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Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus
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KW 09 – 2026
22.02. – 01.03.2026
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Debatte
um Social-Media-
Regulierung
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Region Bayern – Die Diskussion um ein pauschales »Social-Media-Verbot« für Kinder und Jugendliche gewinnt bundesweit an Dynamik. Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring warnte vor einer »Phantomdebatte« und plädierte für wirksame, rechtssichere Lösungen statt »zahnloser Symbolpolitik«. »Soziale Medien sind Teil unserer Lebensrealität. Sie sind da und gehen nicht mehr weg – genau wie einst Buchdruck, Radio oder Farbfernsehen. Aus Überforderung durch diese Entwicklung einen digitalen Verbotsstaat zu errichten, wäre eine Kapitulation vor der digitalen Transformation«, so Mehring.
Babyboomer »Kein Lehrbeispiel für reflektierte Nutzung durch späten Einstieg«
Für Mehring sei gerade das heutige Nutzerverhalten der »Babyboomer-Generation«, die ohne soziale Medien aufgewachsen sei, kein Lehrbeispiel dafür, dass ein später Einstieg zu besonders reflektierter Nutzung führe. In Bayern setze man daher nicht auf Verbote, sondern auf die gezielte Vermittlung von Medienkompetenz. »Wir wollen unsere Kinder nicht zu digitalen Analphabeten machen, sondern zu kritisch-konstruktiven Nutzerinnen und Nutzern der Werkzeuge unserer modernen Zeit«, erklärte Bayerns Digitalminister.
Rechtliche Grenzen nationaler Alleingänge
Auch rechtlich sehe Mehring erhebliche Hürden für ein nationales Verbot. Mit dem »Digital Services Act« existiere ein europaweit geltender Rechtsrahmen für Plattformen. Ferner greife das »Herkunftslandprinzip«: Für große Anbieter – wie Meta oder ByteDance – gelte das Recht ihres europäischen Sitzlandes; in beiden Fällen Irland. »Wer glaubt, man könne soziale Medien per deutschem Bundesgesetz einfach abschalten, führt eine Phantomdebatte. Ein solches Verbot wäre ein gänzlich zahnloser Tiger und praktisch völlig wirkungslos«, erläuterte Mehring.
Nichts abgewinnen könne Mehring hingegen dem australischen Beispiel, wo man auf ein pauschales Verbot der Nutzung von sozialen Medien bis zum 16. Geburtstag setze. Das würde bedeuten, dass man junge Leute zwar dafür begeistern, mit 15 eine zukunftsträchtige Lehre zum Programmierer bei Apple oder Microsoft zu beginnen, sie staatlicherseits aber erst im Folgejahr auf Plattformen ins Internet lasse. Das sei absurd, komplett aus der Zeit gefallen. Statt gestaffelter Verbote setze Mehring auf »altersadäquate Nutzungsrechte« und technische Lösungen. Schließlich bestünden bereits heute Altersvorgaben, es fehle jedoch an einer wirksamen Kontrolle. »TikTok ist beispielsweise in Deutschland erst ab 13 erlaubt und bedarf bis 16 einer Zustimmung der Eltern. Die meisten Leute wissen das aber nicht einmal, weil es niemand kontrolliert. Das Problem ist nicht das Fehlen von Regeln, sondern ihre fehlende Durchsetzung. Deshalb schlage ich seit Monaten eine verbindliche Klarnamenpflicht und eine persönliche Verifikation aller Nutzerinnen und Nutzer vor. Nur wenn feststeht, wer und wie alt jemand ist, können Plattformen Inhalte zuverlässig altersgerecht ausspielen – ähnlich wie bei der FSK-Freigabe im Filmbereich. So muss niemandem der Zugang zu sozialen Medien verboten werden und unsere Kids sind trotzdem sicher im Netz«, betonte Mehring. Ein solcher Ansatz verbinde »Schutz und Teilhabe«: Keine digitalen Sperrzonen für Jugendliche, aber klare Verantwortlichkeit im Netz. Gerade im KI-Zeitalter sei digitale Kompetenz entscheidend für gesellschaftliche und berufliche Chancen.
-bstmd-
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Neuer
grenzüberschreitender
Regionalexpress
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Region Baden-Württemberg/Bayern/Vorarlberg – Ab Dezember 2026 soll ein neuer, umsteigefreier Regionalexpress »REX 1« Friedrichshafen-Lindau-Bregenz-Schruns im Zweistundentakt verkehren. Damit entstehe ein neues grenzüberschreitendes Angebot im Schienenpersonennahverkehr in der Vierländerregion am Bodensee. Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg, die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die im Auftrag und Gebiet des Freistaats Bayern den Schienenpersonennahverkehr finanziert, plant und organisiert, und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben kürzlich den hierfür erforderlichen Verkehrsvertrag unterschrieben.
Winfried Hermann, Verkehrsminister von Baden-Württemberg, betonte: »Als erste grenzüberschreitende Nahverkehrslinie von Baden-Württemberg nach Österreich macht der neue REX den öffentlichen Verkehr im Bodenseeraum noch attraktiver. Mit der neuen Direktverbindung von Friedrichshafen nach Schruns wachsen die Bodensee-Anrainer noch näher zusammen. Die neuen umsteigefreien Direktverbindungen und stabileren Anschlüsse verbessern Angebot und Zuverlässigkeit für die Pendlerinnen und Pendler zwischen Oberschwaben, Bodensee und Vorarlberg, die in diesem wichtigen Wirtschaftsraum täglich unterwegs sind. Auch für den Freizeitverkehr ist diese Verbindung in der Tourismusregion Bodensee ein großer Gewinn – sei es für Ausflüge ins Montafon, einen Besuch der Bregenzer Festspiele oder zum Seehasenfest nach Friedrichshafen«.
Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, erklärte: »Die neue Zuglinie zeugt von der hervorragenden Zusammenarbeit der drei Länder am Bodensee. Wir bringen in dieser wirtschaftsstarken und natursensiblen Region einen hochattraktiven Zug aufs Gleis, von dem auch Bayern profitieren wird. Ich bin zuversichtlich, dass Einheimische und Touristen ihn gut annehmen werden. Die ÖBB sind hierfür der perfekte Partner«. Auch die Landesregierung von Vorarlberg begrüßte den Vertragsabschluss zwischen den ÖBB und den beiden deutschen Bundesländern. Landeshauptmann Markus Wallner erläuterte: »Mit dem neuen grenzüberschreitenden Regionalexpress entsteht ein wichtiger Mehrwert für die ganze Bodenseeregion. Die direkte, umsteigefreie Verbindung von Friedrichshafen über Bregenz bis ins Montafon bringt Menschen und Regionen näher zusammen – für Pendlerinnen und Pendler ebenso wie für Gäste aus dem Bodenseeraum. Es ist ein tolles Beispiel für gelungene grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Der neue REX ist ein weiterer Schritt in Richtung eines modernen, vernetzten öffentlichen Verkehrs rund um den Bodensee und stärkt die Verbindung der beteiligten Regionen«.
Bewährtes Fahrplankonzept mit neuen Direktverbindungen
Alle beteiligten Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs haben sich auf die Umsetzung eines neuen Fahrplankonzepts verständigt. Die »REX-Linie 1« verkehre ab Dezember 2026 von Schruns und Bregenz kommend neu alle zwei Stunden ab Lindau-Reutin umsteigefrei weiter nach Friedrichshafen Stadt anstatt wie bisher nach Lindau-Insel. Zwischenhalte seien in Wasserburg und Langenargen vorgesehen. In Friedrichshafen bestehe dann Anschluss an den »RE 3« nach Ulm Hauptbahnhof. Alle zwei Stunden und damit um eine Stunde versetzt zum »REX 1« verkehre der »RE 3« wie derzeit von Lindau-Reutin über Friedrichshafen weiter nach Ulm. Zwischen Lindau und Friedrichshafen halten Züge dieser Linie in Nonnenhorn und Kressbronn. In Lindau-Reutin würden stabilisierte Anschlüsse aus und in Richtung Vorarlberg bestehen.
Neue Fahrzeuge sorgten für mehr Komfort und Qualität
Zum Einsatz sollen moderne Nahverkehrszüge der ÖBB vom »Typ Siemens Desiro ML« kommen, die im Jahr 2023 ausgeliefert wurden. Jede der etwa 100 Meter langen, klimatisierten Garnituren verfüge über 290 Sitzplätze. Die Züge sollen über bequeme Sitze, viel Beinfreiheit, Multifunktionsbereiche, Rollstuhlplätze, einen Wickeltisch im barrierefreien WC sowie WLAN, Steckdosen und USB-Anschlüsse, um das Handy oder das Tablet aufzuladen verfügen. An jedem Einstiegsbereich befinde sich ein Kinderwagenabstellplatz. Im geräumigen Fahrradabteil sei Platz für 39 Fahrräder. Separate Halterungen nach einem bereits in Kopenhagen bewährten Modell sorgten für Stabilität beim Transport der Fahrräder.
Die Verantwortlichen erwarten mit dem neuen Fahrplankonzept eine höhere Betriebsqualität auf der eingleisigen Strecke zwischen Friedrichshafen und Lindau. Durch die Durchbindung der Züge und durch fahrplanerische Anpassungen sollen zusätzliche Zeitpuffer entstehen und die Stabilität des Betriebs erhöhen.
Grenzüberschreitender Regionalverkehr gewinnt an Bedeutung
Mit der neuen Direktverbindung werde der grenzüberschreitende Verkehr zwischen Baden-Württemberg, Bayern und Vorarlberg deutlich gestärkt. Zwar bestünden traditionell bereits einzelne direkte Eisenbahnverbindungen über Lindau; seit Dezember 2025 werde diese Relation im Fernverkehr jedoch nur noch durch ein »ICE-Zugpaar« pro Tag bedient, nachdem ein »Railjet-Zugpaar« von Frankfurt nach Bregenz und weiter nach Wien eingestellt wurde. Damit gewinne der Regionalverkehr für die internationale Erreichbarkeit der Region zunehmend an Bedeutung.
-lbw-
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Runder Tisch
zum Thema
Brandkatastrophe
Crans-Montana
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Region Schweiz – Der Schweizer Bundesrat will zur Bewältigung der »Brandkatastrophe Crans-Montana« auf Bundesebene einen »runden Tisch« einsetzen. Am 20. Februar 2026 habe dazu unter der Leitung von Michael Schöll, Direktor des Schweizer Bundesamts für Justiz (BJ), in Bern ein erstes Sondierungsgespräch stattgefunden. Der Austausch hatte zum Ziel, Erwartungen, Bedürfnisse und offene Fragen zu klären. Eingebracht wurden Perspektiven der Opfer, der Versicherungen, der zuständigen Behörden des Bundes, des Kantons Wallis und der Gemeinde Crans-Montana.
Der runde Tisch solle die Opfer, ihre Angehörigen, die betroffenen Versicherungen, potenziell leistungspflichtige Personen sowie zuständige Behörden zusammenbringen. Dies mit dem Ziel, den Dialog zu vereinfachen und mit der Zustimmung der Betroffenen Vergleichsverhandlungen zu unterstützen. Eine Vergleichslösung könne langwierige Gerichtsprozesse vermeiden, welche namentlich für die Opfer und deren Angehörige mit vielen Unsicherheiten verbunden und entsprechend belastend sein können.
Die Ergebnisse des ersten Sondierungsgesprächs sollen in die Arbeiten im Hinblick auf die Errichtung des runden Tisches einfliessen. Die Teilnahme am runden Tisch sei für alle Beteiligten freiwillig und bedeute keine Anerkennung einer Haftung. Insofern nehme er auch keine gerichtlichen Entscheide für die Zivil- oder Strafverfahren vorweg.
-chbk-
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Präsentation
»Schönste Bücher«
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Region Liechtenstein – Für den Wettbewerb »Schönste Bücher aus Liechtenstein 2025« wurden 22 Publikationen eingereicht. Im Zentrum der Jurierung stand dabei nicht der Inhalt der Publikation, sondern das vorbildlich gestaltete Buch. Die Fachjury vergab zwei Büchern das Prädikat »Ausgezeichnet«. Ferner prämierte die Fachjury drei weitere Publikationen mit dem Prädikat »Lobende Anerkennung«.
Am Dienstag, 10. März 2026 um 18:00 Uhr möchte Liechtensteins Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monaui im Rahmen einer Präsentation die prämierten Bücher bekanntgeben und die Urkunden für die »Schönsten Bücher aus Liechtenstein 2025« an die Preisträger und Preisträgerinnen aushändigen. Je eine Urkunde erhalten Gestaltende, Verlage oder herausgebende (verlegende) Institutionen bzw. Privatpersonen, Druckereien und Buchbindereien. Zu diesem feierlichen Anlass im Fürst-Johannes-Saal im Regierungsgebäude des Fürstentums Liechtensteins sind alle interessierten Buchfreunde herzlich eingeladen.
-RdFL-
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Geändertes
Campingplatzgesetz
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Region Vorarlberg – Der Entwurf über eine Änderung des »Campingplatzgesetzes« ist veröffentlicht worden. Der Gesetzestext könne bis Montag, 16. März 2026, auf www.vorarlberg.at/gesetzesentwurf sowie bei den Gemeindeämtern, Bezirkshauptmannschaften und beim Amt der Landesregierung Vorarlberg eingesehen werden. Jede Person könne während der Begutachtungsfrist über das im Veröffentlichungsportal des Landes abrufbare Online-Formular Änderungsvorschläge abgeben.
Mit dem vorliegenden Gesetzesentwurf leiste die Vorarlberger Landesregierung einen weiteren Beitrag zur Deregulierung und Entbürokratisierung, wie in ihrem Arbeitsprogramm vorgesehen. Ziel der Novelle sei es, bestehende Regelungen praxisnäher auszugestalten und den Vollzug zu vereinfachen. Kernpunkte seien unter anderem die Erhöhung des zulässigen Anteils von Mobilheimen und Bungalows auf bis zu 50 Prozent der Standplätze sowie die Möglichkeit für Gemeinden, den Anteil der Dauerstandplätze mit Verordnung auf höchstens 80 Prozent anzuheben. Ferner werde die maximal zulässige überdeckte Fläche von Mobilheimen und Bungalows auf 60 Quadratmeter erweitert. Auch für Zelte und Wohnwagen sollen flächenmäßige Beschränkungen gelockert und bauliche Anpassungen erleichtert werden.
Weitere Vereinfachungen betreffen den »Entfall der Verpflichtung zur Vorlage eines Nachbarverzeichnisses« im Bewilligungsverfahren sowie »Erleichterungen bei der Platzordnung«: »Dauerstandplätze« müssten künftig nicht mehr öffentlich ausgewiesen werden, sondern seien in einem internen Verzeichnis zu dokumentieren. Abgerundet werde die Novelle durch eine Anpassung der Übergangsbestimmungen, wonach bereits bestehende »Dauerstandplätze« bis spätestens 31. Dezember 2026 nachträglich angezeigt werden könnten.
-vlk-
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Hoher
Kontrolldruck
auf Tirols Straßen
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Region Tirol – Heuer werde der »mobile Prüfzug« 150 Tage für das Land Tirol im Einsatz sein. Das beschloss die Tiroler Landesregierung kürzlich. Konkret sollen zu den bereits fixierten 112 Tagen nun weitere 38 Tage beauftragt werden. Tirols Landeshauptmann Anton Mattle betonte: »Die enorme Transitbelastung in Tirol macht einen anhaltenden hohen Kontrolldruck dringend notwendig. Ob mangelhafter technischer Zustand oder Nichteinhaltung von Ruhezeiten: Jede Missachtung der Vorgaben stellt ein Sicherheitsrisiko auf Tirols Straßen und damit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer dar. Der Schwerverkehr in Tirol unterliegt strengen Regeln, an die sich alle halten müssen. Um das sicherzustellen, setzen wir gemeinsam mit der Polizei auf ein engmaschiges Kontrollnetz«.
Zusätzliche Prüftage erhöhen Kontrolldruck
»Der mobile Prüfzug kommt in ganz Tirol zum Einsatz, um den technischen Zustand von LKW auf Herz und Nieren zu überprüfen. Bei 2,4 Millionen Transit-LKW, die 2025 alleine am Brenner gezählt wurden, ist es ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit auf Tirols Straßen, mangelhafte Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen. Die zusätzlichen Prüftage erhöhen den Kontrolldruck und damit auch die Verkehrssicherheit«, so Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel.
Neben den täglichen LKW-Kontrollen an den Kontrollstellen entlang der Autobahn in Kundl, Radfeld und am Brenner sowie an der Kontrollstelle Musau an der B 179 Fernpassstraße werde auch an Kontrollplätzen am nachgeordneten Straßennetz laufend kontrolliert. Hier komme unter anderem auch der »Mobile Prüfzug« zum Einsatz. Über 4.000 LKW werden jährlich durch den »mobilen Prüfzug« einer technischen Unterwegskontrolle unterzogen. Darüber hinaus fänden durch besonders geschulte Polizeimitarbeiter selbstständig täglich technische Kontrollen auf Tirols Straßen statt. Kontrolliert werde sowohl entlang der Autobahn als auch an den wichtigsten Nebentransitrouten an Bundes- und Landesstraßen zu gleichen Teilen. Im Jahr 2025 seien nur durch den »mobilen Prüfzug« insgesamt 6.282 technische Mängel bei 1.379 Fahrzeugen festgestellt worden. Insgesamt seien von der Polizei rund 87.000 Arbeitsstunden in die Kontrollen des Schwerverkehrs investiert worden.
Kontrollinfrastruktur werde weiter ausgebaut
Neben den »Schwerverkehrskontrollen« investiere das Land Tirol auch weiter in den Ausbau der Kontrollinfrastruktur. »Noch vor dem Sommer soll der umfangreiche Umbau und die Modernisierung der Kontrollstelle in Radfeld abgeschlossen werden. Ferner wird auch noch in diesem Jahr eine neue Pannenbucht inklusive Notausfahrt bei der Kontrollstelle Kundl für mehr Sicherheit auf der A12 Inntalautobahn sorgen«, so Zumtobel.
-lt-
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Lawinen-
gefahrenskala
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Region Südtirol – Die Lawinensituation in Südtirol gilt derzeit als kritisch. Die »Europäische Lawinengefahrenskala« mit fünf Stufen wurde 1993 eingeführt, die Beschreibung der Gefahrenstufen sei seither nahezu gleichgeblieben. Dabei habe sich in den vergangenen 30 Jahren das Wissen über Lawinen stark weiterentwickelt. Auch die Beurteilung der Lawinengefahr durch die Lawinenwarnerinnen und Lawinenwarner sei systematischer geworden, und zwar mit neuen Konzepten, Begriffen und Definitionen. Die Sprache solle klarer und verständlicher werden, auch ohne großes Vorwissen solle sofort klar sein: Je höher die Stufe, desto größer die Gefahr.
Die »European Avalanche Warning Services« (EAWS) überarbeite derzeit die »Lawinengefahrenskala«, um deren Verständlichkeit und Wirksamkeit zu verbessern. Dazu sammele sie Erkenntnisse aus der Community und lade Nutzerinnen und Nutzer zur Teilnahme an der Umfrage ein, die rund zehn Minuten in Anspruch nehme. Die Umfrage werde vom Zentrum für Lawinenforschung und -ausbildung an der Arctic University of Norway UiT Tromsø, der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie in Trondheim und der Paris Lodron Universität Salzburg durchgeführt und vom österreichischen Fonds zur wissenschaftlichen Forschung FWF-Forschungscluster »Knowledge in Crisis« unterstützt.
Im Großteil des Landes Südtirol herrsche derzeit große Lawinengefahr der Stufe 5. Die Gefahr geht vor allem vom Alt- und Triebschneeproblem aus. Alle Details zur aktuellen Situation gebe auf »Lawinen.report«, wo weiterführende Informationen zur Schnee- und Lawinensituation erläutert sowie Lawinenunfälle analysiert werden.
-lpast-
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Zentrum
der elektronischen
Drohnenabwehr
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Region Salzburger Land – Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler betonte kürzlich in der Schwarzenbergkaserne : »Sicherheit geht uns alle an. Ich bekenne mich dazu, das Bundesheer modern auszurüsten und den Wehrdienst zu verlängern, um den neuen Herausforderungen und Bedrohungen angemessen zu begegnen. Dabei ist Salzburg das Herz und Hirn der Österreichischen Luftstreitkräfte. Schon heute laufen alle Informationen in der Einsatzzentrale in St. Johann zusammen, um die Luftraumüberwachung sicher zu stellen. Zukünftig wird Salzburg als neues »Zentrum der elektronischen Drohnenabwehr« eine weitere Schlüsselrolle in der modernen und zeitgemäßen Aufstellung des Bundesheeres zukommen«.
Der Aufbauplan »ÖBH 2032+« des Österreichischen Bundesheeres werde weiter umgesetzt, mit vielen Vorteilen für Salzburg. »Nach den Beschaffungen im Bereich der Luftfahrzeuge steht nun die bodengebundene Luftverteidigung im Zentrum. Mittelfristig wird der Verband »Luftraumüberwachung« sich zum Verband »Luftverteidigung« weiterentwickeln. Und hier spielt der Standort Salzburg eine wichtige Rolle und wird auch künftig ein militärisch wichtiger Standort werden – denn Salzburg wird zum »Zentrum der elektronischen Drohnenabwehr« und ein wichtiger Standort für Skyshield«, erläuterte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.
Drohnenabwehr wird erweitert
Die Fähigkeiten der in Salzburg stationierten Drohnenabwehr sollen erweitert werden: Als erster Schritt werde die Nutzungsdauer der 35-Millimeter-Fliegerabwehrkanone verlängert. Die vorhandenen Systeme sollen sich dadurch zu einem der modernsten kanonenbasierten Drohnen- beziehungsweise Flugabwehrsysteme weltweit entwickeln. Die geplante Beschaffung des Systems »Skyranger«, das Munition bis zu einer Reichweite von 2,5 Kilometer verschieße und zusätzlich mit der Fliegerabwehrlenkwaffe »MISTRAL3« ausgerüstet sei, werde sich auf Salzburg mit Feuereinheiten für eine gut funktionierende Drohnenabwehr auswirken.
Die Salzburger Schwarzenberg-Kaserne erfahre künftig im Bereich »Luftraum« eine deutliche Aufwertung. An diesem Standort sollen Systeme mit Lenkwaffen mit einer Reichweite von bis zu 15 Kilometern, aber auch bis zu 50 Kilometern stationiert werden, um den Standort für »Skyshield« zu etablieren. Im Aufbauplan seien für die Beschaffung dieser beiden Systeme 2,5 Milliarden Euro vorgesehen. Ferner werde die »Luftraumüberwachung« mit neuen Radarsystemen modernisiert, die Beschaffung stehe kurz vor dem Abschluss.
-ls- Bild: Franz Neumayr
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»IS NU GUAT«
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Region Oberösterreich – Mitten am Linzer Hauptplatz zog im Februar ein besonderer »POPUP-Store« ein: Unter dem Motto »IS NU GUAT« (Es ist noch gut) werde aktuell gezeigt, wie sich übrig gebliebene Lebensmittel kreativ verwerten lassen – statt im Müll zu landen. »Jeder oberösterreichische Haushalt wirft Lebensmittel im Wert von rund 300 Euro pro Jahr weg. Oft nur, weil Gemüse nicht mehr »schön« genug ist oder das Mindesthaltbarkeitsdatum eines Joghurts überschritten wurde. Dabei bedeutet nicht mehr ganz frisch noch lange nicht verdorben. Mit der »IS NU GUAT«-Kochshow zeigen wir, wie einfach und genussvoll es sein kann, Lebensmittelmüll zu vermeiden – und damit gleichzeitig das Klima zu schützen«, so Stefan Kaineder, Umwelt- und Klima-Landesrat von Oberösterreich.
