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Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus
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KW 09 – 2026
22.02. – 01.03.2026
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Debatte
um Social-Media-
Regulierung
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Region Bayern – Die Diskussion um ein pauschales »Social-Media-Verbot« für Kinder und Jugendliche gewinnt bundesweit an Dynamik. Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring warnte vor einer »Phantomdebatte« und plädierte für wirksame, rechtssichere Lösungen statt »zahnloser Symbolpolitik«. »Soziale Medien sind Teil unserer Lebensrealität. Sie sind da und gehen nicht mehr weg – genau wie einst Buchdruck, Radio oder Farbfernsehen. Aus Überforderung durch diese Entwicklung einen digitalen Verbotsstaat zu errichten, wäre eine Kapitulation vor der digitalen Transformation«, so Mehring.
Babyboomer »Kein Lehrbeispiel für reflektierte Nutzung durch späten Einstieg«
Für Mehring sei gerade das heutige Nutzerverhalten der »Babyboomer-Generation«, die ohne soziale Medien aufgewachsen sei, kein Lehrbeispiel dafür, dass ein später Einstieg zu besonders reflektierter Nutzung führe. In Bayern setze man daher nicht auf Verbote, sondern auf die gezielte Vermittlung von Medienkompetenz. »Wir wollen unsere Kinder nicht zu digitalen Analphabeten machen, sondern zu kritisch-konstruktiven Nutzerinnen und Nutzern der Werkzeuge unserer modernen Zeit«, erklärte Bayerns Digitalminister.
Rechtliche Grenzen nationaler Alleingänge
Auch rechtlich sehe Mehring erhebliche Hürden für ein nationales Verbot. Mit dem »Digital Services Act« existiere ein europaweit geltender Rechtsrahmen für Plattformen. Ferner greife das »Herkunftslandprinzip«: Für große Anbieter – wie Meta oder ByteDance – gelte das Recht ihres europäischen Sitzlandes; in beiden Fällen Irland. »Wer glaubt, man könne soziale Medien per deutschem Bundesgesetz einfach abschalten, führt eine Phantomdebatte. Ein solches Verbot wäre ein gänzlich zahnloser Tiger und praktisch völlig wirkungslos«, erläuterte Mehring.
Nichts abgewinnen könne Mehring hingegen dem australischen Beispiel, wo man auf ein pauschales Verbot der Nutzung von sozialen Medien bis zum 16. Geburtstag setze. Das würde bedeuten, dass man junge Leute zwar dafür begeistern, mit 15 eine zukunftsträchtige Lehre zum Programmierer bei Apple oder Microsoft zu beginnen, sie staatlicherseits aber erst im Folgejahr auf Plattformen ins Internet lasse. Das sei absurd, komplett aus der Zeit gefallen. Statt gestaffelter Verbote setze Mehring auf »altersadäquate Nutzungsrechte« und technische Lösungen. Schließlich bestünden bereits heute Altersvorgaben, es fehle jedoch an einer wirksamen Kontrolle. »TikTok ist beispielsweise in Deutschland erst ab 13 erlaubt und bedarf bis 16 einer Zustimmung der Eltern. Die meisten Leute wissen das aber nicht einmal, weil es niemand kontrolliert. Das Problem ist nicht das Fehlen von Regeln, sondern ihre fehlende Durchsetzung. Deshalb schlage ich seit Monaten eine verbindliche Klarnamenpflicht und eine persönliche Verifikation aller Nutzerinnen und Nutzer vor. Nur wenn feststeht, wer und wie alt jemand ist, können Plattformen Inhalte zuverlässig altersgerecht ausspielen – ähnlich wie bei der FSK-Freigabe im Filmbereich. So muss niemandem der Zugang zu sozialen Medien verboten werden und unsere Kids sind trotzdem sicher im Netz«, betonte Mehring. Ein solcher Ansatz verbinde »Schutz und Teilhabe«: Keine digitalen Sperrzonen für Jugendliche, aber klare Verantwortlichkeit im Netz. Gerade im KI-Zeitalter sei digitale Kompetenz entscheidend für gesellschaftliche und berufliche Chancen.
-bstmd-
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Neuer
grenzüberschreitender
Regionalexpress
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Region Baden-Württemberg/Bayern/Vorarlberg – Ab Dezember 2026 soll ein neuer, umsteigefreier Regionalexpress »REX 1« Friedrichshafen-Lindau-Bregenz-Schruns im Zweistundentakt verkehren. Damit entstehe ein neues grenzüberschreitendes Angebot im Schienenpersonennahverkehr in der Vierländerregion am Bodensee. Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg, die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die im Auftrag und Gebiet des Freistaats Bayern den Schienenpersonennahverkehr finanziert, plant und organisiert, und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben kürzlich den hierfür erforderlichen Verkehrsvertrag unterschrieben.
Winfried Hermann, Verkehrsminister von Baden-Württemberg, betonte: »Als erste grenzüberschreitende Nahverkehrslinie von Baden-Württemberg nach Österreich macht der neue REX den öffentlichen Verkehr im Bodenseeraum noch attraktiver. Mit der neuen Direktverbindung von Friedrichshafen nach Schruns wachsen die Bodensee-Anrainer noch näher zusammen. Die neuen umsteigefreien Direktverbindungen und stabileren Anschlüsse verbessern Angebot und Zuverlässigkeit für die Pendlerinnen und Pendler zwischen Oberschwaben, Bodensee und Vorarlberg, die in diesem wichtigen Wirtschaftsraum täglich unterwegs sind. Auch für den Freizeitverkehr ist diese Verbindung in der Tourismusregion Bodensee ein großer Gewinn – sei es für Ausflüge ins Montafon, einen Besuch der Bregenzer Festspiele oder zum Seehasenfest nach Friedrichshafen«.
Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, erklärte: »Die neue Zuglinie zeugt von der hervorragenden Zusammenarbeit der drei Länder am Bodensee. Wir bringen in dieser wirtschaftsstarken und natursensiblen Region einen hochattraktiven Zug aufs Gleis, von dem auch Bayern profitieren wird. Ich bin zuversichtlich, dass Einheimische und Touristen ihn gut annehmen werden. Die ÖBB sind hierfür der perfekte Partner«. Auch die Landesregierung von Vorarlberg begrüßte den Vertragsabschluss zwischen den ÖBB und den beiden deutschen Bundesländern. Landeshauptmann Markus Wallner erläuterte: »Mit dem neuen grenzüberschreitenden Regionalexpress entsteht ein wichtiger Mehrwert für die ganze Bodenseeregion. Die direkte, umsteigefreie Verbindung von Friedrichshafen über Bregenz bis ins Montafon bringt Menschen und Regionen näher zusammen – für Pendlerinnen und Pendler ebenso wie für Gäste aus dem Bodenseeraum. Es ist ein tolles Beispiel für gelungene grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Der neue REX ist ein weiterer Schritt in Richtung eines modernen, vernetzten öffentlichen Verkehrs rund um den Bodensee und stärkt die Verbindung der beteiligten Regionen«.
Bewährtes Fahrplankonzept mit neuen Direktverbindungen
Alle beteiligten Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs haben sich auf die Umsetzung eines neuen Fahrplankonzepts verständigt. Die »REX-Linie 1« verkehre ab Dezember 2026 von Schruns und Bregenz kommend neu alle zwei Stunden ab Lindau-Reutin umsteigefrei weiter nach Friedrichshafen Stadt anstatt wie bisher nach Lindau-Insel. Zwischenhalte seien in Wasserburg und Langenargen vorgesehen. In Friedrichshafen bestehe dann Anschluss an den »RE 3« nach Ulm Hauptbahnhof. Alle zwei Stunden und damit um eine Stunde versetzt zum »REX 1« verkehre der »RE 3« wie derzeit von Lindau-Reutin über Friedrichshafen weiter nach Ulm. Zwischen Lindau und Friedrichshafen halten Züge dieser Linie in Nonnenhorn und Kressbronn. In Lindau-Reutin würden stabilisierte Anschlüsse aus und in Richtung Vorarlberg bestehen.
Neue Fahrzeuge sorgten für mehr Komfort und Qualität
Zum Einsatz sollen moderne Nahverkehrszüge der ÖBB vom »Typ Siemens Desiro ML« kommen, die im Jahr 2023 ausgeliefert wurden. Jede der etwa 100 Meter langen, klimatisierten Garnituren verfüge über 290 Sitzplätze. Die Züge sollen über bequeme Sitze, viel Beinfreiheit, Multifunktionsbereiche, Rollstuhlplätze, einen Wickeltisch im barrierefreien WC sowie WLAN, Steckdosen und USB-Anschlüsse, um das Handy oder das Tablet aufzuladen verfügen. An jedem Einstiegsbereich befinde sich ein Kinderwagenabstellplatz. Im geräumigen Fahrradabteil sei Platz für 39 Fahrräder. Separate Halterungen nach einem bereits in Kopenhagen bewährten Modell sorgten für Stabilität beim Transport der Fahrräder.
Die Verantwortlichen erwarten mit dem neuen Fahrplankonzept eine höhere Betriebsqualität auf der eingleisigen Strecke zwischen Friedrichshafen und Lindau. Durch die Durchbindung der Züge und durch fahrplanerische Anpassungen sollen zusätzliche Zeitpuffer entstehen und die Stabilität des Betriebs erhöhen.
Grenzüberschreitender Regionalverkehr gewinnt an Bedeutung
Mit der neuen Direktverbindung werde der grenzüberschreitende Verkehr zwischen Baden-Württemberg, Bayern und Vorarlberg deutlich gestärkt. Zwar bestünden traditionell bereits einzelne direkte Eisenbahnverbindungen über Lindau; seit Dezember 2025 werde diese Relation im Fernverkehr jedoch nur noch durch ein »ICE-Zugpaar« pro Tag bedient, nachdem ein »Railjet-Zugpaar« von Frankfurt nach Bregenz und weiter nach Wien eingestellt wurde. Damit gewinne der Regionalverkehr für die internationale Erreichbarkeit der Region zunehmend an Bedeutung.
–lbw-
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Runder Tisch
zum Thema
Brandkatastrophe
Crans-Montana
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Region Schweiz – Der Schweizer Bundesrat will zur Bewältigung der »Brandkatastrophe Crans-Montana« auf Bundesebene einen »runden Tisch« einsetzen. Am 20. Februar 2026 habe dazu unter der Leitung von Michael Schöll, Direktor des Schweizer Bundesamts für Justiz (BJ), in Bern ein erstes Sondierungsgespräch stattgefunden. Der Austausch hatte zum Ziel, Erwartungen, Bedürfnisse und offene Fragen zu klären. Eingebracht wurden Perspektiven der Opfer, der Versicherungen, der zuständigen Behörden des Bundes, des Kantons Wallis und der Gemeinde Crans-Montana.
Der runde Tisch solle die Opfer, ihre Angehörigen, die betroffenen Versicherungen, potenziell leistungspflichtige Personen sowie zuständige Behörden zusammenbringen. Dies mit dem Ziel, den Dialog zu vereinfachen und mit der Zustimmung der Betroffenen Vergleichsverhandlungen zu unterstützen. Eine Vergleichslösung könne langwierige Gerichtsprozesse vermeiden, welche namentlich für die Opfer und deren Angehörige mit vielen Unsicherheiten verbunden und entsprechend belastend sein können.
Die Ergebnisse des ersten Sondierungsgesprächs sollen in die Arbeiten im Hinblick auf die Errichtung des runden Tisches einfliessen. Die Teilnahme am runden Tisch sei für alle Beteiligten freiwillig und bedeute keine Anerkennung einer Haftung. Insofern nehme er auch keine gerichtlichen Entscheide für die Zivil- oder Strafverfahren vorweg.
