Alpenrand-Magazin Archiv 2026/08

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Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus

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KW 35 – 2026
24. – 30.08.2026

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75 Millionen
Gäste
waren schon da

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Bayern – Die »75-Millionste Schloss Neuschwanstein-Besucherin« ist Jana Ramunno aus Ötisheim, einer Gemeinde im Enzkreis in Baden-Württemberg. Sie wurde kürzlich von Hermann Auer, Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung, auf Schloss Neuschwanstein begrüßt und erhielt eine Familien-Jahreskarte der Bayerischen Schlösserverwaltung sowie Blumen überreicht. »Schloss Neuschwanstein begeistert Gäste aus aller Welt genauso wie Menschen aus der Region und aus ganz Deutschland. Die ungebrochene Faszination für diesen einzigartigen Ort erfüllt uns als Bewahrer mit großer Freude und ist zugleich Ansporn, jedem Gast ein hochwertiges und unvergessliches Besuchserlebnis zu bieten. Dass wir tagtäglich alle Besucherinnen und Besucher zuverlässig, sicher und zugleich denkmalverträglich durch das Schloss führen können, ist die Leistung der engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier vor Ort – im Besucherservice, dem Schlossführungsdienst, der Verwaltung und bei der Pflege der Anlagen im und um das Schloss. Darüber hinaus sorgen auch die Fachkräfte der Bayerischen Schlösserverwaltung in den Bereichen Museum, Bau und Restaurierung mit ihrer hohen Fachkompetenz für eine kontinuierliche Qualität des Besuchserlebnisses bei einem der meistbesuchten Kulturdenkmäler Europas«, so Auer. Schloss Neuschwanstein sei mit jährlich rund 1,1 Millionen Gästen der unangefochtene Besuchermagnet der Bayerischen Schlösserverwaltung. Aktuell würden über 70 Prozent der Neuschwanstein-Besucher aus dem Ausland kommen. Insgesamt besichtigten jedes Jahr rund fünf Millionen Besucherinnen und Besucher die Schlösser, Burgen und Residenzen der Schlösserverwaltung.

Schloss Neuschwanstein wurde – wie auch die anderen Königsschlösser – am 1. August 1886 für den Besucherverkehr geöffnet. Allein während der ersten acht Wochen haääten rund 18.000 Menschen das Schloss besichtigt. Die Millionengrenze sei erstmals 1980 überschritten worden. Spitzenjahr in der langjährigen Besucherstatistik des Schlosses sei das Jahr 2014 mit rund 1.570.000 Besucherinnen und Besuchern gewesen. Immer wieder würden auch berühmte Gäste nach Neuschwanstein kommen.

Schloss Neuschwanstein wurde für den bayerischen König Ludwig II. (1845‒1886) seit 1868 errichtet und nie vollendet. Sein Schloss sei für ihn Denkmal der Kultur und des Königtums des Mittelalters gewesen, die er verehrte und nachvollziehen wollte. Errichtet und ausgestattet in mittelalterlichen Formen, aber mit damals modernster Technik, sei es das weltweit bekannteste Bauwerk des Historismus und könne daher am besten die Baukunst des 19. Jahrhunderts zeigen. Der König habe jedes Detail der Ausstattung anhand der Entwürfe überprüft und habe häufig Korrekturen vornehmen lassen, ehe er die Ausführung genehmigt habe. Besonders habe er sich mit der Planung der Wandgemäldezyklen beschäftigt. Ludwig II. habe sich dazu von dem Literaturhistoriker Hyacinth Holland, einem Spezialisten in mittelalterlicher Ikonografie, sehr verschiedenartige Vorschläge ausarbeiten lassen. Ludwig II. sei an der Planung und Entstehung seiner Bauten wesentlich beteiligt gewesen. Sie hätten den Hauptinhalt seines Lebens ausgemacht.

-bstmfh-

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AzubiCard

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Baden-Württemberg – In Kürze beginne in Baden-Württemberg das neue Ausbildungsjahr. Auszubildende im ersten Lehrjahr sollen von den teilnehmenden Kammern wieder die »AzubiCardBW« erhalten. Mit der Karte im Scheckkartenformat, die auch als digitale Karte für das Smartphone verfügbar sei, könnten Auszubildende unkompliziert ihren Status – wie Studierende – nachweisen. Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: »Mit der AzubiCard setzen wir ein klares Zeichen für die berufliche Ausbildung. Wer eine Ausbildung macht, soll genauso selbstverständlich von Vergünstigungen profitieren können wie Studentinnen und Studenten – so wird Gleichwertigkeit zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung im Alltag erlebbar. Ich freue mich, dass wir mit der AzubiCard dieses wichtige Zeichen setzen können«.

Mit der »AzubiCardBW« könnten Auszubildende zahlreiche Rabatte und Angebote bei Unternehmen und Freizeiteinrichtungen nutzen. So gebe es etwa vergünstigte Eintritte in Kinos, Theater und Museen oder spezielle Angebote bei Einzelhändlern, Banken und Versicherungen sowie in der Gastronomie . Auf der Webseite erhielten Auszubildende sowie interessierte Betriebe und Einrichtungen alle Informationen zur neuen Karte. Über eine Landkarte könnten Auszubildende auch Angebote in ihrer Nähe finden. Auf der Rückseite der »AzubiCardBW« seien die Kontaktdaten zu Ausbildungsberatungen der jeweils für sie zuständigen Kammer hinterlegt. Über einen QR-Code habe man außerdem schnellen Zugriff auf weitere wichtige Kontakte und Beratungsangebote. Damit möglichst viele Auszubildende die Karte im neuen Ausbildungsjahr erhalten würden, unterstütze Baden-Württembergs Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus die Kammern finanziell bei der Ausgabe der Karten im landesweit einheitlichen Design mit rund einem Euro pro ausgestellter Karte. Die Karte werde auch in vielen weiteren Regionen in Deutschland akzeptiert. Sie werde in diesem Jahr voraussichtlich an rund 41.000 Auszubildende im ersten Lehrjahr ausgegeben.

-lbw-

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Freihandels-
abkommen

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Schweiz – Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin und der chinesische Handelsminister Wang Wentao haben am 20. August 2026 anlässlich eines Treffens in Bern den Abschluss der Verhandlungen über die »Optimierung des Freihandelsabkommens« zwischen der Schweiz und der Volksrepublik China bekannt gegeben. Die Schweiz habe ihre Verhandlungsziele erreicht: Während im bestehenden Freihandelsabkommen (FHA) fast alle chinesischen Importe in die Schweiz zollfrei erfolgten, sei dies nur für rund die Hälfte der Schweizer Exporte nach China der Fall. Mit dem optimierten Abkommen werde dieses Ungleichgewicht behoben: Neu würden 99,8 Prozent der aktuellen Exporte der Schweiz zollfrei auf den chinesischen Markt gelangen können. Das optimierte Abkommen sichere auch den Zugang von Schweizer Investoren zum chinesischen Markt. Ferner sollen auch die Bestimmungen zu Umweltfragen und den Arbeitsrechten ausgebaut und gestärkt werden.

Darüber hinaus umfasse die Optimierung des Abkommens auch die Ursprungsregeln und die Handelserleichterungen, den Dienstleistungshandel, den Digitalen Handel, den Wettbewerb sowie die wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit. Nach Abschluss der rechtlichen Bereinigung würden die Schweiz und China die Unterzeichnung des Abkommens vorbereiten. Diese werde noch im Laufe des Jahres 2026 angestrebt. Anschliessend folgten die jeweiligen innerstaatlichen Genehmigungsverfahren. Die Verhandlungen über die Optimierung des Freihandelsabkommens von 2014 sei im September 2024 offiziell lanciert und sei nun nach fünf Verhandlungsrunden abgeschlossen worden. China sei der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz – nach der EU und den USA. Mit der Optimierung des Abkommens verbessere und sichere der Schweizer Bundesrat den Zugang zum chinesischen Markt und trage damit zur Diversifizierung der Absatzmärkte bei.

-chbk-

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Cyberangriff-
Sicherheitsanalysen
abgeschlossen

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Liechtenstein – Die Sicherheitsarchitektur des »Verzeichnisses der wirtschaftlich berechtigten Personen« (VwbP) sei nach dem Cyberangriff Ende Juli 2026 umfassend überprüft worden. Die im Rahmen der Sicherheitsanalysen identifizierten Schwachstellen im Registrierungsbereich seien erkannt und dokumentiert worden. Die Anforderungen an die Verifizierung von Benutzerkonten und die Identitätsprüfung sollen künftig durch die Vorschaltung einer »eID« verstärkt werden. Ferner sollen die Überwachungs- und Erkennungsmechanismen ausgebaut werden, damit unberechtigte Zugriffe frühzeitiger erkannt würden. Vor der Wiederinbetriebnahme des Systems werde das Amt für Informatik in Liechtenstein nochmals umfassende mehrstufige Sicherheitsprüfungen durchführen, um die Schutzmechanismen eingehend zu überprüfen.

»Die Sicherheitsanalyse hat ergeben, dass der unberechtigte Zugriff auf die Daten aufgrund einer fehlerhaften Logik zur Überprüfung der Berechtigungen möglich war. Diese Schwachstelle ermöglichte es, die Anwendungsprogrammierschnittstelle durch wiederholte Einzelanfragen auf eine Weise auszunutzen, die nicht vorgesehen war. Es war keine klassische Software-Schwachstelle. Aus ermittlungstaktischen Gründen können wir zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Informationen zu den Ergebnissen geben. Wir setzen jetzt alles daran, die Systeme weiter zu stärken und die Voraussetzungen für eine sichere Wiederinbetriebnahme der vorsichtshalber vom Netz genommenen Systeme zu schaffen. Die dafür noch notwendigen Sicherheitstests sind sehr umfassend und benötigen entsprechend Zeit«, erklärte Fabian Schmid, Leiter des Amts für Informatik in Liechtenstein. Nach aktuellem Stand sollen alle geprüften Systeme in den nächsten Wochen schrittweise wieder aufgeschaltet werden. Die Regierung und die zuständigen Stellen arbeiteten mit Nachdruck daran, die Systeme weiterzuentwickeln und bestmöglich gegen die sich laufend verändernden Risiken im Cyberraum zu schützen.

Die Vorerhebungen beim Fürstlichen Landgericht zur Ermittlung der unbekannten Täterschaft liefen. Es seien Rechtshilfeersuchen an verschiedene Jurisdiktionen gerichtet worden, deren Beantwortungen jedoch noch ausstehend seien.

-RdFL-

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Crescendo
für Kinder

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Vorarlberg – Das Land Vorarlberg stelle im Rahmen der »Chancenprojekte« im Jahr 2026 dem Symphonieorchester Vorarlberg (SOV) einen Landesbeitrag von 100.000 Euro zur Verfügung. Damit werde die musikalische Grundversorgung im Land gesichert und jungen Musikerinnen und Musikern der professionelle Einstieg in die Orchesterlaufbahn ermöglicht. Formate wie das »U30-Abo« und Schulpartnerschaften öffneten gezielt den Zugang zu klassischer Musik für Kinder und Jugendliche. »Ein chancenreicher Lebensraum für Kinder braucht starke Kulturpartner. Musik schafft Zugänge, stärkt Bildung und Identität. Mit dem SOV ermöglichen wir Kindern und Jugendlichen Begegnungen mit hochwertiger klassischer Musik – im Konzertsaal, in der Schule und in Formaten, die auf junge Menschen zugeschnitten sind«, so Vorarlbergs Kulturlandesrätin Barbara Schöbi-Fink.

Das Symphonieorchester Vorarlberg agiere seit rund 40 Jahren als freies Ensemble/Projektorchester auf hohem künstlerischem Niveau und sei ein zentraler Kulturträger des Landes Vorarlberg. Es leiste einen wesentlichen Beitrag zu einem regelmäßigen, qualitätsvollen Musikangebot und damit zur kulturellen Grundversorgung. Aktuell erreiche das Orchester jährlich bis zu 30.000 Besucherinnen und Besucher; rund 75 Prozent der mitwirkenden Musikerinnen und musiker hätten einen regionalen Bezug.

Die Förderung sei Teil der beschlossenen Investitionen aus den Illwerke-Heimfallsrechten in Schlüsselprojekte, die Vorarlberg zum chancenreichsten Land für Kinder machen sollen. Das Vorhaben sei 2024 mit 40.000 Euro gestartet, 2025 mit 100.000 Euro fortgesetzt und werde im laufenden Jahr mit weiteren 100.000 Euro unterstützt.

-vlk-

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Hydro Online:
Gewässer
jederzeit im Blick

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Tirol – Wie hoch steht der Inn? Wie viel Niederschlag ist in einer Region gefallen? Und wie entwickelt sich die Situation an Tirols Bächen und Flüssen? Antworten auf diese Fragen liefere bereits seit 2013 die Anwendung »Hydro Online« des Hydrographischen Dienstes des Landes Tirol. Über eine interaktive Kartendarstellung könnten aktuelle Messwerte – von Pegelständen bis hin zur Wassertemperatur – aus ganz Tirol einfach und kostenlos abgerufen werden. Die Anwendung sei ohne Registrierung unter hydro.tirol.gv.at sowie über die Land Tirol App erreichbar.

»Mit Hydro Online stellen wir den Tirolerinnen und Tirolern einen modernen und leicht zugänglichen Informationsservice zur Verfügung. Gerade bei intensiven Niederschlägen oder einer möglichen Hochwasserentwicklung ist es wichtig, die Situation an den Gewässern im Blick behalten zu können. Transparente und rasch verfügbare Daten schaffen Orientierung und tragen dazu bei, Gefahren besser einzuschätzen. Gleichzeitig zeigen sie, wie viel laufende Arbeit und technische Infrastruktur hinter dem Schutz unseres Lebensraums stehen«, erklärte Josef Geisler, Tirols Landesrat für Land- und Forstwirtschaft, Grundverkehr, Raumordnung, Straßenbau, Energie und Traditionswesen.

»Hydro Online« ergänze die offiziellen Warnungen und Lageinformationen der zuständigen Behörden. Bei Hochwasserereignissen könnten Bürgerinnen und Bürger die Entwicklung der Wasserstände an den verfügbaren Messstationen nachvollziehen. So hätten beispielsweise beim Hochwasser im August 2023 an einem Tag über 200.000 Menschen die Website zur Information genutzt. Für konkrete Warnungen und Verhaltensempfehlungen seien weiterhin die Mitteilungen des Landes Tirol und der zuständigen Einsatz- und Sicherheitsbehörden maßgeblich.

Rund 900 Messstellen liefern die Datengrundlage
Der »Hydrographische Dienst Tirol« betreibe landesweit rund 900 Messstellen zur Erfassung des Wasserkreislaufs. Gemessen würden unter anderem Niederschlag, Lufttemperatur, Verdunstung, elektrische Leitfähigkeit sowie die Wasserstände von Bächen, Flüssen, Seen und des Grundwassers. Auch Wassertemperatur und Feststoffe würden erfasst. Rund 140 ehrenamtliche Beobachterinnen und Beobachter unterstützten die tägliche Erhebung hydrologischer Daten. Die erhobenen Daten dienten nicht nur der Information der Bevölkerung. Sie bildeten auch eine wesentliche fachliche Grundlage für den Hochwassernachrichtendienst, wasserwirtschaftliche Planungen, den Hochwasserschutz und die Beurteilung langfristiger Veränderungen im Wasserhaushalt.

-lt-

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Inklusion
durch Arbeit
und Beschäftigung
stärken

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Südtirol – An einem Ort, in dem Inklusion in der Praxis gelinge, stellten die südtiroler Landesrätinnen Rosmarie Pamer und Magdalena Amhof kürzlich Maßnahmen vor, mit denen Menschen mit Behinderungen im Bereich Arbeit und Beschäftigung unterstützt würden. Ein Südtiroler Biofachgeschäft namens »GianniBio« setze auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Es arbeite eng mit den sozialen Diensten und jenen der Arbeitsintegration zusammen, um Menschen mit Behinderungen Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten. Der Firmeninhaber Andrea Paiarola habe insgesamt drei Mitarbeitende, die über diesen Weg in den Betrieb gekommen seien und seine Erfahrung beschreibe er als durchwegs positiv, auch weil sich seine Mitarbeiter ständig weiterentwickelten und sehr gut in das Arbeitsteam einlebten.

Seit geraumer Zeit setze das Land Südtirol zur Integration durch Arbeit und Beschäftigung auf ein Dreistufenmodell, das auf Werkstätten und geschützten Diensten, der Arbeitsbeschäftigung und der Arbeitsintegration basiere. Um Menschen mit Behinderungen gezielt vermitteln zu können, setze das Land Südtirol auf eine maßgeschneiderte Arbeitseingliederung: Durch gezielte Vermittlung gelinge es, jährlich etwa 200 Personen in Beschäftigung zu bringen, ein Drittel davon findet den Weg in den Arbeitsmarkt mit einer individuellen Vereinbarung. Darunter verstehe man praktikumsähnliche Projekte zur Orientierung und Qualifizierung der Arbeitssuchenden am Arbeitsplatz, mit dem Ziel einer späteren Festanstellung. Wie beständig diese Arbeitsverhältnisse seien, zeige die Statistik: 70 Prozent der vermittelten Personen seien nach zehn Jahren noch beim selben Arbeitgeber beschäftigt.

Um die Tätigkeit von Menschen mit Behinderung stärker anzuerkennen und ihre finanzielle Eigenständigkeit zu stärken, werde das Entgelt für Projekte der Arbeitsbeschäftigung und der Integration ab dem 1. Januar 2027 erhöht. Zusätzlich würden 1,8 Millionen Euro pro Jahr bereitgestellt, wodurch der Höchstbetrag von 492 auf 650 Euro für Eingliederungs- und Beschäftigungsprojekte sowie von 410 auf 585 Euro für Tätigkeiten in Werkstätten und anderen sozialpädagogischen Dienste ansteige. Die Arbeitsbeschäftigung sei eine wichtige Säule des Unterstützungssystems, denn nicht jede oder jeder könne oder müsse in den regulären Arbeitsmarkt kommen. Derzeit nutzten 983 Menschen die 57 Südtiroler Werkstätten und sozialpädagogischen Tagesstätten. Eine weitere Möglichkeit, auch als Alternative zu den Werkstätten, sei der Abschluss von individuellen Vereinbarungen, um Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt zu sammeln und die Selbstständigkeit zu stärken. Dabei übernähmen vor allem Sozialgenossenschaften eine wichtige Rolle.

-lpast-

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Sommerakademie:
330 Studierende
aus über 50 Ländern

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Salzburger Land – Oskar Kokoschka hatte 1953 die Sommerakademie als »Schule des Sehens« auf der Festung Hohensalzburg gegründet. In diesen vielen Jahrzehnten seit der Gründung habe sich Salzburg dadurch zu einem Hotspot für Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt entwickelt. »Ich bin immer wieder wirklich überwältigt, was da alles Großartiges passiert. Die Kunstszene ist sehr international und findet an vielen verschiedenen Orten auf der Welt statt – und bei uns haben wir wirklich einen Hotspot. Jetzt diese jungen Künstler zu erleben, wie sie werken und ihre Arbeiten präsentieren, finde ich immer wieder sehr spannend. Da sind wirklich gute Arbeiten dabei«, so Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll.

Die interimistische Leiterin der »Sommerakademie« Martina Berger-Klingler: »Wenn Studierende aus rund 50 Nationen hier zusammenkommen, spürt man schon am zweiten Tag eine besondere Verbindung. Sie helfen und inspirieren sich gegenseitig – und dabei entstehen Freundschaften und Verbindungen, die ein Leben lang bleiben. Ich finde, das ist etwas ganz Besonderes und zugleich die beste Werbung für das Kulturland Salzburg. Denn niemand, der einmal hier war, wird diesen Ort auf seinem weiteren Lebensweg vergessen«. Die internationale »Sommerakademie« dauert noch bis 29. August 2026 und hat auch zahlreiche öffentliche und kostenlos zugängliche Veranstaltungen auf dem Programm.

-ls-

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Forschung
für klimafitte Wälder

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Oberösterreich – Wer heute einen Baum pflanze, treffe eine Entscheidung für Generationen. Gleichzeitig veränderten steigende Temperaturen und längere Trockenperioden die Bedingungen in Wäldern schneller, als sich Baumarten auf natürlichem Weg anpassen könnten. Vor allem in tieferen und trockeneren Lagen könnten bis zum Ende dieses Jahrhunderts Wuchsbedingungen entstehen, wie es sie derzeit selbst in den wärmsten Regionen Österreichs nicht gebe. Mit Waldlaboren investiere das Land Oberösterreich deshalb gezielt in Forschung und Grundlagenarbeit. Untersucht werde, welche Baumarten und Herkünfte mit den klimatischen Bedingungen der kommenden Jahrzehnte zurechtkommen könnten.

