Denkmalschutzmedaille des Landkreises Miesbach 2019

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Denkmalschutzmedaille

des Landkreises Miesbach 2019

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Region Miesbach – Auch dieses Jahr wurde für die Sanierung und Restaurierung von alten Gemäuern und Häusern die Denkmalschutzmedaille des Landkreises Miesbach an die Bauherren vergeben. Die Veranstaltung der Unteren Denkmalschutzbehörde wurde erstmals von Christian Boiger, Architekt aus Holzkirchen und seit Oktober Leiter der Behörde, moderiert.

In seinem Grußwort stellte Wolfgang Rzehak -Landrat des Landkreises Miesbach- fest, dass die Verleihung der Denkmalschutzmedaille des Landkreises Miesbach eine feste Institution im Landkreis geworden und eine Wertschätzung für jene sei, die sich bewußt für ein altes Bauwerk einsetzen: „Natürlich ist es bequemer und einfacher, ein altes Bauwerk einzureißen und gegen ein modernes Gebäude einzutauschen. Doch mit den Steinen, den Ziegeln, dem Holz und dem Glas, das bei einem Abriß vernichtet wird, geht auch die Seele des Hauses verloren – die ist mindestens genauso viel Wert wie der Rest und ist nicht monitär aufzuwiegen. Jedes Haus erzählt seine eigene Geschichte. Diese Geschichte ist wiederum Teil unser aller Geschichte, der Historie des Landkreises Miesbach und seiner Bewohner in den vergangenen Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten. Wer sich dafür einsetzt, ein baudenkmal zu erhalten, trägt zur kulturellen Identität des Landkreises bei. Wer wir sind, was uns ausmacht und woher wir kommen, spiegelt sich in unseren Denkmälern wieder. Deshalb möchte ich allen meinen Dank aussprechen, die sich für den Erhalt von Denkmälern einseetzen“, betonte Rzehak.

Als Gastredner sprach Werner Tscholl, Italiens Architekt des Jahres 2016 über seine kühnen Werke und brachte seine Zuhörer zum Staunen. Ob nun ein in den Fels geschnittenes Haus mit einer ausfahrbaren Terrasse, ein fast schwebendes Gebäude mit 360 Grad Verglasung oder ein futuristisches Gebilde aus Holzschindeln, für Tscholl lag alles „Statisch an der Grenze des Machbaren“. Mit seinem Motto „Altes bleibt alt, Neues wird Neu“ versucht er, auch Gebäude, die anscheinend keinen Wert mehr haben, zu erhalten.

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Italiens Architekt des Jahres 2016 – Werner Tscholl – bei seinem interessanten Fachvortrag

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In Anwesenheit von Ingrid Pongratz, der Bürgermeisterin der Stadt Miesbach, wurden die Denkmalschutzmedaillen an Objekte vergeben, die im Einzugsgebiet der Stadt Miesbach liegen. Als erster Preisträger wurde der Bauherr Ulrich Hirmer für die Restaurierung seines „Schwarzmilchanwesens“, ein kleines Stadthaus aus dem Jahre 1731 am Miesbacher Marktplatz, von Laudator Bernhard Mayer vom Landratsamt Miesbach, ausgezeichnet.

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Das kleine Stadthaus aus dem Jahre 1731 am Miesbacher Marktplatz

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Die zweite Denkmalschutzmedaille überreichte Laudator Werner Pawlovsky an Veronika und Armin Pilger für die Generalsanierung ihres Anwesens „Beim Jager“, aus dem Jahre 1658. Hier wurde, zur Wahrung des charakteristischen Denkmalbestandes, „eine mehrjährige Planungs- und Instandhaltungsgeschichte“ notwendig.

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„Beim Jager“ aus dem Jahre 1658

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Der Einödhof „Beim Hofer“ wurde mit seinen Besitzern, den Stadtwerken München, als dritter Preisträger ausgezeichnet. Frank Seehausen vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege lobte die Restaurierung des leicht verwitterten Einödhofes, „weil diese Arbeit in ihrer Art Vorbild sein kann“.

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Der Einödhof „Beim Hofer“

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Der ehemalige Kreisbaumeister Werner Pawlovsky (links im Bild) erhielt für seine Lebensleistung
und für seinen Einsatz für den Denkmalschutz von Christian Boiger die Ehren-Denkmalschutzmedaille

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Gruppenbild mit allen Preisträgern der diesjährigen Denkmalschutzmedaillenvergabe

-am- Bilder: am

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