Alpenrand-Magazin Archiv 2026/06

.

.

Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus

.

.

.

KW 23 – 2026
01. – 07..06.2026

*************************

.

Aktionstag
Musik

.

.
Bayern – Gemeinsames Musizieren und Singen als Zeichen für ein starkes Miteinander stehe beim »Aktionstag Musik« im Mittelpunkt. Bayernweit seien heuer auch mehr als 153.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus bayerischen Schulen mit ihren vielfältigen musikalischen Veranstaltungen mit dabei. Als Schirmherrin freue sich Bayerns Kultusministerin Anna Stolz besonders über die enorme Resonanz des musikalischen Events: »Musik verbindet Menschen, erzeugt Gefühle und spielt eine besondere Rolle bei der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Im gemeinsamen Singen und Musizieren erleben die Schülerinnen und Schüler immer wieder aufs Neue die Kraft und den Zauber der Musik, denn sie fördert Kreativität, stärkt das Selbstbewusstsein und beeinflusst die Teamfähigkeit positiv«.

Der »Aktionstag Musik« in Bayern, veranstaltet von der Bayerischen Landeskoordinierungsstelle Musik (BLKM), lädt jedes Jahr dazu ein, gemeinsam Musik zu erleben und Bildungseinrichtungen miteinander zu vernetzen. Dazu haben sich in diesem Jahr insgesamt 1.175 Schulen, Kindertagesstätten, Universitäten, Vereine und Musikschulen angemeldet. Sie möchten ganz Bayern bis zum 31. Juli 2026 mit ihren vielfältigen musikalischen Veranstaltungen sprichwörtlich zum Klingen bringen.

-bstmuk- Bild: am

.

*************************

.

Weltbauerntag
und Internationaler
Tag der Milch

.
Baden-Württemberg – »Bäuerinnen und Bauern stehen täglich mit vollem Einsatz und Herzblut für die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel ein. Die regionale Landwirtschaft ist zuverlässiger Partner des Ernährungshandwerks, entscheidender Teil von dezentralen Wertschöpfungsketten und trägt zum Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft bei. Wer regional kauft, entscheidet sich nicht nur bewusst für ein Stück Heimat, sondern würdigt die unermüdliche Arbeit der Bäuerinnen und Bauern und trägt damit zur Sicherung von wichtigen Strukturen des Landes bei. Dies hat gerade auch im Hinblick auf die Tierhaltung besondere Bedeutung. Eigentlich müsste jeder Tag Weltbauerntag sein«, erklärte Baden-Württembergs Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges, am Freitag, 29. Mai 2026, anlässlich des »Weltbauerntages« am 1. Juni.

Internationaler Tag der Milch
Neben dem Weltbauerntag findet am 1. Juni auch der »Internationale Tag der Milch« statt. »Milchbauern standen in den vergangenen Monaten vor großen Herausforderungen hinsichtlich schwankender und zeitweise fast unrentabler Milchpreise. Wir müssen deshalb gesamtgesellschaftlich Sorge dafür tragen, dass funktionierende Wertschöpfungsketten nicht von einzelnen ausgenutzt werden. Faire Preise sichern letztlich auch angemessene Betriebseinkommen. Jeder Akteur entlang der Wertschöpfungskette trägt deshalb besondere Verantwortung, dass alle entlang dieser Kette auskömmliche Preise erzielen können. Am Ende hat es jeder Konsument mit seiner Kaufentscheidung selbst in der Hand, dass die Erzeugung gesunder, hochwertiger und frischer Milch auch noch in Zukunft stattfinden kann«, so Gentges.

-lbw-

.

*************************

.

Weniger
Tierversuche
dank »virtueller Maus«

.
Schweiz – Künstliche Intelligenz könne Leben retten. Zumindest Mäuseleben. Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben kürzlich ein KI-gestütztes Computermodell einer Labormaus entwickelt, das mithilfe von maschinellem Lernen voraussagen könne, wie sich verschiedene Nanomaterialien im Organismus der Maus verteilten. Ganz nach dem »Safe and Sustainable by Design«-Prinzip könne das Modell künftig nicht nur als Entscheidungshilfe bei der Medikamentenentwicklung dienen, sondern auch die Anzahl an Tierversuchen drastisch reduzieren.

Wenn es ein Tumor geschafft habe, sich im Gehirn eines Lebewesens einzunisten, habe er es – aus Sicht des Tumors – besonders geschickt gemacht. Er habe sich nämlich hinter einer der mächtigsten Barrieren versteckt, mit denen der Körper seine wichtigsten Organe schütze: Der Blut-Hirn-Schranke, einem sehr selektiven Filter, der nur ausgewählte Stoffe passieren lasse. Die meisten Medikamente gehörten nicht dazu. Für die Medizin sei es deshalb eine grosse Herausforderung, eine wirksame Chemotherapie gegen Hirntumore zu finden. In den letzten Jahren habe die medizinische Forschung mit der Nanotechnologie eine vielversprechende Unterstützerin gefunden. Materialien im Nanobereich könnten, bildlich gesprochen, die Rolle von Postboten übernehmen, die Wirkstoffe an die gewünschte Adresse auslieferten. Da Nanopartikel unvorstellbar klein sind – ungefähr 500-mal kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haars – schafften es einige, die Schutzbarrieren des Körpers zu passieren, ohne diese zu verletzen. Um beim Beispiel des Hirntumors zu bleiben: Nanopartikel könnten chemotherapeutische Wirkstoffe über die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn transportieren, wo diese dann den Hirntumor bekämpfen können. Allerdings müssten die Nanopartikel je nach Aufgabe, die sie erfüllen sollen, ganz bestimmte Eigenschaften aufweisen: Je nach Form, Materialzusammensetzung und Grösse verteilten sie sich unterschiedlich im Körper und reicherten sich in anderen Organen an. Es gelte deshalb, herauszufinden, welche Partikel ihre Aufgabe bestmöglich ausführten und dabei möglichst keinen Schaden anrichten würden. Bisher hätten Forschende Tiermodelle – meist Mäuse – verwendet, um diesen Fragen nachzugehen. Diese Tierstudien seien jedoch nicht nur aufwändig, langwierig und teuer, sondern auch aus ethischer Sicht problematisch. Nicht umsonst verlange das Schweizer Tierschutzgesetz, die Anzahl der verwendeten Tierversuche auf das notwendige Minimum zu beschränken.

