Alpenrand-Magazin Archiv 2026/02

.

.

Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus

.

.

.

KW 06 – 2026 
01. – 08.02. 2026

*************************

.

Ändere
dein
Passwort
Tag

.
Schwache Zahlenreihen wie »1,2,3,4,5,6« oder Standardpasswörter wie »admin« gehören zu den meistgenutzten Passwörtern. Zum »Ändere-dein-Passwort«-Tag am 1. Februar haben Experten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu starken Passwörtern zur »Zwei-Faktor-Authentisierung« oder zum Umstieg auf »Passkeys« geraten. Die bayerische Justiz gehe entschlossen gegen Cybercrime vor und habe bereits im Jahr 2015 die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg gegründet. In den vergangenen Jahren habe sich die ZCB an der Fortentwicklung innovativer Ermittlungswerkzeuge beteiligt. Zum Schutz von Bankkunden vor »Phishing« (englische Wortschöpfung für das betrügerische Abfischen von Daten) pilotiere sie das Tool »BigPhish«, das frühzeitig neu-registrierte »Phishing-Domains« im Internet aufspüren soll.

Man sollte als Passwort, soweit das möglich ist, eine Kombination aus Groß-/Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen verwenden und persönliche Daten – wie z.B. den Namen von Familienmitgliedern, Haustieren oder Geburtstage – vermeiden. Je länger und je mehr verfügbare Zeichen genutzt werden, umso besser. Jedes Passwort sollte nur einmal verwendet werden. Ferner könne ein Passwortmanager nützlich sein, um die verschiedenen Passwörter zu verwalten. Desweiteren könne eine Zwei-Faktor-Authentisierung hilfreich sein. Wo immer möglich und angeboten, sollte auf ein Login mit Passwörtern ganz verzichtet und stattdessen mit »Passkeys« gearbeitet werden.

-bstmj-

.

*************************

.

Landesweite
Mitfahr-Plattform

.

Region Baden-Württemberg – Mit »Mitfahren-BW« stehe nun eine landesweite »Mitfahrplattform« in Baden-Württemberg zur Verfügung. Die Plattform des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg bündele die Fahrangebote von sieben Mitfahrportalen anbieterneutral und biete damit einen kostenlosen Überblick über Mitfahrangebote.

Unkompliziert, kostenfrei, datenschutzkonform
Ob täglicher Pendelweg, Fahrt zur Universität und Hochschule oder gelegentliche Strecken im ländlichen Raum: »Mitfahren-BW« bringe Fahrerinnen und Fahrer sowie Mitfahrende unkompliziert zusammen. Die Nutzung sei kostenfrei, datenschutzkonform und erfolge ohne kommerzielle Vermittlungsgebühren. Die Routensuche sei dabei auch über Baden-Württemberg hinaus in die Nachbarländer und ins Ausland möglich.

»Mitfahren-BW« für nachhaltige Mobilität
Die Mitfahrplattform vernetze Menschen, entlaste den Verkehr und schütze das Klima. Hierzu erklärte Baden-Württembergs Landesverkehrsminister Winfried Hermann: »Mitfahren ist eine einfache und wirkungsvolle Möglichkeit, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig mobil zu bleiben. Durch regionale Mitfahrgemeinschaften können Pendelverkehre reduziert und Straßen entlastet werden. Ein guter Mix verschiedener nachhaltiger Mobilitätsangebote, wie zum Beispiel »Ride-Sharing«, kann den Klimaschutz wirkungsvoll verstärken«.

Die Plattform richte sich primär an Privatpersonen, aber auch an Kommunen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen, die nachhaltige Mobilitätslösungen fördern möchten. Neben allen rechtlichen Fragen ums Mitfahren werden »Ride-Sharing-Konzepte« für Kommunen beziehungsweise Unternehmen erläutert. Des Weiteren befinde sich auf der Website eine umfangreiche Auflistung aller Mitfahrparkplätze – sogenannte P+M-Parkplätze – und deren Ausstattung in Baden-Württemberg. Gerade in Regionen mit begrenztem ÖPNV-Angebot könne »Mitfahren-BW« eine flexible Ergänzung bieten und die Vernetzung vor Ort stärken. Ziel der Plattform sei es, freie Plätze in Autos besser zu nutzen und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

-lbw-

.

*************************

.

Schweizer
Filmpreis 
2026

.
Region Schweiz – Die Nominierten für den »Schweizer Filmpreis 2026« wurden kürzlich im Rahmen der Nacht der Nominationen in Solothurn bekannt gegeben. Die Verleihung findet am 27. März 2026 im Kongresshaus Zürich statt. Für den »Schweizer Filmpreis 2026« sind insgesamt 115 Filme in 13 Kategorien zugelassen. Die Filme wurden von rund 500 Mitgliedern der »Schweizer Filmakademie« gesichtet und beurteilt. Die Resultate der anonymen Abstimmung dienen der Nominierungskommission als Empfehlung.

Wahl der Nominierten
Das Eidgenössische Departement des Innern wählte eine fünfköpfige Kommission aus den Mitgliedern der Schweizer Filmakademie. Diese spreche die Nominationen basierend auf den Empfehlungen von rund 500 Mitgliedern der Akademie aus. In der von Lukas Keller, stv. Leiter »Dienst Filmkultur BAK«, präsidierten Nominierungskommission befinden sich Alexandra Prusa, Schauspielerin (Zürich), Sonia Pfeuti, Skript (Crissier VD), Jean Perret, Produktion/Journalismus (Genf), Andreas Bühlmann, Institutionen (Zürich), Gioacchino Balistreri, Komponist (Vezia TI).