-chbk-
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Präsentation
»Schönste Bücher«
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Region Liechtenstein – Für den Wettbewerb »Schönste Bücher aus Liechtenstein 2025« wurden 22 Publikationen eingereicht. Im Zentrum der Jurierung stand dabei nicht der Inhalt der Publikation, sondern das vorbildlich gestaltete Buch. Die Fachjury vergab zwei Büchern das Prädikat »Ausgezeichnet«. Ferner prämierte die Fachjury drei weitere Publikationen mit dem Prädikat »Lobende Anerkennung«.
Am Dienstag, 10. März 2026 um 18:00 Uhr möchte Liechtensteins Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monaui im Rahmen einer Präsentation die prämierten Bücher bekanntgeben und die Urkunden für die »Schönsten Bücher aus Liechtenstein 2025« an die Preisträger und Preisträgerinnen aushändigen. Je eine Urkunde erhalten Gestaltende, Verlage oder herausgebende (verlegende) Institutionen bzw. Privatpersonen, Druckereien und Buchbindereien. Zu diesem feierlichen Anlass im Fürst-Johannes-Saal im Regierungsgebäude des Fürstentums Liechtensteins sind alle interessierten Buchfreunde herzlich eingeladen.
-RdFL-
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Geändertes
Campingplatzgesetz
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Region Vorarlberg – Der Entwurf über eine Änderung des »Campingplatzgesetzes« ist veröffentlicht worden. Der Gesetzestext könne bis Montag, 16. März 2026, auf www.vorarlberg.at/gesetzesentwurf sowie bei den Gemeindeämtern, Bezirkshauptmannschaften und beim Amt der Landesregierung Vorarlberg eingesehen werden. Jede Person könne während der Begutachtungsfrist über das im Veröffentlichungsportal des Landes abrufbare Online-Formular Änderungsvorschläge abgeben.
Mit dem vorliegenden Gesetzesentwurf leiste die Vorarlberger Landesregierung einen weiteren Beitrag zur Deregulierung und Entbürokratisierung, wie in ihrem Arbeitsprogramm vorgesehen. Ziel der Novelle sei es, bestehende Regelungen praxisnäher auszugestalten und den Vollzug zu vereinfachen. Kernpunkte seien unter anderem die Erhöhung des zulässigen Anteils von Mobilheimen und Bungalows auf bis zu 50 Prozent der Standplätze sowie die Möglichkeit für Gemeinden, den Anteil der Dauerstandplätze mit Verordnung auf höchstens 80 Prozent anzuheben. Ferner werde die maximal zulässige überdeckte Fläche von Mobilheimen und Bungalows auf 60 Quadratmeter erweitert. Auch für Zelte und Wohnwagen sollen flächenmäßige Beschränkungen gelockert und bauliche Anpassungen erleichtert werden.
Weitere Vereinfachungen betreffen den »Entfall der Verpflichtung zur Vorlage eines Nachbarverzeichnisses« im Bewilligungsverfahren sowie »Erleichterungen bei der Platzordnung«: »Dauerstandplätze« müssten künftig nicht mehr öffentlich ausgewiesen werden, sondern seien in einem internen Verzeichnis zu dokumentieren. Abgerundet werde die Novelle durch eine Anpassung der Übergangsbestimmungen, wonach bereits bestehende »Dauerstandplätze« bis spätestens 31. Dezember 2026 nachträglich angezeigt werden könnten.
–vlk-
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Hoher
Kontrolldruck
auf Tirols Straßen
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Region Tirol – Heuer werde der »mobile Prüfzug« 150 Tage für das Land Tirol im Einsatz sein. Das beschloss die Tiroler Landesregierung kürzlich. Konkret sollen zu den bereits fixierten 112 Tagen nun weitere 38 Tage beauftragt werden. Tirols Landeshauptmann Anton Mattle betonte: »Die enorme Transitbelastung in Tirol macht einen anhaltenden hohen Kontrolldruck dringend notwendig. Ob mangelhafter technischer Zustand oder Nichteinhaltung von Ruhezeiten: Jede Missachtung der Vorgaben stellt ein Sicherheitsrisiko auf Tirols Straßen und damit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer dar. Der Schwerverkehr in Tirol unterliegt strengen Regeln, an die sich alle halten müssen. Um das sicherzustellen, setzen wir gemeinsam mit der Polizei auf ein engmaschiges Kontrollnetz«.
Zusätzliche Prüftage erhöhen Kontrolldruck
»Der mobile Prüfzug kommt in ganz Tirol zum Einsatz, um den technischen Zustand von LKW auf Herz und Nieren zu überprüfen. Bei 2,4 Millionen Transit-LKW, die 2025 alleine am Brenner gezählt wurden, ist es ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit auf Tirols Straßen, mangelhafte Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen. Die zusätzlichen Prüftage erhöhen den Kontrolldruck und damit auch die Verkehrssicherheit«, so Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel.
Neben den täglichen LKW-Kontrollen an den Kontrollstellen entlang der Autobahn in Kundl, Radfeld und am Brenner sowie an der Kontrollstelle Musau an der B 179 Fernpassstraße werde auch an Kontrollplätzen am nachgeordneten Straßennetz laufend kontrolliert. Hier komme unter anderem auch der »Mobile Prüfzug« zum Einsatz. Über 4.000 LKW werden jährlich durch den »mobilen Prüfzug« einer technischen Unterwegskontrolle unterzogen. Darüber hinaus fänden durch besonders geschulte Polizeimitarbeiter selbstständig täglich technische Kontrollen auf Tirols Straßen statt. Kontrolliert werde sowohl entlang der Autobahn als auch an den wichtigsten Nebentransitrouten an Bundes- und Landesstraßen zu gleichen Teilen. Im Jahr 2025 seien nur durch den »mobilen Prüfzug« insgesamt 6.282 technische Mängel bei 1.379 Fahrzeugen festgestellt worden. Insgesamtm seien von der Polizei rund 87.000 Arbeitsstunden in die Kontrollen des Schwerverkehrs investiert worden.
