Alpenrand-Magazin Archiv 2026/03

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Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus

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KW 10 – 2026
01. – 08.03.2026

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Projekt
Fusions-
demonstrator 
ALPHA

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Region Bayern – Am 26. Februar 2026 hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gemeinsam mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger; Wissenschaftsminister Markus Blume; dem Vorstandsvorsitzenden der RWE AG, Dr. Markus Krebber; dem CEO von Proxima Fusion, Dr. Francesco Sciortino und der Wissenschaftlichen Direktorin des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik, Prof. Dr. Sibylle Günter, über das Projekt »Fusionsdemonstrator ALPHA« informiert und an der Unterzeichnung eines »Memorandum of Understanding« zwischen RWE, Proxima Fusion, dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik und dem Freistaat Bayern im Prinz-Carl-Palais teilgenommen.

»Wieder ein Meilenstein in der Hightech-Geschichte Bayerns: Kernfusion ist eine völlig neue Technologie für grundlastfähigen, CO2-freien und sauberen Strom in unbegrenzter Menge. So könnten wir den exponentiellen Stromhunger durch Elektromobilität, KI und Rechenzentren stillen. Bayern ist im weltweiten Wettbewerb um diese Stromquelle der Zukunft mit voller Kraft dabei. Nun erfolgte dazu der Start einer Partnerschaft zwischen dem Energiekonzern RWE, dem Münchner Physik-Start-up Proxima Fusion und dem weltweit führenden Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching. Bayern spielt den Fusions-Doppelpass: Wir planen einen Demo-Reaktor »Alpha« in Garching bei München und ein Fusions-Kraftwerk »Stellaris« in Gundremmingen. Damit wird die Technologie erforscht und die Umsetzbarkeit in der Realität getestet. Proxima Fusion will mit privaten Investoren eine Magnetfabrik aufbauen und plant mit bis zu 1000 Beschäftigten. Der Freistaat begleitet die Forschung zur Magnetfusion in der Hightech Agenda Bayern mit bis zu 400 Millionen Euro und auch der Bund will sich mit der Hightech Agenda Deutschland beteiligen. All das ist ein Kraftakt, allein »Alpha« benötigt zwei Milliarden Euro. Mut und Wucht sind aber notwendig für die Erforschung von Zukunftstechnologien und den Transfer von der Wissenschaft zur wirtschaftlichen Anwendung. Nur wenn wir massiv in Technologie investieren, erhalten wir unsere Chancen auf Wohlstand auch in der Zukunft«, erklärte Söder.

-bsr-

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Professorinnen-
programm

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Region Baden-Württemberg – Für ein »Professorinnenprogramm 2030« wollen Bund und Länder insgesamt 320 Millionen Euro über eine Laufzeit von erstmalig acht Jahren zur Verfügung stellen. Über das Programm könnten pro Hochschule bis zu drei mit Frauen besetzte Professuren mit maximal 165.000 Euro anschubfinanziert werden. Diese seien im Programm über die Fördervarianten der sogenannten Regelprofessur und der sogenannten Vorgriffprofessur förderfähig. Gegenüber den vorangegangenen Programmphasen habe Baden-Württemberg seine Unterstützung der teilnehmenden Hochschulen pro geförderter Professur auf bis zu 60.000 Euro jährlich verdoppelt. Diese Mittel seien im Falle der Fördervariante der Vorgriffprofessur für die Ausstattung der Professorin und im Falle der Regelprofessur für zusätzliche gleichstellungsfördernde Maßnahmen einzusetzen. Zehn weitere Konzepte aus dem Land Baden-Württemberg sollen im »Professorinnenprogramm« von Bund und Ländern gefördert werden. Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Petra Olschowski erklärte: »Das hervorragende Abschneiden zeigt: Unser Engagement für die Gleichstellung im Land wirkt. Wir kommen auf dem Weg zur Parität in der Hochschullandschaft voran. 2025 waren 43 Prozent der Neuberufenen an Baden-Württembergs Hochschulen weiblich – ein erfreuliches Plus von gut drei Prozentpunkten«. Mit dem Prädikat »Gleichstellungsstarke Hochschule« erhalte die Hochschule Konstanz die Möglichkeit, eine zusätzliche Stelle für eine Wissenschaftlerin auf dem Weg zur Professur zu schaffen.

Über das »Professorinnenprogramm 2030« wollen Bund, Land und Hochschulen die Gleichstellungsstrukturen in der Hochschullandschaft stärken und Erstberufungen von Wissenschaftlerinnen auf Spitzenpositionen fördern. Das Programm mache außerdem weibliche Vorbilder aus der Wissenschaft und die »Karriereoption Professorin« sichtbar. Nach drei Einreichungsrunden seien jetzt insgesamt 37 baden-württembergische Hochschulen im »Professorinnenprogramm 2030« vertreten. 80 Prozent aller staatlichen Hochschulen beteiligten sich am Programm. Bundesweit hätten 44 Hochschulen in der aktuellen Einreichungsrunde des Professorinnenprogramms mit ihren Gleichstellungskonzepten überzeugt; darunter die zehn aus Baden-Württemberg. Diese Hochschulen haben nun bis zum 30. September 2027 die Möglichkeit, Mittel für mit Frauen besetze W2- oder W3-Professuren einzuwerben. An der vierten Programmphase beteiligten sich über alle drei »Calls« bundesweit 192 Hochschulen mit Erfolg, davon 37 aus Baden-Württemberg.

