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Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus
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KW 19 – 2026
04. – 10.05.2026
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Deutscher
Computerspielpreis
2026
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Bayern – Nach einer eindrucksvollen Verleihung des »Deutschen Computerspielpreises« (DCP) am 29. April 2026 in der bayerischen Landeshauptstadt werde der wichtigste Preis der deutschen »Games-Branche« künftig im festen Wechsel zwischen München und Berlin stattfinden. Das verkündete Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring beim Staatsempfang zum DCP in München und erklärte: »Die diesjährige Gala in München war ein gewaltiges Hochfest der nationalen Games-Szene. Mit einer hochkarätigen Inszenierung und großer Strahlkraft haben wir Deutschlands kreativen Pixelpionieren in München eine tolle Bühne geboten«. Bislang wurde der Austragungsort des »Deutschen Computerspielpreises« im Rahmen eines bundesweiten Interessenbekundungsverfahrens vergeben, an dem sich alle Bundesländer beteiligen konnten.
»In Bayern verstehen wir Games sowohl als Kulturgut wie auch als milliardenschweren Wachstumsmarkt und strategisch bedeutenden Zukunftszweig. Umso mehr freut es mich, dass wir mit einem fulminanten »DCP dahoam« eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben, welches Potenzial in der nationalen Games-Branche sowie in unserem Standort steckt. Die Entscheidung, den Deutschen Computerspielpreis künftig im festen Wechsel zwischen München und Berlin auszurichten, ist eine tolle Botschaft für den Digitalstandort Bayern. Das unterstreicht die herausragende Rolle Bayerns als Deutschlands Heimat für Games, E-Sport und XR. Dass der DCP bereits 2028 an die Isar zurückkehrt, zeigt: Unsere engagierte Digitalpolitik trägt Früchte. Unser Ziel bleibt dabei klar: Wir wollen zur internationalen Spitze aufschließen und Bayern gezielt zu einem führenden Standort im Herzen Europas entwickeln«, so Mehring.
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Bundestechnologieministerin Dorothee Bär bei der Preisverleihung
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Auch Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat an der Verleihung des »Deutschen Computerspielpreises 2026« im Herkulessaal der Residenz München teilgenommen und als Laudator eine der Trophäen übergeben. »Der deutsche Gaming-Oscar in Bayern! Ich habe beim Deutschen Computerspielpreis die Auszeichnung in der Kategorie »Beste Innovation & Technologie« im Beisein von Bundestechnologieministerin Dorothee Bär verliehen. Herzlichen Glückwunsch an den Gewinner »Ubisoft«. Die Games-Branche ist ein idealer Partner für Hightech und Innovationen. Sie ist kreativ und ein Motor für neue Ideen und Entwicklungen. Mittlerweile ist die Branche auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor mit rasant wachsendem Markt. Das alles passt zum Freistaat als führendem Innovationsstandort. Wir sind Nummer 1 bei Startups, haben die zwei besten Universitäten in der EU und investieren mit der Hightech Agenda sieben Milliarden Euro in Zukunftstechnologien wie KI. Wir wollen, dass künftige Innovationen und Entwicklungen weiter bei uns stattfinden. Darum haben wir die Games-Förderung verdoppelt, kämpfen im Bund für steuerliche Förderung – auch für die Games-Branche und stärken die Startup-Förderung. Ein starkes Signal in die Gaming-Szene weltweit. Da passt es, dass der Deutsche Computerspielpreis künftig regelmäßig auch in München stattfinden wird«, so Söder.
-bstmd/bsr- Bild: bsr
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Ideen
gegen Einsamkeit
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Baden-Württemberg – Einsamkeit ist oft unsichtbar, aber sie betreffe viele Menschen. Baden-Württembergs Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration setze deshalb ein Zeichen: 35 Projekte aus Baden-Württemberg sollen mit insgesamt 875.000 Euro unterstützt werden, um Menschen wieder stärker miteinander zu verbinden. Minister Manne Lucha prämierte die Sieger des landesweiten Ideenwettbewerbs gegen Einsamkeit am 28. April 2026, in Stuttgart. »Einsamkeit darf kein Tabuthema sein. Wer sich zurückzieht, braucht Mitmenschen, die hinschauen, aufeinander zugehen und einen nicht im Stich lassen. Die ausgezeichneten Projektideen zeigen: Es gibt bei uns im Land viele gute Ideen, um vor Ort Gemeinschaft zu stärken«, so Lucha. Dies geschehe kreativ, nah an den Menschen und mit viel Engagement und Herzblut.
Große Resonanz: 323 Bewerbungen
Der landesweite Ideenwettbewerb sei auf überwältigende Resonanz gestoßen. Insgesamt seien 323 Bewerbungen eingegangen. Gemeinnützige Organisationen und Initiativen sowie Kommunen und Vereine aus ganz Baden-Württemberg hätten sich mit vielfältigen Ansätzen beteiligt, um dem Problem Einsamkeit zu begegnen. Eine 16-köpfige Fachjury wählte daraus 35 Projekte aus, die besonders innovative und wirksame Strategien biete möchten. Sie sollen Preisgelder zwischen rund 4.000 und 30.000 Euro erhalten.