Die Ehrung des einheimischen Filmschaffens werde vom Schweizer Bundesamt für Kultur BAK mit den Partnerinnen »Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft« (SRG SSR) und der Association »Quartz« Genève Zürich realisiert und in Zusammenarbeit mit »Swiss Films«, der »Schweizer Filmakademie« und den »Solothurner Filmtagen« organisiert. Weitere Informationen: www.quartz.ch

-chbk-

.

*************************

.

Mission
»The Cosmos Will See You Now«

.
Region Liechtenstein – Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein informierte, dass ein bedeutender Schritt im Zusammenhang mit der »Zuteilungsverfügung über Satellitenfunk-Frequenzen« erfolgreich umgesetzt wurde. Vom »Rocket-Lab-Startgelände« in Neuseeland startete kürzlich eine »Electron-Rakete«, welche zwei Satelliten von »Open Cosmos« sicher in ihre vorgesehenen Umlaufbahnen befördert habe. Die Rakete habe planmässig den Zielorbit in 1.050 Kilometern Höhe erreicht, und die Ausbringung der beiden Satelliten sei erfolgreich verlaufen. Mit der Bestätigung »payload separation confirmed« von Mission Control rund eine Stunde und zehn Minuten nach dem Start sei die »The Cosmos Will See You Now« erfolgreich abgeschlossen worden. Damit sei der erste zentrale Meilenstein im Zusammenhang mit den regulatorischen Verpflichtungen gegenüber der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) erfüllt worden.

Die am 3. Dezember 2025 erlassene Verfügung schreibe vor, dass nach der »Suspension« der »Filings« im Februar 2023 bis spätestens 26. Februar 2026 zwei sogenannte »Bringing Back Into Use« (BBIU)-Satelliten in Betrieb sein müssen. Diese Satelliten müssen für mindestens 90 Tage betriebsbereit in der vorgesehenen Orbitalbahn verbleiben. Mit dem erfolgreichen Start sei dieser erste Schritt erreicht. In weiterer Folge werde nun die Fähigkeit der beiden Satelliten, in den entsprechenden Frequenzen tatsächlich senden zu können, überprüft, um schliesslich das erfolgreiche BBIU an die Internationale Fernmelde Union (ITU) zu melden.

Der Missionserfolg stelle somit einen wesentlichen Grundstein für die Sicherung der bestehenden liechtensteinischen Frequenzrechte dar und stärke zugleich die Position Liechtensteins als verlässlicher Standort für die Entwicklung einer nachhaltigen Weltraumwirtschaft. Als weitere regulatorische und von der ITU vorgesehene Schritte müssen nun 50 Prozent der Konstellation bis Juni bzw. September 2026 im Weltraum stationiert werden. Bis Juni bzw. September 2028 sei dann der vollständige Aufbau der gesamten Konstellation abzuschliessen.

-RdFL-

.

*************************

.

Ein Jahr
»Einwegpfand«

.
Region Österreich – Im Januar 2025 fiel der Startschuss für das »Pfandsystem« auf Einweggetränkeverpackungen aus Kunststoff und Metall in ganz Österreich. Beispielsweise in Tirol wurden im vergangenen Jahr rund 98 Millionen Einwegflaschen und -dosen zurückgebracht. Für das erste Jahr habe sich Österreich bereits eine Rücklaufquote von 80 Prozent vorgenommen – diese sei mit 81,5 Prozent sogar überschritten worden. Zukünftig seien noch höhere Rücklaufquoten zu erwarten. »Die Bilanz nach einem Jahr Einwegpfand fällt insgesamt sehr positiv aus. Es gab in der Bevölkerung und bei kleineren Verkaufsstellen vor der Einführung durchaus Bedenken und Skepsis. Doch es hat sich gezeigt, dass das System gut durchdacht ist, die Einführung gut vorbereitet wurde und mit insgesamt rund 98 Millionen zurückgebrachten Kunststoffflaschen und Metalldosen auch in Tirol funktioniert hat. Durch den Pfandbetrag von 25 Cent steigt das Bewusstsein für die Wertigkeit der verwendeten Rohstoffe. Grundsätzlich wäre es natürlich wünschenswert, wenn insgesamt weniger Kunststoffverpackungen im Umlauf wären. Dass durch das Pfandsystem der Wertstoffkreislauf wesentlich gestärkt wird, ist jedenfalls ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz«, ist der Tiroler Landesrat René Zumtobel überzeugt. Dass die Tirolerinnen und Tiroler das Thema Abfalltrennung ernst nehmen zeigten auch Erhebungen aus der Vergangenheit: Tirol liege bei den »Pro-Kopf-Sammelquoten« für zahlreiche Wertstoffe und Bioabfälle österreichweit im Spitzenfeld.

Ein wesentlicher Vorteil des Pfandsystems sei, dass die Getränkeverpackungen aus PET und Aluminium nun getrennt von anderen Verpackungsabfällen erfasst würden. Durch die sortenreine Erfassung könne das hochwertige PET Aluminium nun einfacher wiederverwendet und daraus neue Verpackungen und andere Produkte hergestellt werden. Durch das Einwegpfandsystem landeten Getränkeverpackungen auch deutlich seltener im Restmüll. Außerdem werde das sogenannte »Littering« – das achtlose Wegwerfen oder Liegenlassen von Müll in der Natur – reduziert.

-lt-

.

*************************

.

