Alpenrand-Magazin Archiv 2026/08

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Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus

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KW 32 – 2026
03. – 09.08.2026

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Spektakuläre
Nachtanlieferung
eines Fahrgastschiffes

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Bayern – Gigantische 43 Meter war der Anhänger lang, auf dem ein neues elektrisch betriebenes Fahrgastschiff der Bayerischen Seenschifffahrt in der Nacht vom 29. auf 30. Juli 2026 an den oberbayerischen Tegernsee reiste. Dahinter fuhr ein weiterer LKW, welcher mit einem Solardach beladen war. Ferner waren insgesamt sieben Begleitfahrzeuge und 16 fachlich versierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Transportfirmen nötig, um die Schwerlast vom niederbayerischen Kelheim in die Stadt Tegernsee zu überführen. …weiterlesen

-am- Bild: am

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Einzigartiges
KI-Reallabor
für die Gesundheitsversorgung
gestartet

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Baden-Württemberg – Nach rund einjähriger Aufbauphase öffnee sich das »KI-Reallabor Gesundheit Baden-Württemberg« am »Bosch Health Campus« für externe Akteurinnen und Akteure. Ziel sei es, Innovationen schneller und regulatorisch sicher in die Gesundheitsversorgung zu bringen. Die baden-württembergische Landesregierung schaffe damit einen geschützten Testraum für »vertrauenswürdige Künstliche Intelligenz« und mache ihn für Unternehmen, Versorgungseinrichtungen und die Öffentlichkeit zugänglich.

Gute Ideen schneller aus der Entwicklung in die Versorgung bringen
»Unser Gesundheitswesen steht vor großen Herausforderungen. Die Menschen werden älter, der Fachkräftemangel nimmt zu und die Nachfrage nach medizinischen Leistungen steigt. Künstliche Intelligenz wird diese Probleme nicht allein lösen. Sie kann aber helfen, knappe Ressourcen gezielter einzusetzen und die Versorgung der Menschen langfristig zu sichern. Unser Ziel ist es deshalb, gute Ideen schneller aus der Entwicklung in die Versorgung zu bringen, und zwar verantwortungsvoll, sicher und mit einem konkreten Mehrwert für Patientinnen und Patienten«, erklärte Baden-Württembergs Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand am 31. Juli 2026. »Das alte Gesundheitssystem stößt an finanzielle und personelle Grenzen. KI hat das Potenzial, die Funktionsfähigkeit und auch die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems wieder herzustellen. Deshalb brauchen wir die Möglichkeit, schnell und praxisorientiert KI zu testen, wie dies in unserem Reallabor jetzt möglich ist«, so Prof. Dr. med. Mark Dominik Alscher, Geschäftsführer des »Bosch Health Campus«.

Das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg fördere den Aufbau und Betrieb des »KI-Reallabors Gesundheit Baden-Württemberg« seit 2025 mit rund einer Million Euro jährlich. In den vergangenen Monaten sei die Infrastruktur am »Bosch Digital Innovation Hub« des »Bosch Health Campus« in Stuttgart aufgebaut worden. Nun nehme das Reallabor unter dem Namen »SAINDBOX – AI Health Sandbox BW« den Betrieb auf.

Baden-Württemberg greift die europäische KI-Verordnung auf
Mit dem »KI-Reallabor Gesundheit Baden-Württemberg« nehme das Land nun bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Das Vorhaben zahle auf das mit der »Europäischen KI-Verordnung« verfolgte Ziel ein, einen Raum für regulatorisches Lernen zu schaffen. Entwicklerinnen und Entwickler, Gesundheitsberufe, Wissenschaft, Aufsichtsbehörden und Gesellschaft könnten gemeinsam Erfahrungen einbringen, Barrieren identifizieren und Lösungen entwickeln. »Die SAINDBOX ist mehr als eine Testumgebung. Wir bringen KI-Entwickelnde, Gesundheitsversorgung und regulatorische Expertise frühzeitig an einen Tisch. So können Fragen zu Datenzugang, Regulierung und Implementierung parallel zur technologischen Entwicklung bearbeitet werden – genau dort, wo sie in der Praxis entstehen«, erläuterte Prof. Dr. Oliver G. Opitz, Leiter des »Bosch Digital Innovation Hubs« am »Bosch Health Campus« und Kopf des »KI-Reallabors«.

KI-gestützte Patientensteuerung als zentraler Anwendungsfall
Bereits in der Entwicklungsphase sei das Konzept des »KI-Reallabors Gesundheit Baden-Württemberg« anhand von verschiedenen Anwendungsszenarien, beispielsweise einer »KI-gestützten Informationsgewinnung aus Papierakten« weiterentwickelt worden. Ein zentrales Projekt sei derzeit die Entwicklung einer Anwendung zur »KI-gestützten Patientensteuerung«. Sie solle Menschen schneller und einfacher zur passenden Versorgungsebene lotsen. Erprobt werde die Lösung zunächst in der hausärztlichen Versorgung, der Kinder- und Jugendmedizin als Beispiel für die fachärztliche Versorgung sowie in der Notaufnahme.

Der konkrete Mehrwert für das Gesundheitswesen sei eines der wichtigsten Kriterien für die Auswahl der so genannten »Use Cases«, also der verschiedenen Anwendungsszenarien. Dabei werde das KI-Reallabor« von einem externen Beirat unterstützt. Der »SAINDBOX-Beirat« wähle zweimal jährlich eine begrenzte Anzahl an »Use Cases« für eine regulatorische Begleitung von bis zu zwölf Monaten aus. Eine finanzielle Zuwendung sei damit nicht verbunden.