Einsamkeit betreffe ganze Breite der Gesellschaft und alle Generationen
Grundlage des Ideenwettbewerbs sei die erste Landesstudie »Einsamkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt – Baden-Württemberg« gewesen, die im November 2025 veröffentlicht wurde. Sie zeige: Rund 30 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg fühlten sich einsam, etwa acht Prozent davon sogar besonders stark. Einsamkeit betreffe dabei nicht nur ältere Menschen. Betroffen seien auch junge Menschen, Eltern in besonderen Lebenslagen, Personen mit chronischen Erkrankungen, Menschen mit Behinderungen sowie Menschen mit Migrationsgeschichte.
»Einsamkeit kann jede und jeden treffen, unabhängig vom Alter oder der Lebenssituation. Umso wichtiger sind passgenau Angebote, die Menschen wieder zusammenzubringen«, erklärte Lucha. Die prämierten innovativen und vielfältigen Ansätze reichten von Begegnungsformaten im Quartier über digitale Vernetzungsangebote bis hin zu kreativen und sportlichen Aktivitäten. Viele setzten bewusst niedrigschwellige Zugänge, um auch schwer erreichbare Gruppen einzubinden.
-lbw-
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Ermittlungen
in Sachen
Suchmaschinenwerbung
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Schweiz – Die Schweizer Wettbewerbskommission (WEKO) habe kürzlich zwei Untersuchungen im Bereich der »Suchmaschinenwerbung« eröffnet. Die erste Untersuchung betreffe Werbung in der Reisebranche, die zweite Werbung für Online-Casinos. Um sich von ihren Mitbewerbern abzuheben, können Unternehmen für die Suchmaschinenwerbung bei den Betreibern von Suchmaschinen auf Schlüsselwörter bieten – sogenannte »keyword-bidding«. Durch solche Gebote auf Schlüsselwörter könnten Unternehmen die Sichtbarkeit ihres Angebots erhöhen, indem sie Nutzerinnen und Nutzern von Suchmaschinen bei relevanten Suchanfragen ihre Inserate anzeigen lassen.
Gemäss Informationen aus mehreren bei der WEKO eingereichten Selbstanzeigen sollen sich einerseits mehrere Unternehmen aus der Reisebranche und andererseits mehrere Online-Casinos untereinander darauf geeinigt haben, sich bei den wichtigsten Suchmaschinen nicht gegenseitig Konkurrenz zu bieten. Konkret sollen sie darauf verzichtet haben, Gebote auf Schlüsselwörter abzugeben, welche die Marken ihrer Konkurrenten betrafen. Dieses Verhalten könnte eine »unzulässige Abrede« mit wettbewerbsbeeinträchtigender und für Konsumentinnen und Konsumenten nachteiliger Wirkung darstellen. Durch den gegenseitigen Verzicht auf Gebote könnten die Suchergebnisse so beeinflusst worden sein, dass der Vergleich zwischen verschiedenen Anbietern erschwert werde. Die erste Untersuchung richte sich gegen drei Unternehmen, die in der Schweiz Pauschalreisen anbieten. Die zweite Untersuchung betreffe nahezu sämtliche Schweizer »Online-Casinos«.
-chbk-
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450 Gäste
diskutierten
über die Zukunft
der Finanzbranche
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Liechtenstein – Das »Finance Forum Liechtenstein« habe kürzlich erneut mehr als 450 Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger versammelt, um zentrale Themen für die Finanzbranche zu diskutieren. Nach der Begrüssung durch Liechtensteins Regierungschefin Brigitte Haas sprachen unter anderem Privatbankier Patrick Odier, Börsenexperte Jens Korte, der ehemalige deutsche Finanzminister Christian Lindner sowie Vertreter des Finanzplatzes Liechtenstein über die Zukunft des Finanzplatzes. Das diesjährige Forum unter dem Motto »Stabilität sichern – Wandel gestalten« widmete sich den Erfolgsfaktoren in unsicheren Zeiten.
Stabilität und Sicherheit in unsicheren Zeiten
In ihrer Begrüssungsansprache betonte Regierungschefin Brigitte Haas die Bedeutung von Stabilität und Kontinuität in unsicheren Zeiten und zeigte sich überzeugt, dass der Finanzplatz Liechtenstein weiterhin eine wichtige Rolle spielen werde. Anschliessend ordnete Börsenspezialist Jens Korte die aktuelle Lage an den internationalen Finanzmärkten ein und zeigte relevante Entwicklungen für Investoren auf. Korte berichte seit über 25 Jahren für zahlreiche Medien von der Wall Street in New York. Darauf aufbauend diskutierten Neue-Bank-CEO Roman Pfranger und First-Advisory-Partnerin Angelika Moosleithner aktuelle Entwicklungen und Wachstumsperspektiven für die Finanzbranche in Liechtenstein. Die beiden Diskussionsteilnehmer seien bestens bekannt am Finanzplatz Liechtenstein: Pfranger ist Vorstandsmitglied des Liechtensteinischen Bankenverbands, Moosleithner war von 2015 bis 2024 Präsidentin der Liechtensteinischen Treuhandkammer.
Einen strategischen Blick auf den Wandel der Finanzbranche warf Patrick Odier. Der Aufsichtsratspräsident von »Lombard Odier« zeigte auf, wie die Finanzplätze Schweiz und Liechtenstein führend bleiben könnten, wenn sie weiter auf ein Gleichgewicht aus Innovation und Regulierung setzten. Odier ist Präsident der Organisation »Swiss Sustainable Finance« und war von 2009 bis 2016 Vorsitzender der Schweizerischen Bankiervereinigung.
