Alpenrand-Magazin Archiv 2026/07

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Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus

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KW 28 – 2026
05. – 12.07.2026

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Umstrittener
Bescheid ausgesetzt:
Gams und Co. hat Schonzeit zurück

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Bayern – Zum zweiten Mal binnen einer Woche sei der Verein »Wildes Bayern« mit einer Klage erfolgreich gewesen, weil sich eine Jagdbehörde nicht ausreichend mit vorliegenden Argumenten auseinandergesetzt habe, als sie die Schonzeit für eine Wildart aufgehoben hatte. Gemäß einer aktuellen Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs dürfe im Landkreis Garmisch-Partenkirchen keine Gams, kein Rotwild und kein Reh mehr abseits der regulären Jagdzeit geschossen werden.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) habe in einem Eilverfahren am 24. Juni 2026 die »Schonzeitaufhebung für Gamswild« in einem Revier des Forstbetriebs Oberammergau des Unternehmens Bayerische Staatsforsten (BaySf) ausgesetzt. »Damit darf jetzt im ganzen Landkreis Garmisch-Partenkirchen außerhalb der Jagdzeiten kein Schuss mehr auf eine Gams fallen, bis über eine Klage von Wildes Bayern gegen den Bescheid des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen in der Hauptsache entschieden ist«, erläuterte »Wildes Bayern«-Vorsitzende Dr. Christine Miller.

Der VGH habe eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts München revidiert, das die Klage von »Wildes Bayern« gegen die Schonzeitaufhebung für Reh, Rotwild und Gams für drei Jahre auf einer Fläche der Bayerischen Staatsforsten im Riffelwald abgewiesen hatte. Hauptgrund für den VGH sei gewesen, dass die Untere Jagdbehörde am Landratsamt Garmisch-Partenkirchen (UJB) ihr so genanntes Ermessen nur sehr einseitig und eingeschränkt ausgeübt habe. »Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen hat sich nach Ansicht der Juristen offenbar einseitig auf die Argumente des Forstes gestützt, also des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und des Betriebs der BaySf. Was der Wildökologe des Landratsamts oder die Untere Naturschutzbehörde dazu sagten, ist hingegen komplett unter den Tisch gefallen«, so Dr. Miller.

Die Störungen von besonders geschützten Arten, wie dem Birkhuhn, durch die Jagd hätten laut Naturschutzbehörde im Bescheid mit Auflagen berücksichtig werden müssen, was jedoch nicht geschehen sei. Solchen speziellen Anforderungen werde nicht Genüge getan, indem pauschal auf die freiwillige Selbstverpflichtung der Bayerischen Staatsforsten zum Naturschutz oder ihre gesetzliche Pflicht zur vorbildlichen Jagdausübung verwiesen werde, machten die Richter deutlich. Der VGH schreibe ferner, dass ein »bloßer Verweis auf eine erforderliche Waldverjüngung« oder »pauschal den Klimawandel« nicht ausreiche, um den Sonderfall einer »Schonzeitaufhebung« zu rechtfertigen. Deshalb sei der Bescheid des Landratsamts Garmisch-Partenkirchen vom Gericht bis zum Abschluss der Hauptverhandlung ausgesetzt worden. Der VGH habe in seiner Begründung explizit festgehalten: »An der Vollziehung eines rechtswidrigen Verwaltungsaktes kann kein öffentliches Interesse bestehen«. Und auch das habe der VGH betont: »Wildes Bayern e. V. vertrete ein öffentliches Interesse«.

Tatsächlich sei die Zahl der »Schonzeitaufhebungen« in ganz Oberbayern durch den massiven juristischen Gegenwind von »Wildes Bayern« von über 90 im Jahr 2024 auf nur noch elf Anträge im Jahr 2025 zusammengeschmolzen. Diese seien von den Landratsämtern von Berchtesgaden bis Garmisch erlassen worden. Davon seien zwei nach Ansicht von »Wildes Bayern« räumlich so beschränkt und konkret, dass eine Klage nicht notwendig sei. Acht weitere Bescheide habe der Verein beklagt. Vier seien in der Zwischenzeit von den Behörden zurückgenommen, und einer – der hier beschriebene Fall – sei nun im Eilverfahren vom VGH behandelt und vorerst aufgehoben worden. »Wildes Bayern« habe sich jetzt ähnlichen Fällen im Bezirk Schwaben zugewandt und möchte klären lassen, ob die Jagd- und Naturschutzgesetze auch im Landkreis Oberallgäu Geltung hätten.

-am- Bild: wb

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Drug
Checking
Verordnung

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Baden-Württemberg – Die Landesregierung Baden-Württemberg habe am 30. Juni 2026 den Weg für qualitätsgesicherte »Drug-Checking«-Angebote geebnet. Der Ministerrat habe den Entwurf einer Verordnung über die Durchführung von Modellvorhaben zu Substanzanalysen zur Anhörung freigegeben. Mit dem Verordnungsentwurf setze Baden-Württemberg eine bundesrechtliche Verpflichtung aus Paragraf 10b Betäubungsmittelgesetz (BtMG) um und greife zugleich ein wichtiges gesundheitspolitisches Vorhaben auf. »Angesichts der zunehmenden Verbreitung gefährlicher synthetischer Opioide und Medikamentenfälschungen auch bei uns im Land ist Drug-Checking eine wichtige Maßnahme des Gesundheitsschutzes und der Überlebenshilfe für drogenkonsumierende Menschen. Drug Checking ist aus meiner Sicht ein bedeutender Baustein in einem Maßnahmenpaket, mit dem wir der hohen Zahl von Drogentoten begegnen. Wir wollen Menschen schützen, die sonst durch unerwartet starke oder verunreinigte Substanzen ihr Leben riskieren, oft ohne jede Verbindung zum Suchthilfesystem«, so Baden-Württembergs Sozial- und Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand.

Gezielt warnen können
Durch »Drug-Checking« könnten mitgebrachte, nicht ärztlich verschriebene Betäubungsmittel qualitativ und quantitativ analysiert werden. Untrennbar verbunden sei damit eine persönliche Beratung. Die Konsumierenden sollen über die Risiken der Substanz und des Konsums aufgeklärt werden und erhielten Hinweise zu Safer-Use und weiterführenden Hilfsangeboten. Damit sollen auch Personen erreicht werden, die bislang keinen Kontakt zu Angeboten der Suchthilfe hatten. »Drug-Checking kann uns zugleich ein aktuelles Bild davon vermitteln, welche Substanzen auf dem sehr schnelllebigen Drogenmarkt gehandelt werden. Im Zusammenwirken mit dem bundesweiten Monitoring- und Frühwarnsystem National Early Warning System können wir Drogenkonsumierende und Hilfesystem gezielt warnen, wenn gefälschte Medikamente oder mit hochwirksamen synthetischen Opioiden versetzte Drogen auftauchen. Das kann buchstäblich Leben retten«, erklärte Hildenbrand. Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) habe den Aufbau eines solchen »Frühwarnsystems« jüngst einstimmig unterstützt.

-lbw-

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Dieselbusse
umrüsten 
statt ersetzen

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Schweiz – Würde man bestehende Dieselbusse für den Elektrobetrieb umrüsten, liesse sich der gesamte europäische Busverkehr rund 15 Jahre früher elektrifizieren, das zeige eine aktuelle Studie der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). Davon würde nicht nur die Umwelt profitieren, sondern auch die Busbetreiber. Mit den eingesparten Kosten könnten sie das Angebot ausbauen – und das ohne grossen Bedarf an zusätzlicher Infrastruktur.

Eine der wichtigsten »Baustellen« auf dem Weg zu »Netto-Null« sei der Verkehr. Elektrische Fahrzeuge könne Verbrenner ersetzen; öffentlicher Verkehr solle zu-, Individualverkehr eher abnehmen. Busse seien dabei eine besonders attraktive Option, um den öffentlichen Verkehr auszubauen. Im Gegensatz zum Schienenverkehr benötigten sie kaum neue Infrastruktur. Nehme gleichzeitig mit dem Ausbau der Buskapazitäten der motorisierte Individualverkehr ab, habe es auf den bestehenden Strassen genügend Platz für zusätzliche Busse.

Um ihren Auftrag im Sinne der Nachhaltigkeit zu erfüllen, sollten Busse allerdings mit Strom fahren. Heutzutage würden Dieselbusse zunehmend durch Elektrobusse ersetzt. Dieser Prozess stehe aber erst am Anfang. 2023 seien gerade einmal knapp drei Prozent aller Busse auf europäischen Strassen elektrisch unterwegs gewesen. »Wenn die Busflotte konstant bleibt, dauert es noch bis mindestens 2055, bis mehr als 95 Prozent aller europäischen Busse mit elektrischen ersetzt wären. Das ist nach 2050, dem Jahr, in dem das Netto-Null-Ziel in Europa und der Schweiz erreicht sein sollte – und viele Länder und Regionen haben sich noch ambitioniertere Ziele gesetzt«, so Harald Desing aus der Abteilung »Technologie und Gesellschaft« an der Empa in St. Gallen.

In einer Publikation, die kürzlich in der Fachzeitschrift »Environmental Research: Infrastructure and Sustainability« veröffentlicht wurde, untersuchte Desing deshalb das Potential eines anderen Weges. »Wenn wir bestehende Busse auf Elektrobetrieb umrüsten, anstatt sie durch neue zu ersetzen, erreichen wir die vollständige Elektrifizierung der Busflotte rund 15 Jahre früher – und sparen dabei Emissionen und Rohstoffe«, so der Forscher.

Einfacher Umbau für weniger Emissionen
Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts »CircEUlar« habe Desing das Potential dieses sogenannten »E-Retrofittings« für die europäische Busflotte im Detail untersucht. Seine Studie zeige: Die Umstellung wäre technisch und wirtschaftlich machbar. »Es gibt bereits heute Firmen, die E-Retrofits für Diesel- und Benzinfahrzeuge anbieten«, erklärte Desing. Der grosse Vorteil bei den Bussen: Das Verfahren und die benötigten Bauteile könnten standardisiert werden. »Im Gegensatz zur grossen Vielfalt an Autos gibt es bei Stadtbussen nur wenige Modellreihen, dafür jeweils in grossen Stückzahlen«, ergänzte Desing.

