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Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus
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KW 36 – 2026
30.08. – 06.09.2026
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Kultur
für alle
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Bayern – Eigene Ideen einbringen, neue Angebote mitentwickeln oder Museumsräume selbst mit Leben füllen: Bayerns Staatliche Museen möchten neue »Möglichkeiten zum Mitmachen und Mitgestalten« schaffen. Sechs Vorhaben sollen jetzt in ganz Bayern starten. Dahinter stehe die im Juni 2025 gegründete »Fachstelle für Museen und Kulturelle Teilhabe« am Museumspädagogischen Zentrum (MPZ). Bayerns Kunstminister Markus Blume erklärte: »Kulturelle Teilhabe ist ein Menschenrecht. Museen wirken als Resonanzräume für das, was die Welt bewegt. Museen sind für alle da – und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Mit unserem Programm »Kulturelle Teilhabe – Zukunft gestalten« bringen wir für 750.000 Euro sechs konkrete Vorhaben auf den Weg. Schülerinnen und Schüler, Menschen aus der Nachbarschaft oder Menschen mit Behinderung können eigene Ideen einbringen und Angebote mitgestalten. Museen sind keine geschlossenen Schatzkammern, sondern lebendige Orte mitten in der Gesellschaft. Wir wollen Lust auf Kunst und Kultur machen – und Lust darauf, selbst mitzugestalten«.
Mitgestaltungsmöglichkeiten
Im »Neuen Museum Nürnberg« können Schülerinnen und Schüler sowie Menschen aus der Nachbarschaft ihre Ideen und Perspektiven in die Weiterentwicklung des Museums einbringen. Das Museum »Fünf Kontinente« öffne seinen »disKursraum« für Begegnung und Austausch, Veranstaltungen sowie eigene Aktivitäten von Vereinen und Gruppen der Münchner Stadtgesellschaft. Die »Neue Sammlung – The Design Museum« in München entwickele gemeinsam mit Werkstätten für Menschen mit Behinderung neue inklusive Vermittlungsangebote und mache Design aus unterschiedlichen Perspektiven erlebbar. Das »Museum Brandhorst« in München gestalte sein Foyer gemeinsam mit Besucherinnen und Besuchern, Communities und Partnern zu einem offenen Willkommens-, Aufenthalts- und Begegnungsort weiter.
Das »Porzellanikon« in Selb – beziehe neben seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedene Communities in einen gemeinsamen Veränderungsprozess für mehr Teilhabe und Vielfalt ein. Das »Deutsche Theatermuseum« in München baue seine Reihe »Theatermenschen« aus und ermögliche Schülerinnen und Schülern Einblicke in die vielfältigen Berufe hinter den Kulissen der Theaterwelt. Die sechs Maßnahmen wurden von einer unabhängigen Fachjury ausgewählt.
Schnell und unkompliziert gute Ideen umsetzen
Zusätzlich stelle Bayerns Wissenschafts- und Kunstministerium 80.000 Euro für kleinere, kurzfristig umsetzbare Vorhaben bereit. Damit könnten neue Formate schnell erprobt und konkreter Bedarf unmittelbar aufgegriffen werden.
Fachstelle als Motor für Kulturelle Teilhabe
Motor der Initiative sei die im Juni 2025 gegründete »Fachstelle für Museen und Kulturelle Teilhabe« am Museumspädagogischen Zentrum (MPZ). Sie berate und begleitee die Staatlichen Museen, biete Fortbildungen an und vernetze die Häuser untereinander. Ziel sei es, erfolgreiche Ansätze über einzelne Projekte hinaus nutzbar zu machen und Kulturelle Teilhabe langfristig in der Museumsarbeit zu verankern.
-bstmwk-
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Integrations-
projekte
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Baden-Württemberg – Auch im Jahr 2026 unterstütze das Land Baden-Württemberg Projekte, die »Integration vor Ort« stärkten. Mit einem Förderprogramm sollen 37 Projekte von Kommunen und freien Trägern eine Förderung erhalten. Dafür stelle Baden-Württembergs Landesregierung rund 1,9 Millionen Euro bereit. Die Projekte könnten bis zu drei Jahre lang gefördert werden, und zwar mit maximal 80.000 Euro pro Projekt. »Integration braucht klare Haltung und konkrete Maßnahmen. Mit der Förderung von 37 Projekten setzen wir ein klares Zeichen. Vielfalt ist unsere Stärke, Teilhabe ist unser Ziel. Integration gelingt dort, wo Menschen nicht nebeneinander, sondern miteinander leben. Dabei leisten das Ehrenamt und die Wirtschaft in Baden-Württemberg einen besonders wichtigen Beitrag. Dieses Engagement sehen, unterstützen und fördern wir«, so Baden-Württembergs Sozialminister Oliver Hildenbrand.
Unternehmen vor Ort stärker einbinden
Neu sei in diesem Jahr die Förderung von Projekten, die Unternehmen stärker in die Integrationsstrukturen vor Ort einbinden. »Sprache, Bildung und Arbeit sind echte Integrationsmotoren. Sie eröffnen chancenreiche Wege zur gesellschaftlichen Teilhabe. Im Dialog mit den Unternehmen vor Ort wollen wir die Potenziale von Menschen mit Einwanderungsgeschichte als Arbeits- und Fachkräfte noch wirkungsvoller aktivieren«, so Hildenbrand. Bei der Auswahl der 37 Projekte sei Baden-Württembergs Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit von einem unabhängigen und vielfältig zusammengesetzten Expertengremium beraten worden.