KI-Maus mit entscheidendem Vorteil
Die Empa-Forscherin Jimeng Wu, Doktorandin in den Abteilungen »Nanomaterials in Health« und »Technology and Society«, habe deshalb eine »virtuelle Maus« entwickelt, an der sich Tests mithilfe von KI viel zeitsparender durchführen lassen würden. Für dieses sogenannte »physiologisch basierte pharmakokinetische Modell« (PBPK-Modell) habe Wu insgesamt 18 Mausstudien als Grundlage genommen, also Daten von Versuchen verschiedener Forschungsteams an echten Mäusen. Ergänzend habe sie ein statistisches Verfahren, die »Bayesianische Analyse« mit »Markov chain Monte Carlo-Simulationen«, in ihr Modell integriert. Das Ergebnis sei eine virtuelle Maus, der man – ebenfalls virtuelle – Nanopartikel verabreichen könne. Daraufhin berechne das Modell deren Verteilung im Mäusekörper aufgrund ihrer Eigenschaften wie Grösse, Beschichtung und Oberflächenladung. Gegenüber einem traditionellen PBPK-Modell, das jeweils nur für eine einzige Substanz kalibriert sei, habe Wus »KI-Maus« einen entscheidenden Vorteil: »Das Modell kann seine Parameter an die messbaren Eigenschaften des jeweiligen Nanopartikels anpassen«, erklärte Jimeng Wu. Diese Fähigkeit verdanke das Tool dem »multivariaten linearen Regressionsmodell«, einem Ansatz des maschinellen Lernens. »Dieses KI-gestützte Screening-Instrument erlaubt es Forschenden, virtuell zu testen, welche Art von Nanopartikeln sich am besten für eine bestimmte Aufgabe eignen, bevor sie diese Partikel überhaupt herstellen«, so Wu. Das spare nicht nur Zeit, sondern auch Kosten, weil es eine Entscheidungshilfe biete, bevor eine kostspielige klinische Studie gestartet werde.

Das Modell für die menschliche Forschung nutzbar machen
Jimeng Wus zukünftige Forschungsarbeit werde sich auch einer sogenannten »Brückenstrategie« widmen, um das Prinzip ihres in »silico-Modells« auf die menschliche Forschung zu übertragen. Dafür plane sie, die Prinzipien der »virtuellen Maus« in ein menschliches PBPK-Modell einzubetten. Im Gegensatz zur simulierten Maus, die lediglich die Verteilung von Nanopartikeln in Leber, Nieren, Lunge und Milz berechne, könne ein menschliches silico-Modell auch zur Untersuchung sensibler Zielorgane eingesetzt werden – beispielsweise um zu erforschen, in welchem Ausmass bestimmte Nanopartikel die Blut-Hirn Schranke überwinden könnten.

-chbk-

.

*************************

.

Mediennutzung
und Informationsverhalten

.
Liechtenstein – Das Ministerium für Inneres, Wirtschaft und Sport des Fürstentums Liechtenstein habe Ende 2025 eine zweite Umfrage zur »Mediennutzung und zum Informationsverhalten« in Liechtenstein in Auftrag gegeben. Die repräsentative Befragung sei vom Liechtenstein-Institut durchgeführt worden und liefere eine empirische Standortbestimmung der liechtensteinischen Medienlandschaft. Die Ergebnisse zeigten insgesamt ein stabiles Bild. Trotz struktureller Veränderungen hätten sich Mediennutzung und grundlegende medienpolitische Einstellungen der Bevölkerung nur geringfügig verändert. Die Tageszeitung »Liechtensteiner Vaterland« bleibe das zentrale Leitmedium, ergänzt durch weitere in- und ausländische Medienangebote.

Gleichzeitig gewännen Onlineplattformen und soziale Medien, insbesondere bei jüngeren Bevölkerungsgruppen, weiter an Bedeutung. Die Mediennutzung sei zunehmend fragmentiert; rund ein Drittel der Bevölkerung nutze journalistische Nachrichtenangebote nur eingeschränkt. Das Vertrauen in journalistische Medien bleibe im internationalen Vergleich weiterhin hoch. Eine breite Mehrheit unterstütze die staatliche Förderung privater Medien. Auch ein öffentlich-rechtliches Medienangebot finde grundsätzlich Zustimmung, wobei diese Zustimmung klar an die Erwartung einer verhältnismässigen und kostenbewussten Ausgestaltung geknüpft sei.

-RdFL-

.

*************************

.

Impulse
für den Einsatz von KI
in Museen

.
Vorarlberg – Angesichts fortschreitender Digitalisierung gewinne die Frage an Bedeutung, wie Künstliche Intelligenz auch die Museumsarbeit verändere. »KI im Fokus« laute daher das Motto des »Vorarlberger Museumstages«. »Museen gelten als Orte verlässlicher Wissensvermittlung. In diesem Sinne geht es darum, die Chancen und Grenzen von KI-Werkzeugen zu erkunden und zu diskutieren sowie auch um die Erweiterung von Sammlungsperspektiven«, erklärte Vorarlbergs Landesrätin Barbara Schöbi-Fink.

