Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Gemeinschaft im Landkreis Miesbach

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Jahreshauptversammlung 2018

der Freien Wähler Gemeinschaft im Landkreis Miesbach

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Region Alpenrand / Landkreis Miesbach – Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung traf sich die Freie Wähler Gemeinschaft (FWG) des Landkreis Miesbach im Alpengasthof „Glück Auf“ in Hausham. Bei seiner Begrüßungsansprache brachte der Kreisvorsitzende Norbert Kerkel seine Freude über das zahlreiche Erscheinen der Mitglieder zum Ausdruck. Auch Jens Zangenfeind, Bürgermeister der Gemeinde Hausham, hiess die Anwesenden herzlich willkommen und gab einen doch sehr ausführlichen Überblick über die Aktivitäten. Diese Ausführungen begannen bei den vielzähligen Planungen bezüglich der Verlegung des berüchtigten Bahnübergangs in der Ortmitte, dem Umbau des neuen Rathauses im alten Sparkassengebäude, der Kreisverkehrsplanungen an der Tiefenbachstraße sowie das großangelegte Einheimischenprojekt, gingen weiter bei den Sanierungsarbeiten der Naturfreundestraße, wobei der Gemeindechef auch die Planungsunsicherheit bei der neuen Straßenausbeibeitragsgebührenregelung (Strabs) monierte und endeten bei dem „Mamutprojekt“ Landratsamt-Neubau, wobei auch die „Z“-Form des Gebäudes zur Diskussion stand.

Anschließend resümierte Vorstand Norbert Kerkel über das vergangene Veranstaltungsjahr. Hier standen u.a. die Wahlen, vorallem die erfolgreiche Bürgermeisterwahl in Gmund, im Vordergrund. Weitere Themen waren die Fraktions- und Kreisstagssitzungen, der Neujahrs- und Frühjahrsempfang sowie der Empfang der ehrenamtlich Arbeitenden und der Olympiateilnehmer, das Absolvieren diverser Einladungen zu Feierlichkeiten wie Hebauf-Feiern, zur Gründungsversammlung des Landschaftspflegeverbandes, zur 20-Jahr-Feier vom Krankenhaus Agatharied, die Teilnahme an der „Zukunftswerkstatt Mobilität“ und beim Probeessen der Berufsschule Miesbach, dem Verfolgen des dreitägigen Erörterungstermins zur Wasserschutzzonen-Ausweisung und vielen anderen Veranstaltungen und Präsentationen, die eine Anwesenheit der FWG erforderten.

Ferner wurde von Norbert Kerkel die Vorbereitungsarbeit zu den Kommunalwahlen 2020 angesprochen, da, wie er betonte, dieser Termin verhältnismäßig schnell da sein werde und sich die Mitglieder nun schon Gedanken machen sollten, wer denn kandidieren möchte, da sich beispielsweise in der Bürgermeisterriege des Landkreises einiges ändern werde. Gleichzeitig solle auch der öffentliche Auftritt überdacht werden. Dies müsse aber in der nächsten Sitzung genauer besprochen werden. Vorallem sei die Mobilisierung der Jugend ein wichtiger Aspekt der FWG-Arbeit.

Ein weiterer Tagespunkt war der Bericht des Schatzmeisters, Dr. Anton Lentner, welcher mit seinen Ausführungen bewies, dass er seine Kasse „im Griff“ hat, sodass nach dem Bericht des Revisors die Entlastung der Vorstandschaft einstimmig erfolgte. Anschließend erfolgte die Berichterstattung aus den Kreisausschüssen. Hier gab Andreas Hallmannsecker, Bürgermeister der Gemeinde Valley, eine Übersicht über die Arbeit im Jugendhilfeausschuß. Dieser betonte, dass in den Bereichen Kinder – Jugend und Familienhilfe die Anforderungen steigen, die Ausgaben und die Einnahmen aber sinken. Dies sei in erster Linie den weniger werdenden Migrantenzuzügen geschuldet. Insbesondere die Anzahl der unbegleiteten Jugendlichen reduziere sich stetig, da aus Kindern schließlich auch junge Erwachsene werden, die mit der Volljährigkeit andere Unterkünfte benötigen, da sie aus ihren bisherigen Unterkünften für Jugendliche ausziehen müssen. Daher müssen andere Wohnmöglichkeiten gesucht werden, die dann wegen den Mietzahlungen ins Geld gehen. Auch die tägliche Betreuung, die therapeutischen und die erzieherischen Maßnahmen sind Aufgabenbereiche, die veranwortungsvolle Unterstützung bedürfen. Hier steigen die Kosten für die sozialpädagogische Unterstützung für Familien ebenso wie der heilpädagogischen Tagesstätten. Die jährlichen Gelder der „besonderen Zuwendungen“ des Landkreises Miesbach, die an ein Motto geknüpft seien, wurden im Jahr 2018 an: „Frühe Hilfen und Kindergesundheit für Kinder im Alter von 0 bis sechs Jahren“ vergeben. Diese Zuweisungen mussten von anbietenden Einrichtungen beantragt werden und wurden vom Jugendhilfeausschutz dann auch an drei Institutionen vergeben. Für das Jahr 2019 sind die Themen „Trennung und Scheidung – wie sich dies auf Jugendliche auswirkt“, die „Werte- und Demokratie-Erziehung im Schulbereich“ sowie „das Erkennen der Zusammenhänge in der Medienbildung“ vorgesehen.