Faktor Mensch im Fokus
Bei der Veranstaltung rückte ferner der »Faktor Mensch« in den Fokus: Georgine Roesle zeigte auf, wie sich Finanzinstitute im Wettbewerb um Talente erfolgreich behaupten könnten. Sie ist Executive-Search-Beraterin bei Egon Zehnder und berät Finanz- und Technologiefirmen bei der Suche nach geeigneten Führungskräften. Der ehemalige Schweizer Armeechef Thomas Süssli sprach über Führung in Krisenzeiten und unterstrich die Bedeutung von Klarheit und Entscheidungsstärke. Süssli war vor seiner Militärkarriere unter anderem Mitinhaber eines Finanzsoftware-Herstellers und übernahm leitende Positionen bei UBS, Credit Suisse und Vontobel in Europa, Asien und den USA.
Desweiteren wagte der ehemalige deutsche Finanzminister Christian Lindner einen geopolitischen Ausblick und erläuterte die wirtschaftlichen Auswirkungen. Er beleuchtete die Rolle Europas im globalen Umfeld und skizzierte die zukünftigen Chancen und Herausforderungen. Lindner zeigte sich überzeugt, dass ein geeintes und souveränes Auftreten Europas zum Vorteil der Finanzplätze Liechtenstein und Schweiz wäre.
Zentraler Treffpunkt für Finanzbranche
Das »Finance Forum Liechtenstein« werde von der Regierung des Fürstentums Liechtenstein getragen und von den wichtigsten Finanzverbänden des Landes sowie Partnern aus der Privatwirtschaft unterstützt. Im Vorfeld der Tagung konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedene Side-Events und Workshops besuchen, um mehr über aktuelle Themen wie Blockchain, Geopolitik, Künstliche Intelligenz und Regulierung zu erfahen. Weitere Infos: www.finance-forum.li
-RdFL-
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Schutz und Hilfe
Partnerschaft
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Vorarlberg – Im Rahmen einer »Schutz und Hilfe-Partnerschaft« unterstütze das Land Vorarlberg das Österreichische Bundesheer bei der Beschaffung von Mehrzweckgerätschaften, sogenannten »Dual-use«-Geräten. Kürzlich seien rund 70.000 Euro für diverse Zusatzausstattungen zu einem bereits im Jahr 2024 angekauften Kompaktbagger genehmigt worden, informierte Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner und betonte: »Das Bundesheer ist ein unverzichtbarer Partner, wenn es um die Sicherheit der Bevölkerung und den Katastrophenschutz geht. Die Zusammenarbeit stärkt unsere Resilienz und gewährleistet, dass wir im Katastrophenfall schnell und effektiv handeln können. Ziel der Schutz und Hilfe-Partnerschaft sei es, die Zusammenarbeit zwischen dem Land und dem Bundesheer zu stärken.
Ein Bestandteil sei die Beschaffung von Geräten, die sowohl im Katastrophenfall als auch für militärische Zwecke genutzt werden und vom Land leihweise an das Bundesheer übergeben werden. Dazu gehöre beispielsweise ein Kompaktraupen-Bagger, für den nun ein Multigreifer und ein Abbruchhammer als Zusatzausstattung angeschafft wurden. »Diese Investitionen stellen sicher, dass das Bundesheer auch in Zukunft in der Lage ist, im Ernstfall rasch und wirksam zu reagieren und dabei die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten«, so Wallner. Synergien zwischen zivilen und militärischen Einsatzmöglichkeiten würden dabei für Kosteneffizienz sorgen und die Effektivität erhöhen.
-vlk-
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Sommer-
fahrverbote
für den
»Ausweichverkehr«
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Tirol – Die Sommersaison steht vor der Tür – damit beginne die nächste »Reisezeit«. Die seit 2019 verhängten Fahrverbote für den »Ausweichverkehr« auf dem niederrangigen Straßennetz in Tirol begann heuer am 1. Mai 2026 und würden bis inklusive 1. November 2026 gelten. Ausgewählte und für die Aufrechterhaltung der Verkehrs- und Versorgungssicherheit in den Tiroler Gemeinden relevante Abschnitte auf Landes- und Gemeindestraßen seien dann jeweils an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen sowie an bestimmten Fenstertagen von 7:00 bis 19:00 Uhr für den Ausweichverkehr gesperrt.
Die Basis für die Fahrverbote bildeten Erfahrungswerte aus den Vorjahren – dementsprechend gebe es heuer weitere Neuerungen. Konkret betreffe dies Kufstein mit einer Erweiterung der Fahrverbote. »Wir schützen die Gemeinden entlang viel befahrener Reiserouten und verbannen den Durchzugsverkehr auf die Hauptverkehrswege. Bei den Fahrverboten für den Ausweichverkehr geht es um eine Verkehrslenkung, um gegen die große Verkehrsbelastung der durchziehenden Fahrzeuge anzukämpfen. Dabei werden die Verkehrsströme in ganz Tirol genau analysiert, sodass Umweg- und Ausweichverkehr bestmöglich eingedämmt werden kann. Kaum eine andere europäische Region fasst so starke Maßnahmen, um die Anrainergemeinden zu schützen und mittlerweile machen uns das auch andere Regionen nach«, erklärte Tirols Landeshauptmann Anton Mattle.