Kontrollinfrastruktur werde weiter ausgebaut
Neben den »Schwerverkehrskontrollen« investiere das Land Tirol auch weiter in den Ausbau der Kontrollinfrastruktur. »Noch vor dem Sommer soll der umfangreiche Umbau und die Modernisierung der Kontrollstelle in Radfeld abgeschlossen werden. Ferner wird auch noch in diesem Jahr eine neue Pannenbucht inklusive Notausfahrt bei der Kontrollstelle Kundl für mehr Sicherheit auf der A12 Inntalautobahn sorgen«, so Zumtobel.
-lt-
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Stadt Miesbach: Eine der höchstgelegenen Kreisstädte Deutschlands
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Lawinen-
gefahrenskala
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Region Südtirol – Die Lawinensituation in Südtirol gilt derzeit als kritisch. Die »Europäische Lawinengefahrenskala« mit fünf Stufen wurde 1993 eingeführt, die Beschreibung der Gefahrenstufen sei seither nahezu gleichgeblieben. Dabei habe sich in den vergangenen 30 Jahren das Wissen über Lawinen stark weiterentwickelt. Auch die Beurteilung der Lawinengefahr durch die Lawinenwarnerinnen und Lawinenwarner sei systematischer geworden, und zwar mit neuen Konzepten, Begriffen und Definitionen. Die Sprache solle klarer und verständlicher werden, auch ohne großes Vorwissen solle sofort klar sein: Je höher die Stufe, desto größer die Gefahr.
Die »European Avalanche Warning Services« (EAWS) überarbeite derzeit die »Lawinengefahrenskala«, um deren Verständlichkeit und Wirksamkeit zu verbessern. Dazu sammele sie Erkenntnisse aus der Community und lade Nutzerinnen und Nutzer zur Teilnahme an der Umfrage ein, die rund zehn Minuten in Anspruch nehme. Die Umfrage werde vom Zentrum für Lawinenforschung und -ausbildung an der Arctic University of Norway UiT Tromsø, der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie in Trondheim und der Paris Lodron Universität Salzburg durchgeführt und vom österreichischen Fonds zur wissenschaftlichen Forschung FWF-Forschungscluster »Knowledge in Crisis« unterstützt.
Im Großteil des Landes Südtirol herrsche derzeit große Lawinengefahr der Stufe 5. Die Gefahr geht vor allem vom Alt- und Triebschneeproblem aus. Alle Details zur aktuellen Situation gebe auf »Lawinen.report«, wo weiterführende Informationen zur Schnee- und Lawinensituation erläutert sowie Lawinenunfälle analysiert werden.
-lpast-
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Zentrum
der elektronischen
Drohnenabwehr
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Region Salzburger Land – Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler betonte kürzlich in der Schwarzenbergkaserne : »Sicherheit geht uns alle an. Ich bekenne mich dazu, das Bundesheer modern auszurüsten und den Wehrdienst zu verlängern, um den neuen Herausforderungen und Bedrohungen angemessen zu begegnen. Dabei ist Salzburg das Herz und Hirn der Österreichischen Luftstreitkräfte. Schon heute laufen alle Informationen in der Einsatzzentrale in St. Johann zusammen, um die Luftraumüberwachung sicher zu stellen. Zukünftig wird Salzburg als neues »Zentrum der elektronischen Drohnenabwehr« eine weitere Schlüsselrolle in der modernen und zeitgemäßen Aufstellung des Bundesheeres zukommen«.
Der Aufbauplan »ÖBH 2032+« des Österreichischen Bundesheeres werde weiter umgesetzt, mit vielen Vorteilen für Salzburg. »Nach den Beschaffungen im Bereich der Luftfahrzeuge steht nun die bodengebundene Luftverteidigung im Zentrum. Mittelfristig wird der Verband »Luftraumüberwachung« sich zum Verband »Luftverteidigung« weiterentwickeln. Und hier spielt der Standort Salzburg eine wichtige Rolle und wird auch künftig ein militärisch wichtiger Standort werden – denn Salzburg wird zum »Zentrum der elektronischen Drohnenabwehr« und ein wichtiger Standort für Skyshield«, erläuterte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.
Drohnenabwehr wird erweitert
Die Fähigkeiten der in Salzburg stationierten Drohnenabwehr sollen erweitert werden: Als erster Schritt werde die Nutzungsdauer der 35-Millimeter-Fliegerabwehrkanone verlängert. Die vorhandenen Systeme sollen sich dadurch zu einem der modernsten kanonenbasierten Drohnen- beziehungsweise Flugabwehrsysteme weltweit entwickeln. Die geplante Beschaffung des Systems »Skyranger«, das Munition bis zu einer Reichweite von 2,5 Kilometer verschieße und zusätzlich mit der Fliegerabwehrlenkwaffe »MISTRAL3« ausgerüstet sei, werde sich auf Salzburg mit Feuereinheiten für eine gut funktionierende Drohnenabwehr auswirken.
Die Salzburger Schwarzenberg-Kaserne erfahre künftig im Bereich »Luftraum« eine deutliche Aufwertung. An diesem Standort sollen Systeme mit Lenkwaffen mit einer Reichweite von bis zu 15 Kilometern, aber auch bis zu 50 Kilometern stationiert werden, um den Standort für »Skyshield« zu etablieren. Im Aufbauplan seien für die Beschaffung dieser beiden Systeme 2,5 Milliarden Euro vorgesehen. Ferner werde die »Luftraumüberwachung« mit neuen Radarsystemen modernisiert, die Beschaffung stehe kurz vor dem Abschluss.
