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Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus
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KW 17 – 2026
20. – 26.04.2026
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Online-
Klageverfahren
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Deutschland – Ärger um einen ausgefallenen Flug? Wer einen Geldbetrag unter 10.000 Euro vor dem Amtsgericht einklagen will, könne das ab 16. April 2026 an zwei Gerichten in Bayern in vielen Fluggastrechtefällen vollständig elektronisch erledigen. Nach und nach werde das neue »Online-Verfahren« auf weitere Streitgegenstände erweitert. Der Bund habe mit dem Gesetz zur Entwicklung und Erprobung eines »Online-Gerichtsverfahrens« in der Zivilgerichtsbarkeit die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen.
Das Projekt soll bundesweit an 18 Pilotgerichten unter realen Bedingungen getestet werden. Bayern beteilige sich mit dem Amtsgericht Nürnberg und dem Amtsgericht Erding, vorerst ausschließlich im Bereich der Fluggastrechte. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich erklärte: »Ich freue mich sehr, dass der Bund die Zivilprozessordnung für diesen Testlauf modernisiert hat. Menschen wünschen sich auch bei Rechtsstreitigkeiten bequeme, einfache und kostengünstige Lösungen. Das Online-Verfahren spart Zeit und viel Geld. Damit erleichtern wir den Zugang zum Recht und stärken das Vertrauen in den Rechtsstaat. Zugleich entlasten wir auch die Gerichte«.
Laut Gesetzentwurf schätze die Bundesregierung, dass das »Online-Verfahren« den Betroffenen bundesweit aufgrund der digitalen Kommunikation und der Wegezeiten rund 98.000 Stunden im Jahr und den Gerichten 8.300 Arbeitsstunden erspare. Im Regelfall sollen die Verfahren komplett elektronisch verlaufen, allein über die Verwendung digitaler Eingabesysteme und das Einreichen elektronischer Dokumente, ohne dass eine Verhandlung stattfinde. Falls das nicht möglich sei, wäre eine Videoverhandlung vorgesehen. Falls auch diese Option ausscheide, schließlich eine Verhandlung vor Ort im Gericht. Die Pilotgerichte möchten damit vollständig digitale Verfahren anbieten, und zwar von der Einleitung mittels digitaler Eingabesysteme bis hin zur Entscheidung. Das neue »Online-Klageverfahren« an den Pilotgerichten sei zeitlich begrenzt und nicht verpflichtend. Das Projekt ist auf zehn Jahre angelegt und solle nach zwei, vier und acht Jahren evaluiert werden.
-bstmj- Bild: am
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Gesetzliche
Anpassung
für einfacheres
und kostengünstigeres Bauen
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Bayern – Schneller, günstiger und unbürokratischer planen und bauen durch Verzicht auf nicht zwingend notwendige Komfort- und Ausstattungsstandards – das ermögliche der neue »Gebäudetyp-e«. Derzeit liefen dazu 19 Pilotprojekte in Bayern, die wertvolle Erkenntnisse liefern könnten. So würden teilweise über 15 Prozent an Kosten eingespart werden. Herausforderungen lägen aktuell aber noch im Zivilrecht: Die Befürchtung, »haften zu müssen«, führe derzeit noch oft dazu, dass einfache und kostensparende Bauweisen nicht vereinbart würden.
Bayerns Bauminister Christian Bernreiter: »Nach den vergangenen Krisenjahren wird die Stimmung in der Bauwirtschaft nun endlich wieder besser. Diesen Aufschwung müssen wir fördern, indem wir weiterhin konsequent überflüssige Vorgaben abbauen und mehr Raum für flexible Lösungen schaffen. Dazu haben wir in der Bayerischen Bauordnung die Möglichkeiten für einfaches Bauen bereits deutlich erweitert. Um neue Spielräume zu eröffnen, braucht es jetzt aber, wie im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vereinbart, endlich auch eine Anpassung im Bürgerlichen Gesetzbuch. Das Eckpunktepapier des Bundes für ein solches Gebäudetyp-e-Gesetz muss nun konsequent und rasch umgesetzt werden«.
»Der Gebäudetyp-e erleichtert einfacheres, kostengünstigeres Bauen. Ich bin zuversichtlich, dass er einen Beitrag zu mehr bezahlbarem Wohnraum für Familien und Normalverdiener leisten kann. Der Gebäudetyp-e wirft aber eine Reihe zivilrechtlicher Fragen auf, beispielsweise bei der Haftung. Wir brauchen klare Regelungen, damit einfaches Bauen für alle Beteiligten rechtssicher umgesetzt werden kann. Die Justizministerkonferenz hat auf bayerische Initiative bereits 2023 gefordert, den Gebäudetyp-e zivilrechtlich abzusichern«, so Bayerns Justizminister Georg Eisenreich.
Ende vorigen Jahres habe der Bund einen Beteiligungsprozess initiiert, um einen Entwurf für die Anpassung des Bürgerlichen Gesetzbuches zu erarbeiten. Auch das Bayerische Bauministerium und das Bayerische Justizministerium seien daran beteiligt und forderten gesetzliche Neuregelungen, und zwar: »Kein neuer Standard« – Die Praxis brauche keinen kleinteilig ausformulierten Standard für einfaches Bauen, sondern eine flexible Möglichkeit, um passgenaue Lösungen rechtssicher vereinbaren zu können. »Bezug zu den Technischen Baubestimmungen« – Wenn für einen bestimmten Bereich landesrechtliche Technische Baubestimmungen gelten würden, genüge es, auf den »Gebäudetyp-e« zu verweisen. Dadurch werde automatisch festgelegt, dass nur die Anforderungen dieser Technischen Baubestimmungen eingehalten werden müssten, wenn nicht im Vertrag konkret etwas anderes vereinbart werde. »Vereinfachte Aufklärung« – Im Bereich außerhalb der technischen Baubestimmungen sollten die Informationsobliegenheiten reduziert werden, wenn von Baunormen abgewichen werde. Zu strenge Vorgaben erschwerten einfacheres und günstigeres Bauen unnötig.
-bstmb-
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Lebensmittelretter-
Challenge
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Baden-Württemberg – »Die erste Runde der deutsch-französischen »Lebensmittelretter-Challenge« hat erfolgreich gezeigt, dass junge Menschen nachhaltig denken und kreativ handeln, um die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren. Wir waren begeistert von den vielen tollen Initiativen, die uns bei der ersten Challenge im Jahr 2024 über die Ländergrenzen hinweg erreicht haben. Bei unserer diesjährigen Challenge wollen wir an die Begeisterung anknüpfen und interessante Kochrezepte zum kreativen Einsatz von Gemüse auszeichnen. Wir legen den Schwerpunkt extra auf Gemüse, das es neben Obst zu den am häufigsten weggeworfenen Lebensmitteln in Privathaushalten gehört«, erklärte Baden-Württembergs Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Sabine Kurtz, anlässlich des Startes der »Lebensmittelretter-Challenge 2026«.
Nach wie vor sei es bedauerlich, dass viele wertvolle Bestandteile von Gemüse, wie beispielsweise die Schalen, Keime oder Blätter achtlos und ohne Verwertung im Müll landeten. »Durch verschwenderischen und achtlosen Umgang bleiben wichtige Nährstoffe ungenutzt, die eigentlich einfach und schnell zu leckeren Gerichten verarbeitet werden könnten. Deshalb wollen wir für einen bewussten Einsatz von Gemüse- und Obst in der Küche werben und Verschwendung oder voreiligem Wegwerfen vorbeugen«, so Kurtz.
Für bewussten Umgang mit Lebensmitteln sensibilisieren
An der »Lebensmittelretter-Challenge« können Jugendliche und junge Erwachsene aus Baden- Württemberg und Frankreich im Alter von 12 bis 25 Jahren teilnehmen. Eine Fachjury setze sich aus Vertreterinnen und Vertretern des »Deutsch-Französischen Institutes« (dfi), der »Verbraucherzentrale Baden-Württemberg« (VZ BW) sowie des »Deutsch-Französischen Jugendwerkes« (DFJW) zusammen. Sie wählten in den Kategorien Einzelperson, Gruppe und Schule jeweils die Einsendung aus, deren Rezept einen besonders nachhaltigen und innovativen Einsatz in Sachen Lebensmittelrettung aufweise. Die Preisträgerinnen und Preisträger sollen im Rahmen einer Preisverleihung mit einem Reisegutschein in Höhe von 1.500 Euro ausgezeichnet werden. Aus allen eingereichten Rezepten werde ein deutsch-französisches »Retter-Kochbuch« erstellt.
-lbw-
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Anpassung
des Systems
der amtlichen Veröffentlichungen
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Schweiz – Der Schweizer Bundesrat möchte das »System der amtlichen Veröffentlichungen« an die technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre anpassen. Unter anderem solle künftig auf die Produktion und den Vertrieb von gedruckten Periodika verzichtet werden. Seit 2016 sei die elektronische und nicht mehr die gedruckte Fassung der »Amtlichen Sammlung« und des »Bundesblattes« rechtsverbindlich. Heutzutage werde das Bundesrecht fast ausschliesslich »online« konsultiert.
Angesichts der geänderten Bedürfnisse sollten die derzeit geltende Verpflichtungen zur Herstellung und zum Vertrieb von Periodika sowie zur Herstellung einer Mindestanzahl gedruckter Exemplare abgeschafft werden. Gleichzeitig solle es weiterhin möglich sein, »Sonderdrucke« (Print-On-Demand, POD) zu bestellen. Ferner solle die Praxis bei Verweispublikationen vereinheitlicht werden. Diese Form der Veröffentlichung weise wesentliche Nachteile auf, darunter eine ungenügende Maschinenlesbarkeit sowie mangelnde Benutzerfreundlichkeit. Sowohl im Hinblick auf die Einheitlichkeit der Veröffentlichungen als auch im Interesse der Gewährleistung des Zugangs zum Recht sei es daher wichtig, die Zunahme der Verweispublikationen einzudämmen. Die Festlegung abschliessender Kriterien im Gesetz solle es ermöglichen, die Praxis zu vereinheitlichen und zu verhindern, dass Inhalte, die vollständig veröffentlicht werden müssten, in Form von Verweisen veröffentlicht werden sollen.
-chbk-
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Preis
für wissenschaftliche
Forschung
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Liechtenstein – Kürzlich wurde in Vaduz der »Liechtenstein-Preis 2025« für wissenschaftliche Forschung feierlich verliehen. Der Preis werde seit 1983 vergeben und diene der Anerkennung exzellenter wissenschaftlicher Forschung. Er zähle zu den bedeutendsten Auszeichnungen für Forschende der Universität Innsbruck und der Medizinischen Universität Innsbruck. Die Preisverleihung erfolge jährlich, wobei die Veranstaltungen alternierend in Vaduz und Innsbruck ausgerichtet würden. Ausgezeichnet wurden heuer Gabriela Gniewosz, Thomas Schubatzky und Yanliang Guo von der Universität Innsbruck sowie Natascha Kleiter von der Medizinischen Universität Innsbruck.
Die enge und langjährige Zusammenarbeit Liechtensteins mit den Universitäten in Innsbruck basiere auf zwei zentralen bilateralen Abkommen mit Österreich. Diese gewährleisteten zum einen die Gleichwertigkeit der Maturitäts- und Studienabschlüsse und sicherten zum anderen die Beteiligung Liechtensteins am österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF).
Die prämierten Arbeiten zeichneten sich auch durch ihre Relevanz für die heutige Zeit aus. Es würden Erkenntnisse zum Einfluss »familiärer Wärme« auf die Entwicklung der Kinder gewonnen, ein Thema, das vor dem Hintergrund voranschreitenden Technologisierung grosse Aufmerksamkeit verdiene. Es sei auch ausgelotet worden, wie Lehramtsstudierende in Bezug auf digitale Medien im Spannungsfeld zwischen Wissen und Motivation zum Ziel finden würden.
Die feierliche Überreichung der Urkunden fand im Regierungsgebäude in Vaduz statt. Stellvertretend für Bildungsminister Daniel Oehry überbrachte Regierungsrat Emanuel Schädler die Glückwünsche des Landes Liechtenstein und würdigte die herausragenden wissenschaftlichen Leistungen der Preisträgerinnen und Preisträger. »Wissen ist ein Rohstoff, den man nicht einfach abbauen kann, man muss ihn sich schaffen. Gerade in Liechtenstein sind wir uns dessen sehr bewusst und unterstützen daher diesen Preis aus tiefster Überzeugung« so Schädler.
-RdFL-
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Weniger
Bürokratie
am Campingplatz
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Vorarlberg – Unlängst hat die Vorarlberger Landesregierung die Novellierung des Campingplatzgesetzes beschlossen. Laut Landeshauptmann Markus Wallner stelle dieses umfassende Update auch einen weiteren Beitrag zur im Arbeitsprogramm verankerten Entbürokratisierung dar. »Wir bauen unnötige Bürokratie ab und schaffen Erleichterungen für Campingplatzberteiber und Camper«, erklärte Wallner. Gemeinsam mit der Gesetzgebungsreferentin Barbara Schöbi-Fink und Tourismuslandesrat Marco Tittler präsentierte er ein umfassendes Reformpaket des »Campingrechts« in Vorarlberg. Von diesem sollen sowohl der Tourismusstandort als auch die Bevölkerung profitieren.
Die Reform mache u.a. Schluss mit unnötigem Papierkrieg bei Bauanträgen. Bisher mussten Betreiber bei jeder Erweiterung ihres Platzes oder wenn sie neue Mobilheime und Bungalows aufstellen wollten, mühsam ein Verzeichnis aller Nachbarn einreichen. Diese Hürde falle künftig weg. Barbara Schöbi-Fink betonte: »Unser Anspruch ist einfach. Weniger Bürokratie, mehr Hausverstand. Wir machen es für die Menschen einfacher und geben gleichzeitig dem Vollzug klarere und praxistaugliche Regeln in die Hand«.
Auch komplizierte technische Prüfungen sollen deutlich einfacher werden und Zeit und Kosten sparen. Konkret bedeute das: Für alle »Höhenmessungen« sei künftig das »projektierte Gelände« maßgebend, also der Boden, wie er im Bauplan nach Abschluss der Arbeiten vorgesehen sei. Anstatt mühsam und mit teuren Experten rekonstruieren zu müssen, wie das Gelände ursprünglich vor jeder Veränderung ausgesehen habe, gebe es nun einen klaren und einfachen Bezugspunkt für die Planung. Ferner entfalle das unpräzise Kriterium der »leichten Demontierbarkeit«, das immer wieder zu Unklarheiten geführt habe. Künftig zähle nur noch, ob die Anlage – z. B. durch Schraub- oder Stecksysteme – zerlegt und unbeschadet wieder aufgebaut werden könne.
Impulse für Tourismus und regionale Entwicklung
Die Novelle bringe der Campingwirtschaft deutlich mehr Flexibilität bei der Gestaltung der Plätze. So werde der zulässige Anteil von Mobilheimen und Bungalows von 30 auf maximal 50 Prozent der Standplätze erhöht. Gleichzeitig steige die erlaubte überdeckte Fläche dieser Objekte von 50 Quadratmetern auf 60 Quadratmeter. Im Zuge der Deregulierung entfalle künftig der »Schutz vor Nachbarschaftsimmissionen« für Campinggäste, da die Standortwahl bereits im Rahmen der Flächenwidmung umfassend geprüft wurde.
Vorarlbergs Landesrat Marco Tittler sehe darin eine wichtige Stärkung der touristischen Wettbewerbsfähigkeit und der kommunalen Planungshoheit: »Gemeinden können künftig den Anteil der Dauerstandplätze auf bis zu 80 Prozent erhöhen, um auf die individuellen Bedürfnisse zu reagieren«. Ferner würden flächenmäßige Beschränkungen für Zelte und Wohnwagen einschließlich deren handelsübliche Bestandteile sowie der zulässigen An-, Unter- und Zubauten, wie Schutzdächer entfallen.
Mehr Privatsphäre und Rechtssicherheit für die Bevölkerung
Die Novelle bringe auch für Camper selbst Vorteile. Zum Schutz der Privatsphäre müssten Dauerstandplätze nicht mehr in der öffentlich ausgehängten Platzordnung ausgewiesen werden. Um den Betreibern volle Rechtssicherheit zu geben, sei die Meldefrist für bereits vor 2021 bestehende Dauerstandplätze bis Ende 2026 verlängert worden. Betreiberinnen und Betreiber könnten diese Plätze einfach schriftlich nachmelden.
-vlk-
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Straßenverkehr
verursache
2,1 Milliarden Euro
an externen Kosten im Jahr
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Tirol – Nicht selten falle bei Diskussionen rund um die Verlagerung von Gütertransporten von der Straße auf die Schiene ein Stichwort: »Kostenwahrheit«. Wesentlich dabei seien die sogenannten »externen Kosten«, die vom öffentlichen System langfristig beispielsweise durch Ausgaben im Gesundheitssystem oder zur Klimawandelanpassung getragen werden müssten. Wie hoch diese »externen Kosten« seien, sei nun in einer Studie untersucht worden, die im Rahmen der »EU-Alpenraumstrategie EUSALP« beauftragt wurde. Das zentrale Ergebnis sei: Die externen Kosten des »Straßengüterverkehrs am Brennerkorridor« seien pro Tonnenkilometer mehr als vier Mal so hoch wie beim Transport auf der Schiene.
»Bei dem von den Transportunternehmen gezahlten Preis hat die Schiene einen Wettbewerbsnachteil gegenüber dem Straßentransport. Dabei wird nämlich weitgehend außer Acht gelassen, welche Kosten für die Allgemeinheit anfallen. Diese Kosten sollte eigentlich der Verursacher – in diesem Fall der Güterverkehr auf der Straße – tragen«, so Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel und ergänzte: »Gäbe es Kostenwahrheit und damit wirtschaftliche Fairness zwischen Straße und Schiene, müssten sich die mehr als vierfach höheren externen Kosten auf der Straße im Transportpreis widerspiegeln«.
Externe Kosten am Brenner die höchsten aller Alpenübergänge
Unter den Begriff »externe Kosten« würden klimaschädliche Treibhausgasemissionen, Luftverschmutzung durch Schadstoffe, Lärmbelastung und die Beeinträchtigung von Ökosystemen sowie die wirtschaftlichen Folgekosten von Staus durch Zeitverluste oder die Gesundheitskosten bei Unfällen fallen. Berechnet werde, wie hoch die finanziellen Schäden die zu tragenden Folgekosten für die Gesellschaft seien. Für die Berechnung der »externen Kosten« in der Studie seien zahlreiche Datenquellen und vorhandene Erhebungen aus unterschiedlichen Regionen herangezogen worden. Der Fokus habe dabei auf den Besonderheiten im alpinen Gebiet gelegen, in dem die topographischen und meteorologischen Besonderheiten unweigerlich zu einer höheren Belastung für Umwelt und Gesellschaft führten. Untersucht seien insgesamt sechs grenzüberschreitende Streckenabschnitte Korridore in der Alpenregion worden, darunter auch der »Brennerkorridor« zwischen München und Verona.
Basis der Untersuchung bildeten die Verkehrsdaten von 2023 und Daten aus Studien von 2006 bis 2025. Während beim Transport auf der Schiene hauptsächlich »externe Kosten« durch Lärmbelastung entstehen würden, gebe es beim Straßentransport weitaus mehr Faktoren, die »externe Kosten« verursachten. Die Untersuchung habe ergeben, dass auf dem rund 430 Kilometer langen »Brennerkorridor« die meisten »externen Kosten« entstehen würden. Nur am »Ventimiglia-Korridor« zwischen Marseille-Genua würden vergleichbar hohe »externe Kosten« entstehen. Dabei spiele auch der hohe Anteil an Umwegverkehr am Brenner eine Rolle. »Rund ein Drittel der Transit-Lkw fahren durch Tirol, obwohl sie eigentlich eine um mehr als 60 Kilometer kürzere Alternative hätten. Der Hauptgrund für diesen freiwilligen Umweg sind die geringen Mautkosten am gesamten Korridor. Die Folgekosten tragen die Menschen in Tirol und Österreich«, so Zumtobel.
Kosten von rund 2,1 Milliarden Euro jährlich für die Allgemeinheit
Am Brenner verursache der Transport von Waren rund 1,1 Milliarden Euro an externen Kosten pro Jahr, die der Allgemeinheit in Form von Kosten für Umwelt, Gesundheit und reduzierter Lebensqualität »angelastet« würden. Wenn auch noch der Personenverkehr auf dem »Brennerkorridor« mitbetrachtet werde, ergebe sich gemäß der neuen Studie eine Summe von über 2,1 Milliarden Euro pro Jahr, die durch den Verkehr entstehen würden. Diese Kosten würden beispielsweise über höhere Steuerbeiträge aufgrund steigender Kosten für Klimawandelanpassung oder über höhere Beiträge für die Krankenkassen durch die Gesellschaft bezahlt.
