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Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus
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KW 35 – 2026
24. – 30.08.2026
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75 Millionen
Gäste
waren schon da
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Bayern – Die »75-Millionste Schloss Neuschwanstein-Besucherin« ist Jana Ramunno aus Ötisheim, einer Gemeinde im Enzkreis in Baden-Württemberg. Sie wurde kürzlich von Hermann Auer, Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung, auf Schloss Neuschwanstein begrüßt und erhielt eine Familien-Jahreskarte der Bayerischen Schlösserverwaltung sowie Blumen überreicht. »Schloss Neuschwanstein begeistert Gäste aus aller Welt genauso wie Menschen aus der Region und aus ganz Deutschland. Die ungebrochene Faszination für diesen einzigartigen Ort erfüllt uns als Bewahrer mit großer Freude und ist zugleich Ansporn, jedem Gast ein hochwertiges und unvergessliches Besuchserlebnis zu bieten. Dass wir tagtäglich alle Besucherinnen und Besucher zuverlässig, sicher und zugleich denkmalverträglich durch das Schloss führen können, ist die Leistung der engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier vor Ort – im Besucherservice, dem Schlossführungsdienst, der Verwaltung und bei der Pflege der Anlagen im und um das Schloss. Darüber hinaus sorgen auch die Fachkräfte der Bayerischen Schlösserverwaltung in den Bereichen Museum, Bau und Restaurierung mit ihrer hohen Fachkompetenz für eine kontinuierliche Qualität des Besuchserlebnisses bei einem der meistbesuchten Kulturdenkmäler Europas«, so Auer. Schloss Neuschwanstein sei mit jährlich rund 1,1 Millionen Gästen der unangefochtene Besuchermagnet der Bayerischen Schlösserverwaltung. Aktuell würden über 70 Prozent der Neuschwanstein-Besucher aus dem Ausland kommen. Insgesamt besichtigten jedes Jahr rund fünf Millionen Besucherinnen und Besucher die Schlösser, Burgen und Residenzen der Schlösserverwaltung.
Schloss Neuschwanstein wurde – wie auch die anderen Königsschlösser – am 1. August 1886 für den Besucherverkehr geöffnet. Allein während der ersten acht Wochen haääten rund 18.000 Menschen das Schloss besichtigt. Die Millionengrenze sei erstmals 1980 überschritten worden. Spitzenjahr in der langjährigen Besucherstatistik des Schlosses sei das Jahr 2014 mit rund 1.570.000 Besucherinnen und Besuchern gewesen. Immer wieder würden auch berühmte Gäste nach Neuschwanstein kommen.
Schloss Neuschwanstein wurde für den bayerischen König Ludwig II. (1845‒1886) seit 1868 errichtet und nie vollendet. Sein Schloss sei für ihn Denkmal der Kultur und des Königtums des Mittelalters gewesen, die er verehrte und nachvollziehen wollte. Errichtet und ausgestattet in mittelalterlichen Formen, aber mit damals modernster Technik, sei es das weltweit bekannteste Bauwerk des Historismus und könne daher am besten die Baukunst des 19. Jahrhunderts zeigen. Der König habe jedes Detail der Ausstattung anhand der Entwürfe überprüft und habe häufig Korrekturen vornehmen lassen, ehe er die Ausführung genehmigt habe. Besonders habe er sich mit der Planung der Wandgemäldezyklen beschäftigt. Ludwig II. habe sich dazu von dem Literaturhistoriker Hyacinth Holland, einem Spezialisten in mittelalterlicher Ikonografie, sehr verschiedenartige Vorschläge ausarbeiten lassen. Ludwig II. sei an der Planung und Entstehung seiner Bauten wesentlich beteiligt gewesen. Sie hätten den Hauptinhalt seines Lebens ausgemacht.
-bstmfh-
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AzubiCard
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Baden-Württemberg – In Kürze beginne in Baden-Württemberg das neue Ausbildungsjahr. Auszubildende im ersten Lehrjahr sollen von den teilnehmenden Kammern wieder die »AzubiCardBW« erhalten. Mit der Karte im Scheckkartenformat, die auch als digitale Karte für das Smartphone verfügbar sei, könnten Auszubildende unkompliziert ihren Status – wie Studierende – nachweisen. Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: »Mit der AzubiCard setzen wir ein klares Zeichen für die berufliche Ausbildung. Wer eine Ausbildung macht, soll genauso selbstverständlich von Vergünstigungen profitieren können wie Studentinnen und Studenten – so wird Gleichwertigkeit zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung im Alltag erlebbar. Ich freue mich, dass wir mit der AzubiCard dieses wichtige Zeichen setzen können«.
Mit der »AzubiCardBW« könnten Auszubildende zahlreiche Rabatte und Angebote bei Unternehmen und Freizeiteinrichtungen nutzen. So gebe es etwa vergünstigte Eintritte in Kinos, Theater und Museen oder spezielle Angebote bei Einzelhändlern, Banken und Versicherungen sowie in der Gastronomie . Auf der Webseite erhielten Auszubildende sowie interessierte Betriebe und Einrichtungen alle Informationen zur neuen Karte. Über eine Landkarte könnten Auszubildende auch Angebote in ihrer Nähe finden. Auf der Rückseite der »AzubiCardBW« seien die Kontaktdaten zu Ausbildungsberatungen der jeweils für sie zuständigen Kammer hinterlegt. Über einen QR-Code habe man außerdem schnellen Zugriff auf weitere wichtige Kontakte und Beratungsangebote. Damit möglichst viele Auszubildende die Karte im neuen Ausbildungsjahr erhalten würden, unterstütze Baden-Württembergs Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus die Kammern finanziell bei der Ausgabe der Karten im landesweit einheitlichen Design mit rund einem Euro pro ausgestellter Karte. Die Karte werde auch in vielen weiteren Regionen in Deutschland akzeptiert. Sie werde in diesem Jahr voraussichtlich an rund 41.000 Auszubildende im ersten Lehrjahr ausgegeben.