-ls- Bild: Franz Neumayr
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»IS NU GUAT«
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Region Oberösterreich – Mitten am Linzer Hauptplatz zog im Februar ein besonderer »POPUP-Store« ein: Unter dem Motto »IS NU GUAT« (Es ist noch gut) werde aktuell gezeigt, wie sich übrig gebliebene Lebensmittel kreativ verwerten lassen – statt im Müll zu landen. »Jeder oberösterreichische Haushalt wirft Lebensmittel im Wert von rund 300 Euro pro Jahr weg. Oft nur, weil Gemüse nicht mehr »schön« genug ist oder das Mindesthaltbarkeitsdatum eines Joghurts überschritten wurde. Dabei bedeutet nicht mehr ganz frisch noch lange nicht verdorben. Mit der »IS NU GUAT«-Kochshow zeigen wir, wie einfach und genussvoll es sein kann, Lebensmittelmüll zu vermeiden – und damit gleichzeitig das Klima zu schützen«, so Stefan Kaineder, Umwelt- und Klima-Landesrat von Oberösterreich.
Sabine Kern vom Landesabfallverband Oberösterreich betonte: »Nur weil ein Lebensmittel nicht mehr der optischen Norm entspricht oder das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, gehört es noch lange nicht in den Müll. Wir möchten die Menschen ermutigen, wieder mehr auf ihre Sinne zu vertrauen und bewusster mit Lebensmitteln umzugehen«. Umgesetzt werden die »IS NU GUAT«-Kochshows vom Verein »Lebensmittelretter«. Obfrau Doris Weissengruber-Humer erklärte: »Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, wie stark ihr Konsumverhalten Lebensmittelverschwendung beeinflusst. Mit der Kampagne »IS NU GUAT« schaffen wir Bewusstsein und zeigen praktikable Lösungen für weniger Verschwendung«.
Hintergrund:
In Österreich landen jährlich fast eine Million Tonnen Lebensmittel im Müll – rund die Hälfte davon in privaten Haushalten. In Oberösterreich werden pro Person etwa 17 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr weggeworfen. Hinzu kommen würden Verluste in Gastronomie, Kantinen, Handel und Produktion. Weltweit zähle Lebensmittelverschwendung zu den größten Verursachern von Treibhausgasemissionen. Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln sei daher ein zentraler Beitrag zu Ressourcenschonung und Klimaschutz.
Kochshow tourt durch Oberösterreich
Die »IS NU GUAT«-Kochshow möchte über konkrete Maßnahmen zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung informieren. Und wenn doch einmal Reste blieben, gebe es praktische Tipps und alltagstaugliche Rezepte, wie aus übrig gebliebenen oder angebrochenen Lebensmitteln köstliche Gerichte entstehen können. Den Auftakt der »Tour 2026« machte »IS NU GUAT« in Linz. Jeden Sonntag wurde zum Brunch aus geretteten Lebensmitteln geladen. Alle Termine und Details unter: www.isnuguat.at
-loö-
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Aushängeschild
für musikalische
Fort- und Weiterbildung
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Region Kärnten – 2006 errichtet, und nun ein Aushängeschild in mehrfacher Hinsicht: Die »Carinthische Musikakademie« (CMA) in Ossiach gelte als künstlerischer und kultureller Ausbildungs- und Veranstaltungsort, der weit über die Grenzen Kärntens hinaus strahle und auf steigende Teilnehmerzahlen verweisen könne. »Die CMA hat sich zu einem Aushängeschild für Veranstaltungen entwickelt, wurde zu einem Kompetenzzentrum für musikalische Fort- und Weiterbildung und bietet einen im deutschsprachigen Raum nachweislich einzigartigen Schauspiel-Lehrgang an. 36.911 Teilnehmertage 2025 belegen diese Erfolgsgeschichte. Es sind um über 6.000 mehr als im Jahr 2024. Die Unterstützung in Kunst, Kultur, Aus- und Weiterbildung ist in jeglicher Hinsicht eine Investition in unser gesellschaftliches Zusammenleben und in die Zukunft Kärntens. Musik überwindet Grenzen, verbindet und ist für unsere liberale Demokratie wichtig, weil wir damit kritischen Diskurs, kritische Auseinandersetzung, Meinungs Verschiedenheit fördern«, so Kärntens Kulturreferent und Landeshauptmann Peter Kaiser.
Die CMA verfüge über eine hochwertige musikspezifische Infrastruktur, die Musikinteressierten, privaten wie öffentlichen Institutionen, Organisationen und anderen Bildungsträgern im gesamten »Alpe-Adria-Raum« zur Verfügung stehe. Eigene Instrumente, ein Verpflegungs- und Unterkunftsbereich, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Laien-, Nachwuchs- und Berufsmusiker, für Musikvereine, Ensembles und Orchester werden angeboten. Das breite Ausbildungsangebot reiche von klassischer Musik bis Pop in Akademien, Meisterkursen und Workshops, aber auch in Kooperationen mit der Gustav Mahler Privatuni.
Seit 2018 gebe es ein eigenes Schauspielangebot, ein im deutschsprachigen Raum einzigartiger Lehrgang, der sich an junge Talente unter 25 richte, die sich damit auf die Aufnahmeprüfungen von Schauspiel-Hochschulen vorbereiten können. Aber auch Spätberufene, die einen neuen -zweiten- Berufsweg einschlagen wollten, könnten hier Unterstützung finden.
-lktn-
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ERDREICH-Preis
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Region Niederösterreich – Vorzeigeprojekte privater, kommunaler und betrieblicher Initiativen, die sich in besonderer Weise für den »Schutz wertvoller Böden« einsetzen, wurden kürzlich mit dem »ERDREICH-Preis« des Österreichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) ausgezeichnet. Eine unabhängige Fachjury würdigte jene Projekte, die durch Innovationskraft und hohe Wirksamkeit im verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource »Boden« überzeugen. In der Kategorie »Flächenrecycling« ging eine der drei Auszeichnungen an den »ecoplus Wirtschaftspark IZ NÖ-Süd«. Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ecoplus Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Hackl gratulierten ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki zum Preis. Mikl-Leitner betonte: »Wirtschaftliche Dynamik und der achtsame Umgang mit natürlichen Ressourcen sind kein Widerspruch, sondern die Grundlage für eine zukunftsfähige Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Niederösterreichs. Der verantwortungsvolle Umgang mit unseren wertvollen Böden zeigt, wie Ökonomie und Ökologie erfolgreich im Einklang gehalten werden. Der ERDREICH-Preis für das IZ NÖ-Süd ist eine Anerkennung dieses Weges. Mit unserer Wirtschaftsagentur ecoplus setzen wir konsequent auf eine ressourcenschonende und wirtschaftlich erfolgreiche Standortentwicklung«. »Der ecoplus Wirtschaftspark IZ NÖ-Süd ist mit rund 290 Hektar das größte Gewerbegebiet Österreichs und hat sich seit 1962 zu einer kleinen Stadt mit 385 Unternehmen und mehr als 12.300 Beschäftigten entwickelt. Der ERDREICH-Preis bestätigt, dass das kontinuierliche Flächenrecycling und Quartiersmanagement durch das ecoplus Wirtschaftspark-Team Früchte trägt«, so Hackl.