-lbw-

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Stabilisierung
und Weiterentwicklung 
der Beziehungen

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Region Schweiz / EU – Die Verhandlungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union auf Basis des »Paketansatzes« begannen bereits Mitte März 2024 und wurden im Dezember 2024 materiell abgeschlossen. Die verhandelten Abkommen, Protokolle und Erklärungen wurden im Mai 2025 von den Chefunterhändlern paraphiert und im Juni 2025 vom Schweizer Bundesrat gutgeheissen. Die Schweiz und die EU unterzeichneten ferner eine Gemeinsame Erklärung zum Umfang der »Partnerschaft und der Zusammenarbeit« bis zum Inkrafttreten des umfassenden bilateralen Pakets sowie im November 2025 ein Abkommen über die Teilnahme der Schweiz an den »EU-Programmen« (EUPA). Als vorgezogener Teil des »Pakets Schweiz – EU« sei das EUPA damit rückwirkend auf Anfang 2025 vorläufig angewendet worden. Am 2. März 2026 wurden nun die restlichen Abkommen und Protokolle sowie eine gemeinsame Erklärung über die »Einrichtung eines hochrangigen Dialogs« von der Schweiz und der EU unterzeichnet. Sie seien Teil der Botschaft zum Paket »Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen Schweiz – EU«.

-chbk-

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Neubau
des Landesspitals

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Region Liechtenstein – Die Regierung des Fürstentums Liechtensteins hat am 24. Februar 2026 das weitere Vorgehen beim »Neubau des Liechtensteinischen Landesspitals« beschlossen. Die Bauherrschaft gehe vom Landesspital ans Land über. Eine Analyse solle nun zeigen, wie und ob vorhandene Planungsmängel behoben werden können, damit das Projekt zu einem guten Ende geführt werden könne.

Vielerorts Mängel festgestellt
Die Abklärungen der vergangenen Monate, auch unter Einbezug externer Spezialisten, hätten zum Schluss geführt, dass aus spitalbautechnischer Sicht der Planungsstand über fast alle geprüften Bereiche hinweg offene Fragen aufweise. Es bestehe deshalb vielerorts noch Verbesserungs- und Optimierungspotenzial.

Land Liechtenstein übernimmt operativ die Verantwortung
Mit den weiteren Planungen werde nun die Stabsstelle für staatliche Liegenschaften betraut. Mit diesem Schritt übernehme das Land selbst die Bauherrschaft. Das Landesspital bleibe, wie bei solchen Bauprojekten üblich, als künftiger Nutzer im Gesamtprojekt beratend eingebunden. »Die Projektorganisation muss sich ändern. Ich bin froh, dass das Infrastrukturministerium bzw. die Stabsstelle für staatliche Liegenschaften das Projekt übernimmt. So kann sich das Spital wieder ganz ihrer Kernaufgabe, nämlich die Behandlung der Patienten, widmen«, erklärte Liechtensteins Gesundheitsminister Emanuel Schädler. »Mit dem Wechsel der Bauherrschaft bringt das Land sich mit Know-how in dieses zukunftsweisende Projekt mit ein«, so Liechtensteins Infrastrukturminister Daniel Oehry.

Auftrag bleibe unverändert
Mit zwei Volksabstimmungen erhielt die Regierung des Fürstentums Liechtensteins den Auftrag, das Projekt »Inspira« umzusetzen. Wie beziehungsweise ob die getätigte Bestellung im Rahmen des gesprochenen Kredites umsetzbar sei, würden nun die weitere Analyse zeigen. »An der Ausgangslage hat sich für uns nichts geändert. Wir stehen zum Landesspital und wollen nach Möglichkeit dieses Projekt zu einem erfolgreichen Ende führen«, betonte Schädler.

-RdFL-

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Bühne
für Musiktalente

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Region Vorarlberg – Vom 25. bis 28. Februar 2026 wurde Feldkirch wieder zum »musikalischen Zentrum des Landes«. Rund 330 talentierte junge Musikerinnen und Musiker aus ganz Vorarlberg kamen zusammen, um beim renommierten Jugendmusikwettbewerb »prima la musica« ihr Können unter Beweis zu stellen. Austragungsorte waren die »Stella Privathochschule für Musik«, das »Pförtnerhaus« sowie die »Musikschule Feldkirch«.

Um eine objektive und fachlich fundierte Beurteilung der Darbietungen zu gewährleisten, reisten 60 externe Jurorinnen und Juroren aus anderen Bundesländern Österreichs sowie aus Vorarlberg an. Für den Wettbewerb waren die Wertungskategorien Tasteninstrumente, Streichinstrumente, Zupfinstrumente sowie Gesang in den solistischen Kategorien; Holzblasinstrumente, Blechblasinstrumente, Blockflöte, Schlagwerk sowie Ensemble Musik Kreativ in den kammermusikalischen Kategorien ausgeschrieben.

Für die herausragendsten Talente gehe die Reise weiter über die Landesgrenzen hinaus. Wer die Jury in Feldkirch besonders überzeugte und sich für den Bundeswettbewerb qualifizierte, könne vom 25. Mai bis 6. Juni 2026 in Eisenstadt gegen die besten Nachwuchsmusikerinnen und Nachwuchsmusiker der anderen Bundesländer antreten.