-lbw-
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Drohnen,
Drohnenabwehr
und Robotik
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Schweiz – Angesichts der vorherrschenden Bedrohungslage setze das »Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport« (VBS) nun einen strategischen Schwerpunkt auf Drohnen, Drohnenabwehr und Robotik. Mit dem »Zentrum Unbemannte Systeme« möchte das VBS neue Technologien gemeinsam mit Wissenschaft und Wirtschaft schneller entwickeln, erproben und in die Truppe integrieren. Ein neues »Drohnenbataillon« und eine eigene »Drohnen-Rekrutenschule« stärke die militärischen Fähigkeiten und die Ausbildung. Gleichzeitig investiere das VBS in Drohnen und Systeme zu deren Abwehr und richtee die Beschaffung auf die rasche technologische Entwicklung aus. Ferner sollen die rechtlichen Grundlagen und die Zuständigkeiten an die Bedrohungslage angepasst werden.
Drohnen und Robotik haben – verstärkt durch künstliche Intelligenz – die Kriegsführung grundlegend verändert. Zugleich würden Drohnen als Instrument der hybriden Konfliktführung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Auch in der Schweiz sei eine Zunahme von Drohnenflügen über militärischen und kritischen Infrastrukturen festzustellen. Mit den Leitlinien für die Verteidigung vom 19. Juni 2026 und der Rüstungsplanung habe der Schweizer Bundesrat deshalb einen raschen Fähigkeitsaufbau im Bereich »Drohnen und Robotik« sowie deren umfassende Integration in die Armee vorgegeben.
Zentrum Unbemannte Systeme
Mit dem »Zentrum Unbemannte Systeme« schaffe das VBS ein zivil-militärisches »Zentrum für Drohnen und Robotik«. Es bestehe aus einem »Tech Hub« und einem »militärischen Kommando«. Im »Tech Hub« sollen die Bedürfnisse der Truppe, die technologische Kompetenz der »armasuisse« sowie das Wissen von Hochschulen, Start-ups und Industrie gebündelt werden. Neue Lösungen sollen gemeinsam entwickelt, erprobt und rasch für den militärischen Einsatz nutzbar gemacht werden.
Das militärische Kommando umfasse eine Versuchs- und eine Ausbildungsorganisation. Es erprobe neue Systeme unter möglichst realen Bedingungen und verantworte die Ausbildung für das »Drohnenbataillon«. Erkenntnisse aus der Truppe sollen über den »Tech Hub« rasch an Wissenschaft und Wirtschaft zurückfliessen. Das Kompetenzzentrum solle auch anderen Departementen, Kantonen und Blaulichtorganisationen offenstehen. Die reibungslose Zusammenarbeit aller Staatsebenen und Organisationen sei zentral.
Drohnenbataillon und Drohnen-Rekrutenschule
Ab 2028 setze die Schweizer Armee ein eigenes »Drohnenbataillon« zur Aufklärung, Wirkung und Abwehr ein. Gleichzeitig werde die Ausbildung in diesem Bereich gestärkt. Eine eigene »Drohnen-Rekrutenschule« werde die erforderlichen Kompetenzen systematisch aufbauen und das Drohnenbataillon alimentieren. Darüber hinaus werde das VBS die »Drohnenkompetenzen« in der Armee verankern. Dabei könne die Armee auf das Wissen und die Erfahrung ihrer Milizangehörigen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie zurückgreifen.
Investitionen in Drohnenfähigkeiten und Drohnenabwehr
Das VBS investiert sowohl in den Einsatz von Drohnen als auch in deren Abwehr. Erste Systeme zur Drohnenabwehr seien bereits eingeführt. Mit der »Armeebotschaft 2026« habe der Schweizer Bundesrat den weiteren Fähigkeitszuwachs eingeleitet. Mit dem »Rüstungsprogramm 2027« seien weitere Mittel vorgesehen, um zusätzliche Infrastrukturen und Verbände zu schützen und das neue »Drohnenbataillon« auszurüsten.
-chbk-
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Fische,
Krebse
und Grossmuscheln
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Liechtenstein – Im Landesmuseum Liechtenstein wurde der Band Nr. 33 der »Naturkundlichen Forschung im Fürstentum Liechtenstein« über Fische, Krebse und Grossmuscheln am Mittwoch, 26. August 2026, vorgestellt. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Direktorin des Landesmuseums, Andrea Kauer Loens, welche die über 70 anwesenden Personen begrüsste. Liechtensteins Regierungschefin-Stellvertreterin und Umweltministerin Sabine Monauni erklärte in ihrer Rede, dass Fische, Krebse und Grossmuscheln wichtige Indikatorarten für intakte Gewässerlebensräume seien. Um diese Lebensräume für künftige Generationen zu erhalten und wiederherzustellen, seien Gewässerrenaturierungen umzusetzen sowie Nutzungskonflikte frühzeitig zu erkennen und geeignete Massnahmen etwa für Trockenperioden vorzubereiten.
Zwei der Autoren des Werkes, Rainer Kühnis und Roland Jehle, stellten die wichtigsten Ergebnisse der Forschungsarbeiten vor. Gemeinsam mit weiteren Experten hätten sie zwischen 2021 und 2025 an 105 Probestrecken mit einer Gesamtlänge von rund acht Kilometern das Vorkommen der Fische, Krebse und Grossmuscheln untersucht. Dadurch seien die gewässerökologisch wichtigsten Fluss-, Bach- und Teichabschnitte Liechtensteins vollständig erfasst worden. Erstmals seien auch die Grossmuscheln in die Erhebung einbezogen worden.
Die Verbreitung der Fische, Krebse und Grossmuscheln konzentriere sich insbesondere auf den Talraum mit seinen vielfältigen stehenden und fliessenden Gewässern. Die Artenzahl bleibe gegenüber dem letzten Bericht von 2014 unverändert und umfasse weiterhin 26 Fisch- sowie zwei Krebsarten. Von den erstmals erfassten Grossmuscheln seien drei Arten nachgewiesen worden.