Hauptverursacher von »externen Kosten« am Brenner seien Staus, Unfälle und CO2-Emissionen im Straßenverkehr. 96 Prozent der »externen Kosten« durch den gesamten Verkehr am »Brennerkorridor« würden auf der Straße entstehen, nur vier Prozent seien auf die Schiene zurückzuführen. Die bereits sehr niedrigen »externen Kosten« durch den Schienenverkehr seien hauptsächlich auf Lärm zurückzuführen, der mit der künftig unterirdischen Führung der Güterzüge durch den »Brenner Basistunnel« im Wipptal nahezu gänzlich wegfallen werde.
»Die neuen Daten belegen es einmal mehr: Der Transport auf der Schiene ist eine umweltfreundliche, klimaschonende und – wären die entstandenen Kosten tatsächlich vom Verursacher zu bezahlen – auch günstige Alternative zum Straßentransport. Dafür braucht es aber die so oft genannte Kostenwahrheit am Brennerkorridor. Der Transport auf der Straße ist schlichtweg zu günstig und nicht energieeffizient. Der Transport einer Tonne auf der Schiene versursacht 85 Prozent weniger CO2, erfordert 80 Prozent weniger Energie und versursacht vier Mal weniger externe Kosten als der Transport derselben Menge auf der Straße. Es braucht daher wirtschaftliche Fairness zwischen Schiene und Straße, ansonsten wird die Verlagerung nicht gelingen«, erläuterte Zumtobel.
-lt-
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Neue
Vorschriften
für Elektroroller
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Südtirol – Ab dem 16. Mai 2026 gelten in ganz Italien neue Vorschriften für die Nutzung von »Elektrorollern«. Diese Regeln treten auch in Südtirol in Kraft. Ziel sei es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Fahrzeuge besser nachvollziehbar zu machen. Elektroroller dürfen dann nur noch mit einem offiziellen Kennzeichen genutzt werden. Dieses Kennzeichen werde als Aufkleber ausgegeben. Die Gebühr betrage etwa 35 Euro. Darin enthalten seien das Kennzeichen, Verwaltungsgebühren und die Stempelsteuer. Zusätzlich zum Kennzeichen sei eine Haftpflichtversicherung und das Tragen eines Helms verpflichtend.
-lpast-
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Junge
Redetalente
mit starken Statements
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Salzburger Land – Das Scheinwerferlicht, die große Bühne und die Herausforderung, eine klare Botschaft zu vermitteln – all das erfordere Mut und Entschlossenheit. Doch die Teilnehmenden des »Salzburger Jugendredewettbewerbs« scheuten diese Aufgabe nicht. Etwa 80 junge Rednerinnen und Redner aus unterschiedlichen Schulen und Altersgruppen traten in diesem Jahr im Bildungshaus St. Virgil auf. Die Teilnehmenden hatten am 14. und 15. April 2026 wieder die Gelegenheit, ihre Stimme zu erheben und ihre Gedanken vor Publikum und Jury zu präsentieren. Die Gewinnerinnen und Gewinner haben Ende Mai die Ehre, Salzburg beim Bundesbewerb in Wien zu vertreten.
Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek eröffnete die Veranstaltung und überreichte auch die Preise an die siegreichen Redetalente. Für sie stehe fest: »Ein Redewettbewerb macht immer sichtbar, wie reflektiert unsere Jugendlichen sind. Junge Menschen sollen den Mut haben, ihre Überzeugungen auszusprechen, gerade abseits des Mainstreams. Immer wenn aus Gedanken klare Worte werden, stärkt das die Debatte und unser Miteinander«.
Große Themenvielfalt
Die Themen der Reden seien auch in diesem Jahr vielfältig gewesen und spiegelten die aktuellen gesellschaftlichen Debatten wider, darunter Frauenrechte, Brauchtum und Tradition, Männerbilder, der Einfluss sozialer Medien auf das Leben oder Umweltschutz und Landwirtschaft. Die Jugendlichen traten dabei in verschiedenen Kategorien an, und zwar »Klassische Rede«, »Spontanrede« und «Sprachrohr«, wo vor allem Kreativität gefragt war, um das Publikum zu fesseln.
Fachjury beurteilte
Eine erfahrene Jury bewertete die Reden nach unterschiedlichen Kriterien wie Inhalt, Ausdrucksweise und Rhetorik. Die Entscheidung sei auch in diesem Jahr nicht leicht gefallen, da alle Teilnehmenden eine beeindruckende Leistung gezeigt hätten. Der »Salzburger Jugendredewettbewerb 2026« habe einmal mehr die Bedeutung der Förderung der öffentlichen Rede unter Jugendlichen unterstrichen. Die Veranstaltung, die vom Referat Jugend, Familie, Integration, Generationen des Landes Salzburg in Kooperation mit »akzente Salzburg« organisiert worden sei, habe eine wertvolle Plattform geboten, um die Fähigkeiten der Teilnehmenden zu präsentieren und sich für Themen einzusetzen, die ihnen am Herzen lagen.
-ls-
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Vorreiter
bei automatisierten Bussen
im öffentlichen Raum
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Oberösterreich – Die vom österreichischen Bund angekündigten nächsten Schritte im Bereich »automatisierter Mobilität« sehe Oberösterreichs Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner als wichtigen Impuls – entscheidend sei nun aber die rasche und praxisnahe Umsetzung in den Regionen. »Der Übergang vom Forschungsstadium in den erweiterten Testbetrieb ist ein notwendiger Schritt. Jetzt geht es darum, dass automatisierte Mobilität nicht auf dem Papier bleibt, sondern konkret bei den Menschen ankommt«, so Steinkellner.
Gerade im öffentlichen Verkehr – insbesondere im ländlichen Raum – sehe Steinkellner großes Potenzial: »Automatisierte Systeme können helfen, bestehende Angebote zu ergänzen und die Mobilität langfristig abzusichern. Ein zentraler Ansatz ist dabei die sogenannte letzte Meile – also die Anbindung von Siedlungsräumen an Regionalbahnen und wichtige Verkehrsknotenpunkte. Hier können automatisierte Busse eine entscheidende Lücke schließen«. Ein Blick nach Deutschland zeige, dass dort bereits ein weitergehender Rechtsrahmen geschaffen worden sei. »In Deutschland ist es schon möglich, dass ein Operator mehrere Fahrzeuge aus einer Zentrale heraus überwacht und steuert. Genau in diese Richtung muss sich auch Österreich weiterentwickeln, um die Technologie effizient und wirtschaftlich einsetzen zu können«, erklärte Steinkellner.
Mit dem Leitprojekt »ROBERTA« nehme Oberösterreich dabei eine zentrale Rolle ein. Dabei sollen erstmals hochautomatisierte Busse im regulären Linienbetrieb unter realen Bedingungen eingesetzt und wissenschaftlich begleitet werden. Ziel sei es, die technischen, organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen für einen dauerhaften Einsatz im öffentlichen Verkehr zu schaffen. In der Pilotregion werde konkret eine rund zehn Kilometer lange Verbindung vom Bahnhof Pregarten zum Softwarepark Hagenberg erprobt – ein Beispiel dafür, wie die letzte Meile in der Praxis geschlossen werden könne.
-loö-
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Prädatoren-
management
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Steiermark – Naturschutzlandesrat Hannes Amesbauer und Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer des Landes Steiermark präsentierten am 14. April 2026 ein umfassendes Reformpaket im Bereich des »Prädatorenmanagements«. Zeitgleich würden sämtliche gesetzlichen Anpassungen sowie die neue Biberverordnung in Begutachtung gehen. Ziel der Reform sei es, auf die wachsenden Nutzungskonflikte durch die Ausbreitung großer Beutegreifer und anderer konfliktträchtiger Arten zu reagieren und gleichzeitig klare, praxistaugliche Strukturen zu schaffen.
Künftig sollen Wolf, Luchs, Braunbär, Fischotter, Wildkatze und Aaskrähe vom Naturschutzrecht in das Jagdrecht überführt werden. Damit würden Kompetenzen gebündelt, Zuständigkeiten klar geregelt und ein effizientes Management aus einer Hand ermöglicht. Die dafür notwendigen strukturellen und organisatorischen Umstellungen seien dabei parallel zu den legistischen Anpassungen sichergestellt worden. Diese Neuordnung schaffe Rechtssicherheit, entlaste die Verwaltung und sorge vor allem für raschere und nachvollziehbare Entscheidungen im Anlassfall. Ziel sei ein ausgewogenes Verhältnis zwischen konsequentem Artenschutz, der weiterhin den rechtlichen Vorgaben entspreche, und den Interessen von Landwirtschaft, Infrastruktur und Bevölkerung.
Konkrete Maßnahmen bei Aaskrähe, Fischotter und Wolf
Ein erster Schritt betreffe Aaskrähen: Aufgrund drohender Schäden in der Landwirtschaft werde noch für diese Anbausaison eine »Krähenverordnung« auf Basis der bisherigen Rechtslage erlassen. Vorgesehen sei eine »Entnahme« von rund 7.700 Tieren. Dafür werde eine verkürzte Begutachtungsfrist von zwei Wochen gestartet, um rasch Planungssicherheit für die Betriebe zu schaffen. In einem zweiten Schritt solle zeitnah eine neue »Fischotterverordnung« erlassen werden. Ein Tier fresse durchschnittlich rund 1,7 Kilogramm Fisch pro Tag. Insgesamt entstehe ein jährlicher direkter Schaden von rund 2,2 Millionen Euro für Fischereibetriebe und Teichwirte, zusätzlich würden Fischereirechte massiv an Wert verlieren und der ökologische Schaden sei enorm. Künftig sollen deutlich strengere Regelungen in einer neuen Verordnung verankert werden.
Auch beim Wolf werde nachgeschärft: Die bestehende Regelung habe sich in der Praxis als unzureichend erwiesen, da bislang keine Entnahmen erfolgt seien, erklärte Schmiedtbauer. Eine neue »Wolfsverordnung« werde daher unter der Zuständigkeit der Abteilung für Land- und Forstwirtschaft erarbeitet. »Ziel sind umsetzbare Lösungen, insbesondere vor dem Hintergrund wachsender Populationen und begrenzter Möglichkeiten beim Herdenschutz«, so Schmiedtbauer.
Im Zentrum stehe der Grundsatz »Prävention vor Eingriff«. Schutzmaßnahmen wie Elektrozäune, Baumschutz oder wasserbauliche Lösungen sollen Konflikte frühzeitig vermeiden. Gleichzeitig schaffe die Verordnung klare Rahmenbedingungen für notwendige Eingriffe: Entnahmen seien unter gewissen Voraussetzungen möglich, etwa bei Gefahr für Infrastruktur, Hochwasserschutz oder bei erheblichen wirtschaftlichen Schäden. Diese Eingriffe erfolgten streng geregelt, zeitlich begrenzt (1. September bis 31. März) und innerhalb eines klar definierten jährlichen Kontingents, das auch regionalen Unterschieden Rechnung trage.
-lstm-
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Interkommunale
Zusammenarbeit
stärken
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Kärnten – Die Landesfinanzreferentinnen- und Landesfinanzreferentenkonferenz habe sich auf eine gemeinsame »Initiative zur steuerlichen Entlastung« der Gemeinden verständigt. Im Mittelpunkt stehe dabei die »interkommunale Zusammenarbeit«, die vielerorts an steuerlichen Hürden scheitere, obwohl sie für eine effiziente und zukunftsorientierte Entwicklung der Gemeinden von zentraler Bedeutung sei. In Kärnten werde die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden seit Jahren aktiv unterstützt und forciert – sei es bei Infrastrukturprojekten, im Bereich der Daseinsvorsorge oder bei gemeinsamen Dienstleistungen. Dennoch erschwerten derzeitige steuerliche Rahmenbedingungen vielfach die Umsetzung solcher Kooperationen.
Konkret forderten die Länder den österreichischen Bundesminister für Finanzen auf, die gesetzlichen Grundlagen so anzupassen, dass Kooperationen zwischen Gemeinden steuerlich nicht länger benachteiligt würden. Derzeit könne es etwa vorkommen, dass bei gemeinsamen Leistungen Umsatzsteuer anfalle, obwohl die Gemeinden im öffentlichen Interesse handelten und keine Gewinne erzielten. Das führe dazu, dass Zusammenarbeit in manchen Fällen teurer werde als getrennte Lösungen.
Eine Empfehlung sehe daher vor, »interkommunale Kooperationen« künftig von der Umsatzsteuerpflicht auszunehmen oder zumindest den Vorsteuerabzug zu ermöglichen. Damit würden Gemeinden finanziell entlastet und Anreize für Zusammenarbeit geschaffen. Darüber hinaus solle auch die Errichtung von kommunaler und regionaler Infrastruktur steuerlich erleichtert werden. Ziel sei es, Gemeinden bei Investitionen – etwa in Gebäude oder öffentliche Einrichtungen – besserzustellen und ihnen ähnliche Möglichkeiten einzuräumen wie großen öffentlichen Trägern.
-lktn-
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Lange Nacht
der Chöre
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Niederösterreich – Bereits zum dritten Mal werde die Kremser Innenstadt am Mittwoch, 13. Mai 2026, zum Brennpunkt der heimischen Chorszene, wenn die »Volkskultur Niederösterreich« gemeinsam mit dem »Chorverband NÖ« und der »Vokalakademie Niederösterreich« die »Lange Nacht der Chöre« ausrufe. Bei freiem Eintritt können sich die Gäste an diesem Abend an mehreren Standorten ein Bild von der niederösterreichischen Chorlandschaft machen sowie beim abschließenden Open Air am Pfarrplatz mitsingen. »Gemeinsames Singen verbindet, berührt und schafft Freude. Es bereichert unsere Gemeinschaft. Umso mehr freut es mich, dass die Lange Nacht der Chöre auch in Krems Teil dieser österreichweiten Initiative ist«, erklärte Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
Rund 1.200 Sängerinnen und Sänger aus allen Landesteilen werden ab 19:00 Uhr Kurzkonzerte an zehn Indoor-Schauplätzen geben. Alle zehn Schauplätze seien fußläufig zu erreichen, was ein vielfältiges Konzert-Erlebnis garantiere. Abschließend sollen sich alle teilnehmenden Chöre um 22:30 Uhr am Pfarrplatz St. Veit treffen, um den Abend mit einem fulminanten Chorfinale und gemeinsamen Liedern zu beschließen. Das Format »Die Lange Nacht der Chöre« sei 2013 in Salzburg initiiert worden, um Chören und Vokalensembles eine breite Öffentlichkeit zu geben. Weitere Informationen: www.langenachtderchoere-noe.at
-lnö-
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Kultur-
förderung
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Burgenland – Seit 1. Januar 2026 sei die »Kulturförderung Burgenland GmbH«, ein Tochterunternehmen der »Kultur-Betriebe Burgenland«, für die Vergabe der Kulturförderungsgelder zuständig. Die erste von drei Förderperioden sei nun erfolgreich abgeschlossen worden und stelle einen bedeutenden Meilenstein in der Neustrukturierung der Burgenländischen Kulturförderung dar. Innerhalb der ersten Einreichfrist seien insgesamt 106 Förderansuchen eingebracht worden, von denen 90 Projekte positiv entschieden werden konnten. »Der erfolgreiche und rasche Abschluss der ersten Förderperiode zeigt, dass unsere Neuausrichtung greift. Besonders wichtig war uns, die Verfahren effizienter zu gestalten und weiterhin Planungssicherheit für die Förderwerberinnen und Förderwerber sicherzustellen«, erklärte Burgenlands Kulturreferent und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.
Von den 106 beantragten Förderungen aus dem Kunst-, Kultur-, Wissenschaft- und Volksgruppenbereich seien für 70 projektbezogene, einjährige Förderungen eine positive Stellungnahme abgegeben worden. Zusätzlich dazu seien 20 mehrjährige, betriebliche Basisförderungen erfolgt. Diese seien vor allem für Kultureinrichtungen wichtig, die eigene Kulturstätten betreiben würden und daher eine langfristige Planungsperspektive benötigten. Im Bereich der Volksgruppen seien in der ersten Förderperiode 84.450 Euro genehmigt worden, um die Entwicklung der Burgenländischen Volksgruppen nachhaltig abzusichern. Die bewilligten Fördermittel in der Gesamthöhe von 1.972.257,85 Euro sollen in Kürze auf den Konten der Förderwerberinnen und Förderwerber eingehen. Weitere Infos: www.kulturfoerderung-burgenland.at
-lbgld-
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Wildtierrettung
bei der
Grünlandmahd
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Bayern – Wie jedes Jahr steht die »Setzsaison« des Rehwilds vor der Tür – zeitgleich mit den ersten Schnitten im Grünland. Weil Grünlandflächen als »Setzhabitat« beim Rehwild sehr beliebt seien, sollten Bewirtschafter von Wiesen jetzt mehrere wichtige Ziele gleichzeitig im Blick behalten, und zwar den Schutz von Wildtieren vor dem Mähtod, eine hohe Futterqualität sowie den dafür richtigen Erntezeitpunkt mit ständigem Blick aufs Wetter.
Nach der sehr langen Vegetationsperiode im vergangenen Jahr sei dieses Jahr damit zu rechnen, dass die Kitze früher gesetzt würden; umso ratsamer sei es, das Verhalten von Rehen gut zu erkennen und die Wildtierrettung auf den Flächen gezielt darauf abzustimmen. Nicht zuletzt aus diesem Grund biete die Bayerische Landwirtschaftsverwaltung auch in diesem Jahr Informationsveranstaltungen zum Thema »Wildtierrettung« an.
Schritte für eine erfolgreiche »Wildtierrettung« sollten schon vor dem Mähen beginnen. Deshalb sei es ratsam, frühzeitig alle Beteiligten einzubinden: Den Revierpächter, der wichtige Hinweise zu Setzflächen geben könne, ebenso wie ehrenamtliche Wildtierretter vor Ort. Werde die Mahd nicht selbst durchgeführt, sollten auch Lohnunternehmer oder der Maschinenring rechtzeitig eingebunden werden. Denn das Ziel sollte sein, die Gefährdung von Wildtieren auf ein Minimum zu reduzieren.
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Modernisierung
Ländlicher Wege
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Baden-Württemberg – »Der Ländliche Raum ist und bleibt als Lebens- und Naherholungsgebiet unverzichtbar. Ein modernes und multifunktionales Wegenetz erfreut neben der Land- und Forstwirtschaft auch Spaziergänger, Wanderfreunde und Radfahrer. Mit dem Programm »Modernisierung Ländlicher Wege« unterstützen wir die Kommunen dabei, ländliche Infrastruktur nutzbar und intakt zu halten«, erklärte Baden-Württembergs Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.
Mit der 43. Bewilligungstranche sollen Baumaßnahmen zur Modernisierung von mehr als 17 Kilometern landwirtschaftlicher Haupterschließungswege mit einem Zuschuss von insgesamt rund 1,3 Millionen Euro gefördert werden. Seit 2018 seien über das »Förderprogramm zur nachhaltigen Modernisierung Ländlicher Wege« landesweit bereits über 354 Kilometer ländliche Wege grundlegend modernisiert worden.
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Mehrwertsteuer-
Sondersatz
für Beherbergungen
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Schweiz – Der Schweizer Bundesrat hat am 15. April 2026 den »Mehrwertsteuer-Sondersatz« in Höhe von 3,8 Prozent für Beherbergungsleistungen verabschiedet. Seit 1996 gibt die Schweizer Verfassung dem Parlament die Kompetenz, für die Besteuerung der Beherbergungsleistungen einen Satz zwischen dem reduzierten Satz und dem Normalsatz festzulegen. Aufgrund verschiedener Ergebnisse halte man an einer Befristung der Verlängerung bis Ende 2035 fest. Dadurch solle künftig eine weitere Fortführung des Sondersatzes zusammen mit der Verlängerung der Befugnis zur Erhebung der Mehrwertsteuer diskutiert werden, die ebenfalls bis Ende 2035 gelte.