Die durchschnittliche Lebensdauer eines Dieselbusses in Europa betrage rund 20 Jahre. Die ausgedienten Fahrzeuge würden danach meist an andere Länder verkauft, wo sie noch viele Jahrzehnte weiterfahren würden – und weiter Emissionen verursachten. Das »Retrofitting« verhindere, dass der Bus andernorts weiterhin mit Diesel betrieben werde – und die Umrüstung selbst verursache rund 20 bis 50 Prozent weniger Umweltauswirkungen pro Bus als die Produktion eines neuen Busses. Um aus einem Dieselbus einen Elektrobus zu machen, müsse man im Wesentlichen den Motor und das Getriebe ersetzen. Statt Auspuff und Dieseltank würden Batterien montiert. Etwaige Hilfsantriebe für die Klimaanlage, das Bremssystem und die Lenkunterstützung liessen sich relativ einfach auf kleine Elektromotore umstellen.

Schneller und günstiger zur E-Bus-Flotte
Ein weiterer Vorteil des »Retrofittings« sei: Die Flottenbetreiber müssten nicht die 20-jährige Lebensdauer ihrer Fahrzeuge abwarten oder künstlich verkürzen, sondern können die Umstellung jederzeit vornehmen. Die Lebensdauer dürfte sich dadurch sogar verlängern. »Heute werden Busse ersetzt, weil sie moderne Emissionsstandards, etwa bei Feinstaub oder Lärm, nicht mehr erfüllen. Wenn der Antrieb ausgetauscht wird, können Karosserie und Inneneinrichtung oft deutlich länger in Betrieb bleiben«, so Desing. Denkbar wäre auch ein »Retrofitting« von Lastwagen, die in noch grösseren Zahlen auf den Strassen unterwegs seien.

-chbk-

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Stimmen
aus der Pandemie

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Liechtenstein – Mit einem Buchprojekt unter dem Titel »Stimmen aus der Pandemie« möchte die Regierung des Fürstentums Liechtenstein einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Aufarbeitung der »Covid-19-Pandemie« in Liechtenstein leisten. Das Projekt, das kürzlich gestartet wurde, soll Raum für Reflexion schaffen und dazu beitragen, Verständnis und Zusammenhalt in der Gesellschaft nachhaltig zu stärken, indem auch grundrechtliche und ethische Fragen einbezogen werden.

Im Zentrum stehe das Ziel, aus den Erfahrungen der »Corona-Pandemie« Lehren zu ziehen. Dazu sollen im Buch rund 50 Personen aus verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Bereichen zu Wort kommen, die ihre persönlichen Erlebnisse, Wahrnehmungen und Erkenntnisse offen, authentisch und respektvoll schildern. Ergänzend dazu ordneten fachliche Beiträge zentrale rechtliche und ethische Fragestellungen ein und sollen rückblickend zu einem umfassenden Gesamtbild der gesellschaftlichen Situation beitragen.

»Nach der bisherigen Aufbereitung fehlt noch die grundrechtliche und ethische Komponente der Aufarbeitung. Mit dem Buch sollen Gräben überwunden und Brücken gebaut werden«, betonte Liechtensteins Gesellschaftsminister Emanuel Schädler. Das Buch werde im Rahmen einer Präsentation der Öffentlichkeit vorgestellt und soll als Symbol für ein verbessertes gegenseitiges Verständnis unterschiedlicher Perspektiven sowie als offizieller Abschluss der Aufarbeitung der »Covid-19-Pandemie« in Liechtenstein dienen.

-RdFL-

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Verpflichtender
Sachkundenachweis

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Österreich – Wer sich in Österreich künftig erstmals einen Hund, bestimmte Papageienvögel, Reptilien oder Amphibien anschaffen möchte, müsse seit 1. Juli 2026 einen »verpflichtenden Sachkundenachweis« erbringen. Ziel der neuen bundesweiten Regelung sei es, Tierhalterinnen und Tierhalter bereits vor der Anschaffung auf eine verantwortungsvolle und artgerechte Tierhaltung vorzubereiten. »Ein Haustier bedeutet Verantwortung – oft über viele Jahre hinweg. Der Sachkundenachweis vermittelt wichtiges Grundwissen und trägt dazu bei, dass Tiere von Beginn an gut versorgt und ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden. Damit stärken wir das Tierwohl und helfen gleichzeitig, unüberlegte Spontananschaffungen zu vermeiden«, erklärte Vorarlbergs Landesrätin Martina Rüscher.

Die neue Regelung betreffe ausschließlich Personen, die ab dem 1. Juli 2026 erstmals einen Hund, bestimmte Papageienvögel, Reptilien oder Amphibien halten möchten. Wer ein entsprechendes Tier bereits vor diesem Zeitpunkt gehalten habe, müsse den Sachkundenachweis nicht nachholen. Ebenso würden Ausnahmen für Personen bestehen, die bereits ausreichende Erfahrung in der Haltung nachweisen können oder über bestimmte fachliche Ausbildungen verfügten.

Der »Sachkundenachweis« vermittele Grundlagen zur artgerechten Haltung, Pflege, Gesundheit und zum verantwortungsvollen Umgang mit den jeweiligen Tieren. Für Hunde sei vor der Anschaffung ein vierstündiger Theoriekurs zu absolvieren. Zusätzlich sei innerhalb eines Jahres nach Aufnahme der Hundehaltung eine zweistündige Praxiseinheit mit dem eigenen Hund nachzuweisen. Bei Hunden müsse den Sachkundenachweis nur jene Person absolvieren, die als Halterin oder Halter in der Heimtierdatenbank eingetragen sei. Für Reptilien, Amphibien und Papageienvögel sei ein vierstündiger Theoriekurs vorgesehen.

-vlk-

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106 Unternehmen
als »Ausgezeichneter Lehrbetrieb«
ausgezeichnet

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Vorarlberg – Am 29. Juni 2026 wurden in Götzis insgesamt 106 Unternehmen mit dem Qualitätslabel »Ausgezeichneter Lehrbetrieb« geehrt. Die Auszeichnung werde gemeinsam von der Landesregierung, der Wirtschaftskammer Vorarlberg und der Arbeiterkammer Vorarlberg vergeben. Zusätzlich hätten 46 Absolventinnen und Absolventen der »Akademie für Ausbilderinnen und Ausbilder« ihre Zertifikate erhalten. »Diese Betriebe übernehmen Verantwortung. Sie sind ein entscheidendes Element, wenn es darum geht, die Fachkräfte von morgen ideal auszubilden. Vorarlberg ist ein Land der Lehre – mit Investitionen in Ausbildung und gezielter Unterstützung für Betriebe und Jugendliche arbeiten wir zusammen daran, dass das so bleibt«, erklärte Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner.

Insgesamt würden derzeit 317 Vorarlberger Betriebe aus allen Branchen die Landesauszeichnung »Ausgezeichneter Lehrbetrieb« tragen, das seien rund 20 Prozent aller Ausbildungsbetriebe im Land. »Wer ausgezeichnet wird, hat verstanden: Die Lehrausbildung ist eine Chance – für die Jugend, für die Betriebe und für ganz Vorarlberg. Gerade im Umfeld von Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung ist es entscheidend, dass Lehrlinge bestmöglich gerüstet sind«, ergänzte der Landeshauptmann.

Auszeichnung für Lehrlingsausbilderinnen und Lehrlingsausbilder
Neben den Lehrbetrieben seien auch 46 Absolventinnen und Absolventen der »Akademie für Ausbilderinnen und Ausbilder« geehrt worden: 33 zertifizierte, acht ausgezeichnete und fünf Diplom-Ausbilderinnen und Ausbilder. »Qualität in der Lehre beginnt bei den Ausbildenden selbst. Wer heute ein Zertifikat erhält, prägt nicht nur Berufe, sondern auch Menschen«, so Wallner. »Das Prädikat Ausgezeichneter Lehrbetrieb ist weit mehr als eine Auszeichnung – es ist ein starkes Bekenntnis zur Qualität in der Ausbildung. Gerade angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen braucht es gezielte Unterstützung für jene Betriebe, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen in die Ausbildung junger Menschen investieren. Maßnahmen wie die Lehrbetriebsförderung sind dabei ein wichtiges Instrument, um dieses Engagement abzusichern und weiter auszubauen. Die ausgezeichneten Betriebe zeigen eindrucksvoll, wie Ausbildung auf höchstem Niveau gelingt. Sie sind zentrale Säulen unseres dualen Systems und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Fachkräftesicherung in Vorarlberg«, erläuterte Wirtschaftskammer-Präsident Karlheinz Kopf.

Seit 1997 werde das »Prädikat Ausgezeichneter Lehrbetrieb« vergeben und gelte jeweils für drei Jahre. Danach müsse jeweils eine neuerliche Zertifizierung beantragt werden. Eine Kommission prüfe die Ausbildungsqualität und mache sich in den Betrieben ein genaues Bild. Mit der Auszeichnung sollen vorbildliche Lehrbetriebe gewürdigt und das Bewusstsein für die Bedeutung einer qualifizierten Lehrausbildung gestärkt werden.

-vlk-

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Vergrämung
und Besenderung 
eines Bären

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Tirol – Seit März 2026 sei im Bezirk Landeck mehrmals die Präsenz eines Bären nachgewiesen worden. Neben Wildkamera- und Videoaufnahmen sowie Spuren, Haarproben und einer Losung habe es zuletzt Ende Juni bei einem gerissenen Schaf auf einer Alm im Gemeindegebiet von Nauders den konkreten Verdacht auf die Beteiligung eines Bären gegeben. Die Ergebnisse der entnommenen Proben stünden noch aus. Insgesamt sei im Bezirk Landeck im heurigen Jahr bisher acht Mal ein Bär nachgewiesen worden. Die Präsenz weiterer Bären sei auf Basis der Nachweise nach derzeitigem Kenntnisstand sehr unwahrscheinlich. Alle Nachweise eines Bären seien bisher weit entfernt von Siedlungsgebieten gewesen. Die Tiroler Landesregierung nehme die Sorgen der Bevölkerung und der Almwirtschaft sehr ernst und habe eine Verordnung erlassen, mit der die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen worden seien, im Bedarfsfall eine Vergrämung und Besenderung eines Bären in diesem Gebiet zu veranlassen.

