Alpenrand-Magazin Archiv 2026/04

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Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus

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KW 14 – 2026
30.03. – 05.04.2026

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Ausbau
der regionalen 
USA-Partnerschaften

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Bayern / USA – Bis Mittwoch, 1. April 2026, ist der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder in den Vereinigten Staaten von Amerika unterwegs. Ziele seien unter anderem die Metropolen Houston im US-Bundesstaat Texas und Columbia im US-Bundesstaat South Carolina. Der Schwerpunkt soll der »Ausbau der regionalen Partnerschaften in Sachen Technologie und Wirtschaft« sein. Geplant seien unter anderem Gespräche mit South Carolinas Gouverneur Henry McMaster. Begleitet werde Bayerns Ministerpräsident von einer Delegation mit Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann.

»Wir schließen Allianzen mit zwei Power-Regionen. Texas und South Carolina sind wie Bayern Fans von Innovation und einer starken Wirtschaft. Wir vertiefen die Partnerschaften bei Technologie und Universitäten, insbesondere für Luft- und Raumfahrt und Medizin und Pflege. Die Raumfahrtachse Bayern-Texas wird ausgebaut. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen und die NASA in Houston werden gemeinsam an einer KI-Steuerung für Raumfahrzeuge auch ohne permanente Bodenkommunikation arbeiten. Damit stärken wir unser einzigartiges Space-Ökosystem und folgen der klaren Philosophie der Hightech Agenda Bayern für Technologie und Fortschritt. Wir sind die Nummer 1 bei Luft- und Raumfahrt in Deutschland, bauen Europas größte Fakultät für Luft- und Raumfahrt auf und haben mit der TU München und der LMU die beiden besten Unis der EU. Bayern ist Space-Minded – und Bayern ist Autoland. Im Bereich Wirtschaft geht es insbesondere um die Themen Automotive und Maschinenbau, auch im Hinblick auf künftige Investitionen in den USA und in Bayern. Wir sind dabei Partner der bayerischen Wirtschaft und informieren uns vor Ort im weltgrößten BMW-Werk Spartanburg sowie beim Maschinenbauer Everllence aus Augsburg«, erklärte Söder.

Es ist die erste USA-Reise eines Bayerischen Ministerpräsidenten seit mehr als 20 Jahren. Die USA seien Bayerns wichtigster Handelspartner außerhalb Europas, und zwar mit einem Handelsvolumen von etwa 37 Millarden Euro pro Jahr. Etwa 2.200 bayerische Firmen pflegten US-Beziehungen, während gut 1.100 US-Unternehmen im Freistaat präsent seien. Zwischen Bayern und Texas gebe es traditionell enge Verbindungen insbesondere im Bereich Weltraumwissenschaft sowie zwischen Bayern und South Carolina im Bereich Automobil.

Mit der Hightech Agenda Bayern setze der Freistaat Bayern seit Amtsantritt von Ministerpräsident Markus Söder massiv auf Zukunftstechnologien und den Wachstumsbereich Luft- und Raumfahrt. Der Freistaat Bayern möchte bis 2030 eine Millarden Euro in Luft- und Raumfahrt und insgesamt sieben Millarden Euro in Forschung und Wissenschaft investieren. Die Luft- und Raumfahrt-Branche erziele inzwischen einen Jahresumsatz von rund zwölf Millarden Euro und habe rund 40.000 Beschäftigte. Am DLR-Standort Oberpfaffenhofen bei München entstehe aktuell durch die Förderung Bayerns ein »Mondkontrollzentrum«, um gemeinsame Missionen von DLR, ESA und NASA zu koordinieren. Der Wissenschaftsstandort Bayern zähle insgesamt etwa 400.000 Studierende. Mit der »Hightech Agenda Bayern« sollen bis zu 13.000 neue Studienplätze und 1.000 Professuren entstehen, viele davon in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, KI, Bio-Life-Sciences und Defense Tech. An der TU München wachse Europas größte Fakultät für Luft- und Raumfahrt und in Nürnberg entstehe mit der UTN eine neue Universität, die sich auf das Thema KI spezialisiere.

-bsr-

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Bericht 
zur anonymen 
Krankenbehandlung

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Baden-Württemberg – »Menschen ohne Krankenversicherung oder mit unzureichendem Versicherungsschutz sollen in Baden-Württemberg in Notlagen weiterhin unbürokratisch Zugang zu medizinischer Hilfe und Beratung erhalten. Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht. Niemand darf durch Bürokratie, Scham oder Armut von ärztlicher Hilfe ausgeschlossen sein. Die geförderten Projekte haben bewiesen, wie wichtig leicht zugängliche Behandlung und kompetente Beratung sind.«, betonte Baden-Württembergs Minister für Soziales, Gesundheit und Integration Manne Lucha anlässlich der Veröffentlichung des Abschlussberichts »Zugang sichern – Versorgung ermöglichen« zum Förderprogramm »Projekte zur anonymen Krankenbehandlung«.

Trotz der allgemeinen Krankenversicherungspflicht in Deutschland gebe es viele Personen, die nicht über einen ausreichenden Versicherungsschutz verfügten. Dazu zählten oftmals unter anderem wohnungslose Personen oder Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union (EU) beziehungsweise Drittstaatsangehörige, die ohne ausreichenden Versicherungsschutz eingereist seien. Häufig könnten Menschen auch ihre Krankenversicherungsbeiträge nicht bezahlen und es sammelten sich Beitragsschulden an. Aus Scham, Unkenntnis oder aufgrund schlechter Erfahrungen würden die Betroffenen die regulären Behandlungsangebote nicht wahrnehmen.

