Wirtschaftsbeirat Bayern-Gesprächsrunde: Wertschöpfung durch Wertschätzung

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Wirtschaftsbeirat Bayern-Gesprächsrunde:

„Wertschöpfung durch Wertschätzung“

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Region Oberland – Der Wirtschaftbeirat Bayern (WBU) hatte kürzlich zu einer Gesprächsrunde nach Hausham in die Destillerie Lantenhammer eingeladen. Als Teilnehmer durfte Gastgeber Anton Stetter den bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder sowie Ilse Aigner, die Landtagspräsidentin des Bayerischen Landtages, begrüßen. Als Moderatoren führten Klaus-Dieter Graf von Moltke, Vorstand des Unternehmerverbands im Landkreis Miesbach und Cornelia Kreisler vom Wirtschaftsbeirat Bayern, durch das Programm.

Die Themen der Podiumsdiskussion umfaßten drei Säulen der Wirtschaft: Die Digitalisierung, flexibles Lernen und Ausbildung und die Netzwerksicherheit. Entsprechend erklärte Ministerpräsident Söder, dass sich die Zeiten grundlegend und so schnell wie nie ändern und dass es der Bevölkerung sowie der Wirtschaft derzeit sehr gut gehe. Jedoch seien die Investitionen zu wenig und eine mittelstandsorientierte Politik wichtig, um eben den Mittelstand zu stärken. Denn dieser ist auf den besten Weg, die nächsten innovativen technologischen Sprünge zu machen. Zudem müsse die Künstliche Intelligenz (KI) voran gebracht werden. Sorgen bereite jedoch, dass die Republik gelähmt werden kann, weil beispielsweise Genehmigungsprozesse bei der staatlichen Verwaltung zu lange dauern würden.

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Dr. Markus Söder bei der WBU-Podiumsdiskussion in der Destillerie Lantenhammer in Hausham

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Wichtig wäre weiterhin, so Söder, bestimmte Gesetzte zu ändern und u.a. sogenannte Bypassgesetzte einzuführen, um flexibler agieren zu können und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Als Beispiel nannte der Minister das Landesentwicklungsprogramm, in dem man „gefangen im Korsett der Genehmigungsverfahren“ sei, da die Entscheidungen ins Unendliche laufen. Ferner müsse zum Thema „Leistung“ generell eine Wertschöpfung durch Wertschätzung erfolgen. Auch glaube er nicht, dass die geplante Kassenbonpflicht die ultimative Antwort auf die „Wirtschaft 4.0“ sei. Hier hackte Graf von Moltke nach und stellte die Frage, wie es zu mehr Investitionen kommen könne und wie die nächsten Generationen die Betriebe weiterführen sollen. Dazu stellte Dr. Söder fest, dass man es auch in den Genen haben müsse, ein Unternehmen zu führen. Zudem bleibe ein Unternehmen, egal wie alt es ist, immer wie ein „Start-Up“, da man es immer wieder mal mit neuen Ideen „neu erfinden müsse“. Jedoch gibt es auch Aufgaben auf politischer Seite, räumte der Minister ein. „Der Staat muss Partner sein“, so Söder.

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Er sollte beispielsweise in Schulen und Universitäten einen Freiheitsgedanken mit Selbstbestimmung und Verantwortung wecken, „der ein Gewinn an emanzipatorischer Fähigkeit ist – der in der Gesellschaft wertgeschätzt werden muß“, betonte der Ministerpräsident. Vorallem aber sollte beispielsweise in Verbänden und in der Wirtschaft mit dem ständigen Jammern aufgehört werden. Söder regte an, da in den Medien überwiegend negative Meldungen veröffentlicht werden, dass darin beispielsweise täglich zumindest mal „eine positive Nachricht“ stehen sollte. Er wisse, dass der Wettbewerb härter würde und dass man sich international harten Realitäten stellen müsse. Jedoch könne man Wachstum nicht verordnen, man müsse Blokaden aufbrechen, Widersprüche und Doppelmoral aufdecken.

Graf von Moltke wollte noch wissen, wie denn der Ministerpräsident mit der vierten Macht im Staate, der Presse, umgeht. Es würden neue Kommunikationsebenen entstehen, so die Antwort, in der man Hetze und Hass bekämpfen müsse, besonderrs dort, wo es oft nur noch um Gerüchte geht, die jedoch ganze Wirtschaftszweige lahm legen könnten. Man müsse den Zeitgeist erkennen, auch die Politik müsse sich weiterentwickeln und mit der Realität auf Augenhöhe sein. Zum Thema Meinungsfreiheit, welche ja von einigen Parteien in der Vergangenheit als verloren gesehen wurde, meinte der Ministerpräsident, dass Deutschland ein Land der Meinungsfreiheit sei und dass er sich diesbezüglich keine Sorgen mache. Der Mittelstand müsse nur gut argumentieren, denn ein kluges Argument werde immer gehört. Zum Thema Netzsicherheit monierte der Ministerpräsident die Leichtgläubigkeit einiger „User“. Meist sei der Umgang mit dem „Internet“ zu sorglos. Dabei sollte die Sicherheit im Netz genau so ernst genommen werden wie die persönliche Sicherheit. Die digitale Welt sei angreifbar und das fange bei den Usern an.

Anschließend sprach Landtagspräsidentin Ilse Aigner u.a. über die Themen Meinungsfreiheit, Ausbildung und Fachkräftemangel, Tourismus und Verkehr, Wohnungsbau und Flächenverbrauch.

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-am- Bilder: am

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