-lbw-

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Fossile
Infrastruktur 
liefere Rohstoffe 
für nachhaltige
Energiegewinnung

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Schweiz – Um von fossilen Rohstoffen auf erneuerbare Energiequellen umzusteigen, müsse eine neue Infrastruktur aufgebaut werden. Forschende der Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) zeigten, dass die obsolet werdende »fossile Infrastruktur« in Form von Kohleminen, Öl- und Gasplattformen, fossilen Kraftwerken und Pipelines einen Teil der Rohstoffe für die Energiewende liefern könne. Insbesondere das Recycling von Kupfer und Stahl würde die Energiewende günstiger und umweltfreundlicher machen.

Weg von Öl und Gas und hin zu Sonne, Wind und Wasser: Das sei die Energiewende. Um die Klimaerwärmung zu stoppen, müsse die Energieinfrastruktur in den nächsten Jahren auf erneuerbare Quellen ausgerichtet werden. Für den Bau von Solarzellen und Windturbinen im grossen Massstab brauche es unter anderem Mineralien und Metalle. Zugleich werde die bestehende fossile Infrastruktur obsolet. Könnte man also Teile des alten Energiesystems recyceln, um daraus das neue zu bauen? Diese Frage haben nun Empa-Forschende aus der Abteilung »Technologie und Gesellschaft« in einer Studie untersucht. Die Studie sei im Rahmen des EU-Projekts »CircEUlar« erfolgt und sei in der Fachzeitschrift »Nature Communications« publiziert worden. Darin hätten die Forschenden die Bestände von 22 unterschiedlichen Materialien analysiert, die in den bestehenden Kohleminen, Öl- und Gasplattformen, fossilen Kraftwerken sowie grossen Pipelines enthalten seien. »Um das Potenzial dieser »urbanen Mine« zu verstehen, muss man zuerst wissen, welche Materialien darin vorkommen«, so Empa- Forscher Hauke Schlesier, Erstautor der Studie.

Insbesondere zwei Rohstoffe seien herausgestochen, und zwar Stahl und Kupfer. Beide Materialien seien in der fossilen Infrastruktur in grossen Mengen vorhanden – und würden dringend für die Energiewende benötigt. »Kupfer kommt in Transformatoren und Kabeln zum Einsatz, während Stahl für strukturelle Elemente verwendet wird«, so Schlesier. Der Studie zufolge könnte das »Recycling der fossilen Infrastruktur« den gesamten Stahl- und rund einen Drittel des Kupferbedarfs für die Energiewende decken. Mit dem Herunterfahren der fossilen Infrastruktur würden diese zusätzlichen Materialströme der Wiederverwertung zur Verfügung stehen. Gemäss den Berechnungen der Empa-Forschenden wären die Kapazitäten der weltweiten Recyclinganlagen ausreichend, um Kupfer und Stahl für die Energiewende zurückzugewinnen.

Wirtschaftlicher und umweltfreundlicher
Ist das Recycling von Stahl und Kupfer aus der fossilen Infrastruktur auch wirklich sinnvoll? Die Empa-Forschenden beantworten die Frage mit »ja«. Die Recyclingprozesse für beide Metalle seien deutlich umweltfreundlicher als deren primäre Gewinnung. »Die Gewinnung von Stahl produziert Schlacke, Feinstaub und grosse Mengen an Kohlendioxid, Kupferminen erzeugen giftige Abfälle«, erklärte Schlesier. Für das Recycling brauche es hingegen vor allem Strom: Stahl werde in Elektroöfen eingeschmolzen, während Kupfer in einem elektrochemischen Prozess zurückgewonnen werden könne.

Die Umnutzung der bestehenden Stahl- und Kupferbestände sei aus gesamtökonomischer Sicht sehr vorteilhaft. Es lohne sich, bereits so früh wie möglich mit dem Recycling zu beginnen, weil dies zu den geringsten Folgekosten führe, betonen die Forschenden. Durch die Primärgewinnung der Rohstoffe würden Umwelt- und Gesundheitsschäden entstehen, die für die Gesellschaft mit grossen Folgekosten verbunden seien. »Durch das Recycling von Stahl und Kupfer aus der fossilen Infrastruktur könnten wir bis 2050 externalisierte Kosten von vier bis elf Billionen US-Dollar einsparen«, so Schlesier. Recycling selbst sei dabei nicht teurer als die Primärgewinnung von Stahl und Kupfer und somit durchaus wettbewerbsfähig. »Zusätzlich lassen sich bis zu zwei Milliarden Tonnen CO2-Äquivalente vermeiden. Das entspricht etwa 50 Jahren Schweizer Emissionen«, ergänzte Schlesier.

Die wesentliche Herausforderung für das Recycling der wertvollen Rohstoffe aus der fossilen Infrastruktur seien fehlende Anreize. »Für staatliche fossile Konzerne könnte die Verminderung der gesellschaftlichen Kosten einen Anreiz bieten, die fossile Infrastruktur früher herunterzufahren. Für private Energiekonzerne gilt das eher nicht. Diese haben meist kein wirtschaftliches Interesse daran, externalisierte Kosten zu minimieren«, erklärte Schlesier. Weitere gezielte Anreizsetzung durch den Staat könnte hier Abhilfe schaffen.

Nutzen für die Energiewende
Der rezyklierte Stahl und das Kupfer könnte weltweit in Solaranlagen, Windturbinen, Stromleitungen oder Elektrolyseuren für die Wasserstoff-Produktion verwendet werden. »Interessant ist die Verwendung von recyceltem Stahl anstatt Aluminium in den Befestigungssystemen von Solaranlagen«, betonte Empa-Forscher Harald Desing, Co-Autor der Studie. Der CO2-Fussabdruck von Solaranlagen könne dadurch um etwa ein Drittel gesenkt werden. Die Menge an Stahl in der fossilen Infrastruktur würde ausreichen, um das Zwei- bis Fünffache des Bedarfs bereitzustellen, der zur Erreichung der globalen Klimaziele für Solaranlagen benötigt würde.