Sabine Kern vom Landesabfallverband Oberösterreich betonte: »Nur weil ein Lebensmittel nicht mehr der optischen Norm entspricht oder das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, gehört es noch lange nicht in den Müll. Wir möchten die Menschen ermutigen, wieder mehr auf ihre Sinne zu vertrauen und bewusster mit Lebensmitteln umzugehen«. Umgesetzt werden die »IS NU GUAT«-Kochshows vom Verein »Lebensmittelretter«. Obfrau Doris Weissengruber-Humer erklärte: »Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, wie stark ihr Konsumverhalten Lebensmittelverschwendung beeinflusst. Mit der Kampagne »IS NU GUAT« schaffen wir Bewusstsein und zeigen praktikable Lösungen für weniger Verschwendung«.
Hintergrund:
In Österreich landen jährlich fast eine Million Tonnen Lebensmittel im Müll – rund die Hälfte davon in privaten Haushalten. In Oberösterreich werden pro Person etwa 17 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr weggeworfen. Hinzu kommen würden Verluste in Gastronomie, Kantinen, Handel und Produktion. Weltweit zähle Lebensmittelverschwendung zu den größten Verursachern von Treibhausgasemissionen. Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln sei daher ein zentraler Beitrag zu Ressourcenschonung und Klimaschutz.
Kochshow tourt durch Oberösterreich
Die »IS NU GUAT«-Kochshow möchte über konkrete Maßnahmen zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung informieren. Und wenn doch einmal Reste blieben, gebe es praktische Tipps und alltagstaugliche Rezepte, wie aus übrig gebliebenen oder angebrochenen Lebensmitteln köstliche Gerichte entstehen können. Den Auftakt der »Tour 2026« machte »IS NU GUAT« in Linz. Jeden Sonntag wurde zum Brunch aus geretteten Lebensmitteln geladen. Alle Termine und Details unter: www.isnuguat.at
-loö-
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Aushängeschild
für musikalische
Fort- und Weiterbildung
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Region Kärnten – 2006 errichtet, und nun ein Aushängeschild in mehrfacher Hinsicht: Die »Carinthische Musikakademie« (CMA) in Ossiach gelte als künstlerischer und kultureller Ausbildungs- und Veranstaltungsort, der weit über die Grenzen Kärntens hinaus strahle und auf steigende Teilnehmerzahlen verweisen könne. »Die CMA hat sich zu einem Aushängeschild für Veranstaltungen entwickelt, wurde zu einem Kompetenzzentrum für musikalische Fort- und Weiterbildung und bietet einen im deutschsprachigen Raum nachweislich einzigartigen Schauspiel-Lehrgang an. 36.911 Teilnehmertage 2025 belegen diese Erfolgsgeschichte. Es sind um über 6.000 mehr als im Jahr 2024. Die Unterstützung in Kunst, Kultur, Aus- und Weiterbildung ist in jeglicher Hinsicht eine Investition in unser gesellschaftliches Zusammenleben und in die Zukunft Kärntens. Musik überwindet Grenzen, verbindet und ist für unsere liberale Demokratie wichtig, weil wir damit kritischen Diskurs, kritische Auseinandersetzung, Meinungs Verschiedenheit fördern«, so Kärntens Kulturreferent und Landeshauptmann Peter Kaiser.
Die CMA verfüge über eine hochwertige musikspezifische Infrastruktur, die Musikinteressierten, privaten wie öffentlichen Institutionen, Organisationen und anderen Bildungsträgern im gesamten »Alpe-Adria-Raum« zur Verfügung stehe. Eigene Instrumente, ein Verpflegungs- und Unterkunftsbereich, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Laien-, Nachwuchs- und Berufsmusiker, für Musikvereine, Ensembles und Orchester werden angeboten. Das breite Ausbildungsangebot reiche von klassischer Musik bis Pop in Akademien, Meisterkursen und Workshops, aber auch in Kooperationen mit der Gustav Mahler Privatuni.
Seit 2018 gebe es ein eigenes Schauspielangebot, ein im deutschsprachigen Raum einzigartiger Lehrgang, der sich an junge Talente unter 25 richte, die sich damit auf die Aufnahmeprüfungen von Schauspiel-Hochschulen vorbereiten können. Aber auch Spätberufene, die einen neuen -zweiten- Berufsweg einschlagen wollten, könnten hier Unterstützung finden.
-lktn-
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ERDREICH-Preis
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Region Niederösterreich – Vorzeigeprojekte privater, kommunaler und betrieblicher Initiativen, die sich in besonderer Weise für den »Schutz wertvoller Böden« einsetzen, wurden kürzlich mit dem »ERDREICH-Preis« des Österreichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) ausgezeichnet. Eine unabhängige Fachjury würdigte jene Projekte, die durch Innovationskraft und hohe Wirksamkeit im verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource »Boden« überzeugen. In der Kategorie »Flächenrecycling« ging eine der drei Auszeichnungen an den »ecoplus Wirtschaftspark IZ NÖ-Süd«. Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ecoplus Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Hackl gratulierten ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki zum Preis. Mikl-Leitner betonte: »Wirtschaftliche Dynamik und der achtsame Umgang mit natürlichen Ressourcen sind kein Widerspruch, sondern die Grundlage für eine zukunftsfähige Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Niederösterreichs. Der verantwortungsvolle Umgang mit unseren wertvollen Böden zeigt, wie Ökonomie und Ökologie erfolgreich im Einklang gehalten werden. Der ERDREICH-Preis für das IZ NÖ-Süd ist eine Anerkennung dieses Weges. Mit unserer Wirtschaftsagentur ecoplus setzen wir konsequent auf eine ressourcenschonende und wirtschaftlich erfolgreiche Standortentwicklung«. »Der ecoplus Wirtschaftspark IZ NÖ-Süd ist mit rund 290 Hektar das größte Gewerbegebiet Österreichs und hat sich seit 1962 zu einer kleinen Stadt mit 385 Unternehmen und mehr als 12.300 Beschäftigten entwickelt. Der ERDREICH-Preis bestätigt, dass das kontinuierliche Flächenrecycling und Quartiersmanagement durch das ecoplus Wirtschaftspark-Team Früchte trägt«, so Hackl.
Ausgezeichnet wurde das IZ NÖ-Süd für das konsequente Engagement im Flächenrecycling und die nachhaltige Standortstrategie. Hervorgehoben wurden die Sanierung und klimafitte Erweiterung des zentralen Verwaltungsgebäudes, das sich über einem noch erhaltenen Luftschutz-Hochbunker befinde und den »klimaaktiv Gold Standard« erhielt. Im Wirtschaftspark seien in den vergangenen sechs Jahrzehnten insgesamt 76 maßgeschneiderte Mietobjekte errichtet worden, die laufend weiterentwickelt und flexibel an die Anforderungen neuer Mieter angepasst worden seien. Ferner revitalisiere ecoplus nach Möglichkeit brachliegende Flächen im IZ NÖ-Süd, die nicht mehr im eigenen Eigentum stehen. Diese Areale sollen erworben, saniert und für neue Betriebsansiedlungen aufbereitet werden. Ergänzt würden die Maßnahmen durch gezielte Nachverdichtung, etwa durch das achtstöckige Parkhaus mit 380 Stellplätzen, das wertvolle Flächen spare.
»Das IZ NÖ-Süd ist der älteste und größte unserer 16 Wirtschaftsparks, die wir derzeit in ganz Niederösterreich betreiben. Seit über 60 Jahren wird hier Flächenrecycling auf verschiedenen Ebenen vom ecoplus Wirtschaftsparkmanagement umgesetzt. Wir sind sehr stolz darauf, den ERDREICH-Preis 2026 für unsere Aktivitäten und Maßnahmen im Flächenrecycling im IZ NÖ-Süd erhalten zu haben«, so ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki.
-lnö-
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Identitätsdiebstahl
kann jede und jeden
treffen
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Region Burgenland – Identitätsdiebstahl ist längst kein Randphänomen mehr. Immer häufiger werden persönliche Daten missbräuchlich verwendet, um auf fremde Rechnung einzukaufen oder Verträge abzuschließen. Anhand eines aktuellen Falls machten Burgenlands Landeshauptmann-Stellvertreterin und Konsumentenschutz-Landesrätin Anja Haider-Wallner, Klubobmann Wolfgang Spitzmüller und die Leiterin des Referats Konsumentenschutz, Claudia Pinterich, auf die Problematik aufmerksam und informierten über richtiges Verhalten im Ernstfall. »Identitätsdiebstahl« könne sich etwa durch unbekannte Rechnungen, Abbuchungen, Abonnements oder Vertragsabschlüsse zeigen. Betroffene oder Personen mit einem entsprechenden Verdacht können sich an das »Referat Konsumentenschutz« des Landes Burgenland wenden und erhielten dort rasch und unbürokratisch Unterstützung. »Identitätsdiebstahl kann jede und jeden treffen – oft völlig überraschend und ohne eigenes Zutun. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene wissen: Sie sind nicht allein und bekommen Unterstützung. Der Konsumentenschutz steht hier mit Beratung und konkreter Hilfe zur Seite«, betonte Haider-Wallner.
Auch die Polizei weise darauf hin, dass Bestellbetrug durch Identitätsdiebstahl nach einem typischen Muster ablaufe: Täter bestellten Waren oder Dienstleistungen online unter Verwendung fremder persönlicher Daten, liessen diese jedoch an andere Adressen oder Abholstationen liefern. Die Rechnung bleibe unbezahlt, Inkassobüros würden eingeschaltet – und Betroffene würden oft erst durch Mahnungen oder Inkassoschreiben von dem Betrug erfahren. Wichtig sei: Wer den Vertrag nicht selbst abgeschlossen habe, sei rechtlich nicht zur Zahlung verpflichtet. Die Polizei empfehle, Forderungen umgehend schriftlich und vollständig zu bestreiten, ausdrücklich auf Identitätsmissbrauch hinzuweisen und eine Anzeige wegen Betrugs bzw. Identitätsdiebstahls zu erstatten. Zusätzlich sollten Betroffene direkt den ursprünglichen Händler kontaktieren, Unterlagen wie Bestelldaten und Lieferadresse anfordern sowie ihre Bonitätsdaten bei Auskunfteien überprüfen und gegebenenfalls unberechtigte Einträge sofort löschen lassen. Einschüchterungsversuche in Form von Drohungen mit Gericht oder Zwangsvollstreckung sollten ernst genommen, aber nicht akzeptiert werden: Ohne gerichtlichen Titel seien solche Maßnahmen unzulässig.
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Tag
der Muttersprache
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Region Bayern – »Am Internationalen Tag der Muttersprache feiern wir die weltweite Vielfalt der Sprachen und somit auch unsere zahlreichen Dialekte, die Bayern so einzigartig machen. Gerade junge Menschen beweisen Tag für Tag: Dialekt ist kreativ, modern und voller Leben. Wer neben der Schriftsprache auch Dialekt spricht, bringt Tradition und Zukunft zusammen und macht unsere schöne Heimat noch vielfältiger. Das bayerische Heimatministerium zeichnet auch 2026 wieder junge Dialektbegeisterte aus ganz Bayern aus, die mit viel Leidenschaft und Kreativität unsere Mundarten am Leben halten und das kulturelle Erbe Bayerns bereichern«, so Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker anlässlich des »Internationalen Tages der Muttersprache« am 21. Februar. Der »Dialektpreis Jugend« stehe diesmal unter dem Motto »Dialekt ist Heimat«: Gesucht werden hierzu kreative Mundartbeiträge – ganz gleich ob als Reel, Text, Video, Gedicht, Lied, Film oder in ganz eigener Form. Wer mit seiner Mundart die Verbundenheit zur Heimat zeige, sei herzlich eingeladen, sich zu bewerben.
Im Rahmen der Verleihung »Dialektpreis Bayern« im Juli 2026 vergibt das bayerische Heimatministerium erneut bis zu drei Sonderpreise »Dialektpreis Jugend«, dotiert mit jeweils 1.000 Euro, an dialektbegeisterte junge Menschen im Alter von zehn bis 27 Jahren. Bei der Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger werde das bayerische Heimatministerium durch eine Jury unterstützt. Bewerbungen seien bis zum 17. April 2026 unter www.heimat.bayern/dialektpreis möglich, dort finden sich auch weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen.
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Praktikable
KI-Regeln
gefordert
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Region Baden-Württemberg – Der Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundesrates habe einen Antrag aus Baden-Württemberg angenommen. Ziel sei es, die »europäische Regulierung von Künstlicher Intelligenz« (KI) bürokratiearm und innovationsfreundlich auszugestalten. Anlass sei der sogenannte »Digital-Omnibus« zur europäischen KI-Verordnung. Mit diesem Vorhaben möchte die Kommission der Europäischen Union (EU) die Digitalgesetzgebung vereinfachen und Hürden bei deren praktischer Umsetzung abbauen.
Praxistaugliche Regeln für Europas KI-Zukunft
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Baden-Württembergs Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, erklärte: »Künstliche Intelligenz ist ein Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und digitale Souveränität in Europa. Wer hier zu sehr reguliert, gefährdet die Innovationskraft unserer Unternehmen. Wir brauchen klare Regeln – aber sie müssen praxistauglich sein und dürfen unsere Betriebe nicht ausbremsen«. Baden-Württemberg setze sich deshalb seit Langem für verständliche, schlanke Vorgaben und eine realitätsnahe Umsetzung der europäischen KI-Verordnung ein. »Der Digital-Omnibus geht in die richtige Richtung. Aber er ist nur ein erster Schritt. Jetzt kommt es darauf an, die Regulierung insgesamt einfacher, verständlicher und unternehmensnäher zu machen«, so Hoffmeister-Kraut.
Der Antrag im Bundesrat unterstütze die im »Digital-Omnibus« vorgesehenen Vereinfachungen – darunter längere Übergangsfristen, gezielte Entlastungen für mittelständische Unternehmen sowie die Vermeidung von Doppelregulierung. Zugleich sieht Baden-Württemberg weiteren Handlungsbedarf, und zwar in Sachen: Mehr Unterstützung und Beratung für Unternehmen, insbesondere in der Anfangsphase, in der viele Auslegungsfragen noch offen seien. Vereinfachte Dokumentationspflichten, etwa durch standardisierte und praxistaugliche Vorlagen. Einen kontinuierlichen Dialog mit Mittelstand und Start-ups, um Belastungen frühzeitig zu erkennen und gezielt nachzubessern sowie niedrigschwellige Reallabore, die nicht nur Behörden, sondern auch Unternehmen und Forschungseinrichtungen betreiben könnten.
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International
Cooperation
Forum
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Region Schweiz – Mehr als 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 120 Ländern werden vor Ort und online zum »5. International Cooperation Forum« (IC Forum) erwartet, das am 26. und 27. Februar 2026 in Genf stattfindet. Beim »IC Forum« wollen sich die wichtigsten Akteure der internationalen Zusammenarbeit treffen, um über aktuelle Herausforderungen und die Zukunft der humanitären Hilfe zu diskutieren. Die Schweizer Bundesräte Ignazio Cassis und Martin Pfister sowie Tom Fletcher, UNO-Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten, und IKRK-Präsidentin Mirjana Spoljaric werden ebenfalls erwartet.
Im Mittelpunkt des »IC Forums 2026« soll die Neudefinition der humanitären Prioritäten in einem sich wandelnden geopolitischen Umfeld stehen. Das humanitäre System befinde sich in einem tiefgreifenden Umbruch, der viele Fragen aufwerfe. Wie sieht die humanitäre Hilfe der Zukunft aus? Welche Rolle spielen die verschiedenen Akteure? Wie kann Hilfe den grösstmöglichen Mehrwert für die betroffenen Menschen schaffen? Als Depositarstaat der Genfer Konventionen lege die Schweiz den Fokus auf die Einhaltung der humanitären Prinzipien und des humanitären Völkerrechts. Zu den Gesprächsthemen sollen auch die grossen Krisen sowie die Rolle und die Zukunft des internationalen Genf erörtert werden.
Am »IC Forum« sollen ausserdem Schweizer Innovationsansätze im Bereich der internationalen Zusammenarbeit gewürdigt werden. Unternehmen, KMU und Start-ups sollen für ihre innovativen Lösungen ausgezeichnet werden. Der Schweizer Bundesrat Ignazio Cassis werde drei von einer Fachjury ausgewählten Preisträgern einen »IC Award« überreichen.
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Expansion
des Universums
mit kosmischem Feuerwerk
messen
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Dass sich das Universum ausdehnt, ist seit fast hundert Jahren bekannt – doch wie schnell genau? Diese Frage ist heftig umstritten und stellt das Standardmodell der Kosmologie infrage. Ein Forschungsteam an der Technischen Universität München (TUM), der Ludwig-Maximilians Universität (LMU) sowie den Max-Planck-Instituten MPA und MPE hat nun eine außergewöhnlich seltene »Supernova« aufgenommen, die einen neuen Weg eröffnen könnte, die »Expansionsgeschwindigkeit des Universums« zu bestimmen. Bei der »Supernova« handele es sich um eine seltene, superleuchtkräftige Sternexplosion in rund zehn Milliarden Lichtjahren Entfernung, die weit heller sei als gewöhnliche »Supernovae«. Gleichzeitig sei sie noch aus einem weiteren Grund besonders: Durch den sogenannten »Gravitationslinseneffekt« erscheine dieselbe Explosion gleich fünfmal am Nachthimmel, und zwar wie ein kosmisches Feuerwerk. Zwei »Vordergrundgalaxien»« krümmten das Licht der »Supernova« auf seinem Weg zur Erde und würden es zwingen, unterschiedliche Wege einzuschlagen. Weil diese Wege leicht unterschiedlich lang seien, erreiche das Licht uns zeitversetzt. Aus den Zeitverzögerungen zwischen den einzelnen Bildern lasse sich die heutige »Expansionsrate« des Universums – die Hubble-Konstante – bestimmen.
Sherry Suyu, Professorin für Beobachtende Kosmologie an der TUM und Fellow am Max-Planck- Institut für Astrophysik, erklärte: »Wir haben diese Supernova SN Winny getauft – in Anlehnung an ihre offizielle Bezeichnung SN 2025wny. Es ist ein extrem seltenes Ereignis, das für unser Verständnis des Kosmos eine Schlüsselrolle spielen könnte. Die Wahrscheinlichkeit, eine superleuchtkräftige Supernova zu finden, die sich genau hinter einer Gravitationslinse befindet, liegt unter eins zu einer Million. Wir haben sechs Jahre damit verbracht, eine Liste vielversprechender Gravitationslinsen zusammenzustellen und dort nach einem solchen Ereignis zu suchen. Im August 2025 landeten wir mit SN Winny schließlich einen Treffer«.
Hochauflösendes Farbbild einer einzigartigen Supernova
»Supernovae« hinter Gravitationslinsen sind so selten, dass bislang nur wenige solcher Messungen versucht wurden. Ihre Genauigkeit hänge stark davon ab, wie gut man die Massen der Galaxien bestimmen könne, die als Linse wirken, denn diese entscheiden darüber, wie stark das Licht der »Supernova« abgelenkt werde. Um die Massen zu messen, nutzten Team-Mitglieder vom MPE und der LMU das »Large Binocular Telescope« in Arizona mit seinen zwei Spiegeln von je 8,4 Metern Durchmesser und einem adaptiven Optiksystem, das atmosphärische Unschärfen korrigiert. Das Ergebnis ist das einzige bislang veröffentlichte hochauflösende Farbbild dieses Systems. Die Aufnahme zeige die beiden Linsengalaxien im Zentrum sowie fünf bläuliche Abbilder der »Supernova«. Das sei ungewöhnlich, denn Linsensysteme auf »Galaxienskala« erzeugten normalerweise nur zwei oder vier Abbilder. Mithilfe der Positionen aller fünf Abbilder erstellten die beiden Nachwuchswissenschaftler Allan Schweinfurth (TUM) und Leon Ecker (LMU) das erste Modell für die Massenverteilung der Linse. »Wenn wir bisher Supernovae durch Gravitationslinsen gesehen haben, waren die Linsen zumeist massive Galaxienhaufen, deren Massenverteilungen komplex und schwer zu modellieren sind. Für SN Winny besteht die Linse jedoch nur aus zwei einzelnen Galaxien. Wir finden insgesamt sehr glatte und regelmäßige Licht- und Massenverteilungen, was darauf hindeutet, dass diese Galaxien trotz ihrer scheinbaren Nähe zueinander bislang nicht miteinander kollidiert sind. Diese relative Einfachheit des Systems bietet eine hervorragende Gelegenheit, die Expansionsrate des Universums besonders präzise zu messen«, erklärte Allan Schweinfurth.
Zwei Methoden – zwei sehr unterschiedliche Ergebnisse
Bislang stützen sich Forschende vor allem auf zwei Methoden zur Bestimmung der Hubble-Konstante – doch diese lieferten widersprüchliche Ergebnisse. Dieses Rätsel sei als »Hubble-Spannung« bekannt. Die erste Methode sei lokal: Entfernungen zu Galaxien werden Schritt für Schritt bestimmt, ähnlich wie beim Erklimmen einer Leiter, bei dem jeder Schritt vom vorherigen abhängt – daher der Begriff kosmische Entfernungsleiter. Objekte mit bekannter Helligkeit lieferten Entfernungen, die anschließend mit den Fluchtgeschwindigkeiten der Galaxien verglichen werden. Da viele Kalibrierungsschritte nötig seien, könnten sich selbst kleine Fehler aufsummieren und das Endergebnis beeinflussen. Die zweite Methode blicke weit in die Vergangenheit. Sie untersucht die kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlung – das schwache Nachleuchten des Urknalls – und nutze Modelle des frühen Universums, um die heutige Expansionsrate zu berechnen. Dieser Ansatz sei sehr präzise, beruhe jedoch stark auf Annahmen über die Entwicklung des Universums, die nicht unumstritten seien.
In einem Schritt zur Hubble-Konstante
Nun komme eine dritte, unabhängige Methode ins Spiel: Die Beobachtung einer Supernova durch eine Gravitationslinse. Stefan Taubenberger, Erstautor der Studie zur Identifikation von »SN Winny«, erklärte, dass sich aus den Zeitverzögerungen zwischen den einzelnen Bildern der Supernova und der bekannten Massenverteilung der Linse die »Hubble-Konstante« direkt berechnen lasse: »Im Gegensatz zur kosmischen Entfernungsleiter ist dies eine Messung in einem Schritt mit weniger und völlig anderen Quellen systematischer Unsicherheiten«.
Astronominnen und Astronomen weltweit beobachteten »SN Winny« derzeit intensiv mit bodengebundenen und weltraumgestützten Teleskopen. Ihre Ergebnisse sollen entscheidende neue Erkenntnisse liefern und helfen, die langjährige »Hubble-Spannung« aufzuklären.
