23. Internationales Bergfilm-Festival  Tegernsee 2026 – Abenteuer am Berg und in der Natur begeisterte die Zuschauer

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23. Internationales
Bergfilm-Festival 
Tegernsee
2026

Abenteuer am Berg und in der Natur

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Tegernsee – Für viele Besucher gehört das »Internationale Bergfilm-Festival Tegernsee« zum festen Bestandteil des Veranstaltungsjahres. Besonders die breite Themenpalette begeisterte die Zuschauer, welche auch dieses Jahr wieder mit Interesse die Beiträge der engagierten Filmemacher- und macherinnen sowie der unerschrockenen Sportlerinnen- und Sportler verfolgten. Bemerkenswert war, dass in der von Männern dominierten Welt der Bergsteiger und -filmmacher heuer viele weibliche Filmschaffende und Bergsteigerinnen mit ihren Beiträgen vertreten waren oder als Protagonisten über ihre Leben erzählten. Diesbezüglich fand im Rahmen des Bergfilm-Festivals 2026, unter dem Motto »Abenteuerinnen«, ein Diskussionsabend statt, wobei unter anderem die Frage erörtert wurde, wie Frauen ihren Weg zu erfolgreichen Gipfelstürmerinnen finden können.

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Bei den über 200 eingereichten Filmen präsentierte man heuer unter anderem Beiträge von schweißtreibenden Dschungeldurchquerungen und eisigen Schneeerlebnissen über schwindelerregende Bergsportabenteuer und gefährlichen Skitouren bis hin zu Gletscherkonzerten, dramatischen Erzählungen von Begebenheiten und persönlichen Dramen. Dabei standen Schwerpunkte wie Umwelt-, Tier- und Naturschutz sowie der Schutz von regionalen Traditionen und kulturellen Konventionen ebenso im Vorgergrund wie die Freude an einzigartiger Landschaft und dem Erbringen persönlicher Höchstleistungen.

»Tolle Tage mit tollen Filmen« wünschte Johannes Hagn, 1. Bürgermeister der Stadt Tegernsee, beim offiziellen Eröffnungsabend des Bergfilm-Festivals im vollbesetzten Barocksall des Gymnasiums in Tegernsee und begrüßte Michael Pause, der als Direktor lange Jahre das Festival verantwortete und nun als Schirmherr über das ganze Geschehen wacht. Ferner hieß Hagn seine Amtskollegen, darunter Josef Bierschneider, stellvertretender Landrat des Landkreises Miesbach und Bürgermeister der Gemeinde Kreuth sowie Alfons Besel, Bürgermeister der Gemeinde Gmund; Johann Harraßer, Bürgermeister der Gemeinde Hausham; Stefan Niedermaier, Bürgermeister der Gemeinde Rottach-Egern; Bernhard Schäfer, Bürgermeister der Gemeinde Valley und Christian Mittermaier, 2. Bürgermeister der Stadt Miesbach, herzlich willkommen.

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Bergfilm-Festivalleiter Tom Dauer bei der Mikrofonanpassung

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Als Moderator leitete Festivaldirektor Tom Dauer durch den Abend. Die Eröffnungsfilme hätten nicht unterschiedlicher sein können. So führte der Beitrag »Six Days to the Edge – Ein Highline-Abenteuer an den Angel Falls« durch den schwülen, regengetränkten Dschungel Venezuelas – bis zum 800 Meter hohen Wasserfall – um dort auf einer Highline über den Salto Angel zu balancieren, während der zweite Film »Forever Young« die Entdeckung des sagenumwobenen »Valle de las Rocas« , eine trockene Landschaft steiler Felswände und Bergformationen in 4.000 Metern Höhe, zeigte. Im Anschluß stellte Dauer die Regisseure und einige Protagonisten der Eröffnungsfilme, darunter Valentin Rapp, Lukas Irmler und Antonia Rüede-Passul (Six Days to the Edge) sowie Moritz Attenberger, Christian Schlesener, Moritz Hans und Stefan Glowacz (Forever Young), dem Publikum vor.

Nach vier Tagen gipfelte die Filmreise durch die Welt der Abenteuer schließlich bei der feierlichen Verleihung der Preise. Diese wurden von Festivaldirektor Tom Dauer und Schirmherr Michael Pause überreicht, wobei auch die Stifter der Preise anwesend waren. Der Siegerfilm des »23. Internationalen Bergfilm-Festivals Tegernsee 2026« wurde mit dem 3.000 Euro dotierten »Großen Preis der Stadt Tegernsee« ausgezeichnet und war »Kongo – Le sang et la boue« (Kongo – Of Mud and Blood) von Jean-Gabriel Leynaud. Dieser erhielt auch die Auszeichnung »Beste Kamera«. Der Film setzte sich gegen insgesamt 87 internationale Produktionen durch. Jean-Gabriel Leynaud nimmt in seinem wichtigen wie beeindruckenden Film den Zuschauer mit zu den Menschen im Osten der Demokratischen Republik Kongo, deren Leben vom Abbau des Erzes Coltan, bitterer Armut und den immer wiederkehrenden Angriffen bewaffneter Milizen geprägt ist. Die Jury lobte neben gesellschaftlicher Relevanz, Aktualität auch den meisterhaft erzählenden Stil. Ungeschönt und ehrlich wird dem Zuschauer vermittelt, welche Folgen die Globalisierung hat – und wer die Kosten dafür trägt. »Ein Film, der gesehen werden muss, weil er uns alle angeht«, urteilte die Jury einstimmig.