Zehn Projekte erreichten über 800 Menschen
Mit dem Programm unterstütze das baden-württembergische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration zehn regionale Projekte, die niedrigschwellige medizinische Hilfe und oftmals auch Clearing Beratung für nicht oder unzureichend krankenversicherte Menschen anbieten. Zwischen November 2023 und März 2025 seien durch die Teams der geförderten Projekte insgesamt 822 Personen beraten und/oder medizinisch behandelt worden. Ziel der sogenannten »Clearing-Beratung« sei es, Betroffenen Wege zurück in die reguläre Krankenversicherung zu eröffnen und damit eine langfristige medizinische Versorgung zu sichern. Gleichzeitig entlaste die Überführung in eine Krankenversicherung Ärztinnen und Ärzte, Krankenhäuser und Kommunen von unbezahlten Behandlungskosten. In den geförderten Projekten seien rund 360 Clearings durchgeführt worden, in rund 35 Prozent der Fälle sei der Krankenversicherungsschutz wiederhergestellt. Einige Projekte erreichten sogar Vermittlungsquoten von 50 Prozent.

Förderprogramm wird fortgesetzt
Die Ergebnisse zeigten, dass leicht zugängliche, vertrauensvolle Behandlungsangebote in Kombination mit fachkundiger Beratung stark nachgefragt werde. »Die geförderten Projekte haben vielen in prekären Situationen lebenden Menschen geholfen, die sonst möglicherweise keine angemessene Behandlung erhalten hätten. Deshalb haben wir das Förderprogramm fortgesetzt«, so Lucha.

-lbw-

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Konferenz
zur Zukunft 
der digitalen Archivierung

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Schweiz – In Bern haben sich kürzlich Expertinnen und Experten über die Herausforderungen und neuen »Möglichkeiten der digtialen Archivierung« im Zeitalter von Datenökosystemen und KI ausgetauscht. Das Schweizerische Bundesarchiv (BAR) war am 24. und 25. März 2026 Gastgeber des »DLM Forum Member’s Meeting«. Die Konferenz brachte rund 120 Fachleute aus Archiven, Verwaltung, Forschung und Technologie zusammen und stand unter dem Titel »Building New Strategies for Digital Archives«.

Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland beleuchteten die neuen Herausforderungen für Archive im Hinblick auf die digitale Transformation, welche die Arbeit der Archive grundlegend verändere: Sie beeinflusse, wie Informationen entstehen, wie sie verwaltet und wie sie langfristig gesichert werden können. Im Zentrum standen dabei neue Möglichkeiten, die sich bei Zugang, Nutzung und Zusammenarbeit bieten würden. Professor Matthias Stürmer vom »Institut Public Sector Transformation« der Berner Fachhochschule sprach über die digitale Souveränität und betonte die Bedeutung von unabhängigen, in der Souveränität der Schweiz liegenden Datenökosystemen.

Zukunftsgerichtete Lösungen
Stefan Kwasnitza, stellvertretender Direktor des Schweizerischen Bundesarchivs und Direktor des »DLM Executive Committee«, beleuchtete in seinem Referat die Lösungen, welches das »BAR« bei der Archivierung von SAP-Datenbanken erarbeitet habe und machte auf den »Linked-Data-Service LINDAS« des Schweizer Bundesarchvis aufmerksam: »Linked Data sorgt dafür, dass Verwaltungsdaten eindeutig beschrieben, miteinander verknüpft und maschinenlesbar aufbereitet werden. Für eine digitale und KI-gestützte Verwaltung sind solche strukturierten Daten eine unabdingbare Grundlage«.

Das »DLM-Forum« ist ein europäischer Verbund von Archiven, Records-Management-Fachleuten und Organisationen aus der Welt des Informations- und Dokumenten-Lifecycle-Managements. Das Forum spiele eine zentrale Rolle bei der europaweiten Harmonisierung von Standards in der elektronischen Archivierung. Das Forum treffe sich zwei Mal jährlich zum »Member’s Meeting«.

-chbk-

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Verbot
politischer Werbung 
im Rundfunk 
soll aufgehoben werden

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Liechtenstein – Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat eine Abänderung des Mediengesetzes zur »Aufhebung des Verbots politischer Werbung im Rundfunk« beschlossen. Zusätzlich werde die Revision genutzt, um im Mediengesetz eine spezialgesetzliche Regelung für die Entschädigung der Medienkommission und der Ombudsstelle zu schaffen. Nach geltender Rechtslage sei politische Werbung im Rundfunk von Liechtenstein verboten, während sie in anderen Medien, wie Print- oder Onlinemedien, zulässig sei. Das Verbot politischer Werbung wurde bei der Schaffung des Mediengesetzes insbesondere mit dem Aspekt der vorhandenen Medienvielfalt begründet. Diese Argumentation sei angesichts der stark veränderten Medienlandschaft nicht mehr stichhaltig. Auch entspreche die aktuelle Rechtslage nicht dem Grundsatz der Technologie-Neutralität des Mediengesetzes. Mit der Gesetzesvorlage soll nun das Verbot politischer Werbung im Rundfunk aufgehoben werden.

-RdFL-

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Gezielte
Unterstützung
für »50plus«-Arbeitsuchende

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Vorarlberg – Die Vorarlberger Landesregierung hat unlängst die erneute Mitfinanzierung der Beschäftigungsinitiative »Arbeitsplatzcoaching 50plus« beschlossen. Fast 300 ältere Arbeitsuchende könnten dieses Beratungs- und Betreuungsangebot im Zeitraum März 2026 bis Februar 2027 nutzen. »Gerade älteren Menschen fällt es oft schwer, nochmals am Arbeitsmarkt Tritt zu fassen – insbesondere, wenn gewisse gesundheitliche Einschränkungen dazukommen. Wir wollen den Betroffenen neue Chancen und Perspektiven bieten und sie bei der beruflichen Integration gezielt unterstützen«, erklärte Vorarlbergs Wirtschaftslandesrat Marco Tittler.

