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Wöchentliche Nachrichten und Reportagen aus den Alpenländern und darüber hinaus
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KW 45 – 2026
02. – 08.11.2026
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Wisent-Stiere
ziehen in die Karpaten um
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Bayern – »Ab in die Freiheit«: Drei junge Wisentbullen aus dem Donaumoos dürfen schon bald durch die rumänischen Karpaten streifen. Kürzlich sind sie vom Gehege des Donaumoos-Zweckverbands aus nach Osteuropa aufgebrochen. In einigen Wochen erfolge dort die endgültige Auswilderung. Die Verladung am Stallgebäude des Geheges in den Transporter eines Spezialunternehmens sei völlig problemlos verlaufen, wie Dr. Johannes Riedl als fachlicher Leiter der Einrichtung erklärte. »Es ging alles gut, nach weniger als zwei Stunden war alles abgeschlossen«, so Riedl. Diese reibungslose Verlauf hänge unter anderem damit zusammen, dass er und das Betreuerteam mittlerweile viel Erfahrung mit solchen Aktionen hätten. Dennoch sei dieses Mal etwas neu gewesen: Denn mit der Stiftung »Conservation Carpathia« habe es nach vielen Jahren der Zusammenarbeit mit dem »World Wide Fund For Nature«, also dem WWF, sowie der Organisation »Rewilding Europe« einen neuen Partner in Rumänien gegeben. Der Start für die Kooperation mit dem Donaumoos laufe nun mit den drei Tieren, die zunächst in ein Auswilderungsgehege kommen sollen, von wo aus dann in einigen Wochen die Freiheit warte.
Bei den drei Wisenten handele es sich um junge Bullen im Alter von zwei und drei Jahren, allesamt Söhne des Zuchtstiers Ihkarus aus dem Wisentgehege im Donaumoos. Mit dem Weggang der drei Jungbullen reduziere sich die Anzahl an Tieren im Gehege des Donaumoos-Zweckverbands beim Haus im Moos auf 31. Heuer seien dort sechs Kälber geboren worden.
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Viel Geduld, gutes Zureden und frisches Heu:
Mit dieser Kombination sei auch diesmal die Verladung der Wisente gelungen.
Für drei junge Stiere aus dem Donaumoos gehe es nun
in die freie Wildbahn in den rumänischen Karpaten.
-dmzv- Bild: Annette Reindl
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Strukturreform
der Steuerverwaltung
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Baden-Württemberg – Die Steuerverwaltung stehe vor neuen Herausforderungen. Größere, regional zuständige Finanzämter sollen ihre Leistungsfähigkeit langfristig sichern. Demografischer Wandel, Fachkräftemangel und Digitalisierung stellten auch die Steuerverwaltung vor neue Herausforderungen. Darauf wolle man reagieren und die Finanzämter strukturell neu aufstellen. Man wolle die Leistungsfähigkeit der Steuerverwaltung langfristig stärken, ihre Digitalisierung vorantreiben sowie Bürgernähe, Service und regionale Erreichbarkeit sichern. Dafür sollen Finanzämter zu größeren, regional zuständigen Einheiten zusammengeführt werden. So könnte man Aufgaben besser verteilen, Fachwissen bündeln und Vertretungen verlässlicher organisieren.
Die neuen Finanzämter sollen grundsätzlich alle Fachbereiche abdecken. Gleichzeitig sollen Abläufe vereinfacht und die Möglichkeiten der Digitalisierung besser genutzt werden. Ziel sei eine Steuerverwaltung, die ihre Aufgaben auch unter veränderten Bedingungen zuverlässig und effizient erfülle. Die Steuerverwaltung solle grundsätzlich in der Fläche präsent und für Bürgerinnen und Bürger erreichbar bleiben. Wie einzelne Standorte und die Organisation vor Ort künftig aussehen sollen, werde erst im Projektverlauf geklärt. Dabei sollen die Erfahrungen und das Fachwissen aus den Finanzämtern einfließen. Die Personalvertretungen sollen von Anfang an aktiv einbezogen werden. Die Umsetzung erfolge schrittweise.