-vlk-

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20 Jahre
Digitalfunk

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Region Tirol – Das tirolweite Digitalfunknetz feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen. »Als erstes Bundesland hat Tirol vor 20 Jahren den Digitalfunk eingeführt und damit einen Meilenstein in der Kommunikation zwischen Einsatzorganisationen und Behörden gesetzt. Ein funktionierender Digitalfunk ist das Kommunikationsrückgrat unserer Sicherheitsstruktur. Gerade in einem Land wie Tirol mit seiner alpinen Topografie ist es entscheidend, dass Behörden und Einsatzorganisationen jederzeit, unter allen Bedingungen und bei Krisen und Katastrophen miteinander kommunizieren können. Dass Tirol hier seit 20 Jahren eine Vorreiterrolle einnimmt, ist ein starkes Zeichen für Weitblick und Verantwortungsbewusstsein«, erklärte Tirols Landeshauptmann Anton Mattle.

Im Jahr 2006 führte Tirol gemeinsam mit dem Innenministerium den Digitalfunk für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben ein – das so genannte »Digitalfunk BOS-Austria Netz«. Heutzutage sorgen landesweit 195 Funkbasisstationen dafür, dass rund 95 Prozent der Tiroler Landesfläche mit Digitalfunk versorgt seien. Etwa 13.500 Funkgeräte stünden Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettung, Polizei, Leitstellen und Krisenstäben zur Verfügung. Auch die Alarmierung über das Warn- und Alarmierungssystem Tirol (WAS-Tirol) sowie die Aktivierung der insgesamt 1.025 Zivilschutzsirenen erfolge redundant über Digitalfunk und ein eigenständiges Funknetz des Landes Tirol.

A-Standort-Konzept sorge für maximale Ausfallsicherheit
Besonders hervorzuheben sei das sogenannte »A-Standort-Konzept«, welches das Tiroler Digitalfunknetz auch im Krisen- und Katastrophenfall funktionsfähig halte. Rund die Hälfte der Funkbasisstationen sei über ein unabhängiges Richtfunknetzes verbunden, das nicht auf öffentliche Netze angewiesen sei. Voraussetzung dafür sei, dass zwischen den jeweiligen Funkmasten ein Sichtkontakt bestehe. Doppelt ausgeführte Technik und eine umfassende Notstromversorgung stellten ferner sicher, dass der Betrieb auch bei großflächigen Stromausfällen aufrechterhalten werden könne. »Unser Ziel war es, ein System zu schaffen, das besonders im Krisen- und Katastrophenfall möglichst zuverlässig funktioniert. Durch das eigenständige Richtfunknetz, redundante Technik und Notstromlösungen erreichen wir eine sehr hohe Systemverfügbarkeit. Selbst bei großflächigen Stromausfällen können die Einsatzkräfte weiterhin mit ihren gewohnten Funkgeräten arbeiten«, erklärte Alois Angerer, Leiter des Fachbereichs Funktechnik des Landes Tirol.

-lt-

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Mit aktiven Vätern
in Richtung 
»Equal Care«

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Region Südtirol – Sorge- und Pflegearbeit sei auch in der heutigen Gesellschaft noch ungleich verteilt: Selbst wenn Männer und Väter mittlerweile immer besser eingebunden würden, stießen sie auf gesellschaftliche und berufliche Vorbehalte, die ernst genommen werden müssten. Mit einer Konferenz zum Thema »Papa sein zwischen Job, Wickeltisch und Kontoauszug« machten »Forum Prävention«, »Allianz für Familie« und das »Land Südtirol« sowie der Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen am 26. Februar im Palais Widmann auf das »Vatersein« und den »Equal Care Day« am 1. März aufmerksam. »Wir möchten Mut machen und zeigen, dass immer mehr Väter Verantwortung übernehmen wollen. Und diese Väter verändern unsere Gesellschaft«, erklärte Christa Ladurner, die Sprecherin der »Allianz für Familie«. Immer noch bestehende Hürden müssten ernst genommen werden.

»Equal Care bedeutet, Verantwortung gemeinsam zu tragen, in der Familie, im Beruf und in unserer Gesellschaft. Wenn Väter von Anfang an Zeit für ihre Kinder bekommen, stärkt das nicht nur Familien, sondern auch unsere Arbeitswelt. Gleichstellung gelingt dort, wo Fürsorge als gemeinsame Aufgabe gesehen wird«, so Südtirols Soziallandesrätin Rosmarie Pamer.  Für Ulrike Oberhammer, die Präsidentin des Landesbeirats für Chancengleichheit für Frauen, sei klar: »Solange gute Kinderbetreuung Glückssache ist, Mütter in Teilzeit gedrängt werden, Rentenlücken nicht nur normal sind, sondern weiblich, das System auf Doppelverdiener und kostenlose Mutterarbeit ausgelegt ist und Alleinerziehende arm bleiben, ist Gleichberechtigung ein Mythos«. Ohne die unbezahlte »Carearbeit« der Frauen würde das System zusammenbrechen. »Mütter sind nicht das Problem, sondern die Gesellschaft, die Carearbeit privatisiert«, mahnte Oberhammer.

Wie sich das in Zahlen ausdrücke, erklärte Nadia Mazzardis, Landesbeiratsstellvertreterin für Chancengleichheit für Frauen: »Frauen wenden täglich im Schnitt fünf Stunden und fünf Minuten für unbezahlte Care-Arbeit auf. Bei Männern sind es durchschnittlich eine Stunde und 48 Minuten. Die Lösung, um dieses Ungleichgewicht zu beseitigen, sei die verantwortungsvolle Aufteilung der Aufgaben.