Recycelter Stahl und Kupfer könnte auch in Windturbinen verwendet werden. Dies würde den CO2-Fussabdruck von Windenergieanlagen ebenfalls um rund ein Drittel senken. Würde der recycelte Stahl ausschliesslich für den Bau von Windturbinen verwendet werden, könnte hierfür der Gesamtbedarf an Stahl für die Klimaziele bis ins Jahr 2050 gedeckt werden. »Eine Verwendung wäre auch in Stromleitungen und Elektrolyseuren für die Wasserstoff-Gewinnung denkbar. Wichtig ist: Saubere Energietechnologien müssen die fossile Infrastruktur sukzessive ersetzen, damit der eingebettete Stahl und das Kupfer wiederverwendet werden können«, resümierte Schlesier.

-chbk-

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Festlegung
von Windeignungsgebieten

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Liechtenstein – Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat den Entwurf zum Planungs- und Umweltbericht der Strategischen Umweltprüfung (SUP) in Zusammenhang mit der »Festlegung von Windeignungsgebieten« im Landesrichtplan zur öffentlichen Konsultation freigegeben. Mit der SUP solle eine abgestimmte Abwägung von Umweltaspekten in der übergeordneten Planung sichergestellt werden. Für die Durchführung sei ein strategischer Steuerungsausschuss unter dem Vorsitz des Ministeriums für Inneres, Wirtschaft und Sport sowie ein operatives SUP-Team unter dem Vorsitz der Liechtensteinischen Kraftwerke eingesetzt worden.

Der Entwurf zum Planungs- und Umweltbericht beschreibe die festgelegten Windeignungsgebiete, die Ergebnisse der Umweltbeurteilung, die geprüften Alternativen sowie die zugrunde liegenden Interessenabwägungen und deren Begründung. Die einzelnen Bewertungskarten sowie die resultierende »Grundlagenkarte Wind« für den Landesrichtplan, die im Rahmen der SUP erarbeitet wurden, seien im Geodatenportal des Fürstentums Liechtenstein abrufbar. Im Rahmen der öffentlichen Konsultation des Planungs- und Umweltberichts werde ferner eine öffentliche Informationsveranstaltung durchgeführt.

-RdFL-

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Erster
Nachweis
des Japankäfers

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Vorarlberg – Nachdem in den vergangenen Wochen in der bayerischen Grenzregion zunehmend Japankäfer (Popillia japonica) nachgewiesen wurden, habe Vorarlberg die Kontrollen im grenznahen Raum vestärkt. Während der Abgrenzungserhebung sei Ende Juli ein Japankäfer in einer bereits bestehenden Falle in Hörbranz festgestellt worden. Damit sei der erste Fund dieses Jahres in Vorarlberg bestätigt.

Bereits vor rund einem Monat sei östlich von Lindau im Rahmen des laufenden Monitorings der erste Japankäfer dieses Jahres in einer Falle nachgewiesen worden. Inzwischen seien dort mehr als 30 Japankäfer festgestellt worden, darunter mehrere Weibchen. Nachdem der invasive Quarantäneschädling bereits in den Jahren 2024 und 2025 in der Region nachgewiesen worden sei, handele es sich um das dritte Jahr in Folge mit entsprechenden Funden.

Aufgrund der zunehmenden Nachweise östlich von Lindau habe die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in der Region eine Abgrenzungserhebung eingeleitet. Um die Situation im grenznahen Raum umfassend beurteilen zu können, würden nun auch auf österreichischer Seite Abgrenzungserhebungen durchgeführt. Dafür werde das bestehende Überwachungsnetz durch zusätzliche Lockstofffallen und visuelle Kontrollen an Wirtspflanzen erweitert. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob und in welchem Umfang sich der Japankäfer in der Region bereits ausgebreitet hat. Auf dieser Grundlage werde beurteilt, ob ein abgegrenztes Gebiet mit Befalls- und Pufferzone ausgewiesen werden müsse. Aufgrund der unmittelbaren Grenznähe könnten davon auch Vorarlberger Gemeindegebiete betroffen sein. Die konkreten Maßnahmen auf österreichischem Staatsgebiet würden von den zuständigen Vorarlberger Behörden festgelegt und umgesetzt.

Der Japankäfer stamme ursprünglich aus Ostasien und zähle in Europa sowie Nordamerika zu den invasiven Schädlingen. Für die menschliche Gesundheit sei er ungefährlich, jedoch könnten sowohl die Larven als auch die erwachsenen Käfer erhebliche Schäden an Pflanzen verursachen. Betroffen seien landwirtschaftliche Kulturen, Obst- und Zierpflanzen sowie Grünflächen. Der Käfer nutze insgesamt mehr als 400 verschiedene Wirtspflanzen, was sein Schadpotenzial besonders hoch mache. Aus diesem Grund sei der »Japankäfer« meldepflichtig und werde österreichweit streng überwacht.

Die Flugzeit des erwachsenen Käfers reiche bis Ende September, je nach Witterung und Temperatur. In der Flugzeit finde die Paarung und die Eiablage statt, was dem Käfer die Verbreitung ermögliche. Die natürliche Ausbreitung durch den Käfer selbst geschehe über kurze Distanzen – ca. 1 bis 20 Kilometer pro Jahr. Besonders problematisch sei die Verbreitung des Käfers durch unbeabsichtigte Verschleppung als sogenannter blinder Passagier mit Transportmitteln wie Autos, Lastkraftwagen oder Zügen.