Ausgezeichnet wurde das IZ NÖ-Süd für das konsequente Engagement im Flächenrecycling und die nachhaltige Standortstrategie. Hervorgehoben wurden die Sanierung und klimafitte Erweiterung des zentralen Verwaltungsgebäudes, das sich über einem noch erhaltenen Luftschutz-Hochbunker befinde und den »klimaaktiv Gold Standard« erhielt. Im Wirtschaftspark seien in den vergangenen sechs Jahrzehnten insgesamt 76 maßgeschneiderte Mietobjekte errichtet worden, die laufend weiterentwickelt und flexibel an die Anforderungen neuer Mieter angepasst worden seien. Ferner revitalisiere ecoplus nach Möglichkeit brachliegende Flächen im IZ NÖ-Süd, die nicht mehr im eigenen Eigentum stehen. Diese Areale sollen erworben, saniert und für neue Betriebsansiedlungen aufbereitet werden. Ergänzt würden die Maßnahmen durch gezielte Nachverdichtung, etwa durch das achtstöckige Parkhaus mit 380 Stellplätzen, das wertvolle Flächen spare.
»Das IZ NÖ-Süd ist der älteste und größte unserer 16 Wirtschaftsparks, die wir derzeit in ganz Niederösterreich betreiben. Seit über 60 Jahren wird hier Flächenrecycling auf verschiedenen Ebenen vom ecoplus Wirtschaftsparkmanagement umgesetzt. Wir sind sehr stolz darauf, den ERDREICH-Preis 2026 für unsere Aktivitäten und Maßnahmen im Flächenrecycling im IZ NÖ-Süd erhalten zu haben«, so ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki.
-lnö-
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Identitätsdiebstahl
kann jede und jeden
treffen
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Region Burgenland – Identitätsdiebstahl ist längst kein Randphänomen mehr. Immer häufiger werden persönliche Daten missbräuchlich verwendet, um auf fremde Rechnung einzukaufen oder Verträge abzuschließen. Anhand eines aktuellen Falls machten Burgenlands Landeshauptmann-Stellvertreterin und Konsumentenschutz-Landesrätin Anja Haider-Wallner, Klubobmann Wolfgang Spitzmüller und die Leiterin des Referats Konsumentenschutz, Claudia Pinterich, auf die Problematik aufmerksam und informierten über richtiges Verhalten im Ernstfall. »Identitätsdiebstahl« könne sich etwa durch unbekannte Rechnungen, Abbuchungen, Abonnements oder Vertragsabschlüsse zeigen. Betroffene oder Personen mit einem entsprechenden Verdacht können sich an das »Referat Konsumentenschutz« des Landes Burgenland wenden und erhielten dort rasch und unbürokratisch Unterstützung. »Identitätsdiebstahl kann jede und jeden treffen – oft völlig überraschend und ohne eigenes Zutun. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene wissen: Sie sind nicht allein und bekommen Unterstützung. Der Konsumentenschutz steht hier mit Beratung und konkreter Hilfe zur Seite«, betonte Haider-Wallner.
Auch die Polizei weise darauf hin, dass Bestellbetrug durch Identitätsdiebstahl nach einem typischen Muster ablaufe: Täter bestellten Waren oder Dienstleistungen online unter Verwendung fremder persönlicher Daten, liessen diese jedoch an andere Adressen oder Abholstationen liefern. Die Rechnung bleibe unbezahlt, Inkassobüros würden eingeschaltet – und Betroffene würden oft erst durch Mahnungen oder Inkassoschreiben von dem Betrug erfahren. Wichtig sei: Wer den Vertrag nicht selbst abgeschlossen habe, sei rechtlich nicht zur Zahlung verpflichtet. Die Polizei empfehle, Forderungen umgehend schriftlich und vollständig zu bestreiten, ausdrücklich auf Identitätsmissbrauch hinzuweisen und eine Anzeige wegen Betrugs bzw. Identitätsdiebstahls zu erstatten. Zusätzlich sollten Betroffene direkt den ursprünglichen Händler kontaktieren, Unterlagen wie Bestelldaten und Lieferadresse anfordern sowie ihre Bonitätsdaten bei Auskunfteien überprüfen und gegebenenfalls unberechtigte Einträge sofort löschen lassen. Einschüchterungsversuche in Form von Drohungen mit Gericht oder Zwangsvollstreckung sollten ernst genommen, aber nicht akzeptiert werden: Ohne gerichtlichen Titel seien solche Maßnahmen unzulässig.
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Tag
der Muttersprache
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Region Bayern – »Am Internationalen Tag der Muttersprache feiern wir die weltweite Vielfalt der Sprachen und somit auch unsere zahlreichen Dialekte, die Bayern so einzigartig machen. Gerade junge Menschen beweisen Tag für Tag: Dialekt ist kreativ, modern und voller Leben. Wer neben der Schriftsprache auch Dialekt spricht, bringt Tradition und Zukunft zusammen und macht unsere schöne Heimat noch vielfältiger. Das bayerische Heimatministerium zeichnet auch 2026 wieder junge Dialektbegeisterte aus ganz Bayern aus, die mit viel Leidenschaft und Kreativität unsere Mundarten am Leben halten und das kulturelle Erbe Bayerns bereichern«, so Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker anlässlich des »Internationalen Tages der Muttersprache« am 21. Februar. Der »Dialektpreis Jugend« stehe diesmal unter dem Motto »Dialekt ist Heimat«: Gesucht werden hierzu kreative Mundartbeiträge – ganz gleich ob als Reel, Text, Video, Gedicht, Lied, Film oder in ganz eigener Form. Wer mit seiner Mundart die Verbundenheit zur Heimat zeige, sei herzlich eingeladen, sich zu bewerben.