Aktuelle Dürre zeige Handlungsbedarf
Wie wichtig diese Vorsorge sei, zeige die aktuelle Trockenheit. Fehlender Niederschlag und hohe Temperaturen bedeuteten erheblichen Stress für die Wälder. Besonders die Fichte, die über Jahrzehnte als wirtschaftlicher »Brotbaum« der Forstwirtschaft gegolten habe, gerate auf warmen und trockenen Standorten zunehmend unter Druck. Hitze- und Trockenstress schwächten die Bäume und erhöhten ihre Anfälligkeit gegenüber Schädlingen wie dem Borkenkäfer. Für die Forstwirtschaft bestehe dabei eine besondere Herausforderung: Auf veränderte Bedingungen könne nicht kurzfristig reagiert werden. Ein heute gegründeter Waldbestand müsse auch in 50 oder 100 Jahren mit den dann herrschenden Klimabedingungen zurechtkommen.

Waldlabore als Freilandversuch
Die Waldlabore seien wissenschaftlich begleitete Versuchsflächen, auf denen heimische und potenziell geeignete nicht heimische Baumarten sowie unterschiedlicher Herkünfte unter realen Standortbedingungen getestet würden. Mittlerweile seien zehn Waldlabore mit Mitteln aus der Ländlichen Entwicklung angelegt worden. Die Waldlabore zeigten bereits heute, dass sich die Baumartenwahl künftig deutlich verändern werde. Neben heimischen Arten wie Eiche, Weißtanne oder Buche würden auch Baumarten geprüft, die aus wärmeren Regionen Europas stammten oder deren Herkünfte besser an Trockenheit angepasst seien. Trockenspezialisten wie Schwarzkiefern oder Atlaszedern wiesen bisher meist sehr geringe Ausfälle auf. Auf sehr seichtgründigen Kalkstandorten seien es auch häufig Laubbaumarten wie Feldahorn, Spitzahorn, Elsbeere oder Speierling, die sich nach den ersten Versuchsjahren als tolerant erwiesen.

Hoffnungsträger Kalabrische Tanne
Besonderes Augenmerk gelte der kalabrischen Weißtanne. Sie habe sich in Oberösterreich, insbesondere in tieferen Lagen, bislang als sehr vital und wachstumsstark erwiesen. Deshalb sei eine Zusammenarbeit mit dem kalabrischen Forstdienst aufgebaut worden. 43 Bäume seien zur Anzucht und Vermehrung in Österreich bestellt worden. In einer heimischen Plantage werde mittlerweile die genetische Vielfalt dieser Herkunft für den heimischen Wald gesichert. Dabei gehe es bei den »Waldlaboren« nicht darum, die eine Baumart der Zukunft zu finden, sondern herauszufinden, welche Baumarten an welchem Standort die besten Bedingungen vorfinden. Standortangepasste Mischbestände verminderten das Risiko eines Totalausfalls und erhöhten damit die Widerstandsfähigkeit der Wälder.

-loö- Bild: am

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Hitzeschutz-
Gipfel

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Steiermark – Die anhaltende Hitze stelle auch die Steiermark vor große Herausforderungen. Die hohen Temperaturen und die Trockenheit seien nicht nur für viele Menschen eine erhebliche Belastung, sondern setzten auch Tieren und der Natur zu. Umso wichtiger sei es, frühzeitig auf extreme Hitzeperioden vorbereitet zu sein, bestehende Maßnahmen weiterzuentwickeln und dort nachzuschärfen, wo zusätzlicher Handlungsbedarf bestehe. Kürzlich hat sich die Steiermärkische Landesregierung zu einem »Hitzeschutz-Gipfel« getroffen. Im Mittelpunkt seien die aktuellen Problemstellungen, bereits gesetzte Maßnahmen sowie jene Schritte, die künftig notwendig seien gestanden, um die Steiermark besser auf extreme Hitze und ihre Folgen vorzubereiten.

Eine gute Nachricht gebe es aus dem Energiebereich von der »Energie Steiermark«: Auch während der aktuellen Hitzephase sei die Stromversorgung in der Steiermark dank verschiedener Quellen sicher und zuverlässig. Ein Energiemix aus Windkraft, Photovoltaik und Gaskraft habe die aufgrund von Niedrigwasser verminderten Kapazitäten bei der Wasserkraft ausgleichen können. Trotz der extremen Temperaturen sei es im rund 30.000 Kilometer langen Stromnetz der Steiermark zu keinen Beeinträchtigungen gekommen. Auch die Trinkwasserversorgung in der Steiermark sei grundsätzlich gesichert. Dank vorausschauender Investitionen in die Wasserversorgung, ausreichender Reserven und leistungsfähiger Infrastruktur sei die Bevölkerung auch in der aktuellen Trockenperiode zuverlässig mit hochwertigem Trinkwasser versorgt worden. Auch die Infrastruktur stehe angesichts der hohen Temperaturen vor besonderen Herausforderungen. Deshalb würden bestehende Schutzmaßnahmen laufend überprüft und dort weiterentwickelt, wo aufgrund zunehmender Hitzeperioden zusätzlicher Handlungsbedarf bestehe.

-lstmk-

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Gemeinsames
Engagement
schaffe spannende
künstlerische Impulse

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Kärnten – Was verbinde Klagenfurt mit einer Insel im arktischen Eis? Und wie können 108 Faltstühle den Austausch über die großen Veränderungen unserer Zeit anstoßen? Unter dem Motto »Peripherien im Wandel« suchte die »Kärntner Kulturstiftung« (KKS) nach neuen künstlerischen Blicken auf vermeintlich abgelegene Orte. Unlängst wurden in Klagenfurt die beiden Siegerprojekte des vierten »Open Call« für die Jahre 2027 und 2028 präsentiert. »Kunst öffnet neue Blickwinkel, bringt Menschen miteinander ins Gespräch und macht Veränderungen greifbar. Dafür sind Menschen unverzichtbar, die Verantwortung übernehmen und mit ihrem finanziellen Engagement gute Ideen Wirklichkeit werden lassen. Die Zusammenarbeit des Landes Kärnten mit der Kärntner Kulturstiftung zeigt, wie viel wir gemeinsam bewegen können. Die beiden ausgewählten Projekte schaffen spannende künstlerische Impulse, die weit über Kärnten hinauswirken können«, erklärte Kärntens Kulturreferentin Gaby Schaunig bei der Präsentation.

Insgesamt seien 64 Projekte aus ganz Österreich und aus unterschiedlichen Kunstsparten eingereicht worden. Beide Siegerprojekte hätten mit innovativen Konzepten, großer künstlerischer Qualität und ihrem Potenzial für eine breite öffentliche Wirkung überzeugt. Die Siegerprojekte sollen seitens der Kulturstiftung mit insgesamt 140.000 Euro unterstützt werden. Das erste Siegerprojekt heißt »Von Klagenfurt nach Klagenfurt – Dialogisch den Horizont expandieren« und nehme eine fast vergessene historische Verbindung zum Ausgangspunkt: Während der österreichisch-ungarischen Nordpolexpedition von 1872 bis 1874 wurde eine Insel im Franz-Josef-Land nach Klagenfurt benannt. Die Künstlerin Nicole Six aus Vöcklabruck und der Künstler Paul Petritsch aus Friesach arbeiten seit 1997 gemeinsam an Filmen, Fotografien und Projekten im öffentlichen Raum. Zusammen mit der britischen Kuratorin Jeanette Pacher möchten sie das Kärntner und das arktische Klagenfurt künstlerisch miteinander verbinden. Geplant seien unter anderem Gespräche, Fotografien, Klänge, Karten und Reiseberichte. Den sichtbaren Auftakt solle eine große Bodenzeichnung des Franz-Josef-Landes im öffentlichen Raum in Klagenfurt bilden.

»Resonanz der Gezeiten – Ein Kärntner HolzOval im Dialog mit der Welt« heiße das zweite Siegerprojekt. Es mache gesellschaftlichen Wandel an einem besonderen Versammlungsort erlebbar: Im Mittelpunkt stehe ein mobiles Holzoval, dessen Wände aus 108 Faltstühlen bestehen. Jeder Stuhl sei zugleich Sitzplatz und Einladung zum Zuhören, Mitreden und Mitgestalten. Entwickelt worden sei das Projekt von den Architekten und Forschern Stefan Breuer und Sebastian Hicks. Der Villacher Stefan Breuer lehrt und forscht seit 2018 an der Fachhochschule Kärnten und beschäftige sich mit einer sozial und ökologisch nachhaltigen Bauweise. Sebastian Hicks stammt aus Cardiff und lehrt seit 2023 an der Oxford Brookes University; seine Arbeit verbinde Architektur, digitale Fertigung, öffentlichen Raum und demokratische Begegnung. Gemeinsam mit regionalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern möchten die beiden das HolzOval an verschiedenen Orten in Kärnten »bespielen«, und zwar unter anderem beim »Forum Anthropozän« in Heiligenblut. Bis 2028 seien Gespräche, künstlerische Beiträge und öffentliche Veranstaltungen zu ökologischen, sozialen und digitalen Veränderungen geplant.

Die »Kärntner Kulturstiftung« gilt als Österreichs erste allgemeine gemeinnützige Kulturstiftung. Sie fördere Kunst- und Kulturprojekte, vernetze Kulturschaffende und trage dazu bei, Kärnten als vielfältigen Kreativraum national und international sichtbar zu machen. Das Land Kärnten zähle zu den Gründungsmitgliedern und unterstütze die Arbeit der Stiftung über eine Kulturabteilung.

-lktn-

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Echtkosten-
Abrechnung
beim Flugrettungsdienst

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Niederösterreich – Die Finanzierung des »Wiener Flugrettungsdienstes« werde auf neue Beine gestellt. Bislang seien die Kosten für den Rettungshubschrauber pauschal zur Hälfte zwischen den Ländern Wien und Niederösterreich geteilt worden. Ab 2028 soll eine »Echtkosten-Abrechnung« erfolgen. Darüber informierten die Landesräte Eva Prischl und Anton Kasser sowie Stadtrat Peter Hacker. Der in Wien stationierte Rettungshubschrauber »Christophorus 9« des ÖAMTC fliege seit 25 Jahren Einsätze im Auftrag der beiden Bundesländer. Evaluierungsberichte hätten gezeigt, dass durchschnittlich 80 Prozent der Einsätze in Niederösterreich geflogen würden und nur 20 Prozent in Wien. »Wien und Niederösterreich sind daher auf einem konstruktiven und guten Weg, ab 2028 mittels einer Vereinbarung die Einsätze nicht mehr pauschal, sondern in Flugminuten abzurechnen. Damit werden die Kosten der Hubschrauber-Einsätze von den Bundesländern exakt nach den tatsächlich geflogenen Zeiten beglichen«, erklärte Hacker. Der bisherige Vertrag werde abgeändert, damit er fairer werde und dass man damit Verantwortung übernehme und die Hubschrauberflotte finanziell absichere. Es sei eine gute, nachhaltige und langfristig brauchbare Vereinbarung. Die bewährte, hochprofessionelle Zusammenarbeit könne so fortgesetzt werden. Der Hubschrauber wird ebenso wie der Pilot vom ÖAMTC zur Verfügung gestellt. Die Flugretter würden von der Wiener Berufsrettung gestellt, die Notärzte gemeinsam von Wiener Berufsrettung und Wiener Gesundheitsverbund.

-lnö-

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Landwirtschaft
am Limit

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Burgenland – Eine Milliarde Euro Dürreschäden zeigten: Die »Klimakrise« sei längst auch eine »Agrarkrise«. Hitze, ausbleibende Niederschläge und längere Trockenperioden machten die Produktion enorm riskant – Totalausfälle bei der Ernte und Notschlachtungen in Viehbetrieben würden heuer an der Tagesordnung stehen. Besonders betroffen von der Dürre sei das Burgenland, wo seit Frühjahr 2026 ein durchschnittliches Niederschlagsdefizit von 39 Prozent verzeichnet worden sei. Im Frühjahr und seit Juni fehlten sogar mehr als 70 Prozent des Niederschlags. Rund 65 Millionen Euro der Dürreschäden fielen im Burgenland an. Burgenlands Landeshauptmann-Stellvertreterin und Agrarlandesrätin Anja Haider-Wallner sehe angesichts dieser Entwicklung Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig in der Pflicht, strukturelle Lösungen für die Landwirtschaft in Form eines langfristigen Stabilitätsprogramms zu liefern. Dazu zähle auch die Umgestaltung der öffentlich unterstützten Dürreversicherung. Während die Schäden durch die Klimakrise zunähmen, habe der Landwirtschaftsminister erst letztes Jahr den Dürreindex im Alleingang angepasst. Dadurch seien heuer rund 1,1 Millionen Euro Mehrkosten für die burgenländischen Landwirtinnen und Landwirte entstanden. Wie sehr sich die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft bereits verändert hätten, zeige sich auch in der täglichen Arbeit der Bäuerinnen und Bauern.

Stärkere Unterstützung bei der Dürreversicherung notwendig
Bei der »Dürreindex-Versicherung« würden Niederschlagsmenge und Hitzetage als zentrale Parameter herangezogen. Bis 2025 hätten Bund und Länder je 27,5 Prozent der Versicherungskosten übernommen. Nach einer Anpassung durch Landwirtschaftsminister Totschnig im Vorjahr würden Hitzetage jedoch nur noch dann berücksichtigt, wenn sie über dem jeweiligen Zehnjahresdurchschnitt liegen würden. Wer weiterhin jeden Hitzetag absichern möchte, könne dies nur noch über die sogenannte »Premium-Variante« tun, müsse den entsprechenden Mehrbetrag allerdings selbst tragen.

Konkrete Vorschläge für ein Stabilitätsprogramm
Die Versicherung könne aber nur einen Teil der Antwort liefern. Angesichts der zunehmenden Häufigkeit und Intensität von Dürreperioden brauche es ein umfassendes Stabilitätsprogramm für die Anpassung der Landwirtschaft an die Klimakrise sowie zusätzliche wirtschaftliche Stabilität für die Betriebe.

-lbgld-

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Rund 100 Tonnen
an Weltkriegsbomben, 
Granaten und Munition 
beseitigt und entsorgt

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Bayern – Die Menge der beseitigten Bomben, Granaten und Munition in Bayern sei im Jahr 2025 erneut über dem Niveau des Vorjahres gelegen. »Insgesamt wurden von den Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes rund 100 Tonnen alte Kampfmittel beseitigt, das sind 13 Tonnen mehr als im Jahr davor«, erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Die Spezialisten hätten dabei insgesamt 28 Blindgänger alliierter Spreng- und Splitterbomben unschädlich gemacht. »Noch immer holen die Sprengstoffexperten sowie Fachfirmen fast täglich Weltkriegsmunition aus bayerischem Boden. Dazu zählt die Entschärfung von Bombenblindgängern, Zufallsfunde bei Freizeitaktivitäten oder während Bauarbeiten ebenso wie die Abholung und der Transport der von Fachfirmen aufgefundenen Kampfmitteln«, so Herrmann.

Vor Bodeneingriffen müssten Grundstückseigentümer und Bauherren jedem konkreten Verdacht auf möglicherweise vorhandene Bomben oder Munition nachgehen. Gegebenenfalls müssten sie Fachfirmen beauftragen, um Kampfmittel aufzuspüren, bergen zu lassen und diese dem vom Innenministerium vorgehaltenen Kampfmittelbeseitigungsdienst zur Entsorgung zu übergeben. Aufgefundene Munition sollte keinesfalls angefasst werden, sondern sofort der Polizei gemeldet werden. Auch Eltern sollten ihre Kinder auf die möglichen Gefahren solcher Fundstücke hinweisen. Die Kosten für die Beseitigung und Entsorgung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst trage der Freistaat Bayern. Im Jahr 2025 seien hierfür rund 1,9 Millionen Euro eingesetzt worden.

-bstmi-

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Normenflut
verteuere das Bauen

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Beton gilt weltweit als der meistverwendete Baustoff. Mehr als die Hälfte davon werde als Transportbeton regional hergestellt und im Radius von etwa 20 Kilometern ausgeliefert. Nun plane die EU-Kommission, europaweit in die »Betonnormen« einzugreifen. Diese Vereinheitlichung aus Brüssel – auch als »Harmonisierung« bezeichnet – komme bei Wirtschaft und Politik in Bayern nicht gut an. »Transportbeton härtet schnell aus und muss daher nicht europaweit transportiert oder harmonisiert werden. Unser sehr gut funktionierendes System der Betonnormen in Deutschland müsste aufwendig geändert werden, was insgesamt mehrere Jahre dauert. Die erheblichen Mehrkosten könnten für kleinere Baustoffhersteller sogar existenzbedrohend sein. In jedem Fall wird damit Bauen teurer«, erklärte Bayerns Bauminister Christian Bernreiter.

Die EU-Kommission habe den Prozess zur »Harmonisierung der europäischen Betonnorm« im Rahmen der neuen »EU-Bauproduktenverordnung« begonnen. Die Anforderungen an Beton seien innerhalb der Europäischen Union aufgrund verschiedener klimatischer Bedingungen sehr heterogen. »Diese Unterschiede lassen sich nicht in einer einzigen harmonisierten Norm abbilden. Da Transportbeton ein halbfertiges Bauprodukt ist, können die endgültigen Leistungseigenschaften zum Lieferzeitpunkt nicht vollumfänglich bestimmt werden«, so Bernreiter.

Durch eine »Harmonisierung der Betonnorm« würde die EU-Kommission ein innovationsfreundliches Umfeld schaffen wollen. »Das Gegenteil ist der Fall. Durch eine EU-weite Regelung sind schnelle Anpassungen an neue technische Entwicklungen nicht mehr möglich, da jede Änderung einen langwierigen Koordinierungsprozess auf europäischer Ebene erfordert. Diese geplante Zentralisierung ist daher innovationsfeindlich«, betonte Bernreiter. Auf die fachlichen Argumente höre man in Brüssel bislang nicht. »Der Eingriff der EU auf das sehr gut funktionierende System in Deutschland widerspricht dem Grundsatz der Subsidiarität. Der aufwendige Normungsprozess muss daher jetzt gestoppt werden, bevor die neue Normenflut Bauen weiter verteuert«, resümierte Bernreiter.

-bstmb-

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Neue Charta
gegen Radikalisierung

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Schweiz – Der »Sicherheitsverbund Schweiz« (SVS) habe am 21. August 2026 eine neue »Charta gegen Radikalisierung und Extremismus« vorgestellt. Die Charta werde von Bund, Kantonen und Gemeinden gemeinsam getragen. Sie sei ein politisches Bekenntnis zum »Kampf gegen alle Formen von Radikalisierung und Extremismus« und liefere praktische Hilfestellungen für Personen und Institutionen, die mit betroffenen Personen, zum Beispiel mit gefährdeten Jugendlichen, konfrontiert sein könnten.

Seit 2023 steige die Zahl der sich radikalisierenden Minderjährigen in der Schweiz und in anderen europäischen Ländern stark an. Gleichzeitig werde der gewalttätige Extremismus vielfältiger. Nebst dem gewalttätigen Islamismus radikalisierten sich junge Männer etwa in der »Incel«-Bewegung, die Frauenhass schüre, oder organisierten sich in sogenannten »Active Clubs«, die rechtsextreme Ideologien verbreiteten. Gewalttätige linke Kreise nutzten Proteste mit internationalem Bezug für Gewaltakte. Daneben gebe es weitere neuere Bewegungen – wie etwa die »nihilistische Radikalisierung«, die frei von politischer Ideologie die Gewalt an sich ins Zentrum rücke.

Bund, Kantone und Gemeinden agierten gemeinsam
Das Phänomen sei ein umfassendes gesellschaftliches Problem und lasse sich nur gemeinsam bekämpfen. Der Schweizer Bund, Kantone und Gemeinden hätten darauf mit mittlerweile zwei Nationalen Aktionsplänen zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus reagiert. Diese hätten 94 Projekte zur Bekämpfung von Radikalisierung und Extremismus in den Jahren 2019 bis 2026 ermöglicht. Jährlich würden dafür rund 750.000 Franken zur Verfügung stehen. Für 2027 seien bereits 14 Gesuche eingereicht worden, deren Projektsumme eine Million Franken übersteige.

Im SVS seien die wichtigsten sicherheitspolitischen Akteure von Bund, Kantonen und Gemeinden vereinigt. Sie hätten angesichts der aktuellen Entwicklungen beschlossen, gemeinsam und mit Unterstützung der Wissenschaft eine Charta auszuarbeiten. Im Zentrum solle die Bekämpfung von Radikalisierung und Extremismus besonders bei Jugendlichen stehen. Auch erfolgte Angriffe in der Schweiz zeigten, wie wichtig das Engagement und eine wirkungsvolle Prävention solcher Gewalttaten seien.