Der Japankäfer ist mit Maikäfern, Junikäfern und kleineren Julikäfern verwandt und könne leicht mit diesen verwechselt werden. Bei genauer Betrachtung sei er jedoch gut zu unterscheiden. Der Japankäfer ist ungefähr 10 mm groß und zeige eine auffällige Färbung: Kopf und Halsschild schimmerten metallisch grün, während die Flügeldecken kupferartig glänzten. Typische Erkennungsmerkmale seien die insgesamt zwölf weißlichen Haarbüschel entlang der Seiten des Hinterleibs. Bei Gefahr nehme der Käfer eine typische Abwehrhaltung ein, in der er starr verharre und seine Beine seitlich abgespreizt halte.

-vlk-

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Warnungen,
Informationen 
und Service

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Tirol – Jede und jeder nutze täglich zahlreiche Apps über das Smartphone. Bei vielen Tirolerinnen und Tirolern sei eine davon die »Land Tirol App«. Ein Erfolgsprojekt seit sechs Jahren, das als damalig österreichweiter Vorreiter zeige: Solcher Service werde geschätzt und genutzt – allen voran auch im Ernstfall: Rund 1.000 Push-Nachrichten seien seit Einführung der App versendet worden und informierten Nutzende unter anderem bei Hochwasser, Murenereignissen, Großbränden, prognostizierten Extremwetterereignissen, längerfristige Straßensperren ohne direkte Umfahrungsmöglichkeit oder bei Vorkommen großer Beutegreifer über aktuelle Entwicklungen.

Mehr als 329.000 Geräte erhielten derzeit Push-Nachrichten. Die »Land Tirol App« habe darüber hinaus noch weiteren Service zu bieten und werde laufend erweitert, und zwar vom »digitalen Tiroler Familienpass«, der »Jugendkarte« und eien »Online-Terminvereinbarungs-Funktion« für die Dienststellen des Landes bis hin zu öffentlichen »Trinkwasserbrunnen« in ganz Tirol.

-lt-

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Orts-
polizeigesetz

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Südtirol – Ein entscheidender Grundstein für die Umsetzung des neuen »Südtiroler Ortspolizeigesetzes« sei gelegt: Die Landesregierung hat am 31. Juli 2026 die Richtlinien für die Beteiligung des Landes an den Kosten für die Verwaltung der Lokalpolizeidienste genehmigt. Es werde eine eigenständige Anreizfinanzierung zur Verfügung gestellt, um den Ausbau der Dienste zu fördern und die übergemeindliche Verwaltung zu stärken. »Mehr, besser ausgebildete und professionell ausgerüstete Ortspolizisten kosten Geld. Mit den nun beschlossenen Finanzierungsrichtlinien schaffen wir die Voraussetzungen für die praktische Umsetzung des Ortspolizeigesetzes. Das eigenständige, von der Gemeindefinanzierung unabhängige Finanzierungssystem sorgt für langfristige Planungssicherheit und setzt gezielte Anreize für den Ausbau der Ortspolizeidienste sowie für eine stärkere übergemeindliche Zusammenarbeit. Die Förderung ist direkt an den personellen Ausbau der Ortspolizei gekoppelt und folgt einem einfachen Prinzip: Wer mehr aufstockt, bekommt mehr. Je näher ein Korps den vorgesehenen Sollwert von einem Polizisten je 1000 Einwohner erreicht, desto höher fällt auch der Beitrag aus. Damit schaffen wir einen klaren Anreiz für mehr Eigenverantwortung der Gemeinden im Bereich Sicherheit und Ordnung und gleichzeitig die Voraussetzung für mehr Präsenz sowie die umfassende Wahrnehmung des Aufgabenspektrums der Ortspolizei«, erklärte Südtirols Landesrätin Ulli Mair.

Anspruch auf die Finanzierung besteht ab einer Personalausstattung von 60 Prozent des Richtwertes von einem Ortspolizisten je 1000 Einwohner. Die Förderung steige stufenweise an und erreiche bei einer Personalausstattung von mindestens 95 Prozent des Richtwertes den höchsten Koeffizienten. Die zweite Finanzierungskomponente unterstütze die übergemeindliche Zusammenarbeit. Bei einer gemeinsamen Führung von mindestens drei Gemeinden sollen jährlich 18.000 Euro pro Gemeinde, ab fünf Gemeinden 26.000 Euro pro Gemeinde und ab sieben Gemeinden 30.000 Euro pro Gemeinde gewährt werden. Diese Förderung ersetze die bisherige Unterstützung im Rahmen der Gemeindefinanzierung und falle höher aus als bisher. Die Finanzierung werde künftig in zwei voneinander unabhängigen Semesterraten gewährt und ausbezahlt. Dadurch könnten Veränderungen bei der Personalausstattung im Laufe des Jahres zeitnah berücksichtigt werden. Für 2026 würden laut Landesgesetz bis zu vier Millionen Euro zur Verfügung stehen, ab 2027 seien jährlich bis zu sechs Millionen Euro vorgesehen.

-lpast-

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Rallye
mit historischen
Automobilen

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Salzburger Land – Vom 10. bis 13. September 2026 kommen Oldtimer-Fans voll auf ihre Kosten: Im Rahmen der »1000 Miglia Warm Up Austria« mache die internationale Oldtimer-Elite in Salzburg Halt. Die Rallye mit historischen Automobilen starte in Bad Gastein. Als Zieleinlauf diene die Kulisse der Salzburger Altstadt. Nach den erfolgreichen Veranstaltungen 2024 und 2025 sei die Veranstaltung nun bereits zum dritten Mal in Salzburg zu Gast. Am 10. September solle in Bad Gastein ein Training und die Bad Gastein eine Trophy auf dem Programm stehen. Am Freitag erfolge dann der Start im Pongauer Kurort. Von dort aus führe die Route über Kärnten, Osttirol und die Großglockner Hochalpenstraße nach Mittersill. Die Schlussetappe verläufe am Samstag über Teile von Tirol und Südbayern sowie das Salzkammergut. Das Ziel sei in der Salzburger Altstadt.