KI-Anwendungen entwickelten sich mit hoher Geschwindigkeit auch zu einem zentralen Instrument in der Verwaltung, Kommunikation, Vermittlung und strategischen Entwicklung von Museen und Kulturbetrieben. Zugleich gebe es dabei aber Unsicherheiten hinsichtlich rechtlicher Rahmenbedingungen und vielfach fehle es am nötigen Verstehen von KI-Systemen und an der Fähigkeit zu deren kritischer Bewertung und verantwortungsvoller Nutzung. Ebenso mangele es an strategischer Einbindung von KI in Organisationsprozesse.

-vlk-

.

*************************

.

Bilanz zur Sperre
des Brennerkorridors:
Kein Verkehrschaos

.
Tirol – Am Samstag, 30. Mai 2026 kam es aufgrund einer von einer Privatperson angemeldeten Versammlung auf Basis einer Rechtsprechung des österreichischen Landesverwaltungsgerichtes zu einer »Total-Sperre des Brennerkorridors« im Wipptal. Bereits im Vorfeld seien umfassende Verkehrs-, Sicherheits- und Versorgungskonzepte vorbereitet worden. Dazu zählten unter anderem die Sperre der A13 Brenner Autobahn, das Fahrverbot für Transit-Lkw, die Beschränkung des niederrangigen Straßennetzes auf Ziel- und Quellverkehr, verstärkte Kontrollen an Landesgrenzen und neuralgischen Punkten sowie zusätzliche Maßnahmen zur Absicherung der medizinischen Versorgung und der Einsatzwege.

Das Land Tirol sowie ASFiNAG, Polizei und weitere Einsatzorganisationen hätten nun eine erste Bilanz gezogen: Ein Verkehrschaos und kilometerlange Staus in Tirol seien ausgeblieben. Aufgrund möglicher Verkehrsverlagerungseffekte könne es in den kommenden Tagen dennoch zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen in Tirol kommen. »Es war ein außergewöhnlicher Tag für Tirol. Mein Dank gilt allen Einsatzkräften und den Behörden für die Unterstützung. Es wurde von allen ein sehr guter Job geleistet. Mein Dank gilt auch den Tirolerinnen und Tirolern und den Autofahrerinnen und Autofahrern aus anderen Ländern, die auf eine unnotwendige Fahrt in oder durch Tirol verzichtet haben«, erklärte Tirols Landeshauptmann Anton Mattle und ging auch auf den politischen Aspekt der Versammlung ein: »Als Landeshauptmann hat die Demonstration auf der Brenner Autobahn für mich zwei Seiten: Ich habe allergrößtes Verständnis für die Bevölkerung entlang des Brennerkorridors, die unter der großen Transit- Belastung leidet. Die Demonstration war ein Ausdruck des großen Unmuts gegenüber der europäischen Verkehrspolitik und der italienischen Transit-Klage. Andererseits ist es die Aufgabe des Landes, die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten. Eine Blockade einer solch wichtigen Verkehrsachse stellt die Anrainer, Behörden und Exekutive, aber auch unsere Nachbarn und Partner vor große Herausforderungen. Beidem ist Tirol gerecht geworden: Klare Haltung beim Transit und Sicherheit und Ordnung im eigenen Land. Nur wenn sich die Tiroler Bevölkerung von den europäischen Partnern gehört und ernst genommen fühlt, wird sich die Lage verbessern. Der Europäische Gerichtshof muss endgültig feststellen, dass der Schutz von Mensch, Natur und Infrastruktur schwerer wiegt, als die Interessen der Frächter-Lobby. Berlin, Rom und Brüssel müssen einsehen, dass der Brennerkorridor nicht einfach nur ein Verkehrsweg, sondern ein wichtiger Lebensraum ist. Wir brauchen deshalb eine Korridormaut, ein intelligentes Verkehrsmanagementsystem und die Verlagerung auf die Schiene. Und die Bundesregierung in Österreich sollte sich hüten, den Bau der österreichischen Zulaufstrecken zum Brenner Basistunnel auf den Sankt Nimmerleinstag zu verschieben«, so Mattle.

-lt-

.

*************************

.

Geschichten
ohne Grenzen

.
Südtirol – An den zahlreichen Aktionen, die im Rahmen der #multilingual-Vorlesetage organisiert werden, beteilige sich auch das Multisprachenzentrum im Kulturzentrum Trevi in Bozen. Kürzlich waren die »Geschichten ohne Grenzen« erlebbar geworden: Lebhafte Kinderreime in Englisch, eine berührende Geschichte über Kinder, die in einem Waisenhaus aufgenommen und dann adoptiert wurden, in Portugiesisch und kurze und fantasievolle Legenden aus Mexiko, Bolivien und Chile in Spanisch erwarteten die Besucher der Veranstaltung.

In Zusammenarbeit mit dem Bozner Sektion des Italienischen Blindenverbandes (Ente Nazionale Sordi) wurde auch eine Lesung in italienischer Gebärdensprache angeboten. Ferner wurde in Kooperation mit AIAS Bozen – Bibliothek Oltre l’Handicap mit unterstützender Kommunikation die Geschichte vom Hasen und der Schildkröte vorgetragen. Die Lesungen seien durch Bilder aus den jeweiligen Büchern, die für alle sichtbar projiziert wurden, damit für alle erlebbar, unabhängig vom Sprachverständnis präsentiert worden. Ziel der bereits seit mehreren Jahren organisierten Aktion sei es, die sprachlich-kulturelle Identität von Menschen, die in ihrer Muttersprache lesen, anzuerkennen und zu stärken und gleichzeitig den Zuhörenden eine kurze Erfahrung des Lesens und Zuhörens in einer Sprache, die nicht die eigene ist, zu ermöglichen.