Neuerungen im Bezirk Kufstein
Neu hinzu kommen würden heuer erweiterte Maßnahmen im Bezirk Kufstein: Zusätzlich zu den bisherigen »Sommerfahrverboten« gelte nun auch auf der Wildbichler Straße in Fahrtrichtung Ebbs sowie auf den Gemeindestraßen in Walchsee ein Fahrverbot. »Die Situation an besonders verkehrsreichen Tagen in diesen Bereichen hat sich in den letzten Jahren verschärft. Mit den erweiterten Fahrverboten reagieren wir auf die Bedürfnisse der betroffenen Gemeinden und sichern die Verkehrs- und Versorgungssicherheit«, erläuterte Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel.
Neben der Kontrolle der Fahrverbote durch die Polizei sollen auch heuer wieder vom Land Tirol bestellte Sicherheitsorgane zum Einsatz kommen. »Mobilität ist ein Grundbedürfnis, der viele Verkehr aber auch eine große Herausforderung für die betroffene Bevölkerung. Der Durchzugsverkehr belastet die Menschen, die Umwelt und die Infrastruktur in Tirol über die Maßen. Die umfangreichen Fahrverbote sind ein ganz wesentlicher Teil unserer Verkehrsmaßnahmen. Die Fahrverbote für transitierende Pkw in den Hauptreisezeiten sind notwendig, um die Flüssigkeit des Verkehrs und damit die öffentliche Sicherheit und Versorgung aufrechtzuerhalten. Wir erwarten uns von den Navigationssoftwareanbietern nach der gesetzlichen Änderung auf Bundesebene, diese Fahrverbote auch entsprechend einzupflegen. Dadurch sollen Reiseplanung und die Anreise mit Rücksicht auf die Anrainergemeinden erfolgen«, so Zumtobel.
-lt-
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Erhaltung
bedrohter
Nutztiere
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Südtirol – Mit Geldern der EU, des Staates und des Landes Südtirol sollen eine Reihe von Maßnahmen unterstützt werden, die das Ziel hätten, den ländlichen Raum in Südtirol aufzuwerten und die Versorgungsfunktion und Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft zu sichern. »Unter den verschiedenen Fördermaßnahmen befindet sich das Förderprogramm Tierzüchter als Bewahrer der Agrobiodiversität. Damit werden Tierzüchterinnen und Tierzüchter unterstützt, die sich freiwillig für die Erhaltung von lokalen Rassen einsetzen, die vom Aussterben bedroht sind, weniger produktiv als andere Rassen sind und der Gefahr unterliegen, aufgegeben zu werden, wenn diesen Züchtern nicht ein angemessenes Einkommensniveau und die Aufrechterhaltung einer nachhaltigen Landwirtschaft garantiert wird. Durch diese Förderung wird auch die genetische Vielfalt gesichert, und es werden traditionelle, standortangepasste Tierhaltungssysteme, besonders in Berggebieten, langfristig erhalten. Für diese Unterstützung sind jährlich insgesamt 2,2 Millionen Euro vorgesehen«, erläuterte Südtirols Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher.
Der Zuschuss betrage 200 Euro für jede Großvieheinheit und gelte nur für Tiere, die in speziellen Herdebüchern oder Bestandsregistern für bedrohte Tierrassen oder vom Aussterben bedrohter Populationen eingetragen seien. Dazu zählten die Rinderrassen »Pinzgauer«, »Pusterer Sprinzen«, »Grauvieh« und »Original Braunvieh«, die Schafrassen »Villnösser Schaf«, »Schwarzbraunes Bergschaf«, »Tiroler Steinschaf« und »Schnalser Schaf« sowie die »Noriker Pferde«.
-lpast-
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Gehalt
statt Taschengeld
für Menschen
mit Behinderungen
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Salzburger Land – Derzeit erhielten viele Menschen mit intellektuellen Behinderungen in Österreich für ihre Arbeit lediglich ein »Taschengeld« – ohne volle sozialversicherungsrechtliche Absicherung. Im Zusammenhang mit dem »Tag der Inklusion« am 5. Mai sei von der »Lebenshilfe Salzburg« die Forderung nach einer »eigenen Sozialversicherung« unterstrichen worden. Für Salzburgs Soziallandesrat Wolfgang Fürweger stehe fest: »Es kann nicht sein, dass Menschen, die tagtäglich ihren Beitrag leisten, mit einem Taschengeld abgespeist werden. Arbeit muss sich lohnen – auch für Menschen mit Behinderungen. Unser klarer Anspruch ist es, hier Schritt für Schritt zu fairen und tragfähigen Lösungen zu kommen, die echte Teilhabe ermöglichen«.
Sozialversicherung für selbstbestimmtes Leben
Der Geschäftsführer der »Lebenshilfe Salzburg«, Guido Güntert, betonte: »Menschen mit Behinderungen sind Bürgerinnen und Bürger mit gleichen Rechten wie alle anderen. Eine eigene Sozialversicherung ist ein zentraler Baustein in unserer Gesellschaft als Bürgerin oder Bürger ernst genommen zu werden und ist gleichzeitig eine Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben«.