Außergewöhnliche Kulisse für Rennen
Der Veranstalter des »1000 Miglia Warm Up Austria«, Paolo Zanni, unterstrich die Bedeutung des Events: »Das 1000 Miglia Warm Up Austria hat sich zu einem immer beliebteren Event für Teams aus aller Welt entwickelt, welche die Leidenschaft für Oldtimer und den Wunsch teilen, ein unvergessliches Erlebnis in einer außergewöhnlichen Kulisse zu erleben«. Die Organisatorin Angelika Colombini-Maier ergänzte: »Mit Start, Etappenziel und Endziel im SalzburgerLand ist die Region ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung. Unser Anspruch ist es, die Faszination der legendären 1000 Miglia mit der einzigartigen Kulisse Salzburgs zu verbinden und einem internationalen Publikum ein außergewöhnliches Erlebnis auf höchstem Niveau zu bieten«.

-ls- Bild: am

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Preisvergleich
an Autobahnraststätten

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Oberösterreich – Wie jedes Jahr in der Ferienzeit zeige eine Erhebung die Preise für Speisen und Getränke an Autobahnraststätten. Die Preisaufsicht des Landes Oberösterreich habe im Auftrag von Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder die Preiserhebungen durchgeführt. Das Ergebnis: Bei Lebensmitteln an Autobahnraststätten gebe es enorme Preisunterschiede. Wer sich vor der Reise informiere oder eine eigene Jause mitnehme, schone den Geldbeutel spürbar. Die Preisunterschiede bei einfachen Produkten seien teils sehr groß. Bei einem großen Salat vom Buffet könne der Preis je nach Standort um mehr als das Doppelte schwanken, und zwar von knapp 10 Euro bis zu fast 25 Euro. Auch bei Obst oder Getränken zahlten Reisende teils 80 Prozent oder mehr als anderswo. Ein paar Frankfurter-Würste gebe es bei einer Raststätte schon für 5,10 Euro, anderswo müsse man dafür 10,75 Euro bezahlen. Ein halber Liter Apfelsaft könne je nach Raststätte auch schon einmal doppelt so viel kosten – billigster Preis 4,50 Euro, teuerster Preis 8,80 Euro.

Billiger ist oft der Stopp an der Landstraße
Vergleiche man die Autobahn-Shops mit Tankstellen an der Landstraße, werde der Unterschied noch deutlicher. Während man eine Packung Butter bei Tankstellenshops neben Landstraßen schon für etwa 1,70 Euro bekomme, koste sie an der Autobahn oft das Doppelte oder sogar mehr. Auch bei Milch oder Mineralwasser zeige sich: Wer spontan an der Autobahn kaufe, zahle meist drauf.

-loö-

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Helene Fischer
eröffnet die Wintersaison
beim »Ski-Opening 2026«

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Steiermark – Bereits seit mehreren Jahren werde die Eröffnung der Wintersaison in der Region Schladming-Dachstein mit Auftritten von internationalen Top-Stars aus der Musikbranche gefeiert. Mit dabei seine unter anderem Robbie Williams, Sting, Simply Red oder Bryan Adams gewesen. Nach dem unglaublichen Erfolg der Backstreet Boys-Konzerte im Winter 2025 folge zum Saisonauftakt 2026 das nächste musikalische Highlight: Die Leutgeb Entertainment Group bringe gemeinsam mit der Tourismusregion Schladming-Dachstein und der 4-Berge-Skischaukel – Hauser Kaibling, Planai, Hochwurzen und Reiteralm – einen der größten Stars Europas in die Steiermark. Helene Fischer eröffne am 11. Dezember 2026 mit ihrer Band die Wintersaison. Der Ticketverkauf starte am 3. August 2026.

Steiermarks Landeshauptmann Mario Kunasek präsentierte am 28. Juli 2026 gemeinsam mit Klaus Leutgeb (Veranstalter und Geschäftsführer der Leutgeb Entertainment Group), Schladmings Bürgermeister Hermann Trinker, dem Vorsitzenden der Tourismusregion Andreas Keinprecht, den Geschäftsführern Peter Weichbold (Planai-Hochwurzen), Klaus Hofstätter (Hauser Kaibling), Daniel Berchthaller (Reiteralm), Hohenhaus-Tenne-Chef Hermann Egger und Moderatorin Silvia Schneider diese Entscheidung. »Als ich erfahren habe, dass Helene Fischer der Stargast ist, war ich zwar nicht »atemlos«, aber doch sehr stolz. Dass ein internationaler Top-Star zu uns in die Steiermark und in die Region Schladming-Dachstein kommt, ist ein starkes Zeichen für unseren Tourismusstandort. Schladming spielt bei Großveranstaltungen längst in der Champions League«, so Kunasek.

Klaus Leutgeb, Veranstalter und Geschäftsführer der Leutgeb Entertainment Group, betonte: »Ich freue mich riesig, dass Helene Fischer nach ihrer großen 360°-Stadiontour noch einen drauflegt und zum Jahresabschluss noch ein Konzert bei uns in Österreich spielt. Dass sie gemeinsam mit ihrer Band die Wintersaison in Schladming-Dachstein eröffnet, ist für uns etwas Außergewöhnliches. Unsere Gäste erleben Helene Fischer hier so nah und persönlich wie kaum irgendwo sonst – genau solche einzigartigen Konzertmomente machen das Ski-Opening aus«.