Finanzielle
Unterstützung 
der Gemeinden

.
Region Vorarlberg – »Die finanzielle Unterstützung der Gemeinden ist ein zentraler Beitrag zur Sicherung unseres hochwertigen Gesundheitswesens«, erklärte Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner. Auf Grundlage des »Spitalbeitragsgesetzes« und der »Beitragszuschussverordnung« habe die Landesregierung beschlossen, den Gemeinden einen Zuschuss in Höhe von insgesamt 17 Millionen Euro zu den im Jahr 2024 angefallenen Spitalbeiträgen zu gewähren. Die Auszahlung erfolge kurzfristig, wodurch die Gemeindekassen spürbar entlastet werden sollen.

Gemäß »Spitalbeitragsgesetz« tragen die Gemeinden 40 Prozent der Spitalsabgänge. Für das Jahr 2024 habe sich endabgerechneter Gesamtbetrag von 124,3 Millionen Euro ergeben, den die Gemeinden bis Ende des Jahres 2025 geleistet hätten. Durch den Zuschuss des Landes reduziere sich die Nettobelastung der Kommunen schlussendlich auf rund 107,3 Millionen Euro.

-vlk-

.

*************************

.

Der
einfachste Weg 
zu den Olympischen 
Wettkämpfen

.
Region Südtirol – Nachhaltige Mobilität bleibe auch während der »Olympischen Winterspiele 2026« ein zentrales Anliegen der Südtiroler Landesregierung: »Wir wollen den Zuschauerinnen und Zuschauern sowie den Sportbegeisterten ermöglichen, sowohl die Anlage in Antholz als auch die nahegelegenen Wettkampfstätten in Cortina d’Ampezzo, Predazzo und Bormio mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen«, erklärte kürzlich Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Die Anreise zur »Südtirol Arena«
Landesrat für Mobilität, Daniel Alfreider, unterstrich insbesondere »die Bedeutung der frühzeitigen Wiederinbetriebnahme der Pustertalbahn, welche die Hauptverkehrsachse für die Anreise nach Antholz darstellt«. »Um die »Südtirol Arena« zu erreichen«, so Alfreider weiter, »wurden 66 zusätzliche Busse sowie zehn Shuttle-Dienste eingerichtet, die auch Menschen mit Behinderungen den Besuch der Wettkämpfe ermöglichen. Es ist entscheidend, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass alle Menschen Zugang zu den Olympischen Spielen haben«. Der Direktor des Ressorts »Infrastrukturen und Mobilität«, Martin Vallazza, stellte Analysen vor, denen zufolge »rund 50 Prozent der Zuschauerinnen und Zuschauer die Wettkampfstätten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen werden«.

Die Pustertalbahn wurde kürzlich wiedereröffnet und ermögliche die Anreise bis zum Bahnhof »Olang-Antholz«. Von dort verkehre während der zehn Wettkampftage die »Buslinie 431« zu den regulären Tarifen, wobei die Endhaltestelle in dieser Phase »Wildgall« sei. Zusätzlich würden die »Shuttlebusse A, B und C« bis »Antholz Mittertal« zur Verfügung stehen, die für alle Fahrgäste kostenlos seien. Auf der Website der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) könnten Fahrpläne eingesehen, Tickets erworben und weitere Informationen abgerufen werden.

Die Anreise zur Wettkampfstätte »Predazzo« 
Für die Anreise zur Wettkampfstätte »Predazzo« werde empfohlen, mit dem Zug bis nach »Auer« zu fahren und von dort mit den »Buslinien 140 oder B101« weiterzureisen, die zwischen dem Land Südtirol und dem Land Trentino abgestimmt seien, oder die kostenlosen Shuttlebusse zu nutzen.

Die Anreise nach »Cortina d’Ampezzo« und »Bormio«
Zur Wettkampfstätte »Cortina d’Ampezzo« werde die Anreise mit dem Zug bis »Toblach« empfohlen, von wo aus kostenpflichtige Shuttlebusse zur Verfügung stehen. Für die Anreise zur Wettkampfstätte »Bormio« seien die Bus- und Shuttle-Dienste aus dem Vinschgau verstärkt worden.

Zufahrt nach Antholz mit dem Privat-Pkw
Für die Einfahrt ins »Antholzertal« gelte während der Wettkampftage ein »Drei-Zonen-System«, das den Verkehr während der gesamten Dauer der Spiele regele.

Wenn möglich, werde empfohlen, die Olympischen Spiele ohne eigenes Fahrzeug zu besuchen. Sollte dies nicht möglich sein, würden rund 2.000 Parkplätze in »Toblach« zur Verfügung stehen, von wo aus »Cortina d’Ampezzo« mit Shuttle-Diensten erreicht werden könne. Weitere 1.400 Parkplätze befänden sich in »Antholz« und 700 in »Olang«.

-lpast-

.

*************************

.