-lbw-
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Freihandels-
abkommen
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Schweiz – Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin und der chinesische Handelsminister Wang Wentao haben am 20. August 2026 anlässlich eines Treffens in Bern den Abschluss der Verhandlungen über die »Optimierung des Freihandelsabkommens« zwischen der Schweiz und der Volksrepublik China bekannt gegeben. Die Schweiz habe ihre Verhandlungsziele erreicht: Während im bestehenden Freihandelsabkommen (FHA) fast alle chinesischen Importe in die Schweiz zollfrei erfolgten, sei dies nur für rund die Hälfte der Schweizer Exporte nach China der Fall. Mit dem optimierten Abkommen werde dieses Ungleichgewicht behoben: Neu würden 99,8 Prozent der aktuellen Exporte der Schweiz zollfrei auf den chinesischen Markt gelangen können. Das optimierte Abkommen sichere auch den Zugang von Schweizer Investoren zum chinesischen Markt. Ferner sollen auch die Bestimmungen zu Umweltfragen und den Arbeitsrechten ausgebaut und gestärkt werden.
Darüber hinaus umfasse die Optimierung des Abkommens auch die Ursprungsregeln und die Handelserleichterungen, den Dienstleistungshandel, den Digitalen Handel, den Wettbewerb sowie die wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit. Nach Abschluss der rechtlichen Bereinigung würden die Schweiz und China die Unterzeichnung des Abkommens vorbereiten. Diese werde noch im Laufe des Jahres 2026 angestrebt. Anschliessend folgten die jeweiligen innerstaatlichen Genehmigungsverfahren. Die Verhandlungen über die Optimierung des Freihandelsabkommens von 2014 sei im September 2024 offiziell lanciert und sei nun nach fünf Verhandlungsrunden abgeschlossen worden. China sei der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz – nach der EU und den USA. Mit der Optimierung des Abkommens verbessere und sichere der Schweizer Bundesrat den Zugang zum chinesischen Markt und trage damit zur Diversifizierung der Absatzmärkte bei.
-chbk-
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Cyberangriff-
Sicherheitsanalysen
abgeschlossen
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Liechtenstein – Die Sicherheitsarchitektur des »Verzeichnisses der wirtschaftlich berechtigten Personen« (VwbP) sei nach dem Cyberangriff Ende Juli 2026 umfassend überprüft worden. Die im Rahmen der Sicherheitsanalysen identifizierten Schwachstellen im Registrierungsbereich seien erkannt und dokumentiert worden. Die Anforderungen an die Verifizierung von Benutzerkonten und die Identitätsprüfung sollen künftig durch die Vorschaltung einer »eID« verstärkt werden. Ferner sollen die Überwachungs- und Erkennungsmechanismen ausgebaut werden, damit unberechtigte Zugriffe frühzeitiger erkannt würden. Vor der Wiederinbetriebnahme des Systems werde das Amt für Informatik in Liechtenstein nochmals umfassende mehrstufige Sicherheitsprüfungen durchführen, um die Schutzmechanismen eingehend zu überprüfen.
»Die Sicherheitsanalyse hat ergeben, dass der unberechtigte Zugriff auf die Daten aufgrund einer fehlerhaften Logik zur Überprüfung der Berechtigungen möglich war. Diese Schwachstelle ermöglichte es, die Anwendungsprogrammierschnittstelle durch wiederholte Einzelanfragen auf eine Weise auszunutzen, die nicht vorgesehen war. Es war keine klassische Software-Schwachstelle. Aus ermittlungstaktischen Gründen können wir zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Informationen zu den Ergebnissen geben. Wir setzen jetzt alles daran, die Systeme weiter zu stärken und die Voraussetzungen für eine sichere Wiederinbetriebnahme der vorsichtshalber vom Netz genommenen Systeme zu schaffen. Die dafür noch notwendigen Sicherheitstests sind sehr umfassend und benötigen entsprechend Zeit«, erklärte Fabian Schmid, Leiter des Amts für Informatik in Liechtenstein. Nach aktuellem Stand sollen alle geprüften Systeme in den nächsten Wochen schrittweise wieder aufgeschaltet werden. Die Regierung und die zuständigen Stellen arbeiteten mit Nachdruck daran, die Systeme weiterzuentwickeln und bestmöglich gegen die sich laufend verändernden Risiken im Cyberraum zu schützen.
Die Vorerhebungen beim Fürstlichen Landgericht zur Ermittlung der unbekannten Täterschaft liefen. Es seien Rechtshilfeersuchen an verschiedene Jurisdiktionen gerichtet worden, deren Beantwortungen jedoch noch ausstehend seien.