Der reich illustrierte »Forschungsband Nr. 33« der Naturkundlichen Forschung im Fürstentum Liechtenstein könne ab sofort kostenlos beim Amt für Umweltschutz sowie beim Amt für Wald, Natur und Landwirtschaft bezogen werden. Alternativ stehe er auf der Internetseite des Amtes für Wald, Natur und Landwirtschaft zum Download bereit: https://www.llv.li/de/landesverwaltung/amt-fuer-wald-natur-und-landwirtschaft/publikationen/naturkundliche-forschung
-RdFL-
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Junge Menschen
für MINT-Themen
begeistern
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Vorarlberg – Gemeinsam mit Vorarlbergs »MINT-Koordinationsstelle«, die 2020 eingerichtet wurde, erweitere das Land Vorarlberg jährlich das MINT-Angebot in der Thematik Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. »Unser Ziel ist es, junge Menschen in Vorarlberg früh für Naturwissenschaft, Technik und Digitalisierung zu begeistern und ihnen konkrete Perspektiven zu eröffnen«, erklärte Vorarlbergs Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink. Für den Ausbau tragfähiger und flächendeckender Strukturen durch die MINT-Regionen stelle man im Zeitraum von 2027 bis 2029 jährlich bis zu 176.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Die »MINT-Koordinationsstelle« werde 2026 mit einem Beitrag von bis zu 126.000 Euro gefördert.
Die Landesförderungen sollen dazu beitragen, Basiswissen und Begeisterung für »MINT-Themen«, »MINT-Schulfächer« sowie »MINT-Ausbildungen« und »MINT-Studiengänge« nachhaltig zu stärken. Altersgruppenbezogene Angebote stellten sicher, dass die »MINT-Formate« auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten seien. Schwerpunkte gebe es beispielsweise in den Bereichen »Elementarpädagogik«, »Digitalisierung« oder »Studienorientierung«. »Mit dem vielseitigen und passgenauen Angebot legen wir den Grundstein dafür, dass junge Talente in Vorarlberg ihre Stärken entdecken und ihr Wissen sowie ihre Fähigkeiten im MINT-Bereich ausbauen«, so die Landesrätin.
Umsetzung der MINT-Strategie
Mit den Förderungen verfolge das Land Vorarlberg weiterhin konsequent die »MINT-Strategie«, welche im September 2019 verabschiedet wurde und unter anderem gemeinsam mit der Wirtschaftskammer als Koordinationsstelle umgesetzt werde. Die »MINT-Koordinationsstelle« berate »MINT-Regionen«, organisiere »MINT-Veranstaltungen« und begleite Kindergärten und Schulen in »MINT-Zertifizierungsprozessen«. Für die flächendeckende Umsetzung der »MINT-Strategie« sorgten die »MINT-Regionen«. Ihre Aufgabe sei es, die »MINT-Bildung« vor Ort zu stärken sowie die zahlreichen regionalen Aktivitäten besser aufeinander abzustimmen bzw. je nach Bedarf neue »MINT-Angebote« zu entwickeln.
Vielfältiges MINT-Angebot
Im Rahmen der »MINT-Strategie« sollen in Vorarlberg zahlreiche »MINT-Programme« umgesetzt werden. Beispiele seien u.a. das »Codebase Kids Camp«, die »Hacker-Days«, »Forschernachmittage« sowie diverse Workshops und Vorträge, die in Kooperation mit verschiedenen PartnerInnen veranstaltet werden sollen. Ein Höhepunkt im »MINT-Jahresprogramm« sei das »MINT-Festival«, das heuer am 23. Oktober an der »HTL Bregenz« stattfinde.
-vlk-
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15 Jahre
Euregio
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Tirol/Südtirol/Trentino – Kräfte bündeln, als »kleines Europa« im Großen die gemeinsame Identität neu beleben und dank der Zusammenarbeit einen Mehrwert für die Bevölkerung schaffen: Diese Ziele hatten a.D. Günther Platter, a.D. Luis Durnwalder und a.D. Lorenzo Dellai vor Augen, als sie am 14. Juni 2011 auf Castel Thun im Trentino die Gründungsverträge der »Euregio Tirol-Südtirol-Trentino« unterzeichneten. 15 Jahre später blickten die damaligen Landeshauptleute zum Auftakt der »Euregio-Days 2026« beim »European Forum Alpbach« auf die bisherige Euregio-Geschichte zurück.
»15 Jahre Euregio bedeuten 15 Jahre enge, institutionalisierte Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino ist ein Vorzeigebeispiel grenzüberschreitender Zusammenarbeit, welche die europäische Integration Tag für Tag vorlebt. Dank der Euregio werden konkrete Projekte umgesetzt, die einen klaren Mehrwert für die Bevölkerung bringen – sei es in der Mobilität, in der Kultur, im Sport oder für Familien. Einen wesentlichen Beitrag dazu haben die drei damaligen Landeshauptleute Günther Platter, Luis Durnwalder und Lorenzo Dellai geleistet. Ihr Engagement hat die Euregio, die wir heute kennen, geformt«, betonte der derzeitige Euregio-Präsident und Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle.
Bei einem Runden Tisch der Euregio-Akademie sei das Fazit der Gründungsväter positiv ausgefallen: Die Euregio sei sichtbarer geworden. Sie habe konkrete Angebote geschaffen, politische Erfolge in Rom, Wien und Brüssel erzielt und sei mit ihrer Reform nach rund zehn Jahren demokratischer geworden. »Die Euregio hat vor und nach der Gründung bewegte Momente erlebt. Aber besonders in Krisenzeiten haben wir das Gespräch gesucht, Solidarität gelebt und Stärke bewiesen. So haben wir uns bei der Flüchtlingswelle 2016 oder in der Coronazeit gegenseitig geholfen und gegen nationale Bestrebungen öfters die Schließung der Brennergrenze verhindert«, erläuterte Platter. Durnwalder ergänzte: »Man kann immer besser werden. Die Euregio ist heute nicht perfekt. Aber sie ist auf einem sehr guten Weg«.