Das Ski-Opening Schladming-Dachstein 2025 mit den Backstreet Boys habe übrigens in der abgelaufenen Wintersaison einen neuen Rekord erzielt. Eine Medienwertanalyse – erstellt von United Synergies – habe für den Event einen Medienwert von rund 5,8 Millionen Euro ausgewiesen; mehr als doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Mehr als 50.000 Besucher aus 60 Nationen, über 170 Millionen Medienkontakte weltweit und ein kräftiger Nächtigungsimpuls zum Saisonstart würden die internationale Bedeutung des Events unterstreichen.

-lstmk- Bild: Land Steiermark/Daniel Scharinger

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Junior-
Rangerinnen 
und Ranger
ausgezeichnet

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Kärnten – Zwei Wochen seien 15 Jugendliche tief in die faszinierende Welt des Nationalparks Hohe Tauern eingetaucht. Als »Kärntnermilch-Junior-Rangerinnen und -Ranger« hätten sie Tiere, Pflanzen, Geologie, Gletscher und das Leben in freier Natur kennengelernt und dabei auch jenes Handwerkszeug gelernt, das Rangerinnen und Ranger für ihre Arbeit im Schutzgebiet brauchten. Das Ausbildungsprogramm habe fundiertes Wissen mit Action, Abenteuer und gemeinsamen Erlebnissen verbunden. Durch Wanderungen, Bergerfahrungen, praktische Übungen und spielerische Elemente sei der Nationalpark für die Jugendlichen unmittelbar erfahrbar geworden. Im Rahmen einer Urkundenüberreichung seien die 15 Jugendlichen offiziell als »Kärntnermilch-Junior-Rangerinnen und -Ranger” ausgezeichnet worden.

-lktn-

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Stärkung
häuslicher
Palliativversorgung

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Niederösterreich – Sechs spezialisierte Palliativteams in Niederösterreich haben kürzlich die Pilotphase des Projekts »KOMMUNIKATION mit Angehörigen« (KOMMA) gestartet. Ziel sei es, die Bedürfnisse pflegender und betreuender Angehöriger schwerkranker und sterbender Menschen erstmals systematisch und strukturiert zu erheben, und zwar als Grundlage für eine gezielte, gemeinsam entwickelte Unterstützung. Das Pilotprojekt werde unter der Leitung des Landes Niederösterreich gemeinsam mit dem Landesverband Hospiz NÖ in fachlich-inhaltlicher Begleitung und der »UMIT Tirol« in wissenschaftlich-inhaltliche Begleitung und den unterschiedlichen Trägerorganisationen umgesetzt. Die praktische Umsetzung erfolge durch die spezialisierten Palliativteams in Niederösterreich.

Viele Menschen wünschten sich, ihre letzte Lebensphase in der vertrauten Umgebung ihres Zuhauses zu verbringen. Ob dieser Wunsch erfüllt werden könne, hänge wesentlich von den pflegenden und betreuenden Angehörigen ab, die tagtäglich Verantwortung übernehmen würden. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten seit vielen Jahren, dass Angehörige den größten Teil der Betreuung schwerkranker und sterbender Menschen übernehmen würden. Sie führten pflegerische Tätigkeiten aus, koordinieren medizinische und therapeutische Leistungen, träfen weitreichende Entscheidungen, organisierten den Alltag und begleiteten ihre nahestehenden Menschen emotional bis zum Lebensende. Diese Aufgaben würden häufig mit erheblichen körperlichen, psychischen, sozialen und finanziellen Belastungen einhergehen.

Auch in Österreich würden rund 80 Prozent aller pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen überwiegend im häuslichen Umfeld versorgt – den größten Teil davon leisten Angehörige. Pflegende Angehörige stellten ihre eigenen Bedürfnisse häufig hinter jene der erkrankten Person zurück. Psychosoziale, emotionale und eigene gesundheitliche Belastungen blieben dadurch oft unerkannt und verdeckt, wenn sie nicht aktiv erhoben und angesprochen würden. Genau hier setze das »Carer Support Needs Assessment Tool Intervention« (CSNAT-I) an: Eine evidenzbasierte Erhebungsmethode, die den Unterstützungsbedarf von Angehörigen strukturiert erfasse und gemeinsam mit ihnen priorisiere. Der für den deutschsprachigen Raum adaptierte und erprobte »KOMMA-Ansatz« baue auf diesem international etablierten Modell auf. Im Mittelpunkt würden nicht nur die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten stehen, sondern gleichermaßen jene der betreuenden Angehörigen.

Sechs spezialisierte Palliativteams in Waidhofen/Ybbs, Gmünd, Krems, Tulln, Baden und Neunkirchen erprobten nun in einer ersten Phase die Anwendung des Einschätzungsbogens im Versorgungsalltag. Die Pilotphase werde wissenschaftlich begleitet und evaluiert, um Erfahrungen aus der Praxis zu gewinnen und den Implementierungsprozess weiterzuentwickeln. Auf Basis dieser Ergebnisse sei ab 2027 die schrittweise Einführung des »KOMMA«-Ansatzes in allen spezialisierten Palliativteams Niederösterreichs vorgesehen.