Rückkehrrecht in die Teilhabe
Eine weitere Forderung der »Lebenshilfe Salzburg« sei eine zusätzliche Sicherheit für Menschen, die den Schritt in den ersten Arbeitsmarkt wagten. Sie sollen jederzeit in andere unterstützende Systeme eintreten oder zurückkehren zu können, falls sich der Schritt als zu groß erwiesen habe.
-ls-
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Effiziente
und effektive Hilfe
in einer unsicheren Welt
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Oberösterreich – Ein »Akzent für Dialog und Zusammenarbeit«, für ein Miteinander auf Augenhöhe, das sei der »Entwicklungspolitische Dialog«, der am 29. April 2026 im Linzer Landhaus stattgefunden habe. Auf Einladung des Landes Oberösterreich treffen sich turnusmäßig Expertinnen und Experten, Vertreterinnen und Vertreter humanitärer Organisationen, sowie in diesem Bereich agierende Unternehmen, um sich über aktuelle Fragen und Herausforderungen rund um das Thema »Entwicklungszusammenarbeit« auszutauschen.
Der »Entwicklungspolitische Dialog« finde seit 2005 regelmäßig statt: »Der entwicklungspolitische Dialog ist ein Impuls, mit dem wir zeigen, dass wir als Land Verantwortung übernehmen, und unseren Beitrag leisten für jene Regionen der Welt, die ins Hintertreffen geraten sind. Wir müssen reden über die Welt, und darüber, was wir tun können, um sie mit unseren Mitteln zum Positiven zu verändern«, so Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.
Oberösterreich sei seit 1965 im Bereich »Entwicklungszusammenarbeit« tätig. Im Vorjahr wurden von Seiten des Landes Oberösterreich insgesamt 123 Projekte unterstützt worden, mit denen die Lebensverhältnisse von ca. 300.000 Menschen verbessert werden konnten. Ein besonderer Schwerpunkt dabei sei die Aktion »Oö-Schulen engagieren sich für eine gerechte Welt«, die junge Menschen motiviere, Spenden für Projekte im Bereich Entwicklungszusammenarbeit zu sammeln – Projekte, die in der Folge aufgrund des Engagements der jungen Menschen vom Land Oberösterreich zusätzlich unterstützt werden. Im Vorjahr hätten so 94 Schulprojekte zusätzliche Unterstützung von Seiten des Landes erhalten.
-loö-
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Großes
Militärmusikfestival
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Steiermark – Am 21. und 22. Mai 2026 soll das beliebte »Militärmusikfestival« erstmals nach 18 Jahren wieder in der Steiermark stattfinden. Am Vorplatz des altehrwürdigen Schlosses Eggenberg fand am 30. April die Programm-Präsentation für das »Militärmusikfestival 2026« statt. Steiermarks Landeshauptmann Mario Kunasek und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner konnten dazu rund 100 Ehrengäste begrüßen. »Es ist mir eine große Freude und Ehre, dass das Militärmusikfestival nach 18 Jahren wieder in der Steiermark stattfindet. Für das Land sind Blaskapellen ein unverzichtbarer Bestandteil des volks-kulturellen Lebens. Wir haben knapp 20.000 Musiker in 386 Kapellen, fast die Hälfte der Aktiven ist unter 30 Jahre alt. Sie fördern die Gemeinschaft, verbinden Generationen und bereichern mit zahlreichen Konzerten das gesellschaftliche Miteinander«, so Kunasek.
Beim »Militärmusikfestival 2026« sollen sieben österreichische Militärmusikgruppen, die prämierte steirische Trachtenmusikkapelle Ottendorf an der Rittschein sowie die Marktmusikkapelle Bad Waltersdorf, die Sopranistin Julia Wiszniewski, der Chor der Grazer Kapellknaben, 300 Schüler aus Grazer Schulen sowie 30 Tanzpaare der Tanzschule Gabalier in der Showgestaltung mitwirken. Das Thema »Inklusion« werde musikalisch mit den Ausnahmekünstlern Jonas Lazarus (Harmonika) und Wolfgang Niegelhell umgesetzt – beide sind erblindet.
Als Special Guests sollen die steirische Austropop-Band »Alle Achtung« sowie Ewald Pfleger (Opus) mit den »Schick Sisters« gemeinsam mit allen Musikern auftreten. Die Besucher erwarte eine fulminante Show mit mehr als 600 Musikern. Neben traditioneller Marschmusik sollen Alltime-Hits und moderne Blasmusik-Arrangements präsentiert werden. Das Festival werde als Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Österreichischen Bundesheer, dem Land Steiermark, dem ORF und dem Österreichischen Blasmusikverband sowie weiteren Partnern des Bundesheeres zu Gunsten von »ORF Licht ins Dunkel« durchgeführt.
-lstmk-
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Junge
Landesmeister
in Erster Hilfe
gekürt
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Kärnten – Beatmung, Herzdruckmassage, Erste Hilfe – Kärntens Kinder und Jugendliche seien dabei spitze. Das hätten sie auch beim »Landesjugendbewerb des Kärntner Jugendrotkreuzes« gezeigt. Kärntens Landeshauptmann Daniel Fellner, der selbst früher beruflich beim Roten Kreuz tätig war, nahm die Siegerehrung vor. Topplatzierte in den beiden Bewerbskategorien seien das Team »Gesundheitsrisiko« der HTL Villach und die »Herzschlagheldinnen« des BG Tanzenberg sowie das Team »EH-Avengers« der MS St.Jakob. Sie sollen Kärnten am 2. und 3. Juni 2026 beim »Erste Hilfe-Bundesbewerb« der Schulen am Maltschacher See vertreten.
