Neujahrsempfang der Stadt Miesbach 2026

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Neujahrsempfang
der Stadt Miesbach 

Januar 2026

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Region Bayern – Mit den hinreissend melodischen Klängen des »Second Walz« von Dmitri Schostakowitsch, vorgetragen vom Musiktrio »WoHer« – Monika Hering, Hennes Hering und Christian Wolff, begann der »31. Neujahrsempfang der oberbayerischen Stadt Miesbach«Im eleganten Ambiente des Jugendstilsaales des Veranstaltungszentrum Waitzinger Keller begrüßte Dr. Gerhard Braunmiller, Erster Bürgermeister der Stadt Miesbach, die zahlreichen Gäste zum »Anfang des neuen Jahres«, obwohl doch schon jeder bereits wieder im »Termintrott der Zeit« stecken würde. Doch gekommen waren viele, die Rang und Namen haben: Landrat Olaf von Löwis of Menar mit Gattin Sybille, Miesbachs Altbürgermeisterin Ingrid Pongratz, Katrin Baumann und Pfarrer Michael Mannhardt von der katholischen Kirchengemeinde, die evangelischen Kirchenvertreter Anika Sergel-Kohls und Erwin Sergel, die Bürgermeister Jens Zangenfeind aus der Gemeinde Hausham, Franz Schnitzenbaumer aus der Marktgemeinde Schliersee, Leonhard Wöhr aus der Gemeinde Weyarn, Klaus Meixner aus der Gemeinde Irschenberg sowie Astrid Güldner, Zweite Bürgermeisterin der Stadt Miesbach, neben vielen Städträten, Stadträtinnen und Mitarbeitenden der Stadt miesbach. Ferner waren u.a. Dr. Martin Mihalovits von der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee, namhafte Vertreter von Vereinen, Handel und Gewerbe, der Schulen und Kindergärten, Behörden und Sozialeinrichtungen und zahlreiche Kulturpreisträger der Stadt Miesbach mit von der Partie.

Bei der Neujahrsempfangsrede bemerkte Dr. Braunmiller, dass man es privaterweise gewohnt sei, mit neuen Herausforderungen konfrontiert zu werden und damit auch zu kämpfen habe. Dies würde ebenso bei der Vielzahl an Zuständigkeiten der Kommunen und dem Landkreis zutreffen, wobei sich die Bürger immer schnelle Lösungen wünschen würden. Doch bei der »Kommunalpolitik« dauerten »Lösungen« eben immer etwas länger, so Braunmiller, was die Menschen oft enttäuschen und zu Unstimmigkeiten führen würde. Trotzdem seien viele Aufgaben in der Stadt Miesbach dank guter Zusammenarbeit zur Zufriedenheit erledigt worden, sodass der Blick in die Zukunft durchaus positiv gestaltet werden dürfte.

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Dr. Gerhard Braunmiller bei seiner Ansprache

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Ferner spannte Braunmiller einen Bogen zur Weltpolitik, betonte die Unsicherheiten wegen der Unberechenbarkeit der Präsidenten in Rußland und Amerika; Aussagen, insbesondere Grönland betreffend, den Druckaufbau durch die Verhängung von Strafzöllen, was eine Steigerung bei den Preisen nach sich ziehen und Ängste bei der Bevölkerung auf der ganzen Welt hervorrufen würde. »Diese Präsidentschaft ist ein Streßtest für Europa. Trump ist nur ein Vehikel für notwendige Veränderungen. Die Weltordnung wird neu sortiert. Europa und Deutschland müssen mehr agieren, Amerika fällt als globaler Partner aus«, fasste Braunmiller die derzeitige Situation zusammen und kam auch auf die Kommunalwahlen im März 2026 zu sprechen. Viele Bürgermeister und Stadträte würden neu gewählt und die Bürger würden mit ihrer Wahl die Weichen für die Entwicklung ihrer Kommune für die nächsten sechs Jahre stellen, so Braunmiller. Er dankte allen, die sich für diese Ämter bewerben würden und jenen, die sich bereits engagieren, ob in der Kommunalpolitik, bei Vereinen oder den Blaulichtorganisationen. In der Stadt Miesbach würde ehrenamtliches Engagement hoch gehalten, worauf er sehr stolz sei, betonte der Bürgermeister.

Ein Film über Miesbachs Traditionen zeigte u.a. Umzüge der Trachtenvereine beim Gaufest 2025, welches durch den Heimat- und Volkstrachtenerhaltungsverein Miesbach ausgerichtet wurde. Braunmiller dankte den Vorständen für die Organisation und den Zusammenhalt aller Vereine bei den Vorbereitungen und wies auf die nicht selbstverständliche Übernahmebereitschaft der Vorstände bezüglich des Haftungsrisikos bei dieser mehrtägigen Großveranstaltung hin. Ferner präsentierte Braunmiller u.a. Zahlen über den Nachtragshaushalt der Stadt Miesbach. Trotz hoher Ausgaben, wegen der kommunalen Pflichtaufgaben, und eine zu erwartende Kreisumlage in Höhe von rund 15 Millionen Euro, sei eine positive Schuldentwicklung zu sehen, so Braunmiller. Dies sei beispielsweise auf die steigenden Gewerbesteuereinnahmen und eine gute Haushaltsfpolitik zurückzuführen.