Ziel des Projekts sei es, Angehörige frühzeitig in ihrer oft hoch belastenden Rolle zu begleiten, ihre individuellen Ressourcen zu stärken und gemeinsam mit ihnen bedarfsgerechte Unterstützungsangebote zu entwickeln. Damit leiste »KOMMA« einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der häuslichen Versorgung am Lebensende und zur Weiterentwicklung einer evidenzbasierten, familienorientierten Hospiz- und Palliativversorgung. Weitere Informationen: www.hospiz-noe.at

-lnö-

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Alte
Nutztierrassen
sollen wertvolle
Lebensräume
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Burgenland – Alte Nutztierrassen leisteten im »Naturpark Neusiedler See – Leithagebirge« einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Im Rahmen des Projekts »Gefährdete Nutztiere schützen bedrohte Wildtiere« investiere hier die Stiftung Naturparks rund 48.000 Euro in modernes Weide- und Transportequipment. Damit könne die Beweidung von rund 25 Hektar Trockenrasen langfristig gesichert, effizienter gestaltet und um weitere fünf bis zehn Hektar ausgeweitet werden. Burgenlands Landeshauptmann-Stellvertreterin und Naturschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner erklärte: »Naturschutz bedeutet nicht immer, Landschaften sich selbst zu überlassen, sondern auch aktiv dort einzugreifen, wo es notwendig ist. Die extensive Beweidung zählt zu den wirksamsten und nachhaltigsten Maßnahmen, um unsere wertvollen Trockenrasen zu erhalten. Besonders freut mich, dass hier engagierte junge Landwirte Verantwortung übernehmen und mit ihrem mobilen Weidemanagement Artenschutz und regionale Landwirtschaft erfolgreich miteinander verbinden«. Im von der UNO ausgerufenen »Internationalen Jahr der Weidelandschaften 2026« werde in sieben Naturparkregionen Österreichs beispielhaft gezeigt, wie traditionelle Weidewirtschaft mit alten Nutztierrassen zum Schutz der biologischen Vielfalt beitragen könne. Österreichweit stelle die Stiftung Naturparks dafür rund 300.000 Euro zur Verfügung.

-lbgld-

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Drei Jahre
»Radgesetz«

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Bayern – Seit dem 1. August 2023 sei es in Kraft und habe den »Radverkehr« im Freistaat Bayern seitdem vorangebracht. Ein Ziel im »Bayerischen Radgesetz« sei der Bau von insgesamt 1.500 Kilometern neuer Radwege, und zwar bis Ende 2030. Davon seien landesweit bis 2025 bereits rund 600 Kilometer von Kommunen und Freistaat neu gebaut worden. In den Ausbau und Erhalt von Radwegen entlang von Staats- und Bundesstraßen würden jährlich über 50 Millionen Euro investiert. Der Freistaat Bayern und der Bund unterstützten die Kommunen beim Ausbau ihrer Radinfrastruktur mit attraktiven Förderprogrammen. Im Doppelhaushalt 2026/27 seien für die Förderung des Radverkehrs insgesamt 69 Millionen Euro pro Jahr eingeplant. Bayern fördere auch den Bau von Fahrradabstellanlagen. Im Jahr 2025 seien über 4.000 Abstellplätze für Fahrräder an Haltestellen und Bahnhöfen in ganz Bayern gefördert worden.

Das »Radnetz Bayern« bestehe aus dem Alltagsnetz »Radverkehrsnetz Bayern« zur Anbindung von Städten und Gemeinden und dem Freizeitnetz »Bayernnetz für Radler«. Nach umfassender Abstimmung mit Landkreisen, kreisfreien Städten und Staatlichen Bauämtern sowie der Aufbereitung des Netzentwurfs liege das »Radverkehrsnetz Bayern« nun als Zielnetz vor. Ziel des Freistaates Bayern sei es, gemeinsam mit den Kommunen langfristig attraktive, durchgängige und sichere Radverbindungen im Radnetz zu schaffen. Zur Umsetzung entsprechender Neu- und Ausbauvorhaben sollen den Kommunen attraktive Förderprogramme des Freistaates und des Bundes zur Verfügung stehen. Insbesondere für interkommunale Radwegeprojekte biete Bayern mit der »Radoffensive Klimaland Bayern« und dem »Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz« Fördersätze von bis zu 80 Prozent.

-bstmb-

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Daueraufgabe
»Hitzeschutz«

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Baden-Württemberg – Ende Juni habe Baden-Württemberg mit bis zu 41 Grad Celsius einen neuen Temperaturrekord erlebt. Für Baden-Württembergs Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand sei klar: »Hitze ist längst kein reines Wetterthema mehr, sondern eine der größten Gesundheitsgefahren unserer Zeit. Der Klimawandel ist eine der größten Bedrohungen für unsere Gesundheit. Wir müssen jetzt handeln und zusammenarbeiten, denn Hitze trifft uns alle. Die Landesregierung nimmt diese Verantwortung sehr ernst: Mit der neu gegründeten Taskforce Gesundheitlicher Hitzeschutz im Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit hat Baden-Württemberg eine Struktur geschaffen, um Vorsorge und Versorgung, Aufklärung und Sensibilisierung zu bündeln. Die Taskforce hat ihre Arbeit bereits aufgenommen, erste Ergebnisse einer Bestands- und Bedarfsanalyse im Geschäftsbereich des Gesundheitsministeriums werden zeitnah erwartet«.

Kliniken und Pflegeeinrichtungen vor neuen Herausforderungen
Die Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere extreme Hitze, stellten Kliniken und Pflegeeinrichtungen vor neue Herausforderungen, und zwar von steigendem Patientenaufkommen über überlastete Notaufnahmen bis hin zu Belastungen der technischen Infrastruktur. Zu den Risikogruppen bei Hitze zählten vor allem ältere, pflegebedürftige, chronisch oder psychisch kranke Menschen, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder, aber auch Obdachlose und Menschen, die im Freien arbeiten.