Beim Landesjugendbewerb gab es die beiden Kategorien »Lebensretter:in EXPERT« und »Lebensretter:in BASIC«. Die »Experts« hätten einen 16-stündigen Erste Hilfe-Kurs und die »Basics« einen achtstündigen Einführungskurs absolviert. Der Landeshauptmann dankte vor allem auch dem Jugendrotkreuz. In Kärnten gebe es rund 240 zertifizierte »Erste-Hilfe-Lehrbeauftragte« des Jugendrotkreuzes. Sie seien alle Pädagoginnen und Pädagogen, die an Kärntner Schulen unterrichten und laufend Erste-Hilfe-Kurse für die Schülerinnen und Schüler sowie ihr Kollegium anbieten würden.
-lktn-
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Natur im Garten
Aktion
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Niederösterreich – Mit reger Beteiligung ging kürzlich die landesweite Aktion »Pflanze Kräuter. Würze dein Leben« der niederösterreichischen Umweltbewegung »Natur im Garten« über die Bühne. Zahlreiche Gemeinden und Schaugärten in ganz Niederösterreich setzten gemeinsam ein starkes Zeichen für naturnahes Gärtnern, mehr Biodiversität und eine hohe Lebensqualität im Ort. Im Zentrum des Aktionstages stand eine landesweite »Samensackerl-Verteilaktion«. Gemeinden und Schaugärten waren aufgerufen, kostenlos Kapuzinerkresse an die Bevölkerung auszugeben, die von »Natur im Garten« zur Verfügung gestellt wurde. Über 200 Gemeinden hätten sich aktiv beteiligt, insgesamt seien mehr als 102.000 Samensackerl verteilt worden. Die Aktion war Teil des Jahresschwerpunkts 2026 von »Natur im Garten«. Ziel sei es, die vielfältigen Vorteile von Kräutern aufzuzeigen und möglichst viele Menschen zum Mitmachen zu motivieren.
-lnö-
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Einfluss
der Frauen
beim »Wiener Kongress«
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Burgenland – Am »Wiener Kongress« – September 1814 bis Juni 1815 – wurden nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen viele Grenzen in Europa neu gezogen. Einen neuen Blickwinkel auf das historische Geschehen biete die im Schloss Halbturn eröffnete Ausstellung »Liebe & Macht – Hinter den Kulissen des Wiener Kongresses«. Im Mittelpunkt der Schau stehe der bisher oft übersehene wichtige Einfluss, den Frauen quer durch alle Gesellschaftsschichten auf den Kongress ausübten. »Dieser Fokus auf die Rolle der Frau ist mir als Frauen-, Bildungs- und Familienlandesrätin ein besonderes Anliegen. Es zeigt unseren jungen Generationen: Geschichte wird von allen Menschen geschrieben, nicht nur von jenen in der ersten Reihe. Es geht um Emanzipation, um Mut und um den Einfluss, den man auch abseits offizieller Protokolle ausüben kann. Wenn wir nun die Ausstellung Liebe & Macht – Hinter den Kulissen des Wiener Kongresses eröffnen, dann blicken wir nicht nur zurück in das Jahr 1814. Wir blicken auf eine Zeit, in der die Welt neu geordnet wurde. Doch wir tun dies heute aus einer Perspektive, die lange Zeit viel zu kurz gekommen ist. Oft erzählen Geschichtsbücher nur von den gekrönten Häuptern, von Kaisern und Staatskanzlern wie Metternich. Aber hier in Halbturn holen wir die Frauen vor den Vorhang, die diesen Kongress maßgeblich geprägt haben«, erklärte Burgenlands Landesrätin Daniela Winkler.
Am »Wiener Kongress« spielten neben Clemens Wenzel Fürst Metternich, dem Leiter der österreichischen Staatskanzlei und Zar Alexander von Russland auch zahlreiche Frauen sehr wichtige Rollen. So habe etwa Wilhelmine von Sagan als regierende Fürstin, Geliebte und engste Vertraute Metternichs gezählt, die über beste Kontakte zum Zaren verfügt habe und eine der wichtigsten Protagonistinnen des Kongresses gewesen sei. Marie Louise, die Ehefrau Napoleons, habe mit ihrer Affäre mit ihrem »Ehrenkavalier« Adam Graf Neipperg nicht nur für Getuschel gesorgt, sondern auch für diplomatische Komplikationen. Sie habe den »Wiener Kongress« gleichzeitig auch dazu genutzt, um sich vom Einfluss ihres Vaters Kaiser Franz zu lösen und sich von einem politischen Faustpfand zu einer selbstbewussten, unabhängigen Frau zu entwickeln.
