Drei Festtage 550 Jahre Pfarrkirche Heilig Kreuz Schaftlach 2026

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Drei Festtage
550 Jahre 
Pfarrkirche Heilig Kreuz 
Schaftlach

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Schaftlach – Als Gastgeber der Feierlichkeiten zum 550-jährigen Jubiläum der Pfarrkirche Heilig Kreuz Schaftlach begrüßte Pfarrer Stefan Fischbacher vom Pfarrverband Waakirchen-Schaftlach die Festgäste und bat Norbert Kerkel das Festbierfass anzustechen. Diese Bitte erfüllte der Bürgermeister der Gemeinde Waakirchen gerne und nach drei Schlägen und dem Ausruf »O‘zapf is. Auf a schöne 550 Jahr Feier« waren die drei Festtage offiziell eröffnet.

Bei seiner Festrede erläuterte Pfarrer Fischbacher unter anderem die Entstehung der kleinen Pfarrkirche, die im Jahre 1476 geweiht wurde und ein Auftragsbau des Klosters Tegernsee gewesen sei. Mit den Worten »Wenn diese Mauern reden könnten…« ging der Pfarrer in die Vergangenheit zurück, erläuterte Geschehnisse aus dem Lauf der Jahrhunderte, erzählte eine Anekdote über eigenwillige Schaftlacher Kirchgänger vor rund 50 Jahren und beendete die Zeitreise mit dem Verweis auf die derzeitigen Renovierungsarbeiten. Abschließend dankte Pfarrer Fischbacher den Organisatoren der Jubiläumsfeier, dem Team des Festausschusses unter der Leitung von Diakon Franz Mertens, den Ortsvereinen »für die beeindruckende selbstverständliche Zusammenarbeit« sowie den Mitarbeitern der Gemeinde für die Unterstützung und allen Helfern im Hintergrund, »ohne die heute hier das Licht gar nicht angehen würde«.

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Nach dem erfolgreichen Bierfassanstich v.l.:
Pfarrer Stefan Fischbacher, Maximilian Dengler vom Herzoglich Bayerischen Brauhaus Tegernsee, 
Diakon Franz Mertens und Bürgermeister Norbert Kerkel

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Norbert Kerkel, Schirmherr der Festivität, betonte in seiner Festrede die Besonderheit dieses Jubiläums, die seit 550 Jahren »als Ort des Glaubens, der Begegnung und des gemeinsamen Lebens« mitten in Schaftlach stehe. Ferner spannte das Gemeindeoberhaupt einen Bogen von der Ersterwähung eines Bauwerks im Jahr 1315 zum Beginn der Bauarbeiten anno 1473 unter dem Tegernseer Klosterbaumeister Alex Gugler bis hin zur Weihe am 4. August 1476, was den Beginn einer langen Geschichte markierte, die bis in die heutige Zeit reiche und hob hervor: »Wenn man auf diese Jahrhunderte zurückblickt, wird deutlich, wie sehr dieses Gotteshaus mit dem Leben der Menschen verbunden ist. Es war und ist Ort der Freude und des Abschieds, der Hoffnung und des Trostes, der Stille und des Feierns. Von der Taufe bis zur Trauerfeier begleite die Kirche die Menschen in allen Lebensphasen und bietet Raum für das, was sie im Innersten bewegt«.

Natürlich ging Kerkel auch auf die derzeitigen Sanierungsarbeiten ein und teilte mit, dass der Kirchturm wieder seine ursprüngliche Farbe in Weiß erhalten habe. Er dankte den Mitgliedern von Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, den Haupt- und Ehrenamtlichen sowie allen Helfern für deren Mitarbeit und bemerkte: »Ich bin zuversichtlich, dass es gelingt, dieses wertvolle Gotteshaus für kommende Generationen zu erhalten. Doch schöne Worte reichen meist nicht und daher gebe ich für die Renovierung unserer Kirche einen Scheck über 550,- Euro, das ist ein Euro für jedes vergangene Jahr«.