-chbk-
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KW 16 – 2026
13. – 19.04.2026
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Präventionsprojekt
»Learn.Play.Prevent.«
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Bayern – Ob »Steam«, »Roblox« oder »Discord«: Für Millionen von Menschen gehören »digitale Spielwelten« zum Alltag. Für Kinder und Jugendliche seien diese Welten zu wichtigen Kommunikations-, Begegnungs- und Sozialräumen geworden. Hier lernten sie soziale Kompetenzen, stärkten ihre Teamfähigkeit und übten sich in der Lösung von Konflikten. Allerdings seien auf nahezu all diesen Plattformen auch »extremistische Akteure« unterwegs. Sie versuchten gezielt, insbesondere junge Nutzerinnen und Nutzer zu beeinflussen. Dies zeige ein 2025 vom Bayerischen Sozialministerium und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien in Auftrag gegebenes Gutachten. »Wir dürfen unsere Kinder und Jugendlichen im digitalen Raum nicht allein lassen. Hass, Hetze und Extremismus müssen erkannt und auch im Gaming-Bereich konsequent bekämpft werden. Angebote wie das Präventionsprojekt »Learn.Play.Prevent.« bilden pädagogische Fachkräfte weiter und stärken sie darin, extremistische Botschaften im Gaming-Bereich zu erkennen und diesen entschieden entgegen zu treten«, erklärte Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf.
Die extremistische Einflussnahme finde sich insbesondere in der Instrumentalisierung von »in-game Content«, den Spielende frei gestalten könnten, und auf diversen Chat- und Kommunikationsplattformen. Das Präventionsprojekt »Learn.Play.Prevent.« biete praxisnahe, interaktive Workshops und Trainingsmodule, die kostenlos absolviert werden könnten. In drei Modulen lernten die Teilnehmenden, sich in Gaming-Räumen zu bewegen, dabei Radikalisierungsdynamiken zu erkennen und zum Schutz der Kinder und Jugendlichen beizutragen.
-bstmas-
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Waldmanagement
mit KI-Unterstützung
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Baden-Württemberg – Das Forschungsprojekt »PRIMA-Wald« zeige, wie digitale Tools Waldbesitzende beim klimaresilienten Umbau und beim Schutz vor Schadorganismen unterstützen könnten. »Die Folgen des Klimawandels fordern unsere Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer stets aufs Neue heraus. Hierzu gehört auch der Umbau der Wälder in klimaresiliente Laubmischwälder sowie die zuverlässige Abwehr von Schadorganismen. Daher ist es wichtig, dass wir unseren Waldbewirtschaftern geeignete digitale Werkzeuge zur Verfügung stellen, die sie im Waldmanagement effektiv unterstützen können«, erläuterte Baden-Württembergs Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.
Im Forschungsprojekt »PRIMA-Wald – Stärkung der Kooperationen im Privatwald zur Begegnung der Herausforderungen des Klimawandels« ermögliche die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Verwaltung, Waldbesitzern sowie Praxispartnern, dass moderne Ansätze zur Unterstützung der Waldbewirtschaftung erprobt und weiterentwickelt werden. Entwickelt worden sei beispielsweise ein Online-System zur KI-basierten Erfassung von Mortalität und Vitalität des Waldes. Das Projekt habe dazu beigetragen, eine frei zugängliche Online-Plattform aufzubauen, in der Geodaten zum Waldzustand – erfasst von Satelliten, Flugzeugen und Drohnen – frei und anwenderfreundlich analysiert und visualisiert werden könnten. »Damit kann die im Projekt praktizierte Drohnengestützte Suche nach vom Borkenkäfer befallenen Bäumen mithilfe von Künstlicher Intelligenz ausgewertet werden. So können langfristige Trends und Schadereignisse im Wald in nahezu Echtzeit erfasst werden«, so Hauk.
Die Entwicklung des »KI-gestützten Waldmonitorings« als Teil des Projekts sei durch die Professur für Sensorgestützte Geoinformatik der Universität Freiburg im Breisgau erfolgt und sei vom Lehrstuhl Forstökonomie und Forstplanung koordiniert worden. Das baden-württembergische Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz habe das zweijährige Projekt im Rahmen der »Waldstrategie« mit bis zu 550.000 Euro unterstützt. Im Arbeitspaket fernerkundungsbasierte, digitale Betriebsgutachten sei eine neue Datengrundlage für eine risikoorientierte, mittelfristige Betriebsplanung geschaffen worden. »Damit können Maßnahmen in Wäldern geplant und durchgeführt werden, die zur Stabilität und zum Walderhalt beitragen, indem zum Beispiel der Wald in klimaresiliente Mischwälder umgebaut wird«, betonte Hauk.
Mit dem Landschaftsmodellierungsprogramm »Individual-based forest landscape model« (»iLand«) könnten Waldlandschaften wissenschaftlich simuliert und analysiert werden. »Es dient dazu, die Entwicklung von Wäldern über lange Zeiträume hinweg realistisch abzubilden. Damit können Waldbewirtschafter verschiedene Klima- und Risikoszenarien bis ins Jahr 2100 simulieren und mithilfe dieses langfristigen Planungstools robuste Strategien für die jeweilige Region erarbeiten«, resümierte Hauk.
-lbw- Bild: am
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Explosivstoff-
monitoring
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Schweiz – Bis Mitte des 20. Jahrhunderts seien Munition und Munitionsbestandteile aus Armeebeständen in verschiedenen Schweizer Seen versenkt worden. Dies habe damals einer weltweit üblichen Praxis entsprochen. Im Jahr 2012 habe das Schweizer Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) eine umfassende Gefährdungsabschätzung durchgeführt. Obwohl dabei keine relevanten Konzentrationen an Sprengstoffen im Seewasser festgestellt werden konnten, bleibe das Schadstoffpotenzial unverändert hoch. Das VBS betreibe gemeinsam mit betroffenen Kantonen in Sachen »versenkte Munition« im Thunersee, Brienzersee und Vierwaldstättersee ein periodisches »Explosivstoffmonitoring«. Im Rahmen der Seewasseruntersuchungen seien rund 60 Proben entnommen und in externen Laboratorien unter anderem auf Sprengstoffe, Perchlorat und Schwermetalle untersucht worden. Die Resultate hätten gezeigt, dass die Konzentrationen fast aller untersuchten Stoffe sehr niedrig gewesen seien.
-chbk-
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Kultur-
verhalten
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Liechtenstein – Das Liechtensteinische Ministerium für Äusseres, Umwelt und Kultur hat eine Umfrage zum »Kulturverhalten« in Liechtenstein in Auftrag gegeben. Die repräsentative Umfrage liefere erstmals seit vielen Jahren eine umfassende empirische Grundlage zum kulturellen Leben im Land und bilde eine wichtige Basis für die Erarbeitung der Kulturstrategie. Die Ergebnisse zeichneten insgesamt ein positives Bild: Kunst und Kultur hätten in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert und würden von einer grossen Mehrheit als wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens wahrgenommen. Auch die Nutzung kultureller Angebote sei breit abgestützt und das bestehende Angebot werde mehrheitlich positiv bewertet.
Gleichzeitig zeigten die Ergebnisse, dass die Herausforderungen weniger im Angebot selbst liegen würden. Als wichtigste Gründe für einen seltenen Kulturbesuch würden vor allem persönliche zeitliche Einschränkungen, fehlende Energie und andere Prioritäten im Alltag genannt. Angebotslücken oder Kosten spielten demgegenüber eine untergeordnete Rolle. Ein weiteres zentrales Ergebnis sei die Bedeutung der lokalen Verankerung der Kulturangebote: Besonders geschätzt würden leicht zugängliche, lokale Angebote – wie Musik, Veranstaltungen und die vielfältige Vereins- und Laienkultur. Diese Formen prägten das kulturelle Leben im Land wesentlich.
»Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass Kultur in Liechtenstein breit getragen wird und auf einem soliden Fundament steht. Gleichzeitig wird deutlich, dass es weniger um ein Mehr an Angeboten geht, sondern darum, den Zugang weiter zu verbessern und Kultur noch stärker in den Alltag der Menschen zu bringen«, so Liechtensteins Regierungschefin-Stellvertreterin und Kulturministerin Sabine Monauni.
Für die Weiterentwicklung der Kulturstrategie liessen sich aus dem Bericht klare Ansatzpunkte ableiten. Im Vordergrund würde insbesondere die Förderung der kulturellen Teilhabe, eine stärkere Zielgruppenorientierung – vor allem im Hinblick auf junge Menschen – sowie die gezielte Stärkung der kulturellen Bildung stehen. Gleichzeitig solle das bestehende Profil mit seiner starken lokalen Verankerung und breiten Abstützung weiterentwickelt werden.
-RdFL-
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25 Jahre
»digitale Jugendkarte«
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Vorarlberg – Nach den Jubiläumsfeiern der Jugendinformationszentren »aha« in Bregenz und Bludenz im Jahr 2025 stehe 2026 das nächste Jubiläum an: Die »aha card« feiere ihr 25-jähriges Bestehen. Was vor einem Vierteljahrhundert als innovative Idee gestartet sei, gelte nun als unverzichtbarer Begleiter für viele Vorarlberger Jugendliche. »Die aha card und aha Lehrlingscard bietet ein vielfältiges Angebot für unsere Jugend, das in den vergangenen 25 Jahren laufend ausgebaut wurde und für die Jugendlichen auch jetzt und in Zukunft ständig weiterentwickelt wird«, erläuterte Vorarlbergs Landesstatthalter Christof Bitschi, Jugendreferent der Landesregierung. »aha«-Geschäftsführer Simon Kresser ergänzte: »Jugendliche haben mit der aha card immer einen digitalen Altersnachweis dabei und bekommen zahlreiche Ermäßigungen. Dabei können sie im Fitness-Studio genauso sparen wie bei einem Museumsbesuch«. Passend zum Jubiläum habe das »aha Jugendinformationszentrum Vorarlberg« seine App und Webseite neu gestaltet und biete Jugendlichen damit einen zeitgemäßen Zugang zu Informationen.
Vielfältiges Angebot des »aha«
Das »aha« biete Vorarlbergs Jugendlichen seit Jahrzehnten ein vielfältiges Angebot: Von umfassenden Informationen zu allen Lebensbereichen bis hin zu konkreten Engagement-Möglichkeiten über »aha plus«. Die »aha card« sei dabei von Anfang an ein zentraler Baustein dieses Angebots gewesen. Mit ihr erhielten über 26.000 in Vorarlberg lebende junge Menschen Zugang zu Ermäßigungen bei über 200 Partnerbetrieben in der Region. Sie profitierten jeden Monat von wechselnden Vorteilen. »In die Entwicklung und Neugestaltung ist das Feedback von Jugendlichen der letzten Jahre eingeflossen. Auch während des Prozesses haben wir junge Menschen um ihre Meinung gefragt und haben wertvolles Feedback bekommen«, so Kresser.
Die neue App bringe nun zusätzliche Features, die das Nutzungserlebnis für Jugendliche noch attraktiver machten. Mit der Funktion »Freund*innen folgen« könnten Jugendliche sehen, an welchen freiwilligen »Quests« (Aktivitäten) ihre Freundinnen und Freunde teilnehmen oder welche Dankeschöns für freiwillige Aktivitäten, sogenannte »Rewards«, sie sich gesichert hätten. Ein übersichtlicher »Newsfeed« bündele alle relevanten Benachrichtigungen zu »Quests« und »Rewards«. Darüber hinaus könnten unter anderem »aha card«-Ermäßigungen, Infos und Rewards als Favoritengespeichert und jederzeit abgerufen werden. Weitere Informationen zur aha card und zur neuen App: www.aha.or.at
-vlk-
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411.400
Fahrzeuge
zurückgewiesen
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Tirol – Bis inklusive Ostermontag galten in den Bezirken Innsbruck-Stadt und Innsbruck-Land (Brennerverkehr), Imst, Kufstein, Reutte und Schwaz die »Winterfahrverbote für den Ausweichverkehr«. Nun liege die Bilanz vor: Seit 20. Dezember 2025 seien insgesamt 411.400 Fahrzeuge auf die Hauptverkehrsrouten zurück auf das hochrangige Straßennetz (Autobahn) geleitet worden. Besonders viele Ausweichversuche habe es auch diesen Winter wieder im Bezirk Reutte mit insgesamt über 173.400 zurückgewiesenen Fahrzeugen gegeben. Kontrolliert würden die Fahrverbote von der Polizei mit Unterstützung von vom Land beauftragten Straßenaufsichtsorganen. Mit dem neuen »Intelligente Verkehrssysteme-Gesetz« (IVS) seien Anbieter von Navigationssoftware nun verpflichtet, auch temporäre Fahrverbote – wie jene für den Ausweichverkehr in Tirol – in ihre Systeme einzuspielen.
»Die Bilanz des heurigen Winters zeigt deutlich, wie groß der Verkehrsdruck von Nord nach Süd und in Tirol ist. Wir halten an unseren strengen Maßnahmen gegen den Ausweichverkehr fest, mittlerweile folgen uns auch andere europäische Regionen. Wir setzen weiterhin auf strenge Kontrollen und passen die Maßnahmen wenn notwendig an. Wir haben uns von Tirol aus dafür stark gemacht, dass die Abfahrverbote in den Navi-Systemen angezeigt und Ausweichrouten nicht mehr aufscheinen werden. Dass diese Forderung in das Regierungsprogramm und jetzt in ein Gesetz übernommen wurde, ist ein Erfolg für die Sicherheit in Tirol«, so Tirols Landeshauptmann Anton Mattle. Die Kontrollen seien in den letzten Jahren laufend verstärkt worden. Diesen Winter seien dafür vonseiten des Landes Tirol insgesamt rund 550.000 Euro für »Straßenaufsichtsorgane« zur Verfügung gestellt worden.
Große Hoffnung in Wirkung des neuen Gesetzes
Das von Österreichs Bundesverkehrsminister Peter Hanke vorgelegte »IVS-Gesetz« verpflichte nun alle »Navigationsdienstleister«, temporäre Fahrverbote in ganz Österreich in ihre Software einzuspielen und die entsprechenden Routen auf dem niederrangigen Straßennetz (Landstraßen) nicht mehr als Ausweichmöglichkeiten bei Staus oder Verzögerungen anzuzeigen. »Damit ist uns ein weiterer Meilenstein gegen den Ausweichverkehr gelungen«, betonte Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel und ergänzte: »Die Erfahrungen aus mittlerweile acht Jahren Fahrverboten auf dem niederrangigen Straßennetz in Tirol zeigen, dass viele Durchreisende aus Unwissenheit oft blindlinks auf Gemeindestraßen, manchmal sogar Forstwegen oder Langlaufloipen landen. Werden erst gar keine Alternativrouten angezeigt, kann das in der Zukunft dazu beitragen, den Ausweichverkehr zu verringern und die Versorgungssicherheit in den Gemeinden sicherzustellen. Wir werden jetzt die Fahrverbote und Erfahrungen der vergangenen viereinhalb Monate gemeinsam analysieren und die Erkenntnisse ins Maßnahmenpaket für den Sommerreiseverkehr einfließen lassen«. Die »Fahrverbote für den Ausweichverkehr« während der Sommersaison sollen bereits in wenigen Wochen in Kraft treten.
-lt-
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Papst-
Audienz
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Südtirol – Am 9. April hat »Papst Leo XIV« im Vatikan eine Delegation von Sportlerinnen und Sportlern der »Olympischen und Paralympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026« empfangen. Dabei sei ihnen das Schreiben »La vita in abbondanza« (Das Leben in Fülle) über den Wert des Sports überreicht worden, das der Papst am 6. Februar 2026 anlässlich der Winterspiele unterzeichnet hatte. An der Audienz nahmen zahlreiche Südtiroler Sportlerinnen und Sportler mit Landeshauptmann Arno Kompatscher teil. »Die Audienz beim Papst war ein besonderer Abschluss der Olympischen und Paralympischen Winterspiele. Es war eine Ehre für alle Teilnehmenden und für mich eine Freude, die Südtiroler Sportlerinnen und Sportler zu begleiten. Ich habe Papst Leo auch für seine klaren Worte gegen den Krieg gedankt«, erklärte Kompatscher. »Papst Leo XIV« hatte bei dem Treffen mit den italienischen Athletinnen und Athleten sein Engagement für den Frieden bekräftigt. »In der heutigen Zeit, die von Spannungen, Rivalitäten und Konflikten geprägt ist, gewinnt euer Einsatz zusätzliche Bedeutung. Der Sport ist ein Ort der Begegnung«, sagte der Papst. Die Veranstaltung war vom »Dikasterium für Kultur und Bildung« organisiert worden. Beteiligt waren der offizielle Sportverband des Vatikans Athletica Vaticana sowie das Italienische Olympische Komitee (CONI) und das Italienische Paralympische Komitee.
-lpast-
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Projekt
für inklusive
Bildung
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Salzburger Land – Kürzlich wurde das Projekt »S.I.N.N.« der Volkshochschule Salzburg im Bildungshaus St. Virgil mit einer Veranstaltung abgeschlossen. Drei Jahre lang seien Lehrende für inklusive Bildung sensibilisiert und gleichzeitig Menschen mit Behinderungen beim Lernprozess begleitet und unterstützt worden. Ziel sei es gewesen, Sensibilisierung bei Lernenden und Lehrenden zu schaffen, »Inklusion« zu verbessern und nachhaltig zu gestalten. Ein weiterer Schwerpunkt sei gewesen, das Netzwerk zwischen Menschen mit und ohne Behinderung zu stärken und den Zugang zu allen Angeboten der Volkshochschule zu ermöglichen.
»Gute Bildung ist der Grundstein für ein selbstbestimmtes Leben. Das gilt für alle Menschen – mit und ohne Behinderungen. Das Projekt S.I.N.N. ermöglicht gelebte Inklusion in der Bildung. Lehrende werden für besondere Bedürfnisse sensibilisiert und Menschen mit Behinderungen werden bei ihrem Lernprozess begleitet, um sich in einem einladenden Umfeld weiterentwickeln zu können. So macht Lernen Freude und jeder und jede kann dabei nicht nur das soziale Umfeld, sondern auch den Wissensschatz erweitern«, betonte Salzburgs Landesrätin Daniela Gutschi bei der Abschlussveranstaltung.
Die Volkshochschule Salzburg setze gezielt Impulse für mehr Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe. Projekte wie »S.I.N.N.« leisteten dabei einen wichtigen Beitrag. »Bildung ist kein Privileg, Bildung gehört allen. Unser Auftrag ist es, Barrieren abzubauen und Zugänge zu schaffen. Inklusion bedeutet für uns, Angebote so zu gestalten, dass jede und jeder teilnehmen kann, mit und ohne Behinderung. So stärken wir Kompetenzen, Selbstständigkeit und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft«, erklärte Nicole Slupetzky, Direktorin der Volkshochschule Salzburg.
-ls-
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Sicherheit
und Fairness
für die heimische
Landwirtschaft
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Oberösterreich – Im Rahmen der »Landesagrarreferentenkonferenz« (LARK) habe einer der Schwerpunkte auf den künftigen Entwicklungen der »Gemeinsamen Agrarpolitik« (GAP) gelegen. »GAP« ist die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union und sichere die Versorgung mit hochwertigen regionalen Lebensmitteln. Sie unterstütze Bäuerinnen und Bauern dabei, wirtschaftlich zu arbeiten und gleichzeitig Klima, Umwelt und Tierwohl im Blick zu behalten. Für Oberösterreichs Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger sei klar: »Ich werde mich weiterhin klar dafür einsetzen, dass Agrarmittel zweckgebunden bleiben und dort ankommen, wo sie gebraucht werden – bei unseren bäuerlichen Familienbetrieben im ländlichen Raum«. Mit Blick auf den nächsten »Mehrjährigen Finanzrahmen« (MFR) fordere Langer-Weninger möglichst viele fix dotierte Mittel für die »GAP«. Für Österreich würden derzeit rund 7,35 Milliarden Euro im Raum stehen – im Vergleich zu 8,9 Milliarden Euro in der laufenden Periode. Gerade in Zeiten globaler Krisen, geopolitischer Unsicherheiten und steigender Energiepreise zeige sich, wie wichtig eine starke Eigenversorgung sei. Wenn landwirtschaftliche Betriebe unter steigenden Produktionskosten leiden und Fördermittel gekürzt werden, wirke sich das langfristig auf die Versorgungssicherheit, die Preisentwicklung und die wirtschaftliche Stabilität der Regionen aus.
Ein zentraler Punkt bei der Ausgestaltung der »GAP-Periode« ab 2028 sei neben einer ausreichenden Finanzierung, sicherzustellen, dass nur die Landwirtschaft und Stellen mit Agrarexpertise über die Zuteilung der Mittel entscheiden könnten, nicht jedoch fachfremde Stellen.