-RdFL-
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Crescendo
für Kinder
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Vorarlberg – Das Land Vorarlberg stelle im Rahmen der »Chancenprojekte« im Jahr 2026 dem Symphonieorchester Vorarlberg (SOV) einen Landesbeitrag von 100.000 Euro zur Verfügung. Damit werde die musikalische Grundversorgung im Land gesichert und jungen Musikerinnen und Musikern der professionelle Einstieg in die Orchesterlaufbahn ermöglicht. Formate wie das »U30-Abo« und Schulpartnerschaften öffneten gezielt den Zugang zu klassischer Musik für Kinder und Jugendliche. »Ein chancenreicher Lebensraum für Kinder braucht starke Kulturpartner. Musik schafft Zugänge, stärkt Bildung und Identität. Mit dem SOV ermöglichen wir Kindern und Jugendlichen Begegnungen mit hochwertiger klassischer Musik – im Konzertsaal, in der Schule und in Formaten, die auf junge Menschen zugeschnitten sind«, so Vorarlbergs Kulturlandesrätin Barbara Schöbi-Fink.
Das Symphonieorchester Vorarlberg agiere seit rund 40 Jahren als freies Ensemble/Projektorchester auf hohem künstlerischem Niveau und sei ein zentraler Kulturträger des Landes Vorarlberg. Es leiste einen wesentlichen Beitrag zu einem regelmäßigen, qualitätsvollen Musikangebot und damit zur kulturellen Grundversorgung. Aktuell erreiche das Orchester jährlich bis zu 30.000 Besucherinnen und Besucher; rund 75 Prozent der mitwirkenden Musikerinnen und musiker hätten einen regionalen Bezug.
Die Förderung sei Teil der beschlossenen Investitionen aus den Illwerke-Heimfallsrechten in Schlüsselprojekte, die Vorarlberg zum chancenreichsten Land für Kinder machen sollen. Das Vorhaben sei 2024 mit 40.000 Euro gestartet, 2025 mit 100.000 Euro fortgesetzt und werde im laufenden Jahr mit weiteren 100.000 Euro unterstützt.
-vlk-
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Hydro Online:
Gewässer
jederzeit im Blick
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Tirol – Wie hoch steht der Inn? Wie viel Niederschlag ist in einer Region gefallen? Und wie entwickelt sich die Situation an Tirols Bächen und Flüssen? Antworten auf diese Fragen liefere bereits seit 2013 die Anwendung »Hydro Online« des Hydrographischen Dienstes des Landes Tirol. Über eine interaktive Kartendarstellung könnten aktuelle Messwerte – von Pegelständen bis hin zur Wassertemperatur – aus ganz Tirol einfach und kostenlos abgerufen werden. Die Anwendung sei ohne Registrierung unter hydro.tirol.gv.at sowie über die Land Tirol App erreichbar.
»Mit Hydro Online stellen wir den Tirolerinnen und Tirolern einen modernen und leicht zugänglichen Informationsservice zur Verfügung. Gerade bei intensiven Niederschlägen oder einer möglichen Hochwasserentwicklung ist es wichtig, die Situation an den Gewässern im Blick behalten zu können. Transparente und rasch verfügbare Daten schaffen Orientierung und tragen dazu bei, Gefahren besser einzuschätzen. Gleichzeitig zeigen sie, wie viel laufende Arbeit und technische Infrastruktur hinter dem Schutz unseres Lebensraums stehen«, erklärte Josef Geisler, Tirols Landesrat für Land- und Forstwirtschaft, Grundverkehr, Raumordnung, Straßenbau, Energie und Traditionswesen.
»Hydro Online« ergänze die offiziellen Warnungen und Lageinformationen der zuständigen Behörden. Bei Hochwasserereignissen könnten Bürgerinnen und Bürger die Entwicklung der Wasserstände an den verfügbaren Messstationen nachvollziehen. So hätten beispielsweise beim Hochwasser im August 2023 an einem Tag über 200.000 Menschen die Website zur Information genutzt. Für konkrete Warnungen und Verhaltensempfehlungen seien weiterhin die Mitteilungen des Landes Tirol und der zuständigen Einsatz- und Sicherheitsbehörden maßgeblich.
Rund 900 Messstellen liefern die Datengrundlage
Der »Hydrographische Dienst Tirol« betreibe landesweit rund 900 Messstellen zur Erfassung des Wasserkreislaufs. Gemessen würden unter anderem Niederschlag, Lufttemperatur, Verdunstung, elektrische Leitfähigkeit sowie die Wasserstände von Bächen, Flüssen, Seen und des Grundwassers. Auch Wassertemperatur und Feststoffe würden erfasst. Rund 140 ehrenamtliche Beobachterinnen und Beobachter unterstützten die tägliche Erhebung hydrologischer Daten. Die erhobenen Daten dienten nicht nur der Information der Bevölkerung. Sie bildeten auch eine wesentliche fachliche Grundlage für den Hochwassernachrichtendienst, wasserwirtschaftliche Planungen, den Hochwasserschutz und die Beurteilung langfristiger Veränderungen im Wasserhaushalt.