Im Rahmen der Verleihung »Dialektpreis Bayern« im Juli 2026 vergibt das bayerische Heimatministerium erneut bis zu drei Sonderpreise »Dialektpreis Jugend«, dotiert mit jeweils 1.000 Euro, an dialektbegeisterte junge Menschen im Alter von zehn bis 27 Jahren. Bei der Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger werde das bayerische Heimatministerium durch eine Jury unterstützt. Bewerbungen seien bis zum 17. April 2026 unter www.heimat.bayern/dialektpreis möglich, dort finden sich auch weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen.
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Praktikable
KI-Regeln
gefordert
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Region Baden-Württemberg – Der Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundesrates habe einen Antrag aus Baden-Württemberg angenommen. Ziel sei es, die »europäische Regulierung von Künstlicher Intelligenz« (KI) bürokratiearm und innovationsfreundlich auszugestalten. Anlass sei der sogenannte »Digital-Omnibus« zur europäischen KI-Verordnung. Mit diesem Vorhaben möchte die Kommission der Europäischen Union (EU) die Digitalgesetzgebung vereinfachen und Hürden bei deren praktischer Umsetzung abbauen.
Praxistaugliche Regeln für Europas KI-Zukunft
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Baden-Württembergs Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, erklärte: »Künstliche Intelligenz ist ein Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und digitale Souveränität in Europa. Wer hier zu sehr reguliert, gefährdet die Innovationskraft unserer Unternehmen. Wir brauchen klare Regeln – aber sie müssen praxistauglich sein und dürfen unsere Betriebe nicht ausbremsen«. Baden-Württemberg setze sich deshalb seit Langem für verständliche, schlanke Vorgaben und eine realitätsnahe Umsetzung der europäischen KI-Verordnung ein. »Der Digital-Omnibus geht in die richtige Richtung. Aber er ist nur ein erster Schritt. Jetzt kommt es darauf an, die Regulierung insgesamt einfacher, verständlicher und unternehmensnäher zu machen«, so Hoffmeister-Kraut.
Der Antrag im Bundesrat unterstütze die im »Digital-Omnibus« vorgesehenen Vereinfachungen – darunter längere Übergangsfristen, gezielte Entlastungen für mittelständische Unternehmen sowie die Vermeidung von Doppelregulierung. Zugleich sieht Baden-Württemberg weiteren Handlungsbedarf, und zwar in Sachen: Mehr Unterstützung und Beratung für Unternehmen, insbesondere in der Anfangsphase, in der viele Auslegungsfragen noch offen seien. Vereinfachte Dokumentationspflichten, etwa durch standardisierte und praxistaugliche Vorlagen. Einen kontinuierlichen Dialog mit Mittelstand und Start-ups, um Belastungen frühzeitig zu erkennen und gezielt nachzubessern sowie niedrigschwellige Reallabore, die nicht nur Behörden, sondern auch Unternehmen und Forschungseinrichtungen betreiben könnten.
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Region Schweiz – Mehr als 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 120 Ländern werden vor Ort und online zum »5. International Cooperation Forum« (IC Forum) erwartet, das am 26. und 27. Februar 2026 in Genf stattfindet. Beim »IC Forum« wollen sich die wichtigsten Akteure der internationalen Zusammenarbeit treffen, um über aktuelle Herausforderungen und die Zukunft der humanitären Hilfe zu diskutieren. Die Schweizer Bundesräte Ignazio Cassis und Martin Pfister sowie Tom Fletcher, UNO-Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten, und IKRK-Präsidentin Mirjana Spoljaric werden ebenfalls erwartet.
Im Mittelpunkt des »IC Forums 2026« soll die Neudefinition der humanitären Prioritäten in einem sich wandelnden geopolitischen Umfeld stehen. Das humanitäre System befinde sich in einem tiefgreifenden Umbruch, der viele Fragen aufwerfe. Wie sieht die humanitäre Hilfe der Zukunft aus? Welche Rolle spielen die verschiedenen Akteure? Wie kann Hilfe den grösstmöglichen Mehrwert für die betroffenen Menschen schaffen? Als Depositarstaat der Genfer Konventionen lege die Schweiz den Fokus auf die Einhaltung der humanitären Prinzipien und des humanitären Völkerrechts. Zu den Gesprächsthemen sollen auch die grossen Krisen sowie die Rolle und die Zukunft des internationalen Genf erörtert werden.
Am »IC Forum« sollen ausserdem Schweizer Innovationsansätze im Bereich der internationalen Zusammenarbeit gewürdigt werden. Unternehmen, KMU und Start-ups sollen für ihre innovativen Lösungen ausgezeichnet werden. Der Schweizer Bundesrat Ignazio Cassis werde drei von einer Fachjury ausgewählten Preisträgern einen »IC Award« überreichen.