-tum-
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KW 08 – 2026
16. – 22.02. 2026
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62. Münchner
Sicherheitskonferenz
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Region Bayern – Die diesjährige »Münchner Sicherheitskonferenz« (MSC) fand vom 13. bis zum 15. Februar im Hotel Bayerischer Hof und im Hotel Rosewood Munich statt. Unter der Leitung des MSC-Vorsitzenden Botschafter Wolfgang Ischinger diskutierten Hunderte Entscheidungsträger aus verschiedenen Regionen der Welt über sicherheitspolitische Herausforderungen. Rund 50 Staats- und Regierungschefs waren in der Landeshauptstadt zugegen. Dazu gehörten unter anderem Führungspersönlichkeiten aus den meisten europäischen Ländern sowie eine große Delegation der Bundesregierung unter der Leitung von Bundeskanzler Friedrich Merz. Die MSC 2026 befasste sich mit aktuellen Sicherheitskrisen an einem grundlegenden Wendepunkt – inmitten erodierender internationaler Normen, zunehmender Instabilität und eskalierender Konflikte weltweit. Die Veranstaltung diente erneut als Plattform für Debatten und diplomatische Initiativen, darunter die Präsentation der zentralen Erkenntnisse der »Middle East Consultation Group«, sowie Empfehlungen der »Food Security Task Force« und bezüglich des Starts der »Tech Strategy Initiative« zu Künstlicher Superintelligenz.
Bei der diesjährigen Konferenz wurden zahlreiche »Wendepunkte« erörtert: Beispielsweise langjährige Allianzen, die infrage gestellt werden, eine erodierende regelbasierte internationale Ordnung sowie zunehmende Instabilität und eskalierende Konflikte weltweit. Am Freitag, 13.02., begann das Hauptprogramm der Konferenz mit Diskussionen zu einigen der drängendsten globalen Sicherheitsfragen, wie u.a. »Zukunft des Multilateralismus«, »wirtschaftliche Sicherheit und Handel«, »Klimaschutz«, »hybride Kriegsführung«, »nukleare Sicherheit« und »globaler KI-Wettbewerb«. Am Samstag, 14.02., standen Debatten über den »Zustand der transatlantischen Sicherheit« und die »internationale Ordnung« im weiteren Sinne im Mittelpunkt, ebenso wie »regionale Konflikte« und Krisen – von der Ukraine und Gaza bis hin zu Sudan, Venezuela und Ostasien. Am Sonntag, 15.02., richtete sich der Fokus auf Europa und dessen Fähigkeit und Bereitschaft zu handeln, wettbewerbsfähig zu bleiben und sich auf eine gemeinsame europäische Vision zu einigen. Mehrere hochrangige multilaterale Treffen erfolgten während der Konferenz.
Vorstellung des Ukraine House: Ein neues Symbol der Solidarität
Erstmals bot die MSC ein eigenes »Ukraine House« in unmittelbarer Nähe zum Hotel Bayerischer Hof – ein prominenter neuer Veranstaltungsort, der das anhaltende Engagement der MSC zur Unterstützung der Ukraine unterstreichen sollte. Das »Ukraine House« richtete eine breite Palette mit Diskussionen, Side-Events und Briefings aus und diente zugleich als Arbeitszentrum für die ukrainische Delegation.
Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder erklärte: »Die Münchner Sicherheitskonferenz ist das weltgrößte Speeddating der internationalen Politik. Die Eröffnung erfolgte mit Bundeskanzler Friedrich Merz und über 1000 Teilnehmern aus 115 Ländern. Wir stehen zur Bundeswehr und unseren Soldaten genauso wie zur transatlantischen Partnerschaft und den USA. Leider ist unser Verhältnis zu den USA anders als früher – aber wir wollen, dass aus der Beziehungsdelle wieder ein gutes Verhältnis wird. Dazu muss Europa auch eigene Muskeln aufbauen und sich selbst engagieren. Ohne die USA geht es nicht, weder bei Verteidigung noch bei Technologie oder Geheimdienstinformationen. Es ist gut, dass der Bundeskanzler ein gutes Verhältnis zu den USA pflegt. Wir brauchen die NATO. Sie ist kein reines Militärbündnis, sondern ein Bündnis gemeinsamer Werte und der freiheitlich-liberalen Demokratie. Wir müssen Freiheit, Demokratie und Menschenrechte mehr denn je gemeinsam in der Welt vertreten. In der internationalen Diplomatie braucht es verlässliche Partnerschaften. Die MSC ist dafür seit über 60 Jahren in Bayern der richtige Ort. Wir sind starkes Exportland, Hightech-Hub und der Nummer-1- Standort Deutschlands bei Defense Tech und Start-ups. Wir halten Kontakt und sind mit Ländern überall auf der Welt im Gespräch. Dialog ist in einer Zeit voller neuer internationaler Herausforderungen wichtiger denn je. Bayern ist weltweit gefragt. Wir punkten dabei besonders mit einer starken Wirtschaft und unseren Investitionen in Technologie und Hightech«.
-bsr- bild: bsr
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Chancen und Risiken
von Chatbots
im Kundenservice
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Region Baden-Württemberg – »Sogenannte Chatbots, Roboter mit denen man sich mithilfe Künstlicher Intelligenz unterhalten kann, werden immer häufiger von Unternehmen im Kundenservice eingesetzt, um Nutzeranfragen in Echtzeit zu beantworten. Perspektivisch werden Chatbots für viele Bereiche im Kundenservice zum Standard, dies bringt für die Verbraucherinnen und Verbraucher Vorteile aber auch Herausforderungen mit sich«, erklärte Baden-Württembergs Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich einer »Safer Internet Day«-Veranstaltung in Stuttgart.
Der »Safer Internet Day« ist ein weltweiter Aktionstag für mehr Online-Sicherheit. Er findet seit 2004 statt und setzt jedes Jahr einen neuen thematischen Schwerpunkt. In Deutschland wird der »Safer Internet Day« von der Initiative »klicksafe« der Europäischen Union koordiniert. Dieses Jahr stand der Tag unter dem Motto »KI and me. In künstlicher Beziehung«.
Virtueller Kundendienst auf dem Vormarsch
Die fortschreitende Digitalisierung verändert auch die Kommunikation im Kundenservice zwischen Verbraucherinnen und Verbrauchern und Unternehmen. Hier gewinnen Chatbots immer mehr an Relevanz. Der Grund dafür liege auf der Hand: KI-unterstützte Kommunikationsprozesse sparten zumindest mittel- bis langfristig Zeit und Geld. Solche virtuellen Schnittstellen sollen die Servicemitarbeiter entlasten. Durch weitere technologische Fortschritte könnten automatisierte Interaktionen für viele Bereiche des Kundenservice zum Standard werden. Laut »Statista«, werde in diesem Bereich von einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 23 Prozent bis zum Jahr 2032 ausgegangen.
Nachteile für Auskunftssuchende
Die Kommunikation zwischen Mensch und Chatbot verläufe jedoch nicht immer störungsfrei. Einer Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zufolge hätten viele Verbraucherinnen und Verbraucher schlechte Erfahrungen mit Chatbots gemacht und würden die Kommunikation im Verlauf des Gesprächs eher genervt abbrechen. Auf manchen Webseiten von Unternehmen suchten Kunden vergeblich den direkten Kontaktweg zu einem menschlichen Mitarbeiter. Im schlimmsten Fall könne ein schlechter Kundenservice dazu führen, dass Betroffene ihre Gewährleistungsrechte zum Beispiel gar nicht einfordern und finanzielle Einbußen erleiden.
Mögliche Vorteile
Digitale Kundenkommunikation könne aber auch sinnvoll sein und einige Chancen bieten. KI-unterstützte Kundenberatung könne das Anliegen eines Kunden erkennen und bestenfalls auch schon einordnen, bevor man an einen Mitarbeiter weitergeleitet werde. Ein Vorteil sei darüber hinaus die Möglichkeit, sein Anliegen orts- und zeitunabhängig vorzubringen oder für Standardprobleme relativ schnell Hilfestellung zu erhalten. Unternehmen dürften sich nicht vollständig aus der Kundenkommunikation verabschieden, nur weil dies »finanzielle Einsparungen« biete. Nach geltendem Recht gibt es Pflichtangaben, die ein Unternehmen auf seiner Webseite machen müsse. Dazu zähle die Veröffentlichung vom Firmennamen und Firmensitz, die Postanschrift und eine E-Mail-Adresse sowie die Impressumspflicht und ein Kündigungsbutton für online geschlossene Dauerschuldverhältnisse. Ein telefonischer Kundendienst darf dabei nicht nur über eine teure 0180-Rufnummer bereitgestellt werden. Warteschleifen bei Sonderrufnummern müssen kostenfrei sein. Wer den Kundendienst eines Unternehmens nicht erreichen kann, solle sich postalisch per Einwurf-Einschreiben oder an die E-Mail-Adresse im Impressum des Unternehmens wenden.
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43 neue
und revidierte
Berufe
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Region Schweiz – Digitalisierung, neue Technologien und veränderte Anforderungen der Wirtschaft prägten die Entwicklung der Berufsbildung. Vor diesem Hintergrund hat das Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) insgesamt »43 neue oder revidierte Berufe« genehmigt und erlassen, und zwar 22 in der beruflichen Grundbildung und 21 in der höheren Berufsbildung. Mit dem neuen Beruf »AI Business Specialist« mit eidgenössischem Fachausweis werde insbesondere der steigenden Bedeutung der künstlichen Intelligenz in Unternehmen und Institutionen Rechnung getragen.
Getragen von den Organisationen der Arbeitswelt sollen in der Schweiz die Bildungsinhalte der Berufe laufend an neue Anforderungen angepasst werden. Wirtschaftliche, technologische, ökologische und didaktische Entwicklungen sowie der daraus resultierende Fachkräftebedarf führten dabei zu neuen oder revidierten Berufen. Beschäftige im neuen Beruf »AI Business Specialist« sollen systematisch KI-Potenziale erschliessen und Einsatzmöglichkeiten prüfen sowie KI-Projekte über den gesamten Lebenszyklus hinweg begleiten. Damit leisteten sie einen Beitrag zur Optimierung von Geschäftsprozessen, zur Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen sowie zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und stellten gleichzeitig sicher, dass künstliche Intelligenz verantwortungsvoll, effizient und im Einklang mit wirtschaftlichen, sozialen und ethischen Anforderungen eingesetzt werde.
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Pilotprojekt
»Klimawirksame Landwirtschaft«
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Region Liechtenstein – Gemeinsam mit zehn engagierten Landwirtschaftsbetrieben aus Liechtenstein wurde 2025 das Pilotprojekt »Klimawirksame Landwirtschaft« gestartet. Bis 2027 sollen die teilnehmenden Betriebe Methoden zur Nachhaltigkeitsbewertung testen und schauen, ob und welche praxistauglichen Klimamassnahmen sich auf den Betrieben umsetzen lassen – etwa in der Fütterung, im Pflanzenbau oder im Weinbau. Im Zentrum stehe die Frage: Welche Massnahmen sind »klimawirksam« und zugleich »wirtschaftlich tragfähig«? Die Betriebe sollen dabei durch gezielte Schulungen und fachliche Beratung unterstützt werden. Ziel des Projekts sei es, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die den Klimaschutz und die Klimawandelanpassung in der Landwirtschaft stärkten und gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit der Betriebe sichere. Damit leiste die Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag zum »Klimaziel« Liechtensteins, bis 2050 klimaneutral zu sein.
Grundlage des Pilotprojekts sei der »agrarpolitische Bericht 2022«, der strategische Ziele sowie konkrete Massnahmen für die Weiterentwicklung der Landwirtschaft definiere. Die Erkenntnisse aus der Pilotphase sollen laufend und in engem Austausch mit den Pilotbetrieben sowie einer Projektsteuerung, der Vertreter verschiedener landwirtschaftlicher Akteure umfasse, sorgfältig ausgewertet werden. Die Schweizer Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni betonte: »Ich danke den teilnehmenden Betrieben herzlich für ihre Bereitschaft, diesen Weg mitzugehen. Sie übernehmen Verantwortung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaziele. Das Pilotprojekt zeigt, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Perspektiven kein Widerspruch sind – wenn wir gemeinsam praxistaugliche Lösungen entwickeln«. Weitere Informationen: www.klimawirksame-landwirtschaft.li
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150 Jahre
Umweltinstitut
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Region Vorarlberg – Das Institut für Umwelt und Lebensmittelsicherheit des Landes Vorarlberg feierte sein 150-jähriges Bestehen. In Zusammenarbeit mit der inatura werden nun ausgewählte Aufgaben und Themen des Umweltinstituts in einer Posterausstellung präsentiert. »Die Arbeit des Umweltinstituts ist ein zentraler Baustein für die Gesundheitsvorsorge in Vorarlberg. Mit enormem Know-how und Engagement stellen die Mitarbeitenden sicher, dass die Qualität unseres Trinkwassers und unserer Lebensmittel auf einem sehr hohen Niveau bleibt«, erklärte Vorarlbergs Landesrätin Martina Rüscher. Vorarlbergs Landesrat Christian Gantner ergänzte: »Ein verantwortungsvoller Umgang mit Natur und Umwelt ist Voraussetzung für die hohe Lebensqualität in unserem Land. Das Umweltinstitut liefert seit 150 Jahren die wissenschaftliche Grundlage für nachhaltige Entscheidungen und unterstützt damit die Weiterentwicklung unseres Landes«.
Das Umweltinstitut ist mit einem breiten Aufgabenspektrum betraut: Dazu zählten u.a. die Kontrolle und Untersuchung von Lebensmitteln entlang der gesamten Produktionskette, die Inspektion von Betrieben, die Sicherstellung der Trinkwasserqualität sowie die umfassende Umweltüberwachung in den Bereichen Luft, Wasser, Boden und Chemikalien. Auch die Kontrolle von Badegewässern, die Spurenstoffanalytik und die Beratung in Umweltfragen gehörten zu den Leistungen des Umweltinstituts.
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Sicherheit
von oben
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Region Tirol – Mehr Sicherheit dank moderner Technik: Auch das Land Tirol setzt nun auf Drohnen. Durch den »Blick von oben« könnten beispielsweise Gefahrenstellen untersucht, Schäden dokumentiert und große Flächen beobachtet werden: Die Drohnen-Einsatzgruppe des Landes-Warn- und Lagezentrums (LWLZ) sei etwa zu Erhebungen nach Murenabgängen oder auch Waldbrandereignissen im Einsatz. Allein im Jahr 2025 seien insgesamt 73 Flüge absolviert worden, und zwar unter anderem beim Brand in Nußdorf-Debant, dem Murenabgang in Gschnitz oder auch dem Waldbrand auf der Nordkette bei Innsbruck.
»Schnell, kosteneffizient und flexibel einsetzbar – die Landesdrohnen sind aus dem modernen Katastrophenschutz nicht mehr wegzudenken. Sie ermöglichen es uns, auch in schwer zugänglichen Gebieten rasch ein präzises Lagebild zu gewinnen – und das sicher und effektiv. Damit leisten sie mittlerweile einen unverzichtbaren Beitrag, um die Einsatzkräfte bestmöglich zu unterstützen und im Ernstfall fundierte Entscheidungen zu treffen«, erklärte Tirols Sicherheitslandesrätin Astrid Mair den Nutzen der Drohnen im Landesdienst.
Drohnen-Bilder in Echtzeit für Einsatzleitungen
Das LWLZ gilt als die zentrale Koordinationsstelle für Drohneneinsätze im Sicherheitsbereich. Die Drohnen könnten von allen Dienststellen des Landes oder auch von Tiroler Gemeinden angefordert werden, um Erhebungen aus der Luft durchzuführen. »Im Einsatzfall generieren unsere Drohnen hochauflösende Bilder, die direkt an die Einsatzleitungen übermittelt werden können – bei Bedarf auch in Echtzeit. Unsere Bilder helfen enorm, um eine oft unübersichtliche Lage besser einschätzen zu können. Die Drohnen werden ferner auch nach Schadensereignissen genutzt, um flächendeckende Befliegungen und Dokumentation – etwa von Steinschlagereignissen oder Waldbrandflächen – vorzunehmen. Schlussendlich nutzen wir die Drohnen auch für andere Aufgaben – beispielsweise zur Wildbestandsdokumentation mittels Wärmebildkamera oder zur Wildbachbegutachtung«, so Thomas Geiler, Leiter des LWLZ.
Drohnenatlas für Tirol
Das 13-köpfige Team an LWLZ-Drohnenpilotinnen und Drohnenpiloten werde laufend geschult und auf besondere Einsatzsituationen mit höchstem Fokus auf das Thema Sicherheit im Flugbetrieb fortgebildet. Dabei werde eng mit dem Österreichischen Bundesheer zusammengearbeitet und auch die Vernetzung mit den Tiroler Einsatzorganisationen werde laufend optimiert. Das Einsatzspektrum werde ferner laufend erweitert – unter anderem sollen Drohnen künftig für die Inspektion von Brücken oder auch für die Dokumentation von Flughindernissen – beispielsweise Materialseilbahnen – genutzt werden. Aktuell arbeite das Team am »digitalen Drohnenatlas« für Tirol: Auf diesem sollen alle einsetzbaren Drohnen von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben – etwa Feuerwehren oder Bergrettung – aufgelistet sein. »Auf dem Atlas sieht man nicht nur die Standorte der Drohnen, sondern auch die Qualifikation des Personals sowie die vorhandene Technik. Mit den gesammelten Informationen im Drohnenatlas kann der Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugen noch zielgerichteter erfolgen. Die Zusammenarbeit und der Einsatz von Drohnen bei Katastrophenereignissen kann dadurch noch besser koordiniert und nach geltenden Sicherheitsbestimmungen durchgeführt werden«, erklärte Geiler. Weitere Schwerpunkte des Tätigkeitsfeldes umfassten ab heuer auch den Lastentransporte mit Drohnen sowie vollautomatisierte Erhebungensflüge von stationären Standorten aus, beispielsweise zum Monitoring.
-lt- Bild: Land Tirol
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Dorfbars
und Dorfgasthäuser
als Treffpunkte
am Leben erhalten
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Region Südtirol – Dorfbars und Dorfgasthäuser seien weit mehr als »wirtschaftliche Betriebe«, sie gelten als Treffpunkte und Zentren des Dorflebens. Um das Leben in den Ortskernen zu erhalten und zu stärken, gelte es, auch diese »Nahversorgungsbetriebe« zu erhalten. Die Südtiroler Landesregierung hat in ihrer Sitzung vom 13. Februar 2026 – auf Vorschlag von Tourismuslandesrat Luis Walcher – neuen Förderkriterien für gastgewerbliche Nahversorgungsbetriebe zugestimmt. »Die Richtlinien sehen eine zielgerichtete Unterstützung für die Eröffnung und Aufrechterhaltung von gastgewerblichen Nahversorgungsbetrieben vor, insbesondere in strukturschwachen Ortschaften«, so Walcher, der sich auf der Grundlage von Rückmeldungen von Mitgliedsbetrieben des Hoteliers- und Gastwirteverbandes HGV Ende vergangenen Jahres 2025 auch mit dem HGV über Möglichkeiten zur Ausweitung der Förderkriterien beraten hatte. Die nun beschlossenen Anpassungen sollen einerseits Erleichterungen für Betriebe bringen und andererseits neuen Betrieben ermöglichen diese Fördermaßnahme zu erhalten.
Neu sei, dass Betriebe mit einer Jahreslizenz, die ihre Tätigkeit in den letzten drei Kalenderjahren für mehr als 60 aufeinanderfolgende oder mehr als 120 nicht aufeinanderfolgende Tage ausgesetzt hätten, nicht mehr als zweiter Betrieb gelten. Somit könne der eigentliche gastgewerbliche Nahversorgungsbetrieb in der Ortschaft, der als einziger fast das ganze Jahr geöffnet habe, nun einen Förderbeitrag erhalten. Diese Änderung sei wichtig, da bisher einige Betriebe nicht gefördert werden konnten, weil es in der Ortschaft einen weiteren Betrieb mit Jahreslizenz gab, dieser aber für einige Monate im Jahr geschlossen hatte. Ferner könne die Förderung künftig in strukturschwachen Ortschaften auch dann gewährt werden, wenn zwei gastgewerbliche Nahversorgungsbetriebe vorhanden seien. Somit werde die Realität vor Ort besser berücksichtigt.
Weitere Anpassungen würden auch die Regelungen zu Ruhetagen und Öffnungszeiten betreffen: So werde in Zukunft die vorgesehene Mindestöffnungszeit von zehn Stunden auf fünf Tage pro Woche beschränkt, um jene Betriebe nicht von der Förderung auszuschließen, die an sechs Tagen pro Woche geöffnet seien. Außerdem sei eine Erhöhung des Beitrags für die Aufrechterhaltung eines Betriebes von 12.000 auf 13.000 Euro pro Jahr geplant, um ihn an den Nahversorgungsbeitrag im Handel anzugleichen. Falls in strukturschwachen Ortschaften zwei gastgewerbliche Nahversorgungsbetriebe vorhanden seien, werde ein Beitrag von bis zu 8.000 Euro für die Aufrechterhaltung gewährt. Für Neueröffnungen bleibe ein einmaliger Beitrag von bis zu 30.000 Euro vorgesehen.
Wenn der Betrieb sich in einer Ortschaft mit höchstens 300 Einwohnern – bisher mit mindestens 300 Einwohnern – befinde, bekomme er mehr Punkte zur Erstellung der Rangordnung. Die Obergrenze des durchschnittlichen jährlichen Mehrwertsteuerumsatzes für den Erhalt des Zuschusses werde für Schank- und Speisebetriebe von 200.000 Euro auf 300.000 und von 300.000 Euro auf 500.000 für gasthofähnliche Beherbergungsbetriebe angehoben.
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500 Jahre
Bauernkrieg
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Region Salzburger Land – Vor 500 Jahren ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Sturm durch Salzburg gezogen. Jedoch kein meteorologischer, sondern der »Sturm der Bauern, Handwerker, Knechte und Bergknappen«. Sie probten den Aufstand gegen die Obrigkeit. Ein halbes Jahrtausend später erfolge nun eine Gedenkveranstaltung. Der Startschuss für 2026 sei eine hochkarätig besetzte Tagung an der Universität Salzburg, welche die historischen Gründe des Bauernkriegs unter die Lupe nehme.
Das Leben der Salzburger Bevölkerung zu Beginn des 16. Jahrhunderts war geprägt von harter körperlicher Arbeit. Die Freiheits- und Mitbestimmungsrechte, die für uns heute selbstverständlich sind, gab es nicht. Mit harter Hand regierte die Obrigkeit, und vor allem Erzbischof Matthäus Lang sowie die von ihm ins Land gerufenen Truppen zeigten Brutalität bei der Niederschlagung des Aufstands. 2026 setzt das Land Salzburg das 2025 gestartete »Erinnerungsprojekt zu den Bauernkriegen« fort. Die Zeit werde wissenschaftlich und kulturell aufgearbeitet und dabei auch regional beleuchtet. So sollen sich u.a. Kunst- und Ausstellungsprojekte im Kapuzinerturm in Radstadt, in der Burg Mauterndorf, im Schloss Ritzen in Saalfelden, im Vogtturm in Zell am See oder in den Museen in Kaprun und Tamsweg den Ereignissen vor 500 Jahren widmen. Zusätzlich toure eine Wanderausstellung durch das Land.
Salzburgs Wissenschafts- und Forschungslandesrätin Daniela Gutschi sehe vor allem in der historischen Aufarbeitung der Bauernkriege eine große Chance. »Wir können so mehr über das Leben vor 500 Jahren erfahren. Welche Rolle spielte etwa die ländliche Gesellschaft beim Aufstand und welche die Reformation. Es geht hier um weit mehr als nur um historische Ereignisse oder Zeitpunkte. Die Fachtagung an der Universität Salzburg wirft mit großer wissenschaftlicher Expertise einen Blick in das Leben dieser Zeit und beleuchtet die Gründe und Motive der Kriege«, so Gutschi.