-chbk-

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KW 34 – 2026
17. – 23.08.2026

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Radweg
verbindet
Bayern und Böhmen

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Bayern / Tschechien – Der neue »Rosenauer-Radweg« schaffe eine weitere grenzüberschreitende Verbindung zwischen dem tschechischen »Nationalpark Šumava« und dem bayerischen »Landkreis Freyung-Grafenau«. Mit einer feierlichen Veranstaltung an der bayerisch-tschechischen Grenze unterhalb des Dreisessels wurde kürzlich der Radweg offiziell eröffnet. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Forstverwaltung, Tourismus und den beteiligten Institutionen aus Bayern und Tschechien nahmen an der Einweihung teil und unterstrichen damit die enge Zusammenarbeit beider Nachbarregionen.

Sebastian Gruber, Landrat des Landkreises Freyung-Grafenau eröffnete den Radweg gemeinsam mit Haidmühles Bürgermeister Roland Schraml; Pavel Hubený, Direktor der Nationalparkverwaltung Šumava, sowie Johanna Wolf, stellvertretende Forstbetriebsleiterin der Bayerischen Staatsforsten. Die Übersetzung der Grußworte übernahm Pavel Bečka von der Nationalparkverwaltung Šumava. In seiner Ansprache betonte Gruber die Bedeutung des Projekts für die Grenzregion: »Mit diesem Radweg schaffen wir nicht nur eine neue attraktive Verbindung zwischen Bayern und Böhmen, sondern stärken auch nachhaltig den gemeinsamen Natur- und Tourismusraum. Solche Projekte zeigen, wie gut grenzüberschreitende Zusammenarbeit funktionieren kann«.

Im Rahmen der Eröffnung gab Gruber ferner bekannt, dass der Weg künftig den Namen »Rosenauer-Radweg« trage. Die Benennung gehe auf einen Vorschlag der Nationalparkverwaltung Šumava zurück und erinnere an den böhmischen Forstingenieur Josef Rosenauer (1735–1804). Als Planer des »Schwarzenbergischen Schwemmkanals« habe er eines der bedeutendsten technischen Bauwerke des 18. Jahrhunderts geschaffen. Der Kanal habe über viele Jahrzehnte den Holztransport aus den Wäldern des Böhmerwaldes bis nach Wien ermöglicht und habe die Entwicklung der gesamten Grenzregion nachhaltig geprägt. Das »Rosenauer-Denkmal« am Beginn des Radwegs erinnere bis heute an sein Wirken.

Der »Rosenauer-Radweg« verlaufe entlang des historischen »Schwarzenbergischen Schwemmkanals« und schaffe eine neue grenzüberschreitende Verbindung für Radfahrer und Naturfreunde. Damit werde auch das touristische Angebot auf beiden Seiten der Grenze weiter ausgebaut und die Vernetzung des Bayerisch-Böhmischen Grenzgebiets gestärkt. Die Idee für den Radweg sei bereits vor mehreren Jahren entstanden. Projektträger seien die Nationalparkverwaltung Šumava auf tschechischer Seite sowie die Bayerischen Staatsforsten auf deutscher Seite. Auf bayerischer Seite habe die Planung des damaligen Trift Radwegs bereits im Sommer 2013 begonnen. Der Ausbau der Strecke sei im Juli 2014 abgeschlossen worden. Gleichzeitig sei der Infopunkt am Dreisessel entstanden. Während das Projekt durch den Umweltstaatsfonds der Tschechischen Republik im Rahmen des Förderprogramms für Nationalparkgemeinden gefördert worden sei, sei die Umsetzung auf deutscher Seite ohne Fördermittel erfolgt.

Im Anschluss an die offizielle Eröffnung nutzten die Gäste die Gelegenheit zum grenzüberschreitenden Austausch am »Rosenauer-Denkmal« auf tschechischer Seite. Der Radweg sei ab sofort für die Öffentlichkeit freigegeben und lade Radfahrer sowie Erholungssuchende dazu ein, die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft entlang des historischen »Schwarzenbergischen Schwemmkanals« auf beiden Seiten der Grenze zu entdecken.

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Bei der Eröffnung des »Rosenauer-Radwegs« (v.l.): 
Freyung-Grafenaus Landrat Sebastian Gruber sowie die stellvertretende Forstbetriebsleiterin Johanna Wolf; 
die Bürgermeisterin der Gemeinde Stožec Vlasta Finiková, der Direktor der Nationalparkverwaltung Šumava Pavel Hubený 
und der Bürgermeister der Gemeinde Haidmühle Roland Schraml.

-lfrg- Bild: lfrg

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TECHNOSEUM
erhält neue
Doppelspitze

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Baden-Württemberg – Künftig werde das »TECHNOSEUM«, das Landesmuseum für Technik und Arbeit, in Mannheim von einer Doppelspitze geführt. Ermöglicht habe das eine Satzungsänderung des »TECHNOSEUMs« und die Einführung eines zweiten Vorstandsmitglieds. Neben Prof. Dr. Andreas Gundelwein (60) als Wissenschaftlichem Direktor bilde Dr. Jens Bortloff (59) als Kaufmännischer Direktor das Führungsduo. Damit seien die Verantwortungsbereiche aufgeteilt in die wissenschaftliche Leitung sowie programmatisch-konzeptionelle Entwicklung des Landesmuseums auf der einen und Wirtschafts- und Personalverwaltung sowie Liegenschaften auf der anderen Seite.

»Mit der Einführung einer Doppelspitze am TECHNOSEUM entwickeln wir das Museum weiter«, erklärte Neşe Erikli, Vorsitzende des Stiftungsrates der »Stiftung TECHNOSEUM« und Staatssekretärin im Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg. Die moderne Führungsstruktur fördere Professionalität und Kreativität innerhalb des »TECHNOSEUMs«.

Für Herausforderungen gut aufgestellt
»Wir freuen uns, dass Dr. Bortloff mit dem im vergangenen Jahr zurückgekehrten Prof. Dr. Andreas Gundelwein die Doppelspitze im TECHNOSEUM bilden wird. Beide sind im TECHNOSEUM eingespielt und seit vielen Jahren im Haus. Damit bringen sie sehr gute Voraussetzungen mit, gemeinsam dessen Positionierung als anerkanntes technisches Museum in der Zukunft weiter zu stärken. Mit dieser so versierten und engagierten Doppelspitze sind wir für die künftigen Herausforderungen sehr gut aufgestellt«, so Thorsten Riehle, Mannheims Bürgermeister für Wirtschaft, Arbeit, Soziales und Kultur und stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender.

Andreas Gundelwein sei im November 2025 an das »TECHNOSEUM« zurückgekommen. Davor sei er bis Juni 2025 Geschäftsführer der »Experimenta« in Heilbronn gewesen, nachdem er das »TECHNOSEUM« Ende März 2025 verlassen hatte. Er sei im Januar 2023 vom »Deutschen Museum« in München, wo er Mitglied der Museumsleitung war und die Zweigstelle des Deutschen Museums in Nürnberg »DAS ZUKUNFTSMUSEUM« konzipiert und aufgebaut habe gekommen. Jens Bortloff sei nun kaufmännischer Geschäftsführer und Vize-Direktor des »TECHNOSEUM«. Der Jurist sei 2007 von der »Villa Vigoni«, Deutsch-Italienisches Zentrum für den Europäischen Dialog in Como gekommen, wo er sieben Jahre als Vize-Generalsekretär tätig gewesen sei. Zuvor sei er Rechtsanwalt in München gewesen.

»TECHNOSEUM«
Das »TECHNOSEUM« zähle zu den größten Technikmuseen in Deutschland. Es wurde 1990 eröffnet und ziehe im Schnitt 160.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr an – darunter vor allem Familien und Schulklassen. Bis 2034 erhalte das »TECHNOSEUM« eine komplett neue Dauerausstellung. Das Museum sei eine Stiftung des öffentlichen Rechts und werde vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Mannheim getragen.

-lbw-

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»F-35A« Kampf-Jet
auf Kurs

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Schweiz – Die Produktion der »Schweizer F-35A Kampf-Jets« schreite planmässig voran: Im italienischen Cameri sei der erste Rumpfabschnitt mit dem ersten Flügel zusammengebaut worden. Cameri beherberge die einzige F-35-Endmontagelinie Europas und sei Teil des internationalen Produktionsnetzwerks. Der erste »F-35A« aus Cameri solle Mitte 2028 in die Schweiz überführt werden. Im Werk von Leonardo in Cameri in der italienischen Provinz Novara würden derzeit wichtige Komponenten des ersten Maschinen gefertigt. Der dort montierte Rumpfabschnitt mit der sowie der Flügel würden später Teil des Schweizer Flugzeugs mit der militärischen Immatrikulation »J-6004«.

Produktion schreite rasch voran
Mit der Fertigung der Komponenten nehme die neue schweizer Kampfflugzeugflotte zunehmend Gestalt an. Nach Abschluss der Fertigung in Cameri werde der Rumpfabschnitt mit den montierten Flügeln in die USA transportiert. Im Lockheed Martin Werk in Fort Worth, US-Bundesstaat Texas, werde das Bauteil mit den weiteren Komponenten des Flugzeugs zusammengebaut. Die ersten acht für die Schweiz bestimmten »F-35A« sollen ab Mitte 2027 auf einer National Guard Base in Arkansas für die Ausbildung der Schweizer Pilotinnen und Piloten sowie des Bodenpersonals eingesetzt werden. Anschliessend sollen die in den USA hergestellten Kampfflugzeuge schrittweise in die Schweiz überführt werden. Bereits Mitte 2028 werde der erste »F-35A« aus Cameri in die Schweiz überführt. Die »J-6004« werde voraussichtlich Ende 2029 in der Schweiz eintreffen. Der »F-35A« werde in den kommenden Jahren auf verschiedenen Schweizer Militärflugplätzen eingeführt.

Produktion über mehrere Länder verteilt
Der »F-35A« werde in einem internationalen Produktionsnetzwerk hergestellt, an dem mehr als 2.100 Zulieferbetriebe weltweit beteiligt seien. Die einzelnen Komponenten sollen an verschiedenen Standorten produziert und anschliessend zur Endmontage zusammengeführt werden. Cameri sei neben Fort Worth und Nagoya in Japan einer von drei Standorten weltweit, an denen »F-35A«-Maschinen produziert würden. Italien gehöre neben Grossbritannien, den Niederlanden, Dänemark und Norwegen zu den fünf europäischen Partnern des »F-35-Programms«. Gemeinsam mit den USA, Kanada und Australien beteiligten sich diese Staaten an der Entwicklung und Produktion des Kampfflugzeugs. Weitere europäische Länder seien ebenfalls in die Produktion eingebunden. In Deutschland werde beispielsweise der mittlere Rumpf der »F-35A«-Maschinen gefertigt, während Grossbritannien den hinteren Rumpfteil produziere. Der Endmontage-Standort verfüge über eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 20 Flugzeugen. Neben dem »F-35A« werde auch der »F-35B« für die italienischen Streitkräfte produziert. Die Fertigung von Komponenten für die »Schweizer F-35A« in Italien verdeutliche die internationale und ganz besonders die gute europäische Vernetzung des »F-35«-Programms. Für die Schweiz sei dabei neben der geografischen Nähe auch die industrielle und die sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit europäischen Partnerstaaten von sehr grosser Bedeutung.

-chbk-

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Handelsregister
vorübergehend
vom Netz genommen

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Liechtenstein – Im Zusammenhang mit den Sicherheitsüberprüfungen nach dem kriminellen Cyberangriff auf das »Liechtensteinische Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen« (VwbP) sei kürzlich auch das »Handelsregister des Fürstentums Liechtensteins« als Vorsichtsmassnahme vom Netz genommen worden. Es würden derzeit keine Hinweise auf einen Angriff bestehen. Während der IT Überprüfungsphase, die voraussichtlich einige Tage dauere, könnten Handelsregister-Auszüge unter anderem am Schalter beim »Liechtensteinischen Amt für Justiz« persönlich bezogen werden.

Die IT-Sicherheitsprüfungen bei den bereits vom Netz genommenen Systemen würden derweil auf Hochtouren laufen. Allfällige Schwachstellen würden vor der Wiederaufschaltung behoben. Die gestaffelte Aufschaltung der einzelnen Systeme sei kurzfristig geplant. Da diverse Systeme vorübergehend vom Netz genommen worden seien, seien einige organisatorische und administrative Anpassungen im Tagesgeschäft notwendig. Die betroffenen Marktteilnehmer seien jeweils direkt darüber informiert worden. Die Einhaltung aller Richtlinien zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung sowie internationale Compliance-Richtlinien werde damit lückenlos und jederzeit gewährleistet.

-RdFL-

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Projekt
»MACHEREI«

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Vorarlberg/Liechtenstein – Eigene Ideen entwickeln, gemeinsam Projekte umsetzen und die Ergebnisse öffentlich präsentieren: Die »projekt MACHEREI« unterstütze Jugendliche zwischen zwölf und 20 Jahren aus Vorarlberg und Liechtenstein auf ihrem Weg von der ersten Idee bis zum fertigen Projekt. »Junge Menschen haben Ideen, wollen mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Mit der projekt MACHEREI geben wir ihnen den Raum, die Unterstützung und eine Bühne für ihre Projekte«, erklärte Vorarlbergs Jugendreferent Landesstatthalter Christof Bitschi. Zahlreiche Jugendliche hätten die Chance genutzt und ihre Projekte eingereicht.

»Bühne frei« für die jungen Ideen heiße es beim »Festival projekt MACHEREI« am 26. September 2026. Ob in der Schule, in einem Verein oder im privaten Umfeld – die »projekt MACHEREI« unterstütze Jugendliche dabei, eigene Vorhaben zu starten und weiterzuentwickeln. Workshops vermittelten Grundlagen der Projektarbeit. In der »Projekt Schmiede« könnten bestehende Ideen konkretisiert, offene Fragen geklärt und die nächsten Schritte geplant werden.

Die »projekt MACHEREI« sei ein gemeinsames Angebot des Landes Vorarlberg und des Fürstentums Liechtenstein und werde vom »aha – Jugendinformationszentrum Vorarlberg« begleitet. Beim »Festival projekt MACHEREI« können Jugendliche ihre Projekte einem breiten Publikum präsentieren. Ein »Projekt-Marktplatz« und ein »Bühnenprogramm« machten sichtbar, was junge Menschen in Vorarlberg und Liechtenstein auf die Beine stellen können. »Die projekt MACHEREI zeigt, wie viel Kreativität, Engagement und Gestaltungswillen in jungen Menschen steckt«, so Bitschi. Gleichzeitig biete die Veranstaltung Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung. Eingeladen seien alle Interessierten und Engagierten – insbesondere auch Begleitpersonen sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die Jugendliche bei ihrer Projektarbeit unterstützten. Der offizielle Teil des Festivals finde am Samstag, 26. September 2026, in der Zeit von 17:00 bis 19:30 Uhr im »dô für jung und älter«, Dornbirner Straße 19, in Lustenau statt. Weitere Informationen: https://aha.or.at/projektmacherei

-vlk-

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Regionale
Klimaanalyse
auf weitere Regionen
ausgeweitet

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Tirol – Seit Wochen präge die Hitze auch den Alltag in Tirol – nachdem 2025 bereits das drittwärmste Jahr seit Beginn der Messungen in Tirol gewesen sei und wenig Niederschläge verzeichnet werden konnten. Im Rahmen der »Tiroler Nachhaltigkeits- und Klimastrategie« ergreife das Land Tirol zielgerichtete Maßnahmen, um das Klima zu schützen und die Anpassung an die aktuellen klimatischen Entwicklungen zu gewährleisten. Nun sei die »regionale Klimaanalyse« auf die Regionen Lienz und Umgebung, Reutte und Umgebung sowie den Raum Kitzbühel bis St. Johann in Tirol ausgeweitet worden. Damit würden für mehr als Dreiviertel der Tiroler Bevölkerung Informationen zur Hitzebelastung und Kaltluftversorgung zur Verfügung stehen. Die Klimakarten sollen einen detailgenauen Einblick in die regionalen »Hotspots« geben.

Tirols Raumordnungslandesrat Josef Geisler derläuterte: »Mit der Ausweitung der regionalen Klimaanalyse auf weitere Regionen steht nun noch mehr Stakeholdern ein öffentlich zugängliches Werkzeug zur Verfügung, das dabei unterstützt, Bauprojekte klimawandelangepasst umzusetzen. Die Daten zeigen, wo Kaltluft entsteht und welche Flächen für die nächtliche Abkühlung wichtig sind. Wenn klimatische Gegebenheiten schon bei der Planung von Gebäuden und Siedlungen berücksichtigt werden, lässt sich die natürliche Abkühlung gezielt nutzen – etwa durch die richtige Situierung und Ausrichtung von Gebäuden«. Die erste Klimaanalyse sei bereits 2025 für das Inntal zwischen Landeck und Erl veröffentlicht worden. Nun sollen auf »tirisMaps« – dem Rauminformationssystem des Landes – auch die interaktiven Karten für die weiteren Regionen zur Verfügung stehen. Die Karten beinhalteten verschiedene Daten zur Hitzebelastung am Tag und zur Wärmebelastung in der Nacht sowie zur nächtlichen Abkühlung durch Kaltluftströme.

Über die Klimaanalyse
Die auf »tirisMaps« abrufbaren Karten stellten keine tagesaktuellen Entwicklungen dar und veränderten sich nicht. Dargestellt werden sollen hingegen die Hitzebelastung und nächtliche Abkühlung an einem sommerlichen Hitzetag. Mithilfe der vorhandenen Daten könnten beispielsweise die ideale Ausrichtung von geplanten Gebäuden zur Erhaltung der Kaltluftzufuhr, notwendige Beschattungsmaßnahmen bei Sanierungen oder auch Begrünungsprojekte zielgerichteter umgesetzt werden. Die Ergebnisse für das Inntal hätten bereits einige Projekte angestoßen, um die vorliegenden Informationen frühzeitig in die Planung zu integrieren und Verbesserungen der Hitzebelastung zu erreichen.

-lt-

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Lebensmitteltafeln
vernetzen sich

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Trentino/Südtirol – In Südtirol gebe es rund 43 Lebensmitteltafeln, die zur Stelle seien, wenn Menschen Schwierigkeiten hätten mit eigenen finanziellen Mitteln ihren Alltag zu meistern. Unlängst hätten sich Vertreterinnen und Vertreter der »Südtiroler Lebensmitteltafeln« mit Soziallandesrätin Rosmarie Pamer und der Direktorin des Südtiroler Amtes für Kinder- und Jugendschutz und Soziale Inklusion, Astrid Wiest, getroffen, um über gemeinsame Herausforderungen und Anliegen zu sprechen. »Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wertvoll diese Hilfe vor Ort ist. Die Lebensmitteltafeln zeigen, wie sozialer Zusammenhalt mit Leben gefüllt werden kann«, so Pamer. Sie habe selbst viele Jahre aktiv in der »Psairer Lebensmitteltafel« mitgearbeitet.

Beim Treffen habe der Präsident der Landestafel/Banco Alimentare Trentino-Südtirol, Luca Merlino, Daten der Tätigkeiten im Jahr 2025 vorgestellt. Daraus ginge hervor, dass in der Region Trentino-Südtirol insgesamt über 1755 Tonnen an Lebensmitteln gesammelt und verteilt worden seien, davon rund 852 Tonnen im Trentino und 903 Tonnen in Südtirol. In Südtirol hätten die 43 Lebensmitteltafeln rund 9.000 Menschen unterstützt. Merlino informierte ferner über die Möglichkeit sich europäischen Programmen anzuschließen, um damit die Vorräte der Lebensmitteltafeln besser und differenzierter aufstocken zu können. Die Landestafel stehe dabei den einzelnen lokalen Trägervereinen der Lebensmitteltafeln unterstützend zur Seite.

Ein besonders wichtiger Tag, um die Vorratskammern der Lebensmitteltafeln wieder aufzufüllen, sei der jährlich stattfindende Aktionstag im November. In diesem Jahr sollen am 14. November in ganz Südtirol haltbare Lebensmittel gesammelt werden. »Gerade auch dieser Aktionstag ist eine gute Möglichkeit, neue Helferinnen und Helfer ins Boot zu holen. Besonders junge Menschen könnten hier gut eingebunden und für diese wichtige gesellschaftliche Aufgabe begeistert werden«, erklärte Pamer.