-lpast-

.

*************************

.

Einheimischen-
tarife

.
Salzburger Land – Günstigere Tickets für Freibäder, Sehenswürdigkeiten oder Sportangebote: Seit Jahren setze sich das Land Salzburg auf EU-Ebene für »Einheimischentarife« ein. Kürzlich seien auf Initiative Österreichs im »EU-Rat für Wettbewerbsfähigkeit« erstmals gemeinsame Leitlinien für die künftige europäische »Tourismuspolitik« verabschiedet worden. Die EU-Kommission werde damit ausdrücklich aufgefordert zu prüfen, wie Einheimischen der Zugang zu Sport-, Kultur- und Freizeitangeboten in Tourismusregionen erleichtert werden könne. Mit den Leitlinien werde ein zentrales Anliegen Österreichs und Salzburgs erstmals in einem europäischen Referenzdokument zur künftigen Tourismuspolitik verankert. In einem nächsten Schritt solle eine rechtlich verbindliche Grundlage erarbeitet werden, damit Betriebe und Gemeinden »Einheimischentarife« anbieten könnten, ohne rechtliche Unsicherheit befürchten zu müssen.

Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler erklärte: »Der Tourismus ist eine der tragenden Wirtschaftssäulen in unserem Bundesland. Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass auch die Bürger vor Ort davon profitieren und die Infrastruktur leistbar nutzen können. Dafür ist es wichtig, dass die Angebote großflächig für die Bevölkerung attraktiv bleiben. Die Einheimischentarife leisten hier einen wichtigen Beitrag. Wir brauchen hier Rechtssicherheit«.

»Gerade in Salzburg sehen wir, wie wichtig die Akzeptanz der Bevölkerung für einen erfolgreichen Tourismus ist. Wenn Einheimische das Gefühl haben, dass sie in ihrer eigenen Region nur noch Zuschauer sind, läuft etwas falsch. Deshalb braucht es faire und praxistaugliche Lösungen. Der Beschluss ist ein wichtiger Schritt, damit diese Anliegen endlich auch auf europäischer Ebene ernst genommen werden«, ergänzte Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll, der als Mitglied des Ausschusses der Regionen auf europäischer Ebene die »Einheimischentarife« forciere.

-ls-

.

*************************

.

Zeitkapseln 
als Botschaft 
an kommende Generationen

.
Oberösterreich – Nach Abschluss der notwendigen Reparatur- und Sicherungsarbeiten sei der markante kupferne Doppeladler kürzlich wieder auf der Spitze des Linzer Landhausturms montiert worden. Das Wahrzeichen war im April aufgrund einer Beschädigung abgenommen worden. Experten hätten die Ursache untersucht und den historischen Adler wieder umfassend instandgesetzt. »Der Doppeladler auf dem Landhausturm ist weit mehr als nur ein historisches Symbol. Er steht für die Geschichte des Landes, für Beständigkeit und für die Verantwortung, Oberösterreich auch für kommende Generationen gut weiterzuentwickeln. Dass er nun wieder an seinen Platz zurückkehrt und gleichzeitig die Zeitkapseln erneut verwahrt wurden, ist daher auch ein besonderer Moment der Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft«, so Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Im Zuge der Arbeiten seien auch die historischen Zeitkapseln, die bis ins Jahr 1891 zurückreichten, geöffnet worden. Die Kapseln waren zuletzt 2005 geöffnet und dokumentiert worden. Darin befänden sich zahlreiche Dokumente und Zeitzeugnisse aus mehreren Epochen Oberösterreichs – darunter historische Urkunden, Zeitungen, Fotografien und Unterlagen aus dem jeweiligen Alltag. Nun seien die Kapseln wieder sicher im Turm verwahrt worden – ergänzt um neue Dokumente aus der jetzigen Zeit, und zwar durch ein aktuelles Foto des Landhausturms, ein Foto der aktuellen Landesregierung sowie ein persönlicher Brief von Landeshauptmann Thomas Stelzer an kommende Generationen. »Zeitkapseln sind immer auch Botschaften an die Zukunft. Sie erzählen davon, wie Menschen gelebt, gedacht und gearbeitet haben. Mit den neuen Erinnerungsstücken hinterlassen auch wir einen kleinen Einblick in unsere Zeit – verbunden mit dem Wunsch, dass Oberösterreich auch in Zukunft ein starkes Land des Zusammenhalts, der Verantwortung und der Zuversicht bleibt«, so Stelzer.

Der Landhausturm zähle zu den markantesten Wahrzeichen des Linzer Landhauses, das seit Jahrhunderten politisches und historisches Zentrum Oberösterreichs sei. Der Doppeladler präge dabei seit Generationen das Erscheinungsbild des Turms und sei weit über Linz hinaus ein bekanntes Symbol des Landes.

-loö-

.

*************************

.

Militärmusik-
festival
begeisterte das Publikum

.
Steiermark – Beim »Militärmusikfestival 2026« war die Stadthalle Graz kürzlich wieder bestens besucht. Zahlreiche Besucher kamen auch zum »Public-Viewing« im Freigelände. Beim vorgelagerten Empfang konnte Steiermarks Landeshauptmann Mario Kunasek auch etliche Ehrengäste begrüßen. 18 Jahre sei es nun her, dass dieses Festival in der Steiermark letztmals zu Gast war.  Die Veranstaltung habe traditionelle Militär- und Marschmusik auf einzigartige Weise mit modernen Musik-Arrangements sowie Tanzeinlagen verbunden, die zu einer fulminanten Show mit über 600 Musikern verschmolzen sei.