-loö-
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»Krötentaxi«
im Einsatz
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Steiermark – Wenn die Temperaturen steigen und feuchte Nächte einsetzen, beginne ein stilles, aber eindrucksvolles Naturschauspiel. Die jährliche »Wanderung der Amphibien«. Kröten, Frösche und Molche verlassen ihre Winterquartiere und machen sich auf den Weg zu jenen Gewässern, in denen sie einst selbst geschlüpft sind. Dort sichern sie durch die Eiablage den Fortbestand ihrer Art. Doch dieser Weg ist für die Tiere alles andere als ungefährlich. Neben natürlichen Feinden – wie Krähen oder Füchsen – seien es ebenso Kanaldeckel und Straßenüberquerungen, die zu tödlichen Hindernissen werden könnten.
Besonders nachts, wenn die Tiere unterwegs sind, bleiben sie für Autofahrer meist unsichtbar. Gerade Kröten bewegen sich langsam und brauchen bis zu 15 Minuten, um eine zweispurige Straße zu überqueren. Die bittere Realität: Viele von ihnen enden als Leichen. Um genau das zu verhindern, sei die »Naturschutzjugend Steiermark« auch heuer wieder im Einsatz. Entlang bekannter Wanderstrecken rund um Graz werden an Straßenrändern von dieser Organisation schon seit über 27 Jahren temporäre Amphibienschutzzäune aufgebaut. Die niedrigen Kunststoffbarrieren verlaufen parallel zur Straße und halten die Tiere davon ab, direkt auf die Fahrbahn zu gelangen. Stattdessen werden sie entlang des Zauns geleitet. In regelmäßigen Abständen sind in den Boden eingegrabene Kübel eingesetzt. Die Amphibien fallen beim Entlangwandern des Zauns in diese Sammelbehälter. Zweimal am Tag sollen die Kübel von fleißigen Helfern kontrolliert und mittels »Krötentaxi« auf die gegenüberliegende Straßenseite gebracht werden, wo sie ihre Wanderung sicher fortsetzen könnten. Diese einfache, aber effektive »Kübel-Zaun-Methode« sorge jedes Jahr dafür, dass zahlreiche Amphibien vor dem Straßentod bewahrt würden.
Eine erste Berechnung zeige, dass bei den Standorten der Naturschutzjugend heuer schon über 8.500 Amphibien vor dem potenziellen Tod auf der Straße gerettet worden seien. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Maßnahmen vor Ort sei die Entnahme von Wasserproben im Rahmen des vom Land Steiermark geförderten Projekts »Amphibien quacken um Hilfe«. Ziel dieses Projekts sei es zu untersuchen, ob der für Amphibien gefährliche »Chytridpilz«, der Tiere pandemisch befalle.
-lstm- Bild: am
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Sieben
Wolfsentnahmen
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Kärnten – Das Jagdreferat des Landes Kärnten veröffentlicht quartalsweise die aktuellen Zahlen und Daten zum »Wolfsgeschehen«. Im Zeitraum 1.1.2026 bis 31.3.2026 seien demnach sieben als »Risikowölfe« eingestufte Wolfsindividuen entnommen worden, und zwar vier im Bezirk Hermagor, zwei im Bezirk Spittal und einer im Bezirk Villach-Land. Jedem Einzelfall seien dabei mehrere Vergrämungsschritte vorausgegangen. Insgesamt 84 Vergrämungen seien im gleichen Zeitraum beim Land Kärnten gemeldet und dokumentiert worden. Diesen standen 20 Entnahmemöglichkeiten gegenüber. »Man erkennt an diesen Zahlen sehr deutlich, wie dynamisch das Wolfsgeschehen in Kärnten auch abseits der Almsaison ist. Die rechtlichen Möglichkeiten, die wir zum raschen Einschreiten geschaffen haben, haben sich somit auch in diesem Winter bewährt«, erklärte Kärntens Jagdreferent LHStv. Martin Gruber.
Das Verhältnis von Vergrämungen und Entnahmemöglichkeiten zu tatsächlichen Abschüssen beweise auch, dass sehr kontrolliert und mit Bedacht vorgegangen werde. »Die Kärntner Jäger gehen sehr verantwortungsbewusst mit dieser Situation um. Es geht um den Schutz von Mensch und Tier und ein klares Vorgehen im Ernstfall«, so Gruber. Bei jeder der sieben bisherigen Wolfsentnahmen sei die Einhaltung der »Kärntner Risikowolfsverordnung« genauestens überprüft worden.
Sachverständige würden auch bei jeder Begutachtung DNA-Proben nehmen, um weitere Monitoringdaten zu gewinnen. Die in Kärnten gesammelten Daten flößen in den jährlichen »Statusbericht Wolf« des »Österreichzentrums Bär, Wolf und Luchs« ein. »Es ist wichtig, das Wolfsgeschehen umfassend darzustellen und Zusammenhänge aufzuzeigen. Unsere Daten tragen jedenfalls dazu bei und zeigen, dass der Kärntner Weg in der Wolfsfrage richtig ist«, so Gruber.
-lktn-
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Roboter-
assistierte
Chirurgie
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Niederösterreich – Im »Universitätsklinikum Krems« informierten kürzlich Niederösterreichs Landesrat Anton Kasser, LGA-Vorständin Elisabeth Bräutigam und Oberarzt DDr. Bernhard Grubmüller, der Leiter des »Prostatakrebszentrums Krems«, über den Ausbau der »roboterassistierten Chirurgie« in Niederösterreich. »Die Weiterentwicklung der roboterassistierten Chirurgie hier in Krems stellt einen wesentlichen Meilenstein in der Umsetzung des niederösterreichischen Gesundheitsplans 2040+ dar«, erklärte Kasser. Seit 2015 gebe es die roboterassistierte Chirurgie bereits am »UK Wiener Neustadt« und am »UK St. Pölten«. »Wir geben heute den Startschuss und gehen mit unseren OP-Robotern in die Gesundheitsregionen. In Krems geht der dritte Roboter in Betrieb, die nächsten werden in Mistelbach, Horn, Mödling und Amstetten sein«, so Kasser. Man arbeite Stück für Stück ab, was die Expertinnen und Experten im Gesundheitsplan empfohlen hätten. Die Entwicklung zur roboterassistierten Chirurgie bringe »jederzeit die beste Erst- und Akutversorgung für Patientinnen und Patienten, denn moderne Technologien ermöglichen eine hochpräzise und zugleich besonders schonende Behandlung«, betonte Kasser. Man brauche junge Medizinerinnen und Mediziner an den Klinikstandorten in Niederösterreich.
Elisabeth Bräutigam konkretisierte das Bild zur roboterassistierten Chirurgie: »Die OP-Roboter unterstützen die Chirurgen bei der Operation. Es ist eine Weiterentwicklung der Schlüssellochtechnik. Durch kleinere Schnitte sind eine schnellere Genesung und kürzere Krankenhausaufenthalte möglich. Die Roboter operieren nicht selbstständig, sondern unterstützen. Auch für die Teams sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dadurch die Operationen weniger belastend«. In absehbarer Zeit werde man in Niederösterreich sieben Geräte zur Verfügung haben.
-lnö-
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Mitglied
im Netzwerk
des Instituts
der Regionen Europas
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Burgenland – Das Burgenland ist seit Herbst 2025 offizielles Mitglied im »Netzwerk des Instituts der Regionen Europas« (IRE). Im Rahmen des »IRE Summit« in Salzburg am 28. und 29. September 2025 wurde der Beitritt des Burgenlands feierlich vollzogen. Am 8. April 2026, sei ein weiterer wichtiger Schritt erfolgt: IRE-Präsident Landeshauptmann a.D. Dr. Franz Schausberger war zu Gast im Landhaus in Eisenstadt, um die offizielle Beitrittsurkunde persönlich an Regierungskoordinator Robert Hergovich in Vertretung von Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil zu überreichen. »Mit der Mitgliedschaft im IRE stärkt das Burgenland seine Rolle als aktive europäische Region und baut seine internationalen Partnerschaften weiter aus«, so Hergovich. Besonders die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, sowie die Teilnahme an europäischen Projekten würden dadurch weiter intensiviert.
Das Burgenland habe sich in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich als »europäische Modellregion« etabliert. Die Lage im Herzen Europas, die Öffnung nach Osten nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sowie die EU-Mitgliedschaft Österreichs hätten die Entwicklung des Landes maßgeblich geprägt. IRE-Präsident Franz Schausberger habe sich erfreut über den Beitritt gezeigt und erklärte: »Das Burgenland ist eine dynamische und engagierte Region mit großer europäischer Erfahrung. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im Netzwerk der Regionen Europas«. Mit dem Beitritt zum »IRE« unterstreiche das Burgenland seinen Anspruch, die europäische Zusammenarbeit aktiv mitzugestalten und neue Impulse für regionale Entwicklung, Innovation und Kooperation zu setzen.
Über das Institut der Regionen Europas (IRE)
Das »Institut der Regionen Europas« (IRE) ist ein europaweites Netzwerk von Regionen, Städten und Institutionen mit Sitz in Salzburg. Ziel des »IRE« sei es, den Austausch von Erfahrungen und Best Practices zu fördern, die Zusammenarbeit zwischen Regionen zu stärken und europäische Integration auf regionaler Ebene voranzutreiben. Durch Konferenzen, Projekte und Plattformen unterstütze das »IRE« seine Mitglieder dabei, gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen und innovative Lösungen zu entwickeln.
-lbgld-
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Bundes-
jagdgesetz
bestimme aktuell
über den Wolf
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Bayern – Das Bundesjagdgesetz mit Regelungen zur Wolfsbejagung ist im April 2026 in Kraft getreten. Dadurch seien die bayerischen Regelungen, etwa die Möglichkeit für eine landesweite Höchstabschussverordnung, vorerst blockiert worden. Das jeweils zuletzt verabschiedete Gesetz zähle, in diesem Fall also das Bundesgesetz. Die bayerischen Regelungen könnten daher zunächst ohne erneute Gesetzesänderungen nicht mehr angewendet werden. Eine Besprechung mit dem Bund über das weitere Vorgehen mit den Ländern sei erst für den 21. April 2026 geplant.
Bayerns Wirtschafts- und Jagdminister Hubert Aiwanger bedauert, dass der bayerische Weg damit nun erst einmal auf Eis liege und erklärte: »Die Weidesaison steht vor der Tür, jeder Tag zählt. Es ist unverständlich, dass wir jetzt bis 21. April vertröstet werden, um zu erfahren was der Bund plant. Unsere Höchstabschussverordnung für den Wolf war schon weit fortgeschritten. So gab es bereits intensive Diskussionen über einen konkreten Entwurf mit den Jagd- und Grundbesitzerverbänden sowie dem bayerischen Umweltminister. Trotzdem stehe ich nach wie vor zu meiner grundsätzlichen Unterstützung des Bundesjagdgesetzes. Mein politisches Ziel war von Beginn an, den Wolf ins Jagdrecht zu holen. Das erreicht auch das Bundesjagdgesetz. Gut ist, dass damit endlich bundesweit Fakten für den Umgang mit dem Wolf im Jagdrecht geschaffen werden – gerade auch in Bundesländern, die einer Bejagung des Wolfes weniger aufgeschlossen gegenüberstehen. Die Praxistauglichkeit des Bundesjagdgesetzes wird sich jetzt zeigen müssen«.
Nachdem das Bundesjagdgesetz beim Wolf eine zwingende Zusammenarbeit von Bund und Ländern vorschreibe und in entscheidenden Punkten, etwa bei Erhaltungszustand, Managementplänen, der Jagd in der Schonzeit oder in den Alpen, bislang noch nicht einmal im Entwurf bekanntgegebene Verordnungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums vorsehe, könne Bayern nur schwerlich vorpreschen. Die nun vorrangigen Bundesregelungen unterscheiden sich von dem ursprünglichen Ansatz des Bayerischen Jagdgesetzes. Bayern hatte eine zentrale Höchstabschussverordnung mit einem jährlichen bayernweiten Kontingent für die Jagd- und Schonzeit sowie – nach Überschreitung des Kontingents – einzelfallweise Problemwolfabschüsse geplant. Die Bundesregelung verfolge einen anderen Ansatz: In der Jagdzeit vom 1. Juli bis 31. Oktober sollten bei günstigem Erhaltungszustand revierübergreifende Managementpläne erlassen werden. In der Schonzeit bzw. im ungünstigen Erhaltungszustand – etwa in den Alpen – seien einzelfallweise Problemwolfabschüsse möglich, allerdings sehr kompliziert in der Abwicklung.
-bstmwi-
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Radon-
Messprogramm
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Baden-Württemberg – Das natürlich vorkommende radioaktive Gas »Radon« sei in Gebäuden ein Gesundheitsrisiko und könne Lungenkrebs verursachen. Baden-Württembergs Umweltministerium habe mit einem »Radon-Messprogramm« die Möglichkeiten geschaffen, die persönliche Radonsituation zu überprüfen und einen besseren Überblick über die Verbreitung zu bekommen. Damit unterstütze man die Bevölkerung beim Strahlen- und Gesundheitsschutz.
Ein Drittel der untersuchten Gebäude in Vorsorgegebieten betroffen
29 Gemeinden im mittleren und südlichen Schwarzwald wurden auf Grund einer Vorhersage des Bundesamtes für Strahlenschutz und des Uranvorkommens als »Vorsorgegebiete« ausgewiesen. Diese würden in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach, Ortenau, Rottweil, Schwarzwald-Baar und Waldshut liegen. Hier seien in gut einem Drittel aller durch das Messprogramm untersuchten Gebäude Radonwerte oberhalb des Referenzwertes gemessen worden. Das bedeute, in mindestens einem Raum sei der Referenzwert von 300 Becquerel Radon pro Kubikmeter Raumluft überschritten worden.
»Die Ergebnisse des Messprogramms machen deutlich: Das radioaktive Gas Radon ist weiter verbreitet als bisher bekannt. Da Radon und die gesundheitlichen Risiken kaum wahrgenommen werden, ist das Messprogramm ein wichtiger Schritt, auf das Thema aufmerksam zu machen«, erklärte Baden-Württembergs Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann.
Landesweit knapp 15 Prozent der untersuchten Gebäude betroffen
Bereits 2023 habe das baden-württembergische Umweltministerium das »Radon-Innenraummessprogramm« mit kostenlosen Messdosen gestartet. Das Interesse sei sehr groß gewesen und nach wenigen Tagen wäre die Anmeldekapazität erschöpft gewesen. Daraufhin hätten rund 1.600 Teilnehmende in ganz Baden-Württemberg über ein Jahr die Radonsituation in ihrem Wohngebäude überprüft. Landesweit hätten die Messungen in knapp 15 Prozent der untersuchten Gebäude eine erhöhte Radonbelastung.
Zweite Messkampagne gestartet
Aufgrund des hohen Interesses startete das baden-württembergische Umweltministerium eine zweite Messkampagne, die aktuell noch laufe. Hieran beteiligten sich rund 2.400 Personen. Messungen seien vor allem im Keller- und Erdgeschoss wichtig. Messdosen seien jenseits des Messprogramms auch bei den vom Bundesamt für Strahlenschutz anerkannten Messstellen erhältlich.
-lbw-
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ESA-
Ratstagung
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Region Schweiz – Die 345. Ratstagung der Europäischen Weltraumor-ganisation (ESA) auf Delegiertenebene fand in Interlaken statt. Der Rat gilt als das höchste Organ der ESA, wobei ihre Mitgliedstaaten unter anderem über die institutionellen, finanziellen und verwaltungstechnischen Angelegenheiten bestimmten. Er treffe sich mehrmals pro Jahr auf Delegiertenebene und in der Regel alle drei Jahre auf Ministerebene. Basierend auf der »Strategie 2040« möchte die ESA Europas Raumfahrt autonomer und wettbewerbsfähiger machen. Neu stärke sie auch die Sicherheit und Verteidigung Europas, indem sie dual nutzbare Infrastrukturen aufbaue. Nun gelte es, die Strategie und die ausgewählten Programme operativ umzusetzen. Bei der Ratstagung in Interlaken seien diese Themen ausführlich besprochen worden.
Schweiz spielt aktive Rolle in der ESA und der Raumfahrt
Die Schweiz ist Gründungsmitglied der ESA und beteiligt sich seit 1975 aktiv an fast all ihren Programmen. Über die ESA setze sie hauptsächlich ihre Raumfahrtaktivitäten im Weltraum um. Schweizer Unternehmen und Forschungseinrichtungen möchten technische und wissenschaftliche Beiträge an die Missionen der ESA beitragen. Grunddienste wie Wettervorhersagen oder Katastrophenwarnungen, aber auch Anwendungen wie Navigation und Telekommunikation basieren auf Satelliteninfrastrukturen.
-chbk-
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Neue
»Safe Harbour-Regelungen«
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Liechtenstein – Die Regierung des Fürstentums Liechtensteins hat nun die Abänderung der »Verordnung über die Mindestbesteuerung« grosser Unternehmensgruppen (GloBE-Verordnung) beschlossen. Die globale Mindestbesteuerung sehe unter bestimmten Voraussetzungen eine vereinfachte Berechnung der Ergänzungssteuern, sogenannte »Safe Harbours«, vor. Dies stelle für die betroffenen Unternehmensgruppen eine administrative Erleichterung dar. Am 5. Januar 2026 habe das »OECD/G20-Inclusive Framework on Base Erosion and Profit Shifting« einen Ausbau der zuvor existierenden »Safe-Harbour-Architektur« beschlossen und einige neue Regelungen geschaffen. Die »GloBE-Verordnung« zähle jetzt sämtliche »Safe Harbour« explizit auf, um einen besseren Überblick zu geben, und erklärte sie für in Liechtenstein anwendbar.
Zeitnahe Nutzung sichergestellt
Die »Safe-Harbour-Regelungen« entfalteten ihre Wirkung ausschliesslich zugunsten der Unternehmensgruppen. Sie dienten als »optionales Instrument für Steuerpflichtige«, das es ermögliche, unter bestimmten Voraussetzungen von einer vereinfachten Berechnung der Ergänzungssteuer zu profitieren. Dieses Wahlrecht solle bereits ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt ausgeübt werden können. Vor diesem Hintergrund werde die »GloBE-Verordnung« entsprechend angepasst. Die darin vorgesehenen Änderungen seien bereits auf Steuerjahre anwendbar, die am oder nach dem 1. Januar 2026 begonnen wurden. Damit werde sichergestellt, dass Unternehmensgruppen die »Safe-Harbour-Regelungen« zeitnah nutzen könnten und frühzeitig Rechtssicherheit hinsichtlich ihrer steuerlichen Verpflichtungen erhalten würden.
-RdFL-
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KW 15 – 2026
06. – 12.04.2026
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Verkehrsminister-
konferenz
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Deutschland – Die kürzlich erfolgte Verkehrsministerkonferenz (VMK) in Lindau am Bodensee, unter dem Vorsitz von Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, hatte sich den drängenden Themen zur Zukunft des Verkehrs in Deutschland angenommen. Die für Verkehr, Mobilität und Infrastruktur zuständigen Ministerinnen und Minister und Senatorinnen und Senatoren der Länder hätten für Straße, Schiene, Luft und Wasser richtungsweisende Beschlüsse gefasst. Wesentliche Themen seien auch mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder erörtert und gemeinsam an tragfähigen Lösungen gearbeitet worden.
Christian Bernreiter: »Beim Deutschlandticket wird der Preis künftig nicht mehr politisch festgelegt. Wir haben einen Preisindex beschlossen, der Kosten für Personal und Energie zusammen mit allgemeinen Kostensteigerungen abbildet. Das Urteil des EuGH zur Trassenpreisbremse hat das ohnehin schon große Loch bei der Finanzierung des Schienenpersonennahverkehrs noch weiter aufgerissen – hier muss der Bund zeitnah kompensieren. Bereits ohne diesen Posten sind bis 2031 zusätzliche 14 Milliarden Euro Regionalisierungsmittel nötig. Wenn der Bund das Geld nicht zur Verfügung stellt, werden wir Züge abbestellen müssen. Auch die Sicherheit in Zügen und Bahnhöfen war ein zentrales Thema. Hier gilt es im Rahmen der angespannten Haushaltssituation flexible Lösungen zu finden, welche die Sicherheit der Beschäftigten und Fahrgäste im öffentlichen Personennahverkehr verbessern. Beim Thema Führerschein kommt es darauf an, das gemeinsame Ziel eines günstigeren Preises in Einklang mit einer weiterhin hohen Verkehrssicherheit zu bringen. Wir haben unter anderem diskutiert, die Vorbereitung zur theoretischen Prüfung für digitale Modelle zu öffnen und die Anzahl der verpflichtenden Sonderfahrten zu reduzieren. Bei der Laienausbildung haben einige EU-Länder gute Erfahrungen gemacht – eine versuchsweise Einführung hat auch in Deutschland das Potential zur Senkung der Führerscheinkosten«. Patrick Schnieder ergänzte: »Wenn alles klappt, könnte die Reform Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten«.