-lt-
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Inklusion
durch Arbeit
und Beschäftigung
stärken
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Südtirol – An einem Ort, in dem Inklusion in der Praxis gelinge, stellten die südtiroler Landesrätinnen Rosmarie Pamer und Magdalena Amhof kürzlich Maßnahmen vor, mit denen Menschen mit Behinderungen im Bereich Arbeit und Beschäftigung unterstützt würden. Ein Südtiroler Biofachgeschäft namens »GianniBio« setze auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Es arbeite eng mit den sozialen Diensten und jenen der Arbeitsintegration zusammen, um Menschen mit Behinderungen Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten. Der Firmeninhaber Andrea Paiarola habe insgesamt drei Mitarbeitende, die über diesen Weg in den Betrieb gekommen seien und seine Erfahrung beschreibe er als durchwegs positiv, auch weil sich seine Mitarbeiter ständig weiterentwickelten und sehr gut in das Arbeitsteam einlebten.
Seit geraumer Zeit setze das Land Südtirol zur Integration durch Arbeit und Beschäftigung auf ein Dreistufenmodell, das auf Werkstätten und geschützten Diensten, der Arbeitsbeschäftigung und der Arbeitsintegration basiere. Um Menschen mit Behinderungen gezielt vermitteln zu können, setze das Land Südtirol auf eine maßgeschneiderte Arbeitseingliederung: Durch gezielte Vermittlung gelinge es, jährlich etwa 200 Personen in Beschäftigung zu bringen, ein Drittel davon findet den Weg in den Arbeitsmarkt mit einer individuellen Vereinbarung. Darunter verstehe man praktikumsähnliche Projekte zur Orientierung und Qualifizierung der Arbeitssuchenden am Arbeitsplatz, mit dem Ziel einer späteren Festanstellung. Wie beständig diese Arbeitsverhältnisse seien, zeige die Statistik: 70 Prozent der vermittelten Personen seien nach zehn Jahren noch beim selben Arbeitgeber beschäftigt.
Um die Tätigkeit von Menschen mit Behinderung stärker anzuerkennen und ihre finanzielle Eigenständigkeit zu stärken, werde das Entgelt für Projekte der Arbeitsbeschäftigung und der Integration ab dem 1. Januar 2027 erhöht. Zusätzlich würden 1,8 Millionen Euro pro Jahr bereitgestellt, wodurch der Höchstbetrag von 492 auf 650 Euro für Eingliederungs- und Beschäftigungsprojekte sowie von 410 auf 585 Euro für Tätigkeiten in Werkstätten und anderen sozialpädagogischen Dienste ansteige. Die Arbeitsbeschäftigung sei eine wichtige Säule des Unterstützungssystems, denn nicht jede oder jeder könne oder müsse in den regulären Arbeitsmarkt kommen. Derzeit nutzten 983 Menschen die 57 Südtiroler Werkstätten und sozialpädagogischen Tagesstätten. Eine weitere Möglichkeit, auch als Alternative zu den Werkstätten, sei der Abschluss von individuellen Vereinbarungen, um Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt zu sammeln und die Selbstständigkeit zu stärken. Dabei übernähmen vor allem Sozialgenossenschaften eine wichtige Rolle.
-lpast-
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Sommerakademie:
330 Studierende
aus über 50 Ländern
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Salzburger Land – Oskar Kokoschka hatte 1953 die Sommerakademie als »Schule des Sehens« auf der Festung Hohensalzburg gegründet. In diesen vielen Jahrzehnten seit der Gründung habe sich Salzburg dadurch zu einem Hotspot für Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt entwickelt. »Ich bin immer wieder wirklich überwältigt, was da alles Großartiges passiert. Die Kunstszene ist sehr international und findet an vielen verschiedenen Orten auf der Welt statt – und bei uns haben wir wirklich einen Hotspot. Jetzt diese jungen Künstler zu erleben, wie sie werken und ihre Arbeiten präsentieren, finde ich immer wieder sehr spannend. Da sind wirklich gute Arbeiten dabei«, so Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll.
Die interimistische Leiterin der »Sommerakademie« Martina Berger-Klingler: »Wenn Studierende aus rund 50 Nationen hier zusammenkommen, spürt man schon am zweiten Tag eine besondere Verbindung. Sie helfen und inspirieren sich gegenseitig – und dabei entstehen Freundschaften und Verbindungen, die ein Leben lang bleiben. Ich finde, das ist etwas ganz Besonderes und zugleich die beste Werbung für das Kulturland Salzburg. Denn niemand, der einmal hier war, wird diesen Ort auf seinem weiteren Lebensweg vergessen«. Die internationale »Sommerakademie« dauert noch bis 29. August 2026 und hat auch zahlreiche öffentliche und kostenlos zugängliche Veranstaltungen auf dem Programm.
-ls-
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Forschung
für klimafitte Wälder
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Oberösterreich – Wer heute einen Baum pflanze, treffe eine Entscheidung für Generationen. Gleichzeitig veränderten steigende Temperaturen und längere Trockenperioden die Bedingungen in Wäldern schneller, als sich Baumarten auf natürlichem Weg anpassen könnten. Vor allem in tieferen und trockeneren Lagen könnten bis zum Ende dieses Jahrhunderts Wuchsbedingungen entstehen, wie es sie derzeit selbst in den wärmsten Regionen Österreichs nicht gebe. Mit Waldlaboren investiere das Land Oberösterreich deshalb gezielt in Forschung und Grundlagenarbeit. Untersucht werde, welche Baumarten und Herkünfte mit den klimatischen Bedingungen der kommenden Jahrzehnte zurechtkommen könnten.