-lpast-

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Handyblitzer
sollen Straßen 
sicherer machen

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Region Salzburger Land – »Wir müssen die Möglichkeiten der modernen Technik nutzen, um unseren Straßenverkehr noch sicherer zu machen«, mit diesen klaren Worten zog Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll eine positive Bilanz zum Arbeitsbesuch zum Thema »Handyblitzer« in Rheinland-Pfalz. Die Wichtigkeit der Schaffung dieser Kontrollmöglichkeit sehe Schnöll auch statistisch untermauert. »Ich habe für Salzburg die Vision Zero – keine Verkehrstoten im Jahresverlauf. Da Ablenkung inzwischen Unfallursache Nummer 1 ist, ist es umso wichtiger, Maßnahmen gegen Ablenkung am Steuer zu ergreifen. Wer bei 50 Stundenkilometern nur drei Sekunden aufs Handy schaut, ist über 40 Meter im Blindflug unterwegs«, so Schnöll.

Monatlich rund 200 Verstöße
Ein »Handyblitzer« erkenne automatisiert, ob ein Lenker mit einem Smartphone hantiert. Sei das der Fall, werde das entsprechende Foto von geschulten Polizeibeamten nochmals überprüft, ob tatsächlich ein Verstoß vorliege. In Rheinland-Pfalz habe sich gezeigt, dass der Einsatz sehr erfolgreich sei: Binnen der ersten beiden Monate seien bereits 437 Lenker gestraft worden. Seither würden im Schnitt monatlich rund 200 Verstöße festgestellt. Messdaten vor und nach den Überwachungen belegten darüber hinaus die präventive Wirkung der »Handyblitzer«.

StVO soll erweitert werden
Für den Einsatz im Regelbetrieb sei in Rheinland-Pfalz eigens das Polizeigesetz geändert worden. »Wir prüfen gerade, welche rechtlichen Maßnahmen für einen Einsatz der Handyblitzer auch in Österreich notwendig sind und werden mit konkreten Schritten an den Bund herantreten«, erläuterte Schnöll. Unter anderem gehe es dabei um eine Erweiterung des Paragrafen 98 der Straßenverkehrsordnung, in dem es um die Verkehrsbeobachtung und die entsprechenden Kontrollen gehe. Eine Erweiterung der Kontrollmöglichkeiten sei das Ziel.

-ls-

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ROBERTA
bringt automatisierte Busse 
erstmals in regulären 
Linienverkehr

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Region Oberöstereich – Mit dem Projekt »ROBERTA« (Real World Automated Bus operation Austria) starte Österreich in eine neue Phase des »automatisierten Fahrens« im öffentlichen Verkehr. »Erstmals werden hochautomatisierte Busse mit bis zu acht Sitzplätzen im regulären Linienbetrieb eingesetzt und wissenschaftlich begleitet. Ziel ist es, die technologischen, organisatorischen und rechtlichen Grundlagen für einen dauerhaften Einsatz im öffentlichen Verkehr zu schaffen«, erklärten Oberösterreichs Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner und Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner.

Im Zentrum von »ROBERTA« stehe die Entwicklung von Grundlagen für den realen Einsatz hochautomatisierter Busse (Level-4-Automatisierung mit ausgebildetem Sicherheitspersonal) sowie die Entwicklung von Systemen zur Fernüberwachung, angepasst an die österreichischen Rahmenbedingungen. Damit leiste das Projekt einen evidenzbasierten Beitrag zur Weiterentwicklung der »AutomatFahrVO« in Österreich. Das Projekt laufe bis 31. Januar 2030. Im ersten Projektjahr sollen sämtliche Rahmenbedingungen für den Realbetrieb erarbeitet und die betriebsnotwendigen Vorbereitungen umgesetzt werden. Der Pilotbetrieb in Oberösterreich, Tirol, der Steiermark und Kärnten beginne voraussichtlich im vierten Quartal 2027. Die Busse sollen jeweils ein Jahr lang auf Strecken von zehn bis zwanzig Kilometern im regulären Linienbetrieb unterwegs sein. Im Anschluss sollen alle Daten und Projektergebnisse umfassend evaluiert werden. Untersucht werde, wie technische Systeme, Betriebsprozesse, Personalmodelle und rechtliche Rahmenbedingungen optimal zusammenspielen müssten, um automatisierte Fahrzeuge dauerhaft in den öffentlichen Verkehr zu integrieren. Die Erkenntnisse bildeten eine Grundlage für einen späteren breiteren Einsatz.

-loö-

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Landeszeughaus
erhält 
Europäisches 
Kulturerbe-Siegel

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Region Steiermark – Mit dem »Europäischen Kulturerbe-Siegel« werden Stätten ausgezeichnet, die maßgeblich zur europäischen Geschichte, Kultur und Integration beigetragen haben. In der aktuellen Auswahl befinden sich 13 neue Orte aus verschiedenen Mitgliedstaaten – darunter das »Landeszeughaus Graz«. Mit rund 32.000 erhaltenen Waffen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert gelte das »Landeszeughaus« als »größte historische Waffenkammer der Welt«. Die Sammlung dokumentiere eine konfliktreiche Epoche europäischer Geschichte und mache historische Zusammenhänge anschaulich erfahrbar.