»Die Verkehrsminister der Länder erwarten einstimmig von der Bundesregierung, dass sie das »Trassenpreissystem« auf faire Weise reformiert und die Finanzierung des Nahverkehrs durch die sogenannten »Regionalisierungsmittel« sicherstellt. Ansonsten droht der Wegfall von Zugverbindungen in großem Stil. Unter keinen Umständen dürfen die Länder in Folge des EuGH-Urteils nachträglich zur Kasse gebeten werden. Denn bereits jetzt klafft für den regionalen Schienenverkehr eine große Finanzierungslücke, die auch die Fahrgäste auf absehbare Zeit zu spüren bekommen, wenn sich die Bundesregierung nicht bewegt. Um es klar zu sagen: Wenn der Bund die sogenannten Regionalisierungsmittel nicht endlich erhöht, wie es im Grundgesetz geregelt ist, drohen bundesweit Abbestellungen von Schienenpersonennahverkehr im großen Stil. Das kann niemand ernsthaft wollen. Die Bundesregierung, insbesondere der Bundesfinanzminister, muss sich dieser Verantwortung stellen. Es geht um die alltägliche Mobilität von vielen Menschen. Die Mobilität für alle ist auch eine soziale Frage. Das EuGH-Urteil zum »Trassenpreisurteil« zeigt: Der Staat muss die Finanzierung von Infrastruktur grundlegend regeln, um die bisherige Schieflage aufzulösen. Denn, nur auf der Schiene werden Vollkosten in Rechnung gestellt, jedoch nicht auf der Autobahn und auch nicht auf der Wasserstraße. Ein kluger Weg für ein faires Trassenpreissystem wäre das Grenzkostenmodell. Die Nutzer zahlen dann nur für die zusätzlichen Kosten, die durch den Zug entstehen, in dem sie selbst sitzen. So machen es die meisten anderen Länder in Europa schon«, erklärte der Verkehrsminister von Baden-Württemberg, Winfried Hermann.
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Autoposerszene
im Fokus
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Deutschland – Wie jedes Jahr sollen auch dieses Jahr bundesweit zahlreiche Kontrollmaßnahmen zur Bekämpfung von »Posing und illegalem Tuning« stattfinden. »In der Tuning- und Poserszene hat sich der Karfreitag als unseliger Saisonstart etabliert. Daher machen wir gleich zu Beginn der Motorrad- und Tuning-Saison klar: Rücksichtsloses Imponiergehabe und illegale technische Manipulationen haben bei uns keine Fahrerlaubnis. Wir erhöhen ab sofort die Schlagzahl unserer Kontrollen auf den Straßen und bremsen ohrenbetäubendes und auch gefährliches Verhalten im Straßenverkehr aus«, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Baden-Württembergs, Thomas Strobl.
Die Polizei Baden-Württemberg unterstützte am Karfreitag bereits zum fünften Mal gemeinsam mit den Polizisten und Polizistinnen anderer Bundesländer die bundesweit großangelegte Kontrollaktion. Im Fokus standen lokale »Posing- sowie illegale Tuning- und Rennszenen«. Die Kontrollaktionen hätten sich in den vergangenen Jahren bewährt und stellten ein wirksames Instrument zur Erhöhung der Verkehrssicherheit dar.
Lebenslänglich für lebensgefährlich
»Ereignisse wie der tödliche Raser-Unfall in Ludwigsburg 2025 oder der Heilbronner Raser-Unfall 2023 verdeutlichen die Notwendigkeit von konsequentem Handeln gegen illegale Autorennen, Posing und illegales Fahrzeugtuning. Die Vorfälle zeigen, dass die Jagd nach Geschwindigkeit und Aufmerksamkeit auf öffentlichen Straßen tödliche Folgen für Unbeteiligte haben kann. Hierzu habe ich mich erst kürzlich klar positioniert: »Lebenslänglich für lebensgefährlich«. Wer wiederholt und uneinsichtig herumrast und sich Rennen liefert, dem muss die Fahrerlaubnis lebenslänglich entzogen werden. Unsere Straßen sind keine Bühne für Selbstdarsteller. Illegales Tuning und rücksichtsloses Posing haben auf den Straßen keinen Platz«, betonte Strobl.
-lbw-
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Patriot-Beschaffung:
Zahlungen werden
weiterhin zurückgehalten
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Schweiz – Der Zeitplan für die »Patriot«-Raketenlieferungen an die Schweiz sei nach wie vor ungewiss. Deshalb halte das »Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport« weiterhin daran fest, die Zahlungen an die USA zurückzuhalten, bis die USA Liefertermine und Zahlungsmeilensteine verbindlich kommuniziert habe. Die USA hätten eine Verzögerung bei der Lieferung angekündigt, dies zugunsten der Unterstützung der Ukraine. Die Schweiz mache demgegenüber geltend, dass die Repriorisierung die vertraglichen Grundlagen wesentlich veränderten und insbesondere Fragen zu Lieferterminen, Zahlungsplan und Kostenfolgen aufwerfe. Aus diesen Gründen habe die Schweiz bereits seit Herbst 2025 keine Zahlungen mehr für die Beschaffung des »Patriot-Systems« in den »Trust Fund« geleistet. Aus diesem Fonds bezahle die US-Regierung sämtliche Beschaffungen bei den Lieferanten, nicht nur für die bodengestützte Luftverteidigung Patriot, sondern unter anderem auch für das Kampfflugzeug »F-35A« oder Ersatzteile für den »F/A-18«.
In den vergangenen Monaten hätten die USA bereits Zahlungen, welche die Schweiz für den »F-35A« geleistet hatte, zugunsten der Schweizer Beschaffung des »Patriot-Systems« eingesetzt. Ferner habe die zuständige US-Behörde, die »Defence Security Cooperation Agency« (DSCA), mehrmals weitere Einlagen in den Fonds gefordert. Unterschreite die Liquidität des Fonds eine kritische Grenze, könnten Vorhaben suspendiert und bei einem noch weiteren Absinken gekündigt werden. Davon könnte nicht nur die »Patriot«-Beschaffung, sondern das gesamte schweizerische Portfolio der »Foreign Military Sales« (FMS) mit den USA betroffen sein.
Beschaffung des F-35A nicht gefährden
Für die Sicherheit und Verteidigung der Schweiz sei zentral, dass die Lieferung von Ersatzteilen für die »F/A-18« sowie die Beschaffung der »F-35A« nicht durch Entscheide zum »Patriot-System« gefährdet würden. Aus diesem Grund seien Ende März 2026 Zahlungen im Zusammenhang mit dem »F-35A« vorgezogen worden. Nach heutigem Kenntnisstand bleibe der »Trust Fund« damit liquid und es seien keine negativen Auswirkungen für die weiteren »FMS«-Beschaffungen zu erwarten.
Die USA hätten angekündigt, die Schweiz in den kommenden Wochen über das weitere Vorgehen, neue Liefertermine sowie die Kosten und Folgen eines möglichen Abbruchs zu informieren. Parallel dazu prüfe das »Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport« die Bestellung eines zweiten Systems bodengestützter Luftverteidigung grösserer Reichweite. Ein »Request for Information« an potenzielle Anbieter werde nun versendet. Dieses zweite System solle bevorzugt in Europa produziert werden.
-chbk-
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Sömmerungs-
verordnung
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Liechtenstein – Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat am 31. März 2026, die Verordnung über den sommerlichen Weidegang (Sömmerung) von landwirtschaftlichen Nutztieren im Jahr 2026 verabschiedet. Die Verordnung gelte vom 1. April bis zum 30. November 2026. Wiederum fasse ein Merkblatt zur »Sömmerungsverordnung« in Kurzform die wichtigsten Punkte zusammen. Die Verordnung orientiere sich an der Verordnung des Vorjahres und den »Empfehlungen zur Harmonisierung der Sömmerungsvorschriften der Kantone«. Es dürften nur Tiere der Rindergattung auf den Sömmerungsbetrieb bzw. die Sömmerungsweide aufgetrieben werden, die keiner »Bovinen Virus Diarrhoe« (BVD)-Sperre unterliegen würden. Im Bereich Käse- und Milchprodukteherstellung seien wenige Anpassungen entsprechend der Branchenleitlinie für Sömmerungsbetriebe erfolgt.
-RdFL-
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GenussBox
startet neu
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Vorarlberg – Die »GenussBox« ist zurück – und mit ihr eine Initiative, die weit über eine »einfache Verpackungslösung« hinausgehe. Gemeinsam mit Partnern aus Gastronomie, Tourismus und Abfallwirtschaft werde das Projekt österreichweit neu gestartet, um einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln zu fördern und gleichzeitig die Servicequalität in der Gastronomie zu stärken. »Lebensmittel sind das Ergebnis harter Arbeit – von der landwirtschaftlichen Erzeugung bis hin zur Verarbeitung in den Gastronomiebetrieben – und verdienen unsere volle Wertschätzung. Die GenussBox zeigt, wie wir diesen Anspruch im Alltag leben können«, betonen Vorarlbergs Landesrat Christian Gantner, Fachgruppenobmann Gastronomie KM Mike Pansi und Fachgruppenobfrau Hotellerie Heike Ladurner-Strolz. Im Mittelpunkt stehe ein Perspektivenwechsel: Nicht die Vermeidung von Resten, sondern die Wertschätzung von Lebensmitteln.
Sichtbare Wertschätzung
Lebensmittel sind kostbar und genau hier setze die »GenussBox« an. Sie ermögliche es Betrieben, Speisen stilvoll und hygienisch an Gäste weiterzugeben und den Genuss auch mit nach Hause zu geben. Was früher oft mit dem Begriff »Reste mitnehmen« verbunden gewesen sei, werde neu gedacht: Als Ausdruck von Qualität, Service und Verantwortung.
Mehr als eine Verpackung: Ein Statement für moderne Gastronomie
Für Gastronomiebetriebe biete die »GenussBox« mehrere Vorteile. Sie helfe, Lebensmittelverschwendung aktiv zu reduzieren, ohne den Fokus auf Verzicht zu legen. Gleichzeitig erweitere sie das Serviceangebot und stärke die Positionierung als nachhaltiger Betrieb. Immer mehr Gäste achteten auf verantwortungsbewusstes Handeln, auch beim Restaurantbesuch. Die Möglichkeit, Speisen mitzunehmen, werde zunehmend als selbstverständlicher Teil eines hochwertigen Serviceerlebnisses wahrgenommen.
Gemeinsam getragen, regional verankert
Die Initiative werde von zahlreichen Partnern unterstützt und verfolge ein klares Ziel: Die österreichweite Reaktivierung der »GenussBox«. Zu den Partnern zählten unter anderem das Land Vorarlberg, die Abfallwirtschaft Tirol Mitte GmbH, die Stadt Wien, das Land Tirol sowie die Wirtschaftskammern Vorarlberg, Tirol, Wien und Steiermark. Darüber hinaus werde das Projekt vom österreichischen Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft über die Initiative »Lebensmittel sind kostbar« unterstützt. Weitere Informationen: www.genussbox.at
-vlk-
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Fakt oder Fake
Jugendforum
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Region Tirol – Noch nie war es so einfach, Informationen zu teilen. Und noch nie war es so schwer, sie einzuordnen. Deswegen sollen Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren in Tirol die Chance erhalten, sich dazu direkt mit Experten und Expertinnen vom Landeskriminalamt und vom Verein »Mimikama«, der Plattform zur Aufklärung von Internetmissbrauch und Falschmeldungen auszutauschen, und zwar beim »2. Jugendforum« des Landes Tirol. Am Mittwoch, 29. April 2026, sollen in der Zeit von 15:00 bis 17:00 Uhr im Rathaus Kufstein Fake News, Desinformation und der kritische Umgang mit digitalen Inhalten im Mittelpunkt stehen. Die Teilnehmenden sollen praxisnahe Einblicke erhalten, wie Falschmeldungen entstehen, welche Mechanismen hinter manipulativen Inhalten stehen und wie sich Quellen verlässlich überprüfen lassen. Neben fachlichen Inputs solle vor allem der Dialog im Vordergrund stehen.
»Gerade junge Menschen beziehen einen großen Teil ihrer Informationen aus sozialen Medien. Umso wichtiger ist es, sie im kritischen Umgang mit digitalen Inhalten zu stärken. Medienkompetenz bedeutet, Inhalte einordnen, hinterfragen und bewerten zu können. Mit dem Jugendforum schaffen wir dafür einen konkreten Rahmen«, erklärte Tirols Jugend- und Sicherheitslandesrätin Astrid Mair. Als Referenten sollen Andre Wolf vom Verein »Mimikama« sowie Hans-Peter Seewald, Polizeichefinspektor im Landeskriminalamt Tirol (Kriminalprävention), mitwirken.
Jugendforum Teil der »Europäischen Jugendwoche 2026«
Das Jugendforum »Fake News« sei Teil der »Jugendstrategie Tirol 2030«. Unter dem Motto »Jugend im Fokus« sollen Maßnahmen umgesetzt werden, um junge Menschen aktiv in die Gesellschaft einzubinden und in Zukunftsthemen zu unterstützen. Gleichzeitig ist das Jugendforum ein Programmpunkt der »Europäischen Jugendwoche 2026«, die alle zwei Jahre das Engagement junger Menschen in Europa würdige. Heuer stehe die Aktionswoche unter dem Motto »Solidarität und Fairness« und feiere 30 Jahre Freiwilligendienste. Das Jugendforum werde in diesem Rahmen von der Europäischen Union kofinanziert.
-lt-
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Sensible
Brutphase
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Südtirol – Der Tod eines Bartgeierkükens bei Schloss Juval im Vinschgau hat für Diskussionen gesorgt. Nach aktuellen Erkenntnissen sei es sehr wahrscheinlich, dass eine unbedachte Annäherung an den Horst durch einen Naturfotografen zur Störung der Altvögel geführt habe. Zwei Jagdaufseher konnten entsprechende Beobachtungen aus ihrer Perspektive bestätigen. Der Fall zeige deutlich, wie sensibel Bartgeier während der Brutzeit auf Störungen reagierten. Bereits kurze Beunruhigungen könnten dazu führen, dass die Altvögel den Horst verlassen. In dieser Phase seien Eier und Jungtiere besonders gefährdet, da sie ohne Schutz rasch auskühlten, verhungerten oder zur Beute anderer Raubvögel werden könnten. Unvorhersehbare Einflüsse in unmittelbarer Horstnähe wirkten sich dabei besonders kritisch aus. Auch wenn Störungen nicht immer sofort sichtbaren Stress auslösten, könnten sie nachhaltige Folgen für den Bruterfolg haben. Vor allem unerfahrene Brutpaare seien anfälliger, da sie solche Situationen weniger gut ausgleichen könnten. Der angeprangerte Hubschrauberflug der Forstbehörde habe elf Tage vorher stattgefunden, weshalb dieser kaum als Ursache in Frage kommen könne.
Im Alpenraum zähle der »Bartgeier« zu den seltensten Brutvögeln, jeder erfolgreiche Nachwuchs sei für die Entwicklung der Population von großer Bedeutung. Mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern gehöre er zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Die Art brüte im Winter und ziehe pro Jahr in der Regel nur ein Jungtier auf, wodurch jeder Verlust besonders ins Gewicht falle. Gleichzeitig komme es immer wieder zu Störungen im Umfeld von Horsten, teils im Zusammenhang mit gezieltem Aufsuchen für Foto- und Filmaufnahmen. Die Faszination für diese eindrucksvolle Art stehe dabei nicht selten im Gegensatz zu den sensiblen Anforderungen während der Brutzeit. Der aktuelle Vorfall unterstreiche einmal mehr die besondere Schutzbedürftigkeit dieser Phase und die möglichen Folgen menschlicher Nähe im unmittelbaren Horstumfeld des Bartgeiers.
-lpast-
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Künstlerische
und museale Aufarbeitung
des Bauernkrieges
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Salzburger Land – 2026 setze das Land Salzburg das im Vorjahr gestartete »Gedenkprojekt zum Bauernkrieg« fort. Im Fokus stehe dieses Jahr die künstlerische und museale Aufarbeitung. Was bedeutet Widerstand im 21. Jahrhundert, oder welche wirtschaftlichen, religiösen und kulturellen Umbrüche und Veränderungsprozesse fordern die Gesellschaft heute heraus? Auf diese und noch weitere Fragen suche das Kunstprojekt »Simultan« Antworten. Im Mittelpunkt sollen hier zeitgenössische Kunstprojekte in Salzburgs Regionalmuseen stehen. Eigene Sonderausstellungen zum »Bauernkrieg von 1525/26« seien im Freilichtmuseum, in Regionalmuseen und auf der Burg Hohenwerfen zu sehen. Noch bis zum 27. April 2026 sei die Ausstellung des Salzburg Museums »Heroisch und verklärt« im Nordoratorium des DomQuartiers zu sehen.
Für Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll, ressortzuständig für Kultur, gehe es beim Projekt »Simultan« vor allem um den Blick auf die Gegenwart. »Wir haben auch 2026 gesellschaftliche Konflikte und sind mit den unterschiedlichsten Formen von Protest konfrontiert. Der Blick vonseiten zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler kann hier spannende Diskussionsansätze bieten. Durch die Installationen in den Regionalmuseen sind die kreativen Ansätze auch vor Ort erlebbar«, so Schnöll.
Neben dem Projekt werde es in den Regionalmuseen auch vielfältige multimediale Sonderausstellungen, zum Beispiel mit KI-generierten Avataren zum Bauernkrieg geben. »Das Landesprojekt zeige, wie Geschichte vor Ort verankert und zugleich offen diskutiert werden könne, und zwar mit Beteiligung von Gemeinden, Vereinen und Schulen. So stärkte man regionales Selbstbewusstsein und demokratische Diskussionskultur.
Projekt für ganz Salzburg
Beim »Landesprojekt Bauernkrieg« laufen alle Fäden bei Doris Fuschlberger zusammen. »Mit sparsamem Mitteleinsatz, Vernetzung, enger Zusammenarbeit aller Projektpartner und viel, oft auch ehrenamtlichem Engagement in den Bezirken setzen wir das Vorhaben gemeinsam um. In Schulen, Museen, Burgen und bei Veranstaltungen verbinden wir das historische Thema mit aktuellen Fragen nach Teilhabe und Ressourcen. Im Fokus stehen dabei die wissenschaftlichen Grundlagen. Die Wanderausstellung tourt mit Unterstützung der Bildungsdirektion und engagierter Pädagoginnen und Pädagogen durch viele Salzburger Schulen. Mit dem vielschichtigen multimedialen Angebot leisten wir einen Beitrag zur Demokratie- und Medienbildung«, so Fuschlberger.
Der »Bauernkrieg von 1525/26« werde das künstlerische Salzburg auch noch 2027 beschäftigen. Das »kura-t kunstraum traklhaus« nehme dieses historische Ereignis als Resonanzraum, um zentrale gesellschaftliche Fragen der Gegenwart zu besprechen: Etwa den Umgang mit endlichen Ressourcen, die Verteilung von Gütern, die materielle Bedeutung von Freiheit.
-ls-
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RAINBOWS
begleitet Kinder
und Jugendliche
in stürmischen Zeiten
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Oberösterreich – Wenn sich Eltern trennen oder eine nahestehende Person stirbt, geraten Kinder und Jugendliche oft in eine emotional belastende Ausnahmesituation. Der Verlust von Vertrautem und Sicherheit stellt sie vor große Herausforderungen. Genau hier setze die Arbeit der Organisation »RAINBOWS« an: Im Mittelpunkt sollen stets die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen stehen. In geschützten Gruppen können sie die Möglichkeit erhalten, ihre Gefühle auszudrücken und neue Stabilität zu gewinnen.
