Starkbierfest in Miesbach 2026

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Starkbierfest
in Miesbach 
2026

Wenn der »Wassergeist« auf »Starkbier« trifft

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Der »Wassergeist vom Miaschboch«, alias Nikolaus Ruml, beim Starkbierfest 2026 in Miesbach

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Region Bayern – Auch dieses Jahr lud der oberbayerische »Musikverein Miesbach« zum traditionellen »Starkbierfest in Miesbach« mit Theaterdarbietung ein, wozu der sagenumwobene  »Wassergeist vom Miaschboch« in seiner menschlichen Gestalt erschien, um den »Politischen« mal wieder ihre Machenschaften vor Augen zu halten. Vor der Fastenpredikt wurde jedoch das Bierfaß mit dem mit Spannung erwarteten Fastenbier namens »Salvator Doppelbock«, Stammwürze 7,9 Prozent vol., »angezapft«, was Dr. Gerhard Braunmiller, 1. Bürgermeister der Stadt Miesbach, wieder ganz routiniert mit zwei Schlägen übernahm. Anschließend trat der »Wassergeist vom Miaschboch«, im realen Leben Nikolaus Ruml, ans Rednerpult und die Veranstaltungsgäste lauschten.

Mit den Worten »Mein liebes Menschenvolk von Miaschboch, liebe Menschen aus de Nachbarsgemeinden und vo weiter her. Es is wieder soweit, herzlich Willkommen zum Starkbierfest 2026. I bin da Miaschboch, der unter unserer scheena Stodt duchfließt, und in menschlicher Gestalt erscheine ich eich heid wieder und ihr deafts wieder gspannt sei, wos i heuer ois a so in diesem spannenden und ereignisreichem Jahr mitgriagt hob«, eröffnete er die diesjährige Predigt. Bevor er loslegte erzählte er, dass ihn die »Haberer« beim letzten »Haberfeldtreiben« ausrichteten und er deswegen umgestellt habe: »Vorbei san de altmodischen Zeiten wo i mei dickes Sündenregister vo eich olle do rumschlepp und mir mei Zettelwirtschaft aussafoit. Hob ma extra für heid einen Ordner besorgt wo i ois feinsäuberlich eingeordnet hob…«. Und wies so kommen musste, fiel beim Zeigen des Ordners gleich wieder ein Zettel raus und der »Wassergeist« kommentierte flapsig: »Ui hoppala, a Herrschaftszeiten… achso ja, den Zettel kema liegen lossn. Do geht’s uman unteren Marktplotz – Des is ja Wurscht ob des Thema vor oder noch da Wahl wieder untern Tisch foid«.

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Gute Laune herrschte im vollbesetzten Saal des Gasthofs Bräuwirt in Miesbach

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Es ging weiter mit dem Thema »Wahl«, weswegen der Starkbieranstich in diesem Jahr zeitlich früher stattfand, weil, so der »Wassergeist«: »Wer woas, wen ma danoch no sieht und wer sich seng losst?!« Er begrüßte den Bürgermeister, Dr. Gerhard Braunmiller und seine Gattin Alexandra, flakste über dessen erfolgreichen »Faßanstiche« mit minimalistischen Schlagzahlen: »I wart ja grod drauf dasd irgendwann a moi sogst: »Koan oanzigen!« und zählte die Projektmaßnahmen von Gerhard Braunmiller auf: »Sozialwohnungen am Gschwendt baut, D Schui saniert, Kindergarten in da oidn Klosterschui ausbaut, Inklusionsspielplatz eröffnet, Warmbad neibaut, as Nahwärmenetz initiert, an Haushalt stabilisiert, Gesellschaften und Stiftungen gegründet, Hochwasserschutz – bist no dro…«. Zur Erklärung der Planungsdauer meinte der »Wassergeist«, dass dies nicht am Bürgermeister, sondern am »Miesbacher System« liegen könne und erklärte: »Ein Thema wird in einem der Ausschüsse angesprochen und vorgeschlagen. Dann werds in den Stadtrat getragen und diskutiert und weil jeder a andere Meinung dazua hod, entscheidet man sich das im Stadtentwicklungsausschuss zu besprechen. Der trifft sich aber bloß olle hoibe Jahr und weil sich dann keiner einig is, für was dieser Stadtentwicklungsausschuss eigentlich zuständig is und man hier auch nicht mehr weiter weiß, gründet man nen Arbeitskreis, der sich dann auch nur alle halbe Jahre trifft und darum, meine lieben, dauert des bei eich immer alles so lange…!« Mit dem Rat, das »Miesbacher System« zu überarbeiten, weil es nichts ausmacht, wenn es mal schneller geht, wandte er sich der 2. Bürgermeisterin, Astrid Güldner und deren Vorliebe für »Selfies«, zu und nannte sie »politischer Fotojunckie«.