Dass diese zweitätige Veranstaltung einen enormen Anklang gefunden habe, lasse sich alleine schon an den Besucherzahlen ablesen: An beiden Tagen seien rund 9.000 Menschen zu diesem Event gekommen. »Mein besonderer Dank gilt neben dem Publikum, welches an den beiden Veranstaltungstagen auch eine beträchtliche Summe für die ORF-Aktion »Licht ins Dunkel« gespendet hat, natürlich allen Künstlern, die eine derartige Show überhaupt erst möglich gemacht haben. Über Wochen und Monate haben sie geprobt und an einem spektakulären Programm gefeilt. Davon durfte ich mir persönlich ein Bild machen. Ich kann nur sagen: Es war spektakulär und ein Erlebnis«, so Kunasek, der auch dem Bundesheer, dem Blasmusikverband sowie der touristischen Erlebnisregion Graz für die perfekte Zusammenarbeit seinen Dank aussprach.

-lstm-

.

*************************

.

United
World Games

.
Kärnten – Kürzlich fand im Klagenfurter Sportpark die letzte Konferenz im Vorfeld der »United World Games« (UWG) statt. Kärntens Sportreferent Landeshauptmann Daniel Fellner und Landtagsabgeordneter Herbert Gaggl gaben gemeinsam mit den Organisatoren, Vertreterinnen und Vertretern der Kärntner Tourismusregionen, der Stadt Klagenfurt und der Sportvereine Einblicke in den Ablauf sowie die Bedeutung der Großveranstaltung für Sport, Jugend, Tourismus und Wirtschaft in Kärnten. »Dass die United World Games bereits zum 20. Mal in Kärnten stattfinden, ist dem Einsatz vieler Menschen zu verdanken, die ihre Vision eines friedlichen, gemeinschaftlichen und sportlichen Miteinanders verwirklicht haben. Die UWG leisten einen wertvollen Beitrag zum kulturellen Austausch, zum Knüpfen neuer Freundschaften und zur internationalen Verständigung«, so Fellner. Das Land Kärnten werde die »United World Games« auch weiterhin unterstützen, so Fellner.

Insgesamt sollen 163 österreichische Teams teilnehmen, davon 67 aus Kärnten. Erwartet werden insgesamt rund 8.000 Athletinnen und Athleten aus 30 Nationen. Seit 2005 hätten bereits mehr als 110.000 Kinder und Jugendliche an den Spielen teilgenommen. Bewerbe gebe es in Tennis, Basketball, Volleyball, Rugby, Floorball, Fußball, Eishockey, Ball Hockey, Flag Football und Beachvolleyball. Weitere Informationen: www.unitedworldgames.com

-lktn-

.

*************************

.

Tag der
Landesarchäologie

.
Niederösterreich – Im »MAMUZ Museum Mistelbach« soll am Samstag, 13. Juni 2026, der diesjährige »Tag der Niederösterreichischen Landesarchäologie« stattfinden, bei dem von 9:00 bis 18:00 Uhr namhafte Wissenschafterinnen und Wissenschafter ihre neuesten archäologischen Forschungsergebnisse präsentieren und dabei einen Bogen über rund 40.000 Jahre Menschheitsgeschichte von der Altsteinzeit bis in das Mittelalter spannen möchten.

Es soll unter anderem über »Mammutjagd im Perschlingtal – Neue Ausgrabungen an der Paläolithfundstelle Langmannersdorf« sowie über »Das Marchtal im Wandel – Siedlungsdynamik und Landschaftsentwicklung im Neolithikum«, »(K)ein Kreis für die Ewigkeit – Die Kreisgrabenanlage Schletz im Fokus interdisziplinärer Forschung«, aber auch »Neuforschung an latènezeitlichen Textilien im Osten Österreichs: Materialien – Kontexte – Interpretation“ gesprochen werden. Fortgesetzt werde mit Vorträgen zun den Themen »Die römische Siedlung von Fischamend im Licht neuer keramischer und archäozoologischer Untersuchungen«, »Der Oberleiserberg in der römischen Kaiserzeit – Neues zu einem alten Thema«, »Das Gräberfeld von Venusberg-Traismauer: Aufarbeitung einer Alt-Grabung« und »Das spätantike Gräberfeld von Stockerau, Schlösselgasse – Eine archäologische Resteverwertung mit Erfolg«. Weitere Infos: www.mamuz.at

-lnö-

.

*************************

.

Unterwegs
ohne Ablenkung

.
Burgenland – Landesweit wurden im Burgenland die besten Ideen gesucht, um gegen »Ablenkung im Straßenverkehr« aufmerksam zu machen. Bei der Preisverleihung im Landhaus in Eisenstadt wurden kürzlich die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs »Kreativ gegen Ablenkung« von Burgenlands Verkehrslandesrat Heinrich Dorner, Sabine Kaulich vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) und Michaela Seidl, Schulqualitätsmanagerin der Bildungsdirektion Burgenland, prämiert.

Insgesamt wurden 95 Projekte eingereicht
Im Burgenland sei »Ablenkung« die führende Unfallursache, und immer wieder komme es bei diesen Unfällen zu Verletzten wie auch Todesopfern. Um auf die Gefahren aufmerksam zu machen, startete das Land Burgenland gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) einen Wettbewerb: Alle zwischen 14 und 20 Jahren waren aufgerufen, sich kreativ mit dem Thema »Ablenkung im Straßenverkehr« auseinanderzusetzen und eine Kampagne zu gestalten, die Gleichaltrige anspreche.

Ablenkung gehöre besonders für junge Menschen zu den größten Risiken im Straßenverkehr. Eine aktuelle KFV-Studie habe ergeben, rund ein Drittel (31 Prozent) der bis 30-jährigen Menschen in Österreich nutzten Social Media beim Lenken eines Fahrzeugs. Ferner gebe es große Unterschiede zwischen den Altersgruppen bezüglich der Nutzung des Smartphones am Steuer: Je jünger, desto häufiger werde das Smartphone zur Hand genommen. Ob Nachrichten lesen und schreiben, Social Media-Beiträge checken oder selbst etwas posten: Der Kopf sei zu oft bei »TikTok«, »Snapchat und Co«.

