionen mit einem neuen, klaren Fokus auf Schulstraßen und Schulzonen. Die Grundlagen für mehr Sicherheit für die Kinder und Jugendlichen sind mit dem Erlass und dem nun veröffentlichten neuen Leitfaden gelegt«.

Die Zahl der statistisch erfassten Unfälle auf dem Schulweg lag im Jahr 2024 bei 378, 2023 bei 423 und 2022 bei 357. Ein zentraler Baustein, um diese Zahl zu senken, sei die Einrichtung von Schulstraßen und Schulzonen. Sie sollen vor Schulen zeitweise oder dauerhaft autofreie Bereiche schaffen und gefährliche Situationen genau dort entschärfen, wo Kinder besonders schutzbedürftig seien. Ein Erlass des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg erleichtere nun den Kommunen die Einführung deutlich: Rechtliche Fragen wurden geklärt, bürokratische Hürden gesenkt, aufwendige Verkehrszählungen seien nicht mehr erforderlich.

Der Leitfaden mit dem Titel »Schulstraßen und Schulzonen in Baden-Württemberg erfolgreich umsetzen« gebe konkrete Hilfestellungen zur Kommunikation, Einbindung von Eltern, Schulen und Anwohnerinnen und Anwohnern sowie, wie Straßen sicher abgesperrt und kindgerecht gestaltet werden können.

-lbw-

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Metallische
Gläser

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Region Schweiz – Metalle sind vielseitige Werkstoffe und begleiten durch den Alltag, sei es als grosses Bauelement oder als winzige Komponente in elektronischen Geräten, als robustes Werkzeug oder als eleganter Schmuck. Bei den meisten Anwendungen liegen Metalle in einer geordneten kristallinen Struktur vor, die sie beim Erstarren aus der Schmelze fast immer annehmen. Doch was passiert, wenn sich Metallatome einmal nicht in klaren Mustern anordnen? Kühlt man bestimmte Legierungen sehr schnell aus der Schmelze ab, erstarren sie in einer »ungeordneten« – amorphen – Struktur, die derjenigen von Glas ähnelt. Deshalb werden solche amorphen Metalle auch als »metallische Gläser« bezeichnet.

»Metallische Gläser« gelten als der heilige Gral der »Metallurgie«. Sie sind hart wie Quarzglas, und ihre glatte Oberfläche ist besonders widerstandsfähig gegen Kratzer und Korrosion. Ganz anders als Glas sind metallische Gläser aber elastisch und kehren nach Verformungen eher in ihre Ursprungsform zurück als gewöhnliche Metalle. Das mache sie zu einem begehrten Material für Anwendungen in der Medizin und in der Weltraumtechnologie.

Schwierig sei indes die Herstellung der metallischen Gläser, denn die meisten Metalle wollen am liebsten ihre natürliche kristalline Form annehmen. »Vor allem bei der Herstellung von grösseren Komponenten ist es schwierig, die amorphe Struktur zu behalten«, so Damien Terebenec, Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), der am Empa-Zentrum für Röntgenanalytik an metallischen Gläsern forscht.

Die Schwerkraft ausschalten
Materialforschende – wie Terebenec – arbeiten mit komplexen Legierungen und präzis gesteuerten Prozessen, um »amorphe Metalle« herzustellen. Dafür ist ein genaues Verständnis der physikalischen Eigenschaften des Materials notwendig, insbesondere in dessen flüssiger Form, in der Schmelze. »Man muss flüssige Metalltröpfchen in der Schwebe untersuchen, da der Kontakt mit einem Schmelztiegel eine Kristallisation des Metalls auslösen und so das gesamte Experiment gefährden kann«, erklärte Terebenec. Dies könne man etwa mittels starker elektromagnetischer Felder erreichen – aber die Schwerkraft der Erde verforme die runden Tröpfchen und verfälsche die Messungen. Aus diesem Grund greifen Terebenec und andere Forschende des Zentrums für Röntgenanalytik unter der Leitung von Antonia Neels auf eine ganz besondere Forschungsplattform zurück: Die Internationale Raumstation ISS. Im Rahmen des Forschungsprojekts »THERMOPROP« der Europäischen Weltraumorganisation ESA, das von Neels geleitet wird, untersuchen die Forschenden die physikalischen Eigenschaften von metallischen Gläsern in der Mikrogravitation – der Beinaheschwerelosigkeit in der erdnahen Umlaufbahn. Zugleich laufen auch Versuche an der Empa in der Stadt Dübendorf im Bezirk Uster des Kantons Zürich, wo Neels, Terebenec und ihre Kolleginnen und Kollegen die Struktur der metallischen Gläser mit unterschiedlichen Röntgentechniken untersuchen.

»Die Daten aus den Versuchen auf der ISS fliessen in Computersimulationen ein, mit denen sich wiederum industrielle Prozesse entwickeln und optimieren lassen«, so Antonia Neels. Trotz der luftigen – oder vielmehr Luftlosen – Höhen, in denen ein Teil der Versuche stattfinde, sei das Projekt alles andere als abgehoben: Von Beginn an sei nebst den Forschenden der Empa und der EPFL auch ein Industriepartner mit dabei. Das Schweizer Unternehmen »PX Group« aus La Chaux-de-Fonds stellt metallische Gläser für die Uhrenindustrie her, wo die harten, biegsamen Materialien für präzise Mechanismen und robuste Gehäuse verwendet werden. »Unser Partner konnte unsere Erkenntnisse aus dem Projekt bereits in verbesserte Herstellungsprozesse einfliessen lassen«, so Neels.