Desweiteren behandelte der »Wassergeist« das kurzfristige Auftreten des jungen Kandidaten der SPD nebst Wahlspruch, ferner bezeichnete Bernhard Heidl (FDP) als Wäscheklupperlkönig, der »vom Warmbadheld zum Rathausheld wern mecht«, zog über den Fototermin der CSU Fraktion am Kirchweihsonntag her und landete schließlich beim »Schwarzen Kochbuch« der CSU Miesbach, welches »Lieblingsrezepte« der insgesamt 24 Stadtratskandidaten enthielt. Nach einer »ganz kurzen Pause vom Wahlkampf«, gratulierte er Stefan Baumgartner zum Erhalt des diesjährigen Kulturpreises der Stadt Miesbach, machte er weiter mit seiner parteiübergreifenden Wahlkampfschelte, und zwar vom »Parteienwechsel«, manche seien von der SPD zur FDP oder von der CSU zur FDP oder von der ÖDP zur Freien Liste, gewechselt. Ferner sei eine dreimalige Vergabe eines 11. Platzes auf dem Wahlkampfflyer der SPD erfolgt.

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Nach zwei Schlägen von Bürgermeister Dr. Gerhard Braunmiller hieß es: »O‘ zapft is«

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Zum heiklen Thema »Landschaftsschutzgebietsausweisung« betonte der »Wassergeist«, dass »da Olaf« (Landrat Olaf von Löwis von Menar) fei de Landschaftsschutzzonenunterlagen ned »verschmissen« hod, er hod bloß schaun derfn wiara des jetzt wieder macht« und dass die »Tafelrunde« namens »Kreistag« als »Verordnungsgeber« zu wenig Disziplin bei Abstimmungen von Verordnungen zeige und der Landrat deswegen »kurz vor Weihnachten keinen Bock mehr hod, numoi abstimmen zu lossn«. Ferner kam der »Wassergeist vom Miaschboch« vom scheidenden Landrat auf die derzeitigen »Landratskandidaten« zu sprechen. Einer hätte »Bock« und hätte »alles« auf die Kandidatur gesetzt, ein anderer sei durch den Landkreis gewandert um mal anzuschauen, über was er regieren könnte, während sich ein weiterer bereits als »Altbürgermeister« sehen würde.

Lobend erwähnte er hingegen die beiden Vorstände des »Trachtenvereins Miesbach«, Christian Mittermaier und Stefan Löw, die im letzten Jahr das mehrtägige »Gaufest in Miesbach« mit ihrer Truppe sehr erfolgreich organisiert hätten. Desweiteren lobte er die Aktivitäten des »Bunten Hauses« in Miesbach. Bei den »Katholiken« sei hingegen ein Brief an die Firmlinge mit der Nachricht geschickt worden, dass die »Firmvorbereitungen« vorraussichtlich im April beginnen würden, genauerere Informationen hierzu jedoch im Mai erfolgten.

Eine gute Nachricht verkündete der »Wassergeist« auch: Der BRK-Landesarzt Dr. Florian Meier sei wiedergewählt worden und teilte mit, dass dieser »einen Haufen Wachsstöcke« von seiner Mama an den Museumsverein gespendet habe und mutmaßte daher, ob er den freigewordenen Platz für einen Partykeller benötigt habe. Und weil er schom beim Museumsverein war, rügte er den »Wahlkampfwahnsinn«, das Heimatmuseum im alten, verfallenen »Cafe Kern« Haus unterzubringen: »Des foid eich jetzt kurz vor da Wahl ei, nochdem ma des Haus scho seit Jahrzehnten verfoin losst. Des hätt ma scho friahra macha kena«, betonte der »Wassergeist«. Zugleich hob er die Aktivitäten des Museumsvereins hervor und bemerkte: »Mit allem, wos ihr so auf d Fiaß stellds, habts scho ein Alleinstellungsmerkmal. Weil i glab, dass ihr bayernweit, wenn nicht sogar deutschlandweit, das onzige »mobile Heimatmuseum« seids. Quasi richtige Geschichtsnomaden«. Desweiteren bemängelte der »Wassergeist vom Miaschboch« die horrenden Kosten in Höhe von 80.000 Euro für die »Erneuerung des Maibaumständers« am Marktplatz und machte den Vorschlag von »ehrenamtlichen Arbeitstätigkeiten«, um dann mit den ersparten Geldern anständige Eintrittspreise für das Schwimmbad zu ermöglichen. 