In der ersten Jahreshälfte 2026 seien psychische Erkrankungen erstmals die häufigste Ursache für Fehlzeiten gewesen. Auch psychisch Kranke treffe Hitze besonders hart. Dipl.-Psych. Monika Stöhr von der Landespsychotherapeutenkammer erklärte: »Hitzestress kann zu mehr Aggression, psychisch bedingtem Rückzug, Schlaf- und Appetitstörungen führen. Während Hitzewellen ist eine steigende Zahl psychiatrischer Notfälle zu verzeichnen. Auch die Anzahl an Suiziden und häuslicher Gewalt nimmt zu. Es ist essenziell, entsprechende Hilfsangebote einzurichten«.

Ein oft unterschätzter Risikofaktor: Medikamente wie Blutdrucksenker, bestimmte Psychopharmaka, Antidepressiva, Schmerzmittel und viele weitere Arzneimittel könnten die Temperaturregulation, den Flüssigkeitshaushalt, die Schweißproduktion und den Kreislauf beeinflussen. Dr. Björn Schittenhelm von Baden-Württembergs Landesapothekerkammer betonte: »Gerade während Hitzewellen ist besondere Vorsicht geboten, denn der Körper ist bereits großen Belastungen ausgesetzt. Die hitzebedingten Risiken können dann durch diese bestimmten Arzneimittel verstärkt werden. Doch auch Arzneimittel selbst leiden unter hohen Temperaturen. Bei der Lagerung und beim Transport sollte daher unbedingt auf eine Maximaltemperatur von 25 Grad geachtet werden«.

-lbw-

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Preise
für Wohneigentum
sind gestiegen

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Schweiz – Der Schweizerische »Wohnimmobilienpreisindex« sei im 2. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent gestiegen und stehe bei 127,7 Punkten. Auf nationaler Ebene seien die Preise für Einfamilienhäuser zurückgegangen, und zwar um 0,4 Prozent und für Eigentumswohnungen seien um 1,6 Prozent angezogen. Am stärksten gestiegen seien die Wohneigentumspreise in den städtischen Gemeinden einer kleinen oder ausserhalb einer Agglomeration (+1,8 Prozent). Stabil geblieben seien sie in den ländlichen Gemeinden. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal habe die Gesamtteuerung +3,5 Prozent betragen. Dies gehe aus den Zahlen des Schweizer Bundesamtes für Statistikhervor.

-chbk-

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Unternehmertag
setzte Zeichen
für Mut und Zukunft

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Liechtenstein – Rund 400 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft hatten sich unlängst am »Unternehmertag« in Vaduz über die Herausforderungen und Chancen des Wirtschaftsstandorts ausgetauscht. Unter dem Motto »Mut zeigen – Zukunft gestalten« standen unter anderem Wirtschaftsminister Hubert Büchel, Uhrenlegende Jean-Claude Biver, Unternehmer Markus Kaiser und Leadership-Coach Patrick Fischer auf der Bühne. Der Unternehmertag habe sich erneut als wichtige Plattform für den Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft erwiesen.

Orientierung in herausfordernden Zeiten
VP-Bank-Chefökonom Thomas Gitzel analysierte die aktuelle wirtschaftliche Lage und zeigte auf, welche Entwicklungen Unternehmen in den kommenden Monaten besonders im Blick behalten sollten. Im Zentrum standen die Auswirkungen geopolitischer Unsicherheiten, die konjunkturelle Entwicklung sowie die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts. Wie Unternehmen auch in anspruchsvollen Zeiten erfolgreich wachsen könnten, zeigte Markus Kaiser, CEO der Kaiser AG, anhand konkreter Erfahrungen aus der Praxis auf. Der Unternehmer erklärte, warum unternehmerischer Mut, langfristiges Denken und die Bereitschaft zur Veränderung entscheidende Erfolgsfaktoren seien. Dabei zeigte er auf, wie der Hersteller von Spezialfahrzeugen durch gezielte Übernahmen und deren erfolgreiche Integration seine Marktposition kontinuierlich ausgebaut habe. Die Schweizer Uhrenlegende Jean-Claude Biver blickte auf seine jahrzehntelange Unternehmerkarriere zurück und zeigte eindrücklich auf, warum Leidenschaft, Innovationskraft und konsequentes Handeln die Grundlage nachhaltigen Erfolgs bildeten. Dabei schlug er den Bogen von persönlichen Erfahrungen zu den Herausforderungen, mit denen Unternehmen heute konfrontiert seien.

Praxisnahe Impulse für KMU
Ferner stand der Mittelstand im Mittelpunkt. Christine Egger-Schöb, Co-Geschäftsführerin der Schöb AG, und Helmut Hasler, Inhaber der Hasler Treppentechnik AG, diskutierten über die aktuellen Herausforderungen für KMU und zeigten anhand ihrer Unternehmen auf, wie Innovation, Investitionen und unternehmerische Verantwortung langfristigen Erfolg ermöglichten. Einen weiteren Akzent setzte die Veranstaltung im Bereich des Klimaschutzes. Am Beispiel der »Pantec Biosolutions AG« zeigten Vertreter der »LIFE Klimastiftung Liechtenstein« und der »Klimastiftung Schweiz«, wie gezielte Förderprogramme Innovationen ermöglichten und gleichzeitig einen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten könnten.

Träger der Unternehmertags sei die Regierung des Fürstentums Liechtenstein. Beteiligt waren zahlreiche Partner aus der Privatwirtschaft und Wirtschaftsverbände. Veranstalter sei der Verein Unternehmertag in Zusammenarbeit mit der Eventagentur Skunk AG. Weitere Informationen unter www.unternehmertag.li

-RdFL-

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