-lbw-
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Fitnesstest
der Armee
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Schweiz – Die Resultate des turnusmäßigen Fitnesstests der Schweizer Armee seien im Rahmen der Vorjahre. Mit durchschnittlich 67,1 von maximal 125 Punkten liege der Mittelwert leicht unter dem Wert des Vorjahres. Rund 80 Prozent erfüllten gemäss Befragung die Bewegungsempfehlungen des Bundes, weniger als fünf Prozent seien inaktiv. Jährlich werden im Rahmen der Rekrutierung Fitness-Daten der Stellungspflichtigen und von Frauen, die sich freiwillig rekrutieren liessen, mit dem Fitnesstest der Schweizer Armee erfasst. Der Test umfasse fünf Übungen: Standweitsprung, Medizinballstoss, globaler Rumpfkrafttest, Einbeinstand sowie einen Ausdauerlauf. Insgesamt könnten maximal 125 Punkte erreicht werden. Im Jahr 2025 habe der Durchschnitt bei 67,1 Punkten gelegen. Dies entspreche einem leichten Rückgang von – 0,7 Punkten. Frauen erreichten durchschnittlich 45,4 Punkte, was einer Zunahme von 1,2 Punkten entspreche. Da Frauen in der Schweiz den Militärdienst freiwillig leisteten, handele es sich hierbei um eine selektierte und tendenziell sportlich motivierte Gruppe.
Zusätzlich zum Fitnesstest der Schweizer Armee werde das allgemeine Bewegungsverhalten mittels Fragebogen erfasst. Die Ergebnisse zeigten, dass 55,9 Prozent der Befragten als trainiert gelten. Weitere 23,6 Prozent seien ausreichend aktiv, 16,1 Prozent teilweise aktiv und 4,4 Prozent inaktiv. Wer jede Woche mindestens 150 Minuten moderaten Sport treibe oder 75 Minuten intensiv trainiere, gelte als ausreichend aktiv – eine Marke, die von 79,5 Prozent der jungen Menschen erreicht werde.
Umfangreiche Datenbasis
Die Auswertung basiere auf Daten von 36.346 Personen, davon 565 Frauen (1.6 Prozent). Den Fitnesstest der Schweizer Armee absolvierten 30.451 Personen (83,8 Prozent) vollständig, darunter 536 Frauen. Den Bewegungsfragebogen füllten 31.576 Personen aus.
-chbk-
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Erleichterter
Einsatz
emissionsfreier
Lieferfahrzeuge
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Liechtenstein – Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat kürzlich Änderungen in verschiedenen Verordnungen zum Strassenverkehrsrecht beschlossen, um den Einsatz »emissionsfreier Lieferfahrzeuge« zu fördern. Künftig sollen »elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge« mit einem Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen bis höchstens 4,25 Tonnen in wesentlichen Bereichen den herkömmlichen Lieferwagen bis 3,5 Tonnen gleichgestellt werden.
»Emissionsfreie Lieferfahrzeuge« seien aufgrund der Batterie- beziehungsweise Antriebstechnik häufig schwerer als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Das zusätzliche Gewicht führe dazu, dass viele dieser Fahrzeuge rechtlich als »schwere Motorwagen« gelten und entsprechend strengeren Vorschriften unterliegen. Mit den nun beschlossenen Anpassungen werde diesem Umstand Rechnung getragen, sofern das Mehrgewicht gegenüber 3,5 Tonnen ausschliesslich auf die emissionsfreie Antriebstechnik zurückzuführen sei.
Für die betroffenen Fahrzeuge sollen künftig dieselben Verkehrsregeln wie für konventionelle Lieferwagen bis 3,5 Tonnen gelten. So dürften sie beispielsweise auf Autobahnen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h verkehren, und das Signal »Verbot für Lastwagen« finde auf sie keine Anwendung mehr. Ferner genüge zum Führen dieser Fahrzeuge ein Führerausweis der Kategorie B.
Von den neuen Regelungen profitierten insbesondere Transportunternehmen, Lieferdienste sowie Handwerks- und Gewerbebetriebe. Die Massnahmen unterstützten den schrittweisen Umstieg auf »emissionsfreie Fahrzeuge« und leisteten damit einen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen im Lieferverkehr. Die Abänderungen der Verordnungen traten am 1. November 2026 in Kraft.