-lpast-

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Berghütten
mittels Wärmepumpen
beheizen

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Salzburger Land – Auf einer Höhe von mehr als 1.700 Metern, zwischen Hagengebirge und Göllstock und direkt an der Grenze zu Bayern, liege das »Carl-von-Stahl-Haus«. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachhochschule Salzburg biete das Hochgebirge derzeit eine ideale Testumgebung, um den Einsatz alternativer Heizsysteme zu erforschen. Am Stahlhaus geschehe dies mithilfe von Wärmepumpen.

Im Rahmen des grenzüberschreitenden Interreg-Projekts »Heat4Alps« werde untersucht, wie Hütten in hochalpinen Lagen klimafreundlich und wirtschaftlich beheizt werden könnten. Dabei werde die neueste Generation von Wärmepumpen einem Extremtest unterzogen. Auf österreichischer Seite bearbeite die Forschungsgruppe »Adaption of Built Environments«, die dem »Department Design und Green Engineering am Campus Kuchl« der FH Salzburg zugeordnet sei, das Thema. In Deutschland übernehme das die »Technische Hochschule Rosenheim«, die auch die Projektleitung inne habe. Für »Heat4Alps« sollen rund 284.000 Euro an EU-Förderung nach Salzburg fließen.

Gebirge biete ideales Testumfeld
Auf 1.700 Metern Seehöhe sei die Luft im wahrsten Sinne des Wortes dünner als in der Ebene und die Kältephasen dauerten deutlich länger. Diese Bedingungen seien perfekt, um die neueste Wärmepumpentechnologie hinsichtlich Größe und Effizienz der Geräte zu testen. Das »Stahlhaus« im Tennengau biete dafür das ideale Umfeld. »Aktuell werden für die Strom- und Wärmegewinnung in den meisten Schutzhütten im Hochgebirge fossile Energieträger oder Holz verwendet. Mit dem Interreg-Projekt wollen wir eine Alternative für den Betrieb der Hütten nachweisen. Der Einsatz von Photovoltaik wird dabei im Rahmen der Entwicklung von Energiekonzepten mitgedacht«, erklärte Michael Branz, Projektmitarbeiter der FH Salzburg. Projektpartner auf Seiten der Fachhochschule sei der Österreichische Alpenverein.

Daten sollen zwei Jahre lang gesammelt werden
Geplant sei, dass am »Stahlhaus« im Frühjahr 2027 eine Wärmepumpe installiert werde. Anschließend werde der reale Betrieb mittels Untersuchung der Monitoring-Daten wissenschaftlich begleitet. »Die Daten sollen in einen Handlungsleitfaden für alle Hütten des Alpenvereins münden, der aufzeigt, wie in der Höhe mit dieser Technologie umgegangen werden sollte. Jeder Standort hat dabei seine individuellen Schwerpunkte – hinsichtlich Lage, Beschattung oder ähnlichem. Denn das Thema der Energieversorgung ist insbesondere im Hochgebirge essenziell, vor allem bei abgelegenen Hütten, die nur aus der Luft versorgt werden können. Ein Ziel unserer Forschungsarbeit ist es, zu einer CO2- neutralen Energieversorgung am Berg beizutragen«, so Michael Branz, der als gebürtiger Kärntner seit jungen Jahren eine enge Beziehung zu den Bergen pflege.

Interreg schaffe neue Perspektiven
»Interreg bietet die perfekten Rahmenbedingungen, um gemeinsam mit unseren Nachbarn konkrete Lösungen für die Region zu entwickeln. Die Themenpalette reicht dabei, wie im konkreten Fall, von technischen Innovationen über Mobilität bis hin zur Wirtschaft. Jeder Euro, den wir aus diesem Programm für Salzburg generieren können, schafft einen zusätzlichen Mehrwert. Um für die Interreg-Periode von 2028 bis 2034 bestens aufgestellt zu sein, arbeiten wir gemeinsam mit den Fachabteilungen der Verwaltung, mit Forschungs- und Bildungseinrichtungen, mit Gemeinden, mit Interessenvertretungen und mit weiteren regionalen Akteuren an Möglichkeiten für künftige Kooperationsprojekte und den Zugang zu EU-Fördergeldern«, betonte Salzburgs Landesrat Wolfgang Fürweger, der für Regionalentwicklung und EU-Regionalpolitik zuständig sei.

-ls-

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Verlässliche Hilfe
für Kinder, Jugendliche
und Familien

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Oberösterreich – Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Sicherheit, Geborgenheit und eine gesunde Entwicklung. Wenn dieser Schutz gefährdet sei, stehe das »Kinderschutzzentrum Linz« samt Sprechstellen als verlässliche Anlaufstelle bereit. Im Auftrag des Landes Oberösterreich helfe das »Kinderschutzzentrum« bei Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, und zwar von Vernachlässigung über körperliche und seelische Misshandlung bis hin zu sexuellem Missbrauch. Die Kernleistungen seien Beratung, Krisenintervention und Psychotherapie für Betroffene und ganze Familien. Unterstützung fänden Kinder und Jugendliche, die Gewalt erfahren, gemobbt würden oder sich belastet fühlten, ebenso Eltern und Angehörige und auch Fachkräfte, die unsicher seien, ob ein Kind gefährdet sei. Getragen werde die Arbeit von einem Team aus Sozialarbeit, Psychologie und Psychotherapie. Die Gespräche seien kostenlos, vertraulich und – ab 14 Jahren – auch ohne Zustimmung der Eltern möglich.

Um den steigenden Herausforderungen weiterhin gerecht zu werden, erhalte der Verein »Hilfe für Kinder und Eltern« für das Kinderschutzzentrum Linz bis zu 412.000 Euro. Damit sei sichergestellt, dass auch künftig wertvolle Ressourcen und Fachwissen bereitstehen können, um Kindern und Familien in Not zu helfen. Oberösterreichs Landesrat Martin Winkler betonte: »Jedes Kind hat das Recht auf Sicherheit und eine gesunde Entwicklung. Mit dieser Förderung stellen wir sicher, dass Kindern und Familien in Not verlässlich geholfen wird«. Einen Überblick über alle oberösterreichischen Kinderschutzzentren, ihre Standorte und Angebote sei unter www.kisz-ooe.at ersichtlich.

-loö-

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Revolutionärste
Gemeinde
2026

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Steiermark – Die Entscheidung sei gefallen: Die Gemeinde Floing sei die »Revolutionärste Gemeinde 2026« der »Bewegungsrevolution«. Mit einem außergewöhnlich vielfältigen Jahresprogramm, einer beeindruckenden Einbindung der Bevölkerung und nachhaltigen Maßnahmen zur Bewegungsförderung habe sich die oststeirische Gemeinde den ersten Platz und den Preis von 5.000 Euro vor Kumberg und Neumarkt in der Steiermark gesichert, die sich über 3.000 Euro bzw. 2.000 Euro freuen durften. Ausgezeichnet würden alljährlich Gemeinden, die mit innovativen Ideen zeigten, wie Bewegung dauerhaft im Alltag der Menschen verankert werden könne.

Seit dem Start der »Bewegungsrevolution« im Juni 2023 suchten die Sportdachverbände ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION und der Gesundheitsfonds Steiermark jedes Jahr jene vorbildliche Gemeinde aus, die mit besonderen Projekten und Engagement Menschen jeden Alters zu mehr Bewegung motiviere. Auch für die heurige Aktion hätten sich Gemeinden aus der gesamten Steiermark beworben. Aus allen Einsendungen seien schließlich sieben Gemeinden ausgewählt und über mehrere Monate hinweg von der Bewegungsrevolution begleitet und unterstützt worden. Neben den drei Finalisten gehörten auch Straden, St. Michael und Kalsdorf zu den diesjährigen Projektgemeinden.

»Gesundheit beginnt dort, wo Bewegung selbstverständlich Teil des Alltags wird. Die revolutionärsten Gemeinden zeigen eindrucksvoll, wie viel durch gemeinsames Engagement vor Ort möglich ist, wenn Vereine, Schulen, Betriebe und viele engagierte Menschen an einem Strang ziehen. Sie schaffen Angebote, die Menschen aller Generationen in Bewegung bringen, stärken den Zusammenhalt und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge. Wer sich regelmäßig bewegt, übernimmt Verantwortung für die eigene Gesundheit. Genau das ist ein entscheidender Baustein für ein gesundes Leben«, so Steiermarks Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl.

Gemeinden als Motor für mehr Bewegung
Kommunen spielten eine Schlüsselrolle, wenn es darum gehe, mehr Bewegung nachhaltig im Alltag der Menschen zu verankern. Mit der Auszeichnung »Revolutionärste Gemeinde« möchte die »Bewegungsrevolution« jene Initiativen sichtbar machen, die Vorbildcharakter für andere Gemeinden haben und langfristig zu mehr Gesundheit, Lebensqualität und sozialem Miteinander beitragen könnten.  Weitere Informationen: www.diebewegungsrevolution.at/projekt/die-revolutionaerste-gemeinde

-lstmk-

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Run4Memory

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Kärnten – Im Rahmen der Gesundheitsförderungsinitiative »Gesundheit fördern, Kärnten bewegen« finde am Samstag, 19. September 2026, erstmals ein »Run4Memory« in Liebenfels statt. Von 9:30 bis 12:00 Uhr stehe dabei nicht die Bestzeit, sondern – neben der Bewegung – das gemeinsame Zeichen für mehr Bewusstsein rund um das Thema Demenz im Mittelpunkt. Gelaufen werde über einen, fünf oder zehn Kilometer, Start sei am Sportplatz in Liebenfels. Mitmachen können Menschen jeden Alters, es gebe auch einen eigenen Kinderlauf. Der Reinerlös komme wieder einem guten Zweck zugute, nämlich den »Demenz-Selbsthilfegruppen« in Kärnten.  Demenz könne jede Familie treffen. Umso wichtiger sei es, dass die Gesellschaft zusammenhalte, Wissen vermittele und Berührungsängste abbaue. Der »Run4Memory« zeige auf eindrucksvolle Weise, dass Solidarität, Bewegung und Gemeinschaft einen wichtigen Beitrag zu demenzfreundlichen Regionen leisten könne.

-lktn-

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500.000 Anrufe
bei der Wohnbau-Hotline

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Niederösterreich – Die »Niederösterreich Wohnbau-Hotline« blicke nunmehr auf über 20 Jahre Beratung und Unterstützung rund ums Wohnen zurück. Wohnbau-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister erklärte: »Die Niederösterreichische Wohnbau-Hotline ist ein Fixpunkt im Bereich des Wohnens in Niederösterreich«. Vor wenigen Tagen habe die »Niederösterreichische Wohnbau-Hotline« einen Meilenstein erreicht: Es sei der 500.000 Anruf entgegengenommen worden.

Es sei die persönliche Beratung, die weit über das Nachlesen auf einer Homepage oder in einem Projekt hinausgehe, welche die Menschen in Niederösterreich als verlässliche Information ganz intensiv schätzten. Auf diese persönliche Beratung werde großer Wert gelegt, das würden auch die aktuellen Zahlen belegen: Im Vorjahr habe es 32.550 Anrufe gegeben und im ersten Halbjahr 2026 seien es schon 18.711 Anrufe gewesen. Die häufigsten Anfragen würden Sanierungsförderungen, Eigenheimförderungen, Wohnzuschuss, Voraussetzungen, um Förderungen zu erhalten, Einreichunterlagen, Ablauf der Förderverfahren und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten betreffen. Neben telefonischer Beratung könnte man auch persönliche Beratung in Anspruch nehmen.

-lnö-

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Benutzungsgebühr
für Schwerverkehr
auf Landesstraßen

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Burgenland – Das Land Burgenland setze nun einen verkehrspolitischen Meilenstein: Landesrat Heinrich Dorner habe gemeinsam mit Andreas Temmel (Gruppenvorstand im Amt der Burgenländischen Landesregierung) und Hannes Thiesz (Geschäftsführer der Bau und Betrieb Burgenland) die Eckpunkte einer Benutzungsgebühr für schwere Nutzfahrzeuge auf ausgewählten burgenländischen Landesstraßen vorgestellt. Die entsprechende Gesetzesnovelle des Burgenländischen Straßengesetzes gehe am 14. August 2026 in Begutachtung, der Beschluss im Landtag sei für Oktober 2026 geplant, und der Start solle am 1. Januar 2027 erfolgen. »Es geht um eine faire Kostenbeteiligung. Dem nunmehr präsentierten Modell geht eine detaillierte Prüfung voraus – und zwar auf Basis der im »Zukunftsplan Burgenland 2030« formulierten Zielsetzung. Im Regierungsprogramm für diese Legislaturperiode wurde die Prüfung und Evaluierung einer Maut für schadstoffbelastende Lkw auf ausgewählten Durchzugsstrecken zwischen den Nachbarstaaten und dem hochrangigen bemauteten Straßennetz explizit verankert. Nun können wir eine Zukunftslösung vorlegen, mit der wir die Vorgaben im Regierungsprogramm konsequent umsetzen«, erläuterte Dorner bei der Präsentation der Gesetzesnovelle. Insgesamt betreffe die »Benutzungsgebühr« 144 Fahrstreifenkilometer im Burgenland. Grund für diese Maßnahme sei die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegene Nutzung burgenländischer Landesstraßen als »Ausweichrouten« zum höherrangigen, bereits bemauteten Straßennetz. Betroffen von der Benutzungsgebühr seien Zubringerstraßen zu Autobahnen und Schnellstraßen. Über die regionale Schutzmaßnahme hinaus rege das Burgenland auch eine partnerschaftliche Diskussion über die langfristige Finanzierung der regionalen Verkehrswege in ganz Österreich an. Landesrat Dorner fasste zusammen: »Wir sprechen hier nicht von einer flächendeckenden Maut, sondern von einer gezielten Gebühr auf jenen wenigen Strecken, die als Ausweichrouten genutzt werden. Wer sauberere Fahrzeuge einsetzt, zahlt weniger. Die Einnahmen fließen zweckgebunden in die Erhaltung genau jener Infrastruktur, die durch den Schwerverkehr beansprucht wird. Das ist Verkehrspolitik, wie sie im Zukunftsplan Burgenland 2030 verankert ist – nachhaltig, gerecht und konsequent umgesetzt.

-lbgld-

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Fünf
staatliche Museen
starten digitale Live-Führungen

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Bayern – Fünf staatliche Museen in Bayern sollen künftig live und interaktiv digital erlebbar werden, gab Bayerns Kunstminister Markus Blume bekannt. »Ein Klick, unzählige Kulturschätze: Gemeinsam mit vhs.wissen live bringen fünf staatliche Museen Kunst, Geschichte und Archäologie direkt ins Wohnzimmer. Ob Stonehenge oder Meisterwerke der Alten Pinakothek – die digitalen Live-Führungen machen Kultur unmittelbar erlebbar und zeigen, wie moderne Wissensvermittlung heute funktioniert. Genau dafür steht unsere Museumsoffensive. Wir wollen unsere Museen noch zugänglicher, moderner und attraktiver machen – analog wie digital. Deshalb unterstützen wir diese starke Kooperation mit 25.000 Euro. Sie schafft neue Zugänge, erreicht neue Zielgruppen und macht zugleich Lust auf den Besuch vor Ort«, so Blume.

Alle Veranstaltungen sollen live aus den Museen gestreamt werden und würden den Teilnehmern im Anschluss die Möglichkeit bieten, Fragen an die Referentinnen und Referenten zu stellen. Die Kooperation sei Teil des Projekts »Digitaler Besuch der Staatlichen Museen und Sammlungen«, das vom Kompetenzcluster Digitalisierung im Kulturbereich -Staatliche Museumsagentur Bayern- umgesetzt werde. Bis Anfang 2028 sollen zunächst insgesamt sechs digitale Live-Führungen aus fünf staatlichen Museen erfolgen. Den Auftakt bilde am 30. September 2026 die Live-Führung »STONEHENGE. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen« aus der Archäologischen Staatssammlung München. Kurator Dr. Heiner Schwarzberg führe virtuell durch die Sonderausstellung und gebe spannende Einblicke in aktuelle Forschung zum berühmtesten Steinkreis der Welt. Am 10. Dezember 2026 folge aus der Alten Pinakothek die Veranstaltung »Rubens oder Rembrandt? Werke derHolländischen und Flämischen Malerei des Barocks in der Alten Pinakothek«, bei der Sammlungsdirektorin Dr. Mirjam Neumeister die holländische und flämische Barockmalerei lebendig vermittele. Weitere »Live-Führungen« seien für März 2027 aus dem Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg; im September 2027 aus dem Neuen Museum Nürnberg; im Dezember 2027 erneut aus der Alten Pinakothek sowie im März 2028 aus dem Porzellanikon geplant. Die Teilnahme an den Veranstaltungen erfolge online über »vhs.wissen live« nach vorheriger Anmeldung.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen »STONEHENGE. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen« unter https://www.vhs-wissen-live.de/vortrag/stonehenge-uralte-geheimnisse-neue-entdeckungen.html sowie »Rubens oder Rembrandt? Werke der Holländischen und Flämischen Malerei des Barocks in der Alten Pinakothek« unter https://www.vhs-wissen-live.de/vortrag/rubens-oder-rembrandt-werke-der-hollaendischen-und-flaemischen-malerei-des-barock-in-der-alten-pinakothek.html

-bstmwk-

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Zuwanderung
erneut rückläufig

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Schweiz – Die Zuwanderung in die Schweiz gehe weiter zurück. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres habe die Nettozuwanderung in die ständige ausländische Wohnbevölkerung gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 12,5 Prozent auf 29.884 Personen abgenommen. Diese Entwicklung folge einem allgemeinen Trend von rückläufiger Zuwanderung und vermehrter Auswanderung. Ende Juni 2026 seien insgesamt 2.432.444 Ausländerinnen und Ausländer dauerhaft in der Schweiz ansässig gewesen. Der leichte Rückgang der Zuwanderung, der seit 2024 zu beobachten sei, setzte sich im ersten Halbjahr 2026 fort. Zwischen Januar und Ende Juni 2026 habe die Zuwanderung in die ständige ausländische Wohnbevölkerung insgesamt 74 112 Personen, 2220 Personen (-2,9 Prozent) weniger als im gleichen Zeitraum 2025 betragen. Aus der EU/EFTA seien 55.761 Personen in die Schweiz eingewandert, was einem Rückgang von 408 Personen (-0,7 Prozent) entspreche. Bei den Drittstaatsangehörigen seien es 18.351 Personen, 1812 Personen (-9,0 Prozent) weniger als im ersten Halbjahr 2025 gewesen.

Gleichzeitig nehme die Auswanderung seit 2023 kontinuierlich zu. Im ersten Halbjahr 2026 hätten 39.251 Personen aus der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung die Schweiz verlassen (+1608 Personen gegenüber der Vorjahresperiode), davon 29.691 EU/EFTA-Staatsangehörige (+449) und 9.560 Drittstaatsangehörige (+1159). Die Nettozuwanderung in die ständige ausländische Wohnbevölkerung habe um 12,5 Prozent auf 29.884 Personen abgenommen. Der Wanderungssaldo sei gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 bei den EU/EFTA- Staatsangehörigen um 1.085 Personen auf 22.468 Personen und bei den Drittstaatsangehörigen um 3.202 Personen auf 7.416 Personen zurückgegangen.

Wichtigster Faktor für die Attraktivität der Schweiz als Zuwanderungsland sei nach wie vor der Arbeitsmarkt. Der Anteil der EU/EFTA-Staatsangehörigen, die für eine kurzfristige oder dauerhafte Erwerbstätigkeit in die Schweiz eingewandert seien, sei anhaltend hoch: Sie machten 80,5 Prozent der Gesamtzuwanderung aus der EU/EFTA aus. Bis Ende Juni 2026 seien 41.321 Arbeitskräfte aus der EU/EFTA in die Schweiz eingewandert, um eine langfristige Stelle anzutreten. Dies entspreche einem leichten Rückgang von 679 Personen (-1,6 Prozent) gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Die Zahl der neuen Arbeitskräfte aus der EU/EFTA, die für eine unterjährige Erwerbstätigkeit in die Schweiz gekommen seien, habe um 677 Personen (-1,8 Prozent) auf 36.367 Personen abgenommen. Von den »kontingentierten Aufenthaltsbewilligungen für Erwerbstätige aus Drittstaaten« seien bis Ende Juni 2026 insgesamt 32 Prozent der Kurzaufenthaltsbewilligungen (1.264 Bewilligungen) und 35 Prozent der Aufenthaltsbewilligungen (1.575 Bewilligungen) ausgeschöpft worden.

Weniger neue Grenzgängerbewilligungen
Zwischen Januar und Juni 2026 seien 33.219 neue »Grenzgängerbewilligungen« erteilt worden. Im ersten Halbjahr 2025 seien es 36.876 Bewilligungen gewesen. Die Anzahl meldepflichtiger Kurzaufenthalte habe 169.514, gegenüber 164.779 in der Vorjahresperiode betragen. Als »Kurzaufenthalter« gelten Personen, die kurzfristig eine Stelle bei einem Schweizer Arbeitgeber antreten (60 Prozent), sowie entsandte Arbeitnehmende (32 Prozent) und selbstständige Dienstleistungserbringende (8 Prozent), die sich maximal während drei Monaten oder 90 Arbeitstagen im Kalenderjahr in der Schweiz aufhalten.