Unterstützung durch das Land Oberösterreich gesichert
»RAINBOWS« werde aus dem Budget der Kinder- und Jugendhilfe des Landes Oberösterreich unterstützt. Für das Jahr 2025 erhielt der Verein für den laufenden Betrieb eine Förderung in Höhe von 150.000 Euro. »Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir dieses wichtige Angebot weiterhin absichern. RAINBOWS leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Unterstützung von Kindern und Familien in schwierigen Lebensphasen und ergänzt die Angebote der Kinder- und Jugendhilfe in wertvoller Weise«, erklärte Oberösterreichs Landesrat Martin WinklerWinkler. Weitere Informationen: https://www.rainbows.at/oberoesterreich/
-loö-
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Mobilitätspreis
2026
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Steiermark – Die steirischen Haushalte hätten zuletzt um 72 Millionen Liter weniger Sprit als vor zwanzig Jahren getankt. Insgesamt seien die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs binnen 20 Jahren um rund ein Fünftel gesunken, wie eine aktuelle Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) zeige. Projekte und innovative Konzepte, welche die Mobilität und den Gütertransport in Zukunft noch effizienter und nachhaltiger machten, seien beim diesjährigen »VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark« gesucht.
»Ich bin fest davon überzeugt, dass es unter dem heurigen Motto »nachhaltig.effizient.innovativ« ebenso wieder viele, spannende weiß-grüne Einreichungen geben wird. Denn mit einer Forschungs- und Entwicklungsquote von knapp über fünf Prozent ist die Steiermark das innovativste Bundesland mit der höchsten Forschungsquote in Österreich. Dabei gibt es jede Menge innovativer Mobilitätsunternehmen«, so Steiermarks Verkehrslandesrätin Claudia Holzer. »Allein die Verringerung des Verbrauchs um 72 Millionen Liter entlastet die Haushalte bei aktuellen Spritpreisen um mehr als 140 Millionen Euro pro Jahr. Gerade in Zeiten wie diesen zahlt sich die Reduktion des Spritverbrauchs besonders aus. Denn der Spritverbrauch hat auf die jährlichen Spritkosten einen noch größeren Einfluss als die Spritpreise«, so VCÖ-Experte Michael Schwendinger.
Zur Reduktion des Spritverbrauchs in den vergangenen 20 Jahren habe zum einen eine Reduktion der gefahrenen Kilometer um rund 45 Millionen beigetragen, sowie die Reduktion des Durchschnittsverbrauchs pro 100 Kilometer bei Benzin-Pkw von 7,9 auf 6,7 Liter und bei Diesel-Pkw von 6,9 auf 6,4 Liter. Zum Rückgang des Spritverbrauchs habe auch beigetragen, dass die Steirerinnen und Steirer heute viel häufiger mit dem Rad mobil seien. In Graz habe der Radverkehr von 14 Prozent im Jahr 2004 auf 18 Prozent im Jahr 2024 zugenommen, die mit Auto zurückgelegten Wege seien von 47 auf 38 Prozent zurückgegangen. In der gesamten Steiermark habe der Radverkehr von sechs Prozent im Jahr 2013 um die Hälfte auf neun Prozent zugenommen, informierte der VCÖ. Weitere Informationen: www.vcoe.at
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Kinder-
Tierschutzpreis
2026
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Kärnten – Unter dem Motto »Mach dich für Tiere stark!« stand der »Kinder-Tierschutzpreis 2026«, den das Land Kärnten gemeinsam mit dem Verein »Tierschutz macht Schule« für die erste bis zur siebenten Schulstufe ausgeschrieben hatte. Kärntens Tierschutz-Landesrätin Beate Prettner und Bildungslandesrat Peter Reichmann staunten nicht schlecht über die kreativen Projekte unter den zahlreichen Einreichungen, die sich mit dem verantwortungsvollen Umgang mit Tieren, insbesondere mit den Bedürfnissen von Heim-, Nutz- und Wildtieren, auseinandersetzten. Eine Fachjury kürte drei Siegerklassen in drei unterschiedlichen Schulstufen-Kategorien. »Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit – das sagte schon Albert Schweitzer. Und Schulen sind Orte, an denen Verantwortung gelernt wird. Wenn Kinder für den Schutz von Tieren sensibilisiert werden und das ist unser Ziel mit dem Kinder-Tierschutzpreis, dann wird weit mehr als Wissen vermittelt: Es geht auch um Mitgefühl, Zivilcourage und den respektvollen Umgang mit allem Leben“, so Tierschutz-Landesrätin Beate Prettner. Der Verein »Tierschutz macht Schule« hat alle Einreichungen im Vorfeld fachlich begleitet. Für die Gewinner gab es jeweils ein Preisgeld von 1.000 Euro, eine Urkunde und ein Armband von »Tierschutz macht Schule«.
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Finanz- und
Verbraucherbildung
beginnt im Kindergarten
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Niederösterreich – Mit dem Projekt »Mitdenken, Mitentscheiden – Finanz- und Verbraucherbildung im Kindergarten« setzte das Land Niederösterreich gemeinsam mit der »Oesterreichischen Nationalbank« und dem Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz einen wichtigen Impuls für frühe finanzielle Bildung. Ziel des Projekts sei es, Kindergartenkinder spielerisch an Themen wie Geld, Sparen, Nachhaltigkeit und den bewussten Umgang mit Ressourcen heranzuführen, sowie ihr Zahlenverständnis zu stärken. »Mit dem Projekt legen wir einen wichtigen Grundstein für einen bewussten Umgang mit Geld und Ressourcen bereits im Kindesalter. Kinder entwickeln schon früh ein Verständnis für Werte und genau hier setzen wir an«, erklärte Niederösterreichs Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.
Im Mittelpunkt des Projekts stehe die gezielte Weiterbildung von Elementarpädagoginnen und -pädagogen. In praxisnahen Fortbildungen sollen sie ihr Wissen rund um finanzielle Bildung vertieften. Die positiven Rückmeldungen aus den Einrichtungen zeigten deutlich: Die Teilnehmenden würden an Sicherheit und Freude gewinnen, wenn sie mit Kindern über Themen wie Geld, Tauschen, Sparen und Wünsche sprechen. Ökonomische Bildung werde so zu einem selbstverständlichen Bestandteil frühkindlicher Pädagogik.
In der Weiterbildung »Vom Spielgeld zum Einkaufszettel: Kinder lernen Geld und Konsum verstehen« sei vermittelt worden, wie komplexe Inhalte altersgerecht und spielerisch aufbereitet werden können. Zum Einsatz kommen würden dabei eigens entwickelte Materialien – wie Geschichten, Bildkarten und große Geldscheine, die gemeinsam mit der Oesterreichischen Nationalbank und dem Sozialministerium erarbeitet wurden.
-lnö-
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Start
für neues
Pflegesystem
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Burgenland – Das Burgenland schlage ein neues Kapitel in der »Pflege und Betreuung« auf. Seit dem 1. April 2026 greife eine tiefgreifende Systemumstellung. Das neue Pflegestützpunkt-Modell laufe an. Damit setze das Burgenland einen strukturellen Meilenstein für eine Pflegeversorgung, die flächendeckend, gemeindenah, leistbar und vor allem gemeinnützig organisiert sei. Im Zentrum stehe ein klarer Grundsatz: »Pflege ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge – und kein Markt für gewinnorientierte Unternehmen«. Pro Pflegeregion übernehme künftig eine Organisation die gesamte nicht-stationäre Pflegeversorgung – von der mobilen Pflege und Betreuung über die Tagesbetreuung und das Wohnen im Alter bis hin zur Pflege- und Sozialberatung. Das schaffe klare Zuständigkeiten, bessere Koordination, verlässliche Strukturen und vor allem pflegerische Versorgungssicherheit. Mit der Umstellung werde das Burgenland in 28 Pflegeregionen gegliedert, in denen insgesamt 71 Pflegestützpunkte entstehen sollen, und zwar 28 Haupt- und 43 Nebenstützpunkte. Jede Region versorge künftig zwischen 8.000 und 12.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Ein Ansprechpartner für alles
Das neue System bringe einen entscheidenden Vorteil: »Pflege aus einer Hand«. Die Trägerorganisation einer Region sei künftig zentrale Anlaufstelle für die mobile Pflege und Betreuung (Hauskrankenpflege, Pflegeassistenz, Heimhilfe) und die Tagesbetreuung mit umfassendem Aktivitätsangebot an den Pflegestützpunkten.
Leistbar und sozial gestaffelt
Ein zentrales Ziel der Reform bleibe die Leistbarkeit. Die Selbstbehalte für mobile Leistungen seien klar geregelt und transparent. Heimhilfe : 23,70 Euro pro Stunde; Pflegeassistenz: 30,30 Euro pro Stunde und Diplomierte Pflege: 38,20 Euro pro Stunde. Diese Selbstbehalte deckten rund ein Drittel der tatsächlichen Pflegepersonalkosten ab. Auch die Tagesbetreuung bleibe sozial gestaffelt und starte bei mindestens 20 Euro pro Tag – inklusive Verpflegung und Programm. Mit dem Ausbau der Pflegestützpunkte werde auch die Pflege- und Sozialberatung neu organisiert. Künftig sei in jeder Region eine Beraterin oder ein Berater direkt am Standort verfügbar – als erste Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige. Beratung erfolge persönlich, telefonisch oder digital und solle den Zugang zum passenden Angebot so einfach wie möglich machen. Die neue Struktur stehe bewusst auf einem klaren politischen Fundament: Gemeinnützigkeit statt Gewinnorientierung.
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Autismus-
strategie
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Region Deutschland – Am 2. April war »Welt-Autismus-Tag«. Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf betonte: »Wir machen die Bedürfnisse von Menschen mit Autismus sichtbar, und zwar nicht nur heute. Bayern leistet mit seiner bundesweit ersten »Autismusstrategie« Pionierarbeit. Wir reden nicht über die Betroffenen, sondern mit ihnen und wollen das Leben für sie und ihre Angehörigen besser und leichter machen. Für ein gutes Miteinander ist es entscheidend, Bewusstsein und gegenseitiges Verständnis zu schaffen«.
Studien zufolge seien allein in Bayern circa 130.000 Menschen betroffen. Um mehr Bewusstsein zu schaffen, gab die Sozialministerin den Startschuss für eine Kampagne unter dem Motto »Autismus – so vielfältig wie das Leben. Lerne den Alltag mit Autismus kennen«. »Menschen mit Autismus dürfen nicht unsichtbar im Alltag – in Kindergarten, Schule, Arbeitsleben oder dem Gesundheitssystem – sein. Autismus hat viele Facetten. Wir wollen die Lebensqualität Betroffener und ihrer Angehörigen nachhaltig verbessern«, so Scharf.
Bewusstsein zu schaffen, sei nur eines von mehreren Zielen. Früherkennung, Teilhabe, Gesundheit und mehr Wissen gelten als weitere Schwerpunkte. Der »Runde Tisch Autismus«, zu dem das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales einlade, begleite die Umsetzung der Strategie. Hier sollen sich zweimal jährlich Betroffene und Angehörige aus dem Bereich der Selbsthilfe, Vertreterinnen und Vertreter aus der Wissenschaft, Verwaltung, von Verbänden und den betroffenen Staatsministerien treffen, um deren Anliegen zu besprechen und voranzutreiben.
-bstmas-
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Prototypen-
förderung
für innovative
Technologien
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Baden-Württemberg – Auch die zweite Runde der »Prototypenförderung für innovative Technologien« sei ein Erfolg: Aus 52 Anträgen von staatlichen Hochschulen und den wirtschaftsnahen außeruniversitären Forschungseinrichtungen seien 14 Projekte bewilligt worden. Die Vorhaben sollen mit rund 6,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert werden. Die Förderung erfolge gemeinsam durch das Wirtschaftsministerium und das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg.
»Die vielen Anträge zeigen eines eindrucksvoll: In Baden-Württemberg gibt es viele unterschiedliche innovative Ansätze im Bereich der Prototypenförderung. Mit der Förderung von 14 vielversprechenden Projekten setzen wir gezielt Impulse für die Entwicklung strategischer Technologien. Wir setzen dadurch auch Akzente für wirtschaftliches Wachstum, denn wir wollen, dass diese technologischen Ansätze schnell umgesetzt werden. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es wichtig, innovatives Potenzial gezielt zu unterstützen und so Baden-Württemberg – und damit auch Deutschland und Europa – als Wirtschaftsstandort zukunftsfest zu machen«, so Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Baden-Württembergs Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus.
Strategische Technologien als Standortmotor
Der zweite Förderaufruf lege den Fokus auf Technologien im Sinne der Plattform »Strategische Technologien für Europa« (Strategic Technologies for Europe Platform – STEP). Angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklungen sei die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und Souveränität der Europäischen Union wichtiger denn je. Mit der Prototypenförderung überführe das Land Forschungsergebnisse schneller in marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen.
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Lernfahrten
ab 17 Jahren
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Schweiz – Die einjährige Phase des »begleiteten Fahrens zum Erwerb des Führerausweises« habe sich bewährt: Sie wirke sich positiv auf die Verkehrssicherheit aus. Ferner sei die Erfolgsquote bei der praktischen Prüfung gestiegen. Das gehe aus dem Evaluationsbericht zur Neuregelung der Lernphase im Rahmen der Fahrausbildung hervor. Seit 2021 müssen Personen, die den »Lernfahrausweis« für Personenwagen vor ihrem 20. Geburtstag erwerben, eine begleitete Lernphase von zwölf Monaten durchlaufen. Früher konnten Volljährige zur Prüfung antreten, sobald sie sich bereit fühlten. Damit der Führerausweis weiterhin mit 18 Jahren erlangt werden könne, wurde das Alter für den Erwerb des »Lernfahrausweises« auf 17 Jahre gesenkt. Für das Jahr nach Abschluss der Fahrausbildung sei ein signifikanter Rückgang der Unfallrate festgestellt worden.
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Robotern
beibringen,
wie man Spargel erntet
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Bayern – Forschende der Technischen Universität München (TUM) entwickeln derzeit einen »Ernte-Roboter für Spargel«. Der Prototyp erkennt und lokalisiert reifen grünen Spargel. Dabei ist er schnell genug, um mit der Ernte durch Menschen konkurrieren zu können. Weitere Tests seien geplant, um die Erntefähigkeit des Roboters weiterzuentwickeln.
Spargel ist eine der arbeitsintensivsten Kulturen in der Landwirtschaft. Vor allem die Ernte stelle hohe Anforderungen an die Präzision – das Gelände ist uneben und die Stangen sind dünn und unterschiedlich lang. Diese Herausforderungen behinderten die Automatisierung. Das führe dazu, dass derzeit verfügbare »Ernte-Roboter« zu langsam und ineffizient seien. Forschende der TUM haben einen »Roboterprototypen« entwickelt, der sich schnell über ein Spargelfeld bewegen und reifen grünen Spargel identifizieren und lokalisieren könne. Der Roboter verarbeite mehrere Bilder der montierten Kameras, um die Spargelstangen zu identifizieren. »Wir sehen weltweit große Chancen für Roboter in der Spargelernte«, so Timo Oksanen, Professor für Agrarmechatronik an der TUM.
Schnell genug, um mit Menschen mitzuhalten
Die Forscher berechneten, dass der Roboter eine Geschwindigkeit von mindestens 0,33 Metern pro Sekunde erreichen müsse, um mit Erntehelfern mithalten zu können. Der vorgestellte Prototyp könne sich auf unebenem Gelände mit bis zu 0,8 Metern pro Sekunde und auf ebenem Gelände mit bis zu einem Meter pro Sekunde fortbewegen. Mit dieser Geschwindigkeit übertreffe der Prototyp die aktuellen Marktstandards. Im nächsten Schritt sollen die Erkennungsalgorithmen in weiteren Tests verbessert werden. »Sobald wir die Erkennung weiter optimiert haben, werden wir den Erntealgorithmus und die weiteren Roboterfunktionen erarbeiten«, erklärte Andreas Neubauer, der den Roboter entwickelt hat.
-tum-
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KW 14 – 2026
30.03. – 05.04.2026
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Ausbau
der regionalen
USA-Partnerschaften
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Bayern / USA – Bis Mittwoch, 1. April 2026, ist der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder in den Vereinigten Staaten von Amerika unterwegs. Ziele seien unter anderem die Metropolen Houston im US-Bundesstaat Texas und Columbia im US-Bundesstaat South Carolina. Der Schwerpunkt soll der »Ausbau der regionalen Partnerschaften in Sachen Technologie und Wirtschaft« sein. Geplant seien unter anderem Gespräche mit South Carolinas Gouverneur Henry McMaster. Begleitet werde Bayerns Ministerpräsident von einer Delegation mit Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann.
»Wir schließen Allianzen mit zwei Power-Regionen. Texas und South Carolina sind wie Bayern Fans von Innovation und einer starken Wirtschaft. Wir vertiefen die Partnerschaften bei Technologie und Universitäten, insbesondere für Luft- und Raumfahrt und Medizin und Pflege. Die Raumfahrtachse Bayern-Texas wird ausgebaut. Das in Oberpfaffenhofen und die NASA in Houston werden gemeinsam an einer KI-Steuerung für Raumfahrzeuge auch ohne permanente Bodenkommunikation arbeiten. Damit stärken wir unser einzigartiges Space-Ökosystem und folgen der klaren Philosophie der Hightech Agenda Bayern für Technologie und Fortschritt. Wir sind die Nummer 1 bei Luft- und Raumfahrt in Deutschland, bauen Europas größte Fakultät für Luft- und Raumfahrt auf und haben mit der TU München und der LMU die beiden besten Unis der EU. Bayern ist Space-Minded – und Bayern ist Autoland. Im Bereich Wirtschaft geht es insbesondere um die Themen Automotive und Maschinenbau, auch im Hinblick auf künftige Investitionen in den USA und in Bayern. Wir sind dabei Partner der bayerischen Wirtschaft und informieren uns vor Ort im weltgrößten BMW-Werk Spartanburg sowie beim Maschinenbauer Everllence aus Augsburg«, erklärte Söder.
Es ist die erste USA-Reise eines Bayerischen Ministerpräsidenten seit mehr als 20 Jahren. Die USA seien Bayerns wichtigster Handelspartner außerhalb Europas, und zwar mit einem Handelsvolumen von etwa 37 Millarden Euro pro Jahr. Etwa 2.200 bayerische Firmen pflegten US-Beziehungen, während gut 1.100 US-Unternehmen im Freistaat präsent seien. Zwischen Bayern und Texas gebe es traditionell enge Verbindungen insbesondere im Bereich Weltraumwissenschaft sowie zwischen Bayern und South Carolina im Bereich Automobil.
Mit der Hightech Agenda Bayern setze der Freistaat Bayern seit Amtsantritt von Ministerpräsident Markus Söder massiv auf Zukunftstechnologien und den Wachstumsbereich Luft- und Raumfahrt. Der Freistaat Bayern möchte bis 2030 eine Millarden Euro in Luft- und Raumfahrt und insgesamt sieben Millarden Euro in Forschung und Wissenschaft investieren. Die Luft- und Raumfahrt-Branche erziele inzwischen einen Jahresumsatz von rund zwölf Millarden Euro und habe rund 40.000 Beschäftigte. Am DLR-Standort Oberpfaffenhofen bei München entstehe aktuell durch die Förderung Bayerns ein »Mondkontrollzentrum«, um gemeinsame Missionen von DLR, ESA und NASA zu koordinieren. Der Wissenschaftsstandort Bayern zähle insgesamt etwa 400.000 Studierende. Mit der »Hightech Agenda Bayern« sollen bis zu 13.000 neue Studienplätze und 1.000 Professuren entstehen, viele davon in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, KI, Bio-Life-Sciences und Defense Tech. An der TU München wachse Europas größte Fakultät für Luft- und Raumfahrt und in Nürnberg entstehe mit der UTN eine neue Universität, die sich auf das Thema KI spezialisiere.
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Bericht
zur anonymen
Krankenbehandlung
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Baden-Württemberg – »Menschen ohne Krankenversicherung oder mit unzureichendem Versicherungsschutz sollen in Baden-Württemberg in Notlagen weiterhin unbürokratisch Zugang zu medizinischer Hilfe und Beratung erhalten. Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht. Niemand darf durch Bürokratie, Scham oder Armut von ärztlicher Hilfe ausgeschlossen sein. Die geförderten Projekte haben bewiesen, wie wichtig leicht zugängliche Behandlung und kompetente Beratung sind.«, betonte Baden-Württembergs Minister für Soziales, Gesundheit und Integration Manne Lucha anlässlich der Veröffentlichung des Abschlussberichts »Zugang sichern – Versorgung ermöglichen« zum Förderprogramm »Projekte zur anonymen Krankenbehandlung«.