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Filmszene aus dem Beitrag »Six Days to the Edge – Ein Highline-Abenteuer an den Angel Falls«

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Den DAV-Preis für den besten Alpinfilm der Kategorie »Erlebnisraum Berg« erhielt Alexis Berg für »Run Again«. Im Mittelpunkt des Filmes steht die Begeisterung des charismatischen Sängers Dave Pen für Musik und Trailrunning. Zwei auf den ersten Blick unterschiedliche Welten, verbunden durch die Sucht nach körperlicher und mentaler Verausgabung. Urteil der Jury: »Der Film verbindet die beiden konträren Leidenschaften des Protagonisten auf ebenso spektakuläre wie sensible Weise miteinander. Herausgekommen ist ein sensibles, ehrliches und ästhetisch eindrucksvolles Porträt«.

Den mit 1.000 Euro dotierten Preis der Kategorie »Naturraum Berg«, gewann der Film »2000 Jours au Paradis« von Veronique, Anne und Erik Lapied. Im Film gibt es keine geschönten Bilder, keine Effekthascherei. Zurückhaltend begleitet der Film Vater, Mutter und Tochter Lapied auf deren Suche nach den scheuen Bewohnern alpiner Bergwelten und zeigt dabei Aufnahmen, deren Entstehung viel Geduld, Leidenschaft und Hingabe erfordern. »Der Film stellt die Natur in den Vordergrund, ohne dabei belehrend zu wirken«, begründet die Jury ihre Entscheidung, »2000 jours au paradis« als besten Film der Kategorie »Naturraum Berg« hervorzuheben.

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Den Preis der Kategorie »Lebensraum Berg«, ebenfalls mit 1.000 Euro prämiert, erhielt Jens Schanze für »Materia Prima«. Der Film beobachtet aus verschiedenen Blickwinkeln das Interesse am weltweit größten Lithium-Vorkommen Boliviens – vor dem historischen Hintergrund der kolonialen Silberausbeutung am Cerro Rico. Internationale Investoren stehen hier den Einwohnern gegenüber. Die Jury lobt den äußerst präzisen Blick, der ohne Wertung den Verlust und die Zerstörung eines Lebensraumes zum Zwecke der globalen Energiewende dokumentiert.

Über den »Otto-Guggenbichler-Nachwuchspreis« nebst 1.000 Euro durften sich Gabriele Giuso und Brando Carasso für ihre Kletterfilm-Parodie »This isn’t Me« freuen. »So viel Humor und Selbstironie zeige sich selten in einem Kletterfilm«, war sich die Jury einig. Sie würdigte den Film für seinen humorvoll-provokanten Ansatz, der auf spielerische Weise mit der Persönlichkeit des Kletterers Hamish McArthur arbeitet. Dessen enorme sportliche Leistung rückt dabei in den Hintergrund und macht Platz für ein originelles Porträt des Kletterers. »Eine gelungene Parodie auf den klassischen Kletterfilm«, urteilte die Fachjury.

Der Preis für den »Besonderen Film« ging an den Stopp-Motion-Film »Kronoshock« von Ignasi López Fàbregas. Der »Bayern 2-Publikumspreis« wurde an »Six Days to the Edge – Ein Highline-Abenteuer an den Angel Falls« von Valentin Rapp vergeben. Die mit jeweils 500 Euro belohnte »Lobende Erwähnung der Jury« erhielten die Filme »Loving Karma« der beiden Dokumentarfilmer Johnny Burke und Andrew Hinton sowie der Film »Zahir« von Julien Nadiras.

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Abschlussabend des 23. Internationalen Bergfilm-Festivals Tegernsee 2026

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Der mit 5.000 Euro dotierte »LOWA Young Talents Award«, den das »Internationale Bergfilm-Festival Tegernsee« und der bayerische Sportschuh-Hersteller »LOWA« zum zweiten Mal auslobten, eröffne jungen Talenten die Chance, sich im Genre Dokumentarfilm zu etablieren. Der Award geht 2026 an Luis Klimt. Sein »Ice swim project« habe Festivalleiter Tom Dauer auf Anhieb überzeugt. Der geplante Film möchte den 21-jährigen deutschen Eisschwimmer Kilian Graef begleiten, der in der kommenden Saison nur ein Ziel vor Augen hat: Beim »Eisschwimm-Weltcup« der jüngste Sieger zu werden. Seine Reise führe in das Atlasgebirge in Marokko und das Erzgebirge. Anhand von Begegnungen mit Athleten, Pionieren und Menschen hinter den Kulissen des Sports erkunde der Film die wachsende Welt des Eisschwimmens. Seine Premiere werde der Film im Oktober 2027 während des »24. Bergfilm-Festivals Tegernsee« feiern. Der Gewinnerfilm des »LOWA Young Talents Award 2025« war »Der Zeit ihre Steine« von Paul Schweller und Hanna Carmen Schneider. Der nun fertig gestellte Film begleitete die Suche des jungen Schweizer »Strahlers« Nino (alpiner Kristall- und Mineraliensucher) bei der Suche nach Bergkristallen.

Festivalleiter Tom Dauer zeigte sich bei der Schlussfeier mit dem Verlauf des Festivals zufrieden: »Es begeistert mich, dass wir wieder internationale Filmschaffende vor Ort hatten, die uns herausragende Filme präsentiert haben. Wir konnten mit unserem anspruchsvollen Festivalprogramm sehr viele Zuschauerinnen und Zuschauer erreichen. Dieser große Zuspruch zum Festival ist bemerkenswert. Die Veranstaltungen mit unseren Gästen hatten eine besondere Strahlkraft. Die Gespräche mit ihnen nach den Filmen waren echte Highlights«.

-am- Bilder: am

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