Zuverlässige Mechanismen für Satelliten
Das an Bord der ISS und an der Empa gewonnene Wissen fliesse aber auch zurück in den Weltraum. Nebst ihren irdischen Einsatzgebieten eigneten sich metallische Gläser auch für Anwendungen an Bord von Raumschiffen und Satelliten. Ihre Elastizität und Widerstandsfähigkeit ermöglichte etwa die Konstruktion von zuverlässigen Mechanismen, die über lange Zeit wartungsfrei funktionierten. In einem zweiten Projekt mit der ESA setzten die Empa-Forschenden Materialproben den rauen Bedingungen im Weltall aus. Der entsprechende Versuch namens »SESAME« flog zur ISS und wurde an der Aussenseite des europäischen Labormoduls »Columbus« installiert. Er umfasste zahlreiche Materialproben von 15 europäischen Forschungsinstitutionen. Nach rund einem Jahr im Weltall sollen die Proben wieder zur Erde zurückkehren und analysiert werden – darunter auch das metallische Glas des Empa-Teams. »Wir können einzelne Bedingungen aus dem Weltall auf der Erde simulieren, etwa Temperaturschwankungen, Vakuum oder Strahlung – aber nicht alles miteinander«, erläuterte Neels. »Wir wollen wissen, ob ein längerer Aufenthalt unter Weltraumbedingungen die Struktur des Materials verändert. Denn die Struktur definiert die Materialeigenschaften«, ergänzte Terebenec.

Die Versuche auf der ISS laufen in verschiedenen Phasen ab. So sind weitere Experimente mit flüssigen metallischen Gläsern der Empa an Bord der ISS für nächstes Jahr geplant. »Beide Projekte werden wohl bis zum Ende der ISS im Jahr 2030 laufen«, so Neels. Die Projekte werden im Rahmen des ESA-PRODEX-Programms (Programme de Développement d’Expériences Scientifiques) durchgeführt und vom »Swiss Space Office« (SSO) sowie dem »PRODEX Office« unterstützt.

-chbk-

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Aktionsplan
für 
Endometriose-Betroffene

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Region Liechtenstein – Endometriose betreffe weltweit viele Frauen – auch in Liechtenstein. Die Erkrankung könne starke Schmerzen, zyklusabhängige Beschwerden sowie psychosoziale Belastungen verursachen und führe häufig zu langen, belastenden Diagnosewegen. In schweren Fällen könne sie Unfruchtbarkeit nach sich ziehen. Trotz ihrer Häufigkeit werde »Endometriose« nach wie vor unterschätzt, und die Diagnose erfolge gemäss internationalen Studien im Durchschnitt erst nach mehr als sieben Jahren.

Die Regierung des Fürstentums Liechtensteins hat nun einen Aktionsplans für Endometriose-Betroffene genehmigt und betrachtet »Endometriose« exemplarisch als eine Erkrankung, die bestehende Lücken in der Frauengesundheit aufzeige. Ziel eines Aktionsplanes sei es, Massnahmen zu entwickeln, welche die gesellschaftliche Sensibilisierung für pathologische Menstruationsbeschwerden förderten und das Bewusstsein für die Erkrankung steigere. Ferner sollen Fachpersonal und Betroffene sowie deren Vertrauenspersonen bzw. deren soziales Umfeld informiert, die Früherkennung verbessert, die psychosoziale Unterstützung gestärkt und die medizinische Versorgung optimiert werden. Der Aktionsplan soll fachlich strukturiert im Modul »Gesundheit« der in Ausarbeitung befindlichen »Gleichstellungsstrategie« verankert werden, um frauenspezifische Gesundheitsbedürfnisse nachhaltig zu stärken.

-RdFL-

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30 Werke
neu 
in der Landessammlung

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Region Vorarlberg – Als »AgentInnen der Sammlung« verstehen sich Anne Zühlke und Simeon Brugger, die 2025 in die dreijährige Periode als Ankäufer für die Kunstsammlung des Landes Vorarlberg gestartet sind. Im ersten Jahr haben sie die Sammlung um zeitgenössische Werke von insgesamt elf Positionen ergänzt. Das Ankaufsbudget belief sich wie im Jahr zuvor auf 180.000 Euro. »Gerade in Zeiten knapper Budgets und großer Herausforderungen ist das konstant gehaltene Ankaufsbudget ein wichtiges und positives Signal an die heimische Kunstszene«, betonte Vorarlbergs Landesrätin Barbara Schöbi-Fink bei der Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 5. Februar 2026, im Palais Liechtenstein in Feldkirch. Die Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin Anne Zühlke und der Architekt und Galerist Simeon Brugger erwarben in ihrem ersten Jahr insgesamt 30 Werke von zehn Vorarlberger Kunstschaffenden sowie von einem Künstler-Duo. Neben umfangreichen Werkkomplexen lag ihr Augenmerk auf Erstankäufen und darauf, bereits in der Sammlung befindliche Serien zu vervollständigen.

Sammeln, fördern, präsentieren
Das Land Vorarlberg ergänze seit 1974 seine Sammlung gezielt um zeitgenössische Werke, die in den Bestand des »vorarlberg museums« eingehen. Die Auswahl sei gemeinsame Sache zweier Ankäufer, die jeweils auf drei Jahre bestellt sind. Neben der Abbildung der Kunstlandschaft Vorarlbergs gehe es vor allem um den Erhalt tragfähiger Arbeitsstrukturen. »Die Ankäufe des Landes gehören zu den Eckpfeilern der Förderprogramme des Landes, welche die Arbeitsbedingungen von Künstlerinnen und Künstlern verbessern sollen«, so Landesrätin Schöbi-Fink.