Lebenslanger
Führerscheinentzug

.
Region Salzburger Land – Nach den jüngsten Raserunfällen in der Stadt Salzburg fordert Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll härtere Strafen, die bis zum »lebenslangen Entzug des Führerscheins« reichten. Wenn das Auto zur Waffe werde, müsse hart duchgegriffen werden. Die Möglichkeit, Fahrzeuge von extremen Rasern zu beschlagnahmen allein reiche nicht. Schnöll will die Maßnahmen gegen extreme Raser deutlich verschärfen und »den Fokus direkt auf die Lenker legen«. Seit 1. März 2024 können in ganz Österreich bei extremen Geschwindigkeitsüberschreitungen Fahrzeuge vorläufig beschlagnahmt und bei besonders schweren Verstößen auch versteigert werden. Allerdings greife die Maßnahme bei Leasing-, Miet- und Firmenfahrzeugen nicht. »Aus diesem Grund ist die präventive Wirkung der Beschlagnahme in diesen Fällen nicht zur Gänze gegeben«, so Schnöll. Er möchte die Lücke schließen, die sich beim Vollzug der bestehenden Maßnahmen gegen Raser zeige. »Wenn jemand mit 120 Stundenkilometern durch das Ortsgebiet rast, dann macht er das bewusst und nimmt den Tod von Passanten und anderen Verkehrsteilnehmern billigend in Kauf. Wir müssen daher über einen lebenslangen Führerscheinentzug bei Allgemeingefährdung diskutieren. Nur so können wir eine präventive Wirkung entfalten, unabhängig davon, ob dem Lenker das Fahrzeug gehört oder nicht. Es gibt leider immer wieder Unbelehrbare, die ihr Auto zur Waffe machen«, betonte Schnöll.

-ls-

.

*************************

.

Bevorstehende
Zeckensaison

.
Region Steiermark – Zecken gehören zur Klasse der Spinnentiere und Unterklasse der Milben. Erwachsene Tiere haben acht Beine, der Körper ist linsenartig geformt. Da Zecken Parasiten sind, benötigen sie einen anderen Organismus als Wirt zum Überleben. Sie saugen daher Blut an Wirbeltieren und können Überträger von Krankheiten sein. Ab 2. Februar 2026 werde in der Steiermark in den öffentlichen Impfstellen eine Zeckenschutz-Impfaktion durchgeführt. Bis zum 31.07.2026 werde in den Sanitätsreferaten der Bezirkshauptmannschaften in Bruck/Mürzzuschlag, Deutschlandsberg, Hartberg/Fürstenfeld, Graz Umgebung, Leibnitz, Leoben, Murau, Südoststeiermark, Voitsberg und Weiz sowie im Gesundheitsamt des Magistrats Graz und in der Impfstelle der Landessanitätsdirektion geimpft. Ferner führten auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, vor allem jene für Allgemeinmedizin, die FSME-Impfung durch und überprüften den Impfstatus. Im Rahmen dieser Zeckenschutz-Impfaktion des Landes Steiermark koste der Impfstoff für Kinder 21,50 Euro und für Erwachsene 22 Euro.

»Zeckenstiche können die Erkrankung Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen«, erklärte die Leiterin der Landessanitätsdirektion Steiermark, Barbara Pitner. Diese Infektionskrankheit gehe mit einer Gehirnhautentzündung und mit schweren neurologischen Störungen einher. Im Extremfall könne diese Erkrankung zu dauerhaften Lähmungen und sogar zum Tod führen. Die Übertragung des Virus erfolge durch den Stich einer infizierten Zecke.

Die Grundimmunisierung bestehe aus drei Teilimpfungen: Nach der ersten Teilimpfung habe die zweite Teilimpfung nach etwa einem Monat und die dritte Teilimpfung nach fünf bis zwölf Monaten nach der zweiten Dosis zu erfolgen. Die erste Auffrischungsimpfung sei nach drei Jahren notwendig, weitere Auffrischungen erfolgten danach im Abstand von fünf Jahren. Ab dem 60. Lebensjahr sollte alle drei Jahre an eine FSME-Auffrischungsimpfung gedacht werden.

-lstm-

.

*************************

.

Social Media-
Verbot?

.
Region Kärnten – In der aktuellen österreichweiten und europäischen Diskussion über ein mögliches »Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche« sprechen sich Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser und Kinder- und Jugendschutzreferent Peter Reichmann für einen differenzierten und vor allem nachhaltigen Zugang aus. »Ein zeitlich befristetes Social-Media-Verbot für Jugendliche kann im äußersten Fall eine kurzfristige Notwehrmaßnahme sein, um akute Gefahren einzudämmen. Es bekämpft jedoch ausschließlich Symptome – nicht die Ursachen der immer weiter ausufernden Risiken, die von mehr oder weniger unkontrollierten Plattformen ausgehen«, so Kaiser.

Der Kärntner Landeshauptmann verweist darauf, dass er bereits im vergangenen Jahr auf europäischer Ebene eindringlich darauf aufmerksam gemacht habe, dass die Europäische Union wirksame und verbindliche Maßnahmen setzen müsse, um Kinder, Jugendliche und die liberale Demokratie insgesamt zu schützen. »Wenn wir unsere Kinder und Jugendlichen und damit auch unsere solidarische, demokratische Gesellschaft nachhaltig schützen wollen, dann müssen wir dort ansetzen, wo die Probleme entstehen: Bei den Geschäftsmodellen und Algorithmen großer Online-Plattformen«, erklärte Kaiser.

Aus Sicht des Landeshauptmannes brauche es eine deutliche Weiterentwicklung und Verschärfung des »Digital Services Act« (DSA). Ziel müsse es sein, Plattformbetreiber gesetzlich zu verpflichten, durch klare algorithmische Steuerung das Hochladen, Verbreiten und gezielte Verstärken von kinder-, jugend- und demokratiegefährdenden Inhalten ebenso wie von verhetzender, extremistischer und faschistischer Propaganda wirksam zu unterbinden.