-rdfl-
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Im Netzwerk
der Wissenschaften
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Vorarlberg – Unter dem Motto »MINT-vernetzt« habe das »7. Vorarlberger MINT-Festival« sichtbar gemacht, wie vielfältig Verbindungen in Naturwissenschaft und Technik seien, und zwar vom Spinnennetz über digitale Systeme bis hin zu neuronalen Netzwerken. Rund 700 Besucherinnen und Besucher, darunter zahlreiche Familien, Schulklassen, Kinder und Jugendliche, hätten kürzlich in der Höheren Technischen Lehranstalt Bregenz die faszinierende Welt von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik entdeckt. Mehr als 25 Ausstellerinnen und Aussteller aus Vorarlberg, Österreich und Deutschland hätten mit interaktiven Stationen zum Experimentieren, Programmieren und Konstruieren eingeladen und auf anschauliche Weise vermittelt, wie eng Forschung, Technologie und Innovation miteinander verknüpft sei. Weitere Infos: www.mint-v.at
-vlk-
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Neuer
Kriterienkatalog
für barrierefreie Veranstaltungen
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Tirol – Ob Gemeindefest, Konzert, Sportveranstaltung oder Kulturabend: Veranstaltungen sollen Menschen zusammenbringen, förderten das Miteinander und stärkten das Gemeinschaftsleben. Damit möglichst viele Menschen daran teilnehmen könnten, müsse Barrierefreiheit bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Ein neuer »Kriterienkatalog für barrierefreie Veranstaltungen« unterstütze Tiroler Gemeinden und Veranstaltende dabei, Barrieren frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen für möglichst barrierefreie Veranstaltungen zu setzen. Erarbeitet worden sei der Kriterienkatalog von der »Servicestelle Gleichbehandlung und Antidiskriminierung« des Landes Tirol sowie der »Österreichischen Zentralstelle für Menschen mit Behinderung Tirol« (ÖZIV) unter Mitwirkung der Abteilung »Gemeinden des Landes Tirol«, der »Bezirkshauptmannschaft Innsbruck« und des »Tiroler Monitoringausschusses«.
»Barrierefreiheit beginnt nicht erst mit der Veranstaltung, sondern bereits bei der Planung. Sie ist keine freiwillige Zusatzleistung, sondern eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Wer unterschiedliche Bedürfnisse von Anfang an berücksichtigt, schafft die Grundlage für ein inklusives Miteinander«, erklärte Isolde Kafka, Antidiskriminierungsbeauftragte des Landes und Vorsitzende des Tiroler Monitoringausschusses.
Mehr als bauliche Zugänglichkeit
Gut zugängliche Eingänge, ausreichend breite Wege und Bewegungsflächen, barrierefreie Sanitäranlagen, geeignete Bodenbeläge sowie gekennzeichnete Parkplätze in Eingangsnähe – Maßnahmen wie diese sollen dazu beiragen, Barrieren abzubauen und Menschen mit Behinderungen eine möglichst selbstständige Teilnahme an Veranstaltungen zu ermöglichen. Barrierefreiheit geht jedoch über die bauliche Zugänglichkeit hinaus. Auch die Anforderungen von Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen sowie Menschen mit kognitiven oder kommunikativen Einschränkungen müssten bei der Planung berücksichtigt werden. Dazu zählten etwa verständliche und gut auffindbare Informationen über die Zugänglichkeit des Veranstaltungsortes, eine übersichtliche Beschilderung sowie eine möglichst barrierefreie digitale Kommunikation. Eine klar benannte Ansprechperson, die vor und während der Veranstaltung für Fragen und Unterstützungsbedarf erreichbar sei, erleichtere die Teilnahme zusätzlich. Der Kriterienkatalog diene als Orientierungshilfe im behördlichen Verfahren. Er ersetzt jedoch weder eine baurechtliche Prüfung noch eine formelle Beurteilung der Barrierefreiheit eines Gebäudes.
