Alpenrand-Magazin Archiv 2025/12

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Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus

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KW 52 – 2025
22. – 28. 12. 2025

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Empfang
für Königin Silvia 
von Schweden

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Region Bayern – Am 17. Dezember 2025 hat Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden mit einer Ehrenkompanie der Bayerischen Gebirgsschützen sowie einer Abordnung der Bayerischen Trachtenverbände am Max-Joseph-Platz vor der Münchner Residenz begrüßt. Nach dem Eintrag in das Gästebuch der Bayerischen Staatsregierung in der Münchener Residenz zeichneten Söder und Sozialministerin Ulrike Scharf Königin Silvia von Schweden mit der Bayerischen Staatsmedaille für soziale Verdienste aus. Anschließend fand ein Mittagessen im Antiquarium der Münchner Residenz statt.

»Willkommen in Bayern an Königin Silvia von Schweden! Der Besuch in München ist eine große Ehre. Bayern zeigt sich von der besten Seite: Wir empfangen Ihre Majestät an der Residenz mit Blasmusik, Gebirgsschützen und Trachtenvereinen. Sie sind die Visitenkarte Bayerns. Königin Silvia ist eine zeitlose Ikone und großartige Persönlichkeit. Mit Wärme, Charisma, Bescheidenheit und großem sozialen Engagement begeistert sie die Menschen. Sie hat auch persönlich eine enge Verbindung zu Bayern: Sie hat in München studiert und gearbeitet. Danke für den Besuch und den Austausch!«, betonte Söder.

»Große Auszeichnung für eine Ikone mit Haltung und Herz: Königin Silvia von Schweden gibt Kindern in schlimmsten Situationen neuen Mut und Hoffnung. Ihre »World Childhood Foundation« hat das Thema sexualisierte Gewalt und Misshandlung gegen Kinder auf die Weltbühne gebracht. Auch in München und in Würzburg gibt es Schutzhäuser zum Helfen, Begleiten und Heilen. Königin Silvia handelt aus dem Herzen heraus. Für das große Wirken verleihen wir ihr die »Bayerische Staatsmedaille für besondere soziale Verdienste«, so Scharf.

-bsr- Bild: bsr

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Kinder-
und jugendärztliche 
Versorgung

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Region Baden-Württemberg – Das Land Baden-Württemberg setze ein Zeichen für die Zukunft der ambulanten »kinder- und jugendärztlichen Versorgung«. Mit der nun unterzeichneten Erweiterungsvereinbarung zwischen dem Land und der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) finanziere das baden-württembergische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration zehn zusätzliche Weiterbildungsstellen für angehende »Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte im ambulanten Bereich«. Ziel der Initiative sei es, mehr Nachwuchs für die ambulante Pädiatrie zu gewinnen, insbesondere in ländlichen Regionen und in Gebieten mit drohender Unterversorgung. Die Förderung beginne im Jahr 2026 und schließe eine bestehende Finanzierungslücke, die durch bundesrechtliche Vorgaben entstanden sei.

Junge Ärztinnen und Ärzte für die ambulanten Pädiatrie gewinnen
»Kinder und Jugendliche brauchen eine verlässliche medizinische Versorgung – wohnortnah und flächendeckend. Mit den zusätzlichen Weiterbildungsstellen investieren wir gezielt in die Zukunft der ambulanten Pädiatrie und unterstützen junge Ärztinnen und Ärzte auf ihrem Weg in die Niederlassung. Gleichzeitig entlasten wir Praxen, die bereit sind, Verantwortung für die Weiterbildung zu übernehmen. Das soll den Bund jedoch nicht von seiner Verantwortung befreien, das Kontingent für die pädiatrischen Weiterbildungsstellen aufzuheben. Hierfür werde ich mich auch weiterhin einsetzen«, so Baden-Württembergs Minister Manne Lucha. Dr. Doris Reinhardt, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVBW ergänzte: »Wir sind sehr dankbar, dass das Land sich hier weiterhin engagiert. Die Erfahrung zeigt, dass die Förderung der Weiterbildung eine erfolgreiche Maßnahme darstellt, um junge Ärztinnen und Ärzte für die Tätigkeit in einer Praxis zu gewinnen. Wir bedauern, dass der Bund sich hier bisher nicht bewegt hat und die Zahl der Weiterbildungsstellen auch bei den Kinder- und Jugendärzten unverändert begrenzt hat. Umso wichtiger ist es, dass wir weiterhin auf das Land zählen können«.

Kontingentierung der kinder- und jugendärztlichen Weiterbildung aufheben
Hintergrund der Vereinbarung sei, dass das bundesgesetzlich vorgesehene »Kontingent für fachärztliche Weiterbildungsförderung« in Baden-Württemberg bereits beinahe vollständig ausgeschöpft sei. Gerade im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin konnten zuletzt viele Anträge nicht mehr bewilligt werden. Das Land überbrücke diese Situation nun mit Landesmitteln und erwarte, dass der Bund die Kontingentierung der kinder- und jugendärztlichen Weiterbildung alsbald aufhebe. Das Land habe bereits entsprechende Initiativen in die Gesundheitsministerkonferenz und den Bundesrat eingebracht. Bislang sei die Bundesregierung den entsprechenden Aufforderungen der Länder noch nicht gefolgt.

Die geförderten Stellen richteten sich insbesondere an Ärztinnen und Ärzte im letzten Abschnitt ihrer fachärztlichen Weiterbildung. Durch die Tätigkeit in kinderärztlichen Praxen sammelten sie wertvolle Praxiserfahrung und lernten die ambulante Versorgung aus erster Hand kennen. Dies führe häufig dazu, dass sie sich im Anschluss für eine dauerhafte Tätigkeit in diesem Bereich entschieden.

Ländliche Räume und unterversorgte Regionen vorrangig berücksichtigen
Für die Finanzierung stelle das Land Baden-Württemberg bis zu 696.000 Euro zur Verfügung. Die KVBW übernehme die Umsetzung, das Bewerbungsverfahren sowie die bedarfsgerechte Verteilung der Stellen, wobei ländliche Räume und unterversorgte Regionen vorrangig berücksichtigt werden sollen. Mit der Vereinbarung unterstrichen Baden-Württemberg und KVBW ihr gemeinsames Ziel, die ambulante medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu sichern, und zwar durch konkrete Maßnahmen, partnerschaftliche Zusammenarbeit und gezielte Investitionen in den ärztlichen Nachwuchs.

-lbw-

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Abkommen
über Vorrechte
und Immunitäten

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Region Schweiz – Die Schweiz hat mit der »International Finance Facility for Education« (IFFEd) und »Justice Rapid Response« (JRR) »Abkommen über Vorrechte und Immunitäten« abgeschlossen. Mit diesen Abkommen bekräftige die Schweiz ihr Engagement für die Stärkung des internationalen Genf und die Festigung der Rolle als globales Zentrum für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechte. Botschafter Franz Xaver Perrez, Direktor der Direktion für Völkerrecht (DV) des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), hat am 18. Dezember 2025 in Bern mit Julian Smith, Präsident des Stiftungsrats der IFFEd, und mit Samuel Emonet, Geschäftsführer des Vereins JRR, zwei Abkommen über Vorrechte und Immunitäten unterzeichnet.

Die IFFEd ging 2015 aus den Arbeiten der Bildungskommission unter dem Vorsitz des ehemaligen britischen Premierministers Gordon Brown hervor, in welcher verschiedene Staats- und Regierungschefs, unter anderem aus Norwegen, Chile, Indonesien und Malawi, vertreten waren. Sie wurde 2023 als Stiftung nach Schweizer Recht in Genf gegründet. Die IFFEd nutze ihren innovativen Finanzierungsmechanismus, um einen gleichberechtigten Zugang zu hochwertiger und inklusiver Bildung für marginalisierte Kinder und Jugendliche in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu fördern.

JRR wurde 2011 von einer Gruppe von Staaten, darunter die Schweiz, als gemeinnütziger Verein gegründet. Seitdem sei sie eine der wenigen internationalen Einrichtungen, die über rasch einsetzbare Expertinnen und Experten zur Untersuchung von mutmasslichen Fällen von Kriegsverbrechen und schweren Menschenrechtsverletzungen verfüge. Bis heute habe JRR mehr als 800 Sachverständige in Konfliktländern eingesetzt, um strafrechtliche Ermittlungen und Transitionsjustizprozesse zu unterstützen, insbesondere in Zusammenarbeit mit der UNO sowie mit nationalen und internationalen Gerichten.

-bkch-

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Subventionen
mit biodiversitäts-
schädigender
Wirkung

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Region Liechtenstein – Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat den Bericht der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft zu »Subventionen mit biodiversitätsschädigender Wirkung« erörtert. Der Bericht diene als Grundlage für die Umsetzung des internationalen »Kunming-Montreal-Abkommens der Biodiversitätskonvention«, von welcher Liechtenstein Vertragsstaat ist. Gleichzeit werde damit ein Ziel des nationalen Aktionsplans »Biodiversität 2030+« erfüllt.

Insgesamt seien 52 Subventionen in den Bereichen Landwirtschaft, Verkehr, Energie, Siedlungsentwicklung, Tourismus und Freizeit sowie Wald identifiziert worden, die negative Auswirkungen auf die Biodiversität hätten. Die betroffenen Stellen der Landesverwaltung seien nun beauftragt, bis Ende 2026 darzulegen, ob und wie diese Subventionen reduziert, umgewandelt oder abgeschafft werden könnten. Gemäss Aktionsplan Biodiversität 2030+ und den Vorgaben der Biodiversitätskonvention werde das Ziel verfolgt, die Subventionen bis 2030 biodiversitätsfreundlich auszugestalten.

-RdFL-

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Spitalscampus
und Long-Covid-Versorgung 
im Fokus

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Region Vorarlberg – Kürzlich wurden von der Landeszielsteuerungskommission zentrale Beschlüsse für die »Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung« gefasst. Im Mittelpunkt standen der »Regionale Strukturplan Gesundheit 2030« (RSG), die Weiterentwicklung des »Versorgungsnetzwerks für Long-Covid-PatientInnen«, die Errichtung eines »Erstversorgungsambulatoriums« am KH Dornbirn sowie die Fortführung und Initiierung wichtiger Gesundheitsangebote und -projekte. »Mit diesen Beschlüssen setzen wir einen weiteren Schritt für eine bedarfsgerechte und zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung in Vorarlberg«, erklärte Vorarlbdergs Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher.

Der »RSG« bilde die Grundlage für die strategische Weiterentwicklung der Spitalslandschaft in Vorarlberg. Ziel sei es, die medizinische Versorgung langfristig auf hohem Niveau sicherzustellen und die bestehenden Standorte im Sinne einer modernen, vernetzten Spitalsstruktur zukunftsfähig weiterzuentwickeln. »Der Spitalscampus steht für eine abgestimmte, zukunftsorientierte und patientenfreundliche Krankenhausversorgung im Land«, so Rüscher.

Weiterführung bestehender Angebote
Neben dem RSG sei auch die Weiterführung wichtiger bestehender Angebote beschlossen worden, darunter das »Schmerzboard«, die »Zahnsanierung in Narkose« sowie die »mobile Kinderkrankenpflege«. »Diese Angebote sind für viele Betroffene eine unverzichtbare Unterstützung im Alltag. Ihre Weiterführung ist ein wichtiges Signal für die Versorgungssicherheit im Land«, erklärte Rüscher.

Weiterentwicklung der Long-Covid-Versorgung
Ein besonderer Schwerpunkt sei der Beschluss zur Weiterentwicklung des bestehenden Versorgungsnetzwerks für Long-Covid-PatientInnen gewesen. Long-Covid und andere postakute Infektionssyndrome (PAIS) stellten nach wie vor eine wachsende Herausforderung für die Gesundheitssysteme dar. Die Symptome bei betroffenen Menschen reichten von Müdigkeit und Atemnot bis hin zu kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen. Internationale und nationale Empfehlungen – etwa von der WHO und dem österreichischen Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz – betonen in diesem Zusammenhang die Bedeutung koordinierter, multidisziplinärer Versorgungsstrukturen. Vor diesem Hintergrund sei bereits im Mai 2022 mit Beschluss der
Landeszielsteuerungskommission eine Koordinationsstelle als zentrale Anlaufstelle für Long-Covid-Betroffene am LKH Hohenems eingerichtet worden. Seither seien 42 Patientinnen und 21 Patienten der Koordinationsstelle zur weiterführenden Abklärung zugewiesen worden.

Während das Post-COVID-Syndrom derzeit besonders intensiv erforscht werde, rücke aufgrund der hohen Anzahl betroffener Personen auch die Relevanz weiterer PAIS in den Fokus von Medizin, Politik und Gesellschaft. Im Sinne eines Aktionsplans sei somit eine Weiterentwicklung der bestehenden Koordinationsstelle Long-Covid zu einem integrierten Versorgungsnetzwerk für PAIS vorgesehen. »Ziel ist es, eine umfassende, multiprofessionelle Versorgung in enger Kooperation mit dem entsprechenden Versorgungszentrum in Tirol sicherzustellen«, erläuterte die Landesrätin.

-vlk-

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Geodaten
und Rauminfos
auf Knopfdruck

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Region Tirol – Immer mehr Menschen nutzten das »Tiroler Rauminformationssystem« (tiris). Das Aushängeschild zur Publikation von geografischen Informationen des Landes Tirol sei die Internet-Anwendung »tirisMaps« und seine mobile Variante »tirisMobile«. Im Schnitt werde die Website täglich zehntausendmal aufgerufen – im bisher stärksten Monat April 2024 – seien sogar 26,8 Millionen Seitenansichten verzeichnet worden. Rund 550 verschiedene Geodatenthemen von der Adress- und Grundstücksuche über Widmungen oder Naturgefahren bis hin zu den verschiedensten Infrastruktureinrichtungen, beispielsweise öffentliche Behindertenparkplätze, stehen derzeit zur Verfügung. Sie könnten jederzeit online unter »maps.tirol.gv.at« eingesehen werden – ohne
Anmeldung, kostenlos und aktuell. »Geografische Informationen gehören heute zum täglichen Leben. Das Informationssystem liefert geprüfte und verlässliche Daten in wenigen Sekunden. Das ist eine wertvolle und kostenlose Unterstützung in vielen Bereichen«,  erklärte Tirols Raumordnungsreferent Josef Geisler.

Im heurigen Jahr seien ferner die neuen österreichweiten »Solarpotenzial-Daten« veröffentlicht worden. Damit könnte man einfach online prüfen, wie gut ein Dach für Photovoltaik geeignet sei und wie viel Energie sich dort erzeugen lasse. Daten zur Verfügbarkeit von Nah- und Fernwärme könnten bei Entscheidungen in Hinblick auf die Energieversorgung direkt unterstützen. Die Solarpotenziale je Gebäude könnten jederzeit online und kostenlos in »tirisMaps« abgerufen werden.

-lt-

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Ultner Fichte
erstrahlt 
vor Petersdom 
in Rom

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Region Südtirol – Ende November wurde eine 27 Meter hohe Rotfichte in St. Walburg in der Gemeinde Ulten gefällt und auf dem Petersplatz in Rom aufgestellt. Am 15. Dezember wurde der Baum im Rahmen einer Feierstunde offiziell von der Südtiroler Delegation an den Vatikan übergeben. Die Gemeinden Ulten und Algund stifteten weitere Bäume, die nun in den Büros und Räumen des Heiligen Stuhls und des Vatikanstaates für weihnachtliche Stimmung sorgten.

Der Delegation aus Südtirol gehörten die Musikkapellen St. Walburg, St. Nikolaus und St. Pankraz, der gemischte Chor St. Walburg, der Kirchenchor St. Gertraud, die Frauensinggruppe St. Nikolaus, der Ultner Männerchor, der Chorverein St. Pankraz, der Algunder Männerchor, die Volkstanzgruppe Ulten, Vertreter des Schützenbatallions Ulten und der Schützenkompanie Algund sowie Jodlerin Anneliese Breitenberger an. Ferner begleiteten Landeshauptmannstellvertreterin Rosmarie Pamer, Bischof Ivo Muser, die Bürgermeister Stefan Schwarz (Ulten), Thomas Holzner (St. Pankraz) und Alexandra Ganner (Algund) und der Präsident der Bezirksgemeinschaftspräsident Burggrafenamt, Ulrich Gamper die Südtiroler Abordnung.

Es sei eine große Ehre für Südtirol in diesem Heiligen Jahr den Christbaum für den Vatikan stellen zu dürfen, führte Landeshauptmannstellvertreterin Pamer in Rom aus: »Mit diesem Baum überbringen wir die Botschaft der Hoffnung, des Lichts, der Freude und des Friedens. Weil auch dieser Baum ein Baum des Friedens, mit starken Wurzeln, herangewachsen in einer lebendigen und solidarischen Gemeinschaft, ist«. »Möge in diesem Heiligen Jahr der Hoffnung, auf diesem weltberühmten Platz, der Christbaum aus unserem Ultental die universale Botschaft von Weihnachten verkünden. Die Geschichte der Hoffnung geht weiter und ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Gott wird Mensch, damit wir Menschen Mitmenschen sind«, so Bischof Ivo Muser bei der Feier auf dem Petersplatz. Diese wurde von den mitgereisten Musik- und Chorgruppen sowie von den Schützen und der Volkstanzgruppe feierlich umrahmt.

-lpast-

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Spezielle
Bräuche 
und Traditionen

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Region Salzburger Land – Egal ob in den Familien oder in den 119 Salzburger Gemeinden: Die unterschiedlichsten Traditionen und Rituale prägen die Tage zwischen dem Heiligen Abend und dem 6. Januar. Definitiv nicht fehlen dürften dabei ein geschmückter Christbaum, Glücksbringer zu Silvester oder der Besuch der Sternsinger. Die Zeit des Jahreswechsels ist gespickt mit verschiedensten Bräuchen, seien sie christlichen Ursprungs oder der Versuch, dem Schicksal im neuen Jahr ein wenig in die Karten schauen zu können.

Der Leiter des Salzburger Landesinstituts für Volkskunde, Michael Greger, beschäftigt sich mit den unterschiedlichsten Bräuchen im Jahreskreis. »Wir können die Traditionen zum Jahreswechsel grob in drei Kategorien einteilen. Einerseits jene, welche die Geburt von Jesus Christus ankündigen, die ehemals religiöses Wissen abfragten, heute eher Wohlverhalten, und den Hausfleiß prüfen. Beispiele sind die Anklöckler, der Heilige Nikolaus mit dem Krampus oder die Rauriser Schnabelperchten. Eine weitere Kategorie sind Brauchfiguren, die von der Christgeburt erzählen und gleichzeitig Neujahrswünsche überbringen – etwa die Sternsinger. Die letzte Kategorie sind jene Gruppen um den 6. Jänner, die Glück und Segen sowie die letzten Neujahrswünsche überbringen und uns in den kommenden Fasching hinüberbegleiten. Beispiele hierfür sind Schön- und Schiachperchten oder die Lichtkappen-Glöckler«.

In den letzten Tagen des alten Jahres veranstalten beispielweise die »Filzmooser Perchten« alle zwei Jahre ihren Lauf. »In einem Jahr, in dem wir nicht in unserer Heimatgemeinde laufen, nehmen wir an ausgewählten Brauchtumsläufen teil. Die Tradition steht bei uns seit der Gründung 1958 im Mittelpunkt. Das heißt, Perchten tragen handgeschnitzte Larven, Schaffelle, runde Schellen und einen Pferdeschweif. Wir laden auch nur Gruppen ein, die sich dieser Tradition verschrieben haben. Grundsätzlich kann man mit 18 Jahren mitlaufen, und es sind sowohl Männer als auch Frauen dabei. Ein jährlicher Fixpunkt ist der 4. Dezember. An diesem Tag besuchen wir Pensionisten. Tags darauf finden Hausbesuche bei den Kindern statt«, so Johannes Fritzenwallner. Er ist seit 2025 Obmann der Perchtengruppe.

-ls- Bild: am

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Neue Wege
im alpinen 
Rettungsdienst

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Region Steiermark – Nach einem außergewöhnlich einsatzintensiven Jahr 2024, in dem erstmals mehr als 2.000 Einsätze bewältigt wurden, und einem Rekordsommer 2025 schlage die »Bergrettung Steiermark« nun ein neues Kapitel im alpinen Rettungswesen auf. Mit der Einführung der »MED-Alarmierung« in den Regelbetrieb setze die Steiermark, als erstes Bundesland in Österreich, einen großen Schritt in der notfallmedizinischen Erstversorgung und Koordination von Notfällen im unwegsamen und alpinen Gelände.

Kürzlich betonten Steiermarks Landeshauptmann Mario Kunasek und Landesrat Karlheinz Kornhäusl – sie sind in der Landesregierung gemeinsam für das Rettungs- und Notarztwesen zuständig – die Bedeutung der »Bergrettung Steiermark« und rechtfertigten den Beschluss einer Sonderförderung in Höhe von 500.000 Euro für zwei Jahre. Diese Mittel sollen in den Ausbau der Infrastruktur, die Modernisierung der Einsatzlogistik sowie in die Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte fließen. Die Zusammenarbeit mit der »Bergrettung Steiermark« stehe exemplarisch für eine effiziente, ehrenamtlich getragene und staatlich unterstützte Notfallversorgung.

-lstm-

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Naturschutzpreis
»Goldene Unke« 
verliehen

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Region Kärnten – Innovative und naturfördernde Projekte im Bereich Umwelt, Bau und Garten standen nun im »Europaschutzgebietszentrum« Mannsberg Boden im Mittelpunkt. Dort wurde wieder die »Goldene Unke« verliehen. »Es ist unser sichtbares Dankeschön für Engagement im Bereich der Biodiversität und der Verbesserung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen«, so Kärntens Umweltlandesrat Peter Reichmann. Der »Naturschutzpreis« wird seit 2021 vom Land Kärnten und der Fachhochschule Kärnten vergeben.

»Natürlich steht hinter dieser Auszeichnung auch das Bemühen, das Bewusstsein für den Natur- und Umweltschutz zu stärken. Der Bewerb fördert die Vernetzung und bringt ans Licht, wie vielfältig Arten- und Naturschutz in der Praxis umgesetzt werden kann – egal ob im Garten in einem Betrieb oder sogar in der Gemeinde«, erklärte Reichmann, gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern und dankte allen für ihren unbezahlbaren Einsatz.

Diesmal wurden 21 Projekte aus ganz Kärnten eingereicht. Ausgezeichnet wurde in vier Kategorien. Unter den Vereinen setzte sich das Projekt »Arriacher Slow-Food-Garten« durch – eine Naturoase die öffentlich zugänglich ist und mit einer essbaren Bepflanzung punkte. In der Kategorie Betriebe wurde das Projekt »Wo Gesundheit wächst und Vielfalt blüht« des Elisabethinen Krankenhauses ausgezeichnet. Hier hat man Innenhöfe genutzt um thematische »Rückzugsorte« für Patientinnen und Patienten sowie Personal zu kreieren und gleichzeitig Artenvielfalt zu fördern. Bei den Bildungseinrichtungen punktete das Schulzentrum St. Ruprecht mit der Idee »Natur lebt! Nature love project_Schulzentrum St. Ruprecht«. An Aktionen wie der Bepflanzung mit heimischen Bäumen und Sträuchern waren Schülerinnen und Schüler aber auch Pädagoginnen und Pädagogen mit großem Eifer beteiligt. Bei den privaten Einreichungen setzte sich der »Private Nutzgarten« von Andrea Springer durch. Sie erhielt außerdem die »Natur im Garten-Plakette«.

-lktn-

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Projekt
»PollenCare« 
gestartet

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Region Niederösterreich – Unter reger Beteiligung fand kürzlich im Landhaus in St. Pölten die Auftaktveranstaltung des neuen grenzüberschreitenden INTERREG-Projekts »PollenCare« statt. Das österreichisch-ungarische Kooperationsprojekt widme sich der »Reduktion allergener Pflanzen« in kommunalen Grünräumen, der »Förderung der Biodiversität« sowie der »Anpassung an den Klimawandel«. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Medizin, Verwaltung, Gemeinden und Fachorganisationen nahmen an der Veranstaltung teil, bei der Fachvorträge und Projektvorstellungen Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Pollenforschung sowie in innovative, KI-gestützte Prognosemodelle gaben.

Im Mittelpunkt des bis 2028 anberaumten Projekts stehe die wissenschaftlich fundierte Entwicklung und Umsetzung allergenarmer und klimaangepasster Grünflächenlösungen. Die Initiative reagiere damit auf eine wachsende gesundheitspolitische Herausforderung, seien doch heute schon – Tendenz steigend – 30 bis 40 Prozent der europäischen Bevölkerung von Allergien betroffen, während der Klimawandel die Ausbreitung und Pollenerzeugung allergener Pflanzenarten weiter verstärke.

»PollenCare« unterstütze nun Gemeinden der Grenzregion dabei, allergene Pflanzenarten schrittweise zu reduzieren, eine nachhaltige, klima- und gesundheitsbewusste Grünraumbewirtschaftung zu etablieren und damit Allergikerinnen und Allergiker spürbar zu entlasten. Die Aktion wird auf österreichischer Seite von der »AZ Pollen Research GmbH« und auf ungarischer Seite vom »Nationalen Zentrum für Volksgesundheit und Pharmazie«, dem Regierungsamt des Komitats »Győr-Moson-Sopron« sowie der ungarischen Branchenorganisation für Zierpflanzenbau umgesetzt.

-lnö-

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Betriebe
der Bayerischen Staatsforsten
raubten der Gams
erneut ihre Schonzeit

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Region Bayern – Die »Schonzeit« für Gams-, Reh- und Rotwild sei auf mehreren Tausend Hektar Schutzwaldsanierungsflächen in den bayerischen Alpen erneut gekippt worden – obwohl das höchste deutsche Verwaltungsgericht dieser Praxis 2024 klar die Rote Karte gezeigt habe. Betriebe der Bayerischen Staatsforsten hätten mit Einzelanträgen an die Landratsämter erreicht, dass sie das Wild wieder das ganze Jahr verfolgen dürften. Der Wildtier-Schutzverein »Wildes Bayern« habe sofort Klage mit Eilantrag eingereicht.

Am 16. Dezember 2025 wäre der erste Tag der »Schonzeit« fürs Gamswild in Bayern im Winter 2025/26 gewesen – doch alle Gebirgsbetriebe des Unternehmens »Bayerische Staatsforsten« hätten das um jeden Preis verhindern wollen, so »Wildes Bayern«. Auf ihre Anträge hin hätte es in fast allen Alpenlandkreisen wieder unzählige Ausnahmen von der wohlverdienten Jagdruhe für Gams-, Reh- und Rotwild gegeben. Darunter sei sogar jene Fläche im Landkreis Berchtesgaden-Land, auf der vor zwei Jahren ein Jäger aus Hessen bei der Gamsjagd im rutschigen Gelände zu Tode kam.

»Wildes Bayern« habe über seine Anwälte am 18. Dezember 2025 exemplarisch Klage und Eilantrag gegen einen Bescheid aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen eingereicht. Die Vorlage für die Anträge der oberbayerischen BaySf-Betriebe habe ausgerechnet die frühere Verordnung der Regierung von Oberbayern geliefert, die auf einen Normenkontrollantrag von »Wildes Bayern« hin im letzten Jahr vom höchsten Verwaltungsgericht Deutschlands für gesetzeswidrig erklärt wurde. »Dass die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig den Verantwortlichen in BaySf, Landratsämtern und Politik offenbar wurscht ist, stimmt uns sehr bedenklich«, erklärte Wildes Bayern-Vorsitzende Dr. Christine Miller.

Natürlich stünden die neuen oberbayerischen »Schonzeitaufhebungen« nach dem Urteil von Leipzig auf tönernen Füßen. Die Antragsteller hätten sie deshalb per »Sofortvollzug« rechtlich gleich so gestaltet, dass eine Klage allein den Abschuss erstmal nicht stoppen könne. Damit die Forstbeamten, -angestellten und Gäste das Wild jetzt nicht wieder über Jahre hinweg ohne Pause verfolgen könnten, habe »Wildes Bayern« mit einem Eilantrag reagiert.

-wb- Bild: Monika Baudrexl

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Weihnachtsgebäck
und Kosmetik 
auf dem Prüfstand

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Region Baden-Württemberg – »Damit auch an Weihnachten die Gaumenfreude der Verbraucher ungetrübt bleibt kontrollieren die Lebensmittelüberwachungsbehörden in Baden-Württemberg verstärkt auf Weihnachtsmärkten und im Einzelhandel saisonale Produkte. Untersucht werden Lebensmittel sowie Kosmetika und Bedarfsgegenstände. Die Expertinnen und Experten der Chemischen- und Veterinäruntersuchungsämter Freiburg, Karlsruhe, Sigmaringen und Stuttgart konnten bisher ein positives Fazit der Untersuchungen vorweihnachtlicher Produkte ziehen. Sofern Mängel festgestellt wurden, war die Sicherheit der Verbraucherinnen und Verbraucher nicht betroffen«, erklärte Baden-Württembergs Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Weihnachtliche und winterliche Kosmetika
Zimt, Vanille, Tannennadeln, auch in den Kosmetik-Abteilungen duftet es in der Weihnachtszeit ganz besonders intensiv. Das Kosmetik-Team des Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe nehme jedes Jahr Weihnachts-Hautpflegecremes und Duschgels unter die Lupe. Bei allen bisher untersuchten »Sondereditionen« seien erfreulicherweise keine Auffälligkeiten festgestellt worden. Bei einem Adventskalender mit Kinder-Produkten für die Badewanne sollten die Eltern jedoch beim Öffnen der Kalendertürchen bei Kleinkindern dabeibleiben. Die kleinen Tütchen und Packungen mit Badezusätzen könnten sonst möglicherweise mit Süßigkeiten verwechselt werden. Bei Pflegeprodukten für trockene Haut sei von 89 Proben bei einer Creme-Maske ein Konservierungsstoff über dem Grenzwert nachgewiesen worden. Eine »Bodybutter« habe nicht gekennzeichnete allergene Duftstoffe enthalten.

Vielfältige Untersuchungen bei Trockenfrüchten
Getrocknete Früchte, wie zum Beispiel Aprikosen, Cranberrys, Rosinen oder Datteln haben auf dem Gabenteller oder beim weihnachtlichen Backen Hochsaison. Nahezu 99 Prozent der in den letzten drei Jahren untersuchten Trockenfrüchte seien frei von Schädlingen gewesen. Alle stichprobenartig auf mikrobiologische Verunreinigungen untersuchten Proben seien unauffällig gewesen. Auch hinsichtlich einer Schwefelung musste Trockenobst nur selten beanstandet werden. Durch den Zusatz von Schwefeldioxid könne etwa die leuchtend orange Farbe bei Aprikosen erhalten werden. Wegen möglicher allergieähnlicher Reaktionen bei empfindlichen Verbrauchern müsse dies jedoch gekennzeichnet werden. Auch Höchstmengen seien hier einzuhalten.

Zimt und Co im Test auf Bestrahlung
Zur Advents- und Weihnachtszeit sind Gewürze wie Zimt, Kardamom, Anis oder Muskatnuss aus der Küche kaum wegzudenken. Auch fertige Mischungen erfreuten sich beim Zubereiten leckerer Lebkuchen und Plätzchen in der »Weihnachtsbäckerei« großer Beliebtheit. Zimtpulver, Zimtzucker sowie Lebkuchen- und Spekulatius-Gewürzmischungen wurden auch auf eine Behandlung mit ionisierenden Strahlen überprüft. Das Verfahren darf in Deutschland bei Gewürzen angewendet werden. Es ist gesundheitlich unbedenklich und wird eingesetzt, um möglicherweise krankheitserregende Mikroorganismen abzutöten und um die Haltbarkeit des Produkts zu verlängern. Zur Information des Verbrauchers sei jedoch eine entsprechende Kennzeichnung rechtlich vorgeschrieben.

Aus der Weihnachtsbäckerei
Bei den beliebten Zimtsternen stehen ebenfalls Gewürze im Fokus. Der von Natur aus in Zimt enthaltene Aromastoff Cumarin könne bei übermäßiger Aufnahme potenziell leberschädigend sein. Erfreuliches Ergebnis der diesjährigen Untersuchungen auch anderer Backwaren mit Zimt: Keine der an den CVUAs Karlsruhe und Stuttgart untersuchten Proben sei hinsichtlich des Cumarin-Gehalts auffällig gewesen, alle Befunde seien unterhalb der gesetzlichen Höchstwerte gewesen. Spekulatius überprüfte das CVUA Sigmaringen gezielt auf Mykotoxine, also Schimmelpilzgifte. Mehrere typische Zutaten wie Mehl, Mandeln oder Gewürze könnten hier mit diesen Mykotoxinen belastet sein. Zusammen mit dem Vorjahr seien bisher 18 Proben Spekulatius auf diese Kontaminanten untersucht worden. Lediglich drei von 18 Proben hätten Mykotoxine in geringen Mengen enthalten. Keiner der durch die Europäische Union vorgegebenen Höchstgehalte sei überschritten worden.

»Neben dem Weihnachtsgebäck selbst untersuchen wir auch die verwendeten Backutensilien. Die Untersuchungen am CVUA Stuttgart bestätigen die insgesamt hohe Qualität«, so Hauk. Lediglich eine Silikonbackform habe eine Grenzwertüberschreitung aufgewiesen. Die getesteten Ausstecher aus Metall hätten keine unerwünschten Elemente an das Lebensmittel abgegeben. Kuvertüren in bunt bedruckten Verpackungen seien ausnahmslos unauffällig gewesen und hätten keine Gehalte an übergegangenen Druckfarbenbestandteilen aufgewiesen. Es habe auch keine geschmacklichen oder geruchlichen Abweichungen der Prüflebensmittel nach Lagerung in Gebäckdosen oder Klarsichtbeuteln gegeben. Keine der Servietten habe auf das Lebensmittel abgefärbt. Insgesamt also gute Voraussetzungen für den heimischen Backbetrieb.

Weihnachtliche Speisen »To go«
Auch herzhafte Speisen erfreuten sich auf Weihnachtsmärkten großer Beliebtheit. Daher untersuchte das CVUA Freiburg Proben von Currywurst oder Reibekuchen, Flammkuchen, Schupfnudel- oder Pasta-Gerichten, welche die Lebensmittelkontrolleure und -kontrolleurinnen bei ihren Kontrollen der Marktstände entnommen hatten. Von acht untersuchten Proben seien lediglich vereinzelte Mängel in der Kennzeichnung von Allergenen und Zusatzstoffen festgestellt worden. »Unsere vorweihnachtliche Schwerpunktaktion zum gesundheitlichen Verbraucherschutz hat sich bewährt und zeigt, dass sich die Verbraucherinnen und Verbraucher auch in der Adventszeit sicher sein können beim Konsum weihnachtlicher Produkte. Daher werden wir die Aktion auch im nächsten Jahr fortsetzen«, resümierte Baden-Württembergs Verbraucherschutzminister Hauk.

-lbw-

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Taskforce
Drohnen

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Region Schweiz – Kürzlich wurden auf einem Schiessplatz Schweizer Angriffs- und Abwehrdrohnen erprobt. Ziel sei eine Markterkundung und qualitative Abschätzung der eingesetzten Drohnensysteme, um die Technologiereife zu erfassen. Die technischen Erprobungen sei von der »Taskforce Drohnen« durchgeführt worden, und zwar mit Beteiligung des Schweizer Bundesamts für Rüstung »armasuisse«, der Schweizer Armee und weiteren Partnern. Sie solle den Fähigkeitsaufbau des Militärs im Drohnenbereich beschleunigen und Industrie, Wissenschaft und Militär zusammenbringen.

Ziel der technischen Erprobungen sei es, Fähigkeiten und den technologischen Reifegrad kleiner Angriffs- und Abwehrdrohnen unter realen Bedingungen zu beurteilen und ihre militärischen Einsatzmöglichkeiten zu prüfen. In vordefinierten Flugszenarien wurden Steuerbarkeit, Robustheit, Reaktionsverhalten und die Wirksamkeit der Angriffs- und Abwehrdrohnen geprüft. Die Drohnen flogen ohne Wirkmittel. Die Ergebnisse dienten der »Taskforce Drohnen« als Grundlage für den weiteren Fähigkeitsaufbau im Bereich Drohnen und Drohnenabwehr. Moderne Konflikte zeigten, dass diese Fähigkeiten immer wichtiger seien, um Truppen zu schützen und die Verteidigungsfähigkeit der Armee zu stärken.

Schweizer Drohnenökosystem
Die erprobten Systeme stammten mehrheitlich von Schweizer Lieferanten aus Industrie und Wissenschaft. Die Schweiz verfüge über starke Hochschulpartner und eine hervorragende Sicherheitsrelevante Technologie- und Industriebasis (STIB) mit Schlüsselbereichen wie Robotik, Sensorik, Autonomie und künstlicher Intelligenz – Kompetenzen, die für moderne Drohnentechnologien zentral seien. Die »Taskforce Drohnen« stärke diese Entwicklungen gezielt, um Abhängigkeiten aus dem Ausland zu minimieren, sicherheitsrelevantes Know-how im Land zu halten und ein langfristig nachhaltiges »Schweizer Drohnenökosystem« aufzubauen, das schnell auf neue technologische Entwicklungen reagieren könne.

Taskforce Drohnen
Als Reaktion auf wachsende Bedrohungen habe man in der Schweiz im Juni 2024 die »Taskforce Drohnen« gegründet. Sie werde von Thomas Rothacher, Stellvertretender Rüstungschef und Leiter des Kompetenzbereichs »armasuisse« Wissenschaft und Technologie, geleitet. Auftraggeber seien der Chef der Schweizer Armee, Korpskommandant Thomas Süssli, und der Schweizer Rüstungschef Urs Loher.

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Skitouren
mit Verantwortung

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Region Vorarlberg – Das Interesse an winterlichen »Outdoor-Aktivitäten« sei ungebrochen. Wo sportliche Abenteuer abseits gesicherter Pisten lockten, lauerten jedoch auch erhebliche Risiken. Eine fundierte Ausbildung, verlässliche Kenntnisse über Gelände und aktuelle Bedingungen, die richtige Ausrüstung sowie ein umsichtiges Verhalten seien entscheidend, um das Unfallrisiko deutlich zu reduzieren. Komme es dennoch zu einem Zwischenfall, könne richtiges Handeln vor Ort weitere Verletzungen und Folgeunfälle verhindern. Im Winter 2023/2024 verunfallten in Vorarlberg 24 Personen bei Lawinenunfällen, eine davon tödlich.

Viele Wintersportbegeisterte könnten es kaum erwarten, die ersten Schwünge im freien Gelände zu ziehen. »Skitouren sind ein beeindruckendes Naturerlebnis. Doch sie verlangen Respekt – gegenüber den alpinen Gefahren und gegenüber der Natur. Mit dem Start in die Saison steigt auch die Verantwortung – für die eigene Sicherheit, für unsere empfindlichen Naturräume und auch für die Sicherheit der Mitmenschen. Naturschutz und Eigenverantwortung gehen im alpinen Gelände Hand in Hand«, erklärte Vorarlbergs Landesrat Christian Gantner.

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Euregio 
fördert 
24 Uni-Austauschprojekte

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Region Tirol/Südtirol/Trentino – Im Studienjahr 2025/2026 unterstütze die »Euregio Tirol-Südtirol-Trentino« erneut den Austausch und die Mobilität von Studierenden, Professorinnen und Professoren sowie Dozentinnen und Dozenten innerhalb der Universitäten Innsbruck, Bozen und Trient. Über den »EuregioMobilityFund« stelle sie dafür über 143.000 Euro zur Verfügung. Der »EuregioMobilityFund« wurde im Studienjahr 2014/2015 eingeführt. Etwa 1.200 Studierende und 200 Lehrende aus verschiedensten Wissenschaftsbereichen hätten an den Projekten der bisherigen sieben Ausschreibungen teilgenommen. Für die achte Ausschreibung seien 24 Projekte eingereicht worden. Bei jedem Projekt sei eine Universität als Koordinator und mindestens eine weitere Universität als Partner beteiligt. Die Freie Universität Bozen werde zehn, die Universitäten Innsbruck und Trient je sieben Projekte koordinieren. Pro Projekt konnte eine maximale Fördersumme von 8.000 Euro beantragt werden.

»Wissenschaft lebt von Mobilität, Offenheit und internationalem Austausch. Programme wie der EuregioMobilityFund machen diese Dynamik greifbar und zeigen, wie eng die Universitäten in Innsbruck, Bozen und Trient zusammenarbeiten. Gerade junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler profitieren davon, ein internationales Netzwerk aufzubauen und aktuelle Herausforderungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Diese Vielfalt an Ideen stärkt nicht nur die Forschung, sondern auch die Innovationskraft der gesamten Euregio«, erklärte Tirols Wissenschaftslandesrätin Cornelia Hagele.

»Der EuregioMobilityFund stärkt den Bildungs- und Forschungsraum Tirol-Südtirol-Trentino nachhaltig: Bauen wir auf grenzüberschreitende Mobilität für Studierende und Forschende sowie die Förderung von Innovation, werden Möglichkeiten geschaffen, die weit über unser Land hinauswirken. Diese Investition in Austausch und Vernetzung ist ein wichtiger Baustein für unsere Zukunft«, so Südtirols Landesrat für Innovation, Forschung und Universität Philipp Achammer. Trentinos Vize-Landeshauptmann und Landesrat für Universität und Forschung, Achille Spinelli, ergänzte: »Die Zusammenarbeit zwischen den Universitäten der drei Länder ist eine strategische Investition. Sie stärkt die Qualität des Bildungs- und Forschungsangebots. Der Austausch von Kompetenzen, Ideen und Möglichkeiten stellt nicht nur eine wichtige Gelegenheit für Studierende und Lehrende dar, sondern hebt auch die Rolle unserer Hochschulen Euregio-Raum hervor«.

-lt-

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Junge
Ski-Talente 
des Alpenraums

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Region Tirol – Die besten Ski-Nachwuchstalente der Alpenregionen trafen sich heuer in Tirol: Rund 140 Athletinnen und Athleten der »U16-Kategorie« bestritten im Skigebiet »Schlick 2000« in Fulpmes im Stubaital (Bezirk Innsbruck-Land) die Ski Alpin-Bewerbe der »ARGE ALP«. Die Teilnehmenden stammten aus Tirol, Bayern, St. Gallen, Graubünden, Tessin, Südtirol, Trentino, Vorarlberg und der Lombardei sowie aus der Gastregion Liechtenstein. Die Veranstaltung wurde vom TSV Fulpmes, der WSV Neustift und dem Tiroler Skiverband gemeinsam mit der Marktgemeinde Fulpmes, dem Tourismusverband Stubai Tirol und dem Land Tirol ausgerichtet.

-lt-

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Nein
zur Zentralisierung 
der »Kohäsionspolitik«

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Region Südtirol – Bei der Sitzung der Konferenz der Regionen und der Autonomen Provinzen am 18. Dezember 2025 hat Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher erneut seine klare Ablehnung einer »Zentralisierung der Verwaltung der Mittel der EU-Programmperiode 2028 – 2034« bekräftigt, wie sie von der Europäischen Kommission ins Auge gefasst werde. An der Sitzung nahm auch der Vizepräsident der Europäischen Kommission und EU-Kommissar für Kohäsionspolitik, Raffaele Fitto, teil. »Es ist unbedingt notwendig, gemeinsam mit der Regierung einen technisch-politischen Weg zu entwickeln, um frühzeitig die Herausforderungen bei der Umsetzung der europäischen und staatlichen Kohäsionsprogramme anzugehen und jede sinnvolle und wirksame Form der Zusammenarbeit zu erproben. Ziel ist eine möglichst effektive und effiziente Nutzung der derzeit verfügbaren und künftig zur Verfügung stehenden Mittel, die für die sozioökonomische und territoriale Entwicklung des Landes von großer Bedeutung sind«, betonte Kompatscher.

Gerade für die Zeit nach 2027 brauche die »Kohäsionspolitik« mehr denn je eine Zusammenarbeit auf mehreren politischen Ebenen im Sinne einer echten »Multi-Level-Governance« sowie ein starkes Partnerschaftsprinzip, das auf Vertrauen in die Fähigkeit der Gebiete aufbaue, regionale Entwicklungsstrategien umzusetzen, die den tatsächlichen Bedürfnissen vor Ort entsprechen würden. »Das Land Südtirol ist bestes Beispiel dafür, wie lokale Stärkung auf Grundlage der politisch-administrativen Autonomie zu einem vorbildlichen Einsatz von EU-Mitteln führt. Sowohl das EFRE-Programm als auch jenes des ESF+ unseres Landes zählen in Italien zu den Spitzenreitern, was die Umsetzungskapazität betrifft«, so Kompatscher.

Wie bereits in der Vergangenheit habe die Position von Kompatscher breite Zustimmung bei allen italienischen Regionen, einschließlich jener mit Sonderstatut sowie beim Trentino gefunden. Inzwischen verfügten laut Kompatscher viele lokale Verwaltungen über eine hohe Verwaltungskompetenz im Umgang mit EU-Mitteln, die auf zentralstaatlicher Ebene oft nicht im gleichen Maß vorhanden sei. Hinzu kommen würden die offenen Fragen rund um das zentralisierte Umsetzungsmodell des Wiederaufbaufonds PNRR, dessen Abschluss noch ausstehe und für den bisher weder eine unabhängige noch eine wissenschaftlich fundierte Bewertung von Leistung, Wirksamkeit und Effektivität der Maßnahmen vorliege.

-lpast-

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Volkskultur-Preis
für Kinder und Jugendliche

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Region Salzburger Land – Im März 2026 wird wieder der »Salzburger Löwe« für Projekte in der Volkskultur an Gruppen, Vereine, Schulen, Kindergärten oder Einzelpersonen vergeben. Er richte sich an Kinder und Jugendliche bis 26 Jahre, die sich in diesem Bereich engagierten. Ein Expertenjury werde vier Siegerprojekte auswählen. Insgesamt gebe es 10.000 Euro Preisgeld. Der vom Land Salzburg und der Volksbank Salzburg initiierte »Salzburger Löwe« habe das Ziel, Kinder und Jugendliche zu motivieren, sich mit Brauchtum und Kultur auseinander zu setzen. »Unsere Volkskultur lebt vor allem von jungen Menschen, die mit Herz und Mut Neues wagen. Der Salzburger Löwe gibt jungen Talenten eine Bühne für frische Ideen, kreative Zugänge und Projekte, die zeigen, wie lebendig und vielfältig unsere Traditionen sind. Jede Einreichung ist ein wertvoller Beitrag zur Volkskultur von morgen«, erklärte Salzburgs Landesrat Maximilian Aigner. Für den sechsten »Salzburger Löwen« gilt eine Einreichfrist bis 1. Februar 2026.

-ls-

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Olympische
Winterspiele 
2026

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Der deutsche Rundfunkverbund ARD berichtet vom 6. bis 22. Februar 2026 umfangreich und crossmedial auf allen Ausspielwegen von den »XXV. Olympischen Winterspielen« in Mailand und Cortina. Auftakt ist die große Eröffnungsfeier im San Siro in Mailand, die am 6. Februar ab 20:00 Uhr live im Ersten und in der ARD Mediathek übertragen wird, kommentiert von Tom Bartels und Italien-Kenner und Journalist Giovanni di Lorenzo. Insgesamt hat »Das Erste« an neun Sendetagen ca. 120 Stunden Olympia im Programm.

Esther Sedlaczek und Stephanie Müller-Spirra präsentieren im Wechsel die Spiele aus dem gemeinsamen ARD/ZDF-Olympiastudio in Mainz. Ihnen zur Seite steht Tagesschau-Journalistin und Social-Media-Expertin Amelie Marie Weber. Sie präsentiert Trends aus dem Netz und ist Ansprechpartnerin für die Community. Direkt vor Ort von den Wettkampfstätten melden sich u.a. Michael Antwerpes, Claus Lufen, Markus Othmer und Lea Wagner mit Einordnungen und Interviews. Außerdem gibt es fachkundige Unterstützung durch die ARD-Wintersport-Expertinnen und -Experten: Arnd Peiffer und Erik Lesser beim Biathlon, Sven Hannawald an der Skisprung-Schanze, Felix Neureuther begleitet die alpinen Skiwettbewerbe und Mariama Jamanka mit ihrer Expertise am Eiskanal. Weitere prominente Gäste sind außerdem Eiskunstlauf-Doppelolympiasiegerin Katarina Witt, der ehemalige Eishockeyprofi Rick Goldmann und Gela Allmann für die neue olympische Sportart Skibergsteigen. Auch Hintergrund werde bei der ARD großgeschrieben: ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt und IOC-Experte Robert Kempe recherchieren und berichten regelmäßig, weil auch Olympische Spiele mehr sind als nur Gold, Silber und Bronze. Im Ausrichterland unterwegs ist der ARD-Italienkorrespondent Tilmann Kleinjung mit seinem Team, das politische und gesellschaftliche Themen beleuchten wird.

Eine wahre Offensive zünde die ARD in der ARD Mediathek und auf sportschau.de. Das digitale Gesamtpaket sei so umfangreich wie noch nie bei Olympischen Winterspielen: Auf beiden Plattformen könnten jeden Tag alle Wettbewerbe live im Web und in der App abgerufen werden. Insgesamt umfasse das Livestream-Angebot bis zu 700 Stunden und damit über 150 Stunden mehr als vor vier Jahren bei den Winterspielen in Peking. Auch wer einen spannenden Wettkampf verpasst habe, sei in der ARD Mediathek genau richtig: Unter dem Motto »Re-Live« gebe es dort alle Wettbewerbe als »Video-on-demand« mit Originalkommentar. Sprungmarken innerhalb der Clips ermöglichten einen schnellen Zugriff auf die olympischen Highlights. Ein vielseitiges Angebot an neuen Dokumentationen runde das Thema Olympia in der ARD Mediathek ab.

Im ARD-Hörfunk laute das Motto: Live, emotional, spannend – und das mit starker journalistischer Expertise. Im Fokus sollen die Live-Reportagen des sportlichen Geschehens stehen. Dazu sollen Exklusivgespräche und Interviews direkt aus Italien und vieles mehr kommen. Besondere Audio-Angebote seien darüber hinaus das »Olympiaradio«, das täglich in der »ARD Audiothek« und auf den Infowellen zwischen 20:15 Uhr und 23 Uhr sende, und ab 4. Februar 2026 der tägliche »Olympia-Podcast« mit Alex Schlüter und Stephanie Müller-Spirra. Den ARD-Olympiasong »Ti amo italiano« haben die »Sportfreunde Stiller« eigens für die Olympischen Winterspiele in Mailand/Cortina geschrieben. ARD-Federführer für die »Olympischen Winterspiele Mailand/Cortina 2026« sind der Bayerische Rundfunk und der Mitteldeutsche Rundfunk.

-ard-

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KW 51 – 2025
15. – 21. 12. 2025

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Stimmungsvoller
Adventszauber 
mit »Lebender Krippe«

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Region Bayern – Der Marktplatz der oberbayerischen Stadt Miesbach wurde kürzlich wieder zum Treffpunkt für Familien und Besucher aus Nah und Fern. Beim stimmungsvollen »Miesbacher Adventszauber 2025« rund um den großen Christbaum am Marktplatz, gruppierten sich ausgewählte Verkaufsstände, die unter anderem Dekorationsartikel, Christbaumschmuck, Kerzen und bemalte Windlichter, als auch hübsche Geschenkideen – wie funkelnden Schmuck, vielfältige Filz- und Strickwaren, Kleidungsstücke für Groß und Klein sowie allerhand Spielzeug – anboten.

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Dr. Gerhard Braunmiller, Bürgermeister der oberbayerischen Stadt Miesbach, bei seinem Adventsmarktrundgang

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Eine »Lebende Krippe« wurde vom Heimat- und Volkstrachterhaltungsverein Miesbach präsentiert und feierte heuer das 40-jährige Bestehen

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Behagliches Ambiente verbreiteten Feuerstellen, während eine Spiegelkugel glitzernde Lichteffekte präsentierte. Für die kulinarischen Genüsse sorgten Imbißbuden unter anderem mit Leckereien, duftendem Glühwein und knusprigen Waffeln, raffinierten Kaffeespezialitäten und erlesenen Honigerzeugnissen. Besinnlich wurde es an der Trachtenhütte des Heimat- und Volkstrachterhaltungsvereins Miesbach. Dort inszentierte der Trachtenverein die Weihnachtsgeschichte als »Lebende Krippe«. …weiter zur Bildergalerie

-am- Bilder: am

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Zukunft
mit
»Photonischer KI«

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Region Baden-Württemberg – Mit der Übergabe eines symbolischen Förderschecks an die Projektverantwortlichen am »Institut für Mikroelektronik Stuttgart« habe Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Baden-Württembergs Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, einen entscheidenden Schritt in die Zukunft der photonischen Künstlichen Intelligenz (KI) in Baden-Württemberg und Europa markiert. Das Projekt »Reallabor für photonische KI II« ziele darauf ab, die Entwicklung und Anwendung von »photonischer Künstlicher Intelligenz« voranzutreiben. Im Mittelpunkt des Projekts stehe die Errichtung eines Reallabors, das Unternehmen und Forschungseinrichtungen eine praxisnahe Umgebung biete, um KI-Anwendungen und andere rechenintensive Prozesse zu entwickeln, zu testen und zu optimieren. »Photonisches Computing«, das Licht statt Elektronen zur Datenverarbeitung nutze, ermögliche ultraschnelle, energieeffiziente und skalierbare Lösungen für die Herausforderungen moderner digitaler Technologien, insbesondere im Bereich KI und Hochleistungsdatenverarbeitung. Im Vergleich zu herkömmlichen digitalen »KI-Chips« würden »Photonik-Chips« aus Lithiumniobat einen bis zu 100-fach geringeren Energiebedarf benötigen. Angesichts des enormen Energieverbrauchs, den KI-Rechenzentren bereits verursachten und von Prognosen, wonach der Weltstromverbrauch bis 2030 allein durch KI um 25 Prozent steigen könne, zeige sich das Potenzial von »Photonik-Chips« deutlich. Mit der Bereitstellung dieser neuartigen, besonders energieeffizienten Technologie »Made in Europe« sollen nicht nur wettbewerbsfähige digitale Lösungen vorangebracht, sondern zugleich wichtige Grundlagen für eine stärkere europäische Unabhängigkeit bei Hochleistungs- und KI-Rechentechnologien geschaffen werden.

Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Hochleistungs- und KI-Rechentechnik ausbauen
»Nachhaltigkeit und Energieeffizienz werden für digitale Technologien immer wichtiger. Die jüngsten Entwicklungen im Bereich der KI zeigen deutlich, wie stark der Bedarf an leistungsfähiger und zugleich ressourcenschonender Recheninfrastruktur wächst. Das Projekt »Photon KI II« setzt genau hier an und unterstützt Wirtschaft und Forschung in Europa dabei, sich auf die Herausforderungen der digitalen Zukunft einzustellen“, so Dr. Hoffmeister-Kraut.

Baden-Württembergs Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördere das Vorhaben im Rahmen der Plattform »Strategische Technologien für Europa« mit rund 1,3 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Diese Förderung trage dazu bei, die europäische Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Hochleistungs- und KI-Rechentechnik auszubauen und Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern zu reduzieren.

-lbw-

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Jodeln
wurde in das 
immaterielle Kulturerbe 
der UNESCO 
aufgenommen

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Region Schweiz – Die UNESCO hat das »Jodeln« in die »Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit« aufgenommen. Als »emblematischer Gesang der Schweiz« umfasse der Jodel eine grosse Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen und sei tief in der Bevölkerung verankert. In ihrer Entscheidung hebe die UNESCO die Qualität des eingereichten Dossiers und den soliden partizipativen Prozess hervor, der zur Kandidatur geführt habe.

Als charakteristische Gesangstechnik wechsele das Jodeln zwischen Brust- und Kopfstimme und verwende bedeutungsfreie Silben, die oft mit lokalen Dialekten verbunden seien. Man unterscheide zwischen dem »Naturjodel«, der aus Melodien ohne Text bestehe, und dem »Jodellied«, das Strophen und gejodelte Refrains verbinde und häufig Natur- und Alltagserfahrungen thematisiere. Ob solistisch, in kleinen Gruppen oder in Chören – manchmal begleitet von Instrumenten wie dem Akkordeon – zeichne sich der Jodel durch seinen reichen Klang und seine Präsenz an Konzerten, Festen und Wettbewerben aus, die oft mit dem Tragen regionaler Trachten verbunden sei.

Das Jodeln sei äusserst beliebt und werde in Familien, Vereinen, Musikschulen oder einfach unter Sängerinnen und Sängern weitergegeben. Über 12.000 Jodlerinnen und Jodler seien Mitglied einer der insgesamt 711 Gruppen des »Eidgenössischen Jodlerverbands«, doch die Praxis werde auch ausserhalb von Vereinen und Chören gepflegt. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler liessen sich ebenfalls davon inspirieren, was die Lebendigkeit einer sich ständig weiterentwickelnden Tradition bestätige.

Die bereits im März 2024 eingereichte Kandidatur wurde vom Schweizer Bundesamt für Kultur (BAK) unter Einbezug von Jodel-Expertinnen und -Experten sowie von einschlägigen Organisationen koordiniert. Dieser kollaborative Prozess habe ermöglicht, die Herausforderungen zu identifizieren, die für die Weitergabe des Jodelns an künftige Generationen entscheidend seien, und zwar Nachwuchsförderung, nationale Koordination, Ausbildung, Dokumentation und Forschung. Dazu seien gemeinsam Massnahmen definiert worden, unter anderem zur Stärkung der Zusammenarbeit, zur Entwicklung neuer Aus- und Weiterbildungsangebote, zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit sowie zur Unterstützung der Praktizierenden. Die Schweiz war auch an den folgenden multinationalen Kandidaturen beteiligt: Kunst des Trockenmauerbaus (2018), Alpinismus (2019), Bauhüttenwesen (2020) und Traditionelle Bewässerung (2023).

-bkch-

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Volkszählung
2025

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Region Liechtenstein – Am Mittwoch, 10. Dezember begann die Volkszählung 2025 im Fürstentum Liechtenstein. Die Einwohnerinnen und Einwohner erhielten ein Schreiben mit den Zugangsdaten für den Online-Fragebogen der Volkszählung. Die Teilnahme sei per Computer, Tablet oder Smartphone und auf den gebräuchlichsten Browsern möglich. Auf der Internetseite »www.volkszaehlung.li« könne der Fragebogen ausgefüllt werden. Abgabetermin sei der 13. Januar 2026.

Verpflichtung zur Teilnahme
Die Volkszählung sei die umfassendste statistische Erhebung in Liechtenstein. Das Motto »Liechtenstein zählt« verdeutliche, dass die Volkszählung ein Gemeinschaftswerk des Landes sei, welches die ganze Bevölkerung miteinbeziehe. Nur wenn alle Einwohnerinnen und Einwohner den Fragebogen vollständig ausfüllten sei es möglich, aussagekräftige Ergebnisse für das Land, die einzelnen Gemeinden und verschiedene Bevölkerungsgruppen zu erstellen. Aufgrund des Statistikgesetzes sei deshalb die gesamte Bevölkerung verpflichtet, an der Befragung teilzunehmen. Die Statistiken, die aus den Daten resultieren, seien wiederum für alle öffentlich und kostenlos zugänglich. Die Devise der Volkszählung sei: »Informationen von allen für alle«.

Nutzen der Volkszählung
Die Statistiken aus der Volkszählung sollen Aufschluss darüber geben, wo das Land stehe. Auch die langfristige Entwicklung des Landes könne daraus abgelesen und Vergleiche mit anderen Ländern erstellt werden. Alle diese Informationen dienten der Meinungsbildung in der Bevölkerung sowie der Politikgestaltung von Landtag, Regierung und Gemeindebehörden. Sie sollen eine verlässliche Datengrundlage bieten, um die besten Entscheidungen für das Land fällen zu können. Im Dezember 2026 werd die Bevölkerung über erste Ergebnisse aus der Volkszählung 2025 informiert.

-RdFL-

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25-Jahre
Biosphärenpark 
Großes Walsertal

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Region Vorarlberg – Mit der Auszeichnung zum »UNESCO Biosphärenpark« im Jahr 2000 gelte das »Große Walsertal« seit nunmehr 25 Jahren als Teil eines weltweiten Netzwerks von mittlerweile 759 Biosphärenparks in 136 Ländern. Im »biosphärenpark.haus« in Sonntag wurden kürzlich dieses Jubiläum sowie der Abschluss des Projekts »Alpflug« gefeiert. Vorarlbergs Landesrat Christian Gantner überbrachte Gratulation und Dank seitens der Vorarlberger Landesregierung. »Der Biosphärenpark Großes Walsertal steht für eine gemeinsame Wertehaltung, die in den sechs Gemeinden der Talschaft beispielhaft gelebt wird. Dazu zählen das Miteinander von Mensch und Natur, der Blick für das Wesentliche und der Mut, Verantwortung zu übernehmen«, betonte er. Im »biosphärenpark.haus« komme das in besonderer Weise zum Ausdruck, erklärte Gantner: »Es bietet einen Ort der Begegnung für die Bevölkerung des Tals und seine Gäste sowie der Kooperation und des Austausches über die künftige Gestaltung des gemeinsamen Lebensraums«.

Mit der »Novelle des Vorarlberger Naturschutzgesetzes« sei vor 25 Jahren die entscheidende Grundlage für die Gründung von »Biosphärenparks« im Land geschaffen worden. Das Konzept umfasse ökologische, wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Maßnahmen mit dem Ziel, Entwicklungsmöglichkeiten zu nützen und dabei die Identität der Region zu wahren. Dieser Weg habe sich bewährt. Auf 18 Alpen seien »Schwendarbeiten« durchgeführt worden, welche die Lebensraumqualität für viele Tierarten – etwa für das Birkhuhn, das im Großen Walsertal in stabilen Beständen vorkomme – förderten und der Erhaltung der alpinen Kulturlandschaft diene. Dabei hätten an vielen Orten neben dem Alppersonal auch die Besitzenden und zahlreiche Freiwillige mit angepackt.

Das Projekt »Alpflug« werde durch den »Biodiversitätsfonds« des österreichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft gefördert. Insgesamt könnten so über 150.000 Euro an Fördermitteln lukriert und mit dem Projektschluss direkt an die beteiligten Alpen ausgezahlt werden. Ebenso hätten die Verwaltungsorganisationen auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene Unterstützung geboten.

-vlk-

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Fahrverbote
für den 
»Ausweichverkehr«

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Region Tirol – Seit nunmehr sechs Jahren gebe es die Fahrverbote für den »Ausweichverkehr« in Tirol am niederrangigen Straßennetz – also auf ausgewählten Gemeindestraßen und Landesstraßen. Mit Ausnahme von Ziel-, Quell- und Anrainerverkehr sei es Verkehrsteilnehmenden auf diesen Straßenabschnitten nicht erlaubt, starken Verkehr und Staus über das niederrangige Straßennetz zu umfahren. Auch zum Start der Wintersaison 2025/2026 würden die Fahrverbote für den Ausweichverkehr wieder in Kraft treten. Ziel sei es, das niederrangige Straßennetz in den Ortsgebieten staufrei und damit die Verkehrs- und Versorgungssicherheit für die Bevölkerung aufrecht zu halten.

Die »Fahrverbote« sollen von Samstag, 20. Dezember 2025, bis inklusive Ostermontag, 6. April 2026, jeweils an den Wochenenden und Feiertagen – in der Zeit von 7:00 bis 19:00 Uhr auf ausgewählten Straßen in den Bezirken Kufstein, Reutte, Imst und Schwaz gelten. Aufgrund der Bauarbeiten auf der Luegbrücke gebe es auch »Fahrverbote« im Großraum Innsbruck sowie im Wipptal. Hier sollen die Fahrverbote im Zeitraum 27. Dezember 2025 bis 1. März 2026 gelten. Damit werde das im vergangenen Jahr vorgestellte »Wipptal-Paket« fortgeführt. Das Land Tirol habe auf Antrag von Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel die notwendigen Mittel für geschultes Personal bereitgestellt, um die Verkehrspolizei bei der Kontrolle der Fahrverbote bestmöglich zu unterstützen. Darüber hinaus sollen an neuralgischen Punkten wieder »Dosierampeln« eingesetzt werden.

Anbieter von Navi-Softwares sollen Fahrverbote berücksichtigen
»Echtzeit-Navigation durch verschiedenste Apps ist für die meisten Reisenden heutzutage Normalität. Das führt dazu, dass bei Verzögerungen sofort eine Alternativroute angezeigt wird – egal wie ungeeignet die vorgeschlagenen Straßen auch sein mögen. Das niederrangige Straßennetz ist nicht für ein so hohes Verkehrsaufkommen ausgelegt, weshalb auf den Ausweichrouten die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung nicht mehr gewährleistet ist. Ich dränge auf eine ehestmögliche Umsetzung einer Verpflichtung für die Anbieter von Navigationssoftwares, Fahrverbote in ihre Dienste mitaufzunehmen und diese Routen nicht als Alternativen vorzuschlagen. Denn klar ist auch: Die meisten vertrauen auf das Navi und verstoßen nicht absichtlich gegen die Fahrverbote«, so Tirols Verkehrslandesrat Zumtobel.

Zwar sei das Verständnis bei den meisten Verkehrsteilnehmenden vorhanden, doch komme es immer wieder auch zu Diskussionen. »Im vergangenen Jahr wurden insgesamt über eine dreiviertel Million Fahrzeuge wieder auf die Hauptverkehrsrouten geschickt. Die Durchsetzung der Fahrverbote vor Ort ist nicht immer ein einfaches Unterfangen – zumal länger dauernde Aufklärungsgespräche erneutes Staupotenzial mit sich bringen können«, erklärte Zumtobel. In der vergangenen Sommersaison seien zwischen Mitte April und Anfang November rund 516.000 Fahrzeuge auf die Hauptverkehrsrouten zurückgewiesen worden. Im Winter 2024/2025 seien es rund 250.000 Fahrzeuge gewesen.

-lt-

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Bessere
Bahn-Mobilität

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Region Südtirol – Kürzlich wurde das neue »Südtiroler Investitionsprogramm 2025-2027« der »STA – Südtiroler Transportstrukturen AG« genehmigt. Insgesamt sollen 14,8 Millionen Euro zur Verfügung stehen, um Bahnstrecken, Bahnhöfe und Züge zu modernisieren und den öffentlichen Verkehr weiter auszubauen. »Wir wollen allen Südtirolerinnen und Südtirolern eine konkrete Alternative zum Auto ermöglichen. Investitionen in die Bahn sind Investitionen in eine moderne, zuverlässige und für alle zugängliche Mobilität. Damit soll das tägliche Unterwegssein für Pendlerinnen und Pendler komfortabler, zuverlässiger und attraktiver werden«, erklärte Südtirols Landesrat Daniel Alfreider.

Ein wesentlicher Teil der Mittel fließe in die Stärkung der Bahnlinie »Meran – Mals«, einschließlich Verbesserungen an der Infrastruktur und außerordentliche Wartungsarbeiten. Die Fertigstellung der Zugremise in Mals werde vorangetrieben, um die Qualität des Bahnverkehrs langfristig zu sichern. Auch für die »Rittner Bahn« und die »Rittner Seilbahn« seien weitere Investitionen vorgesehen, welche die bestehende Infrastruktur verbessern sollen. Ferner werde die Wartung der »FLIRT-Züge« finanziert, die im Besitz der STA sei und einen zentralen Bestandteil des lokalen Nahverkehrs darstellten. Gleichzeitig sehe das Programm die Finanzierung eines »16. FLIRT-Zuges« vor, der künftig für zusätzliche Kapazitäten und ein engmaschigeres Angebot sorgen solle. Auch im Bereich der »Intermodalität« setze das STA-Investitionsprogramm Akzente: Die Bushaltestelle beim Bahnhof Untermais werde erneuert, um den Umstieg zwischen Bus und Bahn zu erleichtern. Weitere Knotenpunkte im Land sollen technisch aufgerüstet werden, damit sie auch bei erhöhtem Fahrgastaufkommen funktionierten und noch einfacher zugänglich seien.

-lpast- bild: am

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Drei Jubiläen
und ein Blick
in die Zukunft

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Region Salzburger Land – 80 Jahre Kriegsende, 70 Jahre Staatsvertrag und 30 Jahre EU-Mitgliedschaft: Mit einer Festveranstaltung gedachte Salzburg der Errungenschaften dieser Meilensteine der jüngsten Geschichte. Gleichzeitig wurde der Blick voraus in die Zukunft gerichtet. Das Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 markierte in Salzburg den Beginn einer mittlerweile acht Jahrzehnte währenden Friedensperiode. Mit dem Abzug der Besatzungsmächte kam zehn Jahre später die staatliche Selbstbestimmung dazu und der EU-Beitritt 1995 bedeutete für das Land auch 30 Jahre Wohlstand und Sicherheit. All dies war kürzlich bei einer »Jubiläumsstunde« im Salzburger Landtag Thema.

Für Landeshauptfrau Karoline Edtstadler waren diese Jahrzehnte geprägt von Erfolgsgeschichten und Aufschwung. »Wir alle durften in der »Pax Europea« aufwachsen, der bisher längsten durchgehenden Zeit des Friedens in Europa«, so Edtstadler. Doch diese Zeit sei vorbei, die Sicherheit, dass es auf europäischem Boden keinen Krieg gebe, sei Geschichte. »Wir können uns nicht länger auf andere verlassen, wir müssen selbstverteidigungsfähig sein. Besinnen wir uns in Zeiten der Krise wieder auf unsere Stärken und seien wir selbstbewusst«, erklärte Edtstadler.

Ein unmissverständliches Bekenntnis zum demokratischen Diskurs kam von Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf: »Parlamente sind das Herz der Demokratie, denn ohne sie gibt es keine demokratische Gesellschaft. Nicht gegensätzliche Meinungen spalten unsere Gesellschaft, sondern die moralische Aufladung des eigenen Standpunkts. Wo Wut die Debatte bestimmt, wird Politik handlungsunfähig. Darum ist es unsere gemeinsame Verantwortung, die demokratischen und föderalen Grundfesten zu stärken«.

Politik-Kommunikation mit Emotion
Festredner Reinhard Heinisch, Professor an der Universität Salzburg, machte auf die gesunkene Zufriedenheit mit dem politischen System von Menschen mit geringerem Einkommen und mit weniger Bildungsressourcen zur Krisenbewältigung aufmerksam: »Eine beträchtliche Gruppe fühlt sich abgehängt, im Stich gelassen und hat das Vertrauen in Staat und Institutionen weitgehend verloren«. Für den Politikwissenschaftler Heinisch wäre viel gewonnen, würde politische Kommunikation »nicht nur sachlich erklären, sondern auch emotional vermitteln, warum sie schützt und warum sie Halt gibt«, betonte Heinisch.

-ls-

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Online-Infotag
für Familien

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Region Steiermark – Mit dem »ZWEI & MEHR Familienfreitag« startete kürzlich das von Steiermarks Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom initiierte Informationsangebot für Familien in der Steiermark. Kostenlos, online und ohne Anmeldung bekamen Eltern und Interessierte viel Aktuelles und Tipps zu interessanten kinder- und jugendrelevanten Themen vermittelt. Ziel sei es, Familien bei Herausforderungen im Alltag mit wichtigen, aber leicht zugänglichen Informationen zu unterstützen.

Das tragische Attentat am BORG Dreierschützengasse im Juni dieses Jahres hatbe auf erschütternde Art und Weise vor Augen geführt, dass auch unter jungen Menschen schreckliche Gewalttaten vorkommen können. Umso wichtiger sei es, umfassende Präventionsarbeit zu leisten, Kinder und Jugendliche beim Aufwachsen gut zu begleiten und Familien für verschiedenste Herausforderungen zu rüsten. Als Reaktion auf diese Gewalttat und um künftig noch zielgerichteter Vorsorgearbeit leisten zu können, sei im vergangenen Sommer ein Beirat zur Gewaltprävention eingerichtet worden. In der dazugehörigen Arbeitsgruppe »Elternbildung, Lebensumfeld-Familie« seien unter der Federführung von Manuela Khom mit Expertinnen und Experten darüber beratschlagt worden, wie man Eltern noch effizienter mit Informationen versorgen und sie dadurch im Familienalltag bestmöglich unterstützen könne. Mit dem »ZWEI & MEHR Familienfreitag« sei nun eine der ersten Maßnahmen aus dem Beirat zur Gewaltprävention umgesetzt worden.

»ZWEI & MEHR Familienfreitag online«
Da es eine Vielzahl an Themen gebe, die Kinder und Jugendliche beschäftigten, brauche es auch ein breites Wissen und ein stetiges Update. Für Eltern und alle Personen, die zum Aufwachsen junger Menschen beitragen, sei es deswegen oftmals eine Herausforderung, stets gut informiert zu bleiben. Daher sei es das Ziel gewesen, mit dem »ZWEI & MEHR Familienfreitag« eine Maßnahme zu setzen, die Eltern und Familienmitglieder über aktuelle Themen informiert halte und gleichzeitig einfach in den Familienalltag zu integrieren sei.

-lstm-

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20 junge
Musikerinnen und Musiker 
mit Stipendium 
ausgezeichnet

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Region Oberösterreich – 20 junge Musikerinnen und Musiker wurden am 12. Dezember 2025 von Oberösterreichs Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer mit den »Dr. Josef Ratzenböck-Stipendien« ausgezeichnet. Mit diesem Stipendium werden Schülerinnen und Schüler der Landesmusikschulen, der Akademie für Begabtenförderung sowie der Oberösterreichischen Tanzakademie für besondere Leistungen geehrt. Insgesamt wurden 20 Stipendien zu je 1.500 Euro, insgesamt 30.000 Euro, vergeben, um den Kauf eines Musikinstrumentes oder eine besondere musikalische oder tänzerische Fortbildung zu ermöglichen.

Unter den Stipendiaten ist auch Lukas Winter, der mit einem »Dr. Josef Ratzenböck-Stipendium« für Schlagwerk ausgezeichnet wurde und mit seinen 14 Jahren zu den bisher jüngsten Preisträgern gehöre. Ferner haben diesmal mit Eva Elisabeth Baehr, Ilia Deinhammer, Wendelin Burgstaller und Samuel Hubner insgesamt vier Sängerinnen bzw. Sänger das Stipendium bekommen. So viele gab es in diesem Unterrichtsfach noch nie. Außerdem wurde an Felix Hehenberger zum ersten Mal das Stipendium für das Instrument »Klavier. Jazz Pop Rock« vergeben.

-loö-

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Start der Koralmbahn
mit Bundespräsident 
Van der Bellen

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Region Kärnten – Eisenbahnhistorischer Moment, Eintrag in die Geschichtsbücher, neue Zukunft in der Mobilität – in Graz am Hauptbahnhof starteten kürzlich die Festakte zur Eröffnung der »Koralmbahnstrecke«, welche die Städte Graz und Klagenfurt auf eine 41-Minuten-Distanz zusammenbringe. Angeführt von Landeshauptmann Peter Kaiser war Kärntens gesamtes Regierungskollegium ebenso in Graz vor Ort, um die Bedeutung des historischen Moments zu unterstreichen. Kaiser verwies in Graz auf die enorme Bedeutung und die Auswirkungen der neuen Strecke. 27 lange Jahre habe es gedauert, dass dieser Lückenschluss erfolgen konnte. Auch Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker, Vizekanzler Andreas Babler, Infrastrukturminister Peter Hanke, der Vertreter des EU-Kommissars Apostolos Tzitzikostas, Eric von Breska, und die Bürgermeisterin Elke Kahr, sowie Bürgermeister Christian Scheider erklärten zusammengefasst ebenso diesen Tag zu einem historischen Moment, der Menschen und Wirtschaft zusammenführe, ein Tag, an dem ein neuer Wirtschaftsraum in Österreich mit 1,2 Millionen Menschen entstehe.

-lktn-

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Zehn Jahre
»Tiergestützte Arbeit«

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Region Niederösterreich – An der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Hollabrunn wurde vor kurzem das zehnjährige Bestehen der »Tiergestützten Arbeit« (TGA) in der Ausbildung gefeiert. Dabei wurde die Fachschule auch als ein zertifizierter Betrieb für die »Tiergestützte Intervention« und als zertifizierter »Green Care-Betrieb« gewürdigt. »Tiere sind vielfach Türöffner in der Kommunikation, daher wird die »Tiergestützte Arbeit« in Bereichen des Gesundheitswesens, des Sozialwesens und in der Pädagogik eingesetzt. An der Fachschule Hollabrunn erkannte man schon sehr früh, dass der Bereich von »Green Care« ein Zukunftsfeld für landwirtschaftliche Betriebe werden kann. Vor allem für die Arbeit mit Tieren bieten Bauernhöfe optimale Rahmenbedingungen. Daher ist es wichtig attraktive Ausbildungsangebote zu schaffen und Interessierte mit diesem aufstrebenden Fachgebiet vertraut zu machen. Die LFS Hollabrunn nimmt im Bereich der »Tiergestützten Arbeit« eine Vorreiterrolle ein und zeigt, dass mit hoher fachlicher sowie sozialer Kompetenz die Beziehung zwischen Mensch und Tier nutzbringend eingesetzt werden kann«, betonte Niederösterreichs Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

»Schwerpunkte der TGA-Ausbildung sind tiergestützte Einsätze und Angebote sowie die artgerechte Tierhaltung und die Ernährung. Dabei legen wir besonderen Wert auf die praktische Arbeit und den fachgerechten Umgang mit den Tieren. Ebenso stehen die Tiergesundheit und die Verhaltenslehre auf dem Programm«, so TGA-Lehrgangsleiterin Silvia Brandstätter. »Mit dem kontinuierlichen Ausbau des Ausbildungszweiges der Kleintierhaltung konnte das breite Themenfeld von Green Care an der Fachschule Hollabrunn bestens etabliert werden. So wurden vor 15 Jahren die Räumlichkeiten für die Vivaristik mit zahlreichen Terrarien und Aquarien eröffnet. Dies ist das Herzstück der praktischen Ausbildung in der Tierpflege für Kleinsäuger und wirbellose Tiere«, erklärte TGA-Abteilungsvorständin Verena Kucera.

-lnö-

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»Wasserpaket«
geschnürt

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Region Bayern – Der Bayerische Landtag hat kürzlich die »Novelle des Bayerischen Wassergesetzes« verabschiedet. »Anfang 2026 tritt das modernste Wassergesetz in Deutschland in Kraft. Die weitreichendste Novelle des Bayerischen Wassergesetzes der letzten 15 Jahre setzt neue Maßstäbe. Das jetzt geschnürte Wasserpaket stärkt die öffentliche Trinkwasserversorgung, verbessert den Hochwasserschutz und vereinfacht und digitalisiert die Verwaltungsverfahren. Der Wassercent ist ein Meilenstein für die Wasserwirtschaft in Bayern. Der Wassercent gibt unserem wichtigsten Lebensmittel einen Wert. Das soll zu einem möglichst schonenden Umgang beitragen. Der Wassercent wird unbürokratisch sein. Die Einnahmen werden zweckgebunden für Maßnahmen zum Wasserschutz und für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung verwendet. Wir machen mit dem Gesetz das Wassermanagement in Bayern fit für die Zukunft. Durch den voranschreitenden Klimawandel steht unser Grundwasser unter Stress. Auf diese Herausforderung müssen wir reagieren«, erklärte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber.

Das Wasserentnahmeentgelt betrage einheitlich zehn Cent pro entnommenem Kubikmeter Grundwasser. Das entspreche rund fünf Euro pro Kopf und Jahr. Die Einnahmen werden insgesamt auf rund 70 Millionen Euro pro Jahr geschätzt. Alle Wasserentnehmer sollen aufgrund des gesetzlich vorgesehenen Freibetrags erst ab der Menge, die 5.000 Kubikmeter übersteigt bezahlen. Bestimmte Wasserentnahmen sollen von der Abgabenpflicht ausgenommen werden. Der erste Erhebungszeitraum erstrecke sich vom 1. Juli bis 31. Dezember 2026. Der »Wassercent« werde grundsätzlich auf Basis der genehmigten Wassermenge im Entnahmebescheid berechnet. Es gebe also einen genau festgelegten Mengenwert für die Berechnung. Abweichend davon könne ein Entnehmer die tatsächlich entnommene Jahresmenge mit entsprechenden Nachweisen der zuständigen Behörde mitteilen.

Auch die öffentliche Trinkwasserversorgung in Bayern werdde durch das Gesetz weiter gestärkt. Dazu werde festgelegt, dass die Wasserentnahmen zum Zweck der öffentlichen Trinkwasserversorgung Vorrang vor anderen Nutzungen hätten. »Der absolute Vorrang wird gesetzlich festgeschrieben. Die Änderung ist ein klares Bekenntnis zur kommunalen Daseinsvorsorge. Der Begriff der öffentlichen Trinkwasserversorgung wird nicht für kommerzielle Interessen geöffnet«, so Glauber. Eine solche Regelung war im bisherigen Gesetz nicht enthalten. Glauber: »Wir wollen keinen Ausverkauf und keine Privatisierung des bayerischen Grundwassers«. Ferner gebe es zukünftig für die Übertragung einer wasserrechtlichen Entnahmeberechtigung eine Anzeigepflicht. Damit werde sichergestellt, dass die zuständige Behörde Kenntnis von einem bevorstehenden Rechtsübergang habe. So kann sie gegebenenfalls Maßnahmen – wie beispielsweise eine Anpassung oder einen Widerruf der Gestattung – ergreifen.

Im Bereich des »Hochwasserschutzes« gebe es ebenfalls weitreichende Veränderungen. Glauber: »Hochwasserschutz ist gelebter Katastrophenschutz. Die Einordnung von Hochwasserschutzmaßnahmen als überragendes öffentliches Interesse sorgt dafür, dass der Schutz vor Hochwasser bei Planungen und Entscheidungen zukünftig Vorrang hat. Ziel ist ein hochwasserfestes Bayern«. Außerdem sollen die Kommunen finanziell deutlich entlastet werden, indem das bisherige System der Beteiligtenleistungen im Hochwasserschutz geändert werde. Zukünftig sollen sich Kommunen grundsätzlich nur noch in Höhe von 20 Prozent der Planungs-, Bau- und Grunderwerbskosten beteiligen müssen – bisher konnte die Beteiligung auf vertraglicher Basis bei bis zu 50 Prozent liegen. Im Vergleich zur bestehenden Praxis sollen die Kommunen damit um knapp 19 Millionen Euro pro Jahr entlastet werden. Um den Verwaltungsvollzug zu erleichtern werde insbesondere ein bayernweites digitales »Wasserbuch« eingeführt. Das neue Bayerische Wassergesetz soll zum 1. Januar 2026 in Kraft treten.

-bstmuv-

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Schülerzeitungen
ausgezeichnet

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Region Baden-Württemberg – Ob Gebärdensprache, der Down-Syndrom-Tag, ein Schulranzentest für die Fünftklässler oder Tipps zum Thema Zecken – mit aktuellen und relevanten Themen aus Politik, Gesellschaft und Schulleben haben sich die Schülerzeitungsredaktionen im Schuljahr 2024/2025 beschäftigt. Insgesamt 14 der Redaktionen, die am »Schülerzeitschriftenwettbewerb« des baden-württembergischen Kultusministeriums teilgenommen haben, hat Baden-Württembergs Staatssekretärin Sandra Boser gewürdigt und ausgezeichnet. Beeindruckt zeigte sich die Staatssekretärin von dem breiten Spektrum, das die Schülerzeitungen oftmals abdecken, sowie der Professionalität und Kreativität bei der Umsetzung. »Von Bundespolitik bis hin zu den neuesten Ereignissen in der eigenen Schule – die thematische Vielfalt ist groß. Gleichzeitig werden die Beiträge altersgerecht und verantwortungsvoll aufbereitet. Die Redaktionen überzeugen aber neben journalistischem Können auch mit der grafischen Gestaltung«, so Boser. Die Schülerzeitungen seien für die Demokratiebildung und -erziehung von großer Bedeutung.

Der Schülerzeitschriftenwettbewerb gilt als der älteste Wettbewerb des baden-württembergischen Kultusministeriums. Mit ihm würden seit mehr als 30 Jahren Nachwuchsredakteurinnen und -redakteure gefördert, die sich kritisch mit aktuellen Themen auseinandersetzen und diese medial aufbereiten. Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhielten Geldpreise sowie die Möglichkeit zur Teilnahme am DASDING-Workshop als Zusatzpreis des Südwestrundfunks. Darüber hinaus sollen alle Preisträgerinnen und Preisträger am Schülerzeitungswettbewerb der Länder auf Bundesebene teilnehmen. Zusätzlich wurde ein Sonderpreis der Jugendstiftung vergeben.

-lbw-

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Lärmblitzer

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Region Schweiz – Der Schweizer Bundesrat hat kürzlich den Bericht des »Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation« (UVEK) zu »Instrumenten gegen übermässigen Fahrzeuglärm« erörtert. Im Oktober 2024 wurden die »Geräuschvorschriften« aktualisiert und das UVEK beauftragt, die Analysen zur Nutzung von Lärmradaren weiter zu vertiefen. Dem Bericht zufolge habe man mehrere Varianten in Bezug auf technische Machbarkeit und rechtliche Rahmenbedingungen geprüft. Als Ergebnis empfehle sich der Einsatz von »Lärmdisplays«, welche mit einem Geräuschmessgerät und einem Bildschirm ausgestattete Geräte seien. Sie sollen am Strassenrand aufgestellt werden und den Fahrzeuglenkenden eine Rückmeldung zu den Geräuschemissionen geben.

Technische und rechtliche Hürden bei der Geräuschmessung
In der Praxis seien Geräuschmessungen deutlich anspruchsvoller als Geschwindigkeitsmessungen. So sei es beispielsweise nicht sinnvoll, bei Regen oder auf nasser Fahrbahn Geräuschmessungen durchzuführen. Eine weitere zentrale Herausforderung bestehe darin, dass Umgebungsgeräusche die Messung beeinflussen können. Derzeitige Instrumente sseien nicht in der Lage, zwischen unterschiedlichen Geräuschquellen zu unterscheiden. Hinzu kommen würden auch rechtliche Hindernisse. Die aktuelle Gesetzgebung sehe kein Gerät im Fahrzeug vor, welches es den Fahrzeuglenkenden erlauben würde, die Überschreitung eines definierten Geräuschgrenzwerts eindeutig festzustellen. Ferner müssten solche Grenzwerte gesetzlich festgelegt werden. Es sei daher nicht möglich, bei vermeidbarem Lärm die gleiche Kontrolllogik wie bei der Geschwindigkeit einzusetzen. Andere Varianten wiesen ein ungünstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis auf, weil jeder einzelne Fall intensiv geprüft werden müsse.

-bkch-

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Kultur
und Gastlichkeit 
als gemeinsame Impulsgeber

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Region Vorarlberg – Vertreterinnen und Vertreter aus Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft waren als Teilnehmende einer Exkursion der Plattform »Kultur & Tourismus« kürzlich in Bludenz, um an mehreren Orten in der Stadt den informellen und fachlichen Austausch mit Gastgebenden zu pflegen. Für Vorarlbergs Landesrätin Barbara Schöbi-Fink seien die Veranstaltungen der Plattform wertvolle Impulsgeber. »Die Begegnung von Kultur und Gastfreundschaft bereichert das Leben. Die Exkursionen bieten den Teilnehmenden ein Schaufenster der Kreativität und sind Quelle der Inspiration“, so Schöbi-Fink.

Die Plattform »Kultur & Tourismus« vernetze die Vorarlberger Kunst-, Kulturschaffenden und Kreativwirtschaftsakteurinnen und -akteure mit den Gastgebenden des Landes. Im Fokus stand dabei der Gedankenaustausch, die Inspiration und das gegenseitige Kennenlernen sowie die Entwicklung von Kooperationsstrategien. Trägerschaft der Plattform sind die Kulturabteilung mit Unterstützung der Wirtschaftsabteilung des Landes und Vorarlberg Tourismus.

-vlk-

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Schulski-Aktion 

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Region Tirol – Mit der Aktion »Skifahr’n« ermögliche Land Tirol und die heimische Seilbahnwirtschaft jungen Tirolerinnen und Tirolern einen leistbaren Zugang zu Skitagen. Die »Schulski-Aktion« sei ein Gesamtpaket für alle Tiroler Schulklassen bis zur 13. Schulstufe – mit kostenlosen bzw. stark vergünstigten Skikarten (Wirtschaftskammer Tirol), Unterstützung bei Fahrtkosten zum Tiroler Skigebiet (Land Tirol) und stark vergünstigen Konditionen beim Ausrüstungsverleih (Sport 2000 rent). Wie erfolgreich die Aktion sei, habe sich in der Vorsaison gezeigt: Mit rund 106.500 ausgegebenen Skikarten sei ein neuer Rekord erreicht worden. Insgesamt gingen über 1.000 Anträge beim Land Tirol für Busfahrten ein und es wurden Förderungen in Höhe von rund 327.000 Euro gewährt. Knapp 120.000 Euro waren es für Schulskikurse.

Einheimische sollen vom hochwertigen Skiangebot profitieren
»Die Tiroler Seilbahnbetriebe unterstützen diese Aktion aus Überzeugung und tragen mit ihrer Leistung gerne dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler zu günstigen Bedingungen, bis zur neunten Schulstufe sogar kostenlos, teilnehmen können. Uns ist es wichtig, allen Kindern in Tirol das Erlebnis Berg zu ermöglichen. Mit der Tiroler Schulski-Aktion gelingt es, den Nachwuchs für den Skisport zu begeistern und die sportlichen Vorteile des Skifahrens, aber auch das Gemeinschaftserlebnis, spürbar zu machen. Jedes Jahr ermöglichen die heimischen Seilbahnbetreiber somit den Tiroler Schülerinnen und Schülern mehr als 100.000 Skitage auf ihren Pisten. Gerade auch die Einheimischen – und hier die Jungen – sollen von dem hochwertigen Skiangebot im Land profitieren. Mit dieser einfachen und unkomplizierten Aktion gelingt es, ein breites Angebot für Schulen in ganz Tirol aufzustellen. Wir sind vom Erfolg überzeugt und freuen uns sehr, Partner des Projektes zu sein«.

-lt-

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Stärkung
der musikalischen 
Bildung

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Region Südtirol – Der neue Ausbildungslehrgang zur Erlangung der Lehrbefähigung für den Instrumentalunterricht an den deutschsprachigen Mittelschulen und Oberschulen sowie an den deutschen und ladinischen Musikschulen des Landes Südtirol laufe seit Oktober 2025. Mit dieser neuen Ausbildung werde ein zukunftsweisender Schritt gesetzt, um qualifiziertes Lehrpersonal für den Instrumentalunterricht auszubilden und die musikalische Bildung nachhaltig zu stärken. Über 40 Lehrpersonen sollen dabei berufsbegleitend für die Fächer Trompete, Posaune, Klavier, Orgel, Keyboard, Gesang, Gitarre, E-Gitarre, Blockflöte, Klarinette, Flöte, Fagott, Saxofon, Schlagwerk, Steirische Harmonika, Violine, Violoncello, Kontrabass ausgebildet werden. Träger sind die »Deutsche Bildungsdirektion« und das »Musikkonservatorium Claudio Monteverdi Bozen«.

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Filmförderung
auf neuen Beinen

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Region Salzburger Land – Das Land Salzburg hat einen neuen dreiköpfigen »Filmbeirat« bestellt, der nun die wirtschaftlich ausgerichtete Filmförderung des Landes begleite. Die Mitglieder bringen umfangreiche Expertise aus Medientechnik, Filmwirtschaft und Medienrecht ein. Eine neue Förderrichtlinie unterstütze moderne Produktionsformen und stärke den Film-Standort Salzburg. Der »Filmbeirat« prüfe die für die Salzburger Filmförderung eingereichten Projekte als Fachjury. Besonders bewertet würden die Effekte für Salzburg und die Salzburger Filmwirtschaft. Das unabhängige Gremium besteht aus Rosa von Suess (Studiengangsleiterin, USTP – University Applied Sciences St. Pölten), Roland Teichmann (Direktor Österreichisches Filminstitut) und Thomas Wallentin (Medienjurist, Vienna Legal).

Die neue Förderrichtlinie des Landes erweitere die Unterstützung auf Animation, digitale und virtuelle Produktion sowie moderne Auswertungsformen wie Streaming. Ziel sei es, die wirtschaftliche Wirkung der Förderung weiter zu erhöhen und Salzburg als professionellen Filmstandort im internationalen Wettbewerb zu stärken.

-ls-

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Leistungsfähigkeit
von Biosensoren
fast verdoppelt

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Biosensoren sollen Menschen mit chronischen Krankheiten weltweit dabei helfen, ihr Leben dennoch gut zu gestalten. Aber oftmals ist die Messgenauigkeit noch relativ ungenau, was die Einsatzbereiche der Sensoren begrenze. Forschende der Technischen Universität München (TUM) haben nun einen Weg gefunden, die Messgenauigkeit von gängigen »Oxidase-Biosensoren« von 50 auf 99 Prozent zu steigern und so den Weg für neue Anwendungen zu ebnen.

Selbst den Blutzuckerspiegel messen und bedarfsgerecht Insulin dosieren: Das ermöglichen schon heute »Biosensoren«, die von Diabetes Betroffene selbst anwenden können – schnell und ohne Labor. Auch in anderen Bereichen werden »Biosensoren« bereits eingesetzt, doch für zahlreiche vielversprechende Anwendungen sind sie zu ungenau. Das betreffe beispielsweise den »Kreatininwert«, einen wichtigen Wert für die Nierenfunktion. Das Potenzial von Biosensoren lasse sich so bisher nicht voll ausschöpfen.

Nicolas Plumeré, Professor für Elektrobiotechnologie an der TUM, Huijie Zhang, ehemalige Mitarbeiterin an seiner Professur und nun Professorin für »New Energy« an der Nanjing University of Science and Technology in China, und Mohamed Saadeldin, Doktorand an der TUM, wollten das ändern: In einer Laborstudie konnten sie die Messgenauigkeit von »Oxidase-Biosensoren« bei den Stoffwechselprodukten Glucose, Lactat und Kreatinin von etwa 50 Prozent auf 99 Prozent erhöhen, und zwar ohne dass die Sensoren erst entsprechend kalibriert werden müssen. Lactat werde zum Beispiel bei der Überwachung kritisch kranker Patientinnen und Patienten gemessen. Das eröffne laut dem Team neue Anwendungsfelder für die Sensoren. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift »Science Advances« veröffentlicht.

Sauerstofffänger räumt im Sensor auf
Die Ursache der bisherigen Messungenauigkeit liege in der Wirkungsweise der Sensoren begründet. Sie nutzten Oxidasen, also Enzyme, die Stoffe wie Glucose zu Glukonlakton und Elektronen umwandeln. Dabei würden die Elektronen auf im Sensor verbaute Elektroden übertragen und erzeugten Strom. Je mehr von einem Stoff vorhanden sei, umso höhere Stromwerte zeige das Display an. Das Problem: Die Oxidase übertrage Elektronen nicht nur an die Elektrode, sondern auch an den Sauerstoff aus der Umgebung. Diese fehlgeleiteten Elektronen würden somit nicht mehr zu Strom umgewandelt, das Signal falle schwächer aus und die gemessene Konzentration sei niedriger als die tatsächliche.

Um dieses Problem zu lösen, haben die Forschenden einen »Sauerstofffänger« entwickelt. Er bestehe aus einer »Alkohol-Oxidase«, die den zusätzlich vorhandenen Sauerstoff kontrolliert verbrauche, indem sie ihn in Wasser umwandele. Mit dem eigentlichen Substrat, also der Glucose, dem Kreatinin oder dem Lactat, reagiere die »Alkohol-Oxidase« hingegen nicht. Der eigentlichen Oxidase würden nach dieser »Aufräumaktion« für die Substratbestimmung nur noch wenige Sauerstoffmoleküle zur Verfügung stehen, sodass sie ihre Elektronen fast vollständig an den Sensor übertrage.

Einsatzmöglichkeiten von der Medizin bis zur Landwirtschaft
»Wir sehen eine große Bandbreite neuer und erweiterter Anwendungsfelder und das Potenzial, in Zukunft bei der Bestimmung mancher Werte auf die Testung im Labor zu verzichten. Im Bereich der personalisierten Medizin könnten diese Biosensoren zur Kalibrierung von tragbaren Sensoren, sogenannten Wearables, eingesetzt werden. So könnten diese verlässlichere Gesundheitsdaten liefern und frühzeitig auf Probleme hinweisen oder bei der bedarfsgerechten Dosierung von Medikamenten unterstützen. Auch im Bereich der KI-gestützten Medizin wäre ein Nutzen denkbar, denn hier sind wir auf große Datenmengen angewiesen, die wir mit diesen verbesserten Biosensoren erheben könnten«, so Nicolas Plumeré.

Plumeré sehe auch über die Medizin hinaus Potenzial für die Sensoren und arbeitet bereits daran, die Ergebnisse in die Praxis zu bringen. Auf Basis des Forschungsprojekts »LiveSen-MAP« haben er und ein Team einen nach dem gleichen Prinzip funktionierenden Test zur Bestimmung des Stickstoffgehalts in Weizenpflanzen entwickelt. So könnten Düngemaßnahmen vor Ort bedarfsgerecht angepasst und Überdüngung vermieden werden. Für landwirtschaftliche Betriebe bedeute das geringere Kosten und zugleich eine Entlastung für die Umwelt.

-tum-

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KW 50 – 2025
08. – 14. 12. 2025

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Alpenbus:
Neue Expressbus-Linien
entlang des Voralpenlandes

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Region Bayern – Unter anderem Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder, die Bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, haben kürzlich gemeinsam mit Landräten der »Alpenbuslandkreise« sowie Abgeordneten und Bürgermeistern der Gemeinden entlang der neuen »ExpressBuslinien« den »Alpenbus«-Start gefeiert. Zum Fahrplanwechsel am Sonntag, 14. Dezember 2025 können erstmals Fahrgäste per »Expressbus« zwischen Murnau und Rosenheim pendeln.

Kurz vor der Inbetriebnahme trafen sich alle Beteiligten in der Mitte der Linie in Bad Tölz, dort wo Ost- und Westast des »Alpenbusses« aufeinandertreffen. »Allzeit gute Fahrt mit unserer Alpenflotte! Das ist ein Riesenschritt für modernen ÖPNV. Wir haben insgesamt gute Nord-Süd-Verbindungen, aber brauchen Verbesserungen bei West-Ost-Verbindungen. Der Alpenbus entlastet eine boomende Region beim Verkehr und spielt für den Tourismus eine bedeutende Rolle. Ich habe das Projekt von Anfang an eng begleitet. Bayern sorgt für guten Straßenausbau, aber genauso für Bus und Bahn«, so Söder. Landtagspräsidentin Ilse Aigner ergänzte: »Mit dem Alpenbus verbinden wir, was zusammengehört. Als ehemalige Verkehrsministerin freut mich das besonders, weil ich das Vorhaben von Anfang an begleiten durfte. Ich bin heute wie damals überzeugt: Mit dem Alpenbus entstehen nicht nur zwei weitere ÖPNV-Linien. Es entsteht ein neuer Raum – der Alpenraum, der wirtschaftlich und touristisch vernetzt ist – und ab jetzt noch näher zusammenrück«. »Wir setzen heute einen wichtigen Meilenstein für den öffentlichen Verkehr im bayerischen Alpenraum. Mit den neuen schnellen Regionalbuslinien entsteht erstmals eine West-Ost-Verbindung mit optimierten Umsteigemöglichkeiten, auf die viele Menschen seit Jahren gewartet haben. Das ist ein starkes Signal gerade mit Blick auf den ländlichen Raum: Wir meinen es ernst mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs«, betonte Bernreiter. Josef Niedermaier, Landrat des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen, resümierte: »Aufgrund des auf München ausgerichteten Verkehrs- bzw. Schienennetzes haben wir diese Querverbindung lange schmerzlich vermisst. Mit dem Alpenbus schließt sich endlich diese Lücke und die Fahrgäste können einfach, bequem und günstig durch das Voralpenland öffentlich reisen. Mein besonderer Dank gilt dem Freistaat Bayern, der dieses Projekt mit seiner kräftigen Mitfinanzierung erst möglich gemacht hat«.

Wer künftig mit dem »Alpenbus« fährt, nutzt den West-Ast von Murnau über Penzberg nach Bad Tölz bzw. den Ost-Ast von Bad Tölz über Gmund und Miesbach nach Rosenheim. Am »Alpenbus« beteiligt sind u.a. die Stadt Rosenheim sowie die Landkreise Rosenheim, Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen. Ziel sei es, die Ost-West-Verbindung im Münchner Süden zu stärken, den Schienenverkehr auf die Landeshauptstadt zu entlasten und die Querverbindungen zu verkürzen. Die Verbundraumerweiterung unterstütze das Vorhaben, da die beteiligten Landkreise sowie die Stadt Rosenheim bereits Mitglied seien oder zum 1. Januar 2026 beitreten. Bei der Alpenbusbenutzung gelte ab dem neuen Jahr – von Murnau bis Rosenheim – ein einheitliches Ticket, ein Tarif und ein System. Die neuen »Expressbuslinien« sollen erstmals die Regionen südlich von München, direkt und ohne den Umweg über die Großstadt verbinden – das sei vor allem für Pendlerinnen und Pendler attraktiv.

Die »Alpenbus«-Kosten sollen anteilig nach »Nutzwagenkilometern« auf die beteiligten Aufgabenträger verteilt werden. Der Freistaat Bayern beteilige sich am »Betriebskostendefizit« im ersten Jahr mit rund 65 Prozent, im zweiten Jahr mit 60 Prozent, im dritten Jahr mit 55 Prozent und ab dem vierten Jahr mit 50 Prozent. Die »Alpenbus«-Idee selbst stamme aus dem Jahr 2018, nun werde aus dem vom Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen koordinierten Projekt Realität. Mit dem »Alpenbus« entstehe eine wichtige Verkehrsachse quer zu den Alpen, die den öffentlichen Nahverkehr im Alpenraum deutlich verbessere und die Mobilitätswende voranbringe. Beispielweise eine Fahrt von Rosenheim nach Miesbach koste mit der Streifenkarte nur 1,87 Euro, und zwar dank des neuen 1-Zonen-Tarifs.

-lbtw- Bild: lbtw

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Netzwerk
für mehr
Lebensqualität
im Alter

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Region Baden-Württemberg – »Die meisten Menschen möchten im Alter auch bei Pflegebedarf möglichst lange zuhause in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Ziel des Modellprojekts  »gemeinsam.waldstetten.gestalten.« ist es daher, ältere Menschen in ihrer häuslichen Umgebung zu stärken und den Übergang in stationäre Pflege so lange wie möglich hinauszuzögern«, erklärte Baden-Württembergs Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Sabine Kurtz.

Hilfe-Mix aus professionellen und ehrenamtlichen Angeboten
Im Mittelpunkt des Projekts stehe die Einrichtung einer »zentralen Vernetzungsstelle«, die lokale Akteure zusammenführe, professionelle Strukturen aufbaue und Alltagshilfen sowie Pflegeangebote koordiniere. So solle ein Netzwerk entstehen, das Unterstützung dort bietet, wo sie gebraucht werde – direkt vor Ort und nah am Menschen. Mit präventiven Hausbesuchen werde Bedarf rechtzeitig erkannt und gezielt über Unterstützungsangebote informiert, und zwar mit der Absicht, Selbständigkeit zu erhalten und Vertrauen aufzubauen. »Nachbarschaftsgespräche« schafften lebendige Begegnungsorte, die zur aktiven Teilhabe und Vernetzung einlade. Das Projekt liefere wertvolle Impulse für eine zukunftsfähige, solidarische und lokal verankerte »Pflege- und Gemeinwesenarbeit im Ländlichen Raum« und zeige, wie kommunale Verantwortung aktiv gelebt werden könne.

Vom »Schwätznachmittag« zum »sozialen Netzwerk«
Lokale, generationsübergreifende Initiativen – wie Garten- und Einkaufshilfen, Fahrdienste und gemeinschaftliche Angebote zur gesellschaftlichen Teilhabe – würden der Überforderung mit alltäglichen Aufgaben und der zunehmenden Einsamkeit im Alter entgegentreten. Der Mensch stehe dabei im Mittelpunkt, und zwar mit individuellen Unterstützungsangeboten, umfassenden Informationen und einem Fokus auf Prävention und Teilhabe.

-lbw-

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Elektroautos
schnell und einfach
ohne Kabel laden

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Region Schweiz – Was beim Handy oder der elektrischen Zahnbürste längst Alltag sei, könnte bald auch für Elektroautos Realität werden: Das »induktive Laden« ganz ohne Kabel. Automatisch laden statt Kabel einstecken: Gemeinsam mit Partnern untersuchten Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) das »induktive Laden« von Elektroautos. Dies sei nicht nur ähnlich effizient wie »kabelgebundenes Laden«, sondern könnte die Einbindung von Fahrzeugbatterien als flexible Speicher ins Netz vereinfachen. Die schweizweit ersten für induktives Laden umgerüsteten Autos erhielten bereits die Strassenzulassung. Eine Senderspule in einer Bodenplatte übertrage dabei Energie per Magnetfeld an eine Empfängerspule im Auto. Das erhöhe den Komfort deutlich: Der Ladevorgang starte automatisch, sobald das Auto korrekt geparkt sei. Gleichzeitig eröffne es völlig neue Möglichkeiten. Geparkte Elektroautos wären automatisch mit dem Netz verbunden – und könnten künftig als »mobile Stromspeicher« zur Energiewende beitragen.

Im Pilotprojekt »INLADE« testeten Empamitarbeitende unter Leitung des Energieversorgers Eniwa AG, zusammen mit weiteren Partnern, das kabellose Laden erstmals in der Schweiz unter realen Bedingungen. Unterstützt wurde das Vorhaben vom Schweizer Bundesamt für Energie (BFE) sowie den Kantonen Zürich und Aargau. »Ziel war es, die bereits vorhandene Technologie im Alltag zu erproben, technische und zulassungsrechtliche Fragen zu klären und ihr Potenzial für die Energiewende aufzuzeigen«, erklärte Mathias Huber von der Empa-Abteilung »Chemische Energieträger und Fahrzeugsysteme«.

Die Empa-Forschenden untersuchten ferner, wie sich das »induktive Laden« auf Batterie und Wirkungsgrad auswirke. Tests unter realen Bedingungen – mit Schnee, Regen, Temperaturunterschieden und leichten Parkabweichungen – hätten einen Wirkungsgrad von rund 90 Prozent ergeben, vergleichbar mit dem Laden per Kabel. Die Technik funktioniere in der Praxis sehr zuverlässig und sei ähnlich effizient wie herkömmliche Ladesysteme.

Puffer für erneuerbare Energien
Wie sonstige Fahrzeuge würden auch Elektroautos im Mittel rund 23 Stunden am Tag still stehen. Wären sie auf Parkplätzen oder in Garagen permanent ans Stromnetz angebunden, könnten ihre Batterien als »Stromspeicher« dienen, Schwankungen abfedern und so erneuerbare Energien fördern. Das »bidirektionale Laden« sei technisch auch bei induktiver Ladetechnologie möglich. Auch wirtschaftliche Vorteile würden sich ergeben: Durch »intelligentes Laden« liessen sich Stromkosten senken, etwa wenn zu Zeiten mit hohem Anteil an erneuerbarem Strom geladen werde – vor allem tagsüber, wenn künftig immer mehr Photovoltaikanlagen Energie ins Netz einspeisten.

-bkch-

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Monitoringbericht
zur Energiestrategie
2030

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Region Liechtenstein – Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat den »5. Monitoringbericht« zur »Energiestrategie 2030« verabschiedet. Der Bericht zeige auf, welche Entwicklungen im Einklang mit den Zielen verlaufen würden und wo weiterer Handlungsbedarf bestehe. Die Bilanz der drei Hauptziele zeige einen guten Umsetzungsstand. Dieser beruhe neben erfreulichen Entwicklungen beim PV-Zubau, Wärmepumpeneinsatz, Netzausbau der Nah- und Fernwärme sowie bei der Energie-Effizienz zum Teil auch auf nicht planbaren Effekten – wie der warmen und niederschlagsreichen Witterung. Kritisch zu beurteilen sei die Beobachtung, dass 2024 der Anteil der »fossilen Feuerungen« bei den neu eingebauten oder ersetzten Heizungen gegenüber 2023 zugenommen habe. Die beobachtete Ersatzrate der fossilen Systeme durch erneuerbare sei deutlich zu tief im Verhältnis zum Absenkpfad des Klimaziels. Die derzeit eingebauten »fossilen Heizungen« hätten Folgen für die Treibhausgasemissionen in den kommenden Jahrzehnten. Es müssten daher rasch Mittel und Wege gefunden werden, um noch mehr Bauherren zum Umstieg auf erneuerbare Heizungen zu motivieren.

-RdFL-

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Würdigung
für kulturelle
und künstlerische Leistungen

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Region Vorarlberg – Um die Leistungen von etablierten als auch von aufstrebenden Vorarlberger »Kunst- und Kulturschaffenden« zu würdigen, verleiht das Land Vorarlberg alljährlich je zwei Ehren- und zwei Förderpreise. Traditionell werden diese Preise auf Vorschläge aus den jeweiligen »Kunstkommissionen« zuerkannt. Kürzlich überreichte Vorarlbergs Landesrätin Barbara Schöbi-Fink im Rahmen einer Feier die heurigen Ehrenpreise zu je 5.000 Euro an die Foto- und Medienkünstlerin Siegrun Appelt und den Musiker Guy Speyers sowie die Förderpreise zu je 2.500 Euro an die Musikerin Johanna Bilgeri und den Bildenden Künstler Emmanuel Troy. »Es ist eine Freude, die Vielfalt und anhaltende Entwicklung der Vorarlberger Kunst- und Kulturszene beobachten und begleiten zu dürfen. Da gibt es Persönlichkeiten, die bereits auf ein langjähriges künstlerisches Werk von hoher Qualität verweisen können und in ihrem Fach eine feste Größe sind. Und es gibt solche, die mit vielversprechendem Schaffen ein großes Potenzial offenbaren und denen daher die Zukunft gehört. Mit den Ehren- und Förderpreisen wollen wir die gebührende Wertschätzung für beide – die Etablierten und die Jungen – zum Ausdruck bringen«, so Schöbi-Fink.

Siegrun Appelt, 1965 in Bludenz geboren, lebt in Wien. Sie arbeitet seit über drei Jahrzehnten in den Bereichen Medien-, Objekt-, Foto- und Lichtkunst. Ein wiederkehrendes Thema in ihren Arbeiten ist der Raum. In ihren Fotografien, Videos und Installationen widmet sich die Künstlerin der Darstellung bzw. Inszenierung des Veränderlichen, Flüchtigen und Bewegten unter den Bedingungen der Mediatisierung und Technologisierung. Nuancenreiche Licht-Schatteneffekte in textilen Faltenwürfen, atmosphärische Wolkengebilde, aus dem Zug gefilmte, »vorbeifliegende« Landschaften, sowie Räume und Architekturen in wechselnden Lichtsituationen bilden ein vielschichtiges Spektrum an Motiven in ihrem Schaffen, mit denen sie Verschiebungen, Übergänge sowie Prozesse der Veränderung und Differenzierung thematisiert. Appelt ist Mitglied in der Vereinigung Bildender KünstlerInnen innerhalb der Wiener Secession in Österreich. Sie ist bereits vielfach ausgezeichnet, u.a. New York Stipendium 1995, 5. Hypo-Bank-Kunstpreist 1995, Österreichisches Staatsstipendium für bildende Kunst 1998, Niederösterreichischer Kulturpreis – Anerkennungspreis 2014.

Guy Speyers, 1984 in Port Elizabeth (Südafrika) geboren, ist ein vielgefragter und vielbeschäftigter Musiker. Sein Studium führte ihn ans damalige Vorarlberger Landeskonservatorium – heute Stella Privathochschule für Musik – wo er 2012 das Konzertfachdiplom mit Auszeichnung abschloss. Seither unterrichtet er Viola an der Musikschule in Dornbirn und spielt im Ensemble plus, das er mittlerweile als geschäftlicher und künstlerischer Leiter führt. Kammermusikalisch ist er auch als Mitglied des Montfort Quartett und im Trio Ilias tätig. Darüber hinaus ist Guy Speyers in mehreren Orchestern aktiv, vom Collegium Instrumentale Dornbirn und dem Bayerischen Kammerorchester bis zum Symphonieorchester Vorarlberg, wo er Vorsitzender Bratschist ist. Auszeichnungen: 2015 Richard Wagner Stipendium, 2015–2019 Festival Cantiere Internazionale d’Arte, Montepulciano: Artist in Residence (mit Montfort Quartett), 2023 Vorarlberger Nachrichten: Kunst und Kulturpreis – Anerkennungspreis (mit Ensemble plus).

Johanna Bilgeri kam 2001 in Hittisau zur Welt und erhielt bereits im Alter von sechs Jahren ihren ersten Fagottunterricht. 2016 bis 2019 absolvierte sie ihr Studium am Vorarlberger Landeskonservatorium und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie ist musikalisch vielseitig unterwegs – kammermusikalisch mit ihrem festen Holzbläserquintett »V.Töne«, aber auch in großer Besetzung. Erste Orchestererfahrung sammelte sie u.a. im Sinfonieorchester Liechtenstein, beim Symphonieorchester Vorarlberg und im Orchester der Wiener Staatsoper. 2023/2024 war sie Akademistin bei den Wiener Philharmonikern und seit Anfang 2025 ist sie Solofagottistin der Wiener Symphoniker. Bilgeri ist mehrfache Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe, sowohl solistisch als auch kammermusikalisch. 2021 gewann sie den 1. Preis beim Internationalen Anton Rubinstein Wettbewerb für Holzbläser und 2022 wurde sie mit dem »mdw great talent award« ausgezeichnet.

Emmanuel Troy (geboren 1993 in Egg) lebt und arbeitet in Wien und Schwarzenberg. Kunst und Kultur begleiten ihn bereits seit seiner Kindheit. Er absolvierte an der Universität für angewandte Kunst Wien ein Studium im Bereich Skulptur und Raum sowie ein Bachelorstudium im Bereich Transdisziplinäre Kunst. 2019 war er mit einem »GO-Stipendium« des Landes Vorarlberg in New York, später u.a. auch in Berlin. Mittlerweile setzt er sich in seinem Atelier in Wien mit der Geschichte der Malerei und Bildhauerei auseinander, lässt sich sowohl von modernen bzw. zeitgenössischer als auch von religiöser Kunst inspirieren. Im Rahmen einer Kunst-und-Bau-Ausschreibung kreierte Troy für das neue Dorfzentrum in Egg eine sieben Meter hohe in Aluminium gegossene Skulptur inklusive Brunnenfunktion. Im vergangenen Sommer arbeitete er in Schwarzenberg und entwickelte ein dreiteiliges monumentales Landschaftsbild, das beim Publikum das Gefühl erzeugt, direkt in diese Landschaft einzutreten. Neben der enormen Größe des Werks – insgesamt 11 Meter lang und vier Meter hoch – ist eine weitere Besonderheit, dass es mit Lehm aus dem Bregenzerwald gemalt ist.

-vlk-

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Wohnmodelle
der Zukunft

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Region Tirol – Wie wohnt Tirol morgen? Welche neuen Bauweisen, Wohnmodelle und Strategien des Zusammenlebens gibt es bereits jetzt? Wie kann den Herausforderungen von morgen begegnet werden? Fragen wie diesen widme sich das Wohnbausymposium »wohnen morgen«. Dieses findet am Freitag, 9. Januar 2026 im Landhauses in Innsbruck statt. Im Mittelpunkt sollen aktuelle »Best Practice-Beispiele« aus Österreich und Deutschland stehen. Es gehe u.a. um neue Raumstrukturen, kollektiv nutzbare Dachgärten, eine Universitätsstadt, die seit 30 Jahren gelungene Quartiersentwicklung betreibe und vieles mehr. Fragen und Diskussionen seien bei diesem Format Teil des Konzepts. So biete das Symposium Raum für einen Austausch mit lokalen Akteurinnen und Akteuren.

Veranstaltet wird das Symposium vom Land Tirol in Kooperation mit aut.architektur und tirol. »Jede und jeder wohnt – in unterschiedlicher Größe, in verschiedenen Preissegmenten, in peripheren oder ländlichen Gegenden. Wie man wohnt, ist höchst individuell. Es betrifft uns aber alle, und zwar heute und in Zukunft. Mit dem Symposium wollen wir zeigen, welche innovativen Wege bereits möglich sind und wie wir gemeinsam neue Wohnformen denken können«, erklärte Tirols Wohnbaureferent Philip Wohlgemuth.

-lt-

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Lesen:
Wer kann es noch?

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Region Sütirol – Rund 70 Südtiroler Bibliothekarinnen und Bibliothekare sowie Interessierte informierten sich kürzlich beim »Bibliotheksforum 2025« in Bozen darüber wie es um die »Lesekompetenz« in Südtirol stehe. Die vom Südtiroler »Amt für Bibliotheken und Lesen« organisierte Veranstaltung präsentierte u.a. aktuelle Zahlen zur Lesekompetenz und bot Raum für fachliche Diskussionen. Klaus Niederstätter, Leiter der »Südtiroler Landesevaluationsstelle« für das deutschsprachige Bildungssystem, stellte in diesem Zusammenhang die zentralen Ergebnisse im Fachbereich Deutsch der gesamtstaatlichen »Lernstandserhebungen« des »INVALSI« und der internationalen »PISA-Studie« vor. Im Fokus stand die »Lesekompetenz« bei Kindern und Jugendlichen als fachübergreifende Schlüsselqualifikation, ohne welche die Bewältigung des modernen Alltags schwierig sei. »Die Lese- und Schreibkompetenz hat bei den Kindern und Jugendlichen in den vergangenen Jahren abgenommen, vor allem in den Jahren der Pandemie ist ein klarer Schnitt sichtbar. Außerdem zeigen die Daten klare Tendenzen des Einflusses übermäßigen Konsums »digitaler Medien« auf die Leseleistungen der Schülerinnen und Schüler. Umso wichtiger ist es jetzt, die Kinder und Jugendlichen zum Lesenlernen und Weiterlesen zu motivieren und dabei zu unterstützen«, appellierte Niederstätter.

Verschiedene Südtiroler lesefördernde Institutionen stellten beim »Bibliotheksforum« Angebote vor, mit denen sie den sinkenden Zahlen weiterhin die Stirn bieten wollen. Vera Rellich, Mitarbeiterin der Landeskindergartendirektion, stellte die mehrsprachige Zeitschrift »Papperlapapp« vor, Isabella Distefano von der Caritas präsentierte das »Lesepatenprojekt«, bei dem Freiwillige zugewiesenen Kindern in der Bibliothek vorlesen. Elisabeth Maierhofer stellte die Angebote des »JuKiBuZ« zum Thema Leseförderung vor und Patrick Taschler von der Mittelschule »Oswald von Wolkenstein« in Bozen habe seinen Schülerinnen und Schülern über ein Vorleseprojekt das Lesen wieder näher gebracht. Andrea Unterholzner der Öffentlichen Bibliothek Aldein weckte mit ihren »kreativen Stationenarbeiten« die Neugier am Lesen. »Poetry-Slammerin« Sabine Ralser alias »Frau S.« trug ihre eigens für diesen Nachmittag verfassten Texte vor und sorgte damit für einen heiteren Abschluss des »Bibliotheksforums 2025«.

-lpast-

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Familienpass-App
bekommt ein neues,
digitales Zuhause

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Region Salzburger Land – Der »Salzburger Familienpass« sei eine Erfolgsgeschichte, bei der nun ein neues Kapitel aufgeschlagen werde: Ab sofort ist die »Familienpass-App« Teil der kostenlosen »Land Salzburg App«. »Gerade jetzt in der Adventzeit und natürlich auch in den Weihnachtsferien sind die Rabatte durch den Familienpass eine echte Unterstützung für die Familien. Nun bekommen die Familien einen noch besseren Überblick über die Vergünstigungen im gesamten Bundesland und darüber hinaus. Mit dem Familienpass kann man nicht nur sparen, sondern auch gemeinsame Zeit verbringen. Das Angebot in den Weihnachtsferien wird zum Beispiel sehr vielseitig sein«, betonte Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek.

Enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden
Svazek unterstrich in diesem Zusammenhang die enge Zusammenarbeit des Landes Salzburg mit den Gemeinden. »Die Salzburger Familien schätzen die unbürokratische Abwicklung durch die Gemeinde- und Stadtmitarbeiter sehr. Die große Beliebtheit des Familienpasses unterstreicht das. Dazu tragen auch die vielen, regionalen Partner bei, die das Angebot, wo man ganz konkret sparen kann, so vielseitig machen. Das reicht von günstigeren Lifttickets über Veranstaltungen bis hin zu Konzert- und Museumstickets«, so Svazek.

Unbürokratisch zum Familienpass
Seit Kurzem und mit dem neuesten App-Update stehe der »Salzburger Familienpass« digital in der »Land Salzburg App« zur Verfügung. »Basis dafür ist nach wie vor der von der Gemeinde ausgestellte Familienpass in Papierform. Dieser enthält einen QR-Code, der gescannt wird und schon ist der Familienpass aktiv. Diese Vorgehensweise wollen wir beibehalten, um die Sicherheit des Familienpasses zu gewährleisten«, erklärt Wolfgang Schmidbauer, Leiter des Salzburger Referats »Jugend, Familie, Integration, Generationen«.

-ls-

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50 Jahre
Lawinenwarndienst

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Region Steiermark – Vor 50 Jahren, im Herbst 1975, wurde in der Steiermark der »Amtliche Lawinenwarndienst« eingerichtet. Aus Anlass dieses Jubiläums fand auf Einladung von Landeshauptmann Mario Kunasek kürzlich ein Festakt in der Grazer Burg statt. Im Zuge dieser Veranstaltung wurden verdiente Mitglieder steirischer Lawinenkommissionen geehrt. »Seit der Gründung vor 50 Jahren hat sich der Lawinenwarndienst zu einer unverzichtbaren Säule der alpinen Sicherheit in der Steiermark entwickelt. In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat sich vieles verändert: Neue Technologien, digitale Messsysteme, Satellitendaten und moderne Kommunikationskanäle. Doch eines ist gleichgeblieben – das Verantwortungsbewusstsein und die Leidenschaft all jener, die mit großem Fachwissen und mit Herzblut für die Sicherheit in unserem alpinen Raum sorgen«, so Klubobmann Marco Triller.

Viele Ehrengäste, Wegbegleiter und Partner des Lawinenwarndienstes fanden den Weg zum Festakt, darunter Bundesratsvizepräsident Günther Ruprecht, LAbg. Bgm. Stefan Hofer, Bezirkshauptmann Bernhard Preiner, der ehemalige Katastrophenschutz-Chef Kurt Kalcher, Alpinpolizei-Leiter Siegmund Schnabl, Bergrettungs- Landesleiter Stefan Schröck und Referatsleiter Michael Jeschelnig (Referat Katastrophenschutzmanagement und Einsatzorganisationen). Als Festredner zeichnete der ehemalige Leiter der Geosphere Austria-Regionalstelle, Alexander Podesser, der sich auch jahrelang führend beim Lawinenwarndienst engagierte, die Entwicklung des Lawinenwarndienstes nach.

Aus Vorläufern von vor mehr als 100 Jahren, speziell zum Schutz der Rudolfsbahn durch das Gesäuse, seien nach dem Zweiten Weltkrieg im alpinen Raum der Steiermark immer mehr Lawinenwarn-Initiativen entstanden, speziell auch um den wachsenden Winter-Tourismus zu schützen. Seitdem hätte sich im Einklang mit dem technischen Fortschritt ein sehr professionelles Warnsystem zur Unterstützung und Beratung der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister als örtliche Katastrophenschutzbehörden und der Bezirksverwaltungsbehörden entwickelt.

-lstm-

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Honig
Fakes

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Region Oberösterreich – Honig ist für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil ihrer Ernährung – ob auf dem Brot, im Tee oder in Backwaren. Aktuelle Kontrollen und Analysen zeigten: Authentizität, Rückstände und Kennzeichnung seien zentrale Punkte für Verbraucherschutz und Markttransparenz. Oberösterreichs Konsumentenschutz-Landesrat Stefan Kaineder betonte, »beim Honigkauf auf regionalen Honig aus Oberösterreich zu setzen und damit sowohl Qualität als auch heimische Bienenhaltung zu unterstützen«. Honig sei nicht nur ein Naturprodukt, sondern auch ein sensibler Lebensmittelbereich, bei dem Verbraucherschutz zähle. Schwerpunktaktionen in Österreich deckten Rückstände sowie Herkunftsauthentizität auf und zeigten: Fälle von Mängeln gebe es, echte Fälschungen seien aber selten und würden mit modernen Analyseverfahren gezielt verfolgt.

Kontrollen durch die Lebensmittelaufsicht
Kontrollen auf Rückstände und Tierarzneimittel werden in Österreich systematisch und risikobasiert durchgeführt. Seit mehr als zehn Jahren werde Honig in Österreich auf Tierarzneimittel und Pestizide untersucht. »Kontrollen sind die Grundlage für Konsumentenschutz und Marktvertrauen. Gleichzeitig ist Regionalität ein echtes Qualitätsversprechen. Oberösterreichische Bienenprodukte stehen für geprüfte Qualität — das ist gut für Konsumentinnen und Konsumenten, für die Landwirtschaft und für die Biodiversität unserer Heimat“, so Landesrat Stefan Kaineder.

In Oberösterreich wurden 63 Proben gezogen; bei 26 Proben seien kleinere oder größere Mängel festgestellt worden. Bei 18 Proben habe es Mängel hinsichtlich der Kennzeichnung gegeben, bei einer Probe seien Rückstände von Tierarzneimitteln gefunden worden. Vier Proben seien wegen einem Kennzeichnungsmangel gemäß Lebensmittelinformationsverordnung beanstandet und nur bei einer Probe sei eine Verfälschung nachgewiesen worden.

2025 lag der Schwerpunkt auf Authentizitätsprüfungen: Moderne und aufwendige Untersuchungsmethoden (Pollenanalysen, NMR-Spektroskopie, EA-IRMS/Isotopenuntersuchung) seien eingesetzt worden, um die Herkunft zu analysieren. 56 Honig-Proben mit speziellen Bezeichnungen – wie beispielsweise Wabenhonige, Lavendel, Edelkastanie – wurden geprüft.

-loö-

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Erster
Vanadium Solid State
Batteriespeicher
geht ans Stromnetz

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Region Burgenland – Das Burgenland setze einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur »Energieunabhängigkeit«. Der erste »Vanadium Solid State Batteriespeicher« Österreichs geht in den Probebetrieb und erstmals ans öffentliche Stromnetz. Die innovative Speichertechnologie komme vollständig ohne Lithium aus und biete gegenüber klassischen Lithium-Ionen-Systemen deutliche Vorteile bezüglich der Sicherheit, Leistungsfähigkeit und strategischen Rohstoffverfügbarkeit. Im Rahmen einer Konferenz im Kultur- und Kongresszentrum Eisenstadt präsentierten kürzlich Burgenlands Landesrat Dr. Leonhard Schneemann, Mag. Dr. Stephan Sharma, Vorsitzender des Vorstandes der Burgenland Energie, Forschungskoordinator Martin Zloklikovits sowie Rainer Svacinka, CEO der EM PLUS GmbH Güssing, das Projekt und seine Bedeutung für Forschung, Wirtschaft und Energiesicherheit. »Der Probebetrieb des -Vanadium Solid State Batteriespeichers- ist ein starkes Zeichen: Das Burgenland wird ein Ort, an dem zukunftsweisende Technologien ankommen, geprüft, verbessert und in Richtung Marktreife begleitet werden«, erklärte Dr. Schneemann.

Der Probebetrieb sei das Ergebnis einer mehrjährigen Forschungspartnerschaft zwischen der EM PLUS GmbH in Güssing, dem japanischen Technologiepartner MKPlus sowie der Forschung Burgenland. Die Entwicklung wurde durch das »Startup-Burgenland-Programm« angestoßen und seither konsequent weitergeführt. Die Hauptaufgabe bestehe nun in der Integration der »Vanadium Solid State Batterien« in das »Batteriespeicher Living Lab« – unter Reallabor-Bedingungen am öffentlichen Stromnetz. Mit dem Aufbau einer Prototypenserie und der geplanten Vorserienproduktion schaffe EM PLUS die Grundlage für eine Serienfertigung. Das Unternehmen habe bereits 2025 eine Zellfertigung in Schweden erworben, die bisher auf Lithium-Ionen spezialisiert war und künftig Vanadium-Zellen produzieren werde.

Lithiumfreie Energiespeicher als europäische Chance
Die »Vanadium Solid State Batteriespeichertechnologie« arbeite vollständig ohne Lithium. Sämtliche benötigten Rohstoffe seien in Europa verfügbar. Das biete ein strategisches Argument für mehr Unabhängigkeit in der Energieversorgung. Besonders hervorzuheben seien die hohen Sicherheitsstandards sowie die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit. Laderaten von bis zu 20 C, was vollständige Aufladungen in rund zehn Minuten oder weniger ermögliche. Diese Werte seien bereits in TÜV-Messungen bestätigt worden.

-lbgld-

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Nichts ist O.K.
bei K.O. – Tropfen

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Region Kärnten – Ein Drink, ein Abend mit Freundinnen und Freunden, ein Festival – eigentlich sollte das nur Spaß machen. Doch immer wieder werden vor allem Frauen und Mädchen durch sogenannte »K.O.-Tropfen« betäubt und wehrlos gemacht. Am 10. Dezember 2025, dem »Tag der Menschenrechte«, startet das Referat für Frauen und Gleichstellung des Landes Kärnten eine landesweite »Awareness-Kampagne« zum Thema »K.O.-Tropfen«.

»K.O.-Tropfen sind ein massiver Eingriff in die körperliche und seelische Unversehrtheit eines Menschen. Auch wenn hauptsächlich Frauen betroffen sind, richtet sich diese Form der Gewalt ebenso gegen Männer. Die betroffene Person trägt niemals die Verantwortung, sondern immer der Täter. Dennoch zweifelen viele Betroffene an sich selbst oder schämen sich für etwas, das ihnen angetan wurde. Deshalb ist es wichtig, offen darüber zu sprechen und Scham abzubauen, damit rasch Hilfe in Anspruch genommen werden kann. Daher setzen wir auf umfassende Information, Prävention und ein dichtes Netz an kostenlosen, anonymen Anlaufstellen, damit alle Menschen, die Unterstützung brauchen, sie auch finden«, betonte Kärntens Frauen- und Gleichstellungsreferentin Gaby Schaunig.

Ziel der neuen Initiative sei es, durch Sensibilisierung über die Gefahren von »K.O.-Mitteln« aufzuklären, Zivilcourage zu fördern und konkrete Informationen für den Schutz und die Unterstützung von Betroffenen bereitzustellen. Die Kampagne wurde vom Frauenservice der Stadt Wien entwickelt und umgesetzt. Sie werde nun u.a. in Kooperation auch in Kärnten sichtbar – mit Plakaten im öffentlichen Raum und begleitenden Social-Media-Maßnahmen präsentiert.

»K.O.-Mittel« sind Substanzen, die bereits in geringer Dosierung betäubend und einschläfernd wirken. Eine Überdosis könne zu schweren gesundheitlichen Schäden bis zum Tod führen. Besonders häufig werden »K.O.-Tropfen« in Clubs, Bars oder auf Festen unbemerkt ins Getränk gemischt, um vor allem Frauen und Mädchen wehrlos zu machen und sexualisierte Gewalt zu verüben. Täter stammten dabei nicht nur aus dem anonymen Umfeld, sondern könnten auch Bekannte oder vermeintlich Freunde sein. Laut der österreichischen Anzeigenstatistik wurden 2024 in Österreich 150 Straftaten mit Betäubungsmitteln, darunter »K.O.-Tropfen«, angezeigt – in 109 Fällen waren Frauen die Opfer. Die Dunkelziffer liege vermutlich deutlich höher.

-lktn-

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Selbstverteidigungs-
kurse
für Frauen & Mädchen

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Region Niederösterreich – Rund 150 Niederösterreicherinnen sagten in den vergangenen Monaten selbstbewusst »Nicht mit mir« und absolvierten die von Niederösterreichs Sportlandesrat Landeshauptmann-Stellvertreter Udo Landbauer initiierten und von SPORTLAND Niederösterreich umgesetzten Selbstverteidigungskurse für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren. Das Pilotprojekt, das u.a. in Purgstall, Zwettl, Deutsch-Wagram, Wiener Neustadt und St. Pölten angeboten wurde, schaffe es wie kaum ein anderes, die Themen Sicherheit und Sport nahtlos zu verbinden.

»Mit -Nicht mit mir- geben wir Mädchen und Frauen das nötige Rüstzeug in die Hand, um selbstbewusst Grenzen zu setzen und sich schützen zu können. Das schafft Sicherheit im Alltag, stärkt das Selbstvertrauen und bietet eine niederschwellige Möglichkeit, in unterschiedliche Kampfsportarten hineinzuschnuppern«, so Landbauer. Das vom Judo Landesverband betreute Projekt habe es sich zur Aufgabe gemacht, Inhalte – von der Fallschule über gezielte Schlag- und Tritttechniken bis hin zu Gefahrenerkennung und mentalem Training – praxisnah zu vermitteln. Eine spezielle Schutzausrüstung ermögliche dabei sicheres und realitätsnahes Üben. Die Kurskosten übernehme SPORTLAND Niederösterreich, für Teilnehmerinnen falle lediglich ein symbolischer Selbstbehalt.

-lnö-

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»Wassergesetz«
solle Wasserschutz
deutlich stärken

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Region Bayern – Mit der in den Bayerischen Landtag eingebrachten Novelle des »Bayerischen Wassergesetzes« solle insbesondere die öffentliche Trinkwasserversorgung deutlich gestärkt werden. Das bekräftigte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber kürzlich: »Wir wollen das modernste Wassergesetz in Deutschland schaffen. Eine zentrale Säule ist dabei, die öffentliche Trinkwasserversorgung deutlich zu stärken. Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Die öffentliche Trinkwasserversorgung ist der wesentliche Kern der der Allgemeinheit dienenden öffentlichen Wasserversorgung. Sie ist die Lebensader unserer Gesellschaft. Die öffentliche Trinkwasserversorgung muss immer Vorrang vor allen anderen Nutzungen haben. Dieser absolute Vorrang wird gesetzlich festgeschrieben«.

Durch eine Neuregelung solle im »Bayerischen Wassergesetz« zukünftig festgelegt werden, dass die Wasserentnahmen zum Zweck der öffentlichen Trinkwasserversorgung Vorrang vor anderen Nutzungen haben sollen. Dadurch werde auch im Vollzug der »Vorrang gegenüber konkurrierenden Nutzungsansprüchen« sichergestellt. Eine solche Regelung war im bisherigen Gesetz nicht enthalten. »Die geplante Änderung ist ein Bekenntnis zur kommunalen Daseinsvorsorge. Die gesetzliche Neuregelung ist eindeutig und klar formuliert. Der Begriff der »öffentlichen Trinkwasserversorgung« wird nicht für kommerzielle Interessen geöffnet«, so Glauber.

Die Gesetzesbegründung definiere den Begriff der »öffentlichen Trinkwasserversorgung« als die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser für den menschlichen Gebrauch, das über ein Leitungssystem für die elementarsten Grundbedürfnisse der Bevölkerung bereitgestellt werde, wie insbesondere Trinken oder Kochen. Auch in existenziellen Ausnahmesituationen müsse die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser sichergestellt sein. Dazu enthalte die Gesetzesbegründung eine Klarstellung: Wenn auf Grund von Störungs-, Not-, Krisen- und Katastrophenfällen oder im Verteidigungsfall die leitungsgebundene Versorgung nicht mehr gewährleistet werden könne, könne auch die Versorgung mit Flaschenwasser in solchen Ausnahmesituationen die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser sicherstellen. Dazu sei nicht ausreichend, wenn im Normalbetrieb Störungen auftreten, die für den Wasserversorger durch betriebsgewöhnliche Mittel oder Organisationsstrukturen beherrschbar seien, sondern es müsse eine wesentliche Unterbrechung der leitungsgebundenen Wasserversorgung vorliegen.

Den »öffentlichen Wasserversorgern« obliege es, zu jeder Zeit die Trinkwasserversorgung zu gewährleisten. In den genannten Ausnahmesituationen sei neben temporären Leitungen oder der Versorgung über Wassertankwagen auch die Versorgung mit Flaschenwasser eine Möglichkeit. Glauber: »Die Struktur der öffentlichen Trinkwasserversorgung in Bayern ist einzigartig. An der Sonderstellung der öffentlichen Trinkwasserversorgung in Bayern und damit auch unserer Gemeinden wird nicht gerüttelt. Eine Privatisierung oder Kommerzialisierung von Wasser wird es in Bayern nicht geben«. Bestehende Regelungen, wie insbesondere die Grundsätze zum Schutz des Grundwassers im Landesentwicklungsprogramm, sollen durch die Änderungen im »Bayerischen Wassergesetz« nicht geändert werden und  würden uneingeschränkt fortgelten. Um eine »Privatisierung des bayerischen Grundwassers« zu verhindern, solle es zukünftig für die  Übertragung einer wasserrechtlichen Entnahmeberechtigung eine Anzeigepflicht geben. Damit werde sichergestellt, dass die zuständige Behörde Kenntnis von einem bevorstehenden Rechtsübergang habe. So könne sie gegebenenfalls Maßnahmen – wie beispielsweise eine Anpassung oder einen Widerruf der Gestattung – ergreifen.

-bstmuv-

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Neues
Katastrophenschutz-
gesetz
beschlossen

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Region Baden-Württemberg – Der Katastrophenschutz sei in Baden-Württemberg gut aufgestellt. Ein modernes »Landeskatastrophenschutzgesetz« sei ein weiterer Baustein zur Sicherung und Stärkung der Einsatzbereitschaft des Katastrophenschutzes. Das Gesetz wurde am 3. Dezember 2025 im Baden-Württembergischen Landtag beschlossen. »Hochwasser, Pandemien, flächendeckende Stromausfälle, Stürme, Erdbeben oder Gefahrstoffunfälle, die möglichen Szenarien sind vielfältig. Die Einsatzkräfte sind gefordert wie selten zuvor, die Krisen häufen sich, bisweilen haben wir mehrere gleichzeitig. Der Katastrophenschutz ist bei uns in Baden-Württemberg gut aufgestellt. Mir ist beim Blick in die Zukunft trotz aller Krisen und Bedrohungen nicht bang, vor allem, weil wir uns im Katastrophenschutz auf die vielen hoch engagierten Ehrenamtlichen verlassen können. Sie stehen mit viel Herzblut und Hingabe für die Sache ein«, so Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl. Die Akteure des Katastrophenschutzes, Praktiker und Fachleute hätten bei dem im Landtag verabschiedeten Landeskatastrophenschutzgesetz aktiv mitgewirkt. Das neue Gesetz stärke das Ehrenamt, entlaste die Kommunen finanziell und sehe einen Ausbau der Vorsorge vor. Ferner enthalte das Gesetz eine umfassende systematische Neufassung sowie klare Begriffsdefinitionen.

Stärkung des Ehrenamts
In Baden-Württemberg bestehe ein starkes und leistungsfähiges Katastrophenschutzsystem. Dies beruhe vor allem auf einem sehr starken Ehrenamt. Die vielen ehrenamtlich Engagierten seien die tragende Säule des Katastrophenschutzes. Deshalb enthalte der Entwurf eine Stärkung der Helferrechte, eine ausdrückliche Regelung zur Ehrenamtsförderung und eine spürbare Erhöhung der Landespauschalen für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Die nachhaltige Ehrenamtsförderung werde ausdrücklich als Aufgabe des Innenministeriums als oberster Katastrophenschutzbehörde benannt. Die Jahrespauschale für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Organisationen des Bevölkerungsschutzes werde von bisher 130 Euro auf 180 Euro erhöht. Damit hätten die Hilfsorganisationen bislang bereits die Aus- und Fortbildung und die persönliche Schutzausrüstung finanziert. Mit der Erhöhung könnten nunmehr auch Verwaltungskosten bezahlt werden, also hauptamtliche Stellen, die das Ehrenamt des Katastrophenschutzes entlasteten.

Das Gesetz treffe auch neue Regeln für Menschen, die sich freiwillig zur Hilfeleistung in einer außergewöhnlichen Einsatzlage oder Katastrophe bereit erklärt hätten, ohne hierzu verpflichtet zu sein, und die durch die Katastrophenschutzleitung zur Hilfeleistung eingesetzt würden. Diese sogenannten »Spontanhelfer« könnten nun Schadensersatz erhalten, wenn ihnen im Einsatz ein Sachschaden entstehe. Ferner würden die Spontanhelfer künftig gesetzlichen Unfallversicherungsschutz bei der Unfallkasse Baden-Württemberg genießen.

Helfergleichstellung
Das novellierte Katastrophenschutzgesetz weite den Anwendungsbereich der »Helferrechte« deutlich aus. Demnach sollen die neuen Bestimmungen nun auch für Helferinnen und Helfer, die durch eine Katastrophenschutzbehörde zu einer dienstlichen Veranstaltung herangezogen werden gelten. Das gelte zum Beispiel für Einsätze, Übungen und sonstige dienstliche Termine. Sobald die neuen Regelungen zur Anwendung kommen, gebe es eine absolute Gleichstellung der Helfer, was Verdienstausfall und rechtliche Absicherung angehe. Alleinerziehende und pflegende Helfer könnten künftig Auslagen für Kinderbetreuung oder für die Betreuung von Pflegebedürftigen während des Einsatzes geltend machen.

Bessere Unterstützung der Kommunen
Alle Kosten der Helferinnen und Helfer und der Hilfsorganisationen sollen zukünftig einheitlich vom Land übernommen werden – sowohl bei der außergewöhnlichen Einsatzlage als auch im Fall einer Katastrophe. Darunter würden Schäden durch Helferinnen und Helfer, die Freistellung von ehrenamtlich Tätigen am Arbeitsplatz und Ersatz der Lohnaufwendungen oder Übernahme von Verdienstausfall, Auslagenersatz, Kinderbetreuungskosten, Pflegekosten, Beiträge für die gesetzliche Unfallversicherung und Auslagen bei haushaltsführenden Personen sowie der Ersatz von Sachschäden der Helferinnen und Helfer fallen. Dies ermögliche eine ehrenamtsfreundliche und unbürokratische Abwicklung der »Helferrechte«. Mit der neuen Regelung sollen insbesondere die Kommunen entlastet werden.

Ausbau der Vorsorge
Das neue Katastrophenschutzgesetz des Landes Baden-Württemberg enthalte ferner Regelungen zum Aufbau eines neuen Katastrophenschutzlagers. In diesem Lager soll der wesentlichste sachliche Bedarf des Katastrophenschutzes vorgehalten werden. Das könnten etwa Zelte, Liegen, Decken, Verbandsmaterial, haltbare Lebensmittel oder ähnliches sein, um bei entsprechenden Einsatzlagen schnell und einfach große Mengen des notwendigen Materials zur Verfügung zu haben. In die Einrichtung des Katastrophenschutzlagers investiere das Land Baden-Württemberg für die Erstausstattung rund 2,2 Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg stelle aber nicht nur die nötigen Fahrzeuge für den Katastrophenschutz zur Verfügung, sondern sorge auch für die nötigen Mittel der Instandhaltung.

-lbw-

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Kampf
gegen
Insiderhandel

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Region Schweiz – Im Rahmen mehrerer Strafverfahren der Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) wegen des »Verdachts des Ausnützens von Insiderinformationen« fanden kürzlich mehrere Interventionen in der Schweiz, in Deutschland und in Grossbritannien statt. Die Strafverfahren werden derzeit gegen fünf Personen geführt, die vertrauliche und kurserhebliche Informationen zu einem börsenkotierten und international tätigen, schweizerischen Unternehmen ausgenutzt haben sollen.

In den drei Ländern wurden zeitgleich Hausdurchsuchungen an den Privatdomizilen der Beschuldigten sowie an mehreren Standorten des Unternehmens durchgeführt. Alle fünf Beschuldigten waren im tatrelevanten Zeitraum im Jahr 2024 beziehungsweise zuvor verdachtsweise beim betreffenden Unternehmen in führenden Positionen tätig. Das in der IT-Branche tätige Unternehmen ist an der Schweizer Börse kotiert und hat seinen Hauptsitz in der Schweiz. Die Verfahren der BA richten sich nicht gegen das Unternehmen selbst.

Gegenstand der Strafverfahren
Im Jahr 2024 veröffentlichte das Unternehmen zwei vorbörsliche Medienmitteilungen, die einen negativen Einfluss auf den Aktienkurs desselbigen hatten. Im Vorfeld der Publikation der Medienmitteilungen veräusserten die fünf Beschuldigten jeweils grössere Mengen Aktien des Unternehmens. Die BA verdächtigt die Beschuldigten, die den Medienmitteilungen zugrundeliegenden vertraulichen Informationen -Insiderinformationen- für die rechtzeitige Veräusserung der Aktien ausgenutzt und so verdachtsweise Vermögensverluste von bis zu 2,49 Millionen CHF vermieden zu haben. Für die Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

-bkch-

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Landeskontingent
für die
Milchproduktion

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Region Liechtenstein – Die Regierung des Fürstentums Liechtensteins hat kürzlich das »Landeskontingent für die Milchproduktion« gemäss Empfehlung des Liechtensteiner Milchverbandes für das Jahr 2026 unverändert auf 14,6 Millionen Kilogramm festgelegt. Auf Grundlage der Milchmengenregelungsverordnung obliege es der Regierung, die Milchmenge festzulegen, die in Liechtenstein produziert und in Verkehr gebracht werden könne. Das Landeskontingent richte sich nach dem Inlandsverbrauch. Dieser berechne sich auf Grundlage der Anzahl der in Liechtenstein wohnhaften Personen, der regelmässig in Liechtenstein tätigen, aber nicht dort wohnhaften Personen sowie des durchschnittlichen Verbrauchs von Milch und Milchprodukten pro Person. Die Zuteilung der einzelbetrieblichen Liefermengen erfolge durch den Liechtensteiner Milchverband.

-RdFL-

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Artgerechte
Unterkünfte
für herrenlose Tiere

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Region Vorarlberg – Als für den Tierschutz zuständiges Regierungsmitglied gratulierte Vorarlbergs Landesrätin Martina Rüscher zur Eröffung des erneuerten und ausgebauten Betriebsgebäudes im Wildpark Feldkirch. Darin befinden sich u.a. drei neue »Quarantänestationen« zur Unterbringung herrenloser Wildtiere. »Der Wildpark Feldkirch hat diese Aufgabe dankenswerterweise schon in den letzten Jahren übernommen, allerdings war das alte Gebäude in einem schlechten Zustand. Durch die Sanierung und Erweiterung wurden nun die geeigneten Voraussetzungen geschaffen, damit die engagierten Mitarbeitenden des Wildparks die Tiere artgerecht versorgen und pflegen können«, so Rüscher.

Das Land Vorarlberg sei gemäß Tierschutzgesetz dazu verpflichtet, die Aufbewahrung von entlaufenen, ausgesetzten, zurückgelassenen oder von einer Behörde beschlagnahmten Tieren, die nicht im Vorarlberger Tierheim untergebracht werden können, sicherzustellen. Dazu zählten etwa Schildkröten, Schlangen, Bussarde, Greifvögel, Hühner, Minischweine, landwirtschaftliche Nutztiere sowie in Terrarien zu haltende Tiere. Deren Aufnahme erfolge ausnahmslos über tierärztliche Anweisung.

Die Kosten des Um- und Zubauprojekts betragen 2,1 Millionen Euro. Das Land Vorarlberg hat zur Finanzierung einen Anteil in Höhe von 400.000 Euro übernommen. Weitere Beiträge wurden von der Stadt Feldkirch und über eine EU-Leader-Förderung beigesteuert. Fast zwei Drittel der Gesamtkosten konnten durch private Spenden und Sponsoren aus Vorarlberg und den benachbarten Regionen aufgebracht werden.

-vlk-

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Flächenverbrauch stabil,
Raumordnung
weiter auf Kurs

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Region Tirol – Das neue »ÖROK-Bodenmonitoring« des Bundesumweltamts zeige klar: Tirol nutze seine begrenzten Flächen besonders effizient und setze seit Jahren erfolgreich auf eine nachhaltige Raumentwicklung. Tirol zähle mit rund 0,5 Hektar Bodennutzung pro Tag im österreichweiten Vergleich zu den Vorreitern in Sachen »Bodenschutz«. Das österreichweite Ziel von 2,5 Hektar pro Tag erreiche Tirol bereits heute, und zwar trotz Bevölkerungswachstum und steigender Anforderungen in Infrastruktur, Mobilität und Wirtschaft. Weniger als zwei Prozent der Landesfläche seien versiegelt.

Als eines der wenigen Bundesländer verfüge Tirol bereits seit Jahren über klar definierte landwirtschaftliche Vorsorgeflächen – insgesamt rund 37.000 Hektar – die den Boden dauerhaft schützten und einer Umwidmung in Bauland weitgehend entziehen würden. Diese Flächen sicherten regionale Lebensmittelproduktion, Biodiversität und die langfristige Funktionsfähigkeit der Böden – ein Modell, das mittlerweile als »Best-Practice-Beispiel« in der »Bodenstrategie Österreich« angeführt werde. In den vergangenen Jahren habe ferner sowohl die Österreichische Raumordnungskonferenz als auch die Umweltorganisation Greenpeace dem Land Tirol ein gutes Zeugnis in Sachen sorgsamem Umgang mit Grund und Boden ausgestellt.

Die Gemeinden spielten eine wichtige Rolle in der Umsetzung der Raumordnung. Ihre Arbeit bleibe entscheidend für eine nachhaltige Entwicklung. Im Jahr 2025 betrage die gesamte Flächeninanspruchnahme in Tirol 367 Quadratkilometer, das entspriche knapp drei Prozent der Landesfläche oder rund 23 Prozent des sogenannten Dauersiedlungsraums, die für Wohnen, Verkehr, Freizeit, Erholung und Versorgung genutzt werden könnten. Die restlichen Flächen seien Wälder, Gewässer und alle anderen nicht besiedelbaren Flächen.

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Gentechnisch
veränderte
Lebensmittel

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Region Südtirol – Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments haben sich in Brüssel in der Nacht auf den 4. Dezember darauf geeinigt, entsprechende Züchtungen in vielen Fällen von bislang strengen »EU-Gentechnikregeln« auszunehmen. Mit »modernen Gentechnikverfahren« veränderte Lebensmittel sollen in der EU künftig ohne spezielle Kennzeichnung im Supermarkt verkauft werden können, müssten aber weiterhin hohe Sicherheitsstandards einhalten.

Grundsätzlich positiv äußert sich dazu Südtirols Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher in einer Stellungnahme: »Nun gilt es aber auch, die Entwicklung abzuwarten und gut zu beobachten. Vorsicht ist vor allem bei einigen Bereichen geboten, etwa beim Saatgut. Für gentechnisch veränderte Lebensmittel gelten weiterhin dieselben Sicherheitsvorgaben wie für Züchtungen, die etwa durch Kreuzung und Auslese entstanden sind«, so Walcher und nennt auch einige Vorteile: »Die Pflanzen können gezielt so verändert werden, dass sie resistenter gegen Dürre, Überschwemmungen oder Schädlinge sind, was angesichts des Klimawandels an Bedeutung gewinnt. Widerstandsfähigere Pflanzen benötigen potenziell weniger Pflanzenschutzmittel, was die Umwelt schont und Kosten für Landwirte senkt«.

Eine etwa durch »CRISPR/Cas« veränderte Pflanze könne nicht von einer Pflanze, die durch natürliche Züchtung entstanden sei, unterschieden werden. »CRISPR/Cas« sei ein molekularbiologisches Werkzeug zur gezielten Veränderung von DNA und werde umgangssprachlich als »Genschere« bezeichnet.

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Erstmals
alle Gebäude
der Welt
als 3D-Modell verfügbar

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Mit dem »GlobalBuildingAtlas« hat eine Forschungsgruppe der Technischen Universität München (TUM) nun erstmals eine hochauflösende 3D-Karte aller Gebäude der Welt erstellt. Die frei zugänglichen Daten lieferten entscheidende Grundlagen für Klimaforschung und die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele. Sie ermöglichten präzisere Modelle für Urbanisierung, Infrastruktur und Katastrophenmanagement – und würden dazu beitragen, Städte weltweit inklusiver und widerstandsfähiger zu gestalten.

Wie viele Gebäude gibt es auf der Erde – und wie sehen sie in 3D aus? Diese grundlegenden Fragen hat jetzt das Forschungsteam um Prof. Xiaoxiang Zhu, Inhaberin des Lehrstuhls für Datenwissenschaft in der Erdbeobachtung an der TUM, in dem mit einem »ERC-Starting Grant« geförderten Projekt beantwortet. Der »GlobalBuildingAtlas« umfasse mit 2,75 Milliarden Gebäudemodellen alle Bauwerke, von denen Satellitenbilder aus dem Jahr 2019 vorliegen. Er sei die umfangreichste Sammlung dieser Art. Zum Vergleich: Die bislang größte Datenbank zähle 1,7 Milliarden Gebäude. Die 3D-Modelle mit einer 3×3-Meter-Auflösung seien 30-mal feiner aufgelöst als Daten aus vergleichbaren Datenbanken. Ferner seien 97 Prozent (2,68 Milliarden) der Gebäude als sogenannte »LoD1-3D-Modelle« hinterlegt worden.

»LoD1-3D-Modelle« (Level of Detail 1) seien vereinfachte dreidimensionale Darstellungen von Gebäuden, welche die Grundform und Höhe jedes Gebäudes wiedergeben. Diese seien zwar gröber, liessen sich aber dadurch auch in großer Zahl in Computermodelle integrieren. So bildeten sie eine präzise Grundlage für Analysen von Stadtstrukturen, Volumenberechnungen und Infrastrukturplanung. In vergleichbaren Datenbanken fehlten vor allem Gebäude-Daten aus Regionen in Afrika, Südamerika und besonders aus ländlichen Gebieten, die im »GlobalBuildingAtlas« nun erfasst seien.

Neue Perspektiven für Nachhaltigkeit und Klimaforschung
»3D-Gebäudeinformationen liefern ein deutlich genaueres Bild von Urbanisierung und Armut als klassische 2D-Karten. Durch das 3D-Modell wird nicht nur die Fläche, sondern auch das Volumen des Gebäudes ersichtlich. Dadurch lassen sich viel präzisere Schlüsse über die Wohnverhältnisse ziehen. Wir führen damit einen neuen globalen Indikator ein: Das Gebäudevolumen pro Kopf, also die gesamte Gebäudemasse im Verhältnis zur Bevölkerung – ein Maß für Wohnraum und Infrastruktur, das soziale und wirtschaftliche Unterschiede sichtbar macht. Dieser Indikator unterstützt die Umsetzung nachhaltiger Stadtentwicklung und hilft, Städte inklusiver und widerstandsfähiger zu gestalten«, erklärte Prof. Zhu.

Offene Daten für globale Herausforderungen
Die 3D-Gebäudedaten des »GlobalBuildingAtlas« sollen eine präzise Grundlage für die Planung und Überwachung urbaner Entwicklung geben. So könnten Städte gezielt Maßnahmen ergreifen, um inklusive und gerechte Lebensbedingungen zu schaffen – etwa indem in dicht besiedelten, benachteiligten Stadtteilen zusätzlicher Wohnraum oder öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Gesundheitszentren geplant werden könnten. Zugleich seien die Daten entscheidend für Klimaanpassung: Sie verbesserten Modelle zu Themen wie »Energiebedarf« und CO2-Emissionen und unterstützten die Planung grüner Infrastruktur. Auch die Katastrophenvorsorge profitiere, da sich Risiken bei Naturereignissen wie Überschwemmungen oder Erdbeben schneller bewerten liessen.

-tum-

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KW 49 – 2025
01. – 07. 12. 2025

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Zukunft
von Mobilität
und Verkehr
im Alpenraum

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Region Alpenraum – 48 Regionen des Alpenraumes und ein Thema, das alle gleichermaßen bewegt: Verkehr und Mobilität. Genau dazu tauschten sich kürzlich Delegationen Österreichs, Liechtensteins, der Schweiz, Deutschlands, Italiens, Sloweniens und Frankreichs bei der »siebten Mobilitätskonferenz der EU-Strategie für den Alpenraum« (EUSALP) in Innsbruck aus. Die Konferenz stand unter dem Motto »Mobilitätswende im Alpenraum: Nachhaltig, energieeffizient und multimodal«. Zahlreiche Teilnehmer diskutierten die Notwendigkeit der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene und stellten dabei auch die Energieeffizienz in den Vordergrund. »Mobilität ist im Alpenraum mit großen Herausforderungen verbunden. Gerade in Tirol spielt der Verkehr eine ganz besondere Rolle. Mit Veranstaltungen – wie der EUSALP-Mobilitätskonferenz – tauschen wir uns zur grenzüberschreitenden Herausforderung im Bereich Verkehr aus und wollen das Bewusstsein in unseren Nachbarländern erhöhen. Besonders wollen wir die Verkehrswende mit der Verlagerung auf die Schiene vorantreiben«, unterstrich tirols Landeshauptmann Anton Mattle.

Verlagerung auf die Schiene spare fast 80 Prozent Energie
Im Fokus mehrerer Vorträge und einer Podiumsdiskussion mit Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel und Bayerns Staatsminister für Verkehr, Christian Bernreiter, stand der Transitverkehr über die Alpenübergänge – insbesondere über den Brenner. Rund 30 Prozent der Treibhausgasemissionen in der gesamten EU seien auf den Verkehr zurückzuführen. Gleiches gelte für den Energieverbrauch: Auch hier werde fast ein Drittel für den Verkehr aufgewendet. »Vermeiden – Verlagern – Verbessern: Die drei V im Verkehr werden nicht ohne Grund immer wieder als entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Mobilitätswende genannt. Kann Verkehr nicht vermieden werden, so gilt es, ihn auf die Schiene zu verlagern oder aber zumindest in Sachen Energieeffizienz und hinsichtlich schädlicher Emissionen technisch zu verbessern – hier spielen im Schwerverkehr vor allem batterieelektrisch betriebene Lkw eine zentrale Rolle. Wir als Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene müssen hier an einem Strang ziehen, um Verbesserungen zu erreichen, die Bevölkerung im Alpenraum zu entlasten und den alpenquerenden Verkehr zukunftsfit zu machen«, erklärte Zumtobel.

Eine aktuelle Studie zu zwei Alpenkorridoren – neben dem Brenner wurde auch der Abschnitt Marseille – Genua untersucht – zeige auf: Durch Verlagerung und Verbesserung des Verkehrs könnten sowohl Energie als auch Treibhausgase eingespart werden. Durch die Verlagerung des Gütertransports von einem Diesel-LKW der Kategorie Euro VI auf die Schiene im Abschnitt München – Verona könnten bereits heutzutage 79 Prozent der benötigten Energie für den Transport eingespart werden. Fahre der Zug in Zukunft durch den Brenner Basistunnel, so sei diese Ersparnis dank weniger Steigung durch eine neue Flachbahn nochmals größer. Auch die Umstellung eines Diesel-Lkw auf ein emissionsfreien E-Lkw sei analysiert worden: Hier ergebe sich immerhin ein Energiesparpotenzial von 37 Prozent am »Brennerkorridor« und 31 Prozent am »Ventimiglia-Korridor« zwischen Marseille und Genua.

»Die Verkehrsbelastung bleibt eine der größten Herausforderungen im Alpenraum, vor allem der Brenner ist der Flaschenhals im europäischen Güter- und Tourismusverkehr. Die Überlastung des Brenner-Korridors beschäftigt uns seit vielen Jahren. Der Freistaat Bayern ist den Partnern der EU-Alpenstrategie dankbar, dass wir für den gesamten Alpenraum gemeinsam nach zukunftsfähigen Lösungen suchen. Wir schätzen den Austausch und bleiben ein verlässlicher Partner. Gemeinsam tragen wir Verantwortung, den Verkehr in den Alpen leistungsfähig zu gestalten und dabeigleichzeitig den Klimaschutz vorantreiben und die Alpen zu schützen und zu erhalten«, erläuterte Bayerns Staatsminister Bernreiter.

Minus 85 Prozent bei den CO2-Emissionen bei Transport auf der Schiene
Der Blick auf die Treibhausgas-Emissionen zeige: Die Umstellung auf E-Lkw bringe am Brenner eine Reduktion von rund 36 Prozent. Durch die Verlagerung der Fracht auf die Schiene komme es bis zu 85 Prozent weniger CO2-Ausstoß. Die Studie betrachtete die Gesamtemissionen – also auch jene CO2-Emissionen, die bereits bei der Herstellung von Kraftstoffen Energiequellen und deren Transport anfallen. »Die Ziele Tirols, der »Euregio Tirol-Südtirol-Trentino« und der »EUSALP« in Sachen Güter- und Personenverkehr sind bekannt und decken sich mit den EU-weit vorgegebenen Zielen. Betrachtet man den milliardenschweren Ausbau des gesamteuropäischen Schienennetzes, wovon auch der integraler Bestandteil ist, sollte längst klar sein: Die Zeiten des Abwartens und Zuschauens müssen endgültig vorbei sein, es ist Zeit zu handeln und die Weichen für einen modernen, energieeffizienten und zukunftsfitten Verkehr zu stellen. Gerade die Menschen im Alpenraum sind vom Klimawandel stark betroffen und genau deshalb braucht es mehr Tempo bei der Umsetzung. Die Vorträge und Diskussionen bei der »EUSALP-Mobilitätskonferenz« waren erneut eine gute Gelegenheit, sich auf den aktuellsten Stand zu bringen und sich mit Vertreterinnen und Vertretern aus unterschiedlichen Regionen auszutauschen. Gemeinsam müssen wir den Weg hin zur Mobilitätswende konsequent weiterverfolgen«, so Zumtobel.

Über die »EUSALP-Mobilitätskonferenz«
Veranstaltet wird die jährliche Konferenz von der Aktionsgruppe 4 (AG4) der »EUSALP«. Geleitet wird die AG4 von Tirol im Auftrag der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino gemeinsam mit der französischen Region »Provence-Alpes-Côte d’Azur«. Die AG4 habe zum Ziel, den grenzüberschreitenden Austausch der sieben Mitgliedsstaaten und 48 Regionen im Sinne der rund 80 Millionen Einwohner intensiv zu fördern. Dabei gehe es vor allem darum, wissenschaftlich fundierte Vorschläge zur Verlagerung aufzuzeigen und die Verkehrsinteressen der Alpenregionen auf EU-Ebene konsequent zu vertreten.

Rund 80 Teilnehmer aus den Mitgliedsregionen nahmen persönlich oder per Videoschaltung an der Mobilitätskonferenz teil – darunter neben Tirols Landeshauptmann Anton Mattle, Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel und Bayerns Staatsminister für Verkehr, Christian Bernreiter, Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher, die EU-Abgeordnete Sophia Kircher und der stellvertretende Leiter der Generaldirektion für Verkehr und Mobilität (DG MOVE) der Europäischen Kommission, Eric von Breska. Ferner wurde das Projekt »Brenner Basistunnel« von Martin Gradnitzer, Vorstand der SE in Österreich, vorgestellt.

-lt-

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Winterzauber
Tausend-Lichterglanz
mit »Perchten-Auftritt«

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Region Bayern – Tausende Besucher feierten am Marktplatz sowie den angrenzenden Gassen der oberbayerischen Stadt Miesbach im Glanz von 1000 Lichtern in den Advent. Für die weihnachtliche Stimmung sorgten die Beleuchtungsmuster auf den Hausfassaden und eine farbenfrohe Weihnachtsdekoration. Strahlender Mittelpunkt war der riesige Weihnachtsbaum, um den sich die vielen Stände der Vereine gruppierten, welche neben leckeren Schmankerln auch süffige und wärmende Getränke anboten.

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Gegen Abend kam Bürgermeister Dr. Gerhard Braunmiller auf den Marktplatz und brachte den Heiligen Nikolaus mit. Dieser hatte einen großen Jutesack, gefüllt mit hunderten Schokoladennikoläusen dabei, die er sehr ansprechend an die Kinder verteilte, was leuchtende Augen und strahlende Gesichter hervorrief. Weitere Höhepunkte waren die »Inntalpass-Perchten«, schaurige Gestalten mit gruseligen Fratzen und langen Hörnern auf den Köpfen, die mit lautem Getöse und grellen Lichtern ihre Tänze vorführten. Trotz des oft schaurigen Aussehens gelten sie als Glücks- und Segensbringer. Die »Perchten« sind meist bis zum Heiligen Abend auf Advents- und Weihnachtsmärkten unterwegs. Ruhiger und friedvoller waren zwei Stelzengeher mit ihren zauberhaften Kostümen und kunstfertigen Jonglagen. Die kleinen Besucher konnten sich bei der Tausend-Lichterglanzveranstaltung unter anderem mit einem Kinderkarusell vergnügen und eine Ballonkünstlerin kreierte speziell für sie fantasievolle Gebilde aus Luftballons. …weiter zur Bildergalerie

-am- Bilder: am

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Erste Befreiung
nach dem
Regelungsbefreiungsgesetz
genehmigt

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Region Baden-Württemberg – Das Land Baden-Württemberg hat der Stadt Stuttgart die erste »Befreiung nach dem Regelungsbefreiungsgesetz« genehmigt. Das Gesetz gibt Kommunen die Möglichkeit, neue Formen der Aufgabenerledigung und der Zusammenarbeit auszuprobieren. Am 21. Oktober 2025 trat das »Kommunale Regelungsbefreiungsgesetz« in Kraft. Genau einen Monat danach, am 21. November 2025, genehmigte das baden-württembergische Ministerium von Innenminister Thomas Strobl die erste Befreiung: Die Stadt Stuttgart wird somit davon befreit, in ihrem Haushaltsplan die Gesamtzahl der Stellen und die Zahl der tatsächlich besetzten Stellen für das Vorjahr anzugeben.

Bürokratieabbau gemeinsam aktiv angehen
»Mit dem Kommunalen Regelungsbefreiungsgesetz zeigen wir Vertrauen in die Innovationskraft und in das verantwortungsvolle Handeln der Kommunen. Das Gesetz erlaubt, für eine begrenzte Zeit von bestimmten Vorschriften abzuweichen, um neue Wege zu erproben. Und wenn sich ein Modell bewährt, kann es landesweit übernommen werden. Das ist Bürokratieabbau von unten nach oben – nicht durch Erlasse, sondern durch Erfahrungen. So schaffen wir eine Kultur der Innovation, des Vertrauens und der Eigenverantwortung. Es hat mich sehr gefreut, dass noch am Tag des Inkrafttretens des Gesetzes die ersten Anträge bei uns eingegangen sind. Und nun haben wir den ersten Antrag genehmigt. Das Kommunale Regelungsbefreiungsgesetz ist Vertrauen in unsere Kommunen und eine Chance, Bürokratie nicht nur zu beklagen, sondern den Bürokratieabbau gemeinsam und tatsächlich aktiv anzugehen. So geht Entbürokratisierung von der Kommune für das ganze Land aus«, so Strobl. Das baden-württembergische Innenministerium habe die Stadt Stuttgart für die Dauer von vier Jahren von der Pflicht befreit, im Stellenplan des Haushalts für die einzelnen Besoldungs- und Entgeltgruppen jeweils die Gesamtzahl der Stellen für das Vorjahr sowie der am 30. Juni des Vorjahres besetzten Stellen für die einzelnen Besoldungs- und Entgeltgruppen anzugeben.

-lbw-

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Neu
strukturiertes
Asylsystem

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Region Schweiz – Das neu strukturierte »Schweizer Asylsystem« habe sich sechs Jahre nach Inkrafttreten grundsätzlich bewährt. Bund, Kantone, Gemeinden und Städte hätten im Rückblick jedoch auch konkreten Handlungsbedarf identifiziert, der eine Weiterentwicklung des Systems notwendig mache. Zu diesem gemeinsamen Schluss komme der Bund, die Kantone, Gemeinden und Städte im Rahmen der »Schweizer Asylstrategie 2027«. Die Asylverfahren sollen deshalb weiter beschleunigt, die Pendenzen rascher abgebaut, das System schwankungstauglicher ausgerichtet und die Integration verbindlicher gefördert werden. Es brauche zusätzlich gesetzliche Anpassungen beim Thema Sicherheit. An der »Asylkonferenz« vom 28. November 2025 haben alle drei Schweizer Staatsebenen dafür gemeinsam ein politisches Mandat mit konkreten Massnahmen verabschiedet. Grundlage der Strategie bilde eine externe Analyse und daraus abgeleitet eine politische Synthese. Die drei Staatsebenen bekennen sich darin zum derzeitigen Asylsystem und zur »Integrationsagenda Schweiz«.

Besser auf Krisen vorbereiten
Handlungsbedarf bestehe bei der Schwankungstauglichkeit und bei den Asylverfahren. In den Bereichen Unterbringung und Personalressourcen solle das System schwankungstauglicher werden, damit die Herausforderungen bei einem raschen Anstieg der Asylgesuche schneller gemeinsam gemeistert werden könnten. Die Verfahren seien weiter zu beschleunigen, da sie teilweise deutlich länger dauerten als vorgesehen, was namentlich Kantone und Gemeinden belaste. Ferner werde ein vorgelagertes Verfahren geprüft, um die Strukturen von Personen zu entlasten, die keine Verfolgung geltend machen und somit nicht schutzbedürftig seien. Handlungsbedarf bestehe auch bei den Themen irreguläre Migration und Kriminalität. Um die Akzeptanz des Asylsystems zu stärken und um die Handlungsfähigkeit des Asylsystems im Umgang mit straffälligen Personen zu verbessern, sollten Gesetzesanpassungen geprüft werden. Zusätzlich wollen der Schweizer Bund, die Kantone, Gemeinden und Städte den Wegweisungsvollzug von ausreisepflichtigen Personen stärken und die bestehende »Taskforce« gegen Intensivtäter gemeinsam weiterentwickeln. Der Schweizer Bund solle dafür auch die Zusammenarbeit mit wichtigen Herkunfts- und Transitländern verstärken.

Handlungsbedarf bestehe weiter beim »Schutzstatus S«. Dieser wurde vor der Neustrukturierung des Asylsystems konzipiert und solle nun besser in das Gesamtsystem eingebettet werden. Dies etwa in Bezug auf Reisefreiheit, Erwerb und Sozialhilfe. Der Schweizer Bund, die Kantone, Gemeinden und Städte möchten eine klare Regelung für die Aufhebung des »Schutzstatus S« oder den Übergang zum »Status B« nach fünf Jahren erarbeiten. Die Integration von Geflüchteten verlaufe insgesamt erfreulich, dennoch bestehe weiterer Handlungsbedarf – insbesondere bei der Integration von Frauen und jungen Erwachsenen. Mit gezielten Massnahmen wolle man erreichen, dass sich diese beiden Personengruppen nachhaltig in den Arbeitsmarkt integrieren könnten und deren Teilhabe an der Gesellschaft gefördert werde. Die drei Schweizer Staatsebenen würden sich dafür weiterhin zur Umsetzung der Integrationsagenda einsetzen und strebten zugleich an, diese noch wirksamer und verbindlicher zu gestalten.

Zweite Phase mit konkreten Massnahmen
Die »Asylkonferenz« und die Verabschiedung der »Asylstrategie 2027« markierten den Abschluss der ersten Phase und gleichzeitig den Start des zweiten Teils der Arbeiten. Der Schweizer Bund, die Kantone, Gemeinden und Städte  wollen nun die identifizierten Verbesserungsoptionen umgehend umsetzen und parallel dazu weitere konkrete mittel- und langfristige Massnahmen ausarbeiten.

-bkch-

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Frauenrechte
international und lokal

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Region Liechtenstein – Aus Anlass mehrerer bedeutender Jubiläen im Bereich der »Geschlechtergleichstellung«, darunter der Beitritt Liechtensteins zur »UNO-Frauenrechtskonvention« vor 30 Jahren, fand am Freitag, 28. November 2025, in Vaduz eine öffentliche Diskussionsveranstaltung unter dem Titel »Frauenrechte international und lokal – Beitrag der UNO zur Förderung der Geschlechtergleichstellung« statt. Das Thema der »Geschlechtergleichstellung« gehöre seit jeher zu den thematischen Schwerpunktthemen Liechtensteins im Rahmen der UNO.

Vor 30 Jahren fand eine wegweisende »Weltfrauenkonferenz« in Peking statt. 1995 trat Liechtenstein ferner der »UNO-Frauenrechtskonvention« (CEDAW) bei. Schliesslich verabschiedete der »UNO Sicherheitsrat« vor 25 Jahren die bedeutsame »Resolution zu Frauen, Frieden und Sicherheit«. Vor diesem Hintergrund luden das Amt für Auswärtige Angelegenheiten, die Ständige Vertretung Liechtensteins bei den Vereinten Nationen und der Verein für Menschenrechte zu einer Veranstaltung ein, an der die Fortschritte der letzten Jahrzehnte und die zukünftigen Herausforderungen im Bereich der Geschlechtergleichstellung diskutiert wurden.

Liechtensteins Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni eröffnete die Veranstaltung und ging auf das aussenpolitische Engagements Liechtensteins an der UNO ein. Liechtenstein setze sich dort aktiv für die Förderung der »Geschlechtergleichstellung« und den Schutz von Frauen vor Gewalt ein. Sie betonte: »Die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern ist heute in Liechtenstein weitgehend erreicht. Die vollständige faktische Gleichstellung bleibt jedoch eine permanente Aufgabe – national wie international. Gerade in Zeiten zunehmender Konflikte müssen wir den Schutz von Frauen und Mädchen sowie ihre gleichberechtigte Teilhabe konsequent weiter fördern«. Als Hauptreferentin sprach Erika Schläppi, Schweizer Mitglied im »CEDAW-Ausschuss«, über die Arbeit des Expertengremiums zur Umsetzung der »UNO-Frauenrechtskonvention«. Ferner diskutierte ein Panel bestehend aus Botschafter Christian Wenaweser, Ständiger Vertreter Liechtensteins bei den Vereinten Nationen; Claudia Fritsche, ehemalige UNO-Botschafterin Liechtensteins (1990-2002); Ute Mayer, Leiterin der Abteilung Chancengleichheit, Amt für Soziale Dienste; und Lisa von Reden, Fachbereich Gleichstellung, Verein für Menschenrechte, über die Umsetzung der internationalen Normen und Standards in Liechtenstein und das liechtensteinische Engagement für Frauenrechte.

-RdFL-

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Landesförderung
für Lebensmittel-Nahversorung

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Region Vorarlberg – Damit auch in kleineren, finanziell weniger stark ausgestatteten Vorarlberger Gemeinden eine funktionierende Lebensmittel-Nahversorgung zur Verfügung stehe, biete die Vorarlberger Landesregierung Jahr für Jahr verlässliche finanzielle Hilfestellungen. »Diese Förderung ist ein klares Bekenntnis zur Nahversorgung und zur Herstellung möglichst gleichwertiger Lebensbedingungen in allen Teilen des Landes«, erklärte Vorarlbergs Wirtschaftslandesrat Marco Tittler. Insgesamt 43 Lebensmittel-Geschäfte sollen heuer Betriebskostenzuschüsse in Höhe von insgesamt gut 880.000 Euro erhalten.

Die Vorarlberger Landesregierung habe die Fördermittel in ihrer jüngsten Sitzung bewilligt. Es gehe darum, den Fortbestand der Lebensmittelgeschäfte und Dorfläden in den Kleingemeinden sicherzustellen. Bis heute sei es gelungen, nahezu überall im Land eine intakte Nahversorgung zu erhalten. Dieses System könne allerdings nur funktionieren, wenn die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinden auch weiterhin bei ihrem Lebensmittelnahversorger einkaufen. Der vom Land Vorarlberg ausbezahlte maximale Betriebskostenzuschuss betrage 27.500 Euro und werde für das Jahr 2025 ausbezahlt.

Sicherung einer intakten Nahversorgung
Jede dritte Gemeinde in Vorarlberg habe weniger als 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Eine funktionierende kleinräumige Nahversorgung in der Nähe des Wohnorts sei von großer Bedeutung für die Lebensqualität in der Gemeinde. Sie erspare Mobilitätskosten durch kurze Wege beim Einkauf und sei dadurch essentiell vor allem für jene Menschen, die nicht uneingeschränkt mobil seien. Ferner bringe sie eine gute Absatzmöglichkeit für regionale und lokale Produkte, was heimischen Produzenten und der Landwirtschaft zugutekomme.

-vlk-

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Winter
und Obdachlosigkeit

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Region Tirol – In der kalten Jahreszeit wollen die »Notschlafstellen« der Tiroler Soziale Dienste (TSD) und des Roten Kreuzes sowie die »Kälte-HOTline« und der »Kältebus« der TSD Hilfe für obdachlose Menschen einen warmen Platz bieten. Die »Notschlafstellen« in Innsbruck sind ganzjährig geöffnet. Das »Kältetelefon« und der »Kältebus« seien nun wieder im Dienst. Untertags biete auch die »Wärmestube Nikado« der TSD, die ganzjährig auch als Beratungsstelle diene, betroffenen Menschen für einige Stunden ein Dach über dem Kopf und wärmende Verpflegung. Finanziert werden die Einrichtungen der TSD gemeinsam von Land Tirol und der Stadt Innsbruck.

»Wenn die Temperaturen fallen, darf niemand auf sich allein gestellt sein. Die Kälte-Hotline der TSD und unsere Notschlafstellen sind lebenswichtige Anlaufstellen. Ich bitte alle Tirolerinnen und Tiroler: Schauen Sie hin, rufen Sie an – jeder Hinweis kann entscheidende Hilfe ermöglichen«, appellierte Tirols Landeshauptmann-Stellvertreter Philip Wohlgemuth. »Ob es um Beratung, eine warme Mahlzeit oder den Zugang zu grundlegenden Diensten geht – unsere Notschlafstellen sind da, um Menschen in schwierigen Lebenslagen auf Augenhöhe zu begegnen und ihre unmittelbaren Bedürfnisse zu decken. Diese Unterstützung ist gerade in der kalten Jahreszeit unverzichtbar«, so Tirols Soziallandesrätin Eva Pawlata.

-lt-

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Museen,
die begeistern

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Region Südtirol – Unter dem Motto »Junge Menschen und Museen« stand der »Südtiroler Museumstag 2025« am 27. November im »Museion Bozen« ganz im Zeichen der Jugendbeteiligung. Die Veranstaltung widmete sich der Frage, wie Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren für Museen gewonnen und ihre Teilhabe gestärkt werden könne. Den Auftakt bildeten Vorträge von Adrian Scholz-Alvarado vom Institut für Kulturelle Teilhabeforschung Berlin; Monika Holzer-Kernbichler vom Kunsthaus Graz und Tommaso Galligani von den Uffizien in Florenz. Im Mittelpunkt standen Themen der kulturellen Teilhabe, der Vermittlung und der zielgruppengerechten Kommunikation.

In einer »Poster-Session« stellten die Museen Projekte vor, die Jugendliche aktiv einbinden könnten. Präsentiert wurden unter anderem digitale Angebote – wie der Nachbau der Festung Franzensfeste – im Videospiel Minecraft, Konzerte, Workshops oder digitale Ausstellungen. Das Museum in der »Hofburg Brixen« zeigte gemeinsam mit Jugendlichen entwickelte Audioguides. Auch das »Museum Passeier« präsentierte das Maturaprojekt »Türen in die Vergangenheit«, in dem der Maturant Daniel Hofer Seniorinnen und Senioren aus dem Passeiertal zu ihren Erinnerungen an historische Objekte befragte. Ferner stand der direkte Austausch mit Jugendlichen im Mittelpunkt, um ihre Sichtweisen und Anliegen in die Diskussion einzubringen. Der Südtiroler Landesrat für Deutsche Bildung und Kultur, für Bildungsförderung, Kulturgüter, Innovation, Forschung, Universität und Museen, Philipp Achammer, betonte: »Museen sind wichtige Orte demokratischer Teilhabe. Es ist wesentlich, junge Menschen aktiv einzubinden und ihnen Räume zu eröffnen, in denen sie ihre Perspektiven einbringen können«.

Der »17. Südtiroler Museumstag« habe gezeigt, dass Museen junge Menschen erreichen können – wenn Inhalte verständlich vermittelt, Formate interaktiv gestaltet und Beteiligungsmöglichkeiten gegeben
seien.

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Öffentlicher Verkehr
in Salzburg und Berchtesgaden
wachsen enger zusammen

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Region Salzburg/Bayern – Die bisher schon enge Zusammenarbeit von Salzburg mit dem benachbarten Berchtesgadener Land in Sachen »Öffentlicher Verkehr« werde deutlich intensiviert. Ein Beschluss im Berchtesgadener Kreistag war am Freitag, 28. November 2025 der Startschuss für eine grenzüberschreitende Organisation des ÖPNV. Das Berchtesgadener Land und das Land Salzburg wollen ab 2027 den grenzüberschreitenden Öffentlichen Verkehr gemeinsam organisieren, und zwar mit gemeinsamer Planung und Ausschreibung sowie einfacheren und günstigeren Verkehrsverbindungen. Bereits im kommenden Jahr werde die Struktur für diese sogenannte »Verbundintegration« aufgebaut.

Zwei Drittel des Landkreises Berchtesgadener Land grenzen direkt an das Bundesland Salzburg. »Mobilität im Grenzraum funktioniert nur, wenn wir sie gemeinsam denken, planen und umsetzen. Die Verbundintegration ist dabei ein echter Meilenstein. Damit wächst unser gemeinsamer Lebens- und Wirtschaftsraum noch weiter zusammen. Die Menschen profitieren dabei unmittelbar. Es freut mich sehr, dass wir unsere bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit nun noch weiter vertiefen und weiterentwickeln können«, erklärte Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll.

Bereits jetzt würden vielfältige Kooperationen – wie die Anwendung des SVV-Tarifs für grenzüberschreitende Fahrten ins Berchtesgadener Land, die Integration des Schienenverkehrs in das Salzburger S-Bahn-Netz sowie die gemeinsame Abstimmung und Kofinanzierung grenzüberschreitender Buslinien bestehen. »Nun setzt der Landkreis Berchtesgadener Land ein starkes Zeichen für einen modernen, leistungsfähigen und grenzüberschreitend abgestimmten öffentlichen Nahverkehr. Wir stärken sowohl die regionale Attraktivität als auch den gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum mit Salzburg“, so Berchtesgadens Landrat Bernhard Kern.

Vorteile der Zusammenarbeit ab 2027
• Vereinfachung der Tarifstruktur mit deutlich günstigeren Einzelfahrten.
• Tarif, Vertrieb und Fahrgastinformation sollen gebündelt durch den Verkehrsverbund durchgeführt werden, ebenso Verkehrsplanung und Bestellungen.
• Berchtesgadener Land werde zu einer eigenen Region im Rahmen der „myRegio“-Tariflogik des SVV.
• Ergänzungstickets zum Klimaticket Salzburg, um künftig auch den ÖPNV im gesamte Berchtesgadener Land nutzen zu können.
• Ergänzungstickets im Berchtesgadener Land, um auch nach Salzburg fahren zu können.

Nächste Schritte
In Salzburg werden die notwendigen Beschlüsse zur noch engeren Zusammenarbeit in den zuständigen Gremien dazu noch gefasst. 2026 werde die neue Struktur für grenzüberschreitende Organisation des öffentlichen Verkehrs aufgebaut. Ab 1. Januar 2027 sollen die Verbesserungen im öffentlichen Verkehr für Salzburg und das Berchtesgadener Land in Kraft treten.

-ls-

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Europameisterschaft
des Handwerks

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Region Oberöstereich – Insgesamt 2x Gold, 2x Silber, 1x Bronze: Das ist die beeindruckende Bilanz für das oberösterreichische Team bei den neunten Berufseuropameisterschaften namens »EuroSkills«, die in Herning (Dänemark) stattfanden. Hinzu komme eine weitere Goldmedaille: Juliana Hain aus Hofkirchen konnte vor wenigen Tagen bei der EM der Steinmetze den ersten Platz erreichen. Oberösterreich stelle damit nicht nur die größte, sondern auch die erfolgreichste Fraktion im Nationalteam. »Die großartigen Leistungen unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial und Können in Oberösterreichs Fachkräften steckt. Wir sind nicht umsonst das Wirtschafts-, Arbeits- und Innovationsbundesland Nr. 1«, erklärte Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer beim Empfang für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Linz. Sie seien »auch ein Beweis für die hohe Qualität unserer Ausbildung in Oberösterreich«.

Seit 1962 finden regelmäßig internationale Berufswettbewerbe statt, seit 2008 gibt es die »EuroSkills«. Insgesamt 1.028 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich konnten seit 1962 in 930 Einzel-Teamberufen bei 33 »WorldSkills«- bzw. neun »EuroSkills«-Bewerben insgesamt 396 Einzelmedaillen (159 x Gold, 126 x Silber, 111 x Bronze) sowie 311 »Medallion for Excellence« erreichen. Die nächsten »WorldSkills« sollen 2026 im chinesischen Shanghai stattfinden, die »EuroSkills« im Jahre 2027 in Düsseldorf.

-loö-

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»Menschsein«
ohne Gewalt

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Region Kärnten – Im Rahmen der internationalen Kampagne »16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen« fand kürzlich im Klagenfurter Landhauspark eine Protestveranstaltung statt. Das Manifest »Menschsein ohne Gewalt« machte auf die »Femizide« dieses Jahres aufmerksam. Gestaltet wurde das Manifest im Auftrag des Referats für Frauen und Gleichstellung des Landes Kärnten – von Regisseurin und Visible-Gründerin Ute Liepold. In der Performance wurden alle Femizid-Opfer dieses Jahres namentlich genannt, ebenso das Beziehungsverhältnis zum Täter sowie der Ort der Tat. Parallel wurde für jede ermordete Frau eine Kerze entzündet. Im Anschluss folgte ein eindringlicher »Protest-Slam« der Schauspielerin Anja Knafl.

Frauen- und Gleichstellungsreferentin Landeshauptfrau-Stellvertreterin Gaby Schaunig, die gemeinsam mit Frauen- und Gleichstellungsbeauftragter Martina Gabriel an der Manifestaufführung teilnahm, betonte die Bedeutung solcher öffentlichen Zeichen: »Gewalt gegen Frauen passiert mitten unter uns. Sie verletzt Würde, Selbstbestimmung und das Grundrecht auf ein Leben in Sicherheit. Mit dieser Manifestaufführung machen wir sichtbar, was allzu oft verdrängt wird – und sagen klar: Keine Frau soll Gewalt ertragen müssen«. Schaunig hob hervor, dass Kunst und öffentlicher Raum wichtige Rollen im gesellschaftlichen Bewusstseinswandel spielen: »Wenn wir die Namen der Opfer nennen, holen wir sie aus der anonymen Statistik. Diese Form des Gedenkens verpflichtet uns als Gesellschaft, hinzuschauen, Verantwortung zu übernehmen und Gewalt konsequent entgegenzutreten«. Auch Gabriel unterstrich die Botschaft der Veranstaltung: »Jede Frau soll selbstbestimmt, unabhängig und frei von Gewalt leben können. Aktionen wie diese durchbrechen das Schweigen, geben Betroffenen Rückhalt und machen deutlich, dass Hilfe erreichbar ist. Gewaltschutz braucht Sichtbarkeit, klare Haltung und verlässliche Strukturen – das ist unser täglicher Auftrag«.

Mit der Teilnahme des Vereins »Visible – Verein zur Sichtbarmachung von Frauen in Kunst, Kultur und Gesellschaft« sei bewusst ein künstlerisch-aktionistischer Zugang gewählt worden, um Gewalt gegen Frauen nicht nur rational, sondern auch emotional erfahrbar zu machen.

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Bücherei
des Jahres

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Region Niederösterreich – Die Servicestelle für öffentliche Bibliotheken des Landes Niederösterreich »Treffpunkt Bibliothek«, gratulierte der ausgezeichneten »Bücherei Pottendorf« zum Gewinn des bundesweiten Preises »Bücherei des Jahres«. Die Auszeichnung würdige jährlich fünf Einrichtungen aus ganz Österreich, die durch besondere Professionalität, ein zeitgemäßes Medienangebot, innovative Services und hohes gesellschaftliches Engagement überzeugten. Das damit verbundene Gütesiegel stärkten die öffentliche Wahrnehmung der prämierten Bibliotheken und unterstreiche ihre Rolle als wichtiger Ort des Lernens und Austauschs. Der Preis werde vom »Büchereiverband Österreich« (BVÖ) vergeben; jede der ausgezeichneten Büchereien erhalte ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Der für Bibliotheken zuständige Niederösterreichische-Landesrat Anton Kasser gratuliert mit den Worten: »Die Bücherei Pottendorf zeigt eindrucksvoll, wie lebendig und wertvoll ein öffentlicher Ort des Wissens sein kann. Ihr Einsatz für Bildung und Kultur erfüllt die Bedürfnisse der Menschen vor Ort, stärkt die Region und setzt ein klares Zeichen für die Bedeutung moderner Bibliotheksarbeit«. Die Servicestelle Treffpunkt Bibliothek sei stolz auf die öffentlichen Bibliotheken des Landes, die derart qualitätsvolle Arbeit leisten und das kulturelle Leben in Niederösterreich nachhaltig prägen würden. Weitere Informationen:
www.treffpunkt-bibliothek.at/

-lnö-

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Forschende
für herausragende
Leistungen
geehrt

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Region Steiermark – Steiermarks Wissenschafts- und Forschungslandesrat Willibald Ehrenhöfer verlieh unlängst im Weißen Saal der Grazer Burg die Forschungspreise des Landes Steiermark für das Jahr 2025. Der »Forschungspreis«, der »Erzherzog-Johann-Forschungspreis« und der »Förderungspreis für Wissenschaft und Forschung« sind mit jeweils 12.000 Euro dotiert und werden jedes Jahr für herausragende Leistungen im Bereich der Wissenschaft und Forschung vergeben. »Die Steiermark ist das Forschungsland Nummer 1 in Österreich. Die Forschenden an unseren heimischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind in den unterschiedlichsten Bereichen und weit über die Grenzen hinaus anerkannt. So gesehen stehen auch die Preisträgerinnen und der Preisträger der Forschungspreise 2025 für diese Stärke und Vielfalt der steirischen Forschungslandschaft. Mit den Auszeichnungen wollen wir außerdem die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung ins Bewusstsein rücken. Denn die Forschung von heute ist der gesellschaftliche Nutzen und die Wirtschaftsleistung von morgen«, so Ehrenhöfer.

Katalin Barta vom Institut für Chemie der Universität Graz wurde mit dem »Forschungspreis« ausgezeichnet. Der »Erzherzog-Johann-Forschungspreis« wurde an Christian Neuhuber vom Institut für Germanistik der Universität Graz verliehen. Der »Förderungspreis« ging an Maria Eichlseder vom Institut für Informationssicherheit der Technischen Universität Graz.

-lstm-

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Biber-
management

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Region Burgenland – Der Biber ist ein beeindruckender Gestalter der Landschaft – gleichzeitig bringe seine Bautätigkeit auch Herausforderungen mit sich. Das Land Burgenland setze deshalb seit Jahren auf ein aktives und lösungsorientiertes »Bibermanagement«, das sowohl die Interessen der Bevölkerung und der Landwirtschaft als auch den Naturschutz ernst nehme. »Wir gehen Konflikte nicht schönfärberisch an – wir lösen sie«, erklärte Burgenlands Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider- Wallner.

Der Biber schaffe wertvolle Lebensräume, fördere dadurch die Artenvielfalt und könne zur Stabilisierung des Wasserhaushaltes und einer verbesserten Wasserspeicherung in zunehmend trockenen Regionen beitragen. Gleichzeitig komme es dort, wo Gewässer und menschliche Nutzungen eng beieinanderliegen, immer wieder zu Problemen – etwa durch Überschwemmungen, Fraßschäden oder instabile Ufer. Genau hier setze das burgenländische »Bibermanagement« an: Dem Biber sollen naturnahe Lebensräume ermöglicht werden, wo dies gut machbar sei und es werde gezielt eingegriffen, wo es notwendig werde. Mit einer umsichtigen Kombination aus Präventionsmaßnahmen, sanften Eingriffen in den Lebensraum, Flächenankäufen, Förderung von Bewirtschaftungsanpassungen und naturschutzfachlicher Begleitung, bis hin zu Eingriffen in die Population, gelinge es dem Land Burgenland in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Burgenland, Konflikte zu entschärfen und gleichzeitig die Artenvielfalt zu fördern. Da der Biber nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU streng geschützt ist und dem Burgenländischen Naturschutz- und Landschaftspflegegesetz unterliege, werde stets das gelindeste Mittel zur Entschärfung von Mensch-Biber-Konflikten angewendet.

-lbgl-

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Neuer
EUSALP-Vorsitz

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Region Alpenraum – Seit nunmehr zehn Jahren arbeiten die sieben Alpenländer Österreich, Liechtenstein, Schweiz, Deutschland, Italien, Slowenien und Frankreich und 48 Regionen aus diesen Ländern im Rahmen der »EU-Alpenraumstrategie« (EUSALP) zusammen. Das »EUSALP-Jahresforum« in Innsbruck bildete kürzlich den Höhepunkt des gemeinsamen Vorsitzjahres von Österreich und Liechtenstein. Mit dem Jahresforum erfolgte zugleich auch ein Wechsel des EUSALP-Vorsitzes. Der Bayerische Staatsminister Eric Beißwenger nahm hierfür symbolisch das »Kolo-Wheel« entgegen. Dieses mit 5.200 Jahren älteste Rad mit Achse stehe für die Bewegung und Zusammenarbeit im Alpenraum. Bayern hat ab 1. Januar 2026 in der EUSALP die Präsidentschaft inne. Den Vorsitz übernimmt Eric Beißwenger.

»Der bayerische Vorsitz kann für 2026 auf einem starken Fundament aufbauen. Bayern will gemeinsam mit allen Partnern die »EU-Alpenraumstrategie« in das zweite Jahrzehnt führen, und zwar mit konkreten Ergebnissen und einem klaren politischen Profil: Starke Regionen, wirtschaftliche Vernunft und Nachhaltigkeit mit Maß. Wir setzen auf wirtschaftliche Stärke und Innovation im Alpenraum. Bayern will in Brüssel außerdem für eine auskömmliche EU-Förderung werben – für eine starke Alpenpolitik über 2027 hinaus. Und drittens wollen wir die Stärken des Alpenraumes noch stärker bündeln. Denn Bayern übernimmt 2026 auch den Vorsitz der deutschen Konferenz der Europaminister und in der ARGE ALP. Der Alpenraum ist das Herz und das Rückgrat Europas, er ist Lebensraum, Wirtschaftsraum und Kulturraum. Bayern steht als Land im Zentrum dieser Region in besonderer Verantwortung«, so Beißwenger.

Die Herausforderungen des Alpenraums – vom Klimawandel über Energieversorgung bis zur wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit – könnten nur gemeinsam und regional passgenau gelöst werden. Europa müsse den Regionen wieder mehr zutrauen. Die konkrete Projektarbeit werde in Aktionsgruppen erfolgen. Die Leitung der Aktionsgruppe 1 »Forschung und Innovation« werde die Hochschule Kempten mit Prof. Dr. Sabine Weizenegger, Fakultät Tourismus-Management, zusammen mit einem weiteren regionalen Partner übernehmen. Die Aktionsgruppe 1 habe derzeit rund 25 Mitglieder aus den verschiedenen Alpenländern und sieben Beobachter.

-bsr-

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Genuss-
botschafter
2025

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Region Baden-Württemberg – Baden-Württembergs Minister Peter Hauk hat beim »13. Genussgipfel« Hendrik Fennel sowie Maximilian Maurer als »Genussbotschafter 2025« ausgezeichnet. Der »Genussgipfel« solle Impulse zu einer ökonomischen, ökologischen, sozialen und genussvollen Lebensmittelkultur aufzeigen. »Der jährlich stattfindende Genussgipfel ist eine gute Gelegenheit, um über die Zukunft der Lebensmittelkultur zu sprechen. Es geht um eine ausgewogene Balance zwischen Genuss, Verantwortung und Wirtschaftlichkeit und neuen Ideen, die unsere Region voranbringen. In diesem Jahr konzentrieren wir uns auf Innovationen, die uns von anderen unterscheiden und uns erfolgreich am Markt machen. Denn unser Ruf als Genießerland beruht auf der Vielfalt regionaler Spezialitäten in der Land- und Ernährungswirtschaft sowie unserer Gastronomie, mit einer großen Anzahl an ausgezeichneten Sterne-Restaurants. Viele Persönlichkeiten stehen hinter diesen Angeboten und geben dem Genießerland mit viel Leidenschaft, Engagement und Enthusiasmus ein Gesicht«, so Hauk.

Die Genussbotschafter 2025
Eine unabhängige Jury hat Hendrik Fennel, Hotelier des Seegut Zeppelin sowie des Hotels Maier in Friedrichshafen und Maximilian Maurer, Metzgermeister, Betriebswirt der Metzgerei Maurer in Ravenstein-Merchingen, zu den Genussbotschaftern Baden-Württemberg 2025 gewählt. Hendrik Fennel habe das in vierter Generation geführte Familienhotel 2020 zu einem zukunftsgerechten nachhaltigen Hotel umgebaut. Das Hotel verfolge das »Arche-Prinzip«, nachdem alte Sorten, bestimmte Kulturpflanzen, Tierrassen und traditionelle Herstellungsverfahren bewahrt werden. Maximilian Maurer arbeitet in zweiter Generation in der familieneigenen Metzgerei. Diese verbinde kulinarisches Engagement, Regionalität, Tradition und Qualität seit 1987. Die Metzgerei produziere aus eigener Schlachtung und stelle durch kurze Transportwege die Nahversorgung im Ländlichen Raum sicher. Durch sorgfältige Verarbeitung gewährleiste die Metzgerei Maurer beste Qualität der Produkte.

-lbw-

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Mentale
Gesundheit
jugendlicher Athletinnen
und Athleten

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Region Schweiz – Ein neues Forschungsprojekt der »Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen« (EHSM) untersuche nun über mehrere Jahre die mentale Gesundheit von jugendlichen Leistungssportlerinnen und Leistungssportlern in der Schweiz. Im Fokus sollen nicht nur diejenigen stehen, die es an die Spitze schafften, sondern auch jene, die das Leistungssportsystem vorzeitig verlassen würden. Die »mentale Gesundheit Jugendlicher« sei in der sensiblen Entwicklungsphase zwischen 14 und 19 Jahren besonders anfällig. Im Leistungssport könnten zusätzliche Belastungen wie Selektionsdruck, Verletzungen und Unsicherheit bezüglich der sportlichen Zukunft diese Vulnerabilität verstärken.

Das vom »Schweizerischen Nationalfonds« geförderte Projekt »From a Pyramid to a Square in Understanding Youth Athletes Mental Health« der EHSM untersuche sowohl Risikofaktoren wie Selektionsdruck als auch Schutzfaktoren wie Selbstmitgefühl, elterliche Unterstützung und die mentale Gesundheitskompetenz von Sportorganisationen. Ein besonderer Schwerpunkt liege auf den Auswirkungen von Deselektion und vorzeitigem Ausstieg aus dem Leistungssport.

Alle Athletinnen und Athleten im Blick
Seit dem Sommer 2025 begleiten die Forschenden aus dem Ressort Sportpsychologie der EHSM alle Swiss-Olympic-Cardholder der Jahrgänge 2008 und 2010 über einen Zeitraum von drei Jahren. Zweimal jährlich würden mittels Online-Fragebögen Veränderungen erfasst. Ergänzend sollen Interviews mit Jugendlichen geführt werden, die aus dem Leistungssportsystem ausscheiden. Die Teilnahme ist für die Jugendlichen freiwillig. Aus den Erkenntnissen sollen konkrete Unterstützungsmassnahmen und Präventionsstrategien entwickelt werden. Ferner sollen Empfehlungen für Politik und Sportorganisationen erarbeitet werden, um ein nachhaltigeres und gesünderes Sportsystem zu schaffen, in welchem Jugendliche auch dann breit unterstützt würden, wenn sie aus dem Leistungssportsystem ausscheiden. Das Projekt möchte damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der mentalen Gesundheit im Jugendsport leisten und wissenschaftliche Grundlagen für ein inklusiveres Verständnis von sportlichem Erfolg schaffen.

-bkch-

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AAA-Rating
mit stabilem Ausblick

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Region Liechtenstein – Die internationale Ratingagentur »S&P Global Ratings« bestätige in ihrer halbjährlichen Überprüfung das Länderrating für Liechtenstein mit »AAA« und spreche für den Ausblick eine stabile Prognose aus. Liechtenstein sei damit einer von nur elf Staaten, welche diese Bestnote erhalten hätten. Liechtensteins Regierungschefin Brigitte Haas zeigte sich sehr erfreut über die erneute Bestätigung der aussergewöhnlichen Stabilität der liechtensteinischen Volkswirtschaft. »Gerade im heutigen global herausfordernden Umfeld, geprägt von grosser Unsicherheit, ist ein solches Rating alles andere als selbstverständlich. Es ist ein Zeichen der erfolgreichen Arbeit der Menschen und Unternehmen in unserem Land«, so die Regierungschefin. Das internationale Rating zeige die Attraktivität Liechtensteins als sicheren und stabilen Wirtschaftsstandort.

In ihrem Bericht hebe die Ratingagentur besonders die gesunde Finanzlage der öffentlichen Haushalte und das umfangreiche Finanzpolster hervor. Die Einbettung in den EWR, die Zoll- und Währungsunion mit der Schweiz und die Mitgliedschaft im IWF seien vorteilhaft für Liechtenstein. Durch die mit dem IWF-Beitritt verknüpften Initiativen der Regierung würden sich in Zukunft auch die volkswirtschaftlichen Statistiken zu Liechtenstein verbessern, wie S&P Global im Bericht hervorgehoben habe.

Obwohl die weltweite Unsicherheit und die geringere Nachfrage von wichtigen Handelspartnern die Investitionen und Exporte dämpften, erwarte die Ratingagentur, dass sich Liechtensteins offene und innovative Volkswirtschaft diesen Herausforderungen schnell anpassen werde. Diese Flexibilität habe Liechtenstein bereits in der Vergangenheit bewiesen. Entsprechend erwartet S&P Global im laufenden Jahr einen leichten Rückgang des BIP, prognostiziere aber für nächstes Jahr eine Erholung und für die kommenden Jahre 2026-2028 durchschnittliche Wachstumsraten von 1.7 Prozent. Laut S&P Global schützten die hohe politische Effizienz und das umsichtige regulatorische Rahmenwerk die Kreditwürdigkeit des Landes vor den globalen wirtschaftlichen und finanziellen Unsicherheiten.

-RdFL-

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Weichenstellung
für ein resilientes
und wettbewerbsfähiges Europa
im All

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Im Zentrum der Ratstagung auf Ministerebene der Europäischen Weltraumorganisation »ESA« am 26./27. November 2025 standen unter anderem die strategische Ausrichtung und die Finanzierung zentraler Raumfahrtprogramme für die kommenden Jahre in der Höhe von insgesamt 22,1 Milliarden Euro. Die Schweiz, vertreten durch Staatssekretärin Martina Hirayama, engagiere sich mit 771 Millionen Euro, um gemeinsam mit ihren europäischen Partnern den Raumfahrtsektor in Europa zu stärken und voranzutreiben.

Die ESA engagiere sich in den kommenden Jahren vor allem in Programmen in den Bereichen Technologie und Innovation (z.B. Mini-Telekommunikationssatelliten im Programm HummingSat), Planetenabwehr und Asteroidenbeobachtung (Mission Ramses), Navigation und Quantentechnologie, Exploration und wissenschaftliche Instrumente (Prodex). Die Initiative »European Resilience from Space« trage dazu bei, sicherheitsrelevante Aufgaben der Armee zu erfüllen und die Interoperabilität zwischen den nationalen Sicherheitssystemen zu stärken. Das Projekt »ALPSTAR«, welches von der Schweiz initiiert wurde, schaffe neue duale Fähigkeiten im Bereich der weltraumgestützten Aufklärung mit einem Verbundnetz von Bodenstationen sowie mit dem Teilen und der gemeinsamen Nutzung nationaler Satelliten. Die Beiträge der Mitgliedstaaten in der Höhe von insgesamt 22,1 Milliarden Euro sollen in Form von Aufträgen in die Industrie und Forschung der ESA-Mitgliedsländer zurückfliessen.

ESA-Strategie 2040
Unter dem Motto »Elevate the Future of Europe« möchte die ESA Europas Raumfahrt autonomer, nachhaltiger und wettbewerbsfähiger gestalten, um die zunehmenden globalen Herausforderungen zu bewältigen und die europäische Führungsrolle im All zu sichern. Dabei sollen drei Schwerpunkte gesetzt werden, und zwar »Resilienz und Sicherheit«, »Unabhängigkeit« sowie »Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft«.

-bkch-

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