Zielgruppe des »Arbeitsplatzcoachings« seien beim »Arbeitsmarktservice Vorarlberg« (AMS) vorgemerkte Personen im Alter ab 50 Jahren, die zum Teil gesundheitlich beeinträchtigt seien, aber arbeiten könnten und wollten. Durch gezielte Betreuung solle das Beschäftigungsverhältnis nachhaltig gesichert werden. Dabei werde individuelles Einzelcoaching durch Workshops ergänzt, die zur Informations- und Wissensvermittlung in den Themenfeldern »Gesundheit, Ernährung, Fitness«, »Bewerbung« sowie »Persönlichkeit und Sozialkompetenz« dienten.

Die Zuweisung der Teilnehmenden erfolge durch die AMS-Regionalstellen Bregenz, Dornbirn und Feldkirch. Die Dauer der Beratungs- und Betreuungsleistung belaufe sich auf maximal zwölf Monate. Die Gesamtkosten würden zu 80 Prozent vom AMS und zu 20 Prozent vom Land getragen.

-vlk-

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Internationaler
Tag des Wassers

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Tirol – Sauberes Trinkwasser aus der Leitung – das dürfte grundsätzlich als selbstverständlich erwartet werden. Doch diese »Selbstverständlichkeit« habe eine Grundlage: Eine leistungsfähige Infrastruktur in öffentlicher Hand, geschützte Ressourcen und ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser. Anlässlich des »Internationalen Tags des Wassers« richte sich der Blick deshalb nicht nur auf die hohe Qualität der Versorgung heute, sondern vor allem darauf, wie sie auch in Zukunft gesichert werden könne. »Der Internationale Tag des Wassers erinnert uns daran, wie wertvoll und zugleich verletzlich diese Ressource ist. Tirol hat beste Voraussetzungen – deshalb gilt es weiterhin, diese auch für kommende Generationen zu bewahren«, erklärte der zuständige Referent für die Tiroler Wasserwirtschaft Josef Geisler.

Trinkwasserversorgung im Überblick
Erfolge in vielen Regionen Österreichs die Trinkwasserversorgung über Brunnen aus dem Grundwasser, spielten Quellwässer in Tirol eine zentrale Rolle. »Rund 90 Prozent des Bedarfs an Trinkwasser und Nutzwasser werden aus Quellen gedeckt. Das ist ein großer Vorteil für Tirol, weil Quellwasser in der Regel von sehr hoher Qualität ist. Es entspringt in den Tiroler Bergen, nachdem es dort als Regen oder Schnee angefallen und in den Boden gesickert ist. Auf einem längeren Weg durch den Untergrund hat es einen natürlichen Reinigungsprozess durchlaufen und bleibt im Gebirge geschützt gespeichert, was vor allem auch in Trockenperioden im Hinblick auf die Versorgungssicherheit eine große Rolle spielt«, so Markus Federspiel, Tirols Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft.

Dieser im Österreichvergleich außergewöhnlich hohe Anteil an Quellwasser präge die Versorgungsstruktur in Tirol nachhaltig. Grundwasser aus Brunnen werde ergänzend dazu genutzt, während interkommunale Verbindungen die Stabilität der Versorgung zusätzlich stärke. Die Trinkwasserversorgung in Tirol sei derzeit praktisch flächendeckend auf einem sehr hohen Niveau abgesichert. Etwa 96 Prozent der Bevölkerung seien an ein öffentliches Trinkwassernetz angeschlossen. Die öffentliche Versorgung erfolge durch Gemeinden, Wassergenossenschaften und Wasserverbände. In dezentralen Lagen werde sie durch zahlreiche kleinere Einzelversorgungsanlagen ergänzt.

In den vergangenen 40 Jahren sei der Pro-Kopf-Verbrauch an Wasser deutlich gesunken – von rund 300 auf knapp 250 Liter pro Tag. Während nämlich der Gesamtbedarf an Wasser um rund 20 Prozent gestiegen sei, sei parallel die Bevölkerung im selben Zeitraum um mehr als 35 Prozent gewachsen. Insgesamt liege der jährliche Trinkwasserbedarf in Tirol derzeit bei rund 70,2 Millionen Kubikmetern, wobei touristisch geprägte Regionen einen besonders hohen Bedarf aufwiesen. Ein entscheidender Faktor für die hohe Qualität des Tiroler Trinkwassers sei der konsequente Schutz der Ressourcen durch Schutz-und Schongebiete.

Gerade im Hinblick auf Klimawandel, Bevölkerungsentwicklung und steigende Nutzungsansprüche gewinne der vorbeugende Ressourcenschutz neben vorausschauender Planung zunehmend an Bedeutung. Eine wichtige Rolle spiele dabei auch die interkommunale Zusammenarbeit, durch die sich Gemeinden gegenseitig unterstützen und so die stabile Trinkwasserversorgung über das eigene Gemeindegebiet hinaus stärkten. Die bestehende Trinkwasserversorgung in Tirol werde laufend ausgebaut, um auf zukünftige Anforderungen vorbereitet zu sein. Dazu zähle insbesondere der Aufbau zusätzlicher Standbeine für die Wasserversorgung, um die Ausfallsicherheit weiter zu erhöhen und flexibel auf Veränderungen reagieren zu können.

-lt-

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Luchs
kehrt zurück

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Südtirol/Schweiz – Das seit Februar 2026 laufende systematische landesweite »Fotofallen-Monitoring« mit über 200 Wildtierkameras liefere bereits jetzt wertvolle Daten über das Vorkommen und die Verbreitung verschiedenster Wildarten in Südtirol. Bereits im vergangenen Jahr hätten Wildtierkameras am Brenner und im oberen Vinschgau einzelne Tiere dokumentiert. Anfang März sei nun auch im Pustertal im Gemeindegebiet von Pfalzen eine klare fotografische Bestätigung des Luchses gelungen. »Die Aufnahmen bestätigen, wie wichtig ein systematisches Monitoring mit Fotofallen ist. Dieses Monitoring liefert uns verlässliche Daten und schafft eine sachliche Grundlage, um die Entwicklung verschiedener Wildarten in Südtirol genau zu verfolgen«, betonte Südtirols Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher. »Die aktuellen Nachweise zeigen, dass sich diese äußerst heimliche und seltene Wildart wieder in Südtirols Wäldern bewegt; das ist ein positives Signal für Biodiversität und ökologische Stabilität«, so Südtirols Landesforstdirektor Günther Unterthiner.