Die Auszeichnung würdige nicht nur die historische Bedeutung des Hauses, sondern auch seinen Beitrag zur Vermittlung europäischer Geschichte. Durch die Verbindung von Denkmalpflege, Bildungsarbeit und grenzüberschreitender Zusammenarbeit schaffe das »Landeszeughaus« eine Plattform für Dialog, Reflexion und ein vertieftes Verständnis des gemeinsamen europäischen Erbes.

Das »Europäische Kulturerbe-Siegel« unterstreiche die Rolle des »Landeszeughauses« als Ort des Lernens, der Erinnerung und der europäischen Verständigung. Bei einem Festakt am 22. April 2026 in Brüssel soll das Siegel den neuen Stätten des »Europäischen Kulturerbe-Siegels« feierlich verliehen werden.

-lstm-

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»DAS FEST«
zum Internationalen 
Frauentag

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Region Kärnten – Anlässlich des Internationalen Frauentags veranstalten das »Referat für Frauen und Gleichstellung« des Landes Kärnten und das »Frauenreferat« der Stadt Villach »DAS FEST« am 07. März 2026 im »Congress Center Villach«. »DAS FEST« stehe unter dem Motto »Mut für neue Wege« – ein Abend, um Frauen zu feiern, ihre täglichen vielfältigen Leistungen in allen Lebensbereichen in den Mittelpunkt zu rücken und gleichzeitig eine Plattform zu schaffen, um Mut zu schöpfen und sich zu vernetzen.

Frauen gestalteten die Gesellschaft – in der Arbeitswelt, in der Politik, in den Familien und im öffentlichen Leben. Der »Internationale Frauentag« mache sichtbar, worum es gehe: Gleiche Chancen, faire Bezahlung, wirtschaftliche Unabhängigkeit und echte Teilhabe. Kärntens Frauen- und Gleichstellungsreferentin LHStv.in Gaby Schaunig betonte: »Gleichstellung ist kein Symbolthema, sondern eine Frage von Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Unsere Aufgabe als Politik ist es, die strukturellen Hürden abzubauen, und zwar bei Einkommen, Karrierechancen, Vereinbarkeit und sozialer Absicherung. Das Frauenfest ist eine tolle Gelegenheit, um sich auszutauschen, einander zu bestärken und gemeinsam Zukunft zu gestalten«.

Das Programm des Festes spiegele diese Aussagen wider: Mit der Keynote »Mut für neue Wege« verbinde Unternehmerin, Autorin und Coach Maren Wölfl gesellschaftliche Analyse mit einem lösungsorientierten Blick nach vorne. Sie zeige, warum Gleichstellung Frauen und Männer gleichermaßen stärke, rücke die Leistungen von Frauen in allen Lebensphasen in den Fokus und mache Mut, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen aktiv mitzugestalten.

Der »Internationale Frauentag« hole großartige Leistungen vor den Vorhang, ermögliche aber auch einen kritischen Blick auf den »Status quo«. Begleitend zum »Internationalen Frauentag« sollen auch die Frauenfilmtage vom 5. bis 10. März 2026 im »Volkskino« in Klagenfurt stattfinden. Die Filme reichten thematisch von Sexualität und Sexualisierung über Diskriminierung und Gewalt an Frauen, Emanzipation von Frauen, dramatischen Lebensabschnitten bis hin zu historischen Dramen.

-lktn-

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7.500 Euro
für die
»Futterbox«

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Region Niederösterreich – »Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dürfen Tiere nicht zu Leidtragenden werden. Mit der Unterstützung der »Futterbox« helfen wir sozial schwächeren Tierhalterinnen und Tierhaltern, ihre Tiere weiterhin gut zu versorgen – sei es mit Futter oder notwendigen Utensilien – wie Leinen oder Zubehör. Das ist gelebter Tierschutz und ein wichtiger Beitrag zur Vermeidung von Tierleid«, erklärte Niederösterreichs Landesrätin Susanne Rosenkranz.

Die »Futterbox Österreich – Sozialtafel für Haustiere« erhäle aus Mitteln des niederösterreichischen Tierschutzes zum wiederholten Mal eine Unterstützung in Höhe von 7.500 Euro für ihre Zweigstellen in St. Pölten und Krems. Damit werde die wichtige Arbeit des gemeinnützigen Vereins, der Ende letzten Jahres kurz vor der Schließung stand, weiter abgesichert. Die »Futterbox Österreich« habe es sich seit 2013 zur Aufgabe gemacht, kostenfreie Futter- und Sachspenden für Haustiere von Menschen in schwierigen Lebenssituationen bereitzustellen. Ziel des Vereins sei es, Tiere auch in finanziell herausfordernden Zeiten artgerecht zu versorgen und Tierleid zu vermeiden. Gleichzeitig werde verantwortungsvolle Tierhaltung gestärkt. Unterstützt würden ausschließlich Personen mit bereits vorhandenen Haustieren – eine gezielte und kontrollierte Ausgabe stelle sicher, dass Hilfe dort ankomme, wo sie tatsächlich benötigt werde. Eine Unterstützung von Verwahrlosung oder unverantwortlicher Tieranschaffung sei ausdrücklich ausgeschlossen.