-lbgld-

.

*************************

.

Prävention
für Mädchen und Frauen
in allen Lebensphasen

.
Bayern – Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach möchte die Prävention für Mädchen und Frauen im Freistaat stärken. Gerlach betonte anlässlich des »Internationalen Aktionstags für Frauengesundheit« am 28. Mai: »Noch immer gibt es frauenspezifische Erkrankungen und gesundheitliche Besonderheiten, über die viele kaum etwas wissen. Dazu zählen etwa die Wechseljahre oder auch Endometriose – eine Erkrankung mit starken Regel- oder Unterleibsschmerzen. Wir haben in Bayerns »Masterplan Prävention« zielgruppenspezifische Ansätze entwickelt. Ein Beispiel ist eine neue Wechseljahres-Vorsorgeuntersuchung – die W1. Sie umfasst ein telemedizinisches, 30-minütiges ärztliches Gespräch für Frauen in dieser Lebensphase mit individueller Beratung rund um die gesundheitlichen Besonderheiten der Wechseljahre«. Das Pilotprojekt zur W1 werde vom Bayerischen Gesundheitsministerium gefördert und derzeit an der Frauenklinik der TU München unter der Leitung von Prof. Dr. Marion Kiechle erprobt. Gerlach begrüße, dass sich bereits zahlreiche Betriebskrankenkassen an der M1 beteiligten, und warb für eine weitere Ausweitung des Angebots.

-bstmgp-

.

*************************

.

Neues
Nichtraucher-
schutzgesetz

.
Baden-Württemberg – Seit 1. Juni 2026 gilt das novellierte »Landesnichtraucherschutzgesetz« in Baden-Württemberg. Ziel der Neuregelung sei es, den Gesundheitsschutz weiter zu stärken, insbesondere Kinder, Jugendliche und vulnerable Personen besser vor den Risiken des Passivrauchens zu schützen und das bestehende »Nichtraucherschutzrecht« an gesellschaftliche und technische Entwicklungen anzupassen. Die neuen Regelungen betreffen insbesondere öffentliche Einrichtungen, Schulen, den öffentlichen Personennahverkehr sowie bestimmte Außenbereiche mit besonderem Schutzbedürfnis.

Fortan gelte ein Rauchverbot insbesondere in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen, auf öffentlichen Kinderspielplätzen, an Bus- und Straßenbahnhaltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs, auf Schulgeländen einschließlich der Schulhöfe, sowie in bestimmten Außenbereichen wie Zoos, Freizeitparks und Freibädern. Das Gesetz gelte künftig neben den klassischen Tabakprodukten auch für E- Zigaretten, Tabakerhitzer sowie vergleichbare Produkte – unabhängig vom Nikotin- oder Cannabisgehalt.

In bestimmten Bereichen seien Ausnahmen zulässig, und zwar könnten in Zoos, Freizeitparks und Freibädern klar abgegrenzte Raucherbereiche ausgewiesen werden. In der Gastronomie, in Diskotheken, Shisha-Bars, Spielbanken und Spielhallen sei das Rauchen in gesonderten Rauchernebenräumen erlaubt. Der Zutritt sei dort allerdings ausschließlich volljährigen Personen gestattet. Ferner müsse bereits am Eingang deutlich auf vorhandene Rauchernebenräume hingewiesen werden. Bier-, Wein- und Festzelte seien vom Rauchverbot ausgenommen. Unter bestimmten Voraussetzungen blieben auch sogenannte Raucherkneipen mit weniger als 75 Quadratmetern Gastfläche weiterhin zulässig.

Kontrollen sowie Bußgelder bei Verstößen
Für die Kontrollen seien die jeweils Verantwortlichen der Bereiche und Einrichtungen beziehungsweise die Ortspolizeibehörden zuständig. Verstöße gegen das Rauchverbot könnten durch die Ortspolizeibehörden künftig mit Bußgeldern von bis zu 200 Euro, im Wiederholungsfall von bis zu 500 Euro geahndet werden. Betreiberinnen und Betreiber, die ihren Kennzeichnungs- und Kontrollpflichten nicht nachkommen, müssten mit höheren Bußgeldern rechnen.

-lbw-

.

*************************

.

Steigerung
in der »Parahotellerie«

.
Schweiz – Die »Parahotellerie« in der Schweiz habe im Jahr 2025 rund 18,1 Millionen Logiernächte verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr sei dies eine Steigerung um 4,7 Prozent. Die ausländische Nachfrage sei um 9,8 Prozent auf 6,3 Millionen, die Zahl der Logiernächte bei den inländischen Gästen um 2,1 Prozent auf 11,7 Millionen gestiegen.

Mehr Gäste in Ferienwohnungen
Im Jahr 2025 sei der grösste Anteil der Logiernächte in der Parahotellerie auf kommerziell bewirtschaftete Ferienwohnungen zurückgegangen (40,7 Prozent). Mit einem Jahrestotal von 7,4 Millionen Logiernächten sei die Nachfrage gegenüber 2024 um 4,3 Prozent gestiegen. Die inländische Nachfrage sei um 1,4 Prozent gewachsen und habe 4,2 Millionen Logiernächte erreicht. Die ausländische Nachfrage sei um 8,6 Prozent auf 3,1 Millionen Logiernächte gestiegen. Die Gäste aus Europa (2,4 Millionen /+6,5 Prozent) hätten 77,5 Prozent der Logiernächte der ausländischen Gäste generiert. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in kommerziell bewirtschafteten Ferienwohnungen habe sich 2025 auf 5,9 Nächte belaufen. Verteilt auf die sieben Grossregionen sei die Nachfrage in der Genferseeregion mit 2,7 Millionen Logiernächten am stärksten gewesen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einer Kollektivunterkunft habe 2,8 Nächte betragen.