Auch in den angrenzenden Regionen mehrten sich die Hinweise. In Tirol seien im Vorjahr insgesamt sechs Luchsnachweise über Wildtierkameras registriert worden. In Graubünden werde der Bestand derzeit auf rund 15 bis 20 Tiere geschätzt; für das laufende Jahr seien dort aktive Wiederansiedlungen geplant, nachdem 2024 bei der Wolfsjagd versehentlich drei Luchse erlegt worden waren. Die Ausbreitung erfolge vor allem von der Schweiz aus Richtung Osten. Sei die Fotoqualität ausreichend, könnten Tiere anhand ihrer einzigartigen Fellzeichnung mit internationalen Datenbanken abgeglichen werden.

Der Eurasische Luchs gelte als die größte Katzenart Europas und lebe sehr zurückgezogen. Typisch seien die Pinselohren, der kurze Stummelschwanz und das gefleckte Fell, dessen Muster jedes Tier eindeutig kennzeichne. »Luchse bevorzugen strukturreiche, ruhige Waldlebensräume und sind vor allem dämmerungs- und nachtaktiv. Luchse haben ein riesiges Streifgebiet, das für ein männliches Tier – in der Fachsprache Kuder genannt – bis zu 40.000 Hektar groß sein kann. Als reine Fleischfresser jagen sie vor allem Rehe und andere mittelgroße Wildtiere. Im Unterschied zum Wolf oder Bär verursacht der Luchs seltener Schäden in der Tierhaltung, auch aufgrund seiner heimlichen Lebensweise«, erläuterte Dominik Trenkwalder vom Südtiroler Landesamt für Wildtiermanagement in der Landesabteilung Forstdienst.

-lpast-

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Lärmblitzer-
Pilotprojekt 
wird ausgeweitet

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Salzburger Land – Das Land Salzburg möchte im »Kampf gegen Verkehrslärm durch technisch manipulierte Fahrzeuge« einen weiteren Schritt gehen: Die sogenannten »Lärmblitzer« sollen nun nicht mehr nur in der Landeshauptstadt, sondern auch in allen Bezirken getestet werden. Ziel sei es, möglichst viele Erkenntnisse zu gewinnen, um so den Weg für die rechtlichen Grundlagen eines österreichweiten Regelbetriebs zu ebnen.

Seit August 2025 kamen die »Lärmblitzer« testweise in der Landeshauptstadt zum Einsatz. Dabei seien bereits mehrere Fahrzeuge identifiziert worden, die in weiterer Folge auch angezeigt wurden. »Lärmterror hat in Salzburg keinen Platz. Deshalb weiten wir unser Pilotprojekt nun auf das gesamte Bundesland aus, um weitere Daten sammeln zu können. Die Erkenntnisse, die wir gewinnen, sollen den Weg für die rechtlichen Grundlagen eines Regelbetriebs ebnen«.

Lärmbelastung für Bevölkerung werde reduziert
Mit den »Lärmblitzern« solle in Zukunft die Lärmbelastung für die Bevölkerung nachhaltig reduziert werden. »Im Zuge der geplanten Ausweitung werden die Lärmblitzer nach Rücksprache mit der Polizei und den Bezirkshauptmannschaften an den neuralgischen Stellen in den Regionen eingesetzt, um möglichst effektiv zu sein«, so Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll.

-ls-

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Sanierungspass
bringe leistbares 
und nachhaltiges Wohnen

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Steiermark – Für alle Sanierer und ihre neuen Sanierungsprojekte starte ab 1. Juni 2026 mit dem »Sanierungspass«-Steiermark (Thermische Sanierung mit Sanierungskonzept) eine neue Förderschiene. Der »Sanierungspass« führe die ehemaligen Förderschienen »Kleine Sanierung« und »Umfassende energetische Sanierung« in ein neues und flexibleres System zusammen. Statt wie bisher entweder eine oder mindestens drei Maßnahmen zeitgleich umsetzen zu müssen, biete das künftige System flexiblere Möglichkeiten, um ein in die Jahre gekommenes Gebäude Schritt für Schritt energieeffizienter zu machen.

Grundlage sei ein verbindlicher, individueller Sanierungsplan, der binnen einer bestimmten Zeit umgesetzt werde. Es könnten ein bis vier thermische Sanierungsmaßnahmen – beispielweise Dämmung der Außenwände oder der obersten Geschoßdecke, Tausch von Fenstern und Außentüren – gefördert werden, wobei der Fördersatz je nach Anzahl der Maßnahmen stufenweise von grundsätzlich zehn Prozent über 20 Prozent und 25 Prozent bis auf maximal 30 Prozent steige. Wer mehr umsetze, profitiere von höheren Förderungen. Um die Planungssicherheit zu erhöhen, werde auf ein zweistufiges Förderverfahren umgestellt und – wie bereits in anderen Förderschienen etabliert – mittels Förderticker über die verfügbaren Budgetmittel informiert. Voraussetzung sei, dass vor erfolgreicher Registrierung noch nicht mit der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen begonnen wurde.

»Mit dem Sanierungspass arbeiten wir weiter daran, leistbares, nachhaltiges und hochwertiges Wohnen im Bestand zu sichern, Energie zu sparen sowie Klima und Umwelt zu schonen. Eine echte Win- win-Situation, von der auch das heimische Handwerk und die Bauwirtschaft profitieren und wertvolle Arbeitsplätze gesichert werden«, so Steiermarks Wohnbaulandesrätin Simone Schmiedtbauer. Die neue Förderschiene unterstütze auch Steiermarks Landesrätin Claudia Holzer: »Thermische Sanierungen von Gebäuden gewinnen angesichts steigender Energiepreise und eines alternden Gebäudebestands zunehmend an Bedeutung. Neben der Reduktion von Heizkosten und Emissionen steht auch der Wohnkomfort im Mittelpunkt. Gut sanierte Gebäude bieten ein angenehmes Raumklima, weniger Zugluft und besseren Schutz vor Sommerhitze«.