Forschung zu Frauen und Rädelsführern
Martin Knoll, Dekan der Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät an der Universität Salzburg, erklärte: »Derzeit wird die Liste der Rädelsführer im Aufstand ausgewertet und so die handelnden Personen sichtbar gemacht. Das ist vor allem in puncto Sozialgeschichte spannend, weil man so einen Eindruck gewinnen kann, wie breit die gesellschaftliche Basis des Krieges war. Wolfgang Neuper vom Landesarchiv übernehme diese verantwortungsvolle Aufgabe. Ebenfalls wissenschaftlich genauer untersucht werden derzeit die Spuren von Frauen im Aufstand. Dort, wo man sie namentlich identifizieren kann, werden die Biografien analysiert«.
Geschichte erleben
Das »Salzburg Museum« hat zum Thema »Bauernkrieg« die Ausstellung »Heroisch und verklärt« mit einem vielfältigen Vermittlungsprogramm konzipiert. »Bis Ende Januar haben bereits rund 1.000 Personen an Veranstaltungen, Museumsgesprächen oder speziellen Führungen teilgenommen. Viele Angebote wurden eigens für Schülerinnen und Schüler entwickelt. Und so haben sich auch schon viele Schulkassen mit dem Bauernkrieg in der Ausstellung beschäftigt. Dazu werden noch eigene Podcast-Folgen produziert«, so Direktor Martin Hochleitner. »Heroisch und verklärt« ist noch bis 27. April 2026 im »Nordoratorium« des »DomQuartiers« zu sehen.
Projekt mit vielen Perspektiven
Vonseiten des Landes Salzburg leite Doris Fuschlberger das Projekt »Bauernkrieg«. »Es wird ein wichtiges Kapitel der Salzburger und Europäischer Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Fragen der Teilhabe, Mitbestimmung und Gerechtigkeit haben bereits vor 500 Jahren die Menschen bewegt. Durch die breite Zusammenarbeit im Projekt mit der Universität Salzburg, der Erzdiözese, Museen, dem Landesarchiv, Stadtarchiv und weiteren Archiven, Burgen, Schulen, Gemeinden, zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern sowie Vereinen heben wir Synergien und setzen die zahlreichen Programmpunkte in den Bezirken und im digitalen Raum effizient um. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, ihre Perspektiven einzubringen«, so Fuschlberger.
Zeitgenössische Kunst in Mauterndorf
Mauterndorf im Lungau setze sich künstlerisch mit dem Thema »Bauernkrieg« auseinander. »Die Künstlerin Johanna Binder arbeitet in Kolumbien mit Landwirten zusammen. In einem Film porträtiert sie die Herausforderungen der Bauern im südamerikanischen Land und stellt so den Bezug zur Gegenwart her. Neben der Videoinstallation gestaltet sie auch einen gesamten Raum«, erklärte Kustodin Magdalena Stadler. Die Ausstellung ist vom 2. Mai bis Ende Oktober 2026 im »Lungauer Landschaftsmuseum« auf der Burg Mauterndorf zu sehen.
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Meistersinger-
schulen
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Region Oberösterreich – Bei der feierlichen Verleihung der Gütesiegel »OÖ Meistersingerschule« wurden kürzlich insgesamt 116 Schulen aus ganz Oberösterreich für ihr besonderes Engagement im Bereich des Singens und der musikalischen Bildung ausgezeichnet. Das Gütesiegel würdige Schulen, die dem gemeinsamen Singen einen festen Platz im Schulalltag einräumen und damit musikalische, soziale und persönliche Kompetenzen nachhaltig fördern. Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer erklärte: »Die Meistersingerschulen zeigen, wie wichtig Musik für die ganzheitliche Entwicklung junger Menschen ist. Gemeinsames Singen fördert Gemeinschaft, Konzentration und Kreativität – und stärkt Werte, die unsere Gesellschaft tragen«.
Im Schuljahr 2025 haben 56 Volksschulen, 36 Mittelschulen, eine Sonderschule, zwei berufsbildende höhere Schulen sowie 21 allgemeinbildende höhere Schulen das Gütesiegel »OÖ Meistersingerschule« erhalten. 17 Schulen wurden heuer erstmals ausgezeichnet, 24 Schulen erhielten das Gütesiegel bereits zum neunten Mal und würden damit für besondere Kontinuität und Qualität im musikalischen Schwerpunkt stehen.
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Schulprojekte
über den
»Tellerrand hinaus«
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Region Steiermark – Aktuelle Probleme und Herausforderungen machten vor keinen Landesgrenzen Halt, sie erforderten vielmehr die Zusammenarbeit über Kontinente hinweg: Vor diesem Hintergrund der Globalisierung lade daher das Land Steiermark mit einer »FairStyria-Bildungsoffensive« und dem »FairYoungSytria-Preis« Schulklassen und Schulgruppen ein, ihre Ideen zum »Globalen Lernen« in Projekte umzusetzen. Kürzlich wurden wie in den vergangenen Jahren die von einer hochkarätigen Jury prämierten Ideen im Weißen Saal der Grazer Burg präsentiert und die Preisträgerinnen und Preisträger von Steiermarks Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom ausgezeichnet. Für jedes der zehn ausgezeichneten Projekte gab es 500 Euro. Die eingereichten Projekte müssten einen Bezug zur Lebensrealität der Menschen im globalen Süden aufweisen und thematisch mit jener von Kindern und Jugendlichen in der Steiermark verknüpft sein. Damit solle die wechselseitige Auswirkung von Ereignissen und Verhaltensweisen im globalen Kontext aufgezeigt werden.
Khom gratulierte den ausgezeichneten Schülerinnen und Schülern sowie Pädagoginnen und Pädagogen zu ihrem Problembewusstsein und zu ihren Lösungsvorschlägen: »Ihr seid echte Vorbilder und Mutmacher für eine Welt, die mehr denn je intensive Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung braucht. Und ihr zeigt, dass man über den Tellerrand hinausblicken und hinausdenken muss, um die Herausforderungen der Gegenwart bewältigen zu können«. Weiter führte Khom aus, dass die Steiermark mit ihrem internationalen Engagement sich nicht innerhalb ihrer Landesgrenzen verstecken dürfe. Man müsse den Blick auf das große Ganze im Auge behalten, »wenn und weil wir in einer vernetzten Welt gut leben wollen«, so Khom.
Die »FairYoungStyria-Preise« wurden bereits zum vierten Mal ausgeschrieben. Die Ausschreibung richte sich an alle steirischen Schulen der Primar- und Sekundarstufe I und II. Die Preise seien Teil der »FairSytria-Bildungsoffensive« des Landes Steiermark. Die Preisträgerprojekte sollen am 24. Juni 2026, dem »FairStyria-Tag«, dem jährlichen Informationstag für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Steiermark, im Grazer Joanneumsviertel der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
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Urlaub
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Angehörige
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Region Kärnten – Pflegende Angehörige leisteten den größten Teil der Pflege in Kärnten – und seien damit »der größte Pflegedienst des Landes«, wie Kärntens Pflege-Landesrätin Beate Prettner betonte. Um die wichtige Leistung treffsicherer zu unterstützen, werde die Förderung »Urlaub für pflegende Angehörige« nun neu aufgestellt. Statt fixer Termine in einem bestimmten Hotel in Kärnten wie bisher gebe es künftig einen flexiblen Zuschuss für einen Urlaubsaufenthalt nach Wahl in Österreich. Gefördert werden sollen nachgewiesene Aufenthaltskosten ab mindestens drei Nächtigungen, die maximale Förderhöhe betrage 400 Euro pro Person. »Pflegende Angehörige tragen enorme Verantwortung. Für sie ist Regenration kein Luxus, sondern notwendig, damit auch sie langfristig gesund bleiben«, so Prettner.
Mit einem Budget von rund 200.000 Euro für 2026 könnten jetzt über 530 pflegende Angehörige unterstützt werden – statt bisher rund 175. »Wir haben die Förderung bedarfsorientierter und treffsicherer gemacht. So erreichen wir trotz knapper Mittel deutlich mehr Menschen«, erklärte Prettner. Die neue Regelung sorge nicht nur für mehr Flexibilität bei der Urlaubsplanung, sondern erleichtere auch die Organisation von Kurzzeitpflege für die betreuten Angehörigen, die aufgrund von fix vorgegebenen Terminen bisher oft nicht einfach zu bewerkstelligen gewesen sei.
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»Schlammpeitzger«:
Kleiner Fisch
mit großer Bedeutung
für die Auen
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Region Oberösterreich – Der »Schlammpeitzger« (Misgurnus fossilis) ist ein im Verborgenen lebender Kleinfisch und eine Charakterart ursprünglicher Augewässer. Dank seiner Fähigkeit, bei Sauerstoffmangel Luft durch den Darm zu atmen und bei Trockenzeiten eingegraben im Schlamm zu überdauern, nehme er unter den heimischen Fischen eine besondere Stellung ein und wurde zum »Fisch des Jahres 2026« gewählt. Dennoch gelte die Art, die auch die liebevollen Beinamen »Furzgrundel« und »Gewitterfurzer»« trage, laut »Roter Liste« der Fische Österreichs (2007) als »vom Aussterben bedroht«.
Auch in den March-Thaya-Auen seien die Bestände durch Lebensraumverlust stark rückläufig. Um dem entgegenzuwirken, habe der Verein »AURING« im Jahr 2025 im Rahmen eines Biodiversitätsprojekts verlandete Grabensysteme in den Marchwiesen bei Hohenau behutsam renaturiert. Erste Erfolge seien bereits dokumentiert worden. Das »Haus für Natur« im »Museum Niederösterreich« widme dieser bedrohten Art besondere Aufmerksamkeit. Seit Kurzem sei der »Schlammpeitzger« auch wieder im Museum zu sehen.
-lnö-
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Digitale
Überweisung
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Region Burgenland – Anfang Februar 2026 wurde im Burgenland ein Pilotprojekt gestartet, das die Schnittstelle zwischen telefonischer Gesundheitsberatung und Klinikaufnahme grundlegend modernisieren soll: Die »Digitale Überweisung« ermögliche es der Landessicherheitszentrale (LSZ), Patientinnen und Patienten nach einer Beratung über die Gesundheitstelfonnummer 1450 direkt in der Klinik Oberwart anzukündigen. Durch die Vorabübermittlung medizinischer Informationen sollen sowohl die medizinische Ersteinschätzung als auch die administrative Aufnahme wesentlich beschleunigt werden. Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt könne die vollständige Fallakte unmittelbar einsehen und rascher mit Diagnose und Therapie beginnen. Damit die Daten übermittelt werden können, müssten Patientinnen bzw. Patienten dazu ihre Einwilligung erteilen. »Mit der Digitalen Überweisung setzt das Burgenland einen weiteren Schritt in Richtung vernetzter, effizienter und patientenorientierter Gesundheitsversorgung – dort, wo Zeit ein entscheidender Faktor ist. Nach erfolgreicher Pilotphase mit der Klinik Oberwart soll das Projekt auf alle burgenländischen Klinken ausgeweitet werden«, kündigte Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil an.
Erhalten Anrufende im Rahmen eines Gesprächs mit 1450 die Empfehlung, eine burgenländische Klinik aufzusuchen, sollen sie gefragt werden, ob sie der elektronischen Übermittlung der erforderlichen Gesundheitsdaten zustimmen. Werde das Einverständnis erteilt, sollen die im Zuge der Beratung erhobenen Informationen – darunter aktueller Gesundheitszustand, Medikation sowie bekannte Allergien – in den Systemen der LSZ strukturiert erfasst werden. Sobald die Daten erfolgreich hinterlegt wurden, erhalte der Patient oder die Patientin eine SMS mit einem Link zum persönlichen QR Code. Zusätzlich werde per SMS ein PIN-Code übermittelt – als Alternative für den Fall, dass der QR-Code nicht abrufbar ist oder kein Smartphone zur Verfügung stehe. Besitzt jemand weder ein Smartphone noch ein Handy und melde sich via Festnetz bei 1450, werde der PIN-Code per Telefon mitgeteilt – somit sei ein barrierefreier Zugang zu diesem Tool gewährleistet. Mit einem dieser Codes melde sich die betroffene Person direkt an der Anmeldestelle der Klinik an und die Gesprächsdaten samt medizinischer Ersteinschätzung und Dringlichkeitsbewertung werde unmittelbar an die Klinik übermittelt und der Fall im System der Klinik angelegt.
-lbgld-
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Bettelhochzeit
2026
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Region Bayern – Eine »Riesengaudi« war heuer wieder die »Bettelhochzeit«, welche kürzlich die Plattlergruppe des oberbayerischen Heimat- und Volkstracht-Erhaltungsvereins Miesbach e.V. veranstaltete. Die sehr zahlreich erschienene, gut gelaunte »Hochzeitsgesellschaft« machte einen etwas eigenartigen Eindruck, was wohl an der Bekleidung lag, denn bei der »Bettelhochzeit« herrschte eine strenge Kleiderordnung. So waren Frauen als Männer in Anzug und mit Bart und Männer als Frauen im Dirndl oder Trachtengwand mit Langhaarperücke verkleidet unterwegs. Auch der »stimmliche Aspekt« sorgte immer wieder für Erheiterungen, wenn von »dirndlgewandeten Gestalten« tiefe Stimmen zu vernehmen waren.
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Klaus Ruml spielte gekonnt den »Standesbeamten im unverdienten Ruhestand«
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Zur »Trauung« auf dem extra aufgeschütteten Misthaufen mitten am Marktplatz der Kreisstadt Miesbach, wurden die »Brautleute«, die »Braut«, »de obagschlampte, ungschorne Quirilla von de Sogleimschnupfa«, in einem weißen kurzen Kleid mit Schleier und weißen Gummistiefeln und der »Bräutigam«, »da gstumbate, schlofdamische Sigae Bluadhame von de zamgschpima Bahnleit ́n«, zierlich und klein im schwarzen Anzug, stilecht mit dem Traktor chauffiert. Dort vermählte sie der »Standesbeamte im unverdienten Ruhestand« feierlich zu »Mann und Mandarine« und die »Brautleute« versprachen sich bis Aschermittwoch die »ewige Treue«.
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Die »Hochzeitsgesellschaft« feierte bis in den späten Abend ausgelassen im Habererschupf
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Anschließend gings zur »Hochzeitsfeier« in den »Habererschupf«, wo die Stadtkapelle Miesbach für die musikalische Begleitung der Festivität sorgte. Unter den Gästen der Hochzeitsgesellschaft wurden »Fräulein« Dr. Gerhard Braunmiller nebst »Bürgermeister« Alexandra Braunmiller an seiner Seite sowie die Stadträtin »Herr« Astrid Güldner, die Stadträte »Fräulein« Franz Mayer, die »Fräuleins« Alfred und Christian Mittermaier und der Kulturpreisträger, »Fräulein« Stefan Baumgartner, gesehen. …weiter zur großen Bildergalerie
-am- Bilder: am
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Digitale
Steuererklärung
soll deutlich
einfacher werden
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Region Baden-Württemberg – Die »digitale Steuererklärung« soll deutlich einfacher werden: Ab dem 1. Juli 2026 könnten Bürgerinnen und Bürger ihre Steuererklärung in der »MeinELSTER+«-App mit nur einem Klick abgeben. Über die neue Funktion »okELSTER« stelle das Finanzamt alle notwendigen Daten bereit und mache einen Vorschlag für die Steuererklärung. Der gesamte Ablauf sei digital – schnell, sicher und ohne Papier. Das spare Zeit, weil viele Daten nicht mehr selbst eingetragen werden müssten. Wenn alle Angaben stimmten, reiche es, den Vorschlag in der App zu bestätigen. Fehlende oder falsche Angaben liessen sich direkt in der App ändern oder ergänzen. Danach sollen die Daten digital ans Finanzamt gehen.
Baden-Württembergs Finanzminister Dr. Danyal Bayaz erklärte: »Die Steuererklärung soll kein Stress mehr sein. Mit okELSTER sind wir hier schon ein gutes Stück weiter und machen Steuern für viele Menschen deutlich unkomplizierter. Genau so sollte digitale Verwaltung heute funktionieren: schnell, verständlich und ohne Papier. Unser Anspruch ist, dass Behördengänge so einfach werden wie Online-Banking oder Online-Shopping. Daran arbeiten wir konsequent«.
»okELSTER« startet im Sommer 2026
Ab Sommer 2026 könnten zunächst ledige Personen ohne Kinder die neue Funktion »okELSTER« nutzen. Voraussetzung sei, dass sie Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit und / oder Renteneinkünfte haben und ein gültiges »ELSTER-Konto« besitzen. Das Angebot solle später für weitere Personengruppen erweitert werden. Ebenso solle die neue Funktion dann auch in der Webversion »einfachELSTERplus« zur Verfügung stehen. Durch »okELSTER« könne auch der Steuerbescheid schneller erstellt und verschickt werden. Denn viele Schritte sollen dadurch automatisch laufen. Die Finanzamtmitarbeiter müssten weniger von Hand bearbeiten. Baden-Württemberg setzte damit konsequent auf Digitalisierung und moderne Verwaltungsprozesse. Ziel sei es, Bürokratie abzubauen und alles möglichst einfach und digital zu machen.
Das Steuerportal »ELSTER« werde von allen Bundesländern gemeinsam verantwortet. Dort könnten Bürgerinnen und Bürger ihre Steuererklärung komplett digital erledigen. Wer noch kein Benutzerkonto habe, könne sich bei »ELSTER« online registrieren.
-lbw-
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Grand
Prix
Kunst
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Region Schweiz – Auf Empfehlung der »Eidgenössischen Kunstkommission« zeichnete das »Schweizer Bundesamt für Kultur« in diesem Jahr Fabrice Gygi, Hilar Stadler und Tilla Theus mit dem »Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim« aus. Die Preisverleihung findet am 15. Juni 2026 in Basel in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider statt. Im Anschluss werde die Ausstellung »Swiss Art Awards« eröffnet.
Der »Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim« zeichne seit 2001 Persönlichkeiten aus, die in den Bereichen Kunst, Architektur, Kritik, Verlags- oder Ausstellungswesen tätig sind. Die Auszeichnungen sind mit je 40 000 Franken dotiert. Die Ausstellung »Swiss Art Awards« in der Messe Basel, Halle 1.1, wird am 15. Juni 2026 eröffnet und kann während der »Art Basel« vom 16. bis 21. Juni 2026 besucht werden. Weitere Informationen: www.schweizerkulturpreise.ch und www.swissartawards.ch
-chbk-
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Zweihunderste
»Toilette für alle«
eröffnet
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Region Bayern – Die zweihunderste »Toilette für alle« in ganz Deutschland ist nun am Münchner Elisabethmarkt eröffnet worden. Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf betonte: »Alle Menschen müssen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Die »Toilette für alle« trägt dazu bei, dass auch Menschen mit schweren oder mehrfachen Behinderungen am Elisabethmarkt bummeln und einkaufen können. Ich bin stolz darauf, dass Bayern Geburtsort des Projekts und bundesweit ein Spitzenreiter mit 53 zertifizierten von insgesamt 200 »Toiletten für alle« ist. Ein gutes Miteinander macht unsere Demokratie aus. Wir schließen niemanden aus«.
Menschen mit schweren Beeinträchtigungen können gängige Behindertentoiletten oft nicht benutzen, da sie etwa eine höhenverstellbare Liege und einen Lifter benötigen, um den Transfer vom Rollstuhl zu ermöglichen. Die »Toilette für alle« mache nun Betroffenen und deren Familien einen Besuch am Elisabethmarkt möglich. Sie trägt das Qualitätssiegel der »Stiftung Leben pur«. In Bayern seien derzeit weitere 68 »Toiletten für alle« in Planung.
Die »Stiftung Leben pur« setze sich in ganz Deutschland dafür ein, dass an allen öffentlichen Orten »Toiletten für alle« entstehen sollen. Dazu suche sie Partner aus Politik, Industrie, Wirtschaft und Behindertenverbände, Vereinen und Initiativen – aber auch engagierte Privatpersonen. Das Bayerische Sozialministerium fördere die Stiftung und das Projekt im Rahmen des Programms »Bayern barrierefrei« mit einer jährlichen Summe von rund 100.000 Euro.
Weitere Informationen: »Toiletten für alle«
-bstmas- Bild: bstmas
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KW 07 – 2026
09. – 15.02. 2026
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Olympische
Winterspiele
2026
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Die ersten Olympischen Winterspiele in Europa seit zwölf Jahren begannen am 06. Februar 2026 in Mailand und Cortina. Der offizielle Start für das bedeutendste Großereignis dieses Winters erfolgte am Freitagabend mit der großen Eröffnungsfeier im »San Siro Stadion« in Mailand. Die ARD berichtete live im Ersten und in der ARD Mediathek ab 20:00 Uhr. Moderator Tom Bartels kommentierte die mit großer Spannung erwartete Veranstaltung gemeinsam mit Italien-Kenner, Journalist und Moderator Giovanni di Lorenzo.
Los ging es mit den Olympia-Übertragungen im Ersten bereits um 18:00 Uhr. Esther Sedlaczek moderierte live aus dem Sendestudio in Mainz, an ihrer Seite war Doppel-Olympiasiegerin Katarina Witt. Während der Countdown auf die Eröffnungsfeier lief, gab es mit Eishockey in der Vorrunde der Frauen und Curling im Mixed Doppel bereits die ersten sportlichen Livebilder von diesen Olympischen Spielen zu sehen. Außerdem erfolgten Schaltgespräche zu den ARD-Experten Felix Neureuther, Sven Hannawald, Mariama Jamanka und Erik Lesser in die Olympia-Orte Cortina d’Ampezzo, Antholz, Bormio und Val die Fiemme, wo die Eröffnung ebenfalls gefeiert wurde. Im Fernsehstudio bei Esther Sedlaczek waren außerdem die »Sportfreunde Stiller« zu Besuch und präsentierten den ARD-Olympiasong »Ti amo italiano«.
Am Samstag, 7. Februar, begrüße Stephanie Müller-Spirra ab 11:00 Uhr die Olympiafans zum ersten kompletten Olympia-Sendetag – bis 23.00 Uhr – in der ARD. Highlights waren unter anderem die Medaillenentscheidungen bei der Abfahrt der Männer, beim Skispringen und Skilanglauf der Frauen und beim Snowboard Big Air der Männer. Ferner Eishockey Frauen Deutschland gegen Japan, die ersten Läufe im Rodeln bei den Männern, Curling und Eiskunstlaufen. Damit wartete ein vielfältiges Olympia-Programm mit bis zu 16 Stunden täglich. Insgesamt hat Das Erste der ARD an neun Sendetagen ca. 120 Stunden Olympia im Programm. Das digitale Gesamtpaket sei so umfangreich wie noch nie bei Olympischen Winterspielen, das Livestream-Angebot in der ARD Mediathek umfasse bis zu 700 Stunden und damit über 150 Stunden mehr als noch vor vier Jahren bei den Winterspielen in Peking. Federführer für die Übertragungen von den Olympischen Winterspielen 2026 in der ARD sind der Bayerische Rundfunk und der Mitteldeutsche Rundfunk.