In St. Pölten sei die »Futterbox« bereits seit vielen Jahren aktiv. Mehrmals monatlich würden Futterausgaben organisiert, um Tierhalterinnen und Tierhalter in prekären Situationen zu entlasten. Angesichts steigender Preise und der wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre sei der Bedarf an Unterstützung deutlich gestiegen. Rosenkranz betonte: »Die Futterbox Österreich zeigt eindrucksvoll, wie praktische und unbürokratische Hilfe aussehen kann. Wer ein Tier hält, übernimmt Verantwortung – und genau diese Verantwortung unterstützen wir mit dieser Förderung. Unser Ziel ist klar: Kein Tier soll aufgrund finanzieller Not seiner Besitzer leiden müssen«.

-lnö-

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»Weinpaket«

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Region Burgenland – Die »WINE Intergroup« unter dem Vorsitz von Robert Hergovich begrüße die Entscheidung des »Rates der Europäischen Union«, ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Unterstützung des europäischen Weinsektors zu beschließen. Mit dem neuen »Weinpaket« reagiere die »Europäische Union« auf die aktuellen Herausforderungen der Branche und setze wichtige Schritte zur Stabilisierung, Modernisierung und nachhaltigen Weiterentwicklung der Weinwirtschaft. Das Maßnahmenpaket sehe unter anderem eine verbesserte Steuerung des Produktionspotenzials vor. Ziel sei es, Angebot und Nachfrage besser in Einklang zu bringen und Marktverwerfungen vorzubeugen. Dazu sollen die bestehenden Instrumente für Pflanzgenehmigungen und Krisenmaßnahmen weiterentwickelt werden, um flexibler auf wirtschaftliche Entwicklungen reagieren zu können. Gerade in Zeiten schwankender Absatzmärkte und internationaler Konkurrenz sei dies ein entscheidender Beitrag zur Sicherung der Einkommen der Winzerinnen und Winzer.

Ein weiterer Schwerpunkt liege auf der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation und Nachhaltigkeit. Gefördert werden sollen Investitionen in moderne Kellertechnik, Digitalisierung und klimafitte Bewirtschaftungsmethoden. Angesichts zunehmender Wetterextreme und der Auswirkungen des Klimawandels schaffe das »Paket« wichtige Rahmenbedingungen, um Weinbaubetriebe widerstandsfähiger zu machen. Unterstützt würden auch Maßnahmen zur Anpassung von Rebsorten sowie nachhaltige Produktionsmethoden, die ökologische und wirtschaftliche Interessen verbinden. Darüber hinaus bringe das »Paket« Erleichterungen im Bereich der Kennzeichnung und Vermarktung.

Einheitlichere und praxisnahe Regelungen sollen den Verwaltungsaufwand reduzieren und gleichzeitig Transparenz für Konsumentinnen und Konsumenten gewährleisten. Auch im Bereich der Absatzförderung sollen neue Möglichkeiten geschaffen werden, um europäische Weine auf Drittlandsmärkten besser zu positionieren und bestehende Märkte abzusichern. Von besonderer Bedeutung sei die stärkere Anerkennung des »Weintourismus« als wirtschaftlicher Faktor. Weinregionen seien nicht nur Produktionsstandorte, sondern auch kulturelle und touristische Zentren. Die Verknüpfung von Weinbau, Gastronomie, Hotellerie und regionaler Kultur schaffe Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Identität im ländlichen Raum. Das neue Maßnahmenpaket trage dieser Rolle Rechnung und stärke die Position der Weinregionen als attraktive Tourismusdestinationen.

-lbgld-

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Jahresbilanz
der Bayerischen Grenzpolizei

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Region Bayern – Im Jahr 2025 hätten bayerische Grenzfahnder insgesamt 1.902 unerlaubte Einreisen an den Land- und Luftgrenzen festgestellt. Dies entspreche einem Rückgang um über 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2.385) und innerhalb der letzten zwei Jahre um fast 60 Prozent. Die Zahl der »Schleuserfälle« habe sich um über 34 Prozent auf 105 Delikte reduziert, so die Bilanz der »Bayerischen Grenzpolizei« für das Jahr 2025. »Die Grenzpolizei ist ein absolutes Erfolgsmodell und unsere Eliteeinheit gegen Kriminalität im Grenzraum. Bayern hat die längste Außengrenze aller Bundesländer. In Kooperation mit der Bundespolizei führen wir verstärkte Grenzkontrollen durch und sind zurück bei der Rechtslage vor 2015. Seit Gründung der Grenzpolizei zu Beginn meiner Amtszeit gab es über 135.000 Fahndungstreffer – davon allein 20.000 im vergangenen Jahr«, so Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ergänzte: »Diese Zahlen belegen deutlich: Unsere Grenzkontrollen wirken und sorgen für einen spürbaren Beitrag zur Eindämmung illegaler Migration. Gleichzeitig ist die Bayerische Grenzpolizei sehr erfolgreich im Kampf gegen menschenverachtende Schleuser und Waffen- und Drogenschmuggler«. Er begrüße ausdrücklich die jüngste Entscheidung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, die vorübergehenden Binnengrenzkontrollen um ein weiteres halbes Jahr zu verlängern: »Die Verlängerung der Grenzkontrollen ist richtig und notwendig. Schengen funktioniert nur mit wirksam geschützten Außengrenzen. Solange diese nicht konsequent gesichert sind, müssen wir weiterhin nationale Verantwortung übernehmen«. Zugleich unterstrich Herrmann die Bedeutung einer europäischen Lösung: »Die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems muss nun mit Nachdruck umgesetzt werden. Die Zeit der naiven Migrationspolitik ist vorbei«.