Die Landesregierung Steiermark habe darüber hinaus die Sonderförderung »Steirischer Sanierungsbonus« beschlossen. In Anerkennung von bereits erfolgten Sanierungsmaßnahmen und zur Abfederung der finanziellen Belastungen in Folge ihrer Umsetzung werde damit nunmehr die Möglichkeit eingeräumt, nachträglich um eine Förderung anzusuchen. Diese Sonderförderung in Form eines 15 prozentigen Förderungsbeitrags stehe nach Maßgabe der vorgesehenen Mittel jenen offen, die vor dem 16. April 2025 förderungsfähige Sanierungsmaßnahmen beauftragt hatten und entsprechende Rechnungen mit Ausstellungsdatum bis längstens 31. Mai 2025 vorweisen können. Die Antragsmöglichkeit für »Steirischer Sanierungsbonus« starte am 1. April 2026 und ende – budgetabhängig – spätestens am 15. Mai 2026.

-lstm-

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Mehr
Verkehrssicherheit
durch Wildwarner

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Oberösterreich – Das Land Oberösterreich möchte einen weiteren wichtigen Schritt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit gehen: Kürzlich wurden in einigen Regionen akustische und optische Wildwarner installiert. Ziel dieser Maßnahme sei es, das Risiko von Wildunfällen nachhaltig zu reduzieren und sowohl Verkehrsteilnehmer als auch Wildtiere besser zu schützen. Die modernen Wildwarner reagierten auf herannahende Fahrzeuge und aktivierten durch Lichtreflexionen sowie hochfrequente Töne ein Warnsignal für Wildtiere. Dadurch sollen diese frühzeitig auf den Straßenverkehr aufmerksam gemacht und vom Queren der Fahrbahn abgehalten werden.

»Wildunfälle sind für Mensch und Tier eine große Belastung. Maßnahmen wie diese Wildwarnreflektoren helfen, das Risiko deutlich zu senken. Entscheidend ist dabei auch die gute Zusammenarbeit vor Ort«, so Herbert Sieghartsleitner, Landesjägermeister von Oberösterreich. Mit der Installation der Wildwarner werde ein weiterer Beitrag zur Prävention von Wildunfällen geleistet. Das Land Oberösterreich werde auch künftig gemeinsam mit regionalen Partnern an innovativen Lösungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit arbeiten.

-loö- Bild: am

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Alpen-Adria-Region
Europa-Konferenz

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Kärnten – Zur ersten Europakonferenz »Kärnten verbindet – Europas Brückenregion zwischen Alpen und Adria im geopolitischen Wandel« lud unlängst Kärntens Landeshauptmann und EU-Referent Peter Kaiser in das Landesarchiv ein. Gemeinsam mit Landesrat Daniel Feller und Landesrat Sebastian Schuschnig sowie zahlreichen Vortragenden wurde die interregionale Zusammenarbeit zwischen Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Slowenien aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

In seinen Begrüßungsworten machte Kaiser klar, dass gravierende Umbrüche die Welt erschüttern und dass autoritäre Regime Demokratien gefährden. Ferner hob er hervor, dass weltweit nur zwölf Prozent der Bevölkerung in liberalen Demokratien lebten. Es gäbe für Europa nur eine Chance: »Europa muss zu einem Machtfaktor werden, um das Balancegefühl innerhalb der Weltmächte ausgleichend wiederherzustellen und das auf Basis unserer Werte«. Dafür brauche es laut Kaiser geopolitisch ein starkes Europa, eine gemeinsam gelebte Außen- und Wirtschaftspolitik sowie eine europäische Sicherheitsstruktur ohne Abhängigkeiten der USA oder Nato. »Diese Sicherheitsarchitektur soll unsere Europäischen Werte verteidigen und das mit modernsten Sicherheitstechnologien«, erklärte Kaiser. Desweiteren forderte er Optimismus für die Zukunft ein und den Willen aktive Taten für ein starkes Europa zu setzen.

In den Diskussionsrunden betonte Kaiser die zentrale Rolle Kärntens in der Alpen-Adria Region. Ferner hob er die unzähligen Kooperationsformen hervor, die im Alpen-Adria Raum für interregionale Zusammenarbeit über Grenzen hinweg sorgten: Etwa die »Alpen-Adria-Allianz«, den »EVTZ Euregio Senza Confini – Ohne Grenzen«, die »Alpen-Adria-Rektorenkonferenz«, das »New Alps-Adriatic Network of Chambers« (NAAN) und auch andere öffentliche und private Akteure, die in diesem Raum über Grenzen hinweg kooperieren. Die vielen gemeinsamen Kooperationen machten laut Kaiser eines klar: »Dass wir Einheit in Vielfalt leben«. Auch das »Aufeinander-Zugehen über Grenzen hinweg« lasse sich so gut wie nie aus der Perspektive nationaler Hauptstädte verwirklichen, sondern werde auf regionaler Ebene initiiert und schließlich gelebt, so Kaiser.

Perspektiven für eine zukunftsorientierte Kärntner Nachbarschaftspolitik wurde ebenfalls aufgezeigt und diskutiert. Landesrat Daniel Fellner, der kürzlich die Präsidentschaft der »Euregio Senza Confini« – dem Zusammenschluss der Regionen Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Venetien – von Landeshauptmann Peter Kaiser übernommen hat, mache deutlich, dass Frieden angesichts der aktuellen Weltlage keine Selbstverständlichkeit sei. »Es braucht jede und jeden Einzelnen, der Verantwortung übernimmt und dazu beiträgt, die Welt im Kleinen wie im Großen ein Stück besser zu machen«, erläuterte Fellner. Das beginne im täglichen Miteinander, in der Art, wie wir miteinander sprechen, und setze sich in zentralen Fragen wie dem Umweltschutz fort.