»Dass wir heute hier Originalobjekte aus dem Kunsthistorischen Museum, dem Wien Museum und sogar aus Schloss Schönbrunn bewundern dürfen, unterstreicht die enorme Qualität dieser Schau«, so Winkler, die den Leihgebern, Sponsoren, Gestaltern und dem Team des Kulturvereins Schloss Halbturn dafür dankte, dass diese Ausstellung möglich gemacht wurde. Neben zahlreichen historischen Exponaten könnten Besucherinnen und Besucher erstmals und exklusiv die Kostüme der renommierten Designerin Susanne Bisovsky sowie der Kostümbildnerin Elisabeth Binder-Neururer für die Disney+ Originalserie »Vienna Game« betrachten. Zusammen mit dem gezeigten historischen Mobiliar, Interieur und der Mode der Zeit biete die Ausstellung damit neue, lebendige und unmittelbare Einblicke in die Zeit des »Wiener Kongresses«, der Europa bis in die Gegenwart geprägt habe. Die Ausstellung »Liebe & Macht – Hinter den Kulissen des Wiener Kongresses« im Schloss Halbturn ist bis 1. November 2026 jeweils von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.
-lbgld-
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Kulturfonds
2026
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Bayern – »Mit rund fünf Millionen Euro aus dem Kulturfonds Bayern fördert der Freistaat insgesamt 133 Kunst- und Kulturprojekte sowie kulturelle Investitionsmaßnahmen in ganz Bayern«, so Bayerns Kunstminister Markus Blume, nachdem der Kunstausschuss sowie der Haushaltsausschuss im Bayerischen Landtag seinem Vorschlag zur Förderung von 57 kulturellen Projekten mit Einzelbeträgen von jeweils mehr als 25.000 Euro zugestimmt hatten. Bereits Anfang April 2026 hatte Blume rund 800.000 Euro für 76 Kunst- und Kulturprojekte mit einem Förderumfang bis jeweils maximal 25.000 Euro bewilligt. »Kulturfonds Bayern – seit 1996 die erste Adresse für gute Ideen. Wir fördern Engagement und ermöglichen Erlebnisse, denn Kultur ist die Seele Bayerns. Im gesamten Freistaat sprudelt die kreative Energie und es gibt zahlreiche kulturelle Schätze zu entdecken – sei es bei Sonderkonzerten zum 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele oder bei den Tagen der Fantasie in Garmisch-Partenkirchen. Seit 30 Jahren fördern wir mit dem Kulturfonds die kulturelle Vielfalt in ganz Bayern und geben innovativen Projekten den nötigen Anschub. Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr mit rund fünf Millionen Euro Impulse für das kulturelle Leben in allen Landesteilen setzen können«, erklärte Blume.
Förderung vielfältiger Projekte in allen Regierungsbezirken
Die durch den »Kulturfonds Bayern« geförderten Projekte sei vielfältigen künstlerischen Bereichen zuzuordnen. Sie umfasse Laienmusik und Musikpflege, Zeitgenössische Kunst und Museumsarbeit ebenso wie Theater, Archive, Bibliotheken und Literatur. Alle bayerischen Regierungsbezirke seien mehrfach bei der Förderung vertreten. Kulturbegeisterte dürften sich auf ein facettenreiches Programm freuen – beispielsweise auf den 25. Friedberger Musiksommer, die Sonderausstellung »Carl Grossberg. Sachlich – Magisch – Visionär« im Museum Kulturspeicher Würzburg, den Internationalen Gesangs-Wettbewerb für Wagner-Stimmen in Bayreuth, das Theater Unbegrenzt Unterwegs mit Vorstellungen in Weilheim, Memmingen, Augsburg, Fürth und Hof oder die 199 Tage umfassende Veranstaltungsreihe »So klingt Bayern«, welche die neue Bayerische Landesausstellung »Musik in Bayern« in Freyung und der Region begleite.
Daneben sollen auch Baumaßnahmen aus Mitteln des Kulturfonds gefördert werden – etwa der Neubau einer begehbaren Depothalle für das Bayerische Eisenbahnmuseum in Nördlingen, die Errichtung eines Paul-Maar-Museums in Hallstadt, der Einbau einer Rollregalanlage in das städtische Archiv Moosburg sowie die Errichtung eines Theaterfoyers mit Bühne für den Theaterverein Markt Schwaben. Die Fördermittel des »Kulturfonds Bayern« sollen Künstlervereinigungen, Vereinen und Kommunen aus allen Regierungsbezirken zugute kommen, um sie nachhaltig bei ihrer kulturellen Arbeit zu unterstützen. Sowohl neue Projekte als auch Fortsetzungsmaßnahmen würden dabei berücksichtigt.
-bstmwk-
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Preisobergrenze bei
»Check-in-Check-out-System«
eingeführt
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Baden-Württemberg – App aufrufen, wischen, einsteigen, losfahren, aussteigen und maximal 72 Euro im Monat zahlen – ab diesem Betrag seien alle Fahrten mit »CiCoBW« (Check-in-Check-out Baden-Württemberg) im Nahverkehr in ganz Baden-Württemberg kostenlos. Damit werde der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) auch für »Gelegenheitsreisende« noch einfacher und günstiger. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann erklärte: »CiCoBW steht für ein modernes, handyorientiertes Check-in-Check-out-Ticketing. Mit diesem e-Ticket-System müssen sich Reisende in Baden-Württemberg im Nahverkehr keine Gedanken mehr über Tarife, Zonen oder Verbundgrenzen machen. Das System berechnet automatisch den besten Preis. Die Preisgrenze von maximal 72 Euro pro Monat schafft zusätzlich Sicherheit, ohne finanzielles Risiko. Auch für Menschen, die selten mit Bus und Bahn unterwegs sind und auch diejenigen, die sich nicht sicher sind, ob sich ein Deutschland-Ticket oder ein anderes Abo für sie lohnt«. Die Preisobergrenze gilt nur für Fahrten in der 2. Klasse. »CiCoBW« sei im gesamten Nah- und Regionalverkehr in Baden-Württemberg gültig – von S-Bahn und bwegt-Regionalzug bis Bus und Straßenbahn.