Trotz der allgemeinen Krankenversicherungspflicht in Deutschland gebe es viele Personen, die nicht über einen ausreichenden Versicherungsschutz verfügten. Dazu zählten oftmals unter anderem wohnungslose Personen oder Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union (EU) beziehungsweise Drittstaatsangehörige, die ohne ausreichenden Versicherungsschutz eingereist seien. Häufig könnten Menschen auch ihre Krankenversicherungsbeiträge nicht bezahlen und es sammelten sich Beitragsschulden an. Aus Scham, Unkenntnis oder aufgrund schlechter Erfahrungen würden die Betroffenen die regulären Behandlungsangebote nicht wahrnehmen.
Zehn Projekte erreichten über 800 Menschen
Mit dem Programm unterstütze das baden-württembergische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration zehn regionale Projekte, die niedrigschwellige medizinische Hilfe und oftmals auch Clearing Beratung für nicht oder unzureichend krankenversicherte Menschen anbieten. Zwischen November 2023 und März 2025 seien durch die Teams der geförderten Projekte insgesamt 822 Personen beraten und/oder medizinisch behandelt worden. Ziel der sogenannten »Clearing-Beratung« sei es, Betroffenen Wege zurück in die reguläre Krankenversicherung zu eröffnen und damit eine langfristige medizinische Versorgung zu sichern. Gleichzeitig entlaste die Überführung in eine Krankenversicherung Ärztinnen und Ärzte, Krankenhäuser und Kommunen von unbezahlten Behandlungskosten. In den geförderten Projekten seien rund 360 Clearings durchgeführt worden, in rund 35 Prozent der Fälle sei der Krankenversicherungsschutz wiederhergestellt. Einige Projekte erreichten sogar Vermittlungsquoten von 50 Prozent.
Förderprogramm wird fortgesetzt
Die Ergebnisse zeigten, dass leicht zugängliche, vertrauensvolle Behandlungsangebote in Kombination mit fachkundiger Beratung stark nachgefragt werde. »Die geförderten Projekte haben vielen in prekären Situationen lebenden Menschen geholfen, die sonst möglicherweise keine angemessene Behandlung erhalten hätten. Deshalb haben wir das Förderprogramm fortgesetzt«, so Lucha.
-lbw-
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Konferenz
zur Zukunft
der digitalen Archivierung
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Schweiz – In Bern haben sich kürzlich Expertinnen und Experten über die Herausforderungen und neuen »Möglichkeiten der digtialen Archivierung« im Zeitalter von Datenökosystemen und KI ausgetauscht. Das Schweizerische Bundesarchiv (BAR) war am 24. und 25. März 2026 Gastgeber des »DLM Forum Member’s Meeting«. Die Konferenz brachte rund 120 Fachleute aus Archiven, Verwaltung, Forschung und Technologie zusammen und stand unter dem Titel »Building New Strategies for Digital Archives«.
Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland beleuchteten die neuen Herausforderungen für Archive im Hinblick auf die digitale Transformation, welche die Arbeit der Archive grundlegend verändere: Sie beeinflusse, wie Informationen entstehen, wie sie verwaltet und wie sie langfristig gesichert werden können. Im Zentrum standen dabei neue Möglichkeiten, die sich bei Zugang, Nutzung und Zusammenarbeit bieten würden. Professor Matthias Stürmer vom »Institut Public Sector Transformation« der Berner Fachhochschule sprach über die digitale Souveränität und betonte die Bedeutung von unabhängigen, in der Souveränität der Schweiz liegenden Datenökosystemen.
Zukunftsgerichtete Lösungen
Stefan Kwasnitza, stellvertretender Direktor des Schweizerischen Bundesarchivs und Direktor des »DLM Executive Committee«, beleuchtete in seinem Referat die Lösungen, welches das »BAR« bei der Archivierung von SAP-Datenbanken erarbeitet habe und machte auf den »Linked-Data-Service LINDAS« des Schweizer Bundesarchvis aufmerksam: »Linked Data sorgt dafür, dass Verwaltungsdaten eindeutig beschrieben, miteinander verknüpft und maschinenlesbar aufbereitet werden. Für eine digitale und KI-gestützte Verwaltung sind solche strukturierten Daten eine unabdingbare Grundlage«.
Das »DLM-Forum« ist ein europäischer Verbund von Archiven, Records-Management-Fachleuten und Organisationen aus der Welt des Informations- und Dokumenten-Lifecycle-Managements. Das Forum spiele eine zentrale Rolle bei der europaweiten Harmonisierung von Standards in der elektronischen Archivierung. Das Forum treffe sich zwei Mal jährlich zum »Member’s Meeting«.
-chbk-
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Verbot
politischer Werbung
im Rundfunk
soll aufgehoben werden
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Liechtenstein – Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat eine Abänderung des Mediengesetzes zur »Aufhebung des Verbots politischer Werbung im Rundfunk« beschlossen. Zusätzlich werde die Revision genutzt, um im Mediengesetz eine spezialgesetzliche Regelung für die Entschädigung der Medienkommission und der Ombudsstelle zu schaffen. Nach geltender Rechtslage sei politische Werbung im Rundfunk von Liechtenstein verboten, während sie in anderen Medien, wie Print- oder Onlinemedien, zulässig sei. Das Verbot politischer Werbung wurde bei der Schaffung des Mediengesetzes insbesondere mit dem Aspekt der vorhandenen Medienvielfalt begründet. Diese Argumentation sei angesichts der stark veränderten Medienlandschaft nicht mehr stichhaltig. Auch entspreche die aktuelle Rechtslage nicht dem Grundsatz der Technologie-Neutralität des Mediengesetzes. Mit der Gesetzesvorlage soll nun das Verbot politischer Werbung im Rundfunk aufgehoben werden.
-RdFL-
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Gezielte
Unterstützung
für »50plus«-Arbeitsuchende
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Vorarlberg – Die Vorarlberger Landesregierung hat unlängst die erneute Mitfinanzierung der Beschäftigungsinitiative »Arbeitsplatzcoaching 50plus« beschlossen. Fast 300 ältere Arbeitsuchende könnten dieses Beratungs- und Betreuungsangebot im Zeitraum März 2026 bis Februar 2027 nutzen. »Gerade älteren Menschen fällt es oft schwer, nochmals am Arbeitsmarkt Tritt zu fassen – insbesondere, wenn gewisse gesundheitliche Einschränkungen dazukommen. Wir wollen den Betroffenen neue Chancen und Perspektiven bieten und sie bei der beruflichen Integration gezielt unterstützen«, erklärte Vorarlbergs Wirtschaftslandesrat Marco Tittler.
Zielgruppe des »Arbeitsplatzcoachings« seien beim »Arbeitsmarktservice Vorarlberg« (AMS) vorgemerkte Personen im Alter ab 50 Jahren, die zum Teil gesundheitlich beeinträchtigt seien, aber arbeiten könnten und wollten. Durch gezielte Betreuung solle das Beschäftigungsverhältnis nachhaltig gesichert werden. Dabei werde individuelles Einzelcoaching durch Workshops ergänzt, die zur Informations- und Wissensvermittlung in den Themenfeldern »Gesundheit, Ernährung, Fitness«, »Bewerbung« sowie »Persönlichkeit und Sozialkompetenz« dienten.
Die Zuweisung der Teilnehmenden erfolge durch die AMS-Regionalstellen Bregenz, Dornbirn und Feldkirch. Die Dauer der Beratungs- und Betreuungsleistung belaufe sich auf maximal zwölf Monate. Die Gesamtkosten würden zu 80 Prozent vom AMS und zu 20 Prozent vom Land getragen.
-vlk-
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Internationaler
Tag des Wassers
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Tirol – Sauberes Trinkwasser aus der Leitung – das dürfte grundsätzlich als selbstverständlich erwartet werden. Doch diese »Selbstverständlichkeit« habe eine Grundlage: Eine leistungsfähige Infrastruktur in öffentlicher Hand, geschützte Ressourcen und ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser. Anlässlich des »Internationalen Tags des Wassers« richte sich der Blick deshalb nicht nur auf die hohe Qualität der Versorgung heute, sondern vor allem darauf, wie sie auch in Zukunft gesichert werden könne. »Der Internationale Tag des Wassers erinnert uns daran, wie wertvoll und zugleich verletzlich diese Ressource ist. Tirol hat beste Voraussetzungen – deshalb gilt es weiterhin, diese auch für kommende Generationen zu bewahren«, erklärte der zuständige Referent für die Tiroler Wasserwirtschaft Josef Geisler.
Trinkwasserversorgung im Überblick
Erfolge in vielen Regionen Österreichs die Trinkwasserversorgung über Brunnen aus dem Grundwasser, spielten Quellwässer in Tirol eine zentrale Rolle. »Rund 90 Prozent des Bedarfs an Trinkwasser und Nutzwasser werden aus Quellen gedeckt. Das ist ein großer Vorteil für Tirol, weil Quellwasser in der Regel von sehr hoher Qualität ist. Es entspringt in den Tiroler Bergen, nachdem es dort als Regen oder Schnee angefallen und in den Boden gesickert ist. Auf einem längeren Weg durch den Untergrund hat es einen natürlichen Reinigungsprozess durchlaufen und bleibt im Gebirge geschützt gespeichert, was vor allem auch in Trockenperioden im Hinblick auf die Versorgungssicherheit eine große Rolle spielt«, so Markus Federspiel, Tirols Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft.
Dieser im Österreichvergleich außergewöhnlich hohe Anteil an Quellwasser präge die Versorgungsstruktur in Tirol nachhaltig. Grundwasser aus Brunnen werde ergänzend dazu genutzt, während interkommunale Verbindungen die Stabilität der Versorgung zusätzlich stärke. Die Trinkwasserversorgung in Tirol sei derzeit praktisch flächendeckend auf einem sehr hohen Niveau abgesichert. Etwa 96 Prozent der Bevölkerung seien an ein öffentliches Trinkwassernetz angeschlossen. Die öffentliche Versorgung erfolge durch Gemeinden, Wassergenossenschaften und Wasserverbände. In dezentralen Lagen werde sie durch zahlreiche kleinere Einzelversorgungsanlagen ergänzt.
In den vergangenen 40 Jahren sei der Pro-Kopf-Verbrauch an Wasser deutlich gesunken – von rund 300 auf knapp 250 Liter pro Tag. Während nämlich der Gesamtbedarf an Wasser um rund 20 Prozent gestiegen sei, sei parallel die Bevölkerung im selben Zeitraum um mehr als 35 Prozent gewachsen. Insgesamt liege der jährliche Trinkwasserbedarf in Tirol derzeit bei rund 70,2 Millionen Kubikmetern, wobei touristisch geprägte Regionen einen besonders hohen Bedarf aufwiesen. Ein entscheidender Faktor für die hohe Qualität des Tiroler Trinkwassers sei der konsequente Schutz der Ressourcen durch Schutz-und Schongebiete.
Gerade im Hinblick auf Klimawandel, Bevölkerungsentwicklung und steigende Nutzungsansprüche gewinne der vorbeugende Ressourcenschutz neben vorausschauender Planung zunehmend an Bedeutung. Eine wichtige Rolle spiele dabei auch die interkommunale Zusammenarbeit, durch die sich Gemeinden gegenseitig unterstützen und so die stabile Trinkwasserversorgung über das eigene Gemeindegebiet hinaus stärkten. Die bestehende Trinkwasserversorgung in Tirol werde laufend ausgebaut, um auf zukünftige Anforderungen vorbereitet zu sein. Dazu zähle insbesondere der Aufbau zusätzlicher Standbeine für die Wasserversorgung, um die Ausfallsicherheit weiter zu erhöhen und flexibel auf Veränderungen reagieren zu können.
-lt-
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Luchs
kehrt zurück
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Südtirol/Schweiz – Das seit Februar 2026 laufende systematische landesweite »Fotofallen-Monitoring« mit über 200 Wildtierkameras liefere bereits jetzt wertvolle Daten über das Vorkommen und die Verbreitung verschiedenster Wildarten in Südtirol. Bereits im vergangenen Jahr hätten Wildtierkameras am Brenner und im oberen Vinschgau einzelne Tiere dokumentiert. Anfang März sei nun auch im Pustertal im Gemeindegebiet von Pfalzen eine klare fotografische Bestätigung des Luchses gelungen. »Die Aufnahmen bestätigen, wie wichtig ein systematisches Monitoring mit Fotofallen ist. Dieses Monitoring liefert uns verlässliche Daten und schafft eine sachliche Grundlage, um die Entwicklung verschiedener Wildarten in Südtirol genau zu verfolgen«, betonte Südtirols Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher. »Die aktuellen Nachweise zeigen, dass sich diese äußerst heimliche und seltene Wildart wieder in Südtirols Wäldern bewegt; das ist ein positives Signal für Biodiversität und ökologische Stabilität«, so Südtirols Landesforstdirektor Günther Unterthiner.
Auch in den angrenzenden Regionen mehrten sich die Hinweise. In Tirol seien im Vorjahr insgesamt sechs Luchsnachweise über Wildtierkameras registriert worden. In Graubünden werde der Bestand derzeit auf rund 15 bis 20 Tiere geschätzt; für das laufende Jahr seien dort aktive Wiederansiedlungen geplant, nachdem 2024 bei der Wolfsjagd versehentlich drei Luchse erlegt worden waren. Die Ausbreitung erfolge vor allem von der Schweiz aus Richtung Osten. Sei die Fotoqualität ausreichend, könnten Tiere anhand ihrer einzigartigen Fellzeichnung mit internationalen Datenbanken abgeglichen werden.
Der Eurasische Luchs gelte als die größte Katzenart Europas und lebe sehr zurückgezogen. Typisch seien die Pinselohren, der kurze Stummelschwanz und das gefleckte Fell, dessen Muster jedes Tier eindeutig kennzeichne. »Luchse bevorzugen strukturreiche, ruhige Waldlebensräume und sind vor allem dämmerungs- und nachtaktiv. Luchse haben ein riesiges Streifgebiet, das für ein männliches Tier – in der Fachsprache Kuder genannt – bis zu 40.000 Hektar groß sein kann. Als reine Fleischfresser jagen sie vor allem Rehe und andere mittelgroße Wildtiere. Im Unterschied zum Wolf oder Bär verursacht der Luchs seltener Schäden in der Tierhaltung, auch aufgrund seiner heimlichen Lebensweise«, erläuterte Dominik Trenkwalder vom Südtiroler Landesamt für Wildtiermanagement in der Landesabteilung Forstdienst.
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Lärmblitzer-
Pilotprojekt
wird ausgeweitet
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Salzburger Land – Das Land Salzburg möchte im »Kampf gegen Verkehrslärm durch technisch manipulierte Fahrzeuge« einen weiteren Schritt gehen: Die sogenannten »Lärmblitzer« sollen nun nicht mehr nur in der Landeshauptstadt, sondern auch in allen Bezirken getestet werden. Ziel sei es, möglichst viele Erkenntnisse zu gewinnen, um so den Weg für die rechtlichen Grundlagen eines österreichweiten Regelbetriebs zu ebnen.
Seit August 2025 kamen die »Lärmblitzer« testweise in der Landeshauptstadt zum Einsatz. Dabei seien bereits mehrere Fahrzeuge identifiziert worden, die in weiterer Folge auch angezeigt wurden. »Lärmterror hat in Salzburg keinen Platz. Deshalb weiten wir unser Pilotprojekt nun auf das gesamte Bundesland aus, um weitere Daten sammeln zu können. Die Erkenntnisse, die wir gewinnen, sollen den Weg für die rechtlichen Grundlagen eines Regelbetriebs ebnen«.
Lärmbelastung für Bevölkerung werde reduziert
Mit den »Lärmblitzern« solle in Zukunft die Lärmbelastung für die Bevölkerung nachhaltig reduziert werden. »Im Zuge der geplanten Ausweitung werden die Lärmblitzer nach Rücksprache mit der Polizei und den Bezirkshauptmannschaften an den neuralgischen Stellen in den Regionen eingesetzt, um möglichst effektiv zu sein«, so Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll.
-ls-
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Sanierungspass
bringe leistbares
und nachhaltiges Wohnen
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Steiermark – Für alle Sanierer und ihre neuen Sanierungsprojekte starte ab 1. Juni 2026 mit dem »Sanierungspass«-Steiermark (Thermische Sanierung mit Sanierungskonzept) eine neue Förderschiene. Der »Sanierungspass« führe die ehemaligen Förderschienen »Kleine Sanierung« und »Umfassende energetische Sanierung« in ein neues und flexibleres System zusammen. Statt wie bisher entweder eine oder mindestens drei Maßnahmen zeitgleich umsetzen zu müssen, biete das künftige System flexiblere Möglichkeiten, um ein in die Jahre gekommenes Gebäude Schritt für Schritt energieeffizienter zu machen.
Grundlage sei ein verbindlicher, individueller Sanierungsplan, der binnen einer bestimmten Zeit umgesetzt werde. Es könnten ein bis vier thermische Sanierungsmaßnahmen – beispielweise Dämmung der Außenwände oder der obersten Geschoßdecke, Tausch von Fenstern und Außentüren – gefördert werden, wobei der Fördersatz je nach Anzahl der Maßnahmen stufenweise von grundsätzlich zehn Prozent über 20 Prozent und 25 Prozent bis auf maximal 30 Prozent steige. Wer mehr umsetze, profitiere von höheren Förderungen. Um die Planungssicherheit zu erhöhen, werde auf ein zweistufiges Förderverfahren umgestellt und – wie bereits in anderen Förderschienen etabliert – mittels Förderticker über die verfügbaren Budgetmittel informiert. Voraussetzung sei, dass vor erfolgreicher Registrierung noch nicht mit der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen begonnen wurde.
»Mit dem Sanierungspass arbeiten wir weiter daran, leistbares, nachhaltiges und hochwertiges Wohnen im Bestand zu sichern, Energie zu sparen sowie Klima und Umwelt zu schonen. Eine echte Win- win-Situation, von der auch das heimische Handwerk und die Bauwirtschaft profitieren und wertvolle Arbeitsplätze gesichert werden«, so Steiermarks Wohnbaulandesrätin Simone Schmiedtbauer. Die neue Förderschiene unterstütze auch Steiermarks Landesrätin Claudia Holzer: »Thermische Sanierungen von Gebäuden gewinnen angesichts steigender Energiepreise und eines alternden Gebäudebestands zunehmend an Bedeutung. Neben der Reduktion von Heizkosten und Emissionen steht auch der Wohnkomfort im Mittelpunkt. Gut sanierte Gebäude bieten ein angenehmes Raumklima, weniger Zugluft und besseren Schutz vor Sommerhitze«.
Die Landesregierung Steiermark habe darüber hinaus die Sonderförderung »Steirischer Sanierungsbonus« beschlossen. In Anerkennung von bereits erfolgten Sanierungsmaßnahmen und zur Abfederung der finanziellen Belastungen in Folge ihrer Umsetzung werde damit nunmehr die Möglichkeit eingeräumt, nachträglich um eine Förderung anzusuchen. Diese Sonderförderung in Form eines 15 prozentigen Förderungsbeitrags stehe nach Maßgabe der vorgesehenen Mittel jenen offen, die vor dem 16. April 2025 förderungsfähige Sanierungsmaßnahmen beauftragt hatten und entsprechende Rechnungen mit Ausstellungsdatum bis längstens 31. Mai 2025 vorweisen können. Die Antragsmöglichkeit für »Steirischer Sanierungsbonus« starte am 1. April 2026 und ende – budgetabhängig – spätestens am 15. Mai 2026.
-lstm-
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Mehr
Verkehrssicherheit
durch Wildwarner
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Oberösterreich – Das Land Oberösterreich möchte einen weiteren wichtigen Schritt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit gehen: Kürzlich wurden in einigen Regionen akustische und optische Wildwarner installiert. Ziel dieser Maßnahme sei es, das Risiko von Wildunfällen nachhaltig zu reduzieren und sowohl Verkehrsteilnehmer als auch Wildtiere besser zu schützen. Die modernen Wildwarner reagierten auf herannahende Fahrzeuge und aktivierten durch Lichtreflexionen sowie hochfrequente Töne ein Warnsignal für Wildtiere. Dadurch sollen diese frühzeitig auf den Straßenverkehr aufmerksam gemacht und vom Queren der Fahrbahn abgehalten werden.