Aktuelle Dürre zeige Handlungsbedarf
Wie wichtig diese Vorsorge sei, zeige die aktuelle Trockenheit. Fehlender Niederschlag und hohe Temperaturen bedeuteten erheblichen Stress für die Wälder. Besonders die Fichte, die über Jahrzehnte als wirtschaftlicher »Brotbaum« der Forstwirtschaft gegolten habe, gerate auf warmen und trockenen Standorten zunehmend unter Druck. Hitze- und Trockenstress schwächten die Bäume und erhöhten ihre Anfälligkeit gegenüber Schädlingen wie dem Borkenkäfer. Für die Forstwirtschaft bestehe dabei eine besondere Herausforderung: Auf veränderte Bedingungen könne nicht kurzfristig reagiert werden. Ein heute gegründeter Waldbestand müsse auch in 50 oder 100 Jahren mit den dann herrschenden Klimabedingungen zurechtkommen.
Waldlabore als Freilandversuch
Die Waldlabore seien wissenschaftlich begleitete Versuchsflächen, auf denen heimische und potenziell geeignete nicht heimische Baumarten sowie unterschiedlicher Herkünfte unter realen Standortbedingungen getestet würden. Mittlerweile seien zehn Waldlabore mit Mitteln aus der Ländlichen Entwicklung angelegt worden. Die Waldlabore zeigten bereits heute, dass sich die Baumartenwahl künftig deutlich verändern werde. Neben heimischen Arten wie Eiche, Weißtanne oder Buche würden auch Baumarten geprüft, die aus wärmeren Regionen Europas stammten oder deren Herkünfte besser an Trockenheit angepasst seien. Trockenspezialisten wie Schwarzkiefern oder Atlaszedern wiesen bisher meist sehr geringe Ausfälle auf. Auf sehr seichtgründigen Kalkstandorten seien es auch häufig Laubbaumarten wie Feldahorn, Spitzahorn, Elsbeere oder Speierling, die sich nach den ersten Versuchsjahren als tolerant erwiesen.
Hoffnungsträger Kalabrische Tanne
Besonderes Augenmerk gelte der kalabrischen Weißtanne. Sie habe sich in Oberösterreich, insbesondere in tieferen Lagen, bislang als sehr vital und wachstumsstark erwiesen. Deshalb sei eine Zusammenarbeit mit dem kalabrischen Forstdienst aufgebaut worden. 43 Bäume seien zur Anzucht und Vermehrung in Österreich bestellt worden. In einer heimischen Plantage werde mittlerweile die genetische Vielfalt dieser Herkunft für den heimischen Wald gesichert. Dabei gehe es bei den »Waldlaboren« nicht darum, die eine Baumart der Zukunft zu finden, sondern herauszufinden, welche Baumarten an welchem Standort die besten Bedingungen vorfinden. Standortangepasste Mischbestände verminderten das Risiko eines Totalausfalls und erhöhten damit die Widerstandsfähigkeit der Wälder.
-loö- Bild: am
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Hitzeschutz-
Gipfel
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Steiermark – Die anhaltende Hitze stelle auch die Steiermark vor große Herausforderungen. Die hohen Temperaturen und die Trockenheit seien nicht nur für viele Menschen eine erhebliche Belastung, sondern setzten auch Tieren und der Natur zu. Umso wichtiger sei es, frühzeitig auf extreme Hitzeperioden vorbereitet zu sein, bestehende Maßnahmen weiterzuentwickeln und dort nachzuschärfen, wo zusätzlicher Handlungsbedarf bestehe. Kürzlich hat sich die Steiermärkische Landesregierung zu einem »Hitzeschutz-Gipfel« getroffen. Im Mittelpunkt seien die aktuellen Problemstellungen, bereits gesetzte Maßnahmen sowie jene Schritte, die künftig notwendig seien gestanden, um die Steiermark besser auf extreme Hitze und ihre Folgen vorzubereiten.
Eine gute Nachricht gebe es aus dem Energiebereich von der »Energie Steiermark«: Auch während der aktuellen Hitzephase sei die Stromversorgung in der Steiermark dank verschiedener Quellen sicher und zuverlässig. Ein Energiemix aus Windkraft, Photovoltaik und Gaskraft habe die aufgrund von Niedrigwasser verminderten Kapazitäten bei der Wasserkraft ausgleichen können. Trotz der extremen Temperaturen sei es im rund 30.000 Kilometer langen Stromnetz der Steiermark zu keinen Beeinträchtigungen gekommen. Auch die Trinkwasserversorgung in der Steiermark sei grundsätzlich gesichert. Dank vorausschauender Investitionen in die Wasserversorgung, ausreichender Reserven und leistungsfähiger Infrastruktur sei die Bevölkerung auch in der aktuellen Trockenperiode zuverlässig mit hochwertigem Trinkwasser versorgt worden. Auch die Infrastruktur stehe angesichts der hohen Temperaturen vor besonderen Herausforderungen. Deshalb würden bestehende Schutzmaßnahmen laufend überprüft und dort weiterentwickelt, wo aufgrund zunehmender Hitzeperioden zusätzlicher Handlungsbedarf bestehe.