-lbw-
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Stand des
Eisenbahnausbaus
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Schweiz – Die Bahnunternehmen der Schweiz hätten letztes Jahr wichtige Meilensteine beim Ausbau des Schienennetzes erreicht. Das zeige der neuste Standbericht, den das Schweizer Bundesamt für Verkehr (BAV) am 30. April 2026 veröffentlicht hat. Der Bericht bilde den Stand aller beschlossenen Ausbauprogramme per 31. Dezember 2025 ab. Aktuell würden sich im Rahmen der Ausbauschritte 2025 und 2035 sowie des Programms »Zukünftige Entwicklung Bahninfrastruktur« (ZEB) rund 300 Projekte in der Projektierung oder Realisierung befinden.
Wesentliche Etappen erreicht
Mit dem Doppelspurausbau zwischen Grellingen und Duggingen habe die SBB die erste grosse Infrastrukturmassnahme des Ausbauschritts 2035 termingerecht in Betrieb genommen. Dadurch sei auf den Fahrplanwechsel im Dezember das bisherige Angebot durch das Laufental verdichtet worden. Gleichzeitig seien weitere Ausbauarbeiten im Raum Basel im Betrieb genommen worden. In Liestal habe die SBB den Vierspurausbau abgeschlossen. Seit Dezember 2025 fahre die S-Bahn auf der Linie Basel – Liestal im Viertelstundentakt. In der Ostschweiz könnten die Züge nun auf der Strecke Pfäffikon SZ – Altendorf in kürzeren Abständen fahren. Ferner habe die SBB ein Überholgleis für den Güterverkehr in Betrieb genommen. Dies ermögliche den durchgehenden Halbstundentakt der IC Zürich – Chur. Das grösste Projekt des Ausbauprogramms ZEB sei die Erweiterung des Bahnhofs Lausanne.
-chbk- Bild: am
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100 Jahre
Wasserforschung
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Bayern – Seit nunmehr 100 Jahren widme sich die »Versuchsanstalt Obernach« der Technischen Universität München (TUM) der Wasserforschung. Gegründet vom Wissenschaftspionier Oskar von Miller befasse sich die Forschungseinrichtung mit der Weiterentwicklung der Wasserkraft sowie zunehmend mit Fragen der Klimafolgenforschung und Prävention für Mensch und Natur. Die Versuchsanstalt spiele eine wichtige Rolle nicht nur in der internationalen Forschung, sondern auch für Wasserkraftbetreiber im In- und Ausland, und – wichtiger denn je – für die öffentliche Wasserwirtschaftsverwaltung, beispielsweise in den Bereichen Flussbau, Hochwasserschutz und Talsperren. Sie verfüge über ein Freigelände mit großen Abflüssen und ermögliche sogar Versuche im Originalmaßstab. Fener biete sie große Versuchshallen, Werkstätten und ein eigenes Lehrlabor für die TUM-Studierenden im Bau- und Umweltingenieurwesen.
TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann erklärte: »Wir haben enorme Fortschritte in unseren Rechenkapazitäten und Kompetenzen in der numerischen Modellierung komplexer Turbulenzen und morphologischer Prozesse gemacht. Trotzdem ist und bleiben die physikalischen Labor- und Feldversuche in Obernach ein unverzichtbares Korrektiv und sichern die Validität von Prognosen für den Umgang mit Extremwetterereignissen, den Hochwasserschutz sowie die ökologische Transformation unserer Energiewirtschaft. Die Leitidee von Oskar von Miller ist lebendiger denn je: Wissenschaft und Technik zum Wohle des Menschen«. Der Direktor der Versuchsanstalt Obernach, Prof. Nils Rüther, ergänzte: »Wasser wird zur Schlüsselressource unserer Zukunft, und zwar geprägt von Klimawandel, Extremereignissen und steigenden Nutzungskonflikten. Genau dafür entwickeln wir in Obernach seit 100 Jahren Lösungen, die Wissenschaft und Praxis verbinden. Unser Anspruch ist es, auch in Zukunft konkrete Lösungen zu finden, um unsere Wasserinfrastruktur resilient und den Umgang mit der Ressource Wasser nachhaltig zu machen«.
Bedeutung der Wasserkraft
Bei der Gründung der Versuchsanstalt im Jahr 1926 sei die Wasserkraft ein zentraler Motor für die Industrialisierung und Elektrifizierung des Freistaats Bayern gewesen. Damals sei der bayerische Strombedarf fast ausschließlich durch Wasserkraft gedeckt worden. Auch heute noch sei die Wasserkraft eine tragende Säule der erneuerbaren Energien und liefere bis zu zwölf Prozent der gesamten erneuerbaren Primärenergie im Freistaat. Der Initiator der Versuchsanstalt, Oskar von Miller, gilt als der Vater der Wasserkraft in Bayern. Er plante unter anderem den Bau des Walchenseekraftwerks, das auch heute noch in Betrieb ist, und gründete ferner das Deutsche Museum in München, das weltweit größte Museum für Naturwissenschaft und Technik.
-tum-
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