-chbk-

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Kartoffeln
sortieren
mit KI

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Bis zu zehn Tonnen Kartoffeln könnten die Maschinen pro Stunde sortieren. Eine KI-gestützte optische Erkennung erreiche dabei eine Genauigkeit von 95 Prozent. Der Weg des Gründers führte vom Kartoffelhof über die Technische Universität München (TUM) bis zum eigenen Start-up. »Kartoffeln sortieren ist Knochenarbeit – man steht stundenlang am Verlesetisch, prüft jede einzelne Kartoffel und ist umgeben von Lärm und Staub«, erklärte Benedikt Keßler, Mitgründer des Start-ups »Karevo«. Er sei auf einem Kartoffelhof aufgewachsen und kenne die Herausforderungen aus eigener Erfahrung. Während seines Maschinenwesenstudiums an der TUM habe er deshalb die Idee für eine automatisierte Sortiermaschine entwickelt, die mit einem speziell trainierten KI-Modell arbeite.

KI mit über 100.000 Bildern trainiert
Das Modell sei mit über 100.000 Bildern trainiert worden und könne Schäden an Kartoffeln mit 95-prozentiger Genauigkeit identifizieren. Die Maschine könne Fremdkörper und sieben Defekttypen wie Fäule, Risse und Drahtwürmer erkennen. Ein besonderer Vorteil sei, dass dies auch bei ungewaschenen Kartoffeln funktioniere. »Andere Erkennungsverfahren stoßen bei ungewaschenen Kartoffeln häufig an ihre Grenzen, weil diese je nach Region, Bodentyp oder Lagerbedingungen sehr unterschiedlich aussehen«, so Keßler. Durch das eingesetzte KI-Modell könne die Sortierung schnell an die jeweiligen Kartoffeln des Betriebs angepasst werden.

Prototypen an der TUM gebaut
Benedikt Keßler begann die Arbeit an der Technologie während seiner Masterarbeit an der TUM. Gemeinsam mit dem befreundeten Ingenieur-Studenten Johannes von Wittke von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg suchte er nach weiteren Gründern. Über UnternehmerTUM, das Zentrum für Innovation und Gründung an der TUM, wurden sie mit Felix Beck fündig, der an der TUM seinen Executive MBA absolviert hat. In der Gründungsphase nahmen sie am UnternehmerTUM Incubator teil und gründeten 2024 ihre Firma. Zu Beginn schraubten sie an den Prototypen im Makerspace, der Hightechwerkstatt von UnternehmerTUM. Seit Herbst 2025 seien sie erfolgreich auf dem Markt.

-tum-

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KW 33 – 2026
10. – 16.08.2026

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Bundesweite
Behördennummer 115

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Deutschland – Seit Mai 2026 ist die bundesweite Behördennummer »115« erreichbar. Die Servicenummer erleichtere den Kontakt zur Verwaltung und helfe dabei, schnell die richtige Anlaufstelle für ein Anliegen zu finden. Wer nicht sicher ist, ob beispielweise das Landratsamt, die Stadt- oder Gemeindeverwaltung oder eine andere Behörde zuständig ist, könne einfach die Telefonnummer »115« wählen, und zwar ohne Vorwahl und bundesweit einheitlich. Die Behördennummer soll künftig als zentrale Auskunftsstelle für Fragen zu Verwaltungsleistungen von Bund, Ländern und Kommunen dienen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der »115« sollen montags bis freitags in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr Fragen rund um Verwaltungsleistungen – von der Anmeldung eines Wohnsitzes bis zur Kfz-Zulassung und vielen weiteren Anliegen des Verwaltungsalltags beantworten. Für gehörlose und hörbehinderte Menschen stehe ferner ein »115-Gebärdentelefon« zur Verfügung. Es sei montags bis donnerstags von 8:00 bis 17:00 Uhr sowie freitags von 8:00 bis 12:00 Uhr erreichbar. Weitere Informationen zur Behördennummer 115 und zu den angebotenen Leistungen unter www.115.de

-lmue-

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Bayerischer
Buchpreis 2026

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Bayern – Der Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten beim »Bayerischen Buchpreis« geht in diesem Jahr an Stefan Aust. »Stefan Aust zählt zu den Autoren, die mit ihren Büchern den öffentlichen Blick auf die Zeitgeschichte geprägt haben. Ob Terrorismus oder Weltpolitik. Aust dringt mit unverwechselbarer Handschrift zu zentralen Themen unserer Zeit vor und beschreibt Entwicklungen im Gesamtzusammenhang. Damit regt er Generationen zum Nachdenken an. Mit seinem Sachbuch »Der Baader-Meinhof-Komplex« hat er ein Standardwerk geschaffen, das bis heute die Auseinandersetzung mit der RAF nachhaltig bestimmt. Stefan Aust ist ein streitbarer Geist und vielgelesener Buchautor, der zeigt, dass bedeutsame Bücher von Neugier, Beharrlichkeit und dem Mut zur eigenen Überzeugung leben«, so Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Mit dem »Bayerischen Buchpreis« werden die besten deutschsprachigen Neuerscheinungen in den Kategorien Sachbuch und Belletristik ausgezeichnet. Darüber hinaus würdigt der Freistaat Bayern mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten ein herausragendes publizistisches Gesamtwerk. Der »Bayerische Buchpreis« werde in diesem Jahr zum dreizehnten Mal vergeben. Der Ehrenpreis ging in den vergangenen Jahren an Hape Kerkeling (2025), Donna Leon (2024), Florian Illies (2023), Sir Christopher Clark (2022) Frank Schätzing (2021), Harald Lesch (2020), Joachim Meyerhoff (2019), Christoph Ransmayr (2018), Tomi Ungerer (2017), Ruth Klüger (2016), Cornelia Funke (2015) sowie an Silvia Bovenschen (2014).

Die feierliche Preisverleihung finde am 29. Oktober 2026 in der »Allerheiligen-Hofkirche« der Münchner Residenz statt und werde ferner ab 20.05 Uhr live im Radio auf »Bayern 2« übertragen. Eine unabhängige Jury – bestehend aus Maja Beckers, Andreas Platthaus und Marie Schoeß – wähle im Laufe des Abends im Rahmen einer Jury-Sitzung live auf der Bühne die Preisträger in den Kategorien »Sachbuch« und »Belletristik« aus jeweils drei nominierten Büchern aus.

Der »Bayerische Buchpreis« werde vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern mit Unterstützung der Bayerischen Staatskanzlei vergeben. Weiterhin werde er von »Bayern 2« als Medienpartner und von der »ZEIT Verlagsgruppe«, der Bayerischen Sparkassenstiftung sowie dem Verein zur Leseförderung gefördert. Weitere Informationen unter www.bayerischer-buchpreis.de

-bsr-

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Förderung
für Nestentfernungen
von Asiatischer Hornisse

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Baden-Württemberg – »Die »Asiatische Hornisse« gilt als eine invasive Art, die für die Imkerei, den Obst- und Weinbau zunehmend zur Gefahr wird. Die weitere Verbreitung müssen wir deshalb so weit wie möglich eindämmen. Entscheidend dafür ist die konsequente und möglichst frühzeitige Entfernung ihrer Nester. Deshalb passen wir die Förderpauschale für die Nestentfernung an und weiten diese jetzt auch auf die Sekundärnester aus«, so Baden-Württembergs Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Sarah Schweizer.

Die »Asiatische Hornisse« beziehe in den nächsten Wochen die sogenannten Sekundärnester, die in der Regel schlechter erreichbar seien als die Primärnester, welche oft bis Ende August vorgefunden würden. Die Sekundärnester würden meist in den Baumkronen hängen und seien schwerer zu entdecken. Umso wichtiger sei es, auch im Herbst den Anreiz für die Nestentfernung hoch zu halten. Das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat unterstütze über ein Projekt des Landesverbands Badischer Imker e.V. die Entnahme von Nestern der »Asiatischen Hornisse«.

Bis einschließlich August werde die Entfernung von Nestern der »Asiatischen Hornisse« mit 60 Euro je entferntem Nest bezuschusst. Ab September werde die Pauschale auf 200 Euro je entferntem Sekundärnester erhöht. Diese Erhöhung solle vor allem Anreize setzen, auch die schwer zugänglichen Sekundärnester zu entfernen. Ziel des Projektes sei es, über ein Monitoring zu erfahren, ob durch die Nestentfernungen die Fortpflanzung und Ausbreitung dieser invasiven Art effektiv reduziert werden könne.

-lbw-

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Pflichtinvestitionen
per Filmgesetz

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Schweiz – Seit 2024 gelte die im »Schweizer Filmgesetz« verankerte Investitionspflicht für Unternehmen mit Fernseh- und Abrufdiensten. Sie müssen mindestens vier Prozent ihrer in der Schweiz erzielten Bruttoumsätze in das Schweizer Filmschaffen investieren. Die Auswertung des Schweizer Bundesamts für Kultur (BAK) für das Jahr 2025 zeige, dass die Investitionen gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent zugenommen hätten. Aktuell seien 22 Unternehmen investitionspflichtig. Sie hätten 2025 einen massgebenden Umsatz von insgesamt 817 Millionen Franken erzielt. Daraus resultiere eine Investitionspflicht in der Höhe von 33 Millionen Franken. Die Unternehmen hätten 2025 insgesamt 19,9 Millionen Franken in das Schweizer Filmschaffen investiert. Die Unternehmen hätten diese Mittel direkt in Film- und Serienprojekte investiert; sie würden nicht über die Filmförderung des Bundes fliessen. 12 Millionen Franken seien auf die Herstellung und den Ankauf von Schweizer Werken entfallen.

Investiert sei insbesondere in Serien (7,4 Mio. Franken) und Kinofilme (4,6 Mio. Franken) worden. Der Schwerpunkt habe bei fiktionalen Produktionen gelegen. Regional seien 6,3 Millionen Franken in Projekte in der französischsprachigen und 5,7 Millionen Franken in Projekte in der deutschsprachigen Schweiz geflossen. Zusätzlich seien rund 7,9 Millionen Franken für Massnahmen eingesetzt worden, die gemäss »Filmgesetz« ebenfalls an die Investitionspflicht angerechnet werden könne. Dazu gehörten die Bewerbung von Filmen, Beiträge an Filmfestivals zur Stärkung der Filmkultur sowie Zahlungen für Urheberrechte an Verwertungsgesellschaften.

Die Unternehmen könnten Investitionen bis Ende 2027 aufschieben. Noch nicht erfüllte Verpflichtungen müssten innerhalb dieser Frist nachgeholt werden. Falls die steigende Tendenz anhalte, sollte das Investitionsziel bis dahin erreicht werden. Mittel, die nach Ablauf der Frist nicht investiert worden seien, seien als Ersatzabgabe an das BAK zu entrichten. Sie könnten insbesondere für Bereiche eingesetzt werden, die im Rahmen der bestehenden Filmförderung nicht oder nur teilweise unterstützt werden könnten. Dazu gehörten etwa Investitionen in grosse Schweizer Serienproduktionen oder Massnahmen zur Förderung des filmischen Nachwuchses.

-chbk-

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Cyberangriff

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Liechtenstein – Die forensische Untersuchung des »Cyberangriffs« auf das Liechtensteinische Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen habe ein potenzielles Einfallstor identifiziert. Die weitere detaillierte Auswertung laufe. Die Untersuchungen zum Tathergang liefen weiter, die Strafverfolgungsbehörden ermittelten. Ein Krisenstab habe verschiedene Massnahmen umgesetzt und weitere angestossen.

Erste Ergebnisse zum Tathergang
Das »Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen« (VwbP) sei kürzlich Ziel eines digitalen Angriffs geworden. Es sei ein gezielter Angriff auf hohem technischem Niveau auf eine hochkomplexe Sicherheitsstruktur gewesen. Die vorläufigen Ergebnisse zeigten ferner, dass das »VwbP« gezielt und isoliert angegriffen worden sei. Weder zu den Servern der Landesverwaltung noch zu weiteren Systemen der Landesverwaltung seien gemäss aktuellem Kenntnisstand widerrechtliche Zugriffsversuche registriert worden. Dennoch habe die Regierung des Fürstentums Liechtenstein veranlasst, als Vorsichtsmassnahme weitere Systeme mit sensiblen Daten vorübergehend vom Netz zu nehmen. Sie sollen weiteren umfassenden Sicherheitsprüfungen unterzogen werden.

Liechtensteins Regierungschefin Brigitte Haas betonte: »Wir arbeiten weiter mit Hochdruck an der Aufklärung und den Massnahmen in Folge des kriminellen Cyberangriffs. Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass das VwbP ein Instrument zur Transparenz und Verhinderung von Straftaten ist. Das Verzeichnis haben wir in Abstimmung mit unseren europäischen Partnern und zur Umsetzung der 5. EU-Geldwäscherei-Richtlinie erstellt. Der Angriff auf uns ist auch ein Angriff auf internationale Compliance-Standards«.
Zu den wichtigsten Massnahmen hätten die zeitnahe Umsetzung aller relevanten EU Regulierungen und eine vollständige Integration in das Europäische System der Finanzaufsicht; wie auch der automatische Informationsaustausch in Steuersachen, die Umsetzung der OECD-Initiativen zur Bekämpfung der Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerungen, und die proaktive Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung gehört.

Datenschutz-Betroffene sollen informiert werden
Eine wichtige Massnahme sei die datenschutzrechtlich vorgeschriebene Information der betroffenen Personen über diesen Angriff und derer Daten gewesen. Dazu sehe die Datenschutzgrundverordnung eine detaillierte Information vor. Da im Verzeichnis jedoch nicht alle Kontaktdaten hinterlegt seien, beispielsweise keine Wohnadressen, sollen nun die Rechtsträger über den Vorfall informiert werden. Ferner sei als zusätzlicher Kanal für Fragen und Auskünfte für Betroffene eine Informationsstelle eingerichtet worden.

Keine Vermögensdaten betroffen Liechtenstein habe sich wiederholt zu einem hohen Standard bei der Erfüllung von einschlägigen internationalen und europäischen Vorgaben im Bereich der Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung bekannt und setze dies um. Die Konformität mit internationalen und europäischen Standards sei seit Jahren eine wichtige Säule der liechtensteinischen Finanzplatzstrategie. Aus diesem Grund sei unter anderem das »VwbP« im Jahr 2021 im Zuge der Umsetzung der 5. Geldwäschereirichtlinie eingeführt worden. Diese Daten sollen von den einsichtsberechtigten Stellen für die Bekämpfung von Geldwäscherei, Vortaten zur Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung verwendet werden. Im Verzeichnis sei der Name des Rechtsträgers sowie Name, Vorname, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit und Wohnsitzstaat der wirtschaftlich berechtigten Personen aufgeführt. Eine Adresse oder Telefonnummer werde nicht erfasst. Ebenso würden keinerlei finanzielle Daten der Rechtsträger wie Umsätze, Vermögen oder Dividenden erfasst. Entsprechend liessen sich aus den abgegriffenen Daten keine Rückschlüsse auf Vermögenswerte oder andere Finanzdaten ziehen.

-RdFL-

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Sicher
in den Bergen
unterwegs

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Vorarlberg – Vorarlbergs Alpen zählten gerade in den Sommermonaten zu den beliebtesten Zielen für Einheimische und Gäste. Wandernde, Mountainbikende und Familien bewegten sich dort in einem einzigartigen Natur- und Kulturraum, der zugleich von rund 1.000 Älplerinnen und Älplern bewirtschaftet werde und auf dem rund 40.000 Weidetiere unterwegs seien. Vorarlbergs Landwirtschaftslandesrat Christian Gantner appellierte nun an alle Besucherinnen und Besucher, sich umsichtig zu verhalten, die Arbeit auf den Alpen zu respektieren und ausreichend Abstand zu den Tieren zu halten. »Unsere Alpen laden zum Wandern, Genießen und Erholen ein. Sie sind aber keine reine Freizeitkulisse und auch kein Streichelzoo. Sie sind über viele Wochen hinweg Arbeitsplatz für die Älplerinnen und Älpler, Lebensraum für die Weidetiere und eine wichtige Grundlage unserer Landwirtschaft«, erklärte Gantner.

Etwas mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche Vorarlbergs werde alpwirtschaftlich genutzt. Die »Alpung« erweitere die Futtergrundlage der landwirtschaftlichen Betriebe im Tal und entlaste gleichzeitig die Heimbetriebe während der Sommermonate. Durch die Beweidung sollen die Flächen offengehalten werden, Verbuschung und Verwaldung eingedämmt und die charakteristische Vorarlberger Berg- und Kulturlandschaft bewahrt werden.

-vlk-

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Neue Züge
über den Brenner

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Tirol/Südtirol – Schon bald breche für grenzüberschreitende Pendlerinnen und Pendler sowie Reisende zwischen Tirol und Südtirol eine neue Ära an: Mit den »Mehrsystemfahrzeugen« des Typs »Coradia Stream« der Firma Alstom, welche in Österreich und Italien fahren können, entfalle künftig der Umstieg an der Grenze am Brenner. Eingeführt werden solle die umstiegsfreie Verbindung von Innsbruck nach Bozen und weiter nach Meran und Mals im Stundentakt mit Mitte 2027. In Savigliano sollen in einer Produktionshalle des Zugherstellers Alstom aktuell die von den Österreichischen Bundesbahnen bestellten sechs Garnituren fertiggestellt und ab 2027ausgeliefert werden. Insgesamt seien 22 Züge angekauft worden.

-lt-

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Fahrrad-
mobilitätsplanerweiterung

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Südtirol – Ein neuer Radverkehrsabschnitt entlang der Alten Landstraße in Algund sei in den vergangenen Tagen fertiggestellt worden. Die Strecke schließe nun eine Lücke im bestehenden »Südtiroler Radwegenetz« und schaffe eine durchgängige Verbindung zwischen Algund und Meran. Die Verbindung sei im »Südtiroler Fahrradmobilitätsplan« als wichtige Route für den Alltagsverkehr vorgesehen. Die neue Infrastruktur richte sich insbesondere an die vielen Menschen, die zwischen den beiden Gemeinden zur Arbeit, zur Schule oder für andere tägliche Erledigungen unterwegs seien. Gleichzeitig sei sie auch für Gäste eine attraktive Verbindung.

»Alltagsradmobilität funktioniert nur dann, wenn die Verbindungen durchgängig, gut erkennbar und auf die konkreten Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet sind«, erklärte der Südtiroler Landesrat für Infrastrukturen und Mobilität Daniel Alfreider und ergänzte: »Mit diesem Projekt wurde eine Lücke geschlossen. Benutzer erhalten damit eine gute Alternative zum Auto. Das Vorhaben zeigt zugleich, wie die Zusammenarbeit zwischen Land, Gemeinde und Europäischer Union zu konkreten Verbesserungen für die lokale Mobilität führen kann«.

Die Finanzierung in Höhe von 700.000 Euro sei über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für europäische Integration erfolgt. Das Projekt ist sei eine konkrete Umsetzung eines Radfahrstreifens mit geteilter Fahrspur. Diese Lösung schaffe innerhalb der Fahrbahn einen klar erkennbaren Bereich für den Radverkehr, wobei die Fahrspur in den vorgesehenen Fällen auch von anderen Fahrzeugen mitbenutzt werden könne.

-lpast-

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Bauernkrieg:
Geschichte 
wird zum Leben erweckt

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Salzburger Land – In Wissenschaft und Forschung, in Museen sowie in der Volkskultur komme man im Bundesland in diesem und im vergangenen Jahr nicht am »Bauernkrieg 1525« vorbei. Das Land Salzburg setze sich mit einem eigenen »Erinnerungsprojekt« intensiv mit der Zeit vor 500 Jahren auseinander. Das Interesse des Publikums sei jedenfalls hoch: 14 Ausstellungen in Landes- und Regionalmuseen und auf der Burg Hohenwerfen hätten bisher mehr als 113.000 Besuchende gezählt.

Der »Aufstand gegen die Obrigkeit« erschütterte im Jahr 1525 das Erzbistum. Bauern, Handwerker, Knechte und Bergknappen probten den Aufstand gegen Erzbischof Matthäus Lang. Die von ihm ins Land geholten Truppen gingen bis 1526 mit großer Brutalität gegen die Aufständischen vor. 500 Jahre später habe das Land Salzburg den »Bauernkrieg« wissenschaftlich und kulturell aufgearbeitet und dabei bewusst regionale Aspekte der historischen Ereignisse in Ausstellungen beleuchtet.