Vergrämung unter bestimmten Voraussetzungen
Der genaue Aufenthaltsort des Bären sei aktuell nicht bekannt. Aus diesem Grund würden in einem ersten Schritt unter enger Einbindung der Jägerschaft Monitoring-Maßnahmen – beispielsweise durch Wildkameras – intensiviert. Auf Grundlage der Verordnung bestehe unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit im Bedarfsfall jederzeit eine Vergrämung zu autorisieren. Unter Vergrämung verstehe man Maßnahmen, die darauf abzielten, das Tier vorsorglich abzuschrecken, und zwar unter anderem mit Lichtreizen in Verbindung mit akustischen Signalen, Gummigeschossen oder Knallkörpern.

-lt-

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Brennerbahn
abschnittsweise gesperrt

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Südtirol / Tirol – Entlang der Brennerbahnlinie sollen vom 18. Juli bis einschließlich 1. August 2026 umfangreiche Arbeiten an der Bahninfrastruktur stattfinden. Die Bauarbeiten sollen vom italienischen Schienennetzbetreiber RFI (Rete ferroviaria italiana) gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen – ÖBB Infrastruktur AG durchgeführt werden. Die Maßnahmen dienten der langfristigen Modernisierung und Leistungssteigerung der Strecke. Während der Arbeiten komme es auf mehreren Abschnitten zu Sperren und Änderungen im Bahnverkehr. Betroffen seien insbesondere die Abschnitte »Bozen–Brixen« am 18. Juli, »Brixen–Brenner« sowie »Brenner–Gries am Brenner« vom 18. Juli bis 1. August und »Steinach am Brenner–Innsbruck« vom 23. Juli bis 1. August. Zusätzlich sei vom 20. bis 26. Juli auch der Abschnitt Peri–Verona Porta Nuova gesperrt. Während der Sperre werde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Im Regionalverkehr verkehrten Ersatzbusse der Linie B100 je nach Zeitraum zwischen Bozen beziehungsweise Brixen und Brenner. Am Brenner bestehe Anschluss an den von den ÖBB organisierten Ersatzverkehr in Richtung Steinach am Brenner beziehungsweise Innsbruck. Zwischen Bozen und Brixen verkehrten die Regionalzüge im Zeitraum vom 19. Juli bis 1. August in reduziertem Takt. Im Zuge der Arbeiten sollen unter anderem am Bahnhof Brenner Gleisbauarbeiten und der Austausch von Weichen durchgeführt werden. Im Bereich Vahrn sollen die technischen Voraussetzungen für die künftige Anbindung der Riggertalschleife geschaffen werden. Auch an den Bahnhöfen Brixen und Waidbruck-Lajen sollen bestehende Bauprojekte fortgeführt werden. Weitere Arbeiten würden unter anderem Domegliara sowie den Abschnitt Steinach am Brenner–Innsbruck betreffen. Im Ersatzverkehr sei die Mitnahme von Fahrrädern grundsätzlich nicht möglich. Für die Express-Ersatzbusse SV300 zwischen Bozen beziehungsweise Brixen und Innsbruck würden keine südtirolmobil-Fahrscheine gelten.

-lpast-

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Mikrohotels

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Salzburger Land – Die Umnutzung von Wohnungen zu sogenannten »Mikrohotels« sei in einigen wenigen Gemeinden des Bundeslandes Salzburg zuletzt ein Thema geworden. Abhilfe soll nun eine Änderung im Raumordnungsgesetz schaffen. Das Land Salzburg schaffe mit einer Novelle des Raumordnungsgesetzes zusätzliche Möglichkeiten, um touristische Nutzungen – wie »Mikrohotels« – dort zu steuern, wo sie tatsächlich zum Thema würden. Gleichzeitig setze das Land bewusst auf Planung statt auf starre Verbote oder politisch motivierte Einzelfallentscheidungen. Die Regierungsvorlage zur Änderung des Raumordnungsgesetzes soll im salzburger Landtag beschlossen werden.

»Gerade wenn man Regeln für das gesamte Bundesland erlässt, braucht es Fingerspitzengefühl. Das Thema Mikrohotels betrifft derzeit nur wenige Objekte, vor allem im städtischen Bereich. Deshalb wäre es falsch, für das ganze Land starre Vorgaben zu schaffen, die auch Regionen treffen, in denen überhaupt kein Problem besteht«, so Salzburgs Wohnbaulandesrat Martin Zauner. Statt einer gesetzlichen Definition würden Gemeinden künftig ein noch präziseres Instrumentarium erhalten. Über die örtliche Raumplanung könnten sie künftig festlegen, wo touristische Nutzungen zulässig seien und wo nicht. Dabei könnten unter anderem die Anzahl der Gästezimmer, hoteltypische Dienstleistungen oder touristische Nutzflächen berücksichtigt werden. So könnten Gemeinden maßgeschneiderte Lösungen entwickeln, die ihrer jeweiligen Situation entsprächen.

Seit 2022 gelte für Wohnungseigentumsobjekte, die nachträglich touristisch genutzt werden sollen, eine Kennzeichnungspflicht. Wer also aus einer Eigentumswohnung durch den Ausbau der Küche einen Hotelbetrieb machen möchte, benötige schon nach geltender Rechtslage eine entsprechende raumordnungsrechtliche Kennzeichnung.

-ls-

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Landes-
Sportehrenzeichen

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Oberösterreich – Herausragende sportliche Erfolge und jahrzehntelanges Engagement für den organisierten Sport standen am 29. Juni im Mittelpunkt der »Verleihung der Landes-Sportehrenzeichen«. Insgesamt seien 173 Persönlichkeiten aus dem oberösterreichischen Sportwesen von Oberösterreichs Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner in den Kategorien Gold (62) und Silber (111) ausgezeichnet worden. »Mit dem Landes-Sportehrenzeichen würdigen wir außergewöhnliche sportliche Erfolge ebenso wie jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in Vereinen und Verbänden. Diese Auszeichnung ist ein sichtbares Zeichen unseres Dankes an all jene, die den Sport in Oberösterreich mit großem Einsatz und persönlicher Leidenschaft tragen und Oberösterreich damit nicht nur national, sondern auch international zu einem bedeutenden Sportstandort machen«, erklärte Achleitner.

-loö-

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»Prix Styria«
zum zehnten Mal
verliehen

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Steiermark – Seit 2017 verleihe die Steiermärkische Landesbibliothek den »Prix Styria«, eine Auszeichnung für Abschließende Arbeiten (AHS) und Diplomarbeiten (BHS). Drei Abschließende Arbeiten sowie drei Diplomarbeiten seien feierlich prämiert worden. Steiermarks Kulturlandesrat Karlheinz Kornhäusl unterstrich die Bedeutung des Preises: »Mit dem Prix Styria holen wir junge Talente vor den Vorhang, die mit Neugier, Fleiß und Kreativität tief in die steirische Gegenwart und Geschichte eintauchen«. 2026 habe es insgesamt 43 Einreichungen von 22 steirischen Schulen gegeben. Die Jury habe anerkennend die ernsthafte, umfassende und ideenreiche Auseinandersetzung mit Fragen, die gesellschaftliche Relevanz haben honoriert. Die ausgewählten Arbeiten hätten durch Detailwissen, interessante Versuchsanordnungen, historische Recherche und vor allem durch die selbstständigen Schlüsse überzeugt, welche die Verfasserinnen und Verfasser aus den Forschungs- und Versuchsergebnissen gezogen hättern.

-lstmk-

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Beste Bauten
ausgezeichnet

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Kärnten – Im »Architektur Haus Kärnten« wurden kürzlich die Auszeichnungen des »Kärntner Landesbaupreises 2026« verliehen. Kärntens Kulturreferentin Gaby Schaunig habe die Preise in Vertretung von Landeshauptmann und Baukulturreferent Daniel Fellner überreicht und die ausgezeichneten Projekte als beispielgebende Beiträge zu einer qualitätsvollen Baukultur in Kärnten gewürdigt. Insgesamt seien aus 24 eingereichten Projekten ein »Landesbaupreis«, zwei »Anerkennungen«, eine »Belobigung« sowie der Sonderpreis »Beständige Architektur- und Bauqualität« vergeben worden. Darüber hinaus sei das »Jahresstipendium für Architektur 2027« verliehen worden. Für die Organisation und Umsetzung des »Kärntner Landesbaupreises« habe das »Architektur Haus Kärnten« verantwortlich gezeichnet, das den Wettbewerb und die Preisverleihung im Auftrag des Landes Kärnten betreut habe.

-lktn-

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Beschäftigungsprojekt
für psychisch beeinträchtigte
Menschen

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Niederösterreich – »Menschen mit psychischen Erkrankungen brauchen nicht nur therapeutische Unterstützung, sondern auch die Möglichkeit, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und ihre Fähigkeiten einzubringen. Das Projekt »Aktivierende individuelle Beschäftigung« bietet genau diese Chance und schafft wichtige Beschäftigungsmöglichkeiten in einem geschützten Rahme. Mit der Fortführung der Finanzierung wird auch 2026 ein bewährtes Beschäftigungsangebot für Menschen in der Region sichergestellt«, erklärte Niederösterreichs Arbeitsmarkt-Landesrätin Susanne Rosenkranz.

Das Angebot richte sich an Personen ab 18 Jahren, die aufgrund einer psychischen Erkrankung in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt seien und den Anforderungen des regulären Arbeitsmarktes derzeit nicht oder nur eingeschränkt gerecht werden könnten. Die Teilnehmer arbeiteten je nach individueller Belastbarkeit und persönlicher Verfassung in den Bereichen Bügelservice, Textilveredelung, Kleinmontagen und Versand. Das Beschäftigungsausmaß werde dabei flexibel an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst.

-lnö-

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Padbol
Challenge

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Burgenland – Vor einem Jahr entstanden an der »Fußballakademie Burgenland« (AKA Burgenland) drei neue »Padbol-Courts«. Sie sollen die Technik-Ausbildung junger Fußballtalente beflügeln. Kürzlich zeigten Nachwuchshoffnungen bei einer »Padbol-Challenge« mit spannenden Matches ihr Können. »Die drei Padbol-Courts bei der Fußballakademie zu errichten, war die absolut richtige Entscheidung. Sie geben unseren Fußballstars von morgen die Möglichkeit, zusätzlich zum Trainingsprogramm ihre technischen Fähigkeiten auf engem Raum zu perfektionieren«, erläutete Burgenlands Landesrat Heinrich Dorner. In den Bau der »Padbol-Anlage« seien rund 200.000 Euro investiert worden.