Im Jahr 2025 sei die »Bayerische Grenzpolizei« stark gefordert worden. Ihr seien insgesamt 20.805 Fahndungstreffer (2024: 18.623) gelungen, etwa weil ein Haftbefehl vorlag oder ein Fahrzeug wegen Diebstahls zur Fahndung ausgeschrieben gewesen sei. Das entspreche einem Plus von knapp zwölf Prozent. Bei der Rauschgiftkriminalität seien an den Land- und Luftgrenzen 2.091 Fälle festgestellt worden (2024: 2.294). An den Landgrenzen hätten die bayerischen Grenzfahnder insgesamt mehr als 190 Kilogramm Rauschgift (2024: 680) beschlagnahmt. Ferner habe die Bayerische Grenzpolizei an den Landgrenzen 1.179 Waffen- und Sprengstoffdelikte (2024: 1.027) festgestellt. Bei den aufgedeckten Fällen seien an den Landgrenzen insgesamt 1.039 (2024: 930) Waffen und verbotene Gegenstände sichergestellt worden. Im Bereich der Urkundendelikte seien es 1.410 Fälle (2024: 1.383) gewesen, worunter beispielsweise Passfälschungen oder die missbräuchliche Verwendung von Ausweisen fallen.

Die »Bayerische Grenzpolizei« sei derzeit an insgesamt zwölf Grenzübergängen zu Österreich und zu Tschechien sowie an den Flughäfen Nürnberg und Memmingen im Einsatz. Grundlage dafür sei eine Verwaltungsabsprache, welche die Bayerische Staatsregierung mit dem Bundesinnenministerium getroffen habe. Zur Unterstützung der »Grenzpolizei« würden ferner zusätzliche Kräfte der »Bayerischen Bereitschaftspolizei« eingesetzt.

-bstmi-

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Anklage
wegen Betrugs 
in Millionenhöhe

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Region Schweiz – Die Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) hat am 24. Februar 2026 Anklage gegen einen ehemaligen Mitarbeiter der Schweizerischen Bundesbahnen AG, (SBB) insbesondere wegen gewerbsmässigen Betrugs, ungetreuer Amtsführung, schwerer Geldwäscherei und Urkundenfälschung eingereicht. Die BA werfe dem 54-Jährigen vor, die SBB während mehrerer Jahre und mithilfe von vier Mitbeschuldigten mittels Rechnungsstellungen für nicht erfolgte oder überteuerte Warenlieferungen um über 5 Millionen CHF betrogen zu haben. Die vier Mitbeschuldigten müssten sich wegen Gehilfenschaft zum mehrfachen – teilweise gewerbsmässigen – Betrugs, teilweise Gehilfenschaft zur ungetreuen Amtsführung und teilweise schwerer Geldwäscherei vor Gericht verantworten.

Der Hauptbeschuldigte entwickelte gemäss Anklageschrift im Jahr 2007 mithilfe von zwei Mitbeschuldigten respektive deren Gesellschaften ein System, um die SBB zu betrügen: In seiner Funktion als Projekt-und später Abteilungsleiter soll der 54-Jährige Materialbestellungen im entsprechenden System der SBB erfasst haben. In der Folge habe er gemäss Anklage der SBB über die Gesellschaften der beiden Mitbeschuldigten Rechnungen für Lieferungen gestellt, damit er nicht im eigenen Namen gegenüber der SBB in Erscheinung treten musste. In wenigen Fällen habe der Hauptbeschuldigte tatsächlich Waren geliefert, für welche die SBB jedoch keine Verwendung hatte und welche dieser überteuert in Rechnung gestellt wurden. Mehrheitlich seien Lieferung jedoch ausgeblieben.

Das Geld sei gemäss Anklage zunächst von der SBB auf Konten der teilweise eigens für diesen Zweck gegründeten Gesellschaften der beiden Mitbeschuldigten geflossen. Diese leiteten die Zahlungen nach Abzug eines »Lohnes« auf das Konto einer Gesellschaft weiter, für deren Gründung der Hauptbeschuldigte eine dritte Mitbeschuldigte einspannte. Einzelne Zahlungen sollen auf das Konto einer unbeteiligten Drittperson geflossen sein, auf deren Konto der Hauptbeschuldigte mittels Vollmacht Zugriff hatte. In der Folge transferierte der Hauptbeschuldigte die Gelder auf andere Konten weiter oder verbrauchte diese.

Im Jahr 2010 seien zwei weitere Gesellschaften im Handelsregister eingetragen worden, als deren Geschäftsführerin und einziges Mitglied des Verwaltungsrates ebenfalls die dritte Mitbeschuldigte fungierte. Für ihre Dienste – Eintragung ins Handelsregister, Unterzeichnen diverser Dokumente – soll sie einen Gewinnanteil erhalten haben. Teilweise soll der Hauptbeschuldigte auch deren Unterschrift sowie einmal einen Darlehensvertrag gefälscht haben, um den plötzlichen Vermögenszuwachs gegenüber der zuständigen Treuhandgesellschaft zu plausibilisieren. Zusätzlich zur Zustellung der Rechnungen über die Gesellschaften der beiden ersten Mitbeschuldigten habe der Hauptbeschuldigte gemäss Anklage über diese zwei neu gegründeten Gesellschaften begonnen der SBB selbst Rechnungen zu stellen. Schliesslich habe er die Zusammenarbeit mit den beiden ersten Mitbeschuldigten vollends beendet. Der vierte Mitbeschuldigte soll fingierte Rechnungen ausgestellt haben um die Buchhaltung der von der dritten Mitbeschuldigten eingetragenen Gesellschaften zu plausibilisieren. Die BA werfe einem vierten Beschuldigten vor, diesen Gesellschaften zu diesem Zweck Rechnungen für die fiktive Lieferung von Material ausgestellt zu haben. Das so an die Gesellschaften des vierten Beschuldigten bezahlte Geld soll dieser nach Abzug eines  »Lohnes« wiederum über andere Bankkonten an den Hauptbeschuldigten zurücktransferiert haben.