-ard-
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Schwerpunkte:
Wirtschaft, Jugend,
Bildung und Klimawandel
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Region Österreich / Schweiz / Italien / Deutschland – »Die Alpenregionen stehen, trotz unterschiedlicher Staatszugehörigkeit, häufig vor ähnlichen Herausforderungen. Es ist sinnvoll und bereichernd sich in der internationalen Arbeitsgemeinschaft der Alpenregionen »Arge Alp« – auszutauschen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und Projekte voranzutreiben«, erklärte der derzeitige »Arge Alp«-Vorsitzende und Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner. Im Rahmen einer Präsidiumsitzung tauschte sich kürzlich die Interessensgemeinschaft über die aktuellen Maßnahmen und Projekte aus.
Als Wirtschafts- und Lebensraum müssten die Alpenregionen sowohl für Unternehmen als auch den Tourismus innovativer Standort bleiben und durch Regionalität auf allen Ebenen überzeugen, zugleich aber als qualitativ hochwertiger Lebensraum erhalten werden. Der Alpenraum, der vom Klimawandel besonders stark betroffen sei, brauche auch zukünftig eine effiziente und zielgerichtete Strategie, um die Herausforderungen besser bewältigen zu können. »Die Regionen der »Arge Alp« können sich nur weiterentwickeln, wenn der jungen Generation dort eine Zukunft geboten wird, in der sie sich einbringen kann«, so Wallner. Die Vernetzung im Bildungssektor und eine starke Kooperation in allen Bereichen des alpinen Lebens sollen die Bevölkerung im Alpenraum zukunftsfitter machen.
Programme
»Energie« und »Jugend« seien die Schwerpunkte des Vorarlberger Vorsitzjahres. Im Mittelpunkt sollen die beiden neuen »Arge Alp«-Projekte »EigenAlp« und »Chancenreichste Kinder- und Jugendregion« stehen. Das laufende »Arge Alp«-Projekt »European Talent School« stehe unter dem »Lead« von Bayern. Es handele sich um ein jährlich stattfindendes Projekt der außerschulischen Begabtenförderung, an dem insgesamt 48 Jugendliche (10. und 12. Jahrgangsstufe / Schulstufe) aus den »Arge Alp«-Regionen teilnehmen können. Auf dem Programm der »Arge Alp« werden auch Fachtagungen zum Thema »Energie« und »Große Beutegreifer« stehen.
In der »Arbeitsgemeinschaft Alpenländer« arbeiten in den vier Staaten Österreich, Schweiz, Italien und Deutschland, folgende Länder, Provinzen, Regionen und Kantone mit einer Gesamtbevölkerungszahl von rund 26 Millionen Menschen zusammen: Salzburg, Graubünden, St. Gallen, Südtirol, Lombardei, Tessin, Tirol, Trient, Vorarlberg und Bayern. Weitere Informationen zur »Arge Alp« unter www.argealp.org
-vlk-
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Förderbescheid
für das
»Human Exploration Control Center«
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Region Bayern – Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erhielt kürzlich einen Förderscheck in Höhe von 58 Millionen Euro für das Europäische Mondkontrollzentrum »Human Exploration Control Center« (HECC) im oberbayerischen Oberpfaffenhofen. »Bayerns Tor zu den Sternen kommt: In Oberpfaffenhofen bei München entsteht unser Mondkontrollzentrum. Die europäische Raumfahrt wird damit künftig von Bayern aus gesteuert. Das Human Exploration Control Center bildet eine starke Gemeinschaft von Freistaat, DLR und ESA. Mit Innovation und Pioniergeist fördern wir Forschung, Freiheit und Zukunft. Bayern investiert 58 Millionen Euro für ein neues Gebäude, fünf Millionen Euro für die Entwicklung eines Gateways im Orbit und in ein KI-Projekt für die Betreuung von Astronauten. Der Mond ist unser Sprungbrett ins All – und vielleicht irgendwann die Zwischenstation zum Mars. Vom Mond aus können die Echtzeitüberwachung von Robotern, autarke Energiesysteme und dauerhaftes Leben und Arbeiten im All erforscht werden. Das ist das spannendste Abenteuer unserer Zeit. Es hat aber auch konkrete Effekte für unser Leben auf der Erde. Als Space Valley entstehen in Bayern zahlreiche neue Technologien und Arbeitsplätze. Die Luft- und Raumfahrt-Branche umfasst inzwischen zwölf Milliarden Euro Jahresumsatz und etwa 38.000 Beschäftigte. Bayern ist Start-up-Land Nummer 1 und hat mit der TUM und LMU die beiden besten Unis in der EU. Mit der Hightech Agenda Bayern investieren wir insgesamt sieben Milliarden Euro in Wissenschaft und Forschung. Investitionen in die Raumfahrt fördern darüber hinaus auch die Souveränität und Eigenständigkeit Europas. All das sind Versprechen an die junge Generation. Oberpfaffenhofen ist künftig unser bayerisches Houston. Live long and prosper!«, so Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder, der den Scheck überreichte.
-bsr- Bild: bsr
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Mehr
Verkehrssicherheit
durch Schulstraßen
und Schulzonen
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Region Baden-Württemberg – »Der tägliche Weg zur Schule prägt das Mobilitätsverhalten ein Leben lang. Wer früh lernt, Wege eigenständig zurückzulegen, gewinnt Sicherheit, Orientierung und Selbstvertrauen. Daher müssen wir dafür sorgen, dass der Schulweg sicher ist. Gerade die hohe Anzahl der sogenannten »Elterntaxis« führt immer wieder zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen vor den Schulen. Schulstraßen und Schulzonen sind effektive Lösungen, um den Schulweg für Schülerinnen und Schüler zu bestimmten Zeiten sicherer zu machen. Die Landesregierung Baden-Württemberg hat nun mit einem Erlass für rechtliche Klarheit bei der Umsetzung dieser Lösungen gesorgt und Hürden abgebaut. Mit dem neuen Leitfaden setzen wir einen weiteren Impuls«, erläuterte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann betonte: »Wenn sich Autos morgens Stoßstange an Stoßstange vor den Schulen drängen, wird der Schulweg für Kinder schnell zur Gefahrenzone. Das müssen wir ändern. Mit der Novelle der Straßenverkehrsordnung 2024 ist die Umsetzung von Schulstraßen und Schulzonen rechtlich leichter geworden. Damit ist aber noch keine Schulstraße eingerichtet. Wir bieten deshalb ein Beratungsprogramm und jetzt auch einen neuen Leitfaden, der bei der Umsetzung unterstützt. Mit »MOVERS« haben wir in Baden-Württemberg ein starkes interministerielles Programm geschaffen. Jetzt wird es entsprechend erweitert. Es verbindet flächendeckende Schulwegpläne, ein starkes Beratungsnetzwerk und erfolgreiche Mitmach-Aktionen mit einem neuen, klaren Fokus auf Schulstraßen und Schulzonen. Die Grundlagen für mehr Sicherheit für die Kinder und Jugendlichen sind mit dem Erlass und dem nun veröffentlichten neuen Leitfaden gelegt«.
Die Zahl der statistisch erfassten Unfälle auf dem Schulweg lag im Jahr 2024 bei 378, 2023 bei 423 und 2022 bei 357. Ein zentraler Baustein, um diese Zahl zu senken, sei die Einrichtung von Schulstraßen und Schulzonen. Sie sollen vor Schulen zeitweise oder dauerhaft autofreie Bereiche schaffen und gefährliche Situationen genau dort entschärfen, wo Kinder besonders schutzbedürftig seien. Ein Erlass des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg erleichtere nun den Kommunen die Einführung deutlich: Rechtliche Fragen wurden geklärt, bürokratische Hürden gesenkt, aufwendige Verkehrszählungen seien nicht mehr erforderlich.
Der Leitfaden mit dem Titel »Schulstraßen und Schulzonen in Baden-Württemberg erfolgreich umsetzen« gebe konkrete Hilfestellungen zur Kommunikation, Einbindung von Eltern, Schulen und Anwohnerinnen und Anwohnern sowie, wie Straßen sicher abgesperrt und kindgerecht gestaltet werden können.
-lbw-
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Metallische
Gläser
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Region Schweiz – Metalle sind vielseitige Werkstoffe und begleiten durch den Alltag, sei es als grosses Bauelement oder als winzige Komponente in elektronischen Geräten, als robustes Werkzeug oder als eleganter Schmuck. Bei den meisten Anwendungen liegen Metalle in einer geordneten kristallinen Struktur vor, die sie beim Erstarren aus der Schmelze fast immer annehmen. Doch was passiert, wenn sich Metallatome einmal nicht in klaren Mustern anordnen? Kühlt man bestimmte Legierungen sehr schnell aus der Schmelze ab, erstarren sie in einer »ungeordneten« – amorphen – Struktur, die derjenigen von Glas ähnelt. Deshalb werden solche amorphen Metalle auch als »metallische Gläser« bezeichnet.
»Metallische Gläser« gelten als der heilige Gral der »Metallurgie«. Sie sind hart wie Quarzglas, und ihre glatte Oberfläche ist besonders widerstandsfähig gegen Kratzer und Korrosion. Ganz anders als Glas sind metallische Gläser aber elastisch und kehren nach Verformungen eher in ihre Ursprungsform zurück als gewöhnliche Metalle. Das mache sie zu einem begehrten Material für Anwendungen in der Medizin und in der Weltraumtechnologie.
Schwierig sei indes die Herstellung der metallischen Gläser, denn die meisten Metalle wollen am liebsten ihre natürliche kristalline Form annehmen. »Vor allem bei der Herstellung von grösseren Komponenten ist es schwierig, die amorphe Struktur zu behalten«, so Damien Terebenec, Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), der am Empa-Zentrum für Röntgenanalytik an metallischen Gläsern forscht.
Die Schwerkraft ausschalten
Materialforschende – wie Terebenec – arbeiten mit komplexen Legierungen und präzis gesteuerten Prozessen, um »amorphe Metalle« herzustellen. Dafür ist ein genaues Verständnis der physikalischen Eigenschaften des Materials notwendig, insbesondere in dessen flüssiger Form, in der Schmelze. »Man muss flüssige Metalltröpfchen in der Schwebe untersuchen, da der Kontakt mit einem Schmelztiegel eine Kristallisation des Metalls auslösen und so das gesamte Experiment gefährden kann«, erklärte Terebenec. Dies könne man etwa mittels starker elektromagnetischer Felder erreichen – aber die Schwerkraft der Erde verforme die runden Tröpfchen und verfälsche die Messungen. Aus diesem Grund greifen Terebenec und andere Forschende des Zentrums für Röntgenanalytik unter der Leitung von Antonia Neels auf eine ganz besondere Forschungsplattform zurück: Die Internationale Raumstation ISS. Im Rahmen des Forschungsprojekts »THERMOPROP« der Europäischen Weltraumorganisation ESA, das von Neels geleitet wird, untersuchen die Forschenden die physikalischen Eigenschaften von metallischen Gläsern in der Mikrogravitation – der Beinaheschwerelosigkeit in der erdnahen Umlaufbahn. Zugleich laufen auch Versuche an der Empa in der Stadt Dübendorf , wo Neels, Terebenec und ihre Kolleginnen und Kollegen die Struktur der metallischen Gläser mit unterschiedlichen Röntgentechniken untersuchen.
»Die Daten aus den Versuchen auf der ISS fliessen in Computersimulationen ein, mit denen sich wiederum industrielle Prozesse entwickeln und optimieren lassen«, so Antonia Neels. Trotz der luftigen – oder vielmehr Luftlosen – Höhen, in denen ein Teil der Versuche stattfinde, sei das Projekt alles andere als abgehoben: Von Beginn an sei nebst den Forschenden der Empa und der EPFL auch ein Industriepartner mit dabei. Das Schweizer Unternehmen »PX Group« aus La Chaux-de-Fonds stellt metallische Gläser für die Uhrenindustrie her, wo die harten, biegsamen Materialien für präzise Mechanismen und robuste Gehäuse verwendet werden. »Unser Partner konnte unsere Erkenntnisse aus dem Projekt bereits in verbesserte Herstellungsprozesse einfliessen lassen«, so Neels.
Zuverlässige Mechanismen für Satelliten
Das an Bord der ISS und an der Empa gewonnene Wissen fliesse aber auch zurück in den Weltraum. Nebst ihren irdischen Einsatzgebieten eigneten sich metallische Gläser auch für Anwendungen an Bord von Raumschiffen und Satelliten. Ihre Elastizität und Widerstandsfähigkeit ermöglichte etwa die Konstruktion von zuverlässigen Mechanismen, die über lange Zeit wartungsfrei funktionierten. In einem zweiten Projekt mit der ESA setzten die Empa-Forschenden Materialproben den rauen Bedingungen im Weltall aus. Der entsprechende Versuch namens »SESAME« flog zur ISS und wurde an der Aussenseite des europäischen Labormoduls »Columbus« installiert. Er umfasste zahlreiche Materialproben von 15 europäischen Forschungsinstitutionen. Nach rund einem Jahr im Weltall sollen die Proben wieder zur Erde zurückkehren und analysiert werden – darunter auch das metallische Glas des Empa-Teams. »Wir können einzelne Bedingungen aus dem Weltall auf der Erde simulieren, etwa Temperaturschwankungen, Vakuum oder Strahlung – aber nicht alles miteinander«, erläuterte Neels. »Wir wollen wissen, ob ein längerer Aufenthalt unter Weltraumbedingungen die Struktur des Materials verändert. Denn die Struktur definiert die Materialeigenschaften«, ergänzte Terebenec.
Die Versuche auf der ISS laufen in verschiedenen Phasen ab. So sind weitere Experimente mit flüssigen metallischen Gläsern der Empa an Bord der ISS für nächstes Jahr geplant. »Beide Projekte werden wohl bis zum Ende der ISS im Jahr 2030 laufen«, so Neels. Die Projekte werden im Rahmen des ESA-PRODEX-Programms (Programme de Développement d’Expériences Scientifiques) durchgeführt und vom »Swiss Space Office« (SSO) sowie dem »PRODEX Office« unterstützt.
-chbk-
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Aktionsplan
für
Endometriose-Betroffene
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Region Liechtenstein – Endometriose betreffe weltweit viele Frauen – auch in Liechtenstein. Die Erkrankung könne starke Schmerzen, zyklusabhängige Beschwerden sowie psychosoziale Belastungen verursachen und führe häufig zu langen, belastenden Diagnosewegen. In schweren Fällen könne sie Unfruchtbarkeit nach sich ziehen. Trotz ihrer Häufigkeit werde »Endometriose« nach wie vor unterschätzt, und die Diagnose erfolge gemäss internationalen Studien im Durchschnitt erst nach mehr als sieben Jahren.
Die Regierung des Fürstentums Liechtensteins hat nun einen Aktionsplans für Endometriose-Betroffene genehmigt und betrachtet »Endometriose« exemplarisch als eine Erkrankung, die bestehende Lücken in der Frauengesundheit aufzeige. Ziel eines Aktionsplanes sei es, Massnahmen zu entwickeln, welche die gesellschaftliche Sensibilisierung für pathologische Menstruationsbeschwerden förderten und das Bewusstsein für die Erkrankung steigere. Ferner sollen Fachpersonal und Betroffene sowie deren Vertrauenspersonen bzw. deren soziales Umfeld informiert, die Früherkennung verbessert, die psychosoziale Unterstützung gestärkt und die medizinische Versorgung optimiert werden. Der Aktionsplan soll fachlich strukturiert im Modul »Gesundheit« der in Ausarbeitung befindlichen »Gleichstellungsstrategie« verankert werden, um frauenspezifische Gesundheitsbedürfnisse nachhaltig zu stärken.
-RdFL-
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30 Werke
neu
in der Landessammlung
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Region Vorarlberg – Als »AgentInnen der Sammlung« verstehen sich Anne Zühlke und Simeon Brugger, die 2025 in die dreijährige Periode als Ankäufer für die Kunstsammlung des Landes Vorarlberg gestartet sind. Im ersten Jahr haben sie die Sammlung um zeitgenössische Werke von insgesamt elf Positionen ergänzt. Das Ankaufsbudget belief sich wie im Jahr zuvor auf 180.000 Euro. »Gerade in Zeiten knapper Budgets und großer Herausforderungen ist das konstant gehaltene Ankaufsbudget ein wichtiges und positives Signal an die heimische Kunstszene«, betonte Vorarlbergs Landesrätin Barbara Schöbi-Fink bei der Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 5. Februar 2026, im Palais Liechtenstein in Feldkirch. Die Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin Anne Zühlke und der Architekt und Galerist Simeon Brugger erwarben in ihrem ersten Jahr insgesamt 30 Werke von zehn Vorarlberger Kunstschaffenden sowie von einem Künstler-Duo. Neben umfangreichen Werkkomplexen lag ihr Augenmerk auf Erstankäufen und darauf, bereits in der Sammlung befindliche Serien zu vervollständigen.
Sammeln, fördern, präsentieren
Das Land Vorarlberg ergänze seit 1974 seine Sammlung gezielt um zeitgenössische Werke, die in den Bestand des »vorarlberg museums« eingehen. Die Auswahl sei gemeinsame Sache zweier Ankäufer, die jeweils auf drei Jahre bestellt sind. Neben der Abbildung der Kunstlandschaft Vorarlbergs gehe es vor allem um den Erhalt tragfähiger Arbeitsstrukturen. »Die Ankäufe des Landes gehören zu den Eckpfeilern der Förderprogramme des Landes, welche die Arbeitsbedingungen von Künstlerinnen und Künstlern verbessern sollen«, so Landesrätin Schöbi-Fink.
Das Ankaufsjahr werde bereits zum zehnten Mal in Folge mit einer Ausstellung beschlossen, die sämtliche Neuzugänge für alle Interessierten zugänglich mache. Sie sei eine Kooperation zwischen der Kulturabteilung des Landes, dem »vorarlberg museum« und dem Ausstellungsort. »Die öffentliche Präsentation der Werke unterstreicht die Bedeutung zeitgenössischer Kunst und fördert einen lebendigen Austausch«, erklärte Kulturamtsleiterin Claudia Voit.
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»Green Events«
weiter im Trend
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Region Tirol – Mit insgesamt 279 Veranstaltungen, die im Jahr 2025 nach den Kriterien von »Green Events Tirol« veranstaltet wurden, setze sich ein positiver Trend hin zu mehr Nachhaltigkeit weiter fort. Seitdem die Initiative 2014 von Land Tirol, Klimabündnis Tirol und Umwelt Verein Tirol ins Leben gerufen worden sei, steige das Interesse an nachhaltigen Veranstaltungen stetig weiter an. 2025 seien es insgesamt 874 Veranstaltungstage gewesen, die von Vereinen, Organisationen und Gemeinden ganz im Sinne eines nachhaltigen und bewussten Handelns durchgeführt worden seien. Seit Beginn der Initiative seien 1.590 »Green Events« in Tirol durchgeführt worden. »In Tirol gibt es bereits zahlreiche Veranstaltungsteams, die sich seit vielen Jahren den Kriterien von Green Events Tirol verschrieben haben und ihre Events Stück für Stück nachhaltiger ausrichten. So auch das Land Tirol selbst, das unter anderem den Tag der offenen Tür mit jährlich bis zu 20.000 Besucherinnen und Besuchern, aber auch zahlreiche weitere Landesveranstaltungen, als Green Event umsetzt. Es kommen jedes Jahr neue Veranstaltungen in ganz Tirol dazu, der positive Trend zu nachhaltigen Events hält weiterhin an«, so Tirols Klimaschutzlandesrat René Zumtobel.
Förderung des Landes beschlossen – Initiative entwickelt sich weiter
Kürzlich habe die Tiroler Landesregierung nun auch die Förderung von »Green Events« für das zweite Halbjahr 2026 fixiert. Somit sollen 2026 insgesamt 143.000 Euro bereitgestellt werden. Damit könnten »Klimabündnis Tirol« und der »Umwelt Verein Tirol« weiterhin die Beratung, Information und Begleitung von interessierten Organisationsteams sicherstellen. Ressourcen schonen, lokale Speisen und Getränke anbieten, Müll sorgfältig trennen und Lebensmittelabfälle vermeiden – das seien nur einige der Schwerpunkte, auf die bei einem nachhaltigen Event Wert gelegt werde. Es gehe auch darum, eine öffentliche Anreise zu ermöglichen, Veranstaltungen mit möglichst wenig Barrieren für die Menschen abzuhalten und so für alle zugänglich zu machen.
»Green Events Tirol ist längst mehr als eine Checkliste – es ist eine wachsende Bewegung, die zeigt, wie Veranstaltungen Kultur, Gemeinschaft und Klimaschutz verbinden können. Wir wollen diese österreichweite Vorreiterrolle weiter ausbauen und Organisationsteams dabei unterstützen, kreative Lösungen für eine nachhaltige Zukunft umzusetzen“, erläuterte Andrä Stigger, Geschäftsführer von »Klimabündnis Tirol«.
Bewertungskriterien werden heuer weiterentwickelt
2026 schlage das Green Events-Team ein neues Kapitel auf: Die bisherigen Bewertungskriterien sollen weiterentwickelt werden, um den vielfältigen Anforderungen von Veranstaltungen unterschiedlicher Größe, Dauer und Zielgruppen noch besser gerecht zu werden. Damit sollen auch Veranstaltungen sichtbarer werden, die innerhalb ihrer jeweiligen Rahmenbedingungen in einzelnen Kategorien mit innovativen Herangehensweisen herausragende Ergebnisse erzielten. »Nachhaltigkeit entwickelt sich ständig weiter, weshalb wir auch die Green Events Tirol weiterentwickeln, um noch mehr Veranstaltungen und deren Organisationsteams zu erreichen, aber auch den Entwicklungen der vergangenen Jahre im Veranstaltungsbereich zu entsprechen. Wir wollen die Qualität unserer Auszeichnung noch weiter erhöhen, gleichzeitig auch einzelne herausragende Events als Vorbilder hervorheben«, so Zumtobel. Weitere Informationen: greenevents-tirol.at
-lt-
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Olympische Spiele:
200 Fahrer, 66 Busse
und zehn Shuttles zusätzlich
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Region Südtirol – Anlässlich der Olympischen Winterspiele habe das Land Südtirol zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um eine »nachhaltige und inklusive Mobilität« zu fördern und Olympiafans sowie allen anderen Nutzerinnen und Nutzern einen optimalen Service zu garantieren. »Mobilität für alle bedeutet, einen klaren und gut zugänglichen Dienst zu organisieren, mit eigenen Transportmitteln und Shuttles für Personen mit besonderen Bedürfnissen, damit das Publikum Antholz einfach und geordnet erreichen kann, während der Pendler- und Schülerdienst vollständig aufrechterhalten bleibt«, so Südtirols Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.
Zusätzlich zum regulären Dienst sollen, so kündigt Alfreider an, während der Spiele 66 zusätzliche Busse sowie zehn Shuttles eingesetzt werden, die unter anderem auch Menschen mit Behinderung den Besuch der Wettkämpfe ermöglichten. An Wettkampftagen würden über 200 akkreditierte Fahrerinnen und Fahrer die vollständige Abdeckung des Dienstes gewährleisten. »Kronplatz Mobility«, zuständig für den öffentlichen Nahverkehr im zentralen Pustertal, habe den Auftrag erhalten, den Transport der Zuschauerinnen und Zuschauer mit gültigem Olympia-Ticket in Antholz abzuwickeln. Der Einsatzplan sei so gestaltet, dass geordnete Abläufe und eine einfache Reiseerfahrung gewährleistet seien. Die gesamte Dienstkette sei lokal organisiert, und zwar mit Untervergaben an Südtiroler Betriebe, darunter die Unternehmen Holzer, Pizzinini, KSM und SASA AG.