Bei der Padbol Challenge hätten sowohl Mädchen als auch die Burschen in ihren jeweiligen Matches ihr Bestes gegeben. Im Rahmen des Turniers hätten einige Spieler des U 18-Kaders einen emotionalen Moment erlebt: Nach ereignis- und vor allem trainingsreichen Jahren würden die Angehörigen des Geburtsjahrganges 2008 nun die Fußballakademie verlassen und seien deshalb von der Akademieleitung und den Teamangehörigen der jüngeren Jahrgänge feierlich verabschiedet worden.

»Padbol« sei 2008 in Argentinien entstanden und verbinde Elemente von Fußball, Tennis, Volleyball und Squash. Gespielt werde auf einem zehn mal sechs Meter großen Platz. Gezählt werde nach demselben Schema wie beim Tennis. Beim Spiel erfolge die Angabe von rechts hinten aus einem als Servicezone bezeichneten Bereich. Von dort aus werde der spezielle »Padbol-Ball« über das Netz nach links in die im Feld des Gegners liegende Empfangszone serviert. Um den Ball innerhalb der eigenen Mannschaft zu halten – erlaubt seien zwei, höchstens drei Zuspiele innerhalb des eigenen Teams – oder um ihn in das gegnerische Feld zu befördern, könnten auch die Glaswände benutzt werden. Das Spiel gewinne, wer zwei Sätze für sich entscheidet.

-lbgld-

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Infektionsrisiko
beim Bornavirus

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Bayern – Das Risiko einer Infektion mit dem gefährlichen »Bornavirus« sei in Bayern trotz eines leichten Anstiegs der Fallzahlen weiterhin gering. Darauf habe Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach hingewiesen. Sie betonte: »Es ist wichtig, dass die Menschen wissen, wie sie sich vor einer Ansteckung schützen können. Deshalb informiere das Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gemeinsam mit Gesundheitsämtern und Landkreisen über geeignete Maßnahmen«. In diesem Jahr seien bislang fünf Bornavirus-Fälle in Bayern registriert worden – das seien drei mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Im gesamten Meldejahr 2025 seien es bayernweit fünf Erkrankungsfälle, im Meldejahr 2024 nur zwei gewesen. Alle fünf bayerischen Betroffenen aus dem Jahr 2026 starben infolge der Erkrankung. Das »Borna Disease Virus 1« (BoDV-1) führe zu einer schweren Gehirnentzündung (Enzephalitis).

LGL-Präsident Prof. Dr. Christian Weidner erklärte: »Eine spezifische Therapie für BoDV-1- Infektionen oder einen Impfstoff gibt es bislang nicht. Die Behandlung besteht entsprechend weiterhin im Wesentlichen aus unterstützenden Maßnahmen mit intensivmedizinischer Betreuung der Patientinnen und Patienten. Um mehr über die Borna’sche Krankheit beim Menschen herauszufinden, wird seit dem Jahr 2023 im Rahmen des Zoonotic Bornavirus Focalpoint Bavaria (ZooBoFo) zum Thema Bornavirus-Infektionen geforscht. Dabei handelt es sich um ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt von LGL, Friedrich-Loeffler-Institut sowie den Universitätskliniken Regensburg und Augsburg/Ulm. Ziel ist unter anderem, den Übertragungsweg von BoDV-1 auf den Menschen einzugrenzen sowie weitere Erkenntnisse zum Verlauf der Infektion bei Tier und Mensch und zu den Eigenschaften des Virus zu gewinnen«.

Hintergrund: Bornavirus
Beim »Borna Disease Virus 1« (BoDV-1) – umgangssprachlich als »Bornavirus« bezeichnet – handele es sich um den Erreger der »Borna’schen Krankheit«, die seit mehr als 250 Jahren als Tierseuche bekannt sei. Im Jahr 2018 sei »BoDV-1« erstmalig als Ursache schwerer Gehirnentzündungen beim Menschen identifiziert worden. Infektionen beim Menschen seien sehr selten und bislang überwiegend in ländlich geprägten Regionen nachgewiesen worden. Das Virus komme vor allem in Bayern und weiteren Teilen Süd- und Ostdeutschlands vor, sowie auch in Teilen der Schweiz, Österreichs und in Liechtenstein.

Als natürliches Reservoir gelte die Feldspitzmaus (Crocidura leucodon), die selbst nicht infolge einer BoDV-1-Infektion erkranke. Infizierte Feldspitzmäuse schieden das Virus aber unter anderem über Urin, Kot, Speichel und die Haut aus. Spitzmäuse sind meist kleiner als Hausmäuse und an ihrer langen, spitz zulaufenden Schnauze und den im Vergleich zu anderen Mäusen deutlich kleineren Augen und Ohren erkennbar. Weitere Informationen: BoDV1

-bstmgp-

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Handbuch
für Kur- und Heilwälder

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Baden-Württemberg – »Ein Spaziergang im Wald tut Menschen gut. Er senkt die Herzfrequenz und den Blutdruck, baut Stresshormone ab und sorgt für Wohlbefinden. Wir wollen die Lust auf Gesundheit und Erholung im Wald unterstützen. Hierfür haben wir ein Handbuch entwickelt, um Kur – und Heilwaldprojekte landesweit zu stärken sowie gesundheitsfördernde und therapeutische Angebote im Wald praxistauglich und wissenschaftlich fundiert zu unterstützen«, erklärte Baden-Württembergs Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges, am 2. Juli 2026 anlässlich der Veröffentlichung des Handbuchs. Das neue »Handbuch für Kur- und Heilwaldprojekte« bündele Fachwissen aus der Forstwirtschaft, Medizin, Public Health und Tourismus und mache dieses Wissen für die Praxis nutzbar. Der Leitfaden biete von der Idee über die Umsetzung bis hin zum laufenden Betrieb vielfältige Informationen und Hilfestellungen.

Während »Kurwälder« auf Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung ausgerichtet seien, liege der Fokus in »Heilwäldern« auf der therapeutischen Behandlung von definierten Krankheitsbildern. Beide Ansätze einten das Ziel, die positiven Wirkungen von Waldaufenthalten systematisch für die menschliche Gesundheit zu nutzen. In der Praxis würden die Ansätze daher häufig kombiniert. Erste »Kur- und Heilwald-Pilotprojekte« zeigten bereits, wie die Zusammenarbeit verschiedener Bereiche und Institutionen in der Praxis funktioniere.

-lbw-

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Neues
geologisches
3D-Modell

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Schweiz – Mit dem »Nationalen Geologischen Modell« (NGM) entwickele »swisstopo« derzeit eine digitale Darstellung des Schweizer Untergrunds. Diese nationale Dateninfrastruktur liefere die wesentlichen Grundlagen für die Planung und Umsetzung von Projekten in Bereichen wie Energie, Infrastruktur oder Naturgefahrenprävention. Die Veröffentlichung eines neuen geologischen 3D-Modells markiere einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung des Programms. Die Oberfläche der Schweiz sei bislang sehr gut dokumentiert. Ihr Untergrund hingegen sei zum Teil noch wenig erforscht. Fundierte geologische Kenntnisse seien jedoch unerlässlich, um unter anderem die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, Naturgefahren vorzubeugen und Grossbauwerke zu realisieren.

Eine nationale Infrastruktur für geologische Daten
Das Nationale Geologische Modell habe zum Ziel, bis 2032 zwei- und dreidimensionale geologische Modelle zu entwickeln, die das gesamte Gebiet der Schweiz abdeckten. Dieser Ansatz sei auf die Besonderheiten der wichtigsten geologischen Regionen des Landes zugeschnitten und ermögliche es, Informationen insbesondere aus geologischen Karten, Bohrdaten, geophysikalischen Daten und geologischen Profilen zu integrieren und zu harmonisieren, um eine einheitliche Darstellung des Untergrunds zu liefern. Die so gewonnenen Informationen sollen zentral bereitgestellt werden und könnten mit anderen Georeferenzdaten des Bundes kombiniert werden.

Die im Rahmen von NGM entwickelte Plattform www.swissgeol.ch bilde eine nationale Daten- und Wissensinfrastruktur zum Schweizer Untergrund. Zusammen mit map.geo.admin.ch lieferten die beiden Plattformen dem Bund, den Kantonen, der Wissenschaft und der Privatwirtschaft zuverlässige und zugängliche Grundlagen für die Planung, Bewilligung und Umsetzung von Projekten in so unterschiedlichen Bereichen wie Energie, Rohstoffe, Infrastruktur oder Naturgefahrenmanagement. Durch die Verbesserung des Zugangs zu geologischen Daten fördere das Programm die Wiederverwendung bestehender Daten, senke die Kosten für deren Erfassung und steigere deren wirtschaftlichen Wert.

-chbk-

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KW 27 – 2026
28.06. – 05.07.2026

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14. Landestag
der Verkehrssicherheit

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Bayern – Die Nürnberger Altstadt stand kürzlich ganz im Zeichen der Verkehrssicherheit. Als Schirmherr eröffnete Bayerns Innenminister Joachim Herrmann den »14. Landestag der Verkehrssicherheit« unter dem Motto »Null Risiko – 100 Prozent Leben«. Im Mittelpunkt stand die Sicherheit auf Bayerns Landstraßen. Herrmann betonte: »Zu hohe Geschwindigkeit, riskante Überholmanöver und Unachtsamkeit kosten auf Landstraßen immer wieder Menschenleben. Im letzten Jahr waren es dort 313 Verkehrstote, 16 Personen mehr als im Jahr 2024. Der Anstieg ist vor allem darauf zurückzuführen, dass es auf Landstraßen im letzten Jahr über 13 Prozent mehr tödliche Geschwindigkeitsunfälle gab. Dieser Entwicklung treten wir mit umfassender Aufklärung, gezielten Kontrollen und konsequenter Ahndung von Verstößen entschieden entgegen. Auch wenn sich Risiken im Straßenverkehr nicht vollständig ausschließen lassen, unterstreicht das Motto des diesjährigen Landestages die gemeinsame Aufgabe, Unfälle so weit wie möglich zu reduzieren«.