Auch Kärntens Kinder- und Jugendschutzreferent Peter Reichmann unterstreiche die Dringlichkeit entschlossenen Handelns: »Wir sehen tagtäglich, mit welchen massiven psychischen, sozialen und entwicklungsbezogenen Belastungen Kinder und Jugendliche durch bestimmte Inhalte und Dynamiken in sozialen Medien konfrontiert sind. Ein pauschales, altersbeschränktes Verbot allein greift zu kurz. Entscheidend ist, dass Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene dort geschützt werden, wo sie sich tatsächlich aufhalten – auf den Plattformen selbst«, erläuterte Reichmann. Er unterstütze daher den neuerlichen Vorstoß von Landeshauptmann Peter Kaiser für klare gesetzliche Rahmenbedingungen auf EU-Ebene: »Plattformen dürfen sich ihrer Verantwortung nicht länger entziehen. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen muss Vorrang vor Klickzahlen, Reichweite und Profiten haben«.

-lktn-

.

*************************

.

Aktion
»Gemüsepyramide«

.
Region Niederösterreich – Eine ausgewogene Ernährung gilt als ein zentraler Baustein für die gesunde Entwicklung von Kindern. Genau hier setze das Projekt »Gemüsepyramide« der Kulinarik-Initiative »So schmeckt Niederösterreich« an. Ziel sei es, schon bei Kindern frühzeitig Bewusstsein und Sensibilität für gesunde Ernährung, regionale Lebensmittel sowie den Wert von Landwirtschaft und Eigenanbau zu schaffen. »Durch das gemeinsame Pflanzen, Pflegen und Ernten von Gemüse erleben Kinder unmittelbar, wo Lebensmittel herkommen und warum sie wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden sind. Mit der Gemüsepyramide vermitteln wir spielerisch Wissen über gesunde Ernährung und schaffen gleichzeitig wertvolle Gemeinschaftserlebnisse«, so Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Auch Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf ergänzte: »Was Kinder früh lernen und schätzen, begleitet sie ein Leben lang. Eigenes Gemüse bringt ein Stück Landwirtschaft in den Garten und macht erlebbar, was unsere Bäuerinnen und Bauern das ganze Jahr über aus Liebe zu Land und Leute leisten, um uns täglich mit den besten Lebensmitteln zu versorgen«.

Wissenschaftliche Erkenntnisse wie etwa der Österreichischen »Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit« (AGES) zeigten klar: Frisches Gemüse sei essenziell für Wachstum, Gesundheit und die Entwicklung eines nachhaltigen Ernährungsverhaltens. Ideal seien drei Portionen Gemüse pro Tag, wobei Gemüse Bestandteil jeder Mahlzeit sein sollte. Eine Portion für ein Kleinkind entspreche durchschnittlich 90 Gramm gegartem Gemüse. Damit Kinder lernten, Verantwortung zu übernehmen, Geduld zu entwickeln und die Natur mit allen Sinnen zu erleben, rufe »So schmeckt Niederösterreich« Gärtnerinnen und Gärtner, Schulen, Gemeinden und Kindergärten auf, beim Projekt »Gemüsepyramide« mitzumachen. Auf einem Quadratmeter biete die »Pyramide« genug Platz für frisches Gemüse aus dem eigenen Garten. Weitere Informationen: www.soschmecktnoe.at/gemuesepyramide

-lnö-

.

*************************

.

Kinder
Klassik
Open-Air

.
Region Burgenland – Zehn Jahre nach seinem großen Erfolg kehrt das Kinder-Klassik-Open-Air »Nola Note – auf Orchesterreise« wieder zurück nach Mattersburg – und zwar zum 100-jährigen Jubiläum der Stadt. Gestaltet werde das Projekt von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrenden der Musikschule Mattersburg, gemeinsam mit den Musikklassen des Gymnasiums Mattersburg. In die Hauptrolle »Nola Note« schlüpfe erneut Uschi Zezelitsch, unterstützt von Manfred Schwaiger als »Konrad Kontrabass« und dem talentierten Raphael Zirkovich als »Pino Piccolo«. »Es ist immer wieder schön zu sehen, wie Musik junge Menschen begeistert. Alle Mitwirkenden beschenken uns hier gemeinsam mit einem hochwertigen Konzerterlebnis. Dieses Projekt leistet einen nachhaltigen Beitrag zur musikalischen Bildung. Es ist eine wertvolle Initiative, unter der Patronanz von Herbert Mayr und Johannes Kutrowatz, die zeigt, wie wichtig die Förderung kultureller Projekte wie dieses Kinder-Klassik-Open-Air für unsere Gemeinschaft ist«, erklärte Burgenlands Landesrätin Daniela Winkler.

Mit einer liebevoll neu inszenierten Aufführung für Kindergärten, Schulen und Familien sollen Kinder spielerisch an klassische Musik herangeführt werden. »Nola Note verbindet kulturelle Qualität mit nachhaltiger Bildungsarbeit. Mit der Rückkehr dieses erfolgreichen Projektes im Jubiläumsjahr der Stadtgemeinde Mattersburg, wollen wir den hohen Stellenwert von Kultur und Musikvermittlung in unserer Stadt unterstreichen«, so Bürgermeisterin Claudia Schlager. Auch Musikschuldirektorin und Leiterin des Projektes Katrin Gstöttenbauer hob den pädagogischen Anspruch des Projekts hervor: »Mit Nola Note schaffen wir einen niederschwelligen Zugang zur Musik. Insgesamt gestalten rund 120 Musikerinnen und Musiker sowie Sängerinnnen und Sänger Nolas Reise. Die Kinder auf der Bühne und im Orchester erleben Musik aktiv und unmittelbar, während das junge Publikum die Begeisterung und Energie mitnimmt – das wirkt weiter über den Konzerttag hinaus«. Das Projekt stehe unter der Patronanz von Herbert Mayr (Wiener Philharmoniker) und Johannes Kutrowatz (Intendant des Internationalen Liszt Festivals Raiding).