Neue Räume für Dialog und Kunst Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll betonte: »Der Bauernkrieg hat Salzburg geprägt. Mit diesem Erinnerungsprojekt wurden die Schicksale der Menschen von damals in die Gegenwart transformiert und unsere Landesgeschichte so für die Menschen von heute sichtbar und verständlich gemacht. Mit der Reihe »Simultan« ist die regionale Museumskultur in den Dialog mit Salzburgs Gegenwartskunst getreten. Durch die Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler wurden Räume für Diskussion und Entfaltung geöffnet. So wurde das historische Bewusstsein im Land gestärkt und der Zusammenhalt in den Regionen gefördert«.

Das »Erinnerungsprojekt zum Bauernkrieg« werde in Salzburg von vielen unterschiedlichen Initiativen und Projekten getragen. Vor allem die Regionalmuseen spielten hierbei eine große Rolle. Organisiert werde das »Bauernkrieg-Projekt« vom Land Salzburg, unter der Leitung von Doris Fuschlberger. »Unsere mehr als 100 Partnerinnen und Partner sind die Universität Salzburg, die Erzdiözese, Landes- und Regionalmuseen, das Landes- und Stadtarchiv und weitere Archive, die Burgen und Schlösser, Schulen, Gemeinden im Bundesland, zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler, das Salzburger Bildungswerk, volkskulturelle Vereine sowie überregionale Kontakte zu EuRegio Tirol-Südtirol-Trentino, Oberösterreich oder Baden-Württemberg. Gemeinsam konnten so vielfältige Veranstaltungen in allen Bezirken durchgeführt werden. Allein in den Regional- und Landesmuseen haben bis dato mehr als 113.000 Personen die unterschiedlichen Ausstellungen besucht. An mehr als 30 Standorten und vielen Schulen sowie durch digitale Angebote können sich Interessierte mit diesem spannenden Aspekt der Salzburger Geschichte beschäftigen«, so Fuschlberger.

Frauen im Aufstand unter der Lupe
Eine wissenschaftliche Fachtagung an der Universität Salzburg habe den Auftakt des Projektjahres 2026 markiert und neue Forschungserkenntnisse zutage gebracht. Historikerinnen und Historiker hätten Quellenfunde systematisch nach beteiligten Menschen durchsucht und dabei zum Beispiel rund 650 Aufständische, die namentlich in den Salzburger Strafverfolgungsakten vorkommen, dokumentiert. Ein wichtiger Fokus der Forschung habe auf Frauen im Aufstand gelegen. »Nun verstehen wir das komplexe Geschehen in Stadt, Land und Bergbaurevieren Salzburgs besser. Näher als bisher möglich konnten wir an die einzelnen Menschen auf allen Seiten des Konflikts, an ihre Interessen, Nöte, Hoffnungen und Schicksale heranzoomen und im Vergleich zu den Ereignissen andernorts die Besonderheiten im Erzstift erkennen«, so Martin Knoll, Dekan der Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät an der Universität Salzburg.

Wanderausstellung tourt durch Schulen
Um die wichtigsten historischen Informationen zum »Bauernkrieg« vor 500 Jahren zu erfahren, sei eine Wanderausstellung von einer Projektgruppe konzipiert worden. »Eine Wanderausstellung tourt durch die Bildungseinrichtungen in den Bezirken – von Volksschulen über Mittelschulen und Gymnasien bis hin zu landwirtschaftlichen Fachschulen. Das Interesse der Kinder und Jugendlichen ist hoch. Durch die Nutzung von Synergien und das hohe Engagement aller Beteiligten konnten bislang viele Interessierte erreicht werden. Die Aktion wird auch im Herbst fortgesetzt«, erklärte Fuschlberger.

Gedenktafel zur Flucht vor 500 Jahren
Szenenwechsel in den Pinzgau: Auf über 1.500 Metern Höhe liegt das »Rauriser Tauernhaus«. Im Rahmen der alljährlichen »Taurach-Messe« wurde dort kürzlich auf Initiative des »Bergbau- und Gotikmuseums Leogang« eine Gedenktafel zur Flucht der Aufständischen im Jahr 1526 enthüllt. In den Tagen zwischen dem 2. und dem 6. Juli 1526 zogen unter der Führung des »Tiroler Bauernführers« Michael Gaismair rund 2.000 Menschen über die Tauern. Gaismair brach am 2. Juli 1526 die Belagerung von Radstadt ab und vereinigte sich mit den Truppen von Peter Pässler, der tags zuvor eine Niederlage beim Zeller See erlitten hatte. Über Embach, Rauris und weiter durch das Seidlwinkltal, das Hochtor und Heiligenblut zogen sie schließlich nach Lienz. Gaismairs Versuch, durch seinen Zug den Tiroler Aufstand nochmals zu entfachen, scheiterte jedoch.

Bauernkrieg im Wandel der Zeit
»Heroisch und verklärt. Der Bauernkrieg im Spiegel von Kunst und Diktatur, das Gastspiel des Salzburg Museums im DomQuartier war von Anfang November 2025 bis Ende April 2026 zu sehen. Unsere Ausstellung verfolgte das Ziel, mit dem kuratorischen Ansatz sowohl auf das Thema 500 Jahre Bauernkrieg als auch auf das Gedenk- und Erinnerungsjahr 80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs und Befreiung vom Nationalsozialismus zu reagieren. So konnten wir zeigen, wie der Bauernkrieg in verschiedenen Kontexten für ideologische Zwecke instrumentalisiert wurde. Gerade für unser junges Publikum war dies eine wertvolle Erkenntnis in der Begegnung mit Geschichte. Wir sind dankbar, dass das Land Salzburg durch seine umfassende Programmkoordinierung differenzierte Projektüberlegungen gefördert hat und damit eine in Österreich einzigartige Vielfalt an aktuellen Perspektiven auf das Thema Bauernkrieg ermöglichte«, erläuterte der Direktor des Salzburg Museums, Martin Hochleitner. Das »Landesprojekt zum Bauernkrieg« ist bis 2027 angelegt.

-ls-

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Theaterfest-
Zwischenbilanz

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Niederösterreich – Das Theaterfest Niederösterreich verzeichnet zur Halbzeit der Saison eine erfreuliche Bilanz. An den 19 Festspielorten wurden bisher rund 182.000 Tickets verkauft. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es rund 191.000 Tickets. Heuer stehen allerdings mit 22 Produktionen für Erwachsene eine Produktion weniger als im Vorjahr auf dem Spielplan. Bis zum Stichtag 26. Juli musste lediglich eine Vorstellung abgesagt werden. Gleichzeitig wurden aufgrund der großen Nachfrage bereits 16 Zusatzvorstellungen angesetzt.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner dazu: »Das Theaterfest Niederösterreich bringt den ganzen Sommer über Kultur auf höchstem Niveau in alle Regionen unseres Landes. Es freut mich sehr, dass bereits so viele Besucherinnen und Besucher unsere Festspielorte besucht haben. Das ist ein starkes Zeichen für die hohe Qualität unserer Bühnen, für die große Begeisterung des Publikums und für das große Engagement aller, die das Theaterfest möglich machen. Mein herzlicher Dank gilt den Künstlerinnen und Künstlern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor und hinter den Kulissen sowie allen Besucherinnen und Besuchern. Sie alle machen das Theaterfest Jahr für Jahr zu einem ganz besonderen kulturellen Höhepunkt in Niederösterreich«.

Theaterfest-Obfrau Kristina Sprenger meint zur Zwischenbilanz: »Die große Resonanz freut uns sehr und zeigt, wie hoch die Wertschätzung für das Sommertheater in Niederösterreich ist. Hinter jeder Produktion stehen engagierte Teams auf und hinter der Bühne, deren Einsatz diesen Erfolg möglich macht. Bis Ende August warten noch viele besondere Theaterabende auf unser Publikum – wir freuen uns auf alle Besucherinnen und Besucher«. Das Theaterfest Niederösterreich laufe noch bis 30. August 2026. Weitere Infos: www.theaterfest-noe.at

-lnö-

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Untragbare
Zustände 
in Justizanstalten

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Steiermark – Seit Jahren wiesen Justizwachebeamte und ihre Personalvertreter auf eine dramatische Personalsituation in den steirischen Gefängnissen hin. Rund 180 Justizwache-Planstellen fehlten österreichweit, viele offene Stellen blieben lange unbesetzt. Die Folgen seien steigende Belastungen für die Beamten, zunehmende Krankenstände und Personalabwanderungen – auch beim Unterstützungspersonal wie Psychologen.

Ende April 2026 habe sich der Unmut der steirischen Justizwachebeamten in einem Streik entladen. Erstmals hätten sie in den Justizanstalten Graz-Karlau, Graz-Jakomini und Leoben die Arbeit niedergelegt und Dienststellen-Versammlungen durchgeführt. Aus ihrer Sicht hätten jahrelange Überbelegung und der anhaltende Personalmangel die Belastungsgrenze endgültig überschritten.

Steiermarks Landeshauptmann Mario Kunasek habe daraufhin mit einem Social-Media-Posting auf die Zustände in den heimischen Justizanstalten aufmerksam gemacht. Gleichzeitig habe er der Personalvertretung Gespräche angeboten und zugesagt, ihre Forderungen bei Justizministerin Anna Sporrer in Wien einzubringen. Die Landesleitung der Justizwachegewerkschaft Steiermark habe dieses Angebot angenommen. Ziel des erfolgten »Justizwache-Gipfels« sei ein gemeinsamer Schulterschluss über Parteigrenzen hinweg gewesen, um den Anliegen der Bediensteten Gehör zu verschaffen. Gleichzeitig seien kurz- und langfristige Forderungen erarbeitet worden, mit denen die Situation in den Justizanstalten nachhaltig verbessert werden solle.

-lstmk-

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Spielerisch
den Wandel
der Gletscher entdecken

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Oberösterreich – Mit der neuen Mini-Forscherreihe »Der Schatz der Gletscher am Dachstein« möchte das Land Oberösterreich ein innovatives Bildungsformat, das Kinder im Alter von sieben bis elf Jahren auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der Gletscher mitnimmt präsentieren. Seit 20 Jahren werde für das Umweltressort des Landes erforscht, wie sich der Dachsteingletscher im Klimawandel verändere. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass das Eis schmelze, der Gletscher sich dramatisch zurückziehe, und das habe Auswirkungen auf die Umwelt und das Wasser.

Die »Mini-Forscherreihe« eignet sich gleichermaßen für Familien, Volksschulen, Freizeitgruppen und außerschulische Bildungsangebote. Sie lade Kinder dazu ein, selbst Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu entdecken und Naturwissenschaft mit allen Sinnen zu erleben. Mit diesem Angebot stärke das Land Oberösterreich die Bildung für nachhaltige Entwicklung und mache den Dachsteingletscher zu einem einzigartigen Lernort, an dem Kinder Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichermaßen entdecken könnten. Weitere Infos: https://kids.dachsteingletscher.info

-loö-

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SprachBOT
für Verkehrsstrafen

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Kärnten – Die Kärtner Landesverwaltung habe nun einen weiteren Schritt zur Digitalisierung gesetzt: Kürzlich haben Landeshauptmann und Referent für Digitalisierung Daniel Fellner gemeinsam mit Bezirkshauptmann Heinz Pansi, Christian Inzko, Leiter der IT-Abteilung des Landes Kärntens sowie Patrik Zenaty, Leiter Strafabteilung den neuen »SprachBOT für Verkehrsstrafen« offiziell vorgestellt. Dieser stehe rund um die Uhr als digitale Sprach-Assistenz zur Verfügung. »Unser Ziel ist eine Verwaltung, die nicht nur effizient, sondern auch menschlich und nahbar bleibt. Der Sprachbot ist ein Werkzeug, das den Alltag der Menschen erleichtert und gleichzeitig unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlastet. Mit den Bezirkshauptmannschaften haben die Bürgerinnen und Bürger den intensivsten Kontakt, daher ist es uns sehr wichtig, moderne Amtswege zu schaffen, ganz nach dem Motto »Nicht weniger Mensch, sondern mehr Zeit«. Auch die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger haben sich verändert, dem wollten wir gerecht werden mit der Nutzung von modernen Softwarelösungen«, so Fellner.

Der »SprachBOT« erteile automatisiert Auskünfte zu Anfragen zu Verkehrsstrafen. Der digitale und KI-gestützte Helfer verstehe natürliche Sprache und Dialekte, sei mehrsprachig und leite bei komplexeren Anliegen direkt an eine zuständige Stelle weiter. Besonderes Augenmerk sei auf Datenschutz und Datensicherheit gelegt worden. Alle Anfragen würden verschlüsselt verarbeitet und ausschließlich innerhalb der Landesinfrastruktur gespeichert.

-lktn-

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Große
erneuerbare
Energieinfrastruktur

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Burgenland – Mit einer neuen 50 Megawatt »Agri-Photovoltaikanlage«, einem 50 Megawattstunden »Großbatteriespeicher« und dem Ausbau der Stromnetze entstehe in Güssing die größte »erneuerbare Energieinfrastruktur« im Südburgenland. 25 Megawatt der »Agri-Photovoltaikanlage« seien bereits in Betrieb, weitere 25 Megawatt seien bereits errichtet und sollen im Oktober 2026 in Betrieb gehen. In Summe werde die Anlage jährlich 50 Gigawattstunden Sonnenstrom erzeugen.

Für die 50 Megawattstunden Batteriespeicher erfolge der Baustart in den kommenden Wochen und werde bis Jahresende in Betrieb gehen. Der Netzausbau sei nahezu abgeschlossen. Das neue Generationenprojekt stärke die Versorgungssicherheit, schaffe regionale Wertschöpfung und sei ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Energieunabhängigkeit des Burgenlands. Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil betonte: »Wer Versorgungssicherheit will, muss heute in die Infrastruktur von morgen investieren. Das macht das Burgenland unabhängiger von Energieimporten, krisenfester und stärkt gleichzeitig unseren Wirtschaftsstandort«.

Burgenlands Energie-CEO Stephan Sharma erklärte: »Wir bauen keine einzelne Photovoltaikanlage. Wir schaffen die Energieinfrastruktur der Zukunft – mit erneuerbarer Stromerzeugung, leistungsfähigen Speichern und starken Netzen. Damit schaffen wir eine leistungsfähige Energieinfrastruktur für Generationen und ermöglichen die größte Infrastrukturinvestition im Südburgenland in den vergangenen Jahrzehnten. Erneuerbare Erzeugung ist unsere Antwort auf Energie- und Klimakrise Steigende Energiepreise infolge internationaler Kriege zeigen die Risiken einer hohen Importabhängigkeit. Gleichzeitig verschärft sich die Klimakrise immer mehr. Hitzeperioden, aber auch Starkregen und Unwetter nehmen zu und führen zu steigenden Energiepreisen. Der schwere Blackout im Südburgenland nach der historischen Unwetterkatastrophe im Februar dieses Jahres hat deutlich gemacht, wie wichtig eine leistungsfähige regionale Energieinfrastruktur ist. Die Energie- und Klimakrise verlangt entschlossenes Handeln. Wir müssen unsere Energie regional erzeugen, regional speichern und sicher zu den Menschen bringen. Deshalb investieren wir gleichzeitig in Photovoltaik, Batteriespeicher und Stromnetze. Das macht das Burgenland unabhängiger, krisenfester und klimafit«.

Nicht zuletzt die aktuellen Hitzetage hätten gezeigt, wie wichtig der Weg zu Klimaneutralität und Energieunabhängigkeit sei. Doskozil: »Mit der Burgenland Energie haben wir einen starken Partner, um die Energiewende im Land voranzutreiben. Entscheidend ist dabei, dass erneuerbare Energie für die Bevölkerung auch leistbar bleibt – denn nur wenn die Menschen davon profitieren, wird die Energiewende gelingen«.

Mehr Energie, Landwirtschaft und Biodiversität
Die Anlage sei als »sonnennachgeführte Agri-Photovoltaikanlage« mit einem einachsigen Tracker-System konzipiert. Die Module folgten automatisch dem Lauf der Sonne und erzeugten dadurch rund zehn Prozent mehr Strom als fixe Anlagen. Die Module seien rund fünf Meter über dem Boden montiert. Zwischen den Reihen bleibe die landwirtschaftliche Nutzung erhalten. Unter den Modulen sollen Biodiversitätsflächen mit rund 30 Pflanzenarten entstehen.

-lbgld-

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Förderung
für Nestentfernungen
von Asiatischer Hornisse

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Baden-Württemberg – »Die »Asiatische Hornisse« gilt als eine invasive Art, die für die Imkerei, den Obst- und Weinbau zunehmend zur Gefahr wird. Die weitere Verbreitung müssen wir deshalb so weit wie möglich eindämmen. Entscheidend dafür ist die konsequente und möglichst frühzeitige Entfernung ihrer Nester. Deshalb passen wir die Förderpauschale für die Nestentfernung an und weiten diese jetzt auch auf die Sekundärnester aus«, so Baden-Württembergs Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Sarah Schweizer.

Die »Asiatische Hornisse« beziehe in den nächsten Wochen die sogenannten Sekundärnester, die in der Regel schlechter erreichbar seien als die Primärnester, welche oft bis Ende August vorgefunden würden. Die Sekundärnester würden meist in den Baumkronen hängen und seien schwerer zu entdecken. Umso wichtiger sei es, auch im Herbst den Anreiz für die Nestentfernung hoch zu halten. Das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat unterstütze über ein Projekt des Landesverbands Badischer Imker e.V. die Entnahme von Nestern der »Asiatischen Hornisse«.

Bis einschließlich August werde die Entfernung von Nestern der »Asiatischen Hornisse« mit 60 Euro je entferntem Nest bezuschusst. Ab September werde die Pauschale auf 200 Euro je entferntem Sekundärnester erhöht. Diese Erhöhung solle vor allem Anreize setzen, auch die schwer zugänglichen Sekundärnester zu entfernen. Ziel des Projektes sei es, über ein Monitoring zu erfahren, ob durch die Nestentfernungen die Fortpflanzung und Ausbreitung dieser invasiven Art effektiv reduziert werden könne.

-lbw-

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KW 32 – 2026
03. – 09.08.2026

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Spektakuläre
Nachtanlieferung
eines Fahrgastschiffes

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Bayern – Gigantische 43 Meter war der Anhänger lang, auf dem ein neues elektrisch betriebenes Fahrgastschiff der Bayerischen Seenschifffahrt in der Nacht vom 29. auf 30. Juli 2026 an den oberbayerischen Tegernsee reiste. Dahinter fuhr ein weiterer LKW, welcher mit einem Solardach beladen war. Ferner waren insgesamt sieben Begleitfahrzeuge und 16 fachlich versierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Transportfirmen nötig, um die Schwerlast vom niederbayerischen Kelheim in die Stadt Tegernsee zu überführen. …weiterlesen

-am- Bild: am

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Einzigartiges
KI-Reallabor
für die Gesundheitsversorgung
gestartet

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Baden-Württemberg – Nach rund einjähriger Aufbauphase öffnee sich das »KI-Reallabor Gesundheit Baden-Württemberg« am »Bosch Health Campus« für externe Akteurinnen und Akteure. Ziel sei es, Innovationen schneller und regulatorisch sicher in die Gesundheitsversorgung zu bringen. Die baden-württembergische Landesregierung schaffe damit einen geschützten Testraum für »vertrauenswürdige Künstliche Intelligenz« und mache ihn für Unternehmen, Versorgungseinrichtungen und die Öffentlichkeit zugänglich.

Gute Ideen schneller aus der Entwicklung in die Versorgung bringen
»Unser Gesundheitswesen steht vor großen Herausforderungen. Die Menschen werden älter, der Fachkräftemangel nimmt zu und die Nachfrage nach medizinischen Leistungen steigt. Künstliche Intelligenz wird diese Probleme nicht allein lösen. Sie kann aber helfen, knappe Ressourcen gezielter einzusetzen und die Versorgung der Menschen langfristig zu sichern. Unser Ziel ist es deshalb, gute Ideen schneller aus der Entwicklung in die Versorgung zu bringen, und zwar verantwortungsvoll, sicher und mit einem konkreten Mehrwert für Patientinnen und Patienten«, erklärte Baden-Württembergs Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand am 31. Juli 2026. »Das alte Gesundheitssystem stößt an finanzielle und personelle Grenzen. KI hat das Potenzial, die Funktionsfähigkeit und auch die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems wieder herzustellen. Deshalb brauchen wir die Möglichkeit, schnell und praxisorientiert KI zu testen, wie dies in unserem Reallabor jetzt möglich ist«, so Prof. Dr. med. Mark Dominik Alscher, Geschäftsführer des »Bosch Health Campus«.