Das Ankaufsjahr werde bereits zum zehnten Mal in Folge mit einer Ausstellung beschlossen, die sämtliche Neuzugänge für alle Interessierten zugänglich mache. Sie sei eine Kooperation zwischen der Kulturabteilung des Landes, dem »vorarlberg museum« und dem Ausstellungsort. »Die öffentliche Präsentation der Werke unterstreicht die Bedeutung zeitgenössischer Kunst und fördert einen lebendigen Austausch«, erklärte Kulturamtsleiterin Claudia Voit. 

vlk-

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»Green Events«
weiter im Trend

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Region Tirol – Mit insgesamt 279 Veranstaltungen, die im Jahr 2025 nach den Kriterien von »Green Events Tirol« veranstaltet wurden, setze sich ein positiver Trend hin zu mehr Nachhaltigkeit weiter fort. Seitdem die Initiative 2014 von Land Tirol, Klimabündnis Tirol und Umwelt Verein Tirol ins Leben gerufen worden sei, steige das Interesse an nachhaltigen Veranstaltungen stetig weiter an. 2025 seien es insgesamt 874 Veranstaltungstage gewesen, die von Vereinen, Organisationen und Gemeinden ganz im Sinne eines nachhaltigen und bewussten Handelns durchgeführt worden seien. Seit Beginn der Initiative seien 1.590 »Green Events« in Tirol durchgeführt worden. »In Tirol gibt es bereits zahlreiche Veranstaltungsteams, die sich seit vielen Jahren den Kriterien von Green Events Tirol verschrieben haben und ihre Events Stück für Stück nachhaltiger ausrichten. So auch das Land Tirol selbst, das unter anderem den Tag der offenen Tür mit jährlich bis zu 20.000 Besucherinnen und Besuchern, aber auch zahlreiche weitere Landesveranstaltungen, als Green Event umsetzt. Es kommen jedes Jahr neue Veranstaltungen in ganz Tirol dazu, der positive Trend zu nachhaltigen Events hält weiterhin an«, so Tirols Klimaschutzlandesrat René Zumtobel.

Förderung des Landes beschlossen – Initiative entwickelt sich weiter
Kürzlich habe die Tiroler Landesregierung nun auch die Förderung von »Green Events« für das zweite Halbjahr 2026 fixiert. Somit  sollen 2026 insgesamt 143.000 Euro bereitgestellt werden. Damit könnten »Klimabündnis Tirol« und der »Umwelt Verein Tirol« weiterhin die Beratung, Information und Begleitung von interessierten Organisationsteams sicherstellen. Ressourcen schonen, lokale Speisen und Getränke anbieten, Müll sorgfältig trennen und Lebensmittelabfälle vermeiden – das seien nur einige der Schwerpunkte, auf die bei einem nachhaltigen Event Wert gelegt werde. Es gehe auch darum, eine öffentliche Anreise zu ermöglichen, Veranstaltungen mit möglichst wenig Barrieren für die Menschen abzuhalten und so für alle zugänglich zu machen.

»Green Events Tirol ist längst mehr als eine Checkliste – es ist eine wachsende Bewegung, die zeigt, wie Veranstaltungen Kultur, Gemeinschaft und Klimaschutz verbinden können. Wir wollen diese österreichweite Vorreiterrolle weiter ausbauen und Organisationsteams dabei unterstützen, kreative Lösungen für eine nachhaltige Zukunft umzusetzen“, erläuterte Andrä Stigger, Geschäftsführer von »Klimabündnis Tirol«.

Bewertungskriterien werden heuer weiterentwickelt
2026 schlage das Green Events-Team ein neues Kapitel auf: Die bisherigen Bewertungskriterien sollen weiterentwickelt werden, um den vielfältigen Anforderungen von Veranstaltungen unterschiedlicher Größe, Dauer und Zielgruppen noch besser gerecht zu werden. Damit sollen auch Veranstaltungen sichtbarer werden, die innerhalb ihrer jeweiligen Rahmenbedingungen in einzelnen Kategorien mit innovativen Herangehensweisen herausragende Ergebnisse erzielten. »Nachhaltigkeit entwickelt sich ständig weiter, weshalb wir auch die Green Events Tirol weiterentwickeln, um noch mehr Veranstaltungen und deren Organisationsteams zu erreichen, aber auch den Entwicklungen der vergangenen Jahre im Veranstaltungsbereich zu entsprechen. Wir wollen die Qualität unserer Auszeichnung noch weiter erhöhen, gleichzeitig auch einzelne herausragende Events als Vorbilder hervorheben«, so Zumtobel. Weitere Informationen: greenevents-tirol.at

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Olympische Spiele:
200 Fahrer, 66 Busse
und zehn Shuttles zusätzlich

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Region Südtirol – Anlässlich der Olympischen Winterspiele habe das Land Südtirol zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um eine »nachhaltige und inklusive Mobilität« zu fördern und Olympiafans sowie allen anderen Nutzerinnen und Nutzern einen optimalen Service zu garantieren. »Mobilität für alle bedeutet, einen klaren und gut zugänglichen Dienst zu organisieren, mit eigenen Transportmitteln und Shuttles für Personen mit besonderen Bedürfnissen, damit das Publikum Antholz einfach und geordnet erreichen kann, während der Pendler- und Schülerdienst vollständig aufrechterhalten bleibt«, so Südtirols Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.

Zusätzlich zum regulären Dienst sollen, so kündigt Alfreider an, während der Spiele 66 zusätzliche Busse sowie zehn Shuttles eingesetzt werden, die unter anderem auch Menschen mit Behinderung den Besuch der Wettkämpfe ermöglichten. An Wettkampftagen würden über 200 akkreditierte Fahrerinnen und Fahrer die vollständige Abdeckung des Dienstes gewährleisten. »Kronplatz Mobility«, zuständig für den öffentlichen Nahverkehr im zentralen Pustertal, habe den Auftrag erhalten, den Transport der Zuschauerinnen und Zuschauer mit gültigem Olympia-Ticket in Antholz abzuwickeln. Der Einsatzplan sei so gestaltet, dass geordnete Abläufe und eine einfache Reiseerfahrung gewährleistet seien. Die gesamte Dienstkette sei lokal organisiert, und zwar mit Untervergaben an Südtiroler Betriebe, darunter die Unternehmen Holzer, Pizzinini, KSM und SASA AG.