Barrierefreiheit als Gewinn für alle
»Echte Inklusion bedeutet, dass niemand vor verschlossenen Türen steht, sondern alle Menschen die Möglichkeit haben sollen, teilzuhaben, mitzuwirken und Gemeinschaft zu erleben. Barrierefreiheit ist kein Privileg für einzelne, sondern ein Gewinn für uns alle«, so ÖZIV Tirol-Geschäftsführer Hannes Lichtner. Er wieß ferner darauf hin, dass von barrierefreien Veranstaltungen nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern auch ältere Menschen, Familien mit Kindern sowie Personen mit vorübergehenden Einschränkungen profitierten. Weitere Informationen: Kriterienkataolg für barrierefreie Veranstaltungen
-lt-
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Künstliche
Intelligenz
im Bildungsbereich
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Südtirol – Die italienische Bildungsdirektion hat kürzlich in einem Handbuch Regeln, gemeinsame Kriterien und konkrete Instrumente für einen bewussten, ethischen und sicheren Einsatz »künstlicher Intelligenz« in den italienischsprachigen Schulen in Südtirol festgelegt. Die gemeinsam mit der Freien Universität Bozen erarbeitete Broschüre wurde am 29. Oktober 2026 in Bozen vorgestellt. Der Leitfaden biete Lehrkräften, Schulführungskräften und Verwaltungsmitarbeitenden Kriterien, um zu entscheiden, wann, wie und unter welchen Bedingungen »KI« sowohl im Unterricht als auch in Verwaltungsprozessen eingesetzt werden solle.
»Künstliche Intelligenz hat bereits Einzug in unsere Klassenzimmer gehalten, nun gilt es sie bestmöglich zu steuern«, hob Südtirols Landesrat Marco Galateo hervor. Die Schule müsse vermitteln, wie »künstliche Intelligenz« genutzt und verstanden werden könne. »Nicht zuletzt die Auszeichnung, die wir beim Festival dell’Innovazione Scolastica in Valdobbiadene und bei der DidaMatica 2026 erhalten haben, zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind«, so Galateo. Hauptschulamtsleiter Vincenzo Gullotta erklärte, dass Kompetenzbildung und Steuerung Hand in Hand gehen müssten und ergänzte: »Im Leitfaden wird festgelegt, wer entscheidet, wer umsetzt und wer unterstützt. Ferner wird der Grundsatz verankert, dass die Verantwortung für pädagogische Entscheidungen und Bewertungen stets bei den Menschen liegt«. Zu den Instrumenten gehörten eine Entscheidungsampel, Kriterien, die vor der Einführung eines Instruments zu prüfen seien, das Rahmenwerk für die Bewertung, ein Modell für die Schulleitung sowie ein Maßnahmenkatalog.
-lpast-
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Novelle
des Tourismusgesetzes
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Salzburger Land – Am 4. November 2026 soll im Salzburger Landtag eine »Novelle des Tourismusgesetzes« behandelt und beschlossen werden. Ziel des Initiativantrags sei die Entlastung der heimischen Wirtschaft. Von dieser Deregulierung sollen rund 9.000 Unternehmerinnen und Unternehmer profitieren, da sie künftig keinen Tourismusbeitrag mehr entrichten müssten. Zusätzlich werde die Einhebegebühr für die Tourismusverbände reduziert. Herzstück der Novelle sei der Entfall des bislang festgelegten Mindestbeitrags für Unternehmerinnen und Unternehmer. Während bislang generell der Mindestbeitrag in Höhe von 25 Euro zu leisten gewesen sei, werde nun ein Freibetrag von 50 Euro eingeführt. All jene, die im jeweiligen Beitragsjahr den Schwellenwert bei der Berechnung der Beitragshöhe nicht erreichten, seien vom »Tourismusbeitrag« befreit. Allein diese Maßnahme entlastet rund 6.000 Betriebe.
Höhere Umsatzgrenze entlaste Kleinunternehmen
Darüber hinaus komme es zu einer Anpassung der Kleinunternehmerregelung an das Umsatzsteuergesetz. Das bedeute, dass Kleinunternehmer erst ab einem Jahresumsatz von 55.000 Euro beitragspflichtig seien und nicht wie bisher schon ab einem Jahresumsatz von 35.000 Euro. Dieser Wert werde direkt an das Umsatzsteuergesetz gekoppelt, sodass Änderungen auch direkt im »Tourismusgesetz« greifen würden. Davon profitierten knapp 3.000 Unternehmerinnen und Unternehmer im Bundesland Salzburg.