Unter anderem hatte die Besucherinnen und Besucher auf mehr als 80 Ausstellerflächen ein abwechslungsreiches Programm für alle Altersgruppen rund um das Thema Verkehrssicherheit erwartet. Zu den Höhepunkten zählten Vorführungen des Spezialeinsatzkommandos (SEK) mit Polizeihubschrauber sowie des Unterstützungskommandos (USK) der Bayerischen Polizei. Parallel zum Landestag lud die Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte in unmittelbarer Nähe zu einem »Tag der offenen Tür« ein und gewährte spannende Einblicke in die vielfältigen Aufgaben des Innenstadtreviers. Die Gäste konnten sich in diesem Jahr somit über doppelt so viele Erlebnisse, zahlreiche Mitmachangebote und vielfältige Einblicke für die ganze Familie freuen. Erstmals wurde die Veranstaltung von einem Gebärdensprachdolmetscher begleitet.

Jedes Jahr richte ein anderes bayerisches Polizeipräsidium den »Landestag der Verkehrssicherheit« aus. Der Landestag greife die Schwerpunkte des Verkehrssicherheitsprogramms 2030 »Bayern mobil – sicher ans Ziel« auf.

-bstmi-

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Steuererklärung
mit einem Klick 
startet

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Baden-Württemberg – Die Steuererklärung soll für viele Menschen einfacher und schneller werden. Diesbezüglich starte am 1. Juli 2026 bundesweit die neue Funktion »Steuererklärung per App mit einem Klick« in der »MeinELSTER+-App«. Die Finanzverwaltung nutze dafür Daten, die ihr bereits vorliegen, und erstelle damit eine vorausgefüllte Steuererklärung sowie eine Vorschau des voraussichtlichen Steuerbescheids. Nutzerinnen und Nutzer könnten die Angaben prüfen, bei Bedarf anpassen und die Erklärung anschließend mit einem Klick digital ans Finanzamt übermitteln.

Erste Nutzerinnen und Nutzer
Das Angebot richte sich in einem ersten Schritt an ledige, kinderlose Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie an Bezieherinnen und Bezieher von Alterseinkünften, die keine weiteren Einkünfte erzielen. Bundesweit seien das rund 11,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger. In den kommenden Jahren soll die »Ein-Klick-Funktion« auf weitere Nutzergruppen ausgeweitet und um zusätzlichen Service erweitert werden. Die einheitliche Lösung sei im Auftrag von Bund und Ländern im Rahmen des Vorhabens »KONSENS« entwickelt worden und verzichte auf länderspezifische Einzellösungen.

-lbw-

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Verkehrspolitische
Themen

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Schweiz – In Bern haben sich am 26. Juni 2026 Vertreterinnen und Vertreter der Schweiz und der EU zur halbjährlichen Sitzung des »Gemischten Landverkehrsausschusses« getroffen. Thematisiert wurden unter anderem »Massnahmen der Schweiz zur Gewährleistung der Sicherheit im Schienengüterverkehr« und die vom schweizerischen Parlament beschlossene »Durchfahrtsabgabe für den motorisierten Transitverkehr«.

Die Sitzung zu Landverkehrsfragen habe im Zeichen des Informationsaustausches und der Fortführung der Beziehungen im Verkehrsbereich stattgefunden. Die Schweizer Delegation habe die Massnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit im Schienengüterverkehr erläutert, welche das Schweizer Bundesamt für Verkehr im Nachgang zum Unfall im Gotthard-Basistunnel ergriffen habe. Sie habe bekräftigt, dass sich die Schweiz weiterhin für eine Lösung auf gesamteuropäischer Ebene einsetze.

Weiter habe die Schweizer Delegation die Vertreterinnen und Vertreter der EU über den Auftrag der Schweizer Bundesversammlung informiert, künftig für Fahrzeuge, die aus einem Nachbarstaat in die Schweiz einreisten und ohne längeren Aufenthalt in einen anderen Nachbarstaat weiterfahren würden, eine sogenannte »Durchfahrtsabgabe« zu erheben. Diese würde nicht für gewerbliche Personen- und Gütertransporte gelten, die gemäss Landverkehrsabkommen von solchen Abgaben befreit seien. Bei der Erhebung würden verschiedene Faktoren – beispielsweise Verkehrsaufkommen und Tageszeit – berücksichtigt.

-chbk-

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Abschluss
des Jubiläumsjahres
»30 Jahre Kinderrechte«

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Liechtenstein – Mit einer besonderen Begegnung zwischen Kindern, Jugendlichen und Regierungsrat Emanuel Schädler habe die »Kinderlobby Liechtenstein« am 24. Juni 2026, das Jubiläumsjahr »30 Jahre Kinderrechte in Liechtenstein« feierlich abgeschlossen. Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Organisationen hätten den Gesellschaftsminister im Regierungsgebäude besucht und ihm auf persönliche Weise mit auf den Weg gegeben, was Kinder und Jugendliche bräuchten, um gesund und glücklich aufwachsen zu können.

Im Mittelpunkt der bunten Veranstaltung seien die Stimmen der Kinder und Jugendlichen gestanden. Dabei sei thematisiert worden, was Kinder und Jugendliche glücklich mache, welche Menschen ihnen Halt geben und was Erwachsene tun könnten. Musikalische. Die Veranstaltung habe Minister Schädler mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus verschiedenen Organisationen der »Kinderlobby« zusammengebracht. Dabei sei wichtig gewesen, das breite Spektrum der Kindheit und Jugend abzubilden. Die »Kinderlobby« gelte als ein Netzwerk mit über 30 Organisationen, die sich in Liechtenstein gemeinsam für die Rechte von Kindern und Jugendlichen einsetzten.

-RdFL-

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Staatspreis
»Familie & Beruf«

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Vorarlberg – Gleich drei Unternehmen wurden kürzlich im »VIENNABallhaus« mit dem Staatspreis »Familie & Beruf« 2026 ausgezeichnet. Der Preis mache österreichweit jene Unternehmen und Institutionen sichtbar, die eine besonders familienbewusste Personalpolitik verfolgten und damit aktiv zur Weiterentwicklung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen beitragen würden. Vorarlbergs Landesstatthalter Christof Bitschi, Familienreferent der Landesregierung, hat den Ausgezeichneten gratuliert und betonte: »Dass gleich drei Vorarlberger Betriebe den Staatspreis erhalten haben, zeigt, wie wichtig den Unternehmen im Land die Schaffung familienfreundlicher Rahmenbedigungen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind«.

Die Vorarlberger Preisträger sind: 1. Platz in der Kategorie Private Wirtschaftsunternehmen mit 21 bis 100 Beschäftigten: MASSIVE ART WebServices GmbH. 1. Platz in der Kategorie Private Wirtschaftsunternehmen ab 101 Beschäftigten: illwerke vkw AG und 1. Platz in der Kategorie Öffentlichrechtliche Unternehmen/Institutionen: Fachhochschule Vorarlberg GmbH. »Familien leisten tagtäglich enorm viel – sie sind der Motor unserer Gesellschaft. Wenn Unternehmen flexible, familienbewusste Arbeitsbedingungen schaffen, ermöglichen sie Müttern und Vätern beste Voraussetzungen für die vereinbarkeit von Familie und Beruf und stärken damit zugleich den Wirtschafts- und Lebensstandort«, so Bitschi.

Zum Staatspreis »Familie & Beruf«
Der Staatspreis baue auf den Landesbewerben der Bundesländer auf. Die Auszeichnungen werden in fünf Kategorien vergeben – von Klein-, Mittel- und Großbetrieben bis hin zu öffentlichrechtlichen sowie Non-Profit-Organisationen. Insgesamt seien 18 Unternehmen und Institutionen aus ganz Österreich für ihr herausragendes Engagement zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgezeichnet worden.

-vlk-

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Bergwandern
wird digital

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Tirol / Südtirol / Trentino – Bergwandern gilt als Breitensport, aber mit 37 Prozent auch die alpine Disziplin mit den meisten Todesfällen in Österreich. Gleichzeitig würden sich immer mehr Menschen bei der Tourenplanung auf digitale Apps verlassen – oft ohne zu wissen, wie verlässlich die Daten dahinter sind. Genau hier setze das Euregio-Projekt »DIGIWAY« an: Mit innovativen digitalen Werkzeugen mache es Bergwandern in Tirol, Südtirol und Trentino sicherer. Nach zweieinhalb Jahren Projektlaufzeit wurden kürzlich die Ergebnisse präsentiert – darunter eine »Ausgesetztheitskarte«, die erstmals zeige, wo am Berg wirklich Absturzgefahr drohe. Die Projekt-Gesamtkosten belaufen sich auf rund 700.000 Euro.

Das Herzstück von »DIGIWAY« sei die erste flächendeckende »Ausgesetztheitskarte« für die gesamte Euregio Tirol-Südtirol-Trentino. Sie zeige in vier Farbstufen – von grün bis rot – welche Folgen ein Sturz an einer bestimmten Stelle hätte. Grün bedeute geringe Absturzgefahr, rot hingegen zeige einen sehr ausgesetzten Weg an, an dem ein Absturz lebensgefährlich sein könne. Entwickelt sei die Karte mit modernster Geoinformations-Technologie auf Basis hochauflösender Geländemodelle und amtlicher Wegedaten worden. Potenzielle unmittelbare Absturzbereiche seien ferner über eine zusätzliche pinke Signatur erkennbar. Die Karte ist frei zugänglich und könne in Apps, Webseiten oder Tourenportale integriert werden.

-lt-

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Sondermaßnahmen
für Nahversorgungsdienste

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Südtirol – Die Südtiroler Landesregierung hat am 26. Juni 2026 einer »Verlängerung der Sondermaßnahmen« zugestimmt, mit denen Handelsbetriebe, die einen »Nahversorgungsdienst« in ländlichen Gebieten anbieten, weiterhin unterstützt werden können. Gleichzeitig seien damit einige Änderungen eingeführt worden, unter anderem was die Höhe des Mehrwertsteuerumsatzes – von 450.000 Euro auf 600.000 Euro – die Förderung von Verkaufscontainern oder die Übernahme bestehender Nahversorgungsbetriebe betreffe.