-lbgld-

.

*************************

.

Auf
jeden Fall 
vorbereitet

.
Region Bayern – Wenn starker Schneefall – wie vor zwei Jahren – Wege und Straßen unpassierbar mache, Hochwasser die Hausbewohner von der Außenwelt abschneide, die Stromversorgung unterbrochen sei wie 2025 auf der Iberischen Halbinsel und Anfang dieses Jahres in Berlin oder beispielsweise eine Krankheit den Alltag ausbremst, könne ein gut gefüllter Vorratsschrank oder -keller entscheidend sein.

Zum Beispiel Zwieback, Knäckebrot, Haferflocken, haltbare Milch, Nüsse, getrocknete Früchte oder Konserven – die gehörten neben reichlich Wasser in Flaschen zu den Lebensmitteln, die man unbedingt für alle Fälle zuhause bevorraten sollte, und zwar für mindestens für drei, optimal für zehn Tage. Wer den Vorrat gut plane, gewinne doppelt: Vorratshaltung helfe nicht nur »für den Fall der Fälle«, sie spare auch Zeit und oft sogar Geld im Alltag. Außerdem mache sie unabhängiger von Ladenöffnungszeiten.

-bstmelf-

.

*************************

.

Präventions-
netzwerk

.
Region Baden-Württemberg – Baden-Württemberg möchte ein Zeichen für eine gesündere Zukunft setzen: Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördere das »Kompetenznetzwerk Präventivmedizin Baden-Württemberg« (KNPM-BW) bis Ende 2027 mit rund zwei Millionen Euro. Schwerpunkte der dritten Förderphase reichten vom Ausbau der entsprechenden Forschungs- und Dateninfrastruktur über den Wissenstransfer bis hin zu Präventionsinterventionen bei Themen wie Hitzeschutz, hausärztliche Versorgung, Kindergesundheit und Schwangerschaft. »Im Kompetenznetzwerk Präventivmedizin Baden-Württemberg bündeln unsere Medizinischen Fakultäten ihre Expertise, um Volkskrankheiten wie Krebs oder Diabetes zu verhindern und den Gesundheitsstandort Baden-Württemberg zu stärken. Mit der weiteren Förderung des Netzwerks senden wir ein klares Signal für medizinische Spitzenforschung und nachhaltige Gesundheitsförderung, die bei den Menschen im Land ankommt«, so Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Petra Olschowski.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit für die Gesundheit
Das Kompetenznetzwerk Präventivmedizin habe sich seit 2021 als Leuchtturm für evidenzbasierte Prävention und Public Health in Baden-Württemberg etabliert. Unter Federführung der Medizinischen Fakultät Mannheim arbeiteten Forschende aus Medizin, Public Health, Psychologie, Ökonomie und weiteren Disziplinen an Lösungen für Prävention und Gesundheitsförderung in Baden-Württemberg. Der Brückenschlag in die Praxis gelinge durch die enge Kooperation mit Kommunen, Landesverwaltung, dem Öffentlichen Gesundheitsdienst und weiteren Partnern.

-lbw-

.

*************************

.

Sechs neue
Nationale 
Forschungsschwerpunkte

.
Region Schweiz – Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), hat die Lancierung von »sechs neuen Nationalen Forschungsschwerpunkten« beschlossen. Damit stärke der Bund die Schweizer Forschung und Innovation in strategisch wichtigen Bereichen wie »Medizin«, »Quantum« und »Klima«. Die umfangreichen Forschungsvorhaben sollen vom Schweizer Bund in der ersten Betriebsphase von 2026 bis 2029 mit 98,7 Millionen Franken unterstützt werden. Die beteiligten Hochschulen und Forschungsinstitute steuerten zusätzliche Mittel – mindestens im Umfang der Bundesmittel – bei.

Die »Nationalen Forschungsschwerpunkte« (NFS) sollen mit langfristiger Unterstützung der jeweiligen Hochschulleitungen an den Universitäten Basel, Bern, Lausanne, Zürich sowie an der ETH Zürich, der EPF Lausanne und dem Paul Scherrer Institut (PSI) eingerichtet werden. Nebst den Heiminstitutionen seien zahlreiche weitere Hochschulen und Forschungsinstitutionen beteiligt. Damit sollen die verfügbaren Kompetenzen in den jeweiligen Gebieten gebündelt und neue Forschungsziele definiert werden.

Die Lancierung der »6. Serie Nationaler Forschungsschwerpunkte« ist das Ergebnis einer Ende 2023 gestarteten Ausschreibung und Evaluation durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Dieser habe im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) über 75 eingereichte Vorschläge in einem mehrstufigen Verfahren unter Einbezug internationaler Expertise wissenschaftlich geprüft. Elf als hervorragend qualifizierte Vorhaben wurden dem SBFI eingereicht.

Nach der forschungs- und hochschulpolitischen Prüfung durch das SBFI als zuständiges Fachamt und gestützt auf die verfügbaren Kredite habe der Vorsteher des WBF die Lancierung von sechs neuen NFS beschlossen. Unter den bewilligten Programmen sei keines aus den Geistes- und Sozialwissenschaften. Das WBF habe deshalb entschieden, Mittel für ein weiteres Programm zurückzustellen und ein kompetitives Auswahlverfahren für die Geistes- und Sozialwissenschaften durchzuführen, um die wissenschaftliche Vielfalt zu stärken.