»Wildunfälle sind für Mensch und Tier eine große Belastung. Maßnahmen wie diese Wildwarnreflektoren helfen, das Risiko deutlich zu senken. Entscheidend ist dabei auch die gute Zusammenarbeit vor Ort«, so Herbert Sieghartsleitner, Landesjägermeister von Oberösterreich. Mit der Installation der Wildwarner werde ein weiterer Beitrag zur Prävention von Wildunfällen geleistet. Das Land Oberösterreich werde auch künftig gemeinsam mit regionalen Partnern an innovativen Lösungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit arbeiten.
-loö- Bild: am
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Alpen-Adria-Region
Europa-Konferenz
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Kärnten – Zur ersten Europakonferenz »Kärnten verbindet – Europas Brückenregion zwischen Alpen und Adria im geopolitischen Wandel« lud unlängst Kärntens Landeshauptmann und EU-Referent Peter Kaiser in das Landesarchiv ein. Gemeinsam mit Landesrat Daniel Feller und Landesrat Schuschnig sowie zahlreichen Vortragenden wurde die interregionale Zusammenarbeit zwischen Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Slowenien aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.
In seinen Begrüßungsworten machte Kaiser klar, dass gravierende Umbrüche die Welt erschüttern und dass autoritäre Regime Demokratien gefährden. Ferner hob er hervor, dass weltweit nur zwölf Prozent der Bevölkerung in liberalen Demokratien lebten. Es gäbe für Europa nur eine Chance: »Europa muss zu einem Machtfaktor werden, um das Balancegefühl innerhalb der Weltmächte ausgleichend wiederherzustellen und das auf Basis unserer Werte«. Dafür brauche es laut Kaiser geopolitisch ein starkes Europa, eine gemeinsam gelebte Außen- und Wirtschaftspolitik sowie eine europäische Sicherheitsstruktur ohne Abhängigkeiten der USA oder Nato. »Diese Sicherheitsarchitektur soll unsere Europäischen Werte verteidigen und das mit modernsten Sicherheitstechnologien«, erklärte Kaiser. Desweiteren forderte er Optimismus für die Zukunft ein und den Willen aktive Taten für ein starkes Europa zu setzen.
In den Diskussionsrunden betonte Kaiser die zentrale Rolle Kärntens in der Alpen-Adria Region. Ferner hob er die unzähligen Kooperationsformen hervor, die im Alpen-Adria Raum für interregionale Zusammenarbeit über Grenzen hinweg sorgten: Etwa die »Alpen-Adria-Allianz«, den »EVTZ Euregio Senza Confini – Ohne Grenzen«, die »Alpen-Adria-Rektorenkonferenz«, das »New Alps-Adriatic Network of Chambers« (NAAN) und auch andere öffentliche und private Akteure, die in diesem Raum über Grenzen hinweg kooperieren. Die vielen gemeinsamen Kooperationen machten laut Kaiser eines klar: »Dass wir Einheit in Vielfalt leben«. Auch das »Aufeinander-Zugehen über Grenzen hinweg« lasse sich so gut wie nie aus der Perspektive nationaler Hauptstädte verwirklichen, sondern werde auf regionaler Ebene initiiert und schließlich gelebt, so Kaiser.
Perspektiven für eine zukunftsorientierte Kärntner Nachbarschaftspolitik wurde ebenfalls aufgezeigt und diskutiert. Landesrat Daniel Fellner, der kürzlich die Präsidentschaft der »Euregio Senza Confini« – dem Zusammenschluss der Regionen Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Venetien – von Landeshauptmann Peter Kaiser übernommen hat, mache deutlich, dass Frieden angesichts der aktuellen Weltlage keine Selbstverständlichkeit sei. »Es braucht jede und jeden Einzelnen, der Verantwortung übernimmt und dazu beiträgt, die Welt im Kleinen wie im Großen ein Stück besser zu machen«, erläuterte Fellner. Das beginne im täglichen Miteinander, in der Art, wie wir miteinander sprechen, und setze sich in zentralen Fragen wie dem Umweltschutz fort.
Für Landesrat Sebastian Schuschnig komme es vor allem darauf an, den Mehrwert, den die Europäische Union für die Bevölkerung habe, stärker in die Köpfe der Menschen zu bekommen und damit die Akzeptanz der Europäischen Union zu steigern. Die »Europakonferenz« habe das enorme Potenzial grenzüberschreitender Kooperationen aufgezeigt. »Unser Bundesland Kärnten liegt in vielerlei Hinsicht strategisch günstig im Herzen Europas. Diese Chancen gilt es zu nutzen – beispielsweise in der Mobilität, im Tourismus oder auch im Bereich Wasserstoff. Wir wollen uns als attraktiver Standort für die Wasserstoffwirtschaft und als potenzieller Schnittpunkt zwischen Süd- und Mitteleuropa positionieren. Dabei setzen wir sehr stark auf die Vernetzung mit unseren Nachbarn, um die neu entstehenden Wertschöpfungsachsen als strategischer Partner optimal nutzen zu können«, so Schuschnig. Im Rahmen des »4. Wasserstoffgipfels« Anfang März hatte Schuschnig deshalb auch gemeinsam mit dem slowenischen Mitinitiator des »North AdriaticHydrogen Valley« ein »Memorandum of Cooperation« unterzeichnet.
Ferner hielt Bundesminister a. D., Gen.Maj. i. R. Thomas Starlinger zum Thema »Europa in einem veränderten geopolitischen Kontext« ein Rede. Hauptbotschaft Starlingers war, dass angesichts der aktuell weltweiten Krisen und Kriegen diese Herausforderungen nur durch gemeinsame Zusammenarbeit besser bewältigt werden könnten. In seinem Vortrag beleuchtete Starlinger u.a. die Wirtschaftsmacht China, die Auswirkungen des Irankriegs am internationalen Wirtschafts- und Energiemarkts oder auch die weltweiten Auswirkungen der KI-Technologie. Laut Starlinger wären es gerade regionale Initiativen, welche die lokale Bevölkerung wieder näher an die Europäische Union bringen würden.
Den »Alpen-Adria-Raum« als einen der dynamischsten und strategisch wichtigsten Wirtschaftskorridore Europas beleuchtete Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) in einer weiteren Vortragsrunde. So würden Lokale Unternehmen von der besseren Anbindung an Nord- und Südeuropa und der zentralen Lage im EU-Verkehrsnetz ebenso profitieren wie von neuen Export- und Beschaffungsmärkten, zusätzlichen Ansiedelungsimpulsen und von krisenfesteren Lieferketten und der damit verbundenen strategische Resilienz.
Der Vorstand der »(E-Control), Alfons Haber hob die Bedeutung der Grenzüberschreitenden Leitungskapazitäten hervor: Um das gesamte Energiesystem mit möglichst geringen Kosten effizient betreiben und weiterentwickeln zu können, braucht es eine nationale und internationale Koordination beim Netzausbau, der Projektentwicklung und der Digitalisierung. Wie das grenzüberschreitende Rettungswesen und der Katastrophenschutz funktioniere verdeutlichten Bernhard Pichler-Koban, Landesreferent-Stellvertreter Bergrettung Kärnten, Thomas Jank, Geschäftsführer ARA Flugrettung sowie Rudolf Robin, Landes-Feuerwehrkommandant Kärnten. Den Schlußsatz der Tagung fasste Landeshauptmann Peter Kaiser prägnant zusammen: »Unsere größte Aufgabe in der Politik lautet: Wir brauchen mehr Europa«.
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Über
zwei Millionen Portionen
mit »Essen auf Rädern« verteilt
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Niederösterreich – Die Aktion »Essen auf Rädern« sei bei älteren, kranken oder pflegebedürftigen Personen in Niederösterreich sehr beliebt. So seien im vergangenen Jahr insgesamt 2.664.431 Portionen in Hauszustellung verteilt worden. Das Land Niederösterreich gab dafür eine Fördersumme von über 1,84 Millionen Euro aus. »Essen auf Rädern wird täglich direkt zur Haustüre gebracht. Es ist somit ein beliebter und bequemer Service für all jene, die nicht oder nicht mehr selbst kochen können, aber auch nicht auf hochwertige und warme Mahlzeiten verzichten wollen. So wird für viele Personen der Alltag erleichtert«, erklärte die Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.
»Essen auf Rädern« werde von 136 Gemeinden und von 121 anderen Rechtsträgern – wie dem NÖ-Hilfswerk, der NÖ-Volkshilfe, dem Roten Kreuz, den Pfarreien und vielen weiteren durchgeführt. Das Menüangebot variiere je nach Anbieter, meist gebe es die Wahl zwischen Normalkost, Schonkost, Diabetikerkost und fleischloser Kost. »Wir freuen uns, dass Essen auf Rädern in unserem Bundesland umfassend angeboten wird und wir den Bedarf somit decken können«, so Teschl-Hofmeister.
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Lebensende
mit Würde
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Burgenland – Burgenlands Landesrat Leonhard Schneemann eröffnete kürzlich in der »Klinik Oberwart« die Podiumsdiskussion zum Thema »Forum Palliativ«: »Es geht um Würde am Lebensende, und darum, wie wir Menschen bestmöglich begleiten und unterstützen können«. Für den Landesrat bewegten sich die Menschen in einem sensiblen Dreieck, zwischen Selbstbestimmung, Schutz und Fürsorge. Auf der einen Seite stehe der nachvollziehbare Wunsch vieler Menschen, über das eigene Lebensende selbst entscheiden zu können. Besonders dann, wenn schweres Leiden, Krankheit oder Verlust an Autonomie das Leben prägen. Auf der anderen Seite stehe die gemeinsame Verantwortung, Menschen in verletzlichen Situationen zu schützen. »Es geht um Würde am Lebensende, und darum, wie wir Menschen bestmöglich begleiten und unterstützen können«, so der Landesrat.
In Österreich gebe es einen klar geregelten Weg. Durch das »Sterbeverfügungsgesetz« gebe es klare Voraussetzungen, mehrere Gespräche sowie Wartefristen und die verpflichtende Aufklärung über Alternativen. »Das ist entscheidend, denn echte Selbstbestimmung gibt es nur dort, wo Menschen wissen, welche Möglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen. Wo sie Zugang zu guter medizinischer Versorgung bekommen und nicht zwischen Leiden und Tod wählen müssen, sondern zwischen mehreren Wegen«, erklärte Schneemann.
Hospiz und Palliativ
Das Burgenland setze auf zwei Säulen, zum einen gebe es die »Hospizbegleitung«: Die »Sterbebegleitung«, überwiegend getragen von Ehrenamtlichen. Ferner die »Palliativversorgung« mit der Erhaltung und Verbesserung von Lebensqualität bis zum Tod, nicht Lebensverlängerung. »Beides gehört zusammen und bildet ein Netz, das Menschen am Lebensende auffängt. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass rund 35 Prozent der Burgenländischen Bevölkerung zu Hause stirbt, deutlich mehr als in anderen Bundesländern«, erläuterte Schneemann.
Die »mobile Palliativversorgung« werde seit 2021 über »Soziale Dienste Burgenland GmbH« gebündelt. Die Teams betreuten Menschen in ihren eigenen vier Wänden und begleiteten Angehörige intensiv. Die »Hospizversorgung« werde von den Teams des Roten Kreuzes, der Diakonie und Sozialen Dienste Burgenland getragen. Nun erfolge die Koordination hauptamtlich – Ehrenamtliche arbeiteten weiter in der Begleitung, doch die Organisation sei professionell gesichert. Mit dem »stationären Hospiz« in Oberpullendorf setze das Land einen historischen Meilenstein: Die Fertigstellung sei für Ende 2026 geplant, dann sollen dort zehn Betten zur Verfügung stehen. Es sollen Synergien mit Pflegeheim und Klinik entstehen, ferner sei es ein »Ort der Geborgenheit«, verbunden mit professioneller Betreuung vorgesehen.
Ausbau mobiler Hospizangebote in allen sieben Bezirken
Parallel laufe der Ausbau »mobiler Hospizangebote« in allen sieben Bezirken Burgenlands. Ferner werde durch das Projekt »Hospizkultur und Palliative Care« in Pflegeheimen Qualität in die Einrichtungen gebracht und die Palliativkompetenz flächendeckend in der Pflege verankert. Für Burgenlands Soziallandesrat Leonhard Schneemann sei klar: »Niemand darf sich für den Tod entscheiden, weil Alternativen fehlen. Unsere Aufgabe als Landesregierung ist der ständige Ausbau von Palliativ- und Hospizangeboten, die Unterstützung und Entlastung von Angehörigen sowie die Sicherstellung von qualifizierten, niederschwelligen Angeboten«.
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Starkbierfest
im Bräustüberl
Tegernsee
2026
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»Bruder Barnabas«, alias Nico Schifferer, bei seinem Fastenpredigtauftritt
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Region Bayern – Bereits zum »15. Starkbierfest mit Fastenpredigt im Bräustüberl Tegernsee« konnte das Wirtepaar Caterina und Peter Hubert im vollbesetzten Bräustüberl wieder zahlreiche Ehrengäste im oberbayerischen Traditionsgasthaus begrüßen, darunter unter anderem Hausherrin IKH Anna in Bayern nebst Ehemann Andreas Baron von Maltzan; BRK-Landesarzt Dr. med. Florian Meier; Stephan Fischbacher, Dekan-Stellvertreter des Dekanats Miesbach, Horst und Gerhild Teltschik; Jens Zangenfeind, neu gewählter Landrat des Landkreises Miesbach mit Ehefrau Alexia, Ex-Landrat, Olaf von Löwis of Menar nebst Gattin Sibylle; Johannes Hagn, Bürgermeister der Stadt Tegernsee; Alfons Besel, Bürgermeister der Gemeinde Gmund; Georg von Preysing, Altbürgermeister der Gemeinde Gmund; Robert Kühn, Bürgermeister der Gemeinde Bad Wiessee; Christoph Schmid, Bürgermeister der Marktgemeinde Holzkirchen; Christian Köck, Ex-Bürgermeister der Gemeinde Rottach-Egern sowie Stefan Scheider, Journalist und Moderator des Bayerischen Fernsehens; Dr. Beate Merk, Staatsministerin a.D.; Peter Schlickenrieder, ehemaliger Skilangläufer; die Schlagersänger Patrick Lindner und Beni Hafner – um wirklich nur einge zu nennen. Ganz im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das kräftige »Tegernseer Quirinus Dunkelbier« und die Fastenpredigt von Bruder Barnabas, alias Nico Schifferer. … weiterlesen
-am- Bild: am
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Neues Portal
zum Arbeits- und
Gesundheitsschutz
an Schulen
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Baden-Württemberg – Das neue Internetportal »Arbeits- und Gesundheitsschutz an Schulen« möchte wertvolle Unterstützung bei der Umsetzung des Arbeitsschutzes an Schulen bieten. Lehrerinnen und Lehrer sollen darin bestärkt werden, ihren Unterricht nicht nur qualitätsorientiert, sondern auch sicher zu gestalten. Experimenteller und fachpraktischer Unterricht biete spannende Lernmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler. Um einen sicheren Unterricht zu gewährleisten, sei ein hohes Maß an fachlichen, methodisch-didaktischen und organisatorischen Vorüberlegungen notwendig. Um Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Lehrkräfte bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung von schulischen Aktivitäten sowie praxisorientiertem Unterricht zu unterstützen, habe das baden-württembergische Ministerium für Kultus, Jugend und Sport eine Zusammenstellung wichtiger Informationen kompakt auf einem Internetportal zusammengestellt.
Die Website biete umfassende Informationen, praktische Handlungshilfen, Muster-Materialien, Broschüren und Checklisten zu verschiedenen Aspekten des Gesundheitsschutzes. Es soll Schulleitungen und Lehrkräften ermöglichen, ihre Aufgaben im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes noch besser wahrzunehmen und die entsprechenden Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz umzusetzen, um so die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten zu gewährleisten.
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Kulturgüter-
vereinbarung
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Schweiz – Die »Vereinbarung über den internationalen Kulturgütertransfer« zwischen der Côte d’Ivoire (ehemalige Elfenbeinküste) und der Schweiz ist in Kraft getreten. Damit verbessere sich der Schutz von Kulturgütern, die aus der Zeit vor 1500 n.Chr. stammten und besonders stark von Plünderungen betroffen waren. Das Abkommen war im Juni letzten Jahres von Schweizer Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider und der ivorischen Kulturministerin Françoise Remarck unterzeichnet worden.
Mit dem Inkrafttreten der Vereinbarung über den internationalen Kulturgütertransfer besitzen die Schweiz und Côte d’Ivoire nun ein gemeinsames Regelwerk über die Einfuhr und Durchfuhr von Kulturgütern, die von wesentlicher Bedeutung für das kulturelle Erbe der beiden Staaten seien. Die Vereinbarung stärke ferner die Kooperation zwischen den beiden Staaten in ihrem Bestreben, den illegalen Handel mit Kulturgütern zu bekämpfen. Gegenstand der Vereinbarung seien archäologische Funde von der Vorgeschichte bis 1500 n.Chr. Das Abkommen regele, unter welchen Voraussetzungen die Einfuhr solcher Kulturgüter in einen der beiden Vertragsstaaten als rechtskonform gelte. Bei einer direkten Einfuhr oder Durchfuhr von Kulturgütern aus Côte d’Ivoire, müsse dem Schweizer Zoll nachgewiesen werden, dass die ivorischen Ausfuhrbestimmungen eingehalten wurden. Weiter definiere das Abkommen die Modalitäten der Rückführung von Kulturgütern, die rechtswidrig eingeführt worden sind.
Der weltweite Handel mit Kulturgütern habe sich in den letzten Jahrzehnten vervielfacht. Zugenommen habe nicht nur der legale Kunsthandel, sondern auch der illegale Kulturgütertransfer, der dem Kulturerbe schwere und oft irreversible Schäden zufüge. Zur Wahrung kultur- und aussenpolitischer Interessen und zur Sicherung des kulturellen Erbes könne der Schweizer Bundesrat mit Staaten, welche die UNESCO Konvention 1970 ratifiziert haben, Staatsverträge (bilaterale Vereinbarungen) über die Einfuhr und die Rückführung von Kulturgut abschliessen. Die Schweiz habe solche Abkommen bereits mit Italien, Griechenland, Kolumbien, China, Ägypten, Zypern, Peru, Mexico, Türkiye und Bolivien abgeschlossen.
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Mensa-
Jahrestreffen
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Deutschland – Für das bundesweite Jahrestreffen von »Mensa in Deutschland« e.V., dem Verein für Hochbegabte, fiel die Wahl für dieses Jahr auf München. Vom 08. bis 12. April 2026 werden über 1.650 Mensa-Mitglieder und Gäste aus ganz Deutschland und den Nachbarländern in der Bayernmetropole erwartet. Das Jahrestreffen gilt als die europaweit größte Veranstaltung in den bisher 80 Jahren des weltweit vertretenen Hochbegabtenvereins. Auch interessierte Bürger und Bürgerinnen seien im Novotel Munich City Center willkommen.
Auf dem Veranstaltungsprogramm sollen zahlreiche Vorträge stehen, viele davon aus dem Themenbereich Neurodiversität, Besuche von Firmen und Forschungseinrichtungen – wie »ESO Supernova« in Garching. Im Mittelpunkt des Jahrestreffens sollen Austausch, Inspiration und Gemeinschaft stehen. Für hochbegabte Kinder und Jugendliche gebe es spezielle Programmangebote. »Das Jahrestreffen ist für viele Mitglieder ein ganz besonderes Highlight im Kalender – hier erleben wir, wie bereichernd der Austausch unter Gleichgesinnten sein kann. München ist ein wunderbarer Ort für diese Veranstaltung und wir freuen uns über so viele Gäste«, erkärte Ulrike Dürnfeld, Leiterin des Mensa-Organisationsteams. Die Veranstaltung sei im Rahmen der Kongressinitiative für die Bayerische Tourismuswirtschaft gefördert worden. Dürnfeld: »Dass unsere Tagung von der Kongressinitiative unterstützt wird, ist ein wichtiges Signal für die Akzeptanz und Förderung von Hochbegabung in der bayerischen Gesellschaft und Kultur. Besonders freut uns, dass damit auch das große ehrenamtliche Engagement gewürdigt wird, mit dem wir diese Veranstaltung auf die Beine gestellt haben«.
Pünktlich zum Jahrestreffen in München werde »Mensa in Deutschland« auch erstmals die Marke von 20.000 Mitgliedern überschreiten. Dabei könnten es noch viel mehr sein. Denn lediglich zwei Prozent der Bevölkerung und damit rund 1,7 Millionen Menschen in Deutschland erfüllten die Beitrittsbedingung zum Verein, nämlich 130 oder mehr Punkte bei einem standardisierten IQ-Test zu erreichen. Weitere Informationen: www.mensa.de
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