Mehr Übernachtungen auf Campingplätzen
Die Anzahl der Logiernächte auf Campingplätzen sei um 8,2 Prozent auf 5,2 Millionen gestiegen. 2025 sei die Nachfrage bei der Kundschaft aus dem Inland (3,1 Millionen/ +6.7 Prozent) als auch die Anzahl der ausländischen Gäste (+10,7 Prozent auf 2,1 Millionen) gegenüber 2024 gestiegen. Mit 96,4 Prozent hätten die Gäste aus Europa den grössten Anteil an der ausländischen Nachfrage ausgemacht. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer habe 2025 bei 2,8 Logiernächten gelegen. Mit je 1,2 Millionen Logiernächten seien der »Espace Mittelland« und die »Genferseeregion« die Grossregionen mit der
höchsten Anzahl an Logiernächten auf Campingplätzen geswesen.

-chbk-

.

*************************

.

Bestätigung
des AAA-Ratings

.
Liechtenstein – Am 25. Mai 2026 habe die internationale Ratingagentur S&P Global Ratings das »Länderrating« für Liechtenstein mit der Bestnote Triple-A mit stabilem Ausblick bestätigt. Liechtensteins Regierungschefin und Finanzministerin Brigitte Haas zeige sich sehr erfreut über die erneute Vergabe der Höchstnote durch die Ratingagentur: »Gerade im aktuellen wirtschaftlich und geopolitisch herausfordernden Umfeld darf diese Bestnote für Liechtenstein nicht als eine Selbstverständlichkeit betrachtet werden. Das Rating bestätigt die Attraktivität Liechtensteins als sicheren und stabilen Wirtschaftsstandort«.

Tatsächlich gehe S&P Global Ratings im Bericht auch auf die aktuellen Herausforderungen ein, die gerade für Liechtensteins offene und exportorientierte Volkswirtschaft einschneidend seien. Mit Verweis auf die hohe Unsicherheit, geopolitische Spannungen, gedämpfte Investitionsausgaben und die geringere Nachfrage wichtiger Handelspartner prognostizierte S&P Global Ratings Liechtenstein daher im Jahr 2026 ein stagnierendes Wirtschaftswachstum. Ab dem nächsten Jahr gehe S&P Global Ratings wieder von einem positiven Wachstum des realen BIP aus. S&P Global Ratings weise dabei insbesondere auf die hohe Widerstandsfähigkeit des liechtensteinischen Arbeitsmarkts und die im Vergleich zu anderen europäischen Ländern tiefere Arbeitslosenquote hin.

Vorrausschauende Haushaltspolitik bleibe zentral
Außerdem beherberge Liechtenstein zahlreiche kleine, mittlere und grosse exportorientierte Unternehmen, die in Nischenmärkten weltweit führend seien. Die Innovationskraft sei hoch und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lägen seit längerem weit vor denen der meisten anderen OECD-Länder. Daher erweise sich die liechtensteinische Wirtschaft trotz einer Reihe aufeinanderfolgender externer Schocks in den letzten Jahren als resilient. Des Weiteren gehe die Agentur davon aus, dass die liechtensteinische Regierung ihre Erfolgsgeschichte der proaktiven und raschen Übernahme internationaler Standards und der aktiven grenzüberschreitenden Zusammenarbeit fortsetzen werde. Wichtig seien laut S&P Global Ratings auch die solide Haushaltslage und die finanziellen Reserven des Landes. Der umsichtige Regulierungsrahmen und die strategische und vorausschauende Haushaltspolitik der Regierung seien wichtig, um die Kreditwürdigkeit des Landes vor den globalen wirtschaftlichen und finanziellen Unsicherheiten zu schützen.

-RdFL-

.

*************************

.

Windkraft
als Schlüssel 
zur Energieautonomie

.

.
Vorarlberg – Der Faktencheck von Argumenten »pro und kontra Windkraft« und die Frage nach der Qualität von Diskurs und Beteiligung lockten kürzlich rund 150 Gäste zur »Energie Lounge« ins Vorarlberg Museum. Dort sei deutlich geworden, dass die Energieautonomie ohne Windkraft kaum zu schaffen sei – gleichzeitig brauche es klare Kriterien, transparente Prozesse und breite gesellschaftliche Einbindung. Vorarlbergs Zukunft sei elektrisch, der Ersatz von Öl und Gas in Haushalten, Industrie und Mobilität erfolge durch Strom, und zwar von der Wärmepumpe bis zum Elektro-LKW. Vorarlberg verfüge über gute Voraussetzungen, den dadurch erwartbaren Anstieg des Stromverbrauchs von etwa 40 Prozent durch erneuerbare Energieträger abzudecken. Die Voraussetzung sei, dass der bisher stark von Wasserkraft und immer mehr von Photovoltaik gespeiste Strommix durch eine Komponente ergänzt werde, die auch im Winter zuverlässig Strom liefere. Auch wenn Vorarlberg im Gegensatz zu Niederösterreich oder dem Burgenland kein klassisches Windland sei, sollten mittelfristig bis zu fünf Prozent der Stromversorgung mit regionaler Windkraft abgedeckt werden. Das stehe auch in der gerade überarbeiteten Energieautonomie-Strategie bis 2030.

