Modern oder intelligent: Die digitalen Stromzähler kommen!

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Modern oder intelligent:

Die digitalen Stromzähler kommen!

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Frank Thinnes, stellvertretender Werkleiter und technischer Leiter beim E-Werk Tegernsee
mit einem „Modernen digitalen Stromzähler“

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Region Bayern – Das sogenannte Messstellenbetriebsgesetz vom September 2016 sah den Einbau von „Intelligenten Messsystemen“ in private Haushalte bereits ab dem Jahr 2017 vor – was aber wegen der sicherheitstechnischen Anforderungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) – mangels Auswahl an „Intelligenten Messsystemen“ am Markt – nicht möglich war.

Auch ist der Einbau der „Intelligenten Messsysteme“ nur für Haushalte mit einem Verbrauch von über 6000 Kilowattstunden pro Jahr und für Betreiber von Strom erzeugenden Anlagen – wie Photovoltaik mit einer Nennleistung von mehr als sieben Kilowatt – vorgesehen. Nun werden „Moderne Messsysteme“ als Ersatz für die mechanischen, schwarzen Stromzähler – im Auftrag der jeweiligen Messstellenbetreiber – in Privathaushalte eingebaut.

Im Tegernseer Tal (Landkreis Miesbach) beispielsweise, ist der verantwortliche Messstellenbetreiber das Elektrizitätswerk Tegernsee, welches auch gleichzeitig als Energielieferant für das Tegernseer Tal – von Moosrain bis nach Kreuth, fungiert. Da es nun auf das allgemeine Zählerauswechseln zugeht und sich zum Thema „Zählerwechsel“ eigentlich niemand so recht auskennt – noch die Unterschiede der „Digitalen Zähler“ kennt, hat der stellvertretende Werkleiter und Technischer Leiter des E-Werks Tegernsee, Dipl.-Ing. Frank Thinnes, die „kleinen Unterschiede“ erklärt.

Um Mißverständnisse zu vermeiden: Das Austauschen der alten Zähler soll die Transparenz des Energieverbrauchs für den Messstellenbetreiber, den Verbraucher und den Energielieferanten erhöhen. Die Kosten für das Wechseln der Stromzähler wird vorerst vom Messstellenbetreiber, beispielsweise dem E-Werk Tegernsee, übernommen und je nach Eichfristen oder bei Gemeinden mit vielen Wechselkandidaten, per Losverfahren bestimmt. So wird bei Haushalten unter 6000 Kilowattstunden im Jahr eine sogenannte „Moderne Meßeinrichtung“ installiert. Dies ist ein elektronischer Zähler mit einem Zahlendisplay und einer Eichfrist von acht Jahren.

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„Diese Moderne Messeinrichtung wird einmal im Jahr – z.B. vom Besitzer oder einem Beauftragten des E-Werkes – für die Jahresabrechnung abgelesen. Sie ist weder digital vernetzt noch kann per Wlan von aussen zugegriffen oder abgefragt werden – sie hat keine Schnittstellen. Für den Verbraucher ändert sich ausser der Farbe und Größe des Zählers nichts. Er kann lediglich über einen geschützten Bereich, der nur für den Kunden zugänglich ist, mit einem PIN-Zugang seinen individuellen Verbrauchswert abfragen. Sollte ein Verbraucher Unstimmigkeiten beim neuen Zähler feststellen, so kann er sich an den Messstellenbetreiber wenden. Jeder Zähler ist geeicht, kann aber, wie jedes Gerät, fehlerhaft sein“, betonte Frank Thinnes.

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Anders ist dies bei den „Intelligenten Messsystemen“, die bei einem Stromverbrauch von über 6000 Kilowattstunden eingebaut werden. „Wir brauchen eine tiefere Datengrundlage, wenn es um einen höheren Verbrauch geht. Hier wird der Stromverbrauch im 15-Minuten-Takt abgefragt, was aber nicht heißt, dass der Messstellenbetreiber weiß, welches Gerät gerade wo läuft. Auch von Fremden kann kein Zugriff stattfinden, denn die Anforderungen sind vom BSI sehr hoch angelegt. Das Messsystem ist komplett verschlüsselt. Es gibt keine Kommunikationslinie wie beim Telefon. Beim „Intelligenten Messsystem“ sorgt ein Verschlüsselungsalgorithmus auf den Gateways für die entsprechende Sicherheit“, so Thinnes.

Was passiert mit den abgefragten Daten des Stromzählers? „Die Daten gehen zu den zuständigen Marktteilnehmern; wie dem Energielieferanten und zum Bilanzkreisverantwortlichen sowie zum Übertragungsnetzbetreiber, da diese die verschiedenen Abrechnungen erstellen und die weiterhin benötigten Energiemengen beschaffen müssen“, resümiert der Werksleiter.

Zum Wechsel der Zähler ist noch anzumerken, dass sich der Ausbau der alten mechanischen Zähler und der Einbau der „Modernen Messeinrichtungen“ als unkompliziert erweist. Für den Kunden gilt beim Wechseltermin: Geräte wie Computer sollten vom Stromnetz getrennt werden – das heißt: „Stecker raus“ und man ist vor bösen Überraschungen sicher.

Fazit: Vor den neuartigen Stromzählern, ob sie nun „Moderne Messeinrichtungen“ oder „Intelligente Messsysteme“ heißen, braucht sich niemand fürchten. Sie kommen, denn der „Gesetzgeber“ hat es so beschlossen. Sogenannte Kinderkrankheiten können nicht ausgeschlossen werden.

-am- Bilder: am

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