Gut besuchter Info-Tag beim therapeutischen Reiten auf dem Straußenhof in Waakirchen

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Gut besuchter Info-Tag
beim therapeutischen Reiten auf dem Straußenhof in Waakirchen

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Region Oberland / Landkreis Miesbach – Zahlreiche Interessierte, Freunde, Gönner, Reiter und Menschen mit Handicap trafen sich beim Info-Tag auf dem „Straußenhof“ in Waakirchen. Auch Bürgermeister Sepp Hartl und Waakirchens Beauftragte für Senioren und Behinderte, Landtagskandidatin Gisela Hölscher, ließen es sich nicht nehmen, vorbeizukommen und das Geschehen in der Reithalle des Straußenhofs zu verfolgen. Was da geboten wurde, war bemerkenswert!

Moderator Bruno Six, landkreisweit bekannt als Sachverständiger beim Roßtag in Rottach-Egern, erklärte routiniert und engagiert, was es mit dem „Therapeutischen Reiten“, der „Hippotherapie“, welche auf dem „Straußenhof“ seit langem durchgeführt wird, auf sich hat. „Das ‚Therapeutische Reiten‘ geht nur mit Pferden“, begann er und stellte dem Publikum die Hauptprotagonisten vor: Stalliebling Ulla, eine sanfte Trakener-Stute, welche bereits 29 Jahre alt ist und daher bereits in Rente, während die 24-jährige Maja, die kurz vor der Rente steht, deshalb nur noch „spielerisch“ eingesetzt wird. Dagegen stehen die Therapiepferde Willi, 22 Jahre, Moritz, 20 Jahre, die hübsche Gundi, ein schweres, friedliches Warmblut, die Lotte, laut Six ein „moderner Typ des Kaltblutpferdes“ und der kräftige Leo, voll im Dienste der großen und kleinen Patienten.

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Während der Vorführungen erzählte Bruno Six weiter: „Die Ausbildung zum Therapiepferd dauert ein gutes Jahr. Damit ist jedoch ein großer personeller Aufwand verbunden. Schließlich muß der Pferde-Schüler Vertrauen zu Menschen aufbauen, Gehorsam, Geduld, das Zentimeter genaue „Einparken“ an den Patientenlift, das Tragen eines nicht geübten Reiters mit neben ihm gehenden Therapeuten sowie Helfern und das Geführt-werden am Langzügel schräg hinter ihm, erlernen. Wenn er aber die Ausbildung geschafft hat, dann kann er die Arbeit am Patienten mit Unterstützung von Therapeuten und einer Pferdeführerin beginnen.“

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Bruno Six

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Bruno Six erwähnte ferner, dass die Arbeit mit dem Pferd mit hohen finanziellen Kosten verbunden ist, welche beim „Straußenhof“ ausschließlich durch Zuzahlungen der betroffenen Patienten und durch Spenden ausgeglichen werden und dass eine staatliche Förderung oder Übernahme der Kosten durch Krankenkassen meist nicht vorgesehen sei. „Leider wurde die Hippotherapie damals bei der Krankenkassenreform aus dem Behandlungskatalog herausgenommen, obwohl sie doch den Patienten so viel hilft. Daher sind wir auf Unterstützung von Gönnern und auf Spenden angewisen“, betonte Bruno Six.

Sehr beeindruckend bei der Vorführung war, wie geduldig Therapiepferde sind. Dabei hüpften u.a. einige Kinder um das Pferd herum und spielten mit leichten Bällen, welche auch hin und wieder auf oder unter das Pferd fielen. Doch dies rührte sich keinen Millimeter und erweckte in keinster Weise den Eindruck, genervt oder schreckhaft zu sein.

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Mitten drin, statt nur dabei:
v.l. Dr. jur. Anton Lentner, Stiftungsvorstand der Hubertus Altgelt Stiftung; Sepp Hartl, Bürgermeister der Gemeinde Waakirchen,
Hausherr Bruno Six und Gisela Hölscher, die Beauftragte für Senioren und Behinderte der Gemeinde Waakirchen und Landtagskandidatin

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Dass auch Menschen mit Handicap das Reiten als Sport praktizieren können, wurde in einer kunstvollen Vorführung präsentiert. Leichthändig leiteten die jungen Frauen ihre Pferde durch die Manege, zeigten einige Komandos und Hufschlagfiguren. „Jeder Mensch, ob ohne oder mit Handicap, beispielsweise einer Lähmung, kann Reiten! Es stärkt die Muskulatur des Körpers, insbesondere des Rückens. Und oft ist das Pferd an sich die beste Therapie“ erklärte Six. „Aber die Therapiepferde brauchen einen Ausgleich zum „Arbeitsalltag“. Deshalb werden sie auch „normal“ geritten und sogar vor leichte Wagen oder Kutschen gespannt“, ergänzte Six. Bei der anschließenden rasanten Vorführung mit einer kleinen Kutsche sah man recht eindruckvoll, wie schnell so ein Therapiepferd in seiner „Freizeit“ werden kann.

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Freuten sich über den gelungenen Info-Tag: v.l. Stephan Fischbacher, Kath. Pfarrer in der Gemeinde Waakirchen;
Gisela Hölscher, Beauftragte für Senioren und Behinderte der Gemeinde Waakirchen und Landtagskandidatin;
Karin Friedenberger, Vorstand des Vereins ‚Therapeutisches Reiten Oberland‘;
Sepp Hartl, Bürgermeister der Gemeinde Waakirchen und Angelika Haidorf vom LionsClub am Tegernsee

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Auch die Pferdeführerinnen zeigten, unter professioneller Anleitung von Bruno Six, was sie „Hoch zu Ross“ im Sattel gelernt haben, da sie, als Dank für ihre Arbeit am langen Zügel während der Therapieeinheiten, Reitstunden erhalten. Mit verschiedenen Gangarten wie „Schritt“, „leichter Trab“ oder „Galopp“ und der Bodenarbeit mit liegenden Stangen begeisterten die jungen Reiterinnen die anwesenden Zuschauer. Alles in allem war der Info-Tag auf dem „Straußenhof“ ein sehr interessanter, äußerst abwechslungsreicher und gelungener Familientag.

-ar- Bilder: ar

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