Darüber hinaus, so das Ressort für Infrastrukturen und Mobilität, seien ein im Notfall verfügbarer Bergungsdienst für Busse sowie zusätzliche Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen an den Haltestellen vorgesehen. Ein ständiger operativer Austausch, insbesondere mit der »Stiftung Mailand-Cortina« in Sachen Logistik, Parkplätze und Akkreditierungen bestehe, um einen flüssigen Verkehrsfluss vom Eintreffen an den Anlagen bis zur geordneten Abreise nach Veranstaltungsende zu garantieren. Weitere Informationen sind auf der Seite südtirolmobil abrufbar.

-lpast-

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12.000
verschiedene 
Besitzer

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Region Salzburger Land – Die Wälder Salzburgs gelten als Naherholungsgebiete, Schutzbarrieren und als wirtschaftliche Grundlage. Der Forstbesitz im Bundesland Salzburg sei unter 12.000 verschiedenen Grundbesitzerinnen und -besitzern aufgeteilt, wobei die Österreichischen Bundesforste mit rund 40 Prozent der größte Grundbesitzer seien. Neben dem Tourismus sei die Forstwirtschaft der größte Wirtschaftszweig in Salzburg. In den 1.200 holzverarbeitenden Betrieben seien von der Ernte bis zur Produktion rund 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Eine besondere Bedeutung habe der Wald in Salzburg als Bollwerk gegen Lawinen und Muren, die vor allem in den Gebirgsgauen Siedlungsräume bedrohen. Rund 55 Prozent der Wälder im Salzburger Land seien sogenannte Schutzwälder, den bezirksweit höchsten Anteil gebe es im Pinzgau.

Kürzlich, haben sich rund 270 Landwirtinnen und Landwirte, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Holzproduzentinnen und Holzproduzenten in Salzburg-Parsch zum »56. Waldbauerntag« getroffen. Neben Vertreterinnen und Vertretern der heimischen Forstindustrie nahmen auch Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek, Landesrat Maximilian Aigner und die bayerische Staatsministerin Michaela Kaniber an dem Vernetzungs- und Informationstag teil. Svazek hat bei ihren Begrüßungsworten die unionsrechtlichen Vorgaben im Natur- und Umweltschutz hervorgestrichen, die zunehmend in die heimische Forstwirtschaft eingriffen. »Zahlreiche EU-Rechtsakte würden nationale Gesetzgebungen aushebeln und müssten – wie etwa die Wiederherstellungsverordnung – umgesetzt werden oder stünden über dem nationalen Recht. Dieser Umstand mache die Forstwirtschaft trotz des derzeit relativ guten Holzpreises nicht leichter«.

Regelungen mit »Hausverstand« gefordert
»Diese Entwicklung lähmt leider unsere Forstwirtschaft. Gerade die kleinen Betriebe überfordert der administrative Aufwand im Bereich der Genehmigungsverfahren«, so Svazek, die als Beispiel ein jüngstes EuGH-Urteil, wonach selbst eine normale Holznutzung aufgrund unionsrechtlicher Naturschutzvorgaben zum Vogelschutz nicht mehr möglich sei, anführte. »Überträgt man diese Rechtsprechung auf Österreich, werden einfache Genehmigungen für Schlägerungen künftig Monate oder gar Jahre dauern«, so Svazek.

Aus Bayern hatte Staatsministerin Michaela Kaniber am Waldbauerntag teilgenommen. »Der enge Schulterschluss zwischen Salzburg und Bayern stellt sicher, dass wir in forst-politischen Fragen mit einer Stimme auftreten – in Wien und Berlin ebenso wie in Brüssel, da wir mit den gleichen Herausforderungen beim Thema Wald konfrontiert sind. Das gilt insbesondere für den Eigentumsschutz und den Abbau überbordender Bürokratie bei EU-Vorhaben wie der Entwaldungsverordnung – kurz EUDR – und der Wiederherstellungsverordnung – kurz WHVO – bei denen praxistaugliche Lösungen entscheidend sind«, stellte Salzburgs Landesrat Maximilian Aigner fest.

Alleskönner Holz
Der klassische Waldbauer in Salzburg sei im Nebenerwerb tätig und besitze zwischen zehn und 50 Hektar Wald. »Diese kleinteilige Struktur ist das Herz der heimischen Forstwirtschaft. Mit Engagement und Leidenschaft werden die Flächen bewirtschaftet und der nachwachsende Rohstoff in den Wirtschaftskreislauf gebracht – gerade auch als Baumaterial. Holz ist der umweltfreundliche COSpeicher, ermöglicht ein besonderes Raumklima und stärkt die heimische Wirtschaft. Das sieht man besonders bei den jüngsten Bauprojekten, beispielsweise an den landwirtschaftlichen Fachschulen am Winklhof, in Bruck oder in Kleßheim«, betonte Aigner.

ls- Bild: am

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Mit KI
und Robotik 
auf dem Weg 
zur »Fabrik der Zukunft«

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Region Oberösterreich – »In der Fabrik der Zukunft wird mit Künstlicher Intelligenz und Robotik die Produktion noch effizienter, ausfallsicherer und resilienter gestaltet. Das bietet gerade für Oberösterreich als Industrie- und Wirtschafts-Bundesland Nr. 1 die Chance, seine Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich zurückzugewinnen und zugleich auch eine Antwort auf den demografisch bedingten Fachkräftebedarf zu geben«, stellte Oberösterreichs Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner in seiner Begrüßungsbotschaft im Rahmen der Veranstaltung »Zukunft.Produktion 2026« in Linz fest. »In Oberösterreich treibt der Schulterschluss von Forschung und Wirtschaft die intelligente, automatisierte und digitalisierte Produktion besonders rasch voran, was die Praxisbeispiele, die bei »Zukunft.Produktion 2026« präsentiert worden sind, eindrucksvoll unterstreichen«, so Achleitner.