Für Landesrat Sebastian Schuschnig komme es vor allem darauf an, den Mehrwert, den die Europäische Union für die Bevölkerung habe, stärker in die Köpfe der Menschen zu bekommen und damit die Akzeptanz der Europäischen Union zu steigern. Die »Europakonferenz« habe das enorme Potenzial grenzüberschreitender Kooperationen aufgezeigt. »Unser Bundesland Kärnten liegt in vielerlei Hinsicht strategisch günstig im Herzen Europas. Diese Chancen gilt es zu nutzen – beispielsweise in der Mobilität, im Tourismus oder auch im Bereich Wasserstoff. Wir wollen uns als attraktiver Standort für die Wasserstoffwirtschaft und als potenzieller Schnittpunkt zwischen Süd- und Mitteleuropa positionieren. Dabei setzen wir sehr stark auf die Vernetzung mit unseren Nachbarn, um die neu entstehenden Wertschöpfungsachsen als strategischer Partner optimal nutzen zu können«, so Schuschnig. Im Rahmen des »4. Wasserstoffgipfels« Anfang März hatte Schuschnig deshalb auch gemeinsam mit dem slowenischen Mitinitiator des »North AdriaticHydrogen Valley« ein »Memorandum of Cooperation« unterzeichnet.

Ferner hielt Bundesminister a. D., Gen.Maj. i. R. Thomas Starlinger zum Thema »Europa in einem veränderten geopolitischen Kontext« ein Rede. Hauptbotschaft Starlingers war, dass angesichts der aktuell weltweiten Krisen und Kriegen diese Herausforderungen nur durch gemeinsame Zusammenarbeit besser bewältigt werden könnten. In seinem Vortrag beleuchtete Starlinger u.a. die Wirtschaftsmacht China, die Auswirkungen des Irankriegs am internationalen Wirtschafts- und Energiemarkts oder auch die weltweiten Auswirkungen der KI-Technologie. Laut Starlinger wären es gerade regionale Initiativen, welche die lokale Bevölkerung wieder näher an die Europäische Union bringen würden.

Den »Alpen-Adria-Raum« als einen der dynamischsten und strategisch wichtigsten Wirtschaftskorridore Europas beleuchtete Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) in einer weiteren Vortragsrunde. So würden Lokale Unternehmen von der besseren Anbindung an Nord- und Südeuropa und der zentralen Lage im EU-Verkehrsnetz ebenso profitieren wie von neuen Export- und Beschaffungsmärkten, zusätzlichen Ansiedelungsimpulsen und von krisenfesteren Lieferketten und der damit verbundenen strategische Resilienz.

Der Vorstand der »Energie-Control Austria« – Regulierungsbehörde der Elektrizitäts- und Erdgaswirtschaft (E-Control), Alfons Haber hob die Bedeutung der Grenzüberschreitenden Leitungskapazitäten hervor: Um das gesamte Energiesystem mit möglichst geringen Kosten effizient betreiben und weiterentwickeln zu können, braucht es eine nationale und internationale Koordination beim Netzausbau, der Projektentwicklung und der Digitalisierung. Wie das grenzüberschreitende Rettungswesen und der Katastrophenschutz funktioniere verdeutlichten Bernhard Pichler-Koban, Landesreferent-Stellvertreter Bergrettung Kärnten, Thomas Jank, Geschäftsführer ARA Flugrettung sowie Rudolf Robin, Landes-Feuerwehrkommandant Kärnten. Den Schlußsatz der Tagung fasste Landeshauptmann Peter Kaiser prägnant zusammen: »Unsere größte Aufgabe in der Politik lautet: Wir brauchen mehr Europa«.

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Über
zwei Millionen Portionen
mit »Essen auf Rädern« verteilt

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Niederösterreich – Die Aktion »Essen auf Rädern« sei bei älteren, kranken oder pflegebedürftigen Personen in Niederösterreich sehr beliebt. So seien im vergangenen Jahr insgesamt 2.664.431 Portionen in Hauszustellung verteilt worden. Das Land Niederösterreich gab dafür eine Fördersumme von über 1,84 Millionen Euro aus. »Essen auf Rädern wird täglich direkt zur Haustüre gebracht. Es ist somit ein beliebter und bequemer Service für all jene, die nicht oder nicht mehr selbst kochen können, aber auch nicht auf hochwertige und warme Mahlzeiten verzichten wollen. So wird für viele Personen der Alltag erleichtert«, erklärte die Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

»Essen auf Rädern« werde von 136 Gemeinden und von 121 anderen Rechtsträgern – wie dem NÖ-Hilfswerk, der NÖ-Volkshilfe, dem Roten Kreuz, den Pfarreien und vielen weiteren durchgeführt. Das Menüangebot variiere je nach Anbieter, meist gebe es die Wahl zwischen Normalkost, Schonkost, Diabetikerkost und fleischloser Kost. »Wir freuen uns, dass Essen auf Rädern in unserem Bundesland umfassend angeboten wird und wir den Bedarf somit decken können«, so Teschl-Hofmeister.

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Lebensende
mit Würde

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Burgenland – Burgenlands Landesrat Leonhard Schneemann eröffnete kürzlich in der »Klinik Oberwart« die Podiumsdiskussion zum Thema »Forum Palliativ«: »Es geht um Würde am Lebensende, und darum, wie wir Menschen bestmöglich begleiten und unterstützen können«. Für den Landesrat bewegten sich die Menschen in einem sensiblen Dreieck, zwischen Selbstbestimmung, Schutz und Fürsorge. Auf der einen Seite stehe der nachvollziehbare Wunsch vieler Menschen, über das eigene Lebensende selbst entscheiden zu können. Besonders dann, wenn schweres Leiden, Krankheit oder Verlust an Autonomie das Leben prägen. Auf der anderen Seite stehe die gemeinsame Verantwortung, Menschen in verletzlichen Situationen zu schützen. »Es geht um Würde am Lebensende, und darum, wie wir Menschen bestmöglich begleiten und unterstützen können«, so der Landesrat.