-lt-
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Digitalisierungs-
projekt
begeistere
über Landesgrenzen hinweg
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Tirol – Ob Amtswege, digitale Ausweise oder zahlreicher Service – mit der »ID Austria« liessen sich viele Leistungen einfach, sicher und unabhängig von Öffnungszeiten nutzen. Wie die »digitale Identität« in der Praxis funktioniere und welche Möglichkeiten sie biete, zeige derzeit die »ID Austria Servicetour«. »Die ID Austria ist ein wichtiger Baustein für eine moderne und bürgernahe Verwaltung. Mit der Servicetour bringen wir das Amt direkt zu den Menschen und zeigen, wie einfach und sicher digitaler Service im Alltag genutzt werden kann. Gleichzeitig wollen wir Hemmschwellen abbauen und möglichst viele Menschen für die Vorteile digitaler Amtswege gewinnen«, so Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.
Ausweiserstellung in Tirol bereits durchgängig digital
Wie Digitalisierung auch innerhalb der Verwaltung für schnellere und einfachere Abläufe sorge, zeige das Projekt »Bürgerservice 2.0«. Der Prozess der Ausweiserstellung sei dabei vollständig digitalisiert worden – Schere, Klebstoff und mehrfaches Ausdrucken und neuerliches Einscannen von Anträgen gehörten der Vergangenheit an. Das Projekt sei mittlerweile auf alle Tiroler Bezirkshauptmannschaften ausgeweitet worden.
Über 330 Stunden Zeitersparnis bei rund 10.000 Reisepässen
»Unser Ziel war es, den Ausweiserstellungsprozess sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu vereinfachen. Durch die Digitalisierung können wir Medienbrüche vermeiden und gleichzeitig Zeit gewinnen. Was früher mehrere einzelne Arbeitsschritte erforderte, läuft heute digitalisiert ab«, erklärte Tirols Bezirkshauptmann Michael Brandl und ergänzte: »Die Auszeichnung mit dem Österreichischen Verwaltungspreis 2025 war für uns eine wichtige Anerkennung. Noch wichtiger ist aber, dass sich die Verbesserungen im täglichen Betrieb bemerkbar machen. Wir können unsere Ressourcen gezielter einsetzen und gleichzeitig den Bürgerservice weiter verbessern«. Allein bei fast 10.000 Reisepässen, die im Jahr 2026 im Bezirk Schwaz neu ausgestellt werden, ergebe sich durch die Digitalisierung eine Zeitersparnis von über 330 Stunden beziehungsweise rund acht Arbeitswochen.
-lt-
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Demenz-
versorgung
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Südtirol – Demenzerkrankungen zählen zu den großen Herausforderungen einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft. Laut Schätzungen könnte die Zahl der Menschen mit Demenz in Südtirol bis 2050 auf rund 8.700 steigen. Eine einheitliche, koordinierte und qualitativ gesicherte Betreuung dieser Personen sei ein zentrales Ziel der Gesundheitspolitik des Landes Südtirol. Die Südtiroler Landesregierung habe am 28. August 2026 deshalb den landesweiten »diagnostisch-therapeutischen Betreuungspfad« (PDTA) für »Demenz und Alzheimer« 2026-2028 genehmigt.
Der neue »Betreuungspfad« bilde erstmals einen verbindlichen landesweiten Rahmen, der staatliche Leitlinien auf die Südtiroler Gegebenheiten übertrage und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Sozialdiensten sicherstellen solle. »Eine Demenzerkrankung verändert das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen grundlegend. Umso wichtiger ist es, dass sie frühzeitig Unterstützung bekommen und nicht mit der Erkrankung allein gelassen werden. Der neue Betreuungspfad soll hier Orientierung und Sicherheit schaffen, von der ersten Abklärung bis zur weiteren Begleitung«, erklärte Südtirols Gesundheitslandesrat Hubert Messner.
Konkret spreche der Betreuungspfad dem Hausarzt bzw. der Hausärztin eine zentrale Rolle bei der frühzeitigen Erkennung möglicher Demenzerkrankungen zu. Früherkennung solle künftig aber auch verstärkt in Notaufnahmen, Krankenhausabteilungen und Seniorenwohnheimen berücksichtigt werden. Ferner sollen durch den Betreuungspfad die Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und -ärztinnen, Memory Clinics, Gesundheitsdiensten und Sozialdiensten sowie die Zuständigkeiten entlang des gesamten Versorgungsweges klar definiert werden. Besonderes Augenmerk gelte der Stärkung der »Zentren für kognitive Störungen und Demenz«, die eine zentrale Funktion bei Frühdiagnose, Nachsorge und Vernetzung der Versorgung übernehmen sollen. Vorgesehen seien außerdem eine frühzeitige Einbindung der Hauskrankenpflege sowie der Palliativversorgung, wenn dies medizinisch angezeigt sei, und eine stärkere Berücksichtigung nicht-medikamentöser Behandlungsangebote.
Zur Begleitung der Umsetzung werde laut Beschluss der Landesregierung ein ständiger »Landestisch zur Überwachung von Demenzerkrankungen« eingerichtet. Ihm gehörten Vertreterinnen und Vertreter der Bereiche Gesundheit, Soziales und des Südtiroler Sanitätsbetriebs an. Auch Angehörigenverbände und Organisationen des Dritten Sektors sollen eingebunden werden. Das Gremium solle die Entwicklung der Versorgung beobachten, Unterstützungs- und Inklusionsmaßnahmen fördern und die Grundlage für die Ausarbeitung eines »Landesdemenzplans« schaffen.
Für die Umsetzung des »Betreuungspfads« seien 150.000 Euro für das Jahr 2026 vorgesehen. Für die darauffolgenden Jahre sollenweitere 300.000 Euro zur Verfügung stehen. Die Mittel dienten insbesondere der Stärkung von Frühdiagnose, Behandlung, Betreuung und Monitoring.