Ein weiterer Bericht handelte vom neu geschaffenen Landschaftspflegeverband, über den Klaus Thurnhuber, Bürgermeister der Gemeinde Warngau und Vorsitzender des Verbands, referierte. Er stellte die Strukturen des Gremiums vor und umschrieb die Funktion des Landschaftspflegeverbandes. Ferner erzählte er den Werdegang des Verbandes bis zum Eintrag als „e.V.“ vor. Vorallem freue es ihn, sagte Thurnhuber, dass es gelungen sei, ein Team zu werden. Die Vertretungen behandeln sich gegenseitig mit Respekt und die Arbeit mache Spass. Thurnhuber schloss mit den Worten: “Es ist auch wichtig, dass der Geschäftsführer sein Büro dort hat, wo die Leute, zusammenkommen, dass er da ist, wo sich was rührt und nicht irgendwo weit weg im stillen Kämmerlein sitzt. Ich hoffe für die Zukunft auf eine gute Zusammenarbeit.“

Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind legte einige Fakten zum Neubau des Landratsamtes in Miesbach offen: Ein Neubau sei die wirtschaftlichste Variante, da eine intensivere Bebauung der neuen Fläche möglich sei. Die Arbeitssicherheit für die Mitarbeiter und der erhöhte Platzbedarf bei den Büroflächen mache einen Neubau unumgänglich. Auch sollen die Mitarbeiter bei der sinnvollen Raumgestaltung mit einbezogen werden. Ferner wurde sich für eine Tiefgarage und den Bau von Wohnungen ausgesprochen. Für das Bestimmen der Bauweise wurde bekanntlich ein Arbeitskreis eingerichtet, welcher „Forschungsreisen“ und Informationsfahrten unternommen hatte, um verschiedene Baustile und Materialien zu erkunden. Das Ergebnis war die Entscheidung zur Holzbauweise. Mittels eines großangelegten Architektenwettbewerbes wurden sodann die Planer des Gebäudes ermittelt, wobei sich ein mehrköpfiges Gremium dann auch einstimmig für ein Konzept entscheiden konnte. Allerdings gestalten sich die weiteren Ausschreibungen äusserst kompliziert, doch auch dieses Problem würde gelöst, betonte Zangenfeind.

Als letzter Redner stellte sich Dr. Klaus Fresenius, Aufsichtsrat im Kreiskrankenhaus Agatharied, den Fragen und Anregungen aus dem Publikum. So wurde beispielsweise um einen Getränkeautomat gebeten, da es für Begleiter von Patienten oder Wartende – speziell in der Nacht – keine Möglichkeit gäbe, im Krankenhaus Getränke zu erhalten. Dann wurde die Problematik des Schwesternmangels und die Schwierigkeit, weiterführende Behandlungen innerhalb verschiedener Abteilungen im Krankenhaus zu erhalten, angesprochen, was einer längeren Erklärung von Dr. Fresenius bedurfte. Hier sprach man neben den gesetzlichen Vorgaben die Störung der zwischenärztlichen Kommunikation bezüglich der neueingeführten Datenschutzverordnung an, die sich im Alltag des Krankenhauses als grosses Problem darstellt.

-am- Bild: am

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