Mit der Anpassung der Richtlinien solle zeitnah neuen Anforderungen und Veränderungen nachgekommen werden. Die Kriterien würden bereits für Anträge gelten, welche ab dem 1. Januar 2026 eingereicht worden seien. »Wir reagieren damit auf die Bedürfnisse der Betriebe und sichern gleichzeitig ab, dass täglich benötigte Dienstleistungen in kleinen, entlegenen Ortschaften angeboten werden können«, so Südtirols Landesrat Marco Galateo. Die Anpassungsvorschläge seien das Ergebnis des Dialogs im Rahmen der Wirtschaftsplattform.

Mit der Erhöhung des zulässigen Mehrwertsteuerumsatzes der vergangenen drei Jahre solle die Anzahl an beitragsberechtigten Betrieben weiter ansteigen. Unterstützt werde künftig auch die Übernahme eines bestehenden Nahversorgungsbetriebes mit demselben einmaligen Betrag wie jenen für eine Neueröffnung, nämlich 20.000 Euro. »Die Nahversorgung erfüllt eine Funktion, die weit über den wirtschaftlichen Aspekt hinausgeht. Ein lokales Geschäft bedeutet Ortschaften lebendig zu halten und Dienstleistungen wohnortnah sicher zu stellen, was vor allem für ältere Menschen von großer Bedeutung ist. Damit tragen die Nahversorgungsbetriebe auch zum sozialen Zusammenhalt bei. Eine Förderung dieses Bereiches ist daher von grundlegender, gesellschaftlicher Bedeutung«, erklärte Galateo.

In den Kriterien seien weitere Neuerungen für die Nahversorgungsdienste vorgesehen: So solle künftig auch die Eröffnung und die Aufrechterhaltung von Verkaufscontainern in Orten ohne Geschäfte gefördert werden. Für die Eröffnung seien maximal 10.000 Euro vorgesehen, für den Erhalt maximal 8.000 Euro. Damit solle die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs auch in entlegeneren Gebieten sichergestellt werden, ohne dabei den traditionellen Handel zu ersetzen. Verkaufscontainer seien eine Lösung für Gebiete, in denen ein Geschäft nicht rentabel geführt werden könne.

-lpast-

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Maßnahmenplan
gegen Gewalt
an Frauen und Mädchen

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Salzburger Land – Gewalt gegen Frauen und Mädchen ereigne sich mitten in der Gesellschaft, durchbreche alle Altersgruppen sowie sozialen Schichten und finde viel zu oft im eigenen Zuhause statt. Um dem entgegenzuwirken, präsentiere das Land Salzburg nun einen eigenen, umfassenden »Maßnahmenplan«, der eine übergeordnete Strategie des Bundes mit konkreten, regional umsetzbaren Schritten ergänze. Der Maßnahmenplan baue auf dem »Masterplan Prävention gegen häusliche Gewalt« aus dem Jahr 2011 samt seinen Ergänzungen auf. »Hinter jeder Zahl in den Statistiken steht ein Schicksal, stehen Ängste, Verletzungen und zerstörtes Vertrauen. Als Landesrätin für Frauen, Diversität und Chancengleichheit ist es mir ein zentrales Anliegen, dieser Gewalt entschlossen entgegenzutreten. Gewaltschutz gelingt nicht mit einer einzelnen Maßnahme und nicht von heute auf morgen. Es braucht Beharrlichkeit, Zusammenarbeit und den Mut, immer wieder neue Wege zu gehen«, betonte Salzburgs Frauenlandesrätin Daniela Gutschi.

Die im Plan verankerten Maßnahmen deckten ein breites und fächerübergreifendes Spektrum ab. Im Bereich der Primärprävention setze das Land Salzburg verstärkt auf moderne Kommunikationswege und plane beispielsweise spezifische Gewaltschutz-Videos, die gezielt für und von Jugendlichen entwickelt werden sollen. Neben dem flächendeckenden Ausbau der klassischen Awareness-Arbeit und einem Ausbau des Schulungsangebots zu sensiblen Themen wie weiblicher Genitalverstümmelung beinhalte der Plan auch wegweisende strukturelle Großprojekte.

Der Maßnahmenplan verstehe sich nicht als starres oder abgeschlossenes Dokument, sondern als lebendiger Arbeitsauftrag, der flexibel auf aktuelle Entwicklungen reagiere. Um die Gesamtlage kontinuierlich zu analysieren und die Maßnahmen bei Bedarf zu adaptieren oder zu erweitern, werde es in Zukunft jedes Jahr im Rahmen der internationalen Kampagne »16 Tage gegen Gewalt« einen eigenen Gewaltschutzgipfel geben. Damit werde sichergestellt, dass alle Akteurinnen und Akteure dauerhaft vernetzt blieben.

-ls-

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Klare Regeln
für Tiertransporte

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Oberösterreich – Mit den steigenden Temperaturen in den Sommermonaten rücke auch der Schutz von Nutztieren bei Langstreckentransporten verstärkt in den Fokus. Die geltenden Vorgaben sehen umfangreiche Maßnahmen vor, um Tiere vor Hitzestress und unnötigen Belastungen während des Transports zu schützen. Die Tiertransportverordnung sehe vor, dass bei Langstreckentransporten die Temperaturentwicklung entlang der gesamten geplanten Route berücksichtigt werden müsse. Werden entlang der Strecke Temperaturen von 30 Grad Celsius oder mehr prognostiziert, seien Transporte nur unter strengen Voraussetzungen zulässig. So müssten entweder vollklimatisierte Fahrzeuge eingesetzt oder die Transporte ausschließlich bei Außentemperaturen unter 30 Grad Celsius durchgeführt werden.

Besondere Bedeutung komme dabei der sorgfältigen Planung der Transporte zu. Grundlage für die Beurteilung seien die Wetterprognosen entlang der gesamten Route bis zum Bestimmungsort. Zusätzlich gelten verschärfte Vorgaben bei länger andauernden Hitzeperioden. Wenn entlang der geplanten Route an mehr als drei aufeinanderfolgenden Tagen Temperaturen von mindestens 30 Grad Celsius vorhergesagt werden, dürfen entsprechende Langstreckentransporte nicht genehmigt werden. Darüber hinaus seien bei Transporten, die trotz hoher Außentemperaturen durchgeführt werden, verstärkte Nachkontrollen vorgesehen. Dabei müsse nachvollziehbar dokumentiert werden, dass die zulässigen Temperaturen innerhalb des Transportmittels während der gesamten Fahrt eingehalten worden seien.

-loö- Bild: am

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Trinkwasser
maßvoll nutzen

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Steiermark – Anlässlich lokal auftretender Versorgungsengpässe bei der Wasserversorgung im heurigen Frühsommer habe Steiermarks Landesrätin Simone Schmiedtbauer einen »Runden Tisch« zum Thema Wasserversorgung einberufen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Wasserwirtschaft und der Gemeindeabteilung des Landes Steiermark, betroffenen Gemeinden sowie regionalen Wasserversorgern seien die aktuelle Situation analysiert und konkrete Maßnahmen für die kommenden Jahre erarbeitet worden. Im Rahmen des Austausches sei deutlich geworden, dass Versorgungsengpässe in der Regel nicht auf einen grundsätzlichen Wassermangel zurückzuführen seien, sondern vor allem durch kurzfristige Verbrauchsspitzen entstehen würden. Diese würden insbesondere im Frühjahr und Frühsommer auftreten. Zu den häufigsten Ursachen zählten Poolbefüllungen, intensive Gartenbewässerung sowie Autowäschen in Zeiten hoher Wasserentnahme.

Unabhängig von den aktuellen Herausforderungen investiere das Land Steiermark mit dem Projekt »Wassernetzwerk Steiermark 2050« konsequent in die Zukunft der Trinkwasserversorgung. Ziel sei der Ausbau eines überregionalen Versorgungsnetzes, das Wasser von wasserreichen in wasserärmere Regionen transportieren könne und damit die Versorgungssicherheit langfristig stärke.

-lstmk-

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Nationalpark-
Schulen: 
Kinder lernen Natur fürs Leben

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Kärnten – Vier Jahre lang haben Nationalpark-Rangerinnen und -Ranger Kinder der »Nationalpark-Volksschulen« auf ihrem Weg durch die Schulzeit begleitet. Kürzlich habe im BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz und im Nationalpark-Outdoorklassenzimmer das Abschlussfest für 77 Viertklässler aus den Volksschulen stattgefunden. Ein Höhepunkt sei die feierliche Überreichung der Urkunden durch Nationalparkreferentin Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger gewesen. »Wer als Kind Natur erlebt, versteht ihren Wert ein Leben lang. Genau deshalb ist das Partnerschulprojekt des Nationalparks Hohe Tauern Kärnten so wertvoll. Die Schülerinnen und Schüler lernen nicht nur aus Büchern, sondern auch draußen, mit allen Sinnen und begleitet von Menschen, die den Nationalpark kennen und lieben. Sie nehmen Wissen, Neugier und Wertschätzung mit und genau das brauchen wir, um unsere Naturjuwele auch für kommende Generationen zu bewahren«, erklärte Lagger-Pöllinger.

Das Partnerschulprojekt des Nationalparks Hohe Tauern in Kärnten bestehe seit 24 Jahren. Es sei 2002 mit der Nationalparkmittelschule Winklern gestartet worden. Derzeit seien acht Volksschulen, eine Mittelschule sowie eien Landwirtschaftliche Fachschule Teil des Programms. Im Schuljahr 2025/26 habe das Partnerschulnetz insgesamt 798 Schülerinnen und Schüler umfasst. Im Partnerschulprogramm werde jede Klasse von einer persönlichen Rangerin oder einem persönlichen Ranger begleitet. Der Unterricht folge einem eigens entwickelten Lehrplan und sei fest im Schulalltag verankert. Von Lebensräumen, Wald und Kulturlandschaft über die Wasserschule bis hin zur Klimaschule erlebten die Kinder jedes Schuljahr einen neuen Schwerpunkt.

-lktn-

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Space
Factory

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Niederösterreich – Im Rahmen einer Konferenz eröffnete kürzlich Niederösterreich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit Flughafen-Vorstand Günther Ofner und Michael Moll, Geschäftsführer des ESA Phi-Lab Austria, die neue »Space Factory« im ESA Phi-Lab Austria am Flughafen Wien-Schwechat. »Wir konzentrieren uns auf jene Felder, in denen wir besser sind als andere und in denen wir auch in herausfordernden Zeiten weiter wachsen können. Dazu zählt vor allem die Luft- und Raumfahrt«, erklärte Mikl-Leitner. Der Aufbau eines international sichtbaren Space-Ökosystems rund um den Flughafen Wien sei ein zentrales Vorhaben der Wirtschaftsstrategie 2030+. »Hier entsteht Schritt für Schritt ein Standort, der Forschung, Infrastruktur, Kapital und Unternehmertum miteinander verbindet«, so Mikl-Leitner.