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Anhand einer umfangreichen Bilderschau informierte der Bürgermeister auch bezüglich der abgeschlossenen, im Bau oder in Planung befindlichen Projekte, unter anderem über den Baubeginn und die Legung einer Zeitkapsel im Warmfreibad und das Richtfest der 77 Sozialbauwohnungen »An der Gschwendt« im Jahr 2025, den Baubeginn im Jahr 2026 des Hochwasserschutzes in Bergham – »Das dickste Brett, das in Miesbach gebohrt wird«, so Braunmiller; die Planungen zum Umbau des Marktplatzes während des Nahwärmenetzanschlusses sowie in der Stadtentwicklung die Arbeiten am Verkehrs- und Baukonzept mit Barrierefreiheit, aber auch in Sachen Erweiterung des Gewerbegebietes nebst Neubauprojekten am Kreuzberg, Müller am Baum und zum Thema Ortsentwicklungsprojekte in Parsberg. Einen Beitrag zum Klimaschutz nannte Braunmiller die Gründung einer Energiegesellschaft mit weiteren Gemeinden.

Eine ebenso erfreuliche Entwicklung konnte der Bürgermeister bei den Veranstaltungen in der Stadt feststellen. Besonders auf das breitgefächerte Programm des Veranstaltungszentrum Waitinger Keller sei er stolz, doch seien auch die zahlreichen Veranstaltungen – wie das »Faschingstreiben«, der »Neugeborenenempfang«, das zehn Tage dauernde »Volksfest«, der »Kulinarische Abend« und der »1000 Lichterglanz«, das »Starkbierfest«, das »Gaufest«, die »Waldecker Turniertage«, wie auch eien Ausstellung des Museumsvereins – ein voller Erfolg gewesen. Überdies habe der Museumsverein für den Erfolg der Ausstellung »Miesbach unterirdisch« einen Förderbescheid über 2000,- Euro erhalten. Als besonderes Ereignis sei der Eintrag von Hans Holnburger ins Goldene Buch der Stadt Miesbach, anlässlich seines runden Geburtstages, gewesen.

Neben den Jubiläen im Jahr 2025, unter anderem »40 Jahre Lebende Krippe« des Trachtenvereins, »60 Jahre Stadtbücherei« und zehn Jahre »Oldtimer Freunde Miesbach«, habe es einige Fahrzeugweihen gegeben. Beispielsweise erhielten die Freiwillige Feuerwehr Miesbach einen neuen Rüstwagen und die Rettungshundestaffel ein neues Einsatzfahrzeug. Ausserdem seien neue Veranstaltungen, wie der »Miesbacher Stadtlauf mit Kinderflohmarkt«, aus der Taufe gehoben worden.

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Die Kulturpreisauszeichnung 2026 erhielt  Stefan Baumgartner

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Den diesjährigen Kulturpreis der Stadt Miesbach bekam Stefan Baumgartner verliehen. In seiner Laudatio erklärte Bürgermeister Braunmiller: »Seit Jahrzehnten steht Stefan Baumgartner für die unverfälschte Pflege unseres Brauchtums. Er war 29 Jahre lang in verschiedensten Vorstandsfunktionen für den Heimat- und Volkstracht-Erhaltungsverein Miesbach tätig. Mit großer Leidenschaft habe er sich der Pflege der weltbekannten »Miesbacher Tracht« verschrieben. Gemeinsam mit einem hoch motivierten Team wurde u.a. während seiner Amtszeit zweimal ein »Gaufest« ausgerichtet (1989 und 1995), das Frühjahrssingen größer aufgezogen und in die Oberlandhalle verlegt. Das Adventsingen mit herausragenden Gruppen habe sich im Waitzinger Keller etabliert und Baumgartners Bühnenbilder hätten äußerst stimmig mit der Handlung des Hirtenspiels unter Leitung von Walter Kohlhauf korrespondiert. Der »Waitzinger Park« sei unter seiner Vereinsführung als »Freilichtgelände für spektakuläre Theateraufführungen« ertüchtigt und ein Theaterstadel errichtet worden, der für Freilichtaufführungen, für Vereinsjubiläen, Primizen, das Kirtafest oder die Lebende Krippe genutzt werde.

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Stefan Baumgartners Idee sei es auch gewesen, mit Hilfe der Vereine das Mahnmal an der Mittelschule in den Waitzinger Park zu versetzen, wo es viel besser zur Geltung komme. Auch die Rahmen an den Ortseingängen, mit denen werbewirksam Großveranstaltungen angekündigt werden können, seien sein Einfall gewesen. Viel Zeit hätten Stefan Baumgartner und sein Vereinskollege Markus Baumgartner auch in die Beschilderung historischer Gebäude in Miesbach investiert. Diese Aufgabe sei später von der Stadt Miesbach übernommen worden und umfasse mittlerweile an die 100 Gebäude im Stadtbereich Miesbach. Stefan Baumgartner stehe für gelebte Heimatverbundenheit. Für ihn seien Tracht und Brauchtum keine Touristenattraktion, sondern eine kulturelle Aufgabe, die Identität stifte, das Gemeinschaftsgefühl stärke und Ausdruck seiner oberlandlerischen Lebensfreude und seiner tiefen Verwurzelung in Miesbach sei. Dazu komme sein tiefes Interesse für Volkskunde und sein großes handwerkliches Geschick. »Du, lieber Stefan Baumgartner, bereicherst mit großem Idealismus das Kulturleben in der Kreisstadt Miesbach. War es 29 Jahre lang der Trachtenverein, so ist es heute die Gebirgsschützenkompanie Miesbach-Parsberg-Wies, die Du als stellvertretender Hauptmann in der gesellschaftlichen Wahrnehmung stärkst. Ich gratuliere Dir zur Verleihung des Kulturpreises der Stadt Miesbach und wünsche Dir für die Zukunft weiter so viel Idealismus!«, betonte Braunmiller. Gerührt dankte der Preisträger und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die junge Generation auch zukünftig Aufgeschlossenheit und Freude am Engagement zeigen möge. Mit dem Auftritt der Sternsinger endete der offizielle Teil des Neujahrsempfangs.

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-am- Bilder: am

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