»Gerade für kleine Unternehmen zählt jeder Euro. Deshalb setzen wir genau dort an, wo die Entlastung direkt bei den Betrieben ankommt. Die Novelle des Tourismusgesetzes ist das zweite große Deregulierungspaket im Tourismus. Unser Ziel ist klar: Wir wollen unsere heimischen Betriebe stärken und ihnen mehr finanziellen Spielraum geben. Ferner kommt es durch die Maßnahmen zu einer spürbaren Verwaltungsvereinfachung. So profitieren Tourismus, Wirtschaft und Verwaltung gleichermaßen«, erklärte Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler. Parallel zur Entlastung der Unternehmerinnen und Unternehmer werde die Einhebegebühr der Tourismusabgabe für die Tourismusverbände reduziert. Diese betrage derzeit 6,5 Prozent und werde auf 5 Prozent sinken.
-ls-
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Gemeinsam
gegen Hochwasser
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Oberösterreich / Bayern – Hochwasser mache nicht an Grenzen halt, weder an Landes- noch an Staatsgrenzen. Wenn beispielsweise die Salzach oder der Inn über die Ufer treten würden, müssten Einsatzkräfte in Oberösterreich und Bayern Hand in Hand arbeiten. Damit das im Ernstfall reibungslos funktioniere, startete kürzlich ein neues EU-Projekt. Gemeinsame Übungen und modernes Training sollen die Regionen entlang von Inn, Salzach und Donau besser schützen.
Grenzen überwinden, Sicherheit schaffen
Dort, wo Bayern und Oberösterreich aufeinandertreffen, würden die Einsatzkräfte vor denselben Herausforderungen stehen: Wie alarmiert man sich gegenseitig? Wie unterstützt man bei Großlagen? Das neue Interreg-Projekt »Hochwassergefahrenabwehr« bringe Feuerwehren, Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz aus beiden Ländern an einen Tisch. Ziel sei es, die Zusammenarbeit so eng zu knüpfen, dass im Ernstfall keine Zeit verloren gehe. Damit die Zusammenarbeit nicht nur auf dem Papier stehe, werde auch geübt. Geplant seien grenzüberschreitende Großübungen, bei der Einsatzkräfte aus Oberösterreich und Bayern gemeinsam Hochwasserszenarien durchspielten. Doch schon vorher werde trainiert, und zwar mit einer »Virtual-Reality-Anwendung«, die realistische Hochwassersituationen simuliere. Damit bei der Kommunikation keine Missverständnisse entstünden, werde außerdem ein gemeinsames »Feuerwehr-Fachlexikon« erstellt. Denn was in Oberösterreich »Einsatzabschnitt« heiße, könne in Bayern schon wieder etwas ganz anderes bedeuten.
Material teilen, Kräfte bündeln
Nicht nur Wissen, auch Ausrüstung soll künftig leichter über die Grenze kommen. Zwei neue »Abrollcontainer« – einer in Oberösterreich, einer in Bayern – sollen es möglich machen, Schulungsmaterial und Hochwassermodelle schnell dorthin zu bringen, wo sie gebraucht würden. Ein digitales Buchungssystem sorge ferner dafür, dass alle wissen, was zur Verfügung stehe.
Die Bevölkerung mitnehmen
Hochwasserschutz sei nicht nur Aufgabe der Einsatzkräfte. Auch die Bevölkerung solle besser informiert und eingebunden werden. Die Internetplattform www.hochwasserwissen.info solle stetig ausgebaut und um grenzüberschreitende Informationen erweitert werden. Geplant seien unter anderem Workshops, Veranstaltungen und interaktive Angebote, besonders auch für Kinder und Jugendliche. Ein besonderes Highlight sei die Planung einer »Hochwassererlebniswelt«. Eine interaktive Ausstellung solle künftig zeigen, wie Hochwasser entstehe, welche Kräfte dabei wirkten und wie man sich schützen könne.