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Alpenraum-
programm
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Salzburger Land – Kürzlich seien vier neue Projekte mit Salzburger Beteiligung im »Interreg-Alpenraumprogramm« zur Förderung ausgewählt worden. Initiativen aus dem Flachgau, dem Tennengau und der Stadt Salzburg beschäftigten sich unter anderem mit den Themen Bauen, Biodiversität, Energie sowie Tourismus. Die Salzburger Partner sollen rund eine Million Euro aus dem »Europäischen Fonds für regionale Entwicklung« und Zugang zu aktuellen Erkenntnissen und Lösungsansätzen erhalten.
Der für Regionalentwicklung und EU-Regionalpolitik zuständige Salzburger Landesrat Wolfgang Fürweger erklärte: »Salzburg ist ein verlässlicher Partner im Alpenraum und eine Drehscheibe für grenzüberschreitende Lösungen bei Zukunftsthemen. Im konkreten Fall werden Aspekte der Biodiversität, des Tourismus, des Bauens sowie der Energie genau unter die Lupe genommen. Es freut mich sehr, dass die neuen Initiativen für eine EU-Förderung ausgewählt worden sind und die entwickelten Ansätze zu Verbesserungen in der Region führen werden«.
Nachhaltiges Bauen
Wie aus Ideen und Initiativen ein Gewinn für die Allgemeinheit werde, erklärte Referatsleiterin Christina Bauer: »Im Vorjahr hatte Salzburg den Vorsitz bei der Alpenstrategie EUSALP. Diesen haben wir genutzt, um das Thema kreislauffähiges Bauen und Sanieren voranzutreiben. Unser Bundesland verfügt über innovative Architekturbüros, engagierte Unternehmen und exzellente Forschungseinrichtungen, um dieses Zukunftsthema auf europäischer Ebene sichtbar zu machen und gemeinsam mit den Alpenregionen weiterzuentwickeln. Daraus ist dann das Alpenraumprojekt »Simplify« entstanden«. Das Projekt werde aufzeigen, wie innovative Bauweisen durch den Abbau regulatorischer Hindernisse und die Weiterentwicklung von Standards einfacher umgesetzt werden könnten. Planungsbüros, Projektentwickler und öffentliche Behörden erhielten praxisnahe Werkzeuge und Handlungsempfehlungen. Gleichzeitig profitiere die Region von Vorreiterprojekten und innovativen Ansätzen aus anderen Ländern. Das Projekt werde von der Zukunftsagentur Bau geleitet, ein weiterer Partner sei die Innovation Salzburg GmbH.
Biodiversität in Raumplanung verankern
Immer mehr Flächen im Alpenraum – insbesondere die Übergangszonen zwischen Gebirge und Tiefland – seien von Flächenverbrauch, Zersiedelung und Verlust der biologischen Vielfalt betroffen. Das Salzburger »Institut für Raumordnung und Wohnen« leite das Projekt »PINO«. Im Projekt sollen praxistaugliche Werkzeuge und Leitlinien für eine biodiversitätsorientierte Raumplanungentwickelt und anschließend in mehreren Pilotregionen im Alpenraum erprobt werden. Ziel sei es, naturbasierte Lösungen stärker in Planungsprozesse zu verankern und die ökologische Vernetzung von Lebensräumen zu verbessern.
Klimafitte Alpenhütten und Wanderwege
Das Projekt »AlpFuturePaths« untersuche die Auswirkungen des Klimawandels auf Hütten und Wanderwegen im Alpenraum. Steigende Temperaturen, der Rückgang der Gletscher, auftauender Permafrost und zunehmende Naturgefahren stellten die alpine Infrastruktur vor große Herausforderungen und beeinträchtige ihre Sicherheit und Erreichbarkeit. Salzburger Projektpartner sei die Augmenterra GmbH. Das Projekt liefere Behörden, Alpenvereinen und Infrastrukturbetreibern wichtige Grundlagen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen zu planen. Damit leiste es einen wesentlichen Beitrag dazu, Wanderwege und Alpenhütten langfristig sicher und attraktiv zu erhalten.
Digitalisierung für kommunale Energiewende
Gerade kleinere Gemeinden stießen bei der Umsetzung der EU-Vorgaben zu Energieeffizienz und erneuerbaren Energien imm er wieder an ihre Grenzen. Oft fehlten digitale Programme oder Personal, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Das Projekt »Super«, an dem die »Privatuniversität Schloss Seeburg« in Seekirchen beteiligt sei, entwickele deshalb einen digitalen Rahmen, der Gemeinden bei der kommunalen Energieplanung und der Umsetzung der Energiewende unterstütze. Die entwickelten Lösungen sollen in mindestens zehn Pilotgemeinden im Alpenraum erprobt werden und anschließend auch an anderen Orten als Unterstützung für eine effiziente und zukunftsfähige Energieplanung dienen.
Zusammenarbeit im Alpenraum
Das »Interreg-Alpenraumprogramm« fördere die transnationale Zusammenarbeit im Alpenraum. Es bringe Partner aus Österreich, Frankreich, Slowenien, der Schweiz und Liechtenstein sowie aus den alpinen Regionen Italiens und den deutschen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg zusammen, um gemeinsame Herausforderungen grenzüberschreitend und nachhaltig zu bewältigen. Das Land Salzburg fungiere derzeit als Verwaltungsbehörde und gemeinsames Sekretariat des Programms und damit als Drehscheibe der alpenweiten Zusammenarbeit.