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Für die Renovierung der Kirche übergab Bürgermeister Norbert Kerkel (li) einen 550,- Euro-Scheck an Pfarrer Stefan Fischbacher (re)

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Anschließend stellte Susanne Götz vom Pfarrgemeinderat die Kirchenhistorie vor. Beispielsweise klärte sie auf, dass Amerika im Jahr 1476 in Europa noch gänzlich unbekannt war, und stellte mit Franz Goldhofer von der Kirchenverwaltung ein Zahlenwerk vor. Beide berichteten, dass aktuell die Veranschlagung der Renovierungskosten bei rund 1,25 Milionen Euro liege und das Erzbischöfliche Ordinariat 85 Prozent, also rund 1,07 Millionen Euro übernehmen werde. Der Eigenanteil von 15 Prozent betrage 180.000,- Euro, wobei insgesamt 147.000,- Euro von Spenden nebst 50.000,- Euro Unterstützung von der Gemeinde Waakirchen, eingegangen wären und rein rechnerisch noch 32.000 Euro offen wären. Es seien auch noch unvorhergesehene Arbeiten aufgetaucht, welche die Baukosten unkalkulierbar nach oben treiben könnten. Also wären Spenden jederzeit willkommen. Nach den nüchternen Fakten präsentierte Diakon Franz Mertens einen Film über die 500 Jahr Feier der Pfarrkirche asu dem Jahre 1976, der unter anderem die Vorbereitungsarbeiten bis hin zu den Festtagen und den Festzug mit den Trachten- und Schützenvereinen, auch aus Tirol sowie den Gebirgsschützen zeigte.

Ein weiterer vergnüglicher Programmpunkt war das »Quiz Kirchblatt«. Hierbei wurden drei Kandidaten Fragen rund um das »Kircheneinmaleins« gestellt, was für manch kuriose Antwort sorgte. Für die musikalische Umrahmung war die Blasmusik Sachsenkam zuständig. Damen vom Gartenbauverein kredenzten hausgemachte Kuchen, Torten und Fettgebackenes sowie »Slush-Eis«. Auch diese entsprechenden Einnahmen kamen den Renovierungsarbeiten zugute, ebenso wie der Erlös aus dem Geschicklichkeitsspiel »Weinflaschenangeln« mit Susanne Götz.

Feierlicher Festgottesdienst krönte die Jubiläumsfestivitäten
Der letzte Tag der Feierlichkeiten zum 550-jährigen Jubiläum der Pfarrkirche Heilig Kreuz Schaftlach – am Sonntag, 5. Juli 2026 – stand ganz im Zeichen der Gemeinschaft. Viele in der Gemeinde ansässige Vereine gaben sich die Ehre, Bürgermeister Norbert Kerkel und Vertreter des Gemeinderates beim Kirchenzug zum Gottesdienstgelände zu begleiten. So kamen unter anderem die Gebirgsschützenkompanie Waakirchen, der Heimat- und Volkstrachtenverein Schaftlach-Piesenkam, der Heimat- und Volkstrachtenverein Schmid von Kochel & Bodenschneid Waakirchen-Hauserdörfl, der Turn- und Sportverein Schaftlach sowie der SV Waakirchen-Marienstein, der Eisschützenverein »D‘Eisratzn« Schaftlach, die Schützengesellschaft Eichenlaub Schaftlach und die Sportschützen Waakirchen, die Kolpingsfamilie St. Martin, die Nachbarschaftshilfe und der Verein »Wos guads vor Ort«, die Veteranen- und Reservistenvereine Schaftlach und Waakirchen, der Bergbauverein Marienstein, die Gebirgsjägervereinigung Oberland, der Gartenbauverein Waakirchen-Schaftlach, der Burschenverein Piesenkam, der Eisclub Marienstein, der Förderverein der Grundschule Waakirchen sowie der Feuerwehrverein Marienstein und die Freiwillige Feuerwehr Schaftlach zum großen Umzug zusammen. Für die musikalische Begleitung sorgten die Knappenkapelle Marienstein-Waakirchen sowie der Trommlerzug und der Musikverein Waakirchen.

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Abt Barnabas Bögle vom Benediktinerkloster Ettal bei seiner Predigt

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Auf dem Gelände des Festgottesdienstes, gegenüber der Schaftlacher Pfarrkirche, war der geschmückte Altar aufgebaut. Hier zelebrierten Abt Barnabas Bögle vom Benediktinerkloster Ettal und Pfarrer Stefan Fischbacher vom Pfarrverband Waakirchen-Schaftlach die Messe. Der Abt zeigte sich von der Kreuzreliquie und vom ottononischen Kreuz – beides Insignien der Pfarrkirche Heilig Kreuz Schaftlach – begeistert und betonte, mindestens einmal im Jahr die Kirche zu besuchen. Die Themen der Predigt handelten, neben dem Jubiläum der Pfarrkirche, dem Zeitgeist entsprechend von Frieden, dem Leben und der Nächstennliebe. Nach dem Gottesdienst zogen die Trachtlerinnen und Trachtler nebst Vereinsmitgliedern, Musikkappellen sowie Gottesdienstbesuchern im Festzug zum Festgelände an der Sporthalle der »D‘Eisratzn Schaftlach«, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. …weiter zur Bildergalerie

-am- Bilder: am

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