Oberösterreichs Standortagentur »Business Upper Austria« hatte gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Oberösterreich zur »Zukunft.Produktion 2026« nach Linz geladen. Vertreterinnen und Vertreter verschiedenster Branchen stellten erfolgreiche Praxisbeispiele für die intelligente Produktion der Zukunft vor. 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich so über Technologien für die Fertigung von morgen informieren. »Mit unserer Leitinitiative »Automate Upper Austria« wollen wir den Automatisierungsgrad heimischer Unternehmen weiter erhöhen. »Zukunft.Produktion 2026« zeigt auf, wie es gelingen kann, automatisieren, robotisieren und digitalisieren branchenübergreifend umzusetzen. So können Oberösterreich, Österreich und Europa als starke Produktionsstandorte abgesichert und unsere traditionelle Stärke zurückgewonnen werden«, erklärte Achleitner.

Jetzt handeln statt aufschieben
Werner Pamminger, Geschäftsführer der »Business Upper Austria«, hob hervor: »Große Stückzahlen in großen Unternehmen sind schon automatisiert. Wir konzentrieren uns mit der Leitinitiative auf KMU. Ihnen raten wir, Projekte einfach anzugehen, auch wenn es sich laut Controlling und Finanzchef erst in vier Jahren rechnet. Die starken Forschungs- und Unternehmensstrukturen in Oberösterreich bieten dafür einen Vorteil«. In dieselbe Richtung appellierte Michael Pecherstorfer, Vizepräsident der WKOÖ: »Nicht aufschieben. KI ist die Chance, wie wir aktiv nutzen müssen. Digitalisierung und Automatisierung sind der Hebel für die Wettbewerbsfähigkeit«. Stephan Kubinger, Innovationssprecher der Sparte Industrie in der WKOÖ, ergänzte: »Mit humanoider Robotik kommt eine Welle mit riesigen Chancen auf uns zu. Das Thema wird uns dominieren und uns beim Fachkräftebedarf helfen. Unternehmen sollten jetzt überlegen, wie ihr Geschäftsmodell in vier Jahren aussehen wird und dann handeln«.

»Dafür braucht es Mut, Engagement und eine klare Haltung. Unternehmen müssen sich auch für Disruption öffnen«, erklärte Christiane Tusek, Vizerektorin für Finanzen und Entrepreneurship der JKU Linz. Sie hob die Rolle der Forschung hervor: »Wir müssen neue Wege gehen für Wirtschaft und Industrie. In Zeiten wie diesen wird entscheidend sein, ob eine Volkswirtschaft über Wissen und Innovation verfügt. An der JKU arbeiten viele Expertinnen und Experten zu AI, daraus entstehen erfolgreiche Spin-offs«.

Physische KI verändert die Industrie
Der Fokus sowohl bei den Fachvorträgen als auch bei den »Best-Practice-Beispielen« lag auf physischer KI bzw. »Embodied AI«. Darin liege für Thomas Bauernhansl vom Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung ein Schlüssel. Seine These: »Wahre Intelligenz kann nur entstehen, wenn die KI einen Körper hat, mit der Umwelt interagieren und etwas ausprobieren kann. Beispiele dafür sind humanoide Roboter, kompetente Maschinen oder autonome Fahrzeuge und Drohnen«. Ihm sei klar, dass Investieren in »physische KI« teuer und risikoreich sei, daher sei Kooperation unumgänglich, weil einzelne Unternehmen die Herausforderungen nicht alleine stemmen könnten. Bauernhansl stellte daher klar: »Wenn wir in zehn Jahren noch relevant sein wollen, müssen wir uns alle verändern. Weitermachen wie bisher wird nicht funktionieren«. Die nächste große KI-Entwicklung werde nicht mehr im Digitalen, sondern in der realen Welt stattfinden.

Innovationen made in Oberösterreich
Ümit Bas von »Iono Robotics« entwickelt in Linz humanoide Robotik für Produktionsbetriebe: »Wir positionieren uns bewusst als europäische Alternative zu Anbietern aus den USA und China. Ein zentraler Vorteil ist die Datensouveränität. Oberösterreich bietet ideale Bedingungen: Viele produzierende Betriebe auf engem Raum und damit viele konkrete Anwendungsfälle, die sich rasch automatisieren lassen«, so Bas. Der erste Roboter soll noch in diesem Quartal beim Kunden stehen. Aus Rainbach im Mühlkreis stammt Roboter »Chipsi«. Er stellt aus rohen Erdäpfeln mit Zutaten aus der Region Lockenchips her. Die Idee stamme von Jakob Hörbst und seiner »ERNI und Enkerl GmbH«, die Automatisierungslösungen für Gastronomie und Tourismus entwickele. Im Waldpark Hochreiter in der Steiermark können Besucherinnen und Besucher »Chipsi« bei der Arbeit zusehen.

Damit Investitionen in Automatisierung, Robotik und KI auch leistbar und vor allem nachhaltig seien, hätten oberösterreichische Anbieter und Hersteller gemeinsam mit Produktionsbetrieben praktikable Lösungen entwickelt. Diese seien modular, auf weitere Anwendungsfälle skalierbar und brauchten auch meist weniger Platz als herkömmliche Industrie-Roboterkonzepte.

Risiko minimieren, Chancen nutzen
Das Risiko hoher Investitionen minimieren – darum gehe es im EDIH-AI5 Innovation-Programm »Test-Before-Invest«. Es ermögliche Betrieben, neue Technologien vor einer Investition unter realen Bedingungen zu erproben. In einer »Breakout-Session« präsentierte der Mechatronik-Cluster Use Cases von Unternehmen, die das Programm bereits genutzt hätten. Die EU-Kommission und das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus förderten »Test-Before-Invest«-Projekte zu 100 Prozent.