Die »Nationalen Forschungsschwerpunkte« dienten dazu, langfristig neue Strukturen zu schaffen und die Exzellenz sowie die internationale Positionierung der Schweizer Forschung zu fördern. Dank dem Programmcharakter sollen Themen, die für Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft relevant sind, interdisziplinär bearbeitet werden. Die NFS hätten auch eine wichtige Aufgabe für die Nachwuchs- und Frauenförderung und würden jeweils über eine Laufzeit von maximal zwölf Jahren eine finanzielle Unterstützung des Bundes erhalten. Mit solchen Programmen fördere der Schweizer Bund seit 2001 »exzellente Forschung von strategischer Bedeutung«.

-chbk-

.

*************************

.

Treffen
der 
Aktionsgemeinschaft 
»Brennerbahn«

.
Region Tirol/Südtriol/Trentino/Schweiz – Von Hamburg nach Verona oder von Palermo nach München: Ihre Lage im Herzen Europas bringe für die Alpenregionen einen hohen Anteil an Transitverkehr. Bereits seit 2005 arbeiteten die Euregio-Mitgliedsländer Tirol, Südtirol und Trentino gemeinsam mit der Zentralschweiz im Rahmen von »iMONITRAF!« zusammen, um Zahlen, Daten und Fakten zu sammeln, gemeinsame Initiativen umzusetzen und die Interessen der betroffenen Alpenregionen entlang der Transitachsen gemeinsam nach außen zu vertreten. Die Fortführung dieser Zusammenarbeit wurde von den drei zuständigen Verkehrslandesräten René Zumtobel (Tirol), Daniel Alfreider (Südtirol) und Mattia Gottardi (Trentino) kürzlich in Trient beschlossen. Den Vorsitz innerhalb von »iMONITRAF!« behalte weiterhin Tirol. »Wir haben ein Abkommen unterschrieben, das einen neuen Schwerpunkt von iMONITRAF! für die kommenden Jahre festlegt. Damit auch weiterhin alle das Beste aus dieser Zusammenarbeit herausholen können, ist es wichtig, den Datenaustausch – beispielsweise Studienergebnisse, Verkehrszählungen, Messwerte zur Luftgüte und vieles mehr – einheitlich und gut abgestimmt zu gestalten. Die gesammelten Daten können somit rascher und effizienter veröffentlicht werden und bilden die Grundlage für fundierte Empfehlungen an die politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, um etwa am Brennerkorridor neue Maßnahmen zur Verkehrslenkung und Attraktivierung des Güterverkehrs auf der Schiene vorzuschlagen«, so Zumtobel. Südtirols Verkehrslandesrat Daniel Alfreider ergänzte: »Die Güterverlagerung von der Straße auf die Schiene hat in der iMONITRAF!-Strategie oberste Priorität. Dafür sind nicht nur für die Straße, sondern auch für die Schiene verlässliche Daten und Datenaustausch unerlässlich. Nur so können faktenbasierte Entscheidungen zur weiteren Vertiefung der Korridorpolitik beitragen«.

Eine Studie zu den zwei Alpenkorridoren Brenner und Ventimiglia zeige: Durch die Verlagerung des Gütertransports von einem Diesel-LKW der Kategorie Euro VI auf die Schiene im Abschnitt »München – Verona« könnten bereits heute 79 Prozent der benötigten Energie für den Transport und 85 Prozent der Treibhausgas-Emissionen eingespart werden. Ein batterieelektrischer Lkw habe immerhin ein Energiesparpotenzial von 37 Prozent und emittiert 36 Prozent weniger CO2. Um die Anzahl an E-LKW zu erhöhen, sei der Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang der Hauptverkehrsachsen in Europa ein wichtiger Faktor. Neun Verkehrsminister, darunter Östereichs Bundesminister Peter Hanke, haben zur Beschleunigung des Ausbaus kürzlich eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. »Einsparungspotenzial – wenn auch nicht so viel wie auf der Schiene – birgt auch die Umstellung auf batterieelektrische LKW«, betonte auch der Trenitiner Landesrat Mattia Gottardi und ergänzte: »Ein wichtiger Faktor dafür ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang der Hauptverkehrsachsen. Einen Schwerpunkt legen wir 2026 daher auf das Datenmonitoring der Ladeinfrastruktur an den Alpenkorridoren«.

Aktionsgemeinschaft Brennerbahn mit Fokus auf Terminalinfrastruktur
Kürzlich fand eine Präsidentenkonferenz der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn (AGB) in Trient statt. Auch in diesem Gremium arbeiteten die drei Länder eng zusammen, hier seien außerdem auch der Freistaat Bayern und die Provinz Verona sowie die Handels- Wirtschaftskammern und die Bahnbetreiber Handlungspartner – der Fokus der AGB liege auf der Verlagerung von Gütern auf die Schiene.