Das Projekt werde von der EU gefördert und laufe bis Mitte 2028. Beteiligt seien neben dem Land Oberösterreich auch der Oberösterreichische und der Salzburger Landesfeuerwehrverband, der bayerische Landkreis Rottal-Inn sowie der Verein Energiewende Linz.
-loö-
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Landespolitik
spart bei den
eigenen Strukturen
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Steiermark – Die herausfordernde finanzielle Situation des Landes Steiermark mache weitere Einsparungen und strukturelle Reformen notwendig. Dabei nehme die Politik auch die eigenen Strukturen in den Blick: Die Steiermärkische Landesregierung reduziere die Personalausstattung der Regierungsbüros zum 1. Oktober 2027 um fünf Prozent. Nun würden die Regierungsfraktionen von FPÖ und ÖVP nachziehen und hätten einen gemeinsamen Antrag eingebracht, mit dem die Personalausstattung sämtlicher Landtagsklubs ebenfalls um fünf Prozent gesenkt werden sollen. Die geplante Kürzung gelte damit für alle im Landtag vertretenen Klubs. Dafür brauche es eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Landtag.
Steiermarks Landeshauptmann Mario Kunasek betonte die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit öffentlichen Mitteln: »Wir stehen vor großen budgetären Herausforderungen und müssen daher in allen Bereichen genau hinschauen und Einsparungspotenziale nutzen. Für mich ist klar: Sparen beginnt bei uns selbst. Wenn wir von der Verwaltung und anderen Bereichen Beiträge zur Budgetkonsolidierung verlangen, muss auch die Politik ihren Teil leisten. Deshalb reduzieren wir die Personalausstattung der Regierungsbüros und begrüßen, dass die Regierungsfraktionen diesen Weg auch bei den Landtagsklubs konsequent fortsetzen. Es geht darum, mit gutem Beispiel voranzugehen und die finanzielle Handlungsfähigkeit unseres Landes langfristig abzusichern«.
Auch im Landesdienst sollen die Konsolidierungsmaßnahmen fortgesetzt werden. 2027 sollen insgesamt 150 Stellen eingespart werden. Mit diesen Maßnahmen setze die Landesregierung Steiermark ihren Konsolidierungskurs auf mehreren Ebenen fort. Ziel sei es, die öffentlichen Ausgaben nachhaltig zu begrenzen, Strukturen effizienter zu gestalten und die finanzielle Handlungsfähigkeit des Landes sicherzustellen.
-lstmk-
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»Senza Confini«
goes Kultur
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Kärnten – Was vor Jahren als olympischer Traum »Senza Confini« begonnen habe, könnte nun auf kultureller Ebene Realität werden: Die Kärntner Stadt Villach, die italienische Gemeinde Tarvis und das slowenische Kranjska Gora hätten kürzlich eine gemeinsame Bewerbung als »Kulturhauptstadt Europas« für das Jahr 2033 ins Auge gefasst. Nachdem Friaul-Julisch Venetien finanzielle Mittel für eine Machbarkeitsstudie in Tarvis in Aussicht gestellt habe, signalisierte Kärnten die Bereitschaft für das Großprojekt.
»Der Alpen-Adria-Raum zeigt seit Jahrzehnten, dass Grenzen uns nicht trennen, sondern verbinden. Die Initiative, die Kulturhauptstadt Europas über drei Staatsgrenzen hinweg zu denken, ist ein richtig starkes Signal für das Zusammenwachsen Europas. Ein solches Signal erscheint in Zeiten wie diesen notwendiger denn je. Kärnten wird diesen Prozess mit voller Kraft unterstützen und begleiten. Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten, um aus der visionären Idee ein konkretes Erfolgsprojekt zu machen«, erklärte Kärntens Landeshauptmann Daniel Fellner.
-lktn-
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Medienfit
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Niederösterreich – Rund einen Monat nach der Präsentation der Initiative »Medienfit in Niederösterreich« zeigten die ersten Zahlen die Bedeutung des Themas. Das Land Niederösterreich unterstütze mit der Initiative Kinder und Jugendliche dabei, digitale Medien sicher, selbstbestimmt und verantwortungsvoll zu nutzen. Gleichzeitig erhielten Pädagoginnen und Pädagogen sowie Eltern praxisnahe Materialien und konkrete Hilfestellungen für den Schul- und Familienalltag.