Das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg fördere den Aufbau und Betrieb des »KI-Reallabors Gesundheit Baden-Württemberg« seit 2025 mit rund einer Million Euro jährlich. In den vergangenen Monaten sei die Infrastruktur am »Bosch Digital Innovation Hub« des »Bosch Health Campus« in Stuttgart aufgebaut worden. Nun nehme das Reallabor unter dem Namen »SAINDBOX – AI Health Sandbox BW« den Betrieb auf.

Baden-Württemberg greift die europäische KI-Verordnung auf
Mit dem »KI-Reallabor Gesundheit Baden-Württemberg« nehme das Land nun bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Das Vorhaben zahle auf das mit der »Europäischen KI-Verordnung« verfolgte Ziel ein, einen Raum für regulatorisches Lernen zu schaffen. Entwicklerinnen und Entwickler, Gesundheitsberufe, Wissenschaft, Aufsichtsbehörden und Gesellschaft könnten gemeinsam Erfahrungen einbringen, Barrieren identifizieren und Lösungen entwickeln. »Die SAINDBOX ist mehr als eine Testumgebung. Wir bringen KI-Entwickelnde, Gesundheitsversorgung und regulatorische Expertise frühzeitig an einen Tisch. So können Fragen zu Datenzugang, Regulierung und Implementierung parallel zur technologischen Entwicklung bearbeitet werden – genau dort, wo sie in der Praxis entstehen«, erläuterte Prof. Dr. Oliver G. Opitz, Leiter des »Bosch Digital Innovation Hubs« am »Bosch Health Campus« und Kopf des »KI-Reallabors«.

KI-gestützte Patientensteuerung als zentraler Anwendungsfall
Bereits in der Entwicklungsphase sei das Konzept des »KI-Reallabors Gesundheit Baden-Württemberg« anhand von verschiedenen Anwendungsszenarien, beispielsweise einer »KI-gestützten Informationsgewinnung aus Papierakten« weiterentwickelt worden. Ein zentrales Projekt sei derzeit die Entwicklung einer Anwendung zur »KI-gestützten Patientensteuerung«. Sie solle Menschen schneller und einfacher zur passenden Versorgungsebene lotsen. Erprobt werde die Lösung zunächst in der hausärztlichen Versorgung, der Kinder- und Jugendmedizin als Beispiel für die fachärztliche Versorgung sowie in der Notaufnahme.

Der konkrete Mehrwert für das Gesundheitswesen sei eines der wichtigsten Kriterien für die Auswahl der so genannten »Use Cases«, also der verschiedenen Anwendungsszenarien. Dabei werde das KI-Reallabor« von einem externen Beirat unterstützt. Der »SAINDBOX-Beirat« wähle zweimal jährlich eine begrenzte Anzahl an »Use Cases« für eine regulatorische Begleitung von bis zu zwölf Monaten aus. Eine finanzielle Zuwendung sei damit nicht verbunden.

-lbw-

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Fossile
Infrastruktur 
liefere Rohstoffe 
für nachhaltige
Energiegewinnung

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Schweiz – Um von fossilen Rohstoffen auf erneuerbare Energiequellen umzusteigen, müsse eine neue Infrastruktur aufgebaut werden. Forschende der Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) zeigten, dass die obsolet werdende »fossile Infrastruktur« in Form von Kohleminen, Öl- und Gasplattformen, fossilen Kraftwerken und Pipelines einen Teil der Rohstoffe für die Energiewende liefern könne. Insbesondere das Recycling von Kupfer und Stahl würde die Energiewende günstiger und umweltfreundlicher machen.

Weg von Öl und Gas und hin zu Sonne, Wind und Wasser: Das sei die Energiewende. Um die Klimaerwärmung zu stoppen, müsse die Energieinfrastruktur in den nächsten Jahren auf erneuerbare Quellen ausgerichtet werden. Für den Bau von Solarzellen und Windturbinen im grossen Massstab brauche es unter anderem Mineralien und Metalle. Zugleich werde die bestehende fossile Infrastruktur obsolet. Könnte man also Teile des alten Energiesystems recyceln, um daraus das neue zu bauen? Diese Frage haben nun Empa-Forschende aus der Abteilung »Technologie und Gesellschaft« in einer Studie untersucht. Die Studie sei im Rahmen des EU-Projekts »CircEUlar« erfolgt und sei in der Fachzeitschrift »Nature Communications« publiziert worden. Darin hätten die Forschenden die Bestände von 22 unterschiedlichen Materialien analysiert, die in den bestehenden Kohleminen, Öl- und Gasplattformen, fossilen Kraftwerken sowie grossen Pipelines enthalten seien. »Um das Potenzial dieser »urbanen Mine« zu verstehen, muss man zuerst wissen, welche Materialien darin vorkommen«, so Empa- Forscher Hauke Schlesier, Erstautor der Studie.

Insbesondere zwei Rohstoffe seien herausgestochen, und zwar Stahl und Kupfer. Beide Materialien seien in der fossilen Infrastruktur in grossen Mengen vorhanden – und würden dringend für die Energiewende benötigt. »Kupfer kommt in Transformatoren und Kabeln zum Einsatz, während Stahl für strukturelle Elemente verwendet wird«, so Schlesier. Der Studie zufolge könnte das »Recycling der fossilen Infrastruktur« den gesamten Stahl- und rund einen Drittel des Kupferbedarfs für die Energiewende decken. Mit dem Herunterfahren der fossilen Infrastruktur würden diese zusätzlichen Materialströme der Wiederverwertung zur Verfügung stehen. Gemäss den Berechnungen der Empa-Forschenden wären die Kapazitäten der weltweiten Recyclinganlagen ausreichend, um Kupfer und Stahl für die Energiewende zurückzugewinnen.

Wirtschaftlicher und umweltfreundlicher
Ist das Recycling von Stahl und Kupfer aus der fossilen Infrastruktur auch wirklich sinnvoll? Die Empa-Forschenden beantworten die Frage mit »ja«. Die Recyclingprozesse für beide Metalle seien deutlich umweltfreundlicher als deren primäre Gewinnung. »Die Gewinnung von Stahl produziert Schlacke, Feinstaub und grosse Mengen an Kohlendioxid, Kupferminen erzeugen giftige Abfälle«, erklärte Schlesier. Für das Recycling brauche es hingegen vor allem Strom: Stahl werde in Elektroöfen eingeschmolzen, während Kupfer in einem elektrochemischen Prozess zurückgewonnen werden könne.

Die Umnutzung der bestehenden Stahl- und Kupferbestände sei aus gesamtökonomischer Sicht sehr vorteilhaft. Es lohne sich, bereits so früh wie möglich mit dem Recycling zu beginnen, weil dies zu den geringsten Folgekosten führe, betonen die Forschenden. Durch die Primärgewinnung der Rohstoffe würden Umwelt- und Gesundheitsschäden entstehen, die für die Gesellschaft mit grossen Folgekosten verbunden seien. »Durch das Recycling von Stahl und Kupfer aus der fossilen Infrastruktur könnten wir bis 2050 externalisierte Kosten von vier bis elf Billionen US-Dollar einsparen«, so Schlesier. Recycling selbst sei dabei nicht teurer als die Primärgewinnung von Stahl und Kupfer und somit durchaus wettbewerbsfähig. »Zusätzlich lassen sich bis zu zwei Milliarden Tonnen CO2-Äquivalente vermeiden. Das entspricht etwa 50 Jahren Schweizer Emissionen«, ergänzte Schlesier.

Die wesentliche Herausforderung für das Recycling der wertvollen Rohstoffe aus der fossilen Infrastruktur seien fehlende Anreize. »Für staatliche fossile Konzerne könnte die Verminderung der gesellschaftlichen Kosten einen Anreiz bieten, die fossile Infrastruktur früher herunterzufahren. Für private Energiekonzerne gilt das eher nicht. Diese haben meist kein wirtschaftliches Interesse daran, externalisierte Kosten zu minimieren«, erklärte Schlesier. Weitere gezielte Anreizsetzung durch den Staat könnte hier Abhilfe schaffen.

Nutzen für die Energiewende
Der rezyklierte Stahl und das Kupfer könnte weltweit in Solaranlagen, Windturbinen, Stromleitungen oder Elektrolyseuren für die Wasserstoff-Produktion verwendet werden. »Interessant ist die Verwendung von recyceltem Stahl anstatt Aluminium in den Befestigungssystemen von Solaranlagen«, betonte Empa-Forscher Harald Desing, Co-Autor der Studie. Der CO2-Fussabdruck von Solaranlagen könne dadurch um etwa ein Drittel gesenkt werden. Die Menge an Stahl in der fossilen Infrastruktur würde ausreichen, um das Zwei- bis Fünffache des Bedarfs bereitzustellen, der zur Erreichung der globalen Klimaziele für Solaranlagen benötigt würde.

Recycelter Stahl und Kupfer könnte auch in Windturbinen verwendet werden. Dies würde den CO2-Fussabdruck von Windenergieanlagen ebenfalls um rund ein Drittel senken. Würde der recycelte Stahl ausschliesslich für den Bau von Windturbinen verwendet werden, könnte hierfür der Gesamtbedarf an Stahl für die Klimaziele bis ins Jahr 2050 gedeckt werden. »Eine Verwendung wäre auch in Stromleitungen und Elektrolyseuren für die Wasserstoff-Gewinnung denkbar. Wichtig ist: Saubere Energietechnologien müssen die fossile Infrastruktur sukzessive ersetzen, damit der eingebettete Stahl und das Kupfer wiederverwendet werden können«, resümierte Schlesier.

-chbk-

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Festlegung
von Windeignungsgebieten

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Liechtenstein – Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat den Entwurf zum Planungs- und Umweltbericht der Strategischen Umweltprüfung (SUP) in Zusammenhang mit der »Festlegung von Windeignungsgebieten« im Landesrichtplan zur öffentlichen Konsultation freigegeben. Mit der SUP solle eine abgestimmte Abwägung von Umweltaspekten in der übergeordneten Planung sichergestellt werden. Für die Durchführung sei ein strategischer Steuerungsausschuss unter dem Vorsitz des Ministeriums für Inneres, Wirtschaft und Sport sowie ein operatives SUP-Team unter dem Vorsitz der Liechtensteinischen Kraftwerke eingesetzt worden.

Der Entwurf zum Planungs- und Umweltbericht beschreibe die festgelegten Windeignungsgebiete, die Ergebnisse der Umweltbeurteilung, die geprüften Alternativen sowie die zugrunde liegenden Interessenabwägungen und deren Begründung. Die einzelnen Bewertungskarten sowie die resultierende »Grundlagenkarte Wind« für den Landesrichtplan, die im Rahmen der SUP erarbeitet wurden, seien im Geodatenportal des Fürstentums Liechtenstein abrufbar. Im Rahmen der öffentlichen Konsultation des Planungs- und Umweltberichts werde ferner eine öffentliche Informationsveranstaltung durchgeführt.

-RdFL-

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Erster
Nachweis
des Japankäfers

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Vorarlberg – Nachdem in den vergangenen Wochen in der bayerischen Grenzregion zunehmend Japankäfer (Popillia japonica) nachgewiesen wurden, habe Vorarlberg die Kontrollen im grenznahen Raum vestärkt. Während der Abgrenzungserhebung sei Ende Juli ein Japankäfer in einer bereits bestehenden Falle in Hörbranz festgestellt worden. Damit sei der erste Fund dieses Jahres in Vorarlberg bestätigt.

Bereits vor rund einem Monat sei östlich von Lindau im Rahmen des laufenden Monitorings der erste Japankäfer dieses Jahres in einer Falle nachgewiesen worden. Inzwischen seien dort mehr als 30 Japankäfer festgestellt worden, darunter mehrere Weibchen. Nachdem der invasive Quarantäneschädling bereits in den Jahren 2024 und 2025 in der Region nachgewiesen worden sei, handele es sich um das dritte Jahr in Folge mit entsprechenden Funden.

Aufgrund der zunehmenden Nachweise östlich von Lindau habe die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in der Region eine Abgrenzungserhebung eingeleitet. Um die Situation im grenznahen Raum umfassend beurteilen zu können, würden nun auch auf österreichischer Seite Abgrenzungserhebungen durchgeführt. Dafür werde das bestehende Überwachungsnetz durch zusätzliche Lockstofffallen und visuelle Kontrollen an Wirtspflanzen erweitert. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob und in welchem Umfang sich der Japankäfer in der Region bereits ausgebreitet hat. Auf dieser Grundlage werde beurteilt, ob ein abgegrenztes Gebiet mit Befalls- und Pufferzone ausgewiesen werden müsse. Aufgrund der unmittelbaren Grenznähe könnten davon auch Vorarlberger Gemeindegebiete betroffen sein. Die konkreten Maßnahmen auf österreichischem Staatsgebiet würden von den zuständigen Vorarlberger Behörden festgelegt und umgesetzt.

Der Japankäfer stamme ursprünglich aus Ostasien und zähle in Europa sowie Nordamerika zu den invasiven Schädlingen. Für die menschliche Gesundheit sei er ungefährlich, jedoch könnten sowohl die Larven als auch die erwachsenen Käfer erhebliche Schäden an Pflanzen verursachen. Betroffen seien landwirtschaftliche Kulturen, Obst- und Zierpflanzen sowie Grünflächen. Der Käfer nutze insgesamt mehr als 400 verschiedene Wirtspflanzen, was sein Schadpotenzial besonders hoch mache. Aus diesem Grund sei der »Japankäfer« meldepflichtig und werde österreichweit streng überwacht.

Die Flugzeit des erwachsenen Käfers reiche bis Ende September, je nach Witterung und Temperatur. In der Flugzeit finde die Paarung und die Eiablage statt, was dem Käfer die Verbreitung ermögliche. Die natürliche Ausbreitung durch den Käfer selbst geschehe über kurze Distanzen – ca. 1 bis 20 Kilometer pro Jahr. Besonders problematisch sei die Verbreitung des Käfers durch unbeabsichtigte Verschleppung als sogenannter blinder Passagier mit Transportmitteln wie Autos, Lastkraftwagen oder Zügen.

Der Japankäfer ist mit Maikäfern, Junikäfern und kleineren Julikäfern verwandt und könne leicht mit diesen verwechselt werden. Bei genauer Betrachtung sei er jedoch gut zu unterscheiden. Der Japankäfer ist ungefähr 10 mm groß und zeige eine auffällige Färbung: Kopf und Halsschild schimmerten metallisch grün, während die Flügeldecken kupferartig glänzten. Typische Erkennungsmerkmale seien die insgesamt zwölf weißlichen Haarbüschel entlang der Seiten des Hinterleibs. Bei Gefahr nehme der Käfer eine typische Abwehrhaltung ein, in der er starr verharre und seine Beine seitlich abgespreizt halte.

-vlk-

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Warnungen,
Informationen 
und Service

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Tirol – Jede und jeder nutze täglich zahlreiche Apps über das Smartphone. Bei vielen Tirolerinnen und Tirolern sei eine davon die »Land Tirol App«. Ein Erfolgsprojekt seit sechs Jahren, das als damalig österreichweiter Vorreiter zeige: Solcher Service werde geschätzt und genutzt – allen voran auch im Ernstfall: Rund 1.000 Push-Nachrichten seien seit Einführung der App versendet worden und informierten Nutzende unter anderem bei Hochwasser, Murenereignissen, Großbränden, prognostizierten Extremwetterereignissen, längerfristige Straßensperren ohne direkte Umfahrungsmöglichkeit oder bei Vorkommen großer Beutegreifer über aktuelle Entwicklungen.

Mehr als 329.000 Geräte erhielten derzeit Push-Nachrichten. Die »Land Tirol App« habe darüber hinaus noch weiteren Service zu bieten und werde laufend erweitert, und zwar vom »digitalen Tiroler Familienpass«, der »Jugendkarte« und eien »Online-Terminvereinbarungs-Funktion« für die Dienststellen des Landes bis hin zu öffentlichen »Trinkwasserbrunnen« in ganz Tirol.

-lt-

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Orts-
polizeigesetz

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Südtirol – Ein entscheidender Grundstein für die Umsetzung des neuen »Südtiroler Ortspolizeigesetzes« sei gelegt: Die Landesregierung hat am 31. Juli 2026 die Richtlinien für die Beteiligung des Landes an den Kosten für die Verwaltung der Lokalpolizeidienste genehmigt. Es werde eine eigenständige Anreizfinanzierung zur Verfügung gestellt, um den Ausbau der Dienste zu fördern und die übergemeindliche Verwaltung zu stärken. »Mehr, besser ausgebildete und professionell ausgerüstete Ortspolizisten kosten Geld. Mit den nun beschlossenen Finanzierungsrichtlinien schaffen wir die Voraussetzungen für die praktische Umsetzung des Ortspolizeigesetzes. Das eigenständige, von der Gemeindefinanzierung unabhängige Finanzierungssystem sorgt für langfristige Planungssicherheit und setzt gezielte Anreize für den Ausbau der Ortspolizeidienste sowie für eine stärkere übergemeindliche Zusammenarbeit. Die Förderung ist direkt an den personellen Ausbau der Ortspolizei gekoppelt und folgt einem einfachen Prinzip: Wer mehr aufstockt, bekommt mehr. Je näher ein Korps den vorgesehenen Sollwert von einem Polizisten je 1000 Einwohner erreicht, desto höher fällt auch der Beitrag aus. Damit schaffen wir einen klaren Anreiz für mehr Eigenverantwortung der Gemeinden im Bereich Sicherheit und Ordnung und gleichzeitig die Voraussetzung für mehr Präsenz sowie die umfassende Wahrnehmung des Aufgabenspektrums der Ortspolizei«, erklärte Südtirols Landesrätin Ulli Mair.

Anspruch auf die Finanzierung besteht ab einer Personalausstattung von 60 Prozent des Richtwertes von einem Ortspolizisten je 1000 Einwohner. Die Förderung steige stufenweise an und erreiche bei einer Personalausstattung von mindestens 95 Prozent des Richtwertes den höchsten Koeffizienten. Die zweite Finanzierungskomponente unterstütze die übergemeindliche Zusammenarbeit. Bei einer gemeinsamen Führung von mindestens drei Gemeinden sollen jährlich 18.000 Euro pro Gemeinde, ab fünf Gemeinden 26.000 Euro pro Gemeinde und ab sieben Gemeinden 30.000 Euro pro Gemeinde gewährt werden. Diese Förderung ersetze die bisherige Unterstützung im Rahmen der Gemeindefinanzierung und falle höher aus als bisher. Die Finanzierung werde künftig in zwei voneinander unabhängigen Semesterraten gewährt und ausbezahlt. Dadurch könnten Veränderungen bei der Personalausstattung im Laufe des Jahres zeitnah berücksichtigt werden. Für 2026 würden laut Landesgesetz bis zu vier Millionen Euro zur Verfügung stehen, ab 2027 seien jährlich bis zu sechs Millionen Euro vorgesehen.

-lpast-

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Rallye
mit historischen
Automobilen

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Salzburger Land – Vom 10. bis 13. September 2026 kommen Oldtimer-Fans voll auf ihre Kosten: Im Rahmen der »1000 Miglia Warm Up Austria« mache die internationale Oldtimer-Elite in Salzburg Halt. Die Rallye mit historischen Automobilen starte in Bad Gastein. Als Zieleinlauf diene die Kulisse der Salzburger Altstadt. Nach den erfolgreichen Veranstaltungen 2024 und 2025 sei die Veranstaltung nun bereits zum dritten Mal in Salzburg zu Gast. Am 10. September solle in Bad Gastein ein Training und die Bad Gastein eine Trophy auf dem Programm stehen. Am Freitag erfolge dann der Start im Pongauer Kurort. Von dort aus führe die Route über Kärnten, Osttirol und die Großglockner Hochalpenstraße nach Mittersill. Die Schlussetappe verläufe am Samstag über Teile von Tirol und Südbayern sowie das Salzkammergut. Das Ziel sei in der Salzburger Altstadt.

Außergewöhnliche Kulisse für Rennen
Der Veranstalter des »1000 Miglia Warm Up Austria«, Paolo Zanni, unterstrich die Bedeutung des Events: »Das 1000 Miglia Warm Up Austria hat sich zu einem immer beliebteren Event für Teams aus aller Welt entwickelt, welche die Leidenschaft für Oldtimer und den Wunsch teilen, ein unvergessliches Erlebnis in einer außergewöhnlichen Kulisse zu erleben«. Die Organisatorin Angelika Colombini-Maier ergänzte: »Mit Start, Etappenziel und Endziel im SalzburgerLand ist die Region ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung. Unser Anspruch ist es, die Faszination der legendären 1000 Miglia mit der einzigartigen Kulisse Salzburgs zu verbinden und einem internationalen Publikum ein außergewöhnliches Erlebnis auf höchstem Niveau zu bieten«.