-lstmk-
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Stadt Miesbach: Eine der höchstgelegenen Kreisstädte Deutschlands
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Gemeinsames
Engagement
schaffe spannende
künstlerische Impulse
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Kärnten – Was verbinde Klagenfurt mit einer Insel im arktischen Eis? Und wie können 108 Faltstühle den Austausch über die großen Veränderungen unserer Zeit anstoßen? Unter dem Motto »Peripherien im Wandel« suchte die »Kärntner Kulturstiftung« (KKS) nach neuen künstlerischen Blicken auf vermeintlich abgelegene Orte. Unlängst wurden in Klagenfurt die beiden Siegerprojekte des vierten »Open Call« für die Jahre 2027 und 2028 präsentiert. »Kunst öffnet neue Blickwinkel, bringt Menschen miteinander ins Gespräch und macht Veränderungen greifbar. Dafür sind Menschen unverzichtbar, die Verantwortung übernehmen und mit ihrem finanziellen Engagement gute Ideen Wirklichkeit werden lassen. Die Zusammenarbeit des Landes Kärnten mit der Kärntner Kulturstiftung zeigt, wie viel wir gemeinsam bewegen können. Die beiden ausgewählten Projekte schaffen spannende künstlerische Impulse, die weit über Kärnten hinauswirken können«, erklärte Kärntens Kulturreferentin Gaby Schaunig bei der Präsentation.
Insgesamt seien 64 Projekte aus ganz Österreich und aus unterschiedlichen Kunstsparten eingereicht worden. Beide Siegerprojekte hätten mit innovativen Konzepten, großer künstlerischer Qualität und ihrem Potenzial für eine breite öffentliche Wirkung überzeugt. Die Siegerprojekte sollen seitens der Kulturstiftung mit insgesamt 140.000 Euro unterstützt werden. Das erste Siegerprojekt heißt »Von Klagenfurt nach Klagenfurt – Dialogisch den Horizont expandieren« und nehme eine fast vergessene historische Verbindung zum Ausgangspunkt: Während der österreichisch-ungarischen Nordpolexpedition von 1872 bis 1874 wurde eine Insel im Franz-Josef-Land nach Klagenfurt benannt. Die Künstlerin Nicole Six aus Vöcklabruck und der Künstler Paul Petritsch aus Friesach arbeiten seit 1997 gemeinsam an Filmen, Fotografien und Projekten im öffentlichen Raum. Zusammen mit der britischen Kuratorin Jeanette Pacher möchten sie das Kärntner und das arktische Klagenfurt künstlerisch miteinander verbinden. Geplant seien unter anderem Gespräche, Fotografien, Klänge, Karten und Reiseberichte. Den sichtbaren Auftakt solle eine große Bodenzeichnung des Franz-Josef-Landes im öffentlichen Raum in Klagenfurt bilden.
»Resonanz der Gezeiten – Ein Kärntner HolzOval im Dialog mit der Welt« heiße das zweite Siegerprojekt. Es mache gesellschaftlichen Wandel an einem besonderen Versammlungsort erlebbar: Im Mittelpunkt stehe ein mobiles Holzoval, dessen Wände aus 108 Faltstühlen bestehen. Jeder Stuhl sei zugleich Sitzplatz und Einladung zum Zuhören, Mitreden und Mitgestalten. Entwickelt worden sei das Projekt von den Architekten und Forschern Stefan Breuer und Sebastian Hicks. Der Villacher Stefan Breuer lehrt und forscht seit 2018 an der Fachhochschule Kärnten und beschäftige sich mit einer sozial und ökologisch nachhaltigen Bauweise. Sebastian Hicks stammt aus Cardiff und lehrt seit 2023 an der Oxford Brookes University; seine Arbeit verbinde Architektur, digitale Fertigung, öffentlichen Raum und demokratische Begegnung. Gemeinsam mit regionalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern möchten die beiden das HolzOval an verschiedenen Orten in Kärnten »bespielen«, und zwar unter anderem beim »Forum Anthropozän« in Heiligenblut. Bis 2028 seien Gespräche, künstlerische Beiträge und öffentliche Veranstaltungen zu ökologischen, sozialen und digitalen Veränderungen geplant.
Die »Kärntner Kulturstiftung« gilt als Österreichs erste allgemeine gemeinnützige Kulturstiftung. Sie fördere Kunst- und Kulturprojekte, vernetze Kulturschaffende und trage dazu bei, Kärnten als vielfältigen Kreativraum national und international sichtbar zu machen. Das Land Kärnten zähle zu den Gründungsmitgliedern und unterstütze die Arbeit der Stiftung über eine Kulturabteilung.
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Echtkosten-
Abrechnung
beim Flugrettungsdienst
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Niederösterreich – Die Finanzierung des »Wiener Flugrettungsdienstes« werde auf neue Beine gestellt. Bislang seien die Kosten für den Rettungshubschrauber pauschal zur Hälfte zwischen den Ländern Wien und Niederösterreich geteilt worden. Ab 2028 soll eine »Echtkosten-Abrechnung« erfolgen. Darüber informierten die Landesräte Eva Prischl und Anton Kasser sowie Stadtrat Peter Hacker. Der in Wien stationierte Rettungshubschrauber »Christophorus 9« des ÖAMTC fliege seit 25 Jahren Einsätze im Auftrag der beiden Bundesländer. Evaluierungsberichte hätten gezeigt, dass durchschnittlich 80 Prozent der Einsätze in Niederösterreich geflogen würden und nur 20 Prozent in Wien. »Wien und Niederösterreich sind daher auf einem konstruktiven und guten Weg, ab 2028 mittels einer Vereinbarung die Einsätze nicht mehr pauschal, sondern in Flugminuten abzurechnen. Damit werden die Kosten der Hubschrauber-Einsätze von den Bundesländern exakt nach den tatsächlich geflogenen Zeiten beglichen«, erklärte Hacker. Der bisherige Vertrag werde abgeändert, damit er fairer werde und dass man damit Verantwortung übernehme und die Hubschrauberflotte finanziell absichere. Es sei eine gute, nachhaltige und langfristig brauchbare Vereinbarung. Die bewährte, hochprofessionelle Zusammenarbeit könne so fortgesetzt werden. Der Hubschrauber wird ebenso wie der Pilot vom ÖAMTC zur Verfügung gestellt. Die Flugretter würden von der Wiener Berufsrettung gestellt, die Notärzte gemeinsam von Wiener Berufsrettung und Wiener Gesundheitsverbund.