Das »ESA Phi-Lab Austria« habe sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2024 zu einem zentralen Kompetenzzentrum für innovative Raumfahrttechnologien entwickelt. Bisher seien neun Projekte unterstützt, mehr als 50 neue Arbeitsplätze geschaffen und rund 3,6 Millionen Euro an »ESA Phi-Lab«-Mitteln investiert worden. Der Standort sei eine Erfolgsgeschichte. Mit der neuen Space Factory werde dieses Erfolgsmodell nun gezielt erweitert. Die neue Einrichtung biete jungen Space-Tech-Unternehmen moderne Entwicklungs-, Prototyping- und Testmöglichkeiten – darunter 3D-Drucksysteme, Elektronik- und Entwicklungsarbeitsplätze, eine Klimakammer sowie einen Reinraum-Arbeitsplatz.

-lnö-

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9. Nationale
Special Olympics
Sommerspiele

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Burgenland – Mit einer feierlichen und inklusiven Zeremonie wurden kürzlich in der Sport Arena Wien die »9. Nationalen Sommerspiele von Special Olympics Österreich« offiziell eröffnet. Auch wenn aufgrund der gesundheitsgefährdenden Hitze einige Outdoor-Bewerbe bereits im Vorfeld abgesagt werden mussten, möchten rund 1.800 Athletinnen und Athleten mit intellektueller Beeinträchtigung sowie Unified-Partnerinnen und -Partner bis 30. Juni ein kraftvolles Zeichen für Sportsgeist und gesellschaftliches Miteinander setzten.

Die Eröffnungsfeier in der Sport Arena Wien markierte den Beginn des größten nationalen Events in der Geschichte von »Special Olympics Österreich«. »Special Olympics Burgenland« sei mit einer starken Delegation bei den Nationalen Sommerspielen vertreten: 291 Personen aus 19 Vereinen, Einrichtungen der Behindertenarbeit und Allgemeinen Sonderschulen seien in den Sportarten Reiten, Leichtathletik, Schwimmen, Boccia, MATP, Powerlifting, Judo, Tanzen, Tischtennis und Bowling mit dabei. Die gesundheitsgefährdende Hitze verhinderte bisher die Durchführung der Outdoor-Bewerbe im Radsport, Leichtathletik, Fußball, Golf und Tennis. 14 der 19 Bewerbe sollen wie geplant stattfinden.

-lbgld-

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Aufruft
zu privater
Vorratshaltung

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Bayern – Anlässlich des bundesweiten »Bevölkerungsschutztages« am 27. Juni rief Bayerns Ernährungsministerin Michaela Kaniber die »Notfallvorsorge« in Erinnerung. Der Aktionstag von Bund und Ländern solle das Bewusstsein für Krisenvorsorge stärken und die Bevölkerung für mögliche Notlagen sensibilisieren. »Krisen kommen in der Regel plötzlich und unerwartet. Insofern ist es wichtig, auf alle Fälle vorbereitet zu sein. Vorsorge ist gelebte Verantwortung – für sich selbst, für die Familie und die Gemeinschaft«, so Kaniber. Jeder Einzelne könne mit einfachen Maßnahmen dazu beitragen, die eigene Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Das Bayerische Landwirtschaftsministerium engagiere sich von jeher für die Krisenvorsorge. Informationsangebote wie »Auf alle Fälle vorbereitet – Mein Vorratskorb« unterstützten dei Bevölkerung dabei, sich für mögliche Notfälle zu rüsten.

Um ein realistisches Bild der betrieblichen Vorsorge zu erhalten, hatte das Bayerische Landwirtschaftsministerium in diesem Frühjahr eine bayernweite Umfrage zur »Notfallvorsorge und Krisenfestigkeit« bei allen landwirtschaftlichen Betrieben durchgeführt. Die Ergebnisse würden derzeit ausgewertet. »Die vielen aktuellen Herausforderungen – von Extremwetterereignissen über Energieausfälle bis hin zu geopolitischen Krisen und kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa – machen deutlich, dass Vorsorge kein kurzfristiges Projekt, sondern eine dauerhafte Aufgabe ist. Unser Ziel ist es, Bayern gemeinsam noch widerstandsfähiger zu machen«, betonte Kaniber.

-bstmelf-

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Vier Millionen Euro
für innovative
Unternehmen

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Baden-Württemberg – »Baden-Württemberg ist wirtschaftlich in der Fläche stark. Einen besonderen Anteil daran haben auch die vielen Hidden Champions im Ländlichen Raum. Diese Besonderheit und Stärke müssen wir bewahren und ausbauen, um auch in Zukunft Fortschritt und Technologie aus Baden-Württemberg in alle Welt exportieren zu können. Damit wir diesen erfolgreichen Weg weiter fortsetzen und den Wohlstand sichern, fördert das Land, kofinanziert mit Mitteln der Europäischen Union, auch in diesem Jahr kleine und mittlere Unternehmen im Ländlichen Raum. Das Förderprogramm »Spitze auf dem Land« hat sich bewährt und setzt auch in seiner 26. Auflage einen starken wirtschaftlichen Impuls in der Fläche«, erläuterte Baden-Württembergs Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges anlässlich der Förderentscheidung zur aktuellen Auswahlrunde der Förderlinie »Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg«.

Mit der aktuellen Tranche sollen vier Millionen Euro bereitgestellt werden, um neun Unternehmen im Ländlichen Raum zu unterstützen, die mit innovativen Ideen und nachhaltigen Technologien die Zukunft der Regionen mitgestalten möchten. Das Förderprogramm unterstütze innovative Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten, die das Potenzial hätten, einen Beitrag zur Technologieführerschaft Baden Württembergs zu leisten. In der Förderperiode 2021 bis 2027 stünden für die Förderlinie insgesamt rund 46 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Die Mittel sollen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem baden-württembergischen Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum zur Verfügung gestellt werden.

-lbw-

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Politischer
Dialog

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Schweiz – Der Staatssekretär des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, Alexandre Fasel, nahm am 26. Juni 2026 in Peking am »politischen Dialog« zwischen der Schweiz und China teil. Er führte unter anderem Gespräche mit der stellvertretenden Aussenministerin der Volksrepublik China, Hua Chunying. Zu den Themen hätten die bilateralen Beziehungen, die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen sowie verschiedene regionale und internationale Fragen gehört.

Vor dem Hintergrund steigender geopolitischer Spannungen, einer zunehmenden Fragmentierung der internationalen Ordnung sowie tiefgreifender wirtschaftlicher und technologischer Veränderungen hätten die Schweiz und China die Bedeutung des Dialogs und der Zusammenarbeit betont. Beide Seiten wiesen darauf hin, dass offene Kommunikationskanäle und regelmässige Dialoge dazu beitragen können, die Vorhersehbarkeit der internationalen Beziehungen zu stärken und Lösungen für globale Herausforderungen zu beschleunigen. Die Schweiz sei der Ansicht, dass der Dialog mit all ihren Partnern, einschliesslich der Grossmächte, entscheidend bleibe, um in einem sich wandelnden internationalen Umfeld Stabilität und Wohlstand zu schaffen und die Achtung des Völkerrechts zu stärken.

Innovative strategische Partnerschaft
Die Gespräche hätten den zehnten Jahrestag der 2016 ins Leben gerufenen innovativen strategischen Partnerschaft zwischen der Schweiz und China markiert. Die beiden Delegationen hätten die wichtigsten Entwicklungen des letzten Jahrzehnts erörtert und hätten ihre Absicht, in Bereichen von gegenseitigem Interesse eine pragmatische Zusammenarbeit weiterzuverfolgen bekräftigt. Auch Fragen im Zusammenhang mit Menschenrechten und die Bedeutung der Fortsetzung des Dialogs in diesem Bereich seien angesprochen worden.

Die wirtschaftliche Zusammenarbeit sei ein zentrales Gesprächsthema gewesen. China gehöre nach wie vor zu den wichtigsten Wirtschaftspartnern der Schweiz in Asien, während die Schweiz für chinesische Unternehmen mit Niederlassungen in Europa weiterhin eine bedeutende Partnerin sei. Im Mittelpunkt der Gespräche hätten insbesondere die laufenden Arbeiten zur Optimierung eines Freihandelsabkommens zwischen der Schweiz und China gestanden. Beide Seiten hätten betont, wie wichtig moderne, an die Entwicklungen im internationalen Handel angepasste wirtschaftliche Rahmenbedingungen seien, um den bilateralen Handel zu stärken und für die Unternehmen beider Länder zusätzliche Opportunitäten zu schaffen.

-chbk-

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Namensgebung
für zwei Satelliten

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Liechtenstein – Zwei Satelliten mit liechtensteinischen Frequenzen, die am 22. Januar 2026 ihre Reise angetreten hatten, erhielten kürzlich ihre offiziellen Namen. Der 17-jährige Gymnasiast Johannes Lucke habe mit seinen Vorschlägen „HoiSat“ und „HoiRizon“ eine Jury überzeugt und ging als Gewinner des Namenswettbewerbs hervor. Für den Wettbewerb wurde knapp 60 Vorschläge eingereicht. Den Ausschlag habe schliesslich Johannes Luckes Begründung gegeben: »Hoi« sei eines der authentischsten liechtensteinischen Wörter, weshalb es sich nur richtig anfühle, die beiden Satelliten danach zu benennen. »HoiSat« und »HoiRizon« stünden damit zugleich für einen herzlichen Gruss nach oben und für einen Blick über den Horizont hinaus. Den Preis – ein iPhone 17, zur Verfügung gestellt von der Telecom Liechtenstein – hätten Liechtensteins Regierungsrat Hubert Büchel, Telecom-Geschäftsführer Aldo Frick, Bianca Lins, Lead Weltraum beim Amt für Kommunikation, und Projektkoordinator Peter Tinner gemeinsam mit einer Urkunde überreicht.