In Österreich gebe es einen klar geregelten Weg. Durch das »Sterbeverfügungsgesetz« gebe es klare Voraussetzungen, mehrere Gespräche sowie Wartefristen und die verpflichtende Aufklärung über Alternativen. »Das ist entscheidend, denn echte Selbstbestimmung gibt es nur dort, wo Menschen wissen, welche Möglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen. Wo sie Zugang zu guter medizinischer Versorgung bekommen und nicht zwischen Leiden und Tod wählen müssen, sondern zwischen mehreren Wegen«, erklärte Schneemann.

Hospiz und Palliativ
Das Burgenland setze auf zwei Säulen, zum einen gebe es die »Hospizbegleitung«: Die »Sterbebegleitung«, überwiegend getragen von Ehrenamtlichen. Ferner die »Palliativversorgung« mit der Erhaltung und Verbesserung von Lebensqualität bis zum Tod, nicht Lebensverlängerung. »Beides gehört zusammen und bildet ein Netz, das Menschen am Lebensende auffängt. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass rund 35 Prozent der Burgenländischen Bevölkerung zu Hause stirbt, deutlich mehr als in anderen Bundesländern«, erläuterte Schneemann.

Die »mobile Palliativversorgung« werde seit 2021 über »Soziale Dienste Burgenland GmbH« gebündelt. Die Teams betreuten Menschen in ihren eigenen vier Wänden und begleiteten Angehörige intensiv. Die »Hospizversorgung« werde von den Teams des Roten Kreuzes, der Diakonie und Sozialen Dienste Burgenland getragen. Nun erfolge die Koordination hauptamtlich – Ehrenamtliche arbeiteten weiter in der Begleitung, doch die Organisation sei professionell gesichert. Mit dem »stationären Hospiz« in Oberpullendorf setze das Land einen historischen Meilenstein: Die Fertigstellung sei für Ende 2026 geplant, dann sollen dort zehn Betten zur Verfügung stehen. Es sollen Synergien mit Pflegeheim und Klinik entstehen, ferner sei es ein »Ort der Geborgenheit«, verbunden mit professioneller Betreuung vorgesehen.

Ausbau mobiler Hospizangebote in allen sieben Bezirken
Parallel laufe der Ausbau »mobiler Hospizangebote« in allen sieben Bezirken Burgenlands. Ferner werde durch das Projekt »Hospizkultur und Palliative Care« in Pflegeheimen Qualität in die Einrichtungen gebracht und die Palliativkompetenz flächendeckend in der Pflege verankert. Für Burgenlands Soziallandesrat Leonhard Schneemann sei klar: »Niemand darf sich für den Tod entscheiden, weil Alternativen fehlen. Unsere Aufgabe als Landesregierung ist der ständige Ausbau von Palliativ- und Hospizangeboten, die Unterstützung und Entlastung von Angehörigen sowie die Sicherstellung von qualifizierten, niederschwelligen Angeboten«.

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Starkbierfest
im Bräustüberl 
Tegernsee 
2026

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»Bruder Barnabas«, alias Nico Schifferer, bei seinem Fastenpredigtauftritt

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Region Bayern – Bereits zum »15. Starkbierfest mit Fastenpredigt im Bräustüberl Tegernsee« konnte das Wirtepaar Caterina und Peter Hubert im vollbesetzten Bräustüberl wieder zahlreiche Ehrengäste im oberbayerischen Traditionsgasthaus begrüßen, darunter unter anderem Hausherrin IKH Anna in Bayern nebst Ehemann Andreas Baron von Maltzan; BRK-Landesarzt Dr. med. Florian Meier; Stephan Fischbacher, Dekan-Stellvertreter des Dekanats Miesbach, Horst und Gerhild TeltschikJens Zangenfeind, neu gewählter Landrat des Landkreises Miesbach mit Ehefrau Alexia, Ex-Landrat, Olaf von Löwis of Menar nebst Gattin Sibylle; Johannes Hagn, Bürgermeister der Stadt Tegernsee; Alfons Besel, Bürgermeister der Gemeinde Gmund; Georg von Preysing, Altbürgermeister der Gemeinde Gmund; Robert Kühn, Bürgermeister der Gemeinde Bad Wiessee; Christoph Schmid, Bürgermeister der Marktgemeinde Holzkirchen; Christian Köck, Ex-Bürgermeister der Gemeinde Rottach-Egern sowie Stefan ScheiderJournalist und Moderator des Bayerischen Fernsehens; Dr. Beate Merk, Staatsministerin a.D.; Peter Schlickenrieder, ehemaliger Skilangläufer; die Schlagersänger Patrick Lindner und Beni Hafner – um wirklich nur einge zu nennen. Ganz im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das kräftige »Tegernseer Quirinus Dunkelbier« und die Fastenpredigt von Bruder Barnabas, alias Nico Schifferer. … weiterlesen

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Neues Portal 
zum Arbeits- und
Gesundheitsschutz 
an Schulen

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Baden-Württemberg – Das neue Internetportal »Arbeits- und Gesundheitsschutz an Schulen« möchte wertvolle Unterstützung bei der Umsetzung des Arbeitsschutzes an Schulen bieten. Lehrerinnen und Lehrer sollen darin bestärkt werden, ihren Unterricht nicht nur qualitätsorientiert, sondern auch sicher zu gestalten. Experimenteller und fachpraktischer Unterricht biete spannende Lernmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler. Um einen sicheren Unterricht zu gewährleisten, sei ein hohes Maß an fachlichen, methodisch-didaktischen und organisatorischen Vorüberlegungen notwendig. Um Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Lehrkräfte bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung von schulischen Aktivitäten sowie praxisorientiertem Unterricht zu unterstützen, habe das baden-württembergische Ministerium für Kultus, Jugend und Sport eine Zusammenstellung wichtiger Informationen kompakt auf einem Internetportal zusammengestellt.

