Schenkung für das Museum Miesbach

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Schenkung
für das 
Museum Miesbach 

5. Januar 2026

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Region Bayern – Eine sehr umfangreiche Sammlung mit insgesamt 223 historischen Wachsstöcken und weiteren Gegenständen – aus dem Erbe von Dr. Hilde Meier-Schnell – durfte Stadthistoriker Alexander Langheiter kürzlich von Andrea und Dr. Florian Meier im großen Sitzungssaal des Rathauses Miesbach entgegennehmen. »Unsere Mutter sammelte gut 25 Jahre aus Leidenschaft unter anderem Wachsstöcke. Sie fand sie meist auf Auktionen. In der Sammlung befinden sich plastische Darstellungen, christliche Votivtafeln und Reliefbilder, welche sie testamentarisch der Stadt Miesbach hinterlassen hat«, betonte Dr. Meier.

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Bei der Übergabe exemplarischer Schenkungsstücke v.l.: Astrid Güldner (2. Bürgermeisterin der Stadt Miesbach),
Alexander Langheiter (Historiker und Kunsthistoriker der Stadt Miesbach) sowie Dr. Florian Meier und Andrea Meier.

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Erfreut über die großzügige Schenkung erklärte Stadthistoriker Alexander Langheiter, dass auch in der Stadt Miesbach, und zwar im damaligen »Cafe Lebzelter«, die Kunst des Wachsziehens beheimatet war und dass dies zur Kulturgeschichte der Stadt Miesbach gehöre. Die sogenannten »Votivgaben«, »Wachsstöcke« mit christlichen Motiven, Männer und Frauen in betender Haltung, Tiere und Häuser, wurden vorallem im 16., 17. und 18. Jahrhundert bei Wachsziehern gekauft und in Wallfahrtskirchen geopfert, um damit himmlischen Beistand bei Krankheit und anderen Notlagen zu erbitten oder für eine erhaltene Hilfe zu danken. Ferner wurden die kleinen Kunstwerke aus echtem Bienenwachs, weshalb sie sehr wertvoll waren, zu kirchlichen Anlässen – wie Kommunion oder Hochzeit – geschenkt, waren oftmals Teil der Aussteuer und schmückten in der guten Stube den »Herrgottswinkel«, um Schaden von Haus, Hof, Mensch und Tier abzuhalten. Ausserdem seien die »Model«, so nennt man die Formen zur Herstellung der Votivgaben, seit Jahrhunderten die selben geblieben, weshalb sich kaum das Alter der hübschen Kunstwerke feststellen lasse und eine monetäre Taxierung dadurch erschwere, so Langheiter.

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Exemplarische Anschauungsstücke der Schenkungsgegenstände

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Ebenso erfreut zeigte sich Astrid Güldner, 2. Bürgermeisterin der Stadt Miesbach: »Es ist schon was besonderes, etwas so schönes geschenkt zu bekommen, wobei der Wert nicht zu beziffern ist. Die Sammlung ist gut im Stadtmuseum Miesbach aufgehoben«. Ferner teilte Alexander Langheiter mit, dass, bevor ein Ausstellungstermin festgesetzt werden könne, die Sammlung noch komplett gesichtet und konservatorisch bearbeitet werden müsse. Diese Arbeit professionell durchgeführt, brauche eine gewisse Zeit.

-am- Bilder: am

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