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Landwirtschaft
am Limit
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Burgenland – Eine Milliarde Euro Dürreschäden zeigten: Die »Klimakrise« sei längst auch eine »Agrarkrise«. Hitze, ausbleibende Niederschläge und längere Trockenperioden machten die Produktion enorm riskant – Totalausfälle bei der Ernte und Notschlachtungen in Viehbetrieben würden heuer an der Tagesordnung stehen. Besonders betroffen von der Dürre sei das Burgenland, wo seit Frühjahr 2026 ein durchschnittliches Niederschlagsdefizit von 39 Prozent verzeichnet worden sei. Im Frühjahr und seit Juni fehlten sogar mehr als 70 Prozent des Niederschlags. Rund 65 Millionen Euro der Dürreschäden fielen im Burgenland an. Burgenlands Landeshauptmann-Stellvertreterin und Agrarlandesrätin Anja Haider-Wallner sehe angesichts dieser Entwicklung Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig in der Pflicht, strukturelle Lösungen für die Landwirtschaft in Form eines langfristigen Stabilitätsprogramms zu liefern. Dazu zähle auch die Umgestaltung der öffentlich unterstützten Dürreversicherung. Während die Schäden durch die Klimakrise zunähmen, habe der Landwirtschaftsminister erst letztes Jahr den Dürreindex im Alleingang angepasst. Dadurch seien heuer rund 1,1 Millionen Euro Mehrkosten für die burgenländischen Landwirtinnen und Landwirte entstanden. Wie sehr sich die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft bereits verändert hätten, zeige sich auch in der täglichen Arbeit der Bäuerinnen und Bauern.
Stärkere Unterstützung bei der Dürreversicherung notwendig
Bei der »Dürreindex-Versicherung« würden Niederschlagsmenge und Hitzetage als zentrale Parameter herangezogen. Bis 2025 hätten Bund und Länder je 27,5 Prozent der Versicherungskosten übernommen. Nach einer Anpassung durch Landwirtschaftsminister Totschnig im Vorjahr würden Hitzetage jedoch nur noch dann berücksichtigt, wenn sie über dem jeweiligen Zehnjahresdurchschnitt liegen würden. Wer weiterhin jeden Hitzetag absichern möchte, könne dies nur noch über die sogenannte »Premium-Variante« tun, müsse den entsprechenden Mehrbetrag allerdings selbst tragen.
Konkrete Vorschläge für ein Stabilitätsprogramm
Die Versicherung könne aber nur einen Teil der Antwort liefern. Angesichts der zunehmenden Häufigkeit und Intensität von Dürreperioden brauche es ein umfassendes Stabilitätsprogramm für die Anpassung der Landwirtschaft an die Klimakrise sowie zusätzliche wirtschaftliche Stabilität für die Betriebe.
-lbgld-
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Rund 100 Tonnen
an Weltkriegsbomben,
Granaten und Munition
beseitigt und entsorgt
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Bayern – Die Menge der beseitigten Bomben, Granaten und Munition in Bayern sei im Jahr 2025 erneut über dem Niveau des Vorjahres gelegen. »Insgesamt wurden von den Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes rund 100 Tonnen alte Kampfmittel beseitigt, das sind 13 Tonnen mehr als im Jahr davor«, erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Die Spezialisten hätten dabei insgesamt 28 Blindgänger alliierter Spreng- und Splitterbomben unschädlich gemacht. »Noch immer holen die Sprengstoffexperten sowie Fachfirmen fast täglich Weltkriegsmunition aus bayerischem Boden. Dazu zählt die Entschärfung von Bombenblindgängern, Zufallsfunde bei Freizeitaktivitäten oder während Bauarbeiten ebenso wie die Abholung und der Transport der von Fachfirmen aufgefundenen Kampfmitteln«, so Herrmann.
Vor Bodeneingriffen müssten Grundstückseigentümer und Bauherren jedem konkreten Verdacht auf möglicherweise vorhandene Bomben oder Munition nachgehen. Gegebenenfalls müssten sie Fachfirmen beauftragen, um Kampfmittel aufzuspüren, bergen zu lassen und diese dem vom Innenministerium vorgehaltenen Kampfmittelbeseitigungsdienst zur Entsorgung zu übergeben. Aufgefundene Munition sollte keinesfalls angefasst werden, sondern sofort der Polizei gemeldet werden. Auch Eltern sollten ihre Kinder auf die möglichen Gefahren solcher Fundstücke hinweisen. Die Kosten für die Beseitigung und Entsorgung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst trage der Freistaat Bayern. Im Jahr 2025 seien hierfür rund 1,9 Millionen Euro eingesetzt worden.