Aktuell habe das Trentino den Vorsitz der AGB inne. Ziel der AGB sei aktuell, die Zusammenarbeit der Terminalbetreiber zu Stärkung des sogenannten »intermodalen Verkehrs« zu etablieren. Damit sei Güterverkehr gemeint, der auf der Langstrecke vor allem auf der Schiene und für die letzte Meile auf der Straße transportiert werde. Durch ein Netzwerk an Terminals und dem entsprechenden Wissensaustausch solle es gelingen, die Infrastruktur zu verbessern und sich optimal auf die Gegebenheiten bei der Inbetriebnahme des Brenner Basistunnels im Jahr 2032 vorzubereiten. Ebenfalls Thema der AGB-Konferenz sei die geplante Sperre der Bahnstrecke zwischen München und Rosenheim im ersten Halbjahr 2028 im Zuge der Generalsanierung durch die Deutsche Bahn und die daraus resultierenden Folgen für den Schienengüterverkehr gewesen. »Die enge Abstimmung zwischen den nationalen Schieneninfrastrukturgesellschaften, den Güterverkehrsunternehmen und den Autobahngesellschaften ist von höchster Wichtigkeit, um die durch die Sperre entstehenden Einschränkungen so gering wie möglich zu halten«, so Zumtobel.

-lt-

.

*************************

.

Adipositas
entsteht
im Gehirn

.
Adipositas habe sich in den letzten Jahrzehnten zu einer Epidemie entwickelt. Weltweit seien aktuell etwa eine Milliarde Menschen von der Stoffwechselerkrankung betroffen. »Adipositas ist keinesfalls ein kosmetisches Problem«, erklärte Katharina Timper und ergänzte: »Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die durch viele Faktoren bedingt wird«. Dazu gehörten genetische und epigenetische Ursachen ebenso wie Umweltfaktoren und psychosoziale Einflüsse. Meist sei dabei eine Fehlregulation auf Ebene des Gehirns verantwortlich. Die Medizinerin Katharina Timper beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit der Stoffwechselerkrankung und ihren Folgen für die Betroffenen. Genauso lange setze sie sich auch gegen die Ausgrenzung und Stigmatisierung von Menschen mit Adipositas ein. »Viele glauben fälschlicherweise, dass unser Essverhalten hauptsächlich durch den eigenen Willen gesteuert werden kann«, so Timper. Daraus resultiere der weit verbreitete Fehlglaube, dass »Adipositas« ein Selbstverschulden zugrunde liege. Dem widerspricht die Forscherin aber klar: »Es sind hochkomplexe biologische Veränderungen im Gehirn, die zu einer Fehlregulation von Hunger und Sättigung und damit zu Überessen führen. Das hat nichts mit Willensschwäche und schon gar nichts mit Schuld zu tun«.

Biologische Grundlagen verstehen
Seit 2025 ist Katharina Timper Professorin an der TUM und Ärztliche Direktorin für Klinische Ernährungsmedizin am TUM Klinikum. Mit ihrer Forschung möchte sie dazu beitragen, die biologischen Ursachen von »Adipositas« und Essstörungen auf Ebene des Gehirns besser zu verstehen. Dort steuern bestimmte Gruppen von Nervenzellen Hunger, Sättigung und das Belohnungssystem. Diese fein abgestimmten Regulationsmechanismen funktionierten bei Menschen, die mit Übergewicht und Adipositas leben, nicht mehr richtig. »Adipositas ist eine Erkrankung, die im Gehirn entsteht und die man dort biologisch angehen muss, um den Betroffenen zu helfen«, so Timper. Dabei müsse die Behandlung und Betreuung der Patientinnen und Patienten immer ganzheitlich und multimodal erfolgen und von einer Ernährungsberatung und einem körperlichen Trainingsprogramm begleitet werden. Medikamentöse und operative Maßnahmen erlaubten heutzutage, »Adipositas« effektiv zu therapieren sowie Folgeerkrankungen vorzubeugen oder erfolgreich zu behandeln. »Durch die Behandlung kommt es zu biologischen Veränderungen im Gehirn, sodass Patientinnen und Patienten weniger Hunger verspüren, schneller satt werden und eine ausgewogenere Ernährung wählen«, erläuterte Timper. Am TUM Campus im Olympiapark baue Katharina Timper eine Ambulanz für Patientinnen und Patienten mit »Adipositas« und Übergewicht sowie Essstörungen wie »Anorexia nervosa« auf. Dafür arbeite sie eng mit anderen Fachbereichen wie der Kardiologie, Sportmedizin, Gastroenterologie, Viszeralchirurgie, Gynäkologie sowie Psychosomatik und Psychiatrie zusammen.

Den Stoffwechsel über die Nase steuern
Gemeinsam mit ihren Teams an der TUM und bei »Helmholtz Munich« untersuche die Wissenschaftlerin, wie Nervenzellen im Gehirn funktionierten und wie sie den Stoffwechsel im Zusammenspiel mit der Ernährung beeinflussten. Ein Schwerpunkt liege dabei auf flüchtigen Substanzen – etwa Duftstoffen, die über die Nase eingeatmet werden und das Hunger- und Sättigungsgefühl im Gehirn beeinflussen können. Ziel sei es, Duftmoleküle mit stoffwechselmodulierender Wirkung zu identifizieren und diese gezielt weiterzuentwickeln. Gleichzeitig gehe es darum, die von den Menschen ausgeatmeten volatilen Moleküle für die Diagnostik von Stoffwechselprozessen zu nutzen. So könnten künftig Informationen über den Stoffwechsel nicht invasiv und in Echtzeit gewonnen und für eine personalisierte Behandlung genutzt werden. Auf dieser Basis liessen sich möglicherweise auch neue therapeutische Ansätze entwickeln.

-tum-

.

*************************

*************************

.

… weiter zum Alpenrand-Magazin Archiv 2026-01

.

*************************

.

Um technisch einwandfrei funktionieren zu können, verwendet diese Website Cookies. Cookie-Richtlinie

Impressum / AGB&Datenschutzhinweise

.

.