-ls- Bild: am

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Preisvergleich
an Autobahnraststätten

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Oberösterreich – Wie jedes Jahr in der Ferienzeit zeige eine Erhebung die Preise für Speisen und Getränke an Autobahnraststätten. Die Preisaufsicht des Landes Oberösterreich habe im Auftrag von Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder die Preiserhebungen durchgeführt. Das Ergebnis: Bei Lebensmitteln an Autobahnraststätten gebe es enorme Preisunterschiede. Wer sich vor der Reise informiere oder eine eigene Jause mitnehme, schone den Geldbeutel spürbar. Die Preisunterschiede bei einfachen Produkten seien teils sehr groß. Bei einem großen Salat vom Buffet könne der Preis je nach Standort um mehr als das Doppelte schwanken, und zwar von knapp 10 Euro bis zu fast 25 Euro. Auch bei Obst oder Getränken zahlten Reisende teils 80 Prozent oder mehr als anderswo. Ein paar Frankfurter-Würste gebe es bei einer Raststätte schon für 5,10 Euro, anderswo müsse man dafür 10,75 Euro bezahlen. Ein halber Liter Apfelsaft könne je nach Raststätte auch schon einmal doppelt so viel kosten – billigster Preis 4,50 Euro, teuerster Preis 8,80 Euro.

Billiger ist oft der Stopp an der Landstraße
Vergleiche man die Autobahn-Shops mit Tankstellen an der Landstraße, werde der Unterschied noch deutlicher. Während man eine Packung Butter bei Tankstellenshops neben Landstraßen schon für etwa 1,70 Euro bekomme, koste sie an der Autobahn oft das Doppelte oder sogar mehr. Auch bei Milch oder Mineralwasser zeige sich: Wer spontan an der Autobahn kaufe, zahle meist drauf.

-loö-

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Helene Fischer
eröffnet die Wintersaison
beim »Ski-Opening 2026«

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Steiermark – Bereits seit mehreren Jahren werde die Eröffnung der Wintersaison in der Region Schladming-Dachstein mit Auftritten von internationalen Top-Stars aus der Musikbranche gefeiert. Mit dabei seine unter anderem Robbie Williams, Sting, Simply Red oder Bryan Adams gewesen. Nach dem unglaublichen Erfolg der Backstreet Boys-Konzerte im Winter 2025 folge zum Saisonauftakt 2026 das nächste musikalische Highlight: Die Leutgeb Entertainment Group bringe gemeinsam mit der Tourismusregion Schladming-Dachstein und der 4-Berge-Skischaukel – Hauser Kaibling, Planai, Hochwurzen und Reiteralm – einen der größten Stars Europas in die Steiermark. Helene Fischer eröffne am 11. Dezember 2026 mit ihrer Band die Wintersaison. Der Ticketverkauf starte am 3. August 2026.

Steiermarks Landeshauptmann Mario Kunasek präsentierte am 28. Juli 2026 gemeinsam mit Klaus Leutgeb (Veranstalter und Geschäftsführer der Leutgeb Entertainment Group), Schladmings Bürgermeister Hermann Trinker, dem Vorsitzenden der Tourismusregion Andreas Keinprecht, den Geschäftsführern Peter Weichbold (Planai-Hochwurzen), Klaus Hofstätter (Hauser Kaibling), Daniel Berchthaller (Reiteralm), Hohenhaus-Tenne-Chef Hermann Egger und Moderatorin Silvia Schneider diese Entscheidung. »Als ich erfahren habe, dass Helene Fischer der Stargast ist, war ich zwar nicht »atemlos«, aber doch sehr stolz. Dass ein internationaler Top-Star zu uns in die Steiermark und in die Region Schladming-Dachstein kommt, ist ein starkes Zeichen für unseren Tourismusstandort. Schladming spielt bei Großveranstaltungen längst in der Champions League«, so Kunasek.

Klaus Leutgeb, Veranstalter und Geschäftsführer der Leutgeb Entertainment Group, betonte: »Ich freue mich riesig, dass Helene Fischer nach ihrer großen 360°-Stadiontour noch einen drauflegt und zum Jahresabschluss noch ein Konzert bei uns in Österreich spielt. Dass sie gemeinsam mit ihrer Band die Wintersaison in Schladming-Dachstein eröffnet, ist für uns etwas Außergewöhnliches. Unsere Gäste erleben Helene Fischer hier so nah und persönlich wie kaum irgendwo sonst – genau solche einzigartigen Konzertmomente machen das Ski-Opening aus«.

Das Ski-Opening Schladming-Dachstein 2025 mit den Backstreet Boys habe übrigens in der abgelaufenen Wintersaison einen neuen Rekord erzielt. Eine Medienwertanalyse – erstellt von United Synergies – habe für den Event einen Medienwert von rund 5,8 Millionen Euro ausgewiesen; mehr als doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Mehr als 50.000 Besucher aus 60 Nationen, über 170 Millionen Medienkontakte weltweit und ein kräftiger Nächtigungsimpuls zum Saisonstart würden die internationale Bedeutung des Events unterstreichen.

-lstmk- Bild: Land Steiermark/Daniel Scharinger

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Junior-
Rangerinnen 
und Ranger
ausgezeichnet

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Kärnten – Zwei Wochen seien 15 Jugendliche tief in die faszinierende Welt des Nationalparks Hohe Tauern eingetaucht. Als »Kärntnermilch-Junior-Rangerinnen und -Ranger« hätten sie Tiere, Pflanzen, Geologie, Gletscher und das Leben in freier Natur kennengelernt und dabei auch jenes Handwerkszeug gelernt, das Rangerinnen und Ranger für ihre Arbeit im Schutzgebiet brauchten. Das Ausbildungsprogramm habe fundiertes Wissen mit Action, Abenteuer und gemeinsamen Erlebnissen verbunden. Durch Wanderungen, Bergerfahrungen, praktische Übungen und spielerische Elemente sei der Nationalpark für die Jugendlichen unmittelbar erfahrbar geworden. Im Rahmen einer Urkundenüberreichung seien die 15 Jugendlichen offiziell als »Kärntnermilch-Junior-Rangerinnen und -Ranger” ausgezeichnet worden.

-lktn-

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Stärkung
häuslicher
Palliativversorgung

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Niederösterreich – Sechs spezialisierte Palliativteams in Niederösterreich haben kürzlich die Pilotphase des Projekts »KOMMUNIKATION mit Angehörigen« (KOMMA) gestartet. Ziel sei es, die Bedürfnisse pflegender und betreuender Angehöriger schwerkranker und sterbender Menschen erstmals systematisch und strukturiert zu erheben, und zwar als Grundlage für eine gezielte, gemeinsam entwickelte Unterstützung. Das Pilotprojekt werde unter der Leitung des Landes Niederösterreich gemeinsam mit dem Landesverband Hospiz NÖ in fachlich-inhaltlicher Begleitung und der »UMIT Tirol« in wissenschaftlich-inhaltliche Begleitung und den unterschiedlichen Trägerorganisationen umgesetzt. Die praktische Umsetzung erfolge durch die spezialisierten Palliativteams in Niederösterreich.

Viele Menschen wünschten sich, ihre letzte Lebensphase in der vertrauten Umgebung ihres Zuhauses zu verbringen. Ob dieser Wunsch erfüllt werden könne, hänge wesentlich von den pflegenden und betreuenden Angehörigen ab, die tagtäglich Verantwortung übernehmen würden. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten seit vielen Jahren, dass Angehörige den größten Teil der Betreuung schwerkranker und sterbender Menschen übernehmen würden. Sie führten pflegerische Tätigkeiten aus, koordinieren medizinische und therapeutische Leistungen, träfen weitreichende Entscheidungen, organisierten den Alltag und begleiteten ihre nahestehenden Menschen emotional bis zum Lebensende. Diese Aufgaben würden häufig mit erheblichen körperlichen, psychischen, sozialen und finanziellen Belastungen einhergehen.

Auch in Österreich würden rund 80 Prozent aller pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen überwiegend im häuslichen Umfeld versorgt – den größten Teil davon leisten Angehörige. Pflegende Angehörige stellten ihre eigenen Bedürfnisse häufig hinter jene der erkrankten Person zurück. Psychosoziale, emotionale und eigene gesundheitliche Belastungen blieben dadurch oft unerkannt und verdeckt, wenn sie nicht aktiv erhoben und angesprochen würden. Genau hier setze das »Carer Support Needs Assessment Tool Intervention« (CSNAT-I) an: Eine evidenzbasierte Erhebungsmethode, die den Unterstützungsbedarf von Angehörigen strukturiert erfasse und gemeinsam mit ihnen priorisiere. Der für den deutschsprachigen Raum adaptierte und erprobte »KOMMA-Ansatz« baue auf diesem international etablierten Modell auf. Im Mittelpunkt würden nicht nur die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten stehen, sondern gleichermaßen jene der betreuenden Angehörigen.

Sechs spezialisierte Palliativteams in Waidhofen/Ybbs, Gmünd, Krems, Tulln, Baden und Neunkirchen erprobten nun in einer ersten Phase die Anwendung des Einschätzungsbogens im Versorgungsalltag. Die Pilotphase werde wissenschaftlich begleitet und evaluiert, um Erfahrungen aus der Praxis zu gewinnen und den Implementierungsprozess weiterzuentwickeln. Auf Basis dieser Ergebnisse sei ab 2027 die schrittweise Einführung des »KOMMA«-Ansatzes in allen spezialisierten Palliativteams Niederösterreichs vorgesehen.

Ziel des Projekts sei es, Angehörige frühzeitig in ihrer oft hoch belastenden Rolle zu begleiten, ihre individuellen Ressourcen zu stärken und gemeinsam mit ihnen bedarfsgerechte Unterstützungsangebote zu entwickeln. Damit leiste »KOMMA« einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der häuslichen Versorgung am Lebensende und zur Weiterentwicklung einer evidenzbasierten, familienorientierten Hospiz- und Palliativversorgung. Weitere Informationen: www.hospiz-noe.at

-lnö-

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Alte
Nutztierrassen
sollen wertvolle
Lebensräume
sichern

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Burgenland – Alte Nutztierrassen leisteten im »Naturpark Neusiedler See – Leithagebirge« einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Im Rahmen des Projekts »Gefährdete Nutztiere schützen bedrohte Wildtiere« investiere hier die Stiftung Naturparks rund 48.000 Euro in modernes Weide- und Transportequipment. Damit könne die Beweidung von rund 25 Hektar Trockenrasen langfristig gesichert, effizienter gestaltet und um weitere fünf bis zehn Hektar ausgeweitet werden. Burgenlands Landeshauptmann-Stellvertreterin und Naturschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner erklärte: »Naturschutz bedeutet nicht immer, Landschaften sich selbst zu überlassen, sondern auch aktiv dort einzugreifen, wo es notwendig ist. Die extensive Beweidung zählt zu den wirksamsten und nachhaltigsten Maßnahmen, um unsere wertvollen Trockenrasen zu erhalten. Besonders freut mich, dass hier engagierte junge Landwirte Verantwortung übernehmen und mit ihrem mobilen Weidemanagement Artenschutz und regionale Landwirtschaft erfolgreich miteinander verbinden«. Im von der UNO ausgerufenen »Internationalen Jahr der Weidelandschaften 2026« werde in sieben Naturparkregionen Österreichs beispielhaft gezeigt, wie traditionelle Weidewirtschaft mit alten Nutztierrassen zum Schutz der biologischen Vielfalt beitragen könne. Österreichweit stelle die Stiftung Naturparks dafür rund 300.000 Euro zur Verfügung.

-lbgld-

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Drei Jahre
»Radgesetz«

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Bayern – Seit dem 1. August 2023 sei es in Kraft und habe den »Radverkehr« im Freistaat Bayern seitdem vorangebracht. Ein Ziel im »Bayerischen Radgesetz« sei der Bau von insgesamt 1.500 Kilometern neuer Radwege, und zwar bis Ende 2030. Davon seien landesweit bis 2025 bereits rund 600 Kilometer von Kommunen und Freistaat neu gebaut worden. In den Ausbau und Erhalt von Radwegen entlang von Staats- und Bundesstraßen würden jährlich über 50 Millionen Euro investiert. Der Freistaat Bayern und der Bund unterstützten die Kommunen beim Ausbau ihrer Radinfrastruktur mit attraktiven Förderprogrammen. Im Doppelhaushalt 2026/27 seien für die Förderung des Radverkehrs insgesamt 69 Millionen Euro pro Jahr eingeplant. Bayern fördere auch den Bau von Fahrradabstellanlagen. Im Jahr 2025 seien über 4.000 Abstellplätze für Fahrräder an Haltestellen und Bahnhöfen in ganz Bayern gefördert worden.

Das »Radnetz Bayern« bestehe aus dem Alltagsnetz »Radverkehrsnetz Bayern« zur Anbindung von Städten und Gemeinden und dem Freizeitnetz »Bayernnetz für Radler«. Nach umfassender Abstimmung mit Landkreisen, kreisfreien Städten und Staatlichen Bauämtern sowie der Aufbereitung des Netzentwurfs liege das »Radverkehrsnetz Bayern« nun als Zielnetz vor. Ziel des Freistaates Bayern sei es, gemeinsam mit den Kommunen langfristig attraktive, durchgängige und sichere Radverbindungen im Radnetz zu schaffen. Zur Umsetzung entsprechender Neu- und Ausbauvorhaben sollen den Kommunen attraktive Förderprogramme des Freistaates und des Bundes zur Verfügung stehen. Insbesondere für interkommunale Radwegeprojekte biete Bayern mit der »Radoffensive Klimaland Bayern« und dem »Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz« Fördersätze von bis zu 80 Prozent.

-bstmb-

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Daueraufgabe
»Hitzeschutz«

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Baden-Württemberg – Ende Juni habe Baden-Württemberg mit bis zu 41 Grad Celsius einen neuen Temperaturrekord erlebt. Für Baden-Württembergs Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand sei klar: »Hitze ist längst kein reines Wetterthema mehr, sondern eine der größten Gesundheitsgefahren unserer Zeit. Der Klimawandel ist eine der größten Bedrohungen für unsere Gesundheit. Wir müssen jetzt handeln und zusammenarbeiten, denn Hitze trifft uns alle. Die Landesregierung nimmt diese Verantwortung sehr ernst: Mit der neu gegründeten Taskforce Gesundheitlicher Hitzeschutz im Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit hat Baden-Württemberg eine Struktur geschaffen, um Vorsorge und Versorgung, Aufklärung und Sensibilisierung zu bündeln. Die Taskforce hat ihre Arbeit bereits aufgenommen, erste Ergebnisse einer Bestands- und Bedarfsanalyse im Geschäftsbereich des Gesundheitsministeriums werden zeitnah erwartet«.

Kliniken und Pflegeeinrichtungen vor neuen Herausforderungen
Die Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere extreme Hitze, stellten Kliniken und Pflegeeinrichtungen vor neue Herausforderungen, und zwar von steigendem Patientenaufkommen über überlastete Notaufnahmen bis hin zu Belastungen der technischen Infrastruktur. Zu den Risikogruppen bei Hitze zählten vor allem ältere, pflegebedürftige, chronisch oder psychisch kranke Menschen, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder, aber auch Obdachlose und Menschen, die im Freien arbeiten.

In der ersten Jahreshälfte 2026 seien psychische Erkrankungen erstmals die häufigste Ursache für Fehlzeiten gewesen. Auch psychisch Kranke treffe Hitze besonders hart. Dipl.-Psych. Monika Stöhr von der Landespsychotherapeutenkammer erklärte: »Hitzestress kann zu mehr Aggression, psychisch bedingtem Rückzug, Schlaf- und Appetitstörungen führen. Während Hitzewellen ist eine steigende Zahl psychiatrischer Notfälle zu verzeichnen. Auch die Anzahl an Suiziden und häuslicher Gewalt nimmt zu. Es ist essenziell, entsprechende Hilfsangebote einzurichten«.

Ein oft unterschätzter Risikofaktor: Medikamente wie Blutdrucksenker, bestimmte Psychopharmaka, Antidepressiva, Schmerzmittel und viele weitere Arzneimittel könnten die Temperaturregulation, den Flüssigkeitshaushalt, die Schweißproduktion und den Kreislauf beeinflussen. Dr. Björn Schittenhelm von Baden-Württembergs Landesapothekerkammer betonte: »Gerade während Hitzewellen ist besondere Vorsicht geboten, denn der Körper ist bereits großen Belastungen ausgesetzt. Die hitzebedingten Risiken können dann durch diese bestimmten Arzneimittel verstärkt werden. Doch auch Arzneimittel selbst leiden unter hohen Temperaturen. Bei der Lagerung und beim Transport sollte daher unbedingt auf eine Maximaltemperatur von 25 Grad geachtet werden«.

-lbw-

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Preise
für Wohneigentum
sind gestiegen

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Schweiz – Der Schweizerische »Wohnimmobilienpreisindex« sei im 2. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent gestiegen und stehe bei 127,7 Punkten. Auf nationaler Ebene seien die Preise für Einfamilienhäuser zurückgegangen, und zwar um 0,4 Prozent und für Eigentumswohnungen seien um 1,6 Prozent angezogen. Am stärksten gestiegen seien die Wohneigentumspreise in den städtischen Gemeinden einer kleinen oder ausserhalb einer Agglomeration (+1,8 Prozent). Stabil geblieben seien sie in den ländlichen Gemeinden. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal habe die Gesamtteuerung +3,5 Prozent betragen. Dies gehe aus den Zahlen des Schweizer Bundesamtes für Statistikhervor.

-chbk-

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Unternehmertag
setzte Zeichen
für Mut und Zukunft

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Liechtenstein – Rund 400 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft hatten sich unlängst am »Unternehmertag« in Vaduz über die Herausforderungen und Chancen des Wirtschaftsstandorts ausgetauscht. Unter dem Motto »Mut zeigen – Zukunft gestalten« standen unter anderem Wirtschaftsminister Hubert Büchel, Uhrenlegende Jean-Claude Biver, Unternehmer Markus Kaiser und Leadership-Coach Patrick Fischer auf der Bühne. Der Unternehmertag habe sich erneut als wichtige Plattform für den Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft erwiesen.

Orientierung in herausfordernden Zeiten
VP-Bank-Chefökonom Thomas Gitzel analysierte die aktuelle wirtschaftliche Lage und zeigte auf, welche Entwicklungen Unternehmen in den kommenden Monaten besonders im Blick behalten sollten. Im Zentrum standen die Auswirkungen geopolitischer Unsicherheiten, die konjunkturelle Entwicklung sowie die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts. Wie Unternehmen auch in anspruchsvollen Zeiten erfolgreich wachsen könnten, zeigte Markus Kaiser, CEO der Kaiser AG, anhand konkreter Erfahrungen aus der Praxis auf. Der Unternehmer erklärte, warum unternehmerischer Mut, langfristiges Denken und die Bereitschaft zur Veränderung entscheidende Erfolgsfaktoren seien. Dabei zeigte er auf, wie der Hersteller von Spezialfahrzeugen durch gezielte Übernahmen und deren erfolgreiche Integration seine Marktposition kontinuierlich ausgebaut habe. Die Schweizer Uhrenlegende Jean-Claude Biver blickte auf seine jahrzehntelange Unternehmerkarriere zurück und zeigte eindrücklich auf, warum Leidenschaft, Innovationskraft und konsequentes Handeln die Grundlage nachhaltigen Erfolgs bildeten. Dabei schlug er den Bogen von persönlichen Erfahrungen zu den Herausforderungen, mit denen Unternehmen heute konfrontiert seien.

Praxisnahe Impulse für KMU
Ferner stand der Mittelstand im Mittelpunkt. Christine Egger-Schöb, Co-Geschäftsführerin der Schöb AG, und Helmut Hasler, Inhaber der Hasler Treppentechnik AG, diskutierten über die aktuellen Herausforderungen für KMU und zeigten anhand ihrer Unternehmen auf, wie Innovation, Investitionen und unternehmerische Verantwortung langfristigen Erfolg ermöglichten. Einen weiteren Akzent setzte die Veranstaltung im Bereich des Klimaschutzes. Am Beispiel der »Pantec Biosolutions AG« zeigten Vertreter der »LIFE Klimastiftung Liechtenstein« und der »Klimastiftung Schweiz«, wie gezielte Förderprogramme Innovationen ermöglichten und gleichzeitig einen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten könnten.

Träger der Unternehmertags sei die Regierung des Fürstentums Liechtenstein. Beteiligt waren zahlreiche Partner aus der Privatwirtschaft und Wirtschaftsverbände. Veranstalter sei der Verein Unternehmertag in Zusammenarbeit mit der Eventagentur Skunk AG. Weitere Informationen unter www.unternehmertag.li

-RdFL-

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