Menschliches Fachwissen trainiert KI
KI besitze auch großes Potenzial, den Ressourcenverbrauch zu optimieren. Roman Froschauer von der FH Oberösterreich verdeutlichte dies mit Zahlen: »Viele Maschinen arbeiten nur 28 Prozent ihrer Einschaltzeit produktiv, der Rest ist Leerlauf und kostet Energie. Mit »Hybrid Modelling« können Unternehmen vorhandenes Prozesswissen der Fachkräfte mit den Stärken moderner KI verbinden, so die Trainingszeiten für die KI verkürzen und den Energieverbrauch reduzieren. 

Entscheidender Faktor: Vertrauen
Entscheidend bei der Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI sei das menschliche Vertrauen in die KI. Sandra Maria Siedl vom »LIT Robopsychology Lab« der JKU Linz erklärte: »Menschen müssen nachvollziehen können, warum eine KI zu einer Entscheidung kommt. Wenn Menschen also verstehen, wie die KI »denkt«, akzeptieren sie sie besser, treffen selbst häufiger richtige Entscheidungen und erkennen Fehlentscheidungen schneller«.

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Masterplan
Pflege

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Region Steiermark – ziel des »Masterplan Pflege Steiermark« sei die nachhaltige Absicherung der Pflege für alle Steirerinnen und Steirer. Dabei sollen die Bedürfnisse der zu pflegenden Menschen genauso im Mittelpunkt stehen, wie jene ihrer Angehöriger und der Pflegekräfte. »Wir wollen die Pflege nachhaltig für alle absichern und den Pflegekräften mehr Zeit am und mit den Menschen ermöglichen. Wir wollen kein Szenario, in dem Pflege in Zukunft nur noch für wenige leistbar ist, sondern sie muss für jene da sein, die sie brauchen. In seiner derzeitigen Form ist das System nicht zukunftsfit, daher setzen wir nun den Startschuss für den Masterplan Pflege. Wenn wir jetzt nicht handeln, ist die Pflege für alle in Gefahr. Es ist eine gesellschaftliche Herausforderung, daher wollen wir auch einen gesellschaftlichen Diskurs beginnen und alle einladen, sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen«, erklärte Steiermarks Landesrat Karlheinz Kornhäusl.

Herausforderungen
Der demografische Wandel gilt als kein abstraktes Problem, sondern als Realität, die insbesondere den Pflegebereich betreffe. Weniger Menschen im arbeitsfähigen Alter, die als Beitragszahler und Arbeitskräfte verfügbar seien, treffen auf mehr ältere Mitmenschen mit Pflegebedarf und damit steigende Ausgaben. Für die Steiermark bedeute das laut »Statistik Austria«, dass die Zahl der Erwerbsbevölkerung von rund 750.000 Einwohnern im Jahr 2025 bis 2050 auf 680.000 sinken werde. Gleichzeitig steige die Zahl der über 85-Jährigen in diesem Zeitraum von 40.000 auf 88.000 auf mehr als das Doppelte. Die Steiermark sei aufgrund des hohen Anteils an stationärer Pflege zwar intensiver betroffen, aber die Herausforderungen würden ganz Österreich betreffen. Daher sei auch der Bund gefordert ein langfristig tragfähiges Finanzierungsmodell für die Pflege zu erarbeiten und sicherzustellen.

Der »Masterplan Pflege Steiermark« soll auf dem im November 2025 beschlossenen Bedarfs- und Entwicklungsplan 2030 aufbauen und eine Gesamtstrategie beinhalten, wie den großen Herausforderungen in diesem Bereich entgegengewirkt werden könne. Erarbeitet werden soll der Masterplan in den kommenden Monaten unter Einbeziehung aller Interessierten, den Partnern im Pflegebereich, wozu etwa Trägerorganisationen und Gewerkschaft, Experten der Universitäten und Fachhochschulen sowie insbesondere auch die Pflegekräfte selbst zählen. Der Masterplan soll als Grundlage für gezielte Verbesserungen im Pflegebereich sowie Planungsvorhaben dienen. Inhaltlich soll der Masterplan sämtliche relevanten Prognosen und Entwicklungsmaßnahmen im Pflegebereich umfassen. 

-lstmk-

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Baukulturgemeinde
Preis

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Region Kärnten – Kärnten setze bundesweit Maßstäbe in der Baukultur: Beim »5. Baukulturgemeinde-Preis« des Vereins »LandLuft« seien heuer gleich drei Kärntner Gemeinden nominiert. Insgesamt schafften es 14 Gemeinden aus ganz Österreich in die nächste Runde. Die nominierten Gemeinden würden exemplarisch für den bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit bestehenden Gebäuden, Flächen und Ortsstrukturen stehen. Im Mittelpunkt stehe Umbaukultur, kreative Nachnutzungen, Innenentwicklung sowie die aktive Einbindung der Bevölkerung, ganz im Sinne des diesjährigen Preismottos »Nutzen, was da ist!«.

Kärnten sei in Sachen Baukultur österreichweit Vorreiter: Als erstes österreichisches Bundesland habe das Land Kärnten die baukulturellen Leitlinien des Bundes übernommen, weiterentwickelt und mit eigenen Landesleitlinien konkret umgesetzt. Ein enger Austausch mit dem Bund und Fachinstitutionen sei dabei ein zentraler Bestandteil der Kärntner Baukulturstrategie. Die nominierten Gemeinden präsentieren ihre Projekte am 10. April 2026 beim Juryhearing in Trofaiach, Steiermark. Im Juni folge die Juryreise zu den Finalisten, die feierliche Preisverleihung finde am 19. November 2026 in Wien statt.