Neben dem Schutz von Vögeln und Fledermäusen werde der Schutz der Landschaft ganz grundsätzlich oft als Argument gegen die Windkraft angeführt. Bei den vielen Argumenten, die für und gegen Windkraftanlagen sprächen, sei eine möglicherweise auch emotional geführte Diskussion vorprogrammiert. In dieser komme vor allem den Standortgemeinden eine große Verantwortung zu, wie auch an anderen aktuellen Energieprojekten sichtbar sei. Den Gemeinden obliege es, die Prozesse zur Information und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zu initiieren und den richtigen Zeitpunkt dafür zu finden. In der Regel erfolge die Kommunikation zu solchen Projekten zu spät, was zu sich schnell verhärtenden Fronten führe und Gemeinden durchaus spalten könne.

-vlk-

.

*************************

.

Studie
zu einer variablen Maut
am Brennerkorridor

.
Tirol / Südtirol / Trentino / Bayern – Bayern, Südtirol und das Trentino hätten im Mai 2026 den Startschuss für eine gemeinsame Machbarkeitsstudie zur Einführung einer »variablen Maut« für den Güterverkehr auf der Brennerachse gegeben. Mit einem Treffen der Arbeitsgruppe sei die inhaltliche Arbeit aufgenommen worden. Die Studie solle innerhalb des Jahres abgeschlossen werden. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter werbe für eine gemeinsame Lösung und erklärte: »Maßnahmen wie Blockabfertigung und Nachtfahrverbote sind nicht die Lösung. Wir müssen weiter miteinander im Gespräch bleiben, wie wir einen guten Brennertransit ermöglichen können. Eine variable Maut könnte hierbei eine wichtige Rolle spielen«.

Ziel der Studie ist es, die technische, rechtliche und wirtschaftliche Umsetzbarkeit sowie die verkehrliche Wirksamkeit einer sogenannten »variablen Maut« zu prüfen. Das Grundprinzip sei einfach: In Zeiten besonders hoher Verkehrsbelastung – etwa zu Spitzenstunden oder an stark frequentierten Tagen – solle die Maut höher ausfallen, während sie in verkehrsärmeren Zeiten günstiger gestaltet werden könnte. Durch diese gezielte Preisdifferenzierung solle der Güterverkehr dazu angeregt werden, Fahrten außerhalb der Spitzenzeiten zu verlagern und so zur Entlastung der stark belasteten Brennerautobahn beizutragen. Erste Simulationen hätten ergeben, dass eine erheblich erhöhte Maut an Spitzenzeiten von Fahrten in diesen Zeiten abhalte.

Die Studie werde unter anderem untersuchen, wie ein solches Mautsystem konkret ausgestaltet werden könne, welche Formen der zeitlichen und preislichen Differenzierung sinnvoll und rechtlich zulässig seien und wie Transportunternehmen voraussichtlich auf unterschiedliche Mauthöhen reagieren würden. Ebenso sollen potenzielle Auswirkungen auf Verkehrsflüsse, Umwelt und Wirtschaft beleuchtet werden. Südtirols Landesrat für Mobilität, Daniel Alfreider, erklärte: »Die Studie zur variablen Maut ist ein weiterer wichtiger Beitrag auf dem Weg zu gemeinsamen Lösungen entlang der Brennerachse. Gerade bei einem sensiblen Thema wie dem alpenquerenden Güterverkehr können nur abgestimmte, grenzüberschreitende Maßnahmen wirksam sein. Einzelmaßnahmen können auf einem gemeinsamen Korridor nie zielführend sein«.

Der Ansatz einer »variablen Maut« werde von der europäischen Ebene gutgeheißen und als Teil einer Gesamtlösung für den Brennerkorridor betrachtet. Die Ergebnisse sollen eine fundierte Entscheidungsgrundlage für mögliche weitere politische und verkehrsplanerische Schritte auf dem Brennerkorridor liefern. Zu unterscheiden davon sei die bereits vorliegende Idee einer digitalen Verkehrssteuerung in Form eines »Slot-Systems«. Aufgrund der laufenden Klage Italiens gegen die Verkehrsbeschränkungen durch das Land Tirol ruhten jedoch die Überlegungen hierzu.

-bstmb-

.

*************************

.

Zeitgenössische
Kunst
vereint 150 Jugendliche

.
Südtirol – Ein großes Fest der künstlerischen Begegnung für Jugendliche in Rovereto bildete am 28. Mai 2026 den Abschluss der dritten Ausgabe von »Euregio-KIDS – Kunst in die Schule«. Das Ausstellungs- und Bildungsprojekt fördere die grenzüberschreitende Zusammenarbeit über die universelle Sprache der Kunst. Rund 150 Schülerinnen und Schüler aus den in diesem Schuljahr teilnehmenden Schulen der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino präsentierten ihre während des Schuljahrs entstandenen Arbeiten.

Inspiration dank Wanderausstellung
»Körpergeschichten«, bestehend aus zwölf zeitgenössischen künstlerischen Positionen aus den Sammlungen der teilnehmenden Partnermuseen Mart (Museum für moderne und zeitgenössische Kunst von Trient und Rovereto), Museion in Bozen und Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck seien zu entdecken. Dank der Synergie zwischen diesen drei musealen Einrichtungen ermögliche das abwechslungsreiche Vermittlungsprogramm den Jugendlichen, sich mit kulturellen und sozialen Identitäten auseinanderzusetzen, verschiedene zeitgenössische Sprachen zu erkunden und mit Hilfe der Kreativität die geographischen Grenzen zu überwinden. Mit Hilfe der dritten Ausgabe des Euregio-Projekts sei die Wanderausstellung bereits an 18 Schulen gezeigt worden.

-lpast-

.

*************************

*************************

.

… weiter zum Alpenrand-Magazin Archiv 2026-05

.

*************************

.

Um technisch einwandfrei funktionieren zu können, verwendet diese Website Cookies. Cookie-Richtlinie

Impressum / AGB&Datenschutzhinweise

.

.