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Google-
Ansiedlung
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Oberösterreich – »Google hat mit seiner Entscheidung, in Oberösterreich einen neuen Standort zu errichten, ein klares Signal gesetzt. Das Bundesland ist nicht nur Österreichs Industriebundesland Nummer 1, sondern auch der Vorreiter für moderne Wirtschaft und Technologie. Während andere Regionen noch über Zukunftstechnologien diskutieren, realisieren wir sie hier – in enger Zusammenarbeit mit Partnern wie Google oder Mistral AI sowie auch mit der Fachhochschule Oberösterreich, der Johannes Kepler Universität Linz und der neuen Technischen Universität für Digitale Transformation. Dass sich Google nach einem globalen Wettbewerb explizit für uns entschieden hat, ist ein starkes internationales Vertrauensvotum. Es bestätigt, dass Oberösterreich die erste Adresse für Zukunftstechnologien ist. Diese Ansiedlung schafft nicht nur technologische Spitzenpositionen, sondern sichert konkret die Arbeitsplätze der nächsten Generation und festigt unsere Rolle an der Spitze der digitalen Transformation«, erklärte Oberösterreichs Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner. Mit Rechenleistung und Speicherkapazität vor Ort bilde sich ein Power-Duo, das die KI-Kompetenz der oberösterreichischen Hochschullandschaft weiter verstärken werde.
»Leistungsfähige digitale Infrastruktur ist eine wichtige Grundlage für Transformation, Forschung, Innovation und die verantwortungsvolle Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Das geplante Google-Rechenzentrum stärkt die digitale Infrastruktur und unterstützt damit die KI- Exzellenzstrategie Oberösterreichs. Entscheidend ist, dass technologischer Fortschritt auch für kleine und mittlere Unternehmen zugänglich wird«, so Univ.-Prof.in Dr.in Stefanie Lindstaedt, Gründungspräsidentin der IT:U. »Wir als FH Oberösterreich kooperieren mit Google im Bereich Lehre bereits seit 2014. Anfang 2024 haben wir die Kooperation sogar vertieft. Somit können wir schon auf ein gewisses Maß an Erfahrung in der Zusammenarbeit zurückgreifen. Perspektivisch sehen wir die Ansiedlung von Google in Oberösterreich unter dem Aspekt einer vergrößerten Souveränität und Rechtssicherheit auf Daten und KI-Services als sinnvoll an. Langfristig erwarte ich mir, dass Standorte in Europa auch einen positiven Einfluss auf strategische Entscheidungen des Unternehmens haben, weil mehr Bezug zum europäischen Denken und Handeln entsteht«, ergänzte FH-Prof. DI Dr. Michael Rabl, Hochschulpräsident der Fachhochschule Oberösterreich.
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Keine
LKW-Maut
auf Landesstraßen
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Steiermark – Der burgenländische Verkehrslandesrat habe kürzlich angekündigt, zum Jahresbeginn 2027 eine »LKW-Maut« auf einigen Landesstraßen einzuführen. Für die Steiermark stellten Verkehrslandesrätin Claudia Holzer und Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer klar, dass es mit der aktuellen Landesregierung keine LKW-Maut geben werde. »Die burgenländische Idee einer LKW Maut auf drei Landesstraßen ist für uns kein Vorbild, sondern ein Alarmsignal. Das Leben in der Steiermark ist bereits teuer genug. Zusätzliche Mautkosten verschwinden nicht einfach in den Bilanzen der Frächter, sondern schlagen sich am Ende in höheren Preisen für Waren und Güter nieder. Gerade in Zeiten der Teuerung braucht es Entlastung statt neuer Gebühren und Abgaben. Deshalb ist unsere Haltung für die Steiermark klar: Nein zu einer LKW-Maut auf Landesstraßen und Nein zu neuen Belastungen für Wirtschaft und Bevölkerung«, so Steiermarks Verkehrslandesrätin Claudia Holzer. Steiermarks Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer ergänzte: »Eine LKW-Maut würde die betroffenen Unternehmen noch stärker unter Druck bringen und damit Arbeitsplätze gefährden. Das können wir uns in wirtschaftlich ohnehin sehr herausfordernden Zeiten keinesfalls leisten. Mit uns wird es daher definitiv keine LKW-Maut auf Landesstraßen geben«.
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WasserRadar
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Kärnten – Wasserverluste früher erkennen, Verbrauchsspitzen besser einschätzen und drohende Versorgungsengpässe rechtzeitig sichtbar machen: Das sei das Ziel des Pilotprojekts »WasserRadar Kärnten«, das kürzlich vorgestellt wurde. In einem Demonstrator werden die seit 2021 erhobenen digitalen Verbrauchsdaten neuerdings mit Hilfe künstlicher Intelligenz ausgewertet. Daraus sollen Wasserbilanzen, Verbrauchsprognosen und automatische Warnhinweise entstehen.
Vom Reagieren zum vorausschauenden Handeln
Während herkömmliche Wasserzähler meist nur jährlich oder monatlich abgelesen würden, ermögliche die digitale Erfassung eine zeitnahe Überwachung des Versorgungsnetzes. Auffälliger Verbrauch, Leitungsschäden, Wasserverluste und Lastspitzen könnten dadurch früher erkannt werden. Die Wasserversorger erhielten so eine fundierte Grundlage, um ihre Betriebsabläufe zu optimieren und im Bedarfsfall rechtzeitig gegenzusteuern. Auch die Bevölkerung solle unmittelbar profitieren. Geplant sei ein »Bürgerportal«, das Informationen zum aktuellen Anlagenstatus, zum eigenen Wasserverbrauch und zu den laufenden Kosten bereitstelle. Darüber hinaus sollen Warnungen bei ungewöhnlichen Verbrauchswerten oder Versorgungsengpässen ausgesprochen werden. Dabei bleibe die kommunale Datensouveränität
gewahrt.
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Wissen
kennt
keine Grenzen
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Niederösterreich – Die Kooperation zwischen dem Land Niederösterreich und dem Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) werde verlängert. Ziel sei es, die Forschungslandschaften beider Bundesländer enger zu vernetzen, wissenschaftliche Exzellenz mit technologischer Entwicklung zu verbinden und gemeinsame Innovationen von der Grundlagenforschung bis zu Anwendungen und Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft voranzutreiben. Dafür stelle das Land Niederösterreich bis Ende Oktober 2028 insgesamt drei Millionen Euro zur Verfügung.