-lktn-

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Aus
Hühnermist 
werden Pellets

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Region Niederösterreich – Hühnermist fällt in der Geflügelhaltung regelmäßig an und stellt viele Betriebe vor Herausforderungen bei Lagerung und Nutzung. Beim Start-Up »Pressgold« wird aus Hühnermist hochwertiger Dünger: Das niederösterreichische Start-up verarbeitet jährlich rund tausend Tonnen Hühnermist zu organischen Pellets und schließe damit regionale Nährstoffkreisläufe. Durch Aufbereitung, Trocknung und Pelletierung entstehe ein hygienisiertes, geruchsarmes und gut lagerfähiges Düngemittel – eine praxisnahe Alternative zu mineralischen Düngern. »Pressgold« setze genau hier an und mache aus dem Nebenprodukt eine marktfähige, nachhaltige Lösung, welche die Bodenfruchtbarkeit verbessere und zur Reduktion energieintensiv hergestellter Mineraldünger beitragen könne.

Das Angebot wurde später um Holzpellets erweitert. Diese werden aus regionalen Sägenebenprodukten hergestellt und als erneuerbarer Energieträger genutzt. Seit 2024 verfüge »Pressgold« über einen eigenen Silo-LKW, um Holzpellets flexibel und effizient direkt zu den Kundinnen und Kunden auszuliefern. Beide Produktbereiche folgten demselben Prinzip: Kurze Transportwege, regionale Wertschöpfung und ein verantwortungsvoller Umgang mit vorhandenen Ressourcen. 

-lnö- Bild: am

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Gynäkologische
Versorgung 
auf Kassenbasis

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Region Burgenland – Die »Frauengesundheit Burgenland« in Güssing sichere seit einem Jahr die gynäkologische Versorgung auf Kassenbasis. Der starke Zustrom zeige klar: Dort, wo Kassenstellen nicht besetzt werden können und Wahlarztkosten für viele Frauen zur Hürde geworden seien, brauche es öffentliche, verlässliche Alternativen. Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil zieht eine positive Bilanz: »Wir haben es geschafft, in einem Bereich Versorgung sicherzustellen, wo andere nur Probleme verwalten. Wir warten nicht auf Konzepte, wir setzen sie um. Dieses Projekt zeigt: Wenn Kassenplanstellen über längere Zeit nicht besetzt werden können und der niedergelassene Bereich an seine Grenzen stößt, übernimmt das Land Burgenland Verantwortung – über den Spitalsträger und im Interesse der Menschen«.

Nach über einem Jahr ohne gynäkologische Kassenversorgung sei es Ende 2024 gelungen, eine vakante Facharztstelle nachzubesetzen – über ein vom Land initiiertes Ambulatorium in Trägerschaft der Gesundheitsservice Burgenland. Mit Dr. Irisz Balint konnte im Rahmen der burgenländischen Gesundheitsoffensive die gynäkologische Versorgung in Güssing wieder aufgenommen werden. Seit Juli 2025 verstärke Dr. Dieter Pietsch das Team. Damit sei das Angebot gezielt ausgebaut worden und die Versorgungssicherheit weiter verbessert. Seit etwas mehr als einem Jahr sei die »Frauengesundheit Burgenland« am Standort Güssing nun in Betrieb und die erste Bilanz falle deutlich aus: Rund 6.200 Untersuchungen und Behandlungen wurden seit der Eröffnung am 19. Dezember 2024 durchgeführt. Die Zahlen zeigten, wie wichtig diese Praxis für die Frauen in der Region sei. 

Die »Frauengesundheit Burgenland« sei kein Provisorium, sondern Teil einer langfristigen Strategie. Über die »Gesundheitsservice Burgenland« als landeseigene Gesellschaft sollen weitere Ambulatorien betrieben werden, in denen Ärztinnen und Ärzte angestellt tätig sein können und Leistungen auf Kassenbasis erbringen – eng verzahnt mit dem Spitalsträger und der öffentlichen Gesundheitsversorgung. Ein in Österreich bislang einzigartiger Weg, um unbesetzten Kassenstellen wirksam entgegenzutreten.

-lbgld-

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Helau!
»Fastnacht in Franken« 
begeisterte aufs Neue

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Region Bayern – Rund 2,9 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sahen am 06. Februar 2026 bundesweit die »Fastnacht in Franken« im BR-Fernsehen; in Bayern verfolgten durchschnittlich 1,8 Millionen Menschen die Prunksitzung des Fastnacht-Verband Franken. Mit einem hervorragenden Marktanteil von 45,4 Prozent habe die Sendung erneut einen Spitzenwert beim bayerischen Publikum erzielt. Auch beim jüngeren Publikum der 14- bis 49-Jährigen sei die Prunksitzung mit einem Marktanteil von 29,3 Prozent in Bayern die meistgesehene Sendung des Abends gewesen, und zwar trotz der zeitgleichen Fersehpräsentation der Olympischen Winterspiele.

Der einzigartige Mix aus Büttenreden, Tanz, Musik und Spaß habe wieder beste Aussichten, die erfolgreichste Sendung des Jahres in den Dritten Programmen zu werden. Der Tagesmarktanteil im BR-Fernsehen habe am Freitag bei 28,2 Prozent gelegen. Mehr als vier Stunden unterhielten bekannte und neue Künstler und Künstlerinnen das Publikum: »Dreggsagg« Michl Müller, Bauchredner Sebastian Reich mit Nilpferddame Amanda und Schweinchen PigNic, die »närrische Putzfraa« Ines Procter, das Komödianten-Duo Volker Heißmann und Martin Rassau – u. a. als Waltraud und Mariechen, Büttenredner Peter Kuhn, der Mann am Klavier Matthias Walz, die A-cappella-Band Viva Voce, Neuzugang Philipp Weber und die Forchheimer »Gaafergoschn« Janina Fuchs waren mit dabei.

