Große Jubiläumsrevue „100 Jahre Stadt Miesbach“ begeisterte Alt und Jung

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Große Jubiläumsrevue

„100 Jahre Stadt Miesbach“

begeisterte Alt und Jung

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Region Alpenrand / Landkreis Miesbach – Wieder einmal war die Bühne des Waitzinger Kellers im Kulturzentrum Miesbach der Mittelpunkt des Jubiläumsgeschehens. Unter der Leitung von Kulturreferentin Inge Jooß wurde u.a. von den „Theatermäusen“, Schülern der Grundschulen Parsberg und Miesbach sowie von Jugendlichen der Mittelschule, der Realschule, des Gymnasiums und des Berufschulzentrums Miesbach, von Mitgliedern der Sportvereine sowie von Vertretern der kirchlichen Jugendgruppen und Stadträten, eine bunte Revue zum Jubiläum der 100-jährigen Stadterhebung von Miesbach aufgeführt.

Ja, da ist schon einiges passiert, im Miesbacher Land, die letzten 100 Jahre! Angefangen bei „König Ludwigs Traum“, gespielt von den Kindern der Grundschule Parsberg, bei welchem eine nächtliche Eingebung im Jahre 1918, den Entschluß von König Ludwig I., den Markt Miesbach zur Stadt zu erheben, manifestierte und er somit schließlich die Urkunde unterzeichnete. „Seine Majestät der König haben am 6. Mai 1918 allergnädigst zu genehmigen geruht, dass der Markt Miesbach fortan die Bezeichnung ‚Stadt‘ führt.“ – war der königliche Wortlaut.

… und so verflog die Zeit und der Alltag der Menschen veränderte sich. Jahre später, anno 1928, wurde allseits gerne der „körperlichen Betätigung“ gefrönt. Jung und Alt entdeckte die Lust am Sport. Es wurden Vereine gegründet, Tennis und Fußball im Sommer gespielt. Eislaufen, Eishockey spielen und Schifahren waren im Winter angesagt. Im Eisstockschiessen konnte sogar die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1936 in Garmisch Partenkirchen erlangt werden. Natürlich gabs auch einen direkten sportlichen Einblick in die „Bewegungskultur“ der damaligen Zeit: Die Herren – im sportlichen Dress mit weißer Hose und Hemd bekleidet – die Damen in weißen Sportkleidern, zeigten mit Stab und Reifen einige interessante Übungen. Groß geschrieben wurde natürlich das Rodeln, wobei der Stadelberg ein gern frequentiertes Ziel war.

Die Jahre flossen dahin und auch die Mode veränderte sich. – Was trägt die moderne Frau? Wie kleidet sich der Mann? Hier führten junge Mitglieder der evangelischen und katholischen Jugend vor, was damals in den 30ger Jahren „en vogue“ war: Die junge Dame bevorzugte weichfallende, figurschmeichelnde Kleider, dazu passende Handschuhe, Hüte und Taschen. Der Herr von Welt kleidete sich mit Jacket, darauf abgestimmte Weste und schmalgeschnittener Hose. Ja, damals wurde auf korrektes Aussehen noch Wert gelegt!

Anschließend brachte die Theatergruppe der Realschule die Anfänge der Schischulen in Miesbach und Umgebung auf die Bühne, welche für die Bauern eine willkommene Einnahmequelle im Winter darstellten. Am Beispiel von einer „g ́stopften Mingara Familie“ wurde gezeigt, wie so ein „Schilehrer aus den Miesbacher Bergen“, trotz enormer sprachlicher Barrieren, agierte.

Weiter gings in der Zeitreise und blieb in den wilden 60ger Jahren stehen. Natürlich waren auch im oberbayerischen Miesbach die englischen Pilzköpfe – Paul, John, George und Ringo – also die „Beatles“, absolut bei der Jugend angesagt. Der Kammerchor des Gymnasiums brachte dies mit Songs wie „Michelle“ oder „Yesterday“ eindrucksvoll zur Geltung.

Danach wurde der „Dreierhochzeit“ im Jahre 1978 – Miesbach mit Parsbarg und Wies – gedacht, die mit dem Hochzeitsmarsch von Mendelssohn-Bartoldy, gespielt von der Musikschule Schlierach-Leitzachtal, eingeleitet wurde. Der humorige Hochzeitsladertext stammte von Heinrich Rath und sorgte für so manchen Lacher. Im Jahre 1988 gab es wieder eine Revolution: Frauen wollten in der Kirche als Ministrantinnen dienen – und das auf dem Land! Unvorstellbar für die damalige Zeit – und doch setzten sich die Mädels – wenn auch nur langsam – durch! Pfarrgemeinderatsmitglieder sowie Ministrantinnen und Ministranten stellten dies, wie es vielleicht gewesen war, sehr gekonnt in Szene.

Was wäre Miesbach ohne die zahlreichen Restaurants, Eisdielen und Imbissbuden? Nur eine halbe Stadt! Die Theatermäuse der Grundschulen Parsberg und Miesbach präsentierten in kurzweiliger Form die ganze Spannbreite der ‚Miesbacher Kulinarik‘ und kamen zu der Erkenntis, dass ihre Stadt wahrhaftig ein internationales Schlaraffenland ist!

Doch was passierte im Bereich der Technik, die in der Schule zum Einsatz kam? Drei junge Damen der Mittelschule gingen dem nach und  präsentierten anhand eines Filmbeitrags – „Als die Bilder laufen lernten und wohin sie liefen“ – den technischen Werdegang.

Anschließend zeigten die Tanzgruppen vom Turnverein, wer die Zukunft ist. In einer atembraubenden Vorführung wirbelten Turnerinnen im Flick-Flack und Radschlagend über die Bühne. Hier sah man, dass es neben Handy und Internet auch noch etwas anderes gibt, was die Jugend von heute beschäftigt.

Eine Liebeserklärung an ihre Stadt sangen die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Miesbach. Mit „Miesbach, i mog di so gern“, kam der ‚Spirit des Abends‘ zum Ausdruck, den die Kids mit bunten Buchstaben, die „100 Jahre Stadt Miesbach“ zeigten, noch verstärkten. Mit dem „Four Chord Medley“ beendete der Chor des Berufschulzentrums Miesbach den ereignisreichen Abend mit Reminiszenzen an 100 Jahre Stadtgeschichte. Rund 230 Mitwirkende und Helfer sorgten für einen turbulenten, kurzweiligen Geschichtsrückblick und ernteten für ihre Mühe donnernden Applaus!

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-ar- Bilder: ar

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