Ein wesentlicher Bestandteil sei die Beteiligung niederösterreichischer Wissenschaftseinrichtungen an WWTF-Projekten. Diese könnten sich mit 20 bis 49 Prozent beteiligen, wobei das Land Niederösterreich den Anteil der niederösterreichischen Einrichtungen übernehme. Bisher seien neun verschiedene niederösterreichische Forschungseinrichtungen beteiligt. Die Projekte reichten von St. Pölten und Krems über Klosterneuburg und Tulln bis nach Lunz am See. So beschäftigten sich die »TU Wien« und das »Institute of Science and Technology Austria« (ISTA) mit der Sicherheit digitaler Datenbanken, die »Universität Wien« und »ISTA« mit Kryptographie und Verschlüsselung.
Ein weiterer Schwerpunkt sei »Gesundheit«: Projekte der »Universität Wien« mit der »Pädagogischen Hochschule Niederösterreich« befassten sich mit psychischen Belastungen von Kindern und Jugendlichen; Kooperationen der »Medizinischen Universität« mit der »Danube Private University« und dem »ISTA« mit der Analyse von Krebs beziehungsweise der Behandlung von Diabetes. Ferner sei die Verbindung von »Wissenschaft und Gesellschaft« ein Schwerpunkt. Mit »Heurika« sei ein eigenes Format geschaffen worden. Ferner sei ein Projekt zu »Hassrede im Internet« und den »Grundsätzen des digitalen Humanismus« vorgestellt worden. Rund 300 Jugendliche hätten mitgearbeitet und sich damit auseinandergesetzt, wie man »Hass im Internet« begegnen und was man konkret dagegen tun könne. Insbesondere die Förderung von »Gegenrede im digitalen Raum« sei als entscheidend hervorgehoben worden.
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Unterstützung
im Mobilitätsalltag
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Burgenland – Der tägliche Schulweg sei für tausende Kinder und Jugendliche im Burgenland eng mit dem öffentlichen Verkehr verbunden. Damit das Angebot noch besser an den Schulalltag angepasst werden könne, seien im Rahmen eines landesweiten Pilotprojekts die Mobilitätsbedürfnisse an mehr als 30 Schulen umfassend untersucht worden. Mehr als 4.000 Schülerinnen und Schüler hätten an der Befragung teilgenommen. Zusätzlich seien Unterrichtszeiten sowie die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Busse analysiert worden. Burgenlands Verkehrslandesrat Heinrich Dorner erklärte: »Ein sicherer und gut organisierter Schulweg schafft Selbstständigkeit, reduziert das Verkehrsaufkommen rund um die Schule und ermöglicht einen zukunftsorientierten Start in den Schultag. Mit den Rückmeldungen tausender Schülerinnen und Schüler verfügen wir nun über eine starke Datengrundlage, um gezielt dort anzusetzen, wo im Alltag Verbesserungen gebraucht werden«.
Die ersten Ergebnisse der Befragung zeigten ein klares Bild: Rund 65 Prozent der Schülerinnen und Schüler würden schon jetzt regelmäßig mit dem Bus zur Schule kommen. Fast 20 Prozent würden immer noch mit dem Auto gebracht oder würden selbst mit dem Auto fahren und etwas mehr als zehn Prozent würden mit dem Rad oder zu Fuß zur Schule kommen. Während die Anreise zur Schule mit dem Bus in der Früh sehr gut funktioniere, stelle sich die Heimfahrt speziell nach dem Nachmittagsunterricht teilweise etwas schwieriger dar. Da gebe es weniger Verbindungen und dadurch würden längere Wartezeiten entstehen.
Ein zentrales Problem im Schulumfeld seien die sogenannten »Elterntaxis«. Wenn viele Kinder gleichzeitig unmittelbar bis vor den Schuleingang gebracht oder dort abgeholt würden, entstehe im Schulumfeld zusätzlicher Verkehr, unübersichtliche Situationen und gefährliche Konflikte. Haltende und wendende Fahrzeuge könnten Sichtbeziehungen einschränken, Gehwege oder Zufahrten blockieren und damit gerade jene Kinder gefährden, die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder selbstständig mit dem Bus zur Schule kommen würden.
Neuer Leitfaden bündelt Wissen und praktische Hilfen
Als weiterer Baustein des Projekts sei der Leitfaden »Mobilität rund um die Schule« entwickelt worden. Er bündele alle wichtigen Fragen zur An- und Abreise: Von Busverbindungen, Fahrplanauskunft, digitalen Angeboten und Tickets über Mobi-Checks bis zu Elterninformationen, Ansprechpartnerinnen und -partnern, Verkehrssicherheit und aktive Mobilität.
Orientierung schafft Sicherheit
Neben dem Fahrplan sei auch die Qualität der Information entscheidend. Schülerinnen und Schüler müssten rasch erkennen können, wohin ein Bus fahre, und an welchem Bussteig oder Abfahrtsort dieser halte. Eine eindeutige Zielbeschilderung der Linien, übersichtliche Bussteigpläne und gut sichtbare Fahrgastinformationen reduzierten Unsicherheit, Hektik und Gedränge. Auch die Rahmenbedingungen spielten eine zentrale Rolle: Ausreichend freie Sitzplätze, der respektvolle und freundliche Umgang durch das Fahrpersonal, eine verlässliche Kommunikation mit Eltern sowie gut ausgestattete Haltestellen beeinflussten, wie sicher und angenehm der Schulweg erlebt werde.