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Der »Wassergeist« beim Leviten lesen

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Zu den »Verabschiedungen« kommend teilte er mit, dass ein Mitglied der Stadtrats, Florian Ruml, nur noch für den Kreistag kandidieren wolle und dass die Polizeidienststellenleiterin Katharina Schreiber vorraussichtlich nächstes Jahr in Pension gehen würde: »Dann jagt sie keine Menschen mehr, nur noch Tiere. Sie is nämlich auch leidenschaftliche Jägerin. Den Kollegen wird ihre brutale Lache fehlen, aber dass da Kaffee und Kuacha im Pausenraum dann nicht mehr so schnell weg ist, nicht. Sie war sich auch außer Dienst nicht zu schade und woit scho oiwei Bescheid wissen, wenn wos war und informiert werden von Ihre Leut«, betonte der »Wassergeist«.

Als das »demokratischte, was er in den letzten Jahren gemacht habe«, bezeichnete der Fastenprediger »das Aufhören« des Betreibers vom Schützenwirt: »Do hams ja gern gespeist, de Herren und wenigen Damen von da AFD«. Plötzlich sehr ernst geworden, sagte er: »Ois Fastenredner bin i ja ned politisch. Aber jedes Jahr hadere und ringe ich mit mir, ob i wos song soi oder ned. Aber wann und wo wenn nicht hier« und begründete seinen Ausbruch: »Früher ham de Rechten ja eana Scheiße oiwei no a bissl in Gschenkpapier eipackt, das ma ned glei ois checkt hod, aber mittlerweile hauns eanane Vorstellungen ja direkt und ungefiltert raus. Do hockt ein Landratskandidat einer offensichtlich nachgewiesenen, rechtsextremistischen Partei bei da Podiumsdiskusion und erzählt, dass er erst moi olle Kulturstellen und as Klimaschutzmanagement im Landratsamt streiche dad, wenn er Chef wär und erzählte zwo Stund lang, dass er notleidende und hilfesuchende Asylbewerber ausweisen und abschieben wolle. Stellt sich dann beim Schlusswort hin und sogt, er steht für eine »Ideologiefreie Politik«. Ja geht’s eigentlich no?! So oan konn i nicht ernst nehmen!«, so der »Wassergeist«.

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Freuten sich über die gelungene Veranstaltung (v.l.):
»Wassergeist« Nikolaus Ruml und Miesbachs Bürgermeister Dr. Gerhard Braunmiller

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Und nach einem Schluck Starkbier »I dad song, trink ma moi auf de Demokratie!« räumte er mit einem Fastenpredigt-Veranstaltungsmythos auf: »Es hoaßd ja immer, am Freitag is da wichtigere Dog, do is de Prominenz do, aber i find, des hod sich in de letzten Jahre scho a bissl gewandelt und durchgemischt. I persönlich mach sowieso koan Unterschied, i erzähl an beide Dog des gleiche und mia san de Leut an beide Dog gleich wichtig und so sois a sei. Kemmts wias eich bassd, für mi san des de scheenstn zwoa Dog im Jahr«, erklärte der »Wassergeist«.

Abschließend bat er, dass die »Mauscheleien« wie »Wenn ma dies noch beschließen, dann unterstützen wir euren Kandidaten« oder »Wenns mich wählts, dann versprich ich eich dieses und jenes«, die während eines Wahlkampfes stattfinden, nach der Wahl aufhören und wieder zusammen gearbeitet werden sollte und gab noch den Rat: »Denn Politik is a hartes Pflaster, aber bei allem, wos beschlossen und entschieden wird, denkts dro, ihr miassts ned nur eich no im Spiegel oschaun kena, ihr miassts a no de Leut in d Aung schaun kena, de eich gwählt ham« und beendete seine Fastenrede mit den Worten: »So sog i am Schluss wieder mei Sprüchal: Nix für unguad und wenns is, und wennts as brauchts, na kimm i fei wieder! Dankschön, guad Nacht!«

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Für einen Theaterspaß mit Dr. Gerhard Braunmiller sorgte der Haberer-Verein Miesbach

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Den nachfolgenden »Theater-Einakter« gestalteten dieses Jahr in Erstaufführung der »Haberer-Verein Miesbach«. Als sympathische Lästermäuler erfreuten Franz Mayer als gestreßter Päckchenbote, Hans Mayer als Standbetreiber auf dem Wochenmarkt und Seppi Brugger als überiggeblienes »Fräulein« von der Bettlhochzeit, mit hintergründigen Dialogen sowie gewitzten Seitenhieben auf die Kommunalpolitik, den Wahlkampf und dessen Auswüchse, die Gäste des Starkbieranstichs. Das kurzweilige Theaterstück war der heitere Abschluß eines gelungenen Abends. … weiter zur Bildergalerie

-am- Bilder: am

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