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Der Alpenrand-Magazin.de – NEWSletter
informiert immer montags und bei besonderen Anlässen,
mehrsprachig aus den Alpenländern und darüber hinaus. Hier geht’s zur Anmeldung:
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Normenflut
verteuere das Bauen
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Beton gilt weltweit als der meistverwendete Baustoff. Mehr als die Hälfte davon werde als Transportbeton regional hergestellt und im Radius von etwa 20 Kilometern ausgeliefert. Nun plane die EU-Kommission, europaweit in die »Betonnormen« einzugreifen. Diese Vereinheitlichung aus Brüssel – auch als »Harmonisierung« bezeichnet – komme bei Wirtschaft und Politik in Bayern nicht gut an. »Transportbeton härtet schnell aus und muss daher nicht europaweit transportiert oder harmonisiert werden. Unser sehr gut funktionierendes System der Betonnormen in Deutschland müsste aufwendig geändert werden, was insgesamt mehrere Jahre dauert. Die erheblichen Mehrkosten könnten für kleinere Baustoffhersteller sogar existenzbedrohend sein. In jedem Fall wird damit Bauen teurer«, erklärte Bayerns Bauminister Christian Bernreiter.
Die EU-Kommission habe den Prozess zur »Harmonisierung der europäischen Betonnorm« im Rahmen der neuen »EU-Bauproduktenverordnung« begonnen. Die Anforderungen an Beton seien innerhalb der Europäischen Union aufgrund verschiedener klimatischer Bedingungen sehr heterogen. »Diese Unterschiede lassen sich nicht in einer einzigen harmonisierten Norm abbilden. Da Transportbeton ein halbfertiges Bauprodukt ist, können die endgültigen Leistungseigenschaften zum Lieferzeitpunkt nicht vollumfänglich bestimmt werden«, so Bernreiter.
Durch eine »Harmonisierung der Betonnorm« würde die EU-Kommission ein innovationsfreundliches Umfeld schaffen wollen. »Das Gegenteil ist der Fall. Durch eine EU-weite Regelung sind schnelle Anpassungen an neue technische Entwicklungen nicht mehr möglich, da jede Änderung einen langwierigen Koordinierungsprozess auf europäischer Ebene erfordert. Diese geplante Zentralisierung ist daher innovationsfeindlich«, betonte Bernreiter. Auf die fachlichen Argumente höre man in Brüssel bislang nicht. »Der Eingriff der EU auf das sehr gut funktionierende System in Deutschland widerspricht dem Grundsatz der Subsidiarität. Der aufwendige Normungsprozess muss daher jetzt gestoppt werden, bevor die neue Normenflut Bauen weiter verteuert«, resümierte Bernreiter.
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Neue Charta
gegen Radikalisierung
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Schweiz – Der »Sicherheitsverbund Schweiz« (SVS) habe am 21. August 2026 eine neue »Charta gegen Radikalisierung und Extremismus« vorgestellt. Die Charta werde von Bund, Kantonen und Gemeinden gemeinsam getragen. Sie sei ein politisches Bekenntnis zum »Kampf gegen alle Formen von Radikalisierung und Extremismus« und liefere praktische Hilfestellungen für Personen und Institutionen, die mit betroffenen Personen, zum Beispiel mit gefährdeten Jugendlichen, konfrontiert sein könnten.
Seit 2023 steige die Zahl der sich radikalisierenden Minderjährigen in der Schweiz und in anderen europäischen Ländern stark an. Gleichzeitig werde der gewalttätige Extremismus vielfältiger. Nebst dem gewalttätigen Islamismus radikalisierten sich junge Männer etwa in der »Incel«-Bewegung, die Frauenhass schüre, oder organisierten sich in sogenannten »Active Clubs«, die rechtsextreme Ideologien verbreiteten. Gewalttätige linke Kreise nutzten Proteste mit internationalem Bezug für Gewaltakte. Daneben gebe es weitere neuere Bewegungen – wie etwa die »nihilistische Radikalisierung«, die frei von politischer Ideologie die Gewalt an sich ins Zentrum rücke.
Bund, Kantone und Gemeinden agierten gemeinsam
Das Phänomen sei ein umfassendes gesellschaftliches Problem und lasse sich nur gemeinsam bekämpfen. Der Schweizer Bund, Kantone und Gemeinden hätten darauf mit mittlerweile zwei Nationalen Aktionsplänen zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus reagiert. Diese hätten 94 Projekte zur Bekämpfung von Radikalisierung und Extremismus in den Jahren 2019 bis 2026 ermöglicht. Jährlich würden dafür rund 750.000 Franken zur Verfügung stehen. Für 2027 seien bereits 14 Gesuche eingereicht worden, deren Projektsumme eine Million Franken übersteige.
Im SVS seien die wichtigsten sicherheitspolitischen Akteure von Bund, Kantonen und Gemeinden vereinigt. Sie hätten angesichts der aktuellen Entwicklungen beschlossen, gemeinsam und mit Unterstützung der Wissenschaft eine Charta auszuarbeiten. Im Zentrum solle die Bekämpfung von Radikalisierung und Extremismus besonders bei Jugendlichen stehen. Auch erfolgte Angriffe in der Schweiz zeigten, wie wichtig das Engagement und eine wirkungsvolle Prävention solcher Gewalttaten seien.
–chbk-
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