-lbgld-
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Antragsverfahren
für die Zulassung
von »Sikawild«
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Bayern – Um landwirtschaftliche »Sikawildhaltung« in Bayern auch zukünftig zu ermöglichen, beantrage die Bayerische Staatsregierung über den Bund eine »Ausnahmegenehmigung« bei der EU-Kommission. »Sikawild« ist derzeit von der EU in die »Liste der invasiven Arten« aufgenommen worden. Die Haltung werde damit nach Ablauf einer Übergangsfrist im August 2027 verboten. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte dazu: »Der Freistaat steht an der Seite der Wildhalter. Die landwirtschaftliche Haltung und Züchtung von Sikawild in Gehegen hat in Bayern Tradition. Diese Haltungsform vereint in besonderer Weise landwirtschaftliche Nutzung, ökologische Pflege und regionale Wertschöpfung. Gerade auf Flächen, die für die konventionelle Landwirtschaft nur eingeschränkt oder gar nicht geeignet sind, ist die Haltung von Gehegewild sinnvoll und nützlich. Die vom Verbot betroffenen Wildhalter stehen vor großen Herausforderungen. Wir wollen, dass die Sikahaltung in Bayern eine Zukunft hat und beantragen dazu bei der EU-Kommission eine Zulassung. Damit der Antrag Erfolg haben kann, brauchen wir die aktive Mithilfe der Sikahalter«.
Für die erforderlichen Angaben im Zulassungsantrag benötige das Bayerische Umweltministerium von allen an einer Teilnahme am Verfahren interessierten landwirtschaftlichen Gehegewildhaltern mit Sikabeständen bestimmte Informationen. Das Umweltministerium stelle hierfür ein Online-Formular zur Verfügung. Die dem Ministerium bekannten Sikahalter hätten bereits einen Zugang zum Online-Formular erhalten. Sikawildhalter, die keine entsprechende Benachrichtigung des Ministeriums erhalten hätten, könnten sich für eine Teilnahme am Verfahren an ihre zuständige untere Naturschutzbehörde wenden.
Seit der Aufnahme des Sikawilds in die »Unionsliste der invasiven Arten« im vergangenen Sommer gelte für kommerzielle Bestände eine Übergangsfrist von zwei Jahren, in der bestehende Haltungen grundsätzlich noch betrieben werden könnten. Nach Ablauf der Übergangsfrist dürfe Sikawild nur noch dann gehalten werden, wenn eine entsprechende Ausnahmegenehmigung der EU vorliege.
-bstmuv-
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25.000 Hektar
Straßenbegleit-
grünflächen
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Baden-Württemberg – Mithilfe eines »Geographischen Informationssystems« (GIS) seien geeignete Flächen entlang des Straßennetzes datenbasiert identifiziert worden. Ziel sei es, bisher ungenutzte Flächen zu Lebensräumen für Tiere und Pflanzen weiterzuentwickeln. Bisher seien sogenannte »Straßenbegleitgrünflächen« nicht zentral erfasst worden. Die neue »GIS-Analyse« zeige nun, dass es entlang von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen rund 25.000 Hektar potenziell nutzbare Flächen gebe. Diese bildeten die Grundlage, um gezielt Standorte auszuwählen, die sich besonders für den Artenschutz eigneten. Gleichzeitig lieferten die Daten eine wichtige Grundlage für die weitere Digitalisierung von Straßenbau und -betrieb, da sie erstmals einen landesweiten digitalen Überblick über die Grünflächen schaffe und eine zielgerichtete Planung und Pflege ermögliche.
Stärkung des Biotopverbundes
Neben der reinen Bestandsaufnahme seien auch sogenannte »Auswahlflächen« identifiziert worden. Dabei handele es sich um besonders geeignete Bereiche, die entweder bereits wertvolle Arten aufwiesen oder durch ihre Lage – etwa im Biotopverbund oder in der Nähe von Schutzflächen – ein hohes ökologisches Potenzial besitzen würden. Landesweit seien rund 4.500 Einzelflächen mit einer Gesamtgröße von etwa 500 Hektar ermittelt worden, die besonders gute Voraussetzungen für eine ökologische Aufwertung bieten würden. Dafür habe man Kriterien definiert, und zwar sollten geeignete Flächen unter anderem südlich ausgerichtet, möglichst eben und mindestens drei Meter breit sein. Ferner müssten sie in der Nähe artenreicher Wiesen liegen. Diese sogenannten »Spenderflächen« ermöglichten es, dass sich Pflanzen und Tiere auf natürliche Weise ansiedelten und neue Lebensräume erschließen könnten. Die Datenbank diene den Stadt- und Landkreisen künftig auch als konkrete Arbeitsgrundlage, um Flächen gezielt aufzuwerten.
-lbw-
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Wie
Künstliche Intelligenz
die Gesundheitsversorgung
verändert
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Das Projekt »2036 – Gesund mit KI?« beleuchte, wie KI die Gesundheitsversorgung in Zukunft prägen werde, und zwar von Prävention über Diagnose bis zur Therapie. Ziel sei, einer breiten Öffentlichkeit Potenziale, Grenzen und Auswirkungen von KI-Anwendungen verständlich zu machen. Das Projekt der »Munich Medicine Alliance«, an der auch die TUM beteiligt sei, werde im Rahmen des »Wissenschaftsjahrs 2026 – Medizin der Zukunft« vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.
Ziel des Projekts sei eine digitale Plattform zu erstellen, auf der anschaulich gezeigt werde, wie KI die Medizin in zehn Jahren verändern könnte. Anhand von fünf Beispielen aus unterschiedlichen Lebensabschnitten von Patientinnen und Patienten, solle sie verschiedene KI-Einsatzmöglichkeiten in der Medizin zeigen – etwa bei genetischen Analysen in der Kindheit, bildgestützter Diagnostik, Robotik-Operationen, Wearables oder Assistenzsystemen im Alter. Dabei sollen sowohl die Vorteile als auch eine Alternative mit heutigen nicht KI-basierten Therapien aufgezeigt werden. Nutzerinnen und Nutzer könnten in dieser »Patientenjourney« zwischen Optionen wählen, um so unterschiedliche Szenarien zu erleben.
Das Projekt richte sich an ein breites, gesundheitsinteressiertes Publikum – insbesondere Erwachsene ab 40 Jahren. Inhalte sollen dabei ausdrücklich nicht von den teilnehmenden Forschungseinrichtungen vorgegeben, sondern gemeinsam mit interessierten Menschen entwickelt werden.
-tum-
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