Die Website biete umfassende Informationen, praktische Handlungshilfen, Muster-Materialien, Broschüren und Checklisten zu verschiedenen Aspekten des Gesundheitsschutzes. Es soll Schulleitungen und Lehrkräften ermöglichen, ihre Aufgaben im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes noch besser wahrzunehmen und die entsprechenden Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz umzusetzen, um so die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten zu gewährleisten.

-lbw-

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Kulturgüter-
vereinbarung

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Schweiz – Die »Vereinbarung über den internationalen Kulturgütertransfer« zwischen der Côte d’Ivoire (ehemalige Elfenbeinküste) und der Schweiz ist in Kraft getreten. Damit verbessere sich der Schutz von Kulturgütern, die aus der Zeit vor 1500 n.Chr. stammten und besonders stark von Plünderungen betroffen waren. Das Abkommen war im Juni letzten Jahres von Schweizer Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider und der ivorischen Kulturministerin Françoise Remarck unterzeichnet worden.

Mit dem Inkrafttreten der Vereinbarung über den internationalen Kulturgütertransfer besitzen die Schweiz und Côte d’Ivoire nun ein gemeinsames Regelwerk über die Einfuhr und Durchfuhr von Kulturgütern, die von wesentlicher Bedeutung für das kulturelle Erbe der beiden Staaten seien. Die Vereinbarung stärke ferner die Kooperation zwischen den beiden Staaten in ihrem Bestreben, den illegalen Handel mit Kulturgütern zu bekämpfen. Gegenstand der Vereinbarung seien archäologische Funde von der Vorgeschichte bis 1500 n.Chr. Das Abkommen regele, unter welchen Voraussetzungen die Einfuhr solcher Kulturgüter in einen der beiden Vertragsstaaten als rechtskonform gelte. Bei einer direkten Einfuhr oder Durchfuhr von Kulturgütern aus Côte d’Ivoire, müsse dem Schweizer Zoll nachgewiesen werden, dass die ivorischen Ausfuhrbestimmungen eingehalten wurden. Weiter definiere das Abkommen die Modalitäten der Rückführung von Kulturgütern, die rechtswidrig eingeführt worden sind.

Der weltweite Handel mit Kulturgütern habe sich in den letzten Jahrzehnten vervielfacht. Zugenommen habe nicht nur der legale Kunsthandel, sondern auch der illegale Kulturgütertransfer, der dem Kulturerbe schwere und oft irreversible Schäden zufüge. Zur Wahrung kultur- und aussenpolitischer Interessen und zur Sicherung des kulturellen Erbes könne der Schweizer Bundesrat mit Staaten, welche die UNESCO Konvention 1970 ratifiziert haben, Staatsverträge (bilaterale Vereinbarungen) über die Einfuhr und die Rückführung von Kulturgut abschliessen. Die Schweiz habe solche Abkommen bereits mit Italien, Griechenland, Kolumbien, China, Ägypten, Zypern, Peru, Mexico, Türkiye und Bolivien abgeschlossen.

-chbk-

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Mensa-
Jahrestreffen

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Deutschland – Für das bundesweite Jahrestreffen von »Mensa in Deutschland« e.V., dem Verein für Hochbegabte, fiel die Wahl für dieses Jahr auf München. Vom 08. bis 12. April 2026 werden über 1.650 Mensa-Mitglieder und Gäste aus ganz Deutschland und den Nachbarländern in der Bayernmetropole erwartet. Das Jahrestreffen gilt als die europaweit größte Veranstaltung in den bisher 80 Jahren des weltweit vertretenen Hochbegabtenvereins. Auch interessierte Bürger und Bürgerinnen seien im Novotel Munich City Center willkommen.

Auf dem Veranstaltungsprogramm sollen zahlreiche Vorträge stehen, viele davon aus dem Themenbereich Neurodiversität, Besuche von Firmen und Forschungseinrichtungen – wie »ESO Supernova« in Garching. Im Mittelpunkt des Jahrestreffens sollen Austausch, Inspiration und Gemeinschaft stehen. Für hochbegabte Kinder und Jugendliche gebe es spezielle Programmangebote. »Das Jahrestreffen ist für viele Mitglieder ein ganz besonderes Highlight im Kalender – hier erleben wir, wie bereichernd der Austausch unter Gleichgesinnten sein kann. München ist ein wunderbarer Ort für diese Veranstaltung und wir freuen uns über so viele Gäste«, erkärte Ulrike Dürnfeld, Leiterin des Mensa-Organisationsteams. Die Veranstaltung sei im Rahmen der Kongressinitiative für die Bayerische Tourismuswirtschaft gefördert worden. Dürnfeld: »Dass unsere Tagung von der Kongressinitiative unterstützt wird, ist ein wichtiges Signal für die Akzeptanz und Förderung von Hochbegabung in der bayerischen Gesellschaft und Kultur. Besonders freut uns, dass damit auch das große ehrenamtliche Engagement gewürdigt wird, mit dem wir diese Veranstaltung auf die Beine gestellt haben«.

Pünktlich zum Jahrestreffen in München werde »Mensa in Deutschland« auch erstmals die Marke von 20.000 Mitgliedern überschreiten. Dabei könnten es noch viel mehr sein. Denn lediglich zwei Prozent der Bevölkerung und damit rund 1,7 Millionen Menschen in Deutschland erfüllten die Beitrittsbedingung zum Verein, nämlich 130 oder mehr Punkte bei einem standardisierten IQ-Test zu erreichen. Weitere Informationen: www.mensa.de

-mid-

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