Heinrich Skudlik Retrospektive 2023

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Heinrich
Skudlik
Retrospektive

Künstler, Metropolit
und Visionär

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Region Miesbach – Im Waitzinger Keller ist Vielfalt Programm, dasselbe gilt auch für Heinrich Skudlik“: Mit diesen Worten eröffnete Dr. Gerhard Braunmiller, Bürgermeister der Stadt Miesbach, die Ausstellung zu Ehren von Heinrich Skudlik im renommierten Veranstaltungszentrum Waitzinger Keller. Viele ehemalige Schüler und Schülerinnen sowie Weggefährten des einst im Gymnasium Miesbach lehrenden Künstlers waren gekommen, um gemeinsam Heinrich Skudlik zu würdigen. Die musikalische Begleitung am Flügel gestaltete Johannes Skudlik.

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Dr. Gerhard Braunmiller, Bürgermeister der Stadt Miesbach, bei der Ausstellungseröffnungsrede

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Heinrich Skudlik (1927 bis 2020) war Künstler, Lehrer und politisch denkender Mensch. Schon vor dem Besuch der Kunstakademie hatte er vier Semester Theologie studiert. Daher verband sich bei ihm theologisches Interesse mit künstlerischem Genius, was in vielen Werken zum Ausdruck kommt. Überhaupt ließ sich Skudlik in kein Schema pressen. Sein künstlerisches Schaffen reichte von der Töpferei bis zum Siebdruck, von der Radierung bis zur Teppichknüpferei über die Malerei bis zum Anfertigen von Holzschnitten- und skulpturen. Und immer wieder widmete er sich in seinen Werken religiösen Inhalten. So entwarf er, unter anderem, während eines Spanienaufenthaltes als Kunsterzieher an der Deutschen Schule in Barcelona, Glasfenster in mehreren spanischen Kirchen.

In Miesbach arbeitete Skudlik am Gymnasium ebenfalls als Kunsterzieher und prägte hier Generationen von Schülerinnen und Schülern. Fritz Weigl, Lehrerkollege und Sprecher der Amnesty International-Gruppe Miesbach, erinnerte sich daran, dass Skudlik es fertig brachte, seine Schüler für Kunst zu begeistern und Dinge ins Leben zu rufen, die damals nicht dem „Mainstream“ entsprachen, wie beispielsweise den „Alternativen Weihnachtsmarkt“ sowie, im Jahre 1972, die Amnesty International Gruppe Miesbach zu gründen. Ab 1983 lebte Henryk Skudlik, wie er sich mittlerweile nannte, in Landsberg am Lech. Dort schuf er das „Todesmarsch“-Denkmal und initierte, bereits in den 1990er Jahren, den „Runden Tisch Asyl“.

„Gute 50 Jahre ist es her, als mein Lehrer Heinrich Skudlik, der sich eigentlich nie an den Lehrplan hielt, mich und meine Mitschüler zum Herstellen von Glasfenstern oder zum Knüpfen eines Teppichs animierte“, erzählte Horst Hermenau. Gerne denke er, der ehemaliger Schüler, an Skudliks Filmprojekt „Neanderthaler in der Sutten“ zurück, dessen Verwirklichung vom Regen verhindert wurde. „Unser Lehrer öffnete uns Schülern Türen zu verschiedenen Arten der Kunst. Später, als Künstlerkollege, bewunderte ich Skudlik, weil er seinen eigenen Kunststil entwickelte, der dem Expressionismus sehr nahe kam“, so Hermenau.

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Ein Zwiegespräch mit dem verstorbenen Freund führte Ernesto Holthaus, langjähriger Reisebegleiter und Mäzen Skudliks. Dieses Gespräch begann mit dem Traum „Goa“, einer Provinz an der indischen Westküste. Dort in Goa hatte Skudlik die Ideen zum Bau eines christlichen Aschrams, in dem Reisende übernachten konnten sowie die Errichtung eines Kindergartens und einer Kirche. Um dies zu ermöglichen, sammelte er für den Orden der Pilar Patres unermüdlich Spenden. „Für 15.000 Mark bauten wir dann diese Kirche“, so Holthaus.

Den Veranstaltungsabend schloß Johannes Skudlik. Dieser schilderte, dass seine Schwestern und er vom Vater angehalten wurden, ein Musikinstrument zu erlernen und diese dann bei den, vom Vater gegründeten „Miesbacher Konzerten“ sowie bei Aufführungen im Gymnasium und in der Parsberger Kirche, vorzuführen. Insbesonders dankte er Isabella Krobisch, der Leiterin des Veranstaltungszentrums Waitzinger Keller, für den Anstoß zur Ausstellung der Werke seines Vaters Heinrich Skudlik.

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Die Ausstellung „Heinrich Skudlik zu Ehren“ ist bis zum 30. Dezember 2023 im Waitzinger Keller während der Öffnungszeiten von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 13 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen. Die Exponate umfassen neben Keramikarbeiten einige Ätzradierungen, Bilder in Aquarell, Tempera und Mischtechnik, verschiedenartige Linolarbeiten, christliche Bleiglasfenster sowie diverse Holzschnitte. …weiter zur Bildergalerie

-am- Bilder: am

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