Darüber hinaus, so das Ressort für Infrastrukturen und Mobilität, seien ein im Notfall verfügbarer Bergungsdienst für Busse sowie zusätzliche Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen an den Haltestellen vorgesehen. Ein ständiger operativer Austausch, insbesondere mit der »Stiftung Mailand-Cortina« in Sachen Logistik, Parkplätze und Akkreditierungen bestehe, um einen flüssigen Verkehrsfluss vom Eintreffen an den Anlagen bis zur geordneten Abreise nach Veranstaltungsende zu garantieren. Weitere Informationen sind auf der Seite südtirolmobil abrufbar.
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12.000
verschiedene
Besitzer
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Region Salzburger Land – Die Wälder Salzburgs gelten als Naherholungsgebiete, Schutzbarrieren und als wirtschaftliche Grundlage. Der Forstbesitz im Bundesland Salzburg sei unter 12.000 verschiedenen Grundbesitzerinnen und -besitzern aufgeteilt, wobei die Österreichischen Bundesforste mit rund 40 Prozent der größte Grundbesitzer seien. Neben dem Tourismus sei die Forstwirtschaft der größte Wirtschaftszweig in Salzburg. In den 1.200 holzverarbeitenden Betrieben seien von der Ernte bis zur Produktion rund 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Eine besondere Bedeutung habe der Wald in Salzburg als Bollwerk gegen Lawinen und Muren, die vor allem in den Gebirgsgauen Siedlungsräume bedrohen. Rund 55 Prozent der Wälder im Salzburger Land seien sogenannte Schutzwälder, den bezirksweit höchsten Anteil gebe es im Pinzgau.
Kürzlich, haben sich rund 270 Landwirtinnen und Landwirte, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Holzproduzentinnen und Holzproduzenten in Salzburg-Parsch zum »56. Waldbauerntag« getroffen. Neben Vertreterinnen und Vertretern der heimischen Forstindustrie nahmen auch Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek, Landesrat Maximilian Aigner und die bayerische Staatsministerin Michaela Kaniber an dem Vernetzungs- und Informationstag teil. Svazek hat bei ihren Begrüßungsworten die unionsrechtlichen Vorgaben im Natur- und Umweltschutz hervorgestrichen, die zunehmend in die heimische Forstwirtschaft eingriffen. »Zahlreiche EU-Rechtsakte würden nationale Gesetzgebungen aushebeln und müssten – wie etwa die Wiederherstellungsverordnung – umgesetzt werden oder stünden über dem nationalen Recht. Dieser Umstand mache die Forstwirtschaft trotz des derzeit relativ guten Holzpreises nicht leichter«.
Regelungen mit »Hausverstand« gefordert
»Diese Entwicklung lähmt leider unsere Forstwirtschaft. Gerade die kleinen Betriebe überfordert der administrative Aufwand im Bereich der Genehmigungsverfahren«, so Svazek, die als Beispiel ein jüngstes EuGH-Urteil, wonach selbst eine normale Holznutzung aufgrund unionsrechtlicher Naturschutzvorgaben zum Vogelschutz nicht mehr möglich sei, anführte. »Überträgt man diese Rechtsprechung auf Österreich, werden einfache Genehmigungen für Schlägerungen künftig Monate oder gar Jahre dauern«, so Svazek.
Aus Bayern hatte Staatsministerin Michaela Kaniber am Waldbauerntag teilgenommen. »Der enge Schulterschluss zwischen Salzburg und Bayern stellt sicher, dass wir in forst-politischen Fragen mit einer Stimme auftreten – in Wien und Berlin ebenso wie in Brüssel, da wir mit den gleichen Herausforderungen beim Thema Wald konfrontiert sind. Das gilt insbesondere für den Eigentumsschutz und den Abbau überbordender Bürokratie bei EU-Vorhaben wie der Entwaldungsverordnung – kurz EUDR – und der Wiederherstellungsverordnung – kurz WHVO – bei denen praxistaugliche Lösungen entscheidend sind«, stellte Salzburgs Landesrat Maximilian Aigner fest.
Alleskönner Holz
Der klassische Waldbauer in Salzburg sei im Nebenerwerb tätig und besitze zwischen zehn und 50 Hektar Wald. »Diese kleinteilige Struktur ist das Herz der heimischen Forstwirtschaft. Mit Engagement und Leidenschaft werden die Flächen bewirtschaftet und der nachwachsende Rohstoff in den Wirtschaftskreislauf gebracht – gerade auch als Baumaterial. Holz ist der umweltfreundliche CO2 Speicher, ermöglicht ein besonderes Raumklima und stärkt die heimische Wirtschaft. Das sieht man besonders bei den jüngsten Bauprojekten, beispielsweise an den landwirtschaftlichen Fachschulen am Winklhof, in Bruck oder in Kleßheim«, betonte Aigner.
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Mit KI
und Robotik
auf dem Weg
zur »Fabrik der Zukunft«
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Region Oberösterreich – »In der Fabrik der Zukunft wird mit Künstlicher Intelligenz und Robotik die Produktion noch effizienter, ausfallsicherer und resilienter gestaltet. Das bietet gerade für Oberösterreich als Industrie- und Wirtschafts-Bundesland Nr. 1 die Chance, seine Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich zurückzugewinnen und zugleich auch eine Antwort auf den demografisch bedingten Fachkräftebedarf zu geben«, stellte Oberösterreichs Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner in seiner Begrüßungsbotschaft im Rahmen der Veranstaltung »Zukunft.Produktion 2026« in Linz fest. »In Oberösterreich treibt der Schulterschluss von Forschung und Wirtschaft die intelligente, automatisierte und digitalisierte Produktion besonders rasch voran, was die Praxisbeispiele, die bei »Zukunft.Produktion 2026« präsentiert worden sind, eindrucksvoll unterstreichen«, so Achleitner.
Oberösterreichs Standortagentur »Business Upper Austria« hatte gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Oberösterreich zur »Zukunft.Produktion 2026« nach Linz geladen. Vertreterinnen und Vertreter verschiedenster Branchen stellten erfolgreiche Praxisbeispiele für die intelligente Produktion der Zukunft vor. 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich so über Technologien für die Fertigung von morgen informieren. »Mit unserer Leitinitiative »Automate Upper Austria« wollen wir den Automatisierungsgrad heimischer Unternehmen weiter erhöhen. »Zukunft.Produktion 2026« zeigt auf, wie es gelingen kann, automatisieren, robotisieren und digitalisieren branchenübergreifend umzusetzen. So können Oberösterreich, Österreich und Europa als starke Produktionsstandorte abgesichert und unsere traditionelle Stärke zurückgewonnen werden«, erklärte Achleitner.
Jetzt handeln statt aufschieben
Werner Pamminger, Geschäftsführer der »Business Upper Austria«, hob hervor: »Große Stückzahlen in großen Unternehmen sind schon automatisiert. Wir konzentrieren uns mit der Leitinitiative auf KMU. Ihnen raten wir, Projekte einfach anzugehen, auch wenn es sich laut Controlling und Finanzchef erst in vier Jahren rechnet. Die starken Forschungs- und Unternehmensstrukturen in Oberösterreich bieten dafür einen Vorteil«. In dieselbe Richtung appellierte Michael Pecherstorfer, Vizepräsident der WKOÖ: »Nicht aufschieben. KI ist die Chance, wie wir aktiv nutzen müssen. Digitalisierung und Automatisierung sind der Hebel für die Wettbewerbsfähigkeit«. Stephan Kubinger, Innovationssprecher der Sparte Industrie in der WKOÖ, ergänzte: »Mit humanoider Robotik kommt eine Welle mit riesigen Chancen auf uns zu. Das Thema wird uns dominieren und uns beim Fachkräftebedarf helfen. Unternehmen sollten jetzt überlegen, wie ihr Geschäftsmodell in vier Jahren aussehen wird und dann handeln«.
»Dafür braucht es Mut, Engagement und eine klare Haltung. Unternehmen müssen sich auch für Disruption öffnen«, erklärte Christiane Tusek, Vizerektorin für Finanzen und Entrepreneurship der JKU Linz. Sie hob die Rolle der Forschung hervor: »Wir müssen neue Wege gehen für Wirtschaft und Industrie. In Zeiten wie diesen wird entscheidend sein, ob eine Volkswirtschaft über Wissen und Innovation verfügt. An der JKU arbeiten viele Expertinnen und Experten zu AI, daraus entstehen erfolgreiche Spin-offs«.
Physische KI verändert die Industrie
Der Fokus sowohl bei den Fachvorträgen als auch bei den »Best-Practice-Beispielen« lag auf physischer KI bzw. »Embodied AI«. Darin liege für Thomas Bauernhansl vom Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung ein Schlüssel. Seine These: »Wahre Intelligenz kann nur entstehen, wenn die KI einen Körper hat, mit der Umwelt interagieren und etwas ausprobieren kann. Beispiele dafür sind humanoide Roboter, kompetente Maschinen oder autonome Fahrzeuge und Drohnen«. Ihm sei klar, dass Investieren in »physische KI« teuer und risikoreich sei, daher sei Kooperation unumgänglich, weil einzelne Unternehmen die Herausforderungen nicht alleine stemmen könnten. Bauernhansl stellte daher klar: »Wenn wir in zehn Jahren noch relevant sein wollen, müssen wir uns alle verändern. Weitermachen wie bisher wird nicht funktionieren«. Die nächste große KI-Entwicklung werde nicht mehr im Digitalen, sondern in der realen Welt stattfinden.
Innovationen made in Oberösterreich
Ümit Bas von »Iono Robotics« entwickelt in Linz humanoide Robotik für Produktionsbetriebe: »Wir positionieren uns bewusst als europäische Alternative zu Anbietern aus den USA und China. Ein zentraler Vorteil ist die Datensouveränität. Oberösterreich bietet ideale Bedingungen: Viele produzierende Betriebe auf engem Raum und damit viele konkrete Anwendungsfälle, die sich rasch automatisieren lassen«, so Bas. Der erste Roboter soll noch in diesem Quartal beim Kunden stehen. Aus Rainbach im Mühlkreis stammt Roboter »Chipsi«. Er stellt aus rohen Erdäpfeln mit Zutaten aus der Region Lockenchips her. Die Idee stamme von Jakob Hörbst und seiner »ERNI und Enkerl GmbH«, die Automatisierungslösungen für Gastronomie und Tourismus entwickele. Im Waldpark Hochreiter in der Steiermark können Besucherinnen und Besucher »Chipsi« bei der Arbeit zusehen.
Damit Investitionen in Automatisierung, Robotik und KI auch leistbar und vor allem nachhaltig seien, hätten oberösterreichische Anbieter und Hersteller gemeinsam mit Produktionsbetrieben praktikable Lösungen entwickelt. Diese seien modular, auf weitere Anwendungsfälle skalierbar und brauchten auch meist weniger Platz als herkömmliche Industrie-Roboterkonzepte.
Risiko minimieren, Chancen nutzen
Das Risiko hoher Investitionen minimieren – darum gehe es im EDIH-AI5 Innovation-Programm »Test-Before-Invest«. Es ermögliche Betrieben, neue Technologien vor einer Investition unter realen Bedingungen zu erproben. In einer »Breakout-Session« präsentierte der Mechatronik-Cluster Use Cases von Unternehmen, die das Programm bereits genutzt hätten. Die EU-Kommission und das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus förderten »Test-Before-Invest«-Projekte zu 100 Prozent.
Menschliches Fachwissen trainiert KI
KI besitze auch großes Potenzial, den Ressourcenverbrauch zu optimieren. Roman Froschauer von der FH Oberösterreich verdeutlichte dies mit Zahlen: »Viele Maschinen arbeiten nur 28 Prozent ihrer Einschaltzeit produktiv, der Rest ist Leerlauf und kostet Energie. Mit »Hybrid Modelling« können Unternehmen vorhandenes Prozesswissen der Fachkräfte mit den Stärken moderner KI verbinden, so die Trainingszeiten für die KI verkürzen und den Energieverbrauch reduzieren.
Entscheidender Faktor: Vertrauen
Entscheidend bei der Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI sei das menschliche Vertrauen in die KI. Sandra Maria Siedl vom »LIT Robopsychology Lab« der JKU Linz erklärte: »Menschen müssen nachvollziehen können, warum eine KI zu einer Entscheidung kommt. Wenn Menschen also verstehen, wie die KI »denkt«, akzeptieren sie sie besser, treffen selbst häufiger richtige Entscheidungen und erkennen Fehlentscheidungen schneller«.
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Masterplan
Pflege
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Region Steiermark – ziel des »Masterplan Pflege Steiermark« sei die nachhaltige Absicherung der Pflege für alle Steirerinnen und Steirer. Dabei sollen die Bedürfnisse der zu pflegenden Menschen genauso im Mittelpunkt stehen, wie jene ihrer Angehöriger und der Pflegekräfte. »Wir wollen die Pflege nachhaltig für alle absichern und den Pflegekräften mehr Zeit am und mit den Menschen ermöglichen. Wir wollen kein Szenario, in dem Pflege in Zukunft nur noch für wenige leistbar ist, sondern sie muss für jene da sein, die sie brauchen. In seiner derzeitigen Form ist das System nicht zukunftsfit, daher setzen wir nun den Startschuss für den Masterplan Pflege. Wenn wir jetzt nicht handeln, ist die Pflege für alle in Gefahr. Es ist eine gesellschaftliche Herausforderung, daher wollen wir auch einen gesellschaftlichen Diskurs beginnen und alle einladen, sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen«, erklärte Steiermarks Landesrat Karlheinz Kornhäusl.
Herausforderungen
Der demografische Wandel gilt als kein abstraktes Problem, sondern als Realität, die insbesondere den Pflegebereich betreffe. Weniger Menschen im arbeitsfähigen Alter, die als Beitragszahler und Arbeitskräfte verfügbar seien, treffen auf mehr ältere Mitmenschen mit Pflegebedarf und damit steigende Ausgaben. Für die Steiermark bedeute das laut »Statistik Austria«, dass die Zahl der Erwerbsbevölkerung von rund 750.000 Einwohnern im Jahr 2025 bis 2050 auf 680.000 sinken werde. Gleichzeitig steige die Zahl der über 85-Jährigen in diesem Zeitraum von 40.000 auf 88.000 auf mehr als das Doppelte. Die Steiermark sei aufgrund des hohen Anteils an stationärer Pflege zwar intensiver betroffen, aber die Herausforderungen würden ganz Österreich betreffen. Daher sei auch der Bund gefordert ein langfristig tragfähiges Finanzierungsmodell für die Pflege zu erarbeiten und sicherzustellen.
Der »Masterplan Pflege Steiermark« soll auf dem im November 2025 beschlossenen Bedarfs- und Entwicklungsplan 2030 aufbauen und eine Gesamtstrategie beinhalten, wie den großen Herausforderungen in diesem Bereich entgegengewirkt werden könne. Erarbeitet werden soll der Masterplan in den kommenden Monaten unter Einbeziehung aller Interessierten, den Partnern im Pflegebereich, wozu etwa Trägerorganisationen und Gewerkschaft, Experten der Universitäten und Fachhochschulen sowie insbesondere auch die Pflegekräfte selbst zählen. Der Masterplan soll als Grundlage für gezielte Verbesserungen im Pflegebereich sowie Planungsvorhaben dienen. Inhaltlich soll der Masterplan sämtliche relevanten Prognosen und Entwicklungsmaßnahmen im Pflegebereich umfassen.
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Baukulturgemeinde
Preis
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Region Kärnten – Kärnten setze bundesweit Maßstäbe in der Baukultur: Beim »5. Baukulturgemeinde-Preis« des Vereins »LandLuft« seien heuer gleich drei Kärntner Gemeinden nominiert. Insgesamt schafften es 14 Gemeinden aus ganz Österreich in die nächste Runde. Die nominierten Gemeinden würden exemplarisch für den bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit bestehenden Gebäuden, Flächen und Ortsstrukturen stehen. Im Mittelpunkt stehe Umbaukultur, kreative Nachnutzungen, Innenentwicklung sowie die aktive Einbindung der Bevölkerung, ganz im Sinne des diesjährigen Preismottos »Nutzen, was da ist!«.
Kärnten sei in Sachen Baukultur österreichweit Vorreiter: Als erstes österreichisches Bundesland habe das Land Kärnten die baukulturellen Leitlinien des Bundes übernommen, weiterentwickelt und mit eigenen Landesleitlinien konkret umgesetzt. Ein enger Austausch mit dem Bund und Fachinstitutionen sei dabei ein zentraler Bestandteil der Kärntner Baukulturstrategie. Die nominierten Gemeinden präsentieren ihre Projekte am 10. April 2026 beim Juryhearing in Trofaiach, Steiermark. Im Juni folge die Juryreise zu den Finalisten, die feierliche Preisverleihung finde am 19. November 2026 in Wien statt.
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Aus
Hühnermist
werden Pellets
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Region Niederösterreich – Hühnermist fällt in der Geflügelhaltung regelmäßig an und stellt viele Betriebe vor Herausforderungen bei Lagerung und Nutzung. Beim Start-Up »Pressgold« wird aus Hühnermist hochwertiger Dünger: Das niederösterreichische Start-up verarbeitet jährlich rund tausend Tonnen Hühnermist zu organischen Pellets und schließe damit regionale Nährstoffkreisläufe. Durch Aufbereitung, Trocknung und Pelletierung entstehe ein hygienisiertes, geruchsarmes und gut lagerfähiges Düngemittel – eine praxisnahe Alternative zu mineralischen Düngern. »Pressgold« setze genau hier an und mache aus dem Nebenprodukt eine marktfähige, nachhaltige Lösung, welche die Bodenfruchtbarkeit verbessere und zur Reduktion energieintensiv hergestellter Mineraldünger beitragen könne.
Das Angebot wurde später um Holzpellets erweitert. Diese werden aus regionalen Sägenebenprodukten hergestellt und als erneuerbarer Energieträger genutzt. Seit 2024 verfüge »Pressgold« über einen eigenen Silo-LKW, um Holzpellets flexibel und effizient direkt zu den Kundinnen und Kunden auszuliefern. Beide Produktbereiche folgten demselben Prinzip: Kurze Transportwege, regionale Wertschöpfung und ein verantwortungsvoller Umgang mit vorhandenen Ressourcen.
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Gynäkologische
Versorgung
auf Kassenbasis
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Region Burgenland – Die »Frauengesundheit Burgenland« in Güssing sichere seit einem Jahr die gynäkologische Versorgung auf Kassenbasis. Der starke Zustrom zeige klar: Dort, wo Kassenstellen nicht besetzt werden können und Wahlarztkosten für viele Frauen zur Hürde geworden seien, brauche es öffentliche, verlässliche Alternativen. Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil zieht eine positive Bilanz: »Wir haben es geschafft, in einem Bereich Versorgung sicherzustellen, wo andere nur Probleme verwalten. Wir warten nicht auf Konzepte, wir setzen sie um. Dieses Projekt zeigt: Wenn Kassenplanstellen über längere Zeit nicht besetzt werden können und der niedergelassene Bereich an seine Grenzen stößt, übernimmt das Land Burgenland Verantwortung – über den Spitalsträger und im Interesse der Menschen«.
Nach über einem Jahr ohne gynäkologische Kassenversorgung sei es Ende 2024 gelungen, eine vakante Facharztstelle nachzubesetzen – über ein vom Land initiiertes Ambulatorium in Trägerschaft der Gesundheitsservice Burgenland. Mit Dr. Irisz Balint konnte im Rahmen der burgenländischen Gesundheitsoffensive die gynäkologische Versorgung in Güssing wieder aufgenommen werden. Seit Juli 2025 verstärke Dr. Dieter Pietsch das Team. Damit sei das Angebot gezielt ausgebaut worden und die Versorgungssicherheit weiter verbessert. Seit etwas mehr als einem Jahr sei die »Frauengesundheit Burgenland« am Standort Güssing nun in Betrieb und die erste Bilanz falle deutlich aus: Rund 6.200 Untersuchungen und Behandlungen wurden seit der Eröffnung am 19. Dezember 2024 durchgeführt. Die Zahlen zeigten, wie wichtig diese Praxis für die Frauen in der Region sei.
Die »Frauengesundheit Burgenland« sei kein Provisorium, sondern Teil einer langfristigen Strategie. Über die »Gesundheitsservice Burgenland« als landeseigene Gesellschaft sollen weitere Ambulatorien betrieben werden, in denen Ärztinnen und Ärzte angestellt tätig sein können und Leistungen auf Kassenbasis erbringen – eng verzahnt mit dem Spitalsträger und der öffentlichen Gesundheitsversorgung. Ein in Österreich bislang einzigartiger Weg, um unbesetzten Kassenstellen wirksam entgegenzutreten.
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Helau!
»Fastnacht in Franken«
begeisterte aufs Neue
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Region Bayern – Rund 2,9 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sahen am 06. Februar 2026 bundesweit die »Fastnacht in Franken« im BR-Fernsehen; in Bayern verfolgten durchschnittlich 1,8 Millionen Menschen die Prunksitzung des Fastnacht-Verband Franken. Mit einem hervorragenden Marktanteil von 45,4 Prozent habe die Sendung erneut einen Spitzenwert beim bayerischen Publikum erzielt. Auch beim jüngeren Publikum der 14- bis 49-Jährigen sei die Prunksitzung mit einem Marktanteil von 29,3 Prozent in Bayern die meistgesehene Sendung des Abends gewesen, und zwar trotz der zeitgleichen Fersehpräsentation der Olympischen Winterspiele.
Der einzigartige Mix aus Büttenreden, Tanz, Musik und Spaß habe wieder beste Aussichten, die erfolgreichste Sendung des Jahres in den Dritten Programmen zu werden. Der Tagesmarktanteil im BR-Fernsehen habe am Freitag bei 28,2 Prozent gelegen. Mehr als vier Stunden unterhielten bekannte und neue Künstler und Künstlerinnen das Publikum: »Dreggsagg« Michl Müller, Bauchredner Sebastian Reich mit Nilpferddame Amanda und Schweinchen PigNic, die »närrische Putzfraa« Ines Procter, das Komödianten-Duo Volker Heißmann und Martin Rassau – u. a. als Waltraud und Mariechen, Büttenredner Peter Kuhn, der Mann am Klavier Matthias Walz, die A-cappella-Band Viva Voce, Neuzugang Philipp Weber und die Forchheimer »Gaafergoschn« Janina Fuchs waren mit dabei.
Von der beliebten »Altneihauser Feierwehrkapell’n« aus der Oberpfalz musste sich das Publikum in diesem Jahr verabschieden. »Vielen Dank, wir hab’ns probiert – dass diese Sitzung besser wird – und merkten jetzt nach 20 Jahren – dass wir grandios… erfolglos waren«, reimten sie, nachdem sie ein letztes Mal ihren Spott über die fränkischen Gastgeber ausgeschüttet hatten. Versöhnlich endete die Ära: Norbert Neugirg, Kommandant der Altneihauser Feierwehrkapell’n, reichte Christoph Maul, Sitzungspräsident der Prunksitzung, die Hand.