»28.300 Aufrufe der Instagram-Beiträge und 5.000 Website-Aufrufe zeigen, wie wichtig Medienkompetenz und konkrete Unterstützung für Familien und Schulen sind. Wir wollen Kinder und Jugendliche stärken, Risiken besser zu erkennen und bewusste Entscheidungen in der digitalen Welt zu treffen. Gleichzeitig lassen wir Pädagoginnen und Pädagogen sowie Eltern mit diesen Herausforderungen nicht allein«, erklärte Niederösterreichs Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.
»Medienkompetenz« ende nicht an der Schultür. Gerade im Familienalltag stellten sich viele Fragen zum Umgang mit Bildschirmzeiten, sozialen Netzwerken und digitalen Gewohnheiten. Deshalb richte sich die Initiative ausdrücklich auch an Eltern und Erziehungsberechtigte. Ergänzende Angebote, Materialien und Elternvorträge sollen Orientierung geben und Familien dabei unterstützen, gemeinsam einen bewussten Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln. Niederösterreich setze mit »Medienfit« auf die Verbindung von Prävention, Schutz und Bildung. Kinder und Jugendliche sollen nicht von der digitalen Welt ferngehalten, sondern dazu befähigt werden, deren Chancen zu nutzen und Risiken einzuschätzen. Herzstück von »Medienfit in Niederösterreich« sei die zentrale Website www.medienfit-noe.at
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Digitales
Gemeindepaket
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Burgenland – Wachsende Aufgaben im digitalen Bereich – Stichworte Dokumentationspflicht, Barrierefreiheit, Datenschutz und IT-Sicherheit – beschäftigten zunehmend die Gemeinden. Als starker Partner biete das Burgenland den Gemeinden nun einen speziellen Service an. Einheitliche IT-Lösungen sollen künftig die Kommunen unterstützen und eine Senkung der Betriebskosten ermöglichen. Der neue Service stehe allen 171 Gemeinden zur Verfügung.
Das »Digitale Gemeindepaket« umfasse ein Infrastruktur- und ein Leerstandsmanagement sowie ein Websitepaket und die Verdoppelung der Internet-Bandbreite. Die Maßnahmen sollen die IT-Sicherheit erhöhen und Verwaltungsvereinfachungen bringen – mit dem »Websitepaket« sei das Burgenland Vorreiter in Österreich: Alle Gemeinden könnten die barrierefreie, DSGVO-konforme und sichere Infrastruktur des Landes nutzen. Für die Bürgerinnen und Bürger werde es leichter, Förderungen zu beantragen.
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E-Lkw
als Stromspeicher
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Bayern – Elektro-Lkw könnten Möglichkeiten eröffnen, Energiekosten zu senken und den Kostendruck für Speditionen zu lindern: Ihre Batterien liessen sich auch als Stromspeicher für den Betriebshof oder das öffentliche Netz nutzen. Zum Abschluss des Forschungsprojekts »SPIRIT-E« zeigte ein Konsortium unter Leitung der »Technischen Universität München« (TUM), wie sich Fahrzeuge in das Energiesystem einbinden lassen und welche Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Einsatz erfüllt sein müssen.
In einer Testumgebung spielten die Projektpartner durch, wie Fahrzeuge bei niedrigen Strompreisen Energie aufnehmen und diese bei höheren Preisen wieder verkaufen könnten. So könnten Speditionen künftig zusätzliche Einnahmen erzielen. Damit das funktioniere, entwickelte und erprobte ein Konsortium die nötigen Schnittstellen zwischen Lkw, Ladesäule, Energiemanagement, Stromvermarkter und Netzbetreiber, darunter auch ein Reservierungssystem für Ladestationen.