Von der beliebten »Altneihauser Feierwehrkapell’n« aus der Oberpfalz musste sich das Publikum in diesem Jahr verabschieden. »Vielen Dank, wir hab’ns probiert – dass diese Sitzung besser wird – und merkten jetzt nach 20 Jahren – dass wir grandios… erfolglos waren«, reimten sie, nachdem sie ein letztes Mal ihren Spott über die fränkischen Gastgeber ausgeschüttet hatten. Versöhnlich endete die Ära: Norbert Neugirg, Kommandant der Altneihauser Feierwehrkapell’n, reichte Christoph Maul, Sitzungspräsident der Prunksitzung, die Hand.

Mit tänzerischen Spitzenleistungen glänzte der fränkische Gardetanz: Die »Selleriegarde« von der K.K. Buchnesia Nürnberg, die Tanzpaare Lena Meyer und René Skorupa von der Faschingsgilde Marktredwitz-Dörflas, und Sophia Meißner und Oscar Cyrus von der Tanzsportgarde Coburger Mohr sowie die zwei Tanzmariechen Liana Wolf vom Karneval-Club Röttenbach »Die Besenbinder« und Jennifer Berger von der KK Buchnesia Nürnberg. Das Programm der Traditionssendung verfolgten bayerische Spitzenvertreter aus Politik und Gesellschaft vor Ort in den Mainfrankensälen in Veitshöchheim bei Würzburg, unter anderem Ministerpräsident Markus Söder, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, zahlreiche Ministerinnen und Minister aus Bund und Land sowie Fraktionschefs im Bayerischen Landtag.

Die »Fastnacht in Franken« wird seit 1987 ausgestrahlt und gilt im BR-Fernsehen seit den 1990er-Jahren als die erfolgreichste Sendung überhaupt. Im ersten Jahr kam »Fastnacht in Franken« noch ausdem oberfränkischen Lichtenfels, seit 1988 findet sie in den Mainfrankensälen in Veitshöchheim statt. Im kommenden Jahr wird die 40. Sendung »Fastnacht in Franken« gefeiert.

-br-

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Zentrum
für alpine 
Waldwirtschaft

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Rund 60 Prozent der bayerischen Alpenwälder gelten als Schutzwälder, die Siedlungsräume und Infrastruktur vor den Auswirkungen von Extremwetterereignissen absichern sollen. Auch sie geraten im Klimawandel zunehmend unter Druck. Die »Eva Mayr-Stihl Stiftung« fördert diesbezüglich das »Zentrum für alpine Waldwirtschaft« an der Technischen Universität München (TUM). Im Fokus der Forschung stehen ein besseres Verständnis dieser Auswirkungen und zukunftsfähige Konzepte zum Erhalt der Schutzwälder.

Schwindende Gletscher, steigende Schneefallgrenzen und Steinschlag: Die Folgen des Klimawandels sind in Gebirgsregionen bereits heute sichtbar und wirken sich auch auf die alpinen Bergwälder aus. Diese sind besonders vom Klimawandel betroffen, denn die Erwärmungsraten hier sind doppelt so hoch wie im globalen Mittel – mit erheblichen Auswirkungen auf die Wälder. Dies betrifft auch Schutzwälder, also Waldflächen, die Menschen vor Naturgefahren schützen und damit speziellen Bewirtschaftungs- und Pflegepflichten unterliegen.

Ob und inwieweit die Schutzwälder in den Alpen diese Funktion künftig noch ausüben können, ist bislang unklar. Zugleich steige die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Schneelawinen, Murgängen und Steinschlag kommt, also eben solchen Ereignissen, deren Auswirkungen Schutzwälder abmildern können. In den kommenden viereinhalb Jahren wird das »Zentrum für alpine Waldwirtschaft« mit der Förderung durch die Eva Mayr-Stihl Stiftung erforschen, wie sich diese Entwicklungen auf die Alpenwälder auswirken und wie man diesen Wandel aktiv gestalten kann. Robert Mayr, Stifter und Vorstandsvorsitzender der Eva Mayr-Stihl Stiftung, begründete das Engagement: »Meine Kindheit in Oberbayern habe ich zum größten Teil draußen in der Natur verbracht. Auch später bestand mein Urlaub immer aus Bergwanderungen und Skifahren. Ich sehe die Veränderungen durch den Klimawandel besonders bei Bergwäldern mit großer Sorge«.

Zwischen Naturwissenschaften und Gesellschaft
Fünf TUM-Professorinnen und -Professoren der Klima- und Forstwissenschaften bündeln derzeit ihre Expertise, um ein möglichst umfassendes Bild der aktuellen und zukünftigen Situation zu ermitteln. Annette Menzel, Professorin für Ökoklimatologie an der TUM und Leiterin des Zentrums, erklärte: »Wir arbeiten intensiv daran, ein besseres ökologisches und soziales Verständnis des alpinen Bergwald-Systems zu erlangen«. Gemeinsam mit Co-Leiter Thomas Knoke (Waldinventur und nachhaltige Nutzung), Rupert Seidl (Ökosystemdynamik und Waldmanagement), Richard L. Peters (Tree Growth and Wood Physiology) und Cornelius Senf (Earth Observation for Ecosystem Management) wird sie das »Zentrum für alpine Waldwirtschaft« betreiben.

»Ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit wird darin liegen, den vielschichtigen Ansprüchen gerecht zu werden, welche die Gesellschaft an ihre Wälder stellt. Wälder dienen schließlich auch der Naherholung, sind Quelle eines wichtigen nachwachsenden Rohstoffs und Lebensraum für Tiere«, so Knoke. Die Forschenden werden in fünf Teilprojekten arbeiten, die Forschungslücken in den Bereichen Baumwachstum, Wald- und Ökosystemmanagement sowie der gesellschaftlichen Akzeptanz schließen sollen.

tum-

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