Mit tänzerischen Spitzenleistungen glänzte der fränkische Gardetanz: Die »Selleriegarde« von der K.K. Buchnesia Nürnberg, die Tanzpaare Lena Meyer und René Skorupa von der Faschingsgilde Marktredwitz-Dörflas, und Sophia Meißner und Oscar Cyrus von der Tanzsportgarde Coburger Mohr sowie die zwei Tanzmariechen Liana Wolf vom Karneval-Club Röttenbach »Die Besenbinder« und Jennifer Berger von der KK Buchnesia Nürnberg. Das Programm der Traditionssendung verfolgten bayerische Spitzenvertreter aus Politik und Gesellschaft vor Ort in den Mainfrankensälen in Veitshöchheim bei Würzburg, unter anderem Ministerpräsident Markus Söder, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, zahlreiche Ministerinnen und Minister aus Bund und Land sowie Fraktionschefs im Bayerischen Landtag.
Die »Fastnacht in Franken« wird seit 1987 ausgestrahlt und gilt im BR-Fernsehen seit den 1990er-Jahren als die erfolgreichste Sendung überhaupt. Im ersten Jahr kam »Fastnacht in Franken« noch ausdem oberfränkischen Lichtenfels, seit 1988 findet sie in den Mainfrankensälen in Veitshöchheim statt. Im kommenden Jahr wird die 40. Sendung »Fastnacht in Franken« gefeiert.
-br-
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Zentrum
für alpine
Waldwirtschaft
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Rund 60 Prozent der bayerischen Alpenwälder gelten als Schutzwälder, die Siedlungsräume und Infrastruktur vor den Auswirkungen von Extremwetterereignissen absichern sollen. Auch sie geraten im Klimawandel zunehmend unter Druck. Die »Eva Mayr-Stihl Stiftung« fördert diesbezüglich das »Zentrum für alpine Waldwirtschaft« an der Technischen Universität München (TUM). Im Fokus der Forschung stehen ein besseres Verständnis dieser Auswirkungen und zukunftsfähige Konzepte zum Erhalt der Schutzwälder.
Schwindende Gletscher, steigende Schneefallgrenzen und Steinschlag: Die Folgen des Klimawandels sind in Gebirgsregionen bereits heute sichtbar und wirken sich auch auf die alpinen Bergwälder aus. Diese sind besonders vom Klimawandel betroffen, denn die Erwärmungsraten hier sind doppelt so hoch wie im globalen Mittel – mit erheblichen Auswirkungen auf die Wälder. Dies betrifft auch Schutzwälder, also Waldflächen, die Menschen vor Naturgefahren schützen und damit speziellen Bewirtschaftungs- und Pflegepflichten unterliegen.
Ob und inwieweit die Schutzwälder in den Alpen diese Funktion künftig noch ausüben können, ist bislang unklar. Zugleich steige die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Schneelawinen, Murgängen und Steinschlag kommt, also eben solchen Ereignissen, deren Auswirkungen Schutzwälder abmildern können. In den kommenden viereinhalb Jahren wird das »Zentrum für alpine Waldwirtschaft« mit der Förderung durch die Eva Mayr-Stihl Stiftung erforschen, wie sich diese Entwicklungen auf die Alpenwälder auswirken und wie man diesen Wandel aktiv gestalten kann. Robert Mayr, Stifter und Vorstandsvorsitzender der Eva Mayr-Stihl Stiftung, begründete das Engagement: »Meine Kindheit in Oberbayern habe ich zum größten Teil draußen in der Natur verbracht. Auch später bestand mein Urlaub immer aus Bergwanderungen und Skifahren. Ich sehe die Veränderungen durch den Klimawandel besonders bei Bergwäldern mit großer Sorge«.
Zwischen Naturwissenschaften und Gesellschaft
Fünf TUM-Professorinnen und -Professoren der Klima- und Forstwissenschaften bündeln derzeit ihre Expertise, um ein möglichst umfassendes Bild der aktuellen und zukünftigen Situation zu ermitteln. Annette Menzel, Professorin für Ökoklimatologie an der TUM und Leiterin des Zentrums, erklärte: »Wir arbeiten intensiv daran, ein besseres ökologisches und soziales Verständnis des alpinen Bergwald-Systems zu erlangen«. Gemeinsam mit Co-Leiter Thomas Knoke (Waldinventur und nachhaltige Nutzung), Rupert Seidl (Ökosystemdynamik und Waldmanagement), Richard L. Peters (Tree Growth and Wood Physiology) und Cornelius Senf (Earth Observation for Ecosystem Management) wird sie das »Zentrum für alpine Waldwirtschaft« betreiben.
»Ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit wird darin liegen, den vielschichtigen Ansprüchen gerecht zu werden, welche die Gesellschaft an ihre Wälder stellt. Wälder dienen schließlich auch der Naherholung, sind Quelle eines wichtigen nachwachsenden Rohstoffs und Lebensraum für Tiere«, so Knoke. Die Forschenden werden in fünf Teilprojekten arbeiten, die Forschungslücken in den Bereichen Baumwachstum, Wald- und Ökosystemmanagement sowie der gesellschaftlichen Akzeptanz schließen sollen.
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KW 06 – 2026
01. – 08.02. 2026
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Ändere
dein
Passwort
Tag
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Schwache Zahlenreihen wie »1,2,3,4,5,6« oder Standardpasswörter wie »admin« gehören zu den meistgenutzten Passwörtern. Zum »Ändere-dein-Passwort«-Tag am 1. Februar haben Experten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu starken Passwörtern zur »Zwei-Faktor-Authentisierung« oder zum Umstieg auf »Passkeys« geraten. Die bayerische Justiz gehe entschlossen gegen Cybercrime vor und habe bereits im Jahr 2015 die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg gegründet. In den vergangenen Jahren habe sich die ZCB an der Fortentwicklung innovativer Ermittlungswerkzeuge beteiligt. Zum Schutz von Bankkunden vor »Phishing« (englische Wortschöpfung für das betrügerische Abfischen von Daten) pilotiere sie das Tool »BigPhish«, das frühzeitig neu-registrierte »Phishing-Domains« im Internet aufspüren soll.
Man sollte als Passwort, soweit das möglich ist, eine Kombination aus Groß-/Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen verwenden und persönliche Daten – wie z.B. den Namen von Familienmitgliedern, Haustieren oder Geburtstage – vermeiden. Je länger und je mehr verfügbare Zeichen genutzt werden, umso besser. Jedes Passwort sollte nur einmal verwendet werden. Ferner könne ein Passwortmanager nützlich sein, um die verschiedenen Passwörter zu verwalten. Desweiteren könne eine Zwei-Faktor-Authentisierung hilfreich sein. Wo immer möglich und angeboten, sollte auf ein Login mit Passwörtern ganz verzichtet und stattdessen mit »Passkeys« gearbeitet werden.
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Landesweite
Mitfahr-Plattform
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Region Baden-Württemberg – Mit »Mitfahren-BW« stehe nun eine landesweite »Mitfahrplattform« in Baden-Württemberg zur Verfügung. Die Plattform des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg bündele die Fahrangebote von sieben Mitfahrportalen anbieterneutral und biete damit einen kostenlosen Überblick über Mitfahrangebote.
Unkompliziert, kostenfrei, datenschutzkonform
Ob täglicher Pendelweg, Fahrt zur Universität und Hochschule oder gelegentliche Strecken im ländlichen Raum: »Mitfahren-BW« bringe Fahrerinnen und Fahrer sowie Mitfahrende unkompliziert zusammen. Die Nutzung sei kostenfrei, datenschutzkonform und erfolge ohne kommerzielle Vermittlungsgebühren. Die Routensuche sei dabei auch über Baden-Württemberg hinaus in die Nachbarländer und ins Ausland möglich.
»Mitfahren-BW« für nachhaltige Mobilität
Die Mitfahrplattform vernetze Menschen, entlaste den Verkehr und schütze das Klima. Hierzu erklärte Baden-Württembergs Landesverkehrsminister Winfried Hermann: »Mitfahren ist eine einfache und wirkungsvolle Möglichkeit, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig mobil zu bleiben. Durch regionale Mitfahrgemeinschaften können Pendelverkehre reduziert und Straßen entlastet werden. Ein guter Mix verschiedener nachhaltiger Mobilitätsangebote, wie zum Beispiel »Ride-Sharing«, kann den Klimaschutz wirkungsvoll verstärken«.
Die Plattform richte sich primär an Privatpersonen, aber auch an Kommunen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen, die nachhaltige Mobilitätslösungen fördern möchten. Neben allen rechtlichen Fragen ums Mitfahren werden »Ride-Sharing-Konzepte« für Kommunen beziehungsweise Unternehmen erläutert. Des Weiteren befinde sich auf der Website eine umfangreiche Auflistung aller Mitfahrparkplätze – sogenannte P+M-Parkplätze – und deren Ausstattung in Baden-Württemberg. Gerade in Regionen mit begrenztem ÖPNV-Angebot könne »Mitfahren-BW« eine flexible Ergänzung bieten und die Vernetzung vor Ort stärken. Ziel der Plattform sei es, freie Plätze in Autos besser zu nutzen und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
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Schweizer
Filmpreis
2026
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Region Schweiz – Die Nominierten für den »Schweizer Filmpreis 2026« wurden kürzlich im Rahmen der Nacht der Nominationen in Solothurn bekannt gegeben. Die Verleihung findet am 27. März 2026 im Kongresshaus Zürich statt. Für den »Schweizer Filmpreis 2026« sind insgesamt 115 Filme in 13 Kategorien zugelassen. Die Filme wurden von rund 500 Mitgliedern der »Schweizer Filmakademie« gesichtet und beurteilt. Die Resultate der anonymen Abstimmung dienen der Nominierungskommission als Empfehlung.
Wahl der Nominierten
Das Eidgenössische Departement des Innern wählte eine fünfköpfige Kommission aus den Mitgliedern der Schweizer Filmakademie. Diese spreche die Nominationen basierend auf den Empfehlungen von rund 500 Mitgliedern der Akademie aus. In der von Lukas Keller, stv. Leiter »Dienst Filmkultur BAK«, präsidierten Nominierungskommission befinden sich Alexandra Prusa, Schauspielerin (Zürich), Sonia Pfeuti, Skript (Crissier VD), Jean Perret, Produktion/Journalismus (Genf), Andreas Bühlmann, Institutionen (Zürich), Gioacchino Balistreri, Komponist (Vezia TI).
Die Ehrung des einheimischen Filmschaffens werde vom Schweizer Bundesamt für Kultur BAK mit den Partnerinnen »Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft« (SRG SSR) und der Association »Quartz« Genève Zürich realisiert und in Zusammenarbeit mit »Swiss Films«, der »Schweizer Filmakademie« und den »Solothurner Filmtagen« organisiert. Weitere Informationen: www.quartz.ch
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Mission
»The Cosmos Will See You Now«
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Region Liechtenstein – Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein informierte, dass ein bedeutender Schritt im Zusammenhang mit der »Zuteilungsverfügung über Satellitenfunk-Frequenzen« erfolgreich umgesetzt wurde. Vom »Rocket-Lab-Startgelände« in Neuseeland startete kürzlich eine »Electron-Rakete«, welche zwei Satelliten von »Open Cosmos« sicher in ihre vorgesehenen Umlaufbahnen befördert habe. Die Rakete habe planmässig den Zielorbit in 1.050 Kilometern Höhe erreicht, und die Ausbringung der beiden Satelliten sei erfolgreich verlaufen. Mit der Bestätigung »payload separation confirmed« von Mission Control rund eine Stunde und zehn Minuten nach dem Start sei die »The Cosmos Will See You Now« erfolgreich abgeschlossen worden. Damit sei der erste zentrale Meilenstein im Zusammenhang mit den regulatorischen Verpflichtungen gegenüber der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) erfüllt worden.
Die am 3. Dezember 2025 erlassene Verfügung schreibe vor, dass nach der »Suspension« der »Filings« im Februar 2023 bis spätestens 26. Februar 2026 zwei sogenannte »Bringing Back Into Use« (BBIU)-Satelliten in Betrieb sein müssen. Diese Satelliten müssen für mindestens 90 Tage betriebsbereit in der vorgesehenen Orbitalbahn verbleiben. Mit dem erfolgreichen Start sei dieser erste Schritt erreicht. In weiterer Folge werde nun die Fähigkeit der beiden Satelliten, in den entsprechenden Frequenzen tatsächlich senden zu können, überprüft, um schliesslich das erfolgreiche BBIU an die Internationale Fernmelde Union (ITU) zu melden.
Der Missionserfolg stelle somit einen wesentlichen Grundstein für die Sicherung der bestehenden liechtensteinischen Frequenzrechte dar und stärke zugleich die Position Liechtensteins als verlässlicher Standort für die Entwicklung einer nachhaltigen Weltraumwirtschaft. Als weitere regulatorische und von der ITU vorgesehene Schritte müssen nun 50 Prozent der Konstellation bis Juni bzw. September 2026 im Weltraum stationiert werden. Bis Juni bzw. September 2028 sei dann der vollständige Aufbau der gesamten Konstellation abzuschliessen.
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Ein Jahr
»Einwegpfand«
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Region Österreich – Im Januar 2025 fiel der Startschuss für das »Pfandsystem« auf Einweggetränkeverpackungen aus Kunststoff und Metall in ganz Österreich. Beispielsweise in Tirol wurden im vergangenen Jahr rund 98 Millionen Einwegflaschen und -dosen zurückgebracht. Für das erste Jahr habe sich Österreich bereits eine Rücklaufquote von 80 Prozent vorgenommen – diese sei mit 81,5 Prozent sogar überschritten worden. Zukünftig seien noch höhere Rücklaufquoten zu erwarten. »Die Bilanz nach einem Jahr Einwegpfand fällt insgesamt sehr positiv aus. Es gab in der Bevölkerung und bei kleineren Verkaufsstellen vor der Einführung durchaus Bedenken und Skepsis. Doch es hat sich gezeigt, dass das System gut durchdacht ist, die Einführung gut vorbereitet wurde und mit insgesamt rund 98 Millionen zurückgebrachten Kunststoffflaschen und Metalldosen auch in Tirol funktioniert hat. Durch den Pfandbetrag von 25 Cent steigt das Bewusstsein für die Wertigkeit der verwendeten Rohstoffe. Grundsätzlich wäre es natürlich wünschenswert, wenn insgesamt weniger Kunststoffverpackungen im Umlauf wären. Dass durch das Pfandsystem der Wertstoffkreislauf wesentlich gestärkt wird, ist jedenfalls ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz«, ist der Tiroler Landesrat René Zumtobel überzeugt. Dass die Tirolerinnen und Tiroler das Thema Abfalltrennung ernst nehmen zeigten auch Erhebungen aus der Vergangenheit: Tirol liege bei den »Pro-Kopf-Sammelquoten« für zahlreiche Wertstoffe und Bioabfälle österreichweit im Spitzenfeld.
Ein wesentlicher Vorteil des Pfandsystems sei, dass die Getränkeverpackungen aus PET und Aluminium nun getrennt von anderen Verpackungsabfällen erfasst würden. Durch die sortenreine Erfassung könne das hochwertige PET Aluminium nun einfacher wiederverwendet und daraus neue Verpackungen und andere Produkte hergestellt werden. Durch das Einwegpfandsystem landeten Getränkeverpackungen auch deutlich seltener im Restmüll. Außerdem werde das sogenannte »Littering« – das achtlose Wegwerfen oder Liegenlassen von Müll in der Natur – reduziert.
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Finanzielle
Unterstützung
der Gemeinden
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Region Vorarlberg – »Die finanzielle Unterstützung der Gemeinden ist ein zentraler Beitrag zur Sicherung unseres hochwertigen Gesundheitswesens«, erklärte Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner. Auf Grundlage des »Spitalbeitragsgesetzes« und der »Beitragszuschussverordnung« habe die Landesregierung beschlossen, den Gemeinden einen Zuschuss in Höhe von insgesamt 17 Millionen Euro zu den im Jahr 2024 angefallenen Spitalbeiträgen zu gewähren. Die Auszahlung erfolge kurzfristig, wodurch die Gemeindekassen spürbar entlastet werden sollen.
Gemäß »Spitalbeitragsgesetz« tragen die Gemeinden 40 Prozent der Spitalsabgänge. Für das Jahr 2024 habe sich endabgerechneter Gesamtbetrag von 124,3 Millionen Euro ergeben, den die Gemeinden bis Ende des Jahres 2025 geleistet hätten. Durch den Zuschuss des Landes reduziere sich die Nettobelastung der Kommunen schlussendlich auf rund 107,3 Millionen Euro.
-vlk-
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Der
einfachste Weg
zu den Olympischen
Wettkämpfen
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Region Südtirol – Nachhaltige Mobilität bleibe auch während der »Olympischen Winterspiele 2026« ein zentrales Anliegen der Südtiroler Landesregierung: »Wir wollen den Zuschauerinnen und Zuschauern sowie den Sportbegeisterten ermöglichen, sowohl die Anlage in Antholz als auch die nahegelegenen Wettkampfstätten in Cortina d’Ampezzo, Predazzo und Bormio mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen«, erklärte kürzlich Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher.
Die Anreise zur »Südtirol Arena«
Landesrat für Mobilität, Daniel Alfreider, unterstrich insbesondere »die Bedeutung der frühzeitigen Wiederinbetriebnahme der Pustertalbahn, welche die Hauptverkehrsachse für die Anreise nach Antholz darstellt«. »Um die »Südtirol Arena« zu erreichen«, so Alfreider weiter, »wurden 66 zusätzliche Busse sowie zehn Shuttle-Dienste eingerichtet, die auch Menschen mit Behinderungen den Besuch der Wettkämpfe ermöglichen. Es ist entscheidend, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass alle Menschen Zugang zu den Olympischen Spielen haben«. Der Direktor des Ressorts »Infrastrukturen und Mobilität«, Martin Vallazza, stellte Analysen vor, denen zufolge »rund 50 Prozent der Zuschauerinnen und Zuschauer die Wettkampfstätten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen werden«.
Die Pustertalbahn wurde kürzlich wiedereröffnet und ermögliche die Anreise bis zum Bahnhof »Olang-Antholz«. Von dort verkehre während der zehn Wettkampftage die »Buslinie 431« zu den regulären Tarifen, wobei die Endhaltestelle in dieser Phase »Wildgall« sei. Zusätzlich würden die »Shuttlebusse A, B und C« bis »Antholz Mittertal« zur Verfügung stehen, die für alle Fahrgäste kostenlos seien. Auf der Website der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) könnten Fahrpläne eingesehen, Tickets erworben und weitere Informationen abgerufen werden.
Die Anreise zur Wettkampfstätte »Predazzo«
Für die Anreise zur Wettkampfstätte »Predazzo« werde empfohlen, mit dem Zug bis nach »Auer« zu fahren und von dort mit den »Buslinien 140 oder B101« weiterzureisen, die zwischen dem Land Südtirol und dem Land Trentino abgestimmt seien, oder die kostenlosen Shuttlebusse zu nutzen.
Die Anreise nach »Cortina d’Ampezzo« und »Bormio«
Zur Wettkampfstätte »Cortina d’Ampezzo« werde die Anreise mit dem Zug bis »Toblach« empfohlen, von wo aus kostenpflichtige Shuttlebusse zur Verfügung stehen. Für die Anreise zur Wettkampfstätte »Bormio« seien die Bus- und Shuttle-Dienste aus dem Vinschgau verstärkt worden.
Zufahrt nach Antholz mit dem Privat-Pkw
Für die Einfahrt ins »Antholzertal« gelte während der Wettkampftage ein »Drei-Zonen-System«, das den Verkehr während der gesamten Dauer der Spiele regele.
Wenn möglich, werde empfohlen, die Olympischen Spiele ohne eigenes Fahrzeug zu besuchen. Sollte dies nicht möglich sein, würden rund 2.000 Parkplätze in »Toblach« zur Verfügung stehen, von wo aus »Cortina d’Ampezzo« mit Shuttle-Diensten erreicht werden könne. Weitere 1.400 Parkplätze befänden sich in »Antholz« und 700 in »Olang«.
-lpast-
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Lebenslanger
Führerscheinentzug
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Region Salzburger Land – Nach den jüngsten Raserunfällen in der Stadt Salzburg fordert Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll härtere Strafen, die bis zum »lebenslangen Entzug des Führerscheins« reichten. Wenn das Auto zur Waffe werde, müsse hart duchgegriffen werden. Die Möglichkeit, Fahrzeuge von extremen Rasern zu beschlagnahmen allein reiche nicht. Schnöll will die Maßnahmen gegen extreme Raser deutlich verschärfen und »den Fokus direkt auf die Lenker legen«. Seit 1. März 2024 können in ganz Österreich bei extremen Geschwindigkeitsüberschreitungen Fahrzeuge vorläufig beschlagnahmt und bei besonders schweren Verstößen auch versteigert werden. Allerdings greife die Maßnahme bei Leasing-, Miet- und Firmenfahrzeugen nicht. »Aus diesem Grund ist die präventive Wirkung der Beschlagnahme in diesen Fällen nicht zur Gänze gegeben«, so Schnöll. Er möchte die Lücke schließen, die sich beim Vollzug der bestehenden Maßnahmen gegen Raser zeige. »Wenn jemand mit 120 Stundenkilometern durch das Ortsgebiet rast, dann macht er das bewusst und nimmt den Tod von Passanten und anderen Verkehrsteilnehmern billigend in Kauf. Wir müssen daher über einen lebenslangen Führerscheinentzug bei Allgemeingefährdung diskutieren. Nur so können wir eine präventive Wirkung entfalten, unabhängig davon, ob dem Lenker das Fahrzeug gehört oder nicht. Es gibt leider immer wieder Unbelehrbare, die ihr Auto zur Waffe machen«, betonte Schnöll.
-ls-
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Bevorstehende
Zeckensaison
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Region Steiermark – Zecken gehören zur Klasse der Spinnentiere und Unterklasse der Milben. Erwachsene Tiere haben acht Beine, der Körper ist linsenartig geformt. Da Zecken Parasiten sind, benötigen sie einen anderen Organismus als Wirt zum Überleben. Sie saugen daher Blut an Wirbeltieren und können Überträger von Krankheiten sein. Ab 2. Februar 2026 werde in der Steiermark in den öffentlichen Impfstellen eine Zeckenschutz-Impfaktion durchgeführt. Bis zum 31.07.2026 werde in den Sanitätsreferaten der Bezirkshauptmannschaften in Bruck/Mürzzuschlag, Deutschlandsberg, Hartberg/Fürstenfeld, Graz Umgebung, Leibnitz, Leoben, Murau, Südoststeiermark, Voitsberg und Weiz sowie im Gesundheitsamt des Magistrats Graz und in der Impfstelle der Landessanitätsdirektion geimpft. Ferner führten auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, vor allem jene für Allgemeinmedizin, die FSME-Impfung durch und überprüften den Impfstatus. Im Rahmen dieser Zeckenschutz-Impfaktion des Landes Steiermark koste der Impfstoff für Kinder 21,50 Euro und für Erwachsene 22 Euro.
»Zeckenstiche können die Erkrankung Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen«, erklärte die Leiterin der Landessanitätsdirektion Steiermark, Barbara Pitner. Diese Infektionskrankheit gehe mit einer Gehirnhautentzündung und mit schweren neurologischen Störungen einher. Im Extremfall könne diese Erkrankung zu dauerhaften Lähmungen und sogar zum Tod führen. Die Übertragung des Virus erfolge durch den Stich einer infizierten Zecke.