-chbk-
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Expansion
des Universums
mit kosmischem Feuerwerk
messen
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Dass sich das Universum ausdehnt, ist seit fast hundert Jahren bekannt – doch wie schnell genau? Diese Frage ist heftig umstritten und stellt das Standardmodell der Kosmologie infrage. Ein Forschungsteam an der Technischen Universität München (TUM), der Ludwig-Maximilians Universität (LMU) sowie den Max-Planck-Instituten MPA und MPE hat nun eine außergewöhnlich seltene »Supernova« aufgenommen, die einen neuen Weg eröffnen könnte, die »Expansionsgeschwindigkeit des Universums« zu bestimmen. Bei der »Supernova« handele es sich um eine seltene, superleuchtkräftige Sternexplosion in rund zehn Milliarden Lichtjahren Entfernung, die weit heller sei als gewöhnliche »Supernovae«. Gleichzeitig sei sie noch aus einem weiteren Grund besonders: Durch den sogenannten »Gravitationslinseneffekt« erscheine dieselbe Explosion gleich fünfmal am Nachthimmel, und zwar wie ein kosmisches Feuerwerk. Zwei »Vordergrundgalaxien»« krümmten das Licht der »Supernova« auf seinem Weg zur Erde und würden es zwingen, unterschiedliche Wege einzuschlagen. Weil diese Wege leicht unterschiedlich lang seien, erreiche das Licht uns zeitversetzt. Aus den Zeitverzögerungen zwischen den einzelnen Bildern lasse sich die heutige »Expansionsrate« des Universums – die Hubble-Konstante – bestimmen.
Sherry Suyu, Professorin für Beobachtende Kosmologie an der TUM und Fellow am Max-Planck- Institut für Astrophysik, erklärte: »Wir haben diese Supernova SN Winny getauft – in Anlehnung an ihre offizielle Bezeichnung SN 2025wny. Es ist ein extrem seltenes Ereignis, das für unser Verständnis des Kosmos eine Schlüsselrolle spielen könnte. Die Wahrscheinlichkeit, eine superleuchtkräftige Supernova zu finden, die sich genau hinter einer Gravitationslinse befindet, liegt unter eins zu einer Million. Wir haben sechs Jahre damit verbracht, eine Liste vielversprechender Gravitationslinsen zusammenzustellen und dort nach einem solchen Ereignis zu suchen. Im August 2025 landeten wir mit SN Winny schließlich einen Treffer«.
Hochauflösendes Farbbild einer einzigartigen Supernova
»Supernovae« hinter Gravitationslinsen sind so selten, dass bislang nur wenige solcher Messungen versucht wurden. Ihre Genauigkeit hänge stark davon ab, wie gut man die Massen der Galaxien bestimmen könne, die als Linse wirken, denn diese entscheiden darüber, wie stark das Licht der »Supernova« abgelenkt werde. Um die Massen zu messen, nutzten Team-Mitglieder vom MPE und der LMU das »Large Binocular Telescope« in Arizona mit seinen zwei Spiegeln von je 8,4 Metern Durchmesser und einem adaptiven Optiksystem, das atmosphärische Unschärfen korrigiert. Das Ergebnis ist das einzige bislang veröffentlichte hochauflösende Farbbild dieses Systems. Die Aufnahme zeige die beiden Linsengalaxien im Zentrum sowie fünf bläuliche Abbilder der »Supernova«. Das sei ungewöhnlich, denn Linsensysteme auf »Galaxienskala« erzeugten normalerweise nur zwei oder vier Abbilder. Mithilfe der Positionen aller fünf Abbilder erstellten die beiden Nachwuchswissenschaftler Allan Schweinfurth (TUM) und Leon Ecker (LMU) das erste Modell für die Massenverteilung der Linse. »Wenn wir bisher Supernovae durch Gravitationslinsen gesehen haben, waren die Linsen zumeist massive Galaxienhaufen, deren Massenverteilungen komplex und schwer zu modellieren sind. Für SN Winny besteht die Linse jedoch nur aus zwei einzelnen Galaxien. Wir finden insgesamt sehr glatte und regelmäßige Licht- und Massenverteilungen, was darauf hindeutet, dass diese Galaxien trotz ihrer scheinbaren Nähe zueinander bislang nicht miteinander kollidiert sind. Diese relative Einfachheit des Systems bietet eine hervorragende Gelegenheit, die Expansionsrate des Universums besonders präzise zu messen«, erklärte Allan Schweinfurth.
Zwei Methoden – zwei sehr unterschiedliche Ergebnisse
Bislang stützen sich Forschende vor allem auf zwei Methoden zur Bestimmung der Hubble-Konstante – doch diese lieferten widersprüchliche Ergebnisse. Dieses Rätsel sei als »Hubble-Spannung« bekannt. Die erste Methode sei lokal: Entfernungen zu Galaxien werden Schritt für Schritt bestimmt, ähnlich wie beim Erklimmen einer Leiter, bei dem jeder Schritt vom vorherigen abhängt – daher der Begriff kosmische Entfernungsleiter. Objekte mit bekannter Helligkeit lieferten Entfernungen, die anschließend mit den Fluchtgeschwindigkeiten der Galaxien verglichen werden. Da viele Kalibrierungsschritte nötig seien, könnten sich selbst kleine Fehler aufsummieren und das Endergebnis beeinflussen. Die zweite Methode blicke weit in die Vergangenheit. Sie untersucht die kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlung – das schwache Nachleuchten des Urknalls – und nutze Modelle des frühen Universums, um die heutige Expansionsrate zu berechnen. Dieser Ansatz sei sehr präzise, beruhe jedoch stark auf Annahmen über die Entwicklung des Universums, die nicht unumstritten seien.
In einem Schritt zur Hubble-Konstante
Nun komme eine dritte, unabhängige Methode ins Spiel: Die Beobachtung einer Supernova durch eine Gravitationslinse. Stefan Taubenberger, Erstautor der Studie zur Identifikation von »SN Winny«, erklärte, dass sich aus den Zeitverzögerungen zwischen den einzelnen Bildern der Supernova und der bekannten Massenverteilung der Linse die »Hubble-Konstante« direkt berechnen lasse: »Im Gegensatz zur kosmischen Entfernungsleiter ist dies eine Messung in einem Schritt mit weniger und völlig anderen Quellen systematischer Unsicherheiten«.
Astronominnen und Astronomen weltweit beobachteten »SN Winny« derzeit intensiv mit bodengebundenen und weltraumgestützten Teleskopen. Ihre Ergebnisse sollen entscheidende neue Erkenntnisse liefern und helfen, die langjährige »Hubble-Spannung« aufzuklären.
-tum-
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