Die Verbindung Liechtensteins zum Weltall reiche weit zurück: Bereits beim ersten bemannten Mondflug der »Apollo-11-Mission« im Jahr 1969 sei Technologie aus Liechtenstein mit dabei gewesen. Bereits 2014 habe Liechtenstein ein Frequenzspektrum für eine Satellitenkonstellation gesichert. Solche Frequenzen werden von der Internationalen Fernmeldeunion ITU, einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf, verwaltet und dürften nur behalten werden, wenn sie tatsächlich genutzt würden. Bis Februar 2026 hätten daher mindestens zwei Satelliten mit liechtensteinischen Frequenzen aktiv aus dem Orbit senden müssen, andernfalls wären die Rechte an die ITU zurückgefallen.

Mit dem Betreiber Open Cosmos habe Liechtenstein einen Partner gefunden, der die beiden Satelliten in kürzester Zeit entwickelt und gebaut habe. Die beiden Satelliten seien je rund einen Meter hoch, hätten etwa 40 Kilogramm Gewicht und benötigten für eine vollständige Erdumrundung lediglich rund 106 Minuten. Seit dem Start hätten sie zusammen bereits über 2.000 Erdumrundungen absolviert.

-RdFL-

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Erstnachweis
eines Nestes 
der Asiatischen Hornisse

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Vorarlberg – Erstmals in Österreich seien kürzlich in Lustenau zwei Nester der »Asiatischen Hornisse« (Vespa velutina) entdeckt worden. Während eines der Nester sehr klein und unbewohnt gewesen sei, sei das zweite bewohnte Nest umgehend fachgerecht entfernt worden. Der Fund der beiden Nester markiere den ersten dokumentierten Nachweis eines Nestes der Asiatischen Hornisse in Österreich. Bislang sei die »Asiatische Hornisse« in Österreich nur durch eine Einzelsichtung am 9. April 2024 in der Stadt Salzburg aufgefallen. Ursprünglich in Südostasien beheimatet, sei die »Asiatische Hornisse« 2004 nach Frankreich eingeschleppt worden und breite sich seither in Europa aus.

Keine besondere Gefahr für gesunde Menschen
Für gesunde Menschen sei die »Asiatische Hornisse« ähnlich ungefährlich wie die heimische Hornisse (Vespa crabro). Beide Arten  würden sich weit entfernt vom Nest friedlich verhalten und würden Menschen normalerweise nur bei Bedrohung angreifen. Der geräuschvolle Flug könne allerdings beunruhigend wirken. Sollte es zu einem Stich kommen, seien allergische Reaktionen – wie bei der heimischen Hornisse – möglich.

Besonders für Bienenvölker könne die »Asiatische Hornisse« problematisch werden: Sie jage bevorzugt soziale Hautflügler wie Bienen, Wespen und Fliegen sowie Spinnen und Heuschrecken, um ihre Brut zu versorgen. Vor den Bienenstöcken lauere sie heimkehrenden Bienen im Schwebflug auf. Bei einer großen Anzahl von »Asiatischen Hornissen« könne es zur Schwächung von Bienenvölkern und sogar zu Völkerverlusten kommen.

Frühzeitige Maßnahmen
Die »Asiatische Hornisse« lege im Jahresverlauf zwei Nesttypen an. Im Frühjahr baue die Königin ein kleines Primärnest in geschützter, niedriger Lage – etwa in Hecken, an Gebäuden, unter Dachvorsprüngen oder in Schuppen. In dieser Phase sei es vergleichsweise gut auffindbar und leicht zu entfernen. Wachse das Volk, ziehe es meist im Hochsommer in ein deutlich größeres Sekundärnest um, das oft frei hängend hoch in Baumkronen sitze und 1.500 bis 2.000 Tiere beherbergen könne. Verborgen im Laub werde es häufig erst nach dem Laubfall im Herbst entdeckt, nachdem die jungen Geschlechtstiere (Drohnen und junge Königinnen) ausgeflogen seien und Folgenester im nächsten Frühjahr zu erwarten seien.

-vlk-

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Grenz-
überschreitende 
Themen

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Tirol / Schweiz – Bereits im Frühjahr 2024 habe Tirols Landeshauptmann Anton Mattle die Regierung des Schweizer Kantons Graubünden zu einer Arbeitssitzung nach Tirol eingeladen, um den Kontakt mit den Nachbarn zu stärken. Im Rahmen einer Besichtigung des Gemeinschaftskraftwerks Inn im schweizerisch-österreichischen Grenzgebiet sei damals insbesondere das Potential der Energiewende für den Alpenraum thematisiert worden. Kürzlich sei die Tiroler Landesregierung mit der Bündner Regierung unter Regierungspräsident Martin Bühler neuerlich zu einem Arbeitsgespräch zusammengekommen – diesmal im Schloss Salenegg in Maienfeld in der Schweiz. Dabei seien verschiedene grenzüberschreitende Themen von gemeinsamem Interesse besprochen worden, darunter auch das Management großer Beutegreifer, die Digitalisierung und Entbürokratisierung der Verwaltung und Fragen der digitalen Souveränität. Darüber hinaus sich die beiden Delegationen über grenzüberschreitendes Mobilfunk-Roaming, Kinderbildung und Kinderbetreuung, den Umgang mit Naturgefahren und den Hochwasserschutz sowie über die Sicherung von Fachkräften und die Herausforderungen des Wohnens im Alpenraum ausgetauscht.

»Mit Graubünden verbindet Tirol eine lange gemeinsame Geschichte, aber auch dieselben Chancen und Herausforderungen des Alpenraums. Die enge Zusammenarbeit – sowohl im Rahmen der als auch auf bilateraler Ebene – ist dabei von großer Bedeutung. Der Blick in die Schweiz zeigt, wie erfolgreich Föderalismus ist. Die Schweiz ist flächenmäßig kleiner als Österreich, hat etwa gleich viele Einwohner, aber es gibt 26 Kantone. Am Erfolg der Schweiz zweifelt niemand, wenn man auf das Wirtschaftswachstum, die niedrige Inflation und die Wettbewerbsfähigkeit blickt«, erklärte Mattle.

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Wenn Roboter
und Menschen 
zusammenarbeiten

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Immer mehr Roboter unterstützten die menschlichen Arbeitskräfte auch in Fabriken. Doch das Verhältnis sei noch lange nicht reibungslos. Deshalb hätten Forschende aus dem Team von Prof. Lorenzo Masia an der Technischen Universität München (TUM) nun eine Lösung entwickelt, in der ein mit Exoskelett unterstützter Mensch und ein Roboterarm eng und vor allem sicher zusammenarbeiten können. Das entlaste Facharbeiterinnen und Facharbeiter und verbessere die Prozesse.

Wenn Roboter und Menschen in einer Fabrik zusammenarbeiten, passiere dies in der Regel klar getrennt – auch aus Sicherheitsgründen. Der Roboter übernehme eine Aufgabe, erledige sie und übergebe an das Personal, das den nächsten Arbeitsschritt ausführe. »Das kann etwa bei der Qualitätsprüfung von Bauteilen anstrengend werden, die immer wieder hochgehoben und abgesetzt werden müssen«, so Forscher Federico Masiero aus dem Lehrstuhl für »Intelligente Bio-robotische Systeme« der »TUM School of Computation, Information and Technology«. Der am von Prof. Lorenzo Masia geleiteten »Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence« (TUM MIRMI) entwickelte so genannte »WearaCob« (Wearable und Collaborative) solle Menschen mithilfe eines Exoskeletts für den Oberkörper das Heben und Tragen erleichtern und gleichzeitig die Unterstützung durch einen einarmigen, kollaborativen Roboter ermöglichen – den sogenannten Cobot.

Das Exoskelett lasse sich wie ein Rucksack aufsetzen, an dessen Hinterseite ein Elektromotor montiert sei. Rechts wie links führten dünne, aber reißfeste Drähte vom Rücken über die Schulter nach vorne, bis zu einer Art Ellenbogenschoner, an denen sie befestigt seien. Ziehe der Motor an den Drähten, übernähmen sie einen Teil der Arbeit, die normalerweise der Biceps-Muskel im Oberarm übernehme. Der mit dem Exoskelett ausgestatteten Person stehe dabei ein einarmiger Roboter zur Seite. Wenn er einen Gegenstand aufnehme und übergebe, könne er ihn gleichzeitig wiegen und diese Information per Funk an das Exoskelett übermitteln. Die Drähte, die in der Grundeinstellung genau das Eigengewicht der menschlichen Arme kompensierten, würden dann etwas kräftiger ziehen, je nachdem wie schwer das Objekt sei.

Bis zu 65 Prozent weniger Aufwand für die Muskulatur sei in dieser Konstellation möglich, zeigten aktuelle Untersuchungen. »Um auch mit asymmetrischen Bauteilen zurechtzukommen, bestimmt der Roboter ferner deren Schwerpunkt. Auch solo funktioniere das Schulter-Exoskelett gut, nur etwas anders: Die in der Forschung gängigste Methode sei, die Muskelaktivität im Oberarm zu messen und daraus zu schließen, wie viel zusätzliche Kraft im Augenblick nötig sei. Mit einer Abweichung von 0,5 bis einem Kilogramm sei diese Methode recht präzise. Allerdings müssten die Sensoren vor jedem Einsatz des Exoskeletts erst am Oberarm angebracht werden, was für den Einsatz in einer Fabrik eher unpraktisch sei.

Cobot: Programmieren durch Vormachen
Der einarmige Roboter sei ein typischer Cobot mit sieben Gelenken. Das mache ihn beweglich, flexibel und sicher genug, um mit ihm zu Forschungszwecken arbeiten zu können. Denn er verlangsame automatisch seine Geschwindigkeit, je näher er Menschen komme. Die Kombination des Exoskeletts mit dem Roboterarm biete besonders für die Industrie Vorteile. »Wir konnten nicht nur zeigen, dass man die Mitarbeitenden in der Fabrik gezielt entlasten kann, sondern auch, wie einfach es ist, dem Cobot etwas beizubringen. Wir können ihn programmieren, indem wir den Roboterarm führen. Es ist keine einzige Zeile Code nötig. Das ist ein riesiger Vorteil gegenüber vielen Robotern, die aktuell in Fabriken abgeschirmt von Menschen zum Einsatz kommen«, so Prof. Lorenzo Masia.

-tum-

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