Konstituierende Sitzung des Gemeinderates in Hausham am 21. Mai 2026

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Konstituierende
Sitzung 
des Gemeinderates
in Hausham

21. Mai 2026

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Bayern – Die Liste der Tagesordnungspunkte der konstituierenden Sitzung des oberbayerischen Gemeinderates Hausham war lang, doch Martin Reisberger, Geschäftsführer der Gemeinde Hausham, hatte die amtliche Komponente nebst Bestimmungen voll im Griff. Rund elf Wochen nach den Kommunalwahlen traf sich nun der Gemeinderat Hausham, um den neu gewählten 1. Bürgermeister, Johann Harraßer, nebst fünf frisch gewählte Gemeinderatsmitglieder – André Hilmes, Tanja Leidgschwendner, Christoph Schmidts, Kathrin Summerer und Markus Wiesböck – zu vereidigen. Desweiteren mußten unter anderem die Stellvertreter des Bürgermeisters sowie Ausschussmitglieder, Referenten und Aufsichtsratsmitglieder für übergemeindliche Organisationen bestimmt werden. Doch zuerst stand die feierliche Vereidigung des 1. Bürgermeisters an. Laut Art. 27 Abs. 1 des Kommunal-Wahlbeamten-Gesetzes (KWBG) ist der neugewählte 1. Bürgermeister in der ersten nach seiner Wahl stattfindenden öffentlichen Sitzung des Gemeinderats durch das jahrgangsälteste anwesende Gemeinderatsmitglied zu vereidigen. Somit fiel Gemeinderat Josef Schaftari die Ehre zu, Johann Harraßer den Amtseid auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern, abzunehmen.

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Für den kirchlichen Segen sorgten Pfarrer und Dekan Michael Mannhardt von der Pfarrgemeinde St. Anton der Gemeinde Hausham (Zweiter von links)
und Pfarrer Erwin Sergel von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Miesbach (Dritter von links).

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Die Vereidigung der neuen Gemeinderatsmitglieder vollzog Harraßer dann in seiner Eigenschaft als 1. Bürgermeister persönlich. Zum Abschluß dieser kleinen feierlichen Zeremonie sagte Harraßer, dass er sich über die vollzählige Anwesenheit der Gemeinderatsmitglieder freue und er den vorausgegangenen fairen Wahlkampf aller Parteien als gute Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sehe. Als positiv beurteilte er auch, dass unterschiedliche Altersgruppen, Berufsbilder und Lebensentwürfe bei den Entscheidungen des Gemeinderates beteiligt seien, und zwar immer zum Wohl der Bürger. Ausserdem habe er ausgerechnet, wären derzeit rund 227 Jahre an Erfahrung im Gemeinderat vertreten, was gewiß auch hilfreich sei, um bei schweren Themen gemeinsame Entscheidungen zu finden.

Für den kirchlichen Segen sorgten Pfarrer und Dekan Michael Mannhardt von der Pfarrgemeinde St. Anton der Gemeinde Hausham und Pfarrer Erwin Sergel von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Miesbach. In eineer kurzen Andacht sprachen sie zu den Gemeinderäten unter anderem über Licht, Liebe und die Hoffnung, dass diese mit guten Entscheidungen die Welt heller und liebenswerter machten. Sergel betonte, dass Gefühle im sozialen Miteinander im Mittelpunkt stehen würden und Hoffnung das Gefühl sei, mit dem man was verändern könne. Dies sei für die Demokratie wichtig, doch leider gingen soziale Beziehungen in Deutschland oft gegeneinander. Die Hoffnung solle die Gemeinderäte tragen, so Sergel und gab ihnen den Rat, sich am Ende ihrer Amtszeit zu befragen, was sie erreicht hätten. Im Anschluß ging es wieder an die Amtsgeschäfte.

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Die drei neuen Bürgermeister der Gemeinde Hausham v.l.: Ria Röpfl (3. Bürgermeisterin), Johann Harraßer (1.Bürgermeister) und Josef Schaftari (2. Bürgermeister)

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Mit dem einstimmigen Beschluß der Beibehaltung der bisherigen Geschäftsordnung bestimmten die Gemeinderäte die Anzahl der stellvertretenden Bürgermeister, wobei man sich auf zwei Personen einigte. Nach einer geheimen Wahl stellte sich heraus, dass, mit jeweils 20 von 21 Stimmen, Josef Schaftari als 2. Bürgermeister und Ria Röpfl als 3. Bürgermeisterin bestimmt wurde. Eine Vereidigung entfiel, da es sich bei beiden Stellvertretern um eine Weiterführung der Ämter handelte.

Mit dem Bestimmen der Mitglieder für die Pflichtausschüsse, das sind unter anderem der Hauptverwaltungsausschuß, der Bau- und Umweltausschuß sowie der Rechnungsprüfungsausschuß, mußten noch die Mitglieder für die Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Abwasserbeseitigung im Schlierachtal und die Referenten für zehn Referate gefunden werden. Was schnell vonstatten ging, da die fachlich versierten Gemeinderatsmitglieder den Vorschlägen entsprachen. So werde nun das Referat »Feuerwehr / BRK / Bergwacht« von Tanja Leidgschwendner, »Schule und Kindergärten« von Michael Ertl, »Jugend und Sport« von Erich Eckmair, »Kunst und Museen« von Elisabeth Leidgschwendner, »Kulturelle Veranstaltungen« von Erich Kogler, »Wasserversorgung, Feld-, Wald- und Wirtschaftswegebau sowie gemeindeeigener Wald- und Grünlandbesitz« von Johann Bramböck, »Gewerbe und Mobilität« von Dr. Christian Baur, »Senioren« von Katharina Stiller und »Asyl und Inklusion« von Ria Röpfl geleitet.

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Der gesamte neue Gemeinderat der Gemeinde Hausham, nebst Pfarrer Erwin Sergel (l.) und Pfarrer und Dekan Michael Mannhardt (r.)

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Bürgermeister Johann Harraßer dankte den Referenten und Ausschußmitgliedern für das Übernehmen der Ämter und fügte hinzu, dass er aus eigener Erfahrung wisse, wie viel Arbeit dahinter stecke, dies jedoch auch zur persönlichen ideellen Bereicherung gedeihen könne. Ein weiterer Punkt der Tagesordnung war die Bestellung des Bürgermeisters zum »Eheschließungsstandesbeamten« und seiner Stellvertreter. Diese wurden einstimmig bestimmt. Fortan fungieren Johann Harraßer, Josef Schaftari und Ria Röpfl in dieser Funktion. Ferner wurde Bürgermeister Harraßer ins Aufsichtsratsgremium für die »Energie Miesbacher Land GmbH« und die »VHS Oberland e.V.« gewählt.

Abschließend verlas Geschäftsführer Martin Reisberger die »Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts«, in der die Anzahl und Größe der Ausschüsse, die Entschädigungen für die ehrenamtlichen Gemeinderatsmitglieder, die Entschädigung der Referenten und die Anzahl der weiteren Bürgermeister geregelt ist und gab die Vergütungsinformationen bekannt. Desweiteren verabredete man, dass die Bestätigung des neuen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Agatharied bei der Jubiläumsfeier im feierlichen Rahmen geschehen solle. Da keine weiteren Anträge und Anfragen vorlagen, schloss Bürgermeister Johann Harraßer die erste öffentliche Sitzung.

-am- Bilder: am

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