Die Grundimmunisierung bestehe aus drei Teilimpfungen: Nach der ersten Teilimpfung habe die zweite Teilimpfung nach etwa einem Monat und die dritte Teilimpfung nach fünf bis zwölf Monaten nach der zweiten Dosis zu erfolgen. Die erste Auffrischungsimpfung sei nach drei Jahren notwendig, weitere Auffrischungen erfolgten danach im Abstand von fünf Jahren. Ab dem 60. Lebensjahr sollte alle drei Jahre an eine FSME-Auffrischungsimpfung gedacht werden.
-lstm-
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Social Media-
Verbot?
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Region Kärnten – In der aktuellen österreichweiten und europäischen Diskussion über ein mögliches »Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche« sprechen sich Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser und Kinder- und Jugendschutzreferent Peter Reichmann für einen differenzierten und vor allem nachhaltigen Zugang aus. »Ein zeitlich befristetes Social-Media-Verbot für Jugendliche kann im äußersten Fall eine kurzfristige Notwehrmaßnahme sein, um akute Gefahren einzudämmen. Es bekämpft jedoch ausschließlich Symptome – nicht die Ursachen der immer weiter ausufernden Risiken, die von mehr oder weniger unkontrollierten Plattformen ausgehen«, so Kaiser.
Der Kärntner Landeshauptmann verweist darauf, dass er bereits im vergangenen Jahr auf europäischer Ebene eindringlich darauf aufmerksam gemacht habe, dass die Europäische Union wirksame und verbindliche Maßnahmen setzen müsse, um Kinder, Jugendliche und die liberale Demokratie insgesamt zu schützen. »Wenn wir unsere Kinder und Jugendlichen und damit auch unsere solidarische, demokratische Gesellschaft nachhaltig schützen wollen, dann müssen wir dort ansetzen, wo die Probleme entstehen: Bei den Geschäftsmodellen und Algorithmen großer Online-Plattformen«, erklärte Kaiser.
Aus Sicht des Landeshauptmannes brauche es eine deutliche Weiterentwicklung und Verschärfung des »Digital Services Act« (DSA). Ziel müsse es sein, Plattformbetreiber gesetzlich zu verpflichten, durch klare algorithmische Steuerung das Hochladen, Verbreiten und gezielte Verstärken von kinder-, jugend- und demokratiegefährdenden Inhalten ebenso wie von verhetzender, extremistischer und faschistischer Propaganda wirksam zu unterbinden.
Auch Kärntens Kinder- und Jugendschutzreferent Peter Reichmann unterstreiche die Dringlichkeit entschlossenen Handelns: »Wir sehen tagtäglich, mit welchen massiven psychischen, sozialen und entwicklungsbezogenen Belastungen Kinder und Jugendliche durch bestimmte Inhalte und Dynamiken in sozialen Medien konfrontiert sind. Ein pauschales, altersbeschränktes Verbot allein greift zu kurz. Entscheidend ist, dass Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene dort geschützt werden, wo sie sich tatsächlich aufhalten – auf den Plattformen selbst«, erläuterte Reichmann. Er unterstütze daher den neuerlichen Vorstoß von Landeshauptmann Peter Kaiser für klare gesetzliche Rahmenbedingungen auf EU-Ebene: »Plattformen dürfen sich ihrer Verantwortung nicht länger entziehen. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen muss Vorrang vor Klickzahlen, Reichweite und Profiten haben«.
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Aktion
»Gemüsepyramide«
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Region Niederösterreich – Eine ausgewogene Ernährung gilt als ein zentraler Baustein für die gesunde Entwicklung von Kindern. Genau hier setze das Projekt »Gemüsepyramide« der Kulinarik-Initiative »So schmeckt Niederösterreich« an. Ziel sei es, schon bei Kindern frühzeitig Bewusstsein und Sensibilität für gesunde Ernährung, regionale Lebensmittel sowie den Wert von Landwirtschaft und Eigenanbau zu schaffen. »Durch das gemeinsame Pflanzen, Pflegen und Ernten von Gemüse erleben Kinder unmittelbar, wo Lebensmittel herkommen und warum sie wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden sind. Mit der Gemüsepyramide vermitteln wir spielerisch Wissen über gesunde Ernährung und schaffen gleichzeitig wertvolle Gemeinschaftserlebnisse«, so Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Auch Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf ergänzte: »Was Kinder früh lernen und schätzen, begleitet sie ein Leben lang. Eigenes Gemüse bringt ein Stück Landwirtschaft in den Garten und macht erlebbar, was unsere Bäuerinnen und Bauern das ganze Jahr über aus Liebe zu Land und Leute leisten, um uns täglich mit den besten Lebensmitteln zu versorgen«.
Wissenschaftliche Erkenntnisse wie etwa der Österreichischen »Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit« (AGES) zeigten klar: Frisches Gemüse sei essenziell für Wachstum, Gesundheit und die Entwicklung eines nachhaltigen Ernährungsverhaltens. Ideal seien drei Portionen Gemüse pro Tag, wobei Gemüse Bestandteil jeder Mahlzeit sein sollte. Eine Portion für ein Kleinkind entspreche durchschnittlich 90 Gramm gegartem Gemüse. Damit Kinder lernten, Verantwortung zu übernehmen, Geduld zu entwickeln und die Natur mit allen Sinnen zu erleben, rufe »So schmeckt Niederösterreich« Gärtnerinnen und Gärtner, Schulen, Gemeinden und Kindergärten auf, beim Projekt »Gemüsepyramide« mitzumachen. Auf einem Quadratmeter biete die »Pyramide« genug Platz für frisches Gemüse aus dem eigenen Garten. Weitere Informationen: www.soschmecktnoe.at/gemuesepyramide
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Kinder
Klassik
Open-Air
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Region Burgenland – Zehn Jahre nach seinem großen Erfolg kehrt das Kinder-Klassik-Open-Air »Nola Note – auf Orchesterreise« wieder zurück nach Mattersburg – und zwar zum 100-jährigen Jubiläum der Stadt. Gestaltet werde das Projekt von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrenden der Musikschule Mattersburg, gemeinsam mit den Musikklassen des Gymnasiums Mattersburg. In die Hauptrolle »Nola Note« schlüpfe erneut Uschi Zezelitsch, unterstützt von Manfred Schwaiger als »Konrad Kontrabass« und dem talentierten Raphael Zirkovich als »Pino Piccolo«. »Es ist immer wieder schön zu sehen, wie Musik junge Menschen begeistert. Alle Mitwirkenden beschenken uns hier gemeinsam mit einem hochwertigen Konzerterlebnis. Dieses Projekt leistet einen nachhaltigen Beitrag zur musikalischen Bildung. Es ist eine wertvolle Initiative, unter der Patronanz von Herbert Mayr und Johannes Kutrowatz, die zeigt, wie wichtig die Förderung kultureller Projekte wie dieses Kinder-Klassik-Open-Air für unsere Gemeinschaft ist«, erklärte Burgenlands Landesrätin Daniela Winkler.
Mit einer liebevoll neu inszenierten Aufführung für Kindergärten, Schulen und Familien sollen Kinder spielerisch an klassische Musik herangeführt werden. »Nola Note verbindet kulturelle Qualität mit nachhaltiger Bildungsarbeit. Mit der Rückkehr dieses erfolgreichen Projektes im Jubiläumsjahr der Stadtgemeinde Mattersburg, wollen wir den hohen Stellenwert von Kultur und Musikvermittlung in unserer Stadt unterstreichen«, so Bürgermeisterin Claudia Schlager. Auch Musikschuldirektorin und Leiterin des Projektes Katrin Gstöttenbauer hob den pädagogischen Anspruch des Projekts hervor: »Mit Nola Note schaffen wir einen niederschwelligen Zugang zur Musik. Insgesamt gestalten rund 120 Musikerinnen und Musiker sowie Sängerinnnen und Sänger Nolas Reise. Die Kinder auf der Bühne und im Orchester erleben Musik aktiv und unmittelbar, während das junge Publikum die Begeisterung und Energie mitnimmt – das wirkt weiter über den Konzerttag hinaus«. Das Projekt stehe unter der Patronanz von Herbert Mayr (Wiener Philharmoniker) und Johannes Kutrowatz (Intendant des Internationalen Liszt Festivals Raiding).
-lbgld-
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Auf
jeden Fall
vorbereitet
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Region Bayern – Wenn starker Schneefall – wie vor zwei Jahren – Wege und Straßen unpassierbar mache, Hochwasser die Hausbewohner von der Außenwelt abschneide, die Stromversorgung unterbrochen sei wie 2025 auf der Iberischen Halbinsel und Anfang dieses Jahres in Berlin oder beispielsweise eine Krankheit den Alltag ausbremst, könne ein gut gefüllter Vorratsschrank oder -keller entscheidend sein.
Zum Beispiel Zwieback, Knäckebrot, Haferflocken, haltbare Milch, Nüsse, getrocknete Früchte oder Konserven – die gehörten neben reichlich Wasser in Flaschen zu den Lebensmitteln, die man unbedingt für alle Fälle zuhause bevorraten sollte, und zwar für mindestens für drei, optimal für zehn Tage. Wer den Vorrat gut plane, gewinne doppelt: Vorratshaltung helfe nicht nur »für den Fall der Fälle«, sie spare auch Zeit und oft sogar Geld im Alltag. Außerdem mache sie unabhängiger von Ladenöffnungszeiten.
-bstmelf-
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Präventions-
netzwerk
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Region Baden-Württemberg – Baden-Württemberg möchte ein Zeichen für eine gesündere Zukunft setzen: Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördere das »Kompetenznetzwerk Präventivmedizin Baden-Württemberg« (KNPM-BW) bis Ende 2027 mit rund zwei Millionen Euro. Schwerpunkte der dritten Förderphase reichten vom Ausbau der entsprechenden Forschungs- und Dateninfrastruktur über den Wissenstransfer bis hin zu Präventionsinterventionen bei Themen wie Hitzeschutz, hausärztliche Versorgung, Kindergesundheit und Schwangerschaft. »Im Kompetenznetzwerk Präventivmedizin Baden-Württemberg bündeln unsere Medizinischen Fakultäten ihre Expertise, um Volkskrankheiten wie Krebs oder Diabetes zu verhindern und den Gesundheitsstandort Baden-Württemberg zu stärken. Mit der weiteren Förderung des Netzwerks senden wir ein klares Signal für medizinische Spitzenforschung und nachhaltige Gesundheitsförderung, die bei den Menschen im Land ankommt«, so Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Petra Olschowski.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit für die Gesundheit
Das Kompetenznetzwerk Präventivmedizin habe sich seit 2021 als Leuchtturm für evidenzbasierte Prävention und Public Health in Baden-Württemberg etabliert. Unter Federführung der Medizinischen Fakultät Mannheim arbeiteten Forschende aus Medizin, Public Health, Psychologie, Ökonomie und weiteren Disziplinen an Lösungen für Prävention und Gesundheitsförderung in Baden-Württemberg. Der Brückenschlag in die Praxis gelinge durch die enge Kooperation mit Kommunen, Landesverwaltung, dem Öffentlichen Gesundheitsdienst und weiteren Partnern.
-lbw-
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Sechs neue
Nationale
Forschungsschwerpunkte
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Region Schweiz – Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), hat die Lancierung von »sechs neuen Nationalen Forschungsschwerpunkten« beschlossen. Damit stärke der Bund die Schweizer Forschung und Innovation in strategisch wichtigen Bereichen wie »Medizin«, »Quantum« und »Klima«. Die umfangreichen Forschungsvorhaben sollen vom Schweizer Bund in der ersten Betriebsphase von 2026 bis 2029 mit 98,7 Millionen Franken unterstützt werden. Die beteiligten Hochschulen und Forschungsinstitute steuerten zusätzliche Mittel – mindestens im Umfang der Bundesmittel – bei.
Die »Nationalen Forschungsschwerpunkte« (NFS) sollen mit langfristiger Unterstützung der jeweiligen Hochschulleitungen an den Universitäten Basel, Bern, Lausanne, Zürich sowie an der ETH Zürich, der EPF Lausanne und dem Paul Scherrer Institut (PSI) eingerichtet werden. Nebst den Heiminstitutionen seien zahlreiche weitere Hochschulen und Forschungsinstitutionen beteiligt. Damit sollen die verfügbaren Kompetenzen in den jeweiligen Gebieten gebündelt und neue Forschungsziele definiert werden.
Die Lancierung der »6. Serie Nationaler Forschungsschwerpunkte« ist das Ergebnis einer Ende 2023 gestarteten Ausschreibung und Evaluation durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Dieser habe im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) über 75 eingereichte Vorschläge in einem mehrstufigen Verfahren unter Einbezug internationaler Expertise wissenschaftlich geprüft. Elf als hervorragend qualifizierte Vorhaben wurden dem SBFI eingereicht.
Nach der forschungs- und hochschulpolitischen Prüfung durch das SBFI als zuständiges Fachamt und gestützt auf die verfügbaren Kredite habe der Vorsteher des WBF die Lancierung von sechs neuen NFS beschlossen. Unter den bewilligten Programmen sei keines aus den Geistes- und Sozialwissenschaften. Das WBF habe deshalb entschieden, Mittel für ein weiteres Programm zurückzustellen und ein kompetitives Auswahlverfahren für die Geistes- und Sozialwissenschaften durchzuführen, um die wissenschaftliche Vielfalt zu stärken.
Die »Nationalen Forschungsschwerpunkte« dienten dazu, langfristig neue Strukturen zu schaffen und die Exzellenz sowie die internationale Positionierung der Schweizer Forschung zu fördern. Dank dem Programmcharakter sollen Themen, die für Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft relevant sind, interdisziplinär bearbeitet werden. Die NFS hätten auch eine wichtige Aufgabe für die Nachwuchs- und Frauenförderung und würden jeweils über eine Laufzeit von maximal zwölf Jahren eine finanzielle Unterstützung des Bundes erhalten. Mit solchen Programmen fördere der Schweizer Bund seit 2001 »exzellente Forschung von strategischer Bedeutung«.
-chbk-
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Treffen
der
Aktionsgemeinschaft
»Brennerbahn«
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Region Tirol/Südtriol/Trentino/Schweiz – Von Hamburg nach Verona oder von Palermo nach München: Ihre Lage im Herzen Europas bringe für die Alpenregionen einen hohen Anteil an Transitverkehr. Bereits seit 2005 arbeiteten die Euregio-Mitgliedsländer Tirol, Südtirol und Trentino gemeinsam mit der Zentralschweiz im Rahmen von »iMONITRAF!« zusammen, um Zahlen, Daten und Fakten zu sammeln, gemeinsame Initiativen umzusetzen und die Interessen der betroffenen Alpenregionen entlang der Transitachsen gemeinsam nach außen zu vertreten. Die Fortführung dieser Zusammenarbeit wurde von den drei zuständigen Verkehrslandesräten René Zumtobel (Tirol), Daniel Alfreider (Südtirol) und Mattia Gottardi (Trentino) kürzlich in Trient beschlossen. Den Vorsitz innerhalb von »iMONITRAF!« behalte weiterhin Tirol. »Wir haben ein Abkommen unterschrieben, das einen neuen Schwerpunkt von iMONITRAF! für die kommenden Jahre festlegt. Damit auch weiterhin alle das Beste aus dieser Zusammenarbeit herausholen können, ist es wichtig, den Datenaustausch – beispielsweise Studienergebnisse, Verkehrszählungen, Messwerte zur Luftgüte und vieles mehr – einheitlich und gut abgestimmt zu gestalten. Die gesammelten Daten können somit rascher und effizienter veröffentlicht werden und bilden die Grundlage für fundierte Empfehlungen an die politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, um etwa am Brennerkorridor neue Maßnahmen zur Verkehrslenkung und Attraktivierung des Güterverkehrs auf der Schiene vorzuschlagen«, so Zumtobel. Südtirols Verkehrslandesrat Daniel Alfreider ergänzte: »Die Güterverlagerung von der Straße auf die Schiene hat in der iMONITRAF!-Strategie oberste Priorität. Dafür sind nicht nur für die Straße, sondern auch für die Schiene verlässliche Daten und Datenaustausch unerlässlich. Nur so können faktenbasierte Entscheidungen zur weiteren Vertiefung der Korridorpolitik beitragen«.
Eine Studie zu den zwei Alpenkorridoren Brenner und Ventimiglia zeige: Durch die Verlagerung des Gütertransports von einem Diesel-LKW der Kategorie Euro VI auf die Schiene im Abschnitt »München – Verona« könnten bereits heute 79 Prozent der benötigten Energie für den Transport und 85 Prozent der Treibhausgas-Emissionen eingespart werden. Ein batterieelektrischer Lkw habe immerhin ein Energiesparpotenzial von 37 Prozent und emittiert 36 Prozent weniger CO2. Um die Anzahl an E-LKW zu erhöhen, sei der Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang der Hauptverkehrsachsen in Europa ein wichtiger Faktor. Neun Verkehrsminister, darunter Östereichs Bundesminister Peter Hanke, haben zur Beschleunigung des Ausbaus kürzlich eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. »Einsparungspotenzial – wenn auch nicht so viel wie auf der Schiene – birgt auch die Umstellung auf batterieelektrische LKW«, betonte auch der Trenitiner Landesrat Mattia Gottardi und ergänzte: »Ein wichtiger Faktor dafür ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang der Hauptverkehrsachsen. Einen Schwerpunkt legen wir 2026 daher auf das Datenmonitoring der Ladeinfrastruktur an den Alpenkorridoren«.
Aktionsgemeinschaft Brennerbahn mit Fokus auf Terminalinfrastruktur
Kürzlich fand eine Präsidentenkonferenz der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn (AGB) in Trient statt. Auch in diesem Gremium arbeiteten die drei Länder eng zusammen, hier seien außerdem auch der Freistaat Bayern und die Provinz Verona sowie die Handels- Wirtschaftskammern und die Bahnbetreiber Handlungspartner – der Fokus der AGB liege auf der Verlagerung von Gütern auf die Schiene.
Aktuell habe das Trentino den Vorsitz der AGB inne. Ziel der AGB sei aktuell, die Zusammenarbeit der Terminalbetreiber zu Stärkung des sogenannten »intermodalen Verkehrs« zu etablieren. Damit sei Güterverkehr gemeint, der auf der Langstrecke vor allem auf der Schiene und für die letzte Meile auf der Straße transportiert werde. Durch ein Netzwerk an Terminals und dem entsprechenden Wissensaustausch solle es gelingen, die Infrastruktur zu verbessern und sich optimal auf die Gegebenheiten bei der Inbetriebnahme des Brenner Basistunnels im Jahr 2032 vorzubereiten. Ebenfalls Thema der AGB-Konferenz sei die geplante Sperre der Bahnstrecke zwischen München und Rosenheim im ersten Halbjahr 2028 im Zuge der Generalsanierung durch die Deutsche Bahn und die daraus resultierenden Folgen für den Schienengüterverkehr gewesen. »Die enge Abstimmung zwischen den nationalen Schieneninfrastrukturgesellschaften, den Güterverkehrsunternehmen und den Autobahngesellschaften ist von höchster Wichtigkeit, um die durch die Sperre entstehenden Einschränkungen so gering wie möglich zu halten«, so Zumtobel.
-lt-
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Adipositas
entsteht
im Gehirn
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Adipositas habe sich in den letzten Jahrzehnten zu einer Epidemie entwickelt. Weltweit seien aktuell etwa eine Milliarde Menschen von der Stoffwechselerkrankung betroffen. »Adipositas ist keinesfalls ein kosmetisches Problem«, erklärte Katharina Timper und ergänzte: »Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die durch viele Faktoren bedingt wird«. Dazu gehörten genetische und epigenetische Ursachen ebenso wie Umweltfaktoren und psychosoziale Einflüsse. Meist sei dabei eine Fehlregulation auf Ebene des Gehirns verantwortlich. Die Medizinerin Katharina Timper beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit der Stoffwechselerkrankung und ihren Folgen für die Betroffenen. Genauso lange setze sie sich auch gegen die Ausgrenzung und Stigmatisierung von Menschen mit Adipositas ein. »Viele glauben fälschlicherweise, dass unser Essverhalten hauptsächlich durch den eigenen Willen gesteuert werden kann«, so Timper. Daraus resultiere der weit verbreitete Fehlglaube, dass »Adipositas« ein Selbstverschulden zugrunde liege. Dem widerspricht die Forscherin aber klar: »Es sind hochkomplexe biologische Veränderungen im Gehirn, die zu einer Fehlregulation von Hunger und Sättigung und damit zu Überessen führen. Das hat nichts mit Willensschwäche und schon gar nichts mit Schuld zu tun«.
Biologische Grundlagen verstehen
Seit 2025 ist Katharina Timper Professorin an der TUM und Ärztliche Direktorin für Klinische Ernährungsmedizin am TUM Klinikum. Mit ihrer Forschung möchte sie dazu beitragen, die biologischen Ursachen von »Adipositas« und Essstörungen auf Ebene des Gehirns besser zu verstehen. Dort steuern bestimmte Gruppen von Nervenzellen Hunger, Sättigung und das Belohnungssystem. Diese fein abgestimmten Regulationsmechanismen funktionierten bei Menschen, die mit Übergewicht und Adipositas leben, nicht mehr richtig. »Adipositas ist eine Erkrankung, die im Gehirn entsteht und die man dort biologisch angehen muss, um den Betroffenen zu helfen«, so Timper. Dabei müsse die Behandlung und Betreuung der Patientinnen und Patienten immer ganzheitlich und multimodal erfolgen und von einer Ernährungsberatung und einem körperlichen Trainingsprogramm begleitet werden. Medikamentöse und operative Maßnahmen erlaubten heutzutage, »Adipositas« effektiv zu therapieren sowie Folgeerkrankungen vorzubeugen oder erfolgreich zu behandeln. »Durch die Behandlung kommt es zu biologischen Veränderungen im Gehirn, sodass Patientinnen und Patienten weniger Hunger verspüren, schneller satt werden und eine ausgewogenere Ernährung wählen«, erläuterte Timper. Am TUM Campus im Olympiapark baue Katharina Timper eine Ambulanz für Patientinnen und Patienten mit »Adipositas« und Übergewicht sowie Essstörungen wie »Anorexia nervosa« auf. Dafür arbeite sie eng mit anderen Fachbereichen wie der Kardiologie, Sportmedizin, Gastroenterologie, Viszeralchirurgie, Gynäkologie sowie Psychosomatik und Psychiatrie zusammen.
Den Stoffwechsel über die Nase steuern
Gemeinsam mit ihren Teams an der TUM und bei »Helmholtz Munich« untersuche die Wissenschaftlerin, wie Nervenzellen im Gehirn funktionierten und wie sie den Stoffwechsel im Zusammenspiel mit der Ernährung beeinflussten. Ein Schwerpunkt liege dabei auf flüchtigen Substanzen – etwa Duftstoffen, die über die Nase eingeatmet werden und das Hunger- und Sättigungsgefühl im Gehirn beeinflussen können. Ziel sei es, Duftmoleküle mit stoffwechselmodulierender Wirkung zu identifizieren und diese gezielt weiterzuentwickeln. Gleichzeitig gehe es darum, die von den Menschen ausgeatmeten volatilen Moleküle für die Diagnostik von Stoffwechselprozessen zu nutzen. So könnten künftig Informationen über den Stoffwechsel nicht invasiv und in Echtzeit gewonnen und für eine personalisierte Behandlung genutzt werden. Auf dieser Basis liessen sich möglicherweise auch neue therapeutische Ansätze entwickeln.
-tum-
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… weiter zum Alpenrand-Magazin Archiv 2026-01
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