Haberer-Schupfenfest mit großem Haberfeldtreiben 2026 in Miesbach

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Haberer-
Schupfenfest
mit großem Haberfeldtreiben

17. Juli 2026

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Bayern – Gute Stimmung und eine gewisse angespannte Erwartungshaltung, »wen es wohl diesmal erwischen wird«, herrschte beim »Schupfenfest mit großenm Haberfeldtreiben« des Haberervereins der oberbayerischen Stadt Miesbach. Denn es sollte an diesem Juliabend nicht nur gefeiert werden, sondern die Haberer hatten auch wieder einen ihrer gefürchteten Haberfeld-Auftritte angekündigt. Dank des herrlichen Sommerabends war die Schupfenhalle nebst Biergarten gut besucht und die Gäste ließen sich unter anderem die kühlen Getränke, knusprigen Hendl vom Grill oder den frischen Obatzn mit Brezen schmecken. Zum Fest waren neben vielen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Miesbach und Gäste aus Nah und Fern selbstverständlich auch Thomas Acher, 1. Bürgermeister der Stadt Miesbach sowie Vertreter des Stadtrates und der zahlreichen Vereine gekommen. Selbst Dr. Gerhard Braunmiller, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Miesbach, und Ehefrau Alexandra, ließen sich das Spektakel nicht entgehen.

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Kurz vor Vollendung der elften Stunde vor Mitternacht, ging das Licht aus und ein Fackelzug kündigte, unter lautem Trommelwirbel und Glockengeläut, die zahlreichen Haberer an. Dunkle Gestalten mit geschwärzten Gesichtern und langen Bärten gingen gemäßigten Schrittes zum Schupf, traten vor die Gäste und der Haberermeister eröffnete »im Auftrag des Kaisers Karl von Untersberg« das Haberfeldtreiben 2026, um »de ganzen Hammen beim Namen zu nenna«.

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Eines der angeprangerten Themen handelte vom »niegelnagelneuen« Miesbacher Schwimmbad, wo bei der Eröffnung zwei Bürgermeister anwesend waren, »der Braunmiller hats baut und pfundig gestaltet, da Acher Thomas muaß des Bod jetzt dahaltn« und sich kümmern, dass die 27 Badekabinen gerecht verlost werden. Dafür seien von der Stadtverwaltung insgesamt 67 Überraschungseier gekauft worden, um die kleinen gelben Kaspeln für die Verlosung verwenden zu können, anstatt diese für ein paar Euro im Internet zu erstehen. Nach der Rüge, wie verschwenderisch die Stadt mit Geld umgehe, gab es auchnoch den Rat, die Kaspeln für die nächste Verlosung gut aufzubewahren, damit nicht wieder 67 Überraschungseier gekauft werden müssten und die Rathaus-Mitarbeiter von der Masse an Schokolade wieder Bauchweh bekämen.

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Es folgte eine Anekdote nach der anderen: Von vertauscht aufgehängten Plakaten bei der Bürgermeisterwahl in Schliersee und Holzkirchen, welche als »inszenierter Stimmenfang« dargestellt wurde; über einen ungewollt passierten Jackentausch, wobei eine der verwechselten Jacken einem kurzfristig Verstorbenen in den Sarg gefolgt sei; von einer Einkaufstour des Geschäftsführers der Stadtverwaltung Miesbach mit dem neuen Bürgermeister aus Ermangelung eines passenden Trachtenoutfits zwecks traditionsgebundener Einkleidung für die Vereidigungszeremonie; die Pleite beim ersten Wassereinlauf ins Becken des neuen Warmfreibades, als am nächsten Tag festgestellt wurde, dass nicht nur das Wasser schmutzig sondern auch halb weg war, da der Ablaufschieber geöffnet war, somit das Wasser in Richtung Kläranlage abgelaufen sei und aus verständlichen Gründen nicht zurückgepumpt werden konnte; das Dilemma eines bekannten Bürgers in Hamburg wegen eines gestohlenen Handys und der erfolgte Rauswurf aus der Polizeiswache wegen Verständigungsproblemen; vom Wirt des Freibades, der auf seine Trinkgläser keinen Pfand erhob und dem daraufhin von 300 sage und schreibe rund 250 Gläser gestohlen wurden; dem blamablen Umtausch von spendiertem Bier, das anscheinend nicht schmeckte und eine ständig rutschende Schlafanzugshose eines Feuerwehrmannes während eines Einsatzes.

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Abschließend gabs vom Haberermeister noch einen Rundumschlag wegen der Verbote von Böller- und Salutschießen, dem Umbenennen von traditionellen Prozessionen und Festveranstaltungen, dem lauten Feiern an kirchlichen Feiertagen – wie bei der »Tegernseer Champusparty«, was das Sterben gewachsener Traditionen einläuten und die Menschen in den Abgrund mitnehmen würde. Viel Gelächter erntete die Erzählung vom Koch, der eine Küchenklingel mit dem Hammer bearbeitete, obwohl doch der Rauchmelder und nicht die Klingel Schuld war; die Kindergartensegnung mit der Klobürste; das Ausplauderrn von »internem Habererwissen« bezüglich Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, wünschte den Gebirgsschützen Tegernsee jungen Nachwuchs fürs künftige Ausrücken und zog schließlich noch über emanzipationsbedingte Autoprobleme eines Miesbacher Bürgers her. Mit einem letzten »Manner is wohr?« und der ohrenbetäbenden Antwort endete das diesjährige Haberfeldtreiben. …weiter zur Bildergalerie

-am- Bilder: am

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