Elektro-Lkw versorgen Gebäude und andere Fahrzeuge mit Strom
Die technischen Grundlagen hätten die Forschenden bei einer Spedition in Regensburg erprobt. Dort sei ein Elektro-Lkw mit einer nutzbaren Batteriekapazität von 480 Kilowattstunden zum Einsatz gekommen. Über eine bidirektionale Gleichstrom-Ladestation habe der Lkw Strom mit einer Leistung von bis zu 350 Kilowatt geliefert. Drei Anwendungen seien getestet worden: Der Lkw habe andere Fahrzeuge mit Strom (Vehicle-to-Vehicle) versorgt, die Stromversorgung des Betriebsgeländes (Vehicle-to-Site) unterstützt und Energie ins öffentliche Netz eingespeist (Vehicle-to-Grid). Die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladeinfrastruktur sei auf Grundlage des internationalen Standards ISO 15118-20 erfolgt.
Begleitforschung: Erst zuverlässig, dann wirtschaftlich
Ergänzend zu den gemeinsamen Projektergebnissen habe der Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der TUM in der Begleitforschung untersucht, ob und wie Speditionen ihre Flotten zuverlässig elektrisch betreiben könnten und wie sich der Umstieg wirtschaftlich gestalten lasse. Grundlage seien unter anderem reale Fahrdaten von sechs deutschen Schwerlastflotten mit insgesamt 2,15 Millionen aufgezeichneten Kilometern gewesen. Die zentralen Ergebnisse:
• Ladepunkte reservieren: Könnten E-Lkw auf der Langstrecke öffentliche Ladepunkte im Voraus reservieren, steige die Planungssicherheit. Der Zeitverlust gegenüber Diesel-Lkw sinke im Median je nach Szenario auf rund 1 bis 4 Prozent.
• Flotte und Depot gemeinsam planen: Mit eigener Ladeinfrastruktur im Depot lasse sich ein deutlich größerer Teil der Flotte zuverlässig elektrisch betreiben als mit öffentlichem Laden allein. Wer zusätzlich Photovoltaik und Batteriespeicher mitplane, spare 25 bis 44 Prozent mehr als bei einer reinen Umstellung der Lkw.
• Disposition neu denken: Beziehe die Tourenplanung die Flexibilität beim Laden mit ein, liessen sich Ladevorgänge gezielt auf günstige Zeiten legen. Je nach Auftragsstruktur würden so die Gesamtkosten der Flotte sinken.
• Depot intelligent ins Energiesystem einbinden: Eine intelligente Einbindung in Stromnetz und Strommarkt senke die Gesamtkosten der untersuchten Flotten im Mittel um 1,7 Cent pro Kilometer. Mit bidirektionalem Laden seien es sogar 6,1 Cent pro Kilometer.
Wie Speditionen ihre Stromkosten senken können
Besonders vielversprechend sei die Nutzung des gespeicherten Stroms am eigenen Standort. Beispielsweise könnten Elektro-Lkw tagsüber überschüssigen Strom aus einer Photovoltaikanlage aufnehmen und ihn später wieder abgeben. Dadurch lasse sich die Eigenversorgung erhöhen. Auch könnten die Fahrzeuge kurzfristig einen hohen Strombedarf abdecken und so teure Lastspitzen vermeiden. Das Projektteam sehe dadurch Einsparpotenziale von rund zehn Prozent bei den Energiekosten. Bei 100.000 Kilometern Jahresfahrleistung entspreche das rechnerisch den Energiekosten für 10.000 Kilometer Fahrt. Wie stark eine Spedition profitiere, hänge vor allem von Fahrleistung, Standzeiten und Strompreisen ab. Besonders geeignet seien Fahrzeuge im Regionalverkehr, die regelmäßig zum Betriebshof zurückkehrten.
»SPIRIT-E hat jedoch gezeigt, dass schwere Elektro-Lkw weit mehr sein können als nur neue Stromverbraucher. Sie lassen sich technisch als flexible Speicher in das Energiesystem integrieren. Jetzt gilt es, die erprobten Lösungen zu standardisieren, zu skalieren und in tragfähige Geschäftsmodelle zu überführen – dafür braucht es Forschung, Netzbetreiber, Industrie, Logistik und Politik gemeinsam«, so Prof. Markus Lienkamp, Inhaber des Lehrstuhls für Fahrzeugtechnik an der »TUM School of Engineering and Design«.
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