Vorwürfe teilweise verjährt
Die SBB erstattete Ende September 2024 Strafanzeige bei der Bundesanwaltschaft, die wenige Tage später ein Strafverfahren eröffnete. Im Zeitraum von 2007 bis 2024 soll die SBB im Umfang von insgesamt knapp 8,7 Millionen CHF geschädigt worden sein. Die Strafverfolgung eines Teils dieser Vorwürfe sei aufgrund der Verjährungsfristen von 15 Jahren verjährt. Dies habe zur Folge, dass sich die den Beschuldigten insgesamt vorgeworfene deliktische Bereicherung zum Nachteil der SBB auf rund 5 Millionen CHF reduziere.

Gewinnanteile und Anklagepunkte
Der Hauptbeschuldigte habe sich gemäss BA aus den deliktischen Handlungen zum Nachteil der SBB im Umfang von rund 4,4 Millionen CHF bereichert. Er werde dafür wegen »ungetreuer Amtsführung« beziehungsweise »teilweisen Versuchs der mehrfachen ungetreuen Amtsführung«, »gewerbsmässigen Betrugs« beziehungsweise »teilweisen Versuchs des mehrfachen Betrugs«, »schwerer Geldwäscherei« und »mehrfacher Urkundenfälschung« angeklagt. Die »deliktische Bereicherung« der Mitbeschuldigten umfasse gemäss BA zwischen 14.750 CHF und 413.044 CHF. Sie sollen wegen Gehilfenschaft zum mehrfachen – teilweise gewerbsmässigen – Betrugs, teilweise Gehilfenschaft zur ungetreuen Amtsführung und teilweise schwerer Geldwäscherei angeklagt werden. Für alle Verfahrensbeteiligten gelte bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Urteils die Unschuldsvermutung.

-chbk-

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Photonen-KI
für den 
Mittelstand

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Region Bayern – Das Bayerische Staatsministerium für Digitales setze sein Programm »KI-Transfer Plus« fort und startet in die fünfte Runde. Ab jetzt könnten sich kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus ganz Bayern bewerben. Während in den vergangenen Jahren der Schwerpunkt des Programms auf großen Sprachmodellen gelegen habe, kehre das Programm dieses Jahr zu seinen Wurzeln zurück und sei für sämtliche Arten der Künstlichen Intelligenz offen. Erstmals sollen im Rahmen des Programms in diesem Jahr auch »photonische KI-Rechner« – eine neuartige Technologie, bei der Licht (Photonen) statt rein elektrischer Ströme für KI-Berechnungen genutzt werde – in der Praxis pilotiert. Die Technologie gelte als besonders energieeffizient und leistungsstark und eröffne neue Perspektiven für industrielle Anwendungen.

Bayerns Digitalminister Fabian Mehring betonte: »KI ist die industrielle Revolution unserer Zeit und wird darüber entscheiden, wo der Wohlstand der Zukunft entsteht. Wenn wir wollen, dass Bayern auch morgen Industrieland Nummer eins bleibt, müssen wir technologisch ganz vorne mitspielen. Mit KI-Transfer Plus bringen wir modernste KI direkt in die Betriebe und das Herz unseres bayerischen Mittelstands – und mit der Integration von Photonen-KI erschließen wir eine neue Dimension der Rechenleistung. Licht statt Strom: Das steht für Tempo, Effizienz und technologischen Vorsprung«.

Mit »KI-Transfer Plus« unterstütze das Bayerische Digitalministerium gemeinsam mit der »Bayern Innovativ« GmbH als umsetzendem Partner gezielt mittelständische Unternehmen dabei, Künstliche Intelligenz strategisch im eigenen Betrieb zu verankern und konkrete Anwendungen produktiv umzusetzen. Jeder Durchlauf erstrecke sich über neun Monate und begleite 24 Unternehmen intensiv auf ihrem Weg von der ersten Analyse bis zur Implementierung. Der neue Programmdurchlauf beginne im Mai 2026.

Zunächst entwickelten die teilnehmenden Unternehmen eine passgenaue KI-Strategie, die auf ihre Geschäftsmodelle und Prozesse zugeschnitten sei. Parallel erfolge ein systematischer Wissensaufbau, um Führungskräfte und Mitarbeitende für den produktiven Einsatz von KI zu qualifizieren. Im dritten Schritt werde ein konkreter KI-Anwendungsfall im Unternehmen umgesetzt – von der Konzeption bis zur praktischen Implementierung. Ziel sei es, theoretische Grundlagen zu vermitteln, vor allem aber auch messbare Wertschöpfung zu generieren. Die Betreuung der teilnehmenden Unternehmen erfolge vor Ort durch acht KI-Regionalzentren, die an Hochschulen in ganz Bayern angesiedelt seien. Weitere Informationen